1878 / 59 p. 1 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 09 Mar 1878 18:00:01 GMT) scan diff

*Der-“Unter. Sonnabend : 22. EMW ' d ' 15. Male: YUM FöewrZ' HZZFÖK ÜF 5 Akten von E. i “.t. , WÖbxnntctg: 23.Gasts iel des Hrn. Friedrich Haase. Der Narr des 6111 s.

Pictoria-anter. Direktion: Emil 5.18

Sonnabend: Rübezahl. Großes pbantastischeöV-Zlks- märchen in 4 Akten und 18 Bildern „unt Geiay und Balict von E. Paßqué und H. Wilken. Mun

von A. Mohr.

krietlkiek-K'isjolustätlüscbeg Theater.

Sonnabend : Prinz Methusalem. Burleske Operette in 3 Akten von Carl Treumann. Musik von J. Strauß. (Prinz Methusalem Frl. Stubel, Pul- cim'lla Frl. Krév.)

Sonntag: Zum 275. M.: Die Fledermaus.

Rxsiéom-Uxeater. Direktion: Emil Claar. Sonnabend: Zum 32. M.: Der Kuß.

ZWUI PbßaiEk. Vorchwr Tag der Weil]-

uackjts-Ausstellung. Sonnaben'd: _Wohljhätigkeits- Vorste'ljung unter gsfälliger Mttwtrkung dks Frl. Ernestine Wegner, der Frau Walther-Trost vnd des Hrn. Direktor Lebrun. Dex Phlxgmatikus. Lustspiel in 1 Akt von R. Benedix. “Hierauf: Der Herr von Papillon. Operette m 1 Akt von R. Vial. um Schluß: Mamsell Uebermnth. Posse in 1 kt von A. Bahn. Anfang der Vor- steüung 7 Uhr. Vorher Concert.

Sonntag: Letzter Tag der Weihnachts-Ausstcüung. Einmaliges Gastspiel des F11.Er11estine Wegner, 'der Frau Walther-Trost und des Herrn A. Kurz. Dic Sünderiu. Der Herr von Papillon. BaUet. Mamsexl Uebxrmuth.

Dienstag, den 12. März besinnt dix Opern- Saison untcr Leitnng dcs Jmpresarw Cesare Trevisan.

FiditekgalokK-“l'beawk. Zweite Berliner

Oper. Sonnabend: Der Troubadour. Opex in 4 Akten von Verdi. (Manricx: Hr. Tl). Kuhn, Azncena: Fr. 11. _Pöümy a. Gaste.)

Sonntag: Ab1chicds - VorsteÜung der Herzogl. Coburg. Kammersängerin Frl. Helene Gerl. Die YiegiFLnthoäxter. Hierauf: Robert der Teufel.

. un . !.

Kational-Pbeattxr. Sonnabend: Gastsp. des

Hrn. Mittell. Z. 1. M.: Kinder der Zeit. (Hans Liebt Hr. Mittell.) Sonntag: Dasselbe,

05161111-“l'beat6r. Sonnabend: Vorletztes Auf- treten der Frau CoÜot vom Stadt-Theater zu Königs- xerhDeborah. Titelrolle Frau Collot a. G. Anf. 1. Sonntag: Leßtes Auftreten der Frau CoUot. Deborah. Auf. 7 Uhr.

thät-Pbsutek. Sonnabend wegen der Vor- bereitung zu der umfangreichen Sonntags-Vorstel- lung geschlossen.

Sonntag: Fortseßung des Gastspiels des Dir. ZKM Theodor Lebrun. Erstes Gastspiel 1368 Gr.

ecklenburgisckpen Hof-Opernsängers Hrn. Bohlig, der Fr. Karlsen vom Wallner-Theafer, sowie erstes Debut des Frl. Amélie Wollrabe vom Friedrich- Wilhelmstädtiseben Theater. Adelaide. Hierauf: Der Phlegmatikus. Zum Schluß: Chemie fürs Hbeißathen. Der Billetverkauf beginnt am Sonn- 0 en .

öelle-Yliauoe-“l'beuwk. Sonnabend: 60. Gastspiel des Frl. Lina Mayr. Zum 8. Male: Mit neuen Dekorationen. Eine Geldheiratl). Volksstück mit Gesang in 3 Akten und 6 Bildern von H,Salingré. Mus1k von Michaelis. (Wittwe “YYY, Obsthändlerin: Frl. Lina Mayr.) Anfang

1.

2Sonntag und die folgenden Tage: Eine Geld-

heirath.

1161136111111, Königl. Hofkiinstler. Nur noch

2Tage, Passage. Die Zaubertvelt. Biüets vor- fbkr PHH'WL 12. Kinder unt. 14 Jahr. z. d. Hälfte . a. aße.

Sonntag unwiderruflich [eYte Vorstellungen.

Zonßßkt-UUUI- (561100888 Kgl. ' .) Hof - Musikdirektors Herm 31185/-

Familien-Nachrichten.

Verlobt: Frl. Marie Roentgen mit Hrn. Ritter- gqtsbefißer Ernst RaZmus (Bromberg-Nie- wtesczyn). - Frl. Marie 1). Reden mit Hrn. Lieutenant Carl v. Eichel (Merseburg).

Verehelicht: Hr. Kreisrichjer Max Zülzer mit Frl. Thekla Hausdorff (Beuthen O./S.).

Geboren: Ern Sohn: Hrn. Rittmeister und Adjutant M. von Egidy (Dresden). - Eine Tochter: Hrn. Premier-Lieutenant Auer von Herrenkirchen (Mainz). - Hrn. Stabsarzt Dr. Wolff (Neisse).

Gestorben: Hr. Justiz-Ratl) und Kloster-Syn- dikus Carl Friedrich HOermann Klenze (Burg in S.-Dittn.). Frau berst-Lieutenant Auguste v. Zawadzky, geb. Lange (Schweidniy).

Steckbriefe und Untersuchungs-Sachen. .

SteckbriefszErledignng, Der unterm 30. Ja- 111131: 1878 hmter die unverchlilhte Kühn auch Kiehn erlgffene Steckbrief ist erledtgt. PotSdam. den 2. Marz 1878. Königliches Kreisgericht. Ab- theilung 1.

Steckbriefs-Erledigmzy. Der unterm 8. Fe- bruar 1878 hinter dem eserve-Jäger Adolph Hoffmann, Sohn des Hausirers Hoffmann zu Lan- gcnbielau in Schlesien, erlassene Steckbrief 7. U. 19/78 ist erlediLt. Dt. Crone, den 4. März 1878. Königliches Kre Sgericht. ]. Abtheilung.

[2096]

„letb'a.

An Kaffa-Kouto: Bestand an

coursfäbigem deutschen geprägten

Gelbe. . . . . Reichskaffenscbeinen .

eigenen in Abschnittén 8 100.36“. 10,420,300* ä10Tblr.

Banknoten , Reichsbanknotcn . . Noten anderer Banken . sonstigen Sorten . .

. Weckxsel-Kouto: Bestand an Platzwechsel: a. bis 15. Januar k. J. fällige

b. nach dem 15. Januar k. I. fälligé Remeffenwechsel auf deutsche" Pläße:

&. bis 15. Januar k. J. fallme

b. nach dem 15. Januar k. J. fällige Verbindlichkeiten aus weiter begebenen, im Julande zahl- baren Wechseln waren am 31, De- .; zember 1877 „16, 2,212,102. 80.) Giro-Konto.

(EwentueÜc

Wechsel auf holländische PläYe

Fl. 25,215. 89.

Wechsel auf London X 308. 11. 10. Frcs. 10,440. 70.

Franken-Pläße

Lombard-Konto:

Betrag der Lombardforderungen, und

zwar :

auf Effekten der 111 §. 13, iffer 3, Buchst. b. 0. 0. des ank-

gesetzes bexeichneten Art . _..Q -..L-.... WT.U4.4-

UU] anocxc «([U]-cn . . auf Waaren.

Konto-Korrent-Konto : Guthaben der Bank

M5 Reichsbauk-Giro-Konto und

eiBanklckäusern . .

gegen hypothekariscbe Sichejrheit .

gcgen Bär schast . gegen Effe ten .

Betrag ciner fälligen, aber unbe- zahlt gebliebenen Lombardforderung Jmmobilim-Konto: Bankgebäude

Mobiliar-Konto . Konto 0 1111070:

' Betrag der ult. Dezember 1877 noch

rückständigen Lombardzinsen

Braunsäxweig, den 31.

Die Ucbereinstimmung vorstehender Braunschtmig, den 22.

der Brannsehtveigischen Bank

Dll-QMI

877. 70131761. .

am 31. Dezember .«1 „16 8 . 10,500,000 _

. 464,648 1 . 163,730“ '

'“ !““; "“ Ö Per Oankaktien-Kouto: , Grundkapital: 35,000 Aktien & _100 Thlr. 819,398:25 , Reserve-Jonds-Konto: 2,550i- Bestand ult. Dezember 1876 . . . . ab: für außergewöhnliche Verluste . Bestand ult. Dezbr. 1877 . Delkredere-Kouto : Bestand ult.Dezbr. 1876, . . . . . . . dazu: auf früher abge1chrrebene Forderungen nachtrag- lich eingegangen. . . . . ; . ,. . . . . . Betrag der akt. Dezbr. 1877 prakludtrten 10-Tbaler- Noten, abzüglich dcr zur AuSgleichuna des Bank- noten-Ansertigungskonto verwandten «M 20,000 . . 514601:

Bestand ult. Dezbr. 1877 . Baukuoteu-Konto : Emittirte Banknoten _ . . . . . . . . . . ab: Betrag der präkludirten 10-Tblr.-Banknoten . Banknoten-Saldo alt. Dezbr. 1877 ._ . .* . . . . wovon “Fü 13,395 000.- in Absébmtten 5-1 100.46 33,840- , a 10 Thlr.

Guthaben der Giro-Gläubiger 42,212 Konto-Korreut-Konto: _ _

6,264! Guthaben der Konw-Korrenk-Glaubtger .

8,371? Depositen-Konto: ' ' , 6221135 . 11. Konto 1 mit kurzen Kundrgungöfctsten, stvergu- * tung 3. Z- 21 U/0:

Bestand ult, Dczbr. 1877 ., . ._. . .“ . . .

Laut Reglement sind folg.Künd1gungssrtsten festgesexzt:

für Beträge bis zu 2000-46?) einem Taze ohne Kun- tgung,

_ 15,000Mfiebentä ige Kündigung YZY“YZ'_ _ Mixx WNW.“-1)i_erzcéhngtägigeKündigung. ' , “3503__ b. Konto ][ mit längeren Kündigungsfrrsten:

' __";"" 2,115,490 mit 3-mo11_atl- Kündigungsfrist, 1 Zinsfuxz z- Z. 3 0/0:

[ Bestand ult. _Dezbr. 1877 .

mit 6-monatl. Kündigungsfrist,

„ins 11 . . 36“, : J f ß 3 Z “' . „8 1,066,250. _

33-840 300,918 253,000 - 15--200 134,166 “5 . 8,282,

i11,552,570 55 4,636

1,962,897

4,764,985, 189-962

6,727,883 13,M,Mi_ , 71,160,- " . j". 13,428,840

489,035 5,675,251

1,409 3,208,889

1,013,350

. „FH 1,007,750. --

644,074340 820,895x35 1,288364335 , 1,429946510

Bsstand ult. Dezbr. 1877 .

"" 3,087,350

Konto 0 1111070 : 66, 955

Betrag dcr Ulf. Dezbr.1877 schuldigen Depositenzinsen

AktiewDividende-Konto pro 1874: Saldo der 1111. Dezbr.1877 noch unerhobenen 2 Stuck Dividendensckpeine . . . . . . . . . . . . . Aktien-Dividenden-Konto pro 1875: _ Saldo der ult. Dezbr. 1877 noch unerhobenen 4 Stuck Dividendenscbeine . . . . . . . . . . . .

Aktien-Dividenden-Konto pro 1876: Saldo der ult. Dezbr. 1877 noch unerhobenen 174 Stück Dividendenscheine . . . . . . . Gewinn- und Verlust-Konto: Reingewinn . . . . . . . . . . . abzüglich Abschreibungen . “FQ 269,249. 00

gar.Tantié111ea.d. voÜz.

Direktoren . . . . . . . 9,000. -

4,183,280

46,832 234,000 11,836

45

80

15,176

599,393

278,249 _

welcher verwaadt wird für 321,143

zu vertbeilende Diyidende für das Jahr 1877: 3% auf 35,000 Akkien ?; 9 816 . . . . . . Gewinn-Uebertrag auf das Jahr 1878

. 315,000 6,143 _ . . ."? . 31,1'08,204'

. . , 173170820425 Dezember 1877. . . _ . BraunschWetgtfche Bank.

1“. "7. 17011; 301113“, Stübek,

VorsiÉender. Vollziebendx Direktoren. ' ' _

Yiéanz 1111i§77§en üchern der Braunschweigischen Bank Wird auf (Grund Vorgenommener Prufung hterdurch beschemtgt. e ruar .

Der AuffichtSrath der Braunschtueigischen Bank.

In deffen Auftrag? :

(7-- 50011301". kemi. Kboiinx.

(Jarl Salomon, Vorfißender.

«(30718251- 11211] 6705'1058-8C02n0

der BWunsÖwek iscken VMM?

für das vierundzwanzinste Geschäftsjahr, vom 1. anuar 1877 bis 31. Dezen1l1er 1877.

])ebet.

An Betriebskosten: Staatsbeauffichtigung , Steuern

Porti-, Telegr'am'mx 11111) “Reiseipes'en' :

Gehalte und Gratißkationen Heizung und Beleuchtung «5

nsertionßgebühren und Dr0ckéos16n' "., . Anfertigungskosten der neuen DivtdeUdenscheme

zu unscren Akkien pro 1877/86 Allgemeine Unkosten . .

Depofiten-Zinfen-Konto :

Bezablke Zinsen bis ult. Dezember 1877 . .

Noch zu zahlende Zinsen bis ult. Absckxreibungen : Jmmobilien-Konto . Mobiliar-Konfo

Reingewinn

welcher nach Bestimmung des Aufsichtsrathes

vertheilt wird, wie folgt:

Abschreibung auf uneinbringl. Konto-Korrent-

Forderungen . . _ . . . ; Für „garanttrte Tantréme an dre Dtrektoren . .

Uebertrag auf Aktien2DiviÖenxde-Ko11to'1111) 1877 als Dividende: 3% auf 35,000 Aktien 8. 9 „M

Gewinn-Uebertrag auf das Jahr

wie oben . .

Braunsämeig, den 31

Stcmpelabgabe und

(Ikoaljt.

„76. „3 „16. [,s ,! „xs H „1,1 'H

; Per Gewinu-Uebertrag vom Jahre 1876 . . . . . 8,036170

* Zinsen auf Lombard-Konto:

14,318.“ (,mpfanaene “Zinsen bis 31. Dezember 1877 92,784

5116690 Rückständige insen . . . . . . . . 15,176 60

58,426 30 .___... 1,89795 Zinsen und Gewinn auf Plaß-Wechsel-

3,730 75 Konto . . . . . . . . . . . . 281,974 Zinsen und Gewinn auf Auswärtige-

3,915,901 Wechsel-Konto. . . . . . . 237,285

. 7,231Z40 .___-_.

__»- 94,687 Zinsen auf Konto-Korreut-Konto:

| ereinnahmte Zinsen . . . . . . . 215,382

82,23140 VeranSgabte Zinsen . . . . . 68,709

6695560 ""_-

(chinu auf Provikfions-Konto: Vereinnabmte Proviswnen . . Veranégabte Provisionen

Haus-Intraden .

i ! | 1

107,960 75

519 259

Dezbr. 187 7 146,622

149,187

| . 80,367 . 6,0007- . 17,215 . 1,315z20- __ 63,152

7,315 5,550

599,393

1 . . . . . 269,249J50 voklziehenden | 9,000-

(

315000,- 6,143 85

599,393 85

1878 .

D b 1877. . . 1. 850,582F . ezem er . . . BraunschWetgtsche Bank.

l'. «. Wolf, Deniz, Stäbe], Vorfitzender. VoUziehende Direktoren,

Die Uebereinstimmung des vorstehenden Außzuges mit den Büchern der Bank wird auf Grund vorgenommener Prüfung hierdurch bescheinigt. Braunschtveig, den 22. Februar 1878.

Der Auffichtsratlzé der Vrn11uschweigischen Bank.

11 dessen Auftrage: ()akl 8010111011, (;. Seeliger. 1701-11. Kbeliox.

Vorfißender.

Königlich Preußisch er Staats - Anzeiger.

Das Abonnement btträgt 4 .“ 50 43 für da; Bierteljahr.

[1 '? YInscrtionspreiz für den Kaum einer Drurkzeile 80 „ck

i xi J

Alle poß-Fkußalteu nehmen Seßemmg an: ]

[ “"“-*.; *; _, _?- für Berlin außer den poß-Iußalten nth die Expe-

ditioa: Js". Wlllxelmßr. Nr. 82. X

.Es. 59.

Deutsches Reich.

Se. Majestät der Kaiser und König haben im Namsn des Nejchs den Kaufmann Friedrich Bernhard En elhardt 111 Lourenw Marques (Delagoa Bay) zum Konéiul zu crnennen geruht.

Königreich PreußeU.

Se. Majßstät dLrKönia haben Allergnädigst gerubt:

den Re terungs:B1ze:Präsidenten a. D., Geheimen Ober: Regierungs- ,ath W1llenbücher zu Posen unter BelaÉsung seines bishemgen Amtscharakters „Königlicher General: and: schaftS-Dixektor“ zum Direktor 068 neuen landschaftlichen Krcditverems für d1e Promnz Posen auf die Dauer von weiteren zehn Jghren, vom 1. Mai d. I. ab gerechnet;

den ordentl1chen Professor an der Großherzoglich Hessischen technischen Hochschule zu Dgrmstadt, 01“. Rudolf tukrm, zum ordentl1chen Professor m der philosophischen Fakultät der Akademie zu MY'mster; und

dsn biHYengn Großherzoglich badischen Anwalt Otto Laub zum Gar111s011-Auditenr zu 911161111611.

Dcr Königliche Hof legt heute für Se. Kaiserliche Hoheit den Erzherzog Franz Carl von Oesterreich die Trauer auf vierzehn Tage an.

Berlin, dßn 9. März 1878.

Der Ober:Ceremonienmeifter; Graf Stillfried.

Finanz-Ministerxsz, V e k a' 11 n t m a 21.11 g. * Auf Grund 1166 AllerhöchstenErka Svom 1. Oktober V.JS. (Gesc :Sammlung S. 225) mache ich hierdurch wiederholt daran aufmerksam, daß dis bereits durch Bekanntmachung vom 21.J1111i 1875 zur Einlösung öffsntlick) anfgerufenen preußischen Kaffenanweisnngeu 110111 2. Novembcr 1851, 15. De: zember 1856 Und 13. Februar 1861 a. in Berlin:

bei 1) der General-Staatskasse,

2) der Kontrole der StaatSpapiere,

3) der Königlichen StcuerkassE (Kasse der Königlickwn Di: rektion für die Verwaltung der direkten Steuern), dcm Haupt-Steueramt für inländisck)? Gegenstände, dem Haupt-Steusramt für ausländische Gegenstände, der unter d_e111 VorstLHer dcr Ministerial-Militär- und Bankommisxion stehenden Kaffe;

0. 111 den Provinzen: den chierungs-Hauptkaffen, den Bezirks-Ysauptkaffen m der Provinz Hannover, der Landeska e in Sigmaringen, den Kreiskaffén, den Kassen der Köpiglichen Steuerempfänger in den Promnzen SchleszHolstein, Hannover, Westfalen, ' Hessen-Naffau und einland, den Bezirkskaffen in den Hohenzoüernschen Landen, den “Forstkaffen, den Zaupt-Joll- und Haupt-Steuerämkern, sowie 9) den xben-Zoll: und den Steuerämtern nur noch [118 zum 30. März 1878 zur Einlösung ange- nommen werden, nach diesem Zeitpunkte aber ihre Gültigkeit verlwren, und alle Ansprüche aus denselben an den Staat erlöschen. Berlin, den 5. März 1878. Mr Finanz=Minifter. Camphausen.

Ministerium-dxr geistlichen, Unterrichts: und Med1ztnal-Angelegenheiten.

Dem Realfchul-Oberlehrer 01. Paul Emil Carl Ernst P1nlzger zu Retchenback) i. Schl. ist das Prädikat „Professor“ be1ge egt worden.

_ Justiz-Ministerium.

, Verseßt sind: 1161 StaatSanwalt Haucke in Luckau in gleicher AmtseiZenschart an das Kreisxzerickx in Cottbus, der StaatSanwalt uther in Namnbng a./S. in [eicher Amts- etgenschast an die Kreisgerichte in «chneidemühk? Schönlanke un„d Lobsens, mit Anweisung seines Wohnsißes in Schneide; muhl, und d6r KreiWerichtL-Nath Nachstaedt in Heiligenbeil als St_adtgemchts-Rath an das Stadtgericht in Breslau.

Dux n9chgesuchte Dienstentlaffung mit Pension ist ertheilt: denz _„Gehe1men Ober-Justiz = Rath, _ AppellationSgerichts = Vize- Prgstdenten 01. leter in Paderborn und hem Appeüations- ZFIS-Nath, Gehmmen Justiz=Rath Hirschfeld m Marien-

1.

Dem Kr616g611chts-Direktor Beisert in Kosten ist die nachgesuchte Dtenstentlaffung ertheilt.

Der KrerSgerichts-Direktor Ziegert in Samter, der Stadt- und KreYL erichts-Rat von Alemann in Magde- bzxrg, der Kretßm ter von ippel in Coniß, der Kreis- r1chter von Fa en_ow 111 Hoyerswerda und der Kreißrichter

erger in ort smd gestorben.

Berlin, Sonnabend,

KriegH-Ministerium. - Bekanntmachjkmg.

21118 den Zmsen der von dem Könßxkchen Hoflieferanten, Komm1ss1on§-Rath Hoff in Berlin gegründeten Stiftung, welche gegenwärtig aus 7800 „18 in zinstra ckden Papieren besteht, werden 11ach dem. Wunsche des Stißs'rs alljährlich am Ge- bzirtstage Sr, Majestät des Kaisers 11111)" Königs hülfsbedürf: t1ge Vetxranen der Feldzüge von 1813/15 und Soldaten, welche 1161 Erstürmung der Düppeler Wanzen invalide ge- worden smd, beschenkt.

Der zeitige Stand der Fonds gestattet es, nachbenannten 12 Vstcranen der Feldzüge von 1813/15:

Da_niel' Wal) nefried aus Kapfteinischken, Kreis PiUkaUen,

Fr1edr1ch Lange ans Prudimmen,“ cxeis Niederung,

Christan Ko1v1ß aus Postelau, ". _ Danzig,

Lohapn Berg auI Groß-Mausd reis Elbing, hrijtian Schulz aus Nkuenkirk-zxßzKreis Randow,

Friedrich Hinze aus Buckow *

ohann Michael Mertens ixuéOMHerg, Kreis Anger-

münde, .. ,

Friedrich SabaronZski aus TreyÉHrießen,

Karl Friedrich H0 fsmann achLaU ast,Krei€-Freistadt,

Johann Gottlieb Reichelt aus* _;*el:Lobendau,Krei-Z

Goldbsrg-Hainau, * ._.»-

Karl Liebig 11116 Königshütte, Kreisteuthen O./S„ PSWL' CasPar Braun aus Vejenßßr“ Kreis Lennep, und nachbenannten 4 bei Erstürmung hex üppeler Schanzen

invalidk. gewordenen Soldaten: “F?. ,

* ri-zdrich Grohn aus Schwedt .a. ,_ .L, _

duard Gutsche aus*Cottbus,

Karl Kriedrrck) Wilhelm SÖTFZUÄB aus Wolsckeu-

do , „Kreis Ober-Varnim, 111: 5

Lore 113 Hensdiek aus Katkenslro , Kreis Wiedenbrück, Geschenke 8 15 318 zu bewiixigen, welche den Genannten am 22. d. Mts. durch Vermittelung der betreffenden Königlichen General-Kommandos werden behändigt werden.

Dies wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis; gebracht. Berlin, den 3, März 1878. Kriegs-Ministsrium. Departement für das Jnvalidenwesen. von Tilly. „Wischhusen.

Die Nr. 10 der Gescß=Sammlung, welche heute ausgegeben wird, enthält unter

Nr. 8551 das Geseß, betreffend die Ausdehnung verscHie: 0611er preußischer Gefeße auf den Kreis Herzogthum-Lanen- burg Vom 25. Februar 1878;

- r. 8552 die Mi11isterial=Erklärung Über die mit der Herzoglick) anhaltischen Regierung vereinbarte Abänderung des Staatsvertrages vom 30. Januar 1864, bktreffend die von dem Magdeburg-Halberstädter Eifenbahn-Unternehmen auf: kommende Eisenbahnabgabe. Vom 23. Oktober 1877.

Berlin, den 9. März 1878.

Königliches Geseß=SammlungS=Amt.

Bekanntmachung.

Die Kandidaten der Baukunst, welche in der ersten dies: jährigen Prüfungsperiode das Examen als Bauführer im Bau: und Maxchinenfache abzulegen beabsichtigen, werden hier: durch aufgefor ert, bis zum 31. d. Mts. sich schriLtlich bei der unterzeichneten Kommisston zu melden und da 61 die vor- geschriebenen Nachweise und Zeichnungen einzureichen.

Wegen der Zulassung zur Prüfung wird denselben dem- nächst das Weitere eröffnet werden.

Meldungen nach dem angegebenen Schlußtermine müssen unberücksichtigt bleiben.

Hannover, den 7. März 1878.

Königliche technische Prüfungs-Kommission. Durlach.

Bekanntnxachupg für Seefahrer.

Am 19. d. Mts. begmnt 111 der Staats-Navigationsschule zu Flensbur die Prüfung zum Steuermann „für große (1611. Anmel- 7311119861;t ind an den Königlichen Navigationslehrer hobökl daselbst zu rt en.

Altona, den 8. März 1878.

Der Königliche NaviHationsschul-Direktor. e me.

Yichtamtsiches. Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 9. März. Se. Majestät der Kai] er und König nahmen heute die Vorträge des Milttär: und des Civil-Kabinsts entgegen.

- Ihre Königliche Hoheit die Prinzessin Friedrich Carl stzxttete gestern Nachmittag gegen 11 Uhr J ren Kaiser- ltchen und Königlichen Hohei1en dem ronprinzen und der Kronprinzessin einen Abschiedsbesuch ab. .

Se. Kaiéerliche Hoheit wohnte Abends der Vorstellung im Opernhause ei.

den 9. März, Abends.

187€?-

- Die vereinigten Ausschüsse des BundeSraths für das Landheer und die Festungen, für Rechnun Hmesen und für Elsaß=Lothringem die vereinigten Ausschüsse ür ZoÜ- „und Steuerwesen und für Handel und Verkehr, die vereinigten Ausschüffe für das Landheer und die Festungen und für Fusüzmcsen, sowie der Ausschuß für Zo = und Steuerwesen selten [)?-UW Sitzungen.

-- „„Im weiteren Verlaufe der gestrigen (16.)Siß111111 des Reéchstages begründete bei derzweiten Berathung des Geseßentwurfs, bctre end die Stellvertretung 623 Reichséanzlers, 3111111 | der Abg. [11.Beseler das von thm esteÜte Amendement, durch wslches er in keiner W611? dqs - ustandekommen des Geseßes u gefährden hoffe, durch den Hmweis auf die k011stitUtioneÜen Be enten, die Eine so weitgehende Yollmgcht, wie sie die Negierungsvorlage dem Reichskanzler m 1116 Hände gebe, erwecken müsse. So groß das Vertrauen sei, das er selbst dem Fürsten Bi8marck entgeZ-en- txage,'so könne 111011 doch nicht jedem seiner Nachfol er geses- [ich 016 Befugniß einräumen, eine ihm beliebi e ahl von sogenannten SteÜvertretern zu ernennen und ie Geschäfte unter sw zu vertheilen. - Hierauf begründete der Abg. Frhr. von Frunkenstein sein Amendement, welches lautet:

§. 1. Die zur Gülti keit der Anordnungen und Verfügungen des K.**._isers erforderliche Yegenzeicbnung des Reichskanzlers, sowie die GLZammtheit der sonstigen demselben durch die Verfassung und die Gejeße des Reichs übertragenen Obliegenheiten und Geschäfte werden im Falle einer Behinderung des Reichskanzlers Von einem

Stellvertreter wahrgenommen, Welchen der Kaiser für einen solchen

Fal] ernennt.

§. 2. Der Beginn der Sterertretung und die beim Wegfall .der Bsbinderung des Reichskanzlers eintretende Beendigung der- selben wir)) durch Kaiserliche Anordnung festgesteÜ-t.

„_ Er. se1 gleichfalls „11111 der Emennungjeines einzeLnen Stéllverkreters einverstKnden; dieselbe entspreche einem noth- wendigon Bedürfnis; und dem Sinne der Verfassung. Da- gegen müsse er der BestimmunL, welche dem Kanzler die Be; fug11iß gebe, mehrere Ste vertreter zu ernennen, ent- gegentretsn. Diese Art der Stellvertretung führe mit Noth- wendigkcit zu ReichZ-Ministerien, durck) welche die SteÜung des Vundeleathes 0118111111111) demgemäß der verfassungs- mäßig? Zustand der Reichsregicrung geändert werde. Die 11111816 Verbindnng der obersten Reichsämtsr mit den prenßisclzen Ministerien, namentlich die Personalunion zwischM dem Neichs-Fi11anzamt und dem preußischen Finanz- MinisteÜum halte er für bedenklich. Es werde unver- meidlich sein, daß dadurch die G6Fchäfte des Reiches vorzugs- weise im preußischen Sinne gefü rt würden, und daß man insbesondere bei den Steuervorlageu mehr die Interessen der preußischen als der süddeutschen Finanzen im Auge behalten werde. Schon ]"th bestehe in beschränktem Maße ein derarti es Verhältniß, wie die Tabakssteuervorlage beweise, die Süddeut ck: [and in viel härterer Weise treffe, als den Norden. Er hoffe deck:- halb, das; der bayerische Bevoümächtigte, falls die Vorlage wieder an den Bundesrath zuriick gelange, seine Zustimmung nur zu der Ernonnung 611165 e i nzige n Stellvertreters geben werde.

Der Ab . 131. von Gräveniß legte dar, der Gesetzentwurf stütze sic!) au? die Gewalt der Thatsachen und anf die durch Er- weiterung des Geschäftsnmfanges eingetretene Nothwend1gkeit der Stellvertretung. Die Fassung des Gesetzes beruhe auf einem Kompromiß und sei im Bundesrath, gegenüber der ursprünglichen Vorlage, zu größerer Bestimmtheit im Einzel- nen außgearbeitet worden. Unzweifelhaft liege die Stellver- tretung im Geist und Sinn dEr Verfassung; hätts man bei Berathung der [LYWWU die Stellvertretungsfrage diskutirt, so wäre damals kein Widerspruch dagegen aufgetaucht. Man könne sogar sa en, daß die Stellvertretung schon im Artikel 15 der Verfa ung liege. Jeßt, nachdem die Zulässig- keit der Vertretung in einzelnen Gebieten, namentlich der Kontrasignatur angezweifelt worden sei, sei man auf die Re; gelung der Angelegenheit durch daS Gesetz angewiesen. Dieses Gesetz bewege sich durchaus auf einem kleinen Theile des (He- bietes, welches bereits verfassungsmäßig dem Kaiser zustehe, Es bedüZFe aber nicht einer geseßlichen Bezeichnung der- jenigen emter, bei denen die Stellvertretung statthaben 70116; die Konservativen theilten in die er Beziehung nicht den Standpunkt des Abg. Hänel. (,s handele sul) ier nicht um eine Organisation, die ein Lebensprinzip der er- fassung betreffe, MY um ein Eingreifen in die alXeinige Ver- ant1vortlichkeit des eichskanzlers. Diese ber'uße mcht 111 der Kontrasignatur, sondem in seinem Amte, DW 6 Verantwort- lichkeit gehe mit über auf die aUgßmetpen und besonderen Stellvertreter, aber die Verantwortlichkeu des Rei skanzlers bleibe unberührt. Ohne die e dauernde Verantwort ichkeit sei die Handhabung der Verfa ung, überhaupt nicht zu denken. Gerade durch d1eses_Geseß trete eme erhöhte Verantwortlichkeit des Reichskanzlers em. Gegen den §. 3 der Vorlage sei ein Einwand erhoben worden, 1yelcher die Lebensfähigkeu des Verhältnisses zwische_n' dem Ne1chskanzler und den Steleertre- tern bci deméederzetngxn E1ngreifen des Kanzlers in die Ge- schäfte bezwe1ele; aÜem Welser Einwand könne eben so gut gegen die bestehsnden Verhä tniffe geltend gemacht werden. Die Thätigkett des Reichskanzlers gipfele in dem Verhältniß 11 dem höchsten Träger der Macht; dieses Verhältniß finde ?einen Ausdruck in der Kontrafignatur, und die leßtere habe