1844 / 129 p. 3 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

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- Walim- 11 oben, die Rechte der Dienskboéen und M1 M41 gleixssgekßeUt und das Gexnbewxsen auf dxm Lande ßmoger regulirt würden. Der lepte un „schexnt namentltch „,-, Opposinon hervorgeru n 311 haben, we che dre Ball gegen den Willen der Regierung endich nut 97 gegen 54 Strmmen verw„erfen ließ. Die Oppofitionsblätter wollen dtes Votum als ein günstiges Vorzeichen für die Annahme der Ashleyschen Klauseln in der Fabrik- Bil] ansehen, doch ist es jxvt schon nux zu gewiß, daß die Majorität des Hauses hierin auf Suren der Regterung steht.

In der gestrigen Stßung beantragte der Schaß-Kanzler, Herr Goulburn, die Erlaubniß, eine Bill einbringen zu dürfen, welche die Gesche hinsichtlich der Sparkassen und des Ankaufs von Regie- run s-Annuitäten durch dieselben verbessern soll. Die verhältniß- t“? hohen Zinsen, welxhe dxe Sparbanken zahlen, veranlassen in der Rege die Kapitalisten, lhre Gelder darin unterzubringen, und somit fich in den Genuß von Vortheilen zu setzen, welche den Armen zu- kommen sollen. Herr Goulburn schlägt deshalb vor, die Zinsen von LZ Pence auf 2 P. für den Ta von 100 Pfd. herabzuseven, die Summe, welche ein Individuum jährlich deponircn kann, auf 20 Pfund (früher 80 Pfund), und welche iiberhaupt von einer Person in der Sparbank niederHelegt werden kann, auf 120 Pfund, statt, wie es früher war, auf “..00 Pfund, zu beschränken. Das Haus cr- iheilt6e Jil; Erlaubniß, die Bill einzubringen, und Vertagte sich schon um 1.

London, 3. Mai. Ihre Majestät die verwittwete Königin leidet seit einigen Tagen an einem Uebel an der Hand, und es wer- den Bülletins ausgegeben, die indcß eine baldige Besserung erwarten la en.

ff Der Hof wird übermorgen seine Residenz nach Claremont Vcr- lcgen. Der beabsichtigte Ausflug der Königin uach Osbornc-House auf der Insel Whigt wird vor dem Ende dieses Monats nicht statt- finden und nur von kurzer Dauer sein. Auch heißt 16, die Königin wude in dieser Saison keinen Hofcercle mehr versammeln, Prinz Albrecht dagegen noch mehrere chers halten.

Vorgestern feierte der Herzog von Wellington seinen 70stcn Ge-

burtstag.

Niederlande.

«*., Aus dem Hang, 1. Mai. Der große Handelsstand

in Holland, welcher den Gang seiner Angelegenheiten mit Ruhe vcr- folgt, und die Folgen stets lange voraussieht, isi über das Projekt der belgischen Regierung, die auf holländischen Schiffen cingcfiihrtcn .Ko- lonml-Waaren mit Differenzial-Zöllcn zu belegen, kcincswcgrs cr- schrocken. Er ist der MeinUng, daß die belgische Regierung dadurch nicht das wahre Mittel gefunden habe, die National-Schifffahrt zu begünstigen und daß sie durch diese Art vvn Monopol Gefahr laufe, ihrer Consumtion und ihrer Industrie beträchtlichen Schaden zuzufü- gen. Man ist in Holland allgemein der Ansicht (und die belgische Presse diirfte sich derselben bald anschließen), daß, wenn diese Maß- regel angenommen wird, sie von denen, die sie veranlaßt, bald bereut werden und von mindestens zwei Dritteln der belgischen Provinzen Be- schwerden hervorrufen würde. Die Baumwoüen-Judustric, eine der gro- ßen Quellen der WohlfahrtBelgicns, hat zahlreiche Verbindungen mit uns angeknüpft, die mcht ohne großen Nachtheil für beide Theile anf- hören können. Der Seehandel Antwerpens thut Unrecht, davor zu crschreäen und eifersüchtig darüber zu sein', die belgische Industrie, die durch das Projekt der Differenzial-Zöüe getroffen werden muß, ist nicht die Ursache, daß so viele fremde Schiße in den Hafen von Antwerpen einlaufen, und eine die Freiheit des „Handels beschränkende Maßre el wird auf der einen Seite sehr geringen, auf der anderen Seite Lehr großen Nachtheél bcwsrkeu.

Auch darf man nicht glauben, daß der ScehandelVekgéens durch die Céuführung von Differenzial-Zöllen begünstigt wcrde; es werden vielmehr die fremden Schiffe aus seinen Häfen verscheucht wcrden.

Holland erwartet daher, ohne die mütdeste Bcsorgniß, das Rc- sultat der parlamentarischen Berathungrn Bel iens, indem es jedoch eifrig wünscht, daß seine Beziehungen zu diesqem Nachbarlande nicht getrübt werden möchten. Nur Egoisten oder die, welche an Un- ruhen Gefallen finden, wünschen das Gegentheil. So sehen wir be- reits, daß die Agitatoren Limburgs in die Hände klatschen, weil Belgien diesem Herzogthnm eine noch schlimmere Lage dadurch berei- ten könnte, daß es ihm jede Hoffnung auf neue Handels-Konzessionen abschneide. Die Ruhestörer benuvenAlles, selbst wenn es zum Nach- theil derjenigen gereicht, die sie zu beschützen vorgeben und als deren uneigennüvige Verthetdiger sie sich mit großem Geschrei ankündigen. Der holländrschc Handelsstand hat dem limbur ischen Lande niemals die Eröffnunl? kommerzieller Verbindungen mit clgt'en feierlich ver- sprochen; a ein er glaubt, daß die gegenwärti en Umtriebe in dem Herzo thum nicht geeignet sind, die VerbeZerungen, welche seine Bewoßner zu verlangen berechtigt sind, herbeizuführen, Käme das in Belgien beabsichtigte Projekt zur Ausführung, so könnte es die Lage Limburgs verschlimmern; aber die niederländische Regierung wiirde wohl Mittel finden, die Interessen eines Landes, dessen Wohl- fahrt es we'll, nicht zu verlesen und die Wirkunqen der Maßregeln, die es im Allgemeinen weit mehr als die übrigeuProvinzen bedrohen, unschädlich zu machen.

Die Sihungen der zweiten Kammer der Generalstaaten werdcn unverzüglich wieder be innen. Man versichert, daß einige Mitglieder eine Revidirung des undamental-Geseves beantragen wollen, um, wie Einige meinen, der Regierung bei den Ersparungen sreiere Hand zu lassen oder, nach Anderen, um sie nach einem größeren Maßstabe zu entrverfen. Die Zeit wird es lehren, was die Liebhaber der Re- vidirung des Jundamental-Geseßes eigentlich wollen,“ da dasselbe erst vor kurzem, zum großen Aerger der sogenannten liberalen Presse, revidirt worden ist.

