1844 / 127 p. 2 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

11 en in den Si un en vom 15. bis 20, Januar 1844. ZKYZF-ngeinemn Interes7e nd folgende Abschxntte: „,DenkAn- „eigen wegen Verwendung der „Etats - Positionen, fur Land- wirthschafts- und Gewetbs-Unter uvungen, fur Seide,1_tzucht,-fur Beförderung des Bohrens artrsls er Brunzten, dann fur Bezirks- Wezbaaten, ertheilen Wir Unxre Genebwigung imd wollen, was inbesondere die [chterwähnte , tats-Positwn betrifft, daß der aus den Vorjahren hiervon zur Zett noch asservzrte Betrag von 117? J]. 38 Kr. nach dem Wunsche des Landraths tm Laufe des, gegenwart;-

en Jahres unfehlbar zur Verwendun komme, soferwmcht besondere Lindern!“ e dagegen vorwalten. -- n gleicher Werse genehmigen Wir, da die Position der Leinwand-Fabrication und Beförderung des Flachsbaues, dem in dem besonderen Protokolle des Landraths niedergelegten Wunsche gemäß, zu Retse-Stipendien für solche Indi- viduen verwendet werde, welche in Belgien und Holland iiber zweck- mäßi eFlachs-und Linnenbehandlung sich zu unterrichten beabsichti en. _- Wie Fehr Uns die baldige Herstellung von Eisenbahnen nach den * aupt- richtungen des Handelözugcs und des Verkehrs m Unserem Königreiche am Herzen lie e, geht aus den von Um) dcsfalls getroffenen und be- reits der Aus ührung unterliegenden Anordnungen hervor. Es wird diesem wichtigen Gegenstande auch künftig Unsere besondere Aufmerk- samkeit zugewendet bleiben. _ Die Einrachtyng einer Daznpfschlcpp- schiffsahrt aus der Donau haben Wir vor, m jeder thunlrchcn Weise fördern zu lassen. - Bezüglich verschiedener von de_m Laandrathe bc- riihrter Zoll-Verhältnisse sind Unterhandlungen bereits emgeleitc-t. -- Zur Abstellung unerlaubten Hausirhandels sind voii Unserer Rxgterung der Oberpfalz und von Regensburg bereits die geeigneten Verfügungen erlassen worden.“

© München, 2. Mai. GesternAbends ist die Ruhe unserer Stadt leider in bedauerlichcr Weise gestört wvrden. Da iibewdcn Vorgang selbst hier seit diesem Morgen eine Menge irrthiimlicher Behauptungen in Umlauf gekommen sind, so mag wohl nichtnlm: zweckdienlich sein, der weiteren Verbreitung iibertrctbender. Gcruchtc durch einfache Darlegung dcs Thatbestandes entgegenzuwirken. In Folge des mit dem gestrigen Ta e eingetretenen, uw zwei Pfennige fiir die Maß höheren Preises fgiir das Sommerbter hat sich eine Masse von Arbeitern und überhaupt von Individuen aus den unter- en Klasen der Bevölkerung gestern Abends zusammengcrottet, um thren Unmuth durch Fenstereinwcrfen bei einzelnen größeren quuc- reien auszulassen. Mit jeder Minute vergrößerten sich die Ullkllhlgln Haufen, und fo mußte endlich die Militairmacht aufgeboten werden, um den bereits verübten Exzesse" ein Ende zu nmchen und gxößxrrit Gewalttbätigkeiten noch in Zeiten vorzubeugen. Daß es bel. dieser Gelegenheit nicht ganz ohne Verletzungen abging, die zum Thetl auch wohl Unschuldige trafen, war natürlich nicht zu vermeiden. Schon bald nach zehn Uhr war übrigens die Ruhe in allen Straßen Wieder hergestellt und es konnten die Truppen bis auf eine geringe Mann- schaft an Kavallerie in die Kasernen zurückkehren. Vor einer Erneue- rung dieser Exzesse sind wir wohl sicher.

Holstein. Altona, 4. Mai. (A. M.) In den Adreß- Comtoir-Nachrichten liest man den von dem Dirigenten und dem Secretair des Vorstandes unseres Gustav-Adolph-Vereins ab- gefiaiteten Bericht über die förmliche Konstituirung und die nunmehr angenommenen Statuten desselben. In der zweiten General-Yer- sawmlun , die am 24. April gehalten'wurde, fqndcn sich ;1133 emep Jahres- ericht leistende und folßlich-stimmberxchttgie Mitglieder; die qczeichncten Bkiträ e, mit In rgrtff dcr cmmalrgen, ergaben dre Summe von 629 ark 7 Schilling.

Nachdem die zur Untersuehung der in Zschoe am 16. Septem- ber v. 3. vorgefalienen Unordnu-ern niedergeseßte kombinirte Kom- mission das auf enommene Verh'r eschkossen, haben Se. Majestät der König befoh en, daß ein Ober- riegsgcricht niedrrgcseht werde, um über die Sache zu entscheiden, insofern sie Militair-Personen

betrifft. Russland und Polen.

St. Peteerurg, 30. April. Vorgestern hatte der bisherige fran ösische Geschäftsträger, Baron d'André, die Ehre, vom Kaiser empéangen zu werden, um sich bei Sr. Mai. zu beurlauben. Darauf wurde der Nachfolger desselben, Graf von Rayneval, als neu ernann- ter Geschäftsträgcr, dem Kaiser vorgestelit,

Frankreich.

Pairs-Kammer. Sitzung vom 29. April. Die Rede des Herrn Pas s y zu Gunsten des Gcsetz-Cntwurfs über den Se- kundär-Uuterricht zerfiel in zwei Theile. Zm ersteren suchte er nach- zuweisen, wie mißlich es überall um dcholks-Unterricht sichert würde, wenn der Staat nicht dazwischen trete, indem er namentlich hervor- bob, daß selbst in den Ländern, wo sogenannte Unterrichtssreiheit be- xte-hel, stier Staat sich die Sorge fiir den Unterricht sehr angelegcn km a e.

dcntigen Tand ihr Geld ausgeben und Gaunern nnd Gerümplcrn in die Hände spielen. Und doch leisten diese Narren den bedeutend- ßen Vorschub der Kunst, nicht der großen, fiirßlichen Kunst, sondern der Kleinen, bürgétlichen Kunst, die wir jeden Augenblick im Leben antreffen. Große Bauwerke, große Fresken, gtoße Bilder, große Statuen, kurz die au eKunst der Paläste, Schlösser, Kirchen, Galeriecn uud öffemliche läge s . 1| ache der Kaim, Könige und Millionäre, und Alles, was in diesen ä em geschaffen wird, könncn Privatlcme blos chrfurchtövoll ohne alle o nung auf Befis bewundern. Aber es giebt andere Kunstzweigc und Muster, die, wenn sie auch weniger Raumentwicklung brauchen und nicht so viel Aussehen ma en, doch ihre Vorzüge und Schönheiten haben; ein kleines Kabinetsßüä st oft so viel wetth, als ein un cbeueres Galeriebild, und in einem ciselirtrnSchwertgtiff dcs Bcnvenuto Ce ini steckt mehr Pocfie, als in einer kolossalen Reiterßatnc des Bernini. Eben den Antiquarium- ammlem vexdaykm wir, daß aus dem Nachlasse, welchen die Jahrhunderte, m den gähnenden Schlund der Ewigkeit ßürzend, auf kommende eiten vererben, das Meiste und Beste erhalten wird. Der Geschichts chtei- bec, vorzugsweise mit Schlachten, Friedensschliissen, Staats-Actionen ,und drei oder vier großen Männern beschäftigt, welche zu ihrer Zeit die Schaubühne einnahmen, iiberßyeht die Sitten, Gebräuche und Werke!- tags-Verbältnisse hin cschwundener enerationcn, und man kann alle Folian- ten vyu vom bis hnten durchlesen, ohne zu wissen. wie die Leute, wovon darin die Rede isi, sich kleideten, welcbe Gestalt ihre Helme hatten, wie ihre Jamberge _beschafm waren, in welchen Bettsiellen sie s liesen, ans wel cn olalev ße nan en, in welchen chen cke ihre Ade s- oder Liebesbr ese "W nm und an welchen Uhren : ua der Stunde ihrer Rendezvous jdn. nelle when. . Hie Aniiquitäten-Sammlungen verhelfen uns zu der ““ WWK": Kunde uber allekdiese Din :, und es isi ein großes Glück Yk “"lkUäj-Iaß es einen närrischen A tert ämter hervorgebracht, der die ck . Uk, Uu „tit aus den alles ver ümmelnden und vemiißenden b " ?" Nxxolvt oqakerettetbat weil er von Zu end auf von jener Liebe ' " "U- "'H-„R __elais an rsend einc,- Ste „alte Gnümpel-Liebe“ “km;?" N:“ “*""ZW'UÉ) nennt. Mit uumnüdll-Ößer Geduld, bekan- - - "“ U » kek SotJsou kauft: und sammel!- er über v erzilg DRB _on» Klo perele'n ly denen sich d e

