werden die verbundenen unvollständigen Notirun en der Berecbyung u Grunde elogt, inth sie eine Durchschu taberecbtzung uber-
xk UZIÜZ macben. J| dagegen em Durchschnittsprets nicht zu erm tteln, oder haben ciSnotirungen überhaupt nicht stattgefunden, so wird der im näch gelegenen Hauptmarktorte (Nornzalmarktorte) für den fraglichen Zeitraum fich ergekendc Durchschmttsyreis zur Anwendung ebracbt. _ _
6 An dae Stelle von 111. tffer 8 tft zu seßen: _
8 Zu §. 14. Entstehen ei Truppenubungen Flurscbaden, so fordcrt der Ortovorstand die Bcschädt ten zur Anmeldung ibrer_Ent- fcbädigungöforderungen auf und ste t lthere behufs Vorbereitung der Feststellun der Ver ütungen zusgmmeu (Anlage_1*1.)
Die BesZoädigtcn aben unmtttelba: nacb eingetretener Be- schädi uns die Evjfcbeißuug des Ortévvrßaydes daruber qnzurufen, ob un inwieweit die Aberntmtß der bescöädtgten Felder em_zutreten bat. Der Ortsvorstand bat ie Aberntung mzzuordnen, msorveit beim Verbleiben der Früchte auf dem Felde em _hoberer, als der durch die Truppen verursachte Schaden entstehen wurde, namentlich also bei Früchten, wclche dem Verderben auSgeseßj find.
Ocdnet der Ortsvorstand die Aberntung vor dem Eintreffen der Abschäßungskommisfion an, [o bat derselbe sofort in Gemet_11s_chaft mit zwei unparteiischen OrtSe n essenen den Stand der beschadtgten und abzuerntenden Felder, das uantum (Fader :e.) und die Qua- lität der übrig ebltebenen Früchte und deren etwaige weitere Ver- wendbarkeit (z. ZZ. als Viebfutter) und den L_":ch hiernach ergebenden Um- fang des Schadens sestzusteUcn und 0 er den Befund der Ab- schävungskommisßon Mittheilung zu mach__en_. _ _
Ist der Ortsvorstand selbst der B-skbadtqte, so muß er dj_o Not!)- weudiakeit der Aberntuua vor dem Eintreffen der _Abscbaßxzzxgs- kommisfion, sowie den Umfang des Schadens durcb JWU unpartenjche Zeugen konstatiren lassen. _ _
Beschädigungen, Welche nicht durch dte Truppenubungen selbst, sondern auf andere Weise, im Besonderen dadurch entstanden sind, daß die Betbeiliaten das rechtzeitige Abernten Unterlassen haben, be- gründen keinen Anspruch auf Vergütung. _
Arbeiten Und Aufwendungen, von Welchen d1e Intereffenten gc- wußt haben, das; sie durch die Trupperzübungen der nachsten Tage zer- stört werden mußten , begründen emen Anspruch auf Schadlos- haltung gleichfalls nicht. _
Wird weaen manzelndsr. Einigung über den Betrag der m den Fünen der §§. 9 Nr 1 Absaß 2, 10 Absatz 4, 11, 12 und 13 des Gesexzes zu gewährenden Vergütung die FrststelZung der xeßtercn durch ZZchrstänYige Schäyung erforderlich, so gre1fen nachstehende Vor-
rt en a“:
4. YiehFeftsteüung der Vergütung für die durch größere_Tru_p- penübungen (m Corps Und Divisidnen, _sowte bet den_ActtÜerre- Schießübungen) entstehenden Flurscha'den ißt durch Kommrsfionen zu bewir en, welche je aus: _
&. einem Kommissar der bethetligten Landesregierung,
1). einem Offizier,
0. einem Militärbeamten, _ _
(1, mindestens zwei Sachverständtgen aus der Zalw der nach
b §. 14 Absatz 2 des GkskSés bestimmtm Persöultchketten beste en. _
Der Kommissar der LandeSregierung leitet die Verhandlungen.
' Die militärischcn Mitglieder (13. und 0.) werden von der be- theili ten Militärverwaliung besteÜt. _
Hie Sachverständigen Werden von dem Kommxffar d_er Landes- regierung berufen. Dieselbsn dürfen bei der Sache _mtt_ rhre_m Ixt- tereffe mcht betbeiligt sein. Falls sie als Sachverstand_rge e1n_ fur alle Mal vereidigt sind, haben sie _ihr Gutachten auf diesen Eid zu nehmen; andernfalls find fie zu Verexdigen. _ _
Die Kommission trifft ihre Festxteüungxn nach Sttxnmcnznehrhett. Bei Stimmengleichbeit entscheidet die Sttmme d_es _Kommrffars der Landeßregierung. Die Gutachten der SWVÄZYW'KW brlden d__ie (Grundlage f_ür d_ie Ernganen d_e__r_Ko_1_1_1__n_1_t_ mä der ÉÜJÜTZZ
« [MMVRKWWPM seine tim enachg iffenhafter
UxberzeugunZck so“ abzugeben, das; dem Besch igten z ar eine aus- tetchende S adloshaltung zu Theil wird, daß jedoch unberechtigte Forderyngen kerne Berücksichtigung ßnden.
Die Feststeüung der Vergütung hat möglichst bald nach Ent- stehung des_Sch:-dens stattzufinden.
Ju _FaUen dec Jnanspruchnahms Von Grundstücken für Lagrr, Exerzwplqße oder zu den Sch1e§_übungen der Infanterie, Jäger und Schztßep tm Terrain hat auf nfrag der Militärverwaltung cine Bestcßtxgung der angewählten (Grundstücke und ihres Fruckyrzustandxs durch die zur FeststeÜung der Vergütung zu berufemde Kommission sch_on vor der _Bennßung der Grundstücke stattzufinden, um für die
Pater: Abschaxzung der entstehenden Schäden eine möglichst voll- !“ andtge und zuvexlasftge Grundlage zr: gewinnen.
