' deaninzen iche Ho , und au; ndgra von en. rau remier-Lieutenant Sßrnahl Mut des Lant- grafen von en, die Orden seines verßyrbenxn Vaters. Später ar "tete Se. Kaiserliche Hoheit mit dem Staats- Rinifter von Bülow.
Um 111/, : empfing Se. Kaiserliche o Alexander von en, Gro Se. Kdniglixhe o 2 den überreichte der
_ Die Benachrichti ung von SeinxyErhe'bung auf de:: Fäpstlichen Stuhl, in me cher Seine Heiligkeit dxr Paxst eo 11111. zugleich Sein Bedauern darüber ausjprtcbt, _mcht die uten Beziehungen vorzufinden, welche e1n|„zw1schen Preu en und dem päpstli n Stuhle befiqnden halten, ist von Sr. Majestät durch olgendes Schreiben beantwortet
worden: „ Berlin, den 24. Marz 1878. (Juilielmus 1)€i (")'-katja [mpsrütor Lt Rsx 1180111 11111, 8111111110 1300158138 Komano-Catbolicaa 1301111601 Salaten]. ck habe das Schreiben vom 20. 1). M., durch" we1ches Ew. eiligkeit Mi von hrer thebung auf den Papstltchen Stuh in Kenntni zu e en die Güte hahen, dur "Ver- mittelung der verbündeten egierun Sr.Ma1estät des „011th von Bayern mit Dank erhalten. JZ) be „lückwünschqSie auf- richtig dazxz, Yaß die _Siimtyerz des [Zei 1an „JOÜMUMS sich aux Jyre Perjon UClUlllgl yaoeu uno tommy? «39ij Wii KUZU cine gesegnete Regierung der Ihrer Obhut anvertrauten W e.
Ew. Heiligkeit heben mit Recht hervor, daß Meixie ka: t olischen nterthanen gleich den anderen der Obrigkeit und iren Geseßen die Folgsamkeit beweisen, we'lche den Lelxxn des gemeinsamen christlichen Glaubens entf 'Uchjt. Ich Har m Anknüpfung an den Rückblick, den Ew. Het igkeit ayf_d1e Ver- gan enheit werfen, hinzufü en, daß Jahrhundexte hnxdurch der chrißliche Sinn des deuts en Volkes den Frieden im Lande und den Gehorsam ge en e en Obrigkeit treu bewahrt hat und für die Sicherste ung d eser werthvollen Güter auch für die Zukunft Bürgschaft leistet. ' ' ,
Gern entnehme Ick den freundliäéen Worten Ew.jHe1l1g- keit die Ho nung, daß Sie geneigt ein werden, _nnt dem mä ti en 'nftuß, welchen die Verfassung JhrexK1rch5Ew. Hei ig eit auf alle Diener derselben gewährt, dahin zu 1131er11, daß auch diejenigen unter den Leßterxn, welche es btsher unterließen, nunmehr dem Beispiel der ihrer eistlichen Pflege befohlenen Bevölkerung folgend, den Gesetzen es Landes, m dcm sie wohnen, sich fügen_ wexden. , _
ch bitte Ew. Heiligkeit, die Versicherung Meiner größten, Hochachtung genehmigen zu wollen. (11111181111118 ]mpsratok 81; KSK. ggz. von Bismarck.
An Se. Heiligkeit ken Papst Leo 11111.
Nachdem der Papst in einer Erwiderung vom 17. April der Hoffnung auf Erneuerung des früher bestandenen uten Einvcrnehmens wiederholt Ausdruck gegeben, und als ittel ur Erreichun desselben Hie Abänderung verschiedener in
reußen beste ender geßeßlicher und verfaffupgsmäßiger Be- axte, ha-t" Se. Kaiserlichund
E H 'l' k 't f 5 Berlin, den 10. Juni 1878.
w. „eii'g ei 111 „ie auf Anlaß des Attentates v 2. ,d. M. hewwsene Thetlnahme Selbst zu danken, ist ZZ? Kmser Mein Herr Vater, xeider noch nicht im Stande' gern YYHHSF Za eli): emefMeiÖier FTM?) Obliegenheiten féin an
_ a nen ur en us ruck ', GesmIZMJK a'jslfUYtitg zu danken. Ihrer freundlichen
" ex m er ate mit Beantwortun des S reib
Heiligkeit voip 17. April. gezH ert in de? Hoffnuéig, ZLF FZZ; trgultche Erlauterung'en'mzmßchen die Möglichkeit gewähren wurden, auf den schrift11chen Ausdruck prinzipieller Gegensä e zu verzichten, welcher sich [161 Yüseßung des Schriftwechse S 1131 Sinne _des S" reibens . Heiligkeit vom 17. April nicht vezrmeiden 1a t. Nach Inhalt des leyleren muß leider_ anne nien, daß Ew. Heiligkeit die in
dem Schreiben _ emes_ Herrn Vaters vom 24. Mär aUSgedritxkte_Hofsnung nicht lauben erfülken zu können da YÉFYZKFUFM MMF“ ZrerkKirche den GehorsamßeJen
e en te ri ' '
Würde- d g g g eit ihres Landes empfeh en em age en in Ihrem Schreiben vom 17. A ril : esprochenen erlangen, die Verfassung und die?) GKK retzßens nach'den „Saßunge'n der römisch-katholi chen Kircße abzuarxdern, Wixd kz“m_preuß1scher Monarch entspre en können weil diZ Ynabhangigkeit der Monarchie, deren Wahrun Mik gegenwartig als em Exbe Meiner Väter und als eine sticht gegen Mein Land obliegt, eine Minderung erleiden würde wenn die freie Bewegung ihrer Geseßgebung eineé außerhalb derselben stehenden Macht untergeordnet wer- dxn „sollte. Wem) es daher nicht in Meiner, Und me11e1ch1 auch,mcht m Em. Heiligkeit Macht steht, jetzt einen Prinztptetistreit zn sTYÜÖÜM' der seit einem Jahrtausend in der Ge chichte Deutsch ands iich mehr als in der anderer Län- der sü1ba1§ gemacht hat, so bin Ich doch gern bereit, die Schwwmgketten, wel, e sich aus diesem von den Vorfa ren übxrkommenexi Konfli te für beide Theile er eben, in em Geiste der Liebe zum riedeti und der Versößnlichkeit zu be- handeln„ wel er das r ebmß Meiner chmstiichen Ueberzeu- Lyngen 1st. ntex: der, orausseßung“, Mich mit Ew. eilig- e_1t m focher GMEtgthUt zu h_egegnen, werdeJ die Hanung m t aufge en, daß dex) wo eme Zrundsäßliche erxtändigung
immungen bezeichnet
*!*-144-
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ni t errei bar ist, do versöhnli e Gesinnung bei er Th '[
auch für 5 reußen den We um ried ' er e
andeÉn Shtagten «malslßeéschw en Öxr'eröffnen werde, der
Me rmLen . eii keit d'en Aus ' - ;
lichen Ergebenheit und ethrung. druck Meiner persön Friedrich Wilhelm, Kronprinz.
