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Ueber die ob derartige Vethältniffe vorliegen, entscheidet ledigli der Han Miuifter. , '
Konventionalstrafe ist m ! ve allen, wenn die anschlie- ßende Eisenbabu-Gesellstbaft ihren us wenn auch unkr Ueber- Lreituu det obiaeu_ tiff, bis zum 3 nkt der Vollenduua der tadtbaku, betriebsfa berfbellt. “ , .
Die Ybluug der ouventionalstra e entbindet d1e„Gefellschafteu nicht von r Verpflicbtuu ur Herste ung dex Anschluffe. .
Art. R. Rath e o gtem Anscblu tbrer Bahnen an die Stadfbabn nd die drei Eisenbabn-Gesell cbaftxn berechtigt, sow_eit es das Ve ebrsbedürfniß erfordert und es aizsfubrhar erscheint, un: direkte Expedition von Personen und Gepack zwischen den Sta- tionen der Stadteisenbabn einerseits und den Stationen der ei enen, sowie der rückliegenden fremden Bahnen andexer- se ts zu fordern. Unter denselben Vqrausseßungen sind sie wnter berechtigt zu verlangen, daß die von tbnen auFebracbten, dem Per- sonen- und Gepäckverkebr dienenden Züge von er StadZ-Eisenbabn auf enommen und nebst Bediemm persotxal, welches fie jedoch selbst u Stellen haben, bis zur östlichen ndstaFion der „Stadtbahnfmixtelst
er Lokomotiven der Stadtbahn durchgefuhrt, sowie, daß die uber- nommenen üge mit Bedienungspersonal, nach Aufnahme von Per- sonen und epäckftücken. durch die Lokomotiven _der Stadtbahn be- hufs fabrplanmä iger Weiterbeförd rung zyrückgefubrt werden. _
Ueber die batsächlicbe Ausfübrbarkett nach Maßgabe der 1e- Weiligen Bahnanlagen und über das Verkehrsbedürfmß sowohl [*e- zü lich der Einrichtung direkter Expeditionen, als der Ueberncibme ungd Durchführung der Züge, entscheidet die Staatßauffichtsbeborde.
Bei Feststellung des Fahrplans soll als Grundsatz gelten, _ daß derselbe neben dem öffentlichen Interesse demjemien alier bexbetlrgten Staats- und Privatbahnen soweit als möglich gletchmaßig zu entsprechen bat. . " _
Bei der Konkurrenz gleichartiger Zuge der Staat) und der Privatbahnen haben jedoch die ersteren den Vorzug. errbet smd unter gleichartigen Zügen Expreß-, Courier- rind Schneüznge eine!.“- seits und gewöhnlickße Personenzüge andererseits verstanden". Die Verschiebung des Fa rplans zu Gunsten dex Staatsbabnzuge soll
ck nur auf die betriebstecbnisch erforderltében ZugintervaYe ' er- trecken. Expreß-, Courier- und Schnellzuge haben vor den ubrigen Zügen den Vorrang. , _ ' "
Keiner der betheiligfen Prwgtbabnen sollen hierher fur sicb Vortheile und Erleichterungen gewahrt werden, welche nicht auch der anderen konkurrirenden Privatbabn auf deren Erfordern zugestanden Werden.
Art. )(]. Die Stadtbahn wird durchweg mit vier Gelcisen ver- sehen, von denen zwei dem durchgehenden Verkehr vor dem Lokal- verkebr dienen sollen. " _ '
Art. )(11. ür das Durchführen der Zuge "erhglt dte'Stadtbgbn keine besondere ergütung. Das Aequivaljent fur ihre Leistung liegt vielmehr in dem TranSportsaYe, welcher m dem Fahrpreise 2c. fur die Stadtbabnstrecke mit zur Erhebtzng kommt. ,
Die Festse ung der Transportsaße auf der Stadtbakxn ist Sache der Staatseisen ahn-waaltung. Die „letztere behglt fich "insbesondere vor, neben dem Streckensaße auch eme Expeditionsgebubr zur Er- bebun u bringen, Welche jedoch im Verkehre nur den anschließenden Eisenéalzmen den auf die Stadtbahn entfallenden Streckensaß nicht übersteigen darf. . ' '
Art. 11111. Die Stadtbahn nimmt keinen Theil an den Kosten (Löhnung, Besoldung, Meilen-, Uebernachiungßgeld 2c.) dxs Wagnen- bedienungspersonals der auf sie übergefuhrten und von ihr zurUck- geführten Züge der Eisenbahn-Geseu_schaften". , ,
Sie zahlt ferner keine Wagenmiethe fur die auf 1[_)re Strecke übergehenden Wagen der Eisenbahn-Geseüschaftez1, sofern diese Wagen in den sogenannten externen (durchgebendex) 31141811 laufen.
Dagegen entrichtet die Stadtbahn fur dre m den sogenannte'n VorortSzügen laufenden Wagen der Eisenbabn-Gejellsckyaften aii die Wageneigenthümerin, soweit nicht IkaturalauSgle1ckung stattfindet, eine Wagenmietbe von 0,0133 „M pro Achse und Kilometer., Sollte jedoch in Zukunft auf den Preußischen Eisenbahnen eine medrrgexe Wagenmiethe für Personenwagen üblich, werden, so so]! auch dre “Seitens der Stadtbahn zu zahlende Mtetbe entsprechend ermaßigx
. “werden.
Unter Vorortsü en werden olcbe Züge verstanden, WEM)?“x Zwischen Statig e zg Skabkß-ßns emerseits und den Stationen;
' - e L ?n MM ? ÉlZTZYOTtssdakxiYkagdeburger Eisenbahn bis Potsdam resp. ' 'ean-HZÜH rte "Y)“uyn ms Nauen e1n1ckließlich uiid
der Ma deburg-Hal erftädter Bahn bis zu einem Orte, der von dem uSgangspuwkte der Stadtbahn in Charlottenburg nicht weiter als Nauen entfernt ist, andererseits verkehren.
Art. )(117. Für die etWa auf der Stadtbahn nothwendig Wer- dende Reinigung und das Schmieren der „Wagen ist von den Eisen- bahn-Gesellscbaften eine angemeffene VerYtung zu entrichten.
Art. )( . b und unter welchen edingungen nach etwaiger Einrichtun eines Güterverkehrs auf der Stadtbahn der Güterverke r der Privatbahnen auf die Stadtbahn über- zufübren ist, bleibt besonderer Vereinbarung vorbehalten. Nach Zulassung des Gütewerkehrs der einen der drei be- tbeiligten EisenbaHn-Geseüschaften darf den übrigen die Aufnahme ibreds Güterverkehrs unter den gleichen Bedingungen nicbt versagt wer en.
Die Stadtbaön-Verwaltung wird dafür SorJe tragen, daß der Personenverkehr durch den Güterverkehr nicbt eeinträcbtigt wird. Jie Personenzüge jeglicher Gattung haben vor den (Güterzügen den
orranq.
Art.1(171. Die Entrichtung einer Stempelabgabe Von diesem Vertrage findet nicht statt. _
Berlin, den 23. Februar 1878.
Für die StaatSregierung: Weishaupt. Rötger. Dr. Frölich.
Die Direktion der Berlin- Das Direktorium der Berlin- Hamburgey Potsdam-Magdeburger Eisenbabn-Gesell1chaft. Eisenbahn - Geseüschast. Simon. Westphal. Quassowski. Simson.
Das Direktorium der MagdeburaL-Haxberstädter Eisenbabn-Gesellschaft. en .
Auf déü Bésicht dss Staats-Minis'tériums vom 25. Mai cr- genehmige Ich hierdurch
1) daß der Stadtbe irk Bielefeld aus dem Verbande des bisherigen Kreises BieleZeld ausscheide und einen besonderen Stadtkreis bilde,
2) daß der nach Ausscheidung des Stadtbezirks verblei- bende Theil des bishequen Kreises Bielefeld als _selbständiger fLadesYeZs mit dem S ße des LandrathSamts m Bielefeld or e e e,
3) daß die neue Kreisbildung auf Grund der Bestim- mungen des anliegenden Plans für die Bildung des Stadt- kreises Bielefeld, des Statuts ür die Verwaltung der gemein- amen Kreisinstitute und der atrikel für den gemeinsamen
egeverband erfolge xnit der Maßgabe, daß die Beschlüsse des „gemeinsamen .ÉreLSausschuffeS“ und der „ emeinsamen Kreisvertretung“ zu ihrer Nusführun der GenHmigung der Staatsbehörden insoweit bedürfen, a s dies na, §. 23 der KrciSordnung vom 13. Juli 1827 hinsichtlich der Beschlüsse der einzelnen Kreistage der FalX ist.
Zugleich extheile Jeb hierdurch den in dem beiliegenden ?. Nachtrage vom 6. Dezember pr. bezw. 14. Januar und
6. Februar c. zusammengeklellten Abänderungen des Statuts „23. Dezember 1846
"1." März 1847
der Kreis-Sparkaffe zu Bielefeld vom
Meine Gen igun . Berlin, 7. tZJUni 1878. _ _
Jm Allerhöchsten Auftrage Sr. Maxestät des'Kömgs: gez. riedricb Wilhelm. Kronprm. _ gz.1)r.Leon ardt. Falk. G.vonKameke.1)r.Zfr1eden- tßal von ülow. Hofmann. Graf zu Eulenburg.
Maybach. Hobrecht. An das StaatS-Mimfterium.
Ministerium der geistlichen, Unte,rrichts: und Medizinal-Angelegenheiten.
Am. Gymnafium in Luckau ist die Beförderung des ordentlichen Lehrers Dr. Joseph Sanneg zum Oberlehrer genehmigt worden. , '
.Der Progynmasiallehrer 1)r. Silvius Dolega zu Kempen ist als Oberlehrer an das Gymnasium zu Wongrowxß berufen worden. ' _ '
, An der Königstädtischen Realschule zu Berlin lst dre Be: förderung des ordentlichen Lehrers 1)r. Schirmer zum Ober- lehrer genehmigt worden.
Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten.
Der Regierungs:Affeffor Oskar Gerla'ck) ist zum Mit- glied der Königlichen Direktion der Ostbahn m Bromberg er: nannk
Vom 1. Juli (. ab sind verseßt: der Regiexuzth-Affxssor Braunschweig, bis er Vorsißender 'der Königlxchxn Ezsßn: bahn-Kommission in E.ogau, als'VorstHender an die Kon1g= liche EisenbahnKommission in Ne1sse; . „
der Regierunth-Asseffor Kauth, bishex Vorstßender der Königlichen Eisenbahn-Kommifsion in Schneidemühl, als Yor- sißender an die Königliche Eisenbahn-Komnnffton m Dussel- dor ; ,
fder Re ierungs:2[ essor ])r. Micke, bisher Vqrstßender der Königli en Eisenba n-Kommisswt) in Neisse an du König- liche Direktion der Obers [esischen Etseanhn nack) Brßslau; der Regierungs-Affe or Gxaaf, btsher M1tgl16d der Köni lichen Eisenbahn-Direktion m Frankfuxda/M, als Yor- sißenl er an die Königliche Eisenbahn-Kon1m1sfton m Schneide- mU ; , _ hder RegierungS-A essor Konrad Eßdqrf, bishex ber der Königlichen Direktion er Niederschlesrsch=Märk1schen Eisenhahn in Berlin beschäktigt, nach Glogau, Bxhufs „komm1ffgr1s_cher Wahrne mung er Geschäfte des „admmistratwen Maglteds der Königlichen Eisenbahn-Kommisston dgsselbst; ' ' der Re ierun s:?lssefforPauY'Flei chmann, [Usher'bei der Königli en Ei enbahn-Konthjwn' zu Breslau beschäfßgt, alsÜHülfsSarbcitcr an die Königli e E:senbahn-Kom1msfton m a e a. .* H der Reg'ierungs-A essor von Ngbenau, bishßy Hülss- arbeiter bei der königlichen Eisenbahn,:Komxmsst'on m alle a. S., als Hülstarbeiter an die Königluhe Direktton der stbahn in Bromberg.
Der bisherige KöniglicheKreisba11meistxr J a k o b L o eqn q r H , früher zu ; rankenstein in Schlesien, L| zun) Kömgltchen Waffer-Vau- nspektor befördert, und demselben die bisher kom- missarisch verwaltete WaMr-Bau-Jnspektyrsteüe bet der E15- strombau-Verwaltung in Yveburg verltehen worden“.-
- ! Justiz-Mi'nisterium. „“
„„ „ski
zum Notar im Departement des _Appe'llationsgerichts 'zu Breslau, mit Anweisung seines Wohnstßes m Landeck, ernannt worden.
Abgereist: Se. ExceUenz der General-Auditeur der Armee und Marine [Jr. Fleck nach Saßniß auf Rügen;
der Wirkliche Gkheime Ober : Regierungs : Rath und Ministerial=Direktor Marcard nach Lauterberg am Harz.
Perfonalveränderungen. Königlich Preußische Armee.
