DentseheéölÜÉhz Preußen, Berlin,'17. Juni. Seine Majestät der Kaiser und _ Kbnig trafen gestern früh von Homburg v. d. H. in Berlin em, wohnten um 12 Uhr Mitta s der Enthüllung des Denkmals für den Fürsten Bismarck ei und _ pfingen um 1 Uhr Nachmtttags
den Generalleutnant ;von nume in Vertretung des Kriegs- Ministers zum Vortrag. Gétern Abend um „11, Uhr
30 Minuten haben Seiné Majesät Sich nach Hannovsr be-
geben.
J re * oheiten, der er og und die er ogin Ernst Günt er ?u SchleSrvYJ-„Zolstxin habZHtx 1ch am Sonn: _abend zum Besuch hrer Ma1estät der Königin der Belgier zu längerem ufenthalt nach Span begeben,
_ *- Gestern Mittag wurde das von Professor Reinhold Vegas Zeschaffenc Denkmal des Fürsten Otto von'ViSmarck vor rm ReichstaZSFbäude in egenwart Sriner Majestät des Kaisers un önigs und Ihrer Maxestät der Kaiserin und Königin feierlich enthüllt. Das Wetter war kühl und unächst bedeckt, gegen Mittag kam jedoch bisweilen die Sonne ur ,umein anz einzig rartetes,gewaltiges Bild zu beleuchten. Gro e Mens enmqssen reiten dre Zugänge zum Denkmals- plaß beseßt, um dte Anfahrt be m. den Anmarsch der an der Feier Theilnehmenden zu eobachten. Vor der Hauptfront dcs eichstagsgebäudes, von dessen Giebel eine Fahne in den Farben dex?" Rei S herabwehte, erhob sich das Denkmal in einen mass: en meessrxngen, die Hauptftgur noch verhüllt von adlerges mückter Lemwand, die Bronzegruppen und die Sandsteingruppen mit den großen Wasserbassrns bereits rei. In weiten Halbkreiscn, anlehtzend an die große Rampe des Reichstagsgebäudes, umschlosjen Flaggenmasten, unter sich durch frisch duftende Tannenguirlanden verbunden, den Fest: plaß, um auf der gcgenüberliegenden Seite bei dem in weiß und gold prangenden Kaiserzclt_zusammenzustoßen, _- vor den Masten roth aUSgeschlagene Trrbünen, bis oben hinauf bescßt mit Damen in hellen Toiletten und .Herren in Uniform und Geseksckzaftzöanzug, auf der obersten Galerie die Char ierten er Studentenschaft mit ahnrn und Schlägern und n farbenreichem Wichs, vor der reitreppe des NEUHE- tags auf einer weiteren Tribüne S ulkinder, Knaben und Mädchen, eine bewxgliche Schaar, auf der Treppe dahinter die Abordnungen der Krtcgervereine mit einsm Wald von Feldzeichen. Diesen lebendrgen Rahmen füllte allmählich die glänzende Schaar der Gcladenen, die sich auf dem Podium am Kaiserzelt und vor demselben, sowie auf der weiten Platt- form des Denkmals einfanden.
Auf dem Podium am Zelt trafen ein drr ürstHcrbcrt von Bismarck, der ReichskaUTler, die Staats-Mimter und Staats: sekretäre und die Mit ieder des Bundesraths, der Fürst zu Menlohe-Schiüings ür t, inaktive Staats-Ministcr somi_c ctwa
Mit lieder des eichstagcs, welche im “ uge vom Kupprl- saal des Yanscö her über die Frsitrcppe hcra geschrittc'n waren, und die ramten dcs Reichstagcs mit dem Dtrcktor,(§)chrimcn
Regierungsrath Knack. Vor dem Kaiserzrlt versammelten sich die Mitglieder des Zentral-Comités für die Errichtung eines Wißmarck-Denkmals in Berlin: Wirklichcr Geheimer Rath Dr. von Levehow, Adolf vom Rath, Direktor der Deutschen Bank Rudolph Koch, Geheimer chicrungeßrath, Professor C'ndc, Wirklichcr Geheimrr Rath, Profchr Graf von „Harrach, Baurath W. Kollmann und Baurat F. Sehwechtcn, 'die Mitglieder des .Hcrrcnhanses, die Ritter dcs Schwar en Adlcr-Ordens und des Ordens ])0111'19111chit9, dic Genera [tät und die Admiralität, die Mitglieder des Abgeordnctcn- hauses, der Schöpfer des Denkmals, Professor Reinhold Bcgas, ferner der Bildhauer Ludwig Caucr, welcher die Ncbcngruppcn, und der RegierungsBaumc'ister Teubner, welcher die architek- tonischen Arbeiten auögcführthat, sowie die Anderen, wol c bei der Herstellung des Denkmals mitgewirkt haben. Auf der Zlatk- form ers ien eine Oßfi icrs:Ab0rdnung dcs„Kkürassicrchqinwnto von Sc liß (Mag e urgißchcs) Nr. 7, dessen Chef Fürst BiSmar war; dann na men Aufstellung die Vorstände der Kriegervereine die Räthc erster Klasse, Regiments: kommandeure und Marineoffizicrc, die Aeltcstcn der Berliner Kaufmannschaft, der Vorstand der Berliner Börse, dic Vcr: lreter der Universitäten und anderen Hochschulcn in ihren malerischen Talarcn, die Magistrate und Stadtverordnete von Berlin und CharlottenburÉ sowic vcrschicdcnc weitere Dcputationcn. Aus diesen charcn ragten wie Inseln cms wogenden Wassern die großen Ncbrngruppc'n und Arrange- önenw von Blattpftanzcn und herrlich blühenden Blumen eraus.
Um _12 Uhr verkündete dcr Präsenticrmarsch dcr Ehren: Kompagnie vom 2. Garde-Re iment, wclchx am äußeren Ein- gang um Kaiserzeit o_ufmars iert war, daß Ihre Kaiserlichen und öni lichen Manstäten mit dem Hofe nahtcn. Dcr Reichskanz cr Graf von_Bülow, der Präsident des Reichs: tages Graf von Vallejtrcm und das gesammte Zentral: Comité begaben sich Mm Empfang der Majestäten an den Eingang. Seine axestät der Kaiser und König, in der Umßorm eines General-Fcldmarsaxalls, nahm die Honneurs er EMU :Kompagme _ab und chat) Sich dann mit Ihrer axesiät der Kayserin und önigin, Allerhöchstwelche eine lilafarbene TUÜEUL trug, unter den Baldachin. Es folgten €Fhrc Königli en thciten der Prinz Albrecht Regent des rzoßthnms * raumchmeig,derPrinz und die ( rinzessin * k!? ri Leopold und die übri cn
ier amv enden Prinzen und riYcsfinnen, sowic Sc nc "ni liche Yaheü der Herzog von achßcn-Coburg und Gotßa. nn olgten dre Damen un .Herren der Um- gemeen und des uptquarticn und die Kabinetschcfs. (hon erschallke dcr tausendfjimmige Chor der Schul- kinder: „Die Htmmel rühmen des EmIeen Ehre“ von Beet- ovm, und nunmehr trat der Wirnicbe heime Rath Dr. von evekow al- ndes Denkmal-Comités vor, um namens ___ _ „ f lg de Al_dettciheNedixhtkan :xrchzu über eben. f?: badet 0 en npra , eme a von 'ravoru terbrochen wurde:
an ais ; ___ MMWM MMW dem ate Seiner M t des K i ".“ ama ha/dm mde-deu: 'JBL-mm» „IW fünf Öse?
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J ts der iegessäule, vor „Reiches us , dem Hause des ca chen Bundeßratbs und der deutschen Vol svertretung. Es wartet heute der Enthüllung _kn buldvoller Gegenwart Ihrer Kaiserlichen und Kömgltchen Ma'estaten und xrl_auchter Glieder unseres Königs- hauses und deuts er landesherrltckper Familien, in Ergenwart des Fürsten Her ert BiSmarck, älteten So nes des ver- ewi _ten Kanzlers, während der _jüngere So 11 leider ganz kürzt ka_us_ erfolgreicher Wirksamkext in das Jenseits abgerrZen und de einzige Tochter durcb Krankxett zurückgehalten ist, unter
unter 'Bethxiligung des Yundeöraths, des Reichsta es und deutscher- Landtage, m Anwesknhett von Tausenden aus a en Theilen des Vaterlandes, die das Andenken des Fürsten auf warmen, dankbaren Herzen tragen.
Dauerndex als Stein und Erz wird das Andenken ortleben in der ertgeschtchte und in unserem Volke, das sich sel st vrrgessen tt_mßte, wenn es des e_rsten Kgnzlers je vergessen wollte, das Andenken emes der größten Manner, dre i_n Jahrhunderten deutschem Stamme entsprossen find, des treuesten Dieners, des Weisen, Weitblickenden, un- YWUZÖM Rathers und Helfers unseres hochseligen großen Kaisers
l e m.
_ Unter ihm und mit _ihm bat er zusarnmengescbmiedet und auf-
€rtchtet, was zerstreut darmederlag, bat er Verstanden, in der BAW-
Heese zu_ lesen und die Ideale von Generationen zu vrrwirklicben.
Dre ganze _ert sah_bew_under_nd auf zu dem eisernen K zler, unsere Gegner furchteten tbn tn Krtrg und Färben wie keinen An eren.
Uns war un_d tst er ,und wird er sein em nationaler Heros, das Vorbild mongrcbxscher GeYnun , deutscher Treue, deutschkn Mathes, deutscher ?Festt keit, das orbi d_ rechter_ Vaterlandsliebe, das gotk- gesandte, (bach Werkzeug zur Wrederaufruhtung und Befestigung des Deutschen Neiöhs durcb unsern ersten Kaiser.
Sein schönes, tapfercs, Von ihm Voll bethätigtes Wort „.Wir Deutsche fürchten (Gott und sonst niemand auf der Welt“ Reibe das Motto unserer Zukunft!
ier sein Standbild, ubiqus lama!
_ éitßhoheYGenugthuung dürfen wir auf die Erfüllung unscrcr Bitte h_onen, dre ich an den Herrn Reichskanzler richfe, daß Kaiser und Reich, Bundeskath und Retchstag das Denkmal m Schu und Obhut nehmen chllen. Dort wird es sicher geborgrn und och in Ehren gehalten sum.
_ Wessen „Auge - deutsch oder fremd -« jemals auf das Stand- bl[d_fallt, _der wird sagen und sagen müssen: das war ein Mann. Menzer! markischen Landskcuten aber wolle man es nicht berargen, wenn fie bmzuscxßen: ein brand'enburgiscber Mann.
Der Reichskan ["er Graf von Bülow erwiderte von der Plattform des Den mals aus Folgendes:
Eure Majestäten! Cure Excellenz! Meine Herren!
Am Abend Feines Lebens hat Fürst Bi5marck geäußert, er ssi Gott dankbar da ür, daß es ihm vergönnt ]ewesen sei, seincn Namen dauernd in die Rinde! der deutschen EiÉe einzuscbneiden,“ ente, xyo wir sein NationalaDenkmal in der cichs-Hauptstadt ent üllsn, 11tuntcr_Drnen, die mich hier umgeben, ist im ganzen dautschcn Volke mcmand, der nicht fühlte und wüßte, daß die Spur der Erdrntagc des eisernen Kanzlers nicht unter chen, daß die Be- wundkrnn und Dankbarkeit für ihn mcht auf ören werdrn, solan e cm dcutsJes Herz schlagen, ein deutscher Mund WDM, cine deuts e
aust ü ballen wird. Dieses Bewußtsein ift brate noch tärker, ebendigcr und klarer als in den Ta cn, wo Fürst Wismar unter uns Milte. Denn Fürst BiStnar War nicht wie sein [eich unbrrgeszlicher Ncbenmann, drr cldmarschal], Moltke, der stiZ im rcincn Aether unpersönlichcr Ictracbtung eriscnde Aar. Er War kiilk Löwennatnr, cr stand cm der Erde im Staube drs_Kampfcs, er hat bis zucht ni t aufgehört mit Lridcn- sZast zu kämpfen, und der Kants bringt bcrcÖtigte (Hegner- s_ aft und 1x11gcr8chtc Vcrkcnnung, c rlicbc Fcindschaft nnd blindrn Haß. Der Dax; aber hat Vor zweitauZ'nd Jahre!] Pcrikkcs gcsa t am Grab? drr für ihre Ältärc gcfallcncn thcner, M von kur cr aner, unbrrgänglick) jrdocb der Ruhm. Nachdem fich der taub des Kampfes Vorzogcn hat, lcnchtct uns nur dic Erinnerung an un- crrcicbte Thatcn und an einc mwcrglcicblickxc Persönljchkcit. So wird der gigantisch Schatten des Fürsten mearck wachycn, jo. Mit?!“ der chcnstag dcs dcutschcn Bolkcs Vorrückt, und je mehr das nationale Urthcil auörcift. _
Auf Märkischer S 0110, im .Hcrzcn Preußc'tts geborc'n ijt Otto bon Bisinarck in dcn Mauern der Stadt Berlin aufgrwacbscn. Den Garton dcr Plamanscbcn (?rzichnn Ennstalt, einst dort am unteren (Ende dcr Wilbclmstmsw gclegcn, at or nackpmals dic Geburtsstätte scincr Luftschlöffc'r gcnannt. Hinter dem Brottcrzaun diesrs Gartens zcigtc dcm Knabcn ric Phantajic ric ganzc buntc Erde mit ihren Walker" und Bargen und allen den Erlcbniffcn, die sci_ncr wartctcn, die ganze jvcite' Wolf, die? dieser Knabe dcrcinst mngNtaltcn sollts, als er nach cmcn! Mcnsckpkualtcr in die Wilbclmstrasxc zurückkehrte und die größte Epoche der deutschen Gescbi te begann. Nachdkm er unter und mit Kaiser Wilhclm dem (roßcn i1_1 gcwaltigcr Encrgie das Rcicb aufgkrikbtrt hatte, sicherte er di.“!cm und der Welt in ebenso scltcncr Mäßigung nnd Sclbstbc'schränkun dcn Fricdcn. (kr bat, um mit Fichte zn rkkcn, das dcntdcbc Vo?ka116 kom (Bröbstcn bc'rauögcimurn. Er bat, um mit seinen eigenen- Worten zu rcrcn, das deutsche Volk in den Sattel gehoben, was Vor ihm Keincm ncglücht war. Er bat ausgeführt und bollcndct, was seit Jahrhunderten das Sehnen unseres Volkes und das Strcbcn unscrcr ckclftcn Gcistcr ("wesen war, was die Ottonen und Salicr und Qobcnjtanscn vcrgc lich angestrcbt hatten, was 1315; den Känwscndcn als damals ntcht crrcichter Siegesvkcis vorjchwcbtc, wofür cine lange Reihe Märtyrer der deutschen Idcc gekämvft und clittcn batten. Und er ist gleichzeitig ber Aus,;angspunkt und Wahn- rxcizcr einer neuen Zeit fur das dcutrche Volk geworden. In jcrcr Hmm?! stchcn wir auf srincn Schultern. _ e
*) icht in dcm Sinne", als ob es vaterländiscbe Pflicht wäre, alles zu billigcn, wav cr gesagt und gctban bat. Nur Thoccn odcr Fanatikcr Werden behaupten wollen, das; ürst ijmarck niemals geirrt habe. Auch nicht in dem Sinnc, als 0 cr Maximen aufgestellt hätte, dir nun unter alle'n Umständen, in jedem Fall und in jeder Laue blind- limb anzuwenden wären. Starre Dogmm giebt es weder im voli- tis cn noch im wirtbscbaftlich chen, und gerade Fürxt Bismarck 1 Von der Doktrin nicht viel gcba ten. Aber was uns Fürst L iomarck gclc rt bat, ist, daß ni t persönlicbekie'bbabcceicn, nicbt populärc'Llugcnbli s- strdmungcn, n graue Theorie sondern immer nur das wirkli und dauerndc Intercffc der Volksgetncinschxzxt, die .“;an publie'n, dtc Richtschnur cincr vernünftigen nnd fitji berechtigten olitik scin W. Was uns sein ganzes Wirken zei !, ist, daß der ?cnscb das “' _iff lenken kann, das auf dem Strome ?äbrt, nicht aber den Strom selbst, da wir, wie Fürst Viamarck :ck auQLedtückt bat, die großen Dinge ni t machen, aber den naxürli Lau der Dinge beoba ten und daß, was dieser Lauf zur Reise ebmcbt bat, sichern können. * kit anderen Worten daß es in dcr olitik darauf ankommt, in jedem Augenblick die Gren n des Erreichbaren deutli zu erkennen, an die Erreichun des zu up und Frommen des Lan Erreichbaren aber
alle! n .
!keüqutei kann den Fürsten Bismarck für nb allein mit Be- scblag belegen, aber jede kann und soll tro der sätze in dieser oder jener Frage vor diesem Todten den senken. Er gehört keiner Komic, er fbört der mum Nation, er ist ein nationales Eigentbum. Er it aus olitäcbem Gebiet und im Reiche det : für uns ewotden, was oetbe im Reichedet Gekka auf. dem & e der Knut und Kultur uns gewesen war. Au et bat, wie [kr von Goethe sagte, die [an udn“! die unsern Genius umsch-
Goet t a dem etc der ildu t, Bismarck uno politilß YZF: [::? handeln gelehrt. Und ZAM für immer als
* t 7": „ -. , Z,; _ ' „ MF: 5" bexöäbrker'KünstlYanV befsestellt,_érvébk *es |ck"; “ait.
e- ,. theiligung oberster Würdenfräger dW'Reichs und der Bundesstaaten,
mi, “€ «auf Ein!) 't, Selbst" digkeit d 'I? “YM" ebm kckkm. * hatck uns das Bets rel gegeben nie in v in schwierigen und verworreneaneiten ni t. Er'leherzagm' ge
- , ? 'mmel oi Bis ck * * W "“i-Yka'uibresYltesiÖLMLtisuW unödie
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uns selbst treu zu bleiben. Er gab uns Selbs bxwußtsein, UE:: nxbmungs i und Leben. In ihm kann fich wie m_ einem Spiegek “dre Natron elbst beschauen, denn er war vor allem em Deu er ua vollster Sinne des Wortes. Er ist nur auf deutschem Boden enkbar nur Fr den Deutschen gapz verständlich. '
ort vor uns [regt die Sieges-Aüee. Wenn diese stolze Straße von den Askaniern l_tnd „von den Nürnberger Burngrafen bis zum großen Deutschen Katsér führt, so, verdankm wir “ in erster Linie dem Genre d__es Mannes, deffen Bild .in ;;Erz fich..'eßt vor unseren Blicken enthullxn sol_l, „seinerYusdauer, seinem he denhaften Muth setger Klughett, emer Arbett für die Dynastie, die aus d “ Suden_ Dxutscblan s zu uns kam, um von hier aus Nord und_ Su_d fur tmmer zu verbinden. Sein Werk ist so beschaffen, daß es tbn uberlebxn kann. In der Mitte Von Europa gelegen md wir darauf bmgewzesrn, immer 611 ysäsbw zu sein, aber ska Snug, u_t_1sere, Unabbangtgxeit na_ch 'eder Seite zu behaupten. Von egen. !aßqn durchzog_en m polttischer, wirthschaftlicber und konfesfioneuu Beztehung, wwd es uns nie an inneren Kämpfen fehlen, aber &
Werden nicht,:nehr im stande sein, den Reif zu sprengen, der vor '
dreißig Jahren geschmiedet wurde. 1320ng WQUUWSUWU 8er psrsnnjas.
So möge der_m de? großen Mannes Name „als Feuersäule Vor unserem Volk herztexhen m gyten u_nd in schwrren Tagen. Möge sein GLlst für tmmer mrt uns sem, Mit uns und unserer Fahnen Flug.
Frei
der“ ation ruht. In so[cber Hoffnung_und_ in solcher G
wbllen wir vor diesern Standbild, das 1 tm
Vaterkand, fie leben hoch und nochmals hoch und immrrdar hoch! Wachsende und immer kZäufigere Beifallskundgebungen begleiteten _die Worte des Rei skanzlers, bis in das Hoch auf Seine Maxestät den Kaiser und König die Versammlung ein- strmmte. Dann erscholl die Weise der Nationalhymne, be- gleitet von den Kapellen, vom Klan der studentischen Schläger und mit esungen von den 8000 T eilnehmern an der Feier;
ZZZ es s ien, als ob die Stimmen der draußen harrenden
MY steh mit diesen vereinigten. _ er Geheime Rath von Leveßom hat darauf Srine Maxsstät um die Erlaubnis; zur Enthüllun des Denkmals. Auf eixxen Wink Allerhöchstbesselben ank die Hülle. Gleichzeing schossen die Fontamen in den Wasserbafsins empor. Seine Majestät der Kaiser schritt allein. zum Dcnkmak vor, um einen Kranz niederzulegen; Fachrufc erschoUen rinthum, und „Deutschland, Deutschland ü er Alles“ ertönte. Dcr Kranz, ganz aus Lorbesr mit goldenen Spißen, ist nach dcn Angaben Seiner Ma1cstät hergesteklt; die Inschrift auf den Schleifen lautet:_ „Des großen Kaisers großem Diener!“ Nachdem Seine Ma estät der Kaiser den Kran nicdrr- Ylegt hatte, bc lückwün chte Allerhöchstderselbe den rofessor cgas und rei )te dem Reichskanzler Grafen von Bülow die Hand. Dann trat Seine Ma1estät auf den Ürsten Herbcrt von BiSMarck zu und unterhielt fi längere eit mit dem- elbcn; auch Ihre Majestät die Kaiserin trat herzu. erde Ma estäten bechrten hierauf den Präsidenten des ci stach rafen von BaUestrem mit längeren Ansprachen, eben 0 den Staats:Minister von Delbrück und den Wirklich?; Geheimen Rath ])1'. von cheßow. Alsdann fand ein Runb qang um das Dxnkmal statt, bei dem Professor Rcinhob Vegas Ihre Majestät die Kaiserin geleitete und Seine Ma cstät der Kaiser mit dem Fü rsten Herbert von Bisrnarck Sich ans loß. Dic Fürstlichkciten und Umgebungen folgten. _Allcnt- halbrn ]chltcn die cwaltigen Menschenmassen Ihren Majestätcn Fu. Währknd Allchöchstdicselbcn dann untsr dcnPavillon zurück: ehrten und hier eine große Reihe von Persönlichkeiten ins chräck) ogen, darunter auch den Fürsten zu Hohenlohe- S iUinq-ZZÜrst, legten zahlreiche Dcputationen Kranze, kost- bare un einfache, von Lorbeer, von Roset! und von Korn: blumen, mit Widmungsschlcifen, am Fuß des Denkmals t1icd_cr, wo sie sich zu einem Berge thürmtcn. Seine Majestät der Kaiser lies; die Ehren-Kmnpagnie vorbei- nmrschicrcn, dann bcstic Allcrhöchstdcrsch, mit Ihrer Ma1estät der Kaiserin den 9 agen. Der Prästdcnt des Reichs: tags Graf von Ballestrem bra te mit lauter Stimme ein Hoch auf Ihre MaZc'stätcn den Kai er und diczé'aiscrin aus, das donncrndcn Widemall fand, und das sich durch die Menge fortpslan tc, welchc bis zum Brandenburger Thor und wcitcr dw Stra cn umsäumtc. So schloß die Feier, wclche in ihrer inmosantcn Wucht, in ihrer einfachen Würde allen Theil: nehmern cinen unauslöschlichen Eindruck hinterlassen wird.
.Die vereinigten Ausschüsse des Vunchra ths für Handel und Verkehr und für Znstizwcscn hielten hcutc Sißung,
Dcr Königliche Gesandte in Weimar Prinz von Ratib or und Corvey hat einen ihm Allcrhöchst bewilligten kurzen Urlaub angetreten.
Der Nc icrun s:Affessor von Duehrcn in Schleswig it! der Köniqltin . cgicrnng zu Arnsberg, der Regierungs- Assessor Keßler in Schleswz? der Königlichen Regic'runa .!" Koblenz und der Ncgicmmgs-8 ffcssor Or. Kacmpf in Renk)?- burg dcr Königlichen Regierung zu 66111 zur weiteren dict!!!- lichcn Verwendung übcrmirscn worden. _ _
Dcr RegierungNNss-rssor Schmacdtck c in Berlin ist vw auf weiteres dem Landrath des Kreises Ascherslchxn, chicrun sbczirk Magdebur , und der Re ierungo-Affc110k 1)r. ]m'. Yegcnxchcidt in crlin vom 15. ugust d. *5. „ab dem Lan rath cs Kreises Gelsenkirchen, Regierun sbc lkk Arnsberg, zur Hilfeleistung in den landräthlichm Ge chälkn zugetheilt.
Laut Meldung des „W. T. B.“ beabsichtthe S. M. S. „Geier“, Kommandant: Korvetten-Kapitän auer, heute
von onkon na UmoyinSee, u e . &Mfttéßkheln“ mit ÜWbFsungstranspUk für das Kreuzer-Gesckxwader an Bord, Trans ““W"“ K itäuleumant Schur,T1é1 am 15. Juni in Wu ung emgc- und gestern nach an tau writer an en. . Das Truppmtrantpmschllff „Arkad a“ Lat am 12.311!" die Heimreise von Taru angetreten,
_YYaIthurg- ippe _und. Se'xne Ho _ ' „Friedrich Carlévon-Hessen thetl. DenNachmrtta ver-
Mö e_unser deutsches Volk ssiner großen Zukunft: in Frieden und (hett, x_n Wohl ahrt und Stärke entgrgengehen unter der Führun .; des [orrercben Ho enzollernbauses, auf dessen Schultern die Zukauf? e mnung
_ _ _ Namen des Reichs :! hrermrt übernehme, _etnstimmen tn den Inf: Srine'Majestät der ; Deutsche Karser, die deutschen Fürsten und unser geliebtes drutscbes ]
_ 9
.. ni“ tra. Wie,;"„W. TIB.“ meldet, ete'rn kurz nach YYFUZU' ] lféß ?xxxdrichshof um _Beßx _ hrer-Ma'estät der_K-aifski" xi„e_ r_'t 'em. _n der Mtttagstafel na men
“ _qheit die Prin'esstn Adol zu
2]heit ,der Prinz
mchte Seine "Majestät m_der (Gesellschaft Ihrer Majo ä? der KaiserinJriedriY; AUerlßochftberselbe begleitete Ihre Ma1estät auch-Üs'auf der pgztexfa rt rm Park und trat dann um 91/4 Uhr Abends L_ne Neiße “nach Berlin an. _ Seine quserlrchc un Köni licheHoheit der Kronprmz traf heute Mtxtag _zum Besu bei hrer Majestät _der Kaiserin Frtedrtch hier ein. Am achmittag beglextete
( Jchstderselhe Ihre Majestät auf einer Spazierfahrt durch den
'ald und Unternahm nach dem Thee noch einen Spazier m_m nach Bur Cronberg, Der Professor Renvers war heute ruh zu einer onsultation hier eingetroffen, reiste1edochschon Nach- mittags wieder nach Berlin zurück.-
Hannover, 17. Juni. Seine Ma'estät ber Kaiser und König traf, wie „W. T. B.“ berichtet, cute fruh umb Uhr A) Minuten hier ein und begab Sich yom Bahyhof sofort_1m offenen Wagen zum Militär-Reitmstttux. Erne zahlrerche Menschenmenge, welche sich troß der fruhrn Stunbe zn de_n Straßen ein efunden hatte, begrüßte S_emr Ma1estat__11__1[t lebhaften Ho rufen. A'llcrhdchstderselbe bestchttgte tm Mtlttar- Reitinstitut drei Offiziers-Abtkkeilungcn tm Rextrn. Um (;1/__4 Uhr trafSeine Majestät auf der Va )renwalder erde em, ch dasKomg-Z- Ulanen=Negiment(1.Hannoversck)es) Nr.1 "zurBesxchU m_1g bereit: stand. Zunächst fand ein Vorbeimarsch tm S_Zrttt start, welchem ein Exerzieren folgte. ' Nach kgrzer Krrtt Fand dre Znspizierung um 81/2 Uhr mit einem Vorbetmarsxh m Es adrmxs: ront im Trabe ihren Abschluß. Seine __Maxestät sehte Sich odann an die S iße des NegtMents, fuhrte dgsselbe nach der Kaserne zurü und nahm dort das rühsttzck 111 dem Offizier-Kasino ein. Um 103/4 Uhr fuhr llerhochstdcrselbe, unter erneuten Begrüßungen der Bevölkerung, nach dem Königlichen Schlosse,
Kiel, 10. Juni. S. M. Yacht „Hohenzollern“ und das Torpedoboot „Slcipyer“ gingen _thte nach der Elbe ab. Die Yacht Ihrer Maxstät der Kaiserin „Jduna“ 1st
leichfalls nach Cuxhaven abgegangen, um an der Elbrcgatta igheilzunehmen. Bayern.
Die „Correspondenz Hoff1nann“_“ meldet offizie_ll: In Frankfurt a. M. tagten vom 12. (1193 zum 14. Zum Kom: missare Frcußens, Bayerns, Badens u_nb Hessens, um dcn Ü er die Fortscßung dcr Mainkanalrfternnq ab: Wschließench Staatsvertrag vorzubereiten. Der Abschluß drs
crtragcs konnte schon deshalb nicht erfolgen, werk du; Fort- srßung der Kanalisierun bekanntlich boxt drr noch ntcht rr: füllten Vorausseßunq abßängig ist, das; dir Stadt_Hana11 slch FUr Anlegun_ cines SirLerheitshczfens vcrpfltchtr. Dre Berhgnd: ungen dcr onfercnz ezogcn slch insbexonderc auf die Wirth- schaftlicY Wirkung des Unternehmers, pc icll auf die _Fragc, welcle chädi ung die prcußiséh-hesstschc EKcnbahngememschaß dur das 1 nternchmen erfahren, und wie diese Scha: digung gemildert werden könne, In eingekendcr Wrtse wurde au die Frage der Erhebung un _ ber _Hohc dcr Schiffaxtöabqabrn erörtert. Bei der Schzvtcrxgkett und dem großen Umfange dcs bezü lichen Materials brachtctc dic Konfrrcnz es im Interesse cr Ermöglichung eme? ob: jcktivcn Urthctls fiir angezeigt, zunächst eme aus baycmschcn und preußischsn (Fiscnbahnbcamten zusammsngcsehtc Spcztal: kommission zu bilden, welche die rcchncrischcn Aufstellungen der beiden nächstbcthciligten Staaten nachprüfen und nach cm: heitlichen Gesichtspunkten ergänzen solle, damit die Stellung: nahme der vertragschlicfzcndcn .“ cgicrungcn auf fester (Brand: laqc er_folgen könne. Abgesehen von dicscn schwebender séragcn Wirths )aftlichcrNatur,wm'dc überdannhaltdcs ab nschltc ;cndcn Staatsvertrages an der Hand des von scitch *3a1)(_*_rns (mf: gestellten Entwurfs im wc cntlichcn cin Einverjtändmt; erzielt.
Sachsen. Der Vorsitzende des Staats:Ministcriums, Staats- und Iustiz-Minister ])1'. Schurig ist, wie „W. T. B.“_ meldet, nach schwcrcm Leiden am Sonnabend in Dresden gestorben.
Oesterreickx-Ungarn.
Am Sonnabend früh fand, 1vic„W.T.B.“ bcrichtct,_auf dcm Dcinitzcr Exer ierplaßc bei P rag einc glänzenchgradc statt, mclchcr eine große“ cnschcnmcnge bciwohntc._ Der Kaiser wurde auf dcm ganzcn Wege dorthin mi_t begeisterten Julbxgbngrn empfangen. Nach der Parade bcs1chtigtc Seine * kazcnat 01? Schleuscnanlagc bci Troja nnd (chte hierauf nach dcm „Hradschm zurück. Am Nachmitta begab se der Kaiser nach der neuen 'anantcrinadUtcn-SYM auf der Maricn:-Zchanze und be: tchtigtc sodann dcn cuban dcs kunstgcwcrbhchcn Museums tn der Altstadt. Dcr Yräfidcnt der Handelskammer Wohonka ricktctc an Seine * kajestät eme längere Ansprache m be" on Landcösprachcn, in welchcr_ er die außerordentliche Förderung des Handels, dcr *?ndustrtc und des Verkehrs untcr ber Re icrung des Kaisers, AÜerhöchftwclchcr dem Rctche durch Ia rze nie "den Frieden er altgn habe, hervor ob_ und dankbar an der landeoväterlichen bxchtkn Sexz1cr_ axestät edachtc, den nationalen Frieden in Bd men herbeizufuhren, wcl es edle Bestreben bald m Erfüllun gehen moge. _Der Rednerschlosx mit Hoch- nnd SlavaRuY-Zn auf den Katser, wclche m der Vcrsammluan lcbhaftcstcn idcrhall fanden. _
Der Ka f er crwiderte in czcch|sclkcr Sprache mat dem Ausdruck der Freude, die ko tbaren Mu cquOammhmgcn m einem besonderen würdiTn u unter ebracht zu wissen, und mit dem Wunsche, 1 elben mö _ten zum Aufschwung des Kunstgewerbes beträ nich bcttragen. Der K_aiscr Fte dann in deuts er “pra e die V tchmzng hmzu,
? es seine 1md der gierung tete Sor e et, hte manm : fachen Vedin ungen zu erhalten und_z1_1„ _a en,_deten Ar t Md'YwW eßiß zu erfolgreicher Thangkut durfen. Seine
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. u d en Bedi un en auch der nationale riede gehöre, babe]! Siße usait cht soebmnganxedeutet. Mögt das G nhl derTreue und Anbänalkchkcit gegenüber dem an ammten Henscbcthse, "Ü .... «...“-r*“ MM.; ...r-zr... ..“-...r-
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ny,nhel:g, 16. Juni. Seine Majestät der Kaiser
Lebhgsckr Slavarufe und Hochryfe folgten diesen Worten. Die Besléhk ung des Museums, nahm mehr als eine Stunde in ns ruch. Bei der hierauf -folgenden Besichtß,
ung des *böhmi-chen Jubiläums-Kinder -*Spi_tales begrüßte '
'er Bürgermeister Srb den Kaiser. Nach der Vesichttgung des _städtnchen Stéchenh'au xs,- zu der_auch die Stadtvertretung erschrenen war, begab 1ch der Kaiser in die Karlshofer Kirche, _welche Allerhöch tderselbe nach einer kurzen An- dgcht bestehtigte. Es . ol te ein'" Besuch des botanischen In- sttfuts- der deutschen un er czechischen Universität,; worauf der Kaiser nach _ dem Hrad chin zurückkehrte. . Troß dcs Regens hatte steh auf, den Straßen überall eine „große Menschenmenge angesammelt, welche dem Kaiser lebhafte .Huld1gungen _darbrachte. Allerhöchstderselbe nahm wiederholt Geleqebhett, stch über die mustcrhaft'e Haltung der Bevölkerung anerkennend ausZzusprechen. Dem Diner wohnten Mitglieder des hohen Ade , höhere MTlitärs, Her-renha1ts:Mitglieder, de_utsche und czechische Abgeordnete zum RcichSrath, Mit- glieder des Landes-Aussthusses, Mitglieder der Geistlich- keit, Vertreter der Industrie, des Handels, der Wissen: schaft und der Vorstand der iSraolitischen Kultus- gemeinde bei. Am Abend brachten Sängervereine beider Nationalitäten dem Kaiser eine Serenade. Seine Majestät hörte dicsrlbe mit dem Minister-Präsidentcn von Kocrber und den Ministern von Hartel und Nezek auf dem Balkon an und sprach scincn Dank und seine Anerkennung für diess Huldigung aus. Sodann bcsu te AÜcrhöchstdcrsclbe einc Soirée bei dem Oberst-Landmarscha Fürsten Lobkowiß.
Gestern früh wohnte der Kaiser einrr stillen Messe bei. Um 1 Uhr Nachmittags fuhr Allerhö ftderselbe in Bealeitung des Statthalters Grafen Condcnwvc, bes Minifjcr- Präsidrnten von Kocrbrr und der Minister von Hartsl und Rezck nach Smichow zur Grundsteinlegung des Taubstummen - Instituts Kardinal Fürst-Erzbischof von Skrbenskr), dem Oberst- Landmarschall Fürsten Lobkowiß und dem Präsidenten dcs Herremhausts Fürsten Windiscbaräh empfangen. Nach der Weihe des Grundsteins untrrzsichxwte der Kaiser die Gedenk- urkunde und fqu sodann zur BlindenversorgungS-Anstabk, dcm FranciöcoIosrp inum. Nach einem Rundgang durch dre An: talt begab sich der Kaiser zu Waarn nach der Burg Karl- stein und kehrte Lodann nach Prag zurück. Dru Nb: schluß dcr Frstlich eiten zu Ehren des Karsch bildeten Abcnds cine Beleuchtung der Stadt und eme Abend: gesellschaft bsi dem Grafen Oswald Thun. Dic Illumi- nation war änßerst länzknd; um ZUHr fand gnf der Moldau ('in Wettrudcrn, ver unden mit eincm vrnetiamschkn Nachtfcs, statt. In der Abcvdgcsellschaft, an welcher außer den Ministern und zahlreichen Ilchordneken dir Spißen der Gesellschaft theil- nahmc'n, sprach sich dcr Kaisrr dem Bürgermeister gcgcni'tbcr über den ihm scitcns der Bevölkerung bereiteten Empfang in lobcndcn Wortcn aus. „
Heute früh ist der Kaiser von Prag nach Thyrenenstadt abgereist. Auf drm Bahnhofs sprach Seine Ma1cstät __dcm Birr cmneister Srb seinen Dank für den [)crzltchcn, schonen Emp?ang aus. _ _
Die in Prag lebenden Ausländer russtscher, serbischer, bulgarischer und belgischer Nationalität haben dem Statthaltrr Grafen Coudcnhove ein Huldigungssckxriben m französischcr Sprache für den Kaiscr überreicht.
Frankreich.
Dcr Marine:Ministcr Lancssan crhiclt qcstcrn, mie „W. T. B.“ mcldct, cin Trlcgramm ch russischen Marinc- Ministcrs Turtom, in wclchcm dicser fiir die Sympathic: bczeugungcn anläßlick) des am 18. Juni in den Werften dcr Admiralität ausgchbr0chencn Brandes scinc'n Dank ausspricht.
Der Senat scßtc am Sonnabend dic Bcrathung dcs Vcreinsgcscßcs fort. Artikel 1 wurde angenommen. Zu Artikel 2 beantragte der Senator Rambaud, daf; ]cdrr Verein, welchcr unter seinen Mitgliedern Ausländer ?_ählc oder dessen Sit; odcr Leitung sach im Auslande cfinbc, einer vorherigen Anmeldepflicht unterliegen solle. Rambaud betonte, das; zahlreiche Ausländer an _dcm sozialistischcn „Kongresse theilgcnmnmcn und die Abrüxttxng 111 Frankreich vcrlanat hätten, das; dieselben aber niemals ctnc Abrüstnng in Großbritannien oder Deutschland duxchznschcn vcrmocht hätten. Der Rcdncr war dcr Ansicht, day; die An: wcscnhcit von mchrcrcn MiUionen Vlusländcrn,_bic mqn nicht beaufsichtigen könne, für Frankreich cm* große Gefahr bedeute. Dic Ausländcr bcmächtigtcn sjch oller Vcrufszmcigc dcs Handels, der Industrie, der Finanzen und der Presse". Dcr Mkinistchräsadcnt Waldcck-Rousscau führte aus: Es sei unmöglich, dic Ausländer in Frankreich cincr bcsondcrcn Behandlung zu untcrwcrfcn. Uebrigens könnten alle Vereine durch Dekret aufgelöst werden. KcinVcr- cin werde der Ahndung entgehen, wenn er steh (Hcsxßcdvcr- lcßunqcn zu Schulden kommen lasse. In dcmArtikcl ]ZZciübcr: dies für die Erkorderniffe der nationalen SicherhcitVor orgc c- troffcn. Feind cligkcit gegen das Elcment der Ausländer skei ein Gefühl, das einem anderen Zeitalter angchörc, Der Aus- tausch arboitsamcr Kräfte" habe keine Beschränkung, kcnnr auch keine Landesgrenze. Der Antrag Ramdaud wurdc lncrmn mit 174 gegen 102 Stimmen abgelehnt und Artikcl 2 an: genommen. __ _ _
Dic marokkanische (Jefandtskhaxt nt vorgestern 111 Ma rscillc eingetroffen und von dem Prä cstcn, dem komman- dierendm General des FU. Armeexskorps und dem Maire am Vahnhofe cmpfanqcn worden. Daselbst hatte auch cineKompagmc Soldaten Aufstellung genommen, welchc militärische Ehren cr- wics. Auf die chrufxmx oansprachc des rä _ kten erwi_dcrte der Führer der (Vesandtschacxt, dle freunds afttchcn Veztehnngcn wichen der französischen und der marokkamschm Reqtcrung eien schon alt, und er hoffe, daß die Reise drr (Zcsandt: (baff nach Frankreich dazu beitragen werde, dtqclben noch enger zu gestalten.
Italien.
Die Taufe der rinzessin Jolanda Margherita nd am Sonnabend ormntag im Quirinal statt. Außer m Köni wohnten derselben, wie_ !. T'. _B.“ melbet, hie
Kön! irnZNuttet-Mar herita,d1e önigmMarttha von ortugal, der F rst und die ürsnnunkmte- negro der.?erzo vononrto,der kit! Mirko sänxxm- liche itgl eder :* Kö “()en ann ie die Minute: und der Hoffmai bei. Iokher haken 3?!) mehrere Lauxnd Schulkinder pm Quirinal begeben und ruten vor den u-
Üumen. Der Kön! und der ürst von Morztmogto Wensa dem Balkong und markes!z von der Bevolkerung jubelnd WIK.
und wurde daselbst von dem
Die Deputirten_kammer nahm vor ern uach kur??- Debattq sämmtlickzeTrxel. des . tts; W,. “' unh « -dar.m mit M.;seaén-ZLWHWM.3-9BWL: ,ern M- *
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Nach einer Meldung des „W. T. B.“ kamen gefiern in Madrid bei dem Vorbetzirhen einer Prr'rsfionKundgebungen He MY)? Jesuiten vor. Em erheblrcher Fwischrnfalkereignete 1 m .
Niederlande.“
Frau Botha hatte, dem „W. T. B.“ zufolge, am reitag im Haag. eine 21/2 stündjge Unterredung mit „dem Prä rdenten Krüger und kehrte sodann nach Brüssel zuruck.
Belgien.
Nachdem die „Indépendance Belge“ berxits vor einiger Tagen gemeldet, daß mit Erlaubnis; Lord Kttchener's em Depeschenwechsel zwischen dem Präfidenten Krüger und der Regierung derSüdafrjkanischen NepUbltk stattfitzde, bestatigt sie diese Nachricht xeßt jn formekler Weiß _und gtebt
leichzeitig in großen. Zü en ]enen Dcprschenmecbsse wreder. _Die Burenführer in Stan erton hätten demPrä tdentenKruger die militärische Lage objektivdar, clegt und brtont, daß_ unter den einftußrexchen Mitgliedern er Burenrcgterung Friedens- freundliche Strömungen und solche für d'en_Krict ls Ws Mcsscr fick) geltend machten.“ Die frtedens eundlt e Partei [abe 1th die Oberhand Lwonnrn. Sie.“ sei der Anéicht, daß dir Möglichkett, i_ne Engländer zu besiegen, se r zweifelhaft sei, ste halte _ es vielmehr für ihre flicht, sich zu bemühen dem Blutvergtcßen Einhalt zu thun und den Friedensschlu un_ter ehreny_ollen Bedingungen J" beschleunigen. Der Präftdent, Kruqer habe in dreser .lngelegenheitnm 10. Juni eine besondere Be- sprechung mit den in den Niederlanden brfindltchen Fahrern der Buren gehabt und hierauf am11. Zum an die_Negierung in Standerton tceraphiert. Die Antwort auf dreses Tele- gramm sei am “onnabend noch ni t emgexroffrn. Unter Vorbehalt theilt _die „Jndézpendance“ erner mlt, m der Um- gebung des Präsrdenten Krüger geZe das Gerücht, er werde einen Erlaß veröffentli en, m wel cmler die Verantwortung für einen etwaigen Ab chluß ejncs Fmédens ohne Sichrrung der völligen Unabhängig
ablshnc.
Serbien.
Aus Bel rad vom gestrigen Tage berichtet das Wiener „Telegr-Korre p.:Burcau“, aus Prokuplje werde amtlich gemeldet, daß am 13. d. M. Nachts Nizams und Arnauten ein auf scrbischcm Gebiete [irgendes Haus des Serben Simenowitsck) nus Schtava überfallen, dcnstlbcn erschossen und sein Vieh geraubt hätten. Na Berichten an die Regierung solle in Novibazar cin Aufru r gegen die Behörden lerrschen und auch die serbische Bevölkerung von den Auf- ständischen ernstlich bedroht sein.
Asien.
Wie „W. T B.“ aus Peking berichtet, wurde die Leiche dcs dcutschcn (Gesandten Freiherrn von Ketteler am Sonn- abend früh nach eincr reli iöscn Fkirr und unter Erweisun militärischer Ehren an Vor cines Dampfers gebracht, au? dem sie nach Deutschland übergeführt wird.
Dem „Standard“ wird aus Schanghai qemcldet, Bc: richtcn aus Singanfu zufolge, sci dort bie Mutter Yuanschikai's, drs Gouvcrncurs von Schantung, gestorben. Man hofft ernstlich, daß, wenn mö„lich, Schritte g chehen würden, um zu verhindern, daß der ouvcrneur seine rovinz auch nur vorübergehend verlasse.
Dcr (Jenkral:FcldmarschaU Graf von Waldersee hat sich, wie „W. T. V.“ erfährt, nachdcm er von dem Kaiser von Japan in Abschiedck9lndicnz empfangen war, gcstcrn von “Tokio nach Nikko bcgcbcn, von wo er morgen nach Kobe nnd von dort an Bord des großen Kreuzcrs „Hertha“ nach Nagasaki gchcn wird.
Afrika.
Aus Aden vom heutigen Tage meldet das „Rcutcr'sche Vurcau“, daß die britische Kolonne nach Zurücklegung von Eilmärsckwn in (Hobilc im Dolbohandaland eingetroffen sei, welches 1-10 Meilen von Vurao und 27 Mcilcn von Yahclle, dem festen Sitz des MuUah, entfernt liege.
Lord Kitchener meldet aus Pretoria vom 15. d. M., in dcr Nähe von Wilmansrust, 20 Meilen südlich von Middelburg in Transvaal, seien 250 berittene Victoria- Scbüßcn, wclche getrennt von Beatson's Abtheilung marschierten, in ihrem Lager bei Stccnkoolöpruix von einer über: lcgcncn Strettmacht dcr Buren am 12. d. M. überrascht worden. Der chd sei bis auf kur Schußweite un- bcmcrkt herangekommen und habe ann das Lager mit einem mördericbcn Feuer überschüttet. “wei Offiziere und 11; Mann eien getödtet, 40ffiz__'t__e_rr und 38 ann verwundet worden; 2 Offiztcre und .k' “ ann seien nach Bcatson'o Lager entkommen, die übrigen seien gefangcn ge- nommen, später aber wieder freigelassm worden, Zwei Pompon: Geschüßc seien in die Hände des Feindes gefallen.
Ein weiteres Telegramm Lord Kitchener's vom nämx'
lichen Tage bésagt, daß die Kolonne des Generals Elliot am (;. d. M. in der Nähe von Neis cin Gefecht mit dem Feinde untcr ührun chct's xjchabt habe. Nach heftigem Kampfe seien ] bela cnc Wagen 0000 Gcwchrpatronen und 4000 Stück Vieh erbeutet und Gefangene gemacht worden. Die Buren hätten 17 Todtc und 3 Verwundete Jrückgelaffm. Dicbrnischcn Verluste hätten 20Todte,darunter8 _ffyiere,“ um *.!4 Vcrwundctc- betragen. Die Kolonne des Generals Elliot hade Kroonstad erreicht.
Der „Daily Mail“ wird aus Norvalspontvom16.d.M
meldet, die Za [ der Burcu und der tchi en aus lüßmdm Zapkolonißen netzm- in dem dortigen Jesu“? zu Aal Molin" vorn _ w «'r i- die der (3th von Kaffra a: gebiet ttcn hinübcrge woven, sondem .Der W »...-...;... “"W“-. .'." S““ .. m omman o u rn !! er, .]! Mybur , “e di! SYM "' * ?
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