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“ V weis “u führen herben, daß diese Judi- “."dm “Z“ZLnFsFLFYL T*Feffeenben ?Schiffes gehort hgben; au;o drew"; FM SW:“: genchtfertigte Reclamation soll die Auslieferung ew! tg
""den“ “ ek ri en find, sollen fie zur Disyofition Wenn ;eJZFZXTFFZ-YF Kognsififln, Vice-Konfuln oder Handels- ", gedachetixem auch können ste aufRequifition und Kosten des reklamiren- AgenÉeFeis in den Gesänqniffen des Landes fcstgehalten werden, um dem- ““a den Schiffen, dcnc'n fie angehören, oder anderen Schiffen, derselben Ztaéion zugesendet zu werden. Würde aber dicseanucksendung nicht inner- ha?b zweier Monate vom Tage ihrer Verhaftunß an [erfolgen, so sollend fie in Freiheit gesest und wegen derselbcnUriache nicht wieder verhaftet rver en. Es versteht fich jedoch, daß, wenn der Desertrur irgend em Verbrechen oder Vergehen begangen haben sollte, seine Auslieferrrng„arrSgeseyt werder; darf, bis der Gerichtshof, bei welchem'dte Sache mihangig isi, sem Urthei aUSgcsprochen haben und dieses Urjheti vollstreckt stin wird. . d ** Art. )(Plll. Die Untrrthanen eines reden „der hohen konirabtren ext Theile, welche in dem Gebiete des anderen Tberies 1th 97273" Zirkunsdt Erbschaften zu cxhcben haben, oder welche ihr Ergcnthum oderbnektcnirgcn einer Art von dort herausriehen wollen, sollen keine andcrcn Abg'gbcn, Lasten odcr Auflagen entrichten, als, solcbr, welche unter gleichen Umstanden von den Nationalen zn enrrichten sem wurdcn, „ . , * Art. )(!)L Jhre Allergetreucsie Maxcstat erklaren, bereit 3_u sern, dre Bestimmungen des Legcnwärtiges Vertragxs (mit Ausmrhmc jedoch der- jenigen, welche die Schifffahrt und den (Ferhandcl bctrencn, und rondcl) nur auf die Beziehungen zwischen Preußen und Portuggl A::rvcndung sm- dcn können) auch auf diejenigen Staaten des dentxchen (Zoll-Oercm? rntzu- wenden, welche etwa den Wunsch zu cPrxncn geben werden, mit Jortugal “ “b““ltni der Re Prozétät _;u c cn. | , m M?Tthéka. ßDrr chcznxwärtigc Vcrtrag soll bis 513111 1. Zannqr 15545 in Kraft bleiben. Wénn der eine dcr hohen kommrrircndcrr Tbcilc nicht dem anderen seine Absicht, die Wirksamkeit des Vertrages aufboxxen zu WLW mittclst einer offiziellen Erklärung scch Monate vdr dem !. Exxammr FLH angezeigt haben sollte, so wird der ertrag noch_b1s zum 1. xxrrnuar x'“ verbindlich bleiben. Von dem 1. Janrrar 18.)4“an soll derselbe scmc Rechtsbcständigkcit nicht anders verlieren, als zwoif ?)koiratc rrarbdcm der eine der hohen kontrahirendcu Theile dem anderen scmc Ubjlchk erklart haben
“d i n nicht erner aufrecht halten ;u lvollcrr. , w" ,?lLt. )()(1.f Der gegenwärrige Vertrag wird vvyn dcn hohcn koritrahi- renden Theilen ratifizirt, nnd die Ratificationcn demelberr soilcn zu Berlin binnen drei Monaten nach der Unterzeichnung oder wo moglich noch fruher
1 s cwccbselt Werden. „' _, „ *" anr Urkunde desen haben die beiderseitigen Vcbollmachttgtcrt dcn Vcr-
mter eichnet und ihre Siegel bcigcfügt. “ trag ÖSV Zeschchen zu Berlin, den zwanzigsten Februar (xmtarrscnd acbt hundert und vier und vierzig. (gez.) Bülow. Reudnfsc.
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- rovin ommern. Am 17. Jimi beging zu Greifs- waldeer PräZidYt des Königl. Hofgerichts bon Pommern„GuLav von Möller, das Fest seiner 50jähr1gcn amtlichen Wirksamkcit. 4er Lber-Appcllationsgerichts-Präfident])r.(§2b'ße irbxcmrgab drm lwrbvbr- dienten Jubilar im ?lnftrage Sr. ngestai de? Kontgs dLZ"s'J"'k" dcs Rothen Adler-Ordcns zweiter Klajse nntEichenlaub. „Ursa? „ins- zcichnung haben Sc. Majestät durch ein gnadrges Rabmctsschrerbcn zu erhöhen geruht, welchcs also larrixt: * ,
„Der heutige Tag, an wclcheijrc guf eme vdlleiidcix fnrrfzrgxab- riqe Dienstzeit zurückblicken, Wird nnr Recht ein festolrchcr sem fur die große Zahl Ihrer Familie und Freunde. Auch ckck we'rsagc es Mir nicht, Ihnen Meinen Glückwunich zugeherr zu laisxn m Bezug auf die Vcrdiensilichkeik Ihrer Arniöfiivrrrng wahre-nd eines" so larr- qen Zeitraum:“; in einem bedeuicudeu Wirkungskrcrsc. Wogen Sie die erhaltenen Zeichen der Anerkennung Jbrer Vcrdrerziic noch lange tragcn und sich dabei Meines Wohlwollens stets ermnern.
1“, un“ 1844. PotSdam, den / Il Friedrich Wilhelm.“
“ “t“ wurde dethubikar ein nichtmindcrhuldvokies Sihl?!“- ben ZWEITE? Hoheit des Prinzen von Preußen: bchandrgi, so wrde eine sehr giitige Zuschrist Sr. Cxccllcnz_dcs errit Skaaks-sllctlt Justiz-Ministers Mühler. Der xn Straljund “restdrrcnxc schirm? [Lyse Konsul überbrachte im Namen seitrcs Souvcrams dic xznstgrnexd- e Nordsiern-Ordens. Ihm folgten dix HerrenLaudkasikns-Bevolimach- tigten, welche im Namen der Stande eme sehr wcrthvvllc silberne
Schale überreichten.
vin ren zen. Laut der St_aats-, Kriegs- .und Friean'L-ZZiJng ?ammelten sich am Aberrd des 21; ZUR; dre Dienstmädchen zu Wehlau auf dem Markte, m der Absicht, em-m; Gefänqniß siHendes Dienstmädcch zu befreien, was ihnen jedoch m'cht gelan *. Am “LMM Abends wiederholter? sie den Versuch, untersirrß von émigen Arbeitsleuten, von denen einer berhastct ward. 'Seinje Kameraden wollten ihn ausgeliefert haben,_und das Volk Verlies sir) erst, als die Kiirassiere auf und ab durch die Menge ritten. Sic? en- dete der Straßen-Auflauf und zog [:mrge Verhaftungen nach s ).ld- Vom 1.Juli ab tritt ein neuer Tarif zur Erhebung der HafenJr „er, der Abgaben iir die Bennßung besonderer Anstaltch und der Gebrrh- ten für gewi e Leistungen im Hafen zu Memel in Kraft. ©1511??- zeitig hört die Erhebung des angezolleb, und des „Baumgcldlcs Vo_ tg auf. Das Hafengeld beträgt hiernach fur dreSleffslast. (4030 Psd!) von Schiffen mit Ladung 9 S r. und von Schtnen unt Ballast 45; Sgr. beim Eingang und beim ' usgang.
roviu Wet haleu. Durch die Vollendung der Lenne- ftraßeUTon WeZdin biß ?Rönkhausen ist „nunmehr das Lenrrethql, un- streitig das sehenswiirdigste der westlichen Prodrnzcn diesseits dis Rheins, in seiner ganzen Länge zugänglich gewordezr. Semc Nalin- schönheiten und malerischen Ansichten w/exrdcn gervtß bald zthrerchc Reisende anlocken, zumal Wenn erst das Schloß Altena, ch seh'n- lichst gewünscht wird, zum rechten Schmuck des Thales erhoben rst.