An ggz. von Bismarck. Se. Heiligkeit den Papst Leo 11111.
_ Dex seitherige Kaiserliche Bot a te b ' d _ Forte, Prinz Heinrich 711. Neuß,sl§?1tfnäch1e12be?xrre1ßoi?§ - eines Abberizmesschretbens Konstantinopel am 28. v. (ZMS. LeerrlÉ-Leffnen'inZYnistie (Ya? derd KaifeBrlichen Bot (haft daselbst on : von Nadolinskt geleitet. em otschast “ck Grafen
_ Der §. 655es Reichsgeseßu vom 6. Februar 1875 über die Beurkundung des Personenstandes und die_Ehesch1ießung bestimmt übereinstimmend mit 5. 48 des preußischen Ge eyes vom 9. März 1874: „die Veri tigung einer Eintra- gung in dem StandeSregi er kann nur auf Grund Hierichtlicher Anordnung erfolgen.“ dem Erlaß Yes
inislers des Innern vom 12. Dezember 1875 ist, _1m Einverständniffe mit dem Iustiz-Minister, _ der von Gerichts; behörden hier und da kundge ebxnen Ansicht bei- Ytreten worden, daß der a egtrte §. 48 den
erichten nur solche Berichtigungxn “vorbehalten habe, [urch welche andere als die regiftrxrten ThatsaYeen be- urkundet resp. durch welche die registrirten Thatsa n gls unrichtig beurkundet werden sollen, wä rend solche Ein- tragungen, welche nur eine geseßmäßige un ordnunssmäßtge Vervollständigung der Eintragungen bezwecken, von der Aufsichtsbshörde, ohne Bethetligzmg der „Gerichte, axi- ?)uordnen seien. Die Unterscheidung zwrschen Berichtigungen 111 icfem engeren Wortsinne einerseits uni) bloßen Vervoll- ständigungen andererseits hat in der'prakttschen Handhahung zu mannigfachen Schwierigkeiten, 1a zu augenscheinlichen Mißgriffen geführt, und es ist daher um io mehr Anlaß genommen worden, die Frage: ob nicht dßr §. 65 des Reictheseßes vom 6. Februar “1875 (ebenso wn: §. 48 des preußischen Geseßes vom 9. März 1874) slch auf jede Abänderung (Berichtigung im enLeren Wortsinne oder Vervoüsiäudiguug) eines 6151331111 Üßgéfyy-löFéiiéii Stajzde-Zakts beziehe, _ soweit das Gesetz nicht nachträg11chixRegistrirungen in einem anderen als dem gerichtlichen Bericht1gungsverfahren ausdrücklich gestattet _ einer wiederholten Erorterung zu unterwerfen. ' „ . .
Das Reichöjusiiz-Amt mit dem die mefter diesexZalb in Verbindung getreten sind, hat fick) sixr dW leßfterwas nte Auslegung des §. 65 des Reichsgeseßqs mit dem Hmzufügen ausgesprochen, daß diese Auslegung mznnfchen auch bei den ilibrixYeksi „Bundesstaaten durchgängig zur Anerkennung ge- ang ei. _ , ,
Der Justiz-Minister und der Minister des? aniern sind diesen Ausfü rungen, von denen anzunehmen sem düxste, daß auch die Gerichte sick) ißnen anschließen werden, beigetreten und haben, unter Aufhe ung des Eingapgs allegirten Erlasses vom 12.Dezember 1875, die Ober-Vräsideyten durch Cirkular- verfügung vom 13. 1). M. veranlaßt, die Standesbeamten hiernach mit Anweisung zu versehen.
_ In denjenigen Festungen, wo neben hem Gouverneur ein Kommandant angestellt ist, sind, nach einer Allcrhöchsten Ordre vom 20. U. M., dem Le teren die Angelegenheiten des Garnisondienstes in der vom ouverneur zu bestinimeiidßn und nach Umständen zu verändernden Begrenzung als Wir- kungskreis zuzutheilen. Die Verantwortlichkeit des Gouver- neurs wird hierdurch nicht berührt; er bxhältiiber die dem Kommandanten übertragenen Angelegenheiten, die obßre Auf- sicht und zu selbständigen Anordnungen im Bereiche dxr letzteren die Berechtigung. Auch darf er Hein Wirkungskreise des Kommandanten andere, zum Garmsondienst nicht gehörende Dienkßtzweige zeitweise. oder dauernd hixizufiigen. Für, den sick) iernacl) bestimmenden Wirkungskreis smd dein, emem Gouverneur unterstellten esiungs-Kommandanten m Aende- Zuiiig YFZ. “16 Fr DLSztthFeréStrafordnung BOY? 31. Ok- “ ““. „:“-* ““Wir-“w “-- VW “70611717“ ' e ; YYYLUMZÜL Juwendsxng Kaus!) auf solche:1 FestunYÉ “Fu
* n em er en om 1 ' ' . mandant angestelXt ist. nandanten em zweiter om-
_,Der Stadt Honnef am Rhein ist unterm 21 ' 1878 ein Allerhöchstes Privilegium wegen AuchM a„uf den, Inhaber lautender, mit 5 Proz. verzinslichxr Ob iga- tionen M1 Betrage von 300 000 (75 behufs Deckung der bereits bestehenden „Schulden und zur Bestreitung der Kosten ver- schiedener, stadtischer Bauten verliehen worden; ebenso der Stadt Wiesquexi unterm 7. Juni 1878 1 000 000 «71 mit 4 /2 roz. verzinslichen: „Obligationen zum Ausbau des neuen KranTFZijZmÉses „?ndewleZcr ne1stc»,rf Schulhäuser.
