Köni licher Regierung im Jahre 1842 beab-
wUménquYFK-Txßcktix tiekiinen Diekitßanwtisung für das Schas-Konegium,
ich?“ die OI“ !- zu ergreifenden Maßnahmen, zu untersuchen und zu b :.
['*'-"'“ _en “1 l' d fol ende Erläuterun . ““DDR“! Bor ng ab ein Mi 9 re . & wÉdZinxamwkk uinnrrkkh seyn, wie in vais" 23“! Ut EMU? einer IWM“ Ständen mit etheilt worden, und pte diese ihre Erklämyg „„aus mit vetsihied-nen Wün'ichxn abgegeben hqbon. Zn : kara", v? „Königl- Regierung erfolgten Erwitderung seien die A “T er St,
eben „(ck quuicklichen AUSdrucken abgelehnt, worguf d ammer die Vm, wxjsun an eine Kommisson beschlossen habe,_ Int ,ober,1842 „nun set dcm Sgchas-Kollegium mittelst Reskripts des Fmanz- misienums eme von St. Majeßäé vollzogene Instruction csugxsiellt wortzen. Nach genziueret Prüsun habe das Schav-Kollegium fi „ nicht berechtigt'gehalten, dieie von ßändis en Beschlüssen weseytlich abweichende Znstruciwn in Volliug zu seven. Durch saß einstimmigen Beschliiß, iinter Zqziehung der außeror- deviliÖ-u Schasräthe, sei veohalb an Komglichz Ne mung eine Vorstellung gerichtet, dahin gehend, daß das Schgß-Kollegium ich nur an die bei sei- ner nsiallation ertheilteDiensi-Antxeijung halten zu dürfen glaube. Diese M:?ellung sei bislan ohne „Erwiederung geblieben, und werde nach wie vor die erwähnte erße nsirucnon befolgt. Das sei der erwähnte Boigan , der allerdings wichtig genug erscheine, um den Antrag: „Dem Veschlnsie zweiter Kammer beizutreten“, zu motiviren.
Nachdem ein anderes MiFiied aus dem Schas-Kollegium Obiges be- stätigt und dxn Amchg unter 1th haite, xvaid von anderer Seite her ge- äußert: Es möchte sketllch bksier Weicn sein, wenn die Königl. Regierung die Instruction so lange zurückgemltcn hätte, bis mit Ständen cine Eini- gung erreicht worde,n, wobei es sich haiiptsächlich um das Znßinmmngsirclit handle, wrlcbes-dte 'Regirrnn "nur in einigen Beziehungen, namentlich rücksichtlicb des eigentlichenGcs afts-Refforts, zugeste cn wolle. Da jedoch einerseits jener Vorgang als durch die Erwiedetung dcs “chaß-Kollcgiums erle- digi anzusehen sei, andererseits die Kommisfion bei der Untersuchung über das Zusiimmungörecht von selbst darauf hingewiesen werde, so hälte er die m dcch- schluss: zweiter Kammer enthaltene besondere Hindentung um so weniger gc- wijnscht, als sie zu dcm uten Vernehmen, was zwischen Nrgiclun und Ständen erstrebt werde, ni t passe. Ein andcrcs Mitglied wollte :ck in dicErörterun der Sache selbst, Wclche wr en der obschchcndcuPrinzipien- Jrage kommiJ'arisch behandelt werden ntüiii', zwar nicht einlassen, doch aber als leitenden Gcfichtspunkt hinstellen, daß die Regierung, wenn sie die pro- visorische Jnsiruction in einzelnen Punkten modifizirt habe, darin den stän- dischen Wünschen möglichst habe entsprechen wollen.
Das ward andererseits beftriticn. Der §. 6 der von Ständen bean- tragten Instruction verleihe dem SchaH-Kollegium die Besugniß, Penfioncn und Wartegelder, auch während der Abwesenheit der Stände, zu bewilligen. Aus diesem Rechte werde in der neu vorgelegten Dienst-Anlveiiung einc Verpfiichtunéggemacht. Darin könne man keine sonderlichc Vcriickfichtiguug ständischer ünsche sehen. Der vorigcRedner gab dics zu, wies aber zu- gleich darauf hin, daß dieser Punkt auf die Prinzipien-Frage riickfichilich des ustimmungstcchts zurückführt. .
iernach trat man dem Beschluss zweiter Kammer bei.
3) Nach der Tageöordnung folgte der Beschluß zweiter Kammer: „Das Kabinet Sr. Majestät um Austunft iiber den Erfolg der Arbeiten des dem Ober-AppellationögeriMe 311 Celle beige ebenen Retardatcn-Srnats zn ersuchen, zugleich aber, unter Bezugnahme au die früheren Antrc'i e vom 22. Februar 1842 (die Beschleunigun der Justiz) und 5, Juli 18 2 (die Einrichtung eines Retardatcn-Scnats etreffcnd), die schon damals dringend gewiinschten_ Maßnahmen und eventuellen Vorschläge zur Beschleunigung nnd Verbesierung des Geschäftögangcs auch bsi den '.Nittclgerichtcn wieder- holt angclcgentlichsi zu empfehlen, mit der Bitte, die erforderlichen Vor- schläge noch in dieser Diät an Stände gelangen zu lasen.“
Ein Miiglied, welches aus seiner früheren amtlichen Sthnng die Ver- hältniffe dcs Ober-Appellaiions crichts kannte, gab die Nachweisung, daß der Retardaten-Senat wahrs icinlich am 1. Mai seine Arbeiten werde voiiendet haben“, ein um so auffallenderco Nesuliai seiner Wiiksamkcit, als dieser ursprünglich auf drei Jahre berechnet gewesen. Was den Beschluß ziveiter Kammrr anlange, so stimme er für die Annahme desselben. Dns prozessualische Verfahren bedürfe mancherBerichtigungem es müsse dazu mit Ernst gcschtitten werden, Schon bei Erlaß dcr 11ntergerichts-Ordming, welche nur provisorisch gegeben worden, habe man den Plan einer neuen Organisation im Prozeß gehabt; seit der Zeit seien 17 Jahre verfiossyn, wo nichts fiir den Plan geschehen.
Dcr Beschluß zweiter Kammer ward cinßimmig angenommen.
Bei dem dann in Frage gcsicliten Beschluss: zweiter Kammer: „Das Königliche Reskript vom Ljßeitv.9)k., betreffend die Bewilligung einer Priu- zesfin-Steuer bei Gelegenheit der fiattgehabten Vermähiung Ihrer König!, Hoheit der Prinzesfin Auguste von Hannover und Großbritanien, zur Prü- sung des Antrags an die Finanz-Kommisfion zu verweisen“, bemerkte ein Mit lied, wie dem Vernehmen nach tineAhlekmuug des Antrages von zwci- tet Lammer nicht beabsichtigt werde; nur haie man im Prinzipe Zweifel darüber gehegt, ob eine Verpflichtung dcr Landes-Kasse vorliege, und des- halb durch eme vorsichtigeReduction der abzu ebcnden Eiklärung das Prin- zip zu salviren gewünscht. Daher die Verweiiiing an die Kommission. Er halte den Zweifel für unbegründet, da derselbe jedoch einmal angeregt worden, man mich eine baldige Erledigung der Sache wünsche, so möchte es, um nicht durch Konferenzen eine Vcrschlcppung herbeizuführen, am an-
emesscusien sein, dem Beschluss- zweiter Kammer beizutreten. Die Sache ici in der Finanz-Kommisfion bereits eventuell zur Sprache gebracht, wo dann die eben edachte Ansicht zweiter Kammer Yäußeti worden.
Mehrere itglieder erklärten sich sür„dcn eschlnß zweiter Kammer, der denn auch an enommen wurde.
Der Veschlu zweiter Kammer: „Die Erwiedcmné der Königl. Re- gierung vom Asten v. M., den Wunsch der Stände etreffcnd, daß bei Vcröffentlichun der ständischen Verhandlungen der Abdruck der Namen der Votanten kcin Yinderniß finden möge, fiir 'th :.4] :"“1-1 zu nehmen“, wel- chem zweite Kammer laut heutiger Mitthei “.).": chn 15 Stimmen angenommen.
6 wind hierauf dcr Gcscß-Entmurf iiber das Volksj'chulwcsen in zweiter Berqthung unter dem. Vorfiße des Herrn Gencral-Syndikus cho- gön, nud schritt die Kammer in ihrer Erörterung bis zum Zten Paragra- p en vor.