Ausland.
Deutsche Bundcsstaatcn.
'“ “ rei Ba ern. Die Nachrichten aus_Ingolstadt reicheriKFYtzIm Z). Juni,.) An diesem Tage waren „dle Uyruherr so ut wie gedämpft. „Die Landwehr-Kavallerte hat“, wre "es mrJrait- ?ischen Merkur heißt, „am 17ten dem entarteten Pobel em? em- dringliche Lectiou gegeben.““ Am TLM“) wurden abermals drei In- dividuen verhaftet; der Haupt-Rädelsfrtbrer, welche?)" sich selbst den Namen „Schinderhannes“ beilegte, sist rm Stgdtgefam naß. Bereits - Lud Mehrere, die sich leichterer Exzesse schuldig gema) t, theils, auf er Hauptwache, theils vor dem Gefängmßthnrm mtt Stockstretchen „ab Wandelt“ und unter militairischer Aufsicht aus der Stadt trans- PN ri worden. Rottmeisier Krisak, welcher den Arbeiter tödtete, „ward nach Pfaffenhofen abgeführt. Bei der Letchenbeschau des LMM" "Ick UY- daß der Stick) von hinten nach 'oorn durch die WM tus! gin . -- Auch zu Feuchtwan en sind, _wie tymmehr bayerische &Räiter melden, „in voriger Wo e“ (“ Mrd '"" DMW angegeben, aber Mitte Juni gemeint sem) be- bauerliche AUM“? vorgefallen, „indem eine nicht unbedeutende An- zahl Bewohner aus bey Landgeri woezirr vor das dortige Landge- richwgebäude zog, um über die An age einer Distriktssiraße nach Roth
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am Sand persönlich ihr Mißfallen und ihre Weigerun-g, hierzu zu kontribuireu, dem Landgerichts-Vorstande vorzutragen.“ _ Für den Fall, daß Se. Majestät der Kaiser Nrkolauß dieses Jahr noch "?ck Kissingen kommen sollte, ist fiir Allerhochstdenselben und-Seine Begleitung das dortige Kurhaus in semern ganzen Umfange n) Be- siellunq genommen worden. -- Dic Arzgöburger Allg. Z§,1t.rrrr-g giebt interessante Details über die Tbatrgkett, welche grgcrtwarxtg m der Königlichen Erzgießerei zn M iin ch_en berrscht; D*? L,?külikaten mußten wegen des (Hasses dcr Babartr'r, cmxsr Riesynbtldsaulx, ,“- weitert wcrden. Gelingt diescr (551M- 19 gcbubrf Uliskkkk ZM, 111- sonderheit der durch den König vonBaycrn gcgrundctcrrKttnst-C_poch)c, der Ruhm, den koloffalstcn Erzguß, bon dem die Geschichte 'wclß,.g-k.- wagt und in Ausführung gebracht zu [x_abcn. Von der Große ktcsts Unternehmens kann man sich eine ungesabre,Vorstcllnngingchen, wenn man erwägt, daß nach vierjährigen Vorarbcttr'n ,und bei "eiiier Winter und Sommer hindurch unausgcscßicn birlbandtgen Thattgkcit “doch mindestens noch scchs Jahre bis xrrerllcirdung des Ganzen verfitcßcn werdcn. Außer der Bavaria ist ULD, eiiie große Anzahl moinn-meii- talcr Wcrkc in der Königlichen Crxgirmrer tbcrls bollrndct, i„)ctls tn Arbeit begriffen, namentlich dic [[ Fils,", l,)„obc Vildsaule dcs Löws;- herzogs Karl Friedrich von Bach, das Ghdtl)kchDcirkn1.1l, „LME Statue drs „xu Miinchen Verstorbenen Hrrrrr vort Keßlmg und die ioloffLlen Bildsäulcn dcs rcgicrcnden Königs *_.*o_11 Ncaprl urid Boiwmb. ;zn- tercssant ist die Notiz, daß die wrchtrgrtc'n der aiiö ,k)“ 11111_nchcncr Erz- qicßcrci bkrvorgcbcndrn Güsse mit Benutzung trirkrrchcr Kandrrcn mrd Mörser bcwcrkstclligt wcrden, die von uufcrgcgangcncn Stbrnrn aus dem Hafcn Von Navarin herriibrcn rind dercn J.)]„ctall von einer so trefflichcn chirnng ist, wie man sie rich znr Auösuhrmrg von Kunst- giissen mrr wiirrschcrr kann.
Freie Stadt Hamburg. Anf, dcm ririichcgangcncn „Marrchcstcr“ bcfand sich unter ?lrrdcrkns-dte Familie ch1111tl) arts Trothda in Irland, Welche sick nach (Br*aicnbrrg bcgrbcri wollten So *Mit es bis jrbk ermittelt werdcn komm', hattc das Boot nnr 74 Passagiere an Bord.
Freie Stadt Lübeck“. Der im Drink Vollendete und “seit dem “22. Jimi an den Senat und die bürgerlichenKoilrgtcir Nriberltr, ziemlich unrfangrcichc „Bericht drr bürgerlichen VcrfaffungöéRcerons; Kommission“ bebandklt in drei Haupt-Abschmttcn dcn Carrrat, die Bürgerschaft nnd die schicdsrichtcrbchc Behorde zur Entscheidung YFU Differenzen zwischen Rath urid Bürgerschaft. Zu dem zwrrten, wi )- tiqsten Abschnitte liefern die bmdcn Arrlagcn zwci vrrschrcdcnchnr- wiirfe einer vrrändcrten Verfassung der Burgcrschast, von dcncu ddr erstr, mit gänzlicher Verbesserung der biob'rng-cir Kollchat-„Verfanuugi eme Rr- präsentation nach dort Stcrrcrbcrl)altm]scrr, mitkctner-CmtbcrlunZ dcr Bürgerschaft in vier Theile nach dcn Stadt-xxrmrtrrrcri, cmpsrcblt, womit zugleich dic Bildung cincs Gcsammt:Kollcgrrrmö der Haus- mannschaft, sowie einer Handelskanmrxr als Ccntralbrhorde"frirHandJ littqu- und Schifffahrts:Arrgclrgcnhcrten verbunden ist*, wahreird der zweite Entwurf sich auf eine Vcrtrckrlr1g__dcr Vurgcrschaff (durch „1.5, nach den gewerblichen Ständen gebildete Kurrcn beschrankt. *zu beiden Entwürfen wird jedoch den bisher urrvertrctcncii (Belebricn und Land- bcwohnern eine Stelle unter der stitrimbcrechtizr-ieit Burgersäwft zu- gesickmk. Interessant ist es, daß die' Fionnmsrrbnk wclche Anfangs Versucht hatte, durch den zweiten Vorschlag mogltchst die bisherige
Basis der bürgerschen Verfassung beizubehalten, im Verlaufe! ihrer Arbeiien (ich entschieden zu einer gänzliéhcn Reform, und formt zurn crskeu Errtwrrrfe geneigt hat.
. ; “ni “.J.-'). Zuni. Tas Städtchen Prrlöniy in SPT)- sert KtOrSchiitUldscr 98271cht vbm L;;sicri zunr “.?-istrn d. M. von, einer Fcurrsbrunst bcimgcsurrht, die' “.'7 Hanser tn Arrbc lkgtc. Trebbin Unqliirk bctroffrncn Emwohnqr brrmochtcnUdeöhalb rnrhts NL [[)ss']! Habseligkriten zu retten„ weil sie zum großtcn Theil nach Orcödcn anf dcn Jahrmarkt gereist warcn.
%ck“- Frankfurt a. IR., 23. Juni. Das Göthe-Monumcnt kommi nun doch nicht vor die Stadt. Die (Hegner l)abcn,sb,1antrn und großen Lärm geschlagen, daß der „Beschluß des Comsz, dre Stakne vor das Thor zu setzen, chavvunt wurde rind der Senat- die Einwilliqunq gab, sie in der Stadt-Allce zu errichten. Allerdings kommt Hanz in der Nähe der Stadt-Allerr auch das Guicnbrrg-Momr ment zu stehen; allein man will der Gotbc-Statuc eme solchc Um- bflanzunq geben, das; das Vuchdrucker-Monmnent“gedecktrvtrdn _ Das Projekt des Ausbancs des Domkhurmes vcrnrrttclst rrncr mfr):- quffenenSpiHc scheint wicdcrnm erngßschlafcn zn sern, denn man hort irichts Weiter davon, obgleich srhon cm Modell entworfen Wurde ,und in der Städtelschcn Gallerie ausgestell't war; --_-- Dre Stelle eines Direktors dcs Städtclschcn Kunst-Jnstrtuts ist immer "Lch unbesetzt, und es scheint allerdings schwer, den rechten Mann dqfur zn imdcrr. Am qcrignctsten diirfte unskr Professor Jakob Bicker serii, denn Tor ist nicht*allein ein vortrefflicher Maier, sondern auch- em trichtrgrr Tchrkr Voll Kraft und Energie“, cr Vertritt auch ]chxt geWtssernmßen die Stelle eines Direktors des Instituts,
%% ransurt a. Mi., 24. Juni. Nach Mzttbrilungcn *aus Wien ?teht Sfr. Turchlancht der Fürs bon Metternich 1m Bc- riffe, sich nach Ischl zu begeben, um ermgc Wochen daselbst zu drr- n. . „ ' lclbLAus Wiesbaden Vcrnimmt man„ da[; Se.,Majestqt dcr Romg der Belqier im Spätsommkr das dortige Bad Wieder bciuchrn Werde, Se. Dürrhlancht der Prinz Friedrich zu Hoss", Gßorerrriertr' Von Luxemburg, hat das Schloß Rumpenhetm verlassen und befindet sich ' im Bade Homburg. , „ ' ]th Das Gerücht, daß zwischen dem Bade Sodcn und “H““),chst einc einstündige atmosphärische Eisrnbabn erbaut werden soll, bestattgtsrch, doch wird einer der Unternehmer sich crst na,.ch, Englerd, bxgebkrr,_rr1m von der praktischen Anwcndnng des atmospharischen prinzrpo Cth 1 re men. , » 31 1 &cslern fand auf dem Plateau des, Feldberg einburrxcrfcst start, bei dem auch einige Sängcr-VcreinLmrtgcwrrkt hatten. Airs FIF- furt, Mainz, Darmstadt, Hanau, Onenbach und anerrn nahendxrien Waren etWa 750“ 800 Turner gekornrrren, meistens zunge, kraftige Leute, welche rühmlicbcs Zeugnis; vvn threr Kraft„ (waandthert und Ausdauer ablegten. Der Zweck des Festes, das m keiner Werse ,gc- trübt wurde, war eigentlich, dem Projekte des Bauch eme? Wariehauses auf dcmFeldberg einen neuen Impuls zu verleihen, um dieser wurde auch erreicht, denn es warcrrirbcr 4000 Menschen, stoß der großen Hißc, zusammcngcströmt. Wie mmi vernrnimt, soll 111 diesem Jahre noch eine zweite Turn-Ansiait hier errichtet wdrdert, doch M M"" i"sofern ein Vedürfmß dazu [)th vorhanden, Werl dre Ravensteinsche Turn-Anstalt in einem entfernten Theile der Stadt liegt.
Russland und Polen.
St. Petersburg 2[. Juni. Vorgestern'friih ist der Hai- set in vollkommenem Wohisein auf deni Dampfschiff „,.Bogatyr m Peterhof angekommen, von wo Se. Maxestat sich sogleich nach Zars-
koje Selo begab.
"Dcr Großfürst Konstantin hat am “.?-*")sten v.M. eine Reise nach Arckrangclsk angetreten, was erst jetzt von den hiesigen Zeitungen ge- meldet wird. Se. Kaiserl. Hoheit reiste iiber den Ladoga- und ngaEcc nach Petrosawodsk und von da über Wytegra nach Nr- changelsk, wo der hohe Reisende am 4ten d. M. anlangte.
Frankreich.
Paris, “22. Juni., Ueber Marseille und Toulon sind heute Nachrichtrn arch Algier emgcgangcn, die bis zum,“1bten d. reichen. Man hatte in Algicr am 1-1trnAbrnd-Zmit cinem chrerrrngs-Paketboot Depeschen dcs Marschall Bugkaud vom 1,4 dteir datirt erhalten. Jhneir Zu- folqc war der *))?arschall, dcr fickr bekanntlich nach der, marokiamschqn (Kränze in Bewegung gcskßi batte, wegen unerträglicher Hrye, die mehreren Soldntcn Gchjxncntziindungen bcrursgchte, Tu langsameren Märschen gerröthigt, hoffte jedoch am [.Ztenfim Lager des General Lamorici-Ure anzulangcn. Die Nachrichten, die er v?" Leytcrem cr- baltc'n hatte, sprachen bon täglxrbcm *Iinwachsxn des Lagßrs der Ma- rokkancr urid wahrscheinlicer Urrvcrnrcrdlrchkrrt neuer Feindseligkeiten: Tic offizicllc *))kitthcilrmg dicser Berichte ZW. me Genßralde Bal aus, dcr in ?lbwcscnhcit des *))karsuballo _drc errton "von .llgim kom- nmndirt. Es scheincnS-tiirmc an der airrkanrschannstc grircrrschtzu haben; ein nach Oran abgcfertigtcs Danrpfrchrn hxrttc Wieder .jiäch dcmHafcn von Algier umkehren miiffcri. „Ter *))anrterrr algerrcn Vom li. Irmi meldet nichts von militmrrschcn chratrdneu; _cr bc- schränkt sich auf die Anzeige, das; an Bord der xampfsrrgatie „Labrador“ imd dcs Paketboow „(Hrcgroiö“ 1200- Mann dé .;wst-F ?)quimcnts bbnTbulon riugctroffcn. Einige Passagiere des„„rartrrre , drr dic **)karbrirbten von Tran nach Algier iibcrbracht, wollten winx", das; Marschäll Bugraud, als er sich mit dem (Lerrcral Larirortcxn-re brrciniqen wollte, durch Abd cl Kader an der «prize briracbtlrchcr Streitkräfte, “"Ikblich 15,4")4) Mann, rmtrr drncn btclc *))?arokkqner, aufgehalten wordcn sei“, aber. die Briefe ans Tran inciden rrtchtö hiervon. Es mus; sick) bald zeigen, ob die lrxrtc Nachricht gcgrnndet ist, da der Telegraph bereits die Ankunft „dcs „Etna“ zu „Toulo-n qcmcldck, wrlchez Schiff direkt von Tran kommt und um funf bis srcbö Tage spätcré “Depeschen überbringen kann. . K
