1878 / 121 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 24 May 1878 18:00:01 GMT) scan diff

ckZuseixate für den Deutschen Reich- 11. Kgl.!)uuß.

Staats-Ameiger, das Central-Handelsregifter und das

poftblatt nimmt an: die Königlilhe Expedition des Deutschen keiüjs-Quzeigu- und Königin!)

Preuss“)!!! Stutz-Quzeigmi: Berlin, 8. !. Wilhelm-Strasxe Nr. 32.

1. IWW- mul Unimaob 81611611.

2. Iubbutt-tlouon, zaskobow, orväungsu u. äorsl.

3. sukäub, 7011)“me Submissionen eto.

4. suloemwx, zmotöutjon, Ziuaubluus n. o. !. fou ölkootüobou kapieren.

Oeffentlicher Anzeiger.

5. 1114113171606 Wbliaamoou, kxbrikou umi Erooabuäol. 6, ?ombjoäeno WWW.“ Utotarjaobo Mesa.

Inserate udexrmeu an: das Ceutral-Anmeex-

zu Berlin,

Bureau deutschen Wen

Mohrenstraße Nr. 45, die Annoncen- Expeditionen dec „Iuvalideudauk“, Rudolf Mosse, Haaseuftekn & Vogler, G. L. Daub: & Co., E. Büttner & Winter, sowie alle übrigen gr ßeren

lotte, Aunonceu-Bnreans.

7. 8. 'l'baator-Qu-oixou. ) 111 (ist Börsen- 9. kmüion-Uubxiobtou. boibßo.

R

Steckbriefe und Untersuchungs- Sachen.

4645] [ Steckbrief. Dcr Bankier Carl Paul August Miether ist in der Untersuchungsiache wider Mietber und Genossen - U. 87. 1876. 11. -- wegen Unterschlagung zu einem Jahr 1_1_11d dr_et Monaten Gefängnis; und zum Verlust der burgerlrchexi Ehren- rechte auf die Dauer zweier Jahre rechtöirafttq ver- urtbeilt worden. Seine Festnahme behufs Straf- vollzugs hat nicht ausgefübxt werdexi kömien. Es wird ersucht, den verurtbe1lten_Miether _i_m Be- tretungöfaüe festzunehmen und M11 aUen bei 15114 ["_1ch vorfindenden Gegenständen und ledernxm die Koritg- liche Direktion der Stadtvoigtet-Gefangmffe hier- selbst abzuliefern und uns hiervon zu benachrichtigen. Beschreibung. Alter: 43 Jabre_(_gcb. 31. Jaguar 1835), GeburtSort: Berlin, Religion: evangelisch, Größe: 5 Fuß 5-6 3011, Haare: blond, (Gesichts- bildung: !änalicb, Gesichtsfarbe: gcsund, Gestalt: kräftig, Bart: blond, Backenbart._ Berlin,_ den 9. Mai 1878. Königliches Stadtgxricht, Abxheilung fü?) Untersuchungssachen. Deputation 11, fur Ver- ge en.

Steckbriefs - Erledigung. Der hinter den Kaufmann Waldemar Robert O_artuug wegen wiederbdlter qualifizirter Urkundenfaschurzg m_iter dem 29. Januar cr. erlassene Steckbrief Wird hier- durch uriickgenommen. Berlin, den 10.511167: 1878. Königlziches Stadtgericht, Abtheilugg fur uiiter- suchungssachen. Deputation 1. [ur Schwurgerichts- sachen.

Steckbriefs-Erneuerung. Der _unter _Nr. 110 des „Reichs-Anzxigers“ vom 12. Mar pr. Hinter den Militärpflichtigen Heinrich Gottfried Lutz aus Mabnwiy und (Genossen am_11_. Apr_1l 1877 er- lassene Stcckbrief wird hiermit m Erinanxing ge- bracht. Stulp, den _18. Mai 1878. Komgliches Krengcricht. 1. Abtheilung.

Gegen den früheren Wirt!)_ und Kaufmann Adam Bachmann von Mülhetxn a./d. Rubr,__zu- le t in Aschaffenburg wohnhaft, isi wegen betruge- ri chen Bankerotts Haftbéfehl erlassen. Ich ersuche im FaUe der Betretung den Bachwann verhaftet) und hierher einliefern zu lassen. Broich, den 21. Mai 1878. Königliche Krcngerichts-kautatwn. Dm: Untersuchungsricbter.

Steckbrief wider den Wegen Betrugs und Unter- schlagung gerichtlich verfolgten Melljanikus George Walter von Caffe], mit Ersuchsn um esxnahme u_nd Nachricht anbcr. Cassel, den _21. Mai 1878. Königliche StaatSanwalLschaft. W 1 lhelmt.

Ediktal-Vorladung. Auf Grund der: Anklage vom 10. Mai 1878 und §. 140 des Reichs-Straf- eseßbuchs wird gegen: 1) den Katiormkssohn ZLoxciecb M05 aus Ostrowo, 2) den Arbeiter Joseph Cierpka aus Bögdaj, 3) den KnechtCasper Kurzawa aus Chwaliözew []„ 4) den Arbeitersobn Andreas Perkowicz aus Szklarka przygodzka, 5) den Arbeiter- [ohn Ykichael Nitka aus Bledziarzow, 6) den Yiagd- ohn Wawrzyn Biernat aus Klein Topola, _7) den Knechtssobn Roch P10cienniczak aus MUzmki, 8) den Knecht Anton Koniecki aus Podkoce, 9)_ den Tagelöhnerfobn Martin LudwicZak aus Jelttow, 10) den Wirthssohn Paul S0j a_ aus Skrzebow, 11) den Jesuiten Kasimir Mielicki au_s Adelnau, je 1 zu Krakau _in Galizien, 12) den [Ztschcrgesellen - oses Selig aus Adeinau, 13) den 5 ackex Nathan Lewi aus Ostrowo, 14) den Joseph Michel _aus Ostrowo, 15) den Cigarrenmacher Mortche MuÜer aus Ostrowo, 16) den Schaje Skop aus Ostrowo, 17) den Cigarrenmacber Perez Tisch aus Ostrowo, 18) den Thomas Witecki aus Ostrnwo, 19) _den Adalbert Gorczyüski aus RaSzkow, 20) den Arbeiter Thomas Jausch aus Granowiec, 21) den Thomas KuZzejda aus Uciechow zule t in RaSzkow, 22) den ' Michael Michalak 31198 icbalski aus Jankow przvgodzki, 23) den Johann Matuözak aus Schivarz- wald die Untersuchung wegen Verlaffens des Bt_mdxs- gebiets ohne Erlaubniß, um sich dem Militar- dienste im stehenden Heere oder der FlottZ zu_ent- ziehen, eingeleitet und zur öffentlichen mundltchen Verhandlung der Sache ein Termin auf den 6. September 1878, Vormittags_9 Uhr, v_or dem Kollegium der Kriminal-Deputatton im Styungs- saale der 1.Abtheilunq angeseßt. Da der Aufenthalt der Angeklagten unbekannt it, so Werden dieselben hierdurch in Gemäßheit des rtikels 46 des Geseßes vom 3. Mai 1852 zu dem gedachten Termine mit der Aufforderung öffentlich vorgeladen, in demselben zu erscheine_n u_nd die zu ihrer Vertheidigun? dienen- den Beweism_1t_tel mijzubringen, oder so che dem Gericht: so zeitig vor dem angese ten Termine an- zuzeigen, daß fie noch zu demie ben herbeigeschafft werden können. Jui FaUe des Ausbleibens der Angeklagten wird unt der Verhandlung und Ent- scheidung der Sache in oonrumacjam vorgegangen werden. Zugleich wird zur Deckung der die Ange- klagten möglicherweise treffeziden Strafe und Kosten des Verfahrens auf das 1m_ Jnlande befindliche etivaige Vermögen derselben bis zur Höhe von Vier