Ernennungen, Beförderungen und Versesunqen. Jm aktiven Heere. Berlin, 25. Juni. v. Frohen, Major und Flügeladjut. Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs von Baden, unter Entbind. von diesem VerhältniJNals Abtheil. Commdr. in das Feld-Art. Regt. Nr. 27, Gnü g k“; ?, ajor und etatsm. Stabßoffiz. vom Feld-Art. Regt. Nr. 26, a s Abtheil. Commdr. in das Feld- Art. Regt. Nr. 7, versetzt. Heinicke, Ma'or und Battr. Chef vom Feld-Art. Regt. Nr. 26, zum etatSm. Sta Soffii. ernannt. Keil,
auvtm. 5 1a anita des Garde-Train-Bats. und Depot-Offiz. der Train-Jnsp., der Charakter als Major verliehen. Frhr. Schilling, v. Cannstadt, Pr. Lt. aggr. dem 4. Garde-Reg. z. F. und kom- mandirt zur Dienstleistung bei dem Festungsqesängnié; zu Mainz, in leicbem Verhältnis; zu dem FestungSgefängniß m We el übergetreten. YUUÉZU- Sec. Lt. vom Inf. Regt. Nr. 14, in das Gren. Regt.
r. 4, Wolters, Sec. Lt. vom Inf. Regt. Nr. 57, in das Inf. Regt. Nr. 21 versetzt. _ 27. Juni. Weinlig, Zeug-Pr. Lt. vom Art. Dep. in Diedenbofen, Ostrowicki, Zeug- r. Lt. vom Art. Dep. in Lilian, zu Zeu -Hauptleuten, Stein, eug-Lt. vom Art. Dep. in oblenz, SpoJr, Zeug-Lt. vom Art.Dep. m Mainz. zu Zeug-Pr. Lts, befördert. Horrocks, Sec. Lt. Vom Inf. Regt. Nr. 94, in das Inf. Re 1“. Nr. 78 Verseßt. - Abschiedsbewill gungen. Jm aktiven «Heere. Ber- lin, 27. Juni. Lehmann, Zeug-Hauptm. vom Art. Dep. zu Wesel, als Zeug-Major mit Pens, und seiner bisher. Unif., Schneider ]„ Zeug- auptm. von der Gewehrfabrik zu Danzig, mit Pens. und seiner btsher. Unis, der Abschied beWtUigt. Giß- mann, Zeug-Lt. vom Art. Dep. in Coblenz, mit Pens. ange chieden.
Jm Sanitätscorps. Berlin, 22. Juni. 1)r. bilo, Stabs- und Bats. Arzt des 2. Bats. Inf. Regtö- Nr. 31, zum Ober- StaHSarzt 2. Kl, und Regts. Arzt des Ulan. Regts. Nr. 7, Dr. oerster, A sist. Arzt 1. Kl. vom Gren. Regt. Nr. 10, zum Sta s- und Bals, rzt des 2. Bals. Inf.Regts. Nr.31, Dr. Wolf, Asßst, Arzt 1. Kl.“ in der etatSm. Stelle bei dem (Heu. und Corps- arzt )(17. Armee-Corps, zum Stabs- und Bals. Arzt des 2. Bats.
üs. Regts. Nr. 36, ])r. Krocker, Assist. Arzt 1.K1. in der etatsm.
tel1e bei dem Gen. und CorpSarzt 11T. Armee-Corps, zum Stabs- arzt beim, medizin. chirurg. riedricb-Wilbelms-Jnstitut befördert. 1)r. Silomon, As 1st.Arzt 2. l. der Res. vom 1.Bat.Landw. Regts. Nr. 78, Dr.Me , ssist. Arzt 2.Kl. der Res. vom 2. Bat. LandwReqts. Nr. 81, Dr. edel, Assist. Arzt 2. K[. der Res. vom Res. Landw. Regt. Nr. 35, 01". Fritsche, Assist. Arzt. 2. Kl. der Res. vom 2. Bat. Landw. Regts. Nr. 22, Dr. Klarmann, Assist. Arzt 2. Kl. der Res. vom 1. Bat. Landw. Regts. Nr. 9, ])r. Mingramm, Assist. Arzt 2. Kl. der Res. vom 1. Bat.
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Laudw.Regts.Nr.76, 1)r.Cunß, Asfist.Arzt2.Kl. d. Res. vom ?.Bat Landw. R . Nr. 87, Dr. ?anues, AMP. Arzt 2. Kl. der R ., vom Res. andw. Regt. Nr. 8, Kurz, sist. Arzt 2. Kl. der Re . vom 1. Bat. Landw. Regts. Nr. 87, 131“. Rbeinen, Assist. A t 2. Kl. der Res. vom 1. Bat. Landw. Regis. Nr. 16, Dr. Bus , Assist Arzt 2, Kl. der Res. vom 2. Bat. Landw. Regts. Nr. 16, 1)r. Bayer, Assist. Arzt 2. Kl. der Res. von dems. Vak.. ])r. Schumann, Assist. Arzt 2. Kl. der Res. vom 1. Bat. Landw. Re ts. Nr. 27, zu Asfist. Aerzten 1. Kl. der Ref., 1)“. HeilißktaZ, AssTst. Arzt 2. Kl. der Landw. vom 1. Bat. Landw. Regis. r. , Sinsteden, Assist. Arzt 2. Kl. der Landw. vom Res. Landw. Bat. Nr. 34, Dr. iscbel, Assist. Arzt 2. Kl. der Landw. vom Reserve- Landw. Bat. r. 39, Dr. Ruete, Asfist. Arzt 2. Kl. der Landw. vom 1. Bat. Landw. Regts. Nr. 76, Dr. Münster, Asfist. 5thrzt 2. Kl. der Landw. vom 1. Bat. Landw. Regts. Nr. 69, Dr. Wie- balck, Assist. Arzt 2, Kl. der Landw. vom 1. Bat. Landw. Regts. Nr. 75, dt. Mülhausen, Assist. Ant 2. Kl. der Landw. vom 2. Bat. Landw. Regis. Nr. 28, 1)r. Ferber, Assist. Arzt 2. Kl. der Landw. vom ]. Bat. Landw. Regis. Nr. 81, Ok. Frey, Assist. Arzt 2. Kl. der Landw. vom ]. Bat. Landw. Regts. Nr. 114, Dr. Bernstein, Asfist. Arzt 2. Kl. der Landw. vom 1. Bat. Landw. Regis. Nr. 68, Dr, Karow, Assist. Arzt 2. Kl. der Landw. vom Res. Landw. Regt. Nr. 35, Dr. Kühne, Assist. Arzt 2. Kl. der Lamw. vom 2. Bat. Landw. Re ts. Nr. 56, Ok,. Harttung, Asfistenz-Arzt 2. Klasse der Landwe r vom 1. BatatÜon Landwehr- Regts. Nr, 60, zu Asfistenz-Aerzfen 1. Klasse der Landw., befordert. ])r. Rüppel, Ober-StaHSarzt ]. Kl. und Regtéz. Arzx des Inf. Regts. Nr. 58, beauftragt mit Wabrnebm. der didifiousxxrztl. Funk- tionen bei der 9. Div., ein Patent seiner Charge verliehen. 1)r. Opitz, Ober-Stabßarzt 2. Kl. und Regts. Arzt des Man. Re ts. Nr. 6, unter Verleihung des Charakters als Ober-Stabsarzt 1. l., als Garnisonarzt nach Altona, [dr. Mende, Ober-Stabsarzt 2. Kl. und Regts. Arzt des Ulan. Regts. Nr. 7, zum Hus. Regt. Nr. 12, ])r. Meilly, Stabsarzt vom m-(diz. chirurg. Friedr. Will). Inst., als Bats. Arzt zum 2. Bat. üs. Regis. Nr. 90, versetzt. ])r. Böttcher, Ober-StabSarzt 1. [. und Garnisonarzt von Altona, mit Penfion. Steinam, Ober-Stabßarzt 2. Kl. und Regiments- Arzt des Feld-ArtiUerie-Regiments Nr. 14, als Ohex-Stabsarzt 1. Kl. mit Penfion und der Uniform des Samtats _- Corpß, Ur. Peipers, Marine-StabSarzt von der 1. Matros._D1v., tmt Yetis. und der Unis. für Marineärzte. 131". Groethuy1en, Obex- tabßarzt 2. Kl. der Landw. vom Res. Landw. Regt. Nr. 35, unt der Unif. des Sankt. Corps, 1)r. Krueger, Dr._RaschYxZw, Stabsärzte der Landw. Vom Res. Landw. Regt. Nr. 35, Dr. Rt1el, Stabsarzt der Landw. vom 2. Bat. Landw. Regis. Nr. 27, 1)!"- Si mon, StabSarzt der Landw. vom ]. Bat. Landw. Regts. Nr. 67, Dr. Heynen, StabSarzt der Landw. vom ]. Bat. Landw. Regis. Nr. 47, Dr. Kayßler, StabSarzt der Landw. vom 1. Bat. Eren. Regts. Nr. 11, [)t'. Cornelius, Stabsarzt der Landw. vom Res. Landw. Bat. Nr. 39, 1)r. Schwick, Stabxiaxzt der Landrvebr vom Res. Landw. Regt. Nr. 40, der Aöschied bethlt t., ])1'. Saal, Asfist- Arzt 1. Kl. vom Inf. Regt. Nr. 65, ange chtxden und zu den Aex'zten der Res. des Res. Landw. Regts. Nr. 40 ubergetreten.
Königlich Bayerische Axmee.
Abschiedsbewilligungen. Jm aktiven Heere. 21.Juni. Frhr. v. G utten-b erg, Sec. Lt. des 8. Inf. Regis. auf Nachsuchen verabschiedet. „
Jm Beurlaubtenstande. 3._ Junt._ (Yo [ler, „Sec. Lx. des 7. Inf. R gfs., mit schlichtem Ab1chted emlanen. _ 22. Ju 11 1. Mü [ l e r, Sec. Lt. des 3. Feld-Art. Regts. W e i s , Sec. Lt. des 1. Fuß-Art. Regis, beide vom Beurlaubtenstande, auf Rachsucben ver- abschiedet.
U11. (Königlith Württembergischeß) Armee-Corvs.
Ernennungen, Beförderungen und Versesungen. Jm aktiven Heere. 17. Juni. Frhr. P ergler v. Pe r - g l a s , Oberst T3- 19. gujw des Inf. Regts. Nr. 124 und Commdr. der 54. Inf. Brig., zum Gen. Major befördert, unter Vorbehalt der Pa1entirung, v. W ölck e rn , O(*erst-Lt. und Commdr. des Inf. Regis. Nr. 125, v. G rä ve n 113, Oberst-Lt. und Commdr. des Inf. Regts. Nr. 120, zu Obersten be'fördert.
Nérfjtamtliches.
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Preußen. Berlin, 3. uli. Ihre Majestät d'ie Kaiserin-Königin empfing eute den Besuch Ihrer König- lichen Hoheit der Großherzogin-Mutter vynnMecklenbixrg: SYWFFM und geleitete Dieselbe zu Sr. Ma1estat dem Kaiser un önig.
_ Se. Königliche Hoheit der Prinz Friedrich Carl, General-Feldmarfthall und General-Jnspecteur der 3. Armee-Inspektion,- ist zum Chef des HUsuWn-Regiments Nr. 3 ernannt worden.
_ Der Ausschuß des Bundesraths für Zokl- und Steuerwesen trat heute zu einer SißUng zusammen.
_ Die in der heutigen Börstn-Veilage abgedruckte tabellarische Uebersicht der Wochenausweise der deutschen Zettelbanken vom 22. resp. 23. Juni schließt mit folgenden summarischen Daten ab: Es betrug der ge- sammte Kassenbestand 661890000 «M oder 5880 000 «je; weniger als in der Vorwoche; der Wechselbestand in Höhe von 573 088000 «% zei t eine Zunahme um 16491000 «fü, wäh- rend die Lombardßorderungen mit 73 155 000 26 einen Rück- gang um 605 000 «74 erkennen laffen. Es belief sich ferner der Notenumlauf auf 802 430 00024 oder 7 722 000 24, mehr, und es beliefen sich die sonstigen täglich fälligen Verbmdlick): keiten auf 211 131 000 «2 oder 2 231 000 «16 mehr als in der Vorwoche, während die an eine Kündi ungsfrist gebundenen Verbindlichkeiten mit 56 688 000 915 si um 835 000 «M ver: mindert haben.
_ Unter die Strafbestimmun des unbefugten Haltens von Glück-Zspielen in einem öffentli en Lokal, welche Handlyng als Uebertretung mit Geldstxafe oder mit Haft bestraft mird, fällt, nach einem Erkenntmß des Ober-Tribunaxs, voxn 29. Mai d. I., nicht nur das soÉen. Bankhalten, wobei für die ganze Dauer des Spiel? die ewinn- und Verluftinteressen der Spieler sich ausschlteßlick) gegen den Bankhgltxr wenden, Yondern auch diejenigen Spieleinrichtun en, woher die Stelltxn
es Spielgegners u den Spielern ei bestimmten Spie -
abschnitten unter a en bei dem Spiele Betheiligten wechselt..
_ Der Kaiserliche Minister-Resrdent in Japan, 33911 Eisende er, hat Tokio mit einem 1hm„Al[erhöchst bewillig- ten Urlau verlassen, während deffejz "dre gesandtschafxl1chen Geschäfte daselbst von dem LegannL-Sekretär Freiherrn von Gutschmid interimiftijch wahrgenommen werden.
_ Der Gcneral-Lieutenant vyn „Dannenberg, Com- mandeur der 2. Garde-Jnfanterix-Dwiston, hat sich Mit. mehr- wöchentlikhem Urlaub nach Tepltß begeben.