, *Die ncucranrcigniss-k zuMontcVideo waren gestern "*, der Lz):- pnti1*tcn:Kanrmcr sckron bekannt, und Herr Thtcrs glaubte ,erne Erkla- ruria dariibr'r vom Ministcr dcr auöwärtrgrrx Angelt'gcxnbeitrn fordern 311 iniissen. Da er indes; fiirchtctc,_ da[: offrntlrche xziitcrpcllgiibncn auf der Rcdncrbiilwc dcm Intercisx rcr Ul MonteNdco ansamgci; Franzosen rmrhthcilig sein könnten, 10 uahxrie cr fich Herrn Garri)l iir cin-xm Gange der „Kammer und fragte 1b1rpribatim, ob Admrra Lairié- crmächtigt sci, gegen dicSmdt Montevidx'o und-gegen dic znr Vertheidigung derselben, wie “31! ihrer eigenen étä)crlckrrt,_brwasfnktch Fmrrzoscn zu (ßßewaltmaßrcgcln ZU ichrertcn. „4er Mmqtcr «)nWr-F tcthHerr Laim? habe einen solcher] Bcfkbl mchdcrhaltkn,“ rmx"x x» 11abme des einzigen Falles, das; die sranzbstschc chron ctw§11hr8 „Ystjsftkkn chcn die anderen in Montevideo wobnxndcn"Franzoicn- richter! inox .. Tas Cintrktcir dicses Falls hielt Herr Thierd frir rrirrrroglrrtr,“rvorauxka'dcrr Grrizot wicdrrholk Versicherte', die franzostschen StrertkmE NUM“?! Rosas nicht gcgen ihre «Zigßncn Landsleutr „untlrstUHc'Y. “2/1? "dcn rxdnnq schloß damit, das; Herr 63111553 cimgen bor rrrzrm von be- Ufcrrr dcs La Plata angekommcncn zrr'arizoseit eure- Yudtcnz zu iäsi williqcn versprach. Der Sii-cle _rncmt, dicscn C'rklarunglcn gendÉ fiir dercn Authentizität das Bl_att ilch berburgt, „set anzurrctynch chn dic Jnstrm'tioncn, von denen err (Humot gesprochen, ?s'knxb,9f'k“ lebten Kmmncr-chattcn über dre bcxrcfferrde 211rgclcgcn)ct a g [ld tiqk wordcn, und das; Adnriral Lam“ fre noch, nicht empfangen, ,a, er das gestern erwähnte Ultmmtum an dre chternng vonMontevrdro
' tte. rtch cMam erinnert sick) dcr Vcschin1pf1rng, Welche der frgnzojrskhen Fiaqqc zu ernsalem bci einkr musclmämnschcn Einruke MNrfaern, 1111d**dc'r' Vorwürfe", wclche dic chierung von Seiten drr Obpoirtion zu hören bekam, weil sie sich mit einer Gcnngthrmng in Beirut ,be- grriigt hatta“, statt dieselbe anOrt und Stelle 3,11 fordern. ZkßkGl-k'bt ein Versuch drs Zonrnal des Débats, m der Art und Weist, wie der Namenstag des Königs der Franzosrn in Jerusalem gefriert worden, Vollständige Satiöfaction für jene Unbill zu erblicken, den Lppositiondblättcrn zu violent Sbott Anlaß: „„Es lebe „unie-r Konsul 311 Jerusalem“, ruft der Conrrter frgntära-rs/ „da-s ist ein M""." von (Heist und Phantasie! Seit langer let grubthrgt, senza Flagge tirdre Tasche zu stecken, sann Herr bon Lantivy auf ein Mittel, dre Farbe„n seiner Na'tion in dcrbciligenStadt wieder glänzen zu laffen, aber ohneLarm und Aussehen. Endlich fand er, was er suchte. Der Namenstag des Königs Verhalf ihm dazu, denn, wohl zu merken, Herr vbn Lanitvy ist ein ausgesbhrrtcr Legitimist. Das Jo,:rriral des Debats-bk- lcbrt uns in der Schilderung von der Forer dicses Festes von sxmem sinnrcichen Ansinnftömiticl: Dcr „Konsul hqttc cin Zelt ésklchtkß lassen“, die dazu gc'nommenc Leinwand war eme „nngxhcure dreifar- bigc Fahne“; es war „im Innern“ Vor deni lcyten 'Emgmrg zu,_dcm Konsulat aufgeschlagen, so daß alls Muselmannerx die den Rebrascn- tanken Frankreichs brsrichtcn, „unter mrsercn Nationalfarben binch- «chen mußten.“ Viele Bckcrmer drs Islam brachten die Nacht 111?!- icr diesem Zelte 311, singend, Beifall klatschcnd undsrufrjnd: „(,s lebe der Sultan von Frankreich!?“ Nun sage man ja nicht niehr, daß „Herr (Buizot keine hinlängliche Genugthuung arrsgervtrkt haiko. Herr von Lantivy hat nns emen unerwartetey Trrunrpl) bereitet. Aus seiner in die Lüfte aufgepflanztxn Jlaggc, die man ihm herunter auf den Boden riß, hat er jetzt cm cht gernacht4nnd alle, Welt ist zufrieden, die Musclmänncr sind '„untcr“ unseren Farben hinweg- grgarrgcn, Frankreich darf [iolz sem! A(bcr noch nicht gerruZ, dx? Jutsressanicstc in dcr .ErzahlnnYdes ,)ournal dcs Dt-ba, kömmt erst nach. „Diese Tbatjackxj“, sagt es, „beWeise, Mie dcr Fanatiönrus in jenen Gegenden sert dcr Ankrrrrft dcs franzbjt- schkn Konsuls imnn'rmchr erlöschc und dagegen die Grundsatze dxr Civilisation und der Duldung in Palastma sich verbrertetcn .und m den Gmuiitbcrn Wurzel faßten. Nock) bor kaum emen) Jah1l? Mar odcr hielt sich der französische Konsul fitt„das Opfer emdcr rFrgiot'sxr-t Entente, und heute wünscht man ihm Gluck dqz'quqß cr arm - mus durch seine bloße Gegenwart erloschen sci. etß [man, “FWW; einc WeiscDuldnng auf die Scenen dcs Fanatismus gefo gt rst, " et Rerusalcm einen anderen Gouverneur rrhalten hat., Der friihere Goribcrneur war die Ursache des Urrh-erls; cr verschwmdrt,“ und der bessere Zustand kehrtkzuriick. Man set also bescheidener mit Hmficht *** R " ul.“ , auf [YTFlJIx-RJZ rsessc wird, ohne Z(ngabe der Qtrelle, gemeldet; die Pforte habe cht eincn ,F-crman fur den Bau emer protestantischen Kirche in Jerusalem katlltgf. , „ , F.
Die Dcputirten-Kammer hat arrch die weitere Richtung _der Qi- scnbahn nach Lyon, vom oberen Setye-Thal auß, so.,genehnngt, nne die Regierung sie vorgeschlagerr, namlich dnrch duZ-Thaler der Brenne, Oze und Saone. Der zweite, ebenfalls unverandert angenommene Artikel des Geseß-Cntwurfs bestimmt,. daß von Montereau nach Troyes, durch das Scine-Thal, eine Zryetgbahn angelegt werden soll. Durch die folgenden Artikel werden die vxrlangten Kredite, fiir diese Bahnen bewilligt und die Verpachtungszeit auf,das Maximum von 30 Jahren gestellt. Diese leytere Bestimmung 1| noch nicht geneh: migt, weil vorher über ein von Herrn Gauthrcr de Rumrlly vorge-
schlagencs Amendement zu berathen ist, welches auch bei dieser Bahn
wiedcr dic Schienenlegung von der Regierung ausgefiihrt haben will und zu diesem Zweck eine Bewilligung von 02 Millionen Jr, bc- antraqt.
er von den Deputirten angenommene GeseH-Entwurf iiber die Eisenbahn von Orleans nach Bordeaux ist bereits derPairs-Kammer vorgelegt. In dem ihn begleitenden Exposé erklärt das Ministerium, das; die Bestimmung, kraft deren kein Mitglied beider Kammern bei den zu konzessionircnrcn Eisenbahn:Unternehmungen als Compagnie- odcr Verwaltungs-Mitglied botheiligt sein diirfte, wider Willen dcr chierrmg durchgegangen sci. Hiermit ist also gesagt, daß das M:“- nisterinm bei den Pairs dic Vrrwcrsung dicses aufHrrrnCrcn1icur'ö ?lirtxag in der anderen Karnmrr cingcsibaltctcn ?[rtikrls untcrstiixch Wer 6.