Zu_dem Schayungstermine smd die Betheiligten zuzuzieben.
_ th de_r Verhaydluncx smd die Mitglieder der Kommisfion zu- ngchst Uher 1hreObltegxnhetten zu bekehren und im Besonderen darauf hinzuwegsxn, daß es tbre _Pflicbt ist, die Interessen der Reichskasfe, s_ow1e_ drejemgen der En1schadxgungsberechtigten mit gleicher Unpartei- lichkeit zu wahren. Jm Bejonderen find dieselben darauf aufmerk- sam zu machen, daß der FeststeÜung der Entschädigrmgsbeträge eben- sowohl der Wertb_ der de_n Interessenten verbleibenden Früchte und Nußungen, als die etwatgen Ersparnisse an Wirthschaftskostcn in Anrechnung zu_ bringen find.
_ Sodann tft zu prüfen, inwieWeit die angemeldetenBeschädigungen tn der That durch_die Truppenübungen entstanden sind. Jnsotveit leßteres der Fall tst, hat die Kommisfion solche Entsckyädigungs- Forderungen_der Betheiligten, welche von ihr als angemessen befun- den Werden, tm Wege der Einigung ohne weiteres zuzugestehxn. Um da_s Zustqndekomnzey emer Einigung zu erleichtern, hat die Kom- tmsfion dre Besckzadtgtetz nöthkgcnfalls über die Grundsäße für eine zutreffetzde Abschaßung_1hrer Verluste zu belehren. Insoweit von den Bethetltgten kerne besttmmten odcr zu hohe orderungen gesteÜt wer- den_, hat dße Feststellung der Vergütung an Grund förmlicher Ab- chay§xg anuéreZenH V __
te rge ni e er er andlung md in eine Na wei un na
dem unter 12. Wliegenden Schema einzsutragen. ck s g ck
_ Zur Erlet terung dex; SchäyungSverfahrens ist, falls es fich Um die FeststeYung von "Schaden für eine größere Zahl gleichartig be- steÜter_kletner Ackerßuxke handelt, eine Klaffeneintbeiluug des Bodens "“ck emer Ertragsfahtgkext, nach der Art seiner VesteUung und nach dym usta_nde_ der darauf vorhandenen Feldfrüchte vorzunehmen, und htecnach fUr Lede KlaÜe,dek- nach Ma gabe der beschädigten Flächen zu gewabrezjde Erxtschadtgungsbetrag fe kzustellen.
T_Oas uber dt? Verhandlung aufzunehmende Protokoll muß na-
mentlxch ergeben:
1) die Verankaxssung und den Gegenstand der Verhandlun , 2) xvexchx: Persqney der erbandlung beigewohnt haben, g ZZ m_welcher Werse dte Saxhvecständigen verpf1ichtet worden, _ B wte dte Vergutungsbetrage ermittelt und berechnet Worden; m esonderm, welche ülfémittel (Kataster, Karten 2c.) zur Be- stimmung der Flächengkö en gedkent haben, und wel e b " - grandzfßße ?Fgedetej word'enzW __ E ck A schaßungs " we e o räg'e r'n ege er inigun und wel e au" Grund förmlichxr Ab chäßung festgestellt Worden ksxind; ch s 587 3.33“ ““e-“"Whmkk'é v 5 b ! erung -er (»Im on, a i rer Ueber en un nacb in den ermittekten;_Vergütungsbeträßen keine-Entscbädiguznggent? halten iélk, welche gese ltcb 'mcht_ aus Mi 71ärfonds zu vergüten wäre. Au Grund- der: _erhapdl'u'ngen hat der Kommissar der Landes- regierung eme- anßchadxgungsU-quidation nach dem «nter I'. an- liegerdtn Schema anzufextigen mw dieselbe mit den Verhandlungen der _betreffenden Jntendantur einzusenden. Leßtere prüft die Liqurdation, berichtigt ettvaig'e Ir-rthümer 'und Rechnun s ehler, erwirkt ei_ne Bescheinigung des _ betbeili ten Truppenbefebßsxabers “(kommandrrenden Generals, Dtvifions-Commandeurs, Arfillerie- Inspecteurs 2c.) darüber:
daß die statt ebabtm Beschädigungen mit Rückficht auf den Zweck
der Truppen bauZauuvermeidlitb gmesen find, die Vertretung daher
Niemandem zur | falle . . weist sodann den liquiden Bettag zur Zahlung an und benachrichtigt gleichzeitig den Kommissar der LandeSregtexung behufs_Aufforderung der Interessenten zur Abbebung der angewxesenen _Betrage. _ _
Die Liquidirung und Anweisung der Entschadigungsbetrage rst nach Möglichkeit zu beschleunigen. _
Den Sachverständigen find zu gewabren:
a. an Tage eldern 9 „M für den Tag; _ „ „
b. ein AveFum von 4 „M. 50 Y taglich fur Zurucklcgzmg der Wege auf den einzelnen Feldmarken, auf welchen das Abschaßungs- geschäft stattfindet; _ „ , _ ,
o. für die ??Mi'e und Heimretse, sow1_e fur dxeReisen von_ Nacht- quartier „zu achtquartier behufs AustHklxng des AbskbaOUUJS-
escbäftes an Fahrkosten bei Benutzung von_Et_senbahnen und Dampf- ?chiffen für das Kilometer 13 „“S und Fur jeden Zu- und Abgang 3 „FC, sowie auf dem Landwege fur dgz' _Ktlometer 54 H. _ _
Die Liquidationen der Sachverstandtgen Werderr der zustandlgen Jntendantur durch den Kommissar d_er Larzdeßregxerung vorgelegt. Derselbe bat die Liquidationen über dte Retscn zum Nachtquartter mit einer Bescheinigung dahin zU_ vxrseben, daß dasjenxge Nacht-
uartier, bis zu welchem die Reise ltqmdlr] wvrden, das nachste zum Örte des Geschäfts bezw. ein geeignetes naher belegenes nicht zu er- langen gewesen ist. _ _ _ _ _
13. Die Yststellang der Vergutung m den ubrigen Fa_[len erfolgt in analoger eise wie vorstehend unxer4.vorgefckrteben, jedoch kann dabei die Zusammenschau der Abschayungskommisfiownack) de_mEr- messen der betbeiliateu ilitärverwalxung in der Werse veremfacht werden, daß die Militärverwaltuna bx! derselben gar mcht _odec nur durch einen Offizier oder einen Militarbeamten vertreten wtrd._
In gleicher Weise kann die Zusammensexzupg der Kommtffidn vereinfacht werden, wenn das unter 4. vorgeschriebene erfahren tn einem Ortsbezirke bereits beendigt tft und noch nachtraglxch, aber innerhalb der gese lichen Frist (§. 16 des Gesetzes) Anspruche von Interessenten des ezirks angemsldet werden.
