*" «KUG. 6.) M K:“!- 12.51.2111.
Jacobstb (S. S.) 3-5, nische Kunstformen Prof. Jacobstb
3-5, . S. S. -- Mal??!r : Prof.(Grell.) .S.?
19- Meaftaa 3-5, Donnerstag 3-5. (S. SZ“ NW 3-5, MZH. - Ornamentenzei : Pro.. (W 231 Yienu 1 -2, Donnerstag 12-2. (S. S. en ag
Montag 11-1, -1. - Fiaurenzeitbueu: Pro . Gre! . . S.) Sonnabend 12-2. (S. S.) Sonnabend 1 -2. - ß erbicbte: vs. br. Dobbett. Erste äßri en Ku us. . (W. S.) Dienfta 6-8, 6- . S. S,) Dreuftag hL-U, Fr tag 55-75 - Geschichte des Kunstgewerbes: 1)r. e sing. (W. S.) Sonnabend 5-7. (S. S.) Sonnabend 5-7 au erdem eine Stunde nach Ver- abredun in den Museen. - Nationalökonomie: Vr. Meyer. (W. .) Monta 4-5, Donnerstag 4-5. (S. S.) Mon- ta 4-5, Donner ag 4-5. Gewerbliche Gesundbeitöpflege: Sa- 11' äts-Ratb 131". Reincke. (W. S. u. S. . Montag 5-7, Donnerstag 5-6. - Gewerbliche Geseßgebung: Dr. jur. et phj]. i [e. W. S. u. S. SH Donnerstag 5-7. - Privatdozenten: ebt'aixje Analyfis. (W. ZZMethodeu der höheren Geymetrie:(S. S. 1)r. eicbel. (W. S. ienstag 4-6. (S. S.) Drenstag 3-5. Seminar für praktischen ascbinenbau: Ingenieur Brauer. (W. S. u. S. S.)). DienstaÖ 2-4. - &. Eifeykonstruktionen für den ocbbau mit esonderer erückficbtigung der Ecsenbabnbochbauten und ür den Wafferbau: Regierungs-Baumeistec Landsberg. . S.) öchentlicb zwei mal weiStunden. b. Baumechanik m1t besonderer Rücksicht auf die Pra s: Regierungs-Baumeister Landsberg. (S. Se..) Wöchentlich ei mal zwei Stunden. - Anwendungen der ITU keitslebre auÉ besondere Probleme des Maschinenbaues: Ing. éxage. (W. , u. S. S.) Wöchentlich zwei Stunden. - Yudirungen: Eisenbabn-Baumeister a. D. Wolff. W. S. u. . S.) Wöchentlich zwei Stunden. - Theorie der Raumkurven und Flächen unter Anwendung der Methoden der darstellenden und sJztbetiscben Geometrie (Vortrag mit Uebungen): 1)r. Buka. ( . S. u. S. S.) Dienstag 3-4, Sonnabend 2-4. - Aus e- wäblte Ka itel aus dem Gebiete der pbyfikalischex1 Chemie: (W. .) Anor anis e Farbstoffe: . S.) 131. Pbtl1pp. (W. S.) Dien tag 5-6. (S. S.) Freitag 5-6. - Dl? Fortschritte der (bemi- schen Technologie (verbunden mit einem Collo uium): [)r. W e y [. W. S. U.S.S.) Wöchentlich 2Stunden.-D1e ärmetechnik:1)r. eyl. (WS. 11. SS.) Wöchentlich2 Stunden. - Technologie des Glases und der Thonwaaren mit Be ug auf das Kunstgewerbe: Dt.Biedermann. W. S. u. S. S.). öchentlich 2 Stunden. ;- Praktifcbe Arbeiten 11 den Werkstätten der Gewerbe-Akademie taglich unter der be- sonderen Leitung des Werkstättenvyrstebers Profeffor Con entius und der Meister, wird hierdurch mtt dem 'Bemerken nr 6 entlicben Kenntaiß gebracht, daß die Jmmatrikulatton am 7. ktober d. Is. beginnen und mit dem 17. de . M. schließen.
Die Gesuche um Aufna me als Studirender bezw. Hospitant müssen in der Zeit vom 1. bis Ende September d. Js. an die untFrzeichnete Direktion - ()., Klosterstraße 35, - eingesandt wer en.
Dem desfallsi en Gesuche um Aufnahme als ordentlicher Stu- dirender ift das ' eifezeugniß eines Gymnafiums, eincr Realschule oder einer reor anifirten Gewerbeschule beizufügen. Für die Auf- nahme in die nstalt ist von den Studirenden eine Gebühr von 30 .“ und von den Hospitanten; eine solche Von 20 „11 zu erlegen.
Das Honorar fur die Vorlesungen Uebun en und praktifchen Arbeiten in den Laboratorien wkrd halbjährlich mVoraus entrichtet ;mkd Taj? dertZabl der wöchentlichen Unékerricbtsstunden in dem Halb- a r e tmm .
Bei Studirenden ist die Stunde für Vorträße halb ährlich mit 3 „FC, für Uxbungen mit 2 „74, bei Hospitanten d e Stun e für Vor- träge mit 4 .“ und für Uebungen mit 3 „M zu berechnen.
Außerdem sind für die Theilnahme an den praktischen Uebungen im Laboratorium 75 .“, für die Tbeilnabme an den phyfikaliscben Uebungen 15.-M und für die Tbeilnahme an den praktischen Arbeiten im photographischen Atelier für jede wöchentliche Stunde 6 «75 für das Semester zu entrichten.
Das Studienprogramm wird dem Gesuchsteller gegen portofreie Einsendung von 80 „3 in Postmarken unter Kreuzband übersandt.
Berlin, den 23. August 1878. Der Direktor der Königlichen Gewerbe-Akademie. In Vertretung: Aronbold.
Yichiamtlithez.
Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 29. August. Sr. Majestät dem Kaiser und König bekommen, wie „W. T. B.“ aus 1ßlextsteint meldet, die dortigen Bäder, wie in früheren Jahren,
e r u.
Bix erfrischende Alpenluft begünstigt bei der guten Witte-
rung d1e Rekonvaleszenz Sr. Majestät ungemein.
- Ihre Majestät die Kai erin-Königin ift estern bend, von Salzburg zurü ke rend,“ über Schloß rauchenwies, wo Allerhöchstdie elbe Se. önigliche Hoheit den
Fürsten von Hohenzouern besu te, in Coblenz eingetroffen.
