1878 / 145 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 22 Jun 1878 18:00:01 GMT) scan diff

Verbindung mit der Kinderfterblichkeit mehr, andererseits durch die neue Jet der Behandlung der Ab- und Zugezogenen korrekteres als

die fmberen Tafeln. Zhan _Evgebniffen nach_ ist_diese Tafel insofern von BelanL, als _die uuftigeren S_terblrcbkntsvcrbältniffe des Jahres 187 , gmeuuber nen der mer Jahre, welcbe bisher ku diesen Be- rechnungen keyußt worden_sind, in ihr sicb abfpieae n. Das Jahr 1876 _batte eme Mortalnätöziffer von 31,66 ro Mille (34,4 beim mannlichen, 29,0 dem weiblichen Ge chlecht), rend die Mortalitäts- ziffxrn der bl?! anderen Jahre fi aulf 33,8, 34,7, 33,4, 34,9 pro Mine stellten. Dieses günsti ere Verbä tniß kommt bei beiden Ge- schlechtxrn _sowobl m den Höheren Zahlen der Ueberlebenden der Sterbltchkxttstafel, bis in das bebe Alter hinauf, zum Ausdrucke, wie aucb in entsprechend günstigeren Zahlen der LebcnSerwartun bis zum Alter von 75 bez. 78 Jahren; die dieSmalige Tafel beginn mit eincr durchschnittlichen LebenSerwartung von 28,06 hex. 32,86, wßbrxnd der Dprcbschnitt der früheren vier Tafeln nur eme durchschmttltche Lebensdauer von 24,43 bez. 28,45 Jahren crgab_. Die Besserung, welcbe 'das Jahr 1876 zeigte. ist auch nicht vereinzelt geblieben, da die Sterblichkeit von 1877 kaum die des Vorjahres erreicht hat.

Kauft, Wiffenfchast und Literatur.

.Brebms Thierleben“, Allgemeine Kunde des Thier- reicbs. Große AuSaabe. weite umaearbeitete und vermehrte Auf- lage. Vierte Abtheilung: irbellose Thiere. Zweiter Band: „Die Niederen Thiere“, von Dr. OScar Schmidt. Krebse, Würmer, Weichtbiere, Stachelbäuter, volvpenartige Thiere, Urtbiere. Mit 366 Abbildungen im Text und 16 Tafeln von Johanna Schmidt, Emil Schmidt und RobertKretschmer. (Leipzig, Verlag des Biblio- graphischen Instituts, 1878.)

Der vorliegende 10. Band dieses vortrefflichen Werkes be- handelt diejenigen Gebiete des Thierreicbs, die wegen des Dunkel-I, das über ihnen lagerte und noch immer nicht volT- ständig erhellt ist, die wiffenschaftiicize Forscbuna und die Liebhaberei in der neueren Zeit vorzugSwei e bxschäffigt Haben. Erst in unseren Tagen ist die niedere Tbierwelt mit neuen Mitteln und Methoden eingehend erforscht worden. Die neu eröffneten zoologischen Staxionen, namentlich in Neapel, wo unser Lazidsmann Dohrn unter fretgebiger Beibülfe des Reichs eine solche mit einem wundervollen Aquarium gegründet hat, fernér in Triest, in Ros- coff u. s._w. haben seit dem Erscheinen der ersten Auflage über die Lebensweise zahlreicher Thiere dieser Gattung gam neue Aufschlüsse gegeben, die in der vorliegenden Verwertbet smd. Weiter haben aber a_uch die Resultate der planmäßig angestellten Untersuchungen über dj_e phyfikalrscbcn Verhältnisse des Meeres und des MeereSgrundes bis zu Tiefen von über 25000 Fuß, wie sie von den Engländern (Expeditimi des ChaÜenget), den Deutschen, den Amerikanern und Schweden m der neuesten Zeit untexnommen Worden find, die frühe- ren Ansichten über die Lebensbedingungen der Niederen Thiere ganzwe- sentlich umgestaltet und zu anderen wissenschaftlichen Ergebnissen geführt. AUe durch diese neuen Mitiel und Wege berichtigten Ansichten über Leben und (Gewohnheiten der untersten Thierklaffe haben in der neuen Auflagx gewissenhaften Ausdruck gefunden, namentlich auch was die vorzügliche illustrative Ausstattung des Werkes angeht. Denn erst in jcpetx zoologischen Stationen hat fick) die Gelegenheit ur tnxtmsten Beobachtung vieler niederen Seetbiere ge- oten, die, früher schwer oder ganz unmöglich war. Wie früher

an zahlreichen anderen Küsten europäischer Meere, so lag der Ver- faffer nxuerdings in dem Aquarium zu Neapel während zweier Win- ter spez1eÜen_ Studien für das Werk ob, und gleichzeitig wurden dort unter seiner wiffenschaftlichen Leitung künstlerische Beobachtun- an angestellt, die es ermöglichten, dcm Buch eine Reihe von Thier- tldern_emzuverleiben, die hier überkaupt zum ersten Mal zu finden sind wahrend andere durch neue, richtigere Auffassung und unmittelbar de_r 5Fiatux anglquscbte Vervegung aUes bisher Dagewefene übertreffen. _ Eine gleubxnaßrg ut durchgefuhrte und vollstandige Darstellung der niederen _Tbxerxvelt iegt aber troß alle dem, wie der gelehrte Verfasser elbst freimutbj eingestebt, vorderhand außerhalb der Möglichkeit, weil r uvermüdli en ors na und Beobachtung hier noch unendlich viel zu thun bleibt. nde en wird man troydem, gerade diesem Bande