. " Paris, “22. Juni. In der hcutigmr Siizurrg der Typu- kikkcil-Kammcr entwickelte Herr (Bauthicr dc :)iumilly sein “lecndcment (s. oben Paris?), wonach die Schienen der Eisenbahn nach Lyon auf Kosten des Staats gelegt werden sollen.
Herr von Lamartine erklärte, cr sci 18:40 und [810 aucb kafkik gr- Wesen, das: der “Staat die Eiscnbahncn vollständig bana Scitdcin abcr hättcn die Umstände fich schr gcändcrt, Zablrcicbc Skandale hätten das Monopol drr Compagniccn in “).)iißkrckit gcbmrdt, “Dic Llnbänger des 'Ztaaw-Monovols vcrständcn fich zu cinchonzcssion zuiiirmstcn dcr Privat- Industrie. S0 sci das (?Zcsctz von 1842 entstanden, das diirch eine neuere Cnlsckycidrlng der Kammer wicdcrum bestätigt Words". Tiefe») Gesch b.:bc cine billige Theilnng zwiicbcn dem Staate und den Privatprrsbncn bewirkt und dercn ?lisociation miiffc guic Friicbtc tragcn. Dcr! mtsscblirswndcn ?lrzbärrgcrn dcr ?liröfiiwrmg dnrch den Staat rrtft der Redner inH k55cdächt- iii]: _lel“lick, daß das (Miri,; *.*on 1812 dem Staate ric Erdarbeiten, die Irrinnarbcrtcn, dic Puchta ans knch Zcit und den Niirik'aiif borbcbaltc. Man mriffc endlich Hand ans Work legen. Diese Vcrändcrlichkrit, diescr ewige Wechsel der Gesinnung in Sachkn dcr Jndrrstric sci dcr Llrröfiihrrmg dcr Eisrnbabncn dnrcharts ziiwidcr.
Herr GarnicPPagW besteigt dic Tribiinc. (Nils zur ?lbstrmmrmg, 11ntcr1nischt mit Ncin! Ncin!) Er wollt' die Kammer nicht langc in “2111- spruch ncbmcn, nur einige nrnc ?lrgnmcnie zu (»Niiistrn dcs “.'linrndmncnts des Herrn (Yartthicr dc Ritmillv vorbringen. (T! T! Hört! Hört!) „Amir ich“„sagtcxdcr Redner, „heiße das Gcsclz von 1842 gut, wie Herr von La- "MMUL; [ck brkrimpfe mtr deffrn falsch Auslegung. “Lurch jenes (Jessi) bat man dem Staat das Eigcntbnm dcr Eisrnbrrbncn sichern, dcn Gescll- scbaftcn dcn Vctricb dcrsclbcn gcbcn wollen. Das tvblitc die Kammer da- mals Und das vrrlangc ici) anch jetzt; ich will, wie 1342, das; die Tarife und dre Pachtc mts kurze Zeit der chicrung erhalten tkcrdcn, Aber dir:“c Vorthciic [aun man nur crlangcn, Wenn der Staat Herr seiner Laqc bleibt. Dcr :))krmptcr [mt ztbar gesagt, er habe noch 5400 Millionen von dcm An- lchcn zu ersich; tvir solle cr alio noch 400 Millionen mehr fiir die Le- gurrg, der Schienen verlangen? Wie aus dem Pink,; ein Anlclxcn von 700 Y,)?llllOUTU-iästln- [offen? ('))krrrreti.) Dic Lbsxtng diescr Finanzfragc ist lcrrbt. Cine Wichtige T(mtsacbc beschäftigt in dicscm Augenblick dcn (Helqurit WU Paris (hört!), nämlich die zwischen einem bcriihmtcn Banqrtrcr Und dmr anderen Banquicrs einerseits nnd dcn (örncrai-Einnah- men aridcrcrkcitö cingrtrctcnc Konkurrenz. (Arrfrcgnnq,) Wenn die Vcr- rvaltrrng rrcycn Wcttcifcr gr*schickt zu benutzen Miß, sö kann sie darairs fiir ibr ?lnicixcu großen Vorthcil ;ichcn. Dic Ucbrlständc dcs SUftch dk-I gegenwärtigen Mcsc-tzcö find offcnknndig. Mari sche nur, wie dicscs System arts dcn Bahnen von Ticaris mid Roncn vollzogen wird. “,Die Ncgicrrinq hat die Tarife fcskgesrßt, sic jverdcn abrr nicbt bcobmbtcf. (Lärm, Auf)- rcgiing.) Nein, sie Wcrdcn riicht beobachtet; die Compagniecrr erhöhen sic odcr scyrn sic bomb, jc nach ibrcm Zntereffc (Rcclanmtioncn anf dcr Mi- nistcrbank), nnd die Regierung hat kein Mittel, rs zn Verbindern, so Wenig als sie alle anderen Fälschungen verhindern könne. Folgt man diesem Sbstcm, so giebt man die frairxösisclw Industrie den Compagniccn in die Hände: ch) bcscbwbrc die Kammer, sie nicht der Habsucbt dcr Ternbcl- händler preiszrigcbcn, (Murren und (Licläck)tcr.) “Dcr Rrickfauf dcr Val)- ncn, von dem man gesprochen, ist nicht lcicht missiihrbar, ausicr Wenn der Staat sich das Eigmrthrim dcrHartptlinie vorbehalten [Mk. Ick) rvrrdcditrrb- aus von keinen politischem Vctvcggrundc bci mcincr Rede gclcitrt, sondern mir von dem thtcrrffe dcs Landis.“ (Ruf zur Abstimmnng.)
Das Amendcmcnt drs Herrn Gautbier dc Ritmillr), wormck) eine Stimme von ()“-' Millionmr zurSchicncnlcgnr1g auf der gartxcn Stre'cke von Paris bis Lyon bewilligt Wk'rdklt soll, wird mm zur Abstinnnnng gebracht. Die r*rste bleibtzwciselhaft (Lärm, Aufregung); einc zwriteAb- stimmung wird gleichfalls fiir zweifelhaft erklärt („neuer Lärm, Aufrcgrrng). Es wird nun unter stets zunehmenderAufregung znr geheimen Abstimnmng gcschritten, und das Rrsultat isi: Zahl der Stinrrncndcn 275“, fiir das Airtcndcmcirt “|W, gcgen dasse'lbe 137. Es ist also durch die Majorität Einer “Stimme angenommsrt, und die Kammcr gerät!) auf diese Wrist mit silk) selbst in Widerspruch.
In der PairIZKammcr legte der Kabincts-Prii|"idcrrt das von der Dcpntirtcn-Kammcr schon angcnommcnc (Visby wegen der Befestigungen des Hafens von Havre Vor. Darm Wurde die Dis- kussion iiber die Verfälschung der Weine fortgeseyt.
