1878 / 22 p. 1 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 25 Jan 1878 18:00:01 GMT) scan diff

Bildern mit Gesana und Ballets von E. PaSquö und H. Wilken. Musik von A. Mo :.

Eintrittßpreise: Parquet 3 .“ ZMiter Rang 2 .“ Galem 50 .z :e.

krioäkiek-sübelustäitiscbez“l'beatek. Freitag:: Zum 2. Male: Prim Methusalem. Komi1che Operette in 3 Akten. Musik von J. Strauß. Sonnabend: Prinz Methusalem.

[lesioleu-“l'beafer. Freitag: Der Kuß.

kkbUI '"!“Wk. Ermäßigte Preise. Frei-

jag: Letzte Woche 11. z. 46. M.: Klein Däumling, Rapunzel mit dem langen Haar und Riquet mit dem Schopf. Weihnachts - AusfieYung. Fm Römersaal : Das Reich des Schlaraffeuk'oni s.

m 1. Zwischensaal: Weihnachts - Lotte_rie. m 11. Zwischensaal: Bethlehem. Jm Ntttersaal: Der Ring des Nibelungen. Concert. Eröff- nung 5 Uhr, Anfang 55, der VorsteUung 6-1 Uhr.

Sonnabend: Wcihnachts-Ausstellung. Klein Däumling.

solterstloris-Pboater. Zweite Berliner

Oper. Freitag: Der Waffenschmied. Komische Oper von Lorßing. _

Sonnabend, Nachmittags 4Ubr: Der gesttefeltc Kater. Abends 7 Uhr: Abu Hassan. Von E. M. 1). Weber. Vorher: Maurer und Schlosser. 511111111622 Oper Von Aubcr.

Wationa1-“kboatok. Freitag: Für den Ber-

liner Handwerkcrvercin. Die Verschwörung der

Frauen. _ Sonnabend: Don Carlos. Halbe Pretse.

05101111-1'11611101'. Große Frankfurterstraßc130.

Freitag: Die Grille. Ländliches Cbarakterbild in & 211118" von Charlotte Birch-Pfeiffer. Anfang 2 r.

8131114216616» Freitag: Zu halben Prei- sen. (Parquet 1,50 „16, Logen ], 2, Z, 4_ 916.) Zum 6. Male: Dcr HUpoaxondcr. Lustsprel 111 4 Akken von (H. v. Moser. Titelpartbie: Hr. Dir. Tbeod. chrun,

1101113-11111111100-“1'111311t0k. Freitag: Extra-

vorstkllung untcr gefälliger Mitwirkuyg des Frl. Lina Mayr zum Benefiz für den Regißeur Hrn. L. Otjomeher. Zum ]. Male: Die Stützen der Ge- sellsck aft. Schau_spic[ 111 4 Akten von Henrik Ibsen. De1111ch bon Wiwelm Lange. Hierauf: Das Ver- spreéhen hinter'm Heerd. (Nandl: Frl. Lina Mam: auI besonderer GefälTigkeit _ Stritzow: A. Wolf.) Anfang diefrr Vorstearmg _ wegen der Länge derselben _ 7 Uhr.

Sonnabend: Ermäßigte Preise. Gastspiel des Frl. Lina Mayr: Durckxgegangene Weiber.

[1- 13380168 “[*1113at01'. 19. Dorotheenstraße 19, Ecke der Friedrichstr. Programm ganz neu.

6011081'1-"3118- CorxcertdesKgl. ' ; Hof - qusii'direktocö Herrn Z118Ö9

()11'61151161'20Z. J111Circ11§Renz, Unterbaum-F-

brücke, Haltestelle der Ringbahn. Freitag, Abends 7 Uhr: Erste Komikcr-Vorstellung, oder: Ein Abend für Humor und Fryhsinn. Auftreten der berühmten KünstlergeseUschaft Sylvester-Sckyäfer. Näheres die Plakate.

Sonnabend: 1. Debut des Kaiserlich russischen Hofkünstlers Mr. Tbielgo,

Familien:??acHriohten.

Verl_obt: rl. Auguste Boetticber mit Hrn. ._Kre13r1cbfer Jahns (Niederdorka bei Mühlhausen 1. _Th. -- Schroda). _ Frl. Adolphine Schütze mrt Hrn_; Ingenienr H. G. Landgraf (Georg- Marienhutte). _ Frl. Elisabejb von Brauneck 11111 Hrn. Premier - LleUtenant Carl ProtZen (Berlin). _

Verehelicht: Dr. Theodor v. WaÜenberg mit 11111 _Frl. Fanny v. Wentzky (Mariaböfchen _ Breslau).

Geboren: EiU Sohn: Hrn. Ober-R'egierungs- Rath Sfeinmann (Marienkvcrder). _ Hrn. Ritt- meister a. D. Otto 1). Levetzow (Schwrrin i. M.). _ (81112 Tochter: HM. Jntendantur-Affeffor Braune (Königsberg). _ Hrn. Major und Ba- TaiUons-Con1111audcnr von Oidtmann (Oldenburg). _ Hrn. Rittmeister nnd EScadron - Chef Hugo Freiherrn v. Kirchbach (PasLWalk).

Gestorben: Hr. Hofrath 8.111de191 11. D. G. Fr. Ph. 511161111111 (Bremen). _ Hr. Hauptmann a. SD) Enn! Frrilxrr v. Nordeck (Naumburg a. .

Steckbriefe und Untersuchungs- Sachen.