Belgien.

Brü el 4. Mac“. Nachdem in der vorgesfrigen Sißung des geheimen us chasses der Repräsentanteu-Kammer auf den Antrag des Herrn Delfos s e, der bemerklich machte, daß in den bisherigen Debatten über die Handelo-Angele enheiten nichts gesprochen worden sei, was nicht öffentlich hätte geka 1 werden können und was nicht den fremden Regierungen bekannt w te, von der Kammer mit gro er Majorität be[chlo en worden war, daß vom nächsten Tage an du'se DiskusFou be o enen Thüren fortgesext werden solle, fragte Herr von, rouckére, ob die Regierung an die Note des niederländischen Kabmeto in Betreff der RepreYalien, womit dieses, im Falle der An- nahme der Differenzial-Zölle, elgt'en bedroht, eantwortcthabe, und ob in Ermangelung eines Handels-Vertragek mt dem deutschen Zoll- Vmin die Regierung auf die Vorschläge PreußenS, um zu einem Schiff-

“ULRInge zu gelangen, geantwortet habe. „In ersterer Beziehun “, R?! 5" UM!“ ' “wäre eo-gan einfach esen, daß die belgißhe nurs ":::“ YKIÉU Ws n sogleiz bemerkli gemachtbätte, cs hänge wenn ", Ü“ . Uk en. des Geseß-Entwurfes zu mildern, „„ Gm" U11 . 111: mathe, cmd | mitBelgien über betrifft so “"'de WWU“ . * . Preußen an-

' ' US? Regierung " seihsm, was von ihr

b i , . o ' Zoks “„Im-..?."IT-FTK'W“ VW“ *" ÄW-ßxMW “.'-T»: "

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Traktat angeboten, die Negociakionen über einrn Handels-Traktat aber auf andere Zeiten verschoben. Hat die belgische Regierung dieses Anerbieten angenommen? Was ist aus den Unterhandlungcn geworden, dte unter so giinsiigen Auspicien begonnen?“ Der Minister der auswärtigen Angelegenheiten erwiederte, daß, in Betracht der Ungewißheit, worin die Regierung hinsichtlich des Systems, wel- ches an enommen Werden dürfte, sich befinde, noch keine Ant- wort au die Note der Regierung der Niederlande cgeben worden sei. Die zweite Frage anbelangend, so sei mit PreuYen noch nichts ab-

Zemacht worden, weil Belgien einen Schifffahrts-Vertrag von diesem _

ande jeder Zeit würde erlangen können, und ein solcher, der fiir Preußen vortheilhafter sein müffe, als für Belgien, von einem Han- dels-Vertrag, der allein das Gleichgewicht herstellen könne, nicht zu trennen sei. Herr von Vrouckére fand sich durch diese Antworten nicht zufrieden gestellt und erklärte, das; er beide Fragen im weiteren Laufe der Diskussion vvn neuem zur Sprache bringen werde. Hier- auf beendigte Herr Dumortier die Rede, welche er am vorigen Tage begonnen hatte; er suchte zu beweisen, daß von keiner Seite Re- pressalien zu fürchten seien, Der Minister des Innern ging in neue und sehr lange Erklärungen ein, um die Vorschläge der Regierung zu vcrtheidigcn. Herr Nothomb fügte hinzu, der Entwurf sci nur ein Anschlußpunkt; man jvcrde, wenn Grund Vorhanden sei, später die Zölle erhöhen können. Deshalb seien von der Regierung außeror- dentxiche Vollmachtezt verlangt worden. Herr de Theux gab einige Exklarunngiiber dre Unterhandlungen, die unter seinem Ministerium nyt Frankreich |0tthattcn, und iiber die Von diesem Lande fiir Bel- gzen erlangten giinstigen Maßregeln. Hcrr Osy verglich dic matc« rtclle Lage Belgiens vor und seit dem Jahre 1880 und schloß daraus, daß man aus der chigen Lage zu kommen suchen müsse. Cr beklagte sich über Schwäche der Von der Re- gierung mit Hinsicht auf Prcußcn bcfolgtcn Politik, Welchem man Zugeständnisse ohne Ersay grmacht habe. Die Aussicht auf Repressalien von Seiten Hollands erschreckt ihn micht. Er glaubt, daß Belgien gcgen Holland nicht zurück sei: dieses habe gegen Bel- gien die auf die Einfuhr zu Lande gelegten Differenzial:Zölle bci- bcl)altc1!, während Belgien Verbote, 110111et1tlich das dcr Vich-Durch; fuhr, 011 gehoben habe. Zu Ende der SiYUUg schlug der Minister dcs Innern Von neuem vor, die gchcimcn Siy1111gcn noch bei.;u- behalten, es wurde darauf beschlossen, daß die folgende Sitzung zwar öffentlich sein, daß indes; von Mittag an ein geheimer Ausschuß statt- finden solle.

*!*-k Brüssel, 4. Mai. Der Minister der auswärtigen Ange- lcgcnhcitcn hatte vorige Woche seinen Bericht iibrr dic hanptsächliehstcu Handels-Ncgociationcn mit Frankreich, dcm Zoll-Vcrcin und einigen anderen Ländern im geheimen Comité mit der Erklärung bccndjgt, daß Belgien sich nach diesen Seiten hin nicht länger der Hoffnung cines baldigen gliicklicheren Versuchs, cinen H.1ndcl.-Vc1*trag zu Stande zu bringen, überlassen dürfe, sondern cht auf seine eigenen Mittel und Kräfte angewiesen sei, In Frankreich sei die HandclS-Politik von dem mächtigen, schwer zu besiegcndenEinflussc dergwßan-abrif- herren, KohlenbcsiHer, Ciscnhüttcnmcistcr :c. beherrscht, und der deutsche Zoll: Verein habe einen cigcntlichcn Handclö-Vcrtrq als unter den jcyigen Umständen und bei der Opposition, Welche der?elbc im Schoßc desselben selbst gefunden, nicht erzielbar abgelehnt. Der Minister des Innern entwickelte darauf die Handels-Politik, wclche cht das Ka- binet zu verfolgen gedenke.

Ju scharfen Umrissen machte derselbe die Richtung bcmcrklich die sich jetzt fast aller Länder bemächtigt habe, sich nämlich so rcell wie möglich selbst zu geniigcn, wie auch die friiheren ?lgréknltur-Län- dcr immcr mehr die Industrie bei sich einheimisch zu machen suchten, und wie dadurch, trotz der Erleichterung und der Ausdehnung der VerkehrSUtittel, unter den Nationen eine gewisse Zsolirung, die sich durch das Schnß-Sysfem ausspreche, unverkennbar sci. Belgien könne daher dieser Richtung nicht ganz fremd bleiben, und müsse jest, bei dem Fehlschlagen aller Versuche, eincn Handels-Traktat mit den Nachbarländern abzuschließen, darauf bedacht sein, durch ange- messene Mittel der Landcs-Jndustrie zu Hiilfe" zu kommen. Der Mi- nister erklärte sich daher mit der Handels-Konnuission der Kammer iiber das Prinzip der Einfiihrung dcr Differenzial-Zölic eichrstandcn, wich jedoch von derselben darin ab, daß er einen gemäßigtcren Tarif aufstellte, der ungefähr zwischen dem hohen Von der Kammcr-Kom- mission vorgeschlagenen und dem sehr niedrigen von der Handyls- Kammer in Antwerpen beantragten die Mitte hält, Zugleich hob der Minister, nach einem richtigen Grundsaye, dic Zölle für mehrere Rohstoffe, die im Lande selbst nicht erzeugt Werden und zur Alimen- Qationddcr Industrie dienen, gänzlich auf oder ermäßigte sie doch bc-

cntcn .

Die Kammern sind nun seit einigen Tagen mit der Dis- kussion dieser wichtigen Handels-Frage beschäftigt; der Minisxcr hatte, so lange die Diskussion das Prinzip selbst ['k'kk'l'ssk, das geheime Comité. verlangt, und die Kammer hatte auch mit großer Majorität, jedoch nicht ohne heftige Protestation von Scitcn meh.- rercr liberaler Deputirtcn, dcn Thüwerschluß festgeseßk. Allein es scheint, daß die Gegner diescr Maßregcl sich nicht für Vct'pslichtct gc- glaubt haben, das, was in dchaunner vorgefallen, als ein Geheim- niß zu beWahrcu, und so fing das hiesige Haupt-Organ der liberalen Meinung voreinigcn Tagen an, die sämmtlichenTages-Vcrhandlungen imAuszu e mitzutheilen. Da hier für die Zotmmlcnichtwie in Frank- reich ei11e5§önalitätfür solchanall existirt, so ist die von der Majorität gc- nommcneMaßregcl selbst dadurch neutralisirt wvrdcn, und ch Kmnmxr hat sich enöthigt gesehen, von heute an wieder die Oeffentlichkeit fiir die Zerhandlungen eintreten zu lassen und nur fiir dic etwaigen scr- ncren diplomatischen Mittheilungen das geheime Comité anzuordnen. Die Geheimhcit der Verhandlungen für eine so wichtige Lebensfrage des Landes war in der That eine sehr ungewöhnliche Maßregel und war von der öffentlichenMcinung übel vermerkt worden. Man fragte sich, weshalb Belgien anders verfahren solle, als andere constitutio- nelle Staaten, als Frankreich und England, wo den Kammern noch nie die Verhandlungen über so wichtige allgemeine Jntcrcffcn der öf- fentlichcnKontrolle entzogenhabenz ja man glaubte, zu den Bedräng- nissen, Von denen zu unserer Zklk die kleinen unabhängigen Staa- ten heimgesucht werden, auch noch den Uebclstand gesellen zu müssen, daß es ihnen nicht einmal erlaubt sei, aus Riicksicht auf die mächtigen Nachbarn, iiber eins der wichti sieuLandes-Jntcrcsscn offen zu reden.

Was nun die vorliegende Zragedcs Differenzial-Zolls an sich be- trifft, so kann man mit Gewißheit annehmen, daß sich eine nicht unbedeu- tende Majorität für den Regierungs-Antrag aussprechen wird. Under dieser Majorität befinden sich viele Deputirte, die diesem Systexne im All emeinen nichts Weniger als zugethan sind, aber “doch „he: dem Sxeitern aller zu einem verniinftigeren Handels-Systeme fuhrenchr Ver uche die Einführung der Differenzial-Zölle'ßls eme durch die Um ände gebotene und am wenigsten nachtbexltge Maßre_el mz- sehen. Im Lande selbsl saß man jedoch kemesweges; a gcmxm über den Ruhen daeser aßregel emversignden; dae Provtnz Lüttich i im Gegentheil derselben ex-Ztschtcden' entgegen und macht heßige Vorstellungen dagegen“ Lutttch fisrchtek besondcrß, bei "seiner bedeutenden Ausfuhr von Étemkohlen nc1ch_Holland, dte Repressalien von die em Landx' und daß d1ese wtrka angedroht Und, wie wir schon über den teten, ist jest auch dur den dxplo-

matischen Bericht des Ministers der auswärti en Angelegenheiten zur Gewißheit erhoben. Eine Note des holländi chen Kabinets vom No- vember v. I. hat sich hieriiber mit Bestimmtheit auögesprochen. Ob jedoch das holländische Kabinet zu diesen Repressalien schreiten wird, da die Differenzial-Zölle jedenfalls gering sein werden, muß der wei- tere Erfolg aqueisen. Das holländische Kabinet könnte jedoch wohl in Betracht ziehen, daß Belgien durch den Jriede'ns-Traktat sehr oneröse Bedingungen auferlegt worden sind, die nicht einmal alle, wie man versichert, in dem offenen Traktate aufgeführt sind. Seit längerer Zeit haben hier die flandrischen Dcputirten sich zu wiederholten Malen iiber den im vorigen Jahre von der Regierung estatteten Transit des holländischen Schlachtviehs beschwert, da da elbe dem belgischen eine zu große Konkurrenz auf dem französischen Markte macht. Das Ministerium hat immer ausweichende„Antwort gegebet), allein bei dem fortwährenden Drängen der Depunrten„h,at [ich, wxe versichert wird, die Thatsache ergeben, daß das Mtntstertum dre Maßregel nicht zurücknehmen kqnn._ "Es rst daher,wohl ,nochider Hoffnung Raum zu geben, daß dux Emsuhrung dck„Dkffk_kknzlal-ZVUL das gute Einverständniß zwischen .PolZand und Belgten nacht aufheben werde, Man muß außerdem von betden Seiden mnner mehr zu der Uebcrzeugung gclangcn, daß, was d1e nmterxcan Jnterßssen anbe- trifft, beide Länder von der Natur zur gegenscxttgcy Erganzyng ge- schaffen sind, und die Natur auch, txoßz aller kunstltchen Storxrzngen, am Ende die Lbcrhand behalten xvxrd. Von den anderxn Landern sind, wie wir schon anführten, bcsonderß “England- und dje aryextka- nischen bci dcn Differenzial-Zöllen [)ethc'tltgt. Mtt den Verermgken Staaten hofft Belgien noch immer xmcn ngtdels-Traftat abzuschlte- szcn, und die Vorstrllungcn dcs cnfgltschgn Rgbmets, dle qrfolgt sind, wenn auch kkénc besondere Notx etygerctcht tft, werden hler 111 kom- merzieller Hinsicht wenig beriickqichtagt werden. Uebrigens. schxmtssrch die Diökussion über diesc Handelsfmgc m den Rammcrn m dle Lange zichcn zu wollen, und könnte auch noch auf ztctle unvdrhergßseheye Hindcrniffc stoßen; treten diese nicht ein, so wxrd sich dxe Maxorttat, wie schon bemerkt, fiir die Maßregcl aussprcchcn. Hrhwcdrn und Uorwegcn.

