1878 / 126 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 31 May 1878 18:00:01 GMT) scan diff

_ Der GeneralZLieutenant xmd Remonte-Jnspecteur von Rauch ist von seiner _Dienßretseäzur Musterung :e. der * Remonten in den Depots hierher zurü gek hrt.

Bayern. München, 30. Mai. (W. T. B.) In der Leute stattgehabten Versammlung der Dele irten des a erischen LandeHvereins für die at olische Re ormbewegung, m welcher die Gemeinden tinchen, Kempten, Straubing, Dachau, Simbach, Nürnber Bayreuth, Erlan n, Würzburg vertreten waren, wurde bes [offen, daß nach er ge enwärtigen Lage der bayerischen Gefeßgebung einem auf ufhebung des Cölibatheseßes ger1chteten Antrags auf der Synode nicht zugestimmt werden könne.

Württemberg. Stuttgart, 28. Mai. Der Erz- herzog Albrecht von Oesterreich ist heute Nachmittag wieder von hier abgereist.

Sachsen : Weimar : Eisenach. (Leipz. Zt .) Nach einer sehr erregten Debatte, in welcher fiir die Zuwei un des Neustädter Kreises zum Landgericht Wei: mar, eventue für die Errichtung eines einzigen Landgerichts fiir das ganze Großherzogthum lebhaft plaidirt wurde, hat der Landtag heute den mit dem Fürstenthum Reuß ]“. L. ab-

eschloffenen Vertrag über Errichtung eines gemein- ?chaftlichen Landgerichts zu Gera mit einigen Modifi- kationen mit 18 gegen 13 Stimmen genehmigt und ist darauf bis zum nächsten Herbst wieder vertagt worden.

Schwarzburg=Nudol|adt. Rudolstadt, 29. Mai. Der Landtag des iirstenthums ist zu einer außerordent- lichen Session einberu en uni) heut'e eröfsnet worden. Haupt: egenfiand der Verathun sind die wegen der Justizorga- Tati on abgeschlossenen taatSvcrträge.

Oesterxeich-Ungarn. Wien, 29. Mai. (W. T. B.)

In der österreichischen Delegation erklärte Graf

Andrassy auf die Interpellation des Abg. Sturm, betreffend die Vorlegung des Vertrages von San

Stefano und die Bezeichnung der Puxtkte, welche die öster- reichischen Interessen berühren, behufs Mittheilung des Vertragets habe er schon Vorkehrungen getroffen, bezii lich der

zweiten Frage sei es nicht möglick), eine detaiÜirte uskunst

u geben. Er wolle aber die Hauptpunkte mittheilen: Die

egierung verlange einen wirklichen Frieden und nicht einen solchen, welcher den Keim neuer Komplikationen in sich trage. Die Ausdehnung der Grenzen Bul- gariens errege begründete Besorgnisse. Die freie Ent: wickelung der christlichen Völker im Orient sei nicht gegen die Interessen Oesterreichs und Europas. Anders stehe es um die Konstituirung eines Staates, welcher andere

Nationalitäten unterdrücken könne. Keine Regierung habe ein Interesse daran, fiir die Integrität des 591615 (]110 in der

ürkei ein utreten. Dagegen habe Oesterreich und Europa ein Jntere e daran, daß das, was der Türkei verbleibe, auch bleibend erhalten werde. Besorgnis; erre e ferner die Frage des Ueber anges von dem, Kriege zum rieden. Eine zwei: ,jährige „O kupqtion Bulgariens, sowie die theilweise Veseßung

„Nymämens m1t dem freien Durchzug der russischen Truppen sei zu lange bemessen. Es sei zu fürchten, daß in Folge dessen das Vertrauen auf eine bleibende Lösung lange auf sich wgrten [,a e, und daß die, Handelsknteressen jn 8118p811§0 blieben. ipkweiterér Pimkt, sei die Begren ung der kleinen Nachbarstaaten. Oesierreich wolle der Entwi elung der christ- lichen Völker im Orient nicht entgegentreten. Die Konstanti- nopeler Konferenz habe auch eine Vergrößeriing Montenegros in Aussicht genommen. Oesterreich habe im AÜgemeinen kein Bedenken gegen einen Gebietszuwacbs fiir Serbien und Mon- tene xo.“ Es handele „fich aber darum, daß die natürlichen Ver mdungcn Oesterreichs mit dem Oriente nicht ab eschnitten würden und daß keixie weiteren Okkupationen und ormatio- nen entstünden. Diese Punkte seien den Mächten und Ruß- land offen gekennzeichnet worden, für dieselben wsrde die Re- gierung auf dem Kongréß offen und ehrlich wirken.

_ (W. T. B.) Die „Polit. Korresp.“ veröffentlicht fol- gende Meldungen: Aus Athen, 29. d.: Die Nationalver- samxiilung am Kreta _?at bereits die englischen Vorschläge zur

Paziftkation des kretenst chen Aufstandes beantwortet. In dieser Antwori auf den Vorschlag Englands, einen Waffenstiüstand abzuschließen und administrative Reformen anzunehmen, wird hxrvqrgZhoben, daß die Vereinigung Kretas mit Griechenland die einzige Form_ zurLösung der kretensischen Frage sei. Als Vorbedingung „fur die Fortse ung der Verhandlungen über einen Waffenstillstand mird ge ordert, daß dieser nach den Be- stimmungen des Völkerrechts örmlick) abgeschlossen werde. _ Aus Bukarest vow28. d.: Vorgestern ist die Uebergabe einer neuen Note des Ministers _der Auswärtigen Angelegenheiten, Cogalmceanu, an den russischen Agenten in Bukarest, Baron Stugrt, erfyng. . In derselben wird der Protest gegen die Russische MilitarisZe Okkupgtion Rumäniens erneuert und 11be das Verhgltxn der'russischen Okkupationstruppen Klage gefuhrt. Yizimanischerseits ist man mit der Aushebung eines neuen Kontingents von 24 000 Mann beschäftigt. Aus dem Auslande treffen fortgesetzt Waffensendungen ein. Alle be- urlaubten Mannschaften und die Reservisten sind zu ihren Trupxixnt'heilen zurückgekehrt. _ Aus Cattaro vom 29. d.: Der tuxk1sche Gouyerneur von Skutari, Hussein Pascha, ver- langt die unverweilte Räumung der von den Montenegrinern beseßten stxate ischen Punkte _bei Podgorißa. Fürst Nikita sucht,.Huffem ascha zix beschw1cht1gen. Bis jetzt liegen keine Apzxichen vor, daß die Montenegriner jene Positionen gut- w1111g aufgeben „werden.