Ediktal-Citation. Auf die Anklage des Polizei- Ann1altes Vom 15. August 1877 ist gegen den An- geklagten Musxexicr (LandWehrmann) Stephan Sckßnner zu chm-Kreutsch, Kreis ?raustadt, am 7. Septcmber 1844 geboren, evangeli (ber Religion, welchcr fich zuleßt 111 Potsdam aufgehalten hat, wegen unerlaubjen AuSwandems, als bcurlaubter Landwebrmann, in_Gemäßheit des . 360 311 3 des Strafgeseizbuches fur das Deutsche 5 eich die Unter- suchrm eingeleitet und_ haben wir zum mündlichen Verxa ren einen Tcrm111_ auf den 4. Juni 1878, Vormittags 9 Uhr, 111 unserem Gerichtslokale anberaumt, Wozu der dem WWW Aufenthalte nach unbekannte Angeklagte mit der Aufforderung Vor- geladey wird, zur festgeseßten Stunde zu erscheinen und dre zu seiner Vertheidigung dienenden BrWeis- mitte! mit zur SteÜe zu bringen, oder solche untcr

enauer Angabe der dadurch zu erweisenden That- acben uns so zeitig vor dem Termine aUzuzeigen, “O_aß fie noch _zu demselben herbei eschafft Werden können. Erschemt “rer Angeklagte ni t, so wird mit der Untersuchung und Entscheidung in coutuwaeiam verfahren i_verdsn Potsvam, den 8. September 1877. KbmgkchesKreisgericbt. Abtheilung ]. Kom- . m1s110n fur Uebertrctungen.

Ü .

Steckkrief wider den wegen Diebstahls mit 6 Wochen Gefängnis; bestraften Dekorationsmaler akob Engelbreckjt von Caffel mit Ersuchen um estnabme und Nachricht anber. Cassel. den 1. Januar 1778. Königliche Staatsanwaltscbaft.

Subbaftatiouen, Aufgebote, Vor- ladungeu u. dergl.

* ' I [202] Resnbhnstattons-Parent.

Zur Fortsexung der Versteigerung des zur noth- wendigen Re ubbastation stehenden, dem Möbe'l- händler Robert Rudolph zu Friedenau geböri en, 111 Friedenau belegenen, im Grundbuck) von il- merswrf Band I., Bluff Nr. 277, verzeichneten Grundstücks nebst anehör wird ein Termin auf den 2. Februar 1878, Vormittags 113; Uhr, an Gerickytsstelle, Zitmnerstraße 25, Zimmer Nr. 12, hierdnrcb anberaumt.

Das Urtbeil über dir Ertbsil1111g des Zuscbwgs [011 ebenda

den 5. Februar 1878, Mittags 12 Uhr, verkündet wcrden. -

Das zu verstciZcrndc Grundstück ist 17 Nr 92 Qu.:M. gros; 11111) zur Gcbäudcstcuer mit einem jäbrlichrn NnxungSMrth (“01.1 7920 «FC. veranlagt.

Aussug aus der Stenrrwll“. 11111) Abschrift des Grundbuchblattes, ingleichen efwaige Abschälzxmgen, andere das Grundstück betreffende Nackywenungen und besondere Kaufbedinguugen find in unserm Bureau 7. 5. 3 cinzusrben.

Alle Diejeniaen, Welche Eigenthums- oder anber- WLitC, zur Wirksamkeit gcgen Drittc der („5111- tragung in das Grundbucb brdürfcnde, aber nicht eingetragene Realrechte gelxeud zu machen haben, Werden aufgefordert, diesclben zur Vermeidung der Präklufion spätesths im Versteigcrungstcrmine anzumelden.

Berlin, den 29. Dezember 1877.

Königlikbes Krcichricbf. Dcr SubhastatiOUS-Riäytrr.

[674] Vckannütmchung,

In dem, den „28. Januar d. J. 111 Piestcrih anstehenden Lizitationstermin dss Lkrpe'säxeu Spinuerei- Etablissements, Band 1. Blatt 13 des Grundbuchs von Piesterilz, kommen die Par- zelle Nr. 87 nabst Färbcrcigcbäude, Schuppen und Rollkammer, ferner 6 mccha11ische Webstühle und eine Partic Pfkich auf Antrag der Liepe'scben Erbcn und unter Znstimmnng des Gläubigers. Welcher die nojhwchdigc SUbhastakion ausgebracht hat, nicht mit zur Vkrsteigernng.

In Varfolg des Subhastakiomspatents vom 4.0k- 10er 1877 wird dics bckarnf gsmacbt.

Wittenberg, den 22. Januar 1878.

Königliches Krrisgericbt. 1. zIthbeilung. Der Subhastaxiohs-Richter.

Verkäufe, Verpachtungen, Submisfionen :c.

Dienstag, den 5. Februar er., Vormittags 10 Uhr, gelangen im Franz Gallectschen Gasthofe zu Hochzrit aus den Jagen 69 s., 853. 11111) 129 des diesseiligen Königlichen Forstreviers circa 5 Stück Birken und 1100 Stück Kiefern unter den gewöhn- lichen Bedingungen zam öffentlich meistbirtenden Verkauf. Die Anfnmsxregistcr können 3 Tage vor dem Termin im Gcsckyästszimmer des Unterzeichnetcn cingésehen Werden. Forsthaus Hochzeit i./N., den 21. Januar 1878. Der Oberförster. Skuben- rau .

Am Dienstag, den 5. (fünften) Februar er., VormittagJ 11 Uhr, kommcn in Hobiger's Hotel zu Fürstenberg i./Mecklenburg (Station der Berliner Nord-Eiseubahn) die nachstehenden Bau- und Vrennhdlzer aus der Königlichen Oberförsterei Himmelpfort-West Unter den im Termin bekannt zU 111acbenden Brdingnngrn öffent- lich meistbietend zUm Verkauf: [. Schutzbezirk Regelßdorf. Jagen 7: 3_birkcn Stämme, 800 kiefern Stämme, 31 Nm. kiefern Nußscheife, 8 Rm. eicben Scheite, ' 10 Rm. birken Scheite, 8 Nm. eschen Scheite, 2 deSgl.Ru11dknüppel, 2200 Nm. kiefern Scheite, 130desgl.RU11dknüpp1-l, 1000 deSgl. Stöcke, 200 “06691. Rkisc'r 1. Kl. Jagen 12 u. 18: 11 Nm. liefern Scheite. Totalität: 2 Nm. buchen Scheite, 1 deSgl. birken Scheit, 10 Stück liefern Stämme, 10 Nm. kiefer11Scbeite, 75 Nm. chgl. Rundknüppel, 6 deögl.Stöcke, 5 deSgl. Reiser 1.511. 11. SckntlzbeZirk Castaven. Jagen 146 a.: 7 birkcn Stämme, 50 kiefern Stämme, 5 Nm. birken Scheite, 2 1366111. Spaltknüppel, 1 58591. Reiser ]. Kl., 1Rm. erlen Scheitc, 9 deSgl. Spalt- knüppel, 7 dcßgl. Reiscr ]. Kl., 1550 Nm. kiefern Scheite, 140 brSgl. Rundknüppel, 750 deZgl.Stöcke, 90 deSgl. Rei1er 1. Kl. Totalitätx 4 Nm. kiefern SÖLifL. 152 deSJl. Reiser 1. Kl. Linotver Heide: 1 Nm. birken SWR, 2 58691. Spalt- knüppel, 109 Nm. kiefern Scheite, 45 deSgl. R1md- knüppel. 4 deLgl. Reiser 1. Kl. lll. Sckjußbezirk Thnmen. Jagen 11Ze.: 1 birken Stamm, 250 Stück kiefern Stämme, 2 Nm. kiefern NUZsÖLite, 750 Nm. kiefkrn Scheite, 80 deSgl. Rundknüppel, 350 “56691. St_öéke, 170 des [. Reiser 1. Kl. Tota- lität: 4 Stück kieferu tämme, 5 Rm. birken Scheite, 9 deSgl. Spaltknüppel, 824 Nm. kiefern Scheite, 528 52551. Rundknüppel, 13 deSgl. Stöcke, 280 deSgl. Reiscr ]. Kl. 17. Schußbezirk Ra- vensbrück. Totalität: 663 Nm. kiefern Scheite, 393 deSgl. Rundknüppel, 270 deSgl. Reiser 1. Kl. Furstenberxoz i./Mechl., den 20. Januar 1878. Der Oberf' rfier. Nicolovius.

[580] Bekanntmachung.

Dic unterzeichnete Behörde beabficbtigt, für den Zeitraum vom 1. April 1878 bis 31. März 1879

die Liefernng der erforderlickyen Schreibgeräthschaften, _

sowie_ das Aktenheften und die Lieferung der noth- wendxg Werdenden Buchbinderarbeiten im Wege der Ausbtetung Unter den in ihrem Gesckyäftsravéme, MarkgrafostraZe Nr. 47, bei dxm Rechnungs-Rath Stenzel einzyse enden Bedingungen zu vergeben. Angebote smd verschlossen, portofrei unter Angabe der Preise und unter Beifügung von Proben der Schretbgeräthschaften mit der Bezeichnung: „Lieferung von Schreib eräthsäjaften be- ziehungSWekse von Buck) inderarbeiten“

! bis zum 1. Februar d. J. daselbst einzureichen.

Die Behörde behält fich die freie Wahl unter den Anbietern vor. Berlin, den 18. Januar 1878, __ Königlitbe Direktion fur die Verwaltung der direkten Steuern in Berlin.

_ Cottbus-Großenhaiuer Eisenbahn.

Dre Restagratiou in dem definitiven EmpfangSgebande auf dem dieffeitigext Bahn- hofe hierselbst soll im Wege der Submiffwn ver- pachtet werden.

Die Packytbediygungen liegen in unserm Central- Bureau hiersclbtt, Bahnb0f61traße 5a., zur Einsicht aus oder können gegen Erstattung der Kopialikn Von da bezogen werden.

Offerten find unjcr Angabe 13625 Pacbtgebotes bis zum 20. Februar cr. einzureichen. Die AuSwabl unter den Brwerbern bleibt, ohne Rücksicht auf die Höhe des Gcbots, Vorbehalten.

Cottbus, “0211 14. Januar 1878.

Die Direktion.

[669] _ Königliche Osxbahn. Dte_L1eferung der für die Königliche Eisenbahn- Kommxsfion pro 1. Aprik cr. bis dahin 1879 er- forderlrchexx Schreibmatcrialien sollen im Wkge der öffentl1che11Submisfion verdunaen werdeU. Dis Offerten, find bcrsiegelt mit der AUfsÖriff „Sub- misfion anf Lieferung vo1_1 Schreibmaterialien für die Königl. Eiscnb. Komis). pro 1878/9.“ bis; 311 dem am 15. Februar er., Vormitt. 11 Uhr, in meinem Bureauzimmer, Gerechte Str. 116, an- stehenden T_crminc einzusenden. Dis Oeffnung der Offerten wrrd znr bezeickck11ete11Stunde in Gegenwart chr ethoa erscheinendrn Sabmittenten erfolgen. Die Ltefcrungsbedmgungen, chcbe a::f die näheren An- gaben über die Art 11111) das Quantum der 311 [ie- fernden Materialien 211151111611, liegen bei mir zur Cmfirbt aus, Werden auch anf fraukirfe AUträge von 11111: mitgetheilt. Thorn, den 23. Januar 1878. Der Bureau-Vorftcber der Königlichen Eiscnbahn-Kommisfion. K o l l e n g.

[643] _ Oberschlefische Eisenbahn.

Dte Lxrfcrung und Aufstellung einer completen Dampfberzungkanlage für die neue Werkstatt auf Bahnhof Posen, bestehend aus:

1) 48 Stück schmiedeeisernen Oefen nacb Zeich-

nung Blafx 2, 2) 25 Stück KondensatiNMbpfcn nach Zeichnung Blatt 4,

3) ca.d700 lfd. Mekcr schn1iedreiser11e Rohrleitung

un

4) _ca. 940 lfd. Mctxr außeisrrUe Robrleijang, soll 1111 Wrge öffrntl1chcr Smeisfion bcrdnngen Werden. _

Termin hierzu 111 anf

Freitag, den 8. Februar er.,

_ Vormittags 11 Uhr, 111 unserem masch1ne11tech11ischen Bureau birrsrlbst anberaumt, bis zu welchem die Offerten rcrfiegelt und portofrei mit der Aufschrift: „Offerte auf Lieferung von Dampfhcizungs-

_ Anlagen fur Bahnhof Posen“ eiugerctcht sein müssen und in Welchem auch die ein- gegangenen Offerten in Gegenwart der Persönlich crschienenen Submittrntcn Eröffnet werden. Später eingehende Offerten bleiben U11berüchfichtigt. _ Die LieferungsbedinYmgen und Zeichnungen liegen 1m obrn bxzeicbneten Bureau zur (Einsicht aus, auch können 511121571 Copien derselben gegen Erstattung der Coptalicn 1111 Betrage von 5 «16. in' Empfamg genommen Werden.

Breßlau, den 19. Januar 1878. (11 010. 191/1.)

Königliche Direktion der Obersckxlefischen Eisenbahn.

[675] _ Bekanntmarimng.

D16_L_1eferung des Bedarfes (111 Werkstätten- Materlallen, Vorratbsstücken und Werkzeugen für dre Zeit vom 1. April 1878 bis 31. März 1879 [011 tm Wege “der öffentlicbcn Submis 1011 vergeben Werden. errzu smd zwei Termine, U11 zwar:

1) auf Freitag, den 8. Februar 1878, Vor- _ _ mittags 9 Uhr, fUr Scbmredez W905 Fa9011- und Roheisen, Stahl, Bleche, Drähte, Kupfer, Eisenguß, be- sondere Metakle, Radreifen, Lokomotiv- 111173 Wagenaxbsen, Wagenacbscn mit Rädern, Trag- u11__d Spwalfedern, Buffcrböcke, AchslagerkastM, _ Holzer und GlaSWaaren, 11:15 2) auf Samstag, _den 23. Februar 1878, Vor- _ mtttags 9 Uhr, fur Hokzkohlen, Lacke, Farben, Chemikalien, Drohnen,“ Gnmmd, Lebew, Polster-, Posa- _ mentixr- und Kurzwaaren, Un __ maschxnentechnischen Büreau , gebmzde Nr. 45, anberaumt.

Dre Offerten fin?) für jeden Termin besonders zu den angegebenen Zeiten portofrei und verstegelt mit der AufschUft:

„Subxmjsion auf Lieferung Von Werkstatten- mafermlten pro 1878/9 zum Submissions- termm am . . . Februar 1878“ als brsondrrer Brief einzuscnden und nicht den Packeten_ mr_t den Proben beizufügen.

Verzexchmffe mzd Zeichnungen der zu Vergebenden Gegenstandx, sonne die Lieferungsbedingun en liegen auf untrrzetcbnetem Büreau und auf den tationen Trter,_ Neunkiréhen, St. Wendel und Bingerbrück zur E1ns1cht offen und können auf portofreie Ge- suche gegen Einsendung Von 0,50 „M von unter- zeichneter Dienststelle bezogen Werden.

Saarbrücken, Bahnhof, den 21. Januar 1878.

Masckzincnteckmisckxes Bureau.

Vernoaltungs-

Verloofnng, Amortisation, Zinözahluug u. s. 111. von öffentlicheu Papieren.

[671 260" haben den DiSkonT für Wechsel auf 4 Prozent und den Zinsfuß fiir Lombard-Dar- ichen auf 5 Prozent herabgesext. BreSlau, __den 22. Januar 18 8. Stadtische Bank zu BreSlau.

[672]

Unser DiScontosaiz ist bis auf Weiteres auf 4% festgeseht. Lomlxard-Darlehen geben wir zur Ze1t 24370 bei Bkträgen von 2000 „36. ab, wenn a_ufRuckz_ah[u11g irxncrbalb der Darlebnsfrist ver- z1cht_et 1131rd und 8. 5% ohne eine solche Klausel, sowle ber Beträgen unter 2000 «jk

Darmstadt, dkn 22.Jc1m:c1r 1878.

Bank für Süddeutschland.

[644]

Auf Grund des Amortisafionsplans für die An- lxihe der Stadt Spandau von 50,000 Thlr. [ind d1c Stadt-Obligationcn:

Nr. 1. 50. 90. 93. 110. 305. 306. 312, 356. _ 448. 495 3. 100 Thlr. : 300 «46. pro 1878 ausgeloost Worden. Tic Inhabrr jvollrn dicselben nebst ZinSconpons

am _ _ 1. Juli 11. J. ber 1111161'Lr StadZ-Hauptkaffc gegen EmpfaUgnabme der KaZUtalsbcträge zurückgeben und bemkrken wir, da[; 1111t_ genauptmn Tage die Verzinsung aufhört. 311111216) 111815611 aus früheren VerloosUngen: ]) dre Obltgatwnen der obigen Anleihe 1. Emis- swn, fälLi-g am 1. Juli 1877: Nr. 360 und 387; 2) die Obligationen der 11. E111isfion, fäÜig am 1. Juli 1877: _ Nr. 337 und 368; 3) d_1c_Sch11ldsck)2111c der Brückenanleibc Nr. 87, fallt.“; 311111_31._Dczembcr 1876. Und Nr. 22. _ 53 11115 122, f(111ig_zum 31. Dczember 1877, h1crd11rch wirderholt aufgWotcn. Spandau,. den 15. Januar 1878. (51010. 190/1.)

Der Magistrat.