. re) e, 2 um it ür die u erbauendeC a von Mittenwaxde Über Schetzkettdorf nachzKönigs:WusterklZa3LetT gegsn Uebernahme der kunfxigen chauffeemäßigen Unterhaltung der Straße unterm 7. Juni 1878 das Recht zur Erhebung des Chmisseegeldes nach dem Tarife vom 29. Februar 1840 vexliYen wordsn. Unter demselben Datum ist der Neu = Bis ofse'r = Breeßer Chausseebau = Aktienge- sellschaft das ihr unterm 23. September 1854 verlie ene Recht der Chausxeegelderhebung auf die in den Kreisen st- FKYest-Stern erg belegenen Theile der Chausse aquedehnt
Die Abgaben für das Anlegen an den tädti en - BUFFJULYLW Zezndlxip Zbrücke]? in der Stadt LHollsYowBsYld
n er 0 ene mi ten Tari vom . ' festgY-HX WNZLUM g g f 12 Jum1878 " n erm 7. ai1878 isteinNa tra u demStatu fur das Neue Brandenburgi che YZedif-Jnstitué
vom 30. August 1869 Allerhöchst bestätigt worden.
" _ S. M. Panzerfre atte „Köni Willelm“ 23 : schuße, Kommandant Kapiztän z. S. KYYW, iét am 29. ZZZ auf der Rhede von Wilhelmshaven zu * nker gegangen.
„Hannover, 29. uni. Der Provin ial-Landta bewrlligte m Feiner „getrigen Sißung umz Neubau eine? Magdalezien-A yls' emen einmaligen Zußchuß von 1500 «15 ux Errichtung einer Molkexeischule in Gr; Himstedt einé ethulfe vqn 4500 «15, fiir die Jdiotenan talt zu Langenha en p_ro 1878 emen außerordentlichen Zuschu von 3000 ck16, (Fiir die Ackerbausxhul? ni Bremervörde eine Unterstüßung von 1200 «„ sowie für die Unterhaltung der Chauffeen 60 000.74 Das S reiben des Qher-_ räsidenten vom 20. uni1878,- die Rege ung des Verhaltm ses zwischen der Grö e der Be- lastung dex Uhrwerke und ihrer Nadfel enbreite betreffend wurde vorlciu g von der Tagesordnung a gesetzt. ,
Württemberg. Skuttgart, 30. uni. Die Kö ' hat si gestern mit der Herzogin WerJa von Württxnx elrégt zum ommeraxzfenth-„alt nqch Friedrichshafen begeben. _ Der i,iétÉAe.hfÜhTZZénvefri?*ffertél'161)cthlhxute eiÉi Gesel), durch welches r 11: ' ' aufgehoben werden. iche heverkündigungen
', Oefierreich-Ungarn. DLS „Polit. Korresp.“
_ Wie_n, 29. Juni. W. TB. veröffentlicht folgende Me(ldung am?
_von Oesterreich angeregte
- der Vertreter anderer
Konstantinopel: Der österreichische Botschafter, Graf Zichy, bezeichnete Safvet Pascha gegenüber die in Ausficht„ enam- mene Okkupation Bozniens durch österrei isZe T ru pp en als eine temporäre, durch welche vor Allem e gesicherte Rückkehr der Flüchtlinge bezweckt werde. Der vor- gestern ftattgehabte große Ministerrath, unter Vorsiß des Sultans und unter Zuziehung der Ulemas, der Gene'rale und der hohen Würdenträger, hat fich ebenfalls mit dieser Frage beschäftigt. .
Pest, 30. Juni. (W. T. B.) In der Tkronrede, mit welcher der Reichstag heute geschlos en woxden ist, eißt es: Obgleich es 11) Folge_ der „aillgememen politischen Lage, die auf die Kreditverhältm e allseitZlg drückend gelastet habe und wegen der nothwen igen taggleichs- verhandlungen, welche die Zeit des. arlaments „sehr m An- spruch genommen haben, nicht mög1_1 gewesexi set Aaes das n thun, was erwünscht gemesen ware, so,se1 doch Vieles ge- ?chehen, sowohl bezüglich der Regelung der “'Fmanzen des Landes, als bezüglich der Administration ,und der_ echstftege. Sodium wirft die Thronrede einen Rückblick auf die Thattgkyt des Reichs- tages und sagt bezüglich des erneuerteii Aus letchs, perselbe werde wohlthätig auf die Interessen beider taathebiete der Monarchie und auf den Wohlstand aller Yölkex derselben wirken; für die beiderseits gemachten Zugestandmffe würden beide Theile reichlichen Erfaß in jener Kraft ftnden, welche diese erneuerte Offenbarung der (Hestnnunßs- und Interessen- Gäueiiischast beiden Theilen 367-6135; wer...“. J:: Bczug auf die auswärtige Politik führt die Thronreixe auI, der gegen: wärtige Stand der Beziehun en Oesterrerch=Ungarns zu den auswärtigen Mächten lasse ho en, paß es gßlmgen werde, nebst den Interessen der Monat ck auch, die Segnungen des Friedens zu sichern. Der Kaiser spr_1cht seme „Freude dari'yer aus, anerkennen zu können, daß 161161? patriotischen Unteksiüßung, welche das Parlament der Regieruyg habe an- edeihen lassen, Hieran ein hervorragendes Verdienst zufalle. Éiöge die Zukuut was auch immer bringen, so “könne der Kaiser vertrauen, daß die-Jnteresen der Moparchie und [o- diejenigen Ungarns an den Mitgliedern deSReixlzstages,'sow1e an jedem Landessohne stets eine srchere Stütze finden würdet). Die Thronrede schließt mit dem Dank des Monarchen fiir die Bemühungan des Parlaments.
Schweiz. Bern, 29. Juni. (N. Ziirch. ng.) Der Ständerath erledigte gestern Abend die leßte Di erenz in Bezug auf das Militärsteuergxfeß na den Beschlüssen des Nationalraths. Heute findet der Schluß der Session beider Näthe„'siatt. _ Auf den 26. August ist vom BundeSrathe eme neue internationale Konferenz Behufs Feststellung des definitiven Vertrages, betreffend Maßregeln gegen die R e b [ a n s ,. nach Bern einberufen worden.
Niederlande. Haag, 27. Juni (Leipz, Ztg.) In der gestrigen Sißung der Zweiten qumer der_General: staaten gelangte die Generaldiskussion des Gewßentwurfs über das Primarschulmesen zum Abschluß, nachdem dieselbe nicht weniger als acht S1Érxngen m Anspraüz-xgy- nommen hatte. In der heut1gen 'tßun begann die Be- rathung über die einzelnen Artikel. Der rt. 1 wurde, nach- dem ein oppositionelles Amendement mit 42 gegen 31 Stimmen abgelehnt worden war, gone MZJZsLHÉM U“? Draa" „de
h (74; “ ' ' ' dies “37 yoWééÖWL-ÖFMJLHM ,ussummen 143734 Unterschriften bet dex Zweitezi Kammer der „eneralstaaten eingereicht worden. _ DW an d1e englische Regierung entsandte Dep utation dex tranSvaalschen Boßrs, bestehend aus den Herren Kruger, Jauberi und Boi“, 1st von der Capsiadt, von wo sie am 4. d. M. init dem Dampfer „Conway Castle“ abgefahren vorgestern m Plymouth angelangt. Einem Privatschreiberk aus der Cgpstadtjvom 4.1). M. zufolge hat die Deputation zum Zw1cke, die englische Regierung zur Zurücknahme des die An- nexion Tran-Zvaaltcns an die Krone England kxekrctirenden Beschlzisses '311 bewegen, zu dessen Anregung der damalige Kolomxn-Mmister Lord Carnarvon durch irri e V uber dte Zustande genes südafrikanischen Fre1staat1-“gwmcy. worde'xt waxe. Wurde die Deputation keinen Erfolg-haben, ZZrchéZe n2118111m Asxtcflftaandex BosTrsk in Tlransvaalien zu 522
, 1 m eme are en ' -
dort befinde. ) LWS Truppenmacht
. Belgien. Brüssel, 30. Juni. (W. T. B. eu findet anlaßlich des Wahlsiegeß der Liberalen)hierHeint2E große Kundgebu'ng statt. DLS Straßen sind festlich ge- flciggt 11111) vor": einer ungeheueren Menschenmenge belebt. Sammtliche Stadte hes Lanpes haben Vertreter hierher ge- sandt. Heute Nachmittgg tmrd em von den Liberalen veran- staltetes Baknketsiattfmden, an dem 6000 Personen theil- nehme_n. DisMimster ,und alle Notabilitäten der liberalen Vatter haben ihr Erscheinen zugesagt.
Frankreich. Paris, 29. Juni. (W. vBerlautetd, mird das]„Io§1213rnal officiel“ e_gna igng von 269 erurtheilteu ubli iren : gleich konstatiren, daß seit dem 14. DYzemFer v. “ZHW 8390 Perxonen, welche wegen Theilnahme an dem Kommune- Au stande von, 1871 verurtheilt waren, begnadi t wurden. _ 30. “Juni. (W. T. B.) ,Das NationalFeft begann heut? Vormittag mit der feierlichen Entlüllimg der die Re- pribltk darstellenden Statue. Der Miniigter des Innern eröffnxte die Enthüllungsfeier mit einer Rede, in welcher er an Hie; artetspaltunFYn und die Unglücksfälle, welche die franzofts e Natron er ttten habe, erinnerte und hervorhob, daß Frankreich pen fefte'n Willen habe, in Frieden die Justi- tutionen zy genießen, ine ?Ztheuer errungen habe. Aus der republikgmschen Partei se11eßt die Nation selbst geworden. FFFYÜRYWÉMadngerW |Y)?" 9éödhnen Eintra t und Ge- , n xe eee. te ee desMini nut [ebhaftem Beifall aufgenommen. ers wurde
Türkei. Konstantinopel, 29. uni. W. TB. Jm Verfolg deKam DonnerstcÉZ, 27. d., tattgeha ten großeL athes der Minister und der ürdenträger', in welchem die
* _ _ . , Okkupation BoSUiens und „dex Herzegpwxna diskutirt wurde, find soort an die Bevollmächtigten zum Kongresse in Berlin ei- stxngen erganget), zu erklärxn, daß die Pforte ihre 11- stimxnung, u emer Okkupation nicht geben könne we che GebietSthei e betre' e, die durch den Krieg n'écht- von fre,mden „Heerßsthei en heseßt seien. ,Es waren wie eS- heißt, für die österrei tthe, Okkupation, au seitens achte der forte entsprechende
T. B.) Wie morgen die
Vorstellungen gemacht worden. Man at bis 1th Seitens
svorlage bis 1th 992:
.- .'
keit war noch
Wien,
der Pforte eine uiäimmun verweigert und darauf hinge- wiesen, daß dur "fremde rappen nur der Fanatiswus der Muselmännsr in den bezügliäzen Landestheilen wach erufen werden könne' die türkischen Vertreter werden inzwis 11 auf dem Kon e e die bezügliche Erklärung abgeÉTben' haben, woran si , wie man meint, weitere diplomatische 'mmrkungen der anderen Mächte. knüp en werden. Keinesfalls, scheuzt Oesterreich unterstüßt von en anderen Mächten, getyillt, , die für die Rückkehr der Flüchtlinge, nothwendi e militänsche Sicherüeüung aufzugeben. Militärische Ma regeln gegen Oesterreich dürfte die Pforte kaum treffen. ' -_ 30. uni. (W. T. B.) Safvet Pascha ist erkrankt und hat bereits am Sonnabend an den Verathungen quf der ohen Pforte nicht Theil genommen. _ Die tü__rk1schen o n r e ß : D ele gi rt e n haben hierher gemeldet, daß ne Seitens des ongresses nach ihrer Mittheilung des_ablehnenden Be- schlusses des großen Mathes über die von_ Oesterreich angerßgte Okku- pation BoMiens und der Herzegcxwma veranlaßt syteti, neue Instruktionen von der Pforte u erb1tten._ O este rrei (his chxr- seits werden bei der tür 'schen Regierung außer der Rück- erstattung der für die hOSnischen Flüchtlinge verauslagten 9 Miklionen Gulden noch zwei andere Geldforderyngen eltend gemacht, von denen die eine älteren Datums ist und Sie aÉidere die HersteÜung der zerstörten Kirchen und Schulen etri t.
Amerika. Washington. 29. Juni. (W. T. B.) Der Zusammentritt der internationalen Münzkonfe: renz ist bis zum 8. Oktober 5. Z. verschobesn worden. Die Vertreter der amerikanischen Union werden sick) für die Annahme 'der Doppelwähmmg aussprechen. _ Gestern fand eine Konferenz des Präsidenten und des Staatssekretärs der Aunärtigen Angelegenheiten, (Smarts, mit dezi Getieralen Sherman und Ord über die an der mexikanischen Gre nze bestehenden Schwierigkeiten statt. General Ord berichtete über das fortgeseßt von mexikanischen_ Marodeurs getriebene Unwesen und theilte einzelne FäÜe' m1t, 111 denen auf Amerikaner geschossen wurde. Die Regierung isi über die um Schuße der amerikanischen Interessen zu ergre1fenden Ma regeln in Berathung getreten. ,
_ 30. Juni. (W. T. B.) Wie verlautet, soll der_bereixs früher erlassene Befehl, die Marodeure an her mexikani- s che n Grenze noch auf dem mexikanischen Gebiete zu verfolgen, künftig mit größerer Strenge zur Ausführung gelange'n, ohtie Rücksicht auf die Protestationen der Mexikaner, dq die mexi- kanische Regierung dadurch, daß sie die erforderlichen Maß- regcln zur Unterdrückung des Marodeurunwesens an _der Grenze ergreife, dem Betreten ihres Gebietes dnrch amerika- nische Truppen vorbeugen könne.
Nr. 15 des „Armee - Verordnungßblatfcß' bqf fol- genden Jubalt: Wirkungskreis und Disziplinar-Strafbefuamffe der einem Gouverneur oder ersten Kommandanten unterstellten Festungs- Kommandanten. _ Garnison-Vaudiftrikte im Be'retcb"des.1.Arme'e- Cseps. _ Aussteüung besonderer Requisitionsscheme fur dre Begleit- Kommandos von Pawertransporten. _ Vkrpflichtung der kasermrten Offiziere zum Bcibebalfen der Kaserqen-Quarttere bei Kommandxs innerhalb derselben Garnison. _ Einztebung von Halte-Tabelleri f„ur das Infanterie-Gewebr und die Jäger-Bücbse U/71. _"Extraoxdinaxe Verpflegun s-Zuschüffe pro 3. Quartal 1878. _ Vergutungssaye fur Brot und ourage und Vergütungspreis für den aus preu ischen Magazinen an Kadettenanstalten verabreichten Roggen pro 1 . Se-
, "*.-swr 1878.
_ Nr. 12 des „Archivs f ürPost undTelegraphie“, Beiheft zum Amtsblatt der Deutschen Reicbs-Post- und Telegraphenverwal- tung, bat fol enden Inhalt : Aktenftücke und Aufkäße: Das würt- tembergische ostwesen im Jahre 1875/76. _ Edisons Pbouograph. _ Cin Fest“»“der Telegraphie in Japan. _ Eine Landstraßen- und Wegeordnung Hes Kaisers Carl 71. _vvm Jahre 1725, _ Post und Telearapbie in, Columbien. _ Eintvethung des Denkmals für Alexan- der Volta 3)“ Pavia. _ Das Mikrophon vyn'Hughcs. Kleine Mit- theilungen: Ortsbriefbesteklung in Argentinien. _ Projekt einer 0 “ “ dknk. zraphenlinie nach dem Kap der guten Hoffnung. _ Sie-
:it und Ohm. _ Zur Literatur des Telegrapbenwesens. _
_“ („ x " _ . , . . "VYYÜiÜdérUng des Magnettsmus durcb Erhitzung. _ Ein Brief von
C. . (Häns; über die Entdeckung der Telegraphie. _ Ein elektrischer Yichengeber für Tawcher. _ Ersatz der Gußapercha. _ Harte trafe einer Briefunterdrückung in England. Zettscbriften-Ueberfchau.
Statistische Nachrichten.
Gemäß den Veröffentlichungen des Kaiserlichen Gesund- heitsamts sind in der 25. Jahreswoche von je 1000 Be- Wobnern, auf den Jahresdurchschnitt berechnet, gls gestorben
emeldet: in Berlin 40,5, in Breslau 28,0, in Kömgßber 35 3, in Föln 27,3, in Frankfurt a. M. 21,2, in Haxmover 18,9, in affel, 18,8, in Ykagdeburg 28,8, in Stettin 27,7, in Altona 25,6, in Straß- bur 24,7, in München 37,7, in Nürnberg 20,1, in An sbur 28,4. in resden 28,0, in Leipzig 23,7, in Stuttgart 37,7, in raun?chroeig 22 2, in KarlSruhe 18,4, in Hamburg 280, in Wien 33,0, in Buda- ekt 45,6, in Prag 39,3, in Triest 26,0, in Basel22,0, in Brüffcl18,0, n Paris 21,7 , in Amsterdam 25,3, in Kopenhagen 19,6, in Stock 01111 19,4, in Christiania 16,0, in St. etersbur 44,8, in Wars au 46,3, in Odessa 56,2, in Bukarest 5,3, in om 24,7, in Turin 31,1, in Athen _, in Lissabon 30,1, in London 20,3, in GlaSgow 25,5, in Liverpool 26,0, in Dublin 22,6, in Edinburgh 20,3, in A1exandria(E ypten 36,8. Ferner aus früheren Wochen: in New- York 21,1, in PLilade phia 14,8 in Boston _, in Chicago 11,5, in San Franzisko 14,2, in Cajcutta _, in Bombay 40,7, in Madras 38,2.
In der ersten Hälfte der Berichiéwvche herrschten an den meisten deutschen Beobachtungsstationen Westliche und südwestliche, in Breslau, Courts und erlixi nordwestliche Luftströmungen, die um die Mitte dex: Woche metxt 'm östliche und südöxtlickyeüéin Coniy und Bremen blieben nordwe tltcbe) 11,nd am Schlu der ocbe in nördliche, nord- westliche und nordostltcbe, „in Bremen und Berlin in südwestliche W ndrichtungen ymgin en. Die Luftwärme langsam steigend, ent- sprach erst um die Mi te der Woche dem onatömittel. Gewitter und Re engüffe waren an den östlichen Stationen häufig. Das Barome er stieg langsan), aher stetig.
Die Gesammtsterbltcbkext hat ck in den deutjchen Städten im Vergleich zur vvrbergegan e_„nen, oche nur wen 9 geändert. Die allgemeine Sterblichkettsver altmßzabl blieb genau dieselbe, wie in der Vorwoche, 27,8 'auf 1000 BeWobner und aufs Jahr berechnet, der des Säuglingßalters an der Gesammtsterbliib- ein höherer, der der höheren Altersklassen (über 60 Jahr) ein geringerer, als in der voran egangen Woche. _ _Unter den Todeßursachen bat eine geringe Abna me der Infekkions- Krankheiten stattgefunden; nur der Keuchbusten erscheint in Berlin, einigen r?einischen Städten" und in London häufixz, und Darm. katarrhe, owie Breckpdurcbfäkle der Kinder mehren sich n erschreckender WeiF in den größeren deutschen Städten; namentlich in Berlin, wo die ahl der daran gestorbenen Kinder in der Berichtswocbe b;reits die Höhe von 289 erreicht hat. Auch in Munchen, BreSlau, Pest, St. Petersburg, Odessa, Warschau u. a.
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ist die Zahl der _ Grupde qeqanzenen Kinder eine erhebliche. Mamu meist u_achz das Scharlacbfieber verlief daLegeu in Berlin. Liverpool und Btmmgbßm häufiger tödtlich. Dipb beriscbe Affxktionen forderterx in Berlin, Wien, Danzi , Stcttin, Crefeld zahlreiche Opfer, auch in Paris hat sich ihre Zab wieder gemebrt. Unterleibs- wie Flecktypbuärkrankun- gen werden seltener. Von 10 aus deutschen Sxadtea gemelpetxn Todesfällen an Zlecktypbus betrafe_n Berlin, Stralmnd, S weidntß je2,Köni Sberg. tettin,Elbing,Z31enje 1. VereinzelteTodesfä ekamen auch in est und Krakau vor. _ _den russischen Städten St.Peters- burg, Odessa, sowie in Bukarest laßt die Epidemie erheblich iiach. _ Die Pocken zeraen in London einen ab.“rmaligen Rückgang; die Zahl der Todesfäüe sank auf 19; der Zugan an Neuerkrankungen betrug 90, in Odessa auf 26, in Warschau au 7], in St. Petersburg sank sie auf 17. _ Aus Hamburg wird ein tödtlich endender Fall von Cholerine berichtet.
_ Summarische Uebersicht über die «hl der Stu- direnden auf der Königlichen Georg - ugusts-UniZ- versität zu Göttingen im Sommer-Semester 1878. Im vorigen Semester smd immatrikulirt ewesen (909 + 13 =) 922. Davon sind abgegangen 280. Es md demnach geblieben 642. Hierzu sind in diesem Semester gekommen 346. Die Gesammtzahl der immatrikulirten Studirenden beträgt daher 988. Die evangelisch- theologischc Fakultät zählt reußen 77, Nicht reußen 17, zusammen 94. Die juristische Fakultat zählt Preußen "25, Nichtpreußen 84, zusammen 309. Die medizinische Fakultät ählt Preußen 80, Nicbtpreußen 34, zusammen 114. Die pbilosopöiicbe Fakultät zäHlt &. Preußen mit dem Zeugniß der Reife 312, b. Preußen obne Zeugnis; “cer Reife nacb §. 36 des Reglements vom 4. Juni 1834 51, in Sumnxa Preußen 363, e'», NiÖiyr-sußen 108, zusammen 471 = 988. Außer den immatrikulirten Studirenden besuckpen noch ein- zelne Vorlesungen 21. Es nehmen mithin an den Vorlesungen über- haupt Theil 1009.
Kunst, Wissenschaft und Literatur.
Vor- Kurzem erschien in Kommission bei J. A. Stargardt hier- selbst die Urkundliche Geschichte der Tettau'schen Fa- milie in den Zweigen Tettau und Kinsky von Dr.. W. J. A. Fcbcn. von Tettau, Königl. Ober-ReHieruan-Ratb. Der Verfasser hat fich bei seiner Arbeit keine kleine ufga e gesteUt, da sein Hauptstreben dahin gegangcn ist, den bisherigen mangelhaften und unzuverläsfigen, selbst unrichtigen Angaben gegenüber, aus Urkunden eiue fe_ste Grund- lage für die Geschichte der Familie zu schaffen. Es ixt ihm dies durch das reiche Material, Welches die Staatsarchive zu Tolks in Ost- preußen und Chlumec in Böhmen und andere handschriftliche Hülfs- mittel darbotcn, gelungen, so daß hier den Familienangehörigen ein wertbvollec Familienschay dargeboten wird. '
_ Die Torpedos und Seeminen haben in neuerer Zeit eine umkanpreiche Literatur bkrvorgerufen, zumal seit dem eben abge- schlossenen Orientkriege. Alle Zeitungen und Journale, vom illustrir- ten Volksblatte bis zum rxin technischen Werke, brachten Artikel darüber, Welche, theils von Fachleuten geschrieben, sicb streng in den Grenzen konstruktiver Anschauung des Gegenstandes bewegten, theils von und für Laien verfaßt, wenig xtreffende Darsteaungen von dieser Vertheidignngßwaffeentwarfen und so bei dem Lesc'r ein unklares Bild der Wirklichkeit hinterließen. Eine vor Kurzem im Ver- lage von Friedrich Luckhardt hier elbst_unter dem Titel: „ Die Tor- pedos und Seeminen in ihrer biytorischeii Entwickelung bis auf die neueste Zeit“ erschienene Abhandlung bat stch die Aufgabe gestellt, „ohne das Gebiet der Phantasie und die Hypothesen irgend welcher Möglichkeiten mit in Rechnung zu ziehen, eine rein sach- liche Darstellung aus den besseren bekannten Broschü'en und Kundgebungen zu kombiniren, wclche der größten gebildeten Leserwelt verständlich jhatsächlicb auf dem Welttheater Abgespielfes wiedxrgiebt.“ Der Verfasser, “ Welcher, nach seiner gründlichen sachlichen Kenntniß des Gegenstandes zu schließen, Fachmann zu sein scheint, behandelt in klarer, verständlich!: Dar- teUung die Entwickelungsgeschichte der Torpedos Und Seemmen von Anfang bis auf die Gegenwart und giebt “eine Uebersicht der ver- schiedenen Systeme in den verschiedenen Ländern. ur Erläuterung defsaTtextes sind dem Buche“ zwei Tafeln mit 11 [»bildungen bei- ge ug .
_Das Julibeftder .DeutfchenRundschau“, berauSgegeben von Julius Rodenberg, ( Verlag von Gebrüder Pätel, Berlin) ent- hält: Das. Verbrechen gegen den Kaiser. _ Skizzen aus Neapel, von 5éaul Heyse. _ Eisen, Nowelle (X.) von Gustav zu Putlitz. _ Zell- eelen und Scelenzellen, von Ernst Haeckel. _ Die belletristische Bewegung unter dem Iulikönigthum, von Karl Hilleböand. _ Die Lage des Orients. _ Fortseßun der Briefe der Familie Körner, 1804-1815, berauSgege an von €Örof. Albr. Weber in Berlin. _ Eduard auslick bespricht die Pariser Mufikzustände während der Weltau§,tel]ung, Karl Frenzel das Gastspiel des MeiningisiHen Hof- theaters in Berlin. .
Getverbe und Handel.