Holsiein. Altona, 12. April. (A. M.) Das Obcr-Appel- laiionögerrcht in Kiel hat, wie das Korrespondenz-Vlatt neulich beti tete, entschieden, daß die materiellen Grundsäve dcs gemeinen deutchen Wechselrcchts in Holstein gültig seien, während das hol.- sicinische Obergericht in Glücksiadt in vielen Fällen vage cn cntschicdcn hätte. Die Unterwerfung unter die Wechselstrengc bleibt indcß aus-
geschlossen. F r a n k r e i ch.
Pairs-Kammer. Sitzung vom 8. April. Die Dis- kussion deo Gesev-Entwurfs über die Eiscnbahn-Polizei wurde heute wieder auquommen, und es be ann die Debatte iiber den zweiten Titel des eseves, der von den aßregeln handelt, welche dazu be- WMW sind, pie Ausführung der zwi chen dem Staat und den Com- yasnieen gYajloffenen Kontrakte zu chern. Der Präsident Boullet W Graf aru gaben, im Namen der Kommission, nähere Erläu- kenmgen übxr deren Gutachten, welches das Prinzip und den Nahen dieser Maßregeln beskreitet. Der Minisker dcr öffentliYen TÜR?" suchte da xgen darzuthun, daß dieser Thei dcs Gertz-
“ ck den Grund en der französischen Gesch ebung eben Lo we- “ck „(»WE-, wie die beiden anderen, welche ck auf die ehai- http “ “ck Und auf die Sicherheit der- Reisenden be- ZJ'“, mh :: mma-J'imiis zärück, vaßll man ubda- , on. rener ra aueen wre, KWZ “& :ck " "U)! die Aksicht sei,fi»ie nefisien explichen zuwenden. * WLW“ Muki auern vollbrachte, Tbatfa en an-
, abet tem di dem Prin tp feß EU, doch einem, Am 1 d 'Delporte ei, welches eine enim andereechei'äjiixg dikseYJxxiinénkxxxin
“"W““- wodurch aber die Regierung ihren Zweck eben o sicher zu
lung inhärirt hatte, wind von
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erreichen glaubt. Zur Absiimmung kam es noch nicht, sondern die Diskusfion des betreffenden Titels wurde auf nächsten Abend vertagt. Im Laufe dieser Sipung legte auch der Conseils-Präsident das von der Deputirten-Kammer angenoimyku? RkkkUkkungs-Gescß vor, und Herr d'Audiffret verlas den Bericht über das Patentgesep.
Depltirwn-Kammer. Sihung Um 8. April. Herr SYNQ: Gikardin entwickelte hcuxe dm Antrag binsichtli der Bedingungen fiir dieMaCssung zum Staatsdiensie und fiir die eför- derun in demselben. r bemerkte zuvöiderst, daß Regeln für die leiasßmg und Beförderung in der öffentlichen Verivaltung seit langer Zeit schon als notichndig anerkannt seien. Die Aufstclluug festch Nyrmen sei das Mittel, guten und loyalen Beamten Gerechtigkeit Widcrfahren zu lassen nnd die Minister dri“ Zudringlichkciien, drncn sie nicht immer widerstehen könnten, zu iiberhcben. Es könne alle_r- 1311th nicht davon die Rede sein, Alilö zu rcgulircn, in alle Details einzugehcu; sondern es handle sich mil" darum, allgemeine Grunbsäßc aufznstcllcn, nach welchen der Staat die Wiirdigsten nnd Jähigstcn wählcn könne, und durch wclche dic übertriebenen Anforderungen und die Zudringlichkeit der Sollizitanten in die gehörigen Schraukcn zu- riickgc'wiescn wiirden. Aitsiiaßmcn wiirden jedoch immerhin niiti)ig Werden; und sie begründeten die Schwierigkeit der Fragen Indi's; müßten die Ausuahmcn nur in beschränktem Maße gestattet Werden, weil sich sonst allerlei I)iißbriiiiche cinschlcichcn wiirden.
Herr Guizot crklärtc, wie schon erwähnt, das; sichdic Regierung der Erwägung dieses Antrages iiiiht widersch. Six [mbc zwai“ incl)- 1'erc erormpli'iuc Derivorfi'n, aber nicht, wcil sii" drchform als sol- cher cntgcgcn sei, soiidcrn Mil die gestellten Anträge nicht unter die wahren Rcsormmt hätten gi'kkiiNlt't ivct'dcn können, weil sie nicht wirklichen sozialen Bkdiirfnissen, sondern nur bisondcrcn kiiiisiiii'iicn Bedürfnissen cntsproihcn hätten, Und kl" sicli? itnicraiidci'cn den Vor- schlag cincr Wahircform in dicse .Kategorie; anders sei es mit dcm vorlicgcndcn Anfrage; die Frage, deren Liisimg diescr bczivcckc, sci wichtiJ und wahr.
„ llchohldcnkcndcn, fuhr der Minister fort, crimincn bie Nothwcn- digkeit an, mit cincr alls politische Freiheit gcgriindctcnRegierungsform eine große, allgcmcinc, regelmäßige, hieraichischc mid ccnti'qlisirtc ch!valtnngö« Organisation zn vereinigen. Es ist dirs cine schwierige Aufgabe, meine Herren, die noch ihrer Bösung harrt. Die Welt hat große Verwaltungen, fie hat sehr vollstänkige, schr rcgrlinäßigc und schrhicmrchisckx ?idminißmtiv- Einrichtungen gesehen; cs war dies in Zeiten und in Rindermxwo cs icsne poiitische Freiheit gab; und als die politische Freiheit in diesen Ländern ein- trat, entwickelte fie sick) dasclbst mit Wahrheit und Energie. Bride Zustände haben noch niemals zusatnmcngetroffcn. Tie römiichchit tvar dchcimn- plaiz cincrVerwaltimgs-Organisation, aber unter dchaiicrrciihe, nach dcm Untergangcder politischani'cihcik, Auch in Frankreich Wurde eine grosichrwi'il- tung bcgriindct, abcr nicixt in cinchcii der Freiheit. ZnDentschland bcstrw eine sehr vollständige und sehrregcimäßigc Verwaltungs-Organisation, aber xbcnsallö ohne politische Freiheit. Das ist sehr natiirlich; dic chicinngsjorm der politischen Jrcihcii ist einerseits die freieEntwickcinng der Einflüsse, anderer- seits ric Verantw-oitlichkcit der Regicriingsgcwalt, also die Freiheit 11,1in Handlungen; um diesen Preis brsieht die politische Freiheit. Die Einsliine der Bürger müssen frei ausgeübt weiden können, und die verantwortliche chicrnngsgcwalt mus; frei in ihrem Handeln sein. Weder der eine, noch der andere dicser Zustände läßt sich mit einer stark lind hieraichisci) einge- richteten Verwaltung leicht vereinigcit. Es handclt sich nun um eine Y_cr- söhnung wischen beiden Systemen; dies ist die Aufgabe, die wir zu l'o1cn haben. Ich für mein Theil, Wenn iii) sie fiir unlösbar hielte, wiirde kein Bedenken tragen, der politischen Freiheit den Vorzug zu gcbcn. Aich in AUem genommen, bin ich überzeugt, daß die Regierungsform drr politi- schen Freiheit dem Lande immer noch mehr (Hidcihrn und Größe, Ehre und Nußen schafft, (113 die beste Verwaltnngö-Organisation. Aber ich l,)altc die
Versöhnung nicht für unmöglich, und die Aiiscinaiidcrscvnngen dcs Antrag- stellers selbst beweisen dico. Was hat thn Herr von St. Marc Gimi- din gesagt? Das: ein großer Theil seines Vorschlages bcicits auögefiibrt ist; daß in einer großen Anzahl von Vcrwaltiinqszwcigcn dic Lmifbahtt schon gercgcit isi, vielleicht nicht allgemein und bi'stimmt genug, aher doch jedenfalls gcrcgel1cr. Außerdem hat er Ihnen gesagt, und Nicnmnd, glaube ich, kann es bcsircitcit, das: die Misibtäiichc, ihr Bestehen selbst zu- gegeben, Mit Weniger zahlreich und bedeutend sind, als man es 311 wirderholen beliebt. Zum Bchiö desscn will ich mich mit an den Vor- schlag selbst halten. Herr von St. Maxc Girardin schlägtJhncn vor, _Yas Dritthcil der Acmtcr odchcfördckungen von der Wahl abhängen zu lane", und das Tritthcil, tvcnn ich mich nicht irre. (“Herr von (HaGparin: Aber nur fiir die zu diesem Zchk besonders bc cichnctcn Functionen, und als Maximum.) Ich will bicr nicht näher an die Grundlagen des Vor- schlagöxcingchcn, ichnchme dic Fragciiuiinihrrr Wahrheit und Größe. Der Vorschlag räumt also ein, daß der dritte Theil der Functionen 71.1113 der freien Wahl der chicrnngs-(chalt überlassen werden solle, Niemand aber kann lanben, daß die sogenannten Mißbränche in den vrtschicdcncn öffentlichen 'aufbnhncn bei dem dritten Theile der Ernennungen vorgekommen seien; ein Blick daraufreicht hin, Um sich vomGegciitheilzu überzeugen. Cs isi also schon viel für die Lösung der vorliegenden Aufggbc- gethan, Womit jedoch nicht gesagt sein soll, das; nichts mehr zu thun ubng bliebe., .Wir willigen also in die Eiwä ung des Vorschlages erstens, dcöhalb, Weil der- selbe cine ivahxe und grch Frage betrifft, die der chicrung 11111) der (55e- scllschaft nichts weniger als gieichgiiltig sein kann, uny dann, weil cömög- lich isi, daß in der That fiir die Versöhnungxer beidcit xzi'oßcii Elcmcntc unserer gesellschaftlichrn EinrickUnng, der politischen Freiheit namlich und der Vchaltung, noch etwas Weiteres geschehen kann, als was schonbcsicht; und daß cs wohl der Miihe dcr Ncgtcrnng und'dcr Kgmmcr'lohnt, xlkst's Wcitcre gemeinschaftlich zu suchen. Endlich willigen wir in die Erivagung des Vorsckilages dcohalb, weil derselbe jedem qiidcrcn .Zchk, als dem der vorgeschlagenen Reform selbst durchaus fremd, ist, weil er ganz ernst und aufrichtig nnr will, was er gesagt. Die Regierung widerscst stil) alfi) pkt Erwägung nicht und wird bei von der Kammcr zu,crneiincudxiiKfonmiission ihre ernste und aufrichtige Mitwirkung leihen, bannt dcr bcabiichtigtc „;chik erreicht Werden könne.“ (Beifall.) ,
Gegen den Vorschlag nahm nurHci'r Dozon das Wort, indem er seine Opposition !olgeudermaßen motivirtc:
Ich zolle der Abicht, aus Welcher der Vorschlag unsere] ghrcnwcxilim Kollegen heivorgegangen, meinen Beifall und wiinsche aufrichtig. da»; ihr Zweck erreicht werden möchte. Aber ick) begicifc iiiii)t, wie d-lc ehrenMrtheu Urheber dicses Vorschlags denselben im Angesicht der BcsiimmuiF-nmchcn konnten, welche in einem (Hescß-Entwuif enthalten ist, nnt dem «1x "schon seit einem Jahre beschäftigt sind und iiber den bcicitö eiii Kommisiions- Bericht abgestattct ist, ich meine den Gescy-Enttmiif iiber die Penfiomrnng dcr Civil-Vcamten. In diesem Entwurf befindet fich fol cnpcr voiidcr Re icrung voFcschlagcncr und von der Kommission geneimigtcr ?lrtifci: „„ önigliche * erordnnngcn werden in jedem Miiiistxrml-_Departeniiui die Bcdinguugender Zulassung zu den Acmtern für dirxentgen in graempartigcm Gesch begriffenen öffcntlichenDiensie bestimmen, "', dcnxndicse Vedmgmigxn nicht durch besondere Gesche geregelt sind.““ Wie Sie_sehen, hat dicier Artikel offenbar denselben Zweck, wie der von nniereti _ehrenWerthcit Kollegen Ihnen gemachte Vorschlag. Nun äußern dieic „zwar die Besorgniß, daß jene Vestimmung,- wenn sie nur, beiiaufig bei einem GeseWEntwmf diskulirt würde, nicht diejenige Entwickelung erhalten möchte, welche sie verdiene; ich muß jedoch bemerken, ,daß-die von unseren Kollegen vorgeschlagenen allgemeinen Bedin ungen fiir die Zulaffyng zn Aemtem und für pie Beförderung mir so un eßunmt scheinen, daß, ich von ihm Annahme keine crniiliche Folgen eiwarten kann. Man scheintuauch zu befürchten, daß das PenstonSgese nicht zur Erörterung kommen mochte;
dagegen bemerke ich aber, daß dickes Gesch bereits settfmehreren Jahren vorgeschla en, daß seine Votirung dringend, das; seine Wiederaufnahme ge- nehmigt 1 , und daß es unverzüglich auf die Tagesordnun komnien muß, weil es geWiß nach den schon darauf befindlichen das :: einiiylichsie ist. Dieser Gesep-Entwurs wird also noch vor dem gegenwärtigen Vorschlage Uk Verhandlung koMmm, und da beide zusammen doppelte Arbeit wären, ?- ist die Erwägung des Vorschlages ganz unnöthig. Deshalb Kimme ich
dagegen.“
Daß indeß die Kammer sich fiir die Erwägung dcs Vorschlages erklärte, ist bercits gemeldet.
Paris, 1). April. Man versichert, daß nach der Ankunft des Marschalls Bugeaud in Paris, wo er zwischen dem “1511311 und Liistcn d.M. erwartet wird, der Herzog Von Aitinale zum General-Gonvcrncur von Algerien w-rde emannt werdcn; er soll zum Unter-Gouvcrncur de,!) General Von Rumigny erhalten, Welchen der „König beauftragen wiirde, déi! Prinzen in den Details kcherwaltung zu unterstützen.
In rmxr' großen Anzahl kvon Departements, jvcrdkij Comitäs Von dcii Le'gitiinisien gebildet, welche sich in Unter-Comiiés theilcn sVULUZ khr Plgkbllck)“ Zwkck sind die' Wahlen, aber ihr wahrchiwmi soll eiilxß-tblcibcndc Organisation sein, die fiir alle Fälle eine Vereini gung o l'.
Die lyoiier Bläiiei' berichieit iiber Ruhestörungen VonScitendcr Rohlcn-Arbcttcr dcs Rch dc (Birr, ivclchc am *!.April, ctiva 211,01)" an der Zahl, die Arbrit Oerlikßcit, weil die Grubcnhcrion ihrcn „Lohn Von -“1 auf (1-3 Jr. Verkürzte". Sil Verhiclten sick) anfangs ruhig, bc- si'liimpfti'n abcr ain 11611, durch die? Tages 3115901“ erfolgte ?lnkunfteinch Bataillons Soldaten von St.LLticnnc gcieizt, dcnPolizi'iKtomniissm“, ivrlchcr sie zum ruhigen Nachhauscgclxn auffordern» als sie iitithib und Ililid nmssennWisk auf eincm öffentlichen Plaizc vrrsammclt wa- ren. Auchfchl dcr (Beriihtx-Behiirdc Wurden jeyt mchrcrc Arbciti'i' Verhaftct und cingcspcrrt, worauf siti) dic Mengc nnter Verhöhmmg nnd ?liiöxisiimng dir Bihöidcit verlief. Am folgenden Tage, als dii“ (chfangcncn untcrTrnppen-Bcdeiimig nnchSt. Ericniikabgrsiik)r1wir- dyn sollten, sammkitc sich cin großer Volkshaufcn zu ihrer Bösicinng, griff die Soldaten mit kincm Steinhagel an und verfuhr so gcivalt tiiiitig, das; das Miiitair noihgcdi'nngcn fincrn innsiti. Scchs dci“ ?lngrcifci' wnidcn Vt'kwnllkCi', woranf dic Mengc siti) Flkstl'lllic'ltlld dri“ Transport der («Mfaiigi'iiiii svitgrsctzi wchen konntc.
Gcsicrn Abcnd wnrden nach ['i111*111 Minister Mathe, welchcr iii dyn Tuilcriccn gehalten wurdc, mehrere Coni'icrc niich Italien, Spa- Ulk]! und Belgien abgeschickt.