undcrt Mark ein Arrest gelegt. _ Cr. 379/78.

|roWo, den 11. Mai 1878. Königliches Kreis- gericht. ].

Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen :e.

Brennholz-VersteigcruuZÖ Aus der Königlichen Oberförsterei SchWeriu a./ , sollen am Mitt- woch, den 5. Juni 1878 von Vormittags 10 Uhr ab im Schüyenbause zu Schwerin a./W. folgende Bt_ennbölzer vom Cinscblage pro 1878 öffentlich meistxzietend verkauft werden: 1) Aus sämmtlichen Schlage_u des Reviers etwa 400 Rmtr. Kiefern, Kloben m rößeren Loosen. 2) Aus der Totalität circa 3000 mtr. Kiefern-Brennbölzer aUer Sorti- mente m beliebigen Loosen. Die Schutzbeamten

werden diese Hölzer den Kaufliebhabern bereitwiüigst vorzeigen. Sämwrku a./W., den 20. Mai 1848. Der Königliche Oberförster. Rothe.

Es soll den 7. Juni d. I. im Henkelscb .! Kruge in Dammendorf nachstehendes Holz: UB?- nana Theerofen, Jagen 2, 6, 14. 20/22: 9 Rmtr. Eichen Knuppel, 6 Rmtr. Eichen Stock- bolz, 6 Rmtr. Eichen Reiserbolz 1. Kl., 6 Rmtr. Erlen Knüppel, 830 Rmtr. Kiefern Sckoeit und Knüppel, 51_8 Rmtr. Kiefern Stockholz, 518 Rmtr. Kiefern Reistrholz ]. u. U.; 2) Be aug Chacob- fee, Jagen 42, 43, 66: 80 mtr. Eichen Scheit und Knüppel, 11 Rmtr. Eichen Stockholz, 22 Rmtr. Eichen Reiserholz ]„ 343 Rmtr. Kiefern Scheit und Knüppel, 33 Rmtr. Kiefern Stockholz, 91 Rmtr. Kiefern Reiserbolz 1.; 3) Vegang Dam- mendorf, Jag. 81, 84, 89/92: 380 Rmtr. Eichen Scheit und Knüppel, 60 Rmtr. C'icben Stockholz, 140 Rmtr. Eichen Reiserbolz1., 640 Rmtr. Kiefern Scheit und Knüppel, 74 Rmtr. Kie- fern Stockholz, 80 Rmtr. Kiefern Reiserholz ]. u. 111. _im Wege der Lizitation öffentlich an den MeiUbiejenden gegen gleich baare Bezahlung ver- kauft werden, wozu Kauflustige an dem gedachten Tage auf Ort und Stelle Vormittags um 10 Uhr hiermit eingeladen werden. Dammendorf. den 20. Mai 1878. Der Oberförster. Beermann.

[4646] Die Licftrung von: 240 Helmen mit Schuppenketten und Ko- karden, 240 Kalber-Tornistern, 80 Paar weißen und 40 Paar braunen Tornister- riemcn, 80 weißen und 40 braunen Leib- riemcn obne Schloß, 200 weißen und 10!) braunen Leibriementaschen, 100 braunen Yiant1riemen, 1560 (*Hewébrriemen, 120 Kochgeschirren und 120 Paar Kochgeschirr- riemen sol] im Wege der Submission Vergeben werden. Offerten find verfiegelt mit der Aufschrift: „_Submission auf Außrüstungsstücke“ unter Bei- fugung von Proben bis 3. Juni d. J. portofrei einzusenden. Cottbus, den 23. Mai 1878. Die Bekleidungs-Kommission des 6. Brandenburgisckxen Infanterie- Regiments Nr. 52.

[4113] Bekanntmaäxnng.

Die Erbauun eines weistöckigen massiven Dienst-

wohngebäudes eim La oratorium zu Alt-Torney, anschlagßmäßiger Preis 29 242 „44,

sol] im Wege der General-Entreprise dem Mindest-

fordernden iibertragen werden,

Hierzu ist ein Termin auf Dienstag, den 28. Mai ds. Vormittags 10 * Uhr, in unserem Bureau, rauenstraße Nr. 53, anberaumt, wozu Offerten einzurcichen find.

Die aÜgemeinen und speziellen Bedingungen, sowie die bezüglichen Zeichnungen liegen ebendaselbst zur Einsicht offen; die Bedingungen können auch gegen Erstattung der Kopialien abschriftlich mitge- theilt werden.

Stettin, den 7. Mai 1878.

Artiüerie - Depot.

[4092] Im Wege der öffentlichen Submission [oÜen am 3. Juni 1). I„ Vormittags 111 Uhr, zur Liefe- rung vergeben werden: 10 Last : 480 Hektoliter Holzkohlcn.