_ Briefsendungemc. fürS'. M. S. „Vineta“ sind bis auf Weiteres nach Kiel zu dirigtren. _
Hannover, 2. Juli. Der Provinzial-Lgndtag nahm in seiner gestrigen Sißung die zu den) S reiben des Ober-Präsidenten we en Revifion der Gebaizdx euervexan- tagung der Provinz Zannover gestellten KommissioUSanträge, owie die beiden ersten Paragraphen des auf ins Regelung es Verhältnisses zwischen dex Große der Vela ung der Fuhr- werke und ihrer Radfelgenbrette bezugltchen Ge eßentwurfs' an. Die nächste SißÄmg findet wegen Eröffnung_ der Allgemeinen
annovers n usstellung, welcher heute dte Mitglieder des Landtages eiwohnen, erst morgen statt.
Sa sen. Dresden, 1. Juli. Auf der Tagesordnung der ZtheZn Kammer stand heute der Bericht der Geseé: bungsdeputation über die mit dem Gesammthau e chönburg abgeschlossene Uebereznkunft, "nqch welcher das gedachte Haus HELM Zahlung einer Entschuldigung von 11/2 Millionen Mar m den Uebergang der tym, z'ustehende'n freiwiÜigen Gerichtsbarkeit auf der_t Staat milligt. Dte Majorität der Deputation beantragtedte Annahme dex Ueher- einkunft unter der Voraussetzung, daß das Haus mßemer Nachtragsiibereinkunft noch auf wextexe ihm" zustehende offent- liche Rechte Verzicht leiste ynd slch die Abanderung oder Be- seitigung verschiedener Bestimmungen der gßschloffenen Ueber: einkunst gefallen lasse, wogegen die Mmorxtat Ablehnung der Uebereinkunft empfahl. Dcr Majoritätsantrag wurde m1t 43 gegen 23 Stimmen angenommen.
Oesterreich-Ungarn. Wien, 2. Juli. (W. T. B.) Der „Polit. Korresp.“ wird aus Konstantinopel vom heu- tigen Tage gemeldet: Zwischen Savfet Pascha imd dem öfter: reichischen Botschafter, Grafen Zickzy, dauern'du», Verhand- lungen wegen der bUSUischen Flüchtltnge fort. Der hiesige englische Konsul sol] heute nach dem Nhodoye-Gebtrge abreisen, um die Hilfeleistung für die dort befindlichen 7000 Emigranten zu organisircn.
Großbritannien und Irland. London, 1. Juli. (E. C.) Mit dem heutigen Tage tritt die vor einigen My- naten zu Stande gekommene Kanalbaot-Akte in Kraft. Ste hat den Zweck, die (gegenwärti auf 70 000 veranschlagten) Kinder der Kanalschiffe dem Schu zwange zu unterwerfen, und für die Kajüten GesundheitMaßregeln zur Geltnng zu bringen. _ Die StaatSeinnahmen während des gestern abge- laufenen Viertelj ahrs betrugen 18 817 695 Pfd. Sterk. egen 18 866 868 Pfd. Sterl. in dem entsprechenden Zeitraums des vorigen ahres. Zugenommen hat der rtrag der Zölle, der rund- und Gebäudesteuer, der Postverwaxtung und der Titel Diverse; abgenommen der Ertrag der Accise, der Stempel: und der Einkommen- steuer. _ Der Herzog von Cambridge ist von seiner Reise nach Malta hierher znrückgekehrt. _ Earl Granville that am Sonnabend den ersten Spatenstich zu einer von Deal nach Dover zu erbauenden Eisenbahn. _ In PortSmouth ist der Befehl eingelaufen, das Truppen- schiff „Orontes“ sofort mit Vorrichtun en zum TranSport von Pferden zu versehen und heute Na mittag um 5 Uhr seefertig zu stellen. So viel bekannt, wird dasselbe nach Malta abfahren. Ebendahin fährt heute von Devonport aus das TranSportschiff „Himalaya“, welchem im Laufe dieser Woche das TransPQrtschiff „Damar“ folgt.
Frankreich. Paris, 30. uni. Das „Journal offixiel“ veröffentlicht folgende (chon telegraphisch ange: kündt te) Noten
„ ittelst einer auf Antrag des Siegelbewahrers und JUsitz-Minisxxrs unter dem 26. d. Mts. erlassenen Verfügung
.., hat der Prasident der Nepuhlik 1269 zu gemeinen Strafen . «rurtheilten m den Kolomen, Centralhäusern, landwirt =
schami en und anderen 1: afp" ""“, €77*-'k*"*“1 un WM:;i-é: .:.»;„W... gcyuue riYWsLiduen, dre s1ch durck) reu-
mu )1es, williges und f(eißiges Ver alten der Verzeihung empfoZlen haben„ Begnadigung, mwandlung oder Hera seßung 1hrer Strafen angedeixen zu lassen ge- rubt. Diese 'auf Grund der von den Dire toren der Straf- anstalten geltxferten Noten beschlossenen (Hnadenakte werden vom 30. Zum an zur Ausführung gelangen.
„„Vom 14. Dezember bis zum heutigen Ta 6 hat der Prastdent der Reyubltk 25 Gnadendekrete für ndividuen, welch? wegen Th131lnahme an dem Aufstande von 1871 ver- urthetlt wordßn smd, unterzeichnet. Diese Dekrete umfassen 890 Verurthetlte, wovon 435 die Strafen gänzlich erlassen, 213 'herangseßi und 242 umgewandelt worden sind. Der im Jyfttz=M1msternzm emgeseßte Begnadigungsaußschuß hat in semerx Wochensxßungen d€n Fall jedes einzelnen Ver- urthetltetx, der em Gesuch em ersieht und Über den man von der Marme- oder Strafverwatung die nöthigen Aufklärun- gen e'rhaltet'i hatte,“ geprüft. Ueber die Akten von 378 Ver- urtheilten 1st"Be,rtcht' erstattet worden. 141 F596 mußten wegen Unzulangltchkett 'der Aufschlüsse vertagt bleiben. Die 347 ablehnenden Bescheide des Ausschusses gründeten sich auf frühere Verttrthe1lungen wegen gemeiner Verbrechen und Vergehen, aux d1e besopders gravirende Natur der bestraften Handlxmgen Mord, Diebstahloder Brandstiftung) und endlich auf d1e schlechte Ausfuhrung 1m Gefängniß. Kurz, in den leßten sechs Monaten 5er 890 Verurtélxkeilte der Gegenstand von „Gy'adenakxen des Prasrdenten der epublik gewesen. _ Offtztö-xz wxrd zu ansen Noten noch folgende Erläute- rung geltejert: Man wxrd bemerken, daß die Vegnadigun en der gemenzen Verbxefchekr einen kollektiven Chara ter txagen. wahrend diejenigen der Kontmuneverurtheilten slch seit dem AmtSantrttte des Ministeriums vom 14“. Dezember U. I. auf 25 einzelne Dekrete vertheilen. DLL [eßteren konnten nur auf Gutachten des Be-
_;MadigungSausWuffes erfolgen, und es war ein Gebot der
enfchlichkeix, ste dann successive auf der StelXe zur Ausfüh- rung zu brmgen. Neben 435 volXständigcn Begnadigun en findet, man 242 Strqfumwandlungen. Aus diSztplinarisiZen Rüchsrchten wxrdcn nämlt dxe zur “Deportation verurtheilten Individuen m der Rege mcht sofort begnadigt, damit sie noch für die Dauer der Ueberfahrt nach Frankreich als Straf- gefangene behandelt wexden können; die Strafumwandlung Hedeutet cxlso 'm Wahrhext nur eine um wenige Monate ver- zögerte ganzliche Begnadigung. Dem Ausschu e gehen noch 1mm_er neue Gnaden 9suche zu, die er in demse ben zur Milde ene1gten Geiste erle 1 en wird. _ Der „Bien public“, hat ente aufgehörx zu ers einen. ' _ 2. u11.(W.T.B.) Der Schah von Persien ist heute nach . ten abgereist. „ Marset_lle, 2. Juli. (W. T. B.) Veranlaßt durch die emem„republ1ka1_11schen Und antiklerikalen Munizipalrath auf der Börse zugefügten Unbilden fanden gestern hier abermals
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Ruhestörungen statt; es find in Folge derselben 126 Per- sonen verhaftet worden.