Stockholm, 30.211110. Am vorigen Soxmabcpd empfing der König dcn Königl. preußischen General der Jnsantcrtc, voxYPfuel, welchcr von seinem Souvcrain mit einer speziellen Sendung an Be- zng auf den stattgchabten Thronwcchscl inSchwcdcn beauftragt wor- den ist.

LJ andcls- und Bors cn -* 110chr1chtetx ,

Berlin, 8. Mai. Der Umsaxz bleibt lcbegdig. Kdln_-V)kmdcncr, Obrrschksischc, Nicdcrschlcsischc nnd Bayerische zu hohem! Courjcn gemacht, In Ocstcrrcichischcn War das Geschäft scl)tvqchcr., ,

Paris, “3. Mai. An der heutigen Börse 1st dxe Ipr. chtx etwas gefallen. Aach dic Eiscnbalm-Acticn gingen allgcmcm zuruä. D1e„hcutc aus Spanien angolangtcn Nachrichten kounden mcht verschlxn, mxf dje No- tirungcn der spanischen Fonds ungünstig cat1z11wark1n. Dtc thtve Rente mar 111 32-3; angeboten, die (;pCt. Rente zu :353, dg p'asßve ,O-chiéldczu 0. Es hieß, am *.37stcn sci in Madrid in der Effektcn-Ooztxmt 13113994. „Rech zu ::.“; vcrkanst worden, in Folge des (Heriichts,„ dcr zxmauz-Mnustcr (.a- raöco habe in London ansehnliche Beträge der Z-pCt. Rezntcn kgnfkn !affey, könnc aber seine Operation nicht chcrkstclltgen, ohne eme stmkc Bmssc m diesem Effekt zu veranlassen, "

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Meteorologtschc Beobachtungen.

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7, 1,111].- 6 Uhr. ][) Ul-r.

[.:-Käme]: . . . . 334,45", 1,3k,|334,55„,['äk.!335,28m1'äk- Üuekla'örme 7,40 Ü- ]„ustu'éinue . . . + 9,3" 3. + ]8,50 ".|+ ]],40 li. [**]ussß'äkme 12,50 li. “[[-1111111111111 . . . + ö,!“ ]L. '+" 4,60 ". + 4,80 ll. "0116111731411? 10,00“ “. "unsexöuixunx 78 pCt. 34 9171. 55 ]1[*t. 1103011051005 0,013„1111. "“Otto!“ . - . . - . kexnixx. bezogen. [107,0Ze-1n Kieäerscmas 0,009 kb- 0. 80. X(). KY'ärmcK-ztrch'] +]9,10

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Donnerstag, 9. Mai. Die Lottonummcrn, Singspiel in 1 Akt. Musik von“)k.Jsonard. Hierauf: Die Insel der Licbe, phantastisches Ballet in “.I Akten, von P, Taglioni. .

Zu dieser Vorstellung bleiben die bereits gekauften, mitMtttwoch bczcichnctanillcts gültig, auch Werden die dazu noch zu verkaufenden Billcts mit Mittwoch bezeichnct sein.

JnPotsdam. Aqullerhöchsten chchl: Der zerbrocheneKrug. (Herr Döring: Dorfrichter Adam, als Gasirolle.) Hierauf: ].a ().-1011110110, getanzt von Dlle. Louise Weiß, Schülerin der 7107111611110 ['10)/«'1|1: (117 93115. Daun: Das Liebes-Protokoll, Lustspiel in Z Ak- ten, Von Baucrnfcld, (Herr Döring: Banquier Müller, als Gast- rolle.) Zum Schluß: ].:- (2100071011-10, auSgcfiihrt Von Dlle.Weiß.

Freitag, 10. Mai. Zum erstcnnmlc: Richelieu, Schausyjkk "" 5 Abth., von Vulwcr, iiberscyt von L. Braunfels. (Herr Dormg: Kardinal Richelieu, als Gast_ro_ll_e_.)_____

Üönigsstädtischcs Theater.

Donnerstag, 9. Mai. Des Schauspielers-lthe Rolle. Lustspiel mit Gesang in 3 Akten, VZ)" Jklcdklch Kaiser, (Mad. Hellwig, Königl. sächsische Hof-Schausptclcrm: thtchen, als Gqstrollegx

Freitag, 10. Mai. Zum erstenmalx: Besser frithxr ww später. Lustspiel in 3 Auszüge", "„sich dem Franzosischen 'von J.Heine, Königl. sächsischem Hof-„Schauspxeler- (Mad. Heilung, Kömgl. sächsische Hof-Schauspieler'm: Helotse, als vorleyteGastroUe.) Hierauf : Mitten in der Nacht.

5% (111. 100754, .

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Uacb einmalige- Üeobucbtuuz.

Raabmiths 2 Uhr.

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Verantwortlicher«Äedacteur ])r. J. W. Zinkcisen.

Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei. Beilage

777 Beilage zur Allgemeinen Preußischen

Inhalt.

Deutsche Bundesstaaten. H a n n o v r r. H a n n o v e r. Verhand- lungen beider Kammern. _ W ü rtt cm b er g. S 1 u ttga rt. Einrichtung der Straf-Anstalten. _- Bad 1 n. K a r l s r n h c. Verhandlungen dcr zuwi- ten Kaznmer. _ Hohenzollern -- Sigmarigen. Jnncringen. Altctthuxner. -- Schreiben aus M ain ;. (Deutsche Koloniccn in Texas.)

anukredlch. (“)Zchreiben aus P a r i 5. (Blick nach Guadeloupe; d i e P re ssc m Sar inien.

La Plata-Staatcu. Schreiben aus Paris. (Schildcrhebung gegen den Dj_ktator Rosas.)

Ostmdien. P art“ 6. Neue Nachrichten mit außerordentliche! Gelegenheit.

Handels: und Börsen:Nachrichten./ L o n d o n. Matktbericht. - A msterd am. Börscn- und Marktbericht

Ausland.

Deutsche Bundesstaaten.

Hannover. Hannover, 3. Mai. (H. Z.) In der Sißung dcr "ßen Kammer vom 3017011 0. M. gelangte der Antrag der *))?ilitairKom- mnsron, das Kabinrts-Schrcibcn vom 21. März d. J. iiber den Militair- Etat betreffend, zur Vcrathnng. Er ging dahin: Stände: wollen nachste- lYndc Erwicderungan das Kabinct Sr. Majcstät bcschlicsxrn: „Wenngleich Stande aus dem Kabinrts-Schret'bcn vom 21, März d. I., den *))kilitair- Etat. betreffend, mit Bedauern haben entnehmen miiffcn, daß die in ihrer Ertmrdcrung vom 27. Juni 1842 im Allgemeinen, und insbesondere in thrxndcr Augmcntations-Fmgc, ausgesprochcncn motivirtcn Ansichtcn bci 310111gl1cherßkcgicrnng keinen Eingang gcfuudcn haben; so mliffcu doch Stande bet den damals ausgesprochenen Ansichten lediglich beharren, upd haltcn demgemäß sowohl die cingcfiihrtc Augmentation, als die Verwcndxmg der bei dcr Militair-Verwaltung cintrctcndcn Etspa- 1'1111gc11 zu d1escm Zwecke, dcn Bcftimmnngcn der im Jahre 1833-34 vcrabrxdctcn Regulativc, auf Welche fich dcr §. 150 des Lauch- V11f0111111gsGes1-xxcsbezieht, entgegen; lcxztcrcs namentlich aus dem Grunde, lvctl- dadmch die Ansannnlung cines Kricgsschaxch, wo nicht unmöglich, doch ,in hohczn Grade :tnwahrschrinlich gemaä)! Wild. ancm Stände diese 1011: Ansxckxx dcr Königlichcn Regierung wiederholt zu 1100111111 zu ge- bcn fxtx 11110110ß11ch halten, behalten fie sich in Bezug anf dcn gegenwärtig 01121 010111gl1chcr (chcraMaffc erfolgenden Zuschuß zum Militmr-Ctat vou WWW 45,237 Rthlr., Welchen sie als eine nothwendige 2111090bc nicht 011- crken11cn-k01111cn, hevor, auf dicscn Punkt bei cmdcrtvcitcr chnlirung drr ch'halnuffe der Königlichen Gencral-Kaffe und der Gencml-Steucr-Kasse (§. 1:59 dcs Landrs-Verfassungs-Gcschs) zurückzukommen.“

„_ ,Nach Verlesung des Antrags nahm ein Mitglied dcr Militair-Kom- anstou das Wort, um dénsclben näher zu erläutern und zu begründen. - .)lm Anfange und Ende des Kabinets-Schrcib'cns sprcchc sich die Regierung eutschtcdcn gegen die Beschlüsse der Stände vom Jahre 1842 ans, cin'e Ernc_11crung des damaligen Streites fiir die erste passende Gelegenheit in AllMcht ftcllxnd. Inzwischen habe die Regierung nicht allein ausfiihrlich mottvtrtc Wunsche und Anträge der Stände ganz unberücksichtigt gelaffen; sie habe anch festen ftändischcn Beschlüssen entgegen, um ihre Ansicht duni)- zusnhren, zu A11skunftSn1ittcln gegriffen, die mit der Verfassung nicht völlig m Einklang 311 bringen seien. Nach dem Schlusse dcs Kabincts-Schrcibeus sei von der Königlichen Regierung beschlossen Worden, die in voriger Diät entstandenen Differenzen iiber den Bedarf des Militair- Etats auf sich beruhen zu lassen“, die Kommission habe deshalb zu prüfen gehabt, ob cin Gleiches der Kammer zu empfehlen sei, und in wie weit es obne Gefährdung ständischer Rechte geschehen könne. Sie habe dabei znwi Wege wcrfolgcu können: entweder dem Hause einen Antrag auscscitignng der von der Regierung cingcschlagenen Maßregeln vorzulegen und zu cm- pfchlcn; oder nur zu priifcn, ob und in wie weit der von dcr Regierung eingeschlagene Weg ständische Rechte bcciuträchtigc, sowic fich dagegen zu verwahren, falls es nötlyig sein sollte“. Der erste Weg Würde zu einem Rc- snltatc nicht führen, und die Sache wieder auf den Standpunkt bringen, ivo sie" sich vor zlvciJahrcn befunden. Die Kommisfion also habe den zwei- ten Weg eingeschlagen, und bei dcr Yrüfung, in wie Mit inder Regierungs- Vorlagc einc Kränknng ständischer * cchte zu finden, diese in zwei Theile zerlegt, und zwar erstens untersucht, ob die Ueberschüffc nach dem Rc- gulative von 1843-44 verfassungsmäßig verwandt wordcu, zweitens, 1vie es sich mit den Uebrrschiissen dchöniglichcn Gmeral-Kassc Verhaltc. Riick- sich11ich dcs crsicnPunktes seien die ». 150111113151 de6“LandeSverfaffungs- (Hrschs maßgebend. Hierin Werde vorgeschrieben, das; die gegenwärtig fcsißchenden Summen nach den bestehenden Grundsäsen bei der Bewilli- gung des Ordinariums bchuf drs Militair-Etats zur Richtschnur dienen, und die daraus gemachten Ersparnisse zur Bildung eines Kricgsschaßcs benny: werden sollten. Wohin die Nichtbeachtung dirserVorschriften geführt habe, bchisc fich am besten durch die sonstigen, in Betreff des Mtlitair-Haus- haltrs gemachten Vorlagen; abgesehen von den bchuf dcs Zeughausbaucs angesprochenen Summen, habe die Kriegs-Vcrwaltung nicht einmal das bei Lüneburg vcrschosscne Puwer bezahlen können. Den zweiten Punkt, die einstweilige Uebernahme drr Augmentation auf die Königl. Kasse nnlangend, so sickle das Kabinets-Schrciben den Grundsatz auf, daß die Bcftrcmmg dicser Zuschuß-Smnmc an und für sich der Landcs-Kaffc obliege. Da- gegen sprächen folgende Griinde: Nach §. 141 des Verfassungs- Gescßcs ficlcn ncu entstehende Kosten der Landes-Vcrwaltung znnächsi auf die Königliche Kasse; ferner verordnc §. 136, daß die reinen Einkünfte aus den Domainen und Regalien zur Bestreitung eines fiir Unterhaltung des Heeres zu leistenden Beitrags verwandt werden sollten. Was dann msbc- sondere die Verwendung der llcbcrschiisse in der Königlichen Kasse betreffe, so sei cincsthcils durch die Vorschriften des Verfassungs-Gcschö namentlich §. 145 hierfür feste Bestimmung getroffen, anderemheils hätten Stände cin wesenlliches Interesse dabci, Weil die Königliche Kasse in die Lage kommen könne, das; fie Zuschüsse aus der Landes-Kasse bedürfe. Aus d-(esen Grün- den habe die Kommission die Vcrwmdung dcr Ueberschüffe Königlicher Gc- neral-Kassc zur Vcstrcitnng dcr Zuschußsumme fiir verfassungsmäßig nicht halten können.

«Dieseerrthcidigung des Konnnisfions-Autragcs fügte ein anderes Kom- 1111s|1ons-Mitg1icd noch einige unterstützende Bemerkungen hinzu, woge en "." Mitglicd der Kammer in anssiihrlicher Dmßellunq den Inhalt des 0- bmctsschreibcns rechtfertigte. Zuvöxdcrsf glaubte der Redner fich egen dic Anficht verwahren zu müssen, als habe dte Regierung friiher getro enchr- abrrdungeu verletzt und gcgchestimmungen dcs Verfassungögcseßes gehan- dxlt. Diese Anficht finde ihre wesentliche Stiiße darin, daß im Jahre 1833 ('11l"fksics chulativ über die Formation der Armee zwischenRegic1ung und Sta_nde11 vereinbart woxdcn. Dem sei aber nicht so; das; die innere Or- ggntsanqx! der Armee St.Majcstät dcm Könige allein zu bestimmen nslchc, ski cm langst fxstftchcndcrVerfassuugö-Grundfos, derim §.8dcs Verfa 1111 s- gesetze; |sch1if111ck1 fcftgcstc'llt wordcn undimmcrwcrde bleiben müssen, solle mcht dcr Kdnag dre Wesentlichsten Rechte aufgeben. Allerdings sei im Jahre 1833 Stän- den eme dktgillirte Mittheilung iiber den Bestand dcr Armee gemacht, indeß nur in der _Ahstcht, nm derselben die moralische Uebcrzeugun zu geben, daß die zu hewtllagcnde Summe im Ganzen ersorde1lich sci. EJR nun diese Be- willrgunz als ?lvcrsum _gefordert worden, so hätten auch Stände, ohne nä- here quslmg dxs Dctmls, ihre Erklärung nur im Allgemeinen abgegeben. Aus d1csen Grunden könne er das Besicxcn eines Regulativs, wodurch die chkcrunkz innerhalb des bewilligten Aver ums in der Organisation gebunden würde, n ck! zugeben; dcöhalkaych nicht einräumen, daß §. 150 des Ver- sassungs-Geseycs ein solches nncrkenue. So lanY die Regierung neue An- forderungen uicht mache, habe fie riickßchtlich dcr rrwendung dcr feststehen- den, mit Ständen vereinbarten Summen, nach §. 8 des Verfassungs-Gc- seycs gan freie Hand. Was dann die Verwendun der 45,237 Rthlr. aus der Königéichcn Kasse bctkeffcnd, so seien in. dieser ückßcbt zwei Punkte zu erörtern: 1) In wie weit die Re ierung überhaupt das Recht habe, Mit- t„el der Königlichen Kasse für die mm zu verwenden; 2) wie weitsie hier- uber Ständen Rechenschaft zu geben verpfiichte1 sei. In erßer Beziehung spreche 5. 136 die Berechtigung amddrücklich, und zwar unnmschränkt aus;

lcyterxs weil cine bestimmte Summe nicht génannt scj, die Ajbficht eincr Brschrän- kung der Königlichen Disyvfitions-Vrfugtysse aber mcht präsumirt werdcn könnt. Hieran reihte fich die zweite der oben h'UZKÜÉUt?" Fragen, in wie weit die Vcrwendung von Ucbetschiisseu aus der onzglrchcn Kaffe eincr ständischen Cognition unterlicge. Hierüber emhtcnen, dte §§. 142 und 143 des Ver- faffungs-Gescßes Vorschriften, wonach, dre Reg-rrung bci Eröffnung eines neuen Landtages, den Ständen über dte Anleguyg und Verwendung eines Ueberschusses Mittheilung zu machen habe, und cm entsprechender Theil dcr Auögabcn der Landes-Kaffe abgenommen werden so_llc, wenn sich während der Dauer eines Landtages eme dauerpdx Verbencrung dcr Königlichcn Kasse herauögcstellt habe. In dieser Rücksicht sei also eine rüsung noch nicht an der Zeit, weshalb er auch insofern gegen den Sch uß-Saß dcs Kommissons-Antmgcs nichts eiuzuwcndcn habe. Dagegen legte der Red- ner aUSdrückliche Verwahrung gegen den Saß cin, wonach die Regierung den Bestimmungen der chulativc, auf wclche fich 9). 150 des Landes-Vcr- fassungs-Gesctzes beziehe, zuwidergehanch haben solle.

Gleich ihm vcrtheidigten das Verfahren der Regierung noch fiinf an- dere Mit lieder, so wie sich verschiedene andere für den Kommissious-Antmg außsprachu. Schließlich wurde diescr in Frage geßcllt und untcralleinigem Dtsscns der erwähnten 6 Mitglieder angenommen,

Zu der Sitzung dcr zweiten Kammer vom 30. April wurde die zweite Berathung über den Entwurf cinerDimsiboten-Ordnung begonnen und bis zum §. 22 geführt,

Württemberg. Stuttgart, 80. April. (N. K.) Man will hier in nächster Zeit eine Straf-Anstalt bauen und darin das pcnusylvanisckyc Sysfcm, d, h. die einsame Haft bei Tag und Nacht, einführen. Die Regierung hatte ?))?änucr der Technik und Wiffcn: schaft nach England geschickt, die nach gcnommcncm Augenschein sich giinstig iibcr dicse ncuc Disziplin ausgesprochen haben.

Baden. Knrlöruhe, 1. M01“. (B.Bl.) Zu der hctttigcn, dll“ 6017111, SiYUUJ der Abgeordnctcn--3“iam11111* wurde die chthung iiber den Entwm'f dcr Straf-Prozcß-Ördmmg fortgesetzt. *Die Er- örterung begann mit dem 19tcn Titel von dem chvkisc in Straf- sachrn (§. 229.) Ein Antrag zu P'. “.?-“ZZ, 2:34, nach wclchcm dkm Vor dem unkersuchcnden Richter abgclcgtcn Geständnis; drs Angeklag- l'cn nur die Eigenschaft eines m1ßergcrichtlichenGcständnisscö beige- legt Werden sollte, Wenn es in der öffcntliche'n Sitzung widerrufen wiirde, ward Vcrworfcu und der Ll1*t.*„':Z-1 (nach der Fassung der Konnnission) angenommen. Eben so wurde nach einigen Debatten der Art. “.?-11.“- (ch 31“ommisfions-Entwurfs) anfrccht gehalten, Wllchl'l' vcrlangf, daß gcgen Niemand auf Indizien erkannt werden darf, der nicht nach seinem friiheren Lebenswandel, persönlichen Eigenschaften odkr besonderen Beweggründen znr That des Verbrechens verdächtig ist. Man gelangte bis zu §. 257 im folgenden Titel: Von den Rechtsmitteln.

Hohenzollern-Sigmaringen. Iuneriugen, im April. (S. M.) Von lange her ist unser hoher Alport durch aufgefundene Alterthiimer bekannt. Oester sind schon römische Münzen gefunden worden, eben so SchMrter, Spieße, Degen, Aschenkri'tgc, ansgc- maucrtc Gräber, Grabhügel mit vcrkohltcn Knochen 0. s. w. Ju neuester Zeit stieß man bei dem Graben cines großenVicrkellerö auf eine Menge menschlicher Skelette, nur drei Fuß unter der Erde in Gräbern, die gegen einen Schuh in Felsen gehauen, oben aber mit Dammcrdc zugedeckt waren. Die Köpfe lagen egen Abend, auf der Brust hatte jedes Knochengerippc eincn fausigroFcn Stein, der gegen den Körper hin kohlschwarz war, als wäre er im Feuer gelegen gc- jvcscn. Von Metallen und Kleidern keine Spur. Beim Anriihrcu löste sich Alles in Staub auf. Jedes Grab war Von dcm anderen einen Schuh entfernt und je nur ein Todtcr darin. Nach den (Hl- beinen zu urthcilrn, enthielten unsere Gräber lauter Männer, cénige bei sieben Schuh lang.

(( Nkaiuz, 2.Mai. Dic krebsartig fortwuchcrndcnKrankheits- Erscheinungen imVolkslebcn leugnen zu wollen, hieße cin ncologischrs Kun stück jvaqcn, dessen Gelingcn nicht zu erwarten sicht. Selbst in ezug au die Motive, die das Krankhastc der heutigen „Zustände erzeugten, oder mindestens in hohemGrade steigerten, fängt man an, klarer zu sehen. Es gehört auch keine bcdcnkrndc Ticfe dcr Spreu- latiou zu dcr Feststellung des Axioms: daß da, wo man die Quellen zerstörte, aus denen eine mäßigeBevölkcrung ihre Lebenskraft schöpft, cine künstlich geschaffene Ucbervölkcrung unmöglich frohes Gedeihen zu finden Vcrmag.

So deutlich man aber auch das Uebel und seine Ursachen er- kennt, so Weit entfernt ist man doch von dem Gedanken an eine Radikal-Kur; ob eine solche möglich und wie dieselbe einzuleiten sci, liegt hier außer dem Kreise unserer Betrachtungen indes; selbst die Verschiedenstrn politischen Niiancirungcn kommen darin überein, daß sie die Aanndung möglichst wirksamerPalliativ-Mittcl fiir drin- gend nothwendig erachten.

Vor Allcm erscheint als cin solches dic geregelte Auswande- rung, die Gründung deut cher Koloniecn untcr möglichst ge- sicherten und günstigen Verhältnissen. Die solchrrgestalt angeregten außereuropäisckxen Verkehrö-Bcziehungcn, werdcn alSdann wirksamer noch als die Auswanderung an und fiir sich, dasntatericlleVolkswohl fördern helfen, ,

Es handelt sich demnächst Vor allen Dingen darum, emen quf- tigen, nachhaltigen Anstoß zu geben, um endlich auch einen gement- samen Beschluß zu bewirken. ,

Dieser Anstoß aber ist Ygebenl, und zwar von cmer Scatc her, von der für unser deutsches aterland, allen schcelsiichtig Verleumdc- rischen Stimmen zum Trotz, schon viel Großes und Gemeinnüyrges „elcistet ward. Eine alle Garanticcn gewährende Actien-Gcsell- chaft trat aus früher reichsunmitielbaren Geschlechtern zusam- men, um eine deutsche Niederlassung von bedeutendem Umfan e in Texas zu begründen., Mehrere souvcraine, deut- sche Fiirßen, dic vielfachen Vortheile erwägend, Welche die-Realtsi-rung einer so patriotischen che ihren Völkern zu,bieten versprtcht, zöger- ten m“cht, sich diesem Unternehmen anzuschlteßen, und es sind ge-

ründete Hoffnungen vorhanden, dasselbe zu einem durchaus gement- amen heranreich zu sehen, '

Ein Programm, dazu bestnnmt, das deutsche Publikum mtt den Details dicses Colonisations - Planes bekannt zu machen, sollte schon im vorigen Monate der Oeffentlichkeit übergeben wer- den. Da indcß der Verein zu fernem vornehmsten Augenmerk nicht, wie ma„nche dergleichen Colonisations-Gesells often, ciuc schwindelnde , Fayanz - Speculation emacht hat, ondern sich tm Gegenth'etl dre Wohlfahrt und Si erstellung der deutschen Ein- wanderer, “dae _sich seiner Vorsorge anvertrauen wollen, vor Allem an- gelegen sem läßt, so hat er es vor ezogen, die Veröffentlichung sci- 11es Programms so [an e hinauszus sehen, bis er die Details eines 111 der [exten Kongrcß- ivuug angenommenen Geseßes kennen grlcrnt haben ward, in Welchem noch eimge Feststellungen über die Verhält- uiffe der deutschen Kolonie zu erwarten sind. Die endliche Publi- catiovz des Programms steht baldigst in Aussicht, und behalten wir uns mdessen vor, durch zuverlässige statifiische Angaben unterßühk,

Zeitung.

Donnerstag den 9ten Mai.

das größere Publikum mit dem Lande näher bekannt zu machen, das voix so großcr Wichtigkeit für den deutschen Handel zu werden vek- sprtcht., Die Wahrheit dieser unserer Ansicht dürfte darth die Sen- dung cmes euglischcn Agenten nach einer deutschen Hau tsiabt beilä- Zagt werden, der, wie wir aus sehr guter Quelle verbürgen önnen, dahin mstnzrrt w.1xd, um jeden Preis die Ausführung des Unternehmens zu handertrczbkn. Dagegen wurden zwei englischen Colonisations-Ge- scgschq-sten m Texas von dem dortigen engltschen Geschäftsträger be- retts mzßcrst giinstige Konzessionen vom Kongreß erwirkt.

_,Dte englische Handels-Politik ging dabei vorzugsweise von dem chxchtspunkte aus, daß 0011) dem Aufhören der Sklaverei“ in den südlxchcn Staaten der Union der Hauptmarkt fiir die Baumwolle ck 111 Teras bilden müss, dessenVoden und Klima Weit geeigneter für i re Erzeugung ist, als selbst die südlichen llnions-Staaten - und daß außerdem die deutsche Kolonie bald ein Stapelplaß für den Handel chtschxands mit Mexiko skin xvrrdc, wozu ihre La e unsern der mcx1k0111schcn Gräuze, mit guten Communicationömitte 11 vom Meere her, sic vorzugsweise geeignet macht.

Wir verlosen fiir diesmal diesen hochwichtigen Gegenstand, mit der Crwarßung, in dcr esantmtcn deutschen Tages-Presse ein Echo unserer srctmiitht'g attSJchoxhcncu Ansicht zu finden: denn von de“- nen, die sich Vorzugsweise die erhabene Mission vindizirt haben, das giinstige und materielle Wohl dcö Volkes zu überwachen, läßt sich

100k)l„111111ch11111t, daß sie mit 011111 Kräften und mit Beiseitesehung klk!!!ltchlk Pgrtci-Rücksichten cin Unternc'hmen unterstüßeu werden, an- das sich so 11105116 Hoffnungen für unser Vaterland knüpfen. '

Frankreich.

(*) Paris, “|. Mai. Der Minister des Seewesenö und der Kolonéa'cn hat neulich cim“ Deputation der Pflanzer von der Insel Guade- lonpc empfangen, wrlshc vvrkurzcm in Paris eintraf, um der Regre- 1'111111 die Pläne zur Wicderaufbaunng der durch das lehte Erdbeben zrrstörtcn Stadt Point 0 Pitrc vorzulegen. Nach diesem Plane, wel- ckcr unter der persönlichen Leitung des Vice-Admimls Gourbeyre, Gorwrx'ncur von Guadeloupe, entworfen jvurde, soll die neu zu er- baucndc Stadt Vor den vcrdcrblichcn Folgen eines Erdbebens oder einer Fclm'sbrunst gcsichcrt bleiben. Die dicsfälligen Arbeiten sollen von französischen Handwerkern ausgefiihrt werden, welche, bevor sie Frankreich vorlaffcn, um nach Guadeloupe sich em- zuschiffcn, einen ordentlichen 'Dingungs-Vertrag zu unterzeichnen ha- ben, daxnit nicht ctwa später durch deren übertriebene Forderungen_ odcr bösen Willen die Ausfiihrung dcs fraglichen Projekts gehemmt Werden könne. Da die bisher eingegangenen Geld-Untersküßungen bei weitem nicht hinreichcn, um die Kosten des Wiederaufbaues der Stadt Point Z' Pitrc zu decken, so hat das General-Conseil von Guadeloupe cine Anleihe von 20 Mill, Fr. votirt, wozu“ jedoch die Vorläufige Sanction dcr chicruug erforderlich ist. Baron Mackau, welchcr als ehemaliger GoUVcrncnr vonGuadeloupe mit den dortigen Zuständen sehr vertraut ist, hat der obenerwähnten Depu- tation dic wärmste Theilual)me am Gelingen ihres Unternehmens be- zeugt, und versprochen, daß er für seinen Theil das betreffende Pro- jekt nachdriicklichst im Minister-Rathc untersiühen Werde.

Das Journal la Presse hat die Erlaubniß erhalten, nach den sardinischen Staaten expedirt werden zu dürfen. Es ist das erste konservativ-dynaftische Blatt, Welches diese Bc ünstißung erhält, denn Weder der (vlove, noch das cinsmßrelcye ;; urn 1 des Oezoars konnten bisher, ungeachtet der persönlichen Verwendung des Herm Guizot, den Eingang in Sardinien erlangen. Die dj_yztére; (10 1,111'15, wclche vom Journal des Débats veröffentlicht wurden, und die Angriffe diescr Blättcr gegen den Klerus haben ihm in Sar- dinien das strengste Verbot zugezogen, Welches, aller Wahrscheinlt'chkeit nach, nicht so bald aufgehoben werden dürfte.

Ca Plata-Htaatrn.

» Paris, 2. Mm“. Die neuesten Nachrichfen aus Buenos-A res vom 0. Februar lauten schlimm fiir die Herrschaft drs Diktators Ro as. Cin im Dezember begonnencr Aufstand scheint seitdem sich immerweiter ausgebreitet und auch ein brfrächtléchcr Theil der Truppen daran Theil genommen zu haben. Mehrere Provinzen des Innern der ar- gentinischen Republik sollen bcrcits in offener Empörung sein. Das Signal zum Losbruchc des Aufstandes gab die Provinz Salta am 12. Dezember v. I., die National-Miliz der Hauptstadt dieser Pro- vinz und eine Truppen„Abtheilung, unter Führung eines Oberßen Prcchi, schkosscn sich sogleich an. Am 16. Dezember ergriffen alle von Rosas dort cingcsrßtcn Behörden die Flucht, auf welcher aber einige noch erreicht und nach der in jcnanändern iiblichen grausamen Sitte ohne Erbarmen niedergcmacht wurden. Die Jnsurgenten zogen dann gcgen Sujuy, von wo gleichfalls nicht nur die Behörden dieser Stadt selbst, sondern auch die von Salta, Welche sich dahin geflüchtet hatten, entflohen, alsxsic von der Annäherung der" Aus?». standenen hörten. Dcr PlaH-Komnmudant Don Rufino Valle a er fand es mit der Garnison geratheu, sich denselben anzuschließen. Don Andreas Zenarruza wurde zum Gouverneur von Sujuy, Don Toribio Tcdia zum (HoUVerncur von Salta ernannt. „Der Brigadier Rude- sindo Alvorado, dcr lan e Zeit als Flüch-tl-ing m Volzvm, gelebt hatte, übernahm den ObrrbefeFl iiber die verenugten Strextkräfte. Darauf wurde ein Manifest erlassen, worin die Beweggründe dargelegt wur- dcn, warum diese Provinzen von der Conföderanon sich losirrnnen wollen, „so lange fie unter der Leitung des Tyrannxn von Buenos- Ayres stehen wiirde, und erklächn, von dtesem Augexblicke an Rosas jede VoUmacht zu Verweigern, sie 111 irgxx1d rechnt Akte _bet'den auswärtigen Mächten zu vertreten.“ Im Januar zahlten dle Streitkraße des Aussent- des, die anfangs nur 500 Mann stark gewesen 100ren, betetts 201 10 Mann, und hatten bereits zwei Punkte 011 der Granze der Provinz Turu- man- inne, wvlche geneigt schien, dae begonnene Bewegung zu Unter- stiißcn. Auf dem Wege dahin waren zehn Soldateq von dem ehe- maligen Corps dcs unglücklichen Gcnergls Lavalle, dre bisher unter Führung eines längft todt gcglmzbtcn jungen Mannes Namens Kl- varez in den Wäldern umhcrqctrrt waren, zu „den Agfgesjandenen gestoßen, Welche durch diese erfuhren, daß auch dre Pronz Meudoya im vollen Aufruhr gegen den Daktator Rosas se1. Der Anschluß des Gouverneurs Lopcz von Cordova an den Aufstand wyrde erwartet. Rosas selbst schien iiber diesc Vorgänge lxbhastbeunruhtgk, lebte übt!“-

cns noch immer ganz zurückgezogen m1t semer Tochter und suchte Feine Bcsorgniffc möglichst zu vrrhehlen. _

O [ t l n d t c n. atis, 2. Mai. Die Regierung hat (iibcr MKM?) N _ck .

richtrnPaus Ostindien bis 18. März erhalten; sie sind 11111, '_ = ' .- ordentlichen Post aus Kalkutta eingelaufen, enthalten„ ' von Bedeutung. Alles war ruhig in Indien Und„ von einem Aufruhrversuch erzählt, der in einem 7, ausgebrochen und gleich unterdrückx worden Höß.- ;; und ein Theil der mitgekommcnen Depeschen ß»

blieben und warten dort auf die Ankunft der reg1ckäßimg* '" Mail vom 1. April. ' * * .