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„Sehen Sie nur“, sagte der chncr, „wix es in Frankreich mit dem Elementar-Unterticht gegangen iß. Es half nichts, daß dieser Unterricht den arbeitenden Klassen unerlässlich ist, er fehlte keffcnungmchtet in den meisten Gemeinden, und der Staat mußte einxchrciten und ein Geses ge- ben, welches die Gemeinden zwang, Schulen zu eröffnen und Lehrer zu be- solden, und sein Sie überzeugt, wcnn dicses Gescv aufgehoben würde, so würden bald eine Men : Gemeinden ihre Lchrer verabschieden, und mehr als ein Munizipal-Con cil wiirde erklären, daß der Elementar-Unterricht nicht so viel wert!) sci, als er koste. Ganz cbm so würde es um den Sc- kundär-Unterricht stehen. Was thatcn die Gemeindcn in Belgien, als das Dckret von 1830 erschien? Die einen schicktcn einen Theil der Lchrcr von den Collé-ges fort, die anderen entließcn sic sämmtlick), indem fie eksläaten, daß der Unterricht ihncn xu vicl koste, und daß sie kcinc ?lusgabcn mehr dafür machen wollten. Wollte man gewiffcn Rcrncrn glauben, die in die- ser chatte das Wort genommen hach, so wäre der Unterricht in den Vcrcinigten Staaten, in Belgien und in England ganz seinen eigenen „Kräften Überlaffcn und stände mit dem Staat in gar keiner Verbin- dung. Was England bctriffc, so hat dcr Minister des öffentlichen 1111tcr1ichtö schongcamwortct. (Herr Villemain hatte nämlich in diescr Hinsicht gesagt: Es istunrichtig, zu behaupten, das; in England dic (Bristlichkcit ausschließlich den Unterricht in Händen habe. England hat fiinf Universitäten, die nicht bloss durch ihren eigenen Willen besehen, sondern durch Königl. Freibricfe begriindet find, auch dir Collé-gcz bcstchcn nur kraft solcher Frclbricsc. Dic Privatlehrer diirfen in England nnr dannUntcrricdt geben, Wenn fie gcwiffc Bcdingungm crsiillcn, nnd fich dmc!) gewiffe Diplome lcgiiimircn. Es ist also unrichtig, zu behaupten, das; in England, Welches allerdings große Unterrichtssreihcit genießt, die Geistlichkeit dcn Untmicht allrin und ganz unabhängig ausiibc, dcnn dicse Friihcit ist duni) Bedingun- gen beschränkt, dexmittelß dcrcn dic Ndniglichc Autorität sick) gcl- trnd macht. Wenn auch jene Freibricfc in sehr fcrnc Zeiten hinaufrcichcn, und nicht mehr in ilvrcr ganzen friiheren Integrität in Kraft sind, da die neuen Sitten darin Modificationcn hckbcifithkcn mußtcn, so bcstchtdocbim- mer das Recht der Krone und kann nicht vrrkannt wcrden.) Zn Bclgicu (fuhr Hrn Passo fort) besteht Intrrvcntion von Seiten drs Staates; es ist ein großer Irrikmm, das Gcgcnthcil zn bclxauvtcn. Im Jahre 18.21 sah ein großer Thcil dcr öffentlichcn Untcrrichto**.)lnsialtcn, nnt_vdlltgcm Un- tergange bedroht, sich gcnöthigt, dic Hülse dcö Staats- iu Amprnch Jungh- men", 11 Anstaltcn crhicltcn damals Unterstiiyungcn, ]patcr Mllsisk mandws System noch auf andrrc ausdehnen, und cht empfangen 2.“- von 74 jahr- lich sehr bcträchtlichc Bcihülfc. Zu diesen 25 Anstalten abcr befindet ."ch fast die Hälfte von der (Hcsammtzahl dcr jungcn Leute, die den Sc- knndär-Unterricht genicsrcn. Nun giebt aber der Staat in Bei- gicn eben so wcnig wic sonstwo jcin (Held der, ohne die Ver- wendung zn überkvacben; er steht mit den von ihm unterstützten Anstaltcn in nnmittclbarcn Bezirhnnqen, nimmt skcnntnis; von ihren organischcn „*m- stitutcn und genehmigt dieselben, er hat das Znspcctionsrccht, und ich trage fcin Bedenken, zu behaupten, daß, wcnn der Unterricht in Bclgicn lcbcndig und tüchtig geblieben ist, cr dics dcm fortwährcndcn Einfluß und dcii Un.- tcrsfiigungcn des Staats zu vcrdankrn hat. Nur die vd" dcr (*chstltchkcrt gelritetcn Anstalten find der Einwirkung und dex Al'lOkität dc-s Staats ent- zogen, und Wenn in diesen dic Studien nicht gänzlich in Verfall smd, so ghmbc ick), daß es dcr Wettkifcr der vom Staat untcrstiißtcn Coll-Lgcö i1t, dcrtlzncn diesen Dienst leistet und die völlige Entartung und Entkräftnn dcs 11ntcrrzchtö hindert, Ucberhaupt aber darf man dcn anscheincndcn Ergebnisécn der belgi|chen Erfahrung keine zu große Wichtigkeit bcilcgcn. Diese Erfahrung ist noch nicht sehr alt, man muß noch eine Rcibe von Jahren abwarten, ehe man wissen kann, ob das, was in Belgien UnterrichtSfrcihcit heißt., dem Lande niißlichc Früchte n bringen gcriznct ist. In dieser Hinsicht smd dic Moi- mmgen schon vn?chicdcn; die einen halten dicStudien dort für gut, andere glauben, daß fie gesunken sind. Ich für mein Theil, wenn ich nach dem offiziellen Bericht des Herrn Nothomb, Ministers des Innern, urthcilen sou, möchte schließen, daß die Studien in Belgien auf keiner sehr großen Höhe siche", und keineswegeö mit denen zu vergleichen smd, welchc an den Kimi lichen CoU-Lges in Frankreich stattfinden. Man hat Ihnen auch von den 8Vereinigten Staaten gesprochen, und gesagt, der Unterricht sci dort ganz frei, cs mische sich Niemand hinein; auch das ist ein bc- dcutcnder erthmn, dcnn es giebt kein Land in der Welt, wo die öffentlicke Gewalt für den Fortschritt des Unterrichts so große Opfer bringt. Zu den meisten Staaten gltvähkk" die Ortslcgisiaturcn bedeutende Sub- ventioncn und behalten fich, in Fokgc ihrer Bewilligungen, das Recht dcr Staatöaufficht und Leitung vor“. So giebt es in Maine, in “„New-Hampshire", in Konnektikut Smats-Kommissioneu, wclche gehalten find, in allen untcr- siiißten llntckrichts-Ansta!tcn, dcrcn Zahl bci tvcitcm die größte ist, monat- lich zwci Znspectioncn vorzunehmen. Die Opfer der verschiedenen Staatcn sind so beträchtlich, das; cincr dcrsclbcn jährlich bis 800,000 Fr, bewilligt, obgleich seine Bevölkerung nicht iiber eine Million beträgt.“