Italien. Rom, 2. Juli. (W. T. B.) Das ournal „Diritto“ weist gcgenüber den Gerüchten, daß Ita ien an- Zeboten worden sei, in Albanien Erwerbun en zu machen,
arauf hin, daß eine jede derarxtge Idee den rin ipicn und Interessen der nationalen Politik des Landes wid preche und alle derartige Gerüchte vollkommen unbegründet seien.
Griechenland. Athen, 2. Juli. (W. T. B.) Das Ministerium hat in Fol e von Schwierigkeiten, die wegen mehrerer vom Krie s=MiniZer bei der Armee vor enommenen Beförderungen ent fanden waren, seine Entla sung ein- gereicht, der König hat dieselbe indxß nicht angenommen. ?(?!)th die Stellung des Kriegs-Mmisters gilt für stark er:
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Türkei. Smyrna, 13. Juni. (Cöln. Zt I Am ver- gangenen Sonntagewurde in der ieftgen griechisg enKathe: drale eine große Opfer: und Dankmesse für die Er- rettung des Deutschen Kaisers abgehalten, wozu die hiesigen Deutschen von der griechischen Gemeinde besonders eingeladen worden waren, Um 10 U51: stieg der Erzbischof, vom Kreuzträger, seinem Bischofs, zwöl angesehenen Bürgern als Leuchterträgem, vier Erzpriestern so wie visr Diakonen begleitet, die große Treppe hinab, die von seiner Wokmung in die Metropolitankirche führt. Eine unzählige Masse Volks YM schon die ganze Kirche und den Hof beseßt. Mit
Ühe nur gelang es, das Mittelschiff für die erwarteten Fremden und die Deputationen der verschiedenen Ver- eine frei zu halten. Sobald der Erzbischof eingetreten, be: gann der Bischof die Messe. Nach einigen Minuten erschien der deutsche Gsneralkonsul mit dem gesammten Konsulate;- personal, der Kommandant der deutschen Korvette „Freya“ mit einigen Offizieren und endlich die sämmtlichen Beamten des griechischen Konsnlats. Unter den überaus zahlreich an: wesendcn Gliedern der deutschen Kolonie befanden sich auch der Geistliche und der Vorstand des Diakonissen-Jnstituts. Zum Beginn des heiligen Opfers durch den mittleren Gang zum Aklerheiligsten schreitend, betete der Erzbischof, mit dem Kelche in der Hand, zu Gott um gnädige BewaYung und Segnung des Kaisers und seines ganzen Hauses. ie Menge stand mit ebeugtem Haupte während semer Worte. Nack) Beendi- gung der esse bestieg der Erzbischof seinen Thron imMittexschiff, und der erste Lehrer des hiesigen griechischen G mnastums, Or. Kaplanidis, hieltnun eine deutsche Ansprache. Zn beredten Worten verlieh er der allxemeinen Verehrun der Hsldengest'alt unseres Kaisers Ausdru , brachte die tieften Sympathtep seiner ganzen Nation Deutschland dar, dankte Gott für die gnädige Errettung und flehte zu Ihm um Erhaltung und Er- starkung des Schwergeprüften, um Segnung seines gapzen Zausex, zum Heile Deutschlands, ja der ganzen Welt. Dieser 3 ede folgte ein Gesang des Kirchenchors: „Viele ahre schenke Gott der Herr dem Kaiser“ 11. s. w. Von den yzantmern auf i?rcn Kaiser gedi tet, seither als Bittgesang für den Erz- bischo umgearbeitet, onnte heute dieses alte Lied seit Jahr- hunderten zum ersten Mal wieder einem Kaiser gelten. Der schöne Gesan - wurde von dem in nicht endenwollende Hoch- rnfe außbre enden Jubel der vor der Kirche versammelten Menge Übertönt.
Rußland und Polen. St. Petersburg, 2. Juli. (W. T. V.) Das „Journal de St. Pétersbourg“ be- zeichnet die Annahme, daß die Türkei 561: Ausführuxtg dcr Kongreßbeschlüsse sick) widerseyen könnte, als eme absurde; eine Eventualität dieser Art anzunehmen, würde glauben heißen, daß Euro cx 1: 3" dem Kongreß zusammen
Wie 11 so;, ..... stamme » un e aUSzusprechen, Das Blatt ßig ' mzu, der Kongreß werde, ehe er auseinander gehe, die Gerzn hett erlangt hgbeix, daß die Pforte seinen Beschlüssen zustimme, und daß ste dieselben ausführen werde, oder aber der Kongxeß werde solche Maßregeln anordnen, wie er sie für nothwening halte.
Nr.39 des Amtsblatts der Deutschen Reichs-Post- unnd Telegrapbenvxrrvaltung hat folgenden Inhalt: Ver- fugunqen: voxn 23. Juni 1878. Posivcrbindung mit Konstantinopel. Zotm"26' Juni 1878. Averfionirung von Porto- und Gebühren-
e ragen.