('") Paris, “22. Juni. Es war heute in dcrTeputirtcn-Kanr- mrr das (OcriiM Verbreitet, das; in Folge erhaltener "Depeschen aus London unsere ngicrrmg die Expedition gegen Marokko, wenn nicht ganz airchgcbcn, doch abermals berschobcn habe. Man sagt, das britiscbc Kabinct hätte die ?lbscndrmg cincr französischcn CScadrc nach Marokko jllZl' überflüssig gefunden, weil, bevor der Prinr von Join- villc Vor Tarrgkr erscheinen kann, durch die offéxib'se Vcrmittclnnq Grosxbritariicns die doppelten Str'cikigkcitcn, zwischen Marokko und Frankreich einerseits rind Spanien andererseits, ausxrcglichen sein wiir- den. So sr'hr auch diese Nachrichten niit den Rüstungen, die man aus Toulon und Brest mcldct, im Widerspruch zu stehen sthcirrcrr, so glaube? ich doch bemerken zu müssen, das; sie von “karrtirten wieder- holt wcrden, jvclchc mit dem Rabinct in gcnauer Verbindung stehen Und drren Aussagen deshalb Wohl Glauben vcrdirncn,
Einigc pariserBlättcr haben das Gerücht in Umlanf gcsctzt, Herr (Huizot beabsichtige, den Hyrrn Mauguin zum französischen General- Ronsul in Madrid zu ernennen. Ick habe dariiber nähere Erkundi- gungkn cingczbgen und erfahren, das; zwar Herr Maugnin um diesen Posten sick) bewirbt, daß abcr das Kabinrt dchuilericcn schon darum davon nichts hören mag, wcil Herr Mauguin durch unglückliche Bör- scn-Cpccnlationcn sein Vermögen so sehr zcr'riittct hat, das; nur die [.it-verlchichkcit dcs Dcpntirtcn ihn vor dem Schulden -Arrcsi sichert. Ein solchen“ Mann kann unmöglich als General :Korrsul fungircn, so sehr anch Herr Mauguin alle Kenntnisse darn bcsibt. Die Errichtnnq eines frairzbsischen Gcncral-R'onsulats in Madrid ist iibrigens positiv, weil die spamschc Regierung bereits unserem Kabirrct die Mitthcilnng gemacht hqbertjsoll, das; Herr Grimaldi, ehcnmligrr PrivatSccrctair dcr Konrgrrr Marte Christine, zu dem Posten eines spanisrhcn General- Konsirls 111 „Paris ,wcrde befördert rvcrdcn.
Es wird gleich nach dem Schlusse der Session einc durchgrei- ft'ndc Aenderung 111 der Beseyxmg dcr Konsulate crfolqcn. Mchrcre derselben Werden eingehen und durch bloßc Agknte11*[rcselztWerden. Furie Verordnung, rvclche dem König zur Untcrschrift vorlirqt, wird 111 Betreff dcr_VeWerbrmchfähigkcit der Konsulats:")lqentcrr mehrere rvichtigc ?))kbdisicationen einführen. Das Vom Horzox'i Von Broqlie nir “Jahre 1833 fcstgcscßic Reglement verordnet, daß nur solche Ju- dwrduen zu Konsuirt gewählt werden dürfen, rvelchc wenigstens schon zwe“: Jahre als Konsulats-Eleven gedient haben. Die Nachfolger drs Herzogs von Broglie haben selten die angeführte Bestirnmring befolgt, indem sie der Meinung waren, daß bei der Besetzung wich- tiger Konsulais-Po'sten die persönliche Fähigkeit des Kandidaten vor Allem zu berücksichtigen sei. In diesem Sinn soll die erwähnte Kö-
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nigliche Verordnung abgefaßt, skip, Wkkkhl _Zum Zweck hat, die Ga- rantieen der persönlichen Fähigkeit der Kandidaten zu bestimmen, ohne sich zu streng an das Reglement des Herzogs von Broglie zu halten. Unterdessen hat eine ministerielle erordnung vom 1, Mai d, Z, die Reise-Entschädigung der diplomatischen und konsularischen Agenten
näher bestimmt. Nach derselben erhalten. für den Myriamcter: Die Botschafter und der außerordentliche Gesandte
in Berlin ................................... (37 Fr, 50 C, Die bevollmächtigten Minister Zrsie_n Ranch ..... ;;" „, „_ „ Die bevollmächtigten Minister m Hamburg, Karls-
ruhe“, Florenz, Kassel, Darmskadt und Weimar L.“; „ .._ „ Die Geschäftsfräger ................. ; .......... “.'rr „ __ ,. Tie Botschafts- und Legations-Secrctmrs ...... . !“." -- 51) „ Dic ?lttach-Ts .................................... 141 „ -. „ Die (Hencral-Konsnln ........................... “„Il! .. „„„„„ „ Tic Konsuln erste'r Klasse ....................... 1.“- -. „ “Lic Konsuln zweiter Rlaffc ...................... 1'.' 7- .',-! „ Tie“ Konsnlatö-Elcbcn, “Lolmrtschsr nnd „Kbrrsirlats-
Agcntcrr .................................... 14! „ -- „ Endlich dic Kabincts-Couricrc .................... 12 - .',-d *
„*,-“* Paris, 22. Juni. Ilm 16th Vormittags batte drr *)[dmiral Scrpräfckt 311 Toulon das ne'uformirte Kricgs-Bamillbn dcs ;;th Ma: rirre:Zr1fantcric-chiments und die glcichfalls in aller Cil ausgerüsteten zwci Marinc-:*!riillr'ric/Compagnircn auf dcm Waffenpch dic Mii- sir'rung passirrn lasst", worauf sie ins Slc-L'lrsrrml einriicktcn, mn sofort arif dcm T*.inicnschiffc „Sirffrcn“ cinqrsrbifft xu Werden. Jirdrß larrgte im Lmrfe dcs Tags:“: einc tclcgrapbischl Lrpcskbr' ait, wrlrbc dic Einschiffung von Truppen bis auf weitcrcn Vr*fe*l)l noch zii srrs-e pendircn befahl.
Großbritanim und Irland.
Obexbaus. Sitzung Vorn 231. Juni. Lord Clarcndon brackrtc derixr'lbc'n (iikgcnstand Zilk“ Sprache, wclckyc'r kiirzlich im Hause der (Hememc'n einc längcre Diskrission hervwrrisf', cr rickrrtr nämlirh an den Ministcr der auswärtigen ?lngclcgcnbcitcii die Frage", ob die ZlkZicrnng gcnrigt sei, die Kbrrrspondcnz vorrulrgrrt, we'lchc iu Bk» trcn drr von Don Carlos borgkschlagcnrn Vcrrrtäblung skincs Soh- nrb Mit drr Königin von Spnmcn stattzicfundcn habe. Der Lord ärryrt'rtc sick) mißfäliig iibcr die Partei im Untrrhausc', wrichc dcn Zit»- santen )VJbrsck)cfnlich Zu die'smn Vorschlage „brranlasxt babe“, Und ta- drltc dir? Larrhrit, womit das Kabiuet drr spanisckxcn I)icgicrung dir- [rn nrcht von der Vcrzicbtlcisiung dcs Prätcrrdente'n auf den spani- ichen Thron bcglritctrn Vorskhlag kundgrihan. Lord Abcrdccn:
„Welchen Anthril Zbrer *))?ajcstiit Ncgicrilng anch an der spaniscch H-riratbsfmgc urbincn mag, so wird sie dock) niemals die Ebre [Md Unab- hängigkeit Spaniens aus dcn *.)ltrgrn sm_xcn. Ich will iibcr dicsc «Frage möglichst vollständigc “.'liiöfimft crtbrilcn. Tas Faktum in dcr borlicqendén Sache ist folgcmkcs: Ein cdlcr Bord, der nicbt Mitglied dicscs Harries ist (bekanntlich Lord Ranclagb), hat mir einen Brief VV]! Don Carlos Urgr- stclit, in Wklärcm diescr Prinz mir den Ucbcrbringcr dcffclbcrr als seinen Vertrauten empfiehlt, der mit allen seinen (Hesiihlen, Ansichten undAbsichtcn bekannt sei, aiich die Opfer kenne, Welche cr Kur Beruhigung Spaniens Zl! bringen bereit sci. Soweit als ici) die Sache verstehrn konnte, bcioq sich dies Opfer arif einc Entsagung dcr Ansprricbc des “Don Carlos cini den Thron von Spanien, im Falle einer Hciratl) seines Sohnes mit der Köni- ginJiabella', dock) formte ich nicht dariibcr klar Wcrdcn, ob dicichiratb mit scincmSohnc, als mit ciuchntcrtban odcrmiteiucmSouvcrain,stattbabcu sollte. Den Grundsätzen gcmäsx, Mic!)? Ihrer Majestät chicrrmg immer in dieser Frage bcbbacbtct hat, hielt ich es ftir meine Pflicht, der spanischen I'tcgicrrmg diesen Vorschlag mitinthilcn, jedoch ohne ihn Weiter anzrrom- pfehlcn. Tic spanische :)icgicrnng sollte vollkommen srci dariiber bcratbcn
und nach ihrem Dafürhalten handklu. Die Ansichten der britiscbrn chic- rung Warm! der spanischen Regierung, so wir allen anderm! Rrgicrungcn (anb-a's, bekannt. (.Icwis: wiirde drr „Kampf dcr streitcridcn Parti-scn in &;parrchn aus. diese Weise glücklich bccndrt !vcrdrn können, Wenn die «*)-che s1ch auf eine einfache Frage der Erbfolge beschränkte; abcr_wabrcr1d dcs nrtnma'br siebenjährigen Kairrbscö bat dieselbe, wie ich 11'i1rbtc, eine sehr bcrändcrtc Gestalt anqcnommcn. Es ist nicht rncbr eine Frage Frvcisclimftcr Erbfolge, sondé'rir cinc Prinripiensraqk, ein Kampf zwischen cotrstitutionelicr chirrnng nnd dcöpotischcr Hrrrscirsift. Airs dicscm (Munde biclt ick! dafiir, das; ein solcher“ Vorschlag dcn Viirqcr- !"ricg iibrr dcn Königspalast, wie iiber das ganze Land bringkn wiirde. Ick tlrciltc indes; der spanischen chicrrlng dchbrsckriag mir, rvcil ici) wiinschrr, daß dieselbe mit allenCinzrlnbritcn cinch Gcgcnstandcs bckarint Mord?, Wc!- cbcr sic in so hohem Grade intercssirt. "Ick fiir mciric Prrson babe chen die Bbrlcgnng der Kbrrcspondcnz nichts cimrnrveridcn, dock) haltcxicl) eZ *frir rathiamer, das; dicsrlbc nicbt vorgelegt werke.“
Man ließ den Gegenstand bier fallen. Cine mcbrstijrtdigc Tc- batte _crfolgtc hierauf iiber die ibrrm Prinzip nach bereits mitaetbeiltc Bill Lord Brougham's zur besseren Ordnung der Ner1)ts:Vi'ri)ält- nisse zwiscbr'n Gläubigern und Sch1rldrrcrn, Welche namc'ntlicl) dcn Urbcl- stand bkscitigi, das; im Auslande befindliche Schnldncr nach cincr bc- stimnitcn Reihe vanahrc'n nicht Vor dicLandksgcrichtc mehr gezogen wcrdc'n könnt'". Arif den Antrag des Lord-Kanzlcrs ward indes; die Vill, so schr Lord Denman auch dir Trrfflicbkeit der ueurn Vor- schläge artprirs, an einen Priifrrngs-Ansschns; gewiesen.
Unterhaus. SiHung Vom 21. Juni. Die Vorsck-lägc dcr chicrrmg hatten in dcr [)mitigcn Sitzung einm: guten Fortgang. Der Bericht des Gencral-Comité's iibcr dic grstcrn im Ausschuß dnrchgegangcnc Znckcr-Zoll-Bill Ward drmHausc vorgelegt und nach kurzer Debatte genehmigt. Ein Versuch der radikalen Partei, den „Zoll Von Zucker, der durch SklaNn-Arbcit crzsngt wird, dem durck) freie Arbeit erzeugten gleichzustcllcn, misrgliicktc, und das von Herrn (Zwart dahin bcziiglichc Amcndemcnt wnrde mit [II gegen ()!; Stimmen verrvorfkn. *Die dritte Lesung drr Bill Ward auf den Listen d. M. festgesetzt. Eben so gelang 55 der Regie- rung, die bckannte „Diffcntcr-Kaprllen-Bill“, dnrch welrbc dcn Unitaricr:Gcmcinden das Eigcnthmns:Recht auf die ihren Kir- chcn gcnmchtcn Vermächtnisse nach 2-7jiil_)rigcmBesil3 zugesichert wird, trotz dll“ hochkirchlichen Opponcntcn, der Herren Plumptonc und Shaw, durch das Gencral-Comité- dcs Hauscö zu bringen. ,;chi Anrendemcnts des Herrn Shaw wurdcn mit 101 und “WR grgcn i;; und k)!) Stimmen berworfkn. Man Wollte namentlickr dic Vcr'jäb»: rurigsfristauffit'jJahre, statt “.'-*“), festscßen, als der Versuch niisquiirkt war, die Vll] gänzlich Vermerfcn zu lassrn. Zu Anfang der Sißunq stellr'cÖrrr S i) i c [ gn Sir R. Peel eine Frage, deren Bcantwortünci die von nicbrcrcn Zeitungsblättern, namentlich Vom Globe, verbreiteten (M*riicbté iibcr angebliche Differenzen zwischen dem Premicr-Ministcr und dcm Lord: Lieutenant als grundlos darstellte. Dcr Globe hatte aus denselben dic bevvrstehende Resignation Lord de Grey's qefolqert. Dcr Lord- Lreutenant, behauptete nämlich das Whigblatt,*habé schon vor meh-
reren Monaten seine Entlassung eingereicht, Mil Sir R. Perl sich
sehr entschieden gegen sein Verfahren bei Bescyunq von Kirchen- Acrniern au6gesprochcn hätte; er habe indeß durch*dic Bitten dcr Minisxcr sich bewegen lassen, seinen Abgang Wenigstens bis zum ?lnsgang des O ConnellscheirProzcsst's zu verschicben.Herr S h i el fraqte nnn heute, ob der Lord-Lteutenant instruirt worden sei, bei Vesctzunq von Kirchen-Acnztcrn darauf zu achten, daß die Kandidaten dc'n1*soge- nannten nationalen„ von der Regierung eingeführten Unterrichks- Systeme ergeben seien? Sir N. Peel erwiderte, daß so sehr er
das vom Parlamente a"Jenommene Sysfeme des Volks-Unterrichts
in Irland billige, er dennoch den Lord-Lieuienané nicht insiruiré habe, dies System zum Probicrstein bei Beseßuug von Kirchen-Aemtern zu machen; es beruhe dies Gerücht auf leeren Zeitungs-Nachrichten; seine Jnstructionen machten es vielmehr dcm Lord-Lieutenant zur Pflicht, nur die moralische Tüchtigkeit und gklehrte Bildung der Kan- didaten bei solchen Gelegenheiten fiir maßgebend zu halten, aUe po- litische Rücksichten aber aus den Augen zu seßcn.
London, 22. Juni. Aus Dublin wird der Times heute die drfinitive Resignation des Grafen de Grey genilldet. „Das schon lange befürchtete Ereigniß“, heißt es in dem Korrespondenz-Berichf, „hat stattgefunden. Graf dc Gre!) zieht sich zu großcm Bedauern, so- wobl dcr irländischcn konservativen Partci, als auch der gcmäßigteren Männer, Welche sonst mit der Politik der jkizigen Regierung wenig zufricdkn sind, aus dem öffentlichen chcn Zurück. Am chten Sonntag Wurde der erste Adjutant des Grafen, Lord Francis Gordon, nach London achsandt, um Jbrcr '))?aje'stät dic Resignation Sr. Ercelienz vorzulegen. (M*stern Abend langtc cin Kbniglirbr'r Abgcordncter mitDepeschen für
[ dern cdlrniéörafdn hier" an. Lordde Grey's Rücktritt hängt iibrigens in ! kcmrr chc mit der chien *))kirristcr'-3“trise und den jüngsten ministe-
ricllrn Maßrcgkin Zirsammrir. “Las (Urriicht sagt, Sr. Ercellenz habe vor kiirrer Zeit seinen ?lbschicd verlangt, und derselbe ski ihm aus unerklärlirbr'n (Briiridrn verweigert worrcn.“
Mcbrcrc Öffentliche Blätter batten gcmcldct, daß eine Bildsäule dcs Lords erron, bon Thorwnldscn, Miche vor einiqen Jahren in England kingdfiibrt und cinstwrilcn in drm Zollbause dcponirtwurde, daselbst völlig vsrstiimmcltworden oder gar gänzlich Verschwunden sei, und das: daher eine Klage grqcn dic Joichbbrde auf eine Entschä- dignng W]! (311,41111! Pfd. St. ringercirbt werden solle. Ein Morgen- blatt bcrirbtigt dagegen, daß diess: Bildsäule Vor zehn Jahren einge- fiihrt, je'dock) irirbt iir drm ;Follbarrsc dchi'gicrnng, sondcrn in einem Waarrrrbause dcr Lbndon-Dbcks drponirt worden sei. Da die Bild- särill in dcr WrstminstrrAbtci „wegen der Gottlosigkcit“ dcs Dich- ters nitbt babe airfgkstrilt Mrdcn diirfen, so sei dieselbe von dort "orb immer nicht abgcbolt wwrdcn. Sobald dieselbe abgefordert wiirde", fbirm' sic nbgrlir'fcrt wcrden, Und da sie gut vcrpackt sei, so lassc sich nicht bezw:*ifr*ltr, daß sic noch ganz Unversehrt wär'c.
iiirdcrlandc.
Aus dem ang, 233.311111“. Tic chitharmner der Gene- ralstaatcn bat danN'jc'tz-Entrvurf iibcr dicUmwnndclnng der Staats-
Hicrauf erwirdcrtc |
schrrld mit 4:3 gcgcn 1-7 Stimmcn artgcriommrn.
S ck w e l ;.
Appenzell. (Außer : Rhodcn.) Tie (Hksandtschaft dieser; Stunde») ist braustragt, bei der Tagsayung hinsichtlich der Jesuiten- „Frage zn crklärcn: dicscrÖrdcn sci uicht nur unter keinen Umständen berechtigt, die Garantie des Bundes anzusprechkn, sondern der Stand Appenzell a. Rl). sprcchc auch die Erwartung aus, daß die eidgenös- sisMn Stände sich der Arrödchrrrmg dicses Ordens im Interesse der gesammten Eidgenossenschaft mit aller Kraft entgegensetzen wiirden, damit nicht vonBundcs wegen cingeschrittcn werden müsse. Jn Be- treff der aargauischen Kloster-Angelcgcnhc'it LM der Gesandte ange- wicsyn sein, anf Entfernung dieses Gegenstandks aus den Traktanden zu dringen nnd folglich dem Kreisschreiben der katbolischen Konferenz- Stände, rvclchcs Wiederhersicilung sämmtlicher Klöster Verlangt, nicht beizutreten,
Spanien.
S Ykadrid, “16, Juni. Das an und fiir sich bcdcnkliche Verhältniß, worin die spanische Regierung demBeherrscher Marokko's gkgertiibrr sich vrrscßt sieht, hat durch dic“ Kricgs-Crklärung, mit der Le'Htc'rer die französischen Streitkräfte in Afrika bkdroht, eine so hohe Bkdc'nmng mbaltert, das; es wohl dchiil)e* (ohni, dcn Wahren Stand- punkt der Sache“ auszuyr'llen, Niemand wird lkugtrkn, daß die ma- rokkanische _?)irgicrrmg der spanischen wcgc'tt der Hinrichtung eines spanischen Konsular-Agcirtcn Genugtbuimg schuldig war. Das um- dridcr Kabirict Vcriangtc in seinem Ultimatum Brstrafung drs Bram- tcn, rve'lchrr dic .Oinritbtung bcrfiigtr', cine Entschädiqung an Geld fiir die Ausrüstung drs gcgrn Tanger gerirhtctcn Gésckrwaders und dir Abtretung eines an Ceuta gränzendcn streitigen Gébiets. Der (Hedankc an eine Landung in den marokkanistbrn Staaten [aq fern, da die Schwierigkeiten in diesem, von cincr tapfcren urid sa- naiischcir Bevölkerung Vertbcidigtrn Lande zu einleuchtend sind, als daß srlbst einc frairzbsisrbc Armee drusclbrn gewachsen sein diirfte, wiihrend das Bombardement Tangcrs oder eines anderen Hastnorkcö wahrscheinlich geniigt bach wiirde, die Marokka- ner ziir Nachgiebigkeit xn bcwrgcn. Durch das Eintreten Ver- schirdcncr Zwrschrnfällk sah sich jcboch die spanisckrc chierung in Vrrlcgaubcit gesetzt. ;),nkrsr Witchö dcr Troy dcr Marokkaner, nach- dcm dcr turincr Hof, dcr fiir das gewaltsame Jortschleppen des be- sprochcncn spanischen Konsular-Agruten aus der Wohnung des sar- diriisrbe'rt zrbrrsulö (Icnngthrrung verlangt batte, sich mit einer bloßen Entschuldigung dcs Naissrs von Marokko bcgniigtc. Dann fand das Tazwischcntrcwn dcs yirsigmi cnglischcn (Hrsandtcn statt, auf MWP zwar, wie ich bereits mcldr'tc, dic dicffriiigb Regierung nicht förmlich singing, das aber den Brbkrrsrbrr vorrMarvkko in scincm Entschlusse, das Ultimatum 311 vrrwcrfrn, brstärkt habcn soll. Das Zusammen- ziehen frarizbsisrbcr '«Trupprn art dcr nmrokkanisrhcn (Hränze dient nunmehr den Gegnern dcr madridcr Regierung zum VorWandk, rim dicse zu bestbuldigrn, da[; sic bci Arrofrcktnng ibrcr Streitsache eigent- lich um“ den Plänen drr Politik Franirrich als Werkzeug diene. Nichtö kann unbcgriindctcr sein. Ich glaube, Versichern zu dürfen, das; der französische Botschafter von Anfang an den spanischen Mi- nistern dringend abrictb, sich in ein Untrrnebmcn einzulassen, durch Welchcs, insofkrn die Absendung brdcuicndkr Strcitkräfte damit ver- bunden war, Spanien selbst von Truppc'n, und folglich Von dem sirbt'rstrn Untchfandc srincr inncx'rn Rui)? (""kblö'ssk word?" Wäre- (Hias Vrcffbn verstand sich sogar dazu, die von drm hiesigcnenglischen (Vrsandtcn dem Kaiser von Marokko arigctragenc Vermittelung durch dcn in Tanger rrsidircudrn französischen Gcncral-Konsul unicrftüßen 311 lasscn. Dcr Gondorrrknr bon Gibraltar, Sir Robert Wilson, be- gleitet von mrbrcrcn dort ansässiger: nmrokkanischen Handelsleuten, landete am 2741“th v.?)i. iir Tangrr, nnd sogleich verbreitete sich das (M'l'i'llbt, das spanische Geschwader Werde in Folge der von Seiten (Hroszbritanicns erhobenen Vorstellungen zuriickberufcu und die Streit- frage der Entscheidung Englands anheimgestkUt Werden. Die Ma- rokkaner jubeltcn, hielten sich durch England geschützt, und das spani- schc Ultimatum wnrde verworfen. Am 29. und 34). April richteten die Kabylcn Von Boni Aros und Muley Abd Salem ein heftiges Jlintcnfcucr auf das portugiesische Schiff „Fortuna“ und auf das cnglische „Little Viper“. Sie schosen eine Kugel auf den spa- nischen Virc-Kbnsul, der das Ultimatum von Tanger nach Laroche gebracht hatte, ab, als er sich an einem Feusier zeigte. Am 1. Mai erschossen sie rücklings einen Alkaiden, der sich ihren Gewaltthaten widerseyen wollte. Als gegen Ende des vorigen Monates der eng- lische Konsul von Tanger sich in Laroche befand, drangen die Kabylen dort in die Wohnung e_iner Engländerin ein, und verübten die r'o'ß- ten Exzesse. „Der dortige Pascha fühlte sich nicht siark enug, diesem, Unfug ein Ziel zu seven, obwohl der englische Konsul Syn dazu auf-"