Jm zWeitcn Theil seiner Rede sprach sich Herr Passy gcgen jedes Monopol aus, möchte es von der Unchrsität oder vom Klerus in Anspruch genommen werden. Zu den jcyigen Verhältnissen der Universität zum allgemeinen Unterrichtswesen Wollte er ein solches Monopol nicht finden, er ging iiberhaupt iiber die Universitätssrage kurz himvcg, nm desto länger bei den Ansprüchen der GkistlichkUt, namentlich mit Hinsicht auf die religiösen Orden, besonders den Zc- suitcn-Ordcn, zu vchcilcn. Ueber den Inhalt dieses Theils seiner Rede ist schon berichtet. Als eine Probe Von der Art und Wcisc, wie die Jesuiten beim Geschichts-Untcrricht zu Werke gingen, fiihrte er ein unter der Restauration erschicncnes historisch Lchrbnch an, in welchem Napoleon als Marquis Bonaparte und Gcncral-Statthaltcr Ludwig's )(d'lll. bezeichnet sei. Auch wies er darauf hin, das; gc- rade aus den Jesuitcn-Schulen die Männer hervorgegangen seien,

gleichen rnittclalterlichcn Plunder aufznsiöbcrn und sich anzueiglzen; als ob es ein so schlechter Beruf wäre, die kostbaren und charakteristtsckycn ltcbcr- klscibsel, Welche dic fliehende Zeit am Gestade znrückläßt, sorgsam aufzu- c en. Auf diese Weise entstand eine der rcichhaltigstcn Sammlungen von Kunstivcrken und Gcräthschaftcn aller Art aus den frühesten „Zcitcn ch Mittelalters bis zum sechzehnten Jahrhundert, welche ein liberales Votum der Kammern lücklichcrweisr dcn Trödlcrn und Schachner]! cntriffcn hat. Zu den historich-merkwiirdigcn Stücken dcr Smnmlung gehören: das SchachspielLudwig's des Heiligen von Bergkrvstall und mit Edclstcincn aus- M i, eine Arbeit dcs 1Iktcn Jahrhunderts; dcr grosxe Tafelbcchcr König ??ar ;) U., an! den honctten Durst von dreißig Zcchcrn berechnet; die Spindel ciner ranzöfischen Königin des jäteuJahrhundcrts mit zierlich gc- schniyten weiblichen Figürchen des alten Testaments und der chc'ndc; das Vorlegcmesscr vom *Krdnnngsmahle Karl's yk, kik klcincn ['[U'kkllcll Heili- genbildck, die LukwlgM. immer bei fich ting und so andächtig in dlkNoth anrief; das große Himmelbett Franz 1., mit Mars, Bellona und zwci Rit- tern ald Trag'figuren „aus Eichenholz; dic stählernen Sporen und goldenen Steigbügel, dre dcr ritterliche König in der Schlacht von Pavia trug“, das Spinett von Ebenholz, worauf die Ehrendamcn am Hose der Valois klim- perten; die erste Gabel, die in Frankreich beiGelcgcnhcit eines großen Gast- mahlssam Hofe Hrinrich's ]||. erschien; der Schrank der Maria von Mc- dicis, überrcich mit Schildkköf, Perlmutter und florentinerMosaik ausgelegt; mehrere Pracht-Ekcnwlare der großen venetianischcn Spie cl mit eschnivten Ebenholzmhmen, welche die Medicis mit an den fran öfiychcn Ho? brachten. Dazuiommen in herrlichster Auswahl und seltensier Voll ändigkeit: ungeheuer: Schkßnke von Elfenbxm, Nztßbaum oder Eichrnholz, reich mit Schnivwerk ge- schmuckt und nut Recht„Kabmette“ genannt, daÉe unter ihrem Verschluß vollkom- men so viel haltxn, als “"ck unserer heutigen ohnzimmcr; mächtige Himmel- betten von ghkchcm Umfang mit Karyatiden odcr gewundenen Säulen vcr- ziert und nut dicken und buntfarbi en Stoffen behängt, dercn goldenes, Liberncs nnd seidefncö Gefiimmer chr elegant gegen den harten Ton der olzsknlpturen absicht; schön gearbeitet: und reich aus estattete Tafelfesibikk' Behälter in denen sonst die prächtigen Teller und (Z ü elnwxcx imoufi- "ischt" abri! mit dk" Compo tionen der großen italiens en easier neben "" eleganten “"m"?" Scheu kaunen uud Henke!sefäßm tember und ein- eimiscsxer Goldschmiede verwahrt wum"; Großvaterftüblx mit "**b-"bobx" ck!ehnen; eraltige Koffer zur Einpaaung d : Aussteuer _und von gro- erer oder er ngem Pmcht und Aga tnsiine, e umb dem NUchckUM k“ mut; zah reiche Kettrnhemden, ankemöcb, turmbauben, Helme, Har-

wclchc zu der Revolution von 1789 besonders mitgewirkt und Frank- reich mit Verbrechen aller Art besudclt hätten.

Deputirten-Kammer. Sivnng vom 30. April. Heute wurde die seit einigen Tagen unterbrochene Diskussion des Gescß- Entwurfs über die Gefängniß-Reform fortgeseßt. Der erste Titel des Entwurfs war bereits genehmigt, und man schritt daher zum znwitcn, der die Anwendung der neuen Diöziplin auf die Beschuldig- ten und Angeklagten betrifft. Dieser Theil des Entwurfs Wurde auch von dcn cntschicdensienGegnern dcr einsamen Einsperrung nicht ernst- lich bekämpft, von einigen sogar förmlich angenonnnen, indemsie zuga- ben, daß für diejenigenGefangenen, die in denAugcndcö Gcseßeönoch als unschuldig gcltcn, die “Zsolirnng weniger eine Strafe als eine Wohl- tl)at sci, dasic dazu dicnc, dieselbenvvr verderblicher Beriihrung mit er- wiesencn Uebclthätcrn zu bewahren. Nichtsdcskowenigcr griffen die Herren von Larochcfoucauld : Biancourt, von Laroche-Jacquc- lin und Crcmit'ux das Prinzip drs Ennvurfs von neuem an und fiihrten die Debatte fast auf denselbenPunkt zurück, auf welchxm sie am ersten Tage stand. Der Minister des Innern vcrthctdtgte das System der Regierung und crklärte mit Hinsicht auf die Beschwerden iibcr grausame Hätte der Diöziplin in mchrcrcn der bestehenden Gefang- niffc, das; die strengsten Befehle erthcilt scicu, um in Zukunft dci“.- glcichcn zu verhüten, entschuldigte indes; die vorgekommenen diszipli- narischenHärtcn in dancfängnisst'n, wo das System dcdSchwctgcns Versuchswi'isc ringcfiihrt ist, durch die Unnatiirlichkcit. dtcskr'Strdf- und Bcsscrungs-Mcthodc. Das Resultat der hcuiigen Diskussion bestand zuli'yt blos in der Annahme des crstcn Artikels des zwe'itc'n Titclö, Wonach da, wo ökonomische Griinde die Errichtung besonderer (*Shcfänguiffe fiir die Angeklagtcn beiderlei Geschlechts nicht gestatten, Männer und Frauen in besondcrcn ?lbthcilungcn eines und desselben (Ske'fängnisscö Untergebracht Werden sollen.

Paris, “1. Mai. Der König hat gestern noch nicht, wie das Journal des “Débats angezeigt hatte, die Industrie-Ausstellung in den clysäischcn Feldern besucht; dic fiir den Empfang Sr. Maje- stät crgangencn Bcfchlc wurdcn, nach der heutigen Meldung dcö Consti tntionncl, um “11 Uhr zmiickgcnomnn'n, weil de_r Zntcn dank der Civillistc fich iibcrzcngt hatte, daß dchaai nnd dic Galli,- riccn sich "Nh in zu großer Unordnung befänden,- um von ,den 3395 niglichcn Hcrrschaftcn schon besichtigt werden zu kdnncn, Dic Cron- nung der Audstcllnng, die heute stattfinden sollte,)st daher mzch noch aufgeschoben worden. Der „König und die Königm der Bclgwr, ch cin Gerücht bereits wor IZ Tagen hier angelangt sem ljcsz/ smd bto cht nicht in Paris eingetroffen, (Den englischen Blättern zn,- solgc, hatten Ihre bclgischcn Majestätcn sich am „80. Apirl Morgens erst zu Woolwich nach Ostende cinqcschifft.) Dic „Herzdgm von Kant wird morgen in Begleitung der Föniglichen Jmmltc einen Ausflug nach Fontaincblcau machen. Die öffenxlichmi Lustbarkcitrn, Welche hcutc stattfinden, sind ganz dicsclbcn wie in friiheren Zahrc-n am Namenstage des Iiönigs. Von den Gliickwunschrcdcn, wclche dw I)icpräscntantcn der verschiedenen Körperschaften und Bxhordgn dci dieser Gelegenheit an So. Majestät gchaltcn haben, thmlxn dtc of- fentlichcu Blättcr noch nichts mit. Die Anrede dcs Erzbischofs von Paris hätte fiiglich heute schon im Moniteur stehen kounUZ, da dieselbe gestern Mittag gehalten wurde. Vielleicht wird man dtrsclbc also offiziell gar nicht Veröffentlichen.

nx Paris, 21. Mai. Jch habc Zhncn gestern, leidet" sijU'st falsch berühtct, iiber den Besuch der König!. Familie in dcn Gebau- dc'u dcrIndnstrir-Anssikllimg, zu meinem großen Bcdaucru- MW VZ)!"- eilige Nathricht grgcbcn. Dcr Ftiinig hat dn: Ausstellung ,noch mehr besucht. Thatsache ist nur so viel, das; zwar alle Vorbereitungen zu diesem Besuche getroffen warm, und man daher auch im Publikum die Meinung hkgtr, cr habc wirklich stattgefunden, während allerdings, wie ich höre, erst um Mittag Gegrnbcfchl crthcilt worden war, Die dariibcr von mir gegebenen Notizen hatte ich Nachmittags Von einem sonst glaubwürdigen Manne erhalten; erst Abends nach Ab:- qang der Post e*rsnhr nl) dic Wahrhrit. Ich bin auf diese We'isc in cinen unfrciwilligcu Jrrthum vrrfallcn, den ich mich bceilc, hicr wieder gut zu machen,

Der heutige Nmncnstag des Königs ist vom schönsten Maiwcttcr begiinstigt. Vom friihen Morgen begann die wogcndc Menge nach den clyscisthcn Feldern zu Wandeln, Wo die gewöhnlichen Volks- Vi'lustignngcn stattfinden. Dcr Munizipal-Ratl) von Paris votirt jährlich zum Namcnotagc dcs Königs eine Summe Von 100,01_)()Jr., wvvon 520,04") Jr. bcstimmt sind, den armen Familien der 12 Stadt- vicrtcl Nahrungömittcl zu Verabreichrn. In allen Civil: und Mili- taii“Straf-Anstaltcn finden am heutigen Tage eine Menge Beg11adi--- gungen statt. Der respektive Direktor des Gefängnisses schlägt dcm Minister der Justiz und dem Kriegs-Minister diejenigen Sträslizzgk Vor, 1vclchc im Laufe dcs Jahres der KöniglichenMildc sich am will'- digstcn geza'igt haben. Die beiden Minister legen diese Liste da""

nische, Handschnhc, Hiiftgcl)ä11gc, Schulten, Arma, Scl)cnkcl--, -§7"““*"1ds0"“

stix c Rii un östlicfc die so lange die alten Ritter schuytcn101,17ÜU'U'ULZUYJM ihrxcr Tagfcrkgcit Worin, bis die heillosc Mixtur, Ausgeburt drs Zufalls, "Ud esch miisxigcn Münchs, die Kraft diescr Todesschnßwchrcn brach; “"dl'ch cme MMI“ Nclicss von Marmor und Elfenbein, Tabernackcl mit [Fk'*'*';'„tc"lH,"[3sklllpiztrc-i, Ncliqnicnschreinc von dctsiiscdcnstcm Muster uiid 911th F UTZ? b,![dcké kachci- dcckcl mit Schnißwcrk, Diptychcn, Triptychcn, ['MNÜZ'schc Q.mmls, NUERN- böl)mischc Gläser, vaßallc, Bronzen, Lk"ch'"- “FWW“, Urnrn, EMP“- Schwcrtcr, Dolche, Teller, Löffel, Mes“- Pokale, ugrlcascn, Salzsaffcr,

, „€ Art. Phaniaste und Erinnerung leihen kleiner und grosacr Qausrath aller Zauber und machen fie "UMW-

allen diesen Gcgensiändcn cinen cixcnxn _ , , ' biwrtschcn Werthe, noch durch Rcacbthum bar, xnmal dn ste, anßcr tl)rcn! , 'I! und ansgcsuchtcn Flkkß der Behand-

' «. “x 't d'r “For" _, YZJNMZYJWUFYJQWKUFst*und Handwerk lagen fruher nicht so weit

. . d'c („;)csml-t eines Möbelstück); cines Handgerätlw s;??b“::;Üx'xxker"§2„:Z**x„.«x HF.,Wr-xw E:smam-u D «vn- detstcn und gcjjhteskcn Hände vexschum!) en “7. m ) , .cn titivxirf zu cl'likmelsch'c oder zu cinem Schranke z" ILMW," beruhmxe Btldhau-er yteltcxt [|ck nacht fur bcschim st oder fiir 3" I"“- um ;)„mgftgurxn an cmrm Kamm odcr nnen! Krcdcnz- t“schc Farbeiten Vinvcnxato Cellini ciselirte Salzsässer, Giovanni Bernmdi [mb as:,s Krystall, Bernard de Paliffy brannte Tellcrund Schüsseln; und man ßmuckyt diinkt (nich, eben kcm Sondrrling zu sein, um so weit zu geben, daß män alle diczsc schöuctrtt1du§Jdk ?cdixginch„?Fchcxodcphtschléhtcn, Icli!)- 279113011 amg "1-- o cn rzec . *;u ti cr Blicijijodj-JsoclßxmenMankZh dc; chr biöwäi'fcn kaZi-rstcigerungcn für ';000 Fx. n und vicllei t .) o er 9000 “, r. ge-o et, kommt nicht einmal so FF:.Z'Zéec-ts dcr garsitgsie ncxxnwdaschc Sicken)" mit vier geraden Ecken, der lait gcyobelt undlblexxnk gcftrzsts-sit isi, nxdlnut l-Hlauzwiéxle gebürstete Stie- lu. ?uch _nur _a s rzmg-Y e rank? "“wer-“u mannig a tigen Kunst rißeö ae„ ckehcn, smd ']enc alten Oachcn todtliche Ncbenbuhler der neuerer!l Zn- du , .Hervorbrmgnnqyr, und wer Weiß, Was in 8 oder 400 Jahren aus allen Glanzz rind Mc-jicrwcrkcn modernster Fabrik-Arbeit geworden sein xßs-Tyéz KZ.? «'zxxzxkix' T5; „€€ §:2“*33!,“;;:!:d::::h*6322219“„H„"xkzb'xxsüx'kz c « 1 1 1 Metall gearbcitcts;7 "|Y csinxtal iztst sprechen votxgdenffaltcn, (?laZlkFc-lcrcicn, wogegen die nc"- rn er n )e d c cr Ari nur w e bla e, mm ck iigc cr- schcinen„ noch von den herrlichen Miniaturcn, wogegen Wir ui ts als mechanische Produkte des Buntdntcks aufzuwäskn Zülle"- Dcr interessanteste Theil des Museums ist un reatig die schöne gotbischc Kach- dcs rcichsien Stylo, im ersten Stock gegen den Garten. Ein hohtx

dem Könige zur Sanction vor und treffen die nöthigcn Vorkehrungen, auf daß auf allen Punkten des Reiches die zugedachten Begnadigun- gen am heutigen Tage auch wirklich in Ausführung kommen. Was die National-Garde anbelangt, so läßt ihr der König am heutigen Tage alle DisZiplinarstrnfcn nach. Auch an Befördernngen und Dr- denö-Vcrleihungen fehlt es am Namenstage des Königs nicht.

Die hcutige Gliickwiinschungs-Cercmonie bcgann mit der Auf- Wartnng der Adjutanten und OrdonnanZ-Lsfizicre des Nönigs und der Prinzen, so wie der vorziiglichstcn Beamten der Civillistc. Nati) ihnrn wurden die Offiziere der Infanterie und dm“ National-Gnrdc, welche heute die Wache im Schloffe hatten, vorgelaffcn, nach ihnen kamen die Minister, dic Marschällc von Frankreich, die beiden „Ram.- mcrn u. s. w. Sämmtliche Pairs trugcn dic Hof-Uniform, dic Dc- putirten dagegen waren in schlichtcr Civilklcidnng. Der König trug die Uniform dcr National-Gardc mit weißen Bcinklcidcrn, um il)" standen der Herzog Von Nemours, der Prinz Von Joinville nnd dcr Herzog von Montpcnsier.