_ Nr. 13 des Central -Blatts der Abgaben-, Ge- w-er'be- und Handelöaeseßgebung und Verwaltung in den Königlich Preußischen Staaten hat folgenden Inhalt: Anzeige der m der Geseßsammlung und im Reichsqeseyblatte erschienenen Geseße und Verordnun en. _ AÜgemeine Verwaltungs egenstände: Termxne fur den Abs luß der Kaffenbüchec bei den aupt- und Unteramtern der 911- und Steuer-Verwaitung, ingleichen für die Einsendung der (.mnabmeüberfichten. _ Bestimmungen zur Rege- lung der A5rechnungen zwischen der Reichshauptkaffe und den Landes- kanen der einzelnen Buydesstaaten. _ Aufhebung des Unter-Steuer- amts Parcbwty. _ Perwnalnachrichten.
Statistische Nachrichten.
" (Stat. Korr.) Um auf der Weltausstellung ein möqlichst voll- staydtges Bild "von dem zu Leben, was die öffentliche Fürsorge und soz71a1e Sklbstbulfe tn Fran reich leistet, veranlaßte der franzöfische Mtntstcr'des Innern am Beginn dieses Jahres eine Untersuchung uber dre Aristalten, welche die franzöxische Industrie zum'Besten threr Arbeiter geschaffen hat. D ePräfekten wurden zu diesem Zwecke,angewiesen, an aUe eWerblichen Anlagen mit min- destens 100 Arbeitern, sowie an die 1": ri en Unternehmungen, Welche
lich umfassenden Fra eboqdenzu vertheilen. Seianbalt, der hier nur kurz nacb den Ueber chri ten er einzelnen Abschnitte wiedergegeben werden kann, ist folxzen er.
, Nach einigen allgemeinen Nachrichten über das Alter und die Größe dxs Betriebes werden Angaben verlangt über den Betrczg _und die Axt der Lohnzahlung, über die Beschaffenbeit der Arbertßratzme, Gexvabrung von Unterstüßung, über die Gesel] chaften zu gegenseitiger Hylfeleistung, die Erleichterung in der BF affung 'von Nahrung,_.Kletdung und Wohnung, die Anstalten zur efriedi- JW des reltgtosen Bedürfnisses, die Fürsorge für Erziehung und
tldung, Hebung und Erhaltung der Sittlichkeit, Belebun der ür- xorge durxh Spßrkaffen und Versicherungen, über Geno enscha en, erner die Gewabrung von Alterörenten und Beibülfen, über die
Mittel zur Erhaltung des Einverständniffes zwischen Arbeiter und Unternther, endlich nych über die Kosten der bestehenden Wohl- Fbrtöemxichtangen. Plane von Arbeiterwobnungen und vorhandene
ruckfchr1ften sollen der É'fra ebeantkvortung bei efügt werden.
Dieser'gedräygte Ue erb ick wird dem Kun igen zeigen, daß die Erhebung em Glied in der Kette von Arbziten bildet, die ihre An- regung der Weltaussiellun von 1867, ihre bedeutendste Förderung aber der deutschen WrffensZaft verdanken. Die im Jahre 1867 ins
_Leben gerufene .Neue Ordnung von Belohnungen für diejeni cn Per-
sone)» welcbe d,urch,eine allgemeine Organisation oder durch 'pezial- . einrichtungen die Eintracht zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern
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gefördert und das materieUe, moralische und intellektuelle Wohl der
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durch Wohlfahrtßeinxicbjuvgen„sicb rühm ichaxx§zeichxxech41nexi zikm--- "Décken und der“ “"großen ' ün' äkifäj'eki Eb'eii'e gétnéld'ck. Hülxle n-
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'ArbeiterFicher gestellt babenkYab zunächst in Großbrikarmieu dam: nz Belgien den Anstoß zu cbilderungen bestehender Wohifabtts- einrichtungen. Das w_aren aber nur Vora: zu einer systemati- schen Untersuchung; fur diesx isi zuerst in dem von Dr. Engel ver- faßten Kommisfionsbericbte fux eine deutsche Gewerbestatistit an den Bundesrat!) im Jahre 1871 ein Plan entworfen und mit größeren oder gerinaen Modifikationen von den Landeöregierun en in Preußen, Bayern, Württemberg und „andean deutschen Staaßen durchgefuhrt worden." Dem qegebeuezi Beispiele fol t jest aucb rankeeicb, soda Legenwartin dieses Gebr-t kern zmerfo cbtes mehr it. Aus den An - cblüffen, die erlan t sind, Gewinn zu ziehen, wird Aufgabe desinter- nqtionalen Kongr es für WoblfabrtSZ und Vorsorge-Einrichtungen sem, der in den ersten Tagen des Juli zu Paris ßcb versammelt.
_ Jena, 28. Juni. (Leipz.Étg.) ,Die Universität ist in diesem Sommersemester von 570 tudtrenden besucht, von welchen 545 örmlicb immatrikulirt und 25 zum Besuch der Vorlesungen zu- gela en smd. Von ersteren find 68 bei der theologischen, 142 bei der „juristischen, 87 bei der medizinischen und 248 bei der philo- sophischen Fakultät immatrikulirt und gehören 223 den säCbfiscben Herzogthümern, 322 andern Staaten, darunter 191 dem Königreich
'reußen an. Die Frequenz ist gegen das Wintersemester um 78 ge-
regen. Die Zahl der Professoren und Dozenten beträgt zu-
sammen 75.
Kunst, Wissenschaft und Literatur.
Rom,_ 25. Juni. (Allg. Ztg.) Bei Gelegenheit der Arbeiten bebuss Errichtung, der neuen 5 esestigungswerke um die Hauptstadt Rom figd Hochwtchxige Funde gemacht worden. Der ergiebigste Boden fur d1„e archaoltxgiscben Entdeckungen ist derjenige ge- wZsen, wo [an s dex Via Appia an den ortifikationen gearbeitet i_vtrd. Hier so en 11531: 50, verschiedenen -pocheu der Römerberr- jchaft atixzehörende Graber axxfgedecki und in denselben Inschriften von der hochsten Bedeutung fur die Geschichte jener Zeiten gefunden uwrdeu sein.