" Paris, 1). April. In der hcuiigcn Sitzung dcr Pairs: „Kammer vcrlaß dcr Graf von Mitrat zuerst den IkoiiiiiiissiOiiG-Vl- richt iibc'k “.) (*IDsFii-Entwiirfc bon lokalem Interesse. ?chräsidL'Uk, Herr Barthc, iibliigt vox“, diiDiskiission derselben bis nach vir dos (Irsi'ßcs iiber die Paii'ntc 311 wi*i“sii)icbi*n. Dcharqiiis do Boissv [*clni'i'i't, dcr Vcricktt iiber das Gosch, dic gahcimcn Fonds bi'ti'cffi'nd, Midi mit Uiigcduld erwartet, ob cs daher nicht besser wäre, mit Fcsistcllung der Tagesordnung zu warten, bis diescr Bcrixbt Vorgr- lrgt wäre? Der Präsident meint, die 311111111111 kiiniii' stets ihn" chthuiigcn untcrbrcchcn, Wenn es ihr angcmcssrn erscheine) iini sich mit den gchcimcn Fonds zu bcsckiästigkn; abcr fiir ji*1„41 halte cr kö fiir unniiß, die erimiig in der Diskussion iiniznkchrmi. Hiermit war diesc Sachc al*gi*tiiait. Es wird dicDinetssion der Artikel dcs Eisl'lj" bahn-PolizciGescyks wicdcr aufgenommen. Die Sitzung dauert noch fort,
Die Sitgung dcr Tcputirtoit-Kammer ivm'dc um 23; Uhr criiff net. Die“ Tagköordmtng schrieb die Einrimung (durch gchcimcs Sirn- iin) kli" zwei „Kommissionen Vor, wclche" dic bi'ide'it Vorgi'lcgtcii Eiskii- bahnqcscix»Entwürfe fiir die Linien vou Trimns nach Bordeaux und von Paris nach Lyon zu priifcn haben. Zuerst ivurdc znr Eincniiimg ji'iicr fiir die erstgenannte Linie gcschriticn. Aber bis Posischliiszwar man noch nicht fertig geworden, obgleich schon 18 Skrutinc siattgc: fanden hatten. Die relative Majorität i'lltsi'hi'idkk nach Art, 08 ch Régikmcliiö bei diesen Eriicimungeii.
lec'r schon vor der öffcntlichcu Sitzung fand ("1119 Ovibcrcimidc Versammlung drr Kammer in ihren Biircaus statt. Der gestrige" Vcscbliisi, die' ['t'ikln Kommissionen fiir die beiden genannten Eiskii- bahniinicn in allgmncinkr Versammlung zu crncnncn, hat im kino!" starken Thcile der Kammer cine gcwiffc Aufregung l)ci'vvi“qc[*im[)1, da es das erstemal ist, daß Kommissionen außerhalb dchiiri'aiis iki“: naniii werden. Zu jedem Biii'eau nmchic sich dirsc Anfrcqnng lib haft brmcrklich. Dic Deputii'tc'n der bei den voigi'sihlagciicii Eisi" [*ahnxiigcn intercssirtcnLokalitäten, hatten sich schon iiber die in ihr?" Viircans zu wählenden Commissairc vrrstiindigt, Listen d1"llck1']l lasscn 71». Dishalb sprach man in dchiircaiis ht'uti' all_qc'me'in aus, Wie schwic- rig, fast unmöglich die Erwählung solihkr Konnnissionin außerhalb dcr Wiircauö in öffentlicher Sitzung sei. Die Dcpntiricit warcn iii alikn Biiicmiö zahlrcikh aiiwcslnd. Dcr Entwurf fiir die Eisenbahn Von Orleans nach Bordeaux“ gab nur zu cinige'n Benicikungeii iibcr die Art der Ausfiihrung Anlaß. Abl!" viel vrrwickeltcr zeigt siil) dic Frage der Bahn nach Lyon, Weil zahlreiche]? Jutsrcsscn bci dicser Bahn im Streitc licgcn. Alle diese waren denn auch Vertreten iind [*cki'impsicn sich hartnäckig, und daher ist denn auch die Wahl dci .iiommissioncn so schwim'ig geworden.
nx Paris, !).?lpril. Dic Motion des Herrn S1. Marc (Bi- rardin und Konsorten, der zufolge Von nun an Alle, Weiche siil) um Staatöämtcr bewerben, mit besonderen gesetzlichen Titeln sieh aus;!!- weisen haben sollen, wurde nur darum von der ministt'ricllcn Paiici gesikrn unterstützt, Weil sich das Rabinct vorbehält, die Form dcrssl- bci! als iinaiiöfül)i“bar zu bekämpfen. Allr einsichisvollcn L).)kiimikr miisscn, so sehr sie auch die Absicht des Herrn St. Marc Girardin chien, cingcsichcn, daß die von ihm eingebrachte Motion schon darum keine praktische Ausfiihrbarkcit habe, weil sie Von den Kandidaten Komitni (* Verlangt, Welche bci dcm hcntigcn Stande unscics höhcrcn Unterri )tö nirgends erlangt Wcrdcn können, Was hat das Diplom cines 1130111550!"-i“x-]tklli'(?§ odcr iéx-xciikm'th mit den praktischen Kcnntniffen dcr Verwaltungs-Vranchcn zu thun? Wo kann gcgen- wiirtig ein jungcr Mann die Staats-Oekonomie, dic Diplomatie", dic Staats-Reckmmgsknnde, die politischen Wissenschaften, das Finanz wesen A'. lernen, da unsere höheren Unierrich16=Anstalten keine Lehrsiiihkl' dafiir besiyen. Unsere RcchtE-Xakultäten beschriinkcn sich auf den Vortrag bei bürgerlicher: und peinlichen Gcseßgchng und des römischen ?)kcckUs- Nur im Coilé-gc dc Franic bc cht ein Lehrstuhl fiir das LUMU'M'“ Naturrecht, und fiir das Viöl crrcchi, die aber nic-hr Nellchrlgk als wiikliihe Studenten anlocken. Von einer durchg1“iklfe"d“k' UcdeTkUUg dcr persönliihen Fähigkeit zum Staatsdienst? kann nur" Haun die,)ii'dc sein, wenn die Rechts-Faknltäteu eine andere, zweckmaßigerc Emrich- tnng erhalten werden, Bisher sind unsere RechtH-FAkUlkükkU, !„Mk dazu berufen, Advokaten undRichier, aber. nicht 1111 unndi'sicn politische und Verw-iltunqo-Beamte zu bilden, ivie cs dic,Moiio,n des Herrn St. MarcGirärdin VorauszuscYcu scheint. Da *]th imnc Anstalten [*c- stcl)en, wo die studirende Jugend sich dic Kcnntmssc qiieigncn kaiin, welche die Motion S1. Marc GirarH-m Vojl'dkn-Kandldaii'n zu öf- fentlichen Aemtcrn erfordern, s“? wurdc)! die reichen Familien ihre Söhne privaiim in den erforderlichen Wissenschaften unterrichten las- sen, um sie zu einträglichen Axmteru deiii» nichr zu befähigen, folg- lich wiirde die Gelv-Arisiokratie noch niachtiger Werden, als sie (6 heutzutage schon ist. Mehr bedarf c;] nicht, um zu zeigen, daß-die Motion St. Marc Girardtn'dnrch. dic Reorganisation unserer höhe" ren Unterrichts-An|alten bedingt isi.
Die chierun fühlt seit lange die Nothwcndigkeit einer so_lcch Reorganisation. S on vor 4 Jahren wurde eine besondere Kommisiion in Paris eingesevt, um einen neuen Studienplan der juridischcu An.- sialten zu entwerfen. Herr Dupiu d, AM., und Herr Rossi. Pair
voii Frankreich, sind Mitglieder derselben. Aber ihre poiikischen Be- schaftigunqen erlauben ihnen nicht, dieser so wichtigen Frage jene an- hgitinde Yufmerksamkeit zu schenken, welche sie verlangt, um zweck- mczßig gelost zn wvrdcn. Darum sind die Arbeiten der Kommission ['killi'ihc ganz ins Stocken geraihen. Zu wünschen wäre cs, daß die Motion des Herrn St. Marc Girardin die Aufmerksamkeit der Nr- gierung abermals auf diesen Gegenstand leiten möchte.
Grossbritanien und Irland.
_ Lyndon, 1). April. Tas Dampfschiff „Alice“ isi zum “lltcnd. mich *,»jtciide beordi'ri, um So, Königl. Hohcit dcn Prinzen Albrecht wwdcr nach England zuriick3ufiil)rcn.