Die Bedingungen lie en im Bureau der Direk- tion der Artillerie-Werk tatt zur Einsicht aus und können gegen Erstajtung der Kopialien Unterneh- mern übersandt werden.

DanziZ, den 6. Mai 1878.

öniglickxe Artillerie-Werkstatt.

Eisenbahn Verlin-Nordhausen.

[4506] Abtheilung Aschersleben.

Die Lieferung von 127 Stück bearbeitkten Treppen- stufen und 1922 Quadratmeter Fußbodenplatten aus Granit für den polygonalen Lokomotivschuppen auf Bahnhof-(Eüsten, sowie von 170 Quadratmeter Ab- deckplatten aus Sandstein für die Bodebrücke sokl im Wege öffentlicher Submission vergeben Werden.

Zeichnungen und Bedingungen find während der Dienststunden im Abtheilungsbureau zu Aschers- leben, „Ueber dem Wasser Nr. 29“, sowie im Ge- schäftslokal des Berliner Vaumarktes, Berlin, Wil- helmstraße 92/93, einzusehen, auch können die Be- dingungen auf portofreies Ersuchen ge en Erstattung der Schreibgebühren von dem Abt eilungsbureau bezogen werden. Geeignete Unternehmer wollen ihre Gebote bis zu dem auf _

Sonnabend, den 1. cZuni er., Vormittags 10 *Uhr,_ festgesetzten Termin veosiegelt, portofrei und mit ent- sprechender Aufschrift versehen an meine Adresse ein- reichen, und Werden die eingegangenen Gebote zur Terminsftunde in Gegenwart der erschienenen Sub- mittenten (;_Föffnet werden. Nach dem Termin ein- gehende Ge ote können nicht berücksichtigt werden.

AsckxerSleben, den 14. Mai 1878.

Der AbtheilZan-Baumeister. o e.

[4647] Submission. Damvffähre bei Tönning.

Die Lieferung und AufsteUung des eisernen Ober- baues der Landungsbrücke nebst angehängter Klappe, veranschlagt zu 18400 Kilogr. Schmiede- und Guß- eisen, sowie die fertige Lieferung des dazu geböri en Potiwns mit eiserner Haut und hölzernem e- rippe, enthaltend 18 600 Kilogr. EFM und 30 Kubm. Holz, so!] im Wege der öffentli en Submission vergeben werden.

Offerten mit der Aufschrift: „Lieferung der LandungSl-rücke __und Ponton“ sind bis zum Termin aMEZF W

17. Juni d. J., Vormittags 10 Uhr, versiegelt und frankirt bier einzureichen, worauf die Eröffnung derselben alsdann in Gegenwart der etwa erswienenen Submittenten stattfinden sol].

Ueberdrücke von Kostcnanschlag, Zcickzxxungcn und Bedingungen find gegen Franco-Eimendung von 12 .“ von hier zu beziehen.

Tönniny. den 21. Mai 1878.

Königliches Kreisbauamt. ». Wickede. [4628]

Angebot von Arbeitskräften.

Die Arbeitskräfte von 40-50 männlichen Detinenden unserer Anstalt sollen unter günstigen Bedingungen zu indusirieUen Ar- beiten kontraktlicki vergeben merden.

Unternehmer, welcbe hieran im Ganzen oder 1[)eilweise reflektiren, können von der unterzeichneten Direktion die näberen Bedinguwen erfahren.

Bemertt wird hierbei noch, daß Kosten durck) seine Lage an der Bahn Posen-Brcslau bequeme Verbin- dung hat und die Arbeitskräfte jsderzeit disponible gemacht werden können.

Kosten, den 21. Mai 1878.

Die Direktion (226/5.) des Arbeits- und Landarmenhauses.

[4500]

Bekanntmachung. Celle, den 18. Mai 1878. In der StrafaQstalt (Celle sind die Arbeitskräfte von ca. 100 Gefangenen im Ganzen oder auch gethcilt zu vergeben. Näheres durch die Königliche Strafanstalts-Dkrektion.

[4609] Hannoversäxe Staatssahn. Suhmisfion auf Lieferung von: 3 Personenzug-Locomotiven, 3 Tender-Locomvtiven, 2 Satz Reservestücken. Termin: Donnerstag, den 6. Juni 1878. Vormittags 10 Uhr, _ im maschinentecbnischen Büreau der Königlichen Eisenbabn-Direktion. __?Zon letzterem Bedingungen gegen 6 „46 zu be- zre en. Hannover, den 16. Mai 1878. __ Masckxiuenteckmisckjes Bureau der Königlichen Eisenbahn-Direktion. Overbeck.

[4508] Bekanntmachung.

Für die unikrzeichncte Werft foÜen 20 Waser- tanks beschafft werden.

Lieferungsofferten find werfiegelt mit der Auf- schrift „Submission auf Lieferung von Wasser- tanks“ bis zu dem am 8. Junicx., Nachmittags 4 Uhr, im Bureau der unterzeichneten Behörde anberaumten Termine einzureichen.

Di.o Lieferungsbedingungen und Zeichnungen, welche auf portofreie Anträge bis zum 27. d. M19, ge en Erstattung der Kopialiengebühren resp. der Sel st- kosten abschriftlich mitgetheilt werden, liegen in der Registratur der unterzeichneten Werft zur Einficht aus. '

Kiel, den 13. Mai 1878.

Kaiserliche Werft. -

[4695] Anktionsbckunutniachung.

Am 5. Juni 1878, von Vormittags 10 Uhr an, imd die darauf folgenden Tage [511 eine zum Kreditwesen dcr Aktiengesellichaft: Maschin'n- bauverein zu Chemnixz, vormals C. F.Schel1en- berg, gehörige Partie Maschinen, Werkzeuge, Ma- terialien, insbesondere eine horizontaleBohr- und FraiSmaschine mit starkem Rädervorgelege, eine mittelgroße Hobelmaséhine mit Getrisbe und Zahn- stange, eine dergleichen große mit Räderiibersexzung, div. große Leitspindel-Support-Drebbänke mit u- bebör, eine Schraubenschneidemaschine nach W it- wortszystem mit Zubehör, eine Cylinder-Bohr- maschme mit Zubehör, eine Ventil-Bohrmaschine, cine Lochpreffe, eine Bandsäge, Überdem eine große Anzahl anderer Werkzxugmaichinen wie Bohr- und Fraimeaschinen, Support-Drehbänke,Shapingmaschi- nen, ferner ein außer Betrieb geseßter Dampfkessel für vier Axmosphären incl. Armatnr, sowie eine große Partie Schraubstöcke, Feilen, Schrauben, Muttern, Werkzeugstahl nnd Ei1en in den Räumen des gedachten Fabriketabliffements, Zschopauerstraxe Nr. 21, gegen syfortige Baarzablung an den Mei bietenden versteigert Werden, Was hierdurch unter Hinweis auf den am Gerichtsbrette, Theaterstraße Nr.__48, aushangenden Anschlag bekannt gemacht wir .

