1878 / 46 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 22 Feb 1878 18:00:01 GMT) scan diff

lag von Georg Reimer, 1878 Preis kart. 1 36) bildet den Anhang zum internationalen i nalbu , wel 13 unter dem Titel: „Signalbuch für die Kan ahrtei chiffe a er Nationen“ im Juni 1870 vom Reichskanzler-Amte herauSgegeben ist.

Das Signalbuch gewährt den Schiffen die Möglichkeit, durch Signale fich zu erkennen zu geben und sonstige Mit- theilungen unter einander, sowie mit Signalstationen, au_ch dann auszutauschen, wenn die fignalifirenden Theile verschie- dener Sprachen fich bedienen. _ _

u diesem Zwecke enthält das Signalbuch eme_ große Anza [ sowohl vollständixr e, als auch ur Verbindung mit einander eeigneter aßthei e, einzelner körter, Namen, Silben, Bucthaben und Zahlen, welche durch Gruppen von je 2, 3 oder 4 der 18 Si§nalbuchstaben 13, 0, 1), 17, (1,_ 11, .], [(, 11, 111, 17, 1). 0, , 8, '1', 7 und 77 bezeichnet sind. Solcher Gruppen, deren jede anders geordnete oder andexe Buchstaben enthält, als alle übrigen, giebt es 30611011 6 2 Signalhuchstaben (130, 131), 817, 136- u. s. m. bis 117172, 4896 von je 3 Signalbuchstaben (1301), 801", 1300, 80 u. s. m. bis 11777) und 73440 von je 4 Signalhncbftaben (1301117, 8008, 130011, 800.] u. s. w. bis 171718).

Alle 306 Gruppen von 2 Sigttalbuckstabstx, alle 4896 Gruppen von 3 Signalbuchstaben und von den «uppen von 4 Signalbuchstaben die ersten 18 960 (80017 bis 897717) dienen zur Be eichnung der in das Signalbuck) aufgenommenen Sätze, Saßthetle, Wörter u. s. w. _

Von den iibrigen Gruppen von 4 Signalbuchstaben smd die 1440 Gruppen von 00130 bis (11771 zur Bezeichnung der Schiffe der Kriegsmarinen Und die lebten 53 040 (Hritppen von 111301) bis 97778 zur Bezeichnung der Schiffe dcr Handelsmarinen in der Art bestimmt, daß jedem Kriegs: imd beziehun sweise Kauffabrteiscbiffe eins dieser(1440+ 53 040=) 54 480 Signale als Unterscheidungssignal zuzutbeilen ist. _

Jedem Staate stehen _gile Unterscheidungssignale behufs Vertheilung auf die Schiffe seiner Flagge zur freien Ver- fügung. SchiÜe von verschiedenen Flaggetx fiihren daher viel- fach dasselbe “ntersMidungssignal, Schiffe untér dersklben Flagge niemals.

Die Vet eilung dcr Unterschibungssigimle auf die ein einen Schi e wird diirch die zuständigen Bebbrdxn der ver?chiedenen Staaten bewirkt. Jedem deutschen Kaiifiabrtsi: schiffe wird gleich bei der Eintragung in das Schiffsregister ein solchks Uiiterscheidungssignal zugetbeili und in seinem Schiffscertifikate vermerkt. So lange das Schiff Unter deut- scher Flagge fährt, behält es dibses Unterscheidimgssignal auch beim Wechsel seines Heimathshafens oder seiner Register- behörde unverändert bei.

Dis nach der systematischen Reihenfolge dEr Unterscbßi: dungssignale geordnete Liste ergiebt nun, welcbe Unterschei- dungssignale den einzelnen Schiffen der deutschen Kriegs: und Handelsmarine beigelegt worden sind.

Fiir die Schiffe andsrer Staaten, welche das Signalbuch ebenfalls angenommen haben, sind ähnliche Listen vorhanden.

Die Art und Weise, wie die Unterscbsidimgssignale zii signalisiren sind, ergiebt sich aus dem in dem Signalhncbe enthaltenen Abschnitte iiber „Einrichtung Und Gsbraucb dcs Signalbucbes“. Will ein Schiff sich einem andern Schiffe, einer Signalstation 11. s. m. zu erkennen geben, so mnß es außer seinem Unisrscheidungssignale stets auch seine National: flaggs zeigsn, da, wie oben erwähnt, Schiffe verschiedener Flaggen vielfaxb dasselbe Unterscheidungssignal fiihren.

Ein Schiff, Miches bas Unterscbßidungssignal eines_andern Schiffss wahrnimmt, kann sodann dessen Namen, HUmaths- hasen, Ladungsfähigkeit und Dampfkraft qus der bstreffendsn Liste iofmxt ersehen. Bcsißt cs HJS Liste nicht, sb Wirb es sich Behufs späterer Jyststellung od-er eitermeldung dieNationalität uiid das Unte'„*ecsidiiiigssignal zu merken haben,

_ AUjähriich «isabeinen neue Llusgaben der Schiffskistc und im Laufe jedes Jahres drei bis vier Nachträge zu derselben.

_ Die in dsr bciitigen Börsen-Beilage äbgedruckte tabellarische Uebersicht dcr Wochenausweise der deutschen Zettexbanken vom 15. Februar schlisßt mit fol enden summariicben Daten ab: Es betrug der gesammte Ka enbesiand 656 930 000 «14, d. i. der Vorwoche gegeniiber mehr 15 888 000_ „75, während der Wechselbestand mit 583 688 000 514 eme Abnahme um 18 574 000 «14 und die Lombardforderungen mit 74 754 000 «75 eine solche von 1646 000 „76 iiacbwcissn; cs betrug ferner dsr Notenumlauf 793 666 000 514 oder 11 028 000 514 weniger als in der Vor: wbcbc, _während die sonstigen täglich fälligen Verbindlich: keiten in Höhe von 219 683 000 574 einen Zuwachs um 5406 000 «14 und die an eine Kündigungsfrist gebundenen Verbmdlichkeiten mit 57 072 000 «74 ein Pins von 514 000.74 erkennen lassen.

_ S. M. Glattdeckskorvctte „Augusia“, Kdt. Korb. Kapt. zufolge, am 21. d. Alles wohl.

Bayern. Miinchen, 20. Februar. Die Kammer ber Reichrätbe bat den Gesetzentwurf bezüglich des ein: ]ährigen Militär-Etats nur mit der von der Abgeord- netenkammer gestern abgelehnten Modifikation angenommen, daß die Vorlage statt spätestens 3, spätestens 6 Monate nach Feststeklung des Reichshaiishalts:Etats 11 erfolgen habe.

