1878 / 124 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 28 May 1878 18:00:01 GMT) scan diff

län erung des:")siertreikhischMalie"is “Handels- g -** Die italienische ck92 ierung hat

vertra es an „uuscht. ' ten we en

der bal en EU"- “nung von Verhandlungen in des Absch usses eines neuen Vertrages zu estimmt. - us Konstantinopel: Auf Einladung des otschafters La ard und des Admirals Hornby besuchte der österreichisch? ot- schafter, Graf Zieh , das britische Geschwader m der Bay von JSmid un wurde daselbst mit den größtqn Eher empfangen. - Die Russen halten genau die.b1s- herigen Positionen in der Umgebung von Konstantinopel ein, doch langen noch immer Verstärkungen an. - (W. T. B.) Dem „Telegraphen-Korrespondenz-Bureau wird aus verläßlicher QueUe die erfolgte Yßseßung von Adakaleh durch öfterreichische Truppen bestatigt.

Großbritannien und Irland. London, 27. Mai. (W. T. B.) In der heuti en Sißung des Oberhauses ggb in Beantwortung einer An rage Lord Cardwells der Mar q urs von Salisbury eine Erklärung ab, analog der des Schaßkan lers Northcote im Unterhause, (s. u.). Lord Redes- dale woZte hierauf das Gerücht diskutiren, wonach Rußland auf die Rück abe Bess arabiens bestehen solle. „Rebeßbale erklärte, diese rage sei eine Sache von großer Wicht1gkeit„mcht nur fiir die Vertragsmächte, sondern für jedes Lan'd und ]xden civilisirtenStaat. Lord Somerset beantragte hierauf emen O r d n u n g S r uf gegen Nedesdale, weil RedesdaZe die JnterpeYa- tion nicht vorher angekündigt habe. Hierrmt war die Sache erledigt. Jm ortgange der SZHUng erledigte das Haus dW Spezial- berat ung der Rinderpestbill. Ein Nmendement Somersets auf Streichung der Bestimmung iiber die Quarantäne „wurde von der Regierung bskämpst und mit 131 ZELM 53 Stimmen abgelehnt. Ebenso wurde ein Amendement Kipons, wonach es von dem Ermessen des Geheimraths abhängcn foU, ob bas importirte Nindvie in den Landungshiifen zu schlachten 111, gegen welches die egierung sich gleichfalls guSgesprochen haite, mit 133 gegen 36 Stimmen abgelehnt. Siimmtliche Artikel wurden inLder Fassung der Vorlage genehmigt.

Jm Unterhause erklärte heute auf eine Ayfrage Har- tingtons der Schaßkanzler Northcote, er sei noch xiicht in der Lage, Details über die Unterhandlungcn Mitzu- theilen, jedoch hätten sich die Aussichten auf das Zustande: kommen des Kongresses innerhalb der leßten Tage wssent- [ich gebessert. (Beifall.) .

Das UnterhauH trat heute in die Berathung des für dieindische Truppenexpedition gefordertenNachtrags: kredits, Fawcett erklärte, daß er seinen Antrag auf R?- duktion der militärischen Ausgaben für Indien vertage, weil demselben ein Antrag Campbeüs vorgehe. Der Campbellscbe

-Antrag ging dahin, das; zur Untersuchung der Kosten fiir die indischen Truppen, welche außerhalb Indiens, östlich vom Kap, dienen, ein besonderer Ausschuß niederFesth werde. Seitens der Regierung wurde erklärt, da sie gegen eine solche Untersuchung nichts einzuwenden habe, daß sie den Antrag aber aus formellen Griinden beanstanden müsse. Der Cam p bellsche Antrag wurde darauf abgelehnt. R lands kam (quU die Verträge von 1856 und 1871 zurück un bekämpfte die olitik der chierung in der Orientfrage Überhaupt, Gladstone beharrte dabei, daß die Verwendung indischer Truppen in Europa eine unpolitische und illegale Maßreopl sei. Harkington erklärte, er könne nicht egen

vis Frdemng der Regierung mmmen; die Maßrßgel se von

der egierun“ vollständig ausZefiihrt, das“ Haus habe des- cxlb kxme ahl und müsse die Kosten vorfcbießen. Eine

tskusstbn der Politik des Kabinets sei - unthunlich, da eine solche mehr geschehen könne, ohne das Gebeimniß zu verleßen, welches 0113 Regierung zur eit für räthlich halte. Der der- malige Zysiand Europas getatte auch kein Votum, das zur Desorgamsiruxi „dex; Heer-Zs: und FlottendiensteS fiihren könne. Es sei zwar rt tig, daß die Frage der Neutralität des Suez- kanals ernstlich alterirt erscheine, wenn es heiße, daß En land Truppen aus Indien fiir den Dienst in Europa dur den Kanal transportire, inbeß komme im Uebrigen dock) 2111623 Harauf an, ob der Schritt der Regierung durch einen dring- lichen „Notbf'akl und dUrck) welchen derselbe veranlaßt wor- deniet. DW Regierung habe bisher erklärt, daß sie eine Politik der Vorbereitnng befolge, und fiir eine solche habe sie Abspruckx auf die Genehmigung des Hauses. Die Regierung wurde „sich 91:22) einer 1chweren Verantwortlichkeit aussetzen, wenn sie, am die bisherige bezüglicbe Unterstüßung des Hau- ses sick) siüßend, ohne Vorwissen und Genehmi- ung des Parlaments zu KriegSmaßrsgeln schreiten bllte. Yer Schatzkanzler Northcote hob hervor, die Poliiik des Kabinßts werde vom Lande gebiÜigt. Das Kabmet WOÜL das Land nicht in einen Krieg stiirzsn, sonde'rn den Krieg verhindern und eine dauerhafte Lösung hxrbeifiihren. Die Politik" der Regierung sei vieÜeicht nicht die weiseste'und beste, aber sie sei eine aufricbtige und wenn dieselbe spiiter tadelnswexth gefunden werden soÜte, so möge dieselbe getadelt werden; 1th sei dazu aber nicht der geeignete Augenblick.

Hierauf wurde der Antrag, in die Spezialdebatte iiber die Nachtrags-Kreditforderung ei nzutreten, mit 214 gegen 110 Stimmen angenommen.

7- 28. Mar. (W. T. B.) Das Unterhaus hat in der Weztaldebatte den Nachtragskredit für die indischen Truppen ohne bssondere Abstimmung genehmigt.