Chemnitz, den 20. Mai 1878,

Königliches GerichtSamt im Bezirksgericht, Abtheilung fJi_ir Konkurssaihen. o r.

[4295]

Nordhausen-Erfurter Eisenbahn.

' Jn Gemäßheit §. 6 des

7 Allerhöchsten rivilegiums

vom 20. Februar 1871 über- 400,000 T aler Priori-

täts-Obligationen sind folgende 22 Stück der [eßtern

zur AUSloosung gelangt: Nr. 231, 464, 547, 635,

741, 742, 925, 1003, 1155, 1196, 12861359, 1765,

2015, 2058, 2227, 2374), 2467, 2561, 2724, 3115, 3923.

Die Rückzahlung im Nominalbetrage von je 100 Thlr. : 300 .46 erfolgt vom 2. Januar 1879 ab- k.;

Nordhausen, den 10. Mai 1878.

Die Direction.

Wocheu-Ausnuise der deutschen Ä Zettelbanken.

Uebersicht ver Provinzial-?(ktkcn-Bauk des [4663] Großheriogthnmx Posen am 23. Mai 1878.

406178: Metallbestand “kü 701,220, Reichs- kaffensckyeine 914 520, Noten anderer Banken .“ 17,600, Wechsel „76 4,514,020, Lombardforde. rungen .“ 882,250, Sonstige Aktiva .44 384,520.

kussjya: Grundkapital .“ 3,000,000, Reserve. fonds .“ 750,000, Spezial-Reserve „74 30,710, Um- laufende Noten ck 1,909,400, Sonstige täglich fällige Verbindlichkeiten „14 20,470. An eine Kündigungsfrist ebundene Verbindlichkeiten „M 641,530. Sonstige

assiva „44 39,050.

Weiter begebene, im Jnlande zahlbare Wechsel

,“ 183,070. Die Direktion.

Woäjen-Ueberficlxt der Städtischen Bank [n Breslau am 23. Mai 1 78.

„letij'a. Metallbestand: 943,680 .“: 87 .] Bestand an Reichskaffenscheinen: 13,395.“ Bestand an Noten anderer Banken: 402,400 „44 Wechsel: 5,136,849 „M 04 45. Lombard: 2,343,950 „(. Effexten: 434,923 „74 75 «3. Sonstige Aktiva: vaca .

l'nsslta. Gmndkapital: 3,000,000 „74. Re- serve-Fonds: 600,000 «44 Banknoten im Umlauf: 1,995,600 „74 Tägliche Verbindlichkeiten: Depositen- Kapitalien: 3,058,210 36 An Kündigungsfris ge- bundenc Verbindlichkeiten: 512,000 „44 Sonstige Passiva: vacat. _

EventucÜeVerbindlichkeiten aus Wetter bcgebenen, im Inlande zablbaren Wechseln: 111,735 .“ 14 .],

[4649]

Verfchiedene Bekanntmachungen.

[4658] Bekanntmachung. _

An dkr biefigen städtischen Bürgerjchule ist eine Lehrerstelle, dotirt mit 1650 „46 Gehalt und 300 „44 Wohnungsgeldzuscbuß, sofort zu besetzen. _ _

Geeignete Bewerber, Welche die Mittel]ckul- Lehrerprüfung und namentkick) _im Französischen be- standen haben, werden aufgesorderf, ihre Bewer- bungsxiesucbe bis zum 15. Juni cr. einzureichen.

Posen, den 20. Mai 1878. (ck 010. 243,15.)

Der Magistrat.

[4656] _ _ _ _ _ Schlesische Vereinsbank in Ltqmd. Die Herren Aktionäre der Schlesischen Vereins-

bank in Liquid. werden Hierdurch auf Grund der Beschlüffe vom 29. April cr. zu einer

außerordentlichen Generalversammluug

auf

den 27. Juni d. J., Vormittags 91 Uhr, im Geschäfiklokale der Bank, Blüchcrplaß Nr. 14, ergebenst eingeladen. _

Gegenstände der Verhandlung sind:

1) Antrag eines Aktionärs: die flottanien Mittel der Bank den Aktionären gkgc'n Lombardirung der Aktien zur Verfiigung zu steUen.

2) Wahl eines Liquidators an SteUe eines aus- scheidenden.

Zur Tbeilnahme an der Generalversammlnng sind nur solche Aktionäre berechtigt, tvklche mindestens 20 VoÜ-Altien 9. 300 „ki oder 50 Jnterimssck)cine 5 100 Thaler Nominalbetrag befilzen und dieselben bis spätestens 8 Ta e vor der Gencralversammlung

bei unserer KasZe bierselbst, oder bei Herrn Jacob Landau in Berlin, bei dem Frankfurter Bankverein in Frank- furt a./M., _ bei _den Herren L. Behrens & Söhne m Ham- urg niedergelegt Haben. _ __ Breslau, den 23. Mai 1878. (2. 010. 204/0.)

Der Aufsichtsratl).

L ed c rm a n n , Vorsiyender.

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Redacteur: I. V.: Riedel.

Verlag der Expedition (Kess el)- Druek: W.E16ner.

Drei Beilagen (einschließlich Börsen-Beilage),

Berlin

492611069766

Erste Beilage

zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Auzeiger.

„;;/«x 121.

Königreich Preußen.

Bedingungen der

Aufnabtne in das Seminar für Lehrerinnen und Er- zieherinnen zu Posen.