_ 21. ebruar. (W. T. B.) ie Abgeordneten: kammer berieth ?eute iiber die Riickäußerungen des Reichsratbes an das von der Kammer bexchlossene Bud- get. Betreffs der Ministerial- DisPo itionsfonds machte der Kultus:.Minifter den Vermittelungsvorschlag, daß er _den Referenten iiber die Verwendung dieser Fonds vertraulicbe Mittheilungen machen wokle. Die Abgg. Hauck, 1)_r. Schwidt, ?srmann Und Freitag erklärten hierauf, fiir dl€_se11 Antrag timmen zu wo en, worauf die Fonds für aiie Ministexien eingestelit _ wurden. Betreffs der Nückäußcrung des Reichsraths Fiber die Forstschule in Aschaffenburg wurde ein modifizircnder lntrag mit großer Majorität ange- nommen. Die Kammer genehmigte ferner mit 94 gegen 52 Stimmenden außerordentlichen Kredit von 2759 600514 für militärische qucke und lehnte nur 30 000 „74 für Verlegung des Laboratoriums nach Ingolstadt ab. _ In der Heutigen Abendsißung _dex Abgeorbne-tenkammer wurde der

aixdthg durch Königliche Botjchaft bis auf Weiteres ver ag

_ 10 Geschütze, _asseixpflug, ist, telegrapbiscber Nacbricbt ts. in Yokohama eingetroffen. An Bord

_ Oesterreich-Ungarn. Wisn, 21.Februar. (WTB) Die „Wiener Abendpokt“ schreibt: „Das Konklave hat estern die kanonische Wah des heiligen Vaters beendet und

Petrus eingenommen.

üßen. Keine der" Besorgniffe o vielfach an die Papstwahl

vollzogen, un sicherungen klaves zu 7

an

bruar. Wi n d so r überZF Ankunft Ihrer

des Unterhaufes erklärte auf 'der Kolonial-Minister Regierung besondere

gehe derselbe welcher einen so

großen leute ausübe, habe

tragte Resolution hérbei, welche si

Großbritannien auf einen Fuß

er in

Irland selbst wenig diese

“Frage», einmal in mit dEr Einführung des aetbmi sei, sondern auch Wahlsiße in (Erwägung g Fiir den Antrag ipracb 11.21. Mr. als einen Schriit zur Versöhnung Ruf nach Homerule würde bald 1) [and sklbst den Jrländern etwas Die zur Verbandliing stéhenbe

gewesen. Die Abstimmung

Beifall begrüßt wurde.

0111 Montag um 1 Uhr Se. Excellenz

publik, WELCHES den Divisions-(He d'Herculais zum Befehlsha Corps an SteÜe des (Hensrals

Tod des 90jährigen rasen M gin Marie Amélie, Deputirten Un Versailles, ,Y:*Februar.

!

putirtcnkainitier_*:machte beute Artikels dcs Kultns-Etats, bin*

zum Vorwurf_und fritg, ob das Der Unterricl)ts:Minisier er werde kcinsn Staat im Staate d

treffende Artikel wurde mit 313

genommen. _ Spanien.“ Madrid, 2]. Fe Eingegangene Nachrichtsn bestätigen, der nsurgenten auf Kitba 11

Italien. Rom, 21.

feierlichen Huldigung mit mittags wnrde das diplomatisch

wünsche fiir den Papst eingetroff verita“ zufolge ergab, das Skritt

Stimmen plöblick) auf 35. Am 20. hielt Kardinal Pccci 44 Stimmen Nachdem der Kardinal Bilio erklä zu wol1en,

Skrutinium bekannt geworden, hätt

ist interimiftisck) mit dem Staatss der Kardinal Fürst Schwarzenb lengo ernannt worden.

Türkei. Konstantinopel,

Pascbas nacb St. Petersburg wurd

Konstantinopel verlassen.

(W. T B.) In der hiesigen kirche fand gestern eine große T 0 den verstorbenen Papst statt Kaiserlichen chierung und das wohnten.

Sibbern ist zum Paris ernannt worden. _ Die der Direktion des Lootsenwesens neuen Leuchtthürmen im Gebiet

ardinal Pecci hat als Leo )(111. den Stuhl des heiligen

genehmigt.

Nicht blos die katholis dies Ereigmß als ein überaus freu _ haben sich verwirklicht, welcbe geknüpft wurden, leßtere hat fick) in regelmäßi en, zu keiner Differen

die italienische die vo e Freiheit u'nd Unabhän igkeit des Kon- chüßen, in der loyalften Weise na gekommen.“

Großbritannien und Irland.

(E. C.) Die Königin ist gestern von Osborne naZ

siedelt. Lord Beaconsfield hatte bald na ajestät Audienz.-Jn der gestrigen Sißung

Sir Michael Hicks-Beach, daß die Neuigkeiten über den Verlauf des Kaffernkrieges nicht mittheilen könne. seinem Ende enÉgeZenÉ und der Zulufürst, m u _ sich neuerdings versöhnlicber gezeigt. Eine lange Debatte führte eine von Mr. Meldon bean:

Wahlrechts in Irland aussprach,___ ;_nn dieses Land mit

zu 9 en.

trag sprach der Attorney General, indem er einwandte, daß

keive dringende Nothwendigkeit für denselben vorliege, das; Xnteresfe errcge und daß, wenn

Ylngriff

Haushalterwahlrechts

mehr entgegen kommen wolle.

großen Mehrzahl aUer irischen Abgeordneten befürwortet, und die gegnerischerseiis aitsgesprochencn Unheilsverkiinbi ungsn wiirden ebensowenig bei ihror Durchfiihrung in El? _ gehen, als es bei früher?,n ähnlichen (Gelegenheiten der Fall ergab eine schwache Mehrheit gegen _den Antrag (134 Stimmen gegen 11111) 126 Stimmen fiir), 6111 Ergebnis, welches von den Jrländern mit lautem

_Frankreirh. Paris, 20. Februar. Das off1c1el“ meldet: Der Präsident der Republik bat

Herzog von Gaeta, welcher ihm die Bsglaitbigiiiigsschreibcii Überreicht bat, k_raft deren Se. Majestät der König von Italien ihn in seiner Eigenschaft als Botschafter be: stätigt, in besonderer Audienz empfangen. Blatt veröffentlicht ferner ein Dekret

_ Aymard ernennt. OberbEfehlsbabex; war_ bisher Generaldirektor des Personals und Materials 1111 KM s-Ministerium. _ Man ledet den

ehemaligen Adjutanten Napoleons ].,

(W. T. B

dicPri 6 st Erseiiiiii (: rie_n eingeschränkt wsrden, Graf d e Mu n dsr Budgetkommrssion Feindseligkeit gegen den Katholizismus

bürgerlichen Geseüscbafi entschieden nehmigt 11115 das ganze Aiisgabeiibudgst

_ _ _ _ Fsbruar. (W.T.V.) Heute friih fand M der Sixtinisck)eii Kapelle», die Ceremimie ber dsm Fußkuffc statt; am Nack):

dym neusn Papste ssine Glückwünsche darbracbte. Von (10911 Seiten, auch aus dcm iiberseeiscben Auslande sind Glück:

Morgens nur_ wenig? Stimmen für den Kardinal Pecci; Abends stieg jedoch die Zahl der für denselben

_ hätten, dem Bernsbmsn nach, ihre Stimmen dem Kardiiial Pecci gegeben.

vor Pecci gebeugt. _ Der Sekretär des Konklaves, Las s agni,

_ _ _Die Krönung des Papstes soÜ am Sonntag in der Sixtimscben KapeÜe erfolgen.