„» Lord *.?ibillgki', der erste Richter des Exchcqucr, isi vorgcsicrn in ,qßosltgclch ihn kiirzlich brtroffencnSchlagflitsscs zu BurySt. Edmunds (* NW.
(„9 London, 8. April. Das Votum des englischen Oberhau- siö gcgen bil Giiltigkeit der von einem prlsbiscrianischen Prediger i'ingi'si'gncti'it Ctzcn hat untcr dcn“)."rcsbiitcriancrn im Nordcn Jilaiiks [*cgri'iflichcrwcisc einige Anfrcgnng verursacht, abcr rs wärs cin Ji!“- 11mm, wc]!!! nian vorausschn :oolitc, das; dies Votum irgend eincn „Zusaiimicnhang mit den sogcimnntcn ii'läiidisckpcn Beschivcrdlii habe, oder daß die ?)iepcal-Agitation dlslMlb eine neue (Nstalf odc'i' einc neue Richtung annehmen wc'rdc. DW Ui*ti)i'il dcsTbi'i*l)ausi'ö, Worüber dic ii'liinkischi'ii Proobylrrianvr siti) [*cklagcn, war ri'iii rii'btci'1ici) mid di*iim“qioi'iskl) i_n Boing auf das [*lsicht'llk'c (kirsch. Man [)siikciticnkilk gl'si'iiilé'hc Maßrcgol crlassrn, um die in I)icdc sti'i)i*iibi*ii Ehi'it J!! an 111111111113 anti) hat die' chicriiiig bis jetzt ki'im'it “.'iiitlicil aii dci“ 'Zaihc giiiommrii. Tei“ Fall, 1vclchcrdcn Lordövoi'lag, war ciiii*?lppsliatimi chen das Erkenntnis; dcr ii'läiidischcn Richter in dem Pl'UZTffC i'iiii'ö dcr Bii'iainii' aiigikiagikn Individuums, 1vclchcrwährliid Lebzeiten seines e*rsicn Wkibi'ö 311111 zivcitmmmlc gc'l)e*ii“atl)o*t hatte und Von eincm prcöbytmiaiiisiiikii Prediger gctmnt woidcn war. Die Frage“ war: ist dci“ Vcrklaiiti' dcs Verbrechens dcr Bigamic sibiildig? Eine Bcinfunq aii daI Tbili- [)J-[[I,- daö höchste richterlirhc Ti'ibiiiml, war auf dcn *Grund hin an- lmiigig gemacht, das; der Vcrklaqtc nicht schuldig sci, Mil das Clic: 111's1'i3111MJl'li1tld *- mit ".'iiwiml)1iic dci“ “.)inwi'iidimg aiif katlxolisiin“ Clicii, fill“ ivclchc das (Icscß besondere Bcstiniitiuiiqmt i'ntliiilt daisc'lbc axlic Comiiion-an Englands wäre, Wkichkö*VVk dci 111111!“ km“ I)ii'gii'miig (Morg'ö ]]. crl-niscncn ELW 91718 (M*ltimq [)i'litl', Und das: ('s nach die'si'in alto" Common :an Ciiqlaiids mihi 110fii)iV1'11dt-g sii, ("inc Che Wil eincm G3lisiiichlll dir Staats- xitrchc einsi'giii'n ,zii lassi'ii. Das Oberhaus 1'1'flkit'k1' dic [chicken Fm- (1911-1111 die zwolf (H!“OßsiChti'l" von England, bereit Majorität dk!" ?_[iiiii'ht war, das; dil" (Hrgcnwari cini'ö (iki'istliiiicn nach dem alten Qi*iiiiii_oii--Laiv nothivi'ndig sci. Als mm der Fall kiierich UU“ loi; iin Entscheidung voi" das Oberhaus gi'langic, beantmqtc Void Rimigiiam, Faß, will die zweite Ehr gültig sei, bci" Aiiqcilaqtc fiii' sibiild-g ri'kiart Weiden sollte, und dicser Antrag wurdi' Voit Lord (Campbell, Cr-Kanzlcr von Irland, unterstützt; ach die' Stimmen di'l" :*!!!wkskndt'n T'ords waren dariibi'i' gleich gcthcilt; Lord Bionqlmni'ö Linkraq ionnic deshalb nicht durchgehen, und der Anqikiaqtc'iß so- ]U'llb,fi'ie'1J1*sP1“Vchl'1l auf Grund der Ungiiltigkcit seiner Zweisam er.
Die schon geschlossener: Ehen sind bereits durch eine Akte dcr ii'iéikil Skssion lcgalisirk worden, und man glaubt, das; nächstens cine Bill cingi'braiht Werden wird, die presbytcrianischcn und gcmischtcn Ehen in Zilaiid auf denselben Fns; zu stellen, wie cbcn dicsclbcn in England ""im“ Lord J. RusscU's El)e-le1c stehen; die Parteien, Welche nuf solchc Wrist unwisjcnd ungescylichc Ehen gi*iii)losscn haben, sollen entschädigt und das (Miri,; Irlands dcm 1]! England in Beiiiq aiif dic Ehen solihcr Personen, welchc niiht znr Episkopal-Rirkhi qc"- börcn, gcltcndkit Gcsctzc glciiiigcsicllt Weiden, *
Die englische Ehe:?lktc ist weder iibcr Schottland iioch “_“;i'land jemals mtögcdchnt worden. In Schottland ist, wie bck'aimt, dic 1551":- gc'nwai'i ['isli's (Hcistlichcn niemals nöthig geniesen, um einer Ehe (33111- tigkeit zii vci'sihaffen; in Irland sind die Chen dm“ Katholiken, wclckit' dm'cii eigene Priester cingcscgitki habe“", lrgalisirf, abcr i'ö besteht dort icim" glst'iiiikiM Bi'siimmiiiig fiir die Ehen solchi'r Sl*kii11'ic1*, weiche wcdi'r Katholiken iiochMitglicder dcr anglikanischenKirche sind. “Dies erklärt die chi in Belfast und in aiidcrcn Orten im Norden Ji'lmids, ivo dic*,Prcsbytcrianm'zahlreich sind (man sihäßt ihrcIahl allfixiilUiliii) hcirskhcndc UnzufrieÖcnhcii. Wir haben uns hikibci rtivaö anchhaltcn, um den salschrn Vorstrlinngcn zii begcgiicn, Michi? in “Li'iiisihland hieriiber entstehen köiinicn, Wenn es nicht allgmneiit bekannt wäre, das; die prcöbwici'ianisckw Heirath-Jrage durchaus in kcim'i' Verbin- dimg mit der ?)icpcal-ngitation steht, di'i'cii Li'iti'i' O'Connill ist, und das; die Pri'obyie'riancr iiiUlstcr ihrem größichhcil iiakhdcn Zwecken dm“ Ncpi'al Association i'iitgcgi'n sind.
13 r l *g l r n.
Brüssel, 111. April. “Dcr (5511161111 7 Lieutenant (Ums d'.s)anc dc Stcnlyaysc hat sich gestern fiiil) von Briissc'l nach kl'l' preussisihcn (551111139 bcgcbcn, Um dort den Prinz?" ?libii'ibi zu empfangen und *(“kilsi'ibkli bio Ostende zu begleiten, wo Sc. Königl. Hoheit sii!) hciiic nail) London i'insii)iff0n wollte,
Hrizwcdcn und Norwegen.
Stockholm, 5. April. Derci'xog von chchtcnbci'g isi qrsiriu friih iim 55.311111“ hier angekommen. (Lr lxattt' das Meer zitSchlittcn Von Finnland her passiri. Skill(§51'foisil kiil'skk vicl später cinirrffcn.
“Dcr Baron Kriidkiirr hat, wie mai wcriiiiiimi, dcm Könige von Seiten des Kaisers von Rußland dic ])!"illallit'iti'il Jnsigiiicn des An di'eas Ordens und ein die lebhafteThrilimlvnc an dks .NiinigsTri'iiicr bczcugi'ndcs cigcnhändich Schreiben des Raiscrö überreicht.
Mit strengerAnwendung dci" [*rsii'lxi'ndi'i'. schivcdischcn(Jeschc hat das cha-Hofgcricht dcn Maler Nilson ivcgcn scim'ö Ucbcrtritics zum katholischen (Hlaubi'n zm“ Landis Vcrivcisuitg aus Schweden und Verlust aller Ei'b- nnd Biirgci'rcihit' in sl'iltl*1]l Vati'ilandc vcrurthciit.
Wir haben him“ leider das Falliiscmi'iit dcs (-551'osil)iiiidlci“z Eckst- nmn mit 297,01!!! Rihlix, vcrursacht dnri'l) die' sthwcrc Konjunktur in Eisen. Dic Aktiva werdcn zn “.)-711,01") Rtl)li*, angi'gi'brn,
Ipanicn.
H UPKadrid, 3. April. Daööicriicht Von cinem [*Worstchkn- dert,?)kiitistcrn'cchscl hat sich zwar in den [chicn Jagen erneuert, scheint aber jedes haltbaren (Mundes zn cntbchrrn, und vicllcicht nur in der Absicht, cin Fallen dcr Staatspapicic TU vcmnlasscn, 1111ng- syicngt ivordrn zu sein. Diejenigen Börsen pckulanil", M*ll'hk, ohne M* Pläne dcs Jiimnz-Ministcrs su kennen, Vor drei oder 811)?!“ Mo- nate" Geschäfte- auf Lii'fi'rungcn eiiigingen, schen silb ski,;t 311111 Theil außer Stande, ihre'n Verbindlichkkitcn narhzukoinmoit, da sie ein so plößlichcs und so hohes Steigen der ;;proirntigi'n Papiere nicht er- warten konnten. Um nun ein Fallen e'bcn diescr Papiere herbeizu- führen, schen die Verunglückten Spckulanicn allerlei beunruhigende Gerüchte in Umlauf, und namentlich wurdc vorgestern an der Börse lwbanptc'i, dcr Finanz-Minisii'r hätte bereits eine Stelle niedergelegt. InFolgc dicser völlig unbegründetenAngabe ielc'n die dieiprocentiqcn Papiere um etwas, erholten sich jedoch, sobald man erfuhr, das; der Finaitz- Miiiisicrebcn so wenig als seine Amtsgcnosscn gesonm'n wärt", seine Cutlas- sung einzureichen, Es fchitzivai, wie ich schon neulich bemerkte, nicht an
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Ehr eizigrn, die |ck mit den Lorbeeren,“ welche die jetzigen Minister durK ihre Erfolge errungen haben, schminken möchten, und sich allein für berufen halten, die Retter dieses vielfach zerrütteten Landes zu iverden. Auch ias'en- diese Personen r.? „keineswrges an Umtrieben fehlen, um Uneinigkeit zwischen den Mtinstcrn sclbsi herbeizuführen, ihnen das Vertrauen der Königin zu entziehen, oder sie mit dem Ge- ncral, der stets an ihrer Seite ersci)cint„zu überweisen. AileinJeder- mann kennt diese Ehrgeizi en, 11in weiß, daß cher die regierende Königin noch auch deren utter ihnen giinstig gcsinnt ist, und was den General Narvaez betrifft, so kann ihm unmöglich entgehen, daß das dernmlige Ministerium ihm selbst zur Siiiiic' dient, Ich glaube dabei“ mit Bcsiimmthcit versichern zn dü1“fi'!l, daß an einen Wechsel des Ministc'kiunts fiir cht nicht zu denken ist.
Der Ministcr-Präsidcnt, Herr Gonzalez Bravo, giebt heute ein großes Diner, zu ivclchkm sämmtliche Ministrr und 111111) dcr Gencml Ni'il'Vül'Z cingcladcn sind. Es heißt, der König bci“ Jk'ansktl habe Herrn (Honzalez Bravo das Großkreuz dci“ El)rcit--Li*gioit ziigcschiät. Ami) ist der Finanz-Ministcr, Herr Garcia Carrasco, Zum Marquis von Santa Llaila erhoben wm'dk".
Bis jetzt ist der französische Botschafter dir einzige der hirr [*c- glmibigteii frc'mdcn Diplomaten, Welchem die Ehre zu Theil ivurdc', Voit Ihrer Majestät der „Königin Christine iitPiivai-Audicnz ciiipfan gen ZU wcrden. Morgen, am griin?" Donnerstage, wcrden beide Hönigiiincn im Painstc die' Fnßwaschung an zwölf Armen voriichntlii, mm' Ji'ii'i'lickikcii, die seit de'm ?lbstcrbi'n Fridiimiib'ö K'll, itii'bi stati gefunden [mi, “le Ci)i'1l'fkl*iti1gk* wird die“ .ikiiniql. Faiiiiiik di't' dui'ii) diz" Stratic" zichmidcit soiki'liiin'it Mozossion beiwohnen. “Zlin “.I-Ist?" wird di'i“ gaiize' Hof aiifö m'm', si'iiit'ii Iliifi'nthaii naeh *,)imnjiicx Vi'rlcgmt.
Q'r .xtabim'ts SkkU'i'nil“ der Königin Chrisiiiir, Öls!" Castillo *.) Ayrnsn, dm“ f1*iii)1'l'[)ill Link der rrsii'nSti'lii'n im Miiiisii'riiim dir aus wärtigen “.'lngi'le'gcitl,)i'iii'ii bekleidete“, wird, di'iit V:*i'1ii'liitit'ii jimi), sich nach 31191111n*gt*lu*11, iim ("incUntckhandlung mit drin päpstlichen Stiihlc zu e*i'oniicit.
„[I o 1' t n g a l.
„“I Lissabon, LR". Miirx. Man hat i'iidliil) bas Fink:“ qe'ql'ik den Platz “.)-[liiirida [*i'goiiiie'n, so nicldi't dms Diario do (Wowiii'iio, imd Ziyar am .J-isii'ii. Da dcr (Graf Vomsim nm“ wriiigi' sli)[1*l'i_)ii' (iicskbiiiii) zii si'tnci Verfiigung hat, so wird i'!" sicli ikiii, kama" mid- liti) Ernst gigen ihn nnd die Scinigkn macht, niilit melir laiiqc xn halten Oi'i'iiiiiglii. Wirklich soll blkl'iiö große“ “Iki'i'wiiiimii undsaric Fcscrtion unter den rcbcllischcii Tsllppkil hciisi'hi'ii Und unter den Einwohnern dchuf umi) lli'bcrgabc [ant nicidiit. Einige solli'ii dcs- lmib Von Bomfim aus der Stadt glivilsi'il worden sein. Es ist zu hokfcn und zu wünschen, das; dcm ganzrit Aiissiaiidc bald i'iii Ende gcnmchi sein Wirken Auf kcincm anderen Punkte“ des Landes ist seit Uiiici'driiikmig dcs ?liifstandi'ö dll“ Stiidkntmi dcr Univrrsität zn Coimbra ami) nur im geringsten dit“ Riihc gestört worden. Erfolgt die Ueber- gabc von Almeida nocli Ycitig gonna, so wird leglkilh das Ministc» rinnt Von der “)koilchiidigkcit befreit, noch einmal einc Vm*liinqcrnnq dcs Aiwnalynszustandkö zii Verlangen, in Welchem sich bis icht dais ganze Land noch befindet.
T ii 1“ il [* 1.
Paris, *.). April. kDie Regierung hat folgend? tclcgmphischc Dcpc'schc erhalten: Der Baron von Bonrqucncv sibrcibt ans Kon- stantinopel Vom “.I-1. Miirz dcm Minister der aiiswärtigcn Anac- li'gcnbcitc'n, das; der Rciö Efrndi, Olifant Pascha, in die Hände "dcr [*i'idrn risicn Dolmetscher dcr Gesandicn Frankreich und Englands !lakl)st1*ht'lldk offiziilic Note vom 21. März nirdrrgcikgt (iat: “„So. Hoheit der Sultan "l)i'gt dcn ntiWidcrr1|flichkit Entschluß, dic freund.- sclmftlichcn Beziehung?" aufrecht zu i'i'lmltc'n und die' Bande Voilstän» diger Sympathie immer enger zu knüpfen, Miche ili" niit den 1551"on mächtc'n vereinigen. Die hohe Pforte verpflichtet siti), diirch wirk- saini' Mittel zu Verhindern, daß in anunft i'in Cliiist, wrim i'i' dkit Islam wiibcr obskhwiii'i, hingi'i'ichtct werde,“ ,
dereinigtc Stanton von LWrd-Tlmcriiia.
() Ikety-Yorl', [R.März. Ich komme iioch cinmal auf den Entwurf 311 cinem 111'111'11 Tarifs ziiriiik. Dao Comité dm' Mittel und Wege scheint sich in scinkr Arbeit [)aiiptsäihlith zum Ziels qcse'iit Zit haben, dcn Tarif zu Vcl'i'illfükht'n dini!) bedeutende Vermindérunä di'l' Unik!"Abil)ktlltltgkll, dic dcr chi ("*sichcndc fiir jcdc .i'i'aiiqviii von Waaicn enthiilt. Man bemerkt in dcr That, das; fast alle Artikel, die sich diirih die Art ihrer „Zusaininmtscßung odcr diirch ihi'c Bestim- nning' gleichen, einem und dklnskil'i'il Zollc unterworfen Werden, statt das; sie bisher Versihicdcnc „;;öllc zu zahlen hatten. Der Gedanke? ist unbestreitbar cin glücklicher, dcnn die' Schwierigkeit, auf die man jclöi si-iisxt, Wenn man die vrrßbirdmwn Einfuhr-Ariikel in die' Ii'aie-qoriciin kiill'i'ihi'n will, wo ihnen ihr Pini; diirch das (Bisky mii“ höibsi mM"- st1111111k angedeutet Werden konnte, veranlaßt cndloscFiwrifcl imd Streitiq * kciii'ii zwijchcn danollbcamtrii nnd di'U Eiilfiihl'll'il solcher Waarcii. [im aber ßiescnchankcn zu V1'1"1Vil'k[iii)l*11, miisitc cin anderm“ nickitmiiidm“ gliicklichcr dafiir ausgcopscrt werdcn, durch die Absihaffuit-i in da"" nicistcn Fällen der durch den Tarif von [&i-12 fcsigcschtcn spezifischen Zölle und Wicdcrl)i'i'ste'limig di'ö Systems der ';),iiiic „1-1 xz-iaxm-m, das 11011) mehr als die Vielfältigkeit dcrzkaicgoriecn zii zaliii'c-iihcit Siii'i- tigki'itxii Anlaß gii'bt. Um jedoch den Tarif Entwurf, von welchem nur bis jetzt nur dii'éiiffe'i'n haben, in allen seinen Cinxiliiw'itcn mid ciwaigcn Folgcn iviii'digkit zu können, mns; dic Veröffentlichung des die Vill bcgleitondrn Vci'ichis abcharici ivcrdcn.
Ich habe be'reiio bemerkt, das; dic.1)ofsnnng auf daGDUi'iligchcn di'k? Entwurfs anch im Scimic, ivo ci" anfänglich auf ernstlichcu Widci'stand stoßen zn miisscn schien, gestirgcn ist. *Der Vesnii), den Herr Clay im Süden 1111111719, nnd die Stinmmng- Welche er dort in Bkti'kff des bestehenden Tarifs wahrznnrhnirn („Liclcgcnhkit hatta, scheinen seine Ansichten dariiber bi'dt'nicnd modifizirt zu haben. Man vci'jichIt als fast gewiß, das; mit ihm fast alle Wl)ig;Scimtoii*n mio dcm- Giidcu fiir dkn neuen Entwurf stimmen wcrden. Hiri“ Clay schc1111 zu dicser Mcinungo Aenderung auch durch Riicksiihti'n aiifscini Iraiididatur zur Präsidentschaft veranlaßt worden zu sein. Denn da ci“ in den nördlichen Staaten iclbst unter den Whigs Vilic(§5kqj11*k hai, itcimentlich alle Abolitionisicn, o ist es fiir ihn eine absolute Nothwcndiq- keit geworden, sich wenigstens die Stimmen der südlichen Staaten „*in sichern; dico könnte er aber mir dadurch, das; m' fiir eincn libcralcrcn Tarif stimmt, den die südlichen vorzugsweise ackerbauendcn Staaten bi'k'anntlich st; oft und so cncrgisrh stets vm'langt haben, und der in der That fiir sic mußwahrc chcnöfcage ist, (Sieht so der neue Tarif mit Hiilfe dcr Whig-Sriiaioren dc? Südens durch, so hat .Wir Clay andererseits auch gcxkriindßte Hoffnung, wegen seiner bekannten Ansichirn iibcr dic _Sklavrn rage ,“" den südlichen Staaten Nord-Karolina, (Heorgicn, Loui- 1iana und Virginicn die Mehrheit bei dcr * räsidcntcnwahl zu er- haltin. Unter diesen Umständen werden die ZLibolitionisten unter den Whigs der Staaten des Nordens eine sehr wichtige Stellung bei dieser Wahl einnehmen, da von ihrer Haltun vorZuqsweise es ab- hangeii wird, ob die Kandidatur des Herrn lay einin Erfolq hat oper nicht; Herr van Buren, dcr ohnedies in seiner eigenen Partei nicht weiiigeßchncr zählt, könnte so noch immer an HerriiClay cinen gcfahrlrchcn Mitbewerber erhalten, *
(j a i t i.
- “.*.- Paris, 9. April. Aus den mit dem franzö schen Schiffe ,Amadea“ angekommenen Nachrichten aus York an rince (Haiti) vom 2, März geht hervor, daß die gesiern erwähnten Unordnnngen zu St. Marc sehr ernstlich geworden waren. Diese Stadt War in den drei Tagen des “.?-“x., 213. und 27. Februar von der in offener Empörung begriffenen Armee gänzlich geplündert worden, Weshalb kin großer Theil der Einwohner sich nach Port au Prince geflüchtet )atte.
Qandcls- und Börsen-Uachrichten.
Berlin, 1:1.April. Wie unsere Börse in der Regel Momente erlebt, diirch wrlii)c dem Gcschäst cine vcrändertc Richtung gegeben wird, so können wir anch dic unterm 11ten d. M. von St. Erccllenz dcin Herm Finan - Minister eilasscne Bekanntmachung, in Betreff der Eiscnbahu-Projckte, dab n rcclincn, indem solche als ein wirksames Mittel betrachtet werden kann, den gesiindcn Zustand unserer Börse aufrccht zu ci'halten. Die Aufmerksamkeit (111! neue Projekte wiid gischwächt, desto nichr wird sie den konzcsßonirien mid bci'citö im Bau begriffenen Eiscnbalmen ziigcwnndt, und wer möchte ,in dcrrn Föi'dciiing wol)! icin heilsmncrrsMittcl in Vorschlag bringen können, als Geld nnd Alibcitskräitckonzcntiirt zu balken. Es stclit keinesweges zu erwarten, das; die Bauten dringend i1o1hivkndigcr und fiir das Gedeihen der Haupé- bahnru wishligcr chigbaiincn, ganz untriblribcn, odi'r einige bereits weit vorgrschrittcnc und unter „Zustimmung unserer hohen Staats-Negierung ins Leben gctrctcnrn Projekte“ fiir Hauptlmhnen, aufgrschobcn werden sollen, so- viel abcr darf man mit allcr (iicwisihcit annehmen, daß nicht leicht wieder fiir ein Und dasselbe Projekt bei vier oder noch mehr (Jesellschaften, von denen man nicht "iris, ivc1chc von ihnen die Bcsngnis; hat, Actien-Zeicb“ nungen cntgcgcngrnoimncii Weiden können, wodurch die Theilnehmer nicht allein in den Fall lommcn, Opfer zu bringen, sondern Verpstichtungen rin- zugeben , Wclcbc sic bci eintretenden ungünstigen Ereignissen mcht
zu erfiillen im Stand? sind. -- Wir diirfen nicht in Abrede siliilit, imd Wirdkli'oik", was wir schon hiiufig gesagt, daß die sichtbar weise Vorsicht, womit die Eisenbahn-Uuter- itchmitngcn in iinscrcm Staate gclcitct iversdcn, auch dazu wie! [*i'iil'agM wird, dir Solidität bei den Bethciligungen aufrecht zu er- halten, Und da, ivo iolchc ctwa anf ungcbiihrlichc Weise willkürlich sshaud“ lmbt wurdcn sind, sic in die Schranken ch Rechts znriicfzufiilircn. _Wir mtissen ('I Willkür "Muc", Wenn ein sich organisirtes Comité- eincr (Tisen- bai)"“UUichiMUlug Zilk Bcilicilignna durcb Aclicn-Zcichmmgcn auffordxrt, dabei dem Publiknm iincn sicicn Anilicil an die ziim Bau erforderliche Summe iibi'kläßt, wiihrend dcrscibcn Zeit aber das m'spi'iingliche Kapiial dnrch aiidcrivciiigc __?Zugcständniisc so verringert, das; den srciW1Uigcu The_ii- nchincin Wenig odcr 11111116 gewährt werden kann. _- Dcrariige Mißgnffe können und Weiden nicht geduldet Werden.
Wir gehen ji'xxt Zit den Folgen, Welche der oben erwähnte Hobx Erlaß aiif unseri" Börse ausgeübt hat, über lind bcmcrtcu zunächst als höchst ck- fki'lllich, dase fiir alles, was neue Projekte hieß, und wozu man fich noch vor kurzer „Zcit drängte, plößlici) die Lust znr Vcthciligung nachgelaffcnhat, cbm so auf Zeichnungen, Worauf bereits Provisionen angenommen worden, solibc dcn Betliciligicn zurückgegeben worden sind. Angesehene Bauquicr- Häuser hicrsclbst hatten es siiihcr bereits vorgezogen, bei Zeichnungcn aus- bcdiingcnc Provisionen gar nicht anxnnehmcn. Fiir Unsere Vörseu-Speku- [anten blieb die Mciimng voxlwrrschcnd, das;, je wcniger dem Publikum Gclcgcnhcit wiid, ihre Ravitalicn iicuen Untcmchmniicn zuxuwcnden, dcsw sichcrer wiirden sie bei der iris! vorherrschenden *keignnq fm alle Eisenbahn-Uiitcrnchmnngcn solche in den bereits konzeisionitten Vai)- ncii anlegen, iind bcsondcis in solchen, dcren Quiitungsbogen zur Zeit noch den niedrigsten Cours haben. Aus dicser Veranlassung Warm "dic Ankäufe in RÖlU-Piilldknck schi“ beträchtlich, und deren Cours stieg von111?,biö 11:4 %, ivoin heute viel umgeirst wurdc“, einige(IcWinn-Reali- siiiingen [)*-111111th indcse den weitrrrnAufschwung, und es blieb iibcr 112F% nicht zu bedingen. Dic game Woche iibcr war daökörschijst in allen iibri- gcit Qnittiiiigödogcn niclit l'l'dkllti'tld mid rrsi in den loste" Tagen gewann dasiclbc wicdi'r an Ncbciirigtcit, Niederschlesisck)Märkische, die in voiigir Woche bis121% bezahlt ivurdcn, konnten silb niclit bcbanplen, son- dern gingen alimälig ziiriikk iind blieben heim" mir 120% Grid.
Vetiin-Hamburgci" iiabcn sui) von der iciitcn Reaction krhoit nnd ["j'kl'isiM'U hcun' wicdcr dcn Cours von 118 % ohne sondrriiih bi'deu- triidrs Weschiist,
Zn Saga n- kijlog «1 ner bicibt dns Gcschéift bcschänkk und bei“ Cours siiinmnkcnd zwischen 11T; ;. 112%, brittc schloss" fir 112,3 Brief,
“Jin Dki'ödcii.iiiiii'1iiicr lviirdin zu sia'igcndcu Conrscii selir brdeu- tcndr Posten gmnaiht Und solche i'i'icichtrn diirch aiihaiti'ndc Kauflust dcn Cours von 118 %, wozu in'iitc fiir Posten (Hild blieb.
Sii (bsiskbo Vaycri sclxc konnten siiii in Folge der matten Haltung in Leipzig und dci“ dasilbst ("idigt'ist'il'tlt'll Rkaction nicbt behaupten, und Waren vento iibcr 1118 “„ niclit ("11131kl'l'ingl'lt, wozu ami; Einiqcs nmqing.
Ju “.'liilialtci' Acticu trat bciin Brginn dcr Woché cine Fimiheit cin, wokiiicl» die' seitherigc 511111111117 selir gclicmmt tmnde', in Folge dessen ging dercn Conn1 bis 155"; % zuriick, crhoitc sich abcr sehr bald Wieder, und schloß [)!“ltik, nachdem 311 15077,“xe % nichrrrcs vcrkaust wurde, 157 % (Field. »"
Bcr]illEFj'aUkslkkkkk konnicn sich nicht lichanßtcn, imd gin cn von 153€ bis 152% ziiriici; die' Hatlpt Veranlassung dicses Riickgangrs 11? offen- bar dic gigen voriges Jahr vri'öffctitliiiiti' geringere Einnahme", und wir diirch wohl mit Nciiit dic ;iiilmbi'r dir '.)lcticn dai'aiif aufmerksam machen, das: so nmiiilir Mojivr obiwaltin, niclckic dim Aciionair keine so giinstigen :)kcsiiltatc fiir das laufende Jahr versprochen, als ihnen durch dr1114monat- !ii'lii'n Wctkicb zit Tlieil gewinde" sind. “Dcr mw vorliegende Jahresbericht diirstc unsere Ansichten iciiitscitigt'n, imd witch wir nicht Vi'ischicn, darauf nach der am „!.-“xtc" d, M, sxattsiiidciidcii (iii'ncial-Versammlung zuriickzu- kommen.
Obersckiicsiichc Eisrnbahn-Acticn 1,1". ]L. blieben nicht be- licbt imd siiiiosscu licntc mir 1107, Vriif iind (551-111, '
O hersch1csischi 1,111. ,1. sind zuiveilcn schr knapp an der Börse daher cingclicndc .iiaiif-Oikicö oft schwer zu cffcitniicn find, dachcn urn.“ gekehrt, mich ohne dcn Coins 1111111 ;11 driiikcn; Vrrkänfc bewiikt wcrden wum". Echoiiiö dicsciActicn blicbl*ciitc125Y% Geld, 126% Brief.
Vcrlin-Stcttincr Action Wkldkil immer schwächer im Course wozu baiiptsäiinick) ric siiilicic Licblmbcici dafiir nnd die ansehnlichen An: täiifc darin, Weiche Wicker rralisiit ivcidcn sollen, Vcranlaffun geben mö- gen. Naiiidlm im Laiisc dii'ici Woclvr täglicki Viikäufcr mi traten, ging der Coms von 1:55; aiif 1.12% znriii'k, nnd wurdc heute Einiges sogar ;. [“X“-é, bcgrbcit. _
M «1 gdcb it 1" g -- Lcivzigcr oline soiidci'lich (Liesclxiift, wurden in klei- nen Yostm :. 19.4 ;. 111le % Vl'kkallsi.
Lkncii Leipzig-T [“köknks, wi'lchr im Lansc dcr voi'igrn Woche selbst „1 112% Uichi zit placircn Waren, War heute mehr Vrgchr und wurde cini- ch „1 11le %, gi'di'ci'c Posicn aber „1 11-1 % bezahlt.
?)ibcinisckic Eiscnbahn-“Ilcticn blieben bei nicht geringen Um- säycn zwischen V“.", :. 9!) %, iibloffcn licntc abcr 89), Brief.
Düsseldorf- Elbci selber sind ctivas flaucr gcwordci! und „195% fortwälsrcnd Abgibcr geblieben.
„Von Oesterreichische" Ciscnbahn-Acticn wurde in Wien- (531o„ gnijzci zit bcffcrcit Coiiiscn viel umgescvt nnd Riegen solche bis 119%, Welcher Cours hcntc zu machen blieb. Mailänder blieben auf Zeit mit Prämie selir gcsucht, erlitten indes; per Caffa kciuc sonderlich: Ver- änderung und schlossen heute 1117: (Bild. » Nordbahn 158?2 % Brief und (Held. -- Livorno schlossen heute 105; anfangs bezahlt, Ende über 10.1); nick" zu machen. -
Vedrntrndr “.)kaclismgc fand in diescr Woche nach Kicl-Alionaer Eiscnbahn-Aciicn, woiin seit einiger Zeit viel gemacht worden, smn; solche wurden noch vor kurzem ;. 115 verkauft und sind in Folge eines bedeutenden Aufschwungs in Hamburg hier bis 12"% gestiegen., wozu heute nur Käufer ohne IllTYebi-r blieben.
Au in Vrieg-Nci sser Quittungsbogen ging beute a110% Mch- rcrcs um, und Waren solche zu diesem Cours niéht mehr zu haben.
Für Bcrgisch-Märkischr blieben die Iöoche über a 114% Ver-
;äufer, heute war mehr Frage darnach, und mcm konnte nichi mehr so an- ommen,