Die Aufnqueprüfung in das Königliche Seminar der Lehre- rinnen und Erzieherinnen zu Posen findet in diesem Jahre am Moxi- tag, den 5. August, Mdrgens_ 8 Uhr, in dern Zeichensaal der Luisen- stiftung" statt und 1st_ eme mgndlicbe und schriftliche. Aspirantinnen. haben 1161) vorher bei dem _Drrektor der Anstalt mündlich oder schrift- lich zu welden unte_r„E1nretchung:

]) eines Zcugnti1__es über sixtlicbe Unbescholtenheit,

2) eines solchen uber den bisdahin erhaltenen Unterricht,

3) eines Tauf- un_d Konfirmationsscheines,

4) eines Gesundheits-Attestes, welches von dem betreffenden Kreis- Yhyfikus nach de_m Erlaß vom 7. Juli 1840 auSgestellt ist,

5) eines Repaccmatwnsscheines,

6) eines rnit guter Handschrift geschriebenen selbständig abge- fasztcn Lebenélaufeö.

_Zu_r Aufnahme wird das zurückgelegte fechSzehnte Lebené-jahr

ver ang . An Vorkenntnissen Werden im Allgemeinen die Leistungen einer

__"

* guten höheren Mädchenschule gefordert:

]) In der Religion: ._3, von dei) Evangelifchen:

Bekann_ischait mtt der heiligen Geschichte alten und neuen Testa- meniszWibxes _Scbau [__atZZs.

_ ie ptr_an_tn : efähigt sein, die bekanntesten biblischen Geschichten [rer, im Ans_ch_[uß an die Ausdrucksweise der Bibel zu er- zahlen und ubex den reitgiösen und sittlichen Inhalt derselben Aus- kunft_ zu cktbeilen. Dieselbe muß ferner den Katechismus mit den Erklarungen nach W0r1-_und Sachknhalt beherrschen, die wichtigsten Belegstcüxn aus der heiligen Schrift, sowie passende Liederverse aus- Wendtg wissen und Veiwtele aus der biblischen Geschichte zu denselben anßebexi konnen. __

Sie _muß nber _den Inhalt der einzelnen Bücher der heiligen SÖrlst eme_ allgemeine, uber das 1. Buch Mose, Psalmen, die vier qungelißn, die Apostelgesckxicbte eine etwas genauere Auskunft zu erthe11_217 im _Stande_ sem. Sie muß die Hauptsachen von der Reformgtronsgexchickpte Wxsien und etwa 20 geistliche Lieder inne haben, in den _Inhalt derselben eingefiihrt sein, sie mit guter Be- tonung und rmx gutem Ausdruck vortragen, sowie über die Verfasser Rechenschaft geben können.

_ _ _b. von den_ Katholischen:

Ve-annt1_chaft_m1t _den heiligen Thatsachen alten und mum Tcsiamentß 1111_ Atischlu]; an die Fassung eines guten Historien- buche_s, Renntntß des Schauplakzes derselben, Uebung im uifinden der m den Crzahlungen xntha tenen Glaubens- und Sittenlehren, Zahl, Einihetlung, Haupxinhalt der biblischen Schriften; Wort- ge_treue Kenntnis; des großerxn DiözesankateÖiSmus, Verständnis; seines Jn_k)al_ts. Auch mus; _d_te Aspirantin mit den Diözesan- und ZZZ _Uorzu_g1_ichsien__SéuykÉingxn erk Kixchc in _ibremIZeben und

ircxi, ovie _mr en 2 een eann ein, eren erri tun katholischen Christen geboten ist. s ck g

_ _ 2)_Jn_1 Deutschen: . Aspirantm muß lautrwhtr, logi1ch richtig und fließend vom Watte lese_n und ubt'r das elesene Rechenschaft geben können. Sie muß die Hauptarten der Poesie an Proben aus den deutschen Klasfikern kennen gelernt haben nnd einixxe Gedichte (insbesondere Balladen)_yon (Gdetbx, Schlüer, Uhland, Ryckert u. s. w., die ihrem Berstandmffe zugangltch smd, auswendig wisien, mit Verständniß und ?_ytem Ausdruck spxechen und über ihren Inhalt AUÄkUUft geben _onnen. S1e_ muß im Anschlusie an ein gutes Lesebuch in die wich- tigsten Erscheinungeii der_ deutschen Literaturgeschichte (besonders des 18. Jahrhunderts eingefuhrt sein. Ferner muß Aspirantin Kennt- ntß der Word, or_tbi_ldung§- und Saßlehre haben und die einzelnen Regelwauö mustergulttgexi Beispielen deduzirm können.

Sie muß orthograpinsch und grammatisch richtig schreiben und Aqisaßx, deren_Stoff ihr gcgebsn 111, oder in ihrem Anschauungs- kreise liegt, fertigen können.

_ _ 3) Im Franzöfisckyen:

_ Yspxrgntin muß genaue Kenntniß der Fkrmlebre und Syntar bis emsch_[ch_[lch der Lehrx vom Subjunktiv (also etwa Plöß, Schul- grgmuiatik 18 §. 55)_beschen. Sie muß diesen Besitz durch korrekte mundliche und schriftliche Uxberseyungen aus dem Deutschen in das Franzosische nachweisßn. Sie my? endlich mit korrekter Aussprache emen leichteren franzosischen Schr: tsteller lesen und übersetzen können.

_ _ 4) Im Englischen: _ Sicherheit der o_rmenlehre und Syntax etwa nach dem Um- [azige von Platx, T 611 1. Korrektes Lesen und Verständniß eines leichteren SchriftsteUers. 5) Im Rechnen:

Gewandtheit und Sicherheit im Kopfrechnen, Vertrautheit mit der Weise des Tafelrechnens innerhalb der 0161: Spezies mit unbe- nannten _und de_nannten Zahlen, mit ganzen Zahlen, mit gemeinen und Dezimalbruchen _an Cxenzpeln aus der Regel-de-tri (Stoff also etwa nach Stuhba einschließlich Heft 5). Gründliche Kenntniß des Maß- und Gewichtssystems.

_ _ 6) In der Geschichte: Kenntnis! der wichtigen Thatsachen aus der alten, mittleren und

neueren Gefchichte. Speziellere Kenntniß der prkußischen Geschichte. _

_ _ 7) In der Geographie: _ Die Hauptbegrtffe aus der mathematischen Geographie, 0119e- meme Kenntnis; der Erde und der Erdibeile, spezielle Kenntniß Europas, ipezielLste Deutschlands nacb pbyfisÖer und politischer Be-

ziehung. _ 8) In den Nafurwiffenschaften: _Kenntniß wichtiger Repräsentanten aus den drei Naturreicben, sonore der wichtigsten pbyfikalischen Geseße.