_ „Mittheilungen aus Akten der Universität Cöln', ycröffentlicht von Dr. Wilhelm Schmitz, Direktor des Kaiser-thbelms-Gymnasiums zu Cöln (2 Bogen in 40, Cöln, Verlag von I. P. Bachem, 1878). _ Im Jahre 1833 unternahm Franz Joseph vpn Bianco den ersten Versuch, die Geschichte der ehemaligen Universität Cöln und der mit ihr zusammen- bängenden anderen höheren Lehranstalten in einer alle Stadien der Entwickelung berührenden Weiß quellen- mäßig zu behandeln. Später erschien ein umfassender angele tes, leider unvollendet ebliebenes Werk von demselben. während (; eich- zeitig bezw. nacb ißm Leonard Enney und Karl Kraft aus urkund- lichem Material noch vieles Jnteremante über die Hochschule, sowie über die Cölnischen Bursen zu Tage gefördert haben. Die vorliegenden Blätter onen c'benfaUI dem Zwecke korrekter und ergänzender Publikationen hierher gehöriger Urkunden dienen, und es sollen denselben andere regclmäßig nacb- folgen. Zunächst wird hier einiges aus einer besonders werthvollen Urkunde veröffentlicht, deren Originalbandschrift man bisher als ver- loren ansab: aus der erst en Matrikel der Univerfiiäk Cöln mit ibxen' von 1388 bis 1425 reichenden Aufzeichnun en. Dieselbexckxehört zur BibliothekBlanco's'und ist dem Verfasser von de en Erben zur Verfügung gesteUt worden. Die Handschrift umfaßt 106 olioblätter, von denen 4'aus Pergament bestehen. Der Verf. theilt _ier zuvördcrst die auf die Grundukng der UriiVersiixit und auf das erjte Studienjahr bezüg- licben Aufze1chnunqen der ersten 'Matrikel mit, darunter das Schre'ben Papst Urbans 71„ vom 21. Mai 1388, durch welches die Kanäatjo 5111611 (3010111911315, die Errichtung der Universität in Cöln, nach dem Vorbilde der Pariser Hochschule an eordnet wird. Am 9. Januar 1389 wurde dann „Hartlenus de arka“ zum ersten Rektor ge- wählt. Die 16 ersten Magister, welche denselben wählten uud vereideten, werden nach Herkunft und Lehcfächern namhaft gemacht. Besonders dankenSWertb ist die voÜständige Wiedergabe des ersten „Rotuluß“, welcher durch die Univcrsitäts-Verbandlun en vom 18. November 1389, 28. Januar und 5. Februar 1390 zu tande kam und Behufs Erlangung päpstlicher Privilcgien für die neue Anstalt nach Rom überbracht wurde: denn aus diesem Personalverzeickzniß, welches im Manuskript der Matrikel nicht weniger als 11 Folio- seiten umfaßt, erhält man eine richtige Anschauung von dem Umfang und der Zusammenseßung der Univerfitätsfrequenz unte! den vier ersten Rektoren, ganz abgesxben davon, daß dasselbe aucb in Rücksicht auf [iterar-histoxische, sthe spr_ach- und famikiengeschickytlickpe Fragen von Bedeutung ist. Aus den biographischen Anmerkungen des Verfassers exgiebt 1 , daß dequehrkörper der Universität vielfach aus der eigenen requenz Erganzung fand.
D -" stLMTZf "Z.“?htFo'szstwxrtPaKst' s em jung ver en i en cri t es . K. ö kerreicbi (ben Ycherbau-_Ministeriums iiber den Stand der Saaten in sd er osterretckYischxn Mongrchie Mitte Juni d. J. entnehmen nztr: Als eme Etgenthumltchkeit des bisherigen Witterun Eganges in diesem Jahre darj hervor ehoben Werden, daß sie ni t nur die Vegetattoxi zmd d]? Feldar eiten, sondern auch das Emp'rkommen von Schadlnxgen aUer Art in hohem Grade begünstigte. In Dalma'tien Netgten'fich Heuschrecken in großer Menge. Vs:: Roggkn steht" im Allgemeinen eine recht gute Ernte bevvr. Auch die Schadenf aus Anlaß ungünstiger Witterung wäbrend der Blutbezxtt stegen fich als relativ nicbt bedeutend heraus. Ucbex dre Entrptckelung besonders vollkommener Nehren liegen er- freultckZe Nachrichten vor. Das Stroh erreichte in vielen Gegenden Von Nteder- und Oberösterreich die Höhe von 2 bis 2,3 m und hat sieh „bist)er nur sehr weni gelggert. Weizen ist in der Einkörnung begriffen. Sxin,Stand it unt verbältnißmäßig Wenigen Außnabmen entwneder' voxzugltch oder wenigstens gut. Auch Raps verspricht mit verhaltmßmaßig wenigen AUSnabmen gute und sehr gute Ernte. Die Ernte der Winxergerste_, wel e in den Karstländern, sowie am!» m Kram und 'm Unterstetermar nicht viel weniger als Sommer- gerste gebaut Wird, fällt, so weit die Nachrichten reiehen, recht gut aus. Sommergerste hat zwar ihren guten Stand auf den meisten eldern beauptet, in den östlichen Ländern aber sowohl, als in den kordwest1andern hat ein ziemlich groIer Theil derselben durch die Trockenheit gelitth und haben sich da er dort theils die betreffenden Emteausficbten uberhaupt Wesentlich reduzirt, theils wird, wenig- stens da_s Stroh, nur kurz bleiben. Hafer bat dex: Trockenheit besser widerstanden ,und bietet daher mit verbältnißmäßig wenigen Außqahmen noch immer sehr gute Ernteaussichten. Die we- sentlicheren Außnabmen Werden aus dem böhmischen Binnen-
fxü chte stehen, soweit die achrichten reichen, überall gut. ucko dte Hirse, in Krogtien und der ehemaligen Militärgrenze steht Tut. Der Mats war in versch1edenen (Gegenden dura) Dürre und Nasse m der Enxwtcklun gehemmt, in den meisten Lagen aber ist sein Stand zufrredenste end, besonders schön in Steiermark und in Kroatien. Kartoffeln stehen gut, zum Theil sehr gut, dock) hat hier und dorx der Drabtjvurm einen lückenhaften, und die Dürre emen exwas kummerltcben Stand hervorgebracht. Bei den Rüben weist dre Mehrzahl der Nachrichten an beffere als mittelmä ige Erntc-AussichteU bin. Das Kraut ( obl) steht in Niederstet- reich_ sehrngut, in Ostgaxi ien hingegen schlecht. Der Flachs stebtsebr gut in K_arnten uud Ma ren, gut 111 Südtirol, Kram und den unga- rischen Karpathen. Die Kle ebeu-Ernte lieferte beinahe ausnahms- los gqte, zum Theil auSgezeicbnete Ergebnisie. Der Nachwuchs aber verspricht in den östlichen Ländern, sowie auch in Böhmen und Mähren bisher wenig. Die Wiesen liefern in den Alpenländern met Niederösterreich größtentbeils gute und sehr gute, in den
ordwestländern theils mittelmäßige, theils gute, in den Nordost- läudern und in den Ländern der ungarischen Krone überwiegend schwache Heu-Ernten. Ueber den Hopfen liegen nur gute Nach- richten vor. Der Stand des Weines war Mitte Juni in beinahe allen Weinländern der Monarchte, mit AgMabme von Tirol und Vorarlberg, ein sehr guter„ zum größten Theile sogar aus ezeicbneter, ?bwohl verschiedene Schädlinge auch m den meisten Wein! "ndern vor- ommen.
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