"*"“ - Se.Ka1 erliche und Königliche Hoheit der Kronprgnz emp ng, estern Vormittag den Flügel-Adjutanten Sr. Ma1eftät des „Km ers und Königs, Oberst-Lieutenant von Winterfeld, 11ahm dann die Vorträge des Civil-Kabinets, des Finanz-Mimsters 11115 des Ministers des Innern entgegen und ertheilte Nachmtttags dem Hofprediger Ro ge eine Audienz.
Gegen 31/2 11 r begahetx S1ch d1e Höch?ten Herrscha ten zum Diner bei r. Kömgkchen Hoheit dem Prinzen arl nach Glinike.
- Das Staats-Ministerium trat heute zu einer Sißung zusammen.
- Der 117. Senat desOber-Tribunals hat in seiner Sitzung vom 23. Mai 1878 entschieden, daß betreffs der An- meldefrist der Appellation allein das Datum der ge- xichtlichen Präsentation der Anmeldeschrift maßgebend 1st; nur wenn der Beweis erbracht werden kann, da durch das Versehen der betreffenden Gerichtsbeamten eine erzö e; rmx der Empfangna e des Söhriftstückes eingetreten e1, so F das Datum des Yausxzabesikmpels als ent cheidend zu era ten. Einen solchen eweis liefert nicht der oftausxzabe- stempel allein, da die wirkliche Ausantwortung an den betref-
MMW amm Versehen der P'"-
_NBmcdamths-7* Bwllmächtigten 'rzogt " altenburgischer SW-Minixter von O??? WEY? FF und Jürßluh s urg =mdol|ädtischer taats = n ster von ertrab nd von hier abgernft.
- Der bisherige Kreisrichter As eher zu Züllichau ist Zum Rekierungs-Affeffor ernannt undrwird im Kollegium der skaftZii? ichen General-Kommisswn zu Münster be-
THer Oekonomie-Kommisfions-Rath Baumann zu Wesel ist in den Ruhestand versest worden. . '
- S. M. S. gedeckte Korvette „Elijjkabeth“, 19 Ge; schüße, Komdt. Kapt. 3. S. von Wickede, i am 13. uli cr. in d1e MageYaens-Straße eingelaufen, 9111 16. vor untac Arenas zu nker ge angen und beabs1chtigte am 17. oder 18. Juli die Reise na Santa Cruz fortzuseßen.
Oefterrekch-ngarn. Wien. 28.'Auguft. (WTB) Seit gestern smd keine weiteren Nachr1chten vom Okkupa- tions-Schaupla hier eingetroffen. Nur die 20. Trup en- Division hat in gänzung fxüherer Meldungen beri tet, daß unsere Verluste bei Bobo] am 23. August 4 Todte und 15 Verwundete und am 26. August 2 Todte und 21 Ver- wundete betragen haben. Von den letzteren sind inzwischen drei Soldaten 1 ren Wunden erlegen. - Die „Pol. Korresp.“ veröffentlicht fo gende Meldunß aus Konstantinopel von Heute: Die Pforte hat über ie Ausschreitungen der albane- isZen Liga in Prizrend Nachrichten erhalten, wonach diexe Liga m t aUein die muhamedanische Bevölkerung ur Eryebung treibt sondern auch die regulären türkischen ruppen zum Abfalj von ihren Fahnen und zum Uebertritt zu den Auf- ständischen verleitet. In den an Novibazar grenzenden Distrikten herrscht große Aufregung.
- Ueber die Operationen der Okkuyationstruppen in Bo13n1en und der Herzegowina schretbt die „Wiener Abendpos “ vom 27. d.:
.Die nach der Besetzung von Mostar auf dem herzegowinischen und nach der Einnahme von Serajewo auch auf dem boßniscben Okkupationsgebiete eingetretene Unterbrechung in der Vorrückung der K. K. österreichisch-ungatischen Truppen, hält auch zur Stunde noch an. Der Stillstand in der Beweaung rst jedoch nur ein scheinbarer und äußert 1ch lediglich nach der Richjung der nächsten Operations- objekte. T atsäcblich sind die Kaiserlichen Truppen auf bciden Okkupationéräumen in voller Thai1gkeit, denn es gilt jeßt vor Allem die Sicherung des Erworbenen, d1e Schaffuné] ciner intermediären Basis in der Herzegowina und in Bcönien sel st. Im Gebirgskriege aebört der Schuß der Bewegun s- und Verbindungslinien zu den schwierigsten, die volle Aufmerk amkeit der Generale und die auf- reibendste Thätigkeit der Truppen erbeisckpenden Aufgaben. Dies gilt insbesondere dann, wenn der Vertbeidiger des Landes die Fak- toren seiner Kraft aus der Schilderbebung der Bergbewobner selbst
*- zieht. Die mindestens drei ig Nizam- Und Redif-Bataillone zählende
und von einer gUten Atti erie unterstü te reguläre Truppe bildet den KrystallisationskernZ1an welchen alle Uemente des Widerstandes naturgemäß anschießen. In der Front_ geschlagen, werfen ficb die durch die Stöße unserer Bngaden bet Kosna, Jajcc, Scheptsche, Buforvatscha und Serajewo zersprengten feindlichen Abtheilungen in Schaaren von lockerem taktischen Verbande auf unser: lanken vnd Nachschubslinien. Sie könnten da die Verp egs- und cblacbtvieb- Kolonnen bedrohen, die Reserve-Anstalten eunrubigen, wenn wir die Operationßlinien verlängern woÜten, ehe noch ausreichende Bürg- scbaYten gegen den Eintritt der angedeuteten Eventualitäten geschaffen wur en.
Den kritilscben Beobachter kann daher die adoptirte methodische, systematische, angsamer, aber unentwegt dem letzten Ziele zustrebende Operationsweise 11111: mit Beruhigung erfüllen. Sie allein bietet die (Garantie des bleibenden Erfolges im Gebirgskriege. Der größte Theil von Nordtirol war 1703 schon in den ersten 10-12 Tagen der bayerischfranzöfischen Invafion von den feindlichen Heersäulen überschwemmt. Kufstety, Rattenberg, Hall, ja die Landeshauptstadt Innsbruck selbst und dte Grenzpäffe von Scharnitz, Luetascb. Ehren- ber? befanden sich in der GeWalt des Kursürsten Max Emanuel. Ge [endet von solchen Erfolgen, ließ er in Einem Zu e seine Ba- taiÜone über den Brenner rücken; ja seine Streifpartien e-unrubigtcn selbst Sterzing. Dies; Ueberstürzung war aber auch das Verhängniß des Kurfürsten. Ju 1einem Rücken erhob fich das Volk des Inn- und ZiUer-, des Stubayer- und Lecbthals und weni e Wochen später stand kein Bayer und kein Franzose mehr auf Tiro er Erde.
Solchen Rückschlägen kann im Gebirgskriege nur durch eine schrittweise Bescßun des-Landes vorßebeugt wcrden. Nach jeder ge- Wonnenen Etappe is? diese in de11 F anken gegen alle Zufälligkeiten fieber zu stellen. Wie es scheint, smd im Hauptquartier zu Serajewo diese Erwägungen die maßgebenden, daher der scheinbare StiÜstand, der, wie aus den heutigen Mittheilungen hervorgeht, keineswegs die Entsendung von Stretfkommanden und Sicherungs-Abtheilungen, selbst auf namhaxte Entfernungen von Mostar, Serajewo und Van- jaluka, ausschlie t. Die erwähntxn Mittheilungen illustriren zur Gem": e die erfolgreiche Thätigkeit dteser Streifkommanden.
ndererseits ist es wieder sehr erklärlicb, daß die Führer der Aufständischen Alles aufbieten, um auf unsere Flanke und rückwärtige Verbindung zu drücken. Dort allein können e hoffen, irgendwelche Partialerfolge durch Außnüßung ihrer, vorhin geschilderten natür- lichen Vortheile zu erringen. Dem Angr1ffe auf die halbreisförmi en Stellunßen des Grafen Szapary zunächst der Begleitungshöhen er BoSna ei Dyboj vom 22. d. M. ist daher am 26. d. M. ein neuer Zöfol-Y. Der1elbe scheint jedoch nacb_der vorliegenden Meldung des . ivifions-Kommandos mit xchwacheren Kräften unternommen worden zu sein. Da.“. auch die er Angriff von unseren Truppen zurückgewiesen wurde, ist selbstverständlicb.'
est, 27. Au ust. (W. Z,) Der onved-Mini er von «zende hat Fe ern in Vertretung des inisters des n- nern gegen den izegespan des Pester Komitates wegen seines Verhaltens in der Vorspan naffaire das D1Sziplinar- verfa ren eingeleitet und denselben vom Amte sUSpendirt. -O ergespan Graf Stephan Szäpäry wurde mit der Durch- führunß der auf die Beistellung des Vorspanns und der Fuhr- werke ezüglichen Verordnun betraut und hierzu mit den nöthigen außerordentlichen Vo machten bekleidet.
-_ 29.,August. (W. T. B.) „DJS „Amtsblatt“ ver- öffentl1cht eme von lsämmtlichen M1tgl1edern des Kabinets kontrasignirte König “che ?Lxerordnxtnxé5 wonach einzelne Trquen der 83.Honved-Jnfanterte- rigade während der esorgung des internen Sicherheitsdienstes 'in den Grenz- d_i_ rikten zeitweilig auch außerhalb der Grenzen der unga- r1 chen Kronländer verwendet werden können.
Schweiz. Bern, 27. August. (N. Zürch. tg. Durch ein Kreisschreiben des BundeSrathes “?verZen die
Gotthatdkantoné Bes ' einer Konferen M2. MWWÜU, um die Werthe Fx Rd Feuen SUWMYY' MÉYWFM vJerZqum
te ngen, effend nza das der ursprünngMn Subventionen, festzustellenémg
Großbritaxmien und Irland. London, 28. August.
W. T.“ B.) Wte dem , Reuterschen Bureau“ gemeldet wird,
ben m Folge der, Vorstellungen des Gouverneurs von
rapezunt, des Patr1archen und des englischen Konsuls die Lazen bexchlossen „der Besetzung Batums durch die Russen euxen deerstand entgegen zu setzen. - Lord CamIO? _e ll (11beral) tftan Steae Lo r ne ' s mit 1462 Stimmen zum" 1tgltede des Unterhauses für Argyleshire gewahlt worden, Oberft Malcom (konservativ) erhielt 1107 Snmmen.
- (2111 . Korr.) Aus Larnaca auf Cypern meldet der Spezml- orrespdndenx des Reutersthen Bureaus unterm 25. d. M.: „Samzr Pajcha hat üch an Bord des ,Pelican“ ezngesch1fft, um m1t mehreren anderen ottomaniscchn Funk- t1onc'_1r_en nach Konstantinopel zurückzukehren. Die wenigen türk1sch§n Beamten, die noch auf der nsel bleiben, werden 911111äh11ch durch Engländer ersetzt. ie letzte Abtheilung 1nd1schex Truppen segelt morgen ab. General Watson, der anfä11gl1ch zum Gouverneur von Larnaca designirt war, ist auf leaub nach England zurückgeke rt.“
Ems sorgfältige Inspektion der 11 e Cyperns hat zu der Ueberzeyßun'g geführt, daß Jamagu a der künftige Hafen der Jnye sem müsse. Der eneralstab der Flotte hat, dem „Stgndard“ ?ufolge, demnach die Weisung erhalten, eine deta1ll1rte In pektion des afens von Famagusta vorzunehmen und über desserx Eigenscha ten einen ericht zu erstatten.
Der Spezml-Korrespondent der „Daily-News“ auf Cypern hält, seine unlängst gemachten An aben über die unter den europä1schen Truppen daselbst herr chenden Krankheiten aufrecht und macht seine Gewährsleute namhaft.
„Frankreich. Paris, 27. August. Das „Journal off1c1el“ veröffentlicht die von dem Marine-Minister ver- sprochenen näheren Aufschlüffe über die ersten Anfänge des [Katnakenaufstandes in Neucaledonien. Dieselben au en:
Am 19. Juni wurde ein Ansiedler, Namens Chéne, der sich geweigert hatte, dem Stamme Dogny ein bei ihm lebendes Kanakenweib auszuliefern, an egrisfen und getödtet, sein Eigenthum geplündert und seine “ ami ie ermordet. Nach déesem Racheakte rührte sich der Stamm nicht mehr, und man konnte leanen, es mit einer vereinzelten Bewsgung zu thun zu haben.