111111111861111«jJ-1111111101'91'80116 [0787] 117001116116111131111.

_Ten AmrrtifatiousbkdinJungcn gemäß smd am 15. Septcmbcr d.J., unter 1611111111 eines öffentlichen Notars, Von der ron 11113 am 1. April "5. J. emit- t1_rten SprozcntigcnPfandbrief-Auleihe Sculx. dle nachstehenden Pfandbrirfc 511111 1. April 1878 durch das Loos zur Amortisation bestimmt, nämlich:

1141. 14. zu 5000 «16 Nr. 158.

1.111, 13. zu 1000 91-6. Nr. 850 1171 1288 1447 1495 1564 1603 1673 1959 2127 2222 2362 2703 2887 3782 4890,

11116. 0. ZU 500 «Fl Nr. 5554 5791 6618 7489 7834 8088 8090 8208 8252 8286 8360 8561 8562 8695 9259 9381.

1.111. 1). zu 200 «16 Nr. 9436 9783 10064 10123 10364 10926 12719 12750 12812 12820 12990 13037 13662 13786 13891 14195 14348 14589 14622 14947 15080 15605.

Die Rückzablyng dcr vvrbezcickmeten Pfandbriefe crfolgt gcgen (Emliefcrnng dcr Obkigationcn nebst “5.151: gehörenden Talons 111113 der nicht fäkligen Cou- p011__§ 1316 zum ]. Apri1 1878, unter Abrechnung der Stnckzmscn, anf 1111serchomfoire11zuBranusÖWLig 11:11 Hannover und bei den sonstigen bekanntanabl-

2 en.

_Vom 1. April 1878 ab werden diese Pfandbriefe 1111111 mehr verzinst-

Brannschtvcig, den 15. Dezember 1877. BraunfchWeig-Hanuovcrfche Hypothekenbank.

Eraseuluorxt. son Zeekkz-ulorik.

WoGen-Ausweise der deutschen Zettelbanken.

[668] __ Wocheu-Uebersiéht der STadtisäxen Bank zu Breslau am 23. Januar 1878.

Yetis“. Metallbestand: 834,410 «kk 28 E!. Bestand an Reichskaffenxckyeinen: 10,630 „76. Bestand an Noten anderer Ban en: 173,900 „FC: Wechsel; 6,318,869 M 55 H. Lombard: 2,301,050 .“: EffLYTen: 434,923 «45 75 „5. Sonstige Aktiva: vaca.

['n-5511711. Grundkapital: 3,000,000 „46. Re- serve-Fonds: 600,000 «Fl: Banknoten im Umlauf: 2078700 «76. Taglrcbe Verbindlichkeiten: Depofiten- Kaprtaüen: 3,574,260 «Fü An Kündigungsfrisj ge-

bundenr Verbindlickzkeitcn: HY“??? “““ Z ““I Sonstige Passiva: vacat. , ' .

Eventuelle Verbindlichkeiten aus Weiter begebenen, im Jnlcmde zahlbaren Wechseln: 63,059 «ckck 18 e!-

Verschiedene Vekatmtmachuugen.

_ Die Kreismundarztstelle des Kreises Stulp rst erledigt. Qualifizirte Medizinalpersonen, welche s1ch um diese Stelle bewerben Wollen, werden auf- gefordert, [ich innerhalb 6 Wochen unter Ein- reichung ihrer Atteste und eines Lebenslaufes bei uns zu melden. Cösliu, den 18. Januar 1878. Königliche Regierung. Abtheilung des Innern.

[11008] Admirangnrten-Vad

riedricbstrafze 102. Für .Herren und Damrn _8 (Sonntags 9_12). Russ., röm. Bäder für Damen, Dienstags und Fre1tags Vorm. (259/3.)

[6811 Westdeutsche Verficherungs-Actjen-Vank".

__ In Gemä heit des Art. 35 des GeseÜscbaftsstatuts machen wir hierdurch» bekannt, daß an Melle dcs a_us un eren Diensten geschiedenen Herrn Pb. Dießlec unser Ober-Jnspektor Herr Wilhelm Stbxtltxn brerselbst 11111 der Vertretung des Direktors in deffen_Bebinderung beauftragt, derselbe aucb ermakhttgt worden 1st, dre Unterschrift des Direktors in Gemäßbett des Art. 32 111111. Namens des Vor-

standes zu kontrafigniren. Essen, am 21. Januar 1878.

Westdeutfthe Verfitkjerungs-Actien-Bank.

Der Vorstand: E. Lindemann.

Der Direktor: B a n d 1) a u e r.

Deutsch er Reichs - Anzeiger

ud

Königlich Preußis r Staats - Anzeiger.

B * *I“ *; ITK" " _ [] Dax- ;xvonucment beträgt 4 „Fi 50 H )x für das Vierteljahr.

!* Insertiouzpreiz für den Kaum einer Druckzcile 30 Ö

M 22.

Deutsches Reich.

Sc. Majeseäx dcr Kaissr 11115 Kbnig haben A(lergnädigst gcruht, den Civil-Jngemeur Ve1tmeyer zu Berlin zum nicht ständigM Mitglxede drs Patentamts zu er- nennen.

Königreich Preußen.

Se. Majestät der König haben Allergnädigst gxrnht: dsm Handschuhfabrikantrn Carl Sachs zUBLrlm das Prädikat cines Königlichen Hofliefrranten zu verlethen.

_;Jhre Majestät dis Königin haben Aüergnädigst eru t: 9 dem Photographen Otto Kilger zu Coblenz das Prä- dikat cine?) Hof-Photographen A(lsxhöchstdexsclben zn ver: leihen.

Ministeriuxn dsr gristliÉ-en, Unterrichts- Unk- Medizinal-Angelegenhriten.

Mit drm Hrrzoglick) anhaltischrn StaatZ-Ministerinm zu Dessau habe ich ein ULbMinkommsn dahin getroffen, daß die im Königrciche Preußen anf Grnnd der Prüfungs:Ordnung für Lelrsrinnen vom 24. Apr111874 ausgrsteklten Befähigung?)- zeugniése auch in drm Hrrzogthum Anhalt als gültig aner- kanm, ()mit dLren Jnhabrrinnsn zum Schuldienste in diesem Herzogt um zugelassen werden, _ und daß dicjrnigcn Schul- amtsbewerberinnrn, welche auf Grund der von dem Herzog- lichrn Staats:Mi11isterium unter dem 20. Dezrmber 1877 er: lassencn PrüfungH-Ordnung das Zengniß der Befähigung zu Lehrsrinnenstellen an Volksscknüen, )owie an mitxlerrn Und, höheren Mädchenschulen e*rkang't [;,-15111, 111111) irn Königreiche Preußen die Anstsüunchfähigkeit erhalten.

Die Königliche Negiemmg 2c. 1632 ich hiervon zur Beach: tung Und weiteren Veranlassung in Kenntniß.

Berlin, den 19, Januar 1878.

Der Ministrr drr geistlichen, Unterrichts: und Mrdizinal: Angelegenheiten. J. A.: Groiss.

N11 die Kö11iglich€n chicruugcn, daS Königliche Provinzial: Schulkoklsginm hier, die Königlichrn Konsistorien in der Provinz Hannovrr UUd den Königlichrn Ober- Kirchenrath zn Nordhorn.

Abschrift erhält das Königliche Provinzial-Sch1111171161111:111 zur Veachtnng und weiteren Vsranlaffung.

Jm Anstrage: * ' Greiff. An die Königlichrn Provinzial-Schnlkoüogien.

.! In der heutigen _FanWlSrsgister-Beilage wird Nr. 4

der Z Li ch e n r e g 1 st 2 r : ekaxmtmackyungen veröffentlicht.

Yichtamtlichos. Deutsches Neich.

Preußen. Berlin, 25, Januar. Se. Majsstäk der Kais er und König nahmen hents militärische Mskdnngen Entgegen, empfiUgen bis aus 9511116111211 und vom Kriegs: [chauplaße zurückgßkehrten Militär:A2rzts, hörten die Vorträge des KrirgeZ-MiUisters, Generals von Ramcke, sowie drs Chefs des Militärkabinéts, General-Adjutantsn 13011211de161, Und gr- währten dem Kaiserlich rnsststhen Gshcimen LrgatiowZMath von Giers eine Privataudicnz.

_ S_e. KaiferNche und Königliche Hoheit der Kronpr le stattete gestern Vormittag Sr. Königlichen Hoheit dem Prmzen Augnst von Württe111berg einen Gratulations- besuch ab, empftng gegsn Mittag den Freiherrn von Cohn aus Dessau und demnächst eme Deputation aus Stralsund, unter Führung des Kammerherrn von Behr Und des Ohrr- Bürgermristerch Denhardt. Um 1 Uhr Mittags wohnte Se. Kaiserliche und Königliche Hohcit dem Kapitel des Schwarzen Adler-Ordeus im Königlichen Schlosse und um 5 Uhr dem Diner im Königlichen Palais bei und besuchte später die VorsteUung im _Köüiglichen Schauspielhause.

_ In einer unter dem Vorsiße bes Staats-Minifters Hofmann heute abgehaltenen Plenarftßung des Bundes- raths wurden, nachdem die Ernennung des bisherigen stelX: vertretenden oldenburgischen Brvollmäxhtigten, StaatSraths Selkmann, zum Bevollmächtigten rmtgvtheilt war, fol- gende Vorlagen: 21. Entwurf eines Geseßes, betreffend die Stellvertretung des Reichskanzlers, 1). Entwurf SÜW Gesetzes wegen des dem Reiche gehörigeU, in der Voßstraße zu Berlin gelegenen Grnndstücks, 0. Antrag, betreffend die Lage des Gotthard - Eisenbahn : Unternehmens, 11. Uebersicht Über den

Berlin, Freitag,

S__tan_d der rqnzösi chen Kriegskosten-Entschädigung an die zu- stand1gen usschüsse verwiesen.

Eine weitere Vorlage, betreffend die Nachweisung der den Bundesstaaten bis Ende Dezember 1877 überwiesenen Brträge an Neichsmünzen, wurde zur Kenntnifz genommen, ebenso eine Mittheilung, betreßend die Verifikation der Ar: beiten am Gotthardtunnel. ,

Sodann erfolgte münd1icher Bericht des 1'1. Ausschusses Über dsn Antrag wegen des Abschlusses eines Ausliefernngs- vertrages mit Spanien. Dem_Ausschußantrag entsprechend erklärte sich dir Versammxzxyg [nut dem Abschluß cines solchen Vertragss einverstanden. *

_ _Die vsrrinigtcn MHMffe des Bundesrath für Justizwewn und für Rechch§ngswese11 traten heute zu einer Sihung zusammen.

_ Der heutigsn (Z.)Sißnng des Herrenhauses, wrlche der Präsident erzog von Ratibor um 11:1 Uhr eröff- nete, wohnten der Vtze-Präsident des Königlichen Staats: MiUisteriums, Finanz-Minifter Camphausen, die Staats=Mi- nister [)r. Leonhardt, 1)r. Friedenthal und Dr. Achenbach, so- wie mehrere Regierungskommissarien bei. Der Präsident machte drm Hause" die Mittheilung, daß an Stslle decZ vrrstorbenen Grafen Kaniß der Hrrr von OldeUburg als Vortretér deH alten und befsstigten Grundbesißes Ost- prenßens Und die Ober-Bür ermeister Prüfer-Dortmnnd und Becker:?Düssxldorf in“ das us neu: resp. wiedereingetreten sind. Gras Malßan-Milit ' ist gestorben. Der Präsident gedachte der Verdienste des Verstorbenen um dak- Vaterland und da?- HauS. Die Versammlung erhob fick), um das An- denken des Verstorbenen zu ehW. -

In die Tagesordnung einxxetend, genehmigte sodann da?, Haus zunächst auf Antrag“?d§k7§11_éfere11te11 131". Vamnstark in 6111111110 er Schlußberathun-„Fz "W.,24. „Novembw 1877 ab- geschlo enen Ve'r'fräg,11et1§e1--Z ? _ . .'führung der Verwal- tung der Fürstexnthümer Wa aéck Und _ ont durck) Preußen, indem LS den Vertrag auf Antrag bös Grafen Nittberg 811 5100 annahm.

