1878 / 108 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 08 May 1878 18:00:01 GMT) scan diff

und EM. C f, Schlüpers, Sec. Lt. vou dems. Regt, zum Be. Lt. örde v. Schenck [, Premier Lieutenant vom Gardo- Regt. Nr. 2, unter Kommandirung "als Adjut. zur 2. Garde-

. Orig., v. augwi , Pr, Lt. vom 3. Garde-Greu. Regt. oelker, . vom en. Re Nr. 2, dieser unter Komman- dinmg als djut. zur 14. Inf. rig„ Taubert, Pr. Lt. vom Gren. Re t. Nr. 12, unter Beförderung zum überzäbl Hauytmann, Br. Lt. vom Jux. Re t. Nr. 25, unter Kommandrr. als

. S _ulen, Neumeister, Pr. Lt. vom

Inf. Regt. ') r. 69, unter Kommandirung als Adjutant zur 15. In- anterie - Bri ade, v. H o r n e m a u n , Premier - Lieutenant vom fanterie - eaiment Nr. 76, unter Vetseßun in das

f. Regt. Nr. 75, Lißmann, Pr. Lt. vom Inf. eg. Nr. 93, Schulze, Pr. Lt. vom Inf. Regt. Nr. 95, Becker, Pr. Lt. vom Gren. Regt. Nr. 110, Lorenz, Pr. Lt. vom Inf. Regt. Nr. 113, Schoenin , Pr. Lt. vom Inf. Regt. Nr. 114, dieser unter Beförder. Zl. Haupim.. F riedricbs, Pr. Lt. vom Inf. Regt.

117, Kunbardt v. Schmidt, r.Lt. vom Kür. Regt. Nr. 8, dieser unter Beförder. zum überzäb. Rittm, v. Tempelboff, ZUR. vom us. Regt. Nr. 2, Troost, Pr. Lt. vom Hus. Regt. Nr. 8,

Galli, Adjut. zur asp. der In

Krux überzä

es

vom 2, Garde-Regt. z. F., v. Esel, Pr. Lt. von dems. Re iment, Hirsch, Pr. Lt. vom Füs. Regt. Nr. 40, Wierzbowski, r. Lt. vom Inf. Regt. Nr. 44, v. Weddig, Pr. Lt. vom Inf. Regt. Nr. 91, Werner, Pr. Lt. vom Iäger-Bat. Nr. 5, v. PrittWtH und Gaffron, Pr. Lt. vom Jäger-Bat. Nr. 6, Clüver, Pr. Lt. vom Jäger-Bat. Nr. 7, (Graf v. Moltke, Pr. Lt. vom Dragoner- Regt. Nr. 6, Scheche, Pr. Lt. vom Feld-Art. Regiment _Nr. 15, Steffen, Pr. Lt. vom Feld-Ark. Regt. Nr. 17, sämmtltcb vom 1. Mai cr. ab auf ein ferneres Jahr zur Dienstl. bei de_m Großen Generalstab, Stern, Pr. Lt. vom Inf. Regt. Nr. 75, bisher kom- mandirt zur Dienstleistung bet dem Großen Generalstab, unter Be- förderung zum überzäbl. Hauptm. und Aggrcgir. bei dem ged. Regt., vom 1. Mai cr. ab auf ein Jahr zur Dienstleist, bei dem Nebeneiat des Großen Generalstabes, kommandirt. v. Woyrsch, Pr. Lt. im ]. Garde-Regt. z. ., unter Entbind. von dem Kommdo. als Adj. der 2. Garde-Inf. tig., Frhr. v. Lüdinghausen gen. Wolff 1. Pr. Lt. vom 2. Garde-Regt. 3. F., v. Ollech, Pr. Lt. vorxi Garde- Gren. Regt. Nr. 2, Eschenburg, Pr. Lt. vom Gardc-Fus. _Regt., v. Tivardowski, Premier-Lieutenant von demselbe_n Regiment, v. Westernhagen, Prem. Lt. vom 4. Garde-Regtment z. F., Frhr. v. Thermo, Pr. Lt. vom Gren. Regt. Nr. 2, dieser unter ntbind. von dem memdo. als Adjut. der 14. Inf. BW., Cre- linger, Pr. Lt. von dems. Regt., Frhr. v. Grotthuß, Pr. Lt. vom Gren. Regt. Nr. 7, v. Donat, Pr. Lt. vom Inf. Regt. Nr. 18, v. Cbamier, Pr. Lt. vom Inf. Regt. Nr. 23, v.Rosatnski, Fr. Lt. vom Inf. Regt. Nr. 24, Zahn, Pr. Lt. vom Inf. Regt. r. 30, Junghans, Pr. Lt. vom Füs. Regt. Nr. 35, dieser unt_er Entbindung von dem Kommando als Adjutant der 15. Infanterie- Brigade, v. Alvensleben, Premier-Lieutenant vom Inf. Regt. Nr. 47, Strack, Pr. Lt. vom Jnfanterie-Regiment Nr. 56, v. Arnoldi, Pr. Lt. vom Inf. Regt. Nr. 74, Raßmus, Pr. Lt. vom Inf. Regt. Nr. 91, Ke ttler, Pr. Lt. vom Jnf.Regt. Nr. 95, Limbrgcr, Pr. Lt. vom Inf. Regt. Nr. 114, Budde, Pr. Lt. vom Inf. Regi. Nr. 116, Scheele, Pr. Lt. vom Inf. Regt. Nr. 117, v. Hagen, Pr. Lt. vom Iäger-Bat. Nr. 10, v. Bülow, Pr. Lt. vom 1. Garde-Ulan. Regi., v. Gersdorff, Pr. Lt. vom Kür. Regt. Nr. 6, v. Kleist, Pr.Lt. vom Dra .Regt, Nr.7. Stumm, Zr. Lt. agÉr. dem Hus. Regt. Nr. 13, Ku [) n , ZW. Lt. Vom Feld-Art. Regt. , r. 5, micke, Pr. Lt. vom Feld-Art. Regt. Nr. 15, Duliy, Pr. Lt. vom Feld-Art. Regt. Nr. 24, sämmtlich vom 1. Mai er. ab auf dxirtt Jahr zur Dienstleist. bei dem Großen Generalstab kom- man r . . Abschiedsbewilligungen. Jmaktiven-Heere. Berlin, . Mai. 1). Tbielau, Major vom Inf. Regt. Nr. 32, mit Pens. zur Disp. gestellt. _ 3. Mai. Berendes, Hauptm. a. D., Huleßt im 2. Garde-Landw. Regt., die Erlaubnißzum Tragen der andw. Armee-Unif. ertheilt.

Königlickz Bayerische Armee.

Abschiedsbewilligungen.Jm aktivenHeere.30.Apri1 Frhr. v. Rummel, Rtttm. u. Cécadr. Chef im 3. Chev. Regt., auf Nachsuchen mrt Pens. und der Erlanbniß zum Tragen der Unis„ unter Verleihung des Charakters als Major, verabschiedet.

Jm Beurlaubtenstande. 14. April. Kamm, Sec. Lk. von der Res. des 6. Inf. Regis, mit schlichtem Abschied entlassen. _ 23. April. Nachgenannte Offiziere des Beurlaubtenstandes sind auf Nachsachen verabschiedet, nämlich: Höpffner, Pr. Lt. deél 10. Jäger-Bats., v. Fabris, Sec. Lt. des Inf. Leib-Regts., Reichenberger, Sec.-Lt. des 2. Inf. Regts., Kick, Sec. Lt. des 3. Inf. Regts., Cramer, Sec. Lt. des 5. Jnfanterie-Reaiments Freyber er, Sec. Lt. des 7. Inf. Regis., Semler, Sec. Lt. des 8. In . Reqts., Lammel , Sec. Lt. des 10. Inf. Regis., Mug- gentbaler, Sec. Lt. des 11. Inf. Regis., Lorenz, Sec. Lt. des 13. Inf. Regts„ Martini, Sec. Lt. des 15. Inf. Regis, Egert, Sec. Lt. des 3. Jäger-Bats., Weiß, Sec. Lt. des 8. Jäger-Bats.

Jm Sanitäts-Corps. 30.21pri1. 1)r. Kuby, Stabs- arzi 9. ]8 suits f. E., S. 13. Inika des Sanitäts-Corps gestellt.

xll. (Königlich Sächfisches) Armee-Corps. April 1878.

Ernxnnun en, Beförderungen und Versetzungen.

Jm aktiven eere. v. Winkler, Oberst und Commdr. des Inf. Regis. Nr. 104, unter Stellung 5 13 811116 des gen. Regis, zum Commdr. der Inf. Brig. Nr. 48, v. Cerrini di Monte Varchi, Obert und Commdr. des Jäger-Bats. Nr, 12, zum Commdr. des nf. Regis. Nr. 104, ernanni. v. Schönberg, Major und Bats. “Commandeur des Schüßen-Regiments Nr. 108, als Bats. Commandeur zum Jäger-Bat. Nr. 12 verseßt. v. Gersdorff, Oberst-Lt. 3. D., als Landw. Bez. Commdr. des 1. Bats. Landw. Regts. Nr. 100 angcfieüt. Schuster, Major und etcztsM. Stabßoffiz. des Gren. Regis. Nr. 101, zum Bats. Commdr. beim Inf. Regt. Nr. 107, Schröder, Major und etatsm. Stabs- offiz. des Schü en-Regts. Nr. 108, Tycbsen, Major und etatSm. StabHo fiz. des Inf. Regts. Nr. 104, zu Bataiüons- -Cou_1mdeurs in ihren Regimentern, v. Sichart, überzähl. Major des Inf. Regts. Nr. 104, zum etatsm. Stabs- offiz. beim Schü en-Regt. Nr. 108, Koßebue, überzäbl. Major des Inf. Regts._9 r. 103, zum etatSm. Stabsofßz. beim Ju . Regt, Nr. 106, v, Wittern, überzähl. Major des Inf. Regis. r. 107, Zum xtatöm. StabSoffiz. beim Inf. Regt. Nr. 104, v. KlüchÉner, uberzahx. Major des Gren. Regts. Nr.100, zum etatSm. tabs- offiz.be1m Gren. Regt. Nr. 101, ernannt. v. Diebits cb, Major z. D., als Landw. Bez. Commdr. des 1. Bals. Landw. Regis. Nr. 105 angestellt. v. Zescha u, Hauptm. und Comp. Chef im Grenadier- ReY. Nr. 101, zum überzähl. Major beim Gren. Regi. Nr. 100, v. eulwiß, Hauptm. und Comp. Chef im Inf. Regt. Nr. 107, Förster ]„ Hauptm; und Comp. Chef im Inf. Regt. Nr. 103, zu uber ähl. Majors bei ihren Regtrn, v. Plato, Hauptm. und Comp. Che? im Grenadier - Regtxnent Nr. 101 zum überzähli- en Major beim Infanterie - Regiment Nr. 104 befördert. raf Vißtbum v. Cckstädt, Hauptm. 5- 1a suits des Jäger- Bats. Nr. 12 und Com_p. _Cbef_1m Kadettencorps, unter Belaff. in seiner derzeitigen Dientletst., 8 18 »Wo des Generalstabs versetzt. Baumann, Hauptm. und Intendaniur-Rath, ein Patent seiner Charge verliehen. Grabowski), Pr. Lt. im Inf. Regt. Nr. 105, unter Verleihung des HauptmannScharaktcrs, zum Inf. Regt. Nr, 102 verseßt. Holzhausen, Pr. Lt. im Inf. Regt. Nr. 104, der Haupt- mannScbarakter verlieben. v. Bünau, Pr. Lt. im Gren. Regt. Nr. 101, Franke, Pr. Lt. im Inf. Regt. Nr. 102, unter Stellung 4 1a suits ihrer Regimenter, auf den

, unter Be! ? . an dem Mai der EScadr. Chefs, _as M or uud etatsm, Staböoffiz. aberland, Major und e_taföm. , zu Abtheilungs- Maasberg, Ma'or

im Ulan. R

eld-Art. Regis. Nr. ] Sta Soffiz. Commandeurs in i ren Regim, Frhr. v. und Battr. Chef im Feld-Art. Regt. Nr. 28, zum etatsm. S eld-Art. Regts. Nr. 12, Schnell, Hauptmann x_md m Feld-Art. Nr. 12, unter Beförderung zum Maxor, zum etatém. Stabsoffizier des Feld-Art. Regis. Nr. 28 ernannt.

v. Arnim, Pr. Lt. der Re

ofßzier des Battr. Chef

Beurlaubtenstande. des Garde-Reiter-chts., zum Rittm. der Ref befördert.

Abschiedsbewilligunsen. mann, Pr. Lt. im Fuß-Art. Landw. Fuß-Art. des 2. Brinckmann, Oberst und Commdr. des Leonhardi, Oberstlt. und Commdr. der 2. Abt Regts. Nr.*12, unter Verleihung des Obe ihrer Abschiengesucbe mit der geseßl. Pen Traßen der betreff. Regts. zur Disp. gestellt.

Im aktiven Heere._Rül)le- Neat. Nr. 12, zu den Offizieren der Bals. Landw. Re ts. Nr. 107 versetzt. f. Regts. N:. 102, heil. des Feld-Art. tencbarakters, in Ge_nehm. und der Erlaubniß zum Unif. mit den vorgeschriebenen Abzeichen v. Gerödorff, Oberstlt. und Commdr. des 3. Bats. Jnfanteric-Regiments Nr. 104, in Genehmi Abschiengesucbes mit der geseylichen Penfion und der Er _ U ' den vorgeschriebenen Abzeichen zur “Lt. und Commandeur des 2. Bats. Inf. Regis. Nr. 107, in Genehmigung seines Abschiedsqesuchks mit der gesetzl. Pens. und der Erlaubniß zum Tragen der mit den vorgeschriebenen Abzeichen zur Major und etatSm. migung seines Abfch laubniß zum Tragen de R zeichen zur Disp. Nr. 107, der Abschied bewilligt. Jm Beurlaubtenstande. des Trains des 1. Bals. Landw. Regts. Nr. 102, Lt. der Landw. Inf. des Res. Landw. Bats. Nr, 1 s. des Feld-Axt. Regts. Nr. 12, der Abschied

])1'. Hartung, Assist. Arzt 1. Kl. Aerztcn der Res. versetzt.

Herzoglicl] Vrauuschweigisches Kontingent.

Ernennungen , Beförderunaen

Jm aktiven Heere. 30. April. O

Nr. 92, zum Hauptm. und Comp. Chef, dems . Regt., zum Pr. Lt. befördert.

ung seines

rin Wil elm Radziwill, Pr. Lt. von der 1. Jngen. Jnsp., _ ? aubmß zum

e, Pr. Lt. von der 4. Ing. Insp., Walther, Px. Lt._ vom isenbabn-Regt., sämmtlick) von ihrem Kommdo. zur Dtenstletstung

Tragen der R bei dem Großen Generalstabe entbunden. v. Zixzewitz, Pr. Lt.

DisP. gesteUt. H a a e r , Oberst

Regts. Unis. Disy, gesteUt. v. Diebitscb, Stabsoffiz. des Inf. Regis. Nr. 106, in Gene_b- gesuches mit der gesetzl. Pension und der Er- Un'f. mit den vorgeschriebenen Ab- Sec. Lt. des Inf. Regis.

Wuchert, Pr. Lt. der Landw. Lorenz, Sec. 08, v. Strom-

v. Zebmen,

beck, Sec. Lt. der Rc

Jm Sanitäts-Corps. des Inf. Regis. Nr. 103, zu den

und Verseßunaen. tto, Pr. Lt. im Inf. Regt. Braunes, Sec. Lt. in

Yithtamtliches. Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 8. Mai. Kaiser und Köni Anhalter Bahnhofs herzogin von Baden.

Vortrag des Geheime

Sc. Majestät der g empfingen heute früh 71 Uhr auf dem Hoheit die Groß: . Syäter nahmen AÜerhöchstdieselben den 11 Cwil-Kabinets entgegen.

Königliche

_ Der Aji-ssahuß des Bundes

raths ür 011- und Steuerwesen trat f Z

heute zu einer Sißung zu

_ Im weiteren Verlaufe der ge Reichs-tages wurde die zweite entwurfs, betreffend die Ab ordnung, for_ §. 123 zähl .die Fälle,q Ablauf der vertragswäßigen Arbeit verlassen dürfen. * Der Abg. Hasenclever be statten, wenn der Arbeitgeber stahls, einer Unterschlagung, lichen LebeUSrvandels sich schu Antrag damit, daß eine glei genommen sei, welche den 21 sung des Arbeiters aus diese ])r. Hammacher bemerkte, für unnöthig, während der Fragchaus Rüch1icht auf die

strigen (42) Sitzung __ ung des Geseß- anderung er Gewerbe- in denen die Arbeiter vor und ohne Aufki'tndigung die

antragte, dies auch dann zu ge: dds? sein Vertreter eines Dieb- eirzds Betruges oder eines lieder: ldigmachen. Er motivirte diesen che_ Bestimmung in §. 122 auf: rbeitgeber zur sofortigen Entlas- n Gründen ermächtige. er halte eine derartige B Nbg._Richter (Hagen) fi Gleichheit Aller vor dem Gsseß

Der Kommissar _des Bundesraths,

_ g wres darauf hin, 1) schon bestimme, daß der Arbeiter zum s Arbeit berechtigt sei, wenn der Arbeit Uebervortheilungen gegen die Arbeite ein Unterschied zwi Erscheinung komme, so liege das darin Arbeitgeber eine persönliche Leistung durch das moralischs Verhalten des flußt werden könne.

Ji diesem Sinne äußerte

dorf, worauf dsr Antrag Hasenc unverändert nach den Kommis

Der Abg. estimmnng ir den An-

Geheime Regierungs- Nr. 4 des §. 123 ofortigen Verlassen der geber sick) widerrechtlicher r schuldig mache. d Arbeitgeber hier zur , daß der Arbsiter dem prästiren müsse, welche ersteren erheblich beein-

sich auch der Abg. von HEU- lzxver abgelehnt, und §. 123 sionsbeschlüssen angenommen

§. 124 bestimmt, dgß derjenige, zum Kontraktbruch vsrleitet, zum Schadenersatz verpflichtet Der Abg. Wolffson beantra „Die für unbefugte Entlaffu besagtes Verlassen der Arbeit zu leisten destens auf den Betrag des Lohnes festz oder Gehülfe innerhalb der auf den Ta genden 14 Tage, oder wenn das Arbeit 14 Tagen gelöst werden kann, tragsbruches folgenden Tage (1 digung des ArbeitSverbältniffeI

Der Antragsteller und der A5 worteten diesen Antrag mit dem sei, eine Bestimmung über den gungssumme in das Gese au der_Höhe des gehabten S ade es sich nicht empfehle, die A des Richters zu überlasse . Der genannte Kommissar des Bundesrat den Antrag Wolffson ha klar lasse, ob er nur den denen Schadens erleichtern, darüber, daß der Kläger ein

Rath Nieberdin

schen Arbeiter un

licher Kündigung den Lehrvertrag au er zu einem andLren Gewerbe übergehen wiÜ. Der Abg. Ackermarzn bedntragte, daß dazu die Genehmigmig dsr Behörde e_rforderlrck) sem solle. An der Debatte hierüber betheiligten fick) die Abgg. von HeÜdorf, Frhr. von Hertling Und 1312 Lieber. Der Antrag Ackermann wurde abgelehnt und §. 129 unver- ändert genehmigt. (Schluß ch Blattes.)

welcher einen Arbeiter dem benachtheiligten Arbeitgeber

gte folgende Bestimmung:

Arbeiters, sowie für un- de Entschädigung ist min- usetzen, Welchen der GeseÜe g des Vertragsbrucbes fol- svcrhältniß früher als nach von _dem auf den Tag des Ver- n bts zur rechtmäßigen Been- * auf Grund desselben verdient

_g. _1)r. Hammacher befür: Hinweise, daß es zweckmäßig Minimalsaß der Entschädi- fzunehmen, weik der Nachweis ns stet? sehr schwierig sei und bmeffung lediglich dem freien Ermessen

__ _ _ hs wendete gegen tsachl1ch ein, _daß derselbe es un- wets über die Höhe des entstan- oder ob er überhaupt den Beweis en Schaden gehabt habe, erlassen

ung des H. 124 ontraktbruchs er- n, daß an dieser _ e für beide Par- lich gelöst werden sol1e. Damit enschen zufrieden stelXen. tion des Geseßes sein „Wort ebenso

Der Nbg; Most beantragte die Strei haupt, weil er darin eine Strafe des

_ _ _ g. ])r. Lasker betonte dagege S_telle em civil cht1iches Verhältniß auf em teien gerechte „W könnten sich aUe redliche

Arbeiter soÜe nach der Präsum

eise civilre

behörde i

Etat der Jntend. verseßt. v. Malortie, Rittm. und EScadr. Chef

in Ehren halten, wie der Arbeitgeber. Wer dagegen im Namen

der Arbeiter prote re, dex drücke den fittli n Standpunkt des Arbeiters hera . Es sei mcht verwerflich, der Arbeiter zur Erfüllun seines VertraLes angehalten werden solle. Nachdem no der Abg. [)r. jeder und der Referent Abg. Dr. Gensel für den §. 124 gesprochen hatten, wurde der An- trag Wolffson mit 166 gegen 137 Stimmen abgelehnt und der Paragraph unverändert in der Fassung der Kommission angenommen.

Die §§. 125_131 handeln von dem Lehrlingswesen. Die Y_bgg. Ackermann und von HeÜdorf beantragtén an der Spiße dieses Abschn1ttes folgenden neuen Paragraphen zu se en:

„Vom 1.Januar 1882 ab muß derjenige, welcher als ebrberr Lehrlinge ausbilden wil], in seinem oder einem verrvandten Ge- vaxbx _;nibndestens drei Jahre lang als Geselle oder Gehülfe gear-

et e a en.“

_ Der Y_bg. von Helldorf erklärte, er halte eine solche Be- stimmung M1 Jntexeffe der gewerblichen Weitsrentwickelung des deut1chen Arbeiterstandes fiir absolut nothwendig. Die Abgg. Grumbrecht und Freiherr von Hertling bekäm sten da: gegen den Antrag aus materiellen und formalen (Zründen. Derselbe wurde abgelehnt. Die §§. 125 und 126 wurden ohne Debatte angenommcn.

_ Ferner beantragte der Abg. Ackermann, hinter §. 126 e_men neuen Paragraphen einzuschalten, welcher den schrift- lichen Lehrvertrag obliZatorisch macht. Für diesen Antrag syrachen die_Abgg. von leist-Reßow und Windthorst, währdnd die Abg „Rickert, Dr. Franz- und Dr. Hirsch die Bestmmmngen d§r Vor_age fiir auSreichend erklärten, um auch ohne Zwang die lödlrche Sitte deH schriftlichen Lehrvertrages zu verallge- meinern. Auchder Antrag Ackermann wurde abgelehnt.

Die Kommrssion hatte cinen neuen§.127u. eingefügt, welcher den Lehrherrn, event. bei dem Vorhandenssin von

Innungen und anderen gewerblichen Korporationen diess zur

Ansstellung eines Lchrbriefs für den Lehrling über die Dauer der Lehrzeit, die erworbenen Kenntnisse und ertigkeiten, so- wie 11er das Betragen verpßichtet. Der A 9. Dr. Reichen- sperger (Ersfeld) wünschte auch eine Bestimmung in das Ge-

seß aufgenommen zu sehen, wonach durch Jnnungsstatut

die fakultative Anfertigung eiiws Probcstiicks (Ge-

selXenstücks) vorgeschrieben werden kann. Für diesen Antrag sprach sick) der Abg. Acksrmann aus. Der Y_bg. _Bürgkrs bekämpfte dagegen den ganzen §. 1273. als mcht_11n Einklang stehsnd mit den deutschen gewerblichan Ver- hiiltnisscn, einer Ansicht, welcher Abg. Windthorst (Meppen) Widerspruch. Der Abg. Demmler beantragte, die Innungen von der AussteÜung eines Lehrbrisfes aUsZUschlicßen. Bside Anträge wurden abgelehnt, und §. 1273. unverändert ange: nommen. (Schluß 41 Uhr).

_ In der heutigen (43.1 Sißnng dcs 7119141"?-

tach, welcher am_ Tische des Vundesraths der Präsident des ReichSkaxrzler-Axarts, Staats-Minister „Hofmann, und mehrere andere Bevoklmächtigte zum Bundeleatl) beiwohnten, genehmigte das Haus ohne Debattein erster und zweiter Bcrathnng den Geseßsntwurf, betreffend die Feststellung eines N acht rag es zum Neichshaushalts-Etat pro 1878579(Berechn1mg der Matrikularbeiträge für die Partikularstaatenßund seßts dann die zweite Berathung dss Geseßentwurfs, betre

rung der Gewerbcordnung mit der Diskussion des §. 128 fort, welcher von der vorläufigen zwangsweisen Zurücksührung des Lehrlings, im Falle derselbe die Lehre verläßt, handelt. Nach der Regierimgsvorlage solL die Entscheidung hierüber der Polizxibehörde zustehen, nach den Kommissionsbeschlüssen so[[ das Gewerbegericht und die Polizeibehörde zur Entscheidung angerufen werden könncti, nach einem Amendement des Abg. Allchh soll in erster Linie hierüber das (Hewsrbegcricht ent- fcheideit, urid erst, wo ein solche?- nicht vorhanden ist, dic Polizei. _Em Antrag dcs Abg. 1)1*. WoMson wikl in allen FäÜen die bezügliche Entscheidung in die Hand des zuständigen Gerichts erster Instanz geben.

end die Abände-

Der Kommissar des Bundeswths, GLHLÜUL Negiernngé-

Rath Nieberding, bemerkte, nur die ngierungHvorLage ge- währe hier den Gewerbetreibenden eine faktische Hülfe gegen anerkannte Mißstände, während dio anderen Vorschläge keine ppgkÖische Wirkung, sondern nur dekorativss Interesse haben wur en.

Es sprachen hiErzu die Abgg. von Kleist-Reßow, Dr. Wolff-

son, ])1'. BUY, Bürgers und Grumbrecht. §. 128 wurde auf Antrag der Regisrungsvorlage angenommen.

bgg. [)r. Buhl und Wölfel in der Fassung der

“§. 129 bestimmt, das; der Lehrlinßffnach_vierwöchent- OM ann, wenn

_ Die Anmeldung und Rechtfertigung der

Appellation in Strafsachen kann mündlich zu Protokoll oder sch_riftlich, auch ohne die Legalisirung des Schriststüchs durch emen Rechtsverständigen erfolgen. Die rechtliche Be- deutung der Appellationsanmeldung und Rechtfertigung ist, nach einem Erkenntniß des Ober-TribunalS vom 4. April 1878, nicht von der richtigen Wahl der technischen Bezeich- nungen der Rechts:)iittel, sondern von der aus dem Inhalte der Schrift ersixl)t_lick)en_ Absicht deS Angeklagten abhängig. Wenn nun betipielsweise der Angeklagte mit Rücksicht auf das i_hn verurtherlende _Erkenntniß erster Instanz unter aus- führliche? Darlegung semer Beschwerden in einer von ihm als Nick)t1gkeits_beschwerde event. Protest resp. Beschwerde bezeich- neten Schrtft den Antrag stel1t, das erste Urtheil zu vernichten, so hat doch der AppeÜatxonSrichter diese Schrift als A pellation zu behczndeln. „Der Jrrthum, in welchem sich der ngeklagte über die Art_ befunden hat, wie seine Beschwerde formell zu behandeln sei, kann demselben nicht zum Nachtheil gewichen.“

_ Als Aerzte haben sich niedergelassen die Herren

Weber in Wesierburg, Vr. Keller in Geisenheim, 1)r. Sudhofk und Dr. Carl 111 Frankfurt a. M., Dr. Kroll in Crefeld, 1)r. Schraven in Cranenburg, ])r. Lindemann in Rotthausen.

Posen, 7. Mai. In der heutigen 3. PlenarsißurxL des 0

20. Provinzial-Landtages des Großherzogthums sen kamen folgende Gegenstände zum Vortrage resp. Beschlnß:

1. Die gestrige Interpellation über die Nichtaufnahme

_des Fürsten Thurn und Taxis in das Mitgliederverzeichniß ist vomLandtags-MarsYall beantwortet, und gleichzeitig das Ver- hältniß der Virilstimm schaft eingeZlendaufgeklärt worden. 11. Die von der StaatS-

__ n ussicht genommenexi Normalstädte fiir die Revision ' der (Hebaudesfeuerveranlagung smd für geeignet erachtet, und vo n

erechtigten aus dem Stande der Ritter-

Aufstellung provin ieller Merkmale für die Einschäsung länd- _ licher Wohngebäu e Abstand enommen. _111, Nach der_ Vorlage des Landtags-KommiFarius hat sich _ der La_nd_tag _ mit der Einführung von Dienststegeln für die PrOpmzial: ! Kommunal-Behörden einverstanden erklärt. 17. Die pr_o: vinzialständischeKommission für den Chauffce: und queban ist x ermächtigt, vorbehaltlich der Genehmigung des Provinzial:Land-

tages mit den Unternehmern voti Eisenbahnbauten niizderer Z Ordnunß die Bedingun en zu vereinbaren, unter denen die Be: : er

un Provinzial: hausseen zur Anlage solcher Eisenbahnen szßgestZtten ist, wobei vorauSgesth erd, daß dadurch der Provinz weder Kosten noch irgend welche Lasten erwachsen

dürfen. 17. Mehrere Unterstüßungßznwendungen, welche vom

19. Provinzial-Landtage bis zum nächften Pryvinzial-Landtage bewiÜigt wurden, sind vom 20. Promnzkaandtage bis zum nächsten Provinzial : Landtage proloi' irt. _1'1. Die von der Generaloersammlung des [an schaftlichen Kreditvereins im Großherzogthum Pdsen im Jahre _1877 den Provinzialständen angebotenen _Gemalde: Sr. Ma1estat_ ches Hochseligen Königs Friedrich Wilhelm 111, und Sr. Ma1estat des Hochseligen Königs Friedricl) Wilhxlm 111. Und der Pdr- traits der LandichasteZ-Dir€ktoren_ und bestens acceytirt. 1711. Zur Entgegennahme der Attilassimg des Stande- hauses von der General : Landschaft isx der LaridtwgS- Marschall Freiherr von Unruhé : Bomst bevollmachtigt. 7111. Die definitive Wahl Lines Wegebauxaths und edsnso die Bestimmung Über die Pcnsionsderechtigung desselben i_st bi?) zum nächsten ordentlichen Landtage aus*gesc_l_zt. "111; Die Wahl eines vorsitzenden Direktors der provirrzialstandisckxen Komgiission für den Chaussee: und Wegebau M der Vrovmz ist Ullt 28 gegen 17 Stimmen beschlossen Und soll besonders er 01 en. f IZJn der [)eutigén 4. und Schluß-Plenarsißimg des Pro- vinzial-Landtages wurde: _ _ __ _ _ _ 1. zum Dircktor der Promnzialstandischxn Komniission für den Chaussee: Und Wegebau in der _Promnz_Posen Herr Ober-RegierUtigs:Nath von Masssnback) mit 33 Stimmen gegen 12 unbeschriebene Wahlzsttel «wählt; _ 11. die unterm 5. Juli 1877 getroffene Wahl der Mit- glieder verschiedener Ausschüsse bis zum nächsten Landtage prolongirt, _ _ Sodann erfolgte der Schluß des_ 20. Pxomnzml-Land: tages 3 Uhr Nachmittags in herkömmlicher Weise.

Bayern. München, 5. Mai. Die Aufstellung des Hauptstats der Militärvsrwaltuxig _Bayerns fur 1878/79 im Kris «Z-Ministerium ist, Wie die „21119. Ztg.“ meldet, nahezu 130 endet, und es soll derselhe, wre es im vorigen Jahre der Fall war, vor der Wiederemberufung der Kammern gedruckt werden, um alsbald ngck) dem Wieder- zusammentritt derselben an die Kammermitglieder vertl)e_ilt_wer- den zu können. _ Wie demselben Blatts dus Schweinrurt mitgetheilt wurde, wil! man auch gegen die daseWst vor meh- reren Wochen vollzogene Landtagswahl abermals eine Reklamation an die Kammer richten.

Oesterreich-Ungarn. Wien, 7. Mai._ (W. T. B.) Das Abgeordnctenhaus beschloß, die NegwruygSporlage, betreffsnd die neue Vsreinbarung 11er die 80-M1ll10n611- schuld als eine dringliche zu behandeln und ÜberwwS die- selbe dem AUSgleichSausschusse. Von dem Abgeordncten Baron Tinti und Gen. wurde der Antrag eingebxacht,_ das Wehr- geseß dahin abzuändern, daß die vom Kriechdienst Befrmtßn eine Militärtcixe zn bezahlen haben. _Vom Hause wurde hre- rauf die Spezialberathung des Aktiensteuergeseßes fort-

2 e t.

g s H- (W. T. V.) Meldung der „Pol. Korx.“ aus Kon- stantinopel: Aus Varna sind einigetiirk1sche Truppen- abtheilnngßn in Konstantinopel eingetroffßn. _ Zn Betreff der sofortigen Räumung Varnas, Schu1111a§ und Ba- tums ist noch nich1c3 entscbisden. Nach _eiiier Me_ldun_g Samik Paschas und Bassa Effendis aus Philippdpek 1st die 'muselmiiunische Jnsurrsktion noch nicht M dcr A1)- na me.

h _ 8. Mai. (W. T. B.) Das „Fremdenblatt“ spricht sich biÜigend darüber aus, daß die Regierung _aÜe Vor: bereitungen treffe, um sich von den Ereignissen m_cht uvex: raschen zu lassen. Dis getroffsnen Maßregeln sLien rem defensiver Natur und könnten nach der ganzßn _Lage der Dinge auch keinen anderen Charakter tragen. Die Konzsnz trirung einer respektablen Truppenmacht in Siebenhürgen s_er um so nothwendiger, als es sehr wahrscheinlick) sei, daß die rumänischen Truppen, wsnn sie mit den Russen handgemem werden sollten, 1 ließlick) auf sicbenbürgischsxii deen Schuß suchen würden. Licht minder wichtig seien Militärische Sicher- heitSmaßregeln in Cattaro, wsil die Bevölkerung Albamßns der Annexion an Montenegro widerstrebe und überhaupt eme Vergrößerung Montenegros in dem Sinne des Vertrages von San Stefano die Anarchie an Oesterreichs Grenze m Permanenz erklären würde.

Pest, 7. Mai. (W. T. V.) In der heute stattgehabten -

Parteikonferknz wurden die neuesten Vereinb_arun- gen bezüglich des Ruskileichs vom Minister-Präsidentezi mit dem Bemerken vorge cgt, daß beide Regierungen die Vereinbarungen als den leßten Versuch betrachteten und zu weiteren Versuchen nicht geneigt seien. Die KonferenÉ nahm die Mittheilun beifälLig auf. Die Einbringung der orlage Über den 60: illionenkredit wurde vom Minister-Prä- sidenten für Dienstag angekündigt.

SchWeiz. Bern, 5. Mai. Das „Journal de Genéve“ enthielt kürzlich die Nachricht, daß nach eine:.i Telegramm der „Correfpondance Havas“ aus Bern der schweizerifche VundeSrat die Absicht habe, den Zusaßvertrag_ vom 12. März d. . zu dem die Gotthardbahn betreffenden "_Vertrage vom 15. Oktober 1869 den _ eid enössischen Rüthen m der diesjährigen ordentlichen Jum-Se?sion nicht vorzu-

legen, weil bis da?in die Bewiüigung aller Kantonal=Sub- ventionen ni t zu be chaffen sein werde.

Nack) Jn ormationen aus verläßlicher QuelTe kann_obige Nachricht als unbegründet bezeichnet und die bestimmte Absicht des BundeSrathes konstatirt werden, die Gottßard-

bahn-Angelegenheit in der bevorstehenden Juni-Ses ion

der Bundesversammlung zu unterbreiten.

Großbritannien und Irland. London, 7. Mai. (W. T. B.) Der russische Botschafter, Graf Schuma-

lo ff, ist heute nachS t. P ete rs bu rg ab ereist, nachdem derselbe vorher noch eine Unterredung mit Lor Beaconsfield gehabt hatte. Seine Rückkehr ?ierher wird am 22. d.Mts. erwartet. _ Jm Unterhause ündigte heute Chamberlain eine

; Resolution folgenden Inhalt?- an: Das aus theile den in

dem Rundschreiben des Marquis von alisbury aus: gedrückten Wunsch für die guie Verwaltung, den Frieden und die Freiheit der Bevölkerungen in der Türkei, erkläre sich aber gegen die von der Regierung befolgt. Politik kriege- rischerDemonstrationen und glaube, daß der obi eZweck und eine leenwerthe friedliche Lösung der jetzigen S wiertg: keiten am eiten durch ein europäisches Konzert und eine frei: müthige Definirung der für nöthig erachteten Veränderungen deZ Vertrages von San Stefano gefördert werden würde. Pim (Konservativer) kündigte an, er werde eine Adresse an die Königin bcantragen, worin dieselbe ersucht wird, für den usammentritt einesKongresses aÜerunabhängigen europäis en Staaten in London zu wirken, behufs Fest: stellung der besten Mittel, um die aÜgemeincn Interessen Europas zu wahren und die Heiligkeit der Verträge unverleixt aufr cht zu erhalten.

_ 8. Mai. (W. T. B.) Die dem Parlamente gestern mitgetheilte, auf Rumänien bezügliche diploma: tische Korrespondenz enthält die De_peschen des rumänj- schen Ministers des Aus-wärtigen, Coga nitscheanu, an die diplomatischen Agenten Rumäniens in London und St. Peter_§- burg, Catargi und Ghika, vom 11. resp. 5. U. M., wo_rm gegen den Frieden?:vertrag von San Stefano protestirt _wird, und eine Depesche Lord Salisbury's an den diplomatischen Agenten Englands in Bukarest, Oberst Mansfield. In der letzteren theilt Lord Salisbury aus einer mit Catargi gehabtßn Unterredung mit, daß dieser die Lage Rumäniens als _sick) immer bedrohlicher gestaltend geschildert habe. Bes sarab_1en sei voUständig von den Russen okkupirt, und die_rumänische Regierung könne jeden Augenblick genöthigt sein, sich nach der kleinen Walachei zurückzuziehen. Catargi hgbe feriwr der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß Rumänien ans de_3m Kongresse vertreten sei und den festen Entschluß der rumänischen Regie: rung angesprochsn, Rußland nicht nachzugeben._ Er (Lord Salisbury) habe geantwortet, die englische Negrexung [;_ege dEU lebhaften Wunsch, daß die Integrität Rumäniens nicht verleßt werde, und werde ihr Möglichstes thun, um dem Wunsche Rumäniens nach einer Vertretung auf dem Kongresse Berücksichtigung zu verschaffen. _ Der „Daily Tel_egrai_)_h“ schreibt, die Rsise des Grafen Schuwaloff _sei thatsach: lich eine Friedynsmission. Graf Schuwalofs habe 6111? deutliche und definitive Zusammensteüung dessen, was die englische Regierung verlange, mit sich geiiommen und werde versnchcn, die Ansichten Englands mit den Zwecken Und Ent- schließungen des KaiserH von Rußland zu versöhnen. Der „Standard“ äußert sich in ähnlicher Weise.

Frankreich. Versailles, 6. Mai. (Journ. Off.) Der Präsident der Republik hat heute den neu ernanntsn außerordentlichn chinesischen Gesandten Kno:Sung- Tao in Antrittsaudienz empfangen.

Italien. Rom, 8. Mai. (W. T. B.) _Bei der Berathung deH Justizbudgets in der heutigen Sißung der Dßputirtenkammer wurden von mehreren Seiten 2111- fragen an die RLgiENth gerichtet, u. 21. auch yon den Abgeordneten Luccbini und Taxani, in welchen auf die Noth: wendigkeit hingewiesen wurde, bezüglich der blos vor dex“ Kirche geschlossenen Ehen Maßnahmen zu treffexi. Jndßlli beantragte die. Vorlegung eines Gesetzes, welches in (Hemaß- heit des Artikels 18 des Garantiegessßes die Verwendupg der Kirchengüter der Provinz Rom in einer _den i_nederen Klerus begünstigenden Wsise regelt. Dsr JusUz-Mtnister versprach, morgM zu antworten.

Der Senat seßte die Berathung des Handelsver- trages mit Fraiikr€ich fort; der Finanz-Ministe_r wies auf die NÜZlichkeit dcs _Vertrages hin und sprach die Hoffnung aus, da die? franzöjischen_ Kammern densdlbsn noch vor dem Schlusse des Monats erledigen würden.

Türkei. Konstantinopel, 7. Mai._ (W. TB.) Zwei türkische Kommissare werden am Freixag nack) Vatum abreisen. _ Die Nusstn halten _Livana m der Umgebung Vatums beseßt. In Burgas smd _neue rUsslsÖS Truppen gelandet. DieNuffen siehdn 11011) in San Stefano. _ Schakir Pascha wird Ende dieser Woche nach St. Peter?- burg abreisen.

Rußland und Polen. St. Petersburg, 7. Mai. (W. T. B.) Die „Agence rnise“ kommt nochmals auf die St.PetersburgerKorrespondenz der„Timcs“zu- rück, in welchßr die Zugeständnisse angegebxnwerden, zu denen Rußland angeblich bereit sein sollte. Die „Agsxice“, wslche die Angaben dieser Korrespondenz bekanntlich bersith al_s iiber: trieben bezeichnet hat, hebt andererseits hervor, daß die An- schauungen der Kais€r_lichen Regierung stets ver- söhnlicher Mrt gewesen 161611. Rixßland sei stets zu Kon- zessionen geneigt gewesen und habe niemals den Beitrag vdn San Stefano als: sein leßtes Wort betrachtet. Die Schwze: rigkeiten seien daher gekomme_n, daß auf der anderxn SML der gleiche Geist der Versöhnlichkeit gefehlt habe. Die gegen- wärtige Ungewißheit könne n1cht_ lange dauern. Der 1th stattfindende Meinungsaua-tausck)_sei schoii eme Besserung und ein wirkliches Anzeichen versöhnltcher Gesmnungen. Nach der am nächsten Sonntage erwartcten Ankunft des Grafen__Schu- waloff werde sich die Situation voraussichtlich klaxen.

_ 8. Mai. (W. T. V.) Die Journale hohen mintnt- licb die Besserung der Situation herpor, die von der Rei_se des Grafen Schuwaloff zu erwarten sei. Das „Joyr- na de St. Pétersbourg“ _bemerkt, daß der enghsche StaatS=Sekretär Croß in seiner jüngst gehaltenen zwe1te_n Rede sich auf einen höheren Standpun_kt gestel1_t habe als in seiner ersten. Gleichwohl sei die Theorie unzulassi ,_ daß _der Vertrag vom Jahre 1856 für d1e_ander_en Mächte () ligatorisch sei, auch wenn die Türkei ihn zucht eingehalten habe. Ruß- land habe im Einvernehmen mit Eurypa gehandelt und den Krieg nicht gegen den WilXen der Mgchte unternommen, da nach dem Mißerfolge der Konstantmqpelcr Konferenz alle Mächte und England zuerst der Pfoxte _1hren Schuß entonen hätten. Das Journal wünscht s ließlich dem Kongre s e Erfolg, der, um ein dauerhaftes erk zu schaffen, sich __von dem im Jahre 1856 ausgesprdchenen Prinzipe_ entfernen musse, da dieses Millionen von Christen der Raubgier und der Grau- samkeit der Muselmänner preisgegeben habe._ Anderen _Fqües werde nur eine Uebertünckmng des ohnehin wurmstichigen

zufolge reist der Fürst Lobanoff-Rostoffsky heute nach Konstantinopel, um den dortigen Botschafterpoften zu übernehmen.

Sctheden und Norwegen. St o ck h o [ m,4. Mai.(H. C.)

Gleichwie Dänemark, so wird auch Schweden ein Uebungs: lager, und zwar ebenfalls in der Nähe der Hauptstadt er- richten. Es sollen ca. 10000 Mann zusammengezogen wer- den, welche vom 28. Juni bis 4. JuliFelddienftübungen vor- nehmen und dann em Lager beziehen werden. Sowohl der Kronprinz Gustav, wie der zweite Sohn des Königs, der Hezzog von Westcrgotland, werden an den Uebungen theil- ne men.

Nr. 9 des Central-Blatts der Abgaben-, Ge-

werbe- und HandelSaesetdebung und Vermaltung in den Königlich Preußischen Staaten, hat folgenden Inhalt:_ Anzeige der in der (Hesey-Sammlung und im Reichs-Geseßblatt erschienenen (Heseße und L-erordnungen. _ AUßemeine Verwaltungsgegenstände: Nachweis der A*.xsgaben aus dem Besoldungs- und einigen anderen

onds (Kap. 7 und 8) der Hauptämter. _ Veränderungen in dem fande und in den Befugnissen der ZoÜ- und StcuersteUen. _ I;“;-

direkte Steuern: Verwendung des ProtokoÜstempels. _ Personal- nachrichten. _ Beilaae: Vorschriften übst die Verrechnung und Be- legung der aus den Fonds Kap. 7 und 8 zu bestreitenden Außgaben der Hauptämtec.

Statistische Nachrichten.

AUS den amtlichen Tabellen über die Seeeinfubr in Stettin 1877 beben wir folgende Ziffern hervor: Soda 256 993 Etc. (gegen 1876 + 2372 Gtr.), Knochenkohle und Kn ochenmebl 102 202 Ctr. (+ 24 163 Gtr.), Roh- und Brucheisen 1 124 828 Ctr. (+ 24 538 Gtr.), Kaolin 113157 Etc. (_ 25 334 Str,), Roggen 3786131 Ctr. (_ 740 247 Gtr.), Hafer 165 762 Ctr. (_ 808317 Elk.), Leinsaat 103 242 Ctr. (_ 41917 Cry,), Heringe 377 769 b (+ 60434 t), Reis 129293 Ctr. (+ 14 286 Gtr.), Steinkohlen 1708 850 Ctr. (_ 249 390 Cir ), Schiefer 188790 Ctr. (_ 70286 Gtr.), Ter- pentin und andere Harze 155 378 Ctr. (+ 19577 Gtr.), Petroleum 594 305 Ctr. (_ 26 792 Str.).

Die wichtigsten Ausfuhrartikel im Seehandel Waren: Ab- fälle und altes Tauwerk 235 551 Ctr. (_ 25 340 Cry,), Cement 224 336 Ctr. (+ 68 436 Gtr.), Weizen 766 046 Ctr. (“,-“638 592 (EU.), Gerste 742150 Ct: (+ 535312 Str.), Heu, Stroh, See- gras 865 067 Ctr, (+ 459916 CW), Blöcke von hartem Holz 955 290 Ctr. (_ 130 750 Sfr.) deSgl. von Weichem Holz 678 473 Ctr. (+ 132 033 Gtr.), Bohlen, Bretter, Latten 126 223 Sfr. (_ 18 237 Gtr.), Mehl 237016 Ctr. (+ 92 637 Gtr.), Salz 176 083 Ctr. (+ 25 427 Str.), roher und raffinirter Zucker 320314 Ctr. (+ 5835 Etc.), rohes und altes Bruchzink 207 466 CU. 14348 Gtr.). _ _

Ju Stettin liefen im Jahre 1877 2098 beladene Sees chkfké Km (153 weniger als im Jahre 1876), davon 393 (_117)) deutsche und 480 (_62) fremde Segelschiffe, 255 (_20) deutschc und 597 (+26) fremde Dampfschiffe upd 373 Schiffe (inkl. 335 _Dampfern) aus deutschen Nord- und Ortseebäfen (+ 20). 667 Schiffe kamen aus Großbritannien, 355 aus Rußland, 219 aus Dänemark, 104 aus Schwéoen, 87 aus Amerika, 78 aus Norwegen, 57 aus Hamburg. 56 aus Bremen, 47 aus den Niederlanden, 31 aus Frankreich, 12 aus Italien, 2 aus Spanien und 2 aus Ostindien. Aus-gelaufen Waren aus Stetiin im Jahre 1877 2535 Seeschiffe (_59), darunter in BaUast 264 (_194).

_ Ueber die Erträgnisse der indirekten Stena rn im Großherzogthum Baden im Jabre_1877 entnehmen wir der ,KarlSr.Ztg.“ folgende Angaben: Die Weinsteuer erqab: 1 632 221 «44 gegen 1976 876 „M im Jahre 1876, mithin im Zahle 1876 mehr 344 655 «M Die Biersteuer ergab: 2592 586 „M gegeii 2462 346_.,-ß im Vorjahre, mithin für 1877 mehr: 130240 „75. _Dte Branntwcm- steuer lieferte: 382175 «(ck gegen 411853 «FE„ mrthm 1877 wentger: 29678 «4!- Die Fleischaccise erßracbte: 617 174.44 gegen _676 003 “FC., d. l). für 1876 mehr 58 829 «M Ferner gina an Liegenskhqsts, -Sch§n- kungs- und Erbschaftßaccise ein: 2235148 „FQ gegen 2452 812-241m Jahre 1876, also in letzterem Jahre mehr 217 6644/46 Im Ganzen zeigt fick) hiernach ein Rückgang in den Ertragrztiien des Jahxes 1877 gegeniiber jenen des Jahres 1876 Der Mmdexertrag bxtragt bei den indirekten Steuern etwa 54" 0/0 und bei der Liegen- schafts-, Schenkungs- und Crbsckyastsäßcise fast 9 0/0_ d€s_ Steuer- erträgniffes des Jahres 1876. Immerhin find xedock) dre Einnahmxn auch im Jahre 1877 durchweg höher, al§ d_1e im Poransch1ag__ fur 1877 vvrgesehenen Beträge. Die thatsachhkhen _Eixmahmen uber- fteigcn diese Summen um 596750 «Fk ber den 1nd1rekten_St2ue_rn und um 488 887 „M bei der Liegenschafts- 2c. Acctse. Die Weip- accise Wurde im" Jahre 1877 erhoben von 48 825 _813 [_ TraubeUWem mit 2 H vom Liter und Von 3 425 003 1 Obstwem niit 0,6 H yorn Liter. Wein Ohmgeld Wurde entrichtet von 34 439 908 1 T_rauoetz- wein mit 1,8 «5 vom Liter und von 1844160 ] Obstwetrx mit 0,6 „5 vom Liter. Von dem versteuerten Wem_ treffen im Jahxe 1877 etwas über 32 1 Traubenwein und_ etwixs uber 2 1 Obstwern auf den Kopf der Bevölkerung. _Dte Btersteuer (20_ „z _ron je 15 ] Rauminhalt des Braugefaßes und 32 „1 fur 15 1 vom Ausland eingehenden Bieres) belastet den_ Lrtex_ feriigen Bieres mit 2 Y. Hiernach berechnet sick) fur 1877 ein versteuertes Bierquantum von rund 130 000000 1 _oder _Von etwas über 86 1 auf den Kopf der Bevdlkerung. Dre ?!eisckz- accise Wurde im Jahre 1877 für 21525 tm Jnlaxid gesch achtete Ochsen (mit 11 „M für das Stück) und fur 91 _870 im Inland ge- schlachtete Rinder, Kühe und Farren (m_rt 4 „ck fur da_s Thie? ent- richtet. Die im Jahre 1877 vom etngefuhxten Fletsche er obene Steuer (4 „3 von & kg) entspricht einer_n xmgefubrten Jleffchquantum von 162000 kJ :: 3240 Ccntnern. Dre im Jahre 1877 zum Ansatz gekommene LiegenschaftSaccise (2:1 0/0 des Verkaufsprcxtses der thgen- schaften) ergiebt sich aus einem Uebergang von lwgenschaftlichem Eigentbum tm Werthe von 71432 880 „14 Von der tm Jahre 1877 angesetzten Erbschafts- und Schenkungßaccise i_m (Gesammtbetrag von 449 326 „M entfallen 283 051 „14 auf Erbanfaue und Schenkungen an nähere VerWandte mit einem Tarifsaß von 11? 0/9 _und_ nur 166 275 „16. auf die Anfälle an entferntere Verwandte mit emem Tarifsa von 5 %. Jene Summe entspricht einem durch Erbschaft und S enkung übergegangenen Vermögen von 16 983 060 „14, dre letztere Summe einem solchen von 3 325500 “.“ _ _ _

_ Auf Anregung der betreffenden Sektion der osterre1ch1schen Centralkommifsion für die Yarixer Weltausstexlung tft von dem 5Yrof. 131“. Gustav Marchet eine en schrift über die Holzprodukxton, Holz-Jndustrie und den Holzhandel Oxsterreich-Ungarns verfaßt worden. Diexe Denkschrift bietet em klares Bild de_r Be- deutung Oesterreichs a s holzproduzirenden Studies, d_er Entwrcklung und Gestaltung der österreichischen „Folz Industrie, sowxe der Ste_llung, Welche der österreichische Holzhande _an _dem Weltmarkte einnimmt. Wir entnkbmen derselben folgende Mittheilungen: Oesterreich-Ungarn befißt eine Waldfläche von 18 010 856 ba__ d. 1). 31,05 0/9 der pro- duktwen Bodenfläche _ und nimmt in dieser Beziehung den zweiten Rang (den ersten Rang behaqut Rußland) unter _fämmt- lichen Staaten Europas ein. lese Waldftache vcrtbetlt fich auf Oesterreich mrt 9 189 741 und auf Ungarn mit 8821115 ba. Mit Rücksicht auf _den Prozentgntheil, we_lcher der Forstkultur von der produktiven Bydenflacbe e_mgeraumt ist, stehen Norwegen, Finnland und Schweden in er_ster Reibe. Dann reiht sich Rußland und Griechenland an und auf dieses _folgt Oester- rejch-Ungarn. Das Gros der Waldungen der deutsch-öterreichische_n Reichshälfte liegt im Osten und Nordosten der Monarchie. Die

Gebäudes erfolgen. _ Dem „Journal de St. Pétersbourg“

waldreichste Provinz ist Galizien; daran schließen sich Böhmen, Tirol

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