des Landrgts auf EinsprüÖe geqen die Richiigkeit einer Abteilungs- liste beschließt der Regierungsvraßdent. „„
BLZ cinzelncn Ncnwablcn, die innerhalb emes Jahres na der leßten allgemeinen Wahl stattfinden, bedarf es der neuen Aufsxe ung und Auslegung der Wahllistcn (Wahlerliste, Abteilungsuste) n1cht.
1 . Dc Ta dcr Wa [ wird von dcm'Ministxr des Innern festge cßt. 9311233113111 sindhzur Wahl durch or16ublichc Bekanntma ung zu berufen.
„H 15. T:»; WahlVorstcbcr ernennt aus der, Zahl der Wählex des ' .' 1 ' ['s e s Beifißcr sowic e1ne11'Protoko11f1xbrer, FWF 11l11kiztlkiklk73m 388€; TZahslÉrstand bilden, Und verpfl1chtct _fie mittels Handschlags an Eidesstatk
16.
Die Wahl erfolJt durch (SÖtimmgcbung zu Protokoll nach den ' d 111 .* -
VorsFintranFxtY akZdTrr 1123111585110 abgegebene Wablftimmcn sind
ungültig.
§ 17.
' ndet cntwédec in gcmeinschaftliclyer Vcrsammlnng zn [)LstjZQLchVJZZe (Terminsnzabl) odcr_in eiyer nach Anfangs- und Endtermin festzuseßenden Abstnnmungsfnß (Fr1st1vahl)„statt. '
Abkcilungen, diethF) HMF mehr Wahlcr zahlen, konnen in Ab- ' „Z [ en e et LT 811. stunangÉxtritbeezßrkM, die ans mcHrcrcri Ortscha tett'bksfehen, kann je 111171) der Oertlichkeik und dcm Bcdürfmffc die bstnnmung 111 den einzelnen Ortschaften angxordnet werdcn.
Ucber die WÜÜTVUÖMUUUI Mrd ein Protokoll aufgenommen, das der Wahlvorstand Vollzieht. _
1 . Dcr W_nl)lkon1miffar fiir jüdcn Wahlbezirk wird von dem Regierungsprastdeuten ernannt.
§ 20, _ Der Wablkommiffar beruft zur Ermittlung des Wablex ebmßes ür den Wahlbezirk mindestens sechs und höckystcys zwolf Wa ler es ablbczirks, dis cin 1111111ittrlbarcs Staatsamt mcht bsklcxidcn, 111 den ngsort zu einem Wablaussckyu *: zus_ammcn und verpfltcbtct ste als BStsitzcr mittels Handsäylags (111 („idesstatk " Anßcrdcm ist ein Protokollführer, der ebenfalls „Walser des YablbczÉkö skin 1n1tsx,chk1118r Beamter fem darf, zuzuz1ehcn und in ei Lr 5 61 c 11 Ver li en. , (; chDcr 3111171th 311 Ym Raume, in dem die Ermrttlung des Wahl- Lrgkbniffcs statt 'ndet, steht jedem Wähler dxs Wahlbezirks offen. Ort und Zeit der ablcrmittlung find2 1Vorher offentltcl) bekanntzumachen.
W ler ebnis wird festgeftcllf, indxm für jede Abxeilu11g
csonécé? dieahZalIl der im anzen Wakxlbeztrk ab cgeben gulttgen
1111111an ermittelt und der auchden Kandrdatcn Lntsa ende St_tmmen-
anteil nacb Hundertteilen der tim'mcn berechnet w rd; Gewablt ist,
wer im D111chZchnitte der drei Abteilungen mehr als funfzig Hundert- teile erhalten at. ' _
“bt keine solche Mehrbett so fixidet unter den berden
KandciYFtlen, EZM Stimmenanteile ibr/am nachsten gekommen smd,
[ ttt. „ eine IZerTGIlZabbeZ-ta der Stimrztenanteile entschc1det das durch die Hand des Wal) kommissars zu, z1ehZ112de Los.
Ueb r d' Ver andlung zur ErÜittlung des Wahlergebnisses ist ein ProtßkoäeaufzuLehmep, das FeZZWahlausscbuß vollztebt.
D ewäblte Ab eordnete mus; ' 1ch über die Anxmbme oder Ab- le num;r 8er Wahl gge en den Wal) kommiffar exklarxn. Eine An- na mccrklärung unter rotcst oder Vorbehalt sonore drs Nichtabgabe einer Erklärung binnen cincr W011 S,. 11011 dsr Znstellung der Bénach, richtigung 11er die Wahl an 9816 211121, g1lt als AblkhnUng.
Die Wähler find Verpflichtet, das Ebreriamt des Wa ldorstebcrs sowie das des Protokollführer?) oder eines Bclfißcrs 1111 Wa [Vorstands oder Wahlaussckynß zu Übernehmen. . '
Zur Ablehnung ist berechtigt, war das fünfundsLXLUste Lebens- Ya?r überschritten bak, oder durch Krankheit, durch wesenheit in rngenden Priyat efckyäften, durch Dien tgesbchäfte eines öffentlicben Amtes oder dmx) sonstige besondere er altniffe Verhindert ist,
welche nach billigem Ermessen eine genügende Entschuldigung be- gründen.
Wer die Ueberyabme dieser Obliegenheiten ohne ulässi en Grund ablehnt, oder sich lhre]: Wabrnehmnng ohne ausreiclocnde nrx uldi- ßqutentthHt, kann mik emer Ordnungsstrafc bis zu dreihunder ark ?. (: Wer en.
JWird nachträglich eine genügende Exitsclxuldiguxt geltendgemackpt, so kann die vkrliängfe Strafe gan odxr te1lwetsc zurn genommen'werden.
Die Festssßung und die 311111111111me der" Strafe_ steht 111 Land- kreisen 178111 Landraf 'in Stadtkreisen dem Bur srmerster zu. Gan seinc Verfügung 111 511111811 311161 WVÖLU 1,19, der Zustellung) ,s- sch1€ck§rdc an den Regierangsprafidcnten zulass1g, welcher cndgulftg ent cidet.
, 25.
Wer die in den Wähler- KW Abteilungslistey 01110111th211 An. gaben 1":er die Stsner- oder EinkonmmnSVexk)altmsse 2111138 Wahlers zu anderen als Wahlzwecken öffentlich Verbre1tet, 1v1rd m1t Geldstrafe bis zu 1500 „% bestraft. _ .
Die Verfolgung tritt nur auf Antrag des betroffenen WaHlers cm.
2 . * Die Kosten für die Druck ormulare zu den Wahlprotokollcn und für die Ermittlungcs Wahlfcrgcbniffcs in dex1 Wahlbezirken trägt der Staat, a11e ubrigen Kosten tra 211 die Gcmemden.
7.
Die 116 Er_en VorsÖriften zu§r Ausführung dieses Geseßes hat das Staatsmims ertum 111 einer Wahlordnung zu erlasscw ' Artikel 111.
Artikel 115 der Verfassungsurknndc triff außer Kraft. . Artikel 17. Beixmzelnen Neuwahlen die vor der nächsten, nach dem Jnkra k- ÜWWU Wses G51882s„stattfii,1dende11 allgemeinen Wahl erforderchl) re bisherigen Vorschriften zur Anwendung.
werden, kommen d Diesem GL 2 ent * . " b ', gegeben: 1 13 wurf ist folgonde Begrundung et-
DZWÖ. das ©le vom 28 111111906 betreffend Vermehrung dLr MÜIÜLdür ,dks Läuses der ngcordncten 1111d Aenderung dxr LaydtangabWezirke und Wablorte Gesetzsamml. S. 313), Hat die E1n1e1l1lng der a11dtagswa1)lbczirke nicht unerhebliche Aßnderangen Mahr?!» 8 wurden unter Vermehrung ,der MIt“ 2311181618151 dcs .lbgeordnetenbauses um zehn none Abgeordncte eme »Ihr von „Landtagswablbezirken, in dcnsn die ordn11rigs- ma'tgc Dur fahrung dcr Wablsn ni 1 mehr ge'ßcbcrt crscbtcn, gxtmlt, und 111 MMU, 28 Landra swah! czirkc umgc faltet oder neu UUJZUÖÉÜT In 25 w€1teren Wahl czirken Wurdcn dthablorte nnter BkkUkksUkaJUUi] ,d“ 119811887311 VorksbrsvkrlÖltniffE Verlegt. * „ 28,308!) erging 6111 YWlecsnGcscß vom 28.I1111i 1906. betreffend Aban erung dcr Vorsclpriftcn ubcr "cas Verfahren bei den Wahlen SUM MYC der Abgeordneten (Gescßsamml. S. 318), dur wclches das a [verfahren vxrxinfacbt Wurde, um auch unters wierigen VLkbältni en ordnungsnxaßtge Wahlen zu fiebern. ' ,
Dre orscbri ten ubxr das materielle Wahlrecht, deren VerblKfferun „16111 in 9111811119 Fcnoznmcn ist, fil1d in der Verordnung vom 30; m 1849 über die 9 11sf11brun dsr Wahl der Abgeordneten HUT Zwecken Kammer (Géscysamml. S. 205) und den zu ihrer Ab- ÜUÖLUMJ nnd Ergän ung erlassenen Gasoßcn enthaltcn. Nack) Arnkcl 115 der Verfa 1111 önrkundc' 110111 31. Januar 1850 (Gesc - Yamml. S- 17) stehen die € VVksÖklsten an Stelle des in Artikel 2
“7 kafassung in Aus 1c1 t cnommßnen, b" ' [. Ieseycs in Geltung. 1" ) g 15521 mcht erlassenen Wal)
Die Verordnung vym 30. Mai 1849 ist in'sämklickpxn, nac?) dcm Erlaß der Velfaffungsurkundc mit der Monarch1_e vcremt ten-«andes- teilen in Kraft gase 1 so durch das inteximist1schc Wa lgcicß vom 30. April 1851 ( efeßsamml. S. 216) 111 den Hohenzollernsckxen Landen, durcb Gese Vom 10. März 1869 (Gescßsamnil. S. 481) im Gebiete der Erwer ungen des Jahres 1866, durch F 2 Abs. 2 des Gesetzes vom 23.J1mi 1873 (Geseßsamml. 1698 M ?crzogtum Laucnbnr und durch 1§ 10 des Gcscßcs vom 18.Fc ruar 18 1 (Gcseß- samml. EZ. 11),a11ch 111 Helgolankdx '
Auch die Watcriellcn Vorsckyristcn der Verordnung haben se1t 1891 Aenderungen erfahren. Das Gsscß vom 24. Juni 1891 (_Gcßßsamml. S. 231) bestimmte, um den damals befürckztetkn un gnstigen Em- wirkungen' der Staatssteuerreform auf die Abteilun s tldung vorzu- bkugen, daß für jede nicht zur Einkommxnstcusr heran agstc Person an Stelle dicser Steuer cin Steuerbetrag von 3,16 zum An a_ß_,zu dringen und die Abtkilungsbildung, anstatt, wie bisbcr, rcgelmaßig m den ganzen Gemeinden, zukünftig für jedcn Urwablbe'sirk besonders vorzu- nehmen sei- Das Gesc“ vom 29. Juni 1893, ctreffend Yendxrung des Wahlverfahrens ( Lscßsamml. S. 103), beließ es hierbei und
“eb weiter vor: sch 1) daß bei der Abtkilungsbildun nicht 111er nur die direkten Staatsstenern aÜein, sondern, [)(LUPFÜÖlick) 11n1c1uch dcm unbeweg- lichen Befiy den ihm zukommenden Einfluß bei dcr AbstnFung dcs Stimmgewicbts zu ficbern, die yon dcn Urwählcrn zu entrtclptxndcn direkten Gemeinde-, Kreis-, Bcztrkse und Prodinzialstcuern 11111 zu- grunde zu legen find; „ .
ds; wo direkte Gcmsmdcstsuern 111cl)t erhoben 1136111611, an deren StoÜL dietvonst ll(Staate Veranlagtc Grund, Gcbaudc- und werbe teuer tre en 1) ; ' Ge 3) dsaß Urwähler, MW)? 311 611161." Staatssteucr nicht Veranlagt sind, in der dritten Wählerabteilung z1_1 wählen haben, und .
4) daß, alLs fich infolgedc en die auf die 81118 und zwe1t_e Ab- teilun entfa ende Gesamfßcnxr 111111118 vcrringcrt, bei der Bildung dieser bteilungen Vonder 11111111 11c15211dc11 Sztnnne der ersten und der zweiten Abteilung je d1e Halfte z11511rechx1c11 111.
Durch das Gcseß Vom 2. Juli 1900, öctrcffcnd Aendcrung des Verfahrens für dis Wahlcn z11111Ha111c dsr Abgeordnetcn in 11811 obeuzollcrnsckycn Landen (Gcsxxsamml. S. 245), wurde ferner d1e ancchmm der in dtescm Tem dkr'Ykonarcbie nunmebk zur .Er- bcbung gelangenden oder Yeranla?xc11direktcn Staats- Und Komrmknal- abgaben Vorgeschrisbcn,_n1a_brcnd nr Helxwland bereits im Gyselß Vom 18. Februar 1891 die (811118111111 der Urwahler 111 die drei Abtei ungen nach der dort aÜein zur HL "UI Islangendcn Gemeindeeinkommcn- steuer angeordnet war.
Das Wablsy 12111 der Verordnun dom 30. Mai 1849 beruht auf der au 111 'der, Verfassung (? rUkel 71, 72 dor ezcich- neten Grundlage dex Emtetlung der Wahler nach 1 ren teuer- leistun en in drei Wahlcrabteckungen, Von dmicn ÉLÖLÉTUUÜÜBÜÖ ein Dritte der anzurcchnend_en Gesamtstcucrsumgnq (1 cr ählcr des Ein- teilungsbezirkes auxzubrmgen U11? gklmdsaylicl) durcb Entsendung gleichvieler Wablmanncr 21111311 glctclpcn Einfluß auf die Wahl der Ab. geordneten auSzuuben at. Dl€,Wa[ckl bei diesem Systcm ist indirekt, das Wahlrecht ab € tuft. DW Stimmen der Urwählcr kommen nur mittelbar dur den Von 1511211 8111111511811 Wablmann _ 8 einen auf 250 Seelen dcr Bevölkerungszahl des UrWahl. ezirkes - bei dex Abßeordnetenwabl zur Geltun ; das Stimmgewicbt der Wähler bemtßt s1ch na d2r_Za1)l dex irwäblcr, mit denen ße ei der Wahl der ablmgnncr 111 einer Abteilung zu- ammen zy wablqn haben; Es ist um so größer 'e geringer die Zahl dieser Mitwahlcr ist, und, da die Zahl der Ho besteuerten naturgemäß geringer ist, als die der niedrig oder gar nicht be- steuertcn, größor in jeder 1113118an Abteilung «15 in der nächst- niedrigeren. Jm (111an Sfaatc hatten nach der Wablstatistik bei den LandtagSwa [811 Von 1908 Von insgesamt 7 682 721 Ur- Wählern 293 402 (3,82 0/0) in dsr 1., 1065 240 (13,87 %s 111 der 11. 11111) 6324 079 (82,32 0/0) in der 111. 5111112111815] 311 wä 1811. In jedem der insgks 111111 29 028 Urwablbczirkc gehörten durchschnittlich 10 Ur- wäbler der 1., 37 dkr 11. und 217 der 111. 5111310111111 an. Isdex Ur- wablbezirk batte d1trchschnittlich 4,7 Von den 137 9605 alylmänncrn zu wählen. Auf sämtliche Urwäblcr kam 1111 anrcclynungsfäbigen Stenern ein Betrag von 599 523 596,04 „ckck, von dem 2215274474311,“ (36,95 0/9) der 1., 191 710 080,57 „16 (31,98 0/9) der 11. und 186 286 068,04 „46 31,07 0/9) der 11]. Abteilung zuficlen. Unter den Urwählem befanden 161) 3 613 951 ntcht_ zur Staatseinkommcnsteuer veranlagte, für die in en Wählerlisten xe 3 „M fingtcrte Einkommensteuer im Gesamt- betra e von 10 841 853 .“ zum Ansa? gebracht waren. Von diesen Urwä lernLZebörten 3476 249 mit 0428 747 „zs fingierter Steuer zur 111., 1 ' 709 mit 386127 „44 zur 11. und 8993 mit 26 979 „js zux 1. Abte1lung. Der dur schnittliche Gesamtsteuerbetrag eines Ur- wablers betrug 755,03 „“ n der 1., 179,97 „15 in der 11. und 29,46 „16 in der 111. Abteilung, überhaupt und ohne Rücksicht auf LFGYHZFTWWM 78,04 „16, in den Städten 114,03 ck11, auf dem Lande
AbweiÖend Von der Verfassungsurkundk rcgelf die Verordnung vom 30.Mai 1849 die'VoraussLHnngsn der aktimxn Wahlberechtigung. Während in der Vengffung (Artike170) das Recht zu wählen grund- Zäßlicl) an dlL Bcfa igung zum Gcmcindcwablrcckyte geknüpft wird,
craft § 8 der Verordnung zum stimmberc tigten Wähler jeden
sclbständi en Preußen, Welcher das 24. Lebensja r vollendet und nicht den Voll efiß der bürgerl1chen Rechte mfolge rcchtskräftigen richtsr- lichen Erkmmtniffes Verloren bat, 111 der Gemeinde, 111 de_r er seit sechs Monaten seinxn WYnfiß odcr Aufenthalt hat, sofern er nicht aus öffentlichen Mitteln rmenuntcrstijxxnng crbälk.
Bei einer Rcfor1n_des Wa [rechts auf den Grundlagen der Ver- fassung tritt, dgher znnakbsxdie rage bcrdor, ob zu dem verfassungs- maßigen Prinlzip der Y_nknupfung dgs politischen Wahlrechts an das Gemeindewal) recht zux11ckz11kehren_ sein wird. «Hiervon ist abzusehen, wcil es (111 einem gle1chmafzig fur alle Gemeinden in der ganzen Monarchie geregelten GememchablrcÖte fehlt, und keine Aussicht besteht, zu 131an solchen zu gelangen.
Sollen die:“. in der Erklärung dcr Königlichen Staatsregierun vom 10. Januar 1908 (S1811ng.Bc1-. Abgeoranqus Sp. 38112§ in Aussicht gesteÜtcn und 111 der Tbronrcdc dom . OktOÖLr 190 ür eine nahe Zukunft verheißenen Aenderungen eine organisckée ortbildun dcs dcrfassunxxsmäszi cn Dreiklasscnwal) '- ystems entFaltcn, so 1 eidck ei der &ckan der Mög1ichkciten zur Durchfübrun “dich [aus der chankc von dornberein aus, zu einem naß) crufsständcn gegliederten oder zu einem Proportioyalwal)[system uberzugxhcn. Mit der Einführung eines dicser Systeme würden _d1x Grundlagen, auf denen jeßt da? preußische Wahlrecht ruht, vollig verlaffxn. Es würde fich dabei mcht um eine Fortbildung, ondcrn um eme Be- seiti 1111? des Bcsicbendcn Handeln. Daher erü rigk 85111? (11111), auf die en baren Gcstalf1111kgen, die Möglichkeiten der Einfuhrung _und die vorßusficbtlichcn Wir ungen solchcr Systame an dieser Stelle naher 8111311 6 en. 1111; ein sogenanntes Pluralsystcm, bßi dcm dM einzelnen Wählern neben einer Grundstimmc nach gcwlffxn Merkmalen noch eine oder mehrere Zusaßstimmcn gewährt wcrden, ist von „dem'gcltenden Dreiklaffensystem 111 den Grundlagen ' verschikdkn- U dxescm as nicht der einzelne Walxlcr cin vcrscbicdcnßbcwxrtctcs Stnnmrk; t, [ondcrn die Wählerabtcilnng, dcr crfemgebort- 1( "„Ab der St_arke bret Wähler ahl: jeder Wabler hat 111 der Gruppe, m der er wahlt mit seinen itwäblern ?lcichcs Wahlrecht. Beim dagegen wird jeder Wäb er nach dex Voraussetzungen_ der Pluralität, die er erfüllt, binfichtlick) seines Stimmgchkbks gegenuber seinen Mit- wäblcrn Verschieden bewertet. , , , , Aebnliclye Wirkun cn im Gcsamtergcbms, w1e dre cincs Plural- wablreckyts, werdcn aßcrdings an? dem JLUM'OM Wahlsystem 111111)- erccbnct. Solch? Bcreckpnungep chbkn auf Her im allgemeinen eincswcgs zutrcffcnden Voraussßwmg, das; M an Wablchabl schwächeren oberen Abteilungcn bci dex Abgeordnetenwakzl regxlm ßig die erheblich zahlreicheren 111. nglcrabteilungkn_ gbcxstimmten. Solche *Fällc bilden aber, wie durch dtc LandtagskVablstattstik erwiesen
Mehrstimmenrecbk
wird, die Außnabme. Ein Uebérsiimmen der 111. Abteilun durch die beiden oberen hat im Durchschnitt des Staates nur in 1 ,139/9 der Urwablbezirke staftgefundcn, und selhst in Berlin, xvo diese S_teüung- nahme der Wählerabteilungen gegeneinander bei weitem am“ haufigsten in der Monat ie zu beobachten war, Hat ße &!) nur auf d1e'Mmdxr- ahl der Urwa lbezirke (40,31%) erstnckt- 1e Wahlstanfnk er iht Lerner mit S1 crbeit, daß bei dcr gro cn Mebrxabl aller WaÉey auck) die abstimmenden Wabler der 111. btetlung m ihrer Mehr kit auf seiten dEr gcwäleen Abgeordneten gcskandcn haben _und daß diese Wahlen Mehrhsitswablen, nicht sogenannte Mmderhertswablen
ewe cn md. g sJn Ter Theorie würde ein luralwalplrecht, welches ,imstapde wäre, Heben Wähler nach dcm aße seiner Bedeutung 1m wirt- schastli en, geistigen und olitischen chen des Stcxates zu xrfaYF und sein Stimmgewicht na diesem Werte „des Wahlers fur Staatswesen zu bemcffen, dcr Foxdcrung EMCS gerechten und Vol]- kommenen Wahl ystems am meisten en pxecben; An der Un- mö li keit der UIflendung objektiver Ma ta_be fur die Bemeung diess ertes dcr“ äblcr scheitert jeder 6111161) dex Verwirklt ung eines solchen Systems in eincm Staate von den Großengbmeffupgext, der historischen Entwicklung und der_ Ver] tedenartingt der Vcrhältniffe Preußens. Eine rcichgegl1sdcrte_ bstufunß dW Mchrstimmenreckpts, die 111) dem Aufbau 1761? stagtluhen (Hes? schaft ms lichst anzupassen str; 1, würde niemals zu 121an hkfr1ed1genden Ab chluffe gelan 811 können, da dic Entwicklung nicht stiÜitck)? und Hie Gliederun dcs timmrechts ihr zu fol cn suchen müßte. Ein Mehrhcn- stimmenre tmit nur Wenigen, umfaßenden kpluralitätszzruppen aher würde dcn glcich€11Anfechtungcn wtc das KlaHnsystem ausgeLeßt sem. Und diese Angriffe würdcn gcgcn cin fol 85 yftem mit me rGrUnd erhoben werden können (116 118an “17138 laffensystem. Das Plural- wablrecht bewertet in Wirklrchkett dre Wabler nach Merkmalen dcrscbt-xdcn, deren billige und gereYte Wirkung gxgxnübet dem einzelnen oft be- zwei elt werden kann. „691 68 das poltttscheqUelZergewicht in die sHand der 6512an Wählerschi ten, so kommt dermemtlicky die breit? Ma 18 der Bedölkcrun nicht zu i rem Recht, xms w11ch entwicßkeltes 1111111- wablrecht (1 er unterscheidet fich 111 sc1yen 1rkungen nicht we 21111111; von einem Wahlrecht mit gleichen Stunmexi. Der ausschla gebende Einfluß und diE vsrmittelnde Stellun Umsehen den' wohl abendcn und den unbemittc'lten Schichten der Wolferung, d1e dgs heutige rcußisckyc Wahlsystem dem bürgcrlichen Mittelstande verleiht,. laffxn Hob 111 einem Mcbrstimmenrecht nieht ayxeckyt erhalten. DU? W11- 11ngen der in Geltung stehenden staatli cn Plurcxlwablrechxe sind überdies seither noch so wenikx erprobt, ,daß es einen Schritt ms Ungewisse bedeuten würde, wolte man dtcsen Vorb1ldecn unter den durchaus verschiedenartigen Vkrbältinffcn Preußens folgkn. Hiernach wird die Durchführung der in Aus'icht genommencn Re orm in einer Verbesserung des beste enden Wahl- sy tems unter Beibehaltung icinßr wejerztlickykn G'rupd- lagen zu suchcn, von dcn Män eln auSzngeben )ein, die bei smner Anwendung gegenüber der fort?chteitcnden staatli en Entwicklung beworlretkn, und erwogen Werden müffen, durch Wel e Einrichtungen des Systems fie Verschuldct werdkn, um danach die Mittel zur Abhilfe zu nden. fiCine Vermehrung der Wäblcxabtcilun cn wird dabei nicht in Ausficht zu ncbmcn sein. Sie wurde die Sxywicrigkeiten des Wahlverfahrens vergrößern und _doch die ten exe mid vielgcstalfigeke Entwicklung des Erwerbslebcns in neuerer ett mcht zutreffend er- fassen. Bei der Einrichtun eines Vierkla eysvstems insbesondere wurde die olgc nicht eine täranZ,„€onderzi eme Verminderun des Einflusses er mindcrbemittechn a lersch1chten sein, da die nge- ?örigen der jeßjgen 111. Abteilung 11111 nur__ctwa 3/10 der Gesamt- teuerleistunßen im wesentlichen auf d1e zukunftige vierte Abteilung beschränkt [) eiben. Das [vürde zu e_incr Entwicklung dcs Systems in plutokratisckyer RiZtunJ fuhrM. DWS“ kann nicht erwünsclyt sein. Uebar dic ir 1111 en des bestehendsn Dreiklassem-
111811er 18 in diesér Ri „Tung ist zu bemerksn:
Selb 1. in Berlin überstisg nach der Wahlstafistik von 1908 das durckpschntitlickyc staafsstcucrpflichti e Eißkommen, mit dem 1311! wirtsäFftliche LEistnngsfäbi kkii dcr ("111121 “1111 aUgemeinen am rickytigstcn erst: *1 wird, bei den 5181111 cm der 11. Abteilunxz in mehr als dsr Hälfte der Urwahldezirke nicht den Berra Von 3300 „45, m mehr als F der Urwablbezirke nicht 6500 ckck. Jn der ebrzabl der Urwablbe itke des Lanzen Staates betrug dicscs Durchschnittscinkymmen nicét über
800 „“ auZ dem Lande nicht über 1500 ck und 111 den Städten nur wenig 1113er 700 „46. In 2 aller ländlichen Unvablbezirke erreichte es nicht die 0Föhe: von 2100 „zs, in F der städtischen m t 4500 846, und mit 33 „“ JabreScinkommen wird bereits der Hö stbetrag des durchnittlichen Einkommens dcr Wähler 11. Abteilung in- erheblich mehr als F aller Urwablbezirke des Staates erreicht.
_ Die böchstß Gesamtstcucrleistun der Wähler111.Ab- tctlung stieg 111 weit mehr als der älfte aller Urwa lbezitke (16 111 ni t über 75 „14, in mehr als ? der Urwablbezirfe 21859) mxbt 11 er 1 0 „M, d_1e der Wähler 11. Abteilung in mehr als dcr
alftc der Urwahlbeztrke (14 706) nicht über 250 .“, in mehr als
der Urwalylbezirkc (22951) nicht über 500 „16. Diese: Gesamf- teyersaZke _ents rechen einer Höhe des Einkommens von «- nach dkr obigen e1hen olZc - 5615116118 1800, 3000, 3600 und 6000 „js. Wabler mit hochstens 6000 .,“- Einkommen beberrsckpcn danach mehr als ? allsr 1_1., solche mit 1113117116118 3000 znehr als ? aller 111-A1111311UUJCU, und 3600.“ Einkommen genügtcn m mehr (1 s ,der Halfta aller anablbczirke schon, um (111 dkr Spiße der 11. Abteilung zu stehen. In dar 111.Abteilung übcrsfieg in weit mxhr als der Hal tc dcr Uerlbcznke das hierzu nötig? Einkommen mit 1800.16 111 1 den Jahresbßtrgg des Verdienstks, den gelernte ArcFlelietrcrUY Fl? lx?ten(§c(1)l§§cn vieltsacl)k esrzielx baden, und in 1111 _ . r a ez1r € 981111 € ie es inkommen au on Eur 1221)? éFchsstbesMYF der 1]. 5Ilbkßtcsilcßng. ck 7 u 18 en 6 e unßen crgit 1 , da die viel (1 en An riffs auf das bestehexide Wahlsystem wagen pluto ratiscbet fZchkirkun eZ auf der Verallgemcmcrung Von A11§nab1neerich€inungen beruhen, ie ür die Gesamtwirkung obne, wesentlicbc Bcdcutun smd. Sie um en fich bemexkbar besonders m_ dcn einzelnen Urwahlbezirken, seitdem der thokratifierende E1nflus?_ubermäß1g ober Steue-rleistungen einzelner gbler durch die_ E1n11hrung dcr bteilungöbildung nacb Urwabl- bezirkerx auf deren ortlt e Gren en be! ränkt worden ist.
D1e1€ Einrichtung (11 'au die o en Wählerabteilungen it der Enfrzncklung ungewöhnlub roßcr Einkommen, Vermö en un SZeuerlUstungen, Welche da]? 218111 chaftsleben der leßten Ybrzebnte m1t „fich gebracht bgt, cht fur die ("1 ler leichter z1l1lgängli gema? als 111, ckTeubercn Zetten. Jn disser Ta ache findet (: erdmas aucb !) e exbcbli „€ Besxemng dar wirtschaftlichen Lage der arbeitenden Klafs?"- dte fich 111 ,der clben_ Zcit vollzogen hat, ihren fichtbaren AUMA!“ Es uznfaßte dle, 1- Wahlcradtcilung 1888 nur 2,65%, 1908: 3,82 0/0, M 11. Abte1lung 1888: 8,96 111., 1908: 13,87 0/0, die 111- Abwlung 1888: 88,39 0/9, 1908: 82,31% dcr Urwähler- .
Der starke Anteil dcr 111.Abteil1m an der gesamten Wahlerzabl hat zu der Annahme gcfü rt, daß das 3311511 fk?!" dk? blk“? M99? der Bevölkerun Von wirk amem Einfluß auf lk Wahlen MATURE“)?- Dczß in Wirkli keit die Wahlmänner der 111. Abteilung nur 111 einer kleinen MinderzaHl der Fälle bei den Abgeordnetenwahlen 11011 dcn Wablmännern der beiden anderen Abteilungen UbkkstMW MWM, 111 bercitS dargetan. Die Wablsiatkskik erweist ferner, MJ dix- ".'“1111'118'11'11611112 Anzahl :dcr Abgeordnefcn mit Mehrheiten dcr SanmM (1116! drei AbteilunZghen gcwäblt worden ist, Von den 443 Mrtglicdsm des Hauses Valven 4 im Jahre 1903 M MebkbeÜ der Wäblmänm'kstimmen der 11.Abteilung, 356 die der 111. erhalten- 271 Abgsordneje dereinigtcn neben mehr als F der Wablmänneksümmün dsr bciden odere'n Ab: teilungen, die ihnen allein 1ch0n *G*-'" SW_J 118121111111 11.111911 würden gr_ößtcnteils aueh die Mebkbslt dkk Wabimanncr 111111nc11 “dcr 111.218: te1lung auf ?ck Unter ibn?" 595119?" NÖ ("1110111111111 11111 24 bei denen dies ni t erFalxwar, Und 11111131 dikicn 11111 8, die wéniger YS 1 deruWsT JWÉÜMÉW 11; 1d11. Abteilnng krbalten haben-
iee äenn , crasi* . nalnsneFder Wählerabwlnngxn ;" ? ciner mankbrWn SteUun
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