Die ErnennUng Safvet Paschas zum tigen ist amtlich veröffentlicht worden.

großer Ministerratb stattwegcn der Friedensverhand- lungen _und wegen der Mission Onou's, welcher angeblich darauf dringt, daß der_Abschluß des Friedens beschleimigt werde. _ Dic ausgewresenen Deputirten werden heute

Rußland und Polen. S t. P e t er s b u r g, 21. Februar. katholischen St. Katharinen-

Schtveden und Norwegen. 2: bruar. (H. C.) Der frühere norwegische Staats-MinisYer schwed1sch:norwegischen Gesandten in Regierung hat auf Antrag

Welt wird

dises und eutsames be-

Anlaß geben en Formen egierung ist ihren Ver-

London, 20. F8

Anfrage Mr. E. Jenkins'

Jm AÜgemeinen

auf seine Land::

ck für 016 Erweiterung des

Gegen den An-

werde, es nicht eine Neuvertheilung der ezogen wcrden müss). Bright, der seine Annahme mit Irland empfahl. Der erschwinden, wenn nur Eng-

genommen

Maßregel werde von der

üUung

„Journal

den General Cialdini,

Das amtliche des Präsidsnten der Re: neral Renson d'Allois ber des 2171. Armee: Der neue

011 tesquieu-Fezensac_, qumcrbsrrn der 116111- d Pairs von Frankreich.

. n der De- bei “der Berathung des

ck welchen die Vsiträge fiir

Ministerinm das billige? widsrte, die Regißrimg Uldsn und die Rechte der verthsibigßn. Der bs: gegen 107 Stimmen ge: einstimmig an:

bruar. _(W. T. V.) Hier daß sich die Anführer nterworfen haben.

6 Corps empfangen, das

en. _ Der

_ _ „Voce delTa iniiim am

19. Februar

_ abgegebenen Februar Vormittags er- Und war somit gewählt. rt hatte, nicht kandibiren ssine 9 Anhänger Nachdem das en die Kardinäle ihre Knies

ekretariate betraut und erg zum Pro:Camer-

20. cF*“ixbrucir. (W. T. B.) Minister des Auswär- Die Abreise Namyk

e VLrschoben. Heute fand

dtenfeierlichkeit fiir ,_ der die Vertreter der diplomatische Corps bei:

"Stockholm, 18.

die Errichtung von zwei

Dänemark. Kopenhagen, 19. Februar. ( . C,) Wie die Etats dcs Ministeriums des Innern und des ultus, so wurde auch der_Etat des Kriegs-Ministeriums, den Anträgen_ der Majorität de_s Bud etausschusses gemäß, vom Folkething in der heutigen ißung votirt. Abgelehnt wurden: die Forderungen der Regierung für 1000 Hinterlade=

enyehre (Moden 1867), für Torpedos, für die stärkere Be- estigung Kopenha ens m_;ck) der Seeseite, für Linterlade: kanonen u. s. w. as Tbma trat alsdann in die erathung des Etats_des Marine-Ministeriums ein, welchem das leiche_Schicksal wie dem Etat des Kriegs-Ministeriums bevor: eht, insofern a11e extraordinären Forderungen werden abge: lehnt werden. ;gm

Amerika, Washington,“21. Februar. Das Repräsentantenhaus hat heute bei dsr der Berathung der Silberbill hinter einander Amsnbements zu derselben, welcbe vom Senate genehmigt worden waren, angenommen. Die Vorlage geht nun in der 50111 Senate beschlossenen Fassung an den Präsidenten der Vereinigten Staaten. *

"( iberüc1 Feb“

Der russisch-tiirkische Krieg.

St. Pet_ersburg,_ 21. Februar. (28. T. B.) Die ge: Yammts [119111]? Prc_sye 1pricht sich ohne jede Resérve in uxcbans biliigknber Weise Über die Rede des Fürsten Bisniarck am 19. b. aus. _ Dic „Agence Russe“ weist auf die bsvorstshcnde Verstärkung der englischen Flotte durch neue Panzerschifte, auf Abgang d€s Kanalgeschwaders nacb Gibraltar, sowie auf die Rüstungsn in England hin und bebtbsrvox, das; das ach Momente seien, welche nur wenig genexgt sem diirften, Fricdsnskonferenzen zu inauguriren, dq sie viexmebr mir das Rex'ultat haben würden, die Tiirksn imdsrspcnsiiger zu machen und in Folgs davon die Konferenz zu verzögern. Weiter erklärt das Blatt die Nachricht, Rußland wiirde die Vsrtreibung der Türken aus Biilgarien ver- langen, fiir eine iiigncriscbe Erfindung imd weist darauf hin, daß Rußland bis weitxichcndste Toleranz im eigenen Lande aiisiibe, wo große Massen von Muselinännern inmitten einer riii1ischcn Bevölkbrung fric-blich lcbtsn. Rußland habe im Ge: gcntbeil das Vriiizip vollständiger Gleichheit für Bulgarien aufgsstcth. Musslmänner und Christen, obschon sie im gegen: wärtigen Augenblicks in hohem Grade errcgt seien, lebten doch unter einander in voÜsiändigLr Sicherheit und nähmen gcmsin: schaftlich an den nämlichen Arbeiten Theil, glücklich, von tiir- fischbn BENUTLU'UUÖ Triippen und von Bascbibozuks imd Tscherkessen befreit zu sein, jencr Zucbtruthe fiir Christen, wie Muselmänncr, dkren Entfernung aus Bulgaricn Rußland allcin

vsrlange. (W. T. V.) Heute Vormittag

(W. T. B.) Fortseßung sämmtliche

London, 21. Februar. ist ein Ministerconseil zusammcnberufcn imd abgebaltcn worbsn. Der Lorquiizlxr, welchcr bei 61116111 Prozeß dcn Vorsiß fiihrte, war genöthigt, die Pro eßverhandlung zn vertagen, um dem Minisicrconseil bcizuwo )11611.

W. T. B.) Im Oberbause beantwortkte beute Lord Derby Line Anfrags Lord Granville's dahin: Er habe in einer am 13. d. M. an Niißland gerichteten De- pcicbc die ernste Hofftiimg ausgedriickt, daß Rußland kbins Triippenbewegung gegen Gallipoli oder eine sonstige Trnppcnbcwegung UUWWWHMLU werde, durch welcbe die Verbindungen dEr britischen Flotto bsbrobt sein wiir- den. In Folge dcs Goriicbts von ciner Konzentrirung der Russsn in den Linien von Bo ulair hab?, er am 15. Fabruar 8111 wcitercs Memorandum im nämlichenSinne folgen lasson. In der ihm am_ 18. d. M. zugegangenen Antwort halts Ruß: land sein Vexwrechcn aiifrccbt, Gallipoli nicbt zn bLsSHM und in die L111i€n von Boulair nicbt cinzurücken; zngicich habe aber _Rmzland verlangt, das; wsder am europäi1ch€n, noch am asmtiscbsn Ufer der Dardanellen britische TUM: pen [anden diirften. Das englisch? Kabinet habe am 19. d. gcaniwortst,_€s habe die Vsrsickxrung der russischen Regie- rung mit Genugtbmmg entgegengsiiOMMM und sei bereit, diesslbe mit Usbernabmc der Verpflichtung zu erwidcrn, daß am europäischn Ufer der TardancÜLn keine Truppen gelan- det werden_so_1lten. _C's sei bsreit, diese VLrpflichtung auch auf das asiatiiibe User der Dardanelien anszudebnen, wenn es bis Ziisicberung erbalts, das; Rußland ebenZaUs nicht beab- sichtige, Truppsn dorthin zu senden. Die rns isck)? Regierung babe beute crrmdsrt, sie bkabsickßig» nicht, das asiatische Ufer der Dardanellen zu besébsn, falls Englandgleick)fa[16 von einer sblchen Veseßung absicbe. Falls England aiif die Bsdingung eingebe, weder am euroyäiicben noch am asiatischen Ufer der Dardanellen Truppen zu landen, werde Rußland GaÜipoli nicbt beseßen. Lord Derbi) fügte diessr Mittheilung hinzu, nach den neuesten ibm zugckommenen Nachrichten befinde sich die englische Flotte in der Ton labai, welche von Kon- stantinopsl weitLr entferntsei, als die- rinzeninselii, abernäbcr an Konstantinopel liege, als die Mudaniabai; es sei dieser Anker: plaßwecbfei jedoch nicbt aiif Ordre von London erfolgt. Weiter erklärte_Lord_D€rby, die Schwierigksit wsgen dLs Konferenz: ortes sei besettigt,_Baden-Baden sei zum Konferenzort gcwählt. Oesterreich habe den Zusammentritt der Konferenz für dqs Ende der ersten Märzwoehe vorgeschlagen; er glaube, von einer Regierung werde dies als eins u kurze Frist an- gesehen. Von zwei Regierungen sei die BeZchickung der Kon- ferenz durch die Minister des Answärtigen vorgeschlagen wor- dxn; England werd einen Botschafter senden und er glaube, die meisten Regierungen würden das nämliche thun. Lord Beaconsfield bsantragte darauf die zweite Lesung der Kreditbill und wies dabei darauf hin, daß alle Mächte Vor- sichteZmaßregeln getroffen hätten und man allgemein zu der Ueberzeugung gekommen sei, daß die Lösun der orientalischen Frage die nteressen allsr Nationen berii re. Es sei dab_er nicht unbilbg, daß auch England VorsichtSmaßregeln tre,e. Das angemeine Gefühl sei, daß das Ende der Feindseligkeiten nahe sei; indessen wäre es indiskret, dem ZufalXe 21608 zu überlassexi. Er (Beaconsfield) wünsche hervorzuheben, d_aß es in jedem Falle _ möge es England gelingen, zu einem ehrenwerthen und dauerhaften Frieden beizutragen _ und England wünsche das aufrichtig _ oder mögen jene Be- mühungen mißglücken und der Krieg sich ausdehnen _ un- zweifelbaft politisch klug sei, wenn sich England in die Lagé seHe,_sem Wort geachtet zu sehen. Er glaube ferner, die _Krsditforderung nicht weiter empfehlen zu müssen, da dieselbe im Unterbause mit so großer Majoritc'itangenommen sei. Sein Gefühl sei aber das, daß es für Englmid gleichviel ob es zu

e des Hafens von Malmö

einer Konferenz gebe oder in den Krieg zie e, höcßft wichtig sei, sich auf den Einfluß eines einigen 5 eiches zu stiißen.

Lord Granville erkennt den ruhißen mäßigen Taxi Lord BeaconSfieldS_an und erklärte, obwoh er für d1e_ Kreditforde- 5 rung nicht eingenommen sei, könne er doch nicht da_ge_gen : stimmen. Er bedauere die kriegerischen Reden der Minister während der Debqtten im Unterhause; die Ent_sendu1_1g dsr englischen Flotte sei nach seiner Ueberzeuguyg ein Kriegsfaü ; "r Rußland und die Türkei gewesen; er sei erfreut aus den Erklärungen Lord Derby's entnehmen zu_ kö_nnen, _daß dieselbe nicht _so angese en mo_rden sei. Die Kreditbill pajsirte hierauf nacb urzer De tte die zweite Lesung, worauf sich das Haus ta te.

ver 3- (W. T. V.) Jm Unterbause erklärte auf die Anfrage Lord Hartingtons der Schatzkanzler N0rthcote_, das Ergebnis; der Untxrhandlungeii mit Maßband sei, daß Rußland sich verpflichte, keinen Theil _ der Halbinsel von Gallipoli oder der Linien von Bula_ir_zu OLsLHM, noch auch irgendwelche Truppen nach “der asiatischxn Seite_ der Dardanellen zu senden, wogßgenßnglanb Uck) verpflichte, auf der Halbinsel von Gallipoli keine Truppen zu landen, nock) auch die asiatische Seite der Tarbaneüen zu [)(-setzen. Auf eine Kreta betreffende Anfrage chcvre's antwortcte Unter-Staatssekretäx Vourke, der dortigs 611gl1sch6 Konsul bestätige nicht die Gerüchte von einem allgemeinen Aufstands auf Kreta, ebenso wenig diejenigen von eincnx Massacre der Christen in Netimo. Die Vorlkgung dsr ans K_rsta bszßg: [ichen diplomatischen Schriftstücke schine der ngiernng nicbt opportun, da dadurch die Aufregung auf Kreta vermehrt wer: den diirfte. Auf eine weitere Frage Dilk'L's erklärte _Parla- ments-Sekretär Stanlsy, er könne nicht sagen, wann die M a: xine: und HeerecZ-Ergänzungserbitc vorgelegt nxsr: den würden, da es iiberhaupt noch zweiielhast ssi, ob diese „Kredite nothwendig sein würden.

_ 22. Februar. (W. T. V.) Das (Hsriicbt von dsm Rücktritte des Grafen Derby entbkbrt, dsm „_Reutsrschen Bureau“ zufolge 19er Begründung. _ Es _kursiren i_n ben “Vorsälen des Par aments Gerüchte, die Türkei verweigsre die Unterzeichniing des Friedens, Rußland verlcmge die türkische Flotte.

_ (W, T. B.) Wie das „Nentcrsche Bitreau“ i_ncldet, lat bie Admiralität ein 1061th66 für die türkische Marine_ge: sautes Panzerscbif f angekanft. _ Das Kriegsami vergikbt im Submissionswege die Liefsrung von 150 000 Stiick Martini-Henry:(HLrUebren. _ Die „Mqrningpbsx“ und der ,Daily Telegraph“ sprech-Zn sick) isbr niiszbiliigcnd Über Has bezüglich Gallipoli getroffenc Abkommen aus.

Wien, 21. Februar. (W. TV.) _Dis ,_,_P0[1t. Korr.“ bezeichnbt die Aussichten der augenblicklich szcben Nußlanb und England schwebenden Verhandlungen beirxffeiid die Grenzen, welche der beiderseitigmi Entfaltung _der niil_itärischen Machtmittcl vor Konstantinopél zn seHLii imb, w1_eder_ (_ils kritischer geworden. England soll wxnig g€n61gt ssm,_ 161116 Flotte aus den Darbancllsn zurückzuziebon, wogegen 018 In: tention Rußlands neuerdings wieder in den Vordergr11_nb trßts, Konstantinopcl zu bescßen. _ Dsmsklben V1atts_ wird .aus Bukarest gemeldet, daß dEr cnemiscbeProtestRumänxens gegen die Uebernahme der Festung Wibdin dyrck) russische Truppsn Berücksichtigung gefunden babs; dW Uebergabe Widdins an die rumänische Armes babe beutestattgefitxidcn.

Madrid, 21. Februar. (W. T. B.) Dio englische Flotte bat Gibraltar verlassen, um sich nach dem Orient zu begeben. _ _

Athen, 21. Februar. (W. T. B.) Die Natiqnal: vsrsammlung auf Kreta bat die Verhandlungen niit dsr Pforte ab cbrochen und beschlossen, exnßn NPle[_ an 016 europäi?chen Mächte zu richten, in welchem diese exsucbt werden, die Ereignisse anf Kreta während de_r Jnsurrektionen von 1821, 1841 und 1866 einer Erwägutig m deni Kongresse zu Untsrzieben. Es wurde 01118 provis0r_11che_Begisruiig aus 6 Mitgliedern, darunter 2 tiirkrscbsr Natmnalttat, gewahlt.

Europäischer Kriegsschauplaß.

St. Petersburg, 22. Februar. (W. T. V.) Einem Tclsgrainme bes „Golos“ aus Giurgewo vom 21. d. zufol_ge sind die Russen untcr GMLkal Totleben _am 20._d. in Nustscbuk eingerückt und von den bulgarischn Einwoh- nern mit entbusiastischen Kundgcbungeu empfangen worden. Die türkischsn Einwohner waren zurückhaltend.

Asiatischer Kriegsschauplaß.

St. Petersburg, 22. Februar. (W. T. V.) Offi- zielles Telegramm aus Tiflis vom 21.1). Die Rau- mung von Erzerum hat am 17_. d. dmr Waffenstillstands: bedingungen gemäß begonnsn. DW erste Stqfsel der Gar- nison, 10 Bataillone Infanterie und 6 Battexien starY (dar- unter 18 Feld: und 12 GcbirgSgeschÜZe) ist 111 der Richtung nacb Westen abg-gangen. Am 17. d. wurd_en_ die Bsfestigungs- werke von Kcremetli, am 18. d. Mcdscbidio i_lnd am 19. b. Azisie und Kawak geräumt, aixi 21. d. sollten die [kbten türki- schen Truppcn Erzeruni verlasjcn.

Statistische Nachrichten.

Nach Miitbeilung des statistischen_ Bureaus _dcr Stadt Berlin sind bei den hiesigen Standesamtern in der Woche vom 10. bis incl. „16. ebruar cr. zur Anmeldung gekommen: 149 _Ebe- schließungen, 870 ebendgeborene, 29 Todtgxboxene, 533_ S_terbefalle.

_ Nach den Veröffentlichungen dcs Katjerlrchen statt_stiicheii Anits belief fick) die Einfuhr von roher Baumwvlle m den freien Verkehr des deutschen Zollgebiets tm JZbre1877 auf_3 262 410 Gtr., gegen 1876 Weniger 255141 Ctr. oder 1,2 0/0. Es gingen u. a. ein aus: den Niederlanden 805 643 Gtr. (gegen 1876 _ 157 033 Gtr.), Bremen 726 813 Ctr. (+ 76 452 Gtr.), Frankreich 467 610 Ctr. (_ 147 746 Gtr.), Oesterreich 376 573 Sfr. (+ 7500 Gtr.), Balgien 336 763 Ctr. (+ 27 773 Gtr.), Hamburg 308 930 Sfr. (_ 39 985 Str.), der Schweiz 124 218 Str. (71- 2830 Ctr.), der Ostsee 82 227 Stk. (+ 20184 Sfr.) Die Ausfixbr von Baumwolle aus dem freien Verkehr des deutscben Zollgebiets belief sich auf 831740 Etc. und hat _gegen 1876 _ um 126 294 Ctr. oder 17,9 % zugenommen. Von dieser Me_nge mngen namentlich aus: nach Oesterreich 355 675 Ctr. (ae_gen 1876 +69159 Etc.), nach der Schweiz 247 229 Ctr. (+ 28005 _Ctr.), nacb Ruß- [and 74 990 Ctr. (+ 6323 Ctr.) uud osiscewarts 54 835 Ctr. + 46 696 (Gtr.), Wogegen der betreffende Vcrk_ebr an_ den ubriaezi

renzen von geringerer Erbeblicbkeit gcwxsen ist. Zieht man die Menge der Ausfuhr von derjenigen der Emfubx pro1877 ab, so be- -rechnct sich der Verbrauch des deutsche11_ZoUgebiets an roher Baum- wx_)1_1e auf 2430 670 Ctr. oder 5,7 Pfund auf den Kopf der Be- erung.

Was den Verkehr mit Baumivollengarn und Baumwollenwaaren betrifft, so belief sich die Einfuhr von Baumwvlkengqrn aller Art im Jahre 1877 auf 362 691 (Etc. (102 804 Ctr. weniger

als in 1876), während die Ausfuhr nur 208 013 Ctr. _(gegen 1876 mehr 14 125 Sfr.) betragen hat. Den Haupttheil der Einfuhr bildet

ein- und zweidräbtigcs rohes Garn, wcvcu 1877 332923 _Ctr. gegen 435 074 Ctr. im Vorjahre eingimgen. _?m Durchschnitt fn_r 1872/76 betrug der jährliche Import dieses Arti cls 408540 CH:, ist_ also in 1877 sebr erheblich zurückgeaangen; es wmden u. A. eingefuhrt aus den Niederlanden 155 506 Ctr. (1876 205 070 Str.), aus Hamburg 62 293 Ctr. (1876 79 367 Gtr.), aus der Scbwnz 35 614 Ctr._ (1876 38859 Gtr.), ostseewärts 20 459 Ctr. (1876 45109 (Ext.). Dl? zol]- vereinsländische Aukfubr von Baumwollengarn war m der Haupt- sache gerichtet nach: Hamburg mit 75 692 Ctr. (1876 51924 Gtr.), Frankreich mit 57 387 Ctr. (1876 38288 Gtr.), Oesterreich mxt 36 589 Ctr. (1876 33 749 Gtr.), Rizfiland 14 823 Sfr. (1876 29 423 Elk.). Bei Vergleichung der Zlffern_der Ein- und Ausfubr ist inch zu berücksichtigen, das;, während dxe_le§tere nur mit dem BruLtogewicbt nach.ewiesen wird, bei_ der Etnxubr nur das _Nettb- gewicbt angeschrieben ist, und gilt diese Bemerkung auch fur die weiter folgenden Zahlen. _ _

Ter auswärtige Handel des deutichen 301191361216 11111 Yaizm- wollenwaaren gestaltet fich in der Ausfuhr erheblich ganstiaxr. als in der Einfuhr. Dxe [eiztere betrug im Jahre 1877 nur 46 857 Ctr. (1652 Ctr. n'eniner als in 1876), wogegen 299 318 Str. (14 490 Ctr. mebr als in 1876) exportirt worden_s1nd; die ?Nebrausfubk be- rechnet fill) für 1877 sonach auf über 250000 Ctr. Im Einzelnen gingen aus an der Grenze gcgen: Hambura 67 289 Etc. (1876 46 661 (Eta), Frankreich 53 270 Sfr. (1876 99955 Str.), Belgien 39 920 (Ltr. (1876 29 263 Gtr.), die Schweiz 35138 (T_tr. (1876 25623 Gtr.), Bremen 33 751 Sfr. (1876 _25 669 Civ), die Nieder- landk 33 341 (Tft. (1876 22 841 Elk.), Oesterreich 28512 (Ctr. (1876 24 55.3 Gtr.). _ _ _

_ NATO dem )(1-7. Bande der preußiscben Statistik (Berlin 1878, Verlag “css Königliche: statistischen Burcans: ])r, EMM) star- ben in chußen in “cen Jahren 1875 1an 1876 von 1000 lebend geborenen Knab n bezw. Mädchen als Sauglinge (d b. tn1_ersten Lebcnxjabre) von den Knaben iälérlich 273,69, von den Madchen 225,49. Dcr Monatsdurcbsäznitt der in den Jahren 1875 und 1876 gestorbenen Sänglinge ist: 20,06 Knaben und 16 89 Ykadcben, davon- starben aber im 1. Monat 78,82 Knaben und 63,38 Madchen, im 2. 31,41 Knaben und 26,29 Mädkl'M, im 3.26,19Knaben und21,45 Mädchen, 11114. 22,55 Knaben uno 18,64 Mädchen. In den folgkndcn Monaxkn sinkt die Sterb1i1=kei1 immer mehr unter den Darchschnttt, im 12. auf 9,72 Knaben und 9,05 Mädchen. Innerhalb des ersten Mo- nats zeigt sub innkrbalb dkr ersten _15 Tage aucb selbst von Taa zu Tag eine Abnahme der Kindersierblickxkeit; es starben am 1. Tde 9,08 Knaben und 7,21 MädÖen, am 2. 5,75 Knaben und 4,46 Mad- chen, am 3. 4,01 Knaben und 3,02 Mädchen, am 4. 2,69 Knaben und 2,12 Mädchen u. s f. _ _ _

Zn dM einzelnen Regierunasbe_zirken zxmey sicb groß; Ver- sck)iedetibeijen in Bezug auf die Säualinassterbiicbkkit. Die bochstxn Stxlien nebmen im Mittel der Jahre 1875 und 1876 em: Regie- rungsbezirk Sigmaringen 494,44 Knaben uud 389,04 Madche_n pr_o M., Berlin 452,19 Knaben und 380,59 Mädchen, Regierungsbezirk Ltegmß 404,71 Knaben und 325,46 Mädchen, Breskau 375,93 Kriaben mix) 301,75 Ykädcben,Pot dam 353,84 Knaben und 306,41 MadÖYn, die niedrigsten: Landdrostei Stade 170,65 Knabetx und 141,21 Madchen, OLnabrück 160,49 Knaben und 129,78 Madchen, Aurich 147,01 Knaben und 122,76 Vkädckxn. Noch _Verschiedenartiger gestalten_ sich die Verhältnisse in dcn einzelnen KrUsen bezw. Standesamtsbkzirkcn Berlins. Es starben im Mittel der Jahre 1875 ix_nd 1876 an Säuglingen (Knaben und Mädchen zusammen): Kreis Landesbut 573,42, Gammertingen 522,56, SfandeSamt Bcrlin 11111, 513,53, Kreis Hirschberg 508,86, StandeSamt_Berlin_)(. 491,39, 7. 489,91, Kreis Sigmaringen 485,09, Stadtkreis GÖTÜZ 480,75, Standesamt Berlin 17111. 477,16, Lauban 477,12 u._s. w„ Y_ersenbruck 129,48, Aurich 129,42, Lingen 127,73, Halle 1. W. _125,1_9, Herzogtbgm Lauexiburg 122,40, Husum 119,05, Meren 115,58, Eideistedt 114,51, Tondern 113,32 Pro M. ' _ _ _

_ Beider Magdeburger Allgembmen Versicherungs- Aktiengesellschaft _ Abtheilunq [iir Unfa11_verficbei'ung _ kamen im Monat Januar 1878 zur Attzeige: 5 Unfa[[_e, we_lche den Tod der Beiroffenen zur Folge gehabt Haben, 3 Unfach, m Fblge deren die Beschädigkcn noch in LebenGgefabc Fcwabn, 37 Unfalle, Welche für die Verlslzten voraussichtlich lebenélangltkbs, tbciks totale,

theils Partielle Invalidität zur Folge haben Werden, 358 UnfäUe'

mit voraussichtlich vorübergcbender Eriverbsnnfäbigkeit. Summa 403 Unfälle. _ _ Kunst, Wissenschaft und Literatur.

Jm wissenschaftlichen Verein wird am _Sonnabend, Nacbmittag 5 Uhr, in der Sin gakadem i e dsr Universitats-Proieffor 1)r. Kircbboff aus Halle einen Vortrag Über „das deutsche Land als Mitbildner des dentschen VolkLS“ halten. _

_ 211111985171. starb in Paris Cbarlcs Daubigny, einer der erstkn Landschaftsmalsr Frazikreichs. __ _