. Zn denjenigen Bundesstaaten, m welchen Vertretungen vvn Kreisen odcr gleichartigen Verbänden bestehen, s1nd_ unter deren Mit- wirkung geeignete Sachverständige für die vers_chtedenen_, nach_ den Vorschriften des Gsseßes nöthig werdeyden Abschatzunszew m genugen- der Zahl periodisck) im Voraus zu bestimmen. In dememgen Bundes- staaten dagegen, in Welchen dergleichen VerbandSVerfretungeu_ nicht vorhanden find, wird diese Bestimmung untcr ?venkneller Mittvtrkung geeigneter anderer Organe durch die Landesregzerung erfolgen.
Bei Bestimmun der Sachrerstänwgen tft an erster_ S_teÜr zu beachten, daß die Wahl nur auf vöUig geeignete PersonluiZketten fällt, Welche nach Charakter, LebenßsteUung u_nd Erfahrung genugende Gewädr für eine unparteiische und sachgcmaße Wahrnehmung threr Obliegenheiten bieten.
IilweL-I. & '" Nachweisung
ruppem- 51 e.
stellt ist.
Weide,
stige Bezeichnung Heu ,
Kataster oder son- Schadens durch den Einheitspreise. schädigung. Angabe, ob Entschädigung durcb UF oder auf Grund förm- ' schaßung festge
ck SIG ck ..., &
Davon sind beschädigt stellungskoften 2c,
» ck
dr Interessenten.
fenZe Nummer.
Stand. Name und Wohnort 3,
NähkeAnsxabe des durch die Verlxft an Körnern,
Lau mig licher
E'
9“ Gegenßmd der Entschädigung. .? ck Fnderung des Beschädigten.
.q übung vernfachten
p_- o
2.
x_- .I
ck _:_-; ck Betrag der zu leistenden Ent-
Dorfschaft 11, . . Grund- besixzer | Johannx Rogg- ] | 00 n.'s. w. Saat 3.111 10,80 00 Scheff. 0,0 0,
_ Anmerkung. _ ]) ertch nach der Truppenüdung fordert der OrtSvorstand die Etng€sessenen zur Anmeldung der Ent!chädigungsforderungen auf. Die Anmeldungen Werden vom Ortsvvrstande durch Ausfüllung der Kolonne? 1_7 erammengesteÜt. Kolonne 6 und 7 find mit Bxerauszufuüen. Wo en die Betheiligten keine bestimmten Ent- schadFungsfdrderungen steÜen, so bleibt Kolonne 6a. unauögefüllt.
_ _n gle1cher Weise hat die zuständige Civilbehörde dem selbst- standraxn (Gutsbezirke gegenüber zu verfahren.
_ Dre NgckZWetsnngen smd von dem Ortswrstande bezw. der zu- standtgen Ctvrxbehörde der Abschäßungskommission bei ihrem Ein- treffen zur Prufrzng und weiteren AusfüÜung vorzulegen. Der Orts- vorstand muß betm Schßßungétermine anwesend sein. *
_2) aden die Abschatzungen nur eringen Umfang oder sind nur _wemge «ZutereYentewketheiligf, so ißt die Nachweisung entbehrlich, jedoch mussen ann die entsprechenden Angaben aus dem Protokoll zu entnebxnen sein;
3) YurYbsxhaßungen, auf Welche dies Schema nicht ohne Wxi- teres pa t, Ut em cutsprccbench Schema zu eutWerfen.
Beilage [**,
„ _. Fl : Ar.
©
00
L i q n i d a t i o n der Entsckyädigzmgey, Welche auf Grund drr anliegenden Verhandlung _ fur dre bei den Herbstübungen U. 12. Corps tm Jahre 18 . . vorgekommene Flurbescbädigung zu zahlen sind.
1. 2. 3. 4. “' 5.
Stand, _ _ _ Quéttung des In- Name Gegen Entjchadi- teresßenten durcb eigen- und stand der gungs- _ bandige Namens-
m der Wohnort Entschädj, &?thsz _ neben den . Nach- der In- betrag. bezugltchen (_Entschädi- weisung. tereffenten. gung- gungsbstragen-
Nummer im Pro- tok_oU oder
„2.
| !
Dorfschaft U.... KreiSdT.... Grund- defißer Roggen-
JOHann )(. saat, u. s. w.
Summ:
Die, Richtigkeit der Na- menSunterschriquattéstirt.
(Chaéakte'r.)
Die Ricbligkeit vorste ender Liquidation wird icrdur an Grund der anliegenden VerHandlungen bescheinigt. b ck f U ...... , den..ten...18.. (Name und Amtßcbarakter des Kommiffars der Landeßregierung.) „ Anmerkun . 1) Dre Rubriken 1, 2, 3 find dieLelben, wie in Beilage 12.;
die Geldbeträge in Spalte 4 müssen mit denen in der Ver- handlung übereinstimmen. _ 2) Die Ausfüflung der Spalte 5 erfolgt erst bet AUSzablung der Entschädigun sbeträge. _ _ _ Reicht der aum der Spalte 5 für die thttrunJ _der Jxschädigten nicht aus, so ist besondere Quittung etzu- ringen.
Die Nummer 26 des inchß=Geseßblatts, welche von heute ab zur Versendung gelangt, enthält unter
Nr. 1262 den Erlaß, betreffend Abänderungen und Er: änzungen der Instruktion vom 2. September 1875 zur Aus- ?ü rung des Geseßes vom 13. Februar 1875 über die Natural: lei ungen für die bewaffnete Macht im Frieden. Vom 1]. Uli 1878.
erlin den 26. Juli 1878. Kaiserliches Post-Zeitungs-Amt.
Königreich Preußen.
Se. Majestät der König haben Allergnädigst g_eruht: _ den_ Ober-Bau-Direkwr Schneider zum Mmisterial: Dxrektor zu ernennen.
Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten.
Dem Privatdozentcn bei der Universität zu Halle 01“. Wäd Hollaender ist das Prädikat als Professor verliehen wor en.
Der praktische Arzt Vr. Krummachsr zu Tecklenburg ist zum Kreisphysrkns des Kreises Tecklenburg ernanntworden.
Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten.
Dem Ministerial-Direktor Schneider ist die Stelle des Direktors der mit Verwaltung drr Staatseisenbahnen be: trauten Abthsilrmg im Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten übertragen worden.
th der heutigen HandelSregister-Beilage _wird Nr. 30 der Z e1ch e n r e g i | c r = Bekanntmachungen veröfxenölicht.
Yicijtamtlicöcs. Deutsches Reich.
_Arxuszew. _B_er[in, 26. Juli. Ihre Majestät die Kmserm-anrgtn wurde auf der Reise nach Baden gestern am Bahnhofs m KarlSruhe von Sr. Königlichen Hoheit dem Großherzog? von Badxn empfangen und verweilte mit Höchst- demselben bls zur Wekerfahrt des uges.
Jn_ Bgden wurde _Jhrer Majrtät von der Einwohner: schaft em uderqus herzltcher Empfang bereitet. Der “Fahrweg von der O0?) ['S zum Me5ntcrschen Hause, den Ihre Majestät unter dem (Helaute der Glocken zurücklegte, war mit blumen- bekrcjxxzten Flaggendäumen geschmückt, unter densn sich die Schulxugend aufgestellt hatte.
__ Abends war der Plaß vor der Residenz Ihrer Majestät glanzenderleuxhtet, und das zahlreich versammelte Publikum brachte em dreifaches Hoch a_1_1f di_e KaiserlichenMajestäten (1115.
Heute hat Ihre Majestat dre Kaiserin die Kur wieder aufgenommen.
_ Se. Kaiserliche u11dKönigliche Hoheit der Kronprinz nahm nn Laufe des gestrigen Vormittags im NC_YLU Palars bet Potsdam die Vorträge des Chefs des Mi: lrtar-KabmeteZ, General-Majors von Albedyll, sowie des Stel!- vertr_eterc_.?- des Nerchskanzlers, Vize-Präsidenten deS Staats- Mmrstemxtms, Grafen zu Stolberg, entgegen und empfing die kommandtrenden Generale Prinz August von Württemberg, von Bose und Hann von Weyheru sowir den General der Ju- fanterte 3. D. von Glümer.
Um 2 Uhr dinirten die 6 ten Err aten i J- schloß Glinike. H M H schs m Zagx
_ Ans Anxaß der dei dem Untergangs S. M. S. „Großer Kurfztrst“ SSttLUS- der englischen Behörden und Yevqlkerung gxwahrten Hülch Und bewiesenen Theilnahme ist errzlwh der Komgltck) großbrrtannischen Regierung auf “.Wer- hochsten Befehl der hesondere Dank Sr. Majestät des Karserx? und Konth durch den dentsckzen Botschafter in Lo__nd_on rtbermrttrlt worden, und hat Se. Kaiserliche und Kq1x1g11che Hohert der Kronprinz das nachstehende ofßzrelle_ Schretben an Ihre Majestät die Königin Vtctorta gertchtet:
Berlin, den 13. Juli 1878.
Durchlauckxtigste, Großmächtigste Fürstin 2c. 20
Ew. Königlichen und Kaiserlichen Majestät Behörden und Unterthanen haben bei Gelegenheit des schweren Verlustes, welchen unlängst die deutsche Marine und die ganze deutsche Nation durch den Untergang der Panzerfregatte „Großer Kurfürst“ mit mehreren Hundert braver Seeleute nahe der englischen Küste erlitten, Vom ersten Augenblick bis heute ihre Theilnahme an diesem Unglück und ihr Mitgefühl mit dessen Opfern in so hohem Maße betbätigt, daß es mir eine besondere Pflicht gsivesen ist, Sr. Majestät dem Kaiser und König, meinem Herrn Vater, hiervon Kenntnis; zu gebcn, sobald AÜerhöchstdeffen Gesundbeitözustand ein Zurückkommen auf diesen traurigen Gegenstand erlaubte.
In der tiefen Vetrübniß des Kaisers um den schmerzlichen Ver- lust so vieler Menschenleben und das Unglück eines Seiner Kriegs- schiffe konnte dem Herzen Sr. Majestät nichts wohltbuender sein, als zu erfahren, in wie liebevoller Weise die gesammta englische Bevölkerung fikb an der Rettung der überlebenden und an der Bestattung der umgekommenen deutschen Offiziere und Mannschaftsn, sowie an_ der Fürsorge um das 8005 der Hinterbliebenen betheiligt hat, und mit wie entgegenkommender Bereitwilligkeit Ew. Majestät Marinebehörden dem Kommando des deutschen Geschwaders jeden erwünschten und möglichen Beistand ge- währt Haben. “
Indem der Kaiser hofft, daß der Geist der Freundschaft, welcher fick) bei diesem traurigen Ereignis; in so unzweideutiger Weise be- kundet hat, allezeit die Beziehungen zwischen beiden Nationen er- füllen und leiten möge, hat Se. Majestät mich beauftragt, Ew.
Königiicben und Kaiserlickpen Majestät Regjerung den Ausdruck dieser Seiner Gefinnungen, welche in allen Kreisen des deutschen Volkes in dankbarer Anerkennung getbeilt werden, zu übermitteln.
Nachdem ich selbst Gelegenheit gehabt, unmittelbar nach der Katastrophe Zeuge des edelsten Wetteifers zu sein, mit welchem auf englischem Boden den Verunglückten die erste Hülfe geleistet wurde, War es mir um so mehr ein Herzensbedürfniß und eine große Genugthuung, Ew. Majestät gegenüber den Gefühlen meines Herrn Vaters, die ich tief mitempfinde, Ausdruck zu geben und Denenselben bei dieser Veranlaffung die erneute Verficberung der höchsten Ver- ehrung Und aufrichtigsten Anhänglichkcit darzubringen, mit der ich verbleibe
Ew. Königlichen und Kaiserlichen Majestät freundwillig er- gebenster 2c. 2c.
Friedrick] Wilhelm, Kronprinz. An die Königin des vereinigten Königreichs von Großbritannien und Irland, Kaiserin von Indien.
_ Nach der vom Neichs-Eisenbahnamt veröffent- lichten, in der Ersten Beilage abgedruckten Uebersicht der Betriebs-Ergebnisse deutscher_E1senba nen__exkl. Bayerns _ im Monat Junr d. J. teÜt slch auf den 88 Bahnen, welche in dem Zettraume vom 1. Januar 1877 bis Ende Juni d. Z. im Betriebe waren und zum Vergleich gezogen werden können:
die Einnahme aus aÜen Verkehr-Zzweigen im Monat Juni d. I. bei 53 Bahnen = 60,2 Proz. der Gesammtzahl höher und bei 35 Bahnen = 398 Proz. geringer, als in demselben Monat des Vorjahres, und die Einnahme pro Kilometer im Monat Juni 13.3. bei 1 Bahn = 1,1 Proz. der Gesammtzahl unverändert, bei 43 Bahnen : 48,9 Proz. der Gesammt: zahl höher und bei 44 Bahnen : 50,0 Proz. (darunter Bahnen mit vermehrter BetrtebSlängc) geringer, als in dem: selben Monat des Vorjahres; dxe Einnahme aus allen Verkehrszweigen bis Ende Juni d. I. bei 49 Bahnen = 55,7 Proz. der Gesammtzahl höher und bei 39 Ba nen :: 44,3 Proz. geringer, als in demselben Zeitraum des or- 'ahres, und die Einnahme pro Kilometer bis Ende Juni Z). I. bei 41 Balznen = 46,6 Pro. der Gesammtzahl höher und bei 47 Bahnen = 53,4 roz. (darUnter Bahnen mit vermehrter Y_etriebslänge) geringer, als in demselben Zeitraum des Vorjahres. Bei den unter Staatsverwaltung stehenden Privat-Eisenbahnen _ einschließlich drr Annaberg- Weiperter und Chemniß-Würschnißer Eisenbahn _ betrug Ende Zum d. I. das gesammte konzessionirte Amlagekapital 1 251 939 800 «45 (416 265 900 „45 Stammaktien 44 595 000 916 Prioritäts-Stam1naktien und 791 078 900 „74 Prioritäts-Obli- gationcn und die Länge derjenigen Strecken, für welche dieses Kapital cstimmt ist, 4545,59 [(w, so daß auf je 1 km 275 419544 entfaUen. Bei den unter PrivatverwaltUng stehenden Privat: Eisenbahnen _ ausschließlich der Uelzen=Langwedeler Eiksen- ba1€n _ betrug Ende Juni d. I. das gesammte on- ,zes ionirte Anlagekapital 3 082 693 507 (75 (1 110 127 108 «15 Stammaktien, 331596750 «74 Prioritäts-Stammaktien Und 1 640 969 649 «75 Prioritäts=Obligationen) und die Länge der- jenigen Strecken, für wrlche dieses Kapital bestimmt ist, 11954,75 km, so daß auf je 1 ](m 257 863 «15 kommen.
_ BcidemfiskalischenStcinsalzdergbau-Unter- nehmen zu Segeberg ist während des lthvergangenen Vierteljahr-Z der Betrieb der Pumpwerke fortgesetzt worden, ohne daß eine wesentliche Veränderung der Vsrhältnisse zu bemerken gewesen wäre, Sowohl der Salzgshalt als die Druckhöhe und die Zuflmßmenge der Schachtwasser blie- ben ziemlich unverändert. Da sich beroits herausgesteÜt hatte, daß eine Bewältigung der Wasser in kurzer Zeit nicht zn erwarten sei, so wurde von einem for: cirten Betriebe der Maschinen abgesehen und sine mäßige Geschwindigkeit angewendet, bei welchsr Unterbrechungen des (Hanges durch Brüche an den Gezeugen U. dgl. möglichst ver- mieden werdßn. Durch fortgeseßte BeobackZtungen ch Standes Und der Temperatur der Wasser, sowie 93 Salzgehalts in den verschiedenen Schachtriefen ist ein au§gedehntes Material gewonnen, welches gegsnwärtig rechnungsmäßig bearbeitet wird, um einen genauen Einblick in die Verhältnisse der unter- irdischen Wassercirkulafion zu gewinnen. Bis zur Beendigung dieser Arbeiten ist augenblicklich die Wasserhebung Unterbrochen worden, Um demnächst weitere BetristdiSpositionen zutreffen.
__ Der Generak der Infanterie und Gouverneur des .J1xval1denhause-Z von Olleck), feiert am heutigen Tage sem 50xäl)rige§» Militär-Dienstjubiläum.
Sachsen. Dresden, 25. Juli. Journal“ meldet:
Die diesjährigen Regimentsbesichtigungen der In: fanterie und KavalXerie durch den kommandirenden General des )(11. (Königlich sächsischen) Armee-Corps, Prinzen Georg Königliche Hoheit, finden in folgender Reihenfolge statt: 9. August Schüßenregiment Nr. 108 und Garde-Reiter- regiment; 10. August 1. Ulanen-Regiment Nr. 17 und ]. Husaren-Regiment Nr. 18; 12. August 3. J11fanterir=Ncgiment Nr. 102 U1_1d 4. Jnfanterie=Regiment Nr. 103; 13. Augnst 5. Jnfanterte-Regiment Nr. 104 und 2. Husaren-Regiment Nr._19; 14. August Karabinicr-Negiment und 2. Ulanrn- Regtment Nr. 18.
_An _die Regimentsijbungrn anfehließend folgen die Brrgadeübungen, und wird Se. Kömgliche Hoheit der General-Jnspxcteur der 111. Armee-Jnspektion, General-Feld: xnarschal] Frmz Frredri Carl von Yrenßen dieselben m nqchstcrnder Wetse beichtigen: 16. ugust die 1. Zn- fanterxe-Brxgade Nr. 45 jn Dresden; 17. August die 4. n- fanlerte-Vrtgade Nr. 48 m Leipzig und die 1. KavaÜerie-Vri- gade Nr. 23_in Osthaß; 18. August Ruhetag; 19. August die 2. Jnfanter1e=Vr1gade Nr. 46 in Baußen; 20. August die 3Jnfanterre=Vr1gade Nr. 47 _in Chemniß; 21. Augnst die 2. avallerie-BUgade Nr. 24 m Grimma. Die Ankunft des Hohen Gastes in Dresden erfolgt am 15. August Abends und die Abreise am 21. August von Grimma.
Hambur , 24. Juli._ In der heutigen Sißun dxr Bürgerscha t wurden dux Senatsa-nträge, betreffen die Ratifikation einer Uebereinkunft_der drei freien Hansestädte über die Errichtung c1ne§3 gemeinschaft- lichen Ober-LandeSgerichts, endgültig angenommen.
Das „Dresdner
Oesterreich-Ungarn. Wien, 26. Juli. (W. T. B.) Dem „Wiener Fremdenblatt“ wird aus Brod, vonx 25. d. MW., gemeldet: Der Oberkommandirende der österretchtfchen
Okkupationstruppen , ?. Z. M. Baron Philippovics empfing heute eine tür ische Depytation aus Derwent und Türk_isch :Brod, welche anläßluh der bevorstehenden Okkuyatton den Gefühlen der Beunruhigung der muha- n_1_edam_schen Bevölkerung für Leben und Eigenthum, sowie fur dte Freiheit ihrer Religion Artsdruck gab, zugleich aber auch ihre tiefste Ergebenhett gegen Oesterreich- Ungqrn x_md seinc11erhabenen.?errscher betheuerte. Baron P__htl1pp0vtcs antwortete in der reundlichsten Weise und er- klarte solche Befürchtungen für unbegründet. Die österreichi- schen Truppen kämen als Freunde, um eine Sicherheit des Rechxszustandes in BoSnien für alle Bewohner desselben zu schqfsen, und würden alle Kulte und religiösen Uebungen als gleichberechtigt schonen und schützen. _ Die Deputation verließ den Ober-Kommandirenden höchst befriedigt und verspraa), dir Worte desselben möglichst zu verbreiten.
Triest, 25. Juli. (W. T. B.) Die amtliche Bekannt: machung der Scebehörde, betreffend die Schließung des HgfcncZ von Kleck und des Kanals von Stagno Ptccolo mittelst Seeminen, ist heute publizirt worden.
Großbritannien und Irlayd. London, 25. Jxxlé. (W. T. B.) In der heutigen Slßung des Obsrhauses brachte Earl Beaconsfield einen Antrag ein, dahin gehend, eme Adresse an die Königin zu richten, in welcher der: selben die Vcrsickzerung ertheilt werden soll, daß da?, Haus bereitwiÜig die Maßregcln für die Ausstattung dss Her: zogs von Connaught anläßlich sriner Vermählung gut: heiße. Der Antrag, welchen Lord GranviUe unterstüßte, wrarde einstimmig angenommen. _ Earl Beaconsfield theilte ferner im Verlaufe der Sißung mit, der Hydrograph der Admiralität habe konstatirt, daß bei Batum nur eine Bucht kein Hafen sei, und daß der Ankerplaß nur Raum für 3 Panzerschiffe biete.
Jm Unterhaus e überreicdte der Deputirte Cowen die Vctition einer Vereinigüng von Personen aus den nörd- lichen Städten Englands und aus London, in wslcher bean: tragt wird, den Earl Beaconsfield in den Anklageftand zu versetzen. Auf eine Anfrage Gladstone? erklärte drr Un: terstaatssekretär Bourke: die Vorlegung des englisch: russischen Memorandums ohne Vorlegung wciterer Dokumente fei untlmnlich. Die Einwilligung der anderen Mächte zur Vublizirung diesrr Dokumente ssi nachgesucht wordcn. Von Seiten einer dieser Mächte sei dis Antwort bereits Eingegangen und darin die EinwiÜigung znr Publi- zirung versagt worden. Dem Deputirten Goschen ant: wortete der Schaßkanzler Northcote, daß alle Schrift- stücke, welche die englisch-türkische Konvention [)e- träfen, veröffentlicht werden würden, ebenso alle seit dem Abschluß der Konvention Über die bezügücben Datails aus- getauschten Telegramme. Dem Deputirten Kenealy crwidcrte der _Schaßkanzlsr: den jetzigen Ministern sei von dem Abkommen zwischen den drei Kaisern, von welchrm Earl Derby am lrßten Donnerstag gesprochen habe, nicht?, bekannt. Er werde im Auswärtigen Amte Nach: forschung darüber halten, ob dort etwas davon bekannt sei. Dilke brachte seinen am Dienstag angekündigten Antrag ein, in welchem die Bewilligung einer weiteren Apanage von 10000 Pfd. Sterl. für den Herzog von Connaught, sowie eines Wittwengeldes von 6000 Pfd. Stekl. jährlich für die Prinzessin Lnise Margasethe bekämpft wird. Der An: trag Dilks's wurde mit 320 965361130 Stimmen verworfen und hierauf der Antrag der Regierung in erster Lesung an: genommen.
_ 26. Juli. (W. T. B.) Die Königin hat dsm Sekretär des Earl Beaconsfield, Montague Carry, das Ritterkreuz des Bathordcns verliehsn. _ Die M o r g e n b lä tt e r pnbliziren ein anscheinend amtliches Communiqué, welches hervorhebt, daß die von dem Sekretär für politische An- gelegenhsi“en, Hart Dyks, jüngst gehaltene Rede nichtS enthalten habe, was auf eine in diesem Jahre zu erwartende Parlamentsaufkösung deuten könne.
_Ueberdie Installation Sir Garnet Wolseley's wird dsn „Daily News“ ans Larnaca anf Cypcrn ge: meldet: Die Installation Sir Garnet Wolseley's ward heute (am 23.) Um 6Uhr im Konak von Larnaca gefeiert. Zugegen waren der Admiral des Kanalgeschwaders, der Herzog von Edinburgh, die Schiffsk'apitänennd ein zahlreicher Stab. Se. Exceklenz ward von einer Ehrengarde, die qus Marinesoldaten, Madrassen und türkischer Infanterie zukammengessßt war, sowie von dcm türkischen Kainmkam, dem Nichter- und dem griechis en Priester empfangen. Eine große Menschenmenkxe griechis er_1md türkischor Nationalität hatte stck) versamme t. Oberst Greaves v;rlas die Proklamation der Königin. Sir Garnet Wolseley leistere, die Bibel in der Hand, den Eid und untrrzeichnete die Erdesformel. Sir Adrian Dinasi überreichte Sr. Exceüenz den Amtseid. Sir Garnet las ihn mit lauter Stimme und uyterzeichnete ihn. Oberst Greaves verlas darauf die Pryqumatwn Sr. ExcelXenz an die Cyprioten, dercn Säße in grtechtschxxr und türkischer Sprache wiederholt wurdcn. Dann ward dte Nationalhymne gespielt und von der Flotte siebzehn Sglutschüffe getéan. Ein griechischer Herr [as eme Adresse vor, m der er an die für Cypern 1th beginnende neue Aera Bezu nghm. Ein türki- scher Herr sprach von der Freundschaft, dle se1t unvordenklicber Zeit England und die Türkei verdunden hätte, und drückte seine Dankbarkeit dafür aus, daß dte Insel utzter den Schutz der Königin gestellt worden und daß Leßtere emen so hervor- ragenden Vertreter gewählt habe.
Italien. Rom, 25. Juli. (233. T. B.) Der Mi- nister des Innern, Zanardellt, hat an die Präkekten von Bergamo, BreScia, Verona und Vicenza eine te egra= phische Anfrage gerichtet, ob in den genannten Städten ge-
eime Werbungen versucht würden. Sämmtliche Prä- ekten gaben die beruhigende Erklärung, daß diese Geri“: _te durchaus unbegründet wären. Der Minister wird :ck nach Turin begeben, den König tmr!) Mailand begleiten und Sr. Majestät ein Dekret über dre anderweitige Be- seßung von etwa 25 Präfektenstellen vorlegenK]
7 Türkei. Konstantinopex, 25. Juli. (Pol. Korr.) Die griechische Regierung lteß, ungeachtet der von tür- kischer Seite dagegen erhobenen Vorstellungen, der Pforte eine Note überreichen, m welcher dre Ernennung von Kom- mi aren der forte für die Grenzrekttxikation verlangt wir . Die P orte hat noch mcht darau geantwortet. Es verlautet aber, daß man auf der Pforte _Über das Maxttmxm der zu gewährenden Konzesswnen etmg se1_und würde 613 RT!) um die Abtretung des innerhalb der mie Zagora bis Magariti liegenden Grenzstrrchs handeln, wobei Volo und
Pharsala einbegriffen wären, während Trikhala und Janina ausgeschlossen blteben. _ Vor Batum finden Unterhand: lungen wegen der Ueber abe statt. Die Lazen in der Umgebung der Stadt sollen Wrderstand gegen die Uebergabe vorbereiten. _ Der _ Verkehr auf der Eisenbahnlinie Rustschuk:Varna 18 wieder aUYenommen worden.
_ _ Wie dem „Reuterschen ureau“ aus Konstan- ttnopel vom 25. d. M. mitgetheilt wird, hat Karatkeodory Pascha nunmehr die endgülti en Instruktionen bezüg ich der bosnischen Okkupations rage von der Pforte erhalten. Nach denselben verlangt die Pforte an Stelle der Festse ung der Dauer der Okkupation ein Uedereinkommen dahm geöend, dgß dte Beseßung BoSniens ihr Ende erreichen soll, sobald d1c Sicherheit und die öffentliche Ordnung hergestellt und die verheißenen Reformen in BOSnien eingeführt sind. An Stelle der Bestimmung, daß die Civilverwaltung in BoMien in den Händen_ der_Türkei verbleiben solXe, fordert die Pforte, daß durch die 1mlitärische Okkupation eine Art BelagerungSzustand ?ergefteLt werden solXe, während de en die Civilbehörden zu unkttomren aufhören und ihre Fun tionen erst wieder auf- nehnwn sollen, sobald die Umstände es gestatten.
_Numänien. Bukarest, 25. Juli. (P01.K0rr.) Die Regterung wird den Zeitpunkt für die Wiedereinberu: fung der Kammern zur Prüfung des Berliner Ver: trages erst nach der erhaltenen offizieUrn Mittheilung dieses Vertrages festseßen.
