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* n-Kammer. Sitzung vom 15. Februar.
T*t'e ZbZY-xtrübxr das Zagkgesch dauern no immer fort, und yon den 30 Artikeln, aus denen pet Enxwurf bkskk k- sind "| 1“? "“Z"“ Es handelte |ck in der beut-gkn Stpung von lauter Zagd-Detmls, deren Erörterung kein allgememcs Interesse darbot.
ris 16. e'br. Vis 'cßt haben sich folgende Redner iiber »: LYrcxchlag, des HZ:)! von R-ZZusat einschreäxen lassen: Fiir den- sxjhcn dic Hi'rke'nMomcr be 1a wzeranne, Corxxc, Maztrat-Vallangk, und vonTracv; gcgen bcnjc'lben dw Herranmdxcres, Emanuel Poullc
1'E5u7c.
Und Far Abbe? (Tombalot ist aukafchl der Anklagc-Kammer, Wegen Mröffenthung scinet' Broschüre Üblk deiqublrieg des inbcrsitäts- Monopols grgcn die Iiirche“, vor den Aqucnhof der Scme gestellt vordkn. ! Ter lrgitimistésche chutit'tx fiir Okisnws, Herchchard, der den Ausspruch der Kammer bimichtlrch der Manifestationen vonBelgraVc- Square so cncrgfsch bc'kämpftc, der aber nicht, wie die fiinf Depu- tértcn, welchc in London waren, aus der Kammer ausgeschieden ist, hat [[ck cht vor seinen Wäb_lcrtt )vcgcn seincs Verbleibkus in dcr Itammcr rccbtscrtigm _zu miincn geglaubt, indem er ihnen schreibt: „Unser crstrr (Orbankc war, mit unscrequcundcn in Maffc zu resig- 111'1“cn, aber nach reiflichm'Uebe'rle'gung schien es uns, daß die politische Würde unserer ?.)kcinungcn durch den in jener Entfernung aus der Rammkr lfcgmxkcu Protest znr (55611iigc bcfricbfgt sci, und das; wir, da wir nicht, wie jene, 1vc5chc dic “).)kajbrität der Kannner durch ihr Votnm persönlich zu brandmm'ken suchte, uns auf sine gebictcrischc thbwcndigkrit berufen kbnntcn, die uns den anbcrtrautcn Posten zu bcrlasscn bicße, selbst in Abwesenheit unscrcr solchergcstalf nwralisch mts der Kammer ausgeschlossmtcn Freunde unsere gcmcinsmncn In- teressen und Prinxipicn Vertheidigen müßten. Ich werde demnach, wicwbbl widcrftrcbcnd, der Pflicht Folge leisten, Welche ich, dem ein- stimmigcn C11tschlnsse mcincr pblétischcn Freunde gegenüber, nicht von mir wsésctt darf.“
Das Journal des Débatö vcrbffkntlicht cin 11cm?) Schrei: bon des Bischofs von Chartres gcgen die Universität, ein Schreiben, sagt dikftö Blatt, Welches nichts als ein unvrrficgbarLr Ucbcrftus; mt dcklanmtorischen Worten, einc lange undkalte Ichbcrlolung derJlug- schriften set“, wclche dikskr Prälat schon unter dcm YZamen von Ver- ordnungen und Hirtenbricfeu habe crschcincn laffcn.
]" Paris, 15. Febr. Die hcutégc Sitzung der PairS-Nam- Mkr war drr Fortsetzung der Debatte, dic nun schon einige Tage in Anspruch nimmt, nämlich übkr die Juhrwcscnö-Polizci gewidmet, ohne das; sich ctwas besonders chcrkcnöwerthks bot. Der Jinanz-Mi- nister legte den von der Dcputirten-Kammer bereits gut gcheißcnen désinitivcn RechnungG-Abschluß fiir das Jahr 1841 Vor.
Zu der Tcputirtcn-Kammyr dauerte die Diskussion des Jagd- Polizcigcscßcö fort. Der Kriegs-Minister legte einen GcscH-Entwurf, betreffend die anßerordcntlichcnKredite fiir Algcrien, vor. Im Uebri- gen boten die Verhandlungen, die anen die Blätter bringkn Werden, nnr sebr geringes Interesse, weshalb ich mich enthalte, näher darauf linzngehcn,
111 Paris, 15. Febr. Die Königin Marie Chrisiinc von Spanien hat endlich heute friih die Rückreise nach Madrid angetrctkn. (He- stern speiste sie bei Hofe im Familienkreise, nachdem sie vorher eine lange Untkrrcdung mit Ludwig Philipp hatte. Ihr Abschied von der Königl. Familie soll sehr rührend gewesen “"ein. Die Königin der Franzosen, ihre Tante, war, wie man sagt, ehr angegriffen. Die erhabene Fürstin sthc'fnt ÖM schwrren Stand, welchen die Ex-chc'tt- tm a'n Spanien, wrnégßens Anfangs, haben wird, nicht zu verkennen. Die- nächste Umgebung der Königin Marke Christine vkrsichcrt jedoch, daß bikse bol! guter Hoffnungen die Rcsse unternimmt, da ihre Aus- söhnung mit der Familie Öls anantcn Don Francisco de Paula ihr den bedeutendsicn Theil der liberalen Partei zu gewinnen Ver- spricht. Daß die Königin Maric Christine seit dem Tode der Infantin Doüa Carlow die Kandidatur des Herzo s von Cadix als Gemahl der Königin Jsabclla begünstigt, scheint anFer Zweifel. Die Ex-chentin, die früher die Heirat!) ihrer Köx1iglécheuTochter so viel als möglich zu vertagc'n sucht?, scheint gegenwärtig dieselbe betreibc'n zu wollen, Von einer anderen Seite kann ihre Gegenwart in Ma- drid nur nützlich sein. Der Mann, jvelcher gegenwärtig gleichsam die Macht Spaniens in Händen hat, ist der General NarVacz, eben so tapfer, als herrschsüchtig und anfbrausend. Niemand vermag desen hkstjgcn Charakter zu lenken, als die Königin Marie Christine, wel- cher er blindlings ergcben skin soll. Nicht ohne Grund befürchtet man hier, daß Narvaez sich verleiten lasse, in seinem dynasffschenEifer einc gewaltsame Reaction in Spanien zu versuchen, Welchc, anstatt die Parteien zu überwältigen, eine neue Revolution dort hervorrufen möchte. Darum hat es unsere Regierung nicht ungern gesehen, daß die Königin Maric Christine sich mcht abschrcckcn ließ, ihre Reise selbst mitten unter den neuesten Unruhen anzutreten.
Die Rolle, welche die Ex-chentin inMadrid zu übernehmen gedenkt, ist ganz von versöhnlicher Natur. Unter solchen Umständen kann sie (Hufes wirken, obgleich die pariserPresse ihre Rückkehr nach Spanien als einen politischen Mißgriff zu bezeichnen sich angelegen sein läßt. Eine eixentléche Aufwartung dcs diplomatischen Corps, um der Königin Marte Christine dic Abschieds-Visite zu machen, hat jeyt nicht stattgefunden, obwohl bei Gelegenheit ihrer Ankunft vor drei Jahren m Paris eine solche Aufwartung stattfand. Allein zu Anfang der lau- fenden Woche haben die Botschafter von Spanien, Neapel, England, Yekgirn, so wie die Gesandten von Brasilien und Holland, der Kö- mgm in besonderer Audicuz aufgcwartet. Gestern sind ebenfalls alle Mitglieder unseres Kabinets, dcr Marschall Soulf an Nr Spéße, nach dem Hotel de Courcelles gefahren, um der Ex = Regentin ihre Ehrfurcht zu bezeugen. Alle Mit lieder chr Königlichen Familie, so wie der Graf vvn Paris und die „erzo- gm von Orleans, haben gestern Vormittags ihre Besuche abgesiattet. Man vxrsichcrt, daß, als heute die Königin Maric Christine eben in den Rejsewagen steigen wollte, Ludwig Philipp in Begleitung des Herzogs von Nemours angefahren kam, um seine Nichte noch e-mmal zu umarmen. Ein Adjutant Ludwig Pbilipp's ist beauftragt, dre kk" habene Reisende bis zur spanischen Gränze zu begleiten. Ihr Gc- folge bkskkbk aus zwei Hofdamen, einem Kämmerer, vem Lcibarzte und dem Bei tvater. Mehrere spanische Großen, wie der Herzog San Carlos, er Herzog d'Osuüa u. s. w. wollten ebenfalls die Kö- ÜÜU ngltgiiten. '" "wesen kik mehrerer aus r ei neten remden, und beson- Fero des Prinzen Yarimilian von Éazyelriét, schcJt den Köni endlich TMM? 3" habm- Übermorgen Abends einen großen Hofba in den . '" 3" Ikbkn- Fu eben so glänzend als- zahlreich auözufallkn vnspnchk Zugleich [F auf d 5, - * K t "“ O"“ “"sesas“ “ »„ Ja'c'e'enzeTL' FÉgYstk24ZX'ZZLTS;„"J-x FTF?- zosen das Tanzen m den kamen „;ck: zugeben mag.g
)( „axis, 15. Febr. M: mw; in C ' i “ hen? Ra nutta a um ? Uhr Lirakchbnaskkz neye'iWkl ?)äniiehnr [!A dm uamltchen agen be nde!- M eine Tochter ke santen Fran-
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Frauen-Klosker Sacré Coeur bier befand, wo eine große Anzahl junger Mädchen Von Stande, namentlich vom legitimistischrn Adel, sich befinden, um dort ihre Crzichung zu erhalten. Auch eine Tochter dcs Fürsten von Polignac befindet sich zu diesem Ende daselbst. Herr MarmZez de la Rosa wird die Königin nur eine Strecke weit beglei- ten, n"? W bkl'ßk bis Chalons an der Saone, während der erste Ge- sandtschafts-Secretair Herr ?lguilcra und der Gesandtschafts-Attaché Graf de la U-u'on beauftragt sind, sie bis zur Gränze zu geleiten, Außerdem sind noch im Gefolge der Königin der Herzog de la Roca und der Herzog de San Carlos. Dcr ganze «Zug besteht aus drci Wagen. Mehrere spanische nnd franxösisckyc Kabincts-Couriere sind vorangegangen; dcn Postmeistcrn an den Verschiedenen Stationen ist Befehl von der Regierun hier crthcilt, keine Postgcldcr sich bezahlen zu [assemda die französische cgicmng diesc Kosten béstrcitkt. Man bcnn'rktk, daß die Königin in dem Auqcnblickc, als fie mit der jungen Infantin ihren Wagen bestieg, drkimal sich bckrcuzfgtk, Eine Menge von Spaniern nud Franzosen hattkn sich cingefunkcn, Um ihre Abfahrt mit anzu- scbcn. Zu Sens wird heute das erste Nachtlager genommen. Von Chalons wird die Reise bis Won anf cinem Dampfschiffc der ('N- scllschast des Hirondellcs (dcr Schwalch) gkmacht. Zn Lyon wird die Königin mit allkn Königlixbcn Personen zukommenden Auszeich- nungcn empfangcn wcrdkn. Dort wird sie einen Tag anzrubcn und dann auf e*t'ncm der Dampfbb'tc dcr Göscllskhfist des Aixlc'ö die Fahrt bis Avignon fortsetzen, von wo sic dann zu Lande nach Pe1*p1g1m11 gebt. Erst dort wird dann cutschicdcn werden, ob der weitere Weg 311 Vaude odcr ;ur See fortqcscßt wird, oder ob es iiberhaupt in diesem ?lngcnbliafc rathsam sein dürfte“, nach Spanim! 311 geben, iibcr drsscn Lage bie diistcrstancriichte hcntenmgchen. Man spricht von großchorbxrt'z- fnngkn, die in allen Städtcn gemacht wiircht, durcb w-*!chch _119 111 Spanien kommen jvcrdc'. Baron de Meer läßt zn Bgrcclvna 19mm: Palast 311 ihrcm Empfang in Stand sc:_l,§c*11„ Teptrtataoncn bcr'bcr- schicdcncn Städte Catalonfrns sollcn xtc m Barcelona bchZMbn. (55c'1n'ralCotOt1cr ["i am 9-4th bereits dort angekommen, nm ]ic m: Name'" der balcariZchcn Inseln, dercn Deputirtcr ll“ ist, 311 bcgriißcn. Als Schlagschatten Zu diesem Gemälde von Enthusiasnms dienen die fortwäbrcndt'n Gcriichke von neuen Vcrzwcignngrn dcr Vct'sckMb- rung, die man zn Barcelona cntdmkt bat. Dic llmständk sind kri- tisch, und Niemand kann Vorher sagkn, wie Alles das enden wird.
„'I Paris, “15. Febr. Tas Heutige Ausbleében ber nmdribcr Post wird mit (Hkrüchtcn von neuenPrommciamicntbs, nnd nament- [ich Von kcm Anfstande von Bourgos, in Znsmnmenlwng gebracht. Auf der anderen Seite hält man den plöylichcn Entschluß dcr Rb": niginChristfne, ihre Reise nakl) Spanien anzutreten, fiir e_inen Bmvcis davon, daß die letzten auf tclcgraphischem chk eingetroffenen Nach- richten dcr Sache der madrider Regierung nicht ungünstig sind. Man will wiffcn, das; die ?lbrcfse der Königin Mutter in Uebere't'nstimnmng mit dem Rathe Ludwig Philipp's nnd der Herrcn Guizot und Mar:- tincz de la Rosa erfolgt sei, obgleich sich viele andere Stimmen der- selben widerseyt haben. Gewiß ist es, das; die ehrmalégc Regentin dcn Entschluß der Abreise erst gestern gefaßt hat, so daß die lebten Vorbereitungen daxu mit der größten Hast getroffen worden sind, Die Königin Christine berlirß ihr Hotel in der Rue Courcelles hcntc Mittag gegen 1 Uhr. Zu ihrem Gefolge bemerkte man die Gräfin von BelaEcoain, Wittwc des Generals DonDiego Leon, den Herzog von San Carlos, danerzog von la Roca und ihren Privatskcrctair, Herrn Castillo, der vor einigen Jahren das Portefeuille der Finanzen in Händen hatte. Auch Herr Martinez de la Rosa bcgleitctc die Königin bis auf eine drr nächsten Statiom'n. Die Muttkr der jungen Isabella begicbt sich iibcr Lyon nach Perpignan, von wo sie Vermuthlich auf dem Landwcge nach Barcclona geben wird, um nach kincm kurzen Anscnthalte in drr catalonischcn Hauptstadt nach Valc'ncia 311 raison. Zu der leßtgcnanntkn Stadt, so geht wenigstens die Rcde unter Personen, welche sich ggf unterrichtet glauben, beabsichtigt dic Wittwe Ferdinandlö K*]l. mtk ihrer Tochtkr znsanmtknzutrcffkn, Welche man dahin zu brmgc'n suchmt wird, daß sie den Händen ihrer Mutter bis auf Weiterks die rc'gentZ schaftliche Regierungsgkwalt anvertrank. Wie es sichsabcr „'m-ck nut diksmn Plane verhalten möge, es ist offenbar, das; M Ausfiihrung dcssclbcn jedenfalls von Umständen abhängt, auf d'et'cn ,Daxtcr um): für cht nicht mit großer Sicherheit zählen darf; Dre KÖUÄJMUCW]; ßinc bewährt iibrigens durch ihren Entschluß, 111,der gcgenwabtt'gcn Lage der Dinge nach Spanien zuriickzukchrcn, eme C,[)araktlrytarkc und einen UnternehnmmEgkist, durch wslchc ihre Ansprache auf per- sönlichen Einfluß auf dtc spanischen Staats-Angelegenl)ctktcn gerecht- fertigt werden. In der Voraussetznmx, „daß es, dechg-txrkuyg die's,- mnl gelingt, den Aufstand rasch zu bändxgen, wxrd daß Fibntgtn-Clxm- stine die beste Gelegenheit haben, sich von born heren: ech gunstige Stellung zu verschaffen, indem sie ber Reaction, xvclöhe eme!" scxlchen Siege folgen wiirde, Maß und Zlkl (eM, uud 1ndcn„1„_s„ie jich nbch haupt als eine großmiithige Gegnerin dcr pl'ogi'ksjtdtlsciZU-t Part.,» zeigt, Eine versöhncndc, vrrmittelndc Rolle?,nnrd dcr Komgty Chr:- stt'nc durch alle Umstände angewiesen, und nur glattbßn, bas; dre Mut- ter Jsabella'sll. Kopf und Herz genug besißt, um du'se Rolle zu br: greifen und um dieselbe auszufüllen.
Grossbritanien und Irland.
Unterhaus. Sitzung vom “4:3.Jeb-r11ar. (Schluß:) Lord Russell fuhr in scincr Rede iiber dre Zustande Irlands aljo fort: „Ich komme nun zu einer andcranrage * der Frage di's Wahl- rechts für das Volk von Irland, ch) tvcxß, bas; War) nnrxentg'cgncn Mrd, was man schon oft entgegnet hat, - daß n*1r,zmn111ch,bet Erdrtcrrzng rer irlättkischen „Zustände mehr auf die Frage polittsck)c'11 Wahlrcch-ts rmgcbrn dürfen, das: dies den Hungrigen njcht sättigcn, dcm beescbästigten kc'me Arbeit verschaffen, das; kö dic Ucbelstände, unter bone" Irland leidet, ntcht beseitigen kann, Ich bin nicht dieser Mrinmng: ,'ch finde auch nicht in der Geschichte Englands, daß eine solcbe Meinung jemals maßgebend gcwcscn ist, Ick bin gewohnt, zu glauben, daß die Theilhaftigkcit an gleicben Mch- ten, an den Wohlthatcn einer freien Verfassung das erste und beste thtcl ist, dir Wohlfahrt ch Volkes zu fördern. Große Autoritäten sprechen da- für, Pitt und Fox erklärten die Wohlfahrt Englands aus der freien Vcr- saffnng des Landes, ohne daß sie dabei dachten, das Wahlrecht und die Befugnis„ sein Votnm abzugeben, könnten dcn Hungrigen satt machen, oder die Wohlthnt, dnrch eine Jury gerichtet zn Werden, könnten vor Armut!) und Mangel schützen. Aber fie Wußten, das; Wenn Männer die Vortheile gleicher Gerechtigkeit, dic Wohlthatcn einer freien Constitution gcuöffcn, wcnn fie in einer Atmosphäre der Freiheit leb- ten, keiner den anderen unterdrücken, Zeder nach dem Neichthum des Reich- sten, nach den Stellen der Höebstgestelltcn in dcr GescUschaft strcbcukönntc. Diese Grundsäse, welche das Glück Englands ausmachen, will ich (111er- land anchandt sehen; ich will auch dort jedem Manne den Gennß glei- cher Rc te gesichert, auch dort jedem Manne dic Gewißheit verschafft schon, daß er nach den Grundsäyen einer freien Verfassung vertreten wird. Die Bestimmungen aber, wonach in Irland ch dann einem Freisasscndas Wahl- recht zusteht, Wenn sein Grundstück einen Rein-Ertmg von 10 Pfd. jährlich Liebt, während in England dcr Brutto-Ertrag vou gleicherHöhe schon dazu erechtégt, lasen jene Grundsäse nicht inAnwendung kommen und vcrmsacben überdies so vicle Streitigkeiten unter den Richtern iiber die richtTiße Ausle- ung des Geseses, daß schon dadurch die Beschränkungen des ahlrechts Fedeutend vermehrt werden. (Lord Russell fiihrt weiter aus wie die_ vo- rige Whi -ch1erung, nämlich “Lord Morpcth, eine Bill diefxrhalb eznge- bracht ha e, welche von den Tories als“ ein Versuch zum allgenmnen Stumm-
cim de Paula, welche ch bisher ihrer Erziehung. ms," ;„ dem
- recht angesehen und durch ihre Majorität im Parlamente verworfen worden
sci. „L_orbMorp-th's- Bill hätte das nebel geheilt, während nunmehr die 1Y11tha213ke|t der Ncgterung dasselbe vergrößcrt habe.) Ich komme jest zu emer dnltrn Hauptbeschwetde Irlands, nämlich daß die Katholiken, obschon fir nach bm) Gesetze zur Uebernahme derböcbsten Staats-Ncmter befugt sind, von ,der Wagen Regierung dennoch alle davon auégescbloffen werken. T*ie chxe-rung hatte während der Zeit ihrer bisherigen Verwaltung in Dublm- cinen Mascr of the Rolls ((chbeimcr Archivar als Präfident dcs Kanxlnhofcs), cinen Obcr-Richter an der Queens-Vench und mehrcre an- bere Richxersteuxtt anzustellen; ich frage, wer ist von den neu Angestellten cm r'onmcber Itathokfk? ich frage; wo ist iiberhaupt eine höhere Stclle, wblxbc mit cinem Katholiken bcscst worden ist? Man sagt, die Katholiken bcy'andcn fich alle auf Seiten der Lppofition, und man könnte aus seinen Femdcn nicbt seine Bcamtcn wählen. Aber Warum isi es so? Man kann Wohl die protestantischen Diffcutcrs demokratischer Tendenzcn brscbxtldigcn, abox 11ic_mal_s die Kathblchn, welcbe ihre Religion, wie so vielfach von den Tones jclbu bci der Debatte über die Emancipationsbiu eingkstandctt, zum Gehorsam und zur Achtung einer höheren Autorität hinfiihrr. Oder will mqn bcbabptcn, dns isländische Volk sci fiberhaupt dem englischen feind- sc-ljg gcxtjyit, Wahrlich, darauf sn'ißt man scinc Polétik, abcr man bedenkt mcht, da]: man dnrch skin cigcnco“ Verfahren dicse Stimmnng hervorgeru- scn bat. O'Connell isi hauptfääzlicb deshalb angcklagt worden, Weil er dir!“? axtgcblicbc Frindscligkeit dcr (chsimnmg gegen das cngléscbc Volk ge- näl-rt hat. Wie 10:11, Wenn ich ein *),)kitglitd dcs Kabiuets (Lord Lond- bursk) anklagc, daß es gkgcn das isländische Volk dixsclbr!) Gcfinmmgcn offcnbm't und in England angercßt babe, ixxbctxx es in bffcntlxcherBersamm. lung aussprach, dic Zrländcr seren chkndllngc_ dcm B!zttc, dcr Spmcbc und der Religion nacb? Wird Luan dchn Ausxwrucb auch zum (Bcgcnsmndc cincs Staats - Prbzcch gegen den Urheber keffelbcn nmcbcn? Es ist nicht wahr, daß die Jrländcr von solcher Feindseligkeit gegen England durchdrnngcn sind und einem so blinden Hase gcgen das angliscbc Volk Raum geben; die früheren L_Öckwnltungen unter der Wbig- :)icgicrnug bcwciscn dico hinlänglicky, Tic Lordo Nbxmanby nnd Fortcscnc bereiteten sich in Irland allcin dnrch dic *.)lnsfnbrnng ibkcs Entscbluffcö, rns Prinziv rer Unparteilicbkcit in der Verwaltung und Justiz aufrecht :.u mlmltcn, dic günstigste Stimmung untcr dem Volke nnb verschafften zum crstcnnmlc der bis dahin vemchtctcn Zircbtöbcrn'altung Ansehen und Wurde bei dem Volke. Ick) will nicht iibcrtt'riben, ick) will nicbt sagen, das: dicse Vcrtvaltun- gen allc riellebclständc, welcbe Zahrhnndmtc gkbätlst hatten, in ihren (1 oder '7 Jabrcn bcscitigtctt, aber ich brlmnptc, das: die Stimmung des Volkes fich srcnndlichcr Kcigtc, daß ein größcrcö Vertrauen zn "rer Vcrwaltung dcs (He- scxzcö Plak; griff, und daß, [wcnn dicö Vcrtmncn erst vollstänkig befestigt jbbrkcn wäre, wir die grössten und tvcscxjtlicbstcn materiellen Vortheile dem Bach hätten erwachsen sehen, Es ;eigte sicb brrcitö in dem größeren Werthe dcr Téänkcrcicn und wiirde sich auf hundertfach andere Weise gcxcigt haben, da Niemand mebr fiirchtctc, die ihm widerfahxcncn Ungrrcchtigkcitcn durch das (IJcsch ttngcstrast zu schen. Meine Herren, das (Heft!) würde zu seiner grbtibrcndcn *.)ltttbrität gelangt, das Rccbt würde aufrecht erhalten, das Un- recht bestraft worden sein, und das irländiscbc Volk hätjc fich bald allerdcr Wobljlmtcn rrfrcut, wclche dcm Volke Englands 311 Tbcil wcrden. Abrr es war ankcrs bcstimmt, Mit dcm Antritt dcr nenen Tbrv-Ncgiernng m'bbbcn sich bei mir ZWar mancherlei Bcsorgnissc dariiber, das: die (Hetvalt in die Hände dcrcr iibcrgcgangcn tvar, jbclcbe dnrch die leide'nscbastlicbcn Tmtnnciationxn gcgcn bas ixlxixtdiscbc Volk und namentlich die rbmiscbc'n Katbokifcn snb ansgczcichnct hatten, aber es blieb mir doch nockv cin chim von Hoffnung 4711] eine giinstige Zukunft, als Lord Eliot Staats-Sccrctair tvurrc. ?lttcl) dxcye Hbfftnmg ist unn ge'schtbunken. Tie Isländer hättcn frei!)“ck) bcffch gethan, sicb mbig zu bcrhalten, bis ibrc Stärke so Weibgcbicch] Ware, daß sic dic Rrgickung und das Parlament zar (Hct'rxbttgkctt l/mttcn zwiWcU können; das ist indes; nicht geschehen. Ihre Juhxcr, !vxlche bas beyon- dere Vertrauen des Volks bcfiycn, waren uxxwillZg xtbrr .dte Vi"l)911dltt11§, welchc dasselbe erfuhr, und bchauptctcu scbrxmndrmglzch, dlc LlUcbclsxandx des Landes seien der Art, die Ungcrcchtigkcit sei so groß;, bas; jtc,kc1ne Pulse von dem Ncichs-Parlamentc mehr _;11 crlbaxten hätten; dje cinztge Rettung crblickkcn sic in dcr Trennung der Union und in dcr Herstelltmg ihm?: ckge- ncn Parlaments. Es war ffir die Ncgécrnng ein Gegenstand rxxastcr Bc- ratbung, wie man diesem Verbrechen begegnen sollte. Ick bczctckmrkx im vorigen Jahre den ch, den man cinznschlagcn hätte, 1xnd cZ-n (;))-«th that in sebr gmnässigtcr Wcisc das chrcnwertyc thgltcd fur Umrklck (Hcrr O'Bicn); man sollte die ucbclstände des Landes untersuchen [affen mit der Absicht, fie zu beseitigen nnd alsdann _ auf dem Unibns-Statutc fest beharren. Dic Minister vcrwarsen bas Crstch nnd blicbcn nur bei dem LcHtcren. Was war die Folge? Ntcsen-Vcrmmm- lnngen sandcn ianland statt und bir“ Ichblofigkcib der chicmng bcgémn, Statt sich sogleich iiber ric (Hrsrgwtbrkgfcat dcrVcrsannulnngcn zu erklät'cn, bcsxbränktc sic sich daraus, Fricdcnsrtcbtcr zu entlassen, tbclcbc an denselben Theil genommen hatten, und zwar anf (Mund einer vom Promicr-Ministcr im Untcrhanse mtsgcspwchcnm Eiklärut'g/ Lbclchc ihnen nicht anf offiziellem chc zugckommen war. Dann Warden plötzlich an einem Morgen dicse Vcrsammjmlgcn, Welche vom Mäx; bis 311111 Oktober geduldet waren, verboten, nnd nnr O'Connoll's Anstrengungen erhielten die Nuby, verhinderten Blut- vcrgirßrn und Fricbcnsbrucl). Große Vcrmnwoktlicbtkit hat dir Regierung dnrch diesen Schritt auf sich geladen, und ich empfchlc bcm Hause dicscn Gegenstand zu besondererUntrrsncbung. NUchErlas; rchroclamniion hä!- t-xn die Minister Wenigstens warten sollen, bis ein gefährlicher Akt stattge- funden, aber sie zogen es vor, dieselben Versammlungen gerichtlich 311 ber- folgrn, welche sie so lange geduldet. Und nun hat man ein kaum dk'fillik- bares Vergehen, eine «"t-51,0“), als den Grund der Anklage vorgcbmcht, cin Vcrgcbcn, wclchcs man mit gleichem Recht gegen den Marquis boanstmin- sm'scinch Goldbeitmch zur Anti-corn-!aw-lcagne wiirde gyltcnd machen kön- nen, Wenn eine cnglischeZUry so paktciisch und abhängig, so tvcniggescksißtgcgcn jcbc Tyrannei von oben wäre, wie eine ixländischc. Abgr womnf erstreckte sich die gerichtliche Verfolgung der Ncgicrnug? über alle' Handlungen, wclche in einer „Zcit von véclcn Monaten geschoben Waren. Wenn mm die Hand; [nngcn einzeln gesetzlich waren, so konnten roch sie ninmn'rmchr dnrch dre Wiederholung ungcscßlich WWW; und Wem: fie nngrsexxlich waren, Ivntunt blieben sie währrnd 9 Monaten ungestraft? Das sind sehr ernste ,xmgey, 31: dcrrn Unkersuchnng ich glcicbfalls das Haus anffordcre. Soll man m Irland diese Rechtmacbercs, wie sie Bcctbam nennt, noc!) langer dulden,? Man bcachtc doch die leßten Vorgänge ? Sechzig Namen, größtßnthcils Kathod- kenangehörend, ba'rscbwinden ans dcr Geschworncnliste durcb cmcn angebltcben Zufall im Blireau dcs Rccordcrö, und von den 48 durchs Loos gezogcpcn Mitgliedern streichen die Kron-thvaltc noch alle Namen der Kathbltkcn und zwcirr libcrakn Protestanten 11"le drm falschcn-Vqrwandc, daß dtesxl- ben alle dem Nepcal-Vercin angehörten. Das irlänbtschc Volk „ijß rmx solche Jury als eine gemachte falsche anscbcn. Man hat nun nprlltcb nut diescr Jury, mit einem so rcizbarcn Gcncml-Prok:rrator, das“:- er 111 bftxncm Gerichte eine Herausforderung an einen der Gegen-Anwalte scinckte, 1111! “"*"!" Loxd-Obcrrickztcr, der in seinem Resum-Z die Anklage kräftig untcrstiixzt “- man hat unter diesem Beistande wirklich ein Verdikt gcgen O'Connell “[ck"ng KW Writer auch nichts. Die (Hcsundhcit des alten Mannes kan" ÖUZch d1c-(th- 'fc'ingnißsfmfc, Welche wahrscheinlich iibcr ihn verhängt wcrddcn tvtkk), "[JW?"- aber nicht scin Muth und sein Ansehen, welches !thrk ,in-Hh dle «cxttr- thrilnng von Skiern ciner protestantijchcn Jury int “JZ" hk! noch srtgxn muß- Es ist deshalb gegenwärtiq ""W“ "'S "mals drmgcnd "othM"d.'g- bie Bcschtbrrdcn Mlandö zn nnteksnkbkn- ihnen abzuhelfcxz nnd, dre [into]! 3" einer Union M*“,- Wabrhrik zu machen, 'Wenn man mcht “null, daß bjc Repeal eine siegcnde Kraft erlangt, der nichts mehr 311 Wkderßehcn 1111 Staude sein wird.“ *
Lord Russell beendete seine ZStunden dauxrnde Rede mit der Anempfehlung verschiedener Reformen m box Zyßxz-Vcrwaltung, chu Stimmrechte bei Parlaments- und Muntztpalxtats-Wahlen, und m der Verwaltung des Landes durch Apskeljung katholischer Beanzten. Nam-entli zeigte er dte Nothwerxdtgkeat eznerUmgestaltung der ktrch- lichen Ver ältmsse und empfahl- dte- Salamnmg der katholischen Geasi- lichkeit und die veränderte Parbchml-Cintheilung in der herrschenden Kirche. Da die katholischenchtstlichcn sich aber selbst der Besoldubg in ihrer jevigen Aufregung wrderseßten,so möchte durch größere Dotation des Pnester-Seminars zu Maénooth ihre Geistesbildung mehr beför- dertund sie so anmälig zur AussöhnungmitberRegierung geführtwerdct). Die erwarteken guten Erfolge der Untersuchungs-Kvmmisslon über dee Pachtverhältuisse unter dem Vorsiße des Grafen Devon, zog der
Redner in Zweifel und glaubte, daß die Verhältniss zwischen Guts-
herren und Pächtern am besten durch die Vermehrung der Anzahl der von der vorigcn Whég-Regicrung eingescßtcn besoldeten richterlichen Beamten (stapenckiarx mogiztkatez) Welche statt der als Friedens,- richter fungirendcn parteiischcn Grundbesiycr strengere Gerechtigkett übten, gesichert wiirden. Georg 111. habe durch unparteiische Behand- lung der Schotten die ihnen verhaßte Union gefestigt, er glaube auch, daß die Enkelin jenes Königs auf demselben Wkge Irland beruhigen werde.
Herr Wyse, irländischrs Mitglied fiir Watcrford, untersiiiyte in kraftvoller Rede den Antrag Lord Russell's und schilderte namentlich die' Uebclstände der Kirche, worauf Sir James Graham von Se-iten der Regierung die Reciptfrrtigung ihrer Maßregcln übernahm, Ter Ministkr leugnet die Thatsachcn nicht und giebt zu, daß Gewalt nicht die rechte Polifik sci, Irland zu regieren; cr sci auch sms rvcit entfernt davon gkwcsc'n, Zwangönmßrkchn das Wort zu reden, und cbcn bcsbalb erfülle ihn die Anwendnng dcs constitutioncllmj Mittels gcgen dic Agitation, nämlich des gcrichtlichcn Verfahrens, mit Freu- den. Den Hauptpnnkt der Rede dcs Ministers bildet die Erklärung, das; einc religiöse Gleichstellung in Irland nicht bewilligt Werden kömnc. Die chattc Wurde nach dikscr Rede Dcrtagt.
London, 16. Febr. Gcstern Wurde im Tbcrhansc dic "Dc: batte iiber die irlänbischcn Angelegenheiten gcschlosst'n, Dis Abstim- nmng iibcr Lord Nornmnby's Antrag ergab das erwartete Resultat, nämlich die Vcrwcrfung dcffclbcn mit großer Majorität, mit [75 gc'gen 78 Stimmen.
Im Untrrhausc gkbicb die Debatte über dcnsclbrn Gcgkn- siand noch nicht Zu Ende, obglcich das Haus (11:11) am Mittwock) cine Sitznng gchaltcn hatte". Man erwartct, daß heute: noch Sir R.?)ce'l sprkckxn werde.
Die Ruhe in Irland ist bis cht noch nfcht gestört worden;
anch beuten keine Anzeichcn darauf hin. Es herrscht im Lande bic- sclbc' Stinmnmg wie nach dem Verbot des Clontarf Mcctings, nnd L'Cbnm'll hält diese Ruhe fiir grsichcrt genug, Irland „311 vt'rlasse'n, um seinen Sitz im Parlament einzuchbmctt. Lord Rnffe'll's Antrag hat ibn 311_dikscm Schritt [*cjvbgln, wic m' in cinem öffentlichen Alzfrns an stine Landsleute", vom 18tcn datirt, selbst crkéärt, Es hetßt darin: , „Landsleute! Zu meiner gestrigen Rede in bc! ?lffbciatibn cx'klärtc nl), daß ich der Disknsfion iibcr Lord “J. Ruffcll's Antrag nicht bcin*ol)- nen )bolltc._ Seit dieser Zcit habe ich iibcr die Absichten, in tbrlckxc'n diesc MOW" ijtc-lli'jbordcn ist, cine bcscrc Mcinnttg bckbmmcn. Außerdem WU") cs nnr jetzt ganz klar, das; im Verlauf der “chattrn einiqc (536- gknstgnbk mtxchbgcn Werden kömttcn, dic mcinc (sbcgcnwmt nnd “MMM“ blxckltchc ch'xchttgubg nbtbig macbtrn, Es ist mir auch bcigcfalle11,**daß cs mcmc „Pflnbt rst, mcincn Play im Unterhausc nochmals einzuneh- zncnkmw nn Namcn des katholischen Volkka von Irland chcn dic _ 111 dxcscm Falle", wie ich gkmrbc, gxiicklicbm _ Vcrsuchc dcs C§3e11cral-Pro- knrators, vlch-pcal ch vollstätxdigstcn Theiss drr Enmncipatibns-Akte, 311 bcmcrkstclltgcn, nämlich desjenigen, Welcher uns das unparteiischc1md Ehrliche [lrtbcil dcr Jirko fichcrn soll, feierlich zu brotrstircn. In der "That, kl?_*«)lllö1chlicßnng der Katholiken von der Gescbworcnrnlistc und die Weg- ]a!!ung (dir doch Unmöglicl) zufällig „sein konnte) cincsZchntelö dcr Namen Von dem (chscbworcnenVerzeichnis:, veranlassen Betrachtungen so wichtigcr Akt, das: fir es mir, nach mciner Meinung, zurgrbieterischenPfiicbt macbcn, Angesichts des britischen Parlaments gcgen Vorgänge dieser Art, wclche dlmbans nicht gerechtfertigt werden können, mit Festigkeit zn protestijcn. Kurz, in Betracht aller diescr Umstände habe ich bcscblosscn, heute ?lbrud nach England zu reisen. Nicht als ob ich so tböricbt wäre, von der toryistiscbcn Ykajbt'ität in dem britischen Untcrbansc, wie dikscö cht konstitnért ist, cinigcrmnßcn ?lbbiilfc zn cx'wartcn', aber dies ist auch kein Grand, Weshalb ici) nicbt ein anderes Beispiel cngliscbcr Unge- rechtigkeit gcgen Irland dcm britiscbcn Volke nnd der civilisirtcu Welt dar- legen sollte. Mein ?lnscnthalt in England wird nur kurz sein. Ich laffc das iriscbe Volk in cntsäviedrncm Frickrn nnd Nabe zurück; und [“ck habe das vollkommcnskc Vertrauen, da[: Sie bis zu meiner Rückkehr, Welcbc in Wenigen Tagen stattfinden wird, in dieser Rnhc vrrharrcn Mrdcn. „Zu glciävcr Zcit empfehle ich 'ancn ernstlich die Fo1tschun aller gesetzlichen *.Nas-rrcgrln zur Föx'dcrung dcr hx'iligcn Sache der Repcaß. Ick) boffc, dic irischen Mitglicbcr werden der nahen Debatte zahlreich beiwohnen,“
“Dcr ?lgitator ist bcryits gcstcrnAbcnd hier cinge'troffcn und hat sick) sogleich ins Unterhaus begeben, wo ["l" mit lautem Zuruf bon scinon Anhängern empfangen wurde. Der Morning Herald spricht sich iiber einen solchancifall, drr eincm dcs höchstantaats- Verbrechens (mit Ausnahme dcs Hochbcrratbb) iibcrwicsc'ncu Verbrc- ck61“ bon Personen gczollt wnrde, welcbe Gesetze dem Volke gaben und ein gnteö Beispccl demselben skin soan, sehr méßbilligcnd aus.
Wie vcrlantct, soll dcr Lord-Licutcnant von Irland, Graf dc
Gsey, dumb Lord Wharncliffe crsexzt jvcrdcn. B c l g l c n.
Brüssel, 10. Febr. Das Ministerium dcs Innern hat eine langs Verordnung erlassen, nach Wi'lchkk in allen Distrikten dcs Kö- nigreichs m'nc Normalsckulcn errichtet und mit de'"! *]. April d. J. eröffnet svcrdcn sollen, Belgien hatte bibl)?!“ zwar Universitäten, Künstlcr-Akadcmiccn, Athcnäcn, Kollegicn, Scminarien, Jngcnicnr-, Bcrgbau-, Handels: nnd Jndustrio-Schulen in Menge; doch fehlte cs dem Lande noch an gutcn, tüchtigen Elcmcntar-Schulcn.
Am ["en d. M. bak Unkcr Vorsitz de_s Herrn Willlms die Vcrcinigung zur Begründung cinc's flan1ändi1chen Sprachbcrbandcs siatfgcfunbcn, der alle Städte der Provinzcn Antwerpen, Brabant, Flandkrn und Limbnrg 11111faffc1t soll. ES sabk't'n sick an 500 Per- sonen ein, die Horrcn Willems, David, chonghe und Conscience hielt?" Vorträge. Bci dem BMW“ Wurden Toasts anögcbracht auf die Vcrbriibkrung mit den deutschen Stannngcnossen, Wobei das Ab,- Wenden von ank'rcichs Einfluß als höchst nothwendig darqestrllt wurdc. Indes; brachte man anch den belgischen Walloncn eincü brii- dcrlichcn Toast, .
I p a n l c n.
Paris, le"). Febr. Tcl«*graphiscke Depesche aus Spanien:
Bayonnc, 12, Febr. Am 7. Februar haben die Jnsurqcntcn Murcia gsrämnt; dic Ylnwritätcn nnd die' Natiom11-=9)kilfzen, "wclche sit1)znriickgc*zogcn battcn, bcciltau silb, dahin zurückzukehren, Die Entwaffnung ber Viirgcr-(Hardc zu Malaga bat Unruhen veranlaßt, die aber rasch unterdrückt Wurden. In allen anderen Städten Anda- lufiens ist die Entwa nung ohne Stbwt'crigkcit von Statten gegn": gen. Galicicn ist ruhtg. Man wußte am -1.Fkbruar zUCoruüa nm die' Ereignisse von Alicante.
Ö Nkadrid, L, Febr, Es scheint, das; die chierunq den Befehl an sämmtliche Militair-Beschlshabcr gorichtck hatte, dieEnt- waffmtng der National-Milize'n in der ganzen Monarchie an einem und demselben Tage, dem Iten, vorzunehmen. Von allen Seiten eht die Nachricht cin, daß dieser Befehl, ohne irgendWo auf Wider- Zand zu stoßen, zur Ausführung gebracht Wurde.
Heute hat der (Henkral-Capitain Narvacz, in Folge der gestern crwéjhnteu höheren Verfügung, dcn “Distrikt von Ncu-Casiilfen in ex- ceptaonellenZustand erklärt. Demnach find sämmtliche Beamte seinen Befehlen untergeordnet. Ein permanentes Kriegsgcricht ist einqeseßt, um auf summarischc Weise diejenigen, Welche die öffentliche Rühr zu stöxext unternehmen sollten, zu nchtcn. Ohne Erlaubnis; des Gesc polaktco bürfcn keine Zeitungen, Flugblätter oder andere Schriften veröffentlicht werden. Diejenigen, welche Waffen in ihremBestß ha-
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ben, ohne dazu befugt zu sein, müssen bies- binnen 24 Stunden ab- liefern. Die Ucbertreter dieser Vorschrrftep, so wie die, Welche auf; rü)rerisches Geschrei erheben oder ,derarttge Schriften drucken oder verbreiten, sollen vor das KriegSgertcht gestxllt werden.
Diese Maßrcgrlu bleiben in Kraft, bts bir Ruhe in Alicante, Murcia nnd Cartagena wiederhcrgestellt sen1_nyrd.
Wohl war es an der Zeit, gegen die hlexigc Tagesprcffe einzu- schrcite'n, Gestern enthielt der Espectador linen langcn Artikel, aus dem ich nur Folgendes mitthetle: .
„Die Königin will nicht und kann mcht mit ihrkr Hand die Quelle eincs neuen Stromes spanischen Blurbs öffnen wollen, denn man bedarf, um es nicht zu wollen, nur- emos Herzens, denn die Königin ist ein Weib und noch Kind, nn-b m- der Brust eines Kindrs findet so große Undankbarkcit und so schandl1cheVoshcit keincnPlay. Ö! wenn wir wüßten, daß dem nicht so wäre, Wenn wir wüßten, daß es wahr wäre, daß ein verhängnißvolleö Erb- theil . . . . . da[; unter jenem 2111th eines Engels sick) ein Herz verbergc, das an jenkn Empfindungen seine Bust fa'nvc, dann wiitdc der Pfad unserer Anstrengungen ein sehr verschiedenkr skill; wir wiirden aufs neue die Flinte ergreifen, um nicht, mit dcm Stempel der schmäblichstcn Knechtschaft auf der Stirm', dcmLcichcn- bcgängniß der Jrkibcit beixuwobne'n, denn wir wiirden zuvor umkom- msn und eine Revolution berbbrrufcn, an dcrkn vrrzchrendcm Fkucr das Königliche Diadem auf dem Hauptc der Kö; nigin vor unseren Augen zerscbmclzcn müßten., Wmm man uns um ein Mittel der Rcttnng befragen sollte, aus dem unsere anfritbtégc und gliibcndc Liebe zur Frribeit hcrborgimgc, so wiirdcn n*i1*j;mtwortcn: „Blickt zuriick auf den unsterblichen ersten September 18 ( .“
.Hc'ute' ist klin cinxiges dcr Oppositionöblättcr crschicncn, wohl aber eine Erklärung, in dcr sie ankündigen, so lang?, als der cxce'ptéo- nelle Zustand dancrc, nicht crscbcincn 31! können.
Abbnds. Tic ngicrnng hat diesen Mbrgc'n höchst befriedi- gknbc' Nachrichtcn Uhaltcn. Dcr Chef dcr Rcbclle'n bon Alicante, Vom“; der von dort mit etwa 1500 Mann Soldatcn nnd znsammcn- grmfftcn Gesinbcls ausgeriikkt war, um den Aufstand weitcr 311 ber- bn'itcn, wurde am 5ten von dem (MMMENbnnnandantkn der Pro- vinz Murcia bei Elba angegriffen und völlig geschlagen. Bone“: selbst rcttcte sich nur durch die' eiligskk Flucht. “.',-“10 skins!" Uruk? ge.: n'ethc'n in Gefangenschaft, und Mr Kanonkn, dic rr mit sich fiihrtc', Wurden von km: Truppen der Königin krbcntct. T*éc Regierung hat aufs ncmc brsoblcn, alle Offiziell, diy an dcm Aufstands Theil nah- men, so bald man ihrc'r habhaft wird, 311 m“scht'e'ßcr|.
Am „Iten befand sich dcr Général Roncalf mit seinen Truppmt 4 Stunden von Alicante. “Dcr (chncml- Capitain von Catalonicn, Baron de Meer, schiffte am .“;th einige Truppa'n auf einem Dampf- schiffe von Barcelona ein, mit der Bcstimnnmg, an der Küste zwischcn-Dcnia nnd Alicante zn landen und dcn Umständen gemäß zn operxren.
Heute gab drk Gcnkral Narvacz in dem Lustschlosse der Königin Marie Chrijtine, Buena Vista, dym diplomatischer“. Corps, den Mi- nistern und einigen anderen Personen ein glänzendes Dejeuncr.
H Pkadrid, 9. Febr. Am Ren Nachmitfags stellten sich die Rcbkllen von Alicante untcr Boué's Befehlen abrrmals Vor denTHo- ren dcr Stadt Alcoy, und forderten die Eithohner zur Uebrrgabe, oder zur Entrichtung von [00,000 Piastern und dem zur Bekleidung dk!“ Rebellen erforderlichen Tuche anf, Da aber die Einwohnkr sich mit Entschlossenhrit vekthcidigten, und der General Roncali mit sei- nen Truppen in Eilmärschcn hcranrückte, so zogen die Austiibrcr am 4011 Abends ab, und Roncalf bescßte die Stadt am .*“;ten. Dcr (He'- ncral-Kommandant dcr Provinz Murcia, Pardo, Versuchte untcrdcsscn mit seiner, aus einem Provinzéal=Bataillo1t, einigen Compagnickn dcs chimrutcs Gerona und blu Milizen bon Murcia, Elba, Elche und anderen Ocrtern bestehenden Mannsrhaft, die nicht Einmal mit Patro- pcn vrrsebcn war, vermittelst einc's Flankc'nmarstbes sich mit Roncali m Vkrbinbnng zn seßc". Als er aber am Iten Morqßms mit dieser Mannschaft von Elba nmb ?llcoy 311 ausriiaktc, skies; ?? auf den Rc- bkllcn Boné, der mit “[,-“700 Mann Infanterie, 80Mann Kavallcrie und zwci Kanonen eine Stellung cixqenommcn hatte, und dcn Brigadier Pardo mit Nachdruck afiqriff. Dic Kavallcrfe ch Leytercn nahm sogleich Bottö's KaItoncu, skblnq dcfft'n kakkkli und Tiraillcurs it! kik Flllcbk, worauf denn Vonésclbft sich davon machtc, nachdmn drr Pistolcnsebufx cinc's Offixirrs ihn vcrfeblt batte. Mehr als ;).-70 Rebellkn, ]] Offiziere, die än dem Anfstandc „*The-il gc'nommcn, zwei Kanbnkn, eine Menge Flinten nnd Patkoncn fielen in kicHändc dcr Sicgkr. Ticscn wurden 8 Soldaten qctb'dtct und 10 bis “!*.? Vcrjvnndct. Eine Menge versprcnqtcr Solknkcn nnd National-Milizt'n stlllkt'n sich umb Becndigung brs Gcfvchkeö dcm Brigadier Pardo VN", Dic gefangenen Offiziere werden bereits 91“ sckwsscn Wordkn sein, und kin solches Straf-ermpcl wird hcilsame Wirkung äußern.
Vor etwa einem Monate äuße't'kc fck die' Ansicht, daß das ge»- gc'nwärtigc Ministerium binnen drr kurzcn Zcit seincs Bcstchcns und unter den schwierigste'n Umständkn mcbr geleistet habe“, als seine sämmtlichcn Vorgänger, Jetzt glanbt' ich 111stRccht hinzufügen zu können, daß diese Minister ihre Aufgabe nicht nur völlig bc'grt'ffcn haben, sondern anch der Lösung derselben sich gewachsen zkige'n. Dcr Thron, dieHerrschaff dcr (Geseßk, dic nachRuhc sich skbncndcn fried- lichen Bürger gcgen die' sich stcks cmcuernbcn Angriffe ch Aus- lvnrfs der Bevölkerung für immer sicher zu stellen, darnach streben die gt'gc'nwärtigcn Minister", die als junge unerfahrt'no Leute vrrschriccn Wurden, während sie Maßregeln crsanncn, dercn Ausfiihrung das Land seine Rettung 311 danken haben wird. Die provisorische Regie- rung hatte den Gmndsay aufgcstcllt, daß man sich mit den Mrutcrern gütlich absindsn müsse“, und gab dadurch zu dkm centralistischcn Auf:- stande Amcttlcr's Veranlassung, der zu der tadelnöwcrthrn Capitula- tion von Figucras fiihrte. Das dort aufgestellte Beispiel der Straf- losigkeit galt den Unzufricdkncn als ein Kennzeichen der Schwäche dkk Regierung. Dcr Aufruhr wurdc offen gepredigt, und die Cmpb'rer von Alicante und Cartagena erklärten sick) selbst außer dem (&Icsch, indem sie ihl'e'n Willen mit bc'waffnctcr Hand iiber ben der Königin und der Nation zu stellen suchten. Ich sage der Nation, denn in- dem die qroße Masse der Bevölkerung sich ohne zu marken und zum Tbcil mit freudigem Eifer dcn Maßrcgcln der Regierung unterwirft, giebt sie ihr Cinvcrständniß mit denselben am unzweifelhaftcstcn zu erkennen. Die Regierung hat sich ihrkrscits bisher innerhalb dcr Schranken der Geschlichkckt gehalten. Das überall Verkiindcte Auf:- ruhr-Gescß ist ein Produkt der Coms von 1821, und wurde von Cortina, als er Mitglied der provisorischen Regentschaft War, als in voller Kraft stehend anerkannt. Die National-Miliz von unsaubcrn Bestandtheile]: zu reinigen und auf ihre gesehliche Grundlage zuriick- zufiihrezt, ist nicht nur ein Recht, sondern die Pflicht der chie'rnng.
Die Königin Maxie Christine hat durch ihren Privat-Sccretair den Senatoren und Deputirten von Valencia zusagen lassen, daß sie deren Einladung, auf ihrer Reise diese Stadt berühren zu wollen, folgen Werde. „Ihre Majeslät“, heißt es in diesem Schreiben, „er- mn'ert sich, daß die Einwohner von Valencia mit unzweideutigeu Zeuhen taefen Schtxcrzes sie nach der Kirche begleiteten, als sie in- den leßten Augenbluken Go“ für ihre unschrndigen Töchter anzuflehen,
und sie seinem mächtigen Schuß und dem der heiligsten Juanrau zu empfehlen ging. Es wiirbe eine heilige Pflicht für Ihre kajestät sein, sich jeßt nach Valencia zu begeben, um der Jungfrau in jenem geheiligten Tempel dcmütht'g dafür zu danken, daß fie ein so kostba- res Unterpfand hütete, selbst wenn Ihre so liebevolle und herzliche Einladung sic nicht dazu antriebe.“
(Nachschrift.) Abends. Tic heute aus Andalufien einge- troffene Post bringt uns folgende Nachrichten:
Die Behörden von Malaga festen am 4ten das Aufruhr-Geseß Vom '17. April 1821 in Kraft und befahlen dcn National-Milt'zen, ihre Waffen auszuliefern. Es bildeten sick) darauf Gruppen, die mit leichter Miihe aus cinanbcr gctriebcn wurden. Abends rottete sich aber ein Haufen bewaffneter Milizen zusammen und eröffnete auf die gegen sie anrückenden Soldaten ein lebhaftes Feuer. Lc'ytcre trieben dicse Rebe'llcn ans einander und bemäck)tigtcn sich Mchrcrcr derselben. Am Iten Morgens nahmen déc widerspenstigen Milly" in größerer ?[nxabl cim? Stellung ein, und wurdcn erst nach lcbhastkm Wider- stnnde und nachdem 5 bis 6 getbdtet und 12 bis 15 verwundet waren, durch die Truppen aus cinandcr getrieben. Nun fand die allgemeine Entwaffnung statt, und bki Abgang dcr Post waren über 3000 (WWW:? und die sämmtliche Artillerie “an die Bchördru aus- gxlrcfcrt. Abends hcrrschtc vollkommene Ruhe, und man erwartete kn" *.)lnkunst drs Gcnckal-Capitains Sanz, der am QM mit einigen Truppen von (Branada abgrgangcn war. In lcßtc'rchtakt herrschte Jm btc'n vollkbmmcnk Nuhr. “Ter Theil der Näfional-Miliz, Welcher ]ick) am 5. Oktober gegen die chfcrnng erhob, war schon Vor einiger ;),cit entwaffttct Words".
Zn Sevilla ist die EntWaffnunq dcr NationakMil-“z ohne Wikcrstand vor sick) gegangen. *
Tic National:?)iiliz Von Estremadura hat ebenfalls ihre WafH fen, obne Widerstand zu leisten, altögelicfrrt.
Div I)icbcllcn vonCartagrna, 11.*clck)69)kurcia bcsryten, verließen dicse Stadt, sobald sie vou dcr Niederlage Bon-Ü's Kenntnis; crhiclten, und die rrchtmäsxigcn Behörden „zogen wicdcr dort ein.
%% Paris, 16. Febr. Di? Erörterungen iiber die spanischen Attgclcgrnhcitcn, !vclckw im britischcn Parlamente zwischcn Lord ?lbcrdecn nnd Lord Clare'ndon stattgefttndcn haben, finden hier in Paris cbcn so großr Vrachtung als sie Verdirnen. Es versteht sich von sclbst, daß die von den Oppositions-Blättcrn vertretene soge- nannt? „nationale? ?).)kt'innng“ darin nurncnc Ursach)c'n znr Bkschwcrde iiber die politisckyc Nel*cxtbublm*schast (Englands findct. Die britische Politik, sagt man, nmxbt sfch kickt: und dcmiithig in Spanien, um Frankreich, das bis Vortbkilc dcs ?lngcnblicks fiir sich hat, zur Nach- ahmung zu zwingen“, Lord Aberdeen schmeichclt dem Ministerium (Huizot, um demselben unbemerkt die Schlinge vollends iiber den Kopf werfen 311 können“, daß cnglische Kabinct spricht seine Mißbil- ligung dcr Eimnischung ach, Welche die britische Politik sich im Laufe der lebten Jahre in die spanischen Angelegenheiten erlaubt bat, um den englischenEinfluß thatsächliä) mit bcsto größerer Sicher- heit und Wirksamkeit geltend zn machen. Es vcrlobnt sich nicht der Mjihe, bci diesen und ähnlichen Verdächtigunqen 311 Verwailen. DW wahrhafte Bedeutung der fraglichen Vcrhanblunqen im britischen Tberbanse beruht auf der Vorausscßung, daß die anitlichen Erklärun- gen des Lord Abcrdccn, und die feierlichen Vcrsicherunqen dcs Lord Clarendon vollkommenen Glauben verdienen. Das Kabinct von St. James will dcmn-ncb, da[; Spanien völlig freie Hand zur selbstständi- gen Gestaltung seiner inneren Verbältniffc behalte, es verxichtet fiir sich selbst auf allcn bestimmenden Einfluß auf die Entschéidunq der spanischcn Staatsfmgrn, und es ist iibcrzcngt, daß die französische
Politik mit dcr englischen fn déc'skm Punkte cinvmstanbcn ist. Dsm- znfolgc scheinen also dfv ttt'uc'rdr'ngs wft'dt'r anch'kattck)text (M'riichte von der Abhaltung (“inks e*uxopäfschcnKongresses zm“ Jeststklknxrg dk'j' sbanéschcn Verhältnissk, und sclbstvon cincr unmittrlbarcnZutt't'vc'ntt'onFrankrc'échs zu Gnnsten drr bkstebkxtbcn Regierung, skbr wenig Glauben zu bm'décnen. Zn dcr That ist auch die erfolgreiche Annwndbarkc'ft solkht'r Mém'l fiir Spanien zwcifelbaftt'r als für jodks anch Land. Was bat die fmnzbsiskl)? Jntm'vcntion Von 1825; andcrps bm'borgcbt'mbt (115 kénkn gcwaltsamcn Znsiand, (“ck bei dom crstrtt Stoßc x']! séch selbst Ju- smmnonbmch? Nack) dkn Erklärungen des Lord Aberdeen ist wenlig- stens dic cnglfschc Politik iiber,;kngt, das," das Heil und die Rettung Spaniens nur aus M* spanisthr Nation selbst kommen kann, und wenn England seine “ZZustimmnng _vm'wm'gerk, so kann natürlich eben so wenig von cinem 9111*opäische*nKongrksse als von eint'r bewaffneten Einmischung Jramkrcickys dic" dec sein. ?)?ächst jenen Versichernnqen dcs Lord Abm'dccn bcrbicnt brsonbcrs dt'c förmliche Erklärunq dés Lord Clarc'nbon bcriickst'cbtégt 311 jvrrden, das; s'!" durchaus mit "Unrecht be- schuldigt werds, dcr llrbt'bkr dcr „scbändlt'chen“ Rcbolutéon von la („Lßx-anja ge-wrsc'n zn skin, bci We'lchm' m“, der damals bekanntlich unter dcm Namen dc's Hm't'n Villiers den englischen (Hesandtsck)afts- postkn in Madrid innehatte, besonders von Frankreich aus [m]“«hulbigt wnrde, die' Hand im Spill? grhabt 311 haben, Sondkrbar War ('ö allerdings, das; Lord Clarc'ndon neben dieser Ver- thcidignng gpgbn einc scinc'r Bchauptnng noch völlig grandiose An- klage dcn VUdacht gcgen die französische Regikrnng zur Sprache [*]-achte, daß sie es ge'wosm, Wklrbc dk]! Sturz Espartcro's herbeige- führt. Dic'se' (-§§lkic1)zcitigkeit dcr Sklbstvcrthcidignng qeqrn einen ungerechten Verdacht und der Anregung eines ganz ähk1lickcn Ver- dmbtes gcgen Frankrc'ich mußte nothwendig das Eine odkr das An- dere diskreditircn, und sie hat Vii'lll'ichk bewirkt, daß von Vielen Beides mit zivcifclnkmn Tbrc anfgcnonnnen Wordc'n ist.
Die Nachrichtcn aus Madrid gohyn bis zum “1.0ten. Die poli- tische Ruhe der Hanptstadt und dcr von derselben benannten Provinz bat bis je'tzt nicht die mindestc Störung erfahren, dagegen aber hat die polize'ilikbc Sicherheit bis an die' Tbork vonMadrid vollends auf- gehört, Die Anspliinbe't'lmg bkr Reisenden, dic Beraubung der Eilwagett u. s. w, sind an der Tachordmmg, An politi- schen Neuigkeiten smd nicht nnr dsc madridkr Zeitungen, son- dern auch die Korrespondknzen von dort außerordentlich rar. Die Ursache davon ist glaubwürdigen Angaben zufolge hauptsächlich darin zu snchrn, das; der Gcncral-Capitmn von Madrid durch seine Untergcbknen alle auf die madridcr Post gogcbencn Briese erbrechen und dnrchlkscn läßt, um dirjenigcn, dercn Inhalt der Regierung un- giinstig oder sonst mißfällig ist, entwcdcr blos zu unterschlagen, oder auch um den geeigneten polizeilichen oder gerichtlichen Gebrauch von densslbrn zn machen. Was aber die mndrtder Zeitungen betrifft, so ist es bekannt, das; nur noch dicjcnigchléitter erscheinen, welche mehr oder weniger im Interesse der Regierung stehen, so daß dieselben eben so wobl durch ihre politischen Sympathie?" als durch die e- biil)rcnde Riicksicht auf die Verkündigung des Belagerun s-Zustan es und dessen unerbittliche Gesrße verhindert werden, Mitt eilungen zu machen, welche der Sache der gemäßigten Partei und des Miniße- riums Gonzalez Bravo nachthcélig sein könnten. Das einzig Bemer- kenswerthe, was wir heute aus Madrid felbft erfahren, ist die Bestä- tigung von der VerhaftunFtdes Grafen" de las Navara, eines Mannes, der für den gewandtesten * ebnet des spanischen Kongresses gilt, und der sich zwar sehr stark u den Ideen der Exalklrien hfnneigk, der aber niemals für ein wir iche: Mitglied, oder gar für“ einen Chef dieser Partei gegolken hat. “
Die Nachrichten aus dem Süden des Land»- lauten ziemli“