In der Generalversammlung der Cöln-Mindener Eisen- bahngesellschaft Wurden sämmtliche auf der Tagesordnung st:- hende Anträge genehmigt. Ueber die finanzieUen Ergebnisse des Be- triebes im Jahre 1877 entnehmen wir dem Direktionsbericht Fol en- des: Es beträgt beim Gesammtunternebmen die Summe aller in- nahmen 48 534491 „76, die Summe aller Ausgaben 38 308 347 «M, mithin der (Brutto-) Ueberfchuß 10226144 „44 Nach Abzug des aus dem Betriebßüberschuffe dxs Jahres 1875 zur Amortisation des Baukapitals der Oberhaujen-Arnbeitner Zweigbabn und der Cölu-Gießener Eisenbahn re eroirten Betrages von 407 501 «M 11111) des vom Staate zur mortisation des Anlagekapitals der festen Rheinbrücke pro 1877 zu verwendenden Betrages von 115 873 „M, bleibt als eigenes Erträgniß des Unternehmens pro 1877 eine Ein- nahme von 48011116 «ck (2 889 645 «76 weniger als im Vorjahre). Von dieser Einnahme kommen auf die Hauptbahn, Oberhausen-Arn- heimer Zweigkabn, Emscherthal- und Schcldethalbalm 24 345 826 „M oder 50,71% (3143188 516 Weniger als im Vorjahre ; auf die Cöln-(Hießener Bahn nebst den Rbeinbrücken 83241 1 „M oder 17,34% (526083 «76 weniaer als im Vorjahre); auf die Venlo- Hamburger Bahn 15 341127 «M oder 31,95 0/9 (779 626 «14 mehr als im Vorjahre). Unter der Summe der Ausxmben find die Kosten der gesammten Verzinsung und Amoxtisation im Betrage von 16569 766 „M mitenthalten. Werden diese in Abzug gebracht, so bleibt eine Betriebs-Ausgabe von 21738580 „ki (2 285 214 „M weniger als im Vorjahre) oder von 45,27% der eigentlichen Betriebs-Einnahmen. Aus dem Reservefonds, welcher _mit einem Bestand von 300000 „14 abschließt, sind für die Babn-VeNvaltung 68 613 „FC und für die TransportverWal- tung 139 541 .,“ verwendet worden. Aus dem Erneuerun sfonds smd zu Zwecken der Bahnverwaltung 395 356 * „M und ür die Transportverwaltung 439 354 „FC verwendet worden. Die eigent- liche Betriebs - Außgabe hat somit gegen das Vorjahr um 12,61%, die eigentliche Betriebs-Einnabme um 5,67 0/0 abgenommen. Die Summe, welche pro 1877 in den Erneuerungs-Éonds einzule en ist, berechnet sich auf 3343 526 „M Mit dieser inlage steilt ck der Fonds ultimo 1877 auf 10318164 „76 (2 486 891 „ja mehr als im Vorjahr? Die Zin en des Anla e-Kapitals der Cöln-Gteßcner Bahn einsck) ießlich der heinbrücke etragetx abzüglich 4% éLusen der Bestände es Baufonds der Cöln-Gießener Bahn und bein- brücke mit 3964 546 „16, welcher Betrag der jährlich Verzinsung eines Ka itals von 99 113 660 „44 entspricht. Bei einem Ueber (busse von 40 904,50 „46 hat fich dieses GeLammtkapital demna unt 4,08713 0/0 ver inst, so daß sich ein reiner Ue erschuß von 86,358,10„M er- giebt. Die Zinken des Aula ekapitals der Venlo-Hamburger Bahn haben pro 1877 betragen 6401 85 .“ iervon geben ab die Zinsen von den Beständen des Baufonds derVen o-Hamburßer Bahn mit 18 555 ..M Die Zinsen betragen sonacb 6 383 030 „M Der Ue erschuß der Einnahmen über die Betrtebéaußgaben beträ t 6525 807 «M, mixbin mehr
an derselben :: laÉen
142 777 „ji Zieht man diesen Ut erschu ab von den Beträgen, welche zur Za lung der auf die früheren tammaktien bitt. 13. mit
1 96950049 und zur Amortisation der 41 %ig-u ausgewosieu VrioritätS-Obligatiouen 7]. Emission bitt. *. mit 4501110 .“ venvendet worden find„ U- verbleibt ein Ausfall von 2 276 722 .“, welcher aus den Betrie_ Ueberscbüffea der WWU bat gedeckt werden müffen. Die obigen Zinsxn :ck 6383 .“. reprä eutiren ein auf die Dauer des Jahres (sunt 41%) zu verzinsendes nlage- Kapital von 141845113 „16 ccm in Stamm-Aktien (die früheren Stamm.?!ktien 1-1tt. 13.) 39 000 „ki Das Gesammt-Anlage- Kapital beträgt also 180 845113 „ja, welche! sich bei einem Uebrc- schuß von 6525 807 .“ mlt 3,608500/0 (0,428520/0 mehr als im Vorjahre) verzinst bat. _ ' _
Leipzig, 27. Juni. Das bresize Kunjtgewerbemuseum, das fick) der Gunst der höchsten Kreise xrfreuf, hat jetzt eine Mit- gliederzahl von 202 Personen und emen Vermö ensbestand von 4000 „FC- aufzuweisen. Der Staat föxdert die wx e des Museums durch einen Beitrag von 4500 „Fi, die Stadt eipzig durch einen solchen von 3000 „M
Brüssel, 30, Juni. (W. T. B) Die Nationalbank bat den Diskont won 2x auf 3.970 erhöht.
London, 29. Juni. (W. T. B.) In der gestci en Woll- auktion war Cap Scoured etwas zu Gunsten der KäUZU'.
_ In Magdeburg werden ge_ien1värtig Versuche mit -dem 131".
. Zerenerscben patentirten Antimerulion gemacht. Der „Ma),d.
nz.“ berichtet darüber: 3 Paar Hölzer, Eichen, Krebnen und Tannen. von deren je eins mit dem flüsfigen Antimerulion imprägnirt war, das andere nicht, wurden vor etwa 6 Wochsn mit Schwammbolz zu- sammengebunden und vergraben. Das Resultat War dem Antime- rulion sehr günstig; denn die 3 nicht imprägnirten Hölze." Waren bci der Untersuchung von, dem in Voller Blütbe x'tebenden Schwamm sämmtlicb stark aimeartffen, die imprägnirten dagegen völlig schwamm- frei. Uebrigens wurden die Hzölzer, die für die Berliner permanante Bau-Aussteüung bestimmt smd, nochmals vergraben, um den SchWamm ganz auswuchern zu lassen. Auch find weitere Versuche mit _dem trockenen und flüssigen Antimernlion im Gange, um festzustellen, daß das trockene Antimerulion der Er- sparmß halber nicht absolut mit [.Stbig ist, den Schivamm vom Holzwerk abzuhalten, sondern seine Verwendung gegen feuchte infizirte Mauern, kalte Fußböden, Balkenkövfe, als Paneelfutter 2c. beschränkt bleiben „kann; dann aber auch, ob schon ein einmaliger, oder gar cin halb mrt Wasser verdünnter Anstrich mit dem fl. Antimerulion c- nügt, ganze Schwammficherbeit zu erhalten. Sollte fich dies e- währen, so wird der Qu-Meter des mit diesem Präservativmiiicl behandelten Holziverks nur 6_10 „3 Kosten verursachen.
