Lick), daß alle diese Ausfuhrsteigerungen, solange wir die Entwertung der Mark haben, immer nur Vorübergehende BedeUtung babln, (Sehr richtig! bei den Deutschen Demokraten.) Es ist kein Ziveifel - auch darin stimme ich mit IBM:! (nach links) überein -, daß unsere Löhne nicht so rasch der Entwicklung der Preise folgen, wie das an sich not-
_ Wii] wäre. Das liegt nicht an dem bösen Willen dieses oder jenes Arbeitgebers allein (Zurufe links) - allein, will ich ausdrücklich sagen -, sondern das liegt in der Natur der Dinge selbst. Deshalb ist aber auch diese Möglichkeit: der Ausfuhr immer nur eine vorübergehende Möglichkeit und ein Vorübergehender Zustand, Wir haben es ja er- Lebt: unsere ganze Ausfuhr lag, soTange die Mark stabilisiert War,
_ völlig darnicder, und erst in dem Augenblick, desen Kommen ich auch mit Schawdern [,x-abe kommen sehen, in dem die Mark wieder Weiter glitt, haben wir erst wieder eine Exportmög-lichkeit bekommen, und auch dieser Augenblick wird schließlich eben mn: ein Augenblick sein, der Zusbanxd wird nur sehr Vorübergebewder Natur sein.
Herr Aufbäuser sagt: Ihr [WBL ja die vollständige Wirtschafts- Mäkcbte! Der jeßige Zustand “ist der Bankrott der ganzen bürgerlichen Wirtschaft! (st'haft'c Rufe links: SLHr Wahr!) "- „Sehr wahr“ -- zsagen Sie. Ja, meine „Herren, seit der Redolrtkion smd jetzt, wenn -1ch rechi rechne, viereinbald Jahre Rugangen. In diesen viereinhalb Jahren hat das Deutsche Reich keine bürgerlicße Regieru-ng gehabt, als (crregl'e Zurufc von den Vereinigten- Sozialdemokraten: Hört, hört! rechts) während der Dauer Von rineinhalö Jahren! Die für die Wirf- schaftsxnxljtik maßgebenden Aemter in der R2ichsregierung warez: über drei Jahre mit deerertretern Ihrer Partei und Ihrer Wirtschafts- auffassung beseßt. (Lebhafte Zustim-mung in der Mikte undrecbts. -- Zurufc links: Sir Haben sie sabotiert!) Meins Herren! Wo find denn auch mir die Versuche zur Beseitigmng der kapitalisbischen Wirtschafts- :mstbode geblisben? Wo sind denn die Versuche zur Soxialisierung géblieben“? (Große Unruhe und Zurwfe links.) -- Meine «Herren! Ich glau-be, unsere Auseinanderseßung würde dies ergebnisvokler sein können, wenn sie Weniger schrieen und nachher versuch6n Wollten, m-icH von dieser Steklcx aus zu widerlegen. Ich muß mich dabei auch zu isbr anstrengen, und das ist für uns alle wobl nichr zuträglich, (Ernetrte Zurufe links.) Abrr ich macße Ihnen, mei-n-e-Herren, ja gar ["einen-Vor- wurf daraus, daß Sie wicht das getan habsw, Was Sie hätten Öu-n müssc'n, wcnn Herr Aufhäuser mit seinen Heurigen Vorwürfen Recht hätte. Im Gegenteil, Ihr Verhalten ist für mich ein Beweis dafür, daß die Vernunst bri Jhnen langsam, aber doch stetig Fortschritte m-aiht. (Große Heitrrkeit in dcr Mitte lM'd rechts. - Rufe links: Uwerböki!) .
Ich w-iU' Ihnen für die Nichdigk'eit meiner A-ufass-ung und für dia Tatsachen, die dieser meiner Awffassung zugrunde liegen, Krona- chgkn anführcn, Sie "wissen, daß prominente Vertreter der sozia- [isiisrhen politisckyen und wirtschaftliche» Auffassung nicbt einsmal', son- dérn so und so viele Male erklärt haben: ja, nvit der Sozialisierung ist es zunächst m-ak nichts, mit der Ein'fübrumg der sozialist-isrhen Wirt- skhaftsweise ist es wenigstens zurzeii nichts. (Zustimmung Bei den Drutscben Demokraten.) So geht es doch nicht, vor allen Dingen n-iÖt, solange die Wirtschaft darniederkiegt! -- Sie “wollen also giinstigstanfalls den Zeitpunkt: adWarten, in der es der Wirtschaff gut geht, in der Hoffnung, darm [eickyter Nach außen hin wenigstens er- sprirszlick; arbkitcn zu können. Ich erinnere Sie an Ausführun-gen, die Herr Srlwring srincrzeik als Abgeordneter in einer öffentlichmi Ver- sammlung in Westfale» geniacht bai. Ich erinnere Sie weiter an ,Aiiéxfiihrungen drs friiheren Ministers Köster aus dem Jahre 1921, die Ebenso charakterisck; smd, mvd ich erin-nere Sie an die ganze prak- iiskhr Haltmrg, die Sie in den [LMM JÜHMT, in demen Sie mik die Vcraxitrvortung für die deutsche Wirrschwft trugen, gezeigt und getäkigt b&bkil. (Seör gut! in der Mitte und rechts.)
Mkr Aufhäuser sagt dawn weiter, das aus der Ausfuhr Ver- dir11t-c wcrda im ivesenklickycn in Devisen in ausländischen Depobs angslcgt. (Höri! Hört! reihrs.) Bsbaupten kawn man das. Aber allo Sackzdcrständigeti, die in den [eßten Tagen in dem Ausschuß, der dic Markstiißuxigsaktion und die Devisensnwvicklung untersuchen soll Und in drm Sachdcrständige der verschiedensten Art gehörk worden sind, Haben die im Auslande und ian Jrrlawde an*gelegkeri Devisen dock) (inßsrordcnilick) niedrig eingkscbäßt. (Sehr richtig! in der Milte und WÖW.) Was Sie (nach links) sagen., har keinerlei Unterlagen. (Ern-eutc L_?ustimmung in dsr Mitte und rcchks.) Wenn ich aber Aruszsrungen wie dir der Bankiers, die iw diesem Ausschuß gehörk wvrdcn sind, und die des Reichsbankpräfidenten Havenstein»; dew Sie ja «Usrdin-gs seit (*in-iger Zsif 1iichr mehr so sehr schäßcn, wie es friiher der Fall War (Heiterkeib rechrs), mit ziffermäßigen Angaden über dyn Stand dEr Devisen im Deutsckxcxn Reich vor mir habe, so [ind mir diese dock) mehr maßgrbend und,“g[au=be ich, auch “der All- gemein-kyeit mehr maßgebend als Ihre Verm-ufüngen über den ge- waltigew Bestand an Devisen, der da draußen in Kisten und Kirsten *in den Depots fremder Barrken liegt. (Unruhe und lebhafte Zurufe von den Verein-igtrn Sozialdcmokraten und den Kommunisten») --
* Das Ausland bkhauptct leider sehr vieles, und ick) bin leider übst".- zcugt: das Ausland wird (ruck) aus dicser Ihrer Bemerkung, démnc'ich'st die nödigsn Schlüsse ziebxn (sehr *Wahr! rechts), soweif es den Ver- handlungen dss deutsahen Reichstags Beachbu-n-g beimißt. (Erneute Zustimmung rechts.)
NÖN, meine: Damen rmd Herren, Sie sagen:: dicse Devisen wsrdmi anal) dazu benußr, im Auslande Unternehmungen zu begründen. Ja, beklagen Sie denn daS? Ich meine, dicse Auslcmds- unterncbmnngcn waren doch friiher die Grüßen auch für unsere innrre Wirtschast. Diejenigen, dir im Ausland gearbeitek haben, Waren doch die Pioniere dafür, um unsere deutsche Wirtschafb im-Aus- lande bskannrznmackyen, unsere deutschen Waren ins Ausland zu bringrn ([edHafke Zustimmmrg reihis und bei den Deutschen Demo- krafen), [Md wir bcklugkn es ja grrade bc'soxnders, daß der unglückliche Frirdcnßdrrirag r-«insn Tisch - d. b. „reinen Tisch“ vom Stand- punkt dcr cmdsrcn _ mir allen diesen Niederlaffurigen im Ausland gemacht haf. (Schr richrig! MW und bei den' Deu-tschen Demw kratyn.) Wir MUM uns freuen, werm die deu-isÖe Wirtschaft unisere Auslandsbezicbnngcn,wie-der 'aufba-ut,'das kÉm-n sie aber nicht Von Berlin oder Hinterponrmcrn aus; dazu murß fie die Sküßpun-kke im Ausland haben, &de ohne Geld sind 'eben solche Stüßpun-kte nicht aufzubauen. (Schr richki-g! rschbs [UW bei den Deufschen Drmv- kraten -- Unruhe und Zuru-fe von den Vereiwigien Soziäldemokraksn- und dem Kvmmrmistsn.) -- Glauben Sie wirklich, Sie köwnen eine gesunde Steuerpolifik machen, Wewn Sie nich der deutsäyen Wirk schaff auch wieder die Möglichkeit gebén, im Ausland Geld zu dsr- dienen und gerade auch durch den Verkehr mit dem'Ausland Geld zu verdienen? (Erneute Zustimmung rechts uwd bei den' Dewtscbén' Demokraten. - Lebhafte Zucrufe bei den Vereinigfen Sozialdemoi kraten und den Kommunisten.) Und selbst wenn daduvch, daß be-
'* bak!
dauerkicberweise der eine oder andere Geld ins Ausland verschiebt, dem deutschen Steuerfiskus einmal eine Einnahme entgeht, so schäße ich den endgültigen Verdienst, den die doutsche Wirtschaft durch Unternehmungen im Ausland hat, dies höher ein. „ Seien wir, in derartigen Dingen nicht zu kleinlich. (Erregte Zurqu von den Ver- einigten Sozialdemokraten und den Koznmunistcn.) -- Ach, Herr Hoffmann, Sie wissen besser, daß das keine An-reizung zur Ver- schiebung, sondern daß es die Feststellung einer wirtschaftlickxen Wahrheit ist. Wir brauchen wieder Stüßpugkbe im Auslande, wenn uwsere Jn-landswirtschaft wieder im Gang kommen soll. (Andauernde große Unruhe und erregte Zurufe von den Vereinigten Sozialdemo- kraten und den Kommunisten.)
P rä siden t: TNeine Herren, ich bitte um Ruhe!
Dr. Becker, Reichswirtsckyaftsminister: Und nunkdas Leßte zu den Ausführungen des Herrn Abgeordneten Aufhäuser! Ich muß mich ja kurz faffen. Herr Aufhäuser hat von der Stühungöaktion, die uns etrva 27, Monaie lang einigermaßen erträgliche und ruhige Verhält- nisse gebracht hat, gesprochen, und er hat in_ diesem Zusammenhange auch des Herrn Reichsbankpräsident'en Havenstein gedacht. Wer die Presse Ihrer (zu den Soz.) Parisi verfolgt, der weiß, daß Herr Reichsbmrkpräsident Havenstein bei Ihnen zurzeit wenig beliebt_ ist. (Sehr richtig! bei den Ver, Soz.) Warum, darüber kann man seine Vermutungen haben.
finde ich häßlich: Sin Manar wie der Reichsban-kpräsident Dr. Havana stein, der in einem Leben voller Mühe und Arbeit (Lachen und lebhafte Zurufe von den Ver. Soz.), voller Mühe und Arbeit (lebhafte Zu- stimmung rechts und bei den D. Dem.), sich um unsere deutsche Wirt- schaft die allergrößten Verdienste erworben hat, ein solcher Mann verdient die Angriffe nicht, die der Herr Vorredner gegen ihn gerichtet (Sehr richtig! rechts und bei den D. Dem.). Er ist sach- verständig. (Sehr richtig! rechrs.) Das ist Ihnen vielleicht unbequem, weil sein Sachverständwis ihn: andere Wege gehen läßt als die, die Sie für richtig halten, Deshqlb sollten Sie aber doch nicht persönliche Angriffe gegen ihn richkén, und ein persönlicher Angriff war es, wenn Sie gesagt haben, er habe zWar seinerzeit im Reichsbankmrsschuß eine scharfe Rede gegen die Devisenschieber,.will ich mal kurz sagen, ge- halten, aber nicht mehr gmvccgt, in dem Reichstagsausschu-ß seine damaligen Behauptungen aufrechtzuerhalten. . (Unruhe “und Zurufe von den Ver. Soz.) Ja, meine Herren, ist es JBnen nicht auch schon so ergangen, daß Sie aus einem gewissen Gefühl und aus einer gewissen Stimmung heraus, in der wir uns nebenbei bemerkt alle damals befunden haben und auch bende noch befinden, die auch zum Teil ganz gude Unterlagen gehabt [)crt, zunächst ein etwas Härkeves Urteil ab* geben, daß Sie sich aber nachher, wenn Sie den Dingwr gründlich 1mchgeben _ und das ist in den [eßten Wochen sehr gründlich ge- schehen - überzeugen, wie die Dinge wirklich liegen? Und machen Sie nunmehr einem Manne, der auf Grund einer sehr sorgfältigen und gründlichen Untersuchung eine bestimmte Auffassung bat, daraus einen Vorwurf, daß er dieser seiner Auffassung in dem Reichstags- ausscHuß, wo er auf Ehre und Gewissen gefragt wird, offen Ausdruck gibt? Finden Sie das merkwürdig? Ich finde das sehr darikens- wert! (Unruhe und Zurufe von den Ver. Soz.)
Meine Damen mid Herren., es ist bäßbich, solche Angriffe wegen einer derarbigew Sache gegen einen- Man-n zu richben, dar -Äich wieder- Hoke cs - ein ganzes Menschenakter seine Arbeitskraft dem Reiche zur Verfügung gestellt und ihm wertdolle Dienste geleistet hat.
Ich kommedam-ik zur Bedanbworbung der Anfrage selbst. Ick schicke aber eiwe allgemeine Bemerkung voraus, und ich knüpfe damib an edwas an, was der Herr Neichöarbeitöm-in-ister am Schlusse seiner Ausführungkn gesagt hai. Ich meine, wir sollten uns bai Be- sprechung wirischaftl'icher Fragen noch mehr, als das seitHer schow der Fall war, angewöhnew, sie allein dow wirbschaftlichen Gesichtspunkten aus zu betrackxten. (stbafte Zustimmung rechts, im. Zentrum und bei den Deukschen-Dem-okraten.) Wir sollten die Politik dort sprechen lassen., wo fie sprechen muß: im p-oliri schen Fragen. Wir sollken aber bei Betrachtung w irtschaftli che r Fragen
jede politische Erwägung beiseite kassen. (Zuruf von denKommuniften;
Die Massen hungerw draußßn-x) - Die Massen Werden von Ihren Drohungen und von Ihren pokifischcn Reden nicht satt, verehrter Herr Abgeordneter. (Zuruf von den Kommqmiften: Die Regierung treibt sie zur Verzweiflung!) _ _ „ Wir wvllsn mrs von all derarkigen Betrachtungen fernbakten, und wenn wir das tun, dan-n kommen wir vielleickyk doch etwas mehr zu der Crkewubnis als seither, daß wir mit den vielen Rezepken, die gerade auf dem Gebiete der Devisen ausgegeben rverden, doch nur an den Sympkomen einer wirtschaftlichen Krankheit herumzukurieren Versuchen (sehr richtig! bei den Deutschen Demokraten und "rechts), dazu noch mit politischkr Arzwei an diesen Sympwmen herum- zukurieren versuchen, während 1an aÜeiw wirtschaftli cl); Heil- mittel, soweit wir ste verabreichen können, helfer. können. “(Zuruf von den Vereinigtcn Sozialdemokraten-: Wo ist dam Ihre Bewirtung mit Ihrer Arznei?) _- Aber, msine Damen und Herren, vergessen Sie (nach links) doch das eine bei Betrachtung der Dinge nichr, es sind zu viele Sachverständige unter Ihnen, als daß ick) das so weit auszuführen brauchte: (Zuruf Von den Deukschnarionalew: Niehl so iron-isch! Nieht „so bissig!) Die denksche WirbsÖUft bal: zurzeik einen E-infußrü-berschuß Vork, sagen wir, rund zwei Mlli'arden. M*weiß, die Zahl wird angefochten. Die Zahl ist im einzelnen vielkeichl: aucb anfechtbar. A-ber daß wir mehr einführen„ als wir mrsfübven, darüber ist doch gar kein Zweifel. (Sehr _ricbkig!) Unsere Mehrein- fu-hr können wir" n-ur mit Papiermärk “bezahlen. Solawge wir sxe haben:, ist unsér "einziges Zahkungßmit'tel Papierm-ark. Solange wii: diese Papiermark auf den- offenkn Markb im Inland umd nocbzmé-br
*im Auslamd werfen müssen, um diesen Einfubrüberschuß zu bezahlen,
so lange fin-kr der Wert der Papiermark. (Sehr richtig!) Das ist eine Binienwabrbeir, über die gar kein. Zweifel "und keine Meinungss- verschiedenbeir sein kan-n. Wir müssen uns alsozdamit abfirpden, daß, soweit wicht 'besowdere Maßriakym'en“, aiif die ich," nachher kom-meri werde,'get:roffen werden kön-neni, wir cm" sub diese sinkende Tendenz 'der Mark im-m-er Vor uns haben, solange uyser Ein'fUHr-überscbuß vdr- handen. ist. Sie kön-nen diesenCiwfubrübersMß dadurch beseibigen: daß Sie mehr ausführen, in erster Linie aber mehr produzieren (sebr wahr rechts), denn vor der_Mehrau-sifuhr„'muß die Méhr'prodüktimi stehen. (Zurufe bei den Veréinigren Soßiak-derttokraten und ,bei deri Kommunisten.) Meine Hérren, Sie 7, * ten'darauf, daß ich “sage: Sie müsser'r den Achtstundewiag- abschaffen. Ack) nein-L Ader "darüder sind wir dock; “auch alle einig, dds; ,das die einzigé Möglichkeit ist, aus uniserer pasfiv'enx Hakdelsbilanz ein-e'akbiv'e zu *machem daß mehr produziert wird und daß diese Meßrpro-dukt-ion ausgeführt' wird.
Es bar keinen Zweck, diese Vermutungen Hier zu äußern. Aber eines finde ich außerorden-tlick; undankbar, u-nd eines
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(Zurufe von den Vereinigten Sozial-demokraken und von den nisten: Machen Sie einrnal einen Vorschlag! Besckiäitigen KVM Arbeitslosen!) Darüber ist unter verständigen Mensch S1» ZWLile. nxögl'iCH- , (SLHr wahr! bei den Deafschen Mo M 7 Zentrum und'rech'ts.) - Wie die Wirtschaftsproduktwn WWW„“ ist, darüber werden wir uns auch einmalunterhalten, „„-d ?es sogar die Hoffnung an Ihrem wirtschaftl-ichen Verstand „ Ihrem wirtschaftlichew Verständnis, daß wir uns auch darüber ",d, | Werden, ohne daß wir uns dabei allzusehr in die Haare ein' werden. Und wemr wir uns hier nicht darüber einig wei k Werden die wirfstbafblichen Nobtvendigkeiten und so Wird «i schaftliche Not uns alle dazu führen. (Sehr. ckckck)! ckckck UW der Mitte. -- Zurufe von den Vereinigten ((It)-zii:ldemokmten.tid €!. wird eine gaßz andere Sprache sprecheno!) Sie wird dazu zw: D* daß wir einige Pflöcke vow dem zurückstecken, Was Wir tbeorebjsxgy' richtig halten. (Lebhafte Zusdimmrm-g rechts und bei den Deutsm Demokraken.) Mehr wikl ich darüber nicht sagen. ck"
Aber froh dieser Evken-nmis, die, glaube ich, “Ugémein ist mindestens sein sollte, dürfen- wir die «Hände gesenübec der Devi“ entwicklung, soweit fie kün-stkick) nach oben geht, soweit sie M"“? die Mark nach unten treibt, sekbstéverständlick) wicht in den „l'. legen. (Zuruf von den Kommunisten: Bis 80000 wirr kvobl nicht „künstlich"7) Wir müssen dabei selbstverständäch RW" nebmerr auf die Bedürfnisse unserer Wirtschaft. Wir müssen dabei dafür sorgxn, daß unsere Wirtschaft nicht: in Bande urid SNickeei, geschnürt wird in einem Maße, daß sie sich nicht mehr dem„" kann. Auch darüber sind wir uns, glaube ich, alle einig,
Mein- Herr Am-köVorgän-ger hat vor einem Halben Jah“ „. den gleichem Empfiwdungen und Gsdanken bergus Line Devisen„x, ovdnu-ng erlassen. Ob diese Verordnung damaks anrn-dig „„,-„| dem Maße notrvendig war und "ob sie damals kbwas Seifen konnte, das'will ich heute dahingestrklt' sein? [assenJ Es Hat kéilxen ZW, über Vergawsenes zu reden. Wir'ha-ben nwmire'hr, waibdrm dieEnt. wicklung der Mark deu Gang genommen- hat, wie wir es ind“ letzten zwei Monaten erlebt: haben, und zwar auch auf Grund „" Verhandlungen mib Wirtschaftskreisen, aaf Grund Von“ Erwägung„ die hier in diesem Hanse angestellt worden" siiid, “es für WWW„» zweckmäßig befuwdew, diese akte Devisen-verordmmg zu verschärf", sie in weue Formen- umzugießen, mit der Tendenz, Lückén auszufüllen, die sie bot, Lücken außzuf-üllen, die während “disses Krieg?;zustandez in dem wir uns zurzeir befinden, unter allen Um-sbän-den ausggfüaj Werden mußten.
Die Verschärfung dieser Devisenvorschriftenist sehr wesentlxch Es sind sehr einschneidende Maßnahmezn-, die die Muc Devisenvex.
ordn-ung enthält. Ick) wikl sie Ihnen- kurz UU-ffübren. Wir babsi “
zunächst die Besdim-mungen über ausländische Zabkungömittel „mj Forderungen in ausländischer Währung u-p-ddie wichtig sten Edelme-balke auSgedehw't. Der Bank- zwa n- g , drm bisher nur Erwerng-eschäste im- Inland“ llmier[agen„ jft auf MarkVerkäufe im Ausland quöge-del)1it Wolken. Die Notenbeleibun-g ist schlechthin Verboten, Devisewbelieihu-n-gen uwter Awmeldepflicht gestellt worden. Der Reichsbanék sind awßérordentlich ein-schnsidende Befug- n-isse verliehen worden. Sie kann heube von jedermann Aus- kuwfr über seinen Besiß an Zablun-g-smikiclr oder Forderungen in ausländischer Währung oder an Edelmeballen und sogar dere» U e b e r [a s s u n g verlangen, soweit er die Vakuten oder Edelm-eballe nach ihrer Ansichb nicht kaUÖi. Sie kann, ferner gegen: jedermann anordnen, daß er Devisen- ges-ckpäfde nur mit ihrer Genehmigung abscbfießen darf; wenm- sie "ihr! im Verdacht iha't, daß er gegen die Reicbsnmkk spekuliert: 'oder einer“ sokcbén Spekulation Vorschub keistet. Wir haben fernerxdie Meldepflicht“ der Banken für ihren tägliche'n- Erwerb an, Devi sen eiii-gefübpk, Ferner kann unzuverlässigen , Devisenbaqken's die' Befugnil z-u m I.) ev is en ha u de l genommey, ümube'rlässi-gen- Personen oder Firmen, die' eine "Handelskam-merbesckyeirrigun-g' besißen, wonach slk zum-Devisewhandek-zugelassew werden, diese Befugnis enkzogen werder Das En-bziehungsverfabrew "ist so einFach geregelt, wie es nur möglick ist, und es hat *die primitivsten Mchtsbebelfe, so daß ein badoan- t'roffener sich kaUtm gegen- die ein-mak erfokgbe Entziehung mebk wehren kann. _ „ ,
Durch eine besondere Verdvd-n-ung haben- 'wir fernoc schakié Bk“ stimqnun-g-en für die Ei nrich-bung von " WechsskstUbU erlassen, die die K o n ze s s i o n s p fl--i cb't für Wechselstuben- w," sehew, eine Konzession, die nur" auf BedürfniSn-achweisb1! gegeben werden kann. Die Wechselstuben dürfen regelmäßig ""t Noten an-kaufew und sie müssen diese Notenx sobald fie sl? gkkauft Haben, an die Reichsbanik abführen. . „
Diese Bestimm-u-ngen befindeir “fick; “zurzeib' in der AusiÜka Es werder! zurzeit scharfe Revisionen bsi den Betroffenen ZM“ genommen, und es wird sich auf Grund dieser Revision demnachk
“ergeben, inwiefern- ebwa weitere Maßnahmen zu treffe» siNd-
Aber ich gkawbe, es wird fich'aucb; wetm Ihre Verbandkutkßkn'“ dem Ausschuß,-. der sich- mit der Markstüßung-Sak-kion Niaßk-“dkm' nächst zu Ende gekommén smd, viekleicht doch auch aus den “B““. handlungen dieses Aussckxuffes das eine oder andere für an*skkjkvelterei' Vorgehen ergeben. Ich verspreche mir vor allem, aber enies V9" diesem Ausschuß,“ was freilich n-icht gawz.-iw der Richtung [“At-l' der man .seine (Einsetzung *beanbragk bab: . eine erheblich starka; Klärung auer dieser Dinge, üher die man '-sv'-loichtk)in* draußev" Versammlungen and so'leichkbin auch hier redet. Ick glaybk- W! die Vernehmung von Suchdershändigéw, daßgdie BebaUWWW; "Dinge dort in Rede und Gegenrede doch- ganz “erhidbl-icb MWM dié nisse und falsche'Meinungen draußen besei-fißeii wird, die uberM, Markstüßungöakbion und über die ganse Dévise'nfrage, MMM bestehep, _ Wenn- das der Fall .sein wird, dam- würde dit? Ack“ , „.; diesem Ausschuß nichr vergeblich sein. 4 ' '
*(Fortsxßung in der Erster! Beilqgéx) , K . , „.'-
Vemntworeraöer Schrifbleiter: Direktor Dr- T v r *" [- Cbarwriiiiim Veraniwort-ÜÖ für den AMZFFKU: M*Vorsw er d'“ Ges,
_ _ RechnungSvat e_n gerixtg in r[_m l:- , ,' Verlag der, * Gesexäftsßelxe _(M e “n g e r i n_gz) _m_ VLM ] , Drüä' der Norddeurxchek: Buchdruckerei und WLW"? “ ;
Berlin, .Mi-MMW, 32. ,
** Vier Beilagen : - . , und Erste 'b'ks Vierte ZMiral-Hande[6reaiste'r-Bellaoe'
* Rezepks
“Erste Beilage
zum Deutschen Reichsanzeiger und Preußischen Staatsanzeiger
Nr. 1330
(Fortsetzung aus dem Hauptstern.)
Es werden uns ja nun auch bier -- und ick; glgube, Herr Auf- . ; bak vorhin auch einiges von dem hier wiedergegeben -
hause darüber gebracht, was man alles noch auf dem Gebiete der ijschnürung des Devisengescbäfts machen könnte.
Man empfiehlt die Festseßung eines Ein be “1 tskur s Zs'und den ausschkießlichen- Handel nach didsem Kurs. Alle Sachverstandigen, vor allem diejenigen aus den Kreisen des Jmpdrkhandeks, [md fich darüber einig, daß mit einer solrhen Maßnahrrre mch genießt, sondern nur der E*in-fubrbandel, den wir braucbeir, eingeschwucr 1!de auf das Ullerschweksts geschädigt wird, und daß steh aus der- Einfuhrung des Ejnheikskursés allerböckpsters neu„e schroarze Borsen entwickexn würden, die das allergefäkrrkrchste fur den soliden Devisen:!)awdek sem wurdZÉn hat uns empfohlen, den Kreis der Debisenbanken wesentlich einzuschränken. Ic), wie wollen Sie das machen:? Nach welchem Grundsaß wollen Sie die Banken Jussuclpen, denen ße in Berlin oder in der Provinz das Monopol fur deri Devisrn- bandes JLben würden? Und etwas anderes: Gkau-den Ste, es nußr etwas, wenn Sie sagen: der Eigenbandel in Dedrsen _darf mdr ber den zehn oder zwanzig Banken da und dort stabtfrnden? Der Handel in Devisen spie[r fich dann eben kommissionswetse troßdem über alle noch vorhandenen- übrigen Banken ab und gebb von
, dort einfach um!; Berkin oder wo sonst diese monopokisrert'eri Banken
slßkn- weiter. „ , „
Und endlich - und das Vergessen Wir xa ber aa unseren Vor- schsägen im-mer, das gilr für diesen Porschiag und für den „zweiten, der gemacht worden ist und auf den [ck gleich komn1e„-: wn haben doch heute einen großen Teil des deubscben Reichs- “und Staats- gebietes beseßt von einer fremden Macht, die uns da druben die Aus- übung deutscher Hoheitörechte, die"Ausübung irgendeiner staatlichen Autorikät absolut nichr mehr gönn-t und nicht mehr zuläßt. Was wir hier für das un-beseßte Gebiet anordnen mögen, es kann da drüben übertreten werden, und es wird übertreten, zumal da drüben wichk nur deutsche, sondern auch ausländische Banken fißen, von denen" ich früher schon- einmal gk-sagt: habe, daß sie - nicht akle, aber ein sehr großer Teil von ihnen - fich den Teufel um deutsche Devisen-' Vorschriften kümmerw werden.
Man empfiehlt auch eine völlige Zenbrak-isierung dds Devisendandeks bei der Re i ck sba n k. Har fich sfn-mal jrmand von“ dene», die den Vorschlag machen, eine Vorstellung“ davon gemacht, was das für eine Arbeit für ein einziges Bankin-stibuk wäre und wie-' viel Beamte und wieviel Räume man “für dieses eine Bankin-stitulr nötig härte? Die Herren, die fich mit vergleickyenden Studien über derartige Dinge beschäftigen, wissen vielleicht:, - ick) glaube Herr Aufbäuser hat es vorhin erwähnt -, daß die Tschecho-Sldwakci sehr scharfe Bestimmungen. gegen den Devisenhandel“- und auch meines Wiffens eine Devisenzewtrakisierung eingeführt hat. In Oesterreich besteht sie, in Ungarn ebenfalls. Daö kleine Oesterreich, ein Stauf WU, ich glaube, sechs Millionen Einwohnern, mit einem außeror-denlx iich schwachen Eitisubrhawdel, mit einer außerordewtlick) schwach enf- wickclfcn Industrie, mit einer einzigen großen «Handelsstadt, nämlich Wien, beschäftigt für sein Zentraldeviseninstitut schon 720 Beamte, (Hört, hört!) Multiplizieren Sie das einmal mit den Verhäktnissen, wie wir sie im Deutschen Reich haben:: Zunächst Börse und Banken nicht in der Hauptstadt Berkin allein, sondern im wobl einigen" Dutzend deutschen Städten, ein guter Einfubrban-dek, an den Grenzen nicht nur, sondern auck) im Innern des Reichs eine starke“ Industrie über das ganze Deutsche Reich verbreitet; ein Staat, nebenbei bemerkt, mit 65 Miklionen Einwohnern. Wieviel Tausende“ von Beamten glauben Sie, daß ein solches Zen-kraldeviseninftikut in Marschland brauchen würde? Und wie groß müßten die Räume sein, in denen ein solches Institut seine Beamten unterbringen könnte. Und denken Sie einmal - ich appelliere da auch wieder *an' die wirtschaftkicbe Vernun-ftt _ sich durch, wie ein solcher Devisen- handel, zentralifiert an einer Stelle, fich abwickeln würde. Es würden da die sämtliMnDevisen-bestellungen, die von Konstanz unten“ oder von Königsberg obew oder drüben von Wesel gemacht werden, an dieses Devisen-zen-tralinstitut geschickk werden müssen. Dieses Mdisenzentralinstitut müßte gerade nach Ihren Intentionen, wen-n es Überhaupt ebrvas Vernünftiges sein sollte, jede einzelne Devisen- bkstellung daraufhin nachprüfen, ob der betreffende Betrieb Bedarf fur DLVisLn bat. (Zuruf links: So ungeschickt darf man das nicht MWM!) _ Ja bitte, geben Sie uns ein andere Rezept, wie Sie, es aufziehen würden. Sie würden es wahrscheinlich nach drei Tagen Wachrn wie in Ungarn» wojman- eine Anzahl von Privatbanken sofort:. UT dissen Kreis des Zentraldevisen-instituts hineingezogen und ihnen“ dl“ YerMiffe des Zen-traldévisenin-stituts übertragen hat. Getmu. io'm-ußten Sie es hier machen; darm hätten wir dem Zustand, wic- S,“ ibn Wüwskhem mar mitdem einzigen Urrterschied, daß Sie dann! "Ut, der Verantwortung dafür belastet sein würden, ob auf der einen SMF: Industrie und Handel den nöbigen- Devisen-bedarf ständig zur Verfugung gestellt bekommen, umd ob auf der anderern Seite damit! „"ich-k sPEkulierr wird. Diese Verawtwortung farm kein Zentral- MstÜUÜ tragen, Wie das aber auf die Kurßeutwickkung wirkew würde, ““?!" Won wegen der Uwficherheit aus dem Hin-- und Herschieben
* der DWisenbcstelXun-gen, davon kamr fich 7jeder ein Bild machen, den
Flrkschastlch. zu denrken versteht. Von den Umgehungsn über das Wie Gkbrek und über das Ausland brauche ich ja hier nichts „MW zu sagen. So ist also, glaube :ck, auch mik diesem Rezept: so anzufangen, wie überhaupt mit einer ganzen Reihe vow „!???an J-uten Rezepten, die auf politischem Boden wachsen, kap 9an man „aber dieser wirtschaftlichen Notlage nicbt beikommen gesii'x. (Zyruf rm-ks: Was dawn?) _- Ick babe Ihnen auédr-ückkich ichaixfdd Wik-dverdendie neuen Vorschriften der Devisenverordnung bei A1 sYYÖsUhren, wrr Werden auch versuckoen, aus den Erfahrungen CUn-gent FHNW dEr bestehenden Vorschriften und aus „den Verband- zu erke, “ M Ihrem Devisenausschuß oben stattfindew, Maßnahmen; .der sninen und zu en-tnehmen, die man etwa. noch treffen könnte.
MM wir unseren "Einfubrüberschuß nicht- beseitigen können,
Berlin, Montag, den 11. Juni
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solange kamr man dem Uebel nich radikal an die Wurzes geben. (Sehr richtig bei den Deutschen Demokraten.) Das ist das A urkdO für jeden, der die Dinge nicht unter dem agitatoriscben, sondern uwrsv dem wirkschaftlichen Gesichtspunkte betrachtok. (Zuruf von den Sozialdemokraten“: Warum hilft man denn nicht auf dem inneren Markt?) -- Ich habe diesen Zwischenruf nicht Ve-rstan-den, sonst) würde ich ibn beantworten.
Meine Damen imd Herren! Ick) glaube, Ihnen mit diesen Aus- führungen die Antwort auf die Anfrage un-ter Nummer 3 der Inter- pellation gegeben zu haben. Ick) fasse mich kurz dahin zusammen: Solange wir un-ter der Last der Reparation seufzen, solange wir im In-[ande von dieser Last, die uns das Ausland auferlegt hat, nichl: frei werden, so daß wir frei wirtschaften können, kommen- wir nicht: zu einer endgültigen Stabilisierung unserer Währungsverhäktnisse. Wir müssen troßdem inzwischen alle mögliihen Mittel ergreifen, um unsere Mark zu halten, soweit ste zu halten ist. Wir sollen-uns abev über die Grenzen dieser Möglirhkeiken von vorwherein klar sein, damir wir nicht uns urid andere in eine ganz falsche Auffassung bineinbrinegem Glauben Sie uns, gkauben Sie den Mitgliedern der Regierung: alle die Schäden und die schweren Sorgew, die das Weg:- laufen der Mark gerade in- den leßten Wochen über die deutsche Wirt- schaft, über die ganze deutsche Bevölke-ruwg gebracht hat, bsdrängen uns nicht weniger als Sie. Wir sehen, daß unsere ganze deutsche Wirtschaft nun wieder in eine Preis- und Lobn-bewegung hinein- kommt, die die besten Kräfte der deutschen Wirtschaft unproduktiv aÜein „in den' Verhandlungen über all die Dinge, über die Beseitigung der schwersten Schäden in An-spruch nimmt, Schorr “deshalb haben gerade diejenigen, die an veranxtwortlicher Stelle für das Wohl
* der deutschen Wirtschaft zu sorgen haben, allen Grund und
alle Veranlassung, dafür zu sorgen, daß diesen Schäden soweit: ass möglich entgegengetreten wird.
Wir Heben, daß die Arbeiterlöhne cht nicht mehr den heutigen Verhältnissen, wie fie sick) aus dieser Preische ergeben, ent- sprechen„ daß sie enlxsprechend in die Höhe gescßt Werden niü-ssen. Herr Minister Brauns hat Ihnen darüber ja die nötigen Mit- teilungen gemacht. Wir sehen, daß der Mittelstand mehr und mehr versinkt, soiveit er nicht heute schon vers-cleUndcn ist, und daß auch ck11: unter alben Umstiinden solveit irgend möglich von Reick)“ und Staat Hilfe geboten Werden muß.
Aber, meine Damen und Herren, Wir müssen mrs immer darüber klar sein., daß wir nur dann, Wenn jvir frei von Repa- rationslasten auf freiem deutschen Boden wieder in die Lage kommen, unsere Produktion so zu gestalten, daß jvir aus unserem EinfuÖriibeUs-chnß herauskonmnen, das; unsere passive Handels- bilanz beseitigt Wird, das; Wir wieder in'frei-cm WettbeWcrb auch im Ausland unsere Warew abseY-en können in einem Maße, daß unsere Einfuhr nnseve Aquwhr nicht mehr übersteigt, sondern daß umgekehrt unsere AuRuhr die Einfuhr mindestens deckt, auf end- gültige Heilung der verfahrenen Zustände hoffen können, wie Wir sie auf dem WährungSgebi-ebe heute haben. . _
Meine Damen und Herren, ich darf aber endlich auf zwei Punkw norh besonders hinweiseri. Wir müssen Ruhe von außen, aber Wir müssen, für die Ges-undung unserer Wirkschaft auch Ruhe im Innern haben. (Sehr richtig! rechts.) Heute befinden wir uns doch beinahe in der Lage des Mann-es, der mit seiner Familie in- seiner Werkstatt sißt [MQ fbei'ßi-g- arbeiten Will, um seine Schulden herunterzuarbeiben, die er an seine Gläubiger im Jnlawd und im Ausland abzudecken hat. Neben- ihm in einem Teil seiner Werkstatt aber sißt sein ausTVärtige-r Gläubiger und nimmt ihm einen Teil seines Werkzeugs weg„ mit dem er das er- arbeiten müßte und sollte, Was ihm die Zahlungsanitrel für die Mtragung seiner Schwl-den b-i-etet, und seine Söhne selbst befinden sich in fortgeseßrcm Streit darüber, ob die oder jene politiscke oder die oder jene Wirtschaftlich? Rirht-ung diejenige sei, die ihn von all den Schulden und sonstigew Krankheiten heilen könnte. (Zuruf links.) Das ist die Situation, in- der sich heute das Deutsche Reich befindet: Da drüben ein“ großer Teil seines Staatsgebiet-s vom Feinde beseßt, der ihm mit der Hand an die Gurgel seiner Wirr- schaft, in .die Herzkanmner seiner Wirtschaft greift, und hier im kaand BeWeg-uwgen von Radikasliniskis, die meinen, durch politis-che Gejvalt über Wirtschaftliche Schäden himvegxkom-mew zu können.. So heilen Wir 'die Krankheiten unserer Zeit unber keinen Umständen. (Sehr richtig! bei der Deutschen Volkspartei und rechts.) Wollen- wic gesund Werden, dann müssen Wir Von unserer Reparationslast endgültig frei Werden, Wir müssen unsere staatliche und Reich-Sautorität wieder über unsor ganzes Reichsgebiet adeebn-en können (sehr richtig!) und wir müssen freib-leiben von inneren Unruhen, anders ist*“eine Ge- su-ndung unserer dermaligen kranken Verhältnisse nicht zu errvarten. (Lebhafte? Brabo! bei der Deutsichen Volkspartei urid r-echbs.)
361. Sißung vom 9. Juni 1923, Nachmittags 1 Uhr. (Berich des Nachrichtenbüros des Vereins deutscher Zeitungsverleger“)
Präsident Löbe eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 10 Minuben.
Der Enttvurf einer neunten Ergänzung des BesoldungSgeseßes geht debaitelos cm den Harzpt- ausschuß, deSgleichen der Enthrf, betreffend ziverte Aenderung desBe'soldungsfperrgeseßes, an den Beambenau chuß. k
DerG e enttvu , betre emd ein Zusaßab ommen mit deresÉcthi üfider Schweizer Gold- hypofheken in eut'„schlc_rnd-, wird Er- örrevung dem Hauptausschuß ubeeres-en. ,
Nunmehr wird die Besprechung der sozral- demokratischen Interpellation, betreffend "Teuerungsmaßnahmen, fortgeseßt.
Abg. Wulxe (Deutschvölk. Freiheits rtei): M-erkvüvdig ist, daß gerade die Sozialdemokratie diese , nterpellation einbrachte.
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* Mit Aus me der durch Sperrbruck dcrvorgebobsnen Reden der Zerren MinFtkir, die im Wortlaute wiedergegeben sind.
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Sie ist es gerade, die die Schyld an der TeuermWirä t,_sie hat don Versailler Vertrag unierschneben und unser lkts astsleben in Grund und_ Boden rumiert. Nachdem die Soziakdemokratie das alxes außerrchtet bat, seßt i_ie„ eine Teuxrungsdebatte in Szene. Em Ma enaufgebot von Ministern ersYZen, um zu beweisen, daß die_Armut von der Powerteh kommt. enn Sie wollen, daß die Rmchstagßdebatten no_ . _ernst genommen Wevden, dann sagen Sie ehrlich“ _eme Mgrkétabi [ terung it bei der Erküllun-gSpol-itxk unmö - lich. in franzofi cher neral at es (möge proFen, daß Deutj-Z- lgnd auch wirtscha tlich enbmannt werden soll. it Hilfe der Er- Lullungspolrtik w en die Sozialisten ihrtmar isti-sches Progrannw urchfuhren.“ Vargas mache ich Ihnen keinen orwurf, wenn Sie
vonder RkchqukUt «' bret Ziele übxrzeugt sind. Das; aber die Regierung u Hand angxrdiensre leistet ist unerhört. Mir der Anerkennung, _r Reparationspflicbt maffakrieren Sie das ds-utsche Volk und xurmeren die deutsche Wirtschaft. Ju demselben Atsm- Zrerg vyn einer Marksbabilisierung zu sprechen ist geradezu unge-
ue'rltcb. Dankbar erkennt der „Vorwärts“ die Haltung der Regierung an, sie hat ja auch alles geschluckt, Was die Sozial- demokratie haben „Wollte. Wir stellen uns gewiß nicht schützend vor die Kassen-schranke der „VQsißen-den. (Gelächter und Zurufc bei den Soztgbdemo-kraten. Abg. Müller-Xranken: Aber Sie arbeiten mix franzosrschem Kapital! Siehe München!) Das ist eine Unver- schamtheit„_so erWas yon einer Partei zu behaupten, gegen die das Kapital nut aßen Mittekn kampft. (Gwße Unruhe bei den Sozial- demokraten, Liirm und Zurufe: Lump! rechheit! Glock-e dcs Prä- srderiten.) Kem- Angebot kann die feind iche Raubgier befriedigen, es 1-st„alles MWZWorf-en und reizt nur immer von neukm die Anspruche der Feinde. Von der Not der Studenten haben die Getperkschaften keine ? nung; ein Student, der im Oktober vortgxn Jahres durch" eben-arbeit seinen Unterhalt verdicntr, hat die_s_es Geldim Marz dieses Jahres erhalten. Eine schnellcre und_starkere Hxlfe bedürfen auch die Kriegsbeschädigten und Sozialrentner. Das smd aber alles äußere Mittel gogen die Teuerung, rdie _ uptsache ist: Lassen Sie die Spieler und WUCHLT-Ik nicht in Deutchland herein. Im Westen Berlins Wohnen die Ostxuden in PrunkWohnungen und verzehren ihre Wucher- nnd Schrebergewmne. (Unruhe links.) Herr Hermes hat vorgestern ein neues Steuerprogramm entwickelt. Ein so kluger Mann wie Hermes kann doch nicht erwarten, daß er mit diesen Erzbcrgcr- x_chew szepten die Teuerung bekäm en und die Mark stabili- teren konne. Zest soll nach den 5 ünschen des sozialistischen Blattes die Substanz des deutschen Vermögens an das Ausland verpfändet Werden. Und das Angebot tut das. Man sollte endlich mrt dem SchlagWort der Reparationen aufräumen. Wir haben schon so viel erfiillt durch Sachleistungen, daß keine Reparations- )J [icht „mehr besteht. _Die Erfüllun- ist keine Politik mehr, so_ndern
' akmm-n. DiE. „SieFrstaatew“ s(ind nicht *die Sieger im Kriege, dxexe «tagten kezden a edunter dem Kriege; der Wirkliékx SLLßLr die es Krieges ist das internationale jüdische Großkapial, das allein in New Yurk zroanzig Milliarden Dollars hat. Die so- genannten Demokratien sind nur Satrapien des internationalen jüdischen Großkapitals. Das Memorandum ist der Gipfel der Erfrillungspolitik und dieses Memorandum wird abgeschickt in dem Augx„nblick,_ ivo eben Schlaqet-er erschosxen- ist. Wie muß das Ausland u-ber em Deutschlawd denkew, das ich das gefallen laßt! Der Stand der Valuta ist der Aus-druck ch Vertrauen?- des Ans- lan-dcs zu einem Volk. Wie das Ausland Über uns denkt, so steht der Dollar. Wir bekommen jetzt üderbaupt keine intcr- nationale Anleihe mehr. Im Artsland Wird die erlogene Msi- nung verbreitet, ivir ständen Vor dem Bürgerkrieg. Das kommt von dem K-qnipf gegen- die völkische Vekvegung. __ Das ganze Ankkagßmatcrmk des Herrn Severmg gegen uns nt zustimmen- gebrochen, man rexdet um dies Elend herum, man reißt dgs Unkraut eben ah, ohne die Wurzel_ auSznrei en. Dax: wirtjchajt- [(ihr Ekend ist die.?Fol e' unserss politischen E ends. DLL „Regierung erfullk -- die Prer-e feigen. Man WiÜ dem Aussand ein einziges Deutschland zeigep, und in vielen Städtejrtobt der Straßenkampf. Treten SLL, meme Herren, Von der Regierung zurück und ÜÖLr-_ lassenSie das Regieren den Wirklichen Diktatoren Deutschlands, den Herren Breit'scheid und Genossen!
" Abg. Le-debour (U. Soz.): Wir Vertreter der Proletarier mussen die ReYixrung ernßxich warnen. _ Was sie bisher an Maß- nahmen zur [nderung r Not ern-jtlicl) versprochen hat, ist völlig unzulänglich, und die in Ausficbt stellte StenecrYrm bringt keine Belastungdes Besitzes in der e örigen Form. - anz und gar ist „der" Plan zu verWerfen, durch rhöhung der Verkehrs- !Juern die Resqéarationskosten zu decken. Die Leute mit den gro en
ermögen mü en herangezogen werden. Em Skandak ist es, aß Gelder aus der Rubrbilse zum Ankauf von- Devisen benußt worden sind. Wird unsere heutiY kapitalistische Politik Yrtgeseßt, so 9th Deutschland zugrunde. * ur eine sR'alistische olitik kann uns retten, und die haben Wir nach der . evolution noch nicht gehabt. Die ge[amte Produktion muß sozialisierb werden Wozu bisher noxl) nicht einmal der Versuch gemacht Worden ist. Macherischaften, w:o: '[ie Schlageter betrieben hat, haben Deutschland nichts gm ßt, ondern tm Gegenteil geschadet. Dieser all War" gerade on Fanzösischen Jmperialisten willkommen. er Bedrangung durch
11 (ffranzösischen Imperialismus kann nur durch das Vroietariat ein nde gemacht Werden. Wenn die proletarischen Parteien sicb nicht miteinander verständigen zu gemeinsamer Eroberung der olitischen Macht, Wenn im Ab eqrdnetenhaus dix Komnrunist-sn ogar vertrieben werden, dann be reiben Sie nur die Geschoß? Okt?
ourgeoisie, der Stinnes und Genossen. Auch die Verständigung mit dem Proletariat des Auslands tr Verhinderung feindlicher Raubüberfälle auf ein Volk, das ist as Gebot der Stunde.
Das Sch*lußWort im Namen der Inberpellation erhält der
Ab. Roberi Schmidt (Soz.): Auf das Urteil des„ Hérrn Wulle 9können wir nicht stolz sein._ Zu dem internationalen jüdischen Großkapital gekzxören doch auch *die deutscher] Juden, und diese können do keine 1 rende an Verlusten .zizzzumten des Aus- lands haben. as Kapital ma t keine reltJtosen 11nßerschiede, und deshalb"sind hier Raffenkämp :: nicht ange racht, Die Mark- sti'rßungsaktion hat die Yreike eini ermaßerx fest ehalten, bis der neue Umscthng an der ör e die reife wiedex teigerte, da alles einkauft, um vor neuen Preissteigerungen_ gßschußt zu ein. WLUU man'meint, daß unsere Industrie nur ber sinkender ark export- fähig bleibt, kommen Wir aus der sinkenden Tendenz überbanpb nicht heraus. Die sinkende Kruxfkraft des Volkßs hat den Absatz e chmälert. Bei unserer billigeren Produktion und unseren kgzi igeren Lö nen könnte unsere Industrie unter richtiger Kal- kulation Wett eiverbsfähig hlerben, aber unsere Industrie hat ihre Preise iiberseßt. Der Sozialdemokratie die Schuld an der Wirt- schaftßnot zuzuschieben, ist falsch. Wir haben nach dem Kriege in der Regierun die schjvere Aufgabe gelöst, dem Volke Wenigstens die notwendig te Nabxuyq uzufnhren. Dieser Tat haben Wir uns nicht zu schämen. Wie „ist ?cüher Graf Kaniß im Namen der Kon- servativen gegen die BorZ lodezogen! Heute Werden die Herren nervös, Wenn man die öre angreift, mit der ie längst ihren Frieden gema t Yabew nn Wir die völkis e oder deutsch- nationale Wirtchatspoliti-k Weiter verfolgt hätten, Wären die Landarbeiter heute noch rechtlos. Die Agrarier haben hundert- tqusende Polen kus Land gezogen, Weil sie deutschen ?[l'lu'liék'fls nicht einen genügenden Lo?n geben wollten. Die„Hcrrcu_1vo_llcu ein errenre t, aber kein oziale's Recht. Wir mussen x_mt ciner sozia en Wir chaftspolitik nachholen, was die Herren fruher VW-
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