;, ......» “»...“ «.,... «„ .. * '
Bruder der MM Fudiuanb's 711. du, voreixige Besprxchungen hwßznßeaen. Sie find es, welche, von d1e rn Grunderr gelettxi, den'“ engli chen Gesandten vermo teu, gegen d1e beabsichUgte Rust des Gra en von Trapani nach arcelona Vorstellurrgen zu machen, und ich glaube, versichern zit_diitfm, , daß sowohl d1e gegenwärngxn M1- nißer, als an die Kömgm Chnstme, mtschßossm sind, sich fur jest nicht mit der ermählungs-Fmge zu beschafngen. ,
Heute wurde hier das Gerücht in Umlauf gesevt, der „Marqms von Viiuma hätte seine EntlaffunZ verlangt, und das Mmistmum der auswärtigen Angelegenheiten 11; “re aufs neue dem Herrn Gonzalez Bravo angetra en worden.
Allem An rhein nach wird die Königliche Familie nicht vor Sep- tember hierher zurückkehren,
] 044
kika. Der Sultan, welcher erklärt hatte, daß er [ich allet), vbrge- schriebenen Jörmlichkeiien Unterwerfen wolle," um der museln1a11n1schxn Bevölkerung, namentlich den Großwiirdentragern, ein gutes Be1sptxl zu geben, befand sich während dessen auf dem Verdecke. Nachdem d1e Sanitäts-Beamten sich wieder entfernt hatten, [exec das Dampfschiff seine Fahrt nach dem Großherrlichen Palaste Berlerbei fort, wo der Sultan den Sommer zuzubringen pflegt. Am Abend fand große Illumination statt. „ ' ' , Die Znsurreciion in Albanien ift ganzlich unterdrückt, und 1111- zelne noch hier und da ohne Führer 11n1hc111're11de Banden der Irre- eleiteten treffen stündlich in den Hauptorten ein, um d1e Gnade der roßherrlichen Behörden anzufleben. Tre n1e1stenA11fi1hrcr des Auf- siandes wurden mit den Waffen in der Hand gefangen 9111011111111,
1812 200; im Jahre 1837 462; im Jahre 1839 1171, und im Jahre 1840 1238 Fabriken. Unter diesen „befinden „fich aber gewrß & solcher Fg- briibefugniß-Jnhaber, die ihr Geschast gar 111cht, oder doch kaum uber d1e Gränzen mittelmäßi er ZunftgeWctbe hinaus betre1bcn. kann also, in den
Der Zahl nach abriken kein Ersaß fiir die verlorenen selbstständigen Meister gesucht werden, ja, sie sind sogar schon in der Zahl der Gewerb- treibenden mitbegriffen. „ „
Die Zahl der gegenwärtig bei Fabriken und Gewerbcn beschafttgten Männer, Weiber und Kinder läßt sich nicht genau bestimmen, kann aber in runder Summe 311 700,000311dividuen angenommen werden, von denen aber nur 41,665 selbstständige Gewerbinhaber find, so daß noch gegen 650,000 Hiilssarbeiter übrig, von denen bei der alten Geseßgebung und im Verhältniseznr gestiegenen Volkszahl noch mehr als 100,000 männliche Per- sonen z:!r Meistkrschast gelangt wären, nm die normalmäßige Zunahme von 0011151. bei der Zahl von 141,000 Gewerbtreibendrn zu rrpräsentiren.
Der Jinanz-Minister ?“ sich endlich, wie es scheint, mit den . Inhabern der Schaßkammer (heine dahin verständigt, daß diese thre Yeßerei in einem Dorfe des liquidirten Forderungen gegen dreiprozentige Staatspapiere zum Course
von 35 einzutauschen haben.
XX- Paris, 24. Juni. Briefe und Zeitungs-Nachrichten aus Barcelona stimmen mit den täglichen Bülletins der Gaceta de der Aufenthalt in der catalonischen Hauptstadt der ganzen Köni , Familie, und namentlich Isabella ll., Fehr zusagt. Der Gesundhertszuskand der jungen Königin läßt frei- ich Einiges zu wünschen übrig, aber er ist nichts weniger als be- denklich, und das Gerücht von den Symptomen einer allgemeiner: Waffersucht, welches auch deutsche Blätter wiederholt haben, verdient nicht den mindesten Glauben. Die Königin war, den letzten barcrlo- naer Blättern zufolge im Begriffe, die bisher genommenen kalten Bader mit warmen zu vertauschen. Das Gerede von xiner beabfichttgxen Reise der Königlichen Familie ins Ausland, d. 1. nach Frankrewh, Nicht ganz so grundloS1s1 vielleicht das erneute Gerücht von der bevorstehenden Ankunft Hälfte man darf be- Es hat fich nämlich die Zahl der sclbstständigcnGewerbetrcibcndcn und Künstler in 00 Jahren um 55,470 pCt. vermindert, während die Bauern nm 8 pCt., der Adel 11111 47 pCt., die männlichen Individuen, und abhängiger
M a d r i d dahin überein , da
scheint völiig aus der Luft gegriffen.
des Grafen von Trapani in Barcelona, allein
zweifeln, daß der
madrider Kabinet seinen bisherigen W1derwillen ge
- -
dieser Art völlig überwunden hätte, was bis 1th wo Fall ist.
den, Ob mit Aussicht auf Erfolg, sieht dahin. T ü r 11 e i.
Konstantinopel, 11. Juni. (I. de Const.) Dcr Sultan
isi gestern von seiner Reise zurück ekebrt, und wurde mit denselben ?einer Abreise siaitfanden. Als die
Dampf-Fregatte, an deren Bord er sich befand, in den Hafen einlief, hielt sie an, um denQuarantaine-Vorschristen zu genügen. Die Sa- niiiitS-Veamten näherten sich in einer Barke, richteten die gewöhn- lichen Fragen an den Capitain, nahmen das Gesundheits-Patent des 11 demselben sodann die freie Prak-
Jeieriichkeiten empfangen, die bei
Schiffes in Empfang und erthcilte
Entwurf eines solchen Besuchs, wenn derselbe wirk- lich existirt hat, jest noch zur Ausfiihrung kommen wiirde. Bre] eher isi anzunehmen, die Idee einer Vermählung Jsabella's,ll. mtt dem die ältesten Sohne des Don Carlos habe in [ester Zeit emige11 Boden gewonnen, wiewohl die Schwierigkeiten, die sich ihrer Verwirklichung entgegenstellen, selbsi dann noch sehr groß sein diirften, wenn das
en einen Plan [ schwerlich der
Französischen Nachrichten aus Barcelona zufolge sind von Sei- ten der Kabinette der Tuiierieen und von St. James Unterhandlun- gen über eine Ermäßigung des spanischen Zoil-Tarifs eingeleitet wor- den, welche in Barcelona mit ziemlich großem Nachdrucke gefiihrt wer-
verspürt.
fich von unbrständigcr
pCt. zugenommen haben.
ductionen.
Veränderung in der Sonderung 1111d
werbtreibendcn zählte, gegenwärtig zu
4895, Zieht man die den ab, so erhält man:
27,354 Weber, ohne Weber.
Eckanntmarhungcn.
[848] Bekanntmachung. Stadtgericht zu Berlin, den 28. Juni 1844.
Der zum nothwendigen Verkaufe des in der Kloster- straße Nr. 13 beleYnen Felbelschen Grundstücks auf den 5. Juli 1844, ormittags 11Uhr, an derGe- richtsstelle anberaumte Termin ist hierdurch aufgehoben.
[849] Subhastations-Patent. „
Die der verehelichten Plettner, geb. Schobbert geho- rige, unter Wernigerode an der Holzemme „mb 00.737 belegene, zufolge der nebsi Verkauss-Bedingunéen und Recognitio11sschcin in unserer Registratur einzu ehegden Taxe auf 5706 Thlr. “22 Sgr. abges ayxe Oelmuhle, die sogenannte Lochmiihle, nebst Zu ehör, soll intermioo den 30. Januar 1845, Vormittags
10 Uhr, auf gedachter Mühle selbß
nothwendig subhasiirt werden. Alle unbekannten Neal- Prätendenten werden aufgeboten, fich bei Vermc1d1111g der Ausschließnng mit ihren etwanigen Ansprüchen spa- testens in diesem Termine zu melden.
Wernigerode, den 28. Juni 1844.
Gräflich Stolberg-WerniJerodisches Iusiiz-Amt. [. Abihe 111119. Salomon.
Rheinische Eisenbahn- “51 "] Gesellschaft. Zinsen-Zahlung von privilegir-
ten Obligationen. *, „ , Die Inhaber von pri-
unserer Gesellschaft wer- den hierdurch benachrich- tigt, daß die am 1. Juli d. J, fälligen halbjährli- chen insen mit 5 Thlr. pro tiick der 4proze11- tigen und mit 3 Thlr. 1 Sgr. pro Stiick der
ZYrozentigen, vom Versalltage an bei uns selbft oder b den
Herren . D. er att , Q ?en'Zeim jun, X Co. A. Sxaaf hausen ' S1"? : er o. - YsWderl isobssex C 1 '" A““"'"“ 11 .
Gebt. eSehsiorkl'e'r o in Berlin egen Aushändigung der fälligen Zins-Coupono erho- en werden können.
„Köln, den 13. Juni 1844.
Die Direction.
in Cöln,
.. vilegirten Obligationen “
[694 i,] „ . „ Die unterzeichneten erachtlrch ernannten Syndiken dcr
Fallit-Masse des hie gen Kaufmanns J. Wilheim Großer junior" fordern in Folge des Artikels 66. Buch 111, des Handels-Codex sämmtliche bekmch 11_11d unbekannte Gläubiger des enannten Großer ]11111-01' hiermit anf, binnen Vierzig; agen vom !).-110 gegeriwqr- tiger Vckanntmachun an gerechnet, entweder personltch oder durch einen geizevlich ernannten _Spezml-Vevoii- mächtigten, s1ch mit ihren Rechts-Anspruchen, unter Bei- bringun der legalen BeWeis-Stiicke, bei de'nuuierzeich- neten vndiken, oder auch in der Kanzlei ded Hand- lungs-Tribnnals des Ma owischcn Gubxrnmms h1e1selbst, bei dem Vice-Gerichts- chreiber v. ©„arnow1czszu melden. Nach Ablauf dieser 40 Tage nämlich, und bm- nen dem laut Artikel 67,des Handels-GeseH-Cydex fest- gestellten Termine, wird die Verifizirung der emgercich- ten Forderungen stattfinden.
Eben so werden Diejenigen aufgefordert, wclche der Masse Schuldner sind, die Aus üge ihrer laufenden R_ech- nungen mit dem gedachten §.W1n. Großer [!!"-* entweder den unterzeichneten Syndiken, oder dem oben erwähnten Vice-Gerichts-Schreibcr v. Sarnowmz des baldigsten einzureichen, unter Verwarnung gericht- licher Schritte im Unterlassuugsfalle.
Warschau, am Z. Juni 1844. „
Heinrich Sarnelson, v. Wysocki,
Appellations-Advokat.
[668]
Der Kaufmann Karl Wilhelm Christian Vrnncke ierselbsi hat sich insolvent erklärt, jedoch [TY erboten, eine Wechselgläubiger mit 40 und die Vu gläubiger mit 30 pCt. akkordmiißig zu befriedigen.
Es wird demnach zur Liquidation der Schulden und zur Erklärung auf jenen Akkords-Vorschlag Termin auf den 15. August (:., Morgens 1011hr, vor Herzoglichem Kreiögerichte hierselbst angese t, in welchem Alle, welche an den 1c.Bruncke Ansprii e und Yorderun en haben, solche, und zwar bei Strafe der usfchlie un , zu liquidiren, imgleirhen auf jenen Akkords-Vorkchlag, unter dem Priijudize des anzuneß- menden Einverständnisses mit der von der Mehrzal abgegebenen Erklärung fich zu erklären, eventuell auch
einen Giitet-Pfleger zu wählen, vorgeladen Werden.
Braunschweig, den 4. Mai 1844.
Herzogl. Braunschweig-Liineburgisches Kreidgericht.
Grégoire,
N o r d s e e b a d der Insel Helgoland.
Die hiesige Seebad-Anßalt wird auch in diesem Jahre amd15.3uni eröffnet und mit dem 1.Ok1obergeschlosse11 wer en.
Da in neuerer Zeit die heilkräftigen Wirkungen der Meerbiider und der Meerlust immer mehr anerkannt und gewürdigt werden, so möchtees ni tunpassxndsein,
iet darauf aufmerksam zu machen: w : sehr d1e Insel elgoland alle Vorzü e eines praktischen Werthez
[608]
als Snbadin sich ver 11191.
Die Re ierun beab ti t die Errichtung einer großen Eisen- 3 g fich ZJoEporus; es sind bereits Befehle 3111“
usfiihrung dieses wichtigen Planes xrlassen. . _ ck Der bekannte französische Depunrte und Schrrftxteller, Herr “1,11-
vergier de Hauranne ist hier a11gcko111n1111. _ Am 21. und 2:2, Mai hat man 111 Erzerum starke (U“dstoyk
Abnahme des Gewerbe-Standes in Böhmen.
Das Journal des Oesterr, Lloyd enthiilt eincn intercffantcn Artikel über die Abnahme des Gewerbe-Standcs in Böhmen, dem wir Fol- endcs entlehnen. Die Bevölkerung des Königreichs Böhmen betrug im Jahre 1780 2,561,794 Seelen, im Jahre 1840 4,145,7151 fie hatte mithin in sechzig Jahren um 61,828 pCt. zugenommen. daß die Zahl der Gewerbtreibrndcn mit dieskr Zunahme mindestens gleichcn Schritt gehalten hätte“, allein dies ist kei11eswe_ges der Fall, denn es zeigt fich nicht nur ktm Steigen, sondern sogar em Sinken 11111 mehr als die
um 98,111 pCt. und die Beamten Die Abnahme des geistlichen Standes um 34,159 pCt. ist wohl eine Folge der Zosephiniich111 Klostcr-Re- Dagegen blcibt die Abnahme der selbststaudrgcn GcMrbe-
treibenden eine sehr beachtungswerthe Thatsache, und wenn man auch einen
Theil derselben dem Umstande zuschreiben wollie, daß in neuereaniten cine Benennung der Standcstlwffcn 11111112- treten ist, so daß mancher, den man früher als Bürger zur Klaue der Ge- drn Honoratioren gerechnet wird, so kann dies doch nicht den ganzen Ausfall dccken, und man muß die(§)1*ii11dc für denselben in der neueren Gewerb-Gcscßgebung und yorzugltck) "111, der Abschaffung vieler zünftigen Gewerbe, dcmxzre1gebe11 so vielcheschaftignn- gen und in der Begünstigung der fabrtqutigen Untrruehnntngrn suchen. Am schlagendsten zeigt dics das Bcnpiel derUWeber. Jm Fahrc 1790 betrug die Zahl der iinftiqcn Weber 27,354, 1111 Jahre 1840 1111111011) [ze Zahl von der ganzen Summe der (»)ctvcrbctrctbcn- .___-*
im Jahre 1790: 83,509 Gewerbetreibende,
.___-._. „ 56,155 GeWerbetmbende
Was nun die Fabriken betrifft, so gab es deren im Jahre 1780 nur 50, 1111 Jahre 1786 schon 172 mit 895,967 beigewcrbliche11Arbciten (a11ch Spinnen, Spiyenll'öppeln u. s. w.) beschäftigten Individuen; im Jahre
höfe in Kiel und
mission 311 Kop e
Man sollte nun meinen,
in den
Bcschäftigung 18-10 enthaltenen
und Honoratioren 11111
1111111111, 192,120
drs Nominalbclau
1111111g ders
Vetleili ung ist mit „ „ , solcchn ?111161'11111111cns (1115 aligc111ci11c11Stm1ts Rucknchtrn rathiam crschcmt,
Woriibcr jcdeSmal eine besondere Allerhöchste Beschlußnahme erfolgrn wird.“
Eisenbahnen.
Die Eröffnung der Altona-Kieler Eiscnbaht), welche„bis (Jus sehr kurze Strecken an den Endpunkten, völlig fertig,1st,-_wtrd 111cht vor dem 11, Augnft erfolgen, weil die Errichtung prov1sor11chchahn- Altona noch Anstand findet. .
Dcr Altonaer Merkur enthält unter den qmtltchcn Vach- richten folgende Bekanntmachung der Königlichen E1scnbahn-Ko111- uhagcn vom 19, Jani: ' ,
„Mit Riiäsickit darauf, daß in neuester Zcit Emladungcn zu “21111111- Zcick111111gcn fiir Eiscnbahn-1111tcrnch1111111ge11 ohne, vorgangtge Alierhochste Crlanbnis; ergangen, und daß die in dtcicr 21211111111111111g,a11sgesiciltcnHAc11en- Promcsscn und sonstigen Dok11111111te 311111 (H„egcnstande 111111“ auf de11 prrv-at- chdit übrrlmnpt nachthcilig ctnMrkrndcn Cpcculanon geworden smd,_|w11d, zufolge Befehls Sr.?)kajcstät dcs Ikomgs, Nachstehendeshterd11rch znr offent-
“1111311111111 cbracht: . , .“ . ““So wicgdic Einladung zu ?lcttctt-Zmchuungcn fur Eisenbahn-Unter-
1 rn nnd die Ykiirtjtxktthcn, Z11tcri111sschci11cn nnd sb11stigc_1_1 dieses Geschäft betrrffcnden Tofnmrntkn ohne vorgängige Allerhöchste Crianbyißzur ?lxtien-thchnung jeder (5311111dl11ge entbehrt, so wi1d insbesondcrdaus d1e 111 dteser Beziehung §§. 1 bis (4 und in §. 5 in dcr Bekayntnmchung vonr 18. Mai Bcstinnnungcn, und namentlich darauf verwdesen, daß nach dem §,51„it. «-. dcr gedachten Bckanntnmchung der Ze1ch11er dcr Actic unbcdingt fiir die Einzahlung des Bctragxs der1clbc11 haftet, wenn nicht die Gesellschaft ihn nach stattgefunden“ Etybczahluwg von 40 pCt, fs drr Actie seiner Vcrbindlirhkcit 3111 Lc1stu11g der ferne- ren Ein ii 1 111011111. _ ,
FersnckZrffwird 123 111111111111) in Erinnerung gebracht, das; d1e 1m§.4 111111 in den §§. 11 bis 14 grdach1cn Beka1111t111ach1111g enthaltenen Vegimsvgun- gen nur fiir solche Eisenbahnen i11A11§sicht gestellt find, welche d1e Ver- bindung der Nordsee mit der Ostsex bezwecken. , clbcn Begünstigungen fiir anderc C1]cabal)"-U1_1ter11eh1n11113e11, 111- s01v11't sie nicht bereits Allerhöchst gc11ch111igt oder 111 A11§11ch1 cstclit 1s1,"und inSbcsoudcrr die 111 dem §. 4- dcr 111ehrgcdachtc11 Bckannima "ung chahnte bin 11111 1111111 zu erwarten, wenn die Forderung cmes
Ausstellung und Uebertragung von Actien-Promcffcn,
Die Einrän-
1840: 41,665 Gewerbetreibende, 4,895 Weber, 30,770 Gewerbetreibende ohne Weber.
«.___-“_“_ _ _._.„_ „“___“-“.___.“- «.___..„Ü
Al1gemeiner AnzeiJÉZ.
Schon die Lage dieses Eiiandcs im offrnrn Meere, meilenWeit von der Schwiiic und von den Ausdünstun- gen des Kontinents entfernt, seine salzreichen, reinen, vom Schlamm des Fl11ßwassers und der Küsten nicht getrübten Fluthcn und die milde, belebende, bei keiner Richtung des Windes mit Landluft untermischte Atmo- sphäre sprechen zu seinem Vortheil. Dcr ebene, feste Saudbodcn aber und die durchaus sichere, vortreffliche Beschaffenheit des Vadesiranch iiberhanpt, Welche ein von den Strömungen der Flnrh nnd der Ebbe unab- hängiges Baden im offenen Meere zu jeder Tageszeit bei gleich kräftigem Wellcnschlage erlanbcn, die 11111 hierdurch mögliche ganz freie Wal)! dcr Badestundcn find wirkliche und fiir den Sachknndigcn so wese11tliche Vorzüge, das; sie ebenHelgoland in wenigen Jahren 311 einem der besuchtestcn Und beliebtesten Badeorte seiner Gattung emporgehobcn haben.
Alle Einrickztungcn 111111 Bedarf und fiir die Annehm- lichkeit der re1p. Badegäste, wohin besonders cine große Anötvahl bequemer und selbst cirgantcr Gasthäuser nnd ?)rivatwohnungcn, eine sehr gute Küche und die bcsien ranzösischcn Weine zu billiger! Preisen, cine heitere Geselligkeit, durch ein ständiges Pragchnsichps und durch das zu ailcn Standen besuchte Conscrvaiionö- haus belebt, gehören, sind der Art, daß fir den streng- sten Anfordemnßtüzen derselben entsprechen diirften.
Den Herren erztcn dient noch besonders zur ergebe- nen Anzeige," daß alle Anstalten für Regen-, Sturz- und Douchebader, fiir warme Secwafferbäder, so wir für jede Art nach spezieller ärztlicher Vorschrift zu be- reitcndcr oder zu nehmender lokaler und ganzer Bäder in einem großen, neuerbantcnBadchmtsc vereinigt find, welches nach den besten Mustern dcr Thermalbäder ausgefiihrt worden ist.
Eine regelmäßige und stetcVerbindnngzwischenHam- burg, Kurhaven 1111d Helgoland, auch mit den brunch; barten Secbädcrn und zwar 311 111eh1'cren111alcn in der Woche, eine andere zwischen Bremen und Helgoland, wird während der Saison durch mehrere ausgezeichnet schöne, bequeme und sichere Dampfschiffe unterhalten, deren resp. Eiqcnthuuwr iiber die Absahrtéiagc und Stunden das Nähere 111 öffentlichen Viättcrn bekannt machen werden. „
Bestellungen von 211.316 21. besorgt 1111'1 Vercitwillig- keit sowohl die Unterzmchnctr, «11-8 Unser Vadearzt Herr hr, von Aschen.
Helgoland, im Mai 1814.
Die Direction des Seebadcs.
Literarische Zinzcigcn. So eben isi erschienen: [847] Taschenbuch für Reisende in den Harz von Fr. Gottschalck. Fünfte
A l . Mit einer Karte. Magdebnr . WlksHWnerichshosenscheVuchhandlun g. 184.2.
reis 1"; Thlr. (Berlin bei “ii. Diimmler, inden 19.)
Handels- und Börscn-Uachrichtcn.
Man schreibt ans Ki cl , 24, Z1111i:Seitder Eröffnung der_Stcttincr Etsezx bnhn 1111d dchampfpakrtsahri 111105111an1110 1) «1 gen und Sictitn hatst ) die Zahl der Passagiere, Welche 1111113111! nach und von Kopcnhagen 311 rkiscn pflegen, ctWas Vermindert, 11111111 1111111 der Tran merklich abgenommen hat.
sit rer Stückgüter nicht
Das Goitschalcksche Blick), srit fast 40 Jahren“ das einzige, aus dem die meistendcn Harzbetreffenden Werke schöpfte", erscheint hierznmFiinftcnnmle, vermehrt, ver- bessert, 1111111 111öchte sagen neugeborcn, und dabei um cin so Wesentlichrs wohlfcilcr, als vordem, Ju cinem Augenblick, wo das liebe, merkwürdige vaterländische Ge- birge durch das Vorhandensein und immer mehr Ent- stehcn der Eisenbahnen anch dcn Entfernten' nahe gx- bracht wird, wo man sich dem Harzc-mit srmen Tha- lern, seiner Roßtrappe, seiner Viktorshdhe 1111desephs- höhe, seinem Brocken immer mehr zuwendet, se1_ denn hingewiesen anf dieicn erneuctcn, bcrjiingtcnGott1chal-ck, dcr, i11 wrlcher Abficht auch man reisen und Me 11111 oder weniger a11fz11s11ch111 1111111 fich vorgenommen haben möge“, stets drr unterrichirtstr, trc11este Führer sein wird.
Bci C. ““:-. PUMA“ in Berlin (Stech-
bahn 54), so wir in dessen Handlungen in Posen und Brombmg, ist 311 []11bk11;
W Der Bote
dcs Evangeliscbrn Vereins der Gustav-Adolph-Siistung. 8. Jahrgang 77 Thalt'r.
Darmstadt, bci W. Leske.
Dieses Blatt, welches vorläufig alle vierzrbn Tage erscheint, wurde durch Beschluß der Haupt-Ver- "sannnknng des genannten Vereins zu Frcxnkfurt a.,M. im September 1848 gegründet und e11thalt,alle dixsen Verein betreffende Nachrichten„ als; Nach11ch1e11 uber Begründung neuer Lokaleercmc, rbre Thattßkea und Erfahrungen, ihre Ei111'1cht1111g,c11,-11ber Zustande be- drängtcr protest. Gemeinden (bisweilen 11111 Illustraiw- nen), Veuriheilnngcn dcs Gcsannni-Vexetns, w1ch1rge Aktensiiicke in Bezug anf dcnsrlbcn, kurze Vertchte uber ähnliche Vereine in und fiilsikk Drutschland 11. :c.
[845] 'I. , ,- ,
Die neue Elstndahnkarsk vom Major Kurts, nebst Text von Zedliv berichtit 1111d mit allen Projekten am Rhein 1c. vermehrt, 1 1v1edcr 311, haben auswärts fiir 14 Thlr., in Berlin für 1 Thlr. bei
Carl Heymann, Heil. Geiststraße 7.
1-
[09711]
Engl. 11. Mecklb. Reit- u. Wa- grnpfcrde sind zum Verkauf an-
gekommen Behrenstraße 911.24 und aufSee-
gershof.
[54.1
Das Zbonnement beträgt: 2 thlr. für 3; „Jahr. 4 Kthlr. - «'; Jahr. . 8 Rthlr. - 1 Jahr.
111 allen Theilen drr Monarchie ohne preiserhöhung. Inserti_ons-Gebühr för dcn Kaum etnex Zeile des Allg. Anzetgers 2 Sgr.
Allgemeine
Preußische Zeitung.
Ille post-Anstalten des In- und Auslqndes nehmen Erstellung a11f dicses Blatt an fiir Ettlin d1e Expedition der Flug,“ preuß. . Zeitung: Fr1edrichsstrasse Ur. 72.
NL)" 182.
Berlin, Dienstag den L*?" Juli
1 844.
Inhalt.
Amtlicher Theil.
Inland. Berlin. Allerhöchsie Verordnung in Betreff der Diöziplin der Advokaten und Auwalte im Bezirk des Appellations-Gerichts zuKöln. - Rhe1n-Prov'1nz. Bereicherung des bonner Museums. -- Beschleunigte Verbmdun zw1schen London und Köln. *
Deutsche undesstaaten. Königreich Bayern. Die Austrittc in Feuchtwangen. - Kurfurstenthu 111 Hessen. Der Besuch der main- zer de-okaten-Vrrsammlun verboten. _ Schreiben aus Luxemburg. (Stand1sche ?lrbc11en; der Zourrier du Grand-Duchö.) *
Frankreich. 517-9119; Etscnbahn-Diskussionen der Deputirten-Kammcr. -- Entdeckung legtