1844 / 93 p. 2 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

Ausland.

Deutsche Bundesstaaten.

. Miinchen, 26. März. (M. p.Z.) Dre .Kontgl. AkadchiTydeeTUWissenschas-“U wird„kiinf1;__72n Donnerstag, den Wud'M'“ Vormittags 11 Uhr- dje gewöhnlrche d entlrche Stßung zur Feier des Kzßen) Jahrestaqks ihrer Stastung halten. Nach cmem Vorworte Les Vorstandes der Königl. Afadem-e, „Herrn Staatsraths Jretherrn von kayhgrg-Eisenberg, bezüglich quf„dtc Jercr,des„Tages, wtrd Herr Professor von Görres, ordentl. Vklkg-[téd hrt hrstorrschrn Klasse, ctne Rede über: „Die Zaphctidischen Völkcrstamme und rhre gemeinsame

Heimat Armenien“ halten.

mber 29. März. (J. M.) Sc. Königl. Hol). dcr Kron- prinz,Bt:elchcr sYon vor_ri11t'grr“.Zcit has Vorhaben geäußert hatte, einer Skyrmg dcs Appellattonsgerrchts bktzuwohnrn, nahm gxÜcm Yor- mittags von 5) bis [_ Uhr ***" UW sylchcn Theil. Se. Kdnrgl. Hoh. wurdc Von dem Präxidi'nkt'", ch beiden Direktoren und sämmtlichen Nöthen, Affefforcn und Acrcsytstrn dcs (chchtölwfes am Eingangc deffklben empfangen, und nach etrrcr kurzen Am'Ld-c von Scitrn dcs Präsidenten, JrhrnvLIaldetrfch, m den großen “Otxnmgssaal gclritct. Hier fand zuerst Plcnar-Srßung, dann dtc dcs erxteu Scnats statt; es wurde iibrr eincn wicktigcn Kriminalfall Vortrag nnd Bcrathung gehalten, wclche drei Volle Stundcn r'n Anspruch nahm, und sich der ununterbrochenen ?lufmerksamkcit Sr.Königl. Hoh. zu crfrruen hattr. Nach kkkenBclndigung besprach sich Sc. zwnigt, Hoh. mit dem Prä- sidenten, den aus ihren Scnatcn Warder hcrbcigcrufcncn “Direktoren und mehreren Rätfxcn noch längere Zcit über den Gang der Ver- bandlung, dic Gründlichkeit dcr erstatteten Rcferate und gcpflogcnrn Erörtkkung, über die hohe Wichtigkeit Vorzüglichcr Rechtspflege, nnd bcsuchtc noch sämmtliche andere Sixxungs-Zimmer nnd Grschäftö- Lokale.

Kurhessen. Kusel, 29. Märx. (K. “A. Z.) Das WAN“- Dampfschiff „Hcrmann“ ist grstcrn Morgczr_bct Im! hohen Wanrr- stande vonMiindcn die Fulda herauf vor hrcßgcrHtadt angekommxn, hat um !) Uhr unterhalb der untcrt1custä_dtrr Mirlch Anker geworscn und seine Ankunft durch einen Böllerschuß vcrkiindjgt; es wurde von den am Ufer versammelten Zuschauern mit Fcudcnruf empfangen. Der „Hermann“ hatte cfnfge 94) Passagiere anBord und erhrclee-n ganzen Tag über ungcachtet des schlcchtcn Wcttcrs und dcs schnncrr- gen Zutritts, da man auf Leitern, die' an mehreren Stellmz angehgt waren, die unterncustädtcr Stadtmauer hinauf: und hnmbsrctgcn mußte, zahlreichen Besuch; Jedermann freute sich der Erschrmung und bewunderte dic solide und zrvcrt'mäßigc Bauart und Emnchtnng dicses Dampfschiffcö, welches Wohl mit 100 Pnffagicretr um 4 Uhr des Nachmittags die Rückfahrt nach der Wrscr antrat, während Tau: sende von Zuschauern die Brücke, die Schlacht, die Mauer- und (Har- ten-Terrassen bedeckten und den willkommener: Gast mit ihren Bljckrn

elciteten, denen er jedoch bald pfeilschnell in den Krümmungen der Fulda entschWand.

Sachsen - Weimar - Eisenach., *TIeimar, “30. „J)Tärz, (W. 3.) Am 27|en d. M. erTchien drr Fray Großherzogm zum erstenmak seit der glücklichen Genesung wrcder nn Hof-Theater; um den tauLend stillen Wünschen Vereinigungsprmkr uud Arrsdruck zu geben, war zum Empfang Ihrer Kaiserl.Hohert em allegorrsches FLÜ- spiel vemnsialtet worden, dem eine Oper voanrschncr- fothe. «ms Gebäude war festlich von einem glänzenden Krerse (Hlurfwunschr-nrcr

gefiillt, und die Freude über das längst ersehnte Ermgmß Vcrkundrte sich in lauter, herzlicher Begrüßung. , . ,

(T). Z.) Am Fuße der Wartburg m Erseuach soll eme katho- lischr „Kirche krrichtlt werden. Zu dem Amts-B/k-att pon Unter- frankc'n und Aschaffenburg vom 1-1. Dezember 1843 wn?) ,br'kmmt gemacht, daß auf Allerhöchstrn Befehl Sr, M11jk|11t drs Komgs- von Bayern noch im Laufe des Monats Dezember 111 qan katholzschrn Ilirrhrn drs Königreichs Bayern eine Sammlung zu xrtrcr„ka„tholtschcn Kirche in Eisenach vcranstaltrt und eingesandt nnd dae Vertragc,_xzmch dcn Pfarrcien ausgeschieden, angezeigt werden sollen. “Daß dtc Kn'che auf der Wartburg erbaut Werden solle, ist nngegriindct.

Braunschweig. BrannfchWeig, M.März. DieBraun- schweiger Anzeigen enthalten folgende Bekanntmachung, wvdurrh dieLeihhaus-Kommission ermächtigt wird, auch Bankscheme von zwanzrg Thaler" in Umlauf zu scßen. '

„Von Gottes“ Gnaden, Wir, Wilhelm, Herzog zn Braunschwerg und Lüneburg xc. Auf den Grund dcr im J“, 13 drs Gescycs Vom 7. März “[I-12 (Nr. 653) enthaltenen Bestimmung, nnd im Vcrfojlgc der Verordnung vom 80. Januar v. Z., die Von Herzoglichcr Verl),- haus-Anftalt auszugebenden Vanksrhejne betreffend, verordncn „?,er hierdurch Folgendes: - §. ]. Dic „Herzoglichc Leihhans-Kogumsnon ist ermächtigt, nunmehr auch Bankschcinc iiber Eirrzrln-Betragr yon zwanzig Thalern in Umlauf zu sctzcn. » §. 2. Drcsc Bankjchctnc sind nach der fiir die Fiinfthalerscheine, durch die Verordnung, vom 34).Jammr 93.3. bestimmten Form Verfertigt, unterscheiden sich xehoch von denselben durch die Angabe des Werthbetragcs, durch den brettc-

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ren Rand, und durch den auf der Vorderseite enthaltenen blaßrothen Unterdruck. - §. 3. Die in den §§. ? bis 5 der Verordnung vom 30, Januar v. J. enthaltenen Bestimmungen über die zur Gültigkeit der Bankscheine erforderliche Bezeichnung, über den Umsaß und die Einlösung derselben, sollcn auch auf die ZwanZigthalcrschci-re Anwcn= dung finden.

Holstein. Kiel, 22). März. (Korr. Bl.) Wir erfahren aus guter Quelle, das; die holsteinschc Stände-Vcrsammlung vor der schleswigschen, und zwar schon zumJuli, zusantmcnbcrufc'nwerdcn wird.

Ploen, 24). März. (A. M.) In diesen Tagen ist hier der Tberst=Licutenant Fabricius aus Athen angelangt. Er ist Von hier gcbiirtix , ging 1821 als Phiibrllcnk nach Grirchrnland und hat seit jener Zeit die nmnnfgfachcn Wcchscl in jenem Lande iiberstandrn. Nach dem Tode Kapodistriaö" kam er zum Bcsuch in die Heimat, wo er sich vcrhcirathctc, und kehrte sodann in sein ncucs Vaterland Zm*iich. Dic Srptcmbcr-Rcvolntion hat ihm seine Stcllc gkkostrt, er war Kommandant von Nauplia, nur, wie alle Fremden, hat auck) ('r dcn bitteren Undank der griechischen Nation hart rmpfindcn miiffcn.

Gcstcrrrrchtschc Monarchtr.

Pesth, 17. März. (21. (*I-) Nach Briefen aus Preßburg glaubt man daselbst, das: der :)krirhstag auf einige Monate prorogirt werdcn wird, nämlich mit Anfang Mai bis zum Tktobrr odcr No- chbrr. *).)kittlcrweilc sollen einige wichtigr Fragen mittrlst Comité-ö ausgearbeitet werden, wornntcr man vorziiqlick) dir Stcucrsragc nennt, welchc bisher keine L))?ajorität in den Konn'tatcn crlangrn konnte, die man aber jkßt in cine plausiblcrc Fornthr'nzuklridcn gedrnkt.

Hicr wird eine :)ic'échötags-Komnn]sion erwartet, die beauftragt ist, eincn Platz fiir das in unsrrcr Stadt 311 crbaucndc Landbaus zu ermitteln. Dirsrs Gcbäudc diirfte cines der größten und prächtigsten Europa's Werden, indem mehrere Millioncn dazu Orrwrudcé Werden sollen. Man hält als den greignctstcn Platz dafiir jenen, wo gegen- wärtig das nngarischc Thraker sicht, sammt dcr Umgrbmrg. Tirscs Tlxcatcr, das ohnedies nicht giinstig gelegen ist, wird dann wohl an dcr Donar! nächst der neuen .Rcttmjbriiäc in großartiqcm Stvlc cr- baut werdcn. Sobald das Landhaus Hollcndrt ist, diirften die:)kcichs- tage zuvrrlässig in Prsth abgehalten rvcrdcn,

Frankreich.

Deputirtcn-Kmnmer. Sitzung vox1126.9)kär3. Nach- dem die Dcputirtcn-Kannnrr gcstrrn das crwäl)nte ?lmcndcmcnt dcs Gr'ncral Subcrvic, in Bczug anf dic Einstchng der Routittgcntc, mit großrr Majorétät vrrworscn hatte, war noch zwischcn eincm Amcndcmrnt der Kommission und dem Vorschlage dcr chicrung zu cutschcidcn, Beide waren zrvar iiber einen rvcsentlichcn Punkt rinig, nämlich dariiber, das; die Vollständige und unverzügliche Einverleibung des jährlichen Kontingents in dcmnrncn Gesel) als eine, so oft die Umstände und das Interesse des Landes es nicht anders crlZcischtcn, Von der Vcrjvaltung stets zu bcfolgendc heilsame Regel auszustellen sei. Die Kommission aber hatte, indem sic imPrinzipnachgab, rrnst- liche Beschränkungen aufgcstcllt, Welche die Folge gehabt haben wiir- den, der Regierung die Freiheit, Welche man ihr im Wortlaut uicht verweigerte, in der That doch zu cntzichen; nämlich keine Srhryierigkeit für den Fall, Wo die unverzügliche Einverleibung als moglrch erkannt würde“, wenn man sie aber nicht wohl thunlicl) fände,

so (ollie rricht der Regierung, sondern den Kammern die Befugnis; zustehcn, 111 dem Kontingenw-(Hcstv und in dem Jinanz-Oesey die

Zahl der untcr die Fahnen zu bcrufcndcn und der an i[)ren1 Hccrd zu lasscndcn jungen Soldatcn 311 bkstimmcn. ?).)karschall Soulf, so wir die Herren von Salvandy und Llllard, machten sogleich bc- mrrkléch, daß die Kommission hierdnrkh de'" Kannncrn richcht iiber»- tragen wolle, welchrs vrrfaffungßnüjßig nur dcr Vcrwaltrmg zukonnnr, daß es sich darum handle, dic Königliche Prärogative znGunstcn dcr parlmneutarisrhcn zu schwächen und zu bcrr'nträchtt'grn, und das; c;; den Kammern umuögléch skin wiirde, alle Umstände, Dc- tails und Bedürfnisse drs Dicnstcs vorherzuschrn. Nach einigen Debatten wurde dann auch das Amcndcment der Kommission mit 172 grgcn 1-12, also mit cincr Majorität von 31) Stimmrn, Verworfcn und das System, wclchcm die Regierung ihre Zustimmung gegeben hatte, angenommen, Es bleibt nun noch die Frage iiber die Darrrr dcs Militairdienstcs xu rutschcidrn, womit die „Kammer sich morgen beschäftigen wird.

Paris, 27.M(1'rz. Tic allgcmrinc Vereinigung dcheénbaucr, die in der vorigen Session ans ungefähr 1LUTcputirtcn_sich bildete“, kam vorgestern im Palais-Vourbon zusammen rind, priistc den von der Kommission Vorgeschlage'nen GcsrH-Entwrxrs iibcr ric_Wci11fäl- schungen vom Gesichtspunkt der verschtedcnrn, cmqndcrjvtdcrjtrrbcndcn Zntrrcffcn. Nach gründlicher Erörterung jeder cmzrlncnBcsttmmung Wurde der Arbeit des Herrn von Lagrangx [*crgxyflrrlrtct.

Zu der Reise nach Marseille soll dtc legrtnmstrschc Partei für Herrn Berryrr, der nicht vcrmögcnd ist, .““)UNUUFr. „gcsammclt haben, während derselbe außerdem schon ein ,durch Vertrage aufgebrachtrs Fahrgeld Von 100,01") Fr. von ihr brzrrht. Zn Avrgnon wurdc d1c

Durchreise Berryer's, der bekanntlich schon wieder seinen Sixz in der Deputirten-Kammcr eingenommen hat, der Anlaß zu unruhigen Auf- tritten. Der Polizci-Commissair onte dem Zuge, der den Wagen des gefeierten Le_itimisten begleitete, den Eingang in die Stadt ver- wehren; die Vol Smenge aber riß ihn sammt seinen Leuten mit fort. Vor dem Rathhause waren Truppen aufgestellt, welche die Gewehre ge- ladet) hatten. Der Polizei-Commiffair, an der Spitze einer Abtheilung Kavallerie, widerseßte sich dem Vordringen des Zugs nach dem Europäischen Hotel, wo über 2000 Personen auf Berryer warteten. Er stieg bei dem Marquis von Forbin ab und begab sich um “Uhr Abends, nachdcm die Menge sich Verlaufcn hatte, in aller Stille nach dem Gasthof. Das ihm zu Ehren vorbereitete Bankett konnte nicht stattfinden; die Schüsseln wurden unter dic Armen vrrtheilt. Die Philippfsten vcr- 1angten im Theater die Marscillaisc, Wozn auf Anordnung der Vc- hördc eine Fahne in Berritschaft war. Das Losungöwort dcr Lc.- gitimisten-Partci War: Nieder mit den Engländern!“ Währrnd diescr Vorfälle zu Avignon fiihrte dic Kavallerie mehrere Chargen aus, wvbci jedoeh Niemand vrrwundct wurde.

Auch der Bischof Von Straßburg hat dcm Könige einc “Lenk: schrift gcgen drn GrchwEntwnrs hinsichtlich dcs Srkundär:l111tc1'- richts übersandt. Dic chlamatsoncn kirsch BischOfö Zlkch1lkll s'“)- wie der Univers Versithrrt, durch wahrhaft bischöflichcn *.)ldcl Ulid dnrch Festigkeit aus.

Zn dcn Biirraus des?.)karine Ministeriums crxählt man sich ),clök Vill Von einem prachtvollen Tampfbotc, wclchrs zu Brest gebaut wrkk, und das dic„Bcst-“mnm1rz'5 hat, im bevorstehendenSommer die' Kömg- liche Famile nach England zu fiihrrn. Das ganze Znnrrc dcs Schis- sco wird mit knnstvollcnMalcrcicn und Gold:Verzierung?" gcschnrirckt, dic Fußböden ano Polirandcrholz, dic Stiickpfortrn aus Ykaxmgonrholz grfkrtigt, dic Schaufeln dcr Rädrr risclirt. * , .

Gestern Abend ist eine m'nc Tprr Von ?lubrr mrd “Ct'l'lbc mrt großem Erfolg ausgefiihrt wordcn; sie heißt: „Die Sirene,“

][ Paris, 27“. Märx. Dic Pairs; Kammer hielt heute Siyrmg, in welchcr dic Königl. Ordonnanz, betreffend die Ernennung ÖW HUM Gabriel D*U'sst'kk- Polkxli-Präfcktcn, zum Pair mitgetheilt Wurde. Eine Kommission zur Priifung der Titel des neuen Pairs wurdc ernannt. Die Kammer prüfte dann in ihraniireans die von der Regierung ncurrlitb ihr vorgrlcgtcn Gesey-Entwiirfc. Daraus wnrde in öffentlichcr Sfyuug die Diskussion dcs Jagd-Polizrigcschs fortgesetzt. _

Dic Tcpntirtcn-“Kammcr srtztc dic Diskusjion drs Rckrn- tirungsgcscycs Writer fort, die sick) hauptsächlich um Art, :35, bctrcf- fend die Bestimmung drr Daum" dcr “Dienstze'it der jrmgcn Soldaten, drohte. Man rvar, als ich die Kammer Verlies], noch ZU keinem Br- schlussc dariiber gekommen, da wieder cntgcgcngcscytc Systeme cm- andcr bekämpften.

ck Paris, 26, März. Die Verhandlungen iibcr das Armer.- Gcsrß nahmen in der gosirigrn Sitzung der Dkputirtln-Kmnnwr emen lcbhaftcrkn Gang an, als sie bisher gehabt hatten, Der Antrag drs (Brucral Subrrvir, jvclchcr dic wirklirhc Dicnstzrit auf'wcr Jahre [*c- schränkt und fiir Weitere vier Jahre den Eintritt in dre Rcschr frst- gcstrllt wiffcn will, nahm die Aufmerksmnkcit dchammer m cmxm hoheren Grade in Anspruch, als man bei dcr wohlbekanntenallgcmcmenStrm- mung derselben hätte erwarten sollen. Während der „Volksfrcundlubc Gedanke, Welcher dcm Anfrage des Generals Snbcrvrc zum Grunde licgk, Von mehrerenAchordnrtcn mitWärmc unterstüßt Wurde, skkllkk U)"! HcrrRivct dic An'sicht entgegen, daß die Steigerung der T*!rnst- zeit auf acht Jahre, im Sinne dcs schroebcudcn (HescH-Vorschlach, nicht ausreichr, daß dicsclbc vielmehr zur Sicherstellung aller mflitai- rischcn Zntcrcssrn dcs Staates auf neun Jahre rrhöht wcrden müsst: Dirscr Vorschlag ist nicht neu, er ist vielmehr schon 18-11 Von eincr aus Pairs und Deputirtcn bcstrhcnden Kommission gestellt Wordcn, Welche das Ministerium mit Priifung drr Rc- krutfrungs-Fragc beauftragt hattte. 'Die von Hcrrn Rivct ans- gcsprochene Meinung fand in drr Kammcr eben so Wenig Anklanq, als jenes Komnn'ssions;Gutachten Vor drei Jahrrn in der öffentlichén Meinung gefunden hatten „Ncrm Jahre“, rirf dcr General Saber: vic drm Redner zu, „neun Jahre sind die ganze Jugend eines Men; schcn, mit jenen neun Jahren uchmt Ihr ihm das ganze chen!“ Wicwohl die „Kammer grstern 311 keiner Entschridung drr Frage gc- kommcn ist, sondrrn dcn Artikel, Wclchcr die Tauer dcr Dienstpflicht brstinnnt, mit dcn gcstclltrn ZnsaH-Anträgcn an die Kommission 311- riirkgcwt'rsc'n hat, so ist es doch schon cht sehr wahrscheinlich, daß die achtjährige Dienstzcit zucht angenommen Werden wird. Zur Cha- raktcrisérnng drs Eimdrmfs, Welchen dic'sc Maßrcgcl auf die große Masse dcr Brvölkcrung von Frankreich hervorbringen muß, rntlchncn wir der Democratic pacifiquc die nachstehenden Worte:

„Tiefe Crsckwverung dcr anf drm Volke rnhcndcn Lasten in Gemein- schaft mit den größeren Schwierigkeiten, mit denen das nette Gcscß dic Stcllvcrtrclung wcrkmipst, wird auf drm Lande allgemcin schr schmerzlich empfunden werden. Als Organ der Interessen des Ackerbaucö sind wir gc- nöthigt, das Land und die Irammrrn, die sich be'i tvcitcm nicht genug um das Wohl und Wehe der Landbevölkerung bckiimmcrn, laut daran zu erin- nern, das; unsere Dörfcr znr Zcit dcs Looscns Schanpläße dcr Thränen nnd der Vkrzwciflung sind, das; Vcrstiimmclungcn nnd Sclbstmordc vorkom-

Eckthürcn von quadratischer Form find in der Mitte durch einen Pfeiler getrennt und haben doppelte Eingangöthiircn mit zierlich verschlungenen Arabcokcn vou Bronze, welche, nach einer lange gcglaubtcholkssagß' vom Teufel, nach cincr beglaubigten Ucbcrlicferung aber von einem frgnzdstschen Erzgießer des 13ten Jahrhunderts, Namens Briconnct, ljcrruhren und eine zur damaligen Zeit höchst achtbare Ausbildung des Erégusses “bezeu- Ken. Unmittelbar iiber den Thürcn läuft, wie bei den rommn chenUKrréhcn- ['ÜUUU- !*11 der ganzen Länge der Faxade, eine niedrige, von Sarrlen ge- ßüvte und noch an den Uebergang zum eigentlich gothtschen Stqurrmnmnde Galerie mit 24 jest leeren Bildcrblendcn, wclche ehemals „dre ubcrlebcns- großen Portrait-Statncn der französischen Könige von C,!)rldcbert bis arts Philipp August enthielten. Darüber erhebt fich das zwerte StocFWerk, m “s'" Mi'kklßem Stirnfclde fich, wie ein ricfi cs Cyklopen-Augc, em großes ""N""kks Fenster austhut, von welchem re ts und links zwe: große spro- bvgtge- sede witder chi kleinere Oeffnungen enthaltende Fxnsier-Ocffmzn- en den Raum zwischen den Strebepfeilern schmückend ansfulley; der drrtte ““ck endlich beseht aus einer Galerie von Säulen und verzrertcn Spatz- bogen, die den Uebergang von dem unteren Theil der Fa.;ade zu dem oberrn Theil der an den Ecken emporsieigenden Thürme bildet und letztere verbmch. Sie sind von viereckiger Gestalt und mit Plattformen versehen, """ dm" Höhe man Paris nach allen Seiten hin und dix Umgegend '."khtm Meilen weit, wie auf einer roßeu, erhaben gearbezteten Karte, *,“ ÜW- Ktiy Fremder dars ste unersäegen lassen, wenn er eme-n großen, s:?nm Anbltck der Stadt und ganzen Ge end haben wall. Sie „“"" "ffM- d. h. man giebt dem hürmet unten ein paar TW!“ m'“ " macht auf. Eine im nördlichen Tkurme angebrachte LWK»: Man und windet fich wie eine Schnecke, is fich endlich das man), ""b" ck :. 1:11? :ck; €er- mit Einem großen Public! etöffnein, wei! “M ck. Unmka, h“ me; Yin Helldunke! drs SmgeWauses hFaufge

!* um den, Km: hem n : roße Stadt mit allen ren Fan ourgs, Seine, die,!" häuten ADY"? 7,11, mit den schmuyig gxkbm Adern der schlingeu, mit den PWM „„, FWW dk'übtusraßtin Hansemaffen bi"- fi- umgebenden Gebäuden «mm», M YM, ' “WM"?- 13-111: Kranz vou Anhöhen, kleineren und gxssmm, dz, mit lm. NWS"

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lichen Lnstschlösscrn, Landhäusern, Dörfern, klcincn Städten und Gehölzen

bcscHi sind und ein so koloffales Bild angcmcffcn und arabcskcnarng ci):- faffcn und umschnörkcln, Anfan s gcnirßt man ftumnr und stannch drc- ses wirklich einzigen Anblicks, cndtgt aber nach Verlauf cmcr haxbcn &?th mit Glossemuackzen iiber das zu unseren Frrßrn toscnch Gcivtznmcl ?!"cr Million Menschen, die, in cinen Haufen zukammengcdrangt nut Ammen- riihrigkcit fich abarbeiten nnd ficißig Eier legen _, fnr Fqsanrn qu Nach- tigallcn. In dem südlichen Tburme, auf dem cme drx-fa1“b1gc zßghnx [zj Gestalt eines grunen Lappens flattert, zeigt man al,?- crnx §))kcrkjvurhtglkevt die große Glocke, mit dem Taufnamcn „Emmanuel , dre sonst ßrmt dcr Rouencr, in dcr crstcncholntion cingeschn1olzcncrj großen Glocke, )kgmenö Georges d'Amboise, um den Vorran stritt und m Frankrerrh zmgcxfahr so berühmt ist, wie in Deutschland die rfnrtcr Susanne. Ste rst cru'statt- liches Thier, im Jahre 1685 gegossen und hat _m der Schreckenszcrt als Sturm locke einc profane Rolle spielen müssen, wird aber _]cyt nztr an gro- ßen Fe tagen von 10 Mann geläutrt. Ihr ganzes Gewkcht nnt'dxwm An- und Umhang von Eisen und Holz beträgt 475 (Ltr., thr ergrneé 320 Str.; drr Klöppel wirst 976 Psy; ihre Höhe ist 8 Schuh, wre rhr unterstrr Durchmesser. Ste hat nicht den filbcrnen Ton der erfurtcr Susanne, und ist viel dsickcr und brmnmiger, Weshalb fie auch 16 1301-"10-1 (drk Brumm- baß) heixt. . . „. . Die Skikknfaxaben vonNotre-Dame haben, ww bet aller! schonen :Pr- chM franzöfisch“gokhischcr Bauart aus dem Anfang der chrcrnng Phtlrpp August's bis zum Ende der Herrscherzeit Ludwig's dcs Hcilrgcn, e_zn ctgcn- thümlich nmnnigfaltiges und malerisch-schönes Ansehen. W796 zunachst anf- fc'illt, smd drei m verschiedenen Absäven hinter einandcrzurmktrctende Stock- werke, Mlchk- die schmnckloscn Dächer der niedrigen Absenken vcrdcckcnd, den drei HüUpUheilen dcs Grundplans, den Kapellen, den Emporen „und dk" Langschiffen "Uspkkchcn und mithin ein reiches System von versckxlkdk- nen, deutlich in fich gegliederten Theilen geben. Das oberste Stockwerk, dessen bedeutende Höh? ftsie Unterln en erforderte, wird von,kuh„n geschWnn- genen Strebebogm gehalten, die au die Strebepfeiler der medngen Kapcllcn mtssevtn- dkkk"„Spkven mit Tnbemakeln und Tbürmchen versehen, zierlich wie Porzellan-Aufsave„ doch nicht blos willkürliche Zierrathe, sondern auch noth- wendige Widerlagen der von ihnen atrSgehendcn Strebebogen sind. Ueber

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dem letzten Stockwerk zicht sich rin schönrs Kranzgcfimö hin und irägt cin durchbrock)cucs, das große Dach einfaxsendcs Gclandcr. Das von den bci- dcn andcrcn Stockwerken, wie von den großen Strcbcbogcn unabhängige “.Nittclgeschos; ist mit einer Termssx gcdcät, die über den inneren Emporen außen um das Langschiff hcmmsührt, und klcine Strebcbogcn stützen in diesem Geschoß dic Gewölbe". „Ueber dem unteren Geschoß, lvelchrs, wie die mittlere Etagc, mit einem ;icrltch durchbrochcnen Geländer bekränzt ift, zei- gcn sick) eine Menge *Spißsänlchen und 'Sprsthürmchcn, und weiter unten eben so viele spitze Giebel mit leicht, gkarbxrtetett Zi-errathen, wclche als Kaprchn um den Bau herumlaufen. Z!vc1-, drcr- und v1crtheiligc Fenster mrtSaul- ckck und durckzweg mit rosenartigcn Verzierungen im Innern des Zroßcrry Spitzbogcns, untcrbrcchcn glücklich d1c kahlrn Außenwände nnd-fulleL hac vrrschirdrncnZwiscbcnräume der Stockwyke, „tiber _Wclche fick) auf jeder Orrxc dcs Gebäudes dic Jacadcn dcr Krcuzscrtcn m Gacbclgrstalt erheben. Drew nicht über die Avscjtmi heranstrctcndcn Krcrtzfagaxejr haben ncf eingchcndc Thiiren, trick) geschmückt mit Stcinarbettcn, Rcltefö und Statuen, Welche Vorgänge aus der Lebensgeschichte de? Crloserö und aus her chende drs heiligcnStephnn, nebst vcrschiedencn ['lbllschcn upd lcgcndarrschrnGestaltcn, vcranschaulichrn und zum Theil von große,!!! Flmß nnd seltrnchiihe, aber im Ganzen von geringem Kunßverstapde m der Behandlung zcngen, Ueber den Thürcn find große, reich emgctherlte rnndc Fenster; hohe, in dem In- ncrn dcs Spißbogcns abcrm'alSFlcrnerc Rosen enthaltende Giebel schließen endlich ab. Auf der Nordscrte tst oben am Chor noch eine kleine, erst im 15tcn Jahrhundert beendigtc Thür, die sogenannte „rothe Thür“ ( Urte: rcxugo), mit ziemlich grtt gcarbritrtcn Skulpturen im späteren gothtschcn Styl, der zu cigenthümler Würde und Schönheit herangcreist und durch- gebildet ist, in fixbcn strincrncn, leider gewaltig mitgenommenen Hautreliess, wrlchc fich bci dtcscr Thür an den Außenwänden dchirche finden und M's das Leben der heiligen Jungfrau Bezug haben.

(Schluß folgt.)

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men, um nur dem Sokdatendiensie zu entgehen, zu den Zeiten der napoleonischen Kriege.

schweren Last noch um ein Jahr vermehren!

[11 Paris, “27. März. Der Handels-Minisier hat gestern das so lange erwartete Zoll-Gesey eingebracht. Im Ganzen ist da:“:- selbrk nur eine Wiederholung des vorjährigcn Gcseß-Entwurfcs, worrrber zwar der Kammer von Seiten der betreffenden Kommission Béklchk_ erstattet wurde, jedoch drr vorgerückten Session Wegcn keine Diskussion stattfand. Der Handels-Minister hat es fiir rathsam Ik; funden, alles was er in jenem GeseH-Entwurfe zur Rcchtfertigung dcs Harthelö-Vertrages mit Belgien vom 16. Juli 1812 vorbrachtc, sv wre dxc Beweggründe der vorgenommenen Zoll-Erhöhung einiger dekscheJn Fabrikate, wie z. B. schwarzwalder Holz-Uhrcn, grobe Ekklescilcn u. s. w., imgleichen die Ursache der Veränderung des Emskuhr-Zolles einiger amcrikanischen Erzeugnisse zu wiederholen, und dcn clben dic seitvorigem Jahre erfolgtenZolltariftAendernngen hinzu- zufügen, Welche entweder durch die HandelE-Verträgc mit Sardinien und der Republik Uruguay, oder durch die Klagen der inländischen Industrie hervorgerufen worden sind, wie z. B. die Vermeh- rung dcs Einfuhrzolles lct'ncnkr und wollcner Waarcn in Algerien. Die einzige neue Maßrcgel, Welche in dem gestern vorgelegten Gesetz;- C'ntwurfe enthalten ist, bezieht sich auf die Festsetzung eines neuen Zolltarifs fiir die Einfuhr dcs Oelsaamens und einiger anderen öl- l)altige!19)katet“icn. Ztthtreff Algcrr'cns sind iiberdies mehrere, jedoch wcniger bedeutende VWdificationcn des bisherigen Arts- und Einfnhr- Tarifs vorgeschlagen, wovon ich später an Ort und Stelle sprkchcn werde. Für hcutc will ich mich beschränken, Ihnen aus dém gestern vorgelegten (Hcscy-Entwnrfc einigc Stellen hchorzuhcbcn, welchc darthun, das; unsere gegenwärtige Handelslagc, nach dem (Hrständniffc der Regierung selbst, bei wcitcm nicht so glänzend erscheint, als man glauben sollte.

Das Jahr 15242, sagt derHandels-Ministcr, hat nicht die Hoff»- nungen bewährt, wozu die Regierung durch die erfreulichen Resul- tgty" der vorhergehenden Jahre berechtigt schien. Dic industrielle „Krtjts m England, die Finanz: und HandrlE-Krisiö in Nord-lecrika, dic Aenderungen, Welche mit drm Zoll-Systcm in Spanien Versucht WWW, haben narhthcilig auf unseren Lluofuhr-Handel Furiickwirkcn nmxjcn. Im Ganzen bietet unser auswärtigcr Handel im Vcr- glctchc zu dem Jahre 18-11 eine Verminderung von 5 pCt., nämlich:

tm Jahre 18-11 betrug cr 2,186,()1!ch_),()1!(„) Fr. 18-12 » L,()RL,IZ|W,1„)1)() ;- Untcrschicd weniger 11-1„-31-0,(-(-1- F1“. oder 5 pCt. ,Noch mehr hat sich die Ausfuhr inländischcr Erzeugnisse und Fabrtfatc Vrrmindert, sic betrug: tm Jahre 19411 ........... 760,71)l),0|)l! Fr. 1842 ........... “14“ " " ),l )" ))

Unterschied Weniger 1!6,71)(),t)()l) J-r. odcr !.“; pCt. Chknso hat der französische Src-Handel abgcnonnnrn, cr zählte nn Jahre 1524] ........... 871,01") Tonnen, 18-12 ........... 810,04"; )-

Unterschicd weniger (11,000 Tonnrn oder 7 pCt.

Selbst in unseremKolonial-Handcl und in derSce-Fischerei erlitt unser Scewescn eine Abnahme von 2 pCt. Sie befrugcn:

im Jahre “18-11 .......... 884,1)00 Tonnen. 1842.. 327,0(W » Unterschied weniger 7,00!) Tonnen.

Dcr Handels - Minister sucht dicses unerfreuliche Rrsulfat fol- gcndcrweisc zu bcschwichtfgen: „Der Fortschritt kann im Handel weder gleichförmig noch fortdauernd sein, wcil zu viele nnvorgcsehenc Ursachen denselben unterbrechen oder aufhaltt'n können. Bei allen handeltreibenden Nationen tritt friiher odcr spätc'r eine Epoche ein, Wo das gedeihlt'che Fortschreiten des Handels dcm Scheine nach stehen bleibt, ohne daß die reelle Wohlfahrt desHandcls darunter zu lcidcn hätte. Frankreich hat im Jahre 1812 seine konnnerzicllcn Kräfte stocken gesehen, ohne daß dieselben darum etwas von ihrer Intensität verloren hätten, denn sie bieten noch immer im Vergleich zu dcrzchn- jährigen Epoche von [827 bis 18:36 für das Jahr “1812 eine Vor- mchrung von 52 pCt. in dem allgemeinen Handel Und Von LIZZ pCt. in dcr Ausfuhr inländischer Erzeugnisse und Fabrikate, wie man es aus folgender Parallele entnimmt:

Zehnjährige Durchschnitw-Zéffcr von 1827-«17436 711) Mill. Im Jahre 18-12 ................................. [IUZ ;- Untcrschicd mehr ..........

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7! ."

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Ausfnhr inländischer Erzeugnisse won «1542747236 5:31 Mill. im Za[)rc 1810 6-11 )- Untcrschied mrhr 12:5 Mill. Vergleicht man die sechsjährige Epoche Von1887--18-_12 mit der Durchschnittsziffcr Von 1827-4830, so ergiebt sich daraus ein höchst fortschreitender Gang unseres Handels.: und anustrienwscns. Der Gcneralhandel von '1237-«1812 brtrug im Durrbschnitt

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eincn Werth von .............................. 21111011141,000 Fr.

Dic Durchschnithziffcr von 18271R36 hingegen nur ................................. 'l,I566,(]()1],()()() Unterschied mehr ..... 6-10,0011,00() “Jr,

odcr cine Vcrmrhrung Von 16 pCt. _ Dic Ausfuhr inländischer Erzcugnéjsc während dieser beiden Pc- réodcn war im Durchschnitt: von 1837-48-12 ..... (152 Mill. Von 1827-«1836 ..... 521 Unterschied mchr [.'Zl Mil]. odcr cim" Vermehrung Von 25 pCt. s 1 Für den Seehandel crgcbcn sich die nämlichen erfreulichen Re- ]! tate: von 1%“37-«13412 Durchschnittszahl ...... 2,919,01WTonn211. 1827-«1886 » ...... 1,81!7,0()(] ,.

* Unterschied mehr 1,*112,1)U!)Tonncn. Die Zunahme des allgcmcincn Scrhandelö War somit nicht we- niger als 62 pCt. Dcr Spezial-Serhandcl bot im Durchschnitte: Vom Jahre “1837-18-12 ................ 873,000Tonncn, " " 182"--- 1831) ................ 499,01)"

Unterschied mehr 371,01") Tonnen ober e'tnen_ Zuwachs von 74 pCt. binnen sechs Jahre"".

Endltch ergeben dcr Kolonial-Seehandcl und die Jischrrcicn fol- gende Parallele fiir die beiden Epochen:

“1837-15-44? ............................ 33.“ ( )()0 To 1822-1836 ........................... 8807000 ZM" Zunahme ....... 5,01“) Tonnen.

Somit haben wir für dicEpoche 1837-18-12 eine Vermehrung von 46 pCt. an dem allgemeinen Handel, von “.'-"x pCt. an der Aus- fuhr französischer Erzeugnisse, von 62 pCt. an dem allgemeinen und von 14 pCt. an Hem besonderen Seehandel, und endlich im Kolomalhandel, und m der Fischerei, wenn nicht einen bedeu- tenden Fortschritt, doch keine Verminderung zu erwähnen. Abgesehen

Für das Landvolk ist die Conscription cine Geißel,- die heutzutage noch eben so gefürchtet wird, als Und man will ohne Nojh und ohne wirklichen Gewinn für die Landes-Vertheidigung das Gcwicht dieser

dxr Wegkzöllc in Wales für alles Ackerfuhrwerk bestimmt. Man sicht du's als, den ersten Schritt zur Besserung der dortigen Zustände an, namentlrch des artgerechten chezoll-Systems, welches mit cinHaupt: grund der kürzlichen Rebekka-Unruhen war.

ses zu einem General-Comité um die Fra e in Vctra t u iebcn ob'es, nicht zwt'rkmäßigjsci, de::“Zoll drs g ck 3 z * ostrndtschcn und australischen Kolonieen in England eingeführten Gc- Zrasttdlcl's dem vom kanadrschen Getraide erhobenen Einfuhrzolle gleich- 11 e cn.

zwischen den bestehenden Zöllen von resp. 5 und 1 Sh. nicht bedeutend

56:3

Beweis, wie sehr unser Handel und unsere Industrie im Aufblühen

bcqriffcn sind. Man muß sich sogar darüber freuen, dgß Yer Kolo- niälhandel stationair geblieben ist, wenn mgn bedenkt„ wre vtele.Ucbel- stände sich vereinen, um dem Gederhen unserer Kolonien fich htndernd entgegen zu seyen.“

Grossbritanien und Irland.

Oberhaus. Siyttng vom-Lö. Mär3._ Lord Brougham vrranlaßte heute die Lords zur Erörterungqßcrxclbcn Frage, “welche das Unterhaus schon einige Zeit lang beschasngt, ob na_1rrlrch dre Ar- bcitszcit dcr Jabrik-Arbeitcr auf lcg1§[at1vc1vt Wege, besttmmt werden könne. Die Ucbcrrcichung ciner Petition von Llrbrttcrn drr Kohlen- grubrn vou Lanarkshirc, Worin dieselben sick) iilxcr dtc vor emrganah- ren (auch auf den Antrag Lord Ashlcxxö) Ll'lr'lUcUL Pgrlgmcntö- Akte beschweren, wclche den Frauen und Madchen dre Arbert m den Gru:- ben Dcrbfctet und deshalb als Bcranbung dcr Crwcrbsnrittcl angesc- hcn wird, war die Veranlassung einer längeren Erklämng Lord Brougham'ö znr Untcrstiißung drr von ihm eingebrachtenBeschwerde- schrift. “Daz angcbliche Interesse der Humamtät, sagte kxk'k Lord, habe das Parlament in den lctztcn Jahren öfter vrranlaßt, GkskVL ZU erlaffcn, welchen große berrits brstchcndc Partikular-Jn- tcrcffcn 311111 TPW gebracht wiirden. Wenn man bchauptrn wollte, daß diejenigen, welche arbcitc'n, oft zu ungesunden Bcsäväftigungcn Verwandt wiirden, oft zu viel arbeitcn und zn schlecht loben müßten, so, solle man nicht vcrgessrn, daß lcidrr solchk Entbehrtmgrn und Leiden das nnabwrndbarc Loos dcr Mrnschbcit 11le cine Folge drs jrxzige'n Standes dchivilisation wärrn, jmd man habcllurccHt, Wenn man aus dirscn Grund hin ch arbeitt'ndk Nlaffc als tyrannisirt bczrichnc.

. „Ich bin nickvt schlcckt genug“, sagte Lord Wrongbam, „sic drr Untrr- drricknng 311;1tscl1rcibct!, nicht vorcilig genug, nicht gottloö geniig, cözrrthrm, bis_ ich von irgend einem gclcbrtrn Doktor gehört lmbc, wic Viech von kick?" USW" kllkck) l11t'nscblichc Mittel und ntrnsrblichcöjcsrxzc rntscrntnwrdrn könnte, und wie Viclrö davon die unansblcibliävc Folgc, das mMrmcidlich Resultat dcr gcheimnißvollcn Rathsrhlijffc drrVorsclmW sci. Irshalb sage ill); zrfgt mir rin Mittcl innerhalb des Bcrcicbo nrrnschlichMMrscycs, dicse Ucbcl zu entfernen, Zcigt mir eine bcffcrc (Hcsrßgcbung, und dann jvcrrrirh das Wort „Llntrrdrtitkung“ gebrauchen, wcnn dichgicmng vcrsämncn wird, dicseMittelanxnwcndcn. So lange werde ich dicse llcbcl nicht der „Unter- drticknng“ zusckvrcibcn, obsckxvn [“ck zugcbc, daß sic cin llnglijck' sind. Aber ich wchc sichrrlick» mich auch nicmalö dcnjcnigcn anschlirßcn, Welche" untcr dcm Vorivandc dcr Humanität größeres Unheil fiber die arbritcndc Bevöl- kerung Englandö häufen wollen, als dasjenige ist, Worüber man cht klagt. Und dann mus: ici) fragcn, warum man denn seine Sympathiccn nnr dcn Baumwocht-Spinner" zmvcndct? Gicht cs dcnn nicbt noch andcrc Fa“ l*1*ik;tvcigc, in jvrlclycn die Arbeiter [cidcn'k Tori» l,)r'crwillnmndir Autorität cines Manncs grltcnd mackycn, n*c1(l)cr dicse-Zachcn zu bcnrthcilcnverstand, dcr mir selbst widersprach, als ich vor Jaixrcn cine Vill unterstützte, Welche das Alter der“ in die Fabriken zuzulasscnkcn Kinder bestimmen sollte; ich meins dcn Nrstorbcncn Sir Smnucl Nomillv. Als ici) ihn umscinchci- stand ersuchte, sagte er: „Niemals kann ich eine solche Bill untcrstiiycn; denn könnt ihr mit eurer (Jescygcbung hier stehen bleiben? denkt ihr nicht an andere (Gewerbe? Gicht es nicht Glasmachcr, Kohlenträrcr, Feilen- l)ancr, Welche dcn giftigen Staub ihres Materials cinathmcn, “))?alcr, welche in der durch die Diinsc dcs BlciWcis; erzeugten Luft leben, Stiickgicßcr, Welche mit gcsährlichcn Mctallmasscn umgehen“? Ehe ihr Gcsclzc fiir diese gcbct, bcdrnlt nur, das; die Vorschrmg es einmal so eingerichtet hat, und fragt ,cnck), ob ihr ein Recht habt, cmi) darin einzumischen. Vor allen Dingcn aber (und dies galt in chug auf die Beschäftigung. der Kinder) hütet cnch, irgend etjvas Erkünstrltcö an die Stelle jener älterbchen Liebe 311 setzen, Welche die Vorsehung bbcbst Weise und wohlthncnd in die Brust des Menschen gelegt hat. Hüter cttrb, mit euren Gescßcn diesc na- türliche Liebe, Welche der wahre und rechtmäßige Schuß der Kinder ist, :.n ersticken.“ Das sagte Sir S. Nomillv. „Man muß in dcr That die Leiden diescr, das Elcnd jrncr Klaffc der mcnschlichcn Gesellschaft, die vcr- hältnißmäßigc Bcdürstigkcit fast A(lcr ringcstchcn, bcdartcm und ihnen vor.- bcugrn, tvcnn es möglich ist", abcr wir ist ihnen vorznbcngen, Wenn sie in solchen Anordmmgcn drr Vorsehung ihren Grund haben, mit jvclchr11 der Mensch znfrirdcn sein mnß?“

Jord Vrongham sprach writer gcgen dic Unzulässigkeit, dic 1111veräußerléchkn Rlchte je'dcs frc-“cn Menschen aus das volle Maß srinrr Arbcrt zu beschränkmr, zeigte namentlich die Fcststclkung drr (Ihränxr cincr (Ztnnnschung dcrLegiölatur als etwas Unmögliches und erwies das Grfähr- [:ck-: der konsequenten Durchfiihrung cines solchcn Brschränkungö-Prin- ztps, „Dcr bcstc Freund der Armrn wäre drr, welcher sich jr'kcr Bcsrbrän- kung rhrcr Industrie rnthicltc. Wolle man wirklich fiir die arbeitende Nlaffx sorgen, so solle man lieber Gesetze über das Mininmm dcs ?lrbkrtslohncs, als über das Maximum dcr Arbeitszeit geben; das Cme wie das Andere strikte zwar gcgen alle Grundsätze, das erstere bringe aber dochMnégstcnokcimensolchenSchadcn. Lord Brongham schloß seine Rede mit der Aufforderung, das Parlament mögc dic nothwendigc Strllung des Menschen in dieser Wclt im Auge bclml: ten nnd gcgen das erste (Reset) nnsrrls Bestehens, gegen das (N|!) drr Arbeit, sick) nicht vcrsiindigcn; ein alter "Dichter sage: „()()uti-nrt) [1:5 [l'ZPZ «'!(Ilé'l'!!-'U]l!('„ k()('(]e_*r;j t:(*|*tiz'

[11190511st "."-tur.“! [()(kii, 7110 1011190112 ["'-'m"!!-

])(?11(';j|r'011 x'nt'rmm [311x105 juckmrik ir] ()1*])('m: [)11416 [10111ij [].-W, ([a]-*!!!" Ztkrjrrx.“

Dcr Marquis vo 11 Normanbv crsukhfc das Haus, sick) dnrch die Bercdtsamkcét Lord Brougham's nicht Von dem Wege der Huma- nität ablenken zn laffrn, und brlzartptctr, das; das Vrrbot, die Frauen in den Kohlknmim'n zu brfchäftigen, wrlchcöxu dcrvonLord Brongham eingereichten Petition Veranlassung gegeben habe, bereits schr gute Folgen gehabt habe.

Dic Prtition wurde auf den Tisck) des Hauses niedergelegt, und die SiHnng vertagt.

Unterhaus. Sitzung vom 2.7. März. (“.)kachtrag.) Sir R, Peel beantragte nach der schon gestern mitgetheilten Debatte über den neuen Vorschlag Sir Jamrs Graham's in Bezug auf die Fabrifbill, dic Konstituirnng rincs Sprzial=Cornité-'s, Wl'lfhkö unterw- suchcn soll, ob und in jvrlchcr Weise die von ihm in dcr vorigen Session ringrbrachtc und vom Parlamente angcnonnncjw Vill iiber die Entscheidung bei streitigen ParlamcntsWahlen zu verbessern sei oder nicht.

Zu Anfang der Sißung zeigte Sir R. Peel an, daß er am 3. April die Vertagung drs Hausrs während der Ostrrfericn bis zum 15, April beantragen jvcrdc.

Unterhaus. Sixzung vom 26. März, Nach kurzcr Dc-

bgtte und demnächst crfolgcndcr Abstinnnung erhielt Oberst Wood dre Erlaubniß, cine Bill einbringen zu dürfen, welche die Aufhebung

Hierauf beantragte Herr Hatt dic Konftituirnng des ganzenHau-

aus den britisch-afrikanischcn,

Herr Gladstone bestritt den Antrag, weil die Differenz

vom Kolonialhandel liefern die angeführten Ziffern den sprechendsten

genug sei, um großen Einfluß zu üben, und auch, weil die Koloniecn

jryigen Ernennungöart der eme gewisse Stabilität in ihrer Zusammensetzung

mit Ausnahme der ostindischrn Besiyungen, die ihrer Entfernung we- qcn hierbei wenig in Betracht kämen, mehr Getraide et'n- als aus- fiihrtcn. Nach kurzer Debatte wurde der Antrag mit 117 Stimmen gegen 47 vcrworfku.

Ein von Sir George Staunton gcstcllter Antrag, die Königin nm Bewilligung cincr Pension für dicH-“nterblt'ebenen der beiden ße- dentenden Sinologcn, Morrison, Vater und Sohn, zu bitten, von dknen der Lcßtc vor kurzem in China gestorben ist, wurde von dem Antragsteller zuriickgmwmmcn, als Sir Robrrt Perl demselben be- 1_11_crklich,machtc, daß solche Pension?" auf die Civil-Liste angewiesen ycrcn, dtc indes; jährlich zu diesem Zwecke iiber eine Summe von nur [200 Pfd. St. verfügst: könne, und daß überdies die Wittwe des älteren Morrison bereits cine Pcnsion vonLiU) Pfd.St. beziehe, auch für deren noch lebcndc „Kinder von der Regierung gesor t werde.

Das Oberhaus brschäftigtk sich am “.'épste'n mit der ill über die geistlichen Gcrichtshöfc. Ein Antrag Lord (Tottenham's, die Diöze- sanchrichte ganz eingehen zu lasscn, wnrde mit 47 gegrn “.'0 Stim- mcn vcrworfcn.

'_ London, 27. März. Ihre Majrstät die Königin der Belgier qt ge|tkrn in Woolwéch gelandet, wosclbft dieHerzogin von Kent den [,x-ohcn Gast rmpfing. Die Königin so wie die Herzogin waren in ttcsc Trauer gekleidet nnd begaben sick) uumittclbar nach der Landung l'irrlxcr nach drm BuckinghamPalast, - -- Sc. Königl. Hoheit Prinz Albrrrsvt wird morgen die .“)it'ise noch Trutschland antreten, jedoch w.rh_rsrl„ckcinlich schon am lid, odcr 1]. April wieder in London ein- treffen,

Belgien.

Repräsentanten-Kammer. Sißung vom 27. März- 311 Anfang drr Sitzung lcgtc Abbé- dc Hacrne eine mit zahlreichen Unterschriften (*crerftc Petition vor, Welche am Aufrechthaltung des Lckrctö vom [. Zammr über die' flamändischc Sprache bkkkkk- Dann wurde ein Schreiben von Herrn Malou verlesen, Welcher anzeigt?, das; rr wrgrn Krankheit cincr- Familienglicdcs der Siyung nicht bei- wohnen könne“. Diese Anzeige verursachte ein kaiihl getäuschter Erwartung, da man wrrßtc, daß Herr Malou heute das Wort hafte nchmrn und gewisscrnmßen ein Manifest im Namen der katholischen Partei vortragen woklcn. Es wurde daranf wieder zur Diskussion des GeFW-Entnmrfeö iiber dic Priifungs-Jurics geschrittem Herr Flcusju bcmrrktc, das; die Fehler der derzeitigen Organisation der Prüfung;; - Zurics längst anerkannt scfrn. Nur die Intervention der ?)kcgécrung biete alle Garanticen drr Unparteilichkeit Und gleichver- tl)cilcndcn Gerechtigkeit, Mil dic ministericlle Vcrantwortlichkeit aller- dings mehr, als ein bloßer leerer Klang sci. Der Redner besprach sodann die Befürchtungen und Hoffnungen der katholischen Partei; bis jeßt, behauptete «'r, sei dieselbe von der Regierung begünstigt worden.

„Mit dem größten Erstaunen“, fuhr der Rcdner fort, „habe ich die Vorlcgung dcö Rcgierungs-GescH-Entivurfs zu einer Schilderhcbung Anlaß geben sehen, als ob es sicl) darum handclte, die Verfassung in Stücken zu reißen. Die Prcffc hat sich dieser Sache bemächtiqt, und che noch der Kampf in der Kammer begann, war er schon in Zen Blättern entbrannt. Mixglicdcr, die sonst das Ministerium nnterstüsen, wandten sich egen das- selbe; src sammelten ihre Streitkräfte und snchten Verstärkung aué3 den eige- nen Bänken des Minisjeriumö. Nock) umhüllt Geheimnis; diese Vorgän e; dxcr Minister des Innern hatte erklärt, er wolle aus diesem Entwurf kéme Kabinctsfragc machen, und die, welche ihn aufs lebhafteskc angreifen, be- thcuern ihre Anhänglichkcit an das JJTinisterium. Ein Minister willigt in dre Yorlegung des Entwurfs und zicht sich dann zuriick, um ihn zu be- kanr-psen; Erkläre, wer es kann, dies Benehmen. Wenn Herr Dechamps seine Anncht-rm Kabmct pcrthcidigt und, seinen Kollegen gegeniiber, unterliegend, s!„ch znrnrkgezogcn hätte, so würde ich ein solches Benehmen nur bewundern krmrrn; wre cr abcr fn dic Vorlcgung willigen und dann sich zurück- zrchen, konptc, um „dic Zahl der Grgncr des Entwurfs xu verstärken, das kann tch mchchgrcescn. Ich wurde dieOpposition begreifen, wenn sie von dcr Serke dcrxcmgcn ausgingc, die njcht immer Ursache hatten, mit dcn Ernennungen dcs Miuiftcrs dcs Znnern zufrieden zu sein. Wir könnten ibm], scénc ?lntcccdrnzicm vortverfcn, nnd doch thun wir es nicbt, Weil die personlichen Fragen vor den Prinzipirnsragen stets verschwinden müsscn. Man bat cin Grrrtcht verbreitet, und zwar, wie ich giaubc, im eigenen Zntcrcffc ch Instituts, tvclchcs cs betrifft, nämlich, daß die Studfrcndcn dcr llnivcrsrtät Löwen weit lcr'chtcr Diplome erlangten, als an anderen

llnivcrsitäan. (Herr Rodenbach: Das sind Posen!) Möglich. “***-chf: fonzrtc doch die Ernennung dcr Jurics „m diesem Ge- rücht Anlaß gegeben haben. llebcrläßt man die Ernennungen der

Ncgicrung, so Werden sie gewiß unpartrilicl) mtsfallen. Wollte man in Frankreich „dcm Episkopat vorschlagen, die Mitglieder der Prfifungs-Zurics von den Kammern crncnncu 311 laffrn, so würde es dies Anerbietcn ab- lohnen und die chirrnng vorziehen. Tic Kammern, als Wesentlich politi- sclvc Ziörpcrsckmftcn, könnt" um politische Ernennungen vornehmen; Beweis daftir sind die gcschebcncn Erncmmngcn. Dic Kammcr hat seit 1831 von 3.“öwcn 10 Prosefforrn, von Lüttich 8, von (53cm 18 und von Brüssel gar keinen ernannt. Dcr Scnat tvar etwas billiger; indes; hat doch auch er 05 von Löwcn, Lt) von Gent, [I von Lüttich und 16 von Brüssel ernannt. das Unparteilichkeit"? Nein. Seit 1835 war die Universität Löwen strtö die bevorzugte und das von der Central-Section vorge- srhlagcnc System hat nur zum Zweck, dieses durch die Ernen- ]Umgsakt dcr Priifungs- Furies ihr gegebene Ucbergewickzt ihr zu erhalten. (Herr Dnmorticr: Das sind Znsimmtionrn.) Keinesweges.

Es hat mir dies in dcr Crntral-Scction cin Mann c a t, den '

acbtc, weil er nie anders spricht, als er denkt. I s g ck ehre und Sie den Majoritäfcn nicht zu sehr; Sie wissen, daß die Geschickc wechseln und daß einem Siege fast immer eine Niederlage folgt. thun, wmn dic Majorität aus ihren Fugrn käme? Kommunal-Einsluffcs acwiß Waren, bekämpften Sie die Regierung, aber sobald diescr Einfluß I um zu entgehen schien, fiiichtetcn Sie fich in die Arme der Regierung“, daffclbc wiirden Sic wiederum thun. schaften, mrinc Herrcn, Verlangen ein ruhiges Leben, Zurückgezogenhcit und Studien im stillen Zimmer; so entwickeln six sich und wachsen sie empor nicht inmitten der politischer: ?lusrcgnngcn.“ '

Meme Herren, vertrauen

Was wollten Sie So lange Sie des

Die Wissen-

(Schr gut.) Graf Von Merodc erklärte, das; die Frage unter keiner Ve-

dingnng zur Kabinrts-Frage werdcn diirf . Uebrigens müsse er den Vorschlag der Rrgicrung bekämpfen und wünsche ein neues System in Anregung gebrarht zu sehrn, lich cinen Abgeordneten stellen möchte, um sich mit einem dritten Ab- geordneten der Regierung iibcr alle Ernennungen zu der Prüfungs- Zury zu Verständigcn. Herr Verhacgen Berichterstatters dcr" Central-Scction auf, daß der Kammer au6gingcn, politischer Natur seien. vcrlcugne iu dicser Frage, seiner Uebcrzcugung zur Liebe, seine per- sönliche Antipathie, um Herrn Nothomb zu untersiüßen, der das ein- zige vernünftige System vcrthcidigc, das einzige, welches mit den Sitten und politischen Einrichtungen der Belgier harmonire.

dcm zufolge jede der Kammern jähr-

qriff die Erklärung das alle Wahlen, die von Er selbst, sagte er,

Hk" Verhaegen: Die Eingeständnisse, dre man auf gewissen Bän-

ken gemacht hat, smd merkwürdig, und ich beeile mi , re u rotokoll u nehmen. (Gclächter.) Es geht daraus hervor, daßchTthscécheY, die mZn noch vor einigen Tagen als Verleumdungen bezeichnet hätte, zu Wahrhei- ten geworden sind. Man hat zMegcbcn, daß die von den Kammern vot- gcnommerx'n WJthcn politische

dcr gemis ten ajyrität geworden, auf welche Herr Not omb " te , Wo ist sie? . Wo tst Herr Dechamps? Vor einigen Tah sch W ? auf der Mrm erbank und je t five er auf den äußerßen F fition;Njene ?ck

ahlen gewesen seien. Was isi nun *aus

en saß er noch

ajorität abcr i verschwunden. änken der Qppo achdem sodann Herr stmaißéres fich für Beibehaltung der Prufungs-Juries ausgexprochen, indem rx ogar im Interesse-