111 21„ 22. und 23. Juni verhaftete man die Häuptlinge des schuldigen Stammes, um durch sie der Mörder habhaft zu werden, und in der Nacht vom 24. zum 25. begann das Ge: meßel 111 Foa, von Dogny ab die Straße von Kanala. nach Teremba. Die Stämme, welche die Dörfer Moindu, Momea, Xarino, Pocquereux, la Foa, la Uameni, daS Thal von Thio, Bulupari, la Uenghi bewohnen, erhoben sick) gleichzeiti . In der Nacht vom 25. ermordete man die Familie Boizot in ogny und die Gensd'armen in [aFoa, 14 km davon. Am Morgen des 25. erxeichten die Aufrührer Teremba, 18 11113 nördlich von Foa. Am 26,1. dauerte das Morden in la Uamem, in Ua-Tom, in Vulupari und am Eingangs des Thiothals fort. Die Ein- eborenen schienen einem bestimmten Plane zu folgen, denn der
ufftand ging von mehreren Herden aus. Die Kanakenbanden lösten einander ab; die ersten überrumpelten die Ansiedler und machten sie nieder, die zweiten plünderten, die leßten voll- endeten das Werk der Zerstörung, indem ste die Meiereien und Behausungen niederbrannten. Der Widerstand Chéne's ge en die Forderung der Kanaken war der Vorwand der er ten Verbrechen gewesen, dem ganzen Aufstands scheint aber ein vorgefaßter Plan zu Grunde zu liegen. Die Theilnahme Atai's, dss einzigen Kanakenfü rers, der sich zu allen Ze1te11 gegen unsere errscbaft aufgele nt und deshalb schon mehrere Strafen aUSge fanden hatte, beweist, daß man darauJ ausging, die Eingeborenen der Insel zu einer allgemeinen Er ebung zu verleiten. ndeß fand dieselbe nur in e1netnziemlick1bcschränk- ten Kreise nklang. In den ersten, Augenblicken h1eß es, die Stämme von Mont=d'Or hätten s1ch erhoben und die von Honaikkon und Pomerilhuen nähmen'an dem Aufstande Theil. Dem war indeß glücklicherweise mehr so; nur eine gewisse Gährung war unter den Eingeborenen zu beobachten. Auf der anderen Seite haben sich ,d1e Stämme von Kanala unter ihren Führern Kake und Gelnna gleich 111 den Augenblicken der Er ebung zu unserer Verijgung gestellt. Hr. Servan, der Bezirksvorstand, war an 1hrer' Sp1ße. Die Reg1erung nahm ohne Bedenken ihren Be1stand an, und einer ihrer Führer wurde in dem Kampfe gegen die von Mai befehligten Stämme verwundet. _
In der Hauptstadt der Kolome war die Aufregung groß, als die Nachrichten 'von dem Vlutbade von Fog und Bulupari einliefen; dus, Beyölkemxng verlangte be1 aklem Vertrauen, welches s1e 111 d1e von der Re- giernng für die Sicherheit von Numéa ergriffenen, Maß- regeln seßte, den Truppen, die bere1ts ,nack) Uratl und Bulu ari aufgebrochen waren, akt1ven Bmftand zu leisten. Der ouverneur nahm dies bereitw1lli „an, und ein Corps von berittenen Freiwilligen wurde „Le 1ldet, sogleich außge- rüstet und den Truppen nachgesch1 ', wä rend der „Beau- temps-Beaupré“, die „Vire“ und d1e „„ eudre“ die Küste entlang fuhren und überall, wo es nöthtg war, Truppen- abtheilungen zurückließen. ,
Die „Depöche“ welche in Buraké an elegt„ hatte, wohm viele Pflanzer geflüchtet waren, überbra te exmges Nähexe über d1e Begebenheiten. Danach waren 111 Foa d1e Gensd'armerie und die Kolonisten überfaYen worde11, wäh- rend sie in Bulupari schon auf den Angmff vorbere1tet, aber der Ueberza?l unterle en waren.. „ ,
An Bei ielen per önlichen Mathes fehlte es mxht. Em An- Fiedler Herr ?ßorcheron, der in dem 2111 enblicke x1m kam, gl)?- eine Frau schon getödtet war, hat durch ?eine mut 1ge Verthe1d1- gun den Kindern und Dienstleuten das Leben gerettet und die anaken zurückgewiesen. Lecas„Ober-A11fseher des De- portirtenlagers von Vulupari, hat m1t dem xößten Nachdruck widerstanden; acht Kanaken fielen unter e1nen_ Streuhen, aber seine Frau seine Kinder und zwet Aufseher wurden wieder ema t“ mit einer letzten Anstrengung gelang es ihm, s1ch fe bst zu öefreien.
Der Gouverneur , dessen ryhige Haltung der Be- völkerung, welche natürlich 1Tene1gt war, allen Allarm- nachrichten der Flüchti en G auben zu schenken , neuen Muth einßößte, ergri_ sofort- entschlossene Maßregeln. Die Distri e von Urm und Bulupari wurden 111 Be-
erungSzuftand erklärt und dte in
geborenen sofort auf der Numea ansässigen
. „ sel Nu internirt. Soweit ckck?" d1e ?kften schnftlixhen eldungen aus der Kolonie. Durch den Telegraphen woß man bereitS, daß der Auxstand, ohne neue Op,fer zu foxdem bewältigt worden und da man nux noch dmxnt beschäfttgt isZ, mittels einer bewaffneten Expe- ditwn auf seme Urheber und Hauptschuldigen zu fahnden.
Rußland und Polen. Sk. Petersburg, 29.Auguft. J.HB.) Se. Majestät der Kais er ist mit den Großfürsten r 111 Alexandrormtfck) und Dimitri Constantinomtsch gestern Na mttxag un) 3 Uhr in Luzk eingetroffen und nach der Repue ub_er d1e dortigen Truppenabtheilungen um 5 Uhr we1tergere1st.
Anzerikq. New-York, 28. Augqst. (W. T. B.) Nach h1er emgegangenen Nachrichten smd im Ganzen 220 neuenErkrankungsfälle am gelben Fieber und 57 Todesfqlle vor ekommen. Ju New-Orleans wurden 80 neue Fälle kon tatirt.