_ Von den Württembi'rgischen „Jahrbncbern fur Statistik und Landeskunde“, beramsgegeben von dem König- lichen statistisch-iopograpbisÖ-xn Bureau (Stuttgaxf, H. Lindemann) sind das 4. und 5. Heft des Jahrgangs 1877 erschienen. Das 4.Hc_ft enthält die Foriseizung und den Scbluß der_Abbatidlung nbex die Aitcribümer in Württemberg aus_ de_r römrscbezi, altgermariiscben (keltischen) und alemannischen (frankiscben) Zeit, vom_ Finanz- Raib E. von Paulus, ein Verzeichnis; der reichen archaologiscbZn Schälze, Welche der Sch1varzrvald-, der Iagst_- und_der Donankrets bcsiizen. Der Verfasser weist im Ganzen in Wiirttembexa nach: 488 römiscbe Niederlassungen, ca. 2241 Grabbugßl an 374 ver- schiedenen Stell“, 218 Reibetigräberfnnxstellen und 45 Bersckdanzimgen aus vorrömischer Zeit. Ferner enthal_t das Heft emen Vorxrag, welchen der Rektor der Realschule in CH_lixigen, Tb. _Mul1_er, in der 3. Generalversamm1ung_ des oberschwabtschen Zweigvereigs für vaterländiscbe Naturkunde iiber Balthasar Ehrhart, einen schw_a- bischen Naturforscher aus dem 18. JahrbunYert, de_r auf dem (Gebiet der B tanik und Geognosie eine gerviffe Berulymtbetxcrlatzgt, gehalten hat. Den Schluß bildet eine Abhandluiig :ibe_r d1_e Zettuxigen_ und Zeitschriften Württembergs von 187 6, mit einem Ruckbltck auf die friihere periodisch: Prxffe dss Landes, von Profeffor_1)r. Th. Schott. Wart- temberg batte danach im Jahre 1876 108 politische Zeitungen (darunter der „Schwarzwälder Bote“ mit 22000 Auflaqe, das „R ue Tagblatt“ 19 000, „Schwäb. Merkur“ 14 000, „Nßcxar-Ztg.“ 9000, „Staats; Anzeiger f. W“ 6_7000) und 130 Zeitichriften. _Dem Hefxe 111 eine getreue Abbildung eines_ Medusenbauptcs aus einem komischen Fußboden bei Mengen beigefugt. _ _ __ _

Das 5. Hsft enthält die trigonometrtsiben Hobennieffungen fur die Atlasbilder: ]. ridingen, Hobentraut, Schwemmnigen, TUK- lingen, ][. Ebingen, Qaupbcim, Riedlingen, 111. Hall, Kirchberg und Künzelöau.

„Allgemeinsß DeutscheY HandelsKeseßbuck) nach Rechtsprechung und Wisienschaft“, erlautert und erausgegeben vom Kammera'erichts-Rath Hugo Keyßne_r (Stuttgart, F; Enke's Ver- lag, 1878). _ Dieses vor Kurzem erscbxenens We_rk verdtetit der Soxg- falt tragen, mit welcher der Verfasser darin die Ergebnisse der [RS_- berigen Rechtsprechung des Reichs-Ober-HandelsgeriÖts, _des v_reußi- schcn Ober-Tribunals und anderer hervorragender Gerichtshofe tm Anschluß an die einzelnen Bestimmungen des HanYelsgeseßbuches ge- sammelt, zusammen efaßt und _etwaige Widersprznhe derselben her- vorgehoben bat, die eacbtung iiicht nur der juristtfchxn Fachgenoffep, sondern auch der Kaufleute, welche an _der Hand d_1ese_s Werkes _in den Stand geseßt sind, über zahlreiche, m11ibr_er geschaftlichen T_battg- keit verknüpfte Rechtßverbältniffe sich selbstandtg zu u_nterrlch_ten. Mit Gewiffenbaftigkeit find überall vox) dem Y_erfaffer d1e_von ibm benußtcn Quellen angegeben, so daß uber_all e_me Nachpryfnng der aufgestellten Sätze erfolgen kann und fur die Praxis eme sichere

Grundlage gewährt wird. _ _ Land: und orsttvtrthvchaft. _ Der internationale .arkt fur landivtxtbscbaftz liche Ykascbinen und Gerätbe, Welcher vom 13. bis 17. Juni

d. Js. in Hamburg stattfinden soll, wird auf dem Heiligengeist-

11Uk

mittelbar vor und zwischen zwei ehemaligen Stadxtboren liegende Play. ist von so bedeutender Größe, daß er erfordekxtcben Fußes für die weiten: Au.?)ebnung des Marktes Raum gewahrt. Dte_Koa- kurrenz für die aufzuführeuden Baulichkeiten ist bereits auSgescheiebem da die bisher eingegawenen Anmeldungen das Zustandekommen des Marktes außer Frage stellen.

Gewerbe und Handel. Der Zustii-Minister 1)r. Leonhardt hat, wie das „D. Han- delsblatt“ mittbeilt, unterm 12. Februar 1). J. an den Vorfiszendeu des Deutschen Handelstages nachstehenden Erlaß gerichtet: „Nach den im preu ischen Staate zur eit bestehenden Einrich- tungkn reffortirt das (Hef ngnißwesen zum T eil _von dem Ministerium des Innern. zum Theil von dem Justiz-Ministeriuu]; Ick babe daber ebenso, wie der Herr Minister des Innern, von dene.) Zn Ew._Hoch- nioblxcborcn gerichteten Schreiben vom 19. v._5.111._m:c KenytnißÉe- geben worden ist, ein lebhaftes Jntereffe fur bre durch_ emen e- scbluß des Deutschen HandelötaaG angeregte und “O_urch dle Handels- kammern vorzunehmende Enquétc über den Einfluß 19er Ar- beit in den Gefängnissen auf den Gewerbebetrieb der freien Bevölkerung. _ Um die Arbeiten der Handelskammkrn zu crleicbtsrn, sind die mit der Leitung des Gefängnißwesens betrauten Provinzialbehörden dsr Justizverwaltu.;g angcwiesen Worden, denselben _die ihnen wün- sÖc'ristvertbe Auskunft zu ertbcilen, und da ich 2581110, wie der Hr. Minister des Innern, den Wunsch Hege, naa) Abschlus3 der Vorarbei- tzn dcr Handelf-kammern mich bei den auf der danach erzielten Basis zu exöffnknden Bcratbungmdurck) einen als KmnmiKar zu entsenden- den 23941711fo meines Miniyteriums zu beibeiligerx,_so e_riuche ich Ew. Hockzipbblgsborcn eracbenst, gkfäUigst Ihr Einvcxitandmß biermtt er- ki'nnen geben und mich demnächst von dem Abwbluiie der gedachten Vorarbeiten in Kenntnis; seven zu woÜen.“ _ _ Das Präsidium des Deutschm Handelstagks rst, wie das „D. Handel bl.“ Weiter mittbeilf, [aut Schreiben bom 18.Fébruar c., auf dea Wunsch des Justiz-Ministers mit Dank eingegangkn. _ _ Die Liquidatoren der Berliner Bank leisten aus den Em- gängen von der Nordbahn eine Weitere Abschlag§zablung von 10.76. ciuf jede voUgezablte Aktie und von 4 «;(-. auf jeden 409/0 Interimsschem; es werden alsdann im (Ganzen 894 % zuxückge-zablt sein. _ _ Die Generalversammlung der Kunst- _Und_Schönfar- berei (Thiele & Seegers) beschlvß einstimmig die Liquidation der GescUschaft und wählte die Liquidatoren. _ _ Der AuffichtSratl) des OberschlesisÖen Kredtt-Ver- eins hat auf Grund der vorgelegten Jahresbilanz pro 1877 be- schlossen, der bevorstehenden Generalvcrsammlung die Vertheilung einkr Dividende von 6% in Vorschlag zu britmen. _ Nach dem Geschäftxbericbt der Hannoverschen Bank hat der Gesammtumsaß im Jahre 1877 665 907 261 «„ gegen 680 853 824 916 im Jahre 1876 betragen. Di? BanknoTanirkulation betrug dnrcbscbnittlich 6597100 „76, gegen 8390 701 „M im Vor- jaHre. Zur Einlösung kamcn cm der Hauptlast: 43 590000 «;ck, ge- gen 40352000 514 in 1876. Das Effektenkonw hatte Ende 1876 einen Bestand von 1 111803 „14, 1877 dagegen nur 'von 708 209 „74 Der Reservxfonds batte Ende 1876 einen Bestand vox) 749 689 „46, zugeführt wurden ihm 4% Zinsen für 1877 11111 29 987 „74 und 10 '-'/0 aus dem über 4 % erzielten Reingewinn desJabres1877 mit 29172 «76, so daß derselbe jexzt 808 849 «46 beträgt. Rack) Ab- schreibung der Unkosten 2c„ so wie Von 33 040 «16. für Verluste ver- bleibt ein Reingewinn von 771897 „% Hiervon iind zunächst abzu- setzen 4 0/0 Divikende mit 480000546, für den Reservefonds 29172514,“ 1 0/0 Dividende für die Aktionäre mii 120 000 „(Q, verbleiben 142 725 „74, die Tantiéme für den Verwaltungsrat!) mxt 14 254 „74, verbkeiben 128 470576, davon die Tautiéme für die Direktion 2c. mit 5131 „76, verbleiben noch 123 338 516, wovon Weiter 1 "/0 Dividende gezahlt wird mit 120000 „14 und der verbleibende Rest von 3338574 auf 1878 in Vortrag kommt. Die hiernach sich ergebende Dtmdende beträgi 6 0/0 :: 45 «76 pro Aktie.