das Zeugnis; nicbt versagen dürfen, daß er das Werk in der gläu- endften Weise abschließt (freilich fehlen noch einige der vorhergehenden Hände) und mit der darin gebotenen Fülle von mühsam esammeltem BeobachtunXmaterial, das in so vortrefflicber fesselnder atstellungs- weise vera: itet ist. dem affer zu anz ßesouderem Verdienst ge- re_i_cbt„ - Arif de_n reichen Ju [t des andes bier näher einzugeben, wurde _zu weit fubren, derselbe kann nur kurz skizzirt werden: Zuerst wird die Klasse der Krebse beschrieben, unjér denen die roßen See- krebse und Krabben und die Schmaroßerkrebfe iu ikren Lebens- aeixobnbeitetx vpn besonderem Jntereffe sind. Dann folgen die Wmmer, namlich die Borstenwürmer, zu denen unser Regenwurm gehört, die Egel, die Armfüßer, RäYertbierchen, Stemwürmer, Rund- u_nd adenuzurmer (SpulWUrm, Tnchine); ferner die Hgkenwürmer, die lattwmmer arunter die _Bandwürmer) und die Moostbiere. Daran schließen si die Weichtbtere, untcr ihnen die Kopffüßer mit de_n Kraken, Oktopoden und Sepien, die Schnecken mit ihren zahl- “reichen Axim, die Muscheln und Manteltbiere. Weiterhin fol en die Stachelhaut_er, als Seewalzen, Seeigel, Seesterne, dem Besu er un- seres Aquariums nicht unbekannx' fcrner die Coelenteraten, ent- haltend als Unterarten die m 1 rer Metamorphose so viel des Wunderbaren bietenden, in der Gefangenschaft leider nicht lebend zu erbaltenden Quallen, die dagegen wieder aus den Aquarien angemein bekannten Polypen, als Aktinien 1)er Seeanemonen,Seerosen, Korallen, Seefedern, und weiter die Schwamme. In dem Abschnitt über die Polypen Werdxn freilich viele Leser eine Abbildung des Süßwasser- Polypen vertmffen, der gerade für die Bewohner des Binnenlandes, irztereffant x_md eigentlich weniger bekannt als die Meerespolypen, btec aber leider nur in einem „künstlichen Monstrum“ vertreten ist. Den Beschluß machen“ die noch imrxter ein weites Feld der Beobach- tung und Foychyna bietenden Urthtere, die Jufusorien und Wurzel- füßer. - Die Ausstattung_auch_ dieses Bandes ist musterhast, und die JÜustratwnen, namentlich dre 16 großen Tafeln, neben den vielen in den Text aed_ruckten Abbildungen, nicht nur gewissenhaft in der anschaulichen thdekgabe der Natur, sondem auch in der Gruppirung der Objxkte so_ kunstlerisch, daß fie in der gesammten einschläglichen illustratlven Lttcxatur des Im und Auslandes nicbt übertroffen wer- den dürften _ em Lob, das aus kompetentem Munde den Abbildun- g(n der früheren Bände bereits gezoÜt worden ist. - Theodor Simonß' Kulturbilder: „Aus altrömiscber Zeit“, n'elch' gleich bei 1brem ersten Erscheinen s1ch die lebhafte nerkennung der _Kritik erwarben, find jetzt vor Kurzem im Verlaae von Gebrüxer Pätel bterselbst in driiker Auflage erschienen. Die Reihe der in gefal1_iger Form und meisterlichem Style mit eingehender Kenntnis; des römtsch_en Altertbums geschriebenen acht interessanten Effay's find in der vorliegenden Auflage so berechnet worden, das; fie in dieser neuen Gestalt zwei handliche. typisch sehr sauber aus estattcte Bände bilden. Der Inhalt ist der Art vertbcilt, daß der erste and die 4 Auf- satze: ein Gladiqtorenkampf und eine Tbierbeße in der Arena zu Pompeji 79 n. Chr.G.; em Gastmahl bei Lucuüus 74 v. Chr.G.; ein Waxen- rexmen 1m_ Circus_ Maximus zu Rom 10 n. Chr. G. und ein Hoch- zeitsfest_ 1m römrscben Kczrthach 224 n. Chr. G. umfaßt, während der zwe1te Band die übrigen vter Kulturbilder: die Naumacbie 52 n. Chr. G.; der Triumphzug des Titus 71 n. Chr. G.; die Stiere des Maxentus_ 312 n. Chr. G. und pompejanische Nächte 96 n. Chr. G. enibalt. AÜe dtcse Aufsä e sind auf dem Historischen Hintexgrunde des _alten Rom in iris en Farben und plastischer Un- schaulrch_keit entxvorfene Schilderungen, welche für weit. gebildete Leserkreise zugletch eine unterhaltende Lektüre und eine empfehlens- werthe Belehrung bieten.

Gewerbe und Handel. Das österreichische Reichßgeseyblatt vom 16. d. M. ver- öffentlicht eine_Verordnung des Finanz*Ministers vom 15. d. M., durch welche die Ausfuhr von Maulthieren über alle Grenzen d_er Oesterreichisch-Ungarischen Monarchie verboten Wird.

- Dem Geschäftsberiöht der Rheinischen Eisenbahn- Gef ells chaft entnehmen wir folgende Mittheilungen über den RechpunZSabscbluß pro 1877 : Die Einnahmen der Stamm- und Zwetgba nen betxagen 39 679 220 „M, die Aus aben inkl. der Rück-

lagen zum Erneuerungs-* und Reservefonds 185 6345 «44, Brutto-

überscbuß n

_ Abzug der Betriebskosten 21 152905 .“ Davon ist m Abzug zu ringen:

1) Autbeil am Defizit von Cleve-Zevenaar 173 826 .F. 2) Mschuß mr Verzinsung des Anlagekapitals der équetJbabu CaU-T 91 589 .“, 3) a. für Verzinsung uud Amorti- atton der Anleihen nach ;413514; der aus der reutbaren Anlegung nnd_ andenveitm vorschußwetscu Benuvung der disponiblen Baar- bestande erzielten Al_tivzinsen 7 510 425 „46, 1). 4% Zinsen (Super- Dtviden_de) für die Ende 1877 noch bestandenen 1 848 750 Prioritatsaktien 73 950 «ckck, zusammen 7584 375 „44, 4) An- tbeil der Nymwegensckpen Eisenbahn - Gesellschaft zu Nymwegeu als Eigentbümerin des auf niederländischen: Gebiete gelegenen Theiles der weigbabn Cleye-Nvmrpegen_ an den Einnahmen der leßteren 297 .“, 5) Antbetl des mederlandiscben Staates an den Einnahmen des demselben zugehörigen Theiles der Strecke Kaldenkirchen-Venlo (von der LandeSgrenze bis Venlo) 5787 „74, 6) Subvention für die Gotthardbahn, zweite älfte von 1000000 Fr. : 500000 r. = 400000 .“, 7) ücklage zur Bestreitung der Ansprüche erunglückter aus dem Haftpflichtgeseße 600000 ckck, 8) Ueberweisung an Delkrederekonto zur Deckun etwaiger Verluste an_ ausstehenden Forderungen 100000 „44: zusa MM 8985 302 „ja, bleibt Betriebsüberschß _zur Verfügung der Generalversammlung 12167 602 „44 -- Im eigenen Be tße der Rbciniscben Eisenbahn- Gesellschaft befanden sicb am Schlu e des Jahres 1877 105783 km, von Welchen 345,62 zweigcleifig. An Bahnhofs-Nebengeleisen befan- den fich auf“ den im Eigenibume drr Rheinischen Eisenbahngescllschaft befindlichen Strecken am Schlusse des Jahres 1877 614,76 km., demnach betragt der Gesammtbestand an Geleisen am Schlusse des Jabxeß 18772018 21 km. Am Schlusse des Jahres 1876 besaß die Rheinische Etsen_ba n,“.eseascbaft 462 Lokomotiven Davon Wurde Anfan s 1877 em_e auSrangirt; am Schlusse des Jahres 1877 warm also 4 1 Lokomotiven vorhandexi. -_-- Aus dem Ges_chäftsberichte "der Sächsisckyen Näbfaden- f abrik (R. Heydenreicb) zu Witzsckxdorf find folgende J.)?iitheilunaen entnommen: Im Jahre 1877 betrug der Absatz d-.s Fabrikates 1171042 „74 In 299 Arbeitstagen find zn Strumpfgarngespinnsten (Blau: und Gelbfixz) 367 479 P[d„ zu Zwirngarncn 118668 Pfd., daher m Summa 486 147 Pfd. versponnen und daraus 413 690 Pfd. Garne _und 53 417 Pfd. verkäufliche Abfälle gcwonnen worden. In der Zw_1rnerei Wurden 155 501 Pfd. Zwirne geliefert. Die Gesammk- verarbeitung an Garnen für die Zwirnfabrikation betrug 164 963 Pfd. Das Waarenxonto hatte infolge eines größeren Vorratbs an roher Baumwokle emen Werth von 889 868 „74 Dem Brutwaewinn von 142 678 „M entspricht ein Nettoertrag von 62 871.74, der im Wesent- lichen zu Abschreibungen bestimmt ist. London, 21. Juni. (W. T. B.) In der gestrigen Woll- auktron war der Yegehr größer. Preise meist etwas höher. Rom, 17. Juni. (It. R.) Der mit der interimistiscbcn Ver- ivaltung de_r Stadt Florenz beauftragte außerordentliche Regie- rungskomtmffar Baron Reuchlin hat vom 18. d. M. ab die Ein- steÜzmg aller Zahlungen und Arbeiten beschlossen, welche nicht aus hygienischen Rückßclyten oder aus solchen der öffentlichen Sicherheit dritzgend geboten erscheinen. Es wird von jeßt ab keine nicht absolut obligatorische Ausgabe gemacht werden.

Berlin, 22. Juni 1878.

Der Ursprung der Stadt Neutomischel datirt von dem Befißer der Herrschaft _Tomysl, dem Starostensohne von Lenczic Felix Szoldry Scholdrskt, welcher im Jahre 1692 die Tomysler Herrschaft übernommen hatte. Am 13. August 1778 erhielt die ein- gewanderte evangelische; Gemeinde von demselben eine halbe Hufe zum Bauplatz einer Kirche und zur Gründung einer Stadt. Es feiert demnach in diesem Jahre die Stadt Neutomischel das Jubiläum ihrer hundertjährigen Gründung.

Das Residenz - Theater schließt am Sonntag sein Ensemble-Gaftspiel auf der_Friedrich-Wilbelmsstädtischen Sommerbühne, um bereits am Montag in Potsdam einen Cyklus von Gastvorstellangen zu beginnen.

B Inserate für den Deutschen Reich- 11. Kgl.Prmß. S'iaats-Anseiger, das Central-Handelsregifter und das Poftblatt nimmt an: die Königliche Expedition

Preußisthen Staats-Anztigers: Berlin, 8. ". Wilhelm-Straße Nr. 32.

Steckbriefe und Untersuchungs- Sachen.

Steckbrief. Der frühere ArbeitSmann, jetzt Künstler, Friedrich Hohmann aus (Coswig,

Molbriofo nne! Unbotsuobnn

1. d" BMW:" Reichs-Auzeigets uud königlilh 2. ZYMFMM, aufgebobs, 6 sowobjeäono Zskannbm-obungou. 3. 70rkänfs,7sryaobbunxon,Iubwjasiooousw. . 4. ?ot1ooanux, &mokbiaatiou, ZinssaUung

n. a. 17. 70a ölksntücbou kapieren.

n_aten vollstrecken und uns in beiden Fällen Nach- rrcht geben vae. Königliches Kreisgericht Frank- furt a. O., den 1, Juni 1878.

Haakon. orjaäuugsn 0103911311661. 7. Literarisobo UUigsn.

9." kijösu-waxiabt-Zu.

50 Jahre alt, ist durch unser rechtskräftiges Er- kenntnis; vom 16. April 1878 Wegen Hausfriedens- bruckxs _und öffenjlicher BcleidigMg zu einer Gefangmßstxafe von acht Wochen verurjbeilt. Es wird ersucht, atx dem Hohmann, dessen Aufenthalt unbekannt xst, tm Betretungsfalle die Strafe zu vollstrecken und uns von dem Strafantritt zu be- nachrichtigen. Halberstadt, M 7. Juni 1878. Königliches Krengericht. 1. Abtheilung.

[5576]

Offene Strafvollstreckungs-Requifitlon.

Von den nachbenannten Personen: 1) dem See- mann Herrmann Robert Herrlich, geboren zu Cott- bus am _25. _Dezember 1849, 2) dem Arbeiter Io- bann Friedrich Noack, geboren zu Droschkau am 20. Mar 1850, 3) dem Hausdiener Oskar Wilhelm Gustav _Renßsch, geboren zu Frankfurt a. O. am 16. Mar 1848, 4) dem Rudolf Eduard Albert Teikc, geboren am 14. November 1850 zu rank- furt a. O., 5) dem Carl August Heinrich ischer, Fboren zu NeuYittau am 1. März 1848, 6) dem

arl Wilhelm ebald Biersack, eboren zu Für- stenwalde am 19. August 1848, 7? dem Seemann Em1l_ Paul Gustav Heinrich von der Osten, g.boren zu Furftenwaide am 12. ebruar 1848, 8) dem Aygust Ferdinand Bexthod Vieriß, geboren zu urstenwalde am 25. August1848, 9) dem Carl

ilbelm Rudolf Wenzel, geboren zu Pförten am 19. Mai 1849, 10) dem Knecht Friedrich August Conrad, geboren zu Löbus am 11. Oktober 1848, 11) dem Carl Ernst Hennig, geboren zu alken- hagen am 27, Februar 1852, soll eine Ge dstrafe

Wird.

Subhaftationen, Vorladungeu, Auf- gebote u. dergl. _

Die von der Direktion der Lebens-Verficherungs- Aktien-Gesellschaft Germania in Stettin unter dem 29. Januar 1864 und 4. Februar 1864 ausgestellten Policen Nr. 47,672 und Nr. 47,966, durck) _ deren erstere_ dj_e gedachte Gesellschaft dem Anschläger August Hemrtch Ernst Winiler zu Berlin die Summe von 200 Thalern, und durch deren leistete fie der Frau _Jobanne Conradine Charlotte Winkler, gebornen Bökeler zu Berlin, die Summe von 100 T_halern, zahlbar nach deren Tode, versichert hat, smd den Tischlexmetster Winklerschen Eheleuten vexloren__ gegangen. Ergenthumer, Erbe, Cesfionar, Pfand- oder sonsti- ge_r Briefmhaber Ansprüche zu machen haben sollte, mird aquefordext, sich mit denselben bei uns, und zwar spatestens m dem

anz 5. thobxr 1878, Vormittags 11 Uhr, an htefiger Gertckptsstelle, Terminszimmer vor dem Hern) Kreisgertckpts-Rath Hueckstaedt an- stxhenden Texxnme zu melden, widrigenfalls er mij 1etrien Anspruchen _untex Auferlegung eines ewigen St_tllschWetgens_ prakludtrt Werden und die Amorti- scztton_ der Policen Bebufs neuer Anfertigung für dj_e Tischlermeister Winklerschen Eheleute erfolgen

Stettin, den 12. Juni 1878. Königliches Krengericbt. Abtheilung für Civilprozeßsachen.

den 18. Juni 1878.