9) Im Zeichnen :

Einige Uebung im Freihandzeicbnen, dokumentirt durch eine zur

Prüfung mitzubringende Zeichnung.

10) In der Musik:

a. Im Klavierspiel:

Genaue Kenntni der Durtonleitern und ihr füeßendes Spiel durch vier Oktaven indurck) unter besonderer Berücksichtigung des ricbttgen Fingerfaxzes. Die Kenntniß sämmtlicher Notenrverthe,

a_usen„ sicheres Notenlesen, Bekanntschaft der gebräuchlichsten musi- allscben Fremdwörter. _ b. In der Theorie der Musik:

Die Kenntnis; der Jntervallenlehre, fichere Bekanntschaft mit d_er Lehxe von den :]:ken und den, die Kenntniß der Vorzeichen sammtlicber Durtonleitern, sowie dieser selbst. Kenntni der Dur- und MoÜdreiklänge, sowie der Verwandtschaftsverhältni e zwischen Dur und Moll.

a. Im Gesangc: __ Aspirantin muß eiue Reihe vorgespielter Töne fieber nachfingen onnen.

Mangel an musikalischer Fertigkeit schließt zwar nicht von der

4

Berlin, Freitag, den 24. Mai

Y ]

Aufnahme ins Seminar, wohl aber von der Tbeilnabme am Klavier- unterricht aus.

_Fur Wohnung im!) Beköstigung__baben die Zöglinge der Anstalt selßit zu ]orgen. Die Wahl der Penitonen unterliegt der Bestätigung deschDikators, der übrigens auf Wunsch gern geeignete Familien na wei] .

Das Ho__norar, welches für die Zeit des zweijährigen Unterrichts 288 „44 Herr_agt, kann denjenigen Zöglingen, welche ein Dürftigkeits- Attest beibringen, auf 180 „44 ermäßigt und unter der Bedin ung gestundet _werden, daß sie fich verpflichten, in den ersten beiden ak)- ren nacb ibxet Entlgffung jede von dem Provinzial-Schul-Kollegium [Lid den) Direktor i_ur annehmbar erachtete, und ihnen überwiesene SteÜe m_ der Provinz Posen anzunehmen und jenes Honorar in den ersteri drei Jahren nach ihrer Entlassung in jährlichen Raten zu 60.44 an dre Kaffe der Anstalt zu zahlen.

Posen, den ]7. Mai 1878. Das Königliche Provinzial-Sckoul-Koüegium. Guenther.

Statistische Nachrichten.

_ (Stat; Corr.) Das amtliche Quellenwerk „PceußischeStafistik“ wird in seinem T_(b. Hefte, dessen Veröffentlichung in kurzer Zeit zu erwarxewsteht, die Ergebnisse der Gewerbezählung vom 1. Dezember 1875 m ihren) vollen Umfange m_ittheilen und damit von der preußi- schen Industrie das ausführliche Bild bieten, Welches bisher ge- wonnen wurde. Dex Einleitung, Welche den umfangreichen Tabellen dieses Baxides vdrausxzeschickt i:t, entnehmen wir heute die folgenden Yntgabeki uber die gewerbliche Dichtigkeit im preußischen

aa e.

Auf einer Fläche von 347 509 (]]-m fanden sich in PreuZen am 1. Dezember 1875 25 742 404 ortSanwesende Personen. iervon waren_m den gewerblichen Betriebsstätten, die der Rahmen der Ge- iverbxzahlung _uxnfaßte, 3 625 918 und außerdem in den Armce- und Yg_x_ne_-Werk]tatten 13 334, zusammen also 3 639 252 Personen be-

a tg .

Fiir die gesammte Bevölkerung konnte die VolkSzäblung des Jahres 18“75_5ei der gleichzeitigen Aufnahme einer Jndusiricstatistik von der Ermrt__telung des Berufsstandes absehen, um so mehr, als erst _1871 hie_ruber Untersuchungen angestellt waren, und deren Er- gebnisse in einem so kurzen Zeitraume kaum eine wesentliche Aendc- rung erfahren haben. Soll daher den (Herverbtreibenden im Sinne der deutschen Jndustrieftatistik die Zahl Derer gegenübergestellt wer- den, welche dem anderen wichtigsten Theile der Produktion, dem Ackerbau und der Viehzucht, ihre Kräfte widmen, so muß auf die Erhebung des Jahres 1871 zurückgegangen werden, die in Preußen 2985 384 Belemer in der Landwirtbslhast erwerbthätig fand. Wie diese; und im Gegensaß dazu die gewerbtreibende Bevölkerung arif die einzelnen Provinzen des preußischen Staates fich Vertheilten, zeigt nachstehende Uebersicht. Es Waren

davvn erwerbtbätig

in der

Land- wirth-

schaft

1871 476 489 249 449 162 634 208 001 452 366 213 955 155 203 321739 207 376 159 965 364 805

orts- im anwesend Gewerb- fleiß

1875 228 418 527 279 139 717 101 744 575 288 348 960 147 334 264 243 352 473 219 615 724 405

in den Provinzen zusammen

1875

3 199 171 3 126 411 1 462 290 1 606 084 3 843 699 2 168 988 1 073 926 2 017 393 1 905 697 1 467 898 3 804 381 Hohenzollern. 66 466 9 836 13 402 23 238 Im ganzen Staatc . 25 742 404 3 639 252 2 965 384 6 624 636

Die Größe der absoluten Zahlen, die in dieser Uebersicht zu- sammengesteklt find, hängt natürlich in_erster Linie davon ab, welche Flächenausdehnung die einzelnen Provmzen der Bevölkerung bieten, und daher kann die beabsichtigte gewerbliche Charaktcristik der ein- zelnen Gebietstheile nicht gewonnen werden, wenn nicht zuvor diese Verschiedenheit ausgeschieden ist. Dies ist in folgender Uebersicht geschehen; 68 lebten auf 1 qkm

704 907 776 728 302 351 309 745 1027 654 562 855 302 537 585 982 559 849 379 580 1089 210

Preußen . . Brandenburg Pommern

sM . . . . . Schleswig-Holstein . annover . . estfalen . . effen-Naffau .