Der Hof wird am nächsten Montag (kiten d. M.) die Tuilericcn Verlaffcn, um das Lusischloß Von Ncuillv zu beziehen, wo er bis nach drm Schlusse dcr Kammcrn vcrblcidcn wird. Unterdessen wird er einen Ausflug nach Fontainebleau unternehmen, um der.!)crzogin Von „Kent dort die Honneurs zu machcn, wclche daselbst mehrere Tage zuzubringcn und von dort direkt ihre Reise nach Teutschland fortzu- scyen gedenkt, ohne nach Paris zuriickzukommcn.

Ludwig Philipp wird crst nach dcn Zulifcstcn nach Eu sich [*r-- gaben, wo der Zc'itpnnkt dcs Ausflugcö nach England bcstimmt wcr- den soll, Welcher vorzüglich Von dcr Niederkunft dcr Königin Victoria abhängt. Die Reise selbst ist als eine axwgcnmchtcSachc zu [*:-trach- ten“, doch Versichert man, das; der König London in keinem Fall [*c- suchcn wird, Weil das französische Ministerium die damit verbundene Vcrantjvortlichkcii nicht zu iibernchmcn wagt. Dic gehcimcn (Lörscll- schaften in Frankreich scheinen zu schlmnmrrn, aber im Grunde sind sie schr thätig, und die Erfahrung hat nm“ 311 sehr bewährt, Was man fiir die pcrsönlichc Sicherhctthdwig Philipp'ö zu befürchten hat.

['. Z. Die heutige Namcnsfcicr des Königs ist leider dnrch cim" schreckliche Feuersbrunst gestört worden, Welche während der VO!"- fiosscnc'n“ Nacht in dcr Rue Coqncnard ansbmch, und so gewaltiqum stch griff, daß mehrere Einwohner des Hauses dnrck) dic Fcnstkwlxr- auosprmgcn mußten, um ihr chen zu retten. Einige Rinder, die nahe daran wach, Vom Jener crstickt zn !vkrdcn, jvnrdcn qliicfliih dadurch gkre'ttef, das; die Pompicrö sie aus dcm Fcnstrr in dm] sdqc' nannten 3.1»- (18 mm «!.-150 n1chrcrcStockwcrkc hcmb auf die Sträßc Warfe'n.

ck Paris, 80. Apjil. Dcr interessante Panik der gestrigen Verhandlungen der Pairö-Rammcr war der Angriff dcö Marqniö Barthelemy auf das Conseil des öffentlich?" Unterrichts, welchem cr sogar den reicht- und vrrsassungömäßigcn Bestand absprach, Tic qc.- nannic Behörde ist durch ein napoleonischcö Dekrct errichtet und init Attributen ausgcftattct, Welche allerdingsin dem heutigen französisxhcn Staatswesen eme Anönahmc und eine Sonderbarkcit bilden. Eins?) der heutigen Blätter schildert den Charakter chor Einrichtung mit folgenden Worten:

„Es giebt in Frankreich nichts so Unconstimlioncllrs, nichts so Unge- schichcs, als den Königlichen Rath des öffentlichen Untcrrichts, welchcr zn gleicher Zeit eine Appeliationsstcllc, cin Rcchmmgshof, cine Studicn-Di- section, ein geheimes TZribnnal und eine unverantwortlichc Verwaltungs- Vchörde ist. Wenn man die Vcrfasung diescr monströsen (5300.10 bci Lichte besteht, so schämt man sich, daß sic in eincm freien Lande tiberhanpt 111öglich isi. Man denke fich, daß es außerhalb dcs (Irsctzcö cin Tribunal giebt, welches den Beamten nicht blos ilxrc Stellen, sondem anch ihre Ehre iichmcn kann, welches die Befugnis: hat, sie aus drm Personal des öffent- lrchcn lllntcrriclys zn fircichcn, ihnen die Anoiibnng der bürgerlichen Rechte zu cntznhrn, ](1 dessen Macht so Weit geht, das; es sic zu (-§,5cldsimfrn und sogar Zu einer Einspcrrnng bis zu einem Jahre vcrurthcilcn kann, und zwar ohne Oeffentlichkeit und ohne Vertheidigung. Soller man glauben, das; die (Hemm!Prokuratorcn gehalten sind, die Aussprüche diescr “.Nandaxincn voll- strecken zn laffcn? Das; die .K'öniglickpcn Wcricbtshöfc dic Obliegenheit [M* ben, den Vcrurthciltcn diesc Aussprüche vorzulesen, dir nicht von ihnen gc" fällt sind, sondern die ihnen von jcncm sonvcmincn Padischah fertig zngw schickt werdcn?“

Es scheint indessen, daß die richterliche (chalt dcs Mathes dcs öffentlithen Unterrichtes seit geraunn'chit nur sehr selten in ?lnöiibung gekommen ist. Der crsic Präsident ch Königl. (Berichtshofcs don Paris, der Baron chuicr, cincr dcr bcdentcudsicn Juristen, Welche das heutige Frankreich besitzt, erklärte wcnigstcnö in der gestrigen Sißung dcr Pairs-Kammer, daß dem Tribunalc, dessen Vorsiycr cr ist, die richterlichen Bcfugnissc der fraglichen Verwaltungs-Béhördc ganz fremd gewesen, und das; dasselbe „vcrstcincrt“ !vordcn, als ihm unlängst ein richterlicher Aussprnch dcs gcnmmtchonscils 310“ Eintr- gistrirnng vorgelegt worden sci, einc “))kaszrcgcl, dercn Vollzicyungcr selbst, der Redner, nur mit großer Sclbstiibcrwindung und mit dcchfiihlc dcr Dcmiithignng, bcsohlrn habc. Dics Geständnis; des Herrn Sc- guicr hatte denn freilich einige scharfe Bemerkungen dcchrrn Cousin

runder Pfeiler in (Urstalt cincr Palme, und von tvrlchcm alle Gurtbogcn

strahlcnartig ausgehen, siiiyt, wie im Remtcr von Mmicnburg, das bild- neriscl) reich geschmückte Gewölbe. LängI drr Wände bcfindcn sich Bilder- blrnch mit Baldachinen fiir die jest vcrschwundcncn Stamm sämmtliche! (Hlicdcr der Familie v".)lmboisc. Dcr Vcrlnst jener Statncn, die "(;ck der Beschreibung in dem von Hurtaut und Magnv im Jahre 1770 hcranSqe- gebenen und im Hotchlmnv sclbst gc'dkklikklu „])ZkÜonnust'c |1j§t0|*s([m-,*t]1: ];. pill»: cle l'nrix“ am Ende des vorigen Jahrhu11dcrtö noch cxistirtcn, ist um so mehr zu bedauckn, als die Bildsiiulen, Welche meist kniccnd und im Zeitiostiim dargestellt Waren, von *.chisterlmnd lmriihrtcn. Dcr Altar ist in einem in der Mitte der Mauer gegen deartcn vortrctcndcnTh-„irmchcn mit alm) Glasfenster" nnd Wandnmlcrcicn angebracht, und enthielt früher eine schöne Gryppe von vier lcbcnögrosecn Figuren, dcn Zobannes, dm Joseph dyn Anmathia und die Maria voistcllcnd, Welche dcn auf ihrem Schoße [ngenden Leichnam Christi betrauen. “Diese Figuren waren, nach dem Urtheil des cbm angefiihrten |)iaklinmmi-“c ||i§t(„x|*i(|nu, „von guter Arbeit und fiir die Zeit sehr gut gezeichnet“, wclchcs Lob tm Munde cines Zeitgcnoffcu dcr großrnVildhaucr dcs vorigen Jahrhunderts und des Zopf- stpls nicht Wenig bedeuten will, Vermuthlich waren diese Skulpturen, die nach der Angabe Saint-Victor's währcnd drrcholution abhanden gekom- inm]. sind, voii Paul Ponce, der das heitliche Grab-Dcnkmal Ludwiq's )(.[l. m ngtit-Dcms ausfiihrtc und vielfach von dem KmdinalGcorgcd")lmb0isc bcschastlgt tvurde, fur erchen er dic Haxtptrclicsö zu der Schloss-Facadc vdn (Hatudn axZ-fertigte. Fast alles gegenwärtig in dcr It'apcllc aufgestelljc Kuchen erath xuhrt aus der„Zeit ihrer Erbauung her, die durch die zier- lichen aldachmc und das iibcr dcn Gcsimscn hinlanscndc und mit aller- ]lkbßkll klemen llggehcucrn untcrmischtcn Gehängc von Weinlaub, Trauben mid and'rreu Fruchtenstaufs gcnaucsc bezeichnet ist. Das Chorpult, dic K'nrchenßithlc, dre Altarmchc, dwChorrockschränkc, dic.*l'r:1„ifirc, Monstranzen, ?)iauchfasser, ,Leuchtcr, Lampen xc. sind von wunderbar Schöner Arbeit, ob- schdn odex v-elmehr weil sie alt smd; und die Meßgcwändcr, dic Bischofs- muven, dw Schultertucher und anderen gotteödicnstlichcn Kleidungsstücke bc- zcngen m "ihm“ abgemzvtcnYracht und Herrlichkeit noch den Prunk der altenjifmyzofischcn'Y_dtetcn. o wie die Kapelle cht atxögcstattct und ihrem uisprnnglrchcn rcltgtoscn_„Charaktcr wieder angenähert ist, wiirde man fich mcht wundern, wenn plovlich irgend ein alter Abt von Cluny mit seinem fod-lgx von Geistlichen, Chorknaben uud Kammerdiener" bercinträte, um b1|chdsltchrö Hochamt ?" halten und uns mit seinen von Smaragdcn und Rubinia funkclizdennJ- ngern den Segen zu geben.