Der zweite Gegenstand der Tagesordnung war der Be- richt dsr Budgstkommission über den StaatshanMalE-Etat pb 1878/79, 1316 bei Schluß des Blattes 110ch fortdauerte.

_ Im weiteren Verlaufe Ter gestrigen (51) Sitzn 11,11 drs Hauses der Abgeordnsten [»sschästigte [ich das Hach mit der Petition der katholischrn Einwohner des Dorfes Muhof bei Heüsberg (ngiernngsbrzirk- Königsberg), welche Um die Auflösung der dortigen Sinmltanschule bitten. Die Unterricht?.kommission beantragte den Uebergang zur Tags?,ordnnng.

Der Abg. Windthorst (Meppsn) brantragte, die Petition der Negicrnng zur Abhülfe zu Überwrisen, Wetmtrll: die Prtition der Staatleegierun, zur Abhülfe in der Richtung zu ühsrweisen, daß in ÖÜLFLM Falle, wenn die Erziehungs- berechtigten (Eltern, Vormi'mdcr) dis kirchlichen Garantien da- für, daß der Neligionsunterricht in der öffentlichrn Schuhs im Sinne dEr römisch-katholischrn Kirche ertheilt werde, als:; zur Zeit vorhanden nicht erkennen sollten, 16111 Zwang zur Theil- 11ahme ihrer Kindrr an drm Religion§u11terrichts gcübtwrrde. Der Redner motivirte [6111211 Prinzipakantrag mit einer Dar- legung über die Schädlichkeit der Simultanfthulen, wrlche durchaus nicht UrrLinbar seien mit dem verfassungs- mäßig geforderten konfessionellen Religionsounterricht. Der katholische ReligionMnterricht [0116 durch dieses Mittel unterdrückt WLWM. Seinen Eventulantrag mokivirte der Ab. mit der Ausführung, er ksnne keinen ärgoren Ge- wis113nsdruck als denjenigen, durch wslchen Eltern gezwungen

würden, die ihnen von Gott anvertrauten Kinder einem Re: *

ligionsUnterchht zn Übergeben, der sie nach ihren Anschauungen nicht zur Seligkeit führen könne. Er appeÜire an Alle, welche die individuekle Ueberzeugum auf religiösem Gebiet respek- tirtcn. Leider habe sich der orkämpfer in diesenDingrn, der Abg. Virchow, auf die Seits drr Regiernng gesteklt und er- klärt, daß er nicht anstehe, seins Anträge zu verwerfen. Dir Katholiken verlangtsn nur das, was den Schülern israelitischer Konfession längst gestattet sei; diese braucht_6_n ni tam ReligionEuntcrricht thexlzunehmen, und er brgrerse ni t, wie ein Theil der jüdischen Mitglieder des; Hauses ben Katholiken einen Zwang auferlegen one, den ste_selbst mcht erlitten. Die „nagelneue T eorre“ des Abg. Gnerst von der 11113510 0311011103 könne er ni t anerkennen. Der Regierungs- Kommiffar, der vorgestern gesprochen habs, sei in d1eser_Be- ziehung für ihn gar keine Autorttät; er habe die protestant1sche Ma'orität des Hauses aufgefordert, die Kinder vor den Schulen zu s1chüßen, auf welche die katholische Kirche Einxluß _habe, und damit scheide er für ihn aus der Reihe der athohschen Autoritäten aus. _

Der Regierungß-Komm1ffar, Geh. RegierungH-Nat? 131. Stauder, erwidrrte hierauf: Der Abg. Wmdthorst _ha 6 er- klärt, er (der Redner) habe das Haus in seiner gestrtgen Rede aufgexlordert, den Einfluß der _Kirche a11_f dre Volksschule, spezie aus dem Religion?:untermcht, u bexeitigen. Er berufe sich auf das Yugniß des Haykes, dq? seine vorgestrtge Rede vielmehr ein rotest ge en 1116 e Insmuation des Abg.W1_ndt- horst gewesen sei. Er abe den legitimen Einfluß der Krrche in seiner Rede sowohl im theoret1schen als praktrschen Thezl vollständig gewahrt. Nur zum Schluß der Rede habe er 516

den 25. Januar, Abends.

Ille posi-Knaalten nehmen seneUung au; 71

' k] für Berlin außer den poß-Jnßalten amn die Expe-

dition: 8117. Wilkxelmür. Nr. 82.

* 1878.

Majorität aufgefordert, die Schule nicht zu einem Annexum der Kirche zu machen. Dißse Aufforderung würde er auch heute noch wiederholen als preußischer Schulbeamterim Inter- esse des preußischen Volkes, de-Z preußischen Schulwesens und im Intereske der Zukunft der Nation. Er würde das heute noch sagen, nachdem der Ab“ . Windthorst _ er köxme pakla- mentarisch die Art und Wei 6 nicht bezeichnen _ slch erlaubt habe, ihn wegen seiner konfessionellen Stellung gewissermaßen zn exkommuniziren. Er appellire wegen dieses Vergehens des Abg. Windthorst an das Urtheik des Landes und des Hauses.