heinland

darunter Erwerbtbätige ÉLTZLKTseL-L im (Gewerb- in der Land- fleiße 1875 wirtbschaft 1871

51,2 3,7 7,6 78,4 48,5 55,5

in den Provinzen

Yreußen . . randenburg . Pommern . Posen . . Schlesien . 95,4 ' . 85,9

(: [en . . . Schleswig-Holstein . 58,8

annover . . . 52,7

estfalen . . 94,3

effen-Naffau 93,7

heinland . 141,0 Hohenzollern . 58,2 Im ganzen Staate 74,1 10,5 8,6

Auf den ersten Blick zeigen diese Zahlen,-daß die größere Dich- tigkeit dcs Beisammenwohnens mit einem Uebergewicbt der indu- striellen über die landwirthschaftliche Bevölkerung and in and gebt. Offenbar ist das kein Zufall, sondern es beste 1 ein urxäcbli- cher Zusammenhang zwischen eiden Erscheinungen. Den Bewo nern, die sich enger auf eine gegebene Fläche zusammendrängen, verbietet die Natur der Din e, den Unterhalt ausschließlich oder nur über- wiegend durch die odenbeWirtbscbafxung zu gewinnen. Solche dichte AnhäufunTen der Bevölkerung, wie tt_t der Provinz Schlesien und in den MLU chen Theilen dcs preuÉistben Staates, gesigttet nur ein blü endet: und auSgedehvtcr ewerbfieiß. Wenn dieser aber die Schranken beseitigt, welche sorzst dle Bodenverbältniffe der Bevölkerung und ihrer Agglomeration seßen, so _macht er sie

leichwobl nicht daVon unabhangig; dem; das; in dieser oder jener egend die gewerbliche Thätigkeit [lch meder_läßt_ und dereini t, ist doch _Lelbst nur eine Folge der i'm tigen Bedmgungen, die der_ oden für i re Entwickelung bietet. n früherer Zeit wa_ren es die reich- lichen Wafferkräfte und die roßen Holzvorrat?» die der Industrie ihren Standort in den Ge irgstbalern anw es__en; eute, _Wo die Triebkraft des Wassers durch die des Datzipfes uberflugelt ist, Lind es der Reichtbum an Mineralien, die naturliche oder durch Verke rs- wege vermittelte Nähe der Koblenlager,_Welche_ auf einem engen Raum die Entfaltung der modernen Gryßmdustrte, das massenhafte Zusammenwirken von Kapital und Arhert, exmöglichen. _

Jm GeseUfcbaftsleben ist aber die Wirkung stets wieder Ur- sache“ auch die Dichtigkeit der Bevölkerung, die im Gefolge_des Ge- werbfleißes auftritt, wird selbst de_r maghtrgste Hebel fur dessen weitere Entwickelung und äu ert darubetx hinaus auf die Landivtrtb- schaft ihren Einfluß. Die 0 en mitgetheilten Zahlen legen dar, das; in den industriellen Gebietstheilen die acker auende Bevölkerung

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1878-

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regelmäßiZ) näher beisammenwohnt, als in den industrieärmeren (Se-

genden. a es sich aber hier nur um erwerbtbäti e Bewohner ban-

del_t, so folgt daraus, daß dort, um ein Stück Lan zu nu ca, eine roßßre Menge von Arbeitern nötbig ist, und der landwirl) chaftliche etklkb m gndkren Bahnen s1ch bewegt, als hier.

_ So bertchxen jene_Zah[en über die verschiedenartigsten Verhält- n_1ffe, der_en Ge]qmmtivtrkung in der gewerblichen undlandwirtbschakt- l_t_chen Dlch11gk811 erkannt wird. Da aber der preußi1che Staat nicht sur fich allein, sorzdern nur in Gemeinschaft mit den anderen Staaten des DHutschen _Reiches ein einheitliches VerkehrSJebict bildet, so darf auch_ die pre_ußt]che Jndustriestatistik zumeist nicht auf sick) selbst be- schrankt __blezben, sondern müssen vielfach die verwandten Verhältnisse in dem ubrigen Deutsckzland berücksichtigt werden. In dem genannten Bande des amtlichen Quellenwerks ist dies geschehen und dabei fest- JOesteÜt worden, daß nach den Ergebnissen der Gewerbezäblung das

eytsche Reich Ulch1 mehr 018 vorwiegend ackerbauender Staat er- scheint; denn V0_n den 79,2 Einwohnern, welcbe Hier im Mittel aus einem Quadratkilometer leben, waren in gewerblichen Betriebsstätten 71071) der Zahlung von 1875 12,0, in dsr Landwirtbschaft 1871 10,3 Personen thatig.

Kunst, Wissenschaft und Literatur.

Nach dem Monatsbericht der Königlich preußi- ichen_AkcxdemiederWissenschaften zuBerlin für Februar lasen _m dieiem Monat folgende „Herren: Curtius , Das Leokorion und die Volkßyersammlungßräume von Athen. Lepfius, Ueber die zweit; Mittheilung des Hrn. Oppert in Paris, die babylonisch- asiyrisckpcn Maße betrkffcnd. Kirchhoff, Ueber die Abfaffunqszeit der Schrift vom Staate der Athener. Kronecker, Ueber Sturmscbe Funktionen. vom Rath, Ueber ungewöhnliche und anomale Flächen de? (Hrgnat aus dem Psxtscher Thale. Websky, Ueber die Licht- xeilexe _]cbniqlcx Krystgliflgchen. Weber, Fortseézung der Abhandlung uber die 81110358119622517101176. _Kronecker, Ue er die Charakteristik von Funktwnenßsiemen. Wangerm, Ueber die Reduktion der (Gleichung (1917 (197 (1217 . , , _1-__-2+-_1_-2-[- ___-2- : 0 auf gervohnliche Differentialgleichungen.

