1901 / 147 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 24 Jun 1901 18:00:01 GMT) scan diff

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-* bei?: [[des "Herodes uffes,

.; ; bes WohnsiW „MRM Geschäfts an einen

, _Aufgabe chäfts oder aus anderm er-

ketwgrunden auf ntrag chou vor Ablauf der

, ffungsdauer unter (für den Einzel all iestzuseßenden Be- dingungen aus ihrer Verbindlichkeit zu entlassen.

4) Rechte des Bezirks-Theilnehmers.

,' Dur die Zahlung der unter Punkt 2 angegebenen Ge- byhren ex an t der Thetlnelkxner a. die echte eines d Orts-Bauschgebühr entrichtenden Theilneixzmers am Oris- ernsprechneß und ,b. as Recht, von einer Sprechstelle aus mit allen Theil- .?;Keßmern, welche an eine innerhalb des Beztrkßneées gelegene Vermittelun Sanftalt angeschlossen md, ohne Za lung emer besonderen ebühr Gespräche zu ren.

5) Nebenanschlüsse.

Für Nebenanschlüffe kommt die unter 11 0 der B&- stimmmxzen über Fern prech-Nebenans lüsse vom 31. annar 1900 ( entralblatt f. d. D. R. S. ) festgesetzte Zu chlags- gebühr von 100 ck16- nicht in Ansaß.

- Bei der “nach Punkt 2 allmonatlich vorzune menden Ge- prächszäblung werden die von den Nebenste en aus ge- "hrten Gespräche mitgezählt.

* 6) Dringende Gespräche. » Die Gebühren für dringende Gespräche auf b_en Leitungen des Be irkSnches werden na den Süßen fur dringende- Gesprä (? im

ernvcrkchr bere net.

7) Schlußbemerkungen. Die Reichs-Tcle raphenvcrwaltunH be ält sich vor, mit

Geltung vom 1. Okto er 1906 gb die usch aggebiihr für das

BezirkSneß (Punkt Lb) gnderweit festztt eßen. Für diesen Fall findet die Bestimmung im § 8, leßten AbsaY) der FernsprechZcbübren-Ordmmg sinngemäß Anwendung. ie bisherigen edin ungen für den Anschluß an das niederrheinisch-westfälische e irbZ-Fernsprechneß treten mit dem 1. Oktober 1901 außer Krakt, Die vorhandenen Theilnebmcr am Be irks : ernsprechneix smd berechtigt, zum 1. Oktober 1901 ine An chlüsse u kundigen oder deren Umwandlung in Stadt=Fernsprechanschiisse nach den für solche geltenden allgemeinen Bestimmungen zu verlangen. Die Kündi ung oder der Antra auf Umwandlun des BezirkSUnschluKes ist bis um 15. Inqust 1901 dem * ost- _oder Telegraphenamt, an as der Theilnehmer angeschlossen ist, zu übermitteln. Soweit die Theiliiehmer von vorxtekxender Befugnis; ni tGebrauck) machen, finden auf ihre [nschlüffe vom 1. Okto er 1901 ab die neuen Bestimmunqen für den Bezirköverkehr Anwendung.

Berlin, den 20. uni 1901. Der Staatssekretär des Reichs-Postamts. Kraetke.

Bekanntmachung.

Erweiterung des Fernsprechvcrkehrs.

Der Fernsprechoerkehr zwischen Berlin und JannotviZ_(Schlcf.), Pausin, Ziltcndorf ist eröffnet worden. te Gebühr für ein gewöhnliches Gespräch bis zur Dauer von drei Minuten beträgt:

im Verkehr mit Xannotwß (Schlei) 1 ((ck, im Verkeyr mit Yausin 20 43, im Verkc)r mit . iltcndorf ()() „(Z. Berlin (ck., den 22. Juni 1901. Kaiserliche JbeJPostdircktion. » 5 .

Wabner.

Lanchpolizeiliche Anordnung.

In Verlol der Deklaration vom 9. April 1994“; (Außer: ordentliche Lei age zei Nr. 16 des Amtsblatts Für 1890) 5111“ landedpolizeili en *.lnordnnng vom 6. De_zem er 1895, de- treffend die bwchr gegen die Eintchleppung dcr Maul- und Klauenseuche in den diesseitigen Regierungs: beirk durch das aus anderen Reichstbeiien stammende Vie (Außerordentliche Beilage zu Nr. 49 des Amtsblatts für 1890), beittttimci , das; die Vorschriften der vorbezeichneten landeöpoltkcilichen lnordnung ficli auf das aut! nacbbenannten Neubau)“ en:

aus den preußischen Regierungsbezirkcn Merseburxxm .

*aus bayerischen Regierungsbezirken Oberbanern, L ber: pfalz, Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken, Schwaben,

aus den sächsischen Kreishauptmannschaften Dresden, Leipzig, mickau,

aus en württembergiscben Kreisen NeckarkreiS, Schwarz: waldkreio, Jagstkreis, Donaukrcis,

aus den badischen Landeskoinmiffariatcn Konstanz, Frei:

Magdeburg,

burg, aus den besüschen Provinzen Qberbcffen, leinheffen, aus dem Großherzogtlmm Sachscn:Weimar, aus dem rzogtxum Braunschweig, aus dem verzogt um Sachsen:Coburg-Gotha, aus dem er ogtbum Anlalt, aus dem 1": tentKum StZwarzburgMudolstadt, aus dem ürstcnt um Neuß i. L,. aus den cicbslanden Elsa :Lotbringcn im Reqierunqsbezirk Bromberg zur Entladung mit der C" senbahn gelangendc Rindvich bis auf weiteres beschränken. Bromberg, den 11. Juni 1901. Der Mgierttho-Präfident.

Ur. (brecht,

.Die _von heute ab zur Ausgabe gclangcnbe Nummer 20 des Re: ?(?ese blaäftsk; enthxlslt mfiterVe . as it a 1": org ür amtc und für Personen des Soldaten andes, ook:?! 121. Juni 1901. Berlin W., dm _. Juni 1901. Kaiserltcbeo Vost:Zeitungsamt. Weberstedt.

i * ?, "***“??“exo“.7'“r“é*ch» _ _ sétneMajestätd-exzkönig haben Mergnadigftgerght: .

ben Ma[chineitbausch1tl - Oberlehrer ,M'ar Barth e'“! in Einbeck zum Koniglichen Maschinenbauschul-Direrktor zu ernennen.

Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal:Angelegenheiten.

Bekanntmachung.

Für die Turnlehrerinnen-Prüfung, welche im Herbst 1901 in Berlin abzuhalten ist, habe ich Termin auf Montag, den 25. November 1). J., und die fol- genden „Tage anberaumt. ,

Meldungen der in einem Lehramt ste enden Bewerbe- rinnen find bet der vorgesetzten Dienstbehör e spätestens bis um 1. Oktober 11. I., Meldungen anderer Bewerberinnen bei erjenigen Königlichen Regierung, in deren Bezirk die' Be- ZrTffende wohnt, ebenfalls bis zum 1. Oktober d. I. anzu- r ngen.

Die in Berlin wohnenden Bewerberinnen, welche in keinem Lebxaizit stxßey, haben ihre Meldungen bei dem Königlichen Polizei-Praidium in Berlin bis zum 1. Oktober 13.3. ein- zizreichen. Ist der czugenblickiiche Aufenthaltsvrt einer Bewerberin nichtb ihr eigentlicher Wohnsiß, so ist auch der lesiere an- zugeen.

Die Meldungen können nur dann Berücksichtigung finden, wenn sie genau der Prüfungöordnun vom 15. Mai 1894 entsprechen und mit den nach § 4 der elben vorgeschriebenen Schriftstuckxn ordnungsmäßig versehen sind.

_Die uber Gesxmdheit, Führung und Lehrihätigkcit bei- Ütbruigenden Zeu mffe müssen in neuerer Zeit ausgestellt sein.

uf eme zuverläs ige Feststellung der (Gesundheit ist besonderes Gewicht zu legen. ,

Dj_e Aniagen ]edes (Besuchs sind zu einem Heft vereinigt einzureichen.

Berlin, den 14. Juni 1901.

' ' Der Minister der geistlichen, Unterrichts- und Mcdiziual-Angelegenheiten. Im Auftrage: Kügler.

Ministerium für Handel und Gewerbe.

, „DWL Königlichen Maschinenbmilschu[:Direktor Barthel ist die Stelle des Direktors der König ichen Maschinenbauschule in Einbeck iibertragen worden.

Der Lehrer an der Königlichen höherenMaschinenbauschule

in Stettin Wohl ist zum Köiiiglichqtz-Oberlehrer eriiannt worden. '“

Bekanntmachung.

Nach einer uns soeben zugegangenen Mittheilung ist das Mit lied des Bezirks-Eisenhabnratbs, Herr Direktor Conrad Bertelsmßmi, Vorfißendcr der Hgndclskammer Bielefeld, am .20. d. M. gestorben.

Infolgedessen ist, abgesehen_ Von der Neuwahl für den Bezirks- Eixenbabnratb und dessen Aus1chuß, eme Neuwahl für den Landes- Ettcnbabnrgtb erforderlich geivorden.

Um eine zur Vornahme der leitcren Wahl cbentuell erforderlich Werdctide besondere, Siximg dcs Bezirks-Eisenbabnratbs zu veriiieideii, setzen Wir no nachträalicl) die Wabl eines Mitgliech deb Lnxidesx-Eisenbabiiratbs aus den Kreisen des Handels als Zahl 11) M die Tagesordnung der am 27. d. M. stattfindenden Otyitng.

*),)ülillOVL'k, den 22. Juni 1901.

Königliche Ciscnbahn-Dircktion. Herwig.

Yichiamtliches.

Deutsches Reick).

Preußen. Berlin, “2.4. “Juni.

Seine Majestät der Kaiser iind König hörten heute von 9 Uhr an die Vorträge des Chefs des Militär- kabtnetß, (Vcneralmaiors Grafen von .Hiilsa-Haeseler imd bes Staatsiefrctärs dcs Rei(k)etQNai'incatnts, Staats::i.iiiiiisti'i's, Vize-“Ilbmirals non Tirpitz.

In der Zeit 00111 1. April 1901 bis Monats Mat _sxnb im Deutschen .écick) folgende (Finiialmneii (enneblteßlick) der ki'editierten Veträqe) aii Jollen und qemeinschnftlichen Verbrauchsstcuern (omieaiibcre Einnahmen zur Aliskklk'l'lbllkig gelangt:

„*;ixllc it;;MtiULZ-(é. (gegen das Vorjahr + 25:12th ©((:), Taliackjtencr 162-151"th «((: (+ 31939 „(z), Zitckcrsteuer uiii) Zitichiag zu __derselben 11391415 .sl. (--- 12889658 .1(:), ;aizsteuerti(IAIOLL516 (* - 171 057.161, Maisclibotticli: und Braniitwein-Uikaterial(teuer 3071730 „((. (- - 319276 .(é), Verbraucbsabgabc von Branntwein und Zurclsag ,n detielbeii 199-sx 21;9_ „((: ( « 2157-18 „((), Vrennsteucr 279867 „((- WM) „(z), Brausteuer sx708208 „45 (+ 1898-11'..1(:), Uebergangsnbgnbe von Bier 618520 .ié. (- 29798 „((t), Summe 125908 „'Mit „il; ( -- 101703465; „((-1. Stempelstcucr stic: n; Wcrtbpnpicxe 25.713731 «!(. "“i“-1515") „((-.), ). Knut: und sonnige Anschaffungoqeschäfte 2593-ka „(ck (+ 21§t_-„((;), ('“. Loose „1,11: Privatknttericn 107-1102 :((; (+ 11005- 241), Otaatolotterien 2 58-3 315.“- (+1 (101; 187 M;), (1. «chmofrachtnrkunben 128189 „46 (+ 128188 .“); Spie!- kafrtcmtempcl 227 091 „((-. ( 4417 .t(-.). Wechselstempclsteucr 2.t()7s'»'t2 «(6 (4- 11499974“), Post-ouud Telcgrapben: Verwaitun 11870463“; %. (+ 1118764 ck46), Reitho- EtscanbnsLjet-maltuti 15010 000 „((: (+ “237000 «((-).

Die nr Retxha asse nelangte Ist=Einna?me, abxüglickx dex Aus ubwcrgutungen und Verwaltungs osten, kveträgt bci de_i) nnchbezeichneten Einnahmen: Zöüc (71951811 „((: -«- 3 (90791 «(E), Tabacksteuer 1717 WM“- (+ 12i'x'xt'; „((-. «luckx'rsteuer und Z_uschlag zii derselben 16348.“ L;)(MZUW ,“), «atzstmer 7916425 ck6(--1W9.'12„4ß),

mschbotticbstcuer 8460871 „(ck (“('-71706 ,.“), Verbrauchs» abgabe non Branntwein und Zuse!) cm zu derselben 18 7W 25-1 ,“. (+ 1499919 .“), Brennsteuer 479801 «(ck (** 188 270 .,“ Vrauttener und Uebergangßa abc von Bier 54029271 (+ 93512 .“) Summe 119 1670 .“: (- 10147 876 .“).

nm Zebluf; dcs

,

. um-in _o. de “eiro ay ekommen.

S . S. „Coxmoran“, ommandani: Korvetten: K_apttan Gr-apow, ist am 22. Juni von Sydney in S“ (WSF ., - ..

. . .„ aierin uuta“, : '"

' zur See Stein, ist azn 22. Imis in ÄYYYaLZiaxettwKYwn

S. M._ S. „Esfxon“, ommandant: Fregatten: apitän BredowMist an demselben Tage von Tfiiigtau nach Wusung und “. . S. ,JltiS“, Kommandant: Korvetten-Kapitän Sthamee, von Tongku nach Tfin tau *in „See. ge an en.

_DerDampfer„Gera“§ mit 1,2 (ffi: ieren, 384Znter- offFieren und Gemeinen bes.. peditions-Korps an ord ist am 19. Juni pon Ttentsin nach Japan abge- gangen und am 22. d. M. m Nagasaki angekommen.

n der Ersten Beilage der heuti en Nummer ,RUZF und Staats-Ayzeigers“ werden Zkachrichten (Loc? ext Saatcnstand tm Deutschen Reiche Mitwoch Monats Juni 1901, Kaiserlichen Statistischen Amt, veröffentli

um d i *: (L?sammengestellt im

_. „Kiel, 23. Juni. Seine Majestät der Kaiser und Kom g besuchte ngonnabend Vormitta , wie „W. T. B,“ meldet, die amerikanische Dampfyacht „NaFma“. Gestern Vor- mittag fand an Borb det“ „Ho benzollern“ Gottesdienst statt, Spater. begaben StZ Ihre Ma1estätcn der Kaiser und die Kaiserin an ord der „Jduna“ zur Theilnahme an der Regatta.

Cassel, 24. uni. Der frühere Bot (hafter in St. ete s- burg, Generql=AdFUiant weiland Kaiser ZLillelm's ]., (Yiiexal der Infanterie von Schweiniß ist, wie „W. T. B.“ meldet Heute hier gestorben. *

Sachsen.

„Wie das „ZOresdener Jouxiial“ mutlich meldet, hat Seine Mvajestat der Konig _dem Minister des Innern und der aus« wartigen Anqeiegenhetten von Meßsch den Vorsiß im Gcsammt-Mijnisterium, sowie bei den in ]IWUJSLiaiZ beauftragten Ministern übertragen.

Elsaß-Lothringen.

Der Kaiserliche Statthalter Fürst zu H o k) e nl 01) e-La ng en- burg ist, wre die „S_traßb. Korresp.“ meidet, vorgestern von Straßbuxg nach Berlin abgereist. Von dort gedenkt derselbe sich zu langerem Aufenthalt nach Langenburg zu begeben.

Oesterreich-Ungarn.

Der Kaiser besichtigte, dem „W. T, B.“ zufol e, am Soringbend_§))iittag _die aus 244 Wohnungen beZtechdc Jubilaumssttftun fur, VolkSmohnungen und Wohlfahrts- einrichtuann. uf cine Ansprache des Kurators Fürsten Carlbs luersperg sprgch der Kaiser allen denen, die ür die mmder beimttelte Bevolkerung so Großes gethan, innigsxcn T_atik imb Aiicrkcnmm nu?, da mit der Errichtimq dieser Wohn- ttatteii fur die arme evolferung einer seiner Herzeiistvünsche in Erfüllung geganqcn sei.