Nic hat eme ahnliche Sammlung cine passenden Oertlichkeit, cinen

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zurFolgc, auf welche fich nichts crwiederzt ließ, denn es ist allerdings auffallend, daß ein in unbestrittener Wirksamkcit bestehendes (;),-scx; dem ersten König!,Gerichtshof des Landes hat unbekannt sein können,

Man kann sich übrigens nicht län,gc„r dariibcr täuschen, daß die Wortführer der nltramontancu Parte": _ndden Kammern und in dcr Prise unter dcm Vorwandc dcr Lehrfr-ctlwt cigc'ntlich nm die Sache der Mönchsorden fiihren. Alle bct diescr Frage in Anschlag kom- mcndcn kirchlichen Interessen sind für.]cnc Partcidcm Interesse un- tergeordnet, die Mönche wieder zu eme)“ nnaansockMm-n gcscßliclwn Eristcnz gclangrn zu schen. Als den-nachstcnSchritt zu diesem _),icie sieht man die Aufhebung dcr grscyltchcn„Vorschrift an, wclche die Mönche von der Theilnahmc an dem öffentléchrn Untrrrichtc ans- sxhlicßt. Dic Illösicr habrn sich seit grrqnnzcd Zcit dic ti)ntsächljchc Eristcnz crobrrt, sic habchittcl gefunden, d-cwcjclze zu umgehen, welchc ihnen allen bürgerlichen Erwerb und Besiß untersagen, il)ri'"))iitglicdcr [„mbcn nach und nach dir Irdknsimclvt wikdkr angcnommcn und sich Zutritt 311an Kanzel" zuverschaffcngcwusm und alls dicscthcilwciscn Erfolge nmchc11 cz begreiflich, das; die KriWcét kk!“ 11ltmmontatn'n Partei jolzt bcrciiö so weit gewachsen isi, das; sie mit täglichwachscndcmllngcstiim an dem Verbote riittelt, wrlxhls dir??.)iönchc von dcm öffentlichen chr- amt auoschlicßt. Dcr katlwlischc' Kirchcnqlanbc ist bm“ allcn dicse" Umtricbcn nnr scdr mittelbar [*cthciligk. SVM Impress? ist allerdings der cutscrntcrc Zweck der französischen Ultrmnoatmn'n, aber als dic cigcntlichc Aufgabe des Augenblick,“ aw daz unmläßlic'bc Mittcl 311 jcncm allgkmcincn Zwecke betrachten und [*cti'cibi'n jcnc Lenke mit allem idrcn (Mstbx'ci 1011Lcl0frcihcit nur die' I)icl)nbiliti1*1111g dcr |)ciligcn Milizen dcö römisxbrn Stuhlt'ö. Wir schr «drr ami) dic smnzösisxhc Staatsgewalt gmxcigt skin mag, allen re'kl)t111äs;igcn Ansprüchen dcr Kirche" zu genügen, so ist sit" dock) allemLlnsckiréncnack) noch fiir lange Zcit wm't dodon (*ntfmUt, das Vcrlangcn nm!) drr gpsa'xxlitbln Wie: dcrhcrstcllnng dcr ?).)iömlWx-Ördcn als rin mit den Ideen und dcn Vcdiirfnissrn dcr Zcit iibcrcinstinnncndcs anzncx'kenncn. Und in dicse"!!! Punkte stimmt die öffentliche" Meinung so kntschicdcn mit den in da'r I)icgict'ungd Sphäkc vorwaltrnde'n Ansichten iibcrcin, das; die' Ultra montanrn vor dcr Hand änsxcrft wenig Llilositlht habcn, mit ihre'n Wünschen und Bestrebungen durchdringen zu konnen.

Großzbrttamru und Irland.

Oberhaus. Sitzung Vom 20, April. Unglcich stärker, als Sir R. Mel im llntcrhansc, spmch sich qlc'it11Ze'itig drr .He'rzog don Welling tou bci dcn Lords Übkl“ dic aniickrufnng Lord Cllcn- bowngh'ö ano Jndimt durth dichkckwrcn dcr ostiijdistbcnCompagnie ans. Lord Colchester niimlich Vct'langtc dic (Miindc 311 wiffcu, jm'lchc dicse Maßrrgcl brrvorgcmch hätten, ob fe'rna'r dics-„é (Brände dcr „“)ia'gie'rung vori)?!" mitgrthcilt und Von dieser gilt gchrisxcn wow dcn wärmt, Worauf dcr Herzog, in “.)lchsc'nl)e'it Lord ?)iipon'd, des Präsidenten des i11dischc11 Kontroll-A111tcö, sich veranlaßt fand, Jol- gcndcö „xn crwicdcrn:

„Mylords! Ailcrdings haben die Direktoren dic Griinde angegeben, Welche sie zu dicscm Sidrittc veranlaßtcn, abcr dicse Griindc haben nicht die „Zustimnnmg der Regierung erhalten, Mit sic nicht für gültig erkannt wurdcn“, ja noch mehr, die Regierung hat sick) dcr vorgeschlagcncn Pins:- rcgcl, Loxd Cllxnborongh von seinem Posten ans Indien abzurufen, cut- schjcvcn widerscyt, abcr gcgen das gescylichc Recht dcr Direktoren, den Ge- ncml-(Bonvcrncur abzurufen, nichts vermocht. Ticscö Recht Wurde jcncr Körperschaft zuerst durcb das Gesetz vom Jahre 1704 zngrsiclxrt, durch die Akte von 1812 bestiitit und in dcr “.'Utc |||. und [U. Wilhelm's [U. (18314) crncncrt. Ader *.*- kvlords, ick) bin drr “))kcinung, das: das so crihciltc Recht nur mit Illnghcit nnd Vorsicht anögciidt weiden darf, da allc Ziör- pcrschaftcn nnd Individncn, Welche mit außerordentlichcn(Hervaltcn durch ein (Nici) bcklcidct Werden, gehalten sind, dil!*k(§)c1valtc11 11111" 111it31!::ghcit und Vorsicht anszuiidcn. (Brisall.) Nan abcr crlanbe ich mir als eine Pk!“- son, die in diesen Diugcn einige Erfahrung lxat, Ew, Herrlichkeiten bcmcrk- [icli zn mmbrn, das: die Ausübung dcr (Gewalt im gcgenwärtigcn Falle ki'iUköWa'JkS einc vrrständigc ist, Dcr Hof der Direktorcn hat die Befugnis;, dcn NaMolgrr dcs rdlcn Loxdö, dcn [lc ;nriickgcrnfcn lmdcn, zn ernennen, abcr uur in„[lcbcrcinstinnnnng mit drm Kontroll-Amtci flir dic *.*luslibung dcr Bringnijjr, Welche dcm .Uontroll-letc cinqcränmt sind, ist abrr Jhrcr Majrstat?)icgicr-mgvrmntlvortlicl), und cs isi sönacl), iciijcycxlec es, 311111 wcnigstc_n kein kluger Akt der Autorität von Scitcn drs Direc- k'MÖhNkÖ , “US 9010" MM" Stcllnng rium! Staatz - Beamten «„bznrufcn, dcr cl's' MWG libr!“ Zlvci Jahre im ?lmtc ist, der du" „*;Znsrvcdcnbcit dckjcniqcn sick) gctvonncn hat, unter deren Justrnctioncn cr,“ “l)andclt und. dcffcn Handlungen in jrdcm Punke gntgchcißcn und be- stattgt worden sand. Jci) jagc, eincn solchen Beamten abzurufcn, ohne Vor- kchrnngcn xu trencn, wir die großen (Löcsckx'iftc in jenem Lande besorgt lvcxdcn sollen, und ohne die Znskinmmng dcr Regierung ZU haben, ist eine Maßrcgcl, jvclrhc nicbt alö einc klngc nnd voxsichtigc Aitsilbung dcr (53e- jvaitcn, )mit jvclchcn die Conwagnic bcklcidct ist, csaclytct Wcrdcn kann. (Hört, [)'ort.) Abc!“ ami) in andererHinsicht mus; diesc Maschcl so bcmtlcht nndso bczmizntwcrdcn. Ew. Hcrrlichkcitcn fvci'dcll sich criuncm, das; nach dem (Br*,kßc dtc Gonmagnic durchaus in Unkenntnis: darüber ist, Was dem (*Bcucral (Houvcrxjcur bcfdhlcn und ausgetragen wixd, das; sie kcincn Thril an dem Entwnrscwrnd C-las; dcr Instrttmioncn fm“ denselben hat, kurz, das; sie in 1111kr_1111tn!ß axllcs'dcsscn lebt, worauf sich ein Urth1*il zu einer so wichtigen Maßrcgcl, wle dic Abbcrufung ist, gründen läßt, Und dennoch lässt sic sichs

ck_lkspkcck)rl!dckcn Rahmen gksundcn, und nail) [ängcrcm Herunt|vandckn in d,“!ktxaltcn Sälen voll alter Raritäten ist cs cincm, «116 hätti' man röst- ljxhe Stunden in grnußrcichcm Umgauqc mit längs? dal)iitge*schirdcttmr 05c- mcn verlobt. Möbeln, Taprtcn, Fémsti'r, T'asclgcsclvim', Waffen, Sämmck s"ch“"/ "“ist WU skböncr Erl/mltnnq und tljcilWrisc in gleichzeitig crbaUtcn Namur" anfgcstrllt, vcrsrtzcn Uns ck1th bandgx'ciflichstc in vrrgangrnc IKON himdcrtc und dicse lebhaft, gleiihsmn gcwaltsam angcrcgtc Erinnerung an dir gute alte Zeit lässt beinahe die unangcnclwnc Störung vcrgcsscn, Miche ?cgcnwärtig das (Ha-sihwirr nnd (Hedjängc kfz“ gaffcndcn Mengc in dikicn ?) änmcn vrrmsacht, wo sonst dcr l,)i'rxlicky Empfang dcs vcrstoxbcncn Bcsiycrö dic Täuscblmg vm'vollständigtt'. “Jm Emmngclnng jenes eben so gelehrten als gefällige" Fridrch ist ein Vcrxcicbnis; mit erläuternden Vo- mcrkungcn, Winken, Fingcrxcigcn und Nachrickytcn iibcr dic Bcdcntuug und Hcrknnft dcr („Jegcnsändc dringcndcö *Bcdiirfniß, dcm indes; so bald noch nicht abgeholfen Werden dürfte, da die Stricke noch nicht cinmal nummirt sind. Wie ich höt'c, hat dcr Minister ch Innern deim Smatorath damnf angetragcn, von dcr Stadt Paris, die dazu iln'cEinwilligu-ig giebt, daöan das Hotel Cluny stdßcndc(-i)cwölbc des alten Thrrmcn-Palastcs anzukaufcn, und gleich nach dem Seblusx dcr jcßigcn Kannncr-Sihnng sollen, Vcrsichckt man, brdcntrnde Anstaltm getroffen Wkidkn, um das einzige römische Denk- mal zu retten, tvclchrs noch von der alten L.!tctia cristirt und abgcschcu davon, daß es sich dnrch grandiosen Charakter und ciscnfcstc Bmmrt am- zcichm't und in die frühesten _Zritcn der französischen Geschichte hinanfrcicht, noch das nationale Jutcrcffc hat, daß es den ersten französischen Königen [ausge „316 Residenz gedient und die Wiege der alten Monarchie gc- jvc cn | .

Z::Z: Frankfurt a). Pk., 2.Mai. In meinem [Wien Briese sprach ich“ unter Anderem ams) _uber'dic Wahl des Plaßcö fiir die Aufstellung des Gdthc-Monnn1ents.„ Seitdem hielt das Comité: eine Sitzung, in welcher freilich mcht die Hälfte der Mitglieder anwesend war, und beschloß, daß das Monument vor der Stadt an der Promenade zwischen dem bockcnbki" mer und dem Gallus-Thor erricbtct Werden solle, und zwar auf dem der Gatlttsgasse gegenüber bcfiudlichm großen Maße, der Raum genug darbie- tet und quel) noch weiter verziert werden kann. Da der Senat den Thea- terplatz nicht bewilligte und sonst !ein passender Play in der Stadt vorhan- den isi, mußte man mit dem Monmnent vor das Thor sucht?", und es sieht kgum 21,1 bezweifeln, daß der Senat seine Einwilligung geben Weldr. Allerdings teten diejenigen, welche für die Stadt find, Alles auf, den Be-

einfallen, Griinde fiir die Entfernung des General-Gouverneurs von sei- nem Posten beizubringen! Muß dies nicht ein unverständiger Akt genannt wcrden, wenn die Compagnie unter solchen Umßänden die Regierung ihm! bcstcn Jnstmmeuts «- ich sage ausdrücklich „ihres beßen Znßrumems“ ,- zurErqunng ihrer Pflichten beraubt? Mylotds, obschon ich glaube, daß das das erstemal in der Geschichte Ostindicnö ist, daß die Abberufung eines Genera!- Gouverncurs von *Srith des Directionshoses stattfindet, so eine solche Maßrcgcl koch schon mehr als einmal bmbfichtigt grwestn, jedoch immer aus Voistcllnng dcr I)iegicrung unterlaffm wolden; auch in Bezug auf den jcyigcn Gcncml-(5)ouvcrncuk ist diesc Maßregcl schon im Laufe der “Zim zwölf Monate beabsichtigt gcwcscn, dic Dircktoren haben fich indeß et) bcrvcgcn lassen, ihren dariiber gefaßt"! Beschluß zurückzunehmen und dar ?lbbcrnfung nicht zur Ausführung zu bringen. Mylokds, dies kschah vor der chtcn großen Operation in (Hiwalior, von der wir Alle mit o ro- ßcm Vergnügen gelesen haben, eine Operation, der die wohlüberleYt en “_Viasmahxncn dcr chicmng znr Auörnstung und zum Unterhalt der rup- pcn im Fclde zum Grunde grlcgt gcwcscn sein müssen. Was nun, sms? ick), wiirde dcr Erfolg gcjvcjcn sein, Wenn das Direktorium dcr osiindischkn Conwaguic fiir gm gcsnndcn hätte, den edlen Lord vor 6 oder 8 Monaten zmiickxndcrufcn, als jene Opcratiou nur erst entworfen war? Die Opexa- tion wnrde cdcn dem zufällig ältesten Mitglicdc des ostjndischen Conseils in Kalkutta zur Anofnhmng haben übmtmgcn werden müssen, einem ohne *;ZMifcl schr «'hxcnnwrtycn Herrn, dem aber das nöthigc Talent und die Er- fahrung in dcr" Ansiüstnng und obcrcn Leitung des Heeres abgeht. Ew. Herrlich- tcn abcr mögen dariiber [[rthcilrn, Was der Erfolg gckocscn sein würde, wxnn diesc Operation fehlgeschlagen wärc zu cincr „Zeit, wo unsere nordwestliche (iiriinzc noch nicht beruhigt und auch die Angelegenheiten von Smd noch niklyt anf xincn fcstcn Fuß gcstcllt waren. Die Gefahr würde überaus dringcnd getpcsrn sein, und sic wäre nicht ausgeblieben, wrnn die Abberu- snng meines» cdlcn Freundes vor sechs odcr acht Monaten siattgefundxn ham“, wie man damals beabsichtigte, nud was nur verhindert worden !

dnrch dic dringendsten Vorstcllnngcn, welche von Seiten der Regierung dxu- chigen gcnmxdt Warden, dic sicl) ]th dic grobe llnbcsonucnhcit (gross m- .]j,»«..-1j-.--) ;u Schuldcn kommen (affen, dcn cdlan Lord zurückzurufcn. be wicdcxlwlc noiiynmlö, und cs ist das (Iclindcstc, was ich sagen kann, “5 '," dicö dic unbcsonncnsfc Macht-Acnßcrung, Welche ich, so lange ich Kcnntgtß von Staats-*.)lngclrgcnbcitcn besith, und das ist cht schon srl! ungefahr samszig Jahren der Fall, habe ins Werk richten schen.“

Diese Rcdc dcs .Hcrzogo blieb nicht ohne Widerspruch von Set- tcn dcr Opposition. Nachdem Lord Brongham dcrselbey bea „e-

pflichtct und scinc friiher schon ausgesprochencn Zweifxl hmsichtuh der Zulässigkeit cines solchen (Hese-ycs, Welches die Direktoren !mt [*im'r so mwgcdchntcn Gewalt bekleidc, ausgesprochen hatte, erkli'zrte dcr Marquis von Clanricarde die Rede des Herzogs" für „emi- gcrmaßcn absonderlikl)“, indem es jrdenfalls voreiligsci,'a11' oempha- tische Weise sich tadelnd iibcr das Direktorium der ostmdrs en Cory- pagnic mwzusprcchen, während dem Parlamente noch'n!“ Details fehlten, iiber die Sache ein Urthcil zu fällen. Es sei-mchi anzuneh- men, daß die Direktoren einen solchen Schritt ohne dte'rctfstc [Teber- legung und die triftigstcn Griinde gi'than hätten; iibrt ens wunsche er (der Marqnis) zu wissen„ ob die chiernng die betreFende Korre- spondenz zwischen ihr und dem Direktorium dchompagnie vorzulegen geneigt sei.

Der Herzog von Wellington erklärte die Vorlegung der Papiere fiir unzwcckmäsxig; die Regierung werde aber später dariiber nähere Auöknnst geben. In Bezug auf einige Angriffe gegen Lord Cllcnborough, den die Opposition kcincöweges so gelobt wissen wollte, wie es durch deuHerzog geschehen sei, sprach sich derselbe dahin aus, daß die Regierung die Handlungsweise Lord Ellenborough's in allen Punkten billige und mit demselben zufrieden sei.

Nachdem Lord Campbell noch im voraus gegen jede Aende- rung der Verfassung dcr osiindischen Compagnie, welche die Regie- rung sich etwa erlauben könnte, protestirt hatte, ließ man den Ge:- gcnstand für heute fallen.

Unterhaus. Siyitng vom 30. April. Dic Abberufung Lord Ellcnborough'ö rst noch immrr vorzugsweise der Gegenstand, jvclchcr dic Llufmcrksamkrit des Hauses auf sich zieht. Herr Hogg, rium“ der Direktoren der ostindisahcnCompagnie, Ward heute von Lord Jocelyn gefragt, ob der Directionsvof das Publikum und MSPU- lamcnt durch Veröffentlichung der Aktcnftiickc iibcr die Gründe der Abberufung dcs (Benoral“Gouverneurs aufklären werde, Herr Hogg indes; wollte sich nicht zum Organe der Direktoren auswerfen, cr»- klärtc aber doch, das; der Hof sich ganz nach dcm Verfah- rcn der Regierung richicn Werde. „Zugleich warnte cr vor zu vorriligem Urthcil in dcr Sacha“, man solle sich namentlich nicht dnrch das, Was an einem andcrcn Orte (im Öbcrhause) ge'sagt wor- den sci, irre machen lassen. Diesen Brmcrkungcn spendete die Op- position lauten Beifall, und Ht'l'l“ Hume, der das Verfahren der Direktoren entschieden billigte, drang wiedrt'holt mcf Vorlr ung der ?lktcnstiickc. Mit Vcrnwigm'ung dcrsi'lbcn Von Scitc'n Sir ?) . Pckl's lics; man dcn (Blacnstand fallen. ,

Cine lang? Debatte folgtc hicx'auf iibcr i'mcn Antrag deoHcrrn Fox Manic, welchcr dic ?lufhcbung des der der Uebernahme eincr Proscsnr odcr andm'm' Almta'r anf dcn schottischen Unchrsitätcn er-

sordcrlichmt, dic Suprcmatic der herrschenden Kirche von Schottland

scblnsi dcs Comit-L'ö zu vcrnichicn, allein cs wird ihnen nicht gelingen. Die Eingabe dcs Cominx's wurde in hcntigcr Senats Sisimg vorgelegt, dürfte aber vorerst an die cinschlagcndrn Aemtcr zuchrichterstattung vexwicscn worden sein. Die antgnration dcs ".Vkonmnentö soll 6111124. August d. I., dem Geburtötage (Hötls'ö, stattfinden. “Daß dicse Festlichkeit hier eine allgemeinere werde, glambcn wir nicht, da (Hörde dem Volke zn entfernt sicht und nicht so in dasselbe gcdrnngcu ist, wic 3. B. Sckzillcr. »- Die Aussiclluug der beiden großen belgischcn Gemälde wurdc vorgestern im Kaisersaalc geschlossen. Der ZU“ drang zu dicscn Mcistcrwcrkcn War so stati, das;, nos der bedeutenden Kosten, die “.'luösjcllnng dcm (Butcnbcrg-Monument noch über 3000 J!. cintrng. T*»ikscö glänzende, pckuniärc Resultat übersteigt die kühnße Et- wartung. Es werden cht an den Kosten des Gutenber -Monumentes noch circa 7000 F1. 3"! decken sein. - Fiir die in der Re auration begriffen: und ftir dcn protestantischen Gottesdienst bestimmte Nikokai-Kirchc lassen mcbrcrc protestantisckyc Kunstfrcttudc cin Altargemälde anfertigen, dessen „Kosten duni) freiwillige Beitriige brinahc gedeckt find. Wahrscheinlich kann diese Kirche, Welche so viele Jahre profanen Zwecken diente, am 18. Oktober d. “3. dem Gottesdienst übergeben werden,

In diesem Jahre zcigt fich in und anßcrhalb uuserer Stadt wieder schr große Banthätigkcit, so das: man fich dcr Besorgnis; überläßt, es werde ein Ucbcrslus; an Wohnungen entstehen. Diese Vcsor niß ist aber unge- gründet, denn der Preis ch Gr101dcigcnthmnö ist hier nnmer nochim Siki- gcn begriffen, Es bauen fich hwr auch immer mehr nicht Fremden an, und gewiß bietet auch Frankfurt für chen, der in unabhiin iger Lage le- bcn kann, vici dar. “- Mit dem hemigen crftenMai fängt dye Kur in den nahm Bädern schon an, etwas belebt zu Werden, und namentlich in dem nahen Sodru, das mit seiner herrlichen Lage und scineu trefflichon Quellen nicht nur ein LieblingOAufcnthalt dcr Frankfmter ist, sondtm seinen Ruf mit jedem Zalrc bedeutend erweitcrt. Der Bau einer Eisenbahn von So- den nach der xauunö-Eiscnbahn ist fest beschlossen. '

Unsere srnkcnbtrgsche naturforschende Grfellsckmfk begthi am nächfttn Sonntag in gewohnter Weise ihr Stiftungsfest. Es is erfreut“: sagen „an diirfen, daß die früheren Differenzen in dem Schooße bet MétufÖaß sich ausgeßlichcn haben und die Gesellschaft an Blüthe von neuemgimlmn. [):-. Fr. 2) üpell verweilt noch in Italien, wohin U namentlich zur Kräfti- gung seiner Gesundheit gegangen. _

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