Er habe nie verlangt, daß wegen der Frage der 1111115110 0111101114311,“

bexrcffZ deren er sich 1115 Schulmann und nicht als Juxist aus- ge1prochen habe, seine Autorität anerkanntwerde, ebensoweni “wie der Minister verlangt habe, daß man auf diesem Gebiete eine Autorüät anerkenne, ebensowenig wie er ihrerseits die des Herrn Windthorst anzuerkennen vermöchten; aber verlangen könne man, daß die CentrumSpartei in dieser c?rage die Autorität des höchsten Gerichtézhofes des Landes, dees : ber:Tribunaléz, das sich wie- derholt in seinem Sinne ausgesprochen habe, respektire. Er appeüirs weiter an die Autorität des Hauses und des Herren- hausrs, welché beide sch in dem von rhm bezci neten Sinne ausgesprochen hätten. Schließlich könne er ni tumhin, es aufs Tiefstr zu beklagen, daß inmitten der LandeSvcrtretun

6111 Regierungß-Kommiffar am Ministertisch in Bezug an

[8111 hriligsten innrren religiösen Angelegenheiten nicht mehr icher sei vor Angriffen. Er Überlaffe das Urtheil hierüber dem hohen Hanse. '

Der Abg. 01.815161: [egts dar, unmöglich könne [ein ganzes Kapitel des zukünftigen Unterrichtzgeseßes, und zwar eines der schwierigsten, bci einer Dsbatte Über Petitionen zur Erledigung gebracht werden, wenn auchzdabei in kursorischer Weiss ve ch-Tedews der Yichlägigen Gestchtspunkte zur Dar- legung ge 1111131211. Die zebakke wäre. 1272“;th1111) gebunden an das Thema,“ welches .die Petitionen b handeltsu, und diese

ipfelten in dem Anspruch der durch daß Centrum vertretenen atholischen Partei, daß die katholische Kirche den katho- lischen ReligionSunterricht auf der Grundlage der 11118810 051110111133 ganz beherrsche, wonach nur derjem ?. katholischen ReligionsunterriM ertheilen dürfe, der vom BisZof, d. h. von dsr kirchlichen Behörds dazu bestellt ist. Wenn der Staat diesen Anspruch zugestände, so würde damit gerade sitzer der aUerwichtigstSn Punkte des VolkE-unterrichts so gut w1e voll- ständig der Kirchs Überautwortet werden. Der Religions- unterricht [Li an und für sich wegen der damit verbun- denen Sittenlehrs sin ungemein_ tiefgreifender; er durchdringe, wenn man die ans Lritung desselben erhobrnen Ansprüche ansdehnen wolle, zudem noch aydere Materien, wie z. B. dem Unterricht in der vaterländtschen Geschichte, in der Naturgeschichte u. [. 11). Eine AUHrinandex- setzung in Betreff des U11tcrrichtsstoffs [ei also schon ungxmem schwicrtg. In den aÜermeisten FäÜen würds [ich aber dre Er- tho'.l1111g des Re[igioanterrichts 111 der Versö11lichkeit_des Lehrers nicht von der Ertl)eilung des übrigen_ Unterr1chts trennen kassen, selbst wenn man im Prinzip damit _emverstanden wäre. Die Redner der Centrnmspartei machten fre1lich den_Ver- such, 5911 Petitionen eine ganz andere Seite _abzugewmnen und flehten um Schuß gegen dir (Hermffcnsvergßwal- tigung, daß Schüler grzwungen würden, an emem Rev Jons- unterricht Theil zu nehmen, der den Anschauungen der Wehe, welcher sie angehörten, widerspreche. Ayf der _Srtte_ der Liberalrn werde ein Appell, für dux errffeanrrchert 6131311- treten, immer vollen Anklang finden, es könnte 1edoch Uesßr AppeU nicht zu einer Annahme der A11träge führen, welche dre Petitionen der Regierung Überweisen wollten, da m_ den PLU- tionen stets nur behauptet werde, die VergrwalNgung l1e'go darm, daß Lehrer, welche nicht die 11115510 ():-111011103 haben, den Religionsanterricht ertheilen. Daß der Unterricht [elber den Anschauungen der römisch=katholischen Kirche widerypreche _ Und nur dann könnte von einer Vergewaltigung der Gewissen durch den Zwang zum Besuch des ReligionHunterrWts die dee ein _ werde in den Petitionen nicht behauptet. ES würd offenbar zu den größten Irrungen geführt haben, wenn man hier durch irgend einen zweideutigen Msdruck sich yon dem Kern der Petitionen hätte ableiten und diese alS eme „Beschwerde über Gewiffensvergewaltigung“ der Regierung hätte überweisen wollen. Seine private Meinung _über S1- multanschulen präzisirte der Redner Nähin, daß er dtefe von größter Wichtigkeit für den konfsssione en Frieden halte.

Der Abg. Frhr. von Schorlemer-Alst bemerkte denz _Vor- redner gegenüber, das Geseß mache alXerdings den Neltgtons- rmterricht in der Volksschule obligatorisch, aber nur unter der Bedingun , daß Garantien für die echte_ Lehre _gegeben eien. ie Petitionen verlan xen _mcht dre - An-

ellung der Volksschullehrer durch _1e Ktrche, sondern 11nr der katholische Religionslehrer m_ der Volxs chule seme Befäthung vor der kompetenten kirchl1chen Behör e _bart_hu_e. Gegenwärtig fehle aber achthundert solchep Lehrern_d1e 11118810 0311011103. Der Minister wolle DisPensatwn ertherlen, wenn ihm der Nachweis der Jrrlehre; erbracht_werde, und er führe als Beispiel an, daß er errsch-katholrsche Kmder v_on de_m Religionsunterricht altkatholrscher Lehrer dtSpexMre. Er enxltch sei er hier inkonsequent, denn er betrachte d1e Altkat oltken

doch verfassungsmäßig noch als rechtmäßige Katholiken.

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