„Italien. Rom, 27.Mai. (W.T. B.) Die „Gazzetta uffiziale'“ meldet, daß die HandelSverträge mit Oestxrreich u„nd der Schweiz bis zum 30. Jimi d. J. verlangert seien. -- De_r „Diritto“ zweifelt nicht, daß das Votum der französischen Kammern in Betreff des

andelSvertrageS günstig ausfallen werde, wenn die „ammerri von den Folgen, ]eder anderen Lösung, die nicht eme unmxttelbare und bedingungslose Genkbmigung des an- delSvertrages „wäre, durchdrungen seien. Die einfache er- tagung oder em Auffchxxbder-Ratifikation bis zum Ausxzange neuer Verhandlungen hatten keine Chancen, von den italienié schen Kammern _„angenommen ,zu werden. Italien könnte sich gegen „scinexx WLÜM gezwungxn sehe:), zu aÜgemeinen Tarifen und Differentialzöllen zu Jxeifen, die französische Regierung und die Kammern sothen tesen Punkt reiflich erwägen.

Rumänien. Bukarest, 27.Mai.“ (W. T. B.) Fürst K arl ist heute Abend hierher zurückgekehrt.

Rußland und Polen. St. Petersbur , 27. Mai. (W. T. B.) Der ReichskanÉe'r ürst GortscYakoff hat hxute das Bett verlassen. - ie gence NUs e“ schreibt, dix S_ituation werde im A(lgemeinen in einem für die Ver- standigung günstigen Sinne aufgefaßt. Die Beseßung

Adakalehs durch Oesterreich sei im Einvßrftändniß mit den Mächten erfolgt, um Hemmnissen der Schiffahrt auf der Donau vorzubeugen. Der Kongreß werde die Frage der Okkupation der türkischen Provinzen regeln.

Aus dem Wolffschen Tclegraphen-Bureau.

Brüss el, Dienstag, 28. Mai, Vormittg 6. Das Resultat der stattgehabten Provinzialwahlen stellt_ st foxgenbermaßcn: Jn Brabant verlieren die Liberalen emen Siß, im Wahl- bezirke Diest da egen sind i nen alle durch das 1i'mgst erlassene Geseß neu e chaffenen iße zugefaüen. ' den _ beiden flandrischen 5„'[Zroyinzem sowie in den Provinzen Lüttxck) und Limbur bleibt das seitherige Stimmenverhältmß unverändert; in der rovinz Antwerpen erhalten die Liberalen drei „neu geschaffene Siße. Jm Hennegau gewinnen die Liberalen emen Siß, in Luxemburg verlieren sie einekn und in Namur ver: lieren ste drei Siße. _

Paris, Dienstag, 28. Mai, Vormittags. Der Marschall- Präsident Mac Mahon empfiiig gestern im Palais Elysées die Delegirten des Postkongreffes und [ob in seiner Ansprache qn dieselben hervor; es sei sein Wunéck) daß der Weltposiverem bald zu anderen Vereinigungen auf handelSpolitischem Ge- biete Liihren möge, welche ihrer Natur nach dazu bestimmt seien, ie Solidarität der reundschast unter den Nationen zu befestigen. Dor General: ostmeister l)r. Stephan drückte in seiner Erwidernng seine Befriedigung dari'xber aus, daß der Postkongreß zur eit der Ausstellung stattfinde,_ imd hob so: dann die Verdien ie hervor, 1v§lche sich Frankreich durch seine liberalen Anschauungen und seme entgegenkommende Haltung erworben habe.

V e r i ck t über die Thätigkeit der eologischenLandesanstalt im JaJre 1877.

Wie in den Vorjahren bewegten fick) die Aufnahmen in den bisher bearbeiteten Landestheilen, nämlich im Harz, in Thüringen, in der Provinz Hessen-Nassau, im südlichen Theile der Rheinprovinz in der Provinz SchleEwig-Holsieiu und in der Gegend von Berlin und Stendal.

Neben den planmäßigen Aufnahmearbeiten isi sine geo: logische Uebersichtskarte des gesammten Harzgebirch bear- beitet und die Kartirung des Blattes Göttingen begonnen worden.

1) Der Harz. _

Jm Mittelharze brachte der LandeSgsologe 1)r. Kayser die Aufnahme des Blattes Herzber dem Abschluss? nahe und bearbeitete derselbe die südli 6 Hälfte des Blattes Elbingerode.

Jm Oberharze ist von dem Bergrath 131“. von Groddeck die Bearbeitung der Blätter Goslar und Langelsheim be- gonnen, diejenige der Blätter Clausthal und ZeÜerfeld fort- geseßt worden.

Der heutige Stand der geologischen Kenntniß des Harz- gebirges ist durch den Landesgeblogen 1)r. Lossen in einer

Uebersichtskarte im Maßstabe von 1 : 100 000 - unter Zu- grUndelegung "oer Auhagerischen Karte -- dargestellt worden,

welche vollendet vorliegt. “Dieselbe soll baldig veröffentlicht

werden. 2) Das Mansfeldscbe Becken.

'Die Aufnahme des sich an den Harz gegen Osten an: fcbließenden Mansfeldschen Beckens gelangte zu voÜständigem Abschluß. Der Landesgcoioge 1)1'. Kayser beendete die Karti- rung des Blattch Gönnern, dsr Landecdeologe ])1'. Speyer die des Blattes Wettin, so dal? nunmehr eine aus den Blättsrn Gerbstädt, Cönziern, Eisle en und Weitin znsammengessßte Lieferung druckxcrtig vorliegt, welche die bisher zwischen den Harzblättern und dLnjenigen der Gßgend von Halle bestandene Lücke schließt.

3) Das Thüringische Becken.

Innerhalb decZ nordfhüringischen Becken?» schließt sich an die LkWähUtL Lieferung Über das Mansfcldsche Becken eine ferner:: neue Lieferun , ans den 9 Blättern Riextedt, Schmp- lau, Mutschenihal, Zis elrode, Querfurt, Scha städt, Wiebe, Bibra und Freyburg be tehend. Dieselbe ist durch die Bear- beitung des Blattss Teutschenthal durch Professor 111". von Fritsch und des, Blattes Bibra durch den Lanchgeologen ])1". Speyer fertig gestellt und befindet sich in der Litho- graphirung.

m westlichen Theile von Nordthüringen steÜte Professor 01: auexbaS Blatt Langensalza und biH auf eine unsrlxb- liche Remston auc!) Blatt Hennin sieben druckfertig her und volXendete ])1'. Bornemann das B att Berka.

Jn Kurzem wird demnach auch Über diesen Theil des Aufnahmegebietes eine aus den Blättern Treffurt, Langnla, Langensalza, Kreuzbur Berka und Henningsleben zusammen- geseßte Lixferung zur eröffcntlichun kommen können.

Oe'stlick) von hier bearbeitbte der andesgeologe 1)r. Speyér die östliche Hälfte von Blatt Tennstädt, vollendete das Blatt Gebesee und stel1te auf Blatt Andisleben den geognosiiscben Anschlnß an leßteres her.

Jm ThüritHxeJU Walde selbst ist durch den LandeSgeologen Professor Dr. eiß die Aufnahme innerhalb dsr Blätter Brotterode und Friedrichswde fortgeseßt worden. Auf Leßte- rem war auch Professor 1)r.v0n Seebach im Anschluß an seine Aufnahmen auf Blatt Tamback) kurze Zeit thätig.

Professor 01". von Fritsch beendete die Aufnahmen auf Blatt Suhl fast ganz und seßte die Bearbeitung von Blatt Schleusigen fort.

Hofrath Professor 1)r. E. (H; SFmid schloß die Kartirung von Blatt Ilmenau ab, seßte die ufnahmen innerhalb der Blätter Kramchfeld und Blankenhayn fort und revidirte Blatt Kahla.

Hofrath Professor Dr. Emmrich vollendete unter Mit- wirkung des GeYimen Bergraths Professor 1)r. Beyricb die Kartirun der lätter Altenbreitungen, Oberkaß, Helmers- hausen, asungen und Meiningen.

Hofrat Direktor Dr. Richter bearbeitete weiter egen Osten die lätter Remda, Schwarzbur und Gräfentha und führte auf'den früher abgeschlossenenB ätternOrlamünde und Saalfeld einige NachtraZungen neuerer Aufschlüsse aus.

, Professor Dr. Th. iebe steUte'die Blätter Triptis, Pör- m1ß, Néustadt und Zeulenroda fertig_ und begann die Unter- suchung innerhalb der östlich anschließenden Blätter Weida, Berga, Nmtschau, Greiz, Mielesdorf und Schönbach.

Es liegt hiernach eine aus den 6 Blättern Roda, Gan: golx, Neustadt, Triptis, Pöxmiß und Zeulenroda bestehende Lie erung zur Publikation fertig vor.

[)|-: Lore voÜendete die Aufnahme dxr Blätter Spechts= brunn und onneberg und begann diejenige der Blätter Steinheid und Neustadt, nordöstlich von Coburg.; Derselbe untersuchte ferner Behufs des Anschlusses zinischen den Blättern Spechtsbrunn und Gräfenthal den südlichsten Theil des Leßtern.

4) Der Regierungsbezirk Eassel.

Jm nordöstlichen Theil dieses Gebietes smd von dem LandeSgeologen 131-. Moefta die Blätter Ermschwerd im hessi- sYen Antheil und Rotenburg vollendet, Altmorschen und «eifertshausen theilweise bearbeitet . worden. Durch das Blatt Ermschwerd ist eine aus diesem und den Blät- tern Ahrendshauscn, Groß-Almerode und Allendorf gebildete Lieferung druckfertig geworden, deren Publikation in Angriff genommen ist. Weiter südlich hat Vrofxffor 131". von Könen die Untersuchungen in den Blättern Friedewald und Geisa fortgesetzt und in den Wkftlick) anstoßenden Blättern Hersfeld nnd Eiterfeld begonnen. Die Blätter Vacha und Lengsfeld sind von dcmselben revidirt worden. '

_ Im südlichen Theil der Provinz Hessen hat Dr. Bückmg die Bcarbeitung des Blattes Gelnhausen nahe zu abgeschlossen und die der Blättér Salmiinster und Altengronau begonnen.

5) Der Regierungsbezirk Wiesbaden.

Zn diessm Landesthsile Zcit Landesgeologe 1)r, Kock) die Blätter Idstein imd Ketten ach vollendet, wclche nördlich an die in der Publikation befindliche erste Lieferung iiber den rechtsrhciuischen Taunus angrenzen.)

6) Die Rheinprovinz.

Im südlichen Theile der Rheinprovinz hat Landesgeologe Grebe die geognosiische Kartirung der Blätter Wadern, Lebach und Tiirkiswiihle voÜendet, die1en1'g6 der Blätter Schweich, Schönberg, Birkenfeld, Kronweiler, Freisen und Lichtenberg begonnen bez. fortgbseßt und innerhalb der Blätter Ottweiler und St. Wendel die Revision der Arbeiten des ])1'. Rolle weiter geführt.

7) Die ProvinzSchleswig-Holsiein.

Die Aufnahmen in ber Provinz Schleswig-Holstein _fiir die Zusammenstellung emer Uebersichtskaxte im Maßjtabe 1 : 200 000 (Rßimannscbe Karte) sind durch Dr. Meyn zum Akzschluß gebracht worden. Die Uebersichtskarte liegt voll: en et vor.

8) Die Gegend von Berlin und Stendal.

Die Aufnahmen Unter Berücksichtigung der agronomischen Verhältniss in der Gegend von Berlin sind innerhalb der 9 südwestlichen Blätter Keßin, 2Fahrland, Teltow, Werder, Potsdam, Groß-Veeren, VeeliH, ildenbruck) und Trebbin so wsit gefördert worden, daß diese Blätter nach einer theilweis nock) erforderlichen Revision durch den Landßsgeologen Pro: fessor 1)r. Berend noch im Laufe des Sommers 1878511111 Druck ebracht werden können. Außerdem sind die Blätter Tempel of ganz, Lichtenrade: und Zossen zur Hälfte in der Aufnahme vollendet worden. In dem Arbeitsgsbiet westlich der Elbe sind die Blätter 119118111189" 111111 Viswarck so weit bearbeitet, daß dieselben zusammen Mit dem Blatts Calbe nach erfolgter Revision binnen Kurzem gleichfaüs druckfertig gestellt werden können.

Stand der Publikationcn.

Nach dem vorjährigen Berichte waren Ende 1876 publizirt: '

Lieferung 1. bis 17111, znsammen. . . . . . 45 Blätter. AUS dem Jahre 1877 [160611 zur VUblikation bereit: Lisferimg 18 Über das Kyffhäitsergebirge nsbst Ungend,

zusammen . . . . . . . . . . . 9 lätter Lieferung )(. 3. Rheinkartenlieferung, mit. . . 6

)(111., Umgegend von Gera in Ost-

Tl)üringen, mit . . . . . . . . .