Zn Enns miirbc vorgestern das zweilandertjähri e Bestehen des Dragoner=.)_ikegiments rinz AlbrecJt von Preußen Nr. 6 feierlich begangen. Nach einer Feldmesc hielt der Kommandeur des Re intents, Erz: berzoq Franz Salvator, eine deutsZe und eine czechisch' .lnspra c an das Regiment und fchloß mit e_inemHoch auf en K_aiser zran Joseph. Es olgte einc Paryde Und dann em histori cher &estzu . Den AbsfckUUf; bildete eiii Fcstbankctt bei wel cm der Earzlxrzo Otto cinen Trinkipruck) auf den Kaiser und der Ei'z)erzoq Franz Salvator einen solchen auf den Inliiber des Regiments, den Prinzen Albrecht von “Éreußen, nusbrnxbte.

_ _Datz „Frentdenblatt“ erfährt aus zuständiger Quelle, daß die iii einer der letzten Delegationssißungen crwiilmteZeitungs: maihrtxlzt, wonach _kurzltch mi Herzoqthum Anhalt öster- i'eiciiijehe Arbeiter slawischer Nationalität ausge: wiesen worden seien, völlig aus der Luft gegriffen sei.

Großbritannien und Irland.

_ Lord Milner ?at fit?, mie „W. T, V.“ erfährt, vor: geitcrn zit einem Be uche ci dem Marquis of Salisbury nach Hatnelb be eben.

Yic Afrika" er-Delegirten Sauer und Merriman haben am Sonnabend von Southampton die Rückreise nach dem .ttap angetreten.

Frankreich.

Der Präsident Loubct empfing, mie „W. T. V.“ meldet, am Sonnabend in eieriichcr Audienz die Mitglieder der marokkanischen (. esandtkchaft in (Iegenmart des Ministers des Aitoivärtiqen Telcai ck“*, und des Marine:'111inistero Lanessan. Die Gesandtschaft überreichte iin" Beglaulviqungo schreiben. Sobann begab sick) “Abd cl .iierim ben ;:liman zu der Gemghltn des Präsidenten, um dieselbe zu begrüßen. _ Der Senat lehnte tn seiner Simm vom Sonnabend Vor niittL g mit 105 gegen 107 Stimmen cn Abänderungoantrazi des Senators Rambaud Artikel 1-1 des Vereinsgesetz: entwurfo durch em besonderes Unterrichtogi_[cv zu crscven, A'. und nahm den Artikel selbst mit 1-9 gegen 98 „;_ttmmen an. In der Nachmittagssivung nahm der cenat die Artikel 15 bis 17 an, nachdem ver: schiedene Abänderun oanträgc ab elchnt waren. Sodann wurde die Verathung beo rtikcls 18, etrcsfend dic Vertheilung bes Vermogeno der ausßetostm Kongregationm, be onnen und später, beschlossen, ie Sidun m der Na t bio nr Erledigung des Vereinos'gesekbesALrt useßen. 31 der Na 1: stvungwurden dannzah rei e 'n erungsanträgezuArtikei19 beratben und der Abänderun santrag des Senators Trarteux _angmommen, mona sämmtlichen Mit liedcrn de_r ausgelosten Kongregationen, welche keine xistcn - niittcl haben, eme lebenslänsyliM Rente bewilligt werden so ; inexnuj wurden Artikel 1, sowie die übriIen Artikel und schließitck) das ganze Gesch mit 178 chen ..) Stimmen an:

» Sptettartmftempei MM „44 (- 55-38 .“).

genommen und die Sipung gcgen 19/4 Uhr Morgens auf- gehoben. .

«((FM-xis»; Buxz-ÄYTYIFKSYZS. .Di“ : ". * __;xSee'da Fonseca-Wollkßeetißx:

W“ “nister, General André und der Unter-

StaJekretär'Mt-ugeot txafen vorgestern zur (Einweihung des Lyceums für junge quchen Tome zur Thetlna me an dem Feuerwehr-Kongrxß m C"“ermont-Ferran cin. Bei dem Empfan e m der Prasektur beglückwünschte der Krwgs:Minister eneral Andxé den Vischo-f, welcher eine Ansprache gehalten „hatte, zuiemer aufopfernden Liebe für die Republik und u seiner Maxime, Gott zu geben, was Gottes, und dem Kaier zu geben, was des Kaisers Zei. Bei dem Empfan e de? Offiziere sagte der Minister, ie müßten die Armee o gestalten, daß fie sicher an dem Tage um Siege, «2th könne, an_welchem das Volk ihre K* lft benöt ig'e. ' In der zweiten, ani Sonnabend abgeZ tenen Sixung des Kongresses der radikalen Partei führte Bri son ben Vorsisx der in scharfen Worten die Nationalisten angriff, indem er ausfuhrte, daß dieselben die Bevölkerung bald Mit dem Gespenst eines auswärtigen Krie es, bald init dem eines- Bürqerkriegesf recken wollten. VrisiTnsprachsickUodannsehr entscbicden eqen icHaltungMSline'saxis,dereinVerbündeter ber Monar isten und Klerikaien gewordcnsei, und schloß unter Hit)- weis auf die nächsten Wahlen zur Deputirtenkatmner mit den Worten: Frankreich wird zwischen den Kandidaten der Republik und dcn1enigen der Jesuiten u wäblen haben. Die Rede Vrisson's warde mit großem Beifall auf:- genommen. Sodann wurden Berichte über, “Fragen der Dezentralisation, des internationalen Sck)ieds?ertc15ts, die Re- form der Gerichtskosten und die, atissck) ieleiche Heran- ziehung von NickZtklcrikern und republikanisch ge_mnten_Leuten ur Ertheilung cs Unterrichts erstattet und eme Reihe von Ziesointioncn zu diesen Vorträgen angenbmmen. 7- Jn der aestrigen Schlußsißunq hielt B ourgcois eme Rede,1n welcher er sich namentlich gegen den Klerikalismus wandte, Ferner betonte er die Notbwendigkcit sozialer Reformen auf der Grundlage der Achtung des Privateigenthums. Der Kongreß nahm hicraufResolutionen an, durch welche die Reqiertizi auf- qefordert “wird, vor den im nächsteti Jahre i_tattsm endet! Wahlen die der Republik Feindlici). gesinnten sowie die kleri- kalenBeamten aus ilireii ? emtern u entfernen. Der Kongreß wurde dann unter Absmgcn der aiicillaise und Hochrufen auf die Republik geschlossen. _

Déroulbde und Halbert haben an den Vorst enden des StaatheriÖtshofs, der den (Grafen de Lur-Sa iices abziturtbeilen haben wird, F allibres, ein Schreiben gerichtet, in welchem es u. a. heißt: „Wir baben_ am 23. Februar 1899 versucht, die parlamentarische Re terung u st_nrzcn und durch eine plebiscitäre Republik zu er elzen, (1 er mir be- kräftigen bei unserer Ehre, das; weder Buffet noch der Graf de Lur-Saluces, noch irgend ein anderer Royalist jemals an dem Versuche betheiligt war.“ _

Zn Algier kam es gestern Abend bei der Anknnft von Max Régis zu einem Zusammenstoß ibischen dessen An- hängern und Gegnern. Die Polizei schitt ein und nahm ficben Verhaftungen vor.

Rußland.

Die Kaiserin hat, wie dem „W. T. B.“ aus St. Peters- bura berichtet wird, in der Nacht zum Sonnta mit Unter: brechungen cschlafcn. Temperatur und Puls sg wankten in normalen renzen. Der Appetit ist gut. Das lefindcn dcr neugeborenen Großfürstin ist unverändert. _

Der neue Metropolit aller römisck):katbolischen Kirchen Rußlands Klopotowski ist gestern in der .it'ailiakiiienkircbe zu (Ft. Petersburg mit dem Paliium bekleidet und installiert wor en.

Italien.

Die Deputirtenkammer setzte am Sonnabend, wie „W. T. B.“ berichtet, die Weratlmng des Budgets des Innern fort. Nachdem nocl) melircre Tageöordnungen em- aebracbt waren, nahm der Berichterstatter das Wort ".".d trat iir die von dem Deputirten (Violitti dargelegte Politik ein. Sodann wurden von neuem Tagesordnungen enuwbrqcbt. Im weiteren Bcrlanfc dcr Sigung erklärte der MinisteßPrä- sidetit ;Zanardclli (“ich bereit, eine von dem Deputirten (51111110 Baccelli eingebrachte Tagesordtiunq anzunehmen, wclche besagt, die „(kammer billige die [ibcrcile Richtung der i_iicgiermiq und gebe zur Beratbimg der einzelnen Ka_pitel uber. Die [1011 dem Dcputirten Riccio beantragte ki]1](1chk Tiigebokdmm miiise er entschieden ablehnen. Der Minister- Prattbeiit fÜkthc, dein „W. T. B.“ ?itfoige, sodann (mo:

Lilie Redner hätten die (Kieseiliäzeit der Ausstänke und der Z'!rbk]tertJereinigungen und fast alle i ke "kü lichkeit anerkannt. That- taibiicb ici in dem heutigen Wirtbscbafts vstem, Welches Von kent (Mist,: des Angebots und rer *)iacbfraqc beherrscht werde, das Recht des *IlllI-skällkt'ö nnd der Bereinigt"? das_änßerste Vertbcidignngömittel dcr'Iiibciter oder der “.'irlxeit ]t'bl'l', wei kie-Heiltgkeit des Vertrages getakezn der *.*lnqciunnkt derlJcsells aft (ei. (?ralaube indessen nicbt, kai; Vertrags- l't'xikyuugen strafrechtlich verfolgt trekken könnten. Die Arl'eitsircibeit mimi" energisch geschützt werden. Dieses Recht sei vom Ministerium kcb Kamen) iu ivirksmncr Weise gewahrt worden. Er glaube nicht, 1.1); 111 MM Hinsicht t'kiil' Svetialiieschiebung nötbig sei. Er babe bei kein Ausstande iii (Jenna dae Zlizicderichleramt übernommen, ohne [1 Til Schtrierigkeite|i in diesem Falle zu Verbeblcn, niit Rück- (1 t „auf die Tringliciikeit, einem so ernsten “.'ludltanke in einem der -:'*.1ni*tl*.iitcn Italien:“! ein Ende zu machen. Niemand babe sieb kabin geäußert“, dai: ric Regicritng die *.,lkl'ktkt'kl'l'kl'ltlk zum Zwecke der "Licrbetterung der Lage der Arbeiter erke lllkkk Zwecke des Widerstandes hätte auflösen sollen. Er für seine „'N-“T'?" k?nbe immer die Aniitlzt vertreten, das; man nur dann das L'd'tbt babe, Vereine aufzulösen, wenn riese Verbrech2rischc Ziele L“"?liiten, Das sei aber nicht der Fall eier en. Die Vereine batten "(hummer innerhalb der (Bremen res Geyeveo gehalten, und die ".'luo- ttanke hätten keine Unruhen zur Felge ieléabt. Das liberale Regime Uk"? teme Nachtbcile, die Freiheit kaffe (ich nur um den Preis lieitiger „Wyse erobern, aber sein alter Wablsrruck) sei: binl-v pxricnlmmm .*“W'Mk Seine Loyalität den bestehenden Staatöemricbtungen v?.ienuixr sei über jeden Verkacht erhaben und er danke dem Deku- (Eten Fabri, der darauf hingewiesen ba (* daß seine (Zanatdell 'S) ilai-bcnöaktikcl immer lzjetvesen seien: Köniatbum und „Frei tik- “, "( Dwntirten, mit abnahme der Mitglieder der außerten **"kin- erhoben si von ihren Sivcn unk „(." lkkk dcr Köni !“ Aber der (Maude an ,das K_ötiigtbum ""k“ kit Loyalität !* fem gegenüber bestehe darin, eine Politik anzu- k'kbkn- dahin wirke, daft die Monarchie ibtcn ruhmreiche" [!bcmien Traditionen tren bleibe. (Dic Deputitteu crbobcn sich aber- mals Von ihren Sitzen unter den Rufen: .Es lebe ker König!“) Wik kr dies bereits in den Jahren 1878 und 1992 erklärt babe, finde er es gan natürlich, das: die crttcmm Parteien eine liberale Rc kerung :*:m'r' rxaktwanen vorzögcn. iicbnacns babe sicb auch das Min terium ",?"dinlkktscbiedcnc Male auf die äußerste Linke nestüst. (Fr (Zanatdelli) ."!"k ni t Zcinen Gmndiavcn untreu wetten, nur um sich von der "minim! inen zu trennen. Man leiste den Staawemti tungen den "Dienst, wenn man die extremen Parteien für diese taats- ck"“! now zu gewinnen suche. und er wünsche, ka die extremen PM skb [oval um das ltbctale Königtbum ( ,ttm. Det

tiefen :

Deputirte Ferri habe sich imNamen der sozialisti chen Wye jede Anwendungon Gewalt erklärt. Wenn man seitensder MWM zu Gewalttbatigketten _! reiten sollte, so werde die Regierung nith ve eblen mit der an ersten Strenge vorzugehen. .Wenn es ein Je ler it, daß wir eme, olitik der_Unterdrtickung nicbt eingeschlagen und inmitten es öffentlt en riedens die freie Außübun der bür - liYen Rechte gewa rt baden, o mögen Ste uns derart eilen. ba aber das bo e Vertrauen, daß alle liberal und un arteiis denkenden Mitglieder des Hauses der ngierung ihre 0 ene Zu- stimmung geben werden.“ *

Hierauf lehnte die Kammer in namentlicher Abstimmung die emfaZZe, von_ der Negierunq nicbt angenommene Ta es- ordnung iccio rnit 264 ge en 184 Stimmen unter lebha ten

Beifallskundgebungen der L nken ab und vertagte sich sodann.

Spanien.

Gestern Abend fanden, dem „W. T. B.“ zufolge, in Madrid nach Schluß einer Freidenkerversammlung stürmische Kundgebungen gegen die Klerikalen'itait.

. Jn Barcelona herrscht Erreaung daruber, daß die Re- gierung die für katalanische Abgeordnete ab- gegebenen Stimmen für ungültig erklärt hat. Die katalanische Partei plant Kundgebun en, welche der Re- gierung die Macht der Partei bewciexi sollen. Die Depu- tirten für Barcelona, deren Mandate fur un ülii erklärt worden sind, reisten nach Veröffentlichung einer M?pruchs- erklärung von Madrid nach Barcelona ab. -

Belgien.

Der König empfing am Sonnabend, nacb eincr dem „W. T. B.“ zugegangenen Mittheilung aus Brüssel, den Ingenieur Empain, mit Welchem Allerböchstdersclbe über ein Abkommen zwischen der Regieruiiq des Congostaats einerseits und Empain im Namen einer sranzösxsch-belgischen Gruppe andererseits über den Bau einer Eisenbahn von Stanley: Pool zum Tanganyka-Scc mit Abzweigung nach Lado verhandelte.

Türkei.

Nach einer Meldung des Wiener „Telegr.:Korrc p.: Bureaus“ aus Konstantinopel wird in amtlichen türkis en Kreisen erklärt, die Behauptung, das; sich die Lage im Vilajet Ko f ( ow o und insbesondere in N o v ibazar infolge der nlbanesi: Yen Angriffe auf die christliche Bevölkerun?) täqlicl) ver: ( limmere, entspreche nicht den Thatsachen, crube vielmehr auf starker Uebe rtreib un g. Ein Bericht des Vali stelle fest, daß die Lage der Dinge die von seiten Serbiens erhobenen Re: klamationen nicht rechtfertige. Dic “Fforte beilage sick) überdies, das; die serbische Regieritnq der Ver iignng der Protokolle von Vranja imd Belgrad, betreffend die Grenzüberwachuug, wonach letztere durch gemischte Patrouillen zu geschehen habe, nicht nachgekommen sei. Die vorgekommencn Zwischenfälle seien diesem Umstande sowie der ungeeigneten serbischen Grenz: mache zuzuschreiben.

Amerika.

Der SchankretärGageTZat, n_ach einer dem „W. TB.“ ?ugcgangcnen- eldung ans ashin ton, eine lange Er: larung be„üglick) der Bcchung gcioisser rusnscher Pxodukte mit Ausglei szölleti seitens es Schaßamtes der Vereinigten Staaten veröffentli 1. Diese Erkiärun bezweckt, etwaige Miß- verständnisse auf ukären, Dcr Scha sekretär fälsrt hierin aus, die Dinqlerx lkte bestimme, daß importiertesRowetroleum (ober aut"- Rolwetroleum gewonnene Produkte), welches in irgend einem Lande produziert werde, in dem man aus:- den Vereinigten Staaten kommendes Petroleum (oder Rol): pctroleum:Prodnkte) mit einem ZoU belege, einem Zoll unterliegen solle, welcher dem von solchen Ländern aiif: erlegten “oll gleichkommc. Genen diesen Beschluß sei, so- weit das ck)aßmni wiffe, kein Protest irgend eines Landes erfolgt. Er erklärt ferner, falls eingeführtes Petroleum nicht von einem Konsulartiachiveis über dessen Ursprung be- gleitet sei, müsse der Zoll nach dem höchsten Saßc bcre lick werden, welchen irgend ein Land auf Petroleum erlicbe. Jtacl) dieser Erklärun, könnten die Behörden der Vereinigten Staaten nicht e_qreifen, mie Rußland sick) lieiiaclxtbeiiigt fühlen oder ein Differential:Zollsnstem für Produkte der Verein“! ten Staaten einführen könne. Es sei daiier zu hoffen, er Staatssekretär Han werde die Sache so darstellen können, das; Rußland seine mndiiingsweise rückgängig mache und zeige, das; es nicht den sichtigt“, die Vereini ten Staaten in Zollangelegeniieiten unciei'ecl)t zu belandeln, ao Kabinct sei überzeugt, daß das Recht in dieicr Sache auf seiten der Regicriina der Vereinigten Staaten stehe, und glaube, daß, wenn Rußland den Vereinigten Staaten freund- lich gesinnt sei es zur Einsicht elangen Werde, das; seine Handlun amelie in dieser Angelegcn eit nicbt geortet gewesen sei, eine besnn ers freundlicheStimmung fiir Rußland Ut'kVVlekllfCll. Der Staatssekretär Han werde demnächst Nußlan Vor: stellungen machcn, dic 'altuna der Vereini ten St_aatcn ein: gehend erklären und ug cich hervorheben, af; Rußland bei der Einführung der etorxionszölle ubereilt gehandelt, nacb- dem es gewisse Vorgänqe (Ye!) auogclcgt babe.

Wie das „Neutcr'sche ureau“ aua Wasbinaton be: richtet, hat der Staatssekretär Han an den russischen Voticbafter Grafen Cassini ein Schreiben bezüglich des Tarifstreitsz über Zucker und Petroleum gerichtet, in welchem er bei Standpunkt der Vereinigten Staaten gegeniiber dem Vorgehen Rußlands darle t. Das Schreiben bezweckt, die cntsta_1tdene Friktion naeh ((vglicbkeit zu mildern nnd dnrzutbim, da!; das * erhalten der Vereinigten Staaten ewissermaßen auf die automatische Durchführung der DingAn-Aktc „zurückzufüln'en ei. Vcßondero eingehend wird in dcm Schreiben die Zucker: ra (* be andclt, und es werden Gründe beigebracht, um Ruß: an zu veranlassen, dic Zollcrhöbungen auf amerikanische Waaren wieder aufzuheben.

Der General Cbaffce ist zum Militäwiiiouverneur der Philippinen ernannt worden.

Asien.

Aus Schanghai vom gcstti en Tage meldet das Neuter'cbe Vitrcau“, die von der Türkei nach China gx- Hxidte kission sei am Synnabend nach Japan abgereist.

an glaube, daß die Mission über die transstbirlsche Bahn nach der Türkei zurückkehren werde.

Akrib- Die Times“ meldet au! Gerlogubn vom 12. d. M., die abcsinnisebc Armee, 15000 Mann stakk,_set am 11. d. M. dort ein ctro , nachdem sie 850 Metien m 18_Tagm urückgclegt ha . ünf fliegende Kolonnen sollten m der Slack): wieder abgeben und Eilmärichc machen, um den Mullah zu umzingeln.

Lager des Kapitäns Mac eil !! xile

auf dw Hauptm t der Engländer. Diest-yexf

ängern des Mullah und 2 Englänbrr' , en'und 5En länder“ verwundet wurden. Der-M lla!) WKN? mit “knappe?“ Not!)? der Gefangennahme. ,' ;“ ' '

Dem „Reutcr'schen Bureau“ wird aus Cradock vom Freitag gemeldet daß am Donnerstag früh eine Ab- theilun ber Mibland Mounted RiYkes unter & itän Span ati ge en den Burenführer alan ausg" andi wbrden set, we cher auf dem Marsch nach_Westen die Bahn bei Roodehoogte überschritten habe. Bei dem Zusammen- stoß sei der Kapitän Spandan tödtlicl) verwundet worden. Außerdem hätten die Engländer 10 Tobie, 4 Vcrwandete und 66 Gefangene verloren.

Die neuen Berliner Wetterkarten.

Vor kurzemi) wurde auf das Erscheinen von Wetter- karten aufmerksam emacht, welche, auf-Veranlassung und mit Unterstützung der BÖörben vom Berliner Wetterbureau her- gestellt werden und nach Art der Zeitungen zum Abonnements- preise von 1,50 „(s monatli durch die Postanstalten' zu be- ziehen smd. Da (iZ bezügli dieser Karten mehrhfacb das Miß- veritändniß einges lichen bat, als seien sie ä niich wie die tclegrapbisck) in der Provinz Brandenburg verbreiteten Pro- gno1cn nur fiir diese Provinz von Bedeutung, so scheint es nothwendig, noch einmal auf den Geqenstand zurückzukommen. Dies giebt zugleich Gelegenheit, die Bedeutun dieser Karten», die in einer sehr hübschen, auch zum öffentii en Anschlag ge- eigneten Form seit 1.Iuni regelmäßig erscheinen, noch einmal zu beleuchten.