_ Nach dem (Geschäftsberichte der Kommgnalbank des Königreichs Sachsen wurde im Jahr_e 1877 em Bruttogewinn von 108 209,81 „115. erzielt, und zwar setzte sick) derselbe aus folgenden POstLU zusammen: Uebertrag vom vorigen Rechnungsiahre 541,24-16, Pfaiidzinsen 8.311,60 „46, Zinsen- und Cffektencoqto 7411904 „jk, Provision 25 237,9524 Demselben entsyricht exn Nettoüberschuß von 56 223,01 „76 (ca. 9:1 % dss Aktienkapitals), fur besser) Verwen- dung Vom Aufsichtsraibe folgender Vorschlag borgexegt Mrd: 4 % ordeiitlicbe Dividende 24 000 «76, von dem Verbleibenden Reste an 32 223,01 „73 25 0/0 zum Rcserbefonds : 8055,75 W., 4 0/0 Super- dividenbc 24 000 „44, Vortrag_ auf_ neu: _Rechnung 167,26 34 _- Die Zahl der Darlcbnsiibscbliisie Mit Gemeinden hat fich gegen_ den Bestand dcs Vorjahres um etwa 50%, die Summe der emrttxrten Anlebvsscheine um etwa 65% vermehrt. Der_Reservefond reprase'n- tirt gegenwärtigt ctwa 61/10'70 des Aktienkapitaks. _Von den 2111- [cl)nsskbeinen sind 291000 914 bisher amortifirt. Die an 32 fach- sische Gemeinden gewährten Darlehns beziffern sich auf_ 2 532 700 „js; die Gesammtsumme dcr bisher bewwkten Anlehnsabichluffe ist da- durch auf 6468000 «44 gestiegen.

Verkehrs-Anßalten.

Das Gesetz- und Verordnungsblatt; für_ das Königrxich Bayern Veröffentlicht das Gese , betreffend die Vervollstan- digung der bayerischen taatSe_is_enbabn_en Ic. vom 14. Februar. Es handelt sich in _erster Lime um die He:_stel]ung einer Bahn von Lohr in der Richtung nacb Wertheim.

Berlin, 22. Februar 1878.

Königlich Preußische Lotterie. (Ohne Gewähr.) _

Bei der heute iortgeseßten Ziehung ber merten Klaffe 157. Königlich Preußischer Klassenlotterie fielen:

1 Gewinn 5 30 000 «16 auf Nr. 75 675.

1 Gewinn 5 15 000 916 auf Nr. 82 833.

4 Gewinn? 5 6000 316 auf Nr. 2113. 25 904. 57 168. 73 525.

41 Gewinne 5 3000 «16 auf Nr. 288. 599. 1297. 3095. 4609. 9788. 11 247. 11 312, 16 287. 16 337. 17 509. 18 568. 21 269. 22 682. 25 139. 25 624. 25 709. 29 606. 29 659. 32 538. 33 710. 33 824. 40 690. 44 349. 46 913. 54 679. 59 458. 60 898. 61 328. 61 931. 63 175. 66 180. 71 820. 73 022. 80 800. 81 257. 82 571. 88 656. 89 293. 90 461. 92 387.

46 Gewinne :*; 1500 „76 auf Nr. 790. 1087. 4711. 8029. 9989. 10 077. 15 412. 17 855. 18 581. 20 198. 20 398. 22 757. 27 856. 28 402. 28 595. 29 008. 31 528. 33 388. 35 696. 37 310. 39 663. 40 881. 43 890. 44 036. 58 008. 58 332. 59 509. 60 178. 62 487. 62 683. 63 794. 64 901. 73 553. 77 571. 78 415. 79 374. 81 880. 83 546. 85 302. 86 271, 86 723. 86 967. 89 078. 92 007. 93 130. 93 169.

87 Gewinne Ia 600 «76 auf Nr. 2485. 3442. 4819. 5476. 7955. 8364. 9642. 10 037. 12 262. 13 049. 13 176. 13 477. 13 855. 14 176. 15 501. 16 408. 16 857. 17 137. 18 334. 19 083. 20 197. 20 793. 20 797. 22 109. 22 952. 25 639. 26 848. 27 069. 27 940. 31 828. 33 578. 35 223. 35 653. 35 989. 36 869. 37 810. 39 522. 40 202. 41 766. 42 019. 42 519. 44 126. 45 453. 49 755. 49 851. 50 643. 51 421. 51 652. 51 780. 52 817. 52 973. 53 709. 54 393, 56 695. 58 493. 58 762. 58 974. 59 623. 60 107. 61 197. 62 285. 63 622. 64 700. 64 928. 65 772. 74 160. 74 692. 76 159.

79 599 81 768.

82 044. 82 060. 82 418. 83 097. 85 609.

felde abgehalten werden, auf Welchenx auch 1863 die landwirtbs_chaft- liche AussteÜung stattfand. Dieser m der Vorstadt St. Pauli, un-

76 805. 77 127. 77 915. 78 574. 79 052. . 86 348. 89 968. 90 660. 92 909. 93 647. 93 666. 94 232. -