. zusammen . 19 Blätter,

so daß mit obigen 45 Blättern in Bälde 64 Blätter in 11 Lieferungen publizirt ssin werden.

Daß die obigen 19 Sektionen noch nicht zur AueZgabe ge- langten, bat darin seinen Grund, daß zugleich mit der Kyff- häuserliefsrung Profile pnblizirt werden solLen, welchs den interessantsn Bau dieses Gebirges näher erläutern Und daß die Drucklegung dcr Erläuterungen fiir die 3. Kartenlioferung aus dem rheinischen Gebiet durch noch ausstehende Unter- suchungen Über die auftretenden Eruptivgcsteine verzögert wurde. Die Erläuterungen fiir die [eßtgenannte Lieferung über die Umgegend von (Hera sind im Auflagedruck voÜendct.

Es liegt fernbr noch vor der litbograpbische Auflagedrnck von 6 Blättern der geologisch=agronomi chen Karte iiber die Gegend um Berlin, und zwar die Blätter Linum, Crem- men, Natten, Marwiß, Markau Und Rohrbeck, welche binnsn Kurzem als die 1. Flachlanleieferung nnd Lieferung )(1. der Spezialkarte von Preußen iiberhaupt erscheinen werden.

Ebenso ist von der )(1. Lieferung der Farbendruck der westlichen Blätter Naumburg, Camburg und Bürgel bßreits ausgeführt, und es wird mm, nach erfolgtem Eingang der Eintragungen iiber die Braunkohlenablagerungen Seitens des» Königlichen Ober-Bergmntes zu HaÜ'e, der Farbendruck der östlich anstoßenden Blätter Camburg, Bürgel und Eisenberg möglichst beschleuyigt werden.

Außerdem erd nunmeLr mit der Herstellung der Farben- platten fiir die 6 Blätter er 1. Tammslieferung begonnen, und es smd überdies die 6 Blätter Harzgerode, Pansfelde, Leimbqck), Schwenda, Wippra, Mans eld als eine 2. Harz- kartenlieferung, sowie die 9 „Blätter Riestedt, Schrap'lau, Txutschenthal Ziegelrode, Quexfurt, Schafstädt, Wiehs, Bibra und reyburg als eine an die K ffhäuserlieferung östlich angrenzemde Kartenferie dcm Lithograp en zur gcognosti- schen Drucklsgung übergeben worden.

_Von Abhandlungen ist das 1; Heft des 11. Bandesx „Beiträge ur fossilen Flora. Steinkohlen-Kalamarien mit besonderer erückfiLYtigung i rer Fruktifikationen. Von PW- feffor'vr. CY: C'". eiß; ne st einem Atlas mit 19 litho- grapshirten afeln“ inzwischen zur AuSgabe gelangt und eben o das 2. Heft desselben Bandes: „Rüdersdorf und Um- gegend. Auf geognbftischer Grundlage agronomisckzbearbeth von Professor Dr. A. Orth; nebst einer geognostisch-agronom1- Lehen Karte in Zarbendruck“. Ferner liegt zur Ausxzabe bor as 3. Heft de elben Bandes: „Die Um egend von erlm- Allgemeine Erläuterungen zur geogno tisch=ag1rcmormsch€n Kgrte_ derselben. Von Professor Dr. (H. Berendt; 1. Theil mrt einem lithographischen Kärtchen in Schwarzdruch“.

De'bit_der Publikationen. Nach dem vorjähmgen Berichte betrug die Zahl der debi- tirten Kartenblätter überhaupt . . . . . . 4972 Blatt. In 1877 wurden verkauft: von Lieferung 1. Gegend von Nordhausen 76 Blatt 11. Jena 34 111. Bleicherode 33 17. Erfurt 31 “,“ 7. Halle 3 :, 71.Saarbrücker teinkohlen: revier, 1. Theil 129 711.SaarbrückerSteinkohlen- revier, 11. Theil 89 17111. Richelsdorfer Kupfer: schiefergebirge _77__,_,__

472

Im Ganzen debitirt 5444 Blatt.

Von Abhandlungen wurden verkauft: von Band 1. Heft 1. (Eck, Rüdersdorf) . . . .

1. 2. (Schmid, Thüringischcr

Kemper) 1

3. (LasPeyres,Rothliegendes von Halle) 8 4. (Meyn, Insel Sylt) . . ]. (Weiß,UeberStcinkohlen: Kalamarien) ....... 38 1,1. . (Orth, Rüdersdorf) . . . 61

. Sonstige Gegenstände.

Fiir die m diesem Jahre in Göttingen stattfindende Hauptversammlung der Deutschen geologischen (Heseüsclmft hat Professor Dr. von Seebach die Bearbeitung des Meßtisch- blattes Göttingen in Angriff genommen. „„

Berlin, den 30. April 1878.

1 Exemylar,

1-

'

1].

k/

Haucbecorne.

Statiftifthe Nachrichten.

Das Statistische Jahrbuch der Stadt Berlin enthält eine Uebersicht der Lehrkräfte und der Frequenz der Unterrichts- anstalten in Berlin für das Wintersemester 1876/77. Es waren hiernach 1) an der Königlichen Friedrich Wilhelms-Universität 204 Lehrer tbätig bei 4597 zum Besuch der Vorlesun en berechtigten Psrsonen (davon 2490 immatrikuliite Studenten?. ie Königliche Bergakademie und geoloZiscbe Landesanstalt zähte 11 Lehrer und 111 Studirende, _die “öniglicbe Bauakademie 77 Lehrer und 1085 Studirende (einschließlich 50 Hospitanten), die Königliche Ge- Werbeakademie 61 Lehrer und 658 Studirende (einschließlich 108 Hospitanten). , . '

Di: Zahl derLeHrer an diesen Königlichen höheren Lebr- anstalten in Berlin betrug hiernach 353, die der Studirenden 6478. Es waren aber außerdem in Berlin an höheren Lehranstalten, für welche die Daten theilweis fahlen, vorhanden: die Königliche Krichakademie (35 Lehrer, 300 studirende Offiziere), das riedricb- Will)elms-Jnstitut und die medizinisÖ-chirurgische kademie (die Zahl der Studirenden ist bei der Universität mitgerechnet), die [andwirtbschaftliche Lehranstalt (17 Lehrer, im Jahre „1875 39 Akademiker), die Akademien der bildenden Kunste, die akademische Hochschx71e für Musik (22 Lehrer, 1875 208 Schüler), das Königl. Institut für Kirchenmusik (4 Lehrer, 14 Schuler); auch die im Jahre 1876 nach Charlottenburg verse te Artillerie-„und Ingenieurschule muß hierher gerechnet werden. m Ganzen bilden die Studirenden in Berlin mehr als ein Drittel des entsprechetzden Jahrgangs der entsprechenden Altersklaffen der gesammten mann- lichen Bevölkerung. '