Reichert, Uehxr die Konstruktion der Hirnsckyaale mit Rücksicht auf ihre mechanischen Leistangen als Angriffs- und Vertbeidigungswaffe. _ _ Jm Verlage von _Edwin Schloemp in Leipzig erscheinx in diesen Tagen von dem eutlletonisien Fritz Wernick unter den Titel: „Paxis_und _die eltausstellung 187 eine Sammlun von A0fsa§en,_m denen der Verfasser aUe Erfahrungen niedergeleg hat,_ die er wahreyd [eines wiederholten Aufenthaltes in dem neuen 5Yaris und speziel] von der AussteÜung und deren Ein- richtu.1_g zu machen Gelegenheit hatte. Das Büchlein dürfte nicht nur eme angenehme Reiselektüre_ für 011€ nach Paris Reisenden, sondern auch durch die Fülle emgestreuter praktischer Winke ein guter Führer fUr die Ausstellung sein.

_ .Vie_r Jahre in Afrika 1871-1875,“ von (Ernst von Weber, zwei Theile, Leipzig, F. A. Brockhaus, 1878. _ Der reise- lustige Verfasser Hat_ fich_im Jahre 1871 durch die Nachrichten von den neuentdeckten afrikani1che_n Demantenfeldern bewegen lassen, diese Fundstätten aufzusuchen, au] wxlchen er beinahe 4 Jahre verweilt und von wo er dann die Ruckreise nach seiner Vaterstadt Dresden über Madagaßcar, Zanzibar, den Suezkanal, Konstantinopel, Odessa, Moskau und St. Petersburg auSgeführt hat. Die 30 Kapitel _des Buchs, welche diese Reise behandeln , smd aus den Briefen entstanden, welcbe der Verfasser aus der (Ferne an seine Familie geschrieben hat_; sie geben den Eiudruck der kleb- nisse und Anscbammgen frisch wieder, was bei dem Leser das Inter- esse für den an ["ich schon fesseltiden Gegenstand der Schilderun en noch steigert. Der Verfasser hat in Südafrika aber auch mit F eiß statistisches, _vvlkswirthschaftlicbes und historisches Material esam- melt, so da]; sein Werk nicht nur eine anYnehme UnterbaÉunas- lektüre bildet, sondern mannigfachen neuen ufschluß auch in poli- tischer Beziehung über _die südafrikanischen Länder enthält, was um so wiÜkommencr ist, als es bisher an Schilderungen aus jenen Ländern voin deutschen Standpunkt aus noch fehlt. Um das Werk in dieser chhtung bis auf die neUeste Zeit fortzuführen, hat der Verfasier in einem Nachtragskapitel auch die neue11en Er- eignisse in Südafrika besprochen. _

Das Werk, welches Sr. Majestat dem König Von Sachsen ge- widmet, ist mit Illustrationen versehen und von der Vrrlagsbandlung in geeigneter Weise würdig außgestatfet. ,

- Zu der Gustav Freitag-Gallerie (Verlag von Edwin Schlömp in Leipzig), welche bis _B1, 16 vor escbritten und eines der- jenigen Werke ist, welche die Reichskommisséon für die deutsche Kunst- aussteÜung nach Paris geschickt hat, ist demnachst ein sehr interessanter Beitrag von dem Altmeister deutscher Malerkunst, Adolf Menzel, zu erwarten. Das Bild, welches der Künstler zu diesem Zweck_Legen- wärtig noch auf der Leinwand bat, behandelt eine historische Icem, von ergreifender Wirkung: „Fr_iedrich de_r Große, umgeben von seinen Vertrauten, laßt sich bei Fackelbeleucbtung dxen Sarg des großen Kurfürsten öffnen.“ Die Porträttreue, verbunden mit dem Ernst des Moments und der koloristischen Wirkung, wird das Bild zu den gelungensten der werthvoÜen Sammlung zählen lassen. Die Episode lehnt sich alierdings etwas frei an die Freitagßhe Schilderung der Regierungsjahre Friedrichs des Großen in ck

„Bildern aus der deutschen VeKangenheiT“) an, ist jedenfa 9 aber

charakteristisch cnug für die epräsentation der_ Zeitgenossen. -- Gleichzeitig erfa "ren wir, daß auch von dem bewahrten Illustrator Herm. Kaulbacb, als Pendants zu seinem „Rest der Zaunkönige“, einige weitere Motive aus dem Freytagsckyen Roman .Die Ahnen“ gezeichnet werden.

Gewerbe und Handel.

Ueber die Thätigkeit der österreichisch-ungarisckpen Schiffswerften während des Jabreß 1877 wird aus amtlichen QueÜen berichtet, daß auf den österreich1schenWerften im verflossenen Jahre neu gcbaut Wurden: 29Segelschiffe, 4Dampfer und 179Barken im Gesammigebalfe von 7719 t; ausgebessert wurden: 127 Segler, 92 Dampfer und 171 Bakken mit einer Gesammt-Tragfäbigkeit von 110 738 t. Auf den ungarischen Werften wurden 7 Segler und 3 Barken von zusammen 4006 1 neu gebaut und 1 Segler von 79 t: angebeffert. Zusammen in beiden Staats ebieten wurden neu ge- baut: 36 Segler, Dampfer und 18 Bakken, auSqebesiert: 128 Segler, 92 Dampfer und 171 Barken. Das mit dem Schiffbau beschäftigte Personal zählte in den zehn österreichisch-un arisxben

afcnbezirken 1998 Mann, darunter 34 Schiffbaumeister, 51 arlirer, 78 Zimmerleute, 368 Kalfaterer, 227 Marineschmiede, 165 Tischler, ]45 Säger u. s. w. Der Werth der auf den 25 Werften und_22 Stapeln der österreichischen Küßenländer im Jahre 1877 auSZFfubrten Neu- konstruktionen beziffert ck mit 1496 535 Fl., jener der_ usbefferun en mit 1316 743 Js, der auf ungarischen Werften mrt 619 860 [. beziehungsweise auf 3000 Fl. Der Materialyerbraucb war folgender: auf österreichischen Werften 15789 ebm Ezchenbdlz (darunter_853 ausländisches), 2924 cbm Fichtenholz (alles mlägdtickper Produktion), 2063 cbm Lärchenholz (darunter nur 12013113 auslandiscbes), 3647 ebm Tannenb-lz, 811 cbm Buchenbelz(a11es_ meist inländiscbes Material). Der Eifenverbrauck; in beiden Staathebieten belief sich auf 311 384 1: (darunter 160151 englisches), auf 17 737 kg Kupfer_(da_runter 660 ausländisches), auf 1013 kg Zini," (578 kg _auslandtfches), auf 318_080 kg Massing und 2316 kg Blei (meist englischen und spanischen

r prungs).