AFM.“ China. Juni 1878. Der Not stand in den nordl1chen Provinzen Chinas, wel er in den leten Mongten seinen Höhepunkt erreicht hatte, beginnt glück- l1 erwe1se s1ch seinem Ende zu nähern,
In Folge der zuerst Ende April, seitdem haun er einge: tretenen Regen ist die rühjahrs- - vorzugsweise eizen- - Ern_te Nord=Chinas, mt welchxr man in der Umgebung von Pekmg 1eßt gerade beschäft1gt 111, zwar etwas verspätet ein-
etreten, _1m Ganzen aher, wre es scheint, ausreichend ausge- gUen. „Dr_e Behörden smd deshalb gegenwärtig damit beschäf- t1gt_,_ dxe m den großen Städten zusammengeströmten Hülfs- bedurftme'n nach 15171711 he1mathl1chen Distrikten zurückzubeför- dern. D1e Beunruhtgupg der (Hemüther in der Hauptstadt stxht auch n1ch1 mehr 1n1t'der HnngerSnoth, sondern mit Vor- angen, un Ka1serpalaste Un Zusammen ang. Die Kaiferinnen- . egenttnnen sollendurch verschtedene Vor ommnisse und Anzeigen m große BestürZung verfeßt worden sein. Man ließ daher den mit fremden (Héxwe xen bewafxneten Theil der Kaiserlichen (Harde, welche '?ewohnltck) qußer alb der auptstadt garnisonirt, in den Ka1,er-Palast e1nrücken, eine aßregel, welche zu den beunruhxgendsten Gerüchten in der Hauptstadt Veranlassung z1b. DW Aufregyng wurde noch vermehrt durch das plöß- 1cl)e mereten emer Geldkrisis, in Folge deren mehrere Wechslerladxn gestürmt wurden.
" .Zu grdßeren Ruhestörungen in der Hauptstadt ist es ubr1gens 111cht gekommen. Die Regierung, aus ihrer größten Berl'egenhYt durch das Eintreten der Früh'ahrsernte und die bxs ]th gunsttgxn Auss1chte11 auf die Her sternte befreit, be- Zmyt wtedex 11che17er_und fester aufzutreten, und aÜgemein bchexrxt s1ch eme gimst1ge Anffassung der Verhältnisse vorzu- ere1en.
Kunst, Wissenschaft und Literatur.
Von dem trefflichen Werke des Professors X).". Heinrich Dernburq „Lehrbuch des preußischen PrivatrechS“, (Halle , „Verlag, der Buchhandlung des Waisenhauses , 1878) wxlch'es wtr bexe1ts an'dieser Stelle erwäßnt haben, liegt gegen- wartig dte zweite Abj'betlung des zweiten Bandes vor. Der 'zWeite Band eytbalt das drttte und vierte Buch, das erstere umfaßt das Obligattonenrecbt, chs letztere die privaten Gewerberechte, Die Ein- theilung des Obltgatwqevreckots ist die gewöhnliche; in zwölfKapiteln und Ciuhundertundzwet Paragrapßen Werden die allgemeinen Lehren - mtt Etnscblqß des materielxen Kon kurSrecbts - behandelt; mit Para- graph 133_beg1n11t der zwette jetzt erschienene Abschnitt, der sich mit den ,emzelnen Obligationen - den kontraktlichen und außer- kontraktltchen -; beschäftigt. Außer den 111 dem Landrecht erörterten Vertragen hat auch die neuere Gesetzgebung Eingang gefunden, msbesondere Theile des Handelsrechts, Welche ihre Emstebung der späteren Entwicklung des Vetkehrs verdanken, 11a- mentlich dre wichtigen Materien der DienstNrträge, der Aktien- und Verficherungsverträge, des Verlagsrechts und des Reichshaftpflicht- geseßes. Das vierte Buch enthält das literarische Urheberrecht, den Schuß von Kunstwerken, Photographien, Mustern und Modellen, das Patentrecht, den Firmen- und Ykarkenscbuy.
Troy steter Verweisung auf die bezüglichen Gesetze in den aus- führlichen Anmerkungen unter dem Texte ist das verdienstlicbe Werk eine streng wissenschaftliche Arbeit, ein Lehrbuch und kein Kommentar. Die zu erwartende Kodifikation des deutschen Civilrecbts thut demselben keinen Eiptrag, zumal das bestehende preußische Landrecht die Bafis der Neubrldung sein wird. Ein sehr ausführliches alpha- betisches Sachregister und ein Citatcntegister erleichtern den Gebrauch
dcs Lehrbuchs.
_ Das kürzlich erschienene vierte und fünfte Fest des ziveiten Jahrganges dritter Zolige (Jahrgang IMU.) der ruchot'schen Beiträge zur r äuterung des deutschen Rechts, herausgegeben kon Rassow und Kümzel (Berlin, Verlag von Janz Vahlen) zeichnet fich durcb besondxre Reichhaltigkeit aus. eun Aufsäße gehören der Rubrik „Abhandlungzn“ an; der Titel „Aus der PraxiS“ setzt die Rechtögrundsaße des Ober -Tri- bunals mit,Bezug auf die Subhastationsordnunq und die Geseße vom 5. Mar 1872 fort und befspricbt secbszebn einÉelnx Rechtsfäüe; dcr Abschnitt „Literatur“ lie ert eine zum betl eingehende Beurtbetlun von vierzehn Schriften juristischen Inhalts. Unter den Abbund ungen beanspruchen ein besonderes Intereffe der - 11911) nicht beendigte - dem internationalen Privatrecht angehörige Aufsatz von v. Kujawa über örtliche Begrenzun der Anwendbarkeit des Rechts („Nr. 19), der Aufsatz über Antheilßre te von Platbner (Nr. 21) und uber Ausbildun der Referendarien von Raffow (Nr. 22), sowie die ebenfalls noch n cht abgekchloffenen, für die Handhabung der neuen Frozeßgeseß ebung wichtigen Glossen vom Fretberrn von Bülow Westerburg? Nr. 26. Die Mittöeilungen einzelner Rechtsfälle „aus der raxiS" smd sämmtlich Entscheidungen des Ober-Tribunals (111. enat). - Der Abtchnitt „Literatur“ hat aucb cini e der deutsch- österreichiscben Jurisprudenz angehörige Arbeiten in einen Bereich gezogen. Vorzu?swei-se ausführlich und anerkennend find die Kritiken der „deutschen Re chs-KonkurSordnung“ von G. von Wilmowski, des .Giroverkebrs und des Gebrauch der Cbekß“ vow Koch und des „Preußischen ypot ekenrecbtö“ von Dernburg und Hmuchs.
Die ge cb ckte erbindung dert tbeoxetischen und praktischen Auf- faffung, we che den .Beiträgen“ e1gen tft, sichert deyéelben eine stets zunehmende Gunst und Verbreitun in dem urist1cben Leserkreise. Einer besondxrn Emp ehlun bedar es nicht ei einem Werke, das sich bereits eine gefi erte tellung in der periodischen juristischen Literatur erworben hat.