2) An mittleren Unterrichtsanstalten waren in Berlin 4Kbnigliche und 9 städtische Gymnasien, 1Königliche und 6sti1dtische Realschulen und 2 GeWerbeschulc-„n Vorhanden. Auf den Gymnasien Waren 306 Lehrer für 5973 Schüler, auf den Real- und Gewerbe- schulen 242 Lebrec für 5140 Schüler thätig. Auf 166,4 Einwohner Zam 1 Gymnasiast und auf 193,7 Einwohner 1 Real- und Gewerbe- chüler.

Die beiden Königlichen und die 3 städtischen höheren Töchxer- schulchn mit 112 Lehrern und Lehrerinnen Witrden von 3198 Schu1e- rinnen besuch1. In diese Kategorie gehört auch noch die Kön: tn- Luisenstiftung, über deren Frequenz keine Daten angegeben ind. Die Zahl der Lehrer und Lehrerinnen an den oben „genannten mZtt- leren UnterrichtSanstalten beträgt 660, die der Schuler und Schule- rinnen 14 311. ,

Als Königliche Fackyunkerrickytsanstalten, Welche nicht zu den Akakemicn gerechnet Werden, find noch zu nennen: daß Kadxttenbaus (63 Lehrer und Erzieher, 682 Kadetten), die Artillerte-Sfchießs'ckzule, die OberfeuerWerker-Schule, die Central-Turnanstalt, die' zmt der Tbi.rarzneischule (9 Lehrer, 130 Schüler) verbundene Militar-Rofz- arztscbule und Lehrschmiede, die Hebeammen-Lebranstast, dre Kunst- und Gewxrkschle (17 Lehrer, 1875: 996 Schüler). .

3) Von den Königlichen und städtischen U nter richts a 11 | a [ten niederen Grades sind zu nennen: 18 Vorschulen, der Gym- uasien U. mit 76 Lehrern und 3594 Schülern, 3 öffentliche Mitte'l- schulen mit 2“- Lehrern und 760 Schülern, 95 Gemeindeschulen Zint 1689 Lehrern und Lehrerinnen und 67 975 Schülern und SchYle- rinnen, zusammen 1789 Lehrer und Lehrerinnen und 72 329 Schuler UNd Schülerinnen. .

4) An sonstigen Unterrichtöanstalten xedks Grades. find noch zu erwähnen: 16 Schulen von Vereinen, Kirchen urzd Jnßtttuten mit 84 Lehrern und 2322 Schülern, 2 jüdische Schulen 17111 33 Lehrern und 970 Schülern, 6 höhere Privat-Knabenschulen niit 71 Lehrern und 1671 Schülern, 36 höhere Privat-Töchterschulen Mit 612 Lehrern und Lehrerinnen und 7599 Schülerinnen, die Berliner andelßschule mit 179 Schülern, 18 Pcivat-Mittelscbulen für Kna en MW 175 Lehrern und 5956 Schülern, 22 desgl. für Mädchen mit'274 Lehrern und 6255 Sébülerinnen, 5 deSgl. für beide Geschlechter mtt 82 Lehrern und 3365 Kindern, zusammen 1331 Lehrer und 28 317 Schul_er. '

Als Hochschulen gelten das von 500 Damen besuchte Victoria- Lyceum, die Akademie für moierne Philolo ie und die ochschule fur die Wissenschaft des Judentbums; als achsckulen de Unter- kkcthanstalt des Gewerbemuseums mit 1 Direktor, 14 Lehrern und 1659 Schülern, die Handels- und Gewerbescbule für anuerx und Töchter mit 894 Damen, die UnterrichtSanstalt des Vereins junger Kaufleute mit 6 Lehrern und 274 Schülern, die Salomonsche Han- delsschule mit 6 Lehrern und 218 Schülern, sowie 2 kleinere Yandelßscbulen. 16 Privatmufikinstitute, von, Welchen 5 im ' abre 1875 539 Schüler zählten, für Malerei die Kunstschule; deancreins der Künstlerinnen und Kunstfreundinnen, ferner dret

rayarandenansialfeü für Militär und 1 für Schyüebrer, 11 Vor- aektelngSfchulen für Handwerkslebrlinge und 3 Prwat-Fortbtldungs- n a en.

Aüein für die größeren Gruppen derjeniFen,Lebranstalten, ftir wclche die Ziffern unter 1-4 zusammengezäbt sind, steUt sich em Lehrerpersonal von 4133 und eine Frequenz voz1 121435 heraus.

Eine sich auf 8 Jahre erstreckende Nachweisung iiber; 250 Lebr- anstalten macht ersiIYtlich, daß nur 9,53 0/0 der schul fltchttgen Kngben UMF 14,38% der ädchen die Schulen nicht_bch1chten, wbber zu *berucksichtigen ist, daß namentlich bei den Mad en der bauslicbe Unterricht die Schule vielfach er etzt.

„515311 den Unterrichtöanstaten des untersten Grades gehören schlie [[ noch 9 Fröbelsche Vereins-Kindergärten, 7 von „Vereinen “Unter altenen und Privat-Kindergärten. Der Fröbelverxtn unter-

tapéb eine Schule zur Ausbildung von Kinderpflegermnen und ein Ktndergärtnerinnen-Seminar.

Kauft, Wissenschaft und Literatur.

Roux,18._Ykai. Die Auögrabun en aus dem Palatin werden mtt groger Thätigkeit fortÖeseßt. 93" letzter Zit wurde die Rennbghn des Septimius everus zu Tax; gefördert. Man hat zu. diesem Zweck 20000 ohm Erde außgegraben. Der Umkreis des Ctxcus von ovaler orm .ist voÜkommen erbalkn. Man fand dabei ezne Unzahl Bru stücke von Säulen und BaSreliefs. Einer der schonsten Fxxnde auf diesem Theile des Cäsarcnvalastes ist eine Statue von weißem Marmor, welche die Ceres darstellt. Leider feb- len Kopf und Arme. * ' - JmBerlage von Ernst Siegfr. Mittler u.Sob;1 bierselbst ist_ soeben eme neue Aussabe der .Verordnunk über die Er- ganzung d_es Offizier-Corps der Kaiser ichen Marine "ck| Allexbocbster Kabinets-Ordre vom 10. März 1874“ erschienen. Dieselbe tft durch Einfügung der mit AUerböchster Kabinets-Ordre vom 11. Januar 1877 angeordneten Abänderungen berichtigt.

Land- und Forstlvirthschaft.

Das östexreicbiscbe Ackerbau-Ministerium veröffentlicht über dxn Stan"d 5er Saaten in Oesterreich Mitte Mai d. J. etnen_au8fubrltchen Bericht, dem Wir Folgendes entnehmen: Eine diirchjchjnßltch norma'le Temperatur und mäßige, glücklich vertheilte N1edchrschlagchnalso eme Witterung, welche für die Saaten nicht gunstiger gewahlt werden konnte, zeichnete im Allgemeinen die erste Mathalfte W- Von Maifrösten blieben die weitaus meisten Gegenden _betderNRcichsbälften gänzlich verschont und wo sie auf- traxexi, blieben ire. auf ein Minimum von -30C. nnd die Be- schadigungen „zumeist auf Jrübkartoffeln und Bohnen beschränkt; nur 111 _wemgen Fällen wurden Obst, Wein, Hopfen, (Gerste und Mats betroffen, während die übrigen Getreidearten und thterpflanzen, soweit die Berichte reichen, gänzlich Verscbont bltxben. Entsprechend dem Witterungßgange standen alle Saaten, Wmferungen' wie Sommerungen, die Hackfrüéhte, soweit die- selben bereits sichtbar waren, Feldfutter und Wiesengras, _HJsen, Wem und Obst im Allgemeinen vortrefflich und versprachen m t nur mczstenjheils gute und sehr gute Ernten, sondern zum guten Tbetlx auch 1olche von seltener Ergiebigkeit. Ro gen stand in der nordlichen unb mittleren Zone mit Außnahme der älteren Lagen, wo _er schoßte', Mitte Mai bereits in Aebren und Wurde dessen Blütbe m ,der Mittleren Zone ]schon etrva in Wochenfrist erwartet; in ver- schiebenen Gegenden der südlichen Zone blühte er bereits. Der Weizer) war in der nördlichen und einem Theile der mittleren Zone Ocsterrelchs mit AUSUahme der kälteren Lagen größtentbeils im Sch9ssen, m dersüdlichen und einem Theile der mittleren Zone stand er bereits in Achten. Der Raps stand in der nördlichen one größten- tbeils erst in Blütbe, während er in der mittleren und südlichen schon abgeblüht und reichlich Schoten angesetzt batte. Gerste und Hafer waren nicht nur überall mit höchst seltenen AuZnabmen an- gebaut, sondern auch Lchon im Wachstbum erfreulich vorgeschritten und hatten sich kräftig estockt. Auch dcr Anbau von Mkais, Kar- toffeln und Rüben war Mitte Mai mit wenigen, bezügli-b der beiden letzteren Kulturpflanzen die Gebirgögegenden der nördlichen und mittleren Zone betreffenden Aanahmen schon überaÜ voÜendet. Dkselben sind gut ausge angen und werden oder Wurden bereits be- hackt, Kartoffeln zum TZeile auch schon behäufeli, die Rüben an vielen Orten auch schon vereinzelt. Ziemlich aÜgemein wird Lu- zerne seit Anfang des Monats und Rothklee seit Mitte Mai zur Grünfüttcrung gemäht, und machten nur die Nordostländer in dieser Bezicbung noch eine AnLnahme. Die Heumabd auf den Wiesen batte Mitte Mai bereits begonnen in Steiermark, Süd-Tirol und im Küstenlande. Der Hopfen rankte in Ober-Oesterreich bereits meterboch empor. Der Wein seßt überall reichlich Trauben an. Von Krankheiten blieben die Reben bisher verschont. Das Obst hatte in den wärmeren Lagen, sclbst der nördlichen Zone von Oester- reich, größeren T eils Verblüht; in den kälteren Lagen hingegen, so namentlich in Sa zburg und Vorarlberg aber stand es größtentbeils in Blüthe. In Bozen Waren am 11, d. M. die ersten Kirschen am Markte. Auf den Obstbäumen zeigten fich in manchen Gegenden Raupen, «ck die Maikäfer schadeten viel. Birnen lassen an vielen Orten nur eine mittelmäßige, an manchen eine schlechte Ernte er- Warten. Die Seidenraupen in_Süd-Tirol und Görz haben bei reichlich Vorhandenem Futter die zWette Häutung glücklich überstanden.

Gewerbe und Handel.

In der gestrigen außerordentlichen Generalversammlung der Vaubank Metropole Wurde die Liquidation der Geseüschaft be- schlossen und der bisherige Direktor Hencke zum Liquidgtor gewählt.

- In der Genxralversammlung der Ostp reußi1chen Süd- babn-Gesellscbaft berichtete der Vorsißsnde über die im Herbste 1). J. erfolgte Alxsführung der KortVertirung der Obliga- tionen [. Emission. Demnachst Wurde, nach Erledigung des Geschäfts- bericbts pro 1877, znr Wahl von 2Verwaltungsrathsinitgliedern und von 3 Revisoren gcschritten. Nachdem die Revisoren Über die Prü- fung der vorjäbrigen Bilanz und die ertbeilie Dechargirung der Rech- nungen pro 1877 Bericht erstattet hatien, wurde der Verwaltungs- rail) autorifirt, zu gelegener Zeit die erforderlichen Maßregeln zu er- greifen, um die Konvertirung der,“ Zinsen der Prioritätöobligationen 11„, 111. und 17. Emission von 5 auf 44 % nachzusuéhen.

_ In der Generalversammlung der Tilsit-Jnsierburger Eisenbahn Wurden die ausscheidenden Mitglieder des Verwaltungs- ratbes, sowie die bisherigen Revisoren wieder gewählt. Betreffs dcs Verkaufs der Bahn an den Staat wurde von Seiten des Vertreters der Majorität die Bereitwilligkeit derselben im Prinzip auSgesprocben, die bis jetzt genannten Entschädigungßofferten aber als zu niedrig be- zeichnet. Jm Uebrigen erklärte man (Zeh "ausdrücklich zu weiteren Verhandlungen geneigt. Die Dividende etragt 39/10'70 der Stamm- Prioritäts-Aktien.