_ Das Reich8-_Ober-Hande[Ögericht hat durch mehrere, am 21. Mai1878 gesäütc Entschcidungen wiederum, conform mit seiner bisherigen Rechtsprechung, die_ Verpflichtung der öfter r eichi- schen Franz-Josefs-Bahngeiellschaft zur Zahlung ihrer Coupons an den deutschen Pläßen in deutscher Reichswäh- rung ausgesprochen. Die Begründung stimmt wesentlich mit den Motiven der bereits vor mehreren Monaten von uns mitgetheilten Erkenntnisse über dieselbe Frage überein.
Verkehrs-Anfkalteu.
Die Nachricht in Nr. 299 der „Berliner Vörsenzei- tung“, daß ein Tynn'el der Bergiscb-Märkiscben Bahn, der WM lange nicht sicher set, eingestürzt und der Verkehr von Berlin nach dem Rheine unterbrochen sei, ist, wie uns die Königliche Eisenbahn- Direktion. 1" Elberfeld _mittheilf, falsch. Die BergisÖ-Märkisckxe Bahn hat uberhaupt bet Schwelm keinen Tunnel. Dec eingestürzte Tunnel gehört zur Neubaustrecke der Rheinischen Bahn.
Elberfeld, 29. Juni. (W. T. B.) Ueber den gestern Abend erfolgten Einsturz des Eisenbahn-Tunnels bei Schwelm erfährt die „Elberfelder Ztg.“ aus authentischr Quelle, das; der Tunnel auf ca. dreißig Meter bei der Verzimmerung eingestürzt ist. Durch ein plößlicbes Verschieben des Gébirges ist die Zimmerung zUsammengebrochen, Wobei 7 Maurer und 1 Bergmann verschüttet wurden. Man glaubt, daß sämmtliche Verunglückte todt sind. Vor 8 bis 10 Tagen dürfte zu den Verschütteten nicht zu gelangen sein.
Triest, 30. Juni. (W. T. B. Der „Lloyddampfer .Juno“ iit mit der ostindisch - chinesischen Ueberlandpost aus Alexandrien gestern Abend 105 Uhr hier eingetroffen.
New-Yoxk, 29. Juni. (W. T. B.) Der Dampfer des Norddeutschen Lloyd „Main“ ist hier Eingetroffen.
Berlin, 1. Juli 1878.
Der unter dem Protektorate Sr. Königlichen Hoheit des Prinzen Carl stehende Verein „Hector“ bierselbst, dsr sich die Beförderung der Zucht und die SÖausteUung von Racehundcn zur Aufgabe ge- stelLt bat, _veröffentlicbt den prrztokoüarischen Bericht über die von ihm Veranjtaltete erste Elite-Aussteüung von Hunden, welche hier in den Tagen vom 8. bis 12. Maid. J. stattgefunden hat. Wir haben über die Ausstellung und die Preisvertheilung damals berichtet. und heben hier nur nochmals hervor, daß auch der vorliegende Bericht des Vereins konstatirt, daß die Ausstellung sub “521 129211 Auf- merksamkeit besonders von Seiten der sachverständigen Kreise zu erfreuen hatte. Auch der Hohe Protektor, sowie Ihre Kö- niglichen Hoheiten der Prinz Georg und der Prinz August von Württemberg beebrfen die Ausstellung mit Ihrem Besuche. Der Bericht bemcrkt, das; ck der Verein zu dieser ersten AussteÜung und „dem damit im A gemeinen errungenen Erfolg“ beglückwünxben könne. Allerdings hätten die Aukgaben für dre Ausstellung die in- nahme bedeutend überschritten, doch sei der Verein in der glück- lichen Lage, dLe von den Mitgliedern gezeichneten Be- träge nicht erheben zu brauchen, fo.1dern die Mehrkosten aus der Vereinskasse bestreiten zu können. Andererseits habe der Verein nunmehr ein werthvoües Bcfißtbum an Material Für künftige Ausstellungen, die prächtigN eisernen Gäter, cine voll- tändig eingerichtete Küche mit Kesseln u. s. w. Aus dem durch den Schaßmeister des Vereins erstatteten detaiUirten Bericht ergiebt fich, dals; kie Gesammtaußgabm der Ausstellung sich auf 8577 „M 50 „5 be iefen , wohingegen die Gesammteinnabme nur die Höhe: voa 5463 „M 50 „3 erreichte. Der Verein bat in seiner leßten S_iizung am 5. Juni 1). I. auf den Antrag dex; Präfidenten Herrn Dlrektor 01". Bodinus beschlossey, sick) während der Sommermonate zu verta en, dageYn, damit die Mitglieder in Connex bleiben, an den ausfa en- den ißun stagen, also am 3 Juli, 7. August und 4. September zu zwangs osen Zu ammenküuften im Zoologischen Garten ck zu versammeln. Der christfübrer ladet demnach zu der am :! chsten Mittwvch 6 Uhr stattfindenden Zusammenkunft ein mit dem _Be- merken, daß durch Ent egenkommen des Vorstandes des oologixchen Gartens für die Mitgl eder des „Hector' zum Zweck der beilnaHme an den dort ta enden Versammlungen das Entrée auf, die Hälfte ermäßigt sei. A s Legitimation an der Kaffe gilt die Emladung.
Crefeld. 29. Juni. (W. T. B.) Die achte Generalver-
Yammlung der Gesellschaft für Verbreitung der Volks-
ildung hat heute unter dem Vorsiße des Justi Raths Mgkower
aus Berlin ihre Sißun en begonnen. Wie die „ refelder Zeitung“
meldet, sprach sich die ersammlung nach einem Referate des Abge-
chdnletenusSeyffardt für eine aUgemeine obligatorische Fortbildungs- u e a .
_ 30. Juni. (W. T. B.) Heute verhandelte die Versammlung über die Tra e der LebrlingSausbildung nach den Referaten von Kalle (Bie ricL) und Rektor Geßler (Berlin). Der „Crefelder Zei- tung“ zufolge wurden vier Thesen angenommen, um!; welchen die Erweckung des Pflicbtgefübls der Lehrlinge und des Interesses der. Arbeitgeber für die Ausbildung der Lehrlinge anzu ben sei. Ferna sei die Bildung von Vereinen zu becZünstiZn, we (be den die Schule verlaffenden Knaben bei der Wahl 1 res “ erufes zur Seite stehen, fie vor sittlichen Veriirungen hüten und ihnen veredelnde V r- gnü ungen schaffen; auch seien öffentliche Ausstellungen von Lebrliuzs- arbe ten zu veranstalten.