, _ 30. Mai. (W._T. B.) In der heutigen Ausschuß- sißung der ungaxischen Delegation erklärte Graf Andrassy sich bereit auf eventueUe Fragen sofort zu ant- worten. In “Folge dessen mterpellirte Csernatonyi, ob die Eitzberufung es Korxgxesses für den 11. Juni defintiv

esichert und ob der, Minister von einem Erfolge der neuesten

„erhandl'ungen mischen England und Rußland unter- richtet sei. Grafz Andrassy erwiderte: Seitens Deutsch- 1ands, welches eine intervenirende Rolle msoqun ,es zwischen Rußland und England eine unmitte bare Verstandi un „zu Stande gebracht, sei zuerst in Wien über den zwe igsten Zeitpunkt für den Zusammentritt des Kongresses angefragt. , Er, Graf Andrassy, habe geantwortet, er ste e vym 11. „Juni an. 2111": Verfügung. Die Antwort sei deu? ersetts den,anderen ächten mit et eilt, eine positive

_Feft eßung habe jedoch noch nicht stattge un en. Wenn aber --auch der Ta? noch nicht bestimmt sei, so sei doch gexzründete a

übern ommen babe,

Weimar, 29. Mai.-

. atte, mit AuSarbeitung der Reformbill beauftragt. Diese brachte

handlungen sei ihm nichts bekannt er habe aber den Eindruck, daß zwischen En latsd und Rußland ein Uebereinkommen, welches die Inter en Qesterreich-Ungarns irgendwie schädigen könnte, nicht getro en wäre. Auf eine Anfrage Graf Apponyi's erllärte Graf ndraffy, Deutschlands tervention habe darin bestanben, daß es geltend gemacht ha e, es sei vor dem Zusammentritt des Kongresses nöthig, zwischen den bei Kon:

antinopel aufgehäuften englischen und russischen Streitkräften Zewiffe Greyzen u ziehen. Deutschland habe diesbezüglich

urchaus keinen orschlag gemacht, aber ausZewirkt, daß die bciden interesfirten Mächte mit einander in. unmittelbare Be- rührun getreten seien. Gegenüber Graf Szecbenyi bemerkte Graf ndraffy, dasjenige, was er über die nationalen Ver- hältnisse Neubulgariens gesagt habe, beziehe sich zuvörderst darauf, daß dort mit offener Unterdrückung des griechi- schen Elementes ein neuer Staat gegründet werde. Auf die Aeußerung „des Grafen Szechenyi, daß Seitens Oester- reichs der nationale und ethnographische GesichtsPunkt nur sehr vorsich1ig betont werden dürfe, entgegnete Graf Andraffy, die österreich1sch:ungarische Monarchie existire auf Grund der historischen Entwickelung, „Fachs, qui )- 10110118!“ Er habe Rußland gegeniiber mit ganzer Offenheit seinen Standpunkt m Betreff des Vertrages von San Stefano gekennzeichnet. Seitdem seien wohl von Rußland wiederholt Antworten e- kommen, jedoch eine solche, welche die divergirenden n: scheinungen aUSgeglichen hätte, no nicht. Auf eine Inter- peUation Sziraks antwortete Graf ndraffi), die gestern in der österreichisxhen Dele ation erwiihnten Punkte erschöpften lange nicht alle jene Yun te des Friedensvertrages, welche mit den Interessen Oesterreich=11ngarns zusammenhingen. Die Ver- hältnisse in Rumänien, die rage der Donaufreiheit, die öster- reichischen Handels: und. erkehrsinteressen im Orient habe er nm; deshalb nicht erwähnt, weil er vorausgeseßt habe, daß sie selbstverständlich als wichtig zu elten hätten. Eine theilweise Verwendung des bewilligten reditcs werde selbst für den Falk eintreten müssen, daß der Kongreß zu einem Resultatx führe, weil die Ausführung der Kongreßheschliisse namentlich in der sten Nachbarschaft Schwierigkeiten begegnen könnte. Die eugestaltung der Dinge im Orient werde selbst dann nicht ohne Schwierigkeit durchgeführt wer: den können, wenn darüber zwischen den Mächten eine voll- kommene Einigung erzielt wäre. Pn Betreff der Besetzung Adakalehs durch Oesterreich-Ungarn agte Graf Andraffy, die- selbe ser erfolgt im Einvernehmen mit der Pforte, und werde so lange dauern, bis der Kongreß das Schicksal dieser Insel entschieden habe. Die Verhandlungen mit der Pforte in Be- treff der bosnischen Flüchtlinge seien noch nicht zum Abschluß gelangt., Auf eine weitere Anfrage erwiderte Graf Andrassy, Oesterretch=Ungarn habe in Betre Bulgariens keine Gegen- vorschläge Jemacht, aber sich vorbe alten, bei Gelegenheit des Friedenßsch usses in der Sache mitzusprechen. Der Ausschuß genxhxngtte sodann das Budget des Auswärtigen Amtes un- veran er .

Schweiz. Lu ern, 29. Mai. (N. Zürck). Ztg.) Der Große “Rath hat_ beute fast einstimmig beschlossen, die Fra e der Bewrlligung einer Nachsubvention für die Gotthar : bahn bis auf Weiteres zu verschieben.

Großbritannien i_md Irland. London, 30. Mai. (W.

F. B.) Im U nt e xhci u) Verklärte heute auf eine Anfrage des De- utirten Fißmaurice dxrs nter-z-Staatssekretär Bour-ke,

der Schah v_on Persien habe den Wunsch zu erkennen ge- geben, daß sem dieSmali er Besuch als ein privater angesehen werde; es werde diesem unsch_e entsprochen werdßn. _ Auf eme Anfrage Dodsons erklärte der Schaßkanzler North- cote, von dewder Pforte zur Einlösung des Februar-Cou: pons der türkischen Anleihe von 1855 vorgeschoffenen 77 448 Pfd. seien etwas weniger als 8000 Pfund durch den Khedwe beßahlt wo'rdenybezüglick) der „älfte des Vorschusses habe Fran reich „seine bezüglichen Ver ichtungen anerkannt. in Bezug auf 1316 England gehörigen uez:Kanal-Aktien sei der Khedwe seinen Verpflichtungsn voÜsiändig nach:

gekommen.

, _ 31. Mai. (W. T. B.) Die Regierung hat dLn Hinterbliebenen EquRuxsels das Anerbieten gemacht, daß dex Verstorbexie em Staatsbegräbniß in der West- m1nsterabt9: erhalte, und daß beide Häuser des Parlaments: zu der Beerdi ungsfeier eingeladen werden.

_ _Aus ort Said meldet „W. T. B.“ unter dem 30. Ma1:_ Das englische Panzerschiff „Minotaur“ ist von hier nach Kreta abgegangen.

_ (Engl. Corr.) Earl Russell, besser bekannt unter dem Namen Lord John Russell, starb, wie schon gemeldet, am 28. d. M., Abends kurz vor 11 Uhr, in seinem Landhause Pembroke Lodge bei Richmond an AlterZschwäche.

Er war gkboren zu London am 18. August 1792 als Sohn des 6. Herzogs'v'on Bedforb, war somit der Großobeim von Lord Odo Russell (britischem Boj1chafter in Berlin) und Lord Arthur Russel]. Seine Schulbildung'empfing er zu Sunbury und auf der bekannten Schule ron Westminster. Später bezog er die Universität von Edinburgh und Ward kurz, nachdem er sie verlassen, nämlich im Jghre 1813, zum Unterhausmitgliede für Tavistock (einem er Fa- milie Bedfyr'd gehörigen Burgfiecken) erwählt. Den Ueberlie erungen seiner Familie gxtreu gesellte er sick) zu_den Whigs, die fich damals in ,der Opposition (gegen das Minitterium Liverpool) befanden. Seine erste größere Rede hielt er im Februar 1819 bei Gele enheit eines vox! Bron bam gestellten Antrages auf Vorlage einer A schrift dxs Hell. 5Zilbanzvertrages, indem er das Ministerium me en semer erlfabrtgkeit gegen die Heilige Allianz heftig angriff. Fm darauf o_lgenden Jabretbat er fich durch seinen, zunächst freilich erfolg- 1osen, ider tand gegen die Aufhebung der Habeas-Corpus-Akte bervor, tm Jahre 18 0durch sein mannhaftes Eintreten für die Königin Karo- line. Auch "dre,Katholiken-Emancipation fand in ihm schon früh emen unexmubltchen Fürsprecher. An die Hauptaufgabe seines Lebens, derer) schlie liche? Durchführung ihm auf immer einen Play in der enWschen eschtcbte sichert, an die Wahlreform, trat er tm Jahre 18 bexan und erneuerte seine vorläufig erfolglosen Versuche in dieser Richtung, ohne je zu ermüden. Bet den Parlamentswahlen von 1826 fiel er mit seiner Bewerbung um die Vertretung der Graf- schaft Huntmgdon, hauptsächlich wegen seiner Stellung in der Ka- tholzkenfra e, durcb, wurde aber von dem irtihen Flecken Bandon erwahlt. er erste wesentliche Sieg, den er für die liberale Sache exfocbt, bestankz darin, daß er tm Jahre 1828 gegenüber einem konserva- tivxn Ministerium seinen Antrag auf Beseitigung der- gegen die Katholiken gerichteten Korporations- und Testakte durchse te. Die Folge davon war, da sich das Ministerium im folgenden abr zur Emanzipation der Ka oltken verstehen mußte. Durch die neu ins Unterhaus ein- tretenden katbqliscben Mitglieder unterstützt, nahm Lord John im Jahre 1830 seme Bestrebun en für die Wahlreform wieder aus, wurde im selben Jahr unter dem inisterium Grey zum Zahlweister des Kaufes ernannt und bald darauf, obwohl er keinen Sky im Kabinet

er im März 1831 ein. Es bedurfte aber mehrfacher Ministerwecbsel,

;Aussicht vor nden„Yaß der Kongreß in kurzer Zeit zu ammen- treten werde. Von en Resultaten der englisckxrusfischen Ver-

über die Hej.

dere liberale Maßregeln, wie namentlich das Gesc? 11 s a s

raxben der Dissenter, verdanken ihr Entstehen eben einen Be- mubyngen. „Von 1835 bis 1841 war er unter Lord Melbourne

Ministxr des Jnnexn, später Minister der Kolonien; führte dann von 1841 bis 1846, wahrend Sir Robert Peel Premier war, die Oppo- fition und war von 1846-1852 Premier. Während dieser Zeit wurde keinx wichtigere Reformmaßregel durchgeführt, was die Za [ sergey Anbauger nicht unerheblich lichtete. Das damals eintretende Ministerium Derby konnte fich nur kurze Zeit halten. Ihm folgte das Koalitions-Ministerium Aberdeen, in welchem Lord IVbn erst Aixswärtiger Minister, dann Minister obne Portefeujue und sxater Conseils-Präfident war, In letztgedacbter Eigen- schaft racbte er im Jabre1854 „eine neue Reformbill ein, deren Beratbung aber durch die orientalische'n Wirren bei Seite geschoben wgrd. Er zog 1ch aus dem Ministerium zurück, kurz bevor Roebuck [eme beftilgen xi riffe gegen daffelbe wegen seines Verhaltens gegen. uber Ruß and rt tete, übernahm 1855 unter Lord Palmerston daz Kolomalamt, vertrat England bei den Wiener Konferenzen und dankte dann abermals, ab und zwar wegen der Mißbilligun , die sein Ver- halten auf dtxseit K_onferenzen im Lande fand. les 1859 Lord Palmerston" wieder ms Amt kam, übernahm Lord John Ruffeu das Auswartige Ministerium, in dessen Leitung er kein beson- deres Glück hatte. Seit dem Jahre 1841 hatte er die City von London im Unterhaus ununterbrmhen vertreten bis er am 30. Juli 1861 unter dem Titel Earl Russeu iti den Peersstand erhoben wurde. Nach Lord Palmerstons Tode, im Jahre 1865, Wurde Earl Russell Premier und stand mit Gladstone gn der SYtHe der liberalen Partei. Mangelndes Einverständnis; mit ihren Anhangern brachte im Jahre 1866 Beiden gelegentlich der Be- rathung der von ihnen vorgelegten Reformbill eine Schlappe bei durch welche Lory Russell fich zur Niederlegung der Premierschafé bewo e_n fand. Seitdem enthielt er sich der Regierungsgeschäfte. Seine offent iche Laufbahn schloß er mit einer Kundgebung zu Gunsten der von der preußikckyenYRegierung gegen die Ultramontanen ergriffenen Maßregeln. „Als Sebriftstelier war der Verstorbene mehrfach tbätjg und neben vielen politiscben Aufsätzen schrieb er u. A. einen Roman und eme Tragödie. Bekannter find seine Feschichtkickyen Arbeiten: „.Das Leben Lord William L. Russells“, eben und Zeiten von Charles James Fox“, „Versuch einer Geschichte der englischen Re- gierung _und VerfaffunK“. Sein Erbe und Nachfolger ist sein Enkel, bisher Lord Am erlcy.

Frankreich. Paris, 29. Mai. (W. T. B.) Der Postkongreß hai Lissabon zu seinem nächsten Ver- sammlungsort bestimmt. _ Midhat Pascha ist hier ein: getroffen. Derselbe wird einige Tage hier verweilen.

, Italien. Rom, 31. Mai. (W.T. B.) Die amtliche ZELÜYUJ veröffentlicht ein Königliches Dekret, betreffend dieLmstihrung eines neuen Zolltarifes, der auf Waaren dex1enigenLänder zur Anwendung gelangen wird, mit welchen keine, eine andere Behandlung bestimmende HandelEvcrträge bestehen. Dieser ZoÜtarif tritt mit dem 1. Juni 1878 in Kraft. _ Der italienisch-belgische Handelsvertrag ist [US zum 30. Juni cr. verlängert worden.

Schmeden und Norjvegen. Stockholm, 27. Mai. (H. C.) Die Königin hat, wie die „Post: ock) Jnrikes Tid- mng“ m1ttYeilt, vorgestern Heidelberg verlassen, um einige Wochen an chenhans, bei ihrer Schwester, dsr Fürstin: Mutter von Wied, zu verweilen. Der Aufenthalt in Heidel- berg heit durch die ungestörte Ruhe, in welcher die Köni in die Zeit hat zulirin en können, und dur den Ein deS müden Klimas, eilbringend auf das ervensystem der Königin eingewirkt und ihre Kräfte gehoben. Im Laufe der erstoti Hiilfte des Juli-Monats wird die Königin die Rückreise m die Heimat!) antreten und später einsn längeren Aufenthalt am Christianiafjord (bei Moss) nehmen. _ Das Staatsbudget pro 1879 ist wie folgt vom Neickzs: tage festgestellt wordsn: Einnahme 73 850 000 Kronen (von der Regierung verlangt 74 700 000 Kronen), 2111371556 73 850 000 Kronen, nämlich ordentliche 56 490 858 Kr. 47 Oere (verlangt von der Regierung 56 849 048 Kr. 47 Oere) und außerordentliche 7017 141 Kr. 53 Oere (verlangt 7800 951 Kr. 53 Oere), sowie ferner di:. vom Reichsschuldenbureau aus- zuzahlenden Beträge für Zinsen und Amortisirung der Staatssckguldb. s. w. 10 342 000 Kr. Unter den Einnahme- posten figuriren „folgende Positionen: direkte Einnahmen 18 900 000 Kr., indirekte Einnahmckn 43 800 000 Kr. (Zoll 22500 000 Kr., Post 5000 000 Kr., Stempelabgabeu 3 100 000 Kr., Branntweinsteuer 13 150 000 Kr. und Rüben- zuckersteuer 50 000 Kr.), persönliche Steuern 4 000 000 Kr. Untex den AuGgaben figuriren: das Heer mit 17 289 610 Kr. (ordmcir) und 1610 390 Kr. (extraordinär), die Flotte mit 5348 000 Kr. (ordiniir) und 1676 000 Kr. (extraordinär). Endlich wurden außer dem Budget zu Eisenbahnzwecken 4200 000 Kr. bewilligt, davon 3000 000 Kr. fiir die Bergs- lagsbahn im Jahre 1878. Sodann wurde die Aufnahme einer neuen StaateZanleihe von 18 618 255 Kr. beschlossen; dieselbe ist zu bßschaffen entweder durch Verkauf von bereits autorisir- ten Obligationen odcr durch Emission von neuen Obligatio- nen zu höchstens 41/2 Prozent Zinsen und mit bestimmten Rückzahlungsterminen.

„Dänemarx. Kopenhagen, 28. Mai. Der Kron- prinz 1_tnd die Kronprinzessin sind Leute früh um 6 Uhr deem Dampfschiff „Najaden“ von Übeck hier ein-

»

getroffen.

Amerika. Washington, 29. Mai. (W.T.B.) Dßr Kongreß genehmigte einen (Heseßentwurf, nach welchemdic gegenwärtigen Gehälter der Gesandtschaften bestehen bleiben. _ Das Repräsentantenhaus beschloß definitiv, seine Siéungen am 17. Juni zu vertagen. _ Die Blätter veröffent ichen ein, Schreiben des Kongreßmitgliedes Stepheris, worin derselbe 'srch über die Resolution Potters nnß- biÜigend ausspricht. _ Auf der Insel Vancouv er sollen Befestigungen errichtet werden.

New-York, 29. Mai. (W. T. B.) Der General- Vostmeistex Key hat fich an die Bevölkerung in den Siid- staaten m1t,e1ner Zus chrif t gewendet, worin er erklärt, die Resolution Potters sei thatsächlich eine Erneuerung des von den Demokraten des Nordens im Jahre 1871 ge- gebenen Versprechens, dem „Süden beizustehen' die Bewegung um, Stiirze des Präsidenten ayes könnte inbeß nur um de„n Frets eines blutigen Bürgerkrieges gelingen. Er hoffe die

eiter der Bewegun würden im Süden nicht diejenige Ünter-

stüßung finden, au die sie mit so viel Vertrauen rechneten.

Statistische Nachrixbten.

Nach Mittheilung des statistischen Bureaus der Stadt Berlin sind bei den hiesigen Standesämtern in der Woche vom 19.'Mai bis incl. 25. Mai cr. zur Anmeldung gekommen: 191 Che" schließunZZn, 807 Lebendgeborene, 27 Todtgeborene und 629 Sterbefqak-

_ ie Polizeidirektion von Wien hat unter dem Ttkkl

bis fie endlich am 7. Juni 1832 zum Geseß rvurde. Mehrere an-

. Polizeivertvaltung Wiens 1876“ bei Alfred Hölder in Wien

* nen lassen, in welchem zum ersten Mgle die e- "" YFÄÉÜMM der Wiener olizei in ßbersicbtlicber We?“ xa? efteUt wird. Wir geben im Na stebenden'die wichtigsten Daten dQsTZ Berichtes. Der Polizeirayoxi von Wien umfaßt nach der äblung vom 17. April 1875, emen Gesamuxtflä enraum von 34967 da mit 21774 äusern und 1020 770 Emwo nern, wovon 1376 ha mit 9988 äusern und 346 905 Bewohnern (UYU- 9 lb und 5590 118 mit 11726 Häuscxn mid 673 865 in- ha bnern innerhalb des Wiener Gemeindegebietes lic.:en. Um das Ende W Jahres 1876 ist eine Bevölkerung von 1 061, 505, also eine 313- ehm: von 40 735 Einwohnern angenommixn. Die gesammtePolzzet- na waltung Wiens ist in sechs Sektionen emsetbeilt. Den exekutiven vexxlizeidienst besorgen 17 Kommiffariate und 9 Cxpofiturxn, wbvon ZP auf den Bahnhöfen. Im Jahre 1876-„bestanden tm Wieper

lizeiravon 1684 Vereine, davon „58 reltgtose und Kultußvereme, ?338 WohlthätigkeitSvereine, 22? Leichenvereme, 227 Upterbaltungsz nd Lesevereine, 9 Turnvereme, 57 Affekuranzyereine und „55 uam Geschäftsbetriebe in Wien zugelassene auslandiscbe Aktmx- jbesellsckpasten. Erwerbs- mid“ WirtbschasUgenoffenscbgften mit gnboxscbränkter Haftung existirten' „66, mit. bescbrankter 47. 'LXW Zahl der Mitglieder der pOlttiscben Vereine bktrug 11567. Wegen begangener strafbarer Handxungen (Verbrecher), Vergebewund Uebertretungen) wurden 35 883 Tbater,an dix verschiedenen Gerichte hgeführt (in 3090 Fällen Waren die Thater unbekannt). Das Betektivcor s wirkte mit bei 1482 Entdeckgngexi von Gesexzverletzexn. Wegen Uebertretungen mußten 54 605 mannlicbe und 12221 Weib- liche Persrnen arretirt Werden; davon waren 2097 urzmundrg und 96799 minderjährig; Wegen Mangels _an Subsistenzmntelt), Ümherstreifens während der Nacht 2c. „25353, wegen Trunkenheit 5797 unter welchen letzteren 31 unmundm waren. Wegen Ueber- scbreiiung des Haufirpatentes wurden „2692, wegen Exxeffes 16 851 Per onen Verhaftet. Von diesen 66 826_ Arrettrten waren 217 im Polizeirayon von Wien zustandig. _Fer'ner wurdi'n 7435 Bettler arretirt, von_ welchen '"5466 mannliche und 1969 weibliche, 570 unmündtge, 1358 minderxabrige, 2668 aus Wien und 118 Aasländer waren. Von 16 851 Excedetite'n" waren 15 078 männlich, 1773 weiblich und 94 gehörten den) Militarstande an Die Anzahl der SicherheitSwaÖmannschaft betragt 2688. Dem Militärstande gehören oder gehörten an 2264 Mami und „zwar 35 Offiziere, 1587 Unfcroffiziere und 642 Soldaten. Di? Gewolbe- schu13wache zählte am Ende des Jahres 1876: 2 Obermspekwren, 8 Unterinspekforen 11115 102 Mann. ' Das Gefangenbaus erforderte im Jahre 1876 zur Besorgung des Dienstes 100 Mann (1 Kowman- danken, 3 Revierinspektoren, 8 Jusyektoren und 88 Wachn1ayner). Die Zahl der Arrestanten bexrug 35 583. In der photbgrgphtschen Anstalt der Polizei wurden tm Jahre „1876 149 personliche Auf- nahmen und 34 Reprodnktibnen angefertigt. Die Zahl der ange- fertigten Exemplare in Kabinctsform War 10 376.

Kunst, Wissenschaft und Literatur.

Der Verein der deutschen Jrreziärzte tritt am 14. und 15. Juni in Cassel zu seiner Jahressißung ziisammen. Auf der Tagesordnung sieben bis jeth: Was kann bon Seiten der deut- schen Jrrenärzte zur Beseitigung des Alkoholmrßbraiichs gxscbeben? (Referent Nasse, Andernach.) Bericht deskVorstandesYber die tn der vorjährigen Versammlung zu Nürnberg ihm zur Prufung und An- tragsstellung überwiesene Frage: Staathufficht uber d_te Irrenan- stalten, ihre Notbwendig eit und Ausfuhrungsaxt? (Zinn, Ebers- Milde)“ Besprechung iiber die Formuiare der amtlichen Jrretianstalts- statistik, (Nasse); eschäftlicbe Mittheilungen und Wahlen; die §§. 13 und 83 der preuZischen VornmndschafWordninm' mud dre Irrenan- stalten (Zinn); Ideen zur allgemeinen Psychiatrie (Pelmaini-(Hrafen- berg) und iibßr dZn epileptischen Schlaf und den Schlaf uberhaupt Siemens- ar ur .

( _ Léon dexrxn Werke „Die Grundbucb-Oxdnung vom 5. Mai 1872 mit Ergänzungen urid Erlauieruxiqen“ berausge eben von W. Turnau, Krenger1ÖLs-Ratk) m_ Brelefe1d, ist im TJerlage von Ferd. Schöningh in Padexbßrn vor Kurzem, eme zweiie, umgearbeitete Aquaae erscbixnen. Bei dieser NeubearbeiTung der verdienstlichen gründlichen Arbeit„ deren erste Auflage von 13er sachkundigen Presse allgemein mit Betfal] aufgenommen wnrnde, smd im Wesentlichen die bei der ersten Auflage_angew.1ndten Grundsatze maß- gebend gewesen. Die Fülle des Materials, welche aus Gefeßgebung, Wissenschaft und Praxis aufzunehmen war, haben,den_Verfaffer, wre er in dem Vorworte zu der vorliegenden Auflgge Mittheilt, zu einer an- deren Vertheilung des Stoffes Veranlaßt; Diese Abordnung des'bkhan- delten Materials ist als eine sehr zweckmaßtge zu bezeichnen. Um die Vor- schriften det Grundbucb-Ordnung nicht durch die Last der Anmerkunaen zu erdrücken und die Ueberfichtlicbkeit nicht verloren gehen zu lassen, ist, durch Ausscheiden alles dessen, tva§ bem Grundbuchr1chter (xls solchem überhaupt oder doch für den taglichen Gebrauch entbehrlich schien, Raum für das aufzunehmende Neue geschafft wwrdep. Zu diesem Behufe ist gestrichen. Was nicht unbedingt_nytbwendig War, und das Beibehaltene gekürzt, so weit es ohne Schadxgupg der Ver- ständlichkeit anging, Der Stoff, welcher vorwiegend nur f.1r deu erkennenden Richtcr Von Interesse 1st, Wurde aus dxm Komme'ntar zur Grundbuch-Ordnung entfernt und zu bew Geseke iiber den Eigen- tbumöerwerb u. s. w. abgedruckt. Die Ministerialverfugungen, Welche nicht Theile der Grundbuch-Ordnung bilden, find in den Anmerkungen durch kurze Auöziige oder Hinweisuygen auf den _Oxt, wv sie ab- gedruckt find, ersetzt worden. Durch diese und n:?cb einige. andere als zWeckmäßig erkannte Abänderungen ergab s1ch gleichsam von selbst die Tbeilung des 5«Huches _ m zWei Theile. Dex erste und Haupttheil enthalt dre Grundbixchgeseße mrt den gekürzten, aber durch die *L'ufnahme des mannigfachen Neuem Vervoüständigten Anmerkungen. Eine den Gebrauch_des Werkes We- sentlich erleichternde Verbesierung ist die in der Vorliegendetni Aufla e getroffene Anordnung, daß den Anmerkungen, welcbe fick) uber me,- rere Seiten ausdehnen, InhalLSanzeigen vorgesetzt fi11d. In ben zwei;- ten Theil ist aufgenommen, Was dem Grundbuchrtchter nicht stexs zur Hand zu sein braucht, was aber bei Gelegenheit zu Wlffe11 fur tkm won Werth ist. Der Verfasser hat nach dieser neuen praktischen Eintheilung seine Aufgabe, dem Grundbuchrtcbter dgs gesammte zur Bearbeitung der Grundbuchsachen erforderliche Material txt gsorxnetxr Wéise zu liefern, vollständig erfüÜt. In _den Nachfragen 111 die wahrend des Druckes erschienene Literatur mitgetheilt. _ Das iUu1"1rirteWerk„Unser VaterlgndsWerlag der Ge- bruder Kröner in Stutt art) ist nunmehr bereits bt? zum 16. HefFe voraescbritten. In den eiden leyten Lieferungen wird der Lesex m Te 1 und Bild durch das schöne malerische Pusterjbal wet1er- Weiter, und zrvar berühren die ein elnen Touren folgende intcreffante unkte: Welsberg_Niederndorf, tags, Toblach, das Ampezzaner- thai, Innichen, das Sextentbal, Jnnicben-Lienz, das Jselthal mit semetx Nebenzweigen, das Virgen- und Tauerntbal und den Grof;- vexiediger. Die wohlgelungenen Holzschnittbilder im Text zeigen: Nixderndorf (nach einem Karton von A. Obermüllner); den angser Wildsee, von A.Obermü11ner, den Monte Cristallo mit dein Darren- W von R. Pütlner; Tortina, von demselben; den Misurmasex, von (25,5. Sxelos; das Sextenbad, nach einem Karton. von A. Obermxxllner; die“ _Ltenzer Klause, von demselben; „Lienz, von „. Puttner; Scheibenschießen, von Gabl; Windisch - Mutter, von . berwüüner; Kals von R. Püttner; Teffere erm, von Math. S,chm1d und das Virgentbal, von R. Pöltner. esonderes'Lob ver- dienen in künstlerischer wie teckpniscber Beziehung wieder die roßen xykograpbischen Beilagen, welcbe folgende Darstellungen zmzi nhalt „haben: _Der unterbroibene Tanz, von A. Gabl; “cer aider See mit Blick auf die Ortles-Gruppe, von R. Yuttner; chafesalzen, VM Fk- von Pausinger, und Bozen, von R. Puttner.

Land: und Forftwirthschaft. Von der Niederelbe schreibt man deux „Hamb. qur.“: Der kurzen Stagnation in der Vegetation ist bei bqldiger Wieder- kehk der fruchtbaren Witterung eine erneuete Ueppigkeit tm Pflanzen- leben gefolgt und die durch den Reif bin und wieder angerichteten

bald überwunden worden. Der Roggen, welchex unter den Ein- wirkungen des scharfen Ostwindes auf eunge Tage etwas spiß , und einstämmig aussa'b,_ hat sich wieder atis- gebrettet und sein dichter krafnger Stand vrrkundet beim Hervorbrechen der Aebren eine gesegnete Ernte. Ebenso, exit- wickelt sich der Weizen jetzt mit einer wunderbaren Ueppigxeit. Der afer, die Erbsen und die Kartoffeln steben grün, unh Emes überb etet das Andere an Kräftigkeit des Wuchses und ' gedetblichem Aussehen. Besonders üppig und graörxicb fi_nd die Weiden, Wiesen und Grasfelder. Die Vuchweizmsaat tst theils schon bestellt, theils wird selbige in den nächsten Tagen zu Stande gebracht. Auf den Brachländereien beginnen die erneuerten Pflugarbeixen, da die Winter- falge bereits hinlänglich von Sonne und Luft murbe gemacht und Flocken ist. Diejenigen holsteinischxn ZandWrrtbe, welcbe im Befiß von

eichniederungen find _ welche iert Jahren durchweg zur Weide ober Wiesennutzwg trocken gelegt waren _ babe_n seit Jahresfrist diese Gründe behufs Anlegung von Karpfenzuchx wieber untergestaut, da bei den jetzigen hohen Preisen, namerztlicl) fur Setzkarpfen, diesxr Betrieb mshr einbringt, als wenn die trocken'gelegten'Tetche fur landwirtbsckpaftlicbe Zwecke au5g nüßt'werden. D19_F1xch1bteneustöcke, Welche anfänglich in Folge der Unbtlden dxs vorxa rigen Sommers und des damals gewonnenen wäfferigen'Hontgs sehr krankelten, habari sich in den letzten Wochen ganz vorzüglich erholt, und es werden bei günstiger Witterung noch im Laufe dieses Monats große und volk- reicbe Schwärme zu erWarten sein.

Gewerbe und Handel.

Helsingfors, 22. Mai. Wie finnische Zeitungen melben, haben folgende Personen Konkurs angemelbet: ]) Landwntb V. Ramstedt in Abo, 2) Kaufmann E. Teßmann in,Uleaboxg, 3) Pze- di er C. A. v. Pfaler in Helfingfoxs, 4) Schneider Nicolai Ia- co son daselbst, 5) Baumeister O. Lmdfoxs daselbst, 6) Kalifmann A. Syrjönen in Tammerfoxs, 7) Bgumetster J. C; Sandstrom da- selbst. Dagegen ist der Konkurs uber das Vermogen des Tapet- fabrikanten I. E. Jurgew aufgehobeii. .

_ Die Ostpreußiscbe Sudbahzi hatte tm Jahre 1877 eine Gesammteinnabme von 6733 457 «W., eme Ges_ammiau9gabe'von 2738126 «74, mithin einen Ueberschuß MW 3995 331 .“ ' Dieser Betrag ist verwendet Worden: zur, Verzinsung der Anleihe yon 7 400 000 Thlr. 579 Obligationen mr't 944 628 «M, zur Amortisation der59/0 Obliqationen1.,11.und 111.Em1sfion mit 126 300 “M, x_ur Do- tirung dcs Reservw und ErneuerunaZfonbs pro1877 _m1t561'597 „M, zum Erneuerungsfonds, Rest der Ruckstayde 279, 686 «M, fur 1,34 MiÜionen Mark Stamm-Prioritäts-Aktten-Dw1dende: a_uf Dim- dendenschein pro 1877 5% 675000 «M, auf Dividenden- schein pro 1869 restliche 2% 270000, “"/„€, auf ' Dwrdenden- schein pro 1870 5% 675000 «14, auf Hibidendenschem pro 1871 131/49 225000 „M, für Remunerattonen pro 1877 imd Eisenbabnabgabe, Vortrag pro “1878" 238120 «;ck Im Ganzen smd also 13§0/0 auf die Stamm-Prtoritaten vertbcilt Worden. Von den Einnahmen entfaÜen: auf den Uebertrag auqs 1876 12 477 .“, auf den Personenverkehr 937 874 574, auf den Guterverkebr 5598 162 «M, auf verschiedene Einnahmen 184 944 „76 Von den Yiisgaben kommen: auf die allgemeine Verwaltung 450 482 „74, auf die Bahnverwgltung 642 761 „;ck, auf die Transportverwaltizng' 1644 883 «ck D!? Gc- seÜschast hat an rückständigen Stamm-Prtorttatöztnsen noch zu zahler,“ pr. 1871 33%, Pr. 1872 5%, pr. 1873 5%, pr. 1874 13%, m Summa rund 15 0/0. " „_

_ Nach dem Recbensckaftsbericbt der VaÉerlandi 1 (12,311 LebenSversicherungs-Akti'en-Gefellscbaft zuElberfeldUnd an neuen Verficbernngen eingereicht Worden 1259 m1t 5 217 200 «765171- pital und 2466546jäbr1icherRenta Abaescblozxen wurden 847 Versiche- rungen mit 3 299 200514 Kapital und 23665141ahr11cher Rente Der Ver- fichcrungsbestand bob fich um 327 Versicherungen mrt 1 474 7005jßKa- vital und 2366-“jährlicher Rente und betrug am 31. Dezember 1877 3350 Versicherungen mit 12 466 300 «M Kapital und 66 591 «;ck 1abrltchch Rente. Hierunter find Versiäyerungen auf den Todesfall 2802 mri 11089 900 “M Kapital, wovon 730000 „;ck ciuf 59 Persqnen bei anderen Gescllscbaftcu rückverfichert waren. Die gesammte Einnahme des Jahres betrug 537 671 „711. und unter Hmzyrechnung' der Ueber- träge aus dem Vorjahre 1 164 920 „514, Wahrend die Ausgaben sich auf 1 117 428 576 beliefen, so daß 6111 Ueberschuß von 47 492 z,“. resultirte. Dieser Ueberfcbuß ist zur Tilgung des als'Verlnst im Jahre 1875 gebuchten Postens vcxwandi worden. Die dann ver- bleibenden 2051 575 sind als Gewmn-Uebertraa auf neue R9chnung vorgetragen worden. Das Vermögen der GeseÜsxbaft bat ick) um 176 089 576 gehoben, speziell die zinstragenden Bestande um 16 2475/76

_ Nach dem Geschäftsbericht der Deutschen Grundkxed'il! bank in Gotha iir 1877 beträgt die Zahl de_r zum endgultzgen Austrag gebrachten wangsverkäufe, bei deneKn dxe Bank bechiligt Wai, 35 (23 städtische Grundstücke und 12 [andliche' Grundstuckx); die Bank hat aber in keinem Falle einen Schaden erlittexi. Da61_m Abschluß von 1876 mit 1011 225 „M figurtrende Grundstuncks'konto ist in der 1877er Bilanz durcb Verkäufe auf 854 817 514 ermaYr-gt. ,Die im vorjäbrigen Bericht erwähnte Quote der mz Jahre 187 emtttir- ten Abtheilung 1111), der 50/0igen Pfandbriefe _m) Betrage von 7 500.000 „74 ist von dem Konsortiumfvertragßmaßtg gbgenommen, und zwar zum größten Theile 1877, Die Gesammtbewtlltgzxng O_on Darlehen beziffert s1ch für 1877 auf 130 Anfrage "im Betrage von 15 682 133 514 'Hicrvon entfallen 21 " Anfrage mit 1 952 100 „M auf ländlichen und 109 Antrags Mit 13 730 033 M auf städtischen Befi , leFterer fast aus- schließlich in Berlin, Hannover und Bye? au be egxn. Der Saldo der auSgegebcnen und im Umlauf verbliebenen unkundbaren Pfand- briefe übersteigt den des Jahres 1876 um 6526 200 „M Der Ueber- schuß des Gewinn- und Verlustkonws betragt: 1212 1651/46. Aus diesem Betrage Werden 122165 «14 der Extrareservx zugefubxt und der sich dann auf 1090 000 575 beziffernde_Rekngewmn derartig vex- iheilt, daß erhalten: 109000 „74 der Re1ervefond, 840000 514 die Aktionäre als 8 % Dividende, 95200 «74 de'r AuffichtSratb ais Tantiéme, 22400 „74 der Vorstand ais „Ta'ntiéme, 11200 „44 die Herzoglich gothaische Regierung zu gememnußigeg Zwecken, 11200-16 der Beamten-Wittwen- und Pensionsfond, wahrend die ubrigen

1000 „74 auf neue Rechnung vorgetragen werben. ' Ste„ttin, 31. Mai. (W. T. B.) _Die heutige Generalver- sammlunß der Berlin-Stettiner Eiseqbahngesellscbaft genehmigte ohne Debatte die vorgeschlagene Dtvtbende von 71/19 0/0. _ In den Verwaltuxgsratb Wurden die ausscheid'enden Mitglieder Geheimratk) Brumm und Stadtratb Meistxr (Stetßn? und Bauxatk) Waesemann (Berlin) durcb Akklamatton wiedergewab t, uxu gewahlt zu Mitgliedern des Verwaltungsratbes- wurden Geheimer Fmanz-Ratb Schumann, Banquier Heidenreich (Berlin) und Stadtratb Schlutow Sjettin . ( Wi)en, 29. Mai. (W. T. B.) ,Die Gegeralversammlung der NordWestbahn genehmigte sämmtliche Antrage des Verwaltungs- ratbes mit allen gegen 10 Stimmen uyd erthzilte das erforderirche Absolutorium. Zu dem Aztrag auf Kurzung dcs, ang 1. Juli cx. fälligen Coupons um 1,70 Fl. war Von 10 Aktwnaren cm die Kürzung als rechtßwidrig bezeichnender Prytcst überretcbt winden. London, 30. Mai. (W. TV.) Die Bank von England hat heute den Diskont von 3 auf 23 0/o herabgeseßt.

Verkehrs-Anstalten.

New- ork, 29. Mai. (W.T.B.) Der Dampfxr . ollandY' von der Natiotzal-Dampfscbiffs-Compagn1e ( - Messingscbe Linie) ist hier eingetroffen.

Berlin, 31. Mai 1878.

Die 5.21usst-ellung der Königlichen Nationalgalerie, Welche durch die Bemühungen des Hrn. Direktors Jordan zu Stande

Ms er und H. Funk bezeichnet. Dieselbe gewährt namentlich voa fruchtbaren Schaffen des „erstgenannten Künftlxrs, des popu- lärsten deutschen Illustrators, em so vollständiges Bild, wax es nicht leicht wieder geboten werden dürfte. Gerade in der Vexelmguug uud chronologischen Ordnung der sonst weit verstreuten Einzelwerke zu einem Gesammtgemälde des Wirkens, zu einer lebendigen Entwicke- lungkgescbichte hervorragender vaterländiscber Künstler liegt der Werth dieser AusstelLungen, für die dasskunstfinnige Publikum dec Reichs- hauptstadt dem Veranxtalter gewiß zuibobem Danke verpflichtet ist. Die in dem ersten Ka inet, dcm Korridor mid dem fich anschließen- den Oberlichtsaale des 3. Stockwerks der Na„itonalgczlerK außgeste] xen Werke Ludwig Richters zeigen uns den Kimstler in seinem allmah- lichen Werden, von den ersten Versuchen im Radieren und Kupfer- stexben unter Anleitung seines Vaters und seinen italienischen Studien an bis zu seiner Vollendung als genialer Illustrator, und selbständig poetisck) schaffender Zeichner. Entsprexberzd der „Kunst des lyrischen Dichters, sagt der liebenSwurdtge Cicerone durch die Aussteüung, verfährt Richter mehr andeutend als ausführend. Yiit dem Bleistift oder in leicht getuscbxen Zederzeicbnungen und zartgetönten Aquarellen behandelt ex 1exne - egenstände, aber er schlägt den Ton des, Herzens an, de_r die Em- bildungskraft weiterleitet. Und wie sich m semet_n Gemutb Humor und tiefe Frömmigkeit durchdringen, walxet in seinen Parstellungen neben erquicklicher Lebenskrische das Stilgefübl, vermoge dessen er dem Augenblicksbilde dauernden Reiz verleiht. quurch zumal ist er Vor Anderen der Schilderer deutscher Art und Skit: gxworden. Begabt mit dem Hellblick der Sonntagskinder, de_nen'dte Tiefen der Menschenbrust offenbar, Baum und Bluzne' verstandltéb werden un_d die Thiere zu reden beginnen, drang er'em m den gemxxtbvollen Reiz der kleinen Welt, die ihn, der selber m den „allerbescherdcnsten Vn- bältniffen lcbte, umgab, schilderte ihre treuberztge, Einfalt und „weibete sie als ein echter Dichter, der das eigene erz m den Crscbemukngen drs Außenlekens sprechen läßt. Seiki? Zetchyungxn fur denNc-lz- schnitt, welche erst in Gestalt bescbeidenerJÜustrattoneu, “(Zarin immer reicher in selbsterfundenen Vilderfolgen bervortraten ung im Laufe der Jahre auf drittbalbtausend anwachsen , smd em SckZaß von anspruchsloser Schönheit, reiner Poesie und Lebensfulle gcrvorden, wie kein andercs Volk ibn aufzuweisen hat. Seine Illustrationen zu DuUers Geschichte, zum „Landpredtger von Wakefield“, zu „Musäuß' Volkßmärchen“, zu den Studenten- und Volksliedern, zu den Jugendsibristen des Wigandscben und Brockhausschen Verlags, zu Horns „Spinnstube“, seine Kompositio- nen mit dem Titel „*Beschaulicbes und ErbaulicbeS', sein Goxthe- Album, die „Cbristensteude in Lied und Bild“, das ,Vaterunser“, „Fürs HauS“, „Der gute Hirt“, „Der Sonntag“, das Kinderbuch „Es war einmal“, „Unser täglich Brod] u. s. w., fie sind durch Vervielfältigung in aÜen deutschen Landen Vex- breitet, und viele von ihnen treten uns hier als liebe Bekannte m den Origiiialen (in Blei, Sepia, Tusche und Aquarxli) entgegen. Als Maler ist Richter nur dUrch einige wenige Werke bier vextrßten, dafür abcr durch eines seiner schönsten, den „Braiztzug im Frybling“ aus der Dresdener Galerie (a. d. J. 1847), Bei aller andachttgen Sorgfalt, mit der hier, nur Wenig idealisirt, diexschöne Gottxs- natur eii1er deutschen Frühlingslandschaft wiedergegeben ist, ist doch der (Gesammteindruck ein durchaus cinheitltchxr und 29115- schaft wie Staffage klingen in so bewunderungswürdtger_ xoetncher Harmonie zusammen, das; das Bild als Meisterwerk 1emer Art g'lten darf. Auch die im Besiße der Nationalgalerie befindliche „Landschaft aus dem Riesengebirge“ zeugt von eminenter Herrschaft im Gebiete der Stimmungsmalerei. , ,

An-die nicht weniger als 284 Nummern zählew-de Richteraus- stellung schließt sich in den folgenden Kabinetten eine Sgwmlxmg bon Bildern, Studien und Entwürfen der Brüder Augnjt Friedrich (geb. 1810 in Berlin, 1" 1845 in Rom) und Julius _Elsasser (geb. 1815 in Berlin, 1" 1859 in RomZ an. Die ausgestellten Skizzen„zeugen von bedeutendem Können und las en nur bedauern, das; beide Kunstler schon in der Blüths ihrer Kraft ans dem Leben scheiben mußten. Neben den keck auWeführten effektvollen Oelstudieu verdient vyn deiz aus;;eführten (Gemälden namentlich das „Campo Santo zu Pisa bet Mondschein“ Beachtunlg.

Von außerordenj ichem Interesse ist der anstoßenbe Sagl, welcher uns einen Künstler in seinem Wirken zeizt, der seinem Btl- dungsgange und seinenLeistnngen nach zu den bemerkenchrthestcn Cr- scheinungcn der neueren deutschen Kunst gkbört: Theodor Min- trop (geb. 1814 auf dem Gute Barkhofen bei Werden a. d. Ruhr, 1" 1870 zu Düffeldorf). Sein Lebenögang, der den für den Bauern- stand Erzogeneu erst im dreißigsten Lebensjahre (1844) . vom Pfluge dcr Kunst zuführtc, ist bekannt. Nach “5er emmgl geschehenen Wendung entfaltete sich das Talent Mintxops 1,21 der wunderbarsten Weise: immer Wachsend, nahm cs_entsch1eden die Richtung auf eine Jdealität, die bereits seinen Erstlingswexkezi em Rafaeliscbes Gepräge gab. Seine Madomia aus der stadtiscben Gemälde - Galerie zu Düsseldorf, die bier ausgesteut ist, legt davon rcdendes Zeugniß ab; auch die zahlreichen Feder- Entwürfe erinnern lebhaft an Rafaelscbe Konzeytxonen. „Reine Poesie und lauterer Humor“ leuchten aus den Kompgsitwnen, die, wi: das „Kirchenjahr“, der „Cbristbaum“, das .Engelstandchen“, der „Kindermord“ bald dem religiösen, bald, wie die Baccbqnten- Kinderfries» die „Jabreßzeiten“, namentlich diesreizende „Winters Flucht“ und die „Mai-Bowle" (aus dem stadtischen Museum zu Cöln) dem dekorativen Gebiete angehören. meist ,aber „freie Monologe einer schönheitstrunkenen Künstlerische smb.“ Indessen hat Mintrop immer unjer der Ungunst des verspateten Em- tritts in die eigentliche Berufstbätigkeit geliiten. „Das H'andrverk seiner Kunst zu beherrschen, gelang ihm nicht, aber die Vexbeißungen, die sein Talent gab, sind als solche sckwn so edel und schon, daß er, auch ohne ein fertiger Yialer cworden zu sein, doch zu den genialsten Künstlern unseres Jaerunderts zahlt.“ „Der „phantasie- voUe Märchencyklus in 70 Bildern, betitelt „König HZmzelmanns Liebe“, welche, in Feder und Bleiztift auSge[ubrt, die HZrzens- erfahrungen des Künstlers schildern, sowie die, schon erwahnten Kompositionen, denen noch die „Grazien an der Wiege bes Kurxstlus“ anzureiben find, werden dem Leßteren, der lange Zeit rxur 111 "dem Frxundeskrcise am Rhein, dem die Mehrzahl der außgeßcllfeii Ar-

eiten gehört, die verdiente Würdigung gefunden hat, auch in Weiteren Kreisen Anerkeimun verschaffen. _ .

Den [eyten aum der Ausstcllung nehmen 42 Blexstrfi- und Tuschzeicbnungen des im vorigen Jahre verstorbknen Landschafts- malers Heinrich Funk ein (geb. 1807 zu Herforb in Westfalen). Dieselben cbarakteri irt neben hohem Ernst des Studiums ein feiner malerischer Sinn, der ihnen viele Freunde erwerben wird.

Paris, 30. Mai. (W. T. B.) Die Jabrbundertfeier Voltaire's ist heute allein durch zrvei literarische Festlich- keiten, die eine im Theatre Gaité, die andere im Cirque Myers, begangen worden. Die Feier verliefbbne bemerkenswerthen Zwischen- fal]. Victor Hugo bielt eine Rede, m Welcher er Voltaire als Freund der Gerechtig eit und als Feind des FanatGmuS feierte.

Jm Wallner'-Tbeater finde_t„ moxgen die erste Auffüh- rung der Poffen-Novität „Ein Kaffenstuck“ ziir den Damen Herzo , Jules, Hofer, Schaller und den Herren Girardi, Link, Liebwert , Liebold und Lorenz in den LauptroUen statt. (

_ Jm National- beater eröffnetx am Sonntag Fk-

Lotte Mende im Verein mit Frl. Schatz,“ Hrn. Kinder, H. * Denzau, Hrn. Reimers und Hrn. Louis Mende eki, GefamxntgaftnN mit den plattdeutschen Stucke'n: „Hambacger Leiden“ „De Leew in Veerlan'n.“ Sowobl'dte bier sch9n )ekannten Le izn- gen der genannten Künstler, als die Eißcnatttgkek der vor fab- renden Stücke werden gewxß nicht verfe len, die allgemeiné Auf- merksamkeit Wachzurufen.

gekommen und vor Kurzem eröffnet wvrden ist, wird durch die

u“Weseiijlichen Beschädigungen an zarten Gewächsen smd leicht und

Namen Ludwig Richter, Theodor Mintrop, A. und I.Gl-