- Die Gesammteinnahmen der Oels-Gnesen er Eisen- babn in 1877 beziffern _sich incl. 4623 „44 Uebertraa von 1876 auf 889 707 „M Hiervon entfallen 309 266 „M auf den Personenverkehr, 451294 „46 auf den Frachtverkehr und 124 485.“ auf Extraordinaria. Die Gesammt-BetriebSausgaben betrugen 698 014 „M oder 78,4 0/0 der Betrieböeinnabmen. Der Ueberschuß steUt sich somit auf 191692 „74, wovon 23 250 «74 dem Reservefonds, 161750 „ck dem Erneuerungsfonds iiberwiesen und 6692 «FC auf neue Rechnung vor- getragen werden. '

-- Der Wollmarkt zu Stolp i. P. findet in diesem Jahre am 14. Juni statt. '

Königsbergji. Pr., 27. Mar. (W. T. B.) Pferdemarkt. Haupt: und Nebenmarkt stark bexe t, ziemlich reger Handel, Ver-

äufer halten auf hohe Preise, pra ttges Wetter.

-- 28. Mai. W. T. B. Pferdemarkt. Hauptmarkt rubi es (Geschäft, Nebenmarkt lebhafter, Züchter halten auf bbbe PreiJe, iZwischenhändler: handeln lebhaft; das Ausland betbetltgt i Wen g. sch - Aus dem Geschäftsbericht der Oesterreichischen'Nord- Westbahn find folgende Daten entnommen: Die Totalemnabme auf den garantirten Linien im PSION?"- und Gutexverkebr stellte sich auf 7096 026 F1. oder 795 59 Fl. meßr als tm Vor abre. Auf dem Ergänzungßneß betrug die Gesammtemnabme 37306 9F1. oder 677 120 Fl. niehr. Die Betrieböausgabe stellte fich ggf dem garantirten Nes auf 49,34 0/0 der Einnahme, auf dem Erganzungs- neß auf 43,10 0/9. Der Betriebsübechbuß des gaxanttrten Netzes beziffert sich auf 3 595 143 F1. Der Reinuberschß betragt 3 521 738 Zl. in Noten oder umgerechnet zum Durchschmttßcouxfe von 109,55 [. Silber 3 214 731 Fl. Da die provisorisch ermittelte Summe des garantirten Reinerträgniffes 4111 228 Fl. in Silber betragt, so er- giebt 111) für das abgelaufeneJabr ein Erfbrderniß von 896 497 l. in Si ber aus dem Titel der Staatharantte, formt um. 734 368 [. Weniger als im Vorjahre, resp. um 1034 503 [. wem er _als im Staatsvoranschlage pro 1877 angese t jvar. UF dem rganzungs- neß betrugen die Einnahmen 373 639 Fl., dte BetriebSaUSJaben 1 607 832 Fl., verbleibt somit em Ueberschuß von 2122 807 F1. Es verbleibt pro 1877 ein Ertrag von'2001158 Fl. Von, demselben sind zu bedeckzn: die Zinsen der Obligationen Laer. Z„ die dem Er-

anzungöneß zur Last fallenden Quoten an den ZinsU der Obligationen m. von 1874 mit 306 065 Fl., an den Zinsen der schwebenden Schuld mit 348 430 Js. und an dem Ertragßabgang der Beamten- wobn- und Yrbetterbauser mit 10832 Fl, zusammen 1 994 496 Fl„ so daß fich em Ueberscbuß von 6662 F. ergiebt.

_ Nack"dem Jahresbericht des bayerischen Gewerbe- musxums fqr 1877_ bat daffxlke auch im abgelaufenen Jahre sich nach jeder Sem? bm m erfxeultcher Weise entwickelt. Das wichtig??! Vorkommmß des Jahres, dre Erwerbung eines entiprecbenden Plast! zu einem nothtyenbtgen Neubau um den Kaufpreis von 172000 gescbah witer einstimmiger Genehmigung des Landesaukschuffes. Die Mcglrchkcrt, dieée Summe aufzuwmden, ohne den Betriebßmittela des Museums A bruch zu thun, ist aikein den Stiftern des Museums, den Herren Retchßraxh Frhr. von Cramer-Klett und Fabrikbesißer Lothar 'von Fabex, zu danken, indem dieselben in der Form eines Garantiefonds die aufzuwendenden Zinsen und NebenauSgaben der PlaYerWerbqng vorschußweise decken. Der Direktor der Königlichen Kunxigewerb1chule, Hr., Profeffor Gnautb, hat die Bauplanskizzeu

emernsam mit dem Direktor des Museums ausgearbeitet, wie über- aupt der Bau unxer gemeinsamer Leitung Beider zur Ausführung kommen wtrd. Wahrend die Staatßregierung einen Jahresbeitrag vbn 50000 “M., ker Kreis Mittelfranken einen solchen von 6000 .Mi, dte Herren bon ,CramerzKlett und Von Faber den Zuschuß von 17143 7“: zur (_Fxtgenz beitrugen, erhöbte der waerbverein zu Nürn- berg seinen Beitrag zuxn chemischen Laboratorium von 1200 auf 1500 „M, -und_Sx. Majestät der König von Bayern bewiÜigte 5000.“ zur VervoÜsiandtgung der Bibliothek. Die Gesammtvermebrung des Befißwertbes „beträgt im abgelaufenen Jahre in runder Summe 48000 „M Die Mustermmmlung wurde um 594 Nummern, welche 1200 Gegenstande utxtfaffen, theils duroh Ankauf, theils durcb Gc- schenke vermehrt. D!? Vorbildersammlung enthielt am Schlusse des Jahres gegen 36 400 verschiedene Abbildungen von Gxgenständen der Kunst und des Kunstgewerbes, Welche systematisch geordnet ani _460 Kartyns aufgezogen und beschrieben wurden. Die Btbqutbek _enthalt 2746 Nummern. Jm Lesezimmer lagen 79 Fachzeitschriften und 10 politische Blätter auf. Das chemische aboratorium ryurde von GeWerbetreibenden zu Anfragén in Ansprutb genommen. Die Vom, Museum berauSgeqebene eitschrift: „Kunst und GeWerbe“ unt dein Beiblatte „Mitthei ungen des Gewerbe- MuseumI“, er-freute fich einer lebhaften Tbeilnahme. Die Zahl der Besucher der Sammlizngen, der Vorlesungen, der Benützer des Lese- zimmers und des Zetchensaales betrug zusammen im abgelaufenen Jahre 46 550, Wanderaussteüungxn wurden im verflossenen Jahre in Bamberg und Straubing veranstaltet. Nach der JabreSrech- n un g pray 1877 betrugen'die Einnahmen (einschließlich eines Vortra 5 vom vorigen Jahre mrt 26 849 „M) 131167 „;ck, die Anga 11 117 234 «74 Unter den AuSgaben figuriren Criverbungen für die Mustersammlung 29 424 „M , für die Vorbildersammlung (1901 «M), für die ibkiotbek ( 412 „M). Verkehrs-Anstalten.

New-York. 26. Mai. Das Postdampfscbiff ,Mofel“, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 12. 'Mai von Bremen und am 14. Mai von Southampton abgegangen war, ist gsstern wvblbebalten hier angekommen.

-- 7. Mai. (W. T. B.) Der Dampfer „Helvetia“ von der Na'ttonal-Dampfschiffs-Compagnie (C. Messingsche Linie) ist hier eingetroffen.

Baltimore, 26. Mai. Das Postdanrpfschiff „Bal- timore“ vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, Welches am; 8. Mai von Bremen abgegangen War, ist gestern wohlbehalten hier angekommen.

Berlin, 28. Mai 1878.

Nach dem 24. Verzeicbniß _der durcb Vermittelung der Krieger- Vereine gesammelten Beitrage zur Errichtung des National- Denkmals auf dem Niederwald waren bis zum 25. d. M. eingegangen 38 814 «ck 70 H. Nach Abzug der Unkosten für 7000 Abbildungen, Porw, Drucksachen :e. (157 ck 55 „_5) verblieben 38 657 „ji 15 .S. .

Cöln, 25. Mai. Die „Cöln. Ztg.“ schreibt: Demjenigen, Webber das freudige Emporstreben der beiden Domtbürme von unten her zu beobaehten gewohnt ist, wird es in der leßten Zeit ge- schienen haben, als ob in dem Weiterbau der beiden Steinkoloffe ein Zeitpunkt der Ruhe eingetreten sei. Dem war aber nicht so, es er- mangelte nämlich die Fertigstellung der Treppentbürme und der Fialen, deren Aufbau wegen der Bewegung der Baumaterialien auf den Ge- rüsten in der Höhe der le teren hatte abgebrochen Werden müffen. Diese Arbeifen sind in der jungften Zeit ihrer Vollendung entgegen- gefübrt worden. Zugleich Wurde das zur Restauration des unteren Theile! vvm südlichen Tburme erforderliche Gerüst fast in seiner ganzen Ausdeh- nung hergerichtet, so da gegenwärtig nur noch der oberste Absaß, zu welchem das Holzwerk ereits emporgezogen wird, aufgerüstet zu wer- den braucht. Wenn dies geschehen und eine Mqschine zum Aufziehen der Steine aufgestellt sein wird, beginnen die Wiederberstellun arbeiten von oben nach unten. Sobald das Gerüst vvllendet tft, nehmen die Zimmerlaute die Weiterfübrnn 'des Gerüstes auf den: südlichen Tburme auf, während zu gleicher ett mit dem Fortbau des nördlichen Tburmes bis zur vierten Rosette begonnen wird. Die. Cölniséhe Maschinenbau- Aktiengesellsxbafx zu Bayenthal, Welche gt- genwärtig mit der Anfertigung der machtlgen Ketten zur Aufziebung der Kaixerglocke befaßt ist - die von der Direktion der Rheinischen Eisenba ngeseüsckyaft Hergeliehenen Ketten reichen nämlich nur für einen Theil der 60111 betragenden Höhe aus _, wird voraussichtlich in den nächsten Tagen mit den Vorarbeitxn' zur Hebung des Erz- koZoffess beginnen, dieselbe muß VertragStnaßtg am 15. Juli aussxu rt ein.

Das Programm für das Kuretablissement zu Wie!- baden in der Sommersaison 1878 lautct":

Morgens zwischen 6 und 8 Uhr (taglich): Moraenmufik aut Kockpbrunnen. (Städt. Kurkabeüe.) (Der Beginn der Musik wechsel]: nach dem Stande der Jabreßzeit und der Witterung.) ' *

Morgens von 11-x bis12z Uhr: Promenadenconcert m den An- lagen gegenüber der Wilhelmstraße. (Die ;Promenadenconcerte finden nicht regelmäßi statt und werden jedeßma vorher durch die Blätter angezeigt, ebenéo etwa zu anderer Zeit stattfindende Promenaden- concerte.

Mo)ntag, Nachmitta s Zz Uhr: Concert im Kurgarten. (Städt. Kurkapellezi Abends 8 hr: Concert im Kurgarten. (In der Regel Militärmu k.) , ' _

Dienstag, Nachmittags 3:1 Uhr: Concerttm Kurgarten._(Stadf. Kurkapelle.) Abends 8 Uhr: Concert im Kurgarten. (Stadt. Kuv-

k elle. ap MYWock), Nachmittags 31; Uhr: Concert im Kurgarten. (Ja der Regel Militärmusik.) Abends 8 Uhr: Abonnem'ents-Ball un roßen Saale (nacb besonderer Anzeige, sonst Concert tm Kurgarten).- LStädt. Kurkapelle.) ' _ Nachmittags 35 Uhr: Concert tm Kurgarten. (Stadil. ends 8 Uhr: Concert im Kurgarten. (In der Regel Militärmusik.

Freita , acbmittags 33 Uhr: Concert im Kurgartxn. (Städi'. KurkapeÜeF Abends 8 Uhr: Symphonieconcert ober ?roßeres Con- cert der Kurdirektion unter Betheiligung _erster Kunst er (nach be- sonderer Anzeige im großen Saale. (Stadt., Kurkapelle.)

SF)???» 8939“ 3.299. «"I-“ !“; 33.12.4333.“ Re el. iiarmu . en r: samo _ uanrothen oder im großen Saale (nach besonderer Anzeige). (St dt.

11 . _

Kur ÜSFanth, Nachmittags ZK Uhr: Cyucert im Kurgarten; (Stadt. Kurkapelle.) Abends 8 Uhr: Concert tm Kuxgarten. (Stadt. Km- kapeUe.) Bei ungünstiger Witterung finden dre Concerts zur gleicbak.

Stunde im Saale statt.

DonnerstaÄ, KurkaPeÜe.) b