- „Verfügungen in Grundbuchsacben' von Paul Wolff, 4. Auögabe. Berlin, R._ v. Deckers Verlag, Mar uardt u. Schenck. 8. 18 Bog. geb. ren? 4.“ - Seit dem Crx einen der dritten Aus abe [ind kaum 3 abre verstossen, und s on at ck die Notbwendig eit e ner Neubearbeitung des„Werkes erge en wel es in seiner heutigen Gestalt, wenn_ auch wemg von der früéeren ab- weichend, doch insofern an VoUstandigkeit gewonnen hat„ als, es die inzwischen ergan enen ministeriellen Verfügungen, sowtx dre eine konstante Praxis 11 Grundbuchsachen anbahnenden appeüakonögericht-
lieben Entscheidungen aufweist. Das in 14 Abschnitte Ribeilte. mit einem das „Auffinden der einzelnen Materie:! erleichternden Sach- register versehene Werk bezweckt, cm der Hand von Beispielen den Grundbuchbeamten, sowie besonders den angehenden raktikeen Au- l_e1tung uzr Bearbeitung von Grundbuchsacbea zu zewä ren und ihnen uber schwterige Fragen fortzubelfeu.
- Ei'ne „Geschichte der Malerei von den ältesten Zeiten 515 auf die Gegenwart", bexauögegeben von Alfred _ oltmann, erscheint, auf.“- Reicbste mix Ho schnitten illustrirt, un „Verlaß; von E. A. Seemann m eipzig. Die Be- arbettung r Geschichte der antiken Malerei hat der Herauöqebec der auf diesem Gebiete bewährten _Feder von Karl Wörmaun uber- lassen, dessen Antbeil an dem Gejammtwerkc in der soeben aus. gxgebenen ersten Lieferung von stehen Bogen ziemlich vollständig vor- lrxßt. Das ganze Werk, in Format und Ausstattung sich genau an Lu ke's „Geschichte der Plastik“ und deffen „Geschichte der Archi- tektur“ anschlreßend, rst auf 9 bis 10 Lieferungen berechnet, die in Zwischenräumen von zwei zu zwei Monaten erscheinen sollen.
' - Von dem_ ofx besprochenen, im Verlage der Gebrüder Kröner 111 Stuttgart exxchetnenden Prachtlieferungswerke: „Unser Vaterland“ [tegen bereits wieder zwei neue Hefte, das 21. und 22. vor. In denselben übernimmt - nachdem L. v. Hörmann den V'olkstypen und Trachten in Tirol einen interessanten Abschnitt ge- wtdmet, - K. v Scyffertiß die Führung durch das schöne Vorarl- bexg, vom Seegestade durch den Bregenzerwald rbeinaufwärts. Mat- tbtas Schm1d und R. P'üttner haben fick) in die illustrative Aus- stattung des Textes qxtbetlt. In woblgelungenen Holzschnitten wer- den dem Leser vorgefubrt: die Gebhardökapelle bei Bregenz. ein Hans 1111 Bregenzer Walde, die Brücke von Egg, Bregenzerwälderinnen, eine Vedute auf dem'Wege nach An, der Schröken, Hohenems, die R,uine_Neuenburg bet Gößis, die Kirche in Rankwyl, Feldkirch, so- wte Hauser an der JU daselbst, u_nd' endlich der Eingang zum Mar- gretenkapf. , Dte prachttgen größeren Kunstblätter, welche diesen Heften betltegen, stellen dar: Bilder aus der Umgebung von Bozen, Ylt-Brxaenz, Landecx und Blick auf Scesaplana von Gollafera, sammtltch von R. Puttner.
-_Bej Brockhaus in Leipzig ist vor Kurzem ein von technischen Fachzettxchrtften angelegentlich empfohlenes Werkchcn erschienen, be- trtelt: „sooabnwirs 1601111114110 fknn9ajI-3116mauä. tech- nischxs deabular für technische Lehranstalten, sowie zum Selb t- studtum füx Techniker, Studirende und Industrielle, von ])r. Wers- boven.“ In überßchtlicher, nach den Materien geordneter Dar- stellung Werden darm die in den Hauptgebieten der Industrie, Technik uz1d Naturwtffenjchaften (vaßk, Chemie, Masckinenwe en, Technolo- gte, Gewerbe, Etsenbahnbau 2c.) vorkommenden technis en Ausdrücke deutsch m_1d Französisch gegenübergestellf. Das Werkchen wird beson- dexs Dßnxcmgen willkommen und nü [ich sein, welche französische Zettschr1ften und Werke technischen o er naturwiffenschaftlickpen In- halts ohne umstandlicbes Nachschlagen in größeren Wörterbüchern zu lesen wunschen.
- Der unter Redaktion des hiefiqen Königlichen Mus'ckdirekwrs Hrn. ' Hermann Krügar im Verlage von Fernau in Leipzig ersckxemende „Muf1ker-Kalender“ ist für das Jahr 1879 in semenx sechsten Jahrgangs erschienen. Derselbe ist geziert mit dem Poxtrax J. Stockhausens, dessen kurze Biographie manche interesante M1tthe1lungKen aus dem Leben dieses bedxutenden SängerZ und Diri- gen1en cxthalt. Der Kalender selbst 111 sehr praktisch eingerichtet. Er ewtbalx auß.r dem gewöhnlichen Kalender Schemata für Stun- dxnplgne xedes Quartals und jedes einzelnen Tages - [eßtere mit 51stor1schen Daten, den Geburts- und Sterbetagen bedeutender Mu- s1ker, vexsehen -," Honorartabeüen, Schemata zu Verzeichnissen der ge- uz1d vexltehenen Bucher,Mufikal_1en und (Helder, einige Seiten Notenlinien f1zr ploßltch aufxaucbende mufikalische Gedanken und dann im 11. Theil emen „Mußkaltsch-statistisckyxn We weijer“ durch das ganze Mufik- leben Berlms (brsauf die Klavier timmer sowie durch die Instiiute und Lehrer pon ganz Deutschlqad und in den auptorten Oesterreichs und der SchWetz. Daß" daber emzelne unrichtige Daten vorkommen, ist verze1hl1cb, und erwahnen wir folgende, die uns aufgestoßen: Der Ge- burtstag von 'A. B. Marx ist'am 15. Mai, nicht am 27. November; Frl. ohenschtld, Gesanglebrerm, wvhnt Königgräßerftr. 5, nicht 8; das exanginstttut von„Frl.' Nez) ist Schöneberger-, nicbt Tempel- bonfeJZ er 21 - um fur dte nachste Außgabe eine Korrektur zu er- mogt en.
- Uxber di'e Aufgabe des Schiffes .Alert', das, wie bereits gemeldet, 111 wemgewTagen seine w'issenscbaftliche Forschungs- reise na'ckZ dem „sudltchen Sttllen Ocean unter der Führung des Kapttqns Str George Rares antritt, weiß die Londoner Wochenschr1ft „NZture' Folgendes mitzutbeilen: Seine erste Arbeit wn'd in cmer Prufung der anengewäffer bestehen, .die aus der Meerenge von Magellan längs der Seeküste von Chile nach dem (Zolj von Pxnas führen, Von Fidschi aus wird das Fahrzeug den sydltcben Sttllen Ocean kreuzen und auf der Fabri, sovtel als mög- lrch, unsere Kenntni der Hydrographie des unteren Archipelagns - der GeseÜsckZafxs- un reundscbaftsinseln - bereichern. Nach einigen Monaten, d1e_111 der Dachbarschaft von Fidschi und mit der Ent- deckung von Fabrltcbkeiten in der Straße zwischen dieser Gruppe und Neuseeland zugebrgcbt werden soklen, wird die Expedition sich schließ- 11ch dgmit bcscbaftigen, die Positionen der verschiedenen Seen und E1la11de auf der „Höhe des australischen Festlandes und zwischen demselben und den Hafen des niederländischen Indien zu ermitteln und Karten davon anzufertigen. .
, Genterbe und Handel.
Dem Gesckxäftsöericht der Halbersfadt-Blankenburger
Filsendbsahn fur 1877 entnehmen wir nach der „Magdeb. Ztg.“ :) gen e :
Dix Betrieböresuktafe des Jahres 1877 smd günstiger als glie dtexenigen der Vorjahre. Nach Bezahlung der Prioritätézinsen, m Höhe von 10 580 “ja und nach Hinzurechnung des Ueberschuffrs von 1876 von 11 047 „ck schließt'die Bilanz mit einem Ueberschuß von 51453 «14 ab. , Dte BktrieHSemnabmen haben 204234 „M de- tragen. wahrend dre gesammten BetriebSauSgaben inkl. der Zinsen der Obltgationen fich auf 152 780 „M stellten. Die Ein- nahmen find also nach Abzug des Uebertrages vom vorigen Jahre um 35 979 „M und die AUSJaben um 6521 „ja höher als im Jahre 1876. Nach §. 5 der Statuten soll der Reservefonds jährlich einen Zuschuß von, mmdestens 2000 Tblrn., gleich 6000 „M pro Meile, aus der BetuebSeinnahme erhalten. In der leisten Generalversamm- lung ist zwar eine Aenderung dieser statutari chen Bestimmun- dahin beschlossen, daß der“fragl1che Zuschuß aus en Betriebsüber chüssen und nur mit mindestens 400 914 per Kilometer der Bahn zu leisten sei. Die Herzogliche Regierung hat indessen ihren Konsens zu dieser Stat_utenänderung an die Bedingun eknüp t, daß neben dem Re- servesonds ein Erneuerungsfonds ge 11 et un dessen MaxiMalbetra auf 30000 „ji festgeseßt wsrde, während wir durch die Genera - versammlung nur autorifirt waren, in die Bildung eines Erneue- run sfonds mit einem Maximalbetrag: von 18 000 „411 zu will gen. Die gedachte Aenderung der Statuten hat da- her nocb nicht in Kraft treten können, und muß für das ab elaufene Betriebsjahr noch die felsige Statutenvorschrift zur Anwen ung kommen. Es wird ferner Seixrens der HerzoLlichen Re ie- rung an der Ansicht festgehalten, daß der fragliche jäök 115€ ZusYß zu dem_ Re ervefonds welcher nach . 5 des Statutes aus der e- triebSemna me geleiéet werden oll, f r_die Jahre vom 1. Juli 1873 bis ust. Dezember 1876, für we che er n1cht abgeführt ist, nachträglich noch erfolgen-mikiése, und bat dieselbe auf unserm Antrag cb damit einverständli e lären zu wollen, da von dieéer nachträgl (ben Prä- stirung für d e Zeit vom 1. Juli 18 3 bis 11 t. Deember 1876 ab- ?eseben werden dürfe, 11!) bis dahin ablehnend verba en und die Ent-
cbließung fich bis dab n vorbehalten, daß das Ergebniß des abgelau- encn Jahres 1877 vorliege. Würde die Nachzahlung für die Vergangenheit
geschehen müssen, so wäre der Jascha für in mioiwo NM.“ perMeile, uud MMW M“ Y“- der Hauptbgba mit in mivw:- WM.“ im Ganzen :! Smmtxe, d1e_ den gesammten Ueberschuß [ aKZsoFétrethimdbaxéaumZ M fxrlcbt einweFl s w r . r s a an en ten, von triebsüberscbuffe 116 1877 :ck 51 423 Ma. dengeBetrag von W
dem Reservefonds, b. und den Betrag von 24000 .“ dem zu bitko- den Erneuerungsfonds zu überweisen, den Rest mit 7453.“ aber c das „Jahr 1878 vorzutrcxgeu, nachdem der ierungskommisat sicb damtt ,emverstcznden erklart, und, wenn diese envmdvn Wade, uns senze Befuxwortung zugesagt und in Aussicht gestellt Lat, daß die Herzogltche Regtermxfg 11. sodann damit, daß von einem weiteren 311- cbuffe zum Reserv onds für die Jahre rom 1. Juli 1873 bis vlt. Dezember, 1877 abgesehen werde, fich einverstanden erklären, und 11. auch d1e Forderung, das Maximum des zu bildenden Erneueruugs- fonds auf 30000 .,“ zu bestimmen, fallen (affen, vielmehr die Feststellung desselben auf 24000 «M für genügend erachten, end- lich auch 0. d1e Genehmigung zur Uebertra ung des Ueberscbuffes von 7453 .“. auf das Betrubsjabr 1878 ert eilen werde. Durch die ange ebene Verwwdunq des Ueberschuffes von 1877 würde die Ge- sells aft _von der„Nachl'etstung der Zuschüsse für den Reservefouds und dan11t von exner dte Aussicht auf eine Dividendmzablung für lange Zett abschnetdenden Last definitiv befreit.
- In das Handelßregister des hiesigen Stadt erichts ist die Aktiengeselxscbaft' „Charlottenburger Wassergwerke' mit einem Akttenkapttal von 1 001) 20) „M ein etra en worden. Die Gesellscbgfx hat das vormals der WestendgeselFsÖat H. Quistorp &. C9. gehort e „Waffenverk, ferner einige Grundstücke, die ebenfalls fruher der _utstorpschen Gesellschaft gehörten, in Charlottenburg und Copxmck, sowte den am Téufckssee im Grunewald gelegenen, zum Betrtebe der Wasserwerke nöthigen Grund und Boden erWorben.