Rußland und Polen. St. Petprsburg, 26. Juli. (W. T. B.) Fürst Gortschakoff hat seitwn Wohnsiß in Zarskyze-Selo genommen. _ Der dieffeiiige Botschafter xn f?Zerlm, Baron von Oubril, ist auf Urlaub hier einge- ro en.
Amerika. New-York, 23. Juli. (per Kabel. Eine hier aus dem Eaglepaffe eingegangene Depeschs medet die Gefangennahme des Generals EHcobedo durch die Re: gierungstruppen. _ Nachrichtsn ach St. Thomas yja Ha: vanna, vom 17. d.M., melden einen Aufstand in Hayti zu Gunsten von Alexis Nord, der jedoch nach kxxrzem Kampfe unterdrückt wurde. Ein Kriegsschi “ wurde nach Kap Haytten gesandt, um die dortige Landung ords von Jamaica aus zu verhindern.
Philadelphia, 23. Juli. (AÜg.K0rr.) Gsneral Mc. Dowell berichtet, daß am 16. d. M. von der Kavallerie Sand- fords, die sich westlich von La rande (Oregon) bewegte, und der Haupttruppenkolonne, wechF südlich marsÉLrTZ, unter den feindlichen Indianern eine anik verursacht wurde. Der Feind wurde in kleine Abtheilungen zersprengt und zog stch nach dem Wciserdistrikt im westlichen Idaho zurück, wobei er große Massen von Lebensmittelvorräthen und Hunderte von Ponies im Stiche ließ.
Landtags: Angelegenheiten.
In der Nacht zum 24,d. M..ist das Mitglied des Herren- bauses Dr. Karl Freiherr von Gersdorff auf Ostrrchen gestorben. Der Vwstordene, auf Präsxntation des alten und des befestmten Grzndbestßes im Landjchastsbkzirk Ober-Laufiy_ durck) _AÜerhocbsten Erlaß vom 28, November 1868 auf Lebenszeit beruxen, tvxr am 17,' Dezemdrr 1868 in dcn“2 Hercenbans eingetreten.
Kunst, Wissenschaft "und Literatur.
Der Historienmaler und Professor an der mit der Kö_niglich_ex1 Akademie verbundenen Kunstschule hicrfelbst, J. W. Schut_3:, Ut vorgestern hier Verstorben.
Berlin, 26. Juli 1878.
Königlich Preußische Lotterie. (Ohne Gewähr.)
Bei der heute fortgeseßten Ziehung der vierten Klasse 158. Königlich Preußischer Klassenlotterie fielen:
2 Gewinne €; 15 000 (75 auf Nr. 23 607. 48 8 .
4 Gewinne :*3. 6000 „44 auf Nr. 4708. 33 881. 42 664. 73 798.
33 Gewinne 5 3000 (75 auf Nr. 5685. 6043. 7184. 8614. 9785. 16 484. 18 256. 19 539. 20 669. 21 657. 23 256. 27 125. 36 364. 43 890. 46 099. 48 671. 53 863. 56 584. 57 702. 58 370. 61 819. 62 564. 62 886. 63 322. 63 946. 64 706. 65 777. 72 377. 77 375. 78 395. 82 341. 82 565. 82 907.
57 Gewinne ck 1500 «75 auf Nr. 727. 2173. 3406. 4318. 6570. 12 422, 13 608. 14 820. 15 727, 16 353. 20 790. 22 242. 23 257. 24 081. 28 547. 28 686. 28 742. 31 567. 31 947. 33 794. 36 771. 37 667. 40 050. 40 709. 41 141. 41 260. 42 711. 43 038. 44 456. 44 611. 47 397. 48 411. 48 664. 50 775. 51 534. 52 535. 54 199. 59 127. 60 470. 62 628. 65 340. 65 797. 66 263. 66 546. 68 869. 68 885. 71 912. 72 128. 73 502. 74 757. 76 088. 82 635. 83 514. 85 837. 88 161. 90 732. 90 752.
88 Gewinne 3 600 «16 auf Nr. 985. 1230. 2367. 5291. 7029. 10 010. 12 266. 13 088. 14 026. 16 555. 17 886. 18 033. 18 045. 20 221. 20 372. 21 276. 21 809. 22 070. 25 521. 25 858. 26 121. 26 335. 28 811. 29 436. 29 700. 31 317. 31 804. 33 472. 33 895. 34 225. 36 843. 39 946. 40 770. 44 302. 46 368. 46 842. 47 680. 48 728. 50 600. 50 989. 51 892. 53 917. 55 824. 56 406. 56 899. 57 099. 57 671. 58 572. 58 881. 59 122. 59 918. 62 630, 62 831. 63 067. 63 404. 63 713. 64 408. 64 516. 64 675. 64 785. 68 260. 69 679. 70 257. 71 277. 71 396. 72 662. 72 734. 74 559. 74 755. 74 883. 77 521. 77 971. 79 702. 81 120. 82 229. 82 802. 82 833. 83 007. 88 023. 88 656. 90 515. 91 626. 92 422. 92 529. 92 577. 92 780. 93 365. 94 445.
Paris, 25. Juli. (W. T.B.) Nach hier eingegangenen Nach.- richten aus Valenciennes bat LUX) die quemeirJe Lage in Auzm wieder etwas ebeffert, indem me rfacb eme Wrederau nahme der Arbeit ?tattgefunden bat. Wie verfichert wird, find dte Haupt- anstifter des Strikes festgenommen worden.
In Krolls Theater findet morgen vgs zweite große Gartenfest (italieni cbe Nacht) stgtt. _ In der nachsten Woche, m_n Mittwoch beginnt er Kammersanger, Hr. ranz_Nachbaur, unt dem .Poftiüon von Lonjumeau' cm kurzes astsptel,
_ Jm Belle-Alliance-Theater gebt am Sonntag das Lustspiel von Georg Horn: .Das_Brunnenmädchen von EMS", x_vel- ches auf der genannten Bühne der seinen ersten Aufführungen emem guten Erfolg hatte, auf Verlangen wieder in Scene.