Die Prognosen, welche im fcrti en Wortlaut dem ubli- kmn _eboten werden, können nämliJ ihrer Natur na nur für betimmt begrenzte Gebiete aFgctellt werden, die etter- karten aber geben ein Bild der * etterlage von anz Mittel- und Nord-Europa. Sie gestatten daher uberall erwerthung, W;) sie zeitig genug binkommen, d. h. Überall, wo ste noch am Abend des Berichtstages oder spätestens mit der MorYknpost bes zugestellt werden. tes ilt aber im vorliegenden Fal] ür den größten Theil von entsprechend ist anch die den Wetterkarten beigefügte Witterungs- aussicht etwas anders ebalten als die tclegrapbisch ver- breitete Proqnose. rend nämlich die leßtere nur für die Mark Brandenburg und auch hier nur bis zum Nachmittag des folgenden Tages aufgestellt ist, enk Hält die Wetterkarte eine all emeinere Schilderunß der zu erwartenden Wetterlage über aupt'unb kann desha, von einem einigermaßen geschulten Empfänger ]edem Orte an- gepaßt wcrden. Ueberdies kann man aus dem Bilde auch für etwas längere Zeit hinaus S lüffe ziehen, was man bei dcr telcgrapliisck) zu vcxbreitenden roanose nicht wa, en wird.

Diese Voxzüge smd dort, wo Wetterkarten chon seit längerer Zeit ms Publikum edrungen sind, an bereits all- qemein anerkannt, und so Jaden sie, insbeson ere in den Alpenläiiberii, von Jahr ?u Jahr mehr Verbreitung gefunden und zu einem sehr erfreu ichen volksthümlichen Verständnis; ge: fiihrt. Um so mehr ist es zu wünschen, daß auch bei uns in Norddeuschland dies Unternehmen kräftige örderung er: fabre. Namentlich könnten die landwirths aftlichen An- stalten und Vereine, die Gemeindeverivaltungen, die hölßren beulcn, ferner die que: und Kurverwaltunqen, die S ort- geiellschgften u. s. m. die Wettexkarten dur Anschlag an eicht zngänqltckxen Stellen dem öffentlichen Inter edienstbar machen.

Das; berUeberblick über die Wetterlage, wie ihn die Karte und die beigefügte Uebersicht gewährt, auch für die Beurthei- lung der Preisgestaltung von hohem Werthe sein kann, mag nm" nebenbei“ erwähnt werden. von Bezold.

Kunst und Wiffeusäjaft.

Die Vereinigung für die Erhaltung deutscher Biirgen bielt gestern, wie dem „W. T. B.“ aus Braubach ;. Ri). gemeldet wird, unter dem Veriiß detl Architekten Beko Ebldardt auf der kiiiarlzburg eiiie Festsißiing ab. Nach derselben befichtigten rie Tieiliiebnier rie Bury. An der Bcficbtignng nahmen die iiatiikaftet'ten Facbiitän-ter der Den malpflcge aus ganz Deutschland theil.

Theater und Mußt. Leising-Tlxeater.

Tie Treiaktiac Neffe „Tie Kindsfrau' nacb Alfred Henne- .iiiin 'rci i'catbcikek von F, Zell, wclche ereiw im Vergangenen “Fabre diirch das Wiener Wattfriel-Enscmble rer Frau Hansi Niefe bier ziir Anfiübrimg gebracht wurde, ging am Sonnabeiid, in [“en .Haiirtrollen cbense leicht wie damals, zum ersten Mal in kieier Saison in Scene. Den _Mittelyunkt rer kerbksmischen Handlun bildet die Venue des ji'ttmiten Svreffes einer Familie, kkffctk Web im!“ che die (Ultern und alle Verwandten in Aufregung hält, - ein Umstand, ren fick) die schlaue Wärterin zu Nuke macht, um das ganze Haus (u bebcrricben. Sie wird dabei von ihrem Gatten Peter, welchen wickctum Hm Jarno in übermütbi cr Laune spielte, nachdrücklich mik erfolgrexcb iiiitcrstüßt. Tas Pulli tun bclacbte die lustigen, wenn auch miwai'tschcinlicbcn Verwickelungcn der Handlung herzlich und ircndcte den Darstellern, unter denen nech_ Herr *.i'karan in der Rolle eines der jungen, hübschen Kindsfrau ren «Poi machenden alten Wecken berketinbelMi iit, lebhaften und wohlverdienten Beifall.

Residenz-Tbeater.

Tei am Sonnabend zum ersten Mal auf;?efüérte Schwank „DJS blaue l-kabinct' von Georges Duval unk :) aurtce De_n'nequtn (reuticb von Paul Bloc!) erinnert lebhaft an vgs (ett Ende Februar d. I. längere Zeit inrunb an dieser Bubne ge Cavuo'fcbe Stück .Leontinens (! ne!". „Hier wie dort steh eine geschiedene Gattin im Vor runde; wabnnxckléock) in dem erstge- nannten Schwank det Mami dix nltiatibe zurRxs hr zu scinn_ursprüug- liebenLiebec trist. thut dick tndemankemt die Frau. vaetdenbaben ric gcttenntrLHewesencn cdoeb eine game Reihe von Winni du ultenacben unZzskic ";(-osten AMK: ctrl; Teste mkebe zu;“

dtymkrn u anom. e o n m vom ea Stü in dem nämicben, da! ,blave Cabinetizt «nannten Raume kek astiichcn Hau es einer alten Tante, wel die dort pn der ersten . it ihres früheren :.:-cz ür!- aufamommn ; und hieraus ist auch der Titel»! übnenwerks Wfübm. reisen stellenweise etwas ermüdend!

') S. N:. 122 des .R- u. SUA." vom 24. Mai d. I.

und ei - . an Wortwiy auth bisweilen WEÜLHWUJNKY M 1,

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