Pari's, _27. August. Die ,Patrie“ schreibt: Der Preis des Vrodeß 1st 111 einzgen Stgdtviertekn von Paris aestern gestiegen, was bet der Mtttelmaßigkeit der Getreideernte nicht Wunder nehmen kann. Der_ Ertrag der leisteten ist beinahe überaU htnter den Erwgrtnngen zuruckgeblißben und weit unter einem mittel- guten. rankrexch, welches schon se1„t einigen Jahren mehr einführt als ausf hrt, wtrd also genötbigt sem, seine Einkäufe im Auslande noch zu vermehren.
" Paxis, 29. August. (W. T. B.) Wie der .Soir' meldet, battxn dre „Sensoren des Crédit foncier Schritte gethan behufs baldrger Emberufung einer Generalversammlung.
Verkehrs-Anßalten.
"In Jütland ist der letzte Peiler der festen Limfjord- brucke, welche von, Aalborg nach örresundby führt, jeßt fertig gxstellf, _so daß xnan 1m Laufe dieses Herbstes die Brücke dem öffent- lichen Verkehr ubergeben zu können hofft.
- Aus Brisbane auf Queensland, vom 8. Juli, meldet die „Mg. Kor_r.“: Von dem Befißer der Zeitung „Queensland“ ist eine Expedrtton zur Erfoxschung des zwischen Blackwall, Queens- land und'Port Da xwtn gelegenen Territoriums ( eine Distam von 1400 Meilen) oxgarysirt worden. Es soll hauptsächlich die Natur des andes, sowte d1§_Zweckmäßigkeit der Herstelluny einer trans- kyntrnentalen Ettenbabn festgestellt Werden. Die Erpedition wtrd am 12. d. M. von Blackwall aufbrechen.
Southampxon, 27. August. Das, Postdamvfschiff „Marn“, Kapttan J. Barre, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 17. August von New-York abgegangen war, 1st bcute 6 U61: MorÉens Wohlbehalten hier angekommen und hat nach Landung der für outhamvton bestimmten Passagiere, Post und Laduxtg 8„Ubr Morgens d1e Reise nach Bremen fortgescxzt. Der „Mam“ ubcrbringt 136 Paffagiere und volle Ladung. _ ,
Berlin, 29. August 1878.
Ueber die _diesjähriIU Expeditionen von Schiffen aus derxtschen Hafen (' xexnen und Hamburg) nach den Myndungen der stb1r1schen Flüsse Ob und Jenissei bertchtet die „Wes. Zt .“ Folgendes:
Dex nach dem Q betimmte Dampfer „Ne tun“ ist bereits am 31. Jul1 Vardö pasfirt und dürfte seinen Be timmun splaß gegen Mxtte August erreicht haben. Der Dampfer „Luiße'“ in Be- ale1tu11g des Schleppdampfers „Moskwa' und drei Leichter- fahrzeugen ist leider 1m Beginne seiner Reise nach dem Jeniffei mit einem norWegischen Lootsen an Bord, auf einer in den Karten nicht verzeichneten Klippe in der Nähe des kleinen Ortes Brönö an der norwegischen Küste während der Nacht vom 29. auf den 30. Juli gestrandet. Die .Luise' ist allerdings später durch Hülfe der .,Moskwa“ und eines von Drontbeim requi- rirten Schleppdampsers abgekommen , mußte indeß nach Ver en zur Reparatur zurückkehren und somit die Weiterreise nach dem en'kffei der voxgerückten JabreSzeit wegen unterlassen. - Um die Expedition für dtxses Jahr nicht aufgeben zu müffen, haben sich die Bethecktgten sofort entschlossen, durch die Cbarterun eines anderxn Dampfers Ersatz zu schaffen, und hat der norwegische ampfer „Zartßa“, Kapttän Brunn, von 313 Reaistertvns bereits am 17. August mit dem nicht beschadigten Theile der Ladung aus der .Laise" und in Begleitung der „Moskwa“ die Reise von Brönö aus fortgeseßt. Nach den letzten Nachrichten waren die Schiffe am 21. August Ham- merfest passirt, und beabsichtigten die Kapitäne dann aus dem Por- sanger' Fjord nach See zu geben, so daß sie die Mündnna des Jeniffei vermuthlicb in den ersten Tagen des September erreichen Mchn. Es steht zu hoffen, daß diese„ troß des unglücklichen Zwischenfaüs der Strandung der .Luise', _unt anerkennenSwertber Energie aufrecht erhaltene Expedition lückltcb zu Ende aefübrt und der Dampfer ,Zarißa“ im Herbst wo?;lbehalten mit sibirischen Gütern nach Europa zurückkehren werde. .
Caissel, 23. August. Im Anschluß an die Naturforscher- versamm ung wtrd der zu Cölu am 1. Oktober 1877 gegründete ?nternationake Verein ge en Verunreinigung der F üsse, des Bodens und der uff“ am 9. und 10. Sep- tember bret seine zweite Jabreöver ammlan halten. Die Eröff- nungörede bat Zrofeffer Reclam ( ip igZ bernommen. Wiffen- cbaftliche Yortr ge werden folgende geßa ten: 1) Ueber Nägeli's
ilz-Thxone: Dr. 11163. Kipps (Frankfurt a. M.), 2) die Medizmal- nxpektwp in Holland: Dr. 11166. Eggelian(-Haa33, 3) Ueber die _ undbe1theseße der Schweiz: Prof. Dr. ont ern), 4) Die Er- nahrungsbedürfniffe der Pflanzen und die Sp anche: rof. vr.
eiden (Pomriß)- 5) Ueber Straßenbau in St dtea: ros. Dr. * eclaux (Leipzig), 6) Bericht über d e Rieselfxlder bei Berlin: Prof. 131“. e1deu (Pomritz), 7) Ueber die besten Mtttel zur Erreichung der Bere ns wecke: Liernur (Frankfurt a. M.), 8) Ueber Verunrein ung des, R eins: Regierungs-Ratb Waldorf (Coblenz), 9) Wa er- gewmmmg und Wafferverforgung: Hofrath ])r. Ewicb (Cö 11 .
W e i m a r , 26. August. In den Tagen vom 18.-20. Septem- ber wird hier eine von dem Vorstand: des .Vörseuvereinö' einberufene Versammlun von namhaften Buchbändlera Deuts ch- lands und Oeßerreichs zufammentreteu. . .
Jena, 28. Au ust. (W. T. V.) 311 dem morgen bier afam- mentretenden deutßchen Juristentage sind bereits jaßkeicbe Gäste eingetroffen. _ *