Pavelt.

Aufgebot. ““

ErWeiterung der Res: ' Lim u g.

Wer an diesen Policen als

Werden in dem Termme

Nr. 3“ Donnerstag, den 4.

eröffnet werden.

Unterzeichneten bezogen werden.

von je 300 „74, und 12) von dem Bergmann Ma '- milian Gustav Rotter, geboren zu Frankfurt a. H. am 15. März 1850, der Rest einer Geldstrafe im Betrage von 77 „M 89 Y, wegen unerlaubien Ver- lassens des Bundeögebiets resp. Aufenthalts außer- halb desselben nach erreichtem militarpflicbtigem Alter, eingezogen werden. _ Ihr gegenwärttger Aufenthalt ist unbekannt, - Sobald derselbe er- mittelt werden sollte ersuchen wir, der nächsten Ge- richtsbehörde sogleicß davor; Kenntniß zu geben, welche die oben aufgeführten Strafen und e 45 „74 Kosten zur dorti en Kaffe einziehen, im nvermö- Hausfalle die der eldstrafe [ubstituirten Gefängniß- trafen, und zwar gegen Rotter mit 15 Ta UH)? 14

Q-

[5578]

Saßniß an.

Stunden, gegen „die ubrigen Personen mit

Verkäufe Verpachtungen Sußötiffionen :e. ,

Bekanntmatlmng.

Eine zum htefigen Forstreviere gehöri e, zwischen den Badeorten Saßniß und Crampas seeufer-Parceüe von 0,570 Yem de_crauf befindlichen Holz estande im Wege des offentlichen AUSgebots verkauft werden. _

Hierzu steht Termin am 2. Juli er., Vormit- 88 H tags 9 Uhr, im Gasthause zum Fahrenberg bei

Die Verkaufsbedingungen werden im Termine be- kannt gemacht Werden, können jedoch auch schon vor-

[5574] Bau-Submisfion. gazins hierselbft erforderlichen:

legende th- a. Erbarbeiten, ectar Größe, soll mit

Banketts 2c.,

8. ((Bester-811243151311. ) lu (lor Lütgen- boüago' . W

hex im Geschäftslokale dcr hiefi en Oberförsterei wahrend der Dienststunden eiugese en werden. Werder bei Saßniß auf Rügen,

Die Anfertigung, Anlieferung und Befestigung der schmicdeeisernen Fenster i_md Thore Lokomvtiv - Reparatur-_ und die mechanische Werk- stätte im GesammtgeMéht von rot;. 19 500 kx, sou im Submisstonöwege vergeben werden.

Die an den Unterzeichneten portofrei und ver- siegelt einzureichenden_, gehörig bezeichneten Offerten

uu, kaffe zu hinter egen. Vormittags 111- U r,

Die Zeichnungen, Gewichtsberechnungcn und Be- dingungen liegen hierselbst und bei dem Herrn Bau- meister Wolff zu Limburg zur Einsicht aus und können gegen Franko-Einsendung von 4 „M von dem

WieSl-aden, den 17. Juni 1878. Der AbtheiFng-Baume en.

Die zum Neubau eines Mehl- und Körner-Ma- veranschlagt zu 16 879 „kl.

5 “.J- * b. Manrer-Arbeiten, incl. Ausstbacbtun de'r veranschlagt zu 387 .“

c:. sowie,die Lieferung von ca 1046 05111 Brush-

steinen sollen, für jede Position getrennt, imSubmissions- wege an den Mindestfordernden vergeben werden.

Oeffentlickee AnzeigeBH Inserate nehmen an: das Ceittml=§uumoucemVZ

5. [UÜUZU'ZQUS Ubabüassweuta, kxbrikon umi

Bureau der deutschen Zeitnn eu zu Berlin, Mohrenstraße Nr. 45, die Annéncen- xpeditionen des „Jnvalidendauk“, Rudolf Mosse, Haaseuftein & Vogler. G. L. Daube &. Co., E. otte, Büttner &, Winter, sowie alle iibrigen gr eren Aunoncen-Bureans.

_Die technischen ynd administrativen Bedingungen Zyckxtjedex Objekt liegen in unserm Bureau zur Em- 1 cm.

Unternshmungéluftige wollen ihre darnack) aus-

Der Königl. Oberförster. Ysteuien, verxtegelten und äußerlich je nach dem

egenstande

nungstermine am Freitag, den 5. uli er.,

und zwar 3 um 9 U r Morgens

ezeichneten Offerten [“is zum Eröff-

0. ., 11 an uns einreichen und im Termine persönlich er- scheinen. * ""Magdéljükg, den21. Juni 1878. U 7 Königlitljes Proviant-Amt.

[5517] Eisenbahn. o.ä 5." 10 ,

[5575] _TluSgel-ot von Arbeitskräften.

160 bisher mit Anfertigung von Schuhwerk und

80_bisher mit Stricken von Fischneßen be_schafttgte Gefangene werden, erstere mit Anfang nachsten Jahres, letztere mit 1. Oktober er., zu der- selben oder anderen Arbeiten disponibel. Es wird Kontrakt auf höchstens 3 Jahre geschlossen und ist bei Abschluß des Kontraktes als Kaution der Ar- beits-Lohnbetra für ein Quartal bei der Anstalts- _ Nähere Auskunft wird auf Erfordert: mündlich oder schriftlich ertbeilt. Unter- nebmungélustige Wollen ihre Offerten bis zum 15. Juli er. der unterzeichneten Direktion einreichen.

Insterburg, den 20. Juni 1878.

Die Direktion der Königliéhen Strafanstalt.

für die

[5339

] 113... 18.-„.„ Schöneberger Ufer 42 ...t.

Als Garßon-Wohnung geei net, 4 Zimmer neb t allem Zubehör, Balkon_und orgarten, zum 1. O - tobercr. miethsfrei. Naheres daselbst beim Portier.

Redacteur: I. V.: Riedel.

Verlag der E edition Ke e . Druck: x .(Elséter.ss [)

Zwei Beilagen (einschließlich Börsen-Beilaae).

Berlin

M 145.

B e i l a g e zum Deutschen Reichs-Anzsiger und Königlich Preußischcn Staats-Anzkiger.

Berlin, Sonnabend, den 22. Juni

[7

[ZZZ

Der Inhalt dieser Beilage,?u welcher auch die im §. 6 des (Heseßes über den Markenslhuy, vom 30. November 1874, sowie die in dem Gesetz, betreffend das Urheberrecht an Mufteru und

Modellen vom 11. Januar 1876, Und die im Patentgeseh vom 25. Mai 1877 vorgeschrie

Central-Handels-Register f

Dax? Cexikral-Handels-Re- _ister für das Déutjche Reick) kann Burki) alle Post-Anstalien, sowie [

durch Carl Heymanns Vörla-y

auch durch die Expedition: 817, WilheYlßraße 32, bez_o_g_e_n_ wexhen.

Pakente.

Preu en. Königliches Mixiiiterium für andel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten.

Das dem Kaufmann Theodor FenHius zu Berlin unter dem 9. Februar 1877 auf „7318 Dauer yon drei Jahren für den ganzen Umsgng des prcußischcn Staats eribeilte Patcnt a_nf eme dglck) Zeichnung und B€schreibung nachgeimeseye _Mahe- maschine, soweit fie als nsu und eigentbumlich an- erkannt ist, ist aufgehoben.

Entscheidungen deutscher Gerickjtslxöfe. (Aus den neuesten Zeitschriften nnd Sammlungen.)

1) Aus der Natur eines zum Zwecke d_er Bege- bung Von Aktien eingegangenen Kons_ortta_lt)er- trages folgt nicht, daß der Kynsorxlale Wahrend des Konsortiums eine Einlage in _dl? GesellsÖaft zu machen hat. 1]. ob. G. H. Wien 13. 18. Nov. 1877. G.-H. S. 219. _

2) Der Betrieb eines Bildhguerftukkatur- und Gipsformgeschäftes _lst em Hagdels- geschäft, wenn aus der Organisation des Betriebes, aus dem Halten eines Lagers und aus_der Annahme einer Firma der gewerkßmäßige Betrxb von Han- delßgeschäften folgt. U. H. A. G. MUnchen v. 20. September 1877. Slg. B1). 3. S. 661.

3) Die Zahlung der Prämxe aus 611181? Feuer- Versicherung am Tage des Brande§1st nur dann wirkungslos, wenn dieselbe schon frnhcr verfallen war. U. ob. G. H. Wien 1). 15. Februar 1877, öst. G. H. S. 168. _ _ _ _

4) Durch Kompensation wird nicht nur die cingeklagte Forderung, sondern auch das betreffexide FordernngSverbältniß des Kompenüretzdcn konsumtrt. Daher ist eine Rekompensation unmöglich. 11.43.2145"). Jena 1). 3. Juni 1875, B1. [. RtÖpfl. m Thu- ringen Bd. 23 S. 227. _

5) Die Ausstellung und Anxiahme e_mes Wechsels für eine Schuld bewirkt fiir s1ch aÜem keine No- vkation. U. A. G. CeUe v. 6. April 1877. Seuff. Archiv Bd. 33 Nr. 14. _ __

6) Wechselbürgschaft oder Giro begrixzidet an fich keine civilrccbtliche Haftzmg als Burge. U. Obertrib. Stuttgart v. 5. Marz1877. Scuff. Archiv Bd. 33 Nr. 25. _ _ _

7) Der bloße Rath, em Gcschast cmzugehen, kann möglicherwäse nur der _chveggrlznd i_vcrden, wodurch das eigene Wollen m ciner geiviffen Richtung bestimmt wird, ohne das; 'daTJnrch die Freiheit des eigenen Entschluffcs gebunden rst. DeShall) ist man Wegen des ertkyeilxcn Rathes an sich noch mcht schadenßersaxxpflichkcg. U. _O. A. G. Rostock v. 21. Juli 1870 Seuff. Archiv Bd. 32 Nr. 45.

8) Hat der KontraHent an der ibm zugemndten RechUung nur einige Fcbker ok)_r_1e _Vorbethtgcl- tend gemacht, so gilt dieselbe bezuglich der ubrigen Posten für anerkannt. . A; G. CeUe v. 17, Nov. 1874, Zeitschr. f. Hannoi), Recht, Bd. 8 S. 74. _ _ _

9) Zinßcoupons elner VerschenkknObltgatwn gelten miT Riicksicht auf ihre acceffoxrsche Natur als mitgeschenkt. 11- O. A; G. Darmstadt v. 29. Sept. 1876 in Seuff. Arlbw Bd. 32_Nr._ 179.

10) Der Axxent ist sets BevoUmaÖUJtZr und sein Rechtsverhältniß zur Firma nach den Grund säßen des Mandats zu beurthetlen. U. H-„A- G. München v. 20. März 1877. Slg. Bd. 3 E. 685.

11) Der Agent haftet für den aus seinen Em-_

pfe lungen der Firma entstandenen_ Sckxaden nur danhn, wenn er sie gegen besseres Wissen in falscher und betrüglicher Weise gegcben hat. U. H, A. G. München 1). 20. März1877 a. a._O. Doch hat der Agent die Verpflichtung, fich mtt Sorgfali nach den Vermögensverhältmiffen des voxzuschlagenden Käufers zu erkundigen. U. A. G. Cokn v. 4. Ja- nuar 1878. R1). Archiv Bd. 69 S. 66.

1) Sind Waaren von bester Ouaxität be- stellt, so find beim Mangel näherer ErlautZrungen Waaren zu liefern, die im Verkehre als lieferbar

' und annehmbar gelten. U_. O. A. G. Dresden v. 7. April 1875, Seuff. Archiv Bd. 32 Nr. 32._ _

2) Beim Handel nach Probe tt_tuß Derjenige, Welcher ein Interesse daran hat, fur deren Auf- bewahrung sorgen. . . . CeÜe v. 21. Januar 1874 a. a. O. Bd. 32 Nr. 97.

3) Die Bestimmungen des 5Zirt. 347 H. G. B. find auf den Viehhandel nicht anivendbar. U. A. G. Celle v. 14. Juli und 15. September 1876 a. a. O. Nr. 72. _

4) Ist die Waare vor der gerichtltsb auSge-

. sprochenen VertraxiZsauflösung durch ZufalT zu

Grunde e an en, o trägt der Käuf_er die Gefahr. U. O. Ag &.gMünchen v. 28. Marz 1876 B], i. R. A. Bd. 41 S. 222.

5) Vorbehaltlose Antiabme der bestellten Waare Feb 3151an der Lieferze1t__§c_b_1i_eßtF_en_?_1_:_;spr§é a_1_i_f

aenSera We LUVLX aeer e r g a . .

H.ch . . s ünchgen v. 13. Septemxer 1877, Slg. Bd. 3 S. 690. , _ 6) Aus dem Aufirage sofortiger Lxeferu_ng folt nicht der Abschluß emeß Fix eschafis, viel- meßr ist anzunehmen, daß die Lte_erng „sobald als möglich“ Zeschehen sollte, und 1st_1_mmer e_in nach den Umstanden zu berechnender MUTZZJU Zett- raum zu gönnen. . . A. Munchen v. 1. Mai 1877, Slg. Bd. 3 S. 688. _

7) Es ist früh genug, wenrx dre _Seetuxhtcg- keit eines Schiffes zu der Zeit Zervabrt Wird, zu welcher die Leistung des Schiffes eginnen _syl], also zur eit der Abreise. U. O. A. G. Lubeck v. 27. ärz 1877, Seuff. Archiv Bd, .32 Nr. 99.

benen Bekannthungen veröffentlicht werden. erscheint auch in einem besonderen Blatt unter dem Titel

ur- das Deutsch

e RÜÖ. (Nr. 146.)

Das Central-Haudsls-Register für das Deutsckpe Reick) erscheint in der Regel täglich. -- Da!

Ber m, 17., Mauerstraße 63-65, und aUe Buchbandlungen, für Berlin ; Abonnement beträgt 1 «ii 50 6 für das Vierteljahr. - Einzelne Nummern kosten 20 „z. -- : Insertionspreis für den Raum einer DrgJeile 80 45.

8) Auf sog. Gefälli keitsw_echsel ist in Bezug auf das Rechtsverhä tnisi zwi1chen Aussteller, Bezogenen und Acceptanten die Bestimmun des Art. 23 Abs. 2 W.O. nicht anwendbar. WH.“ .G. München v. 15. Nov. 1877, _Slg. Bd. 3 S. 695.

9) Rechte aus cinem Wech1el können nicht 6108 durch Jndoffammt, sondern auch_durch gewöhnliche Session übertragen werden. U. O. A. G. München v. 11. Okt. 1877, Slg. Bd. 3 S. 697.

10) Die von P?inderjährigen angesteÜten Wechsel smd anch dannnngiiltig, Wenn sick) dieselben für großjährig ausgégeben haben. 11. H. A. G. Münchcn v. 18. Dezbr. 1877, Slg. Bd. 3 S. 691.

11) Der auf dem Wechsel von dem Acceptatiten leserlich geschriebene Familienname bWUÖt _mcbt gerade bis auf den letzten Buchstaben vollstanixig und richtig aUSaesckyrieben zu sein. 1]. Ober-Trtb. Berlin in Seuff. Archiv Bd. 32 Nr. 177.

1) Beisetzung des Namens des Aussteuers links seitwäris des Kontextes ist ksine Unterschrift, und deshalb ist ein solcherWechselungültig. U.oberst. G. . Wien 1). 18. Okk. 1876. GerichtSzeitung 1877 S. 68.

2) Ein Wechsel an eigene Ordre ist eine rechts- ültige Tratte. U. H. A. G. München v. 22. Je- Fruar 1877, Slg. Bd. 3 S. 701.

3) Theilindoffamente find zuläsßg und formxll gülti . 1]. O. A. («H. Dresden ». 3. Spt. 1875 m Seu . Archiv Bd. 33 Nr. 69.

4) Macht rer Indoffant einen Beifuß, z. B. ,als Ueberbürge“, so wird die Gültigkeit des Jndoffa- menjs bixdurck) Nicht y,eändert. U. L. O. H-G- Stajtgart v. ]. Sept.1877 im Württ. Gerichts- blakt Bd. 13 S. 430.

5) Zur Begründxmq des RegrefzansprucHes gegen den Indoffanten ist die Vorlage des Protestes Wege_n Mangels Zahlung auch dann nöjhig, Wenn die Uebertragung des Wechsels d..rch Giro naxl) dcr Vcrfallzeit erfolgt ist. U. 01). G. H. Wien 13. 13. Juli 1876, öff. (H). H. 1877 S. 70.

6) Die Bestimmung des Art. 31 ist auch_ a_uf jene Wechsel anrvendbar, die nach der Verfallzett m dritte Hand übergehen. Siehe das vorsteh. U.

7) Erlaß des Protestes bei Begehung des Wechsels entbindet von der Beibringung des Beweiscs ubxr die rechtzeitige Präsenjakion des Wechsels. U.“:k'ft. G. H. v. 24. Mai 1877, G. H. "S. 530.

8) Die Wechselordmmg ist in_r dre Frage maß- gebend, Welche Zinsen der Weckyselmhaber nebexz der Wechselsumme beanspruchen kann. Höhere Zinsen können nicht verabredek Werden. 1]. 51). G. H. Wien vom 30. März 1870, (G. H. 1877 S. 20.

9) Die Klag€ aus einem 0011 dem Beklagten „,als Vater“ mitnnterschriclxenen, foxmeu un- gültigen eigenen Wechsel ist xizbegruzidet, da in der Urkunde auch die dem obllgaforrschen An- sprache zu Grunde lisgende causa mangelt. U. O. A_. G. Rostock v. 11. März 1872 in Seuff.Arch. Bd. 33 Nr. 9.

9) Die Bereickyerungsklage ist erst zukäsfig, Wenn nachgewiesén ist, daß die Befriedigung auck) vorn Acceptanten nicht erlangt werden kann. U. ob.G.H. Wien 1). 9. Nov. 1876, G H. 1877 S. 14. __

10) Eins besondere Feststellung im Protestx uber die Identität der Person 586 Protestaten nut der- jenigen, Welche s1ch als solche aus dem_Wechsel er- giebt, bedarf es in der Protesturkunde m_ der Regel nicht. U. A. G. (6211? v. 26. Juni 1877 m Seaff. Archiv Bd. 33 Nr. 71.

1_) Die Béftimmung des §. 1 des Reiäyshaft- pf ichtgese es Vom 7. Juni 1871 ist unanwxnd- bar auf Unfä e, die sich bei dem Betriebe einer ArbeitslokomoiiVe auf Eisenbahnscbiencn zur Her- stellung eines Dammes behufs des Baues emer Eisenbahn ereignen. U. A. G. Celle v. 20. Sept. 1875, Ztsck). f. Hmm. R. Bd. 8. S._105.

2) Dieser §. 1 findet auch auf Etjenbahncn An-

Wendung, Welch? den Privaszeéken dienen. Gleich- ültig ist, daß bei der Bewerg des_ Wagerxs ZZckfer5ekraft verwendet war. 11. . G. Coln v. 15. Dezember 1877. Rb. Archiv Bd. 69 S. 56._

3) Der §. 2 des all. Gesc es bezieht stch mcht auf eigenes Verschulden des .„511habers emes Berg- werks 2c., sondern nur auf das erschulden der m diesem Paragraphen genannten dritten Perspney. U. A. (€:). Celle v. 9. Sept. 1876 in Seuff. Archiv Bd. 3 Nr. 50.

4) Der Vefißer einer Bierbrauerei_hafiet nach §. 2 des Gese es. U. H. A. G. Munchen v. 9. August 1877, lg. Bd. 3 S. 706.

5) AuSgefchlvssen ist die Haftung, Wenn der Culya der zur Betriebsleitung aufgestellten Person ern Dolus des Verle ten gegenübersteht. U. H. A. G. München 1). 9. Lugust 1877, Sl . Bd. 3 S. 706.

6) Ein Ersaßanspruch nach . 3 Nr. 1 dieses Geseßes steht dem zur Alimentation Beregbtigten nur zu, Wenn er zur Zeit des Todes des Verpflichteten bülfsbedürftZ? war. U. A. (G. Cöln v. 15._D§zem- ber 1877. bein. Archiv Bd. 69 S. 54 [316 56V

7) Die 1vabrscheinliche_ Lebensdauer des durch einen Unfall Getödteten tst na_ch reiem Ermeffxn festzusteüen. 11. H. A. G. Mun en v. 8. Marz 1877, Slg. Bd. 3 S._ 702.

8) Die Wiederverhetrathung der Ehefrau dec) Vex- unalückten ist nicht schon an und für sich aUem em Erlöschungsgrund der Verbindlichkeit zur Zah- lung der urthcilssmäßig zuerkannten Rent? U. A. G. Colmar v. 21. Januar 1878, Ztsch. fur Elsaß- Lotbr. Bd. 3 S. 248. _

9) In den Fäklen der §§. 1 u. 2 des aftprcht- geTeiZes ist der gesonderte Anspruch_auf S merzens: ge 1) unzulässig. U. H. A. G. Munchen v.17.Mm

1877, Slg. Bd. 3 S. 713.

Nach dem Jahresbericht der Handelskammer “_des Krcifcs Cojtbus für das Jahr_1877 War M1 genannten Jahre der Absatz von Tuck) in Cottbus beschränkter und wurde weniger Tuch angeferti t, (118 im Vorjahre. Auch die Peißer TUHfabri en arbyiteten, namentlich seitAugust1877, nicht immer unxtngeschränkf. Die dortiien Fabrikate Waren meist Mustersachen und wurden gern gekauft. Die Ernte 1877 in der Gcgend von Cottbus war eine sehr gyte gervesen, dock) blieben die großen Mühlen- etablisiements, wie alljährlich, genöthigt, sich von außerhalb zu versorgen; in denselben wurden für das Handengeschäft Vermablen 232 977 ](8 Weizen und 1202494 13 Rogaen; fkk; Lohn 4185 kg Weizen, 567 290 kg Rog- gen, 342 084 kJ deSgl. zu Branntwänschrot, 223 575 kg Oelsaat u. s. w. An Wolle wurden in Cottbus 1 500000 kg fabrikgewaschen verbraucht, gegen 1832 000 1»,- in 1876. Im Bohsdorfer Re- viere wurdeu 1365 001 111 Kohlen gefördert, gegen 1495 608 111 in 1876, 1 508 048 111 in 1875; die Preise stel'lten 05) wie im Vorjahre. Das Braun- kohlenbergrverk Weißwasser bei Muskau förderte in 1877 383 200 111- Von den Eisengießereien zu Cott- 5118 wurden 307 000 W Maschinenguß, 78000 kJ weniger als in 1876 geliefert, von dem Eisenwerk zu Peitz 50 000 kJ Gnßeisen und 7500 kJ Schmiede- eisen. Die Maschinenfabrikcn litten am meisten unter der Ungunst der Verhältnisse. In Cottbus Waren 61 Dampfmaschinen von 1487 Pferdekrafr, auf dem Lande 7 Dampfmcxschinen von 80 Pfkr. im Be- triebe. Die Gaßanstalt zu Cottbus verbrauchte tm J. 1877 (für 308 Straßen: und 9529 Privatflammen) 929 827 cbm Gas, 42 530 ebm mehr als im J. 1876, die Gasanstalt zu Peitz (für 1671 Flammen) 89 872 cbm (Has, 6662 ubm wehr als im Vorjahre. Von den 24 Brennereien des Kreises Cottbus wuxden 547 600 kg Getreide uud 1333 550 kg Kartoffeln verarbeitet und daraus 368 982 1 Spiritus zu 100 0/0 gewonnen; von außerhalb wax- den noch 2100 000 1 Spiritus ezogen. Dre Brauerei von Lagerbier ist während des anzen Jahres regelmäßig fortbetrieben worden; für rau- zwecke wurden bei dem Haupt-Steuer-Amf zu Cott- bUs 265 650 k,? Weizenmalzsckzrot versteuert, gegen 217 637 kg jn1876. Von_ den Dampfsrbnyidemüblen müßten zivei ihren Betrieb einstellen, die anderen vier arbeiteten mit bcscbränkter Kraft. Zu R__auch- tabak wnrden in Cottbus nur 90 000 RZ Blatter- tabak und 120000 ](Z' Rippen verarbeitet. Das Centralgefängniß in Cottbus lief; im Jahre 1877 in Wolle zum Verkauf 12982 m Lapping, 6250 m ordinäre leichtc Tuchstoffe und bis Ende Juli _oxren- talischeTeppiche anfertigen. Die in Coitbus sabrtzrrten Tuche, Buckskins und tuchartigen Stoffe belaufen sich auf 80-90 000 Stück, füx Peix, auf 18000 Stück. In früherer Zeit War die Leinemvebexet m Cottbus von großer Bedeutung, jeizt wird dresslbe nur von einer kleinen Anzahl Webersamilien _be- trieben; auch in den größeren Etablissemetits ist eme Anzahl mechanischer Stühle aufzex Betrieb gejeZt worden. Die Fabrikation orientalischer Tcpprche, Welck)? in eigenen Fabriketabliffements _hcrgesteÜt Werden, mußte im Jahre 1877 erheblich emge- schränkt werden.

Die Spinnereien im Kreise LandeSbut haben nack) dem Jahresbericht der Handelskammer d_es Kreises Landeshut für das Jabr1877 im genannten Jahre mit schwerem Verlust gearbeitet. Die der Seehandlnng gehörige Spinnerei_ zu Lan- deshut produzirte bei regelmäßigem Betrtebx mi? 7368 Spindeln 13 100 Schock Garn, dic Spmnexet von Johann altis Erben in Liebau auf 5000 Spitz- deln 7510 (hock Flachs- und Werggasne, “_dte Wicbardscbe Spinnerei daselbst am 14104 Fern- spindeln 20000 Schock FlaÖS- und Werggarne. Auch das Leinengeschäft hat sich 1m_ Jahre 1877 in Folge der Ueberpxoduktron n_1cht _ge- bessert. Ebenso waren die Blctcbexeien, Faxbereten und Appretnranstaltcn im Allgemeinen Weniger be- schäftigt, doch hat die Färberei und_Apprc'_turansta[t der Hrn. G.Krebs & Söhne in Nieder-Zteder und Schömberg im Laufe des Jahres _1877 _das anfe_hn- liche Quantum Von 17 887 Stück Lernen gefarbt und appretirt und 27145 Stück robe und xveiße Leinen gemangelt, wozu die Aufträge der böh_mrschen Fabrikanicn erheblich beigetragen haben. Dre Gas- anstalt zu Landeshut produzirte 114712 cbm gegen 125145 cbm in 1876), die zu Llebau 54 24 cbm Gas. Das MorgensterUWerk zu Rohnau förderte 387400 Ctr. Schchelkies und aydere Erze und fertigte daraus 46 685 Ctr. Schwefelsaure, 14000 Ctr. Dungstoffe u. s. w. Die Schlefische KoblenWerYs- Aktien-Gesellscbaft gewann 3846 174 _Ctr. Stem- koblen im Werthe von 1 290114 «., dte Concordia- rube bei Landesbut 478 773 Gtr. Stein- oblen im Werth e von 197 254 „ja, der Lie- bauer Koblenverein zuReichhennersdorf 336 711 Ctr. Kohlen. In der KokSanßtalt von „C. Kulmiz wurden 592 358 Ctr. Ko_ s, im Werthe von 308 026 „FC, erzeugt. Ziver SchubWaarenfabriken in Landesbut fertigten "48 000_Paar SchubWaan, die ihren Absa» hauptsachlich in Mittel- und Sud- deutscbland fan en. _

Die Weberbevölkerung im Bezirk 5er Handels- kammer betru Ende 1877 199 Lelbttändige und 3091 Lobnwe er mit 1445 We ergehülfen und 1985 Spulern, dieselben fertigten auf 3874 Webe- stüblen 181 242 Stück Leinen, Kreas und gemischte Stoffe, 60 435 Stück Weniger als im Jahre 1876.

Handels = Register. Di: andelSregistereinträge aus dM“ Königreich Sach eu, dem Königreich Württemberg und dem Großberzogtbum Hessen werden Dienstags bezw. Sonnabeuds (Württemberg) unter der Rubrik Lei zig, resp. Stuttgart und Darmstadt verö entlicht, die beiden ersteren wöcheutlich, die letzteren monatlich.

Qltona. Bekanntmackjnng.

Bei Nr. 1383 unseres irmenregistxrs ist chte das Erlöschen der dase bst registrirten Firma I. H. Drews vermerkt wvrden.

Altona, den 20. Juni 1878.

Königliches Krengericht. Ab1heilung 1. battenstow- Bekanntmackmng. Königlitlxes Krengerithx Bartenstxiu.

In unser Genoffensébaftsregtfter ist bei Nr. 2:

,.Vorschuß- und Kredit-Verein zu Bartenstein“ Spalte 4 unterm 17. Juni 1878 “eingetragen: _ In den Vorstand ist an Stelle des außgcxchic- denen Controleurs, Krengerichts - Rendantcn Carl Krause von Hier, am _24. Februar 1878 der Gymnasiallehrer August Kapp bierselbst als Controleur gewählt und eingetreten.

lkerliu. HandeZ-chgisier dcs Königlickxen Skadtgericbts 1,1: Berlin. Zufolge Verfü ung vom 21. Juni 1878 find am selbigen Tage fo gende Cintragungsn erfolgt: In Unser Jirmenregister, wvselbst unter Nr. 10,845 die hie ge Handlung in Firma: Paul Kurs vermerkt steht, ist eingetragen: _ _ Der Kau mann Eduard Boecker rst m das Handenge chäft des Kaufmanns Paul Kurß als Handelßgesellschafter eingetreten und die nun- mehr unter der Firma Paul KurlZ bestehende HandengeseÜschaft unter Nr. 6616 des Gesell- schaftSregisters eingetragen. Demnächst ist in unser GeseÜschaftSregister u::ier Nr. 6616 die Firma:-

Panl Kurtz _ und es find als deren Gesellschafter die Kauficute Emil Paul KurlZ und Friedrich August Eduard Boecker, Beide zu Berlin, cingxtra en „worden. Die Wesensäpart hat am 21. Ilm 1878 vcgonxen.

In unser Gesellschaftsregifter, woselbst _unter Nr. 6582 die hiesige Handengesellschast in Firma: Martin Brie & Co.

vermerkt steht. ist eingetragen: _ _ _ _ Die Gesellschaft 01 durch gegenjernge U_ebere1r_i- kunft aufgeköst. Der Kaufmann Marttn Brie zu Berlin setzt das Handengeschäft untcr un- veränderker Firma, sowie unter Uebernahme sämmtlichr Aktiva UUd Pasfivq der gewesenen Handelsgescaschaft fort, Vergleiche Nr. 10,932 des Firmenregisters. _ _ Demnächst isi in unser Firmenregister unter Nr. 10,932 die Firma: Martin Brie & Co. _ _ _ und als deren Inhaber der Kaufmann Martin Brie hier eingetragen worden.

In unser Firmenrégister find:

unter Nr. 10,933 die Firma: Carl Lerm und als deren Inhaber _der Kaufmann Carl Lerm bier (jetziges (Geschastslokal: Elisa"- bethstraße 61), _ _

unter Nr. 10,934 dle Firma: Mklitair-Leder-

Appretur. N. Stein. Inhaber E. Freundlich und als deren Inhaber der_ Kaufmann Emil Freundlich zu Stolp t. Pommern (jetziges Geschäftslokal: Ziegelstraße 2)

eingetragen wvrden.

Die hiefige Handeksgeseusckyast in Firma: Meyer Ball _

(GesellschastSre ister Nr. 400) bat_fur 1beande_ls-- geschäft dem ax KMU und Louts Paßt er, beide, zu Berlin, KoÜektiv-Prokura dergestalt, ert eilt daß jeder derselben in Gemeinschaft mit eixiem anderen eingetragenen Prokuristen der Gesell1chast deren Firma zu zeichnen berechtigt ist.

Dies ist in unser Prokurenregister unter Nr. 3983 resp. 3984 eingetragen worden.

Die hiesige Handelsgesellschaft in Firma:

L. Loemeuthal & Crx. _ (GesellsäzaftSregister Nr. 6578) hat fur ihr _andcls- geschäft dem Siegmund Locwenthal zu Ber 111 Pro- kura ertbeilt und ist dieselbe m unser Prokuren- register unter Nr. 3985 eingetragen worden.

Gelöscht nd: Firmenszegister Nr. 8850: die Firma: Waldemar Rogalli, Firmenregister Nr. 10,376: die Firma: Carl Held Nails. Berlin, den 21. Juni 1878. Königliches Stadt ericht. 1. Abtheilung für C vilsacben.

___-“__

[“normal"-els- Im Handelßre ster für die hiesige Stth 701; "1. 1701. 167 ist eule ein- getragen die Firma: , Gebrüder Haering, als deren Inhaber die Buchhändler Emil Haerin bier elbst und OScar Haering in Berlin, als D der liederlsaffuyg Braunschweig und unter der Rubrik Rechtsverbaltmß bei Handelßgesellschaften: Offene Handelögexellscbaft, begonnen am 1. Juni 1878. Braun chtveig, den 18. Juni 1878.

Herzoglicbes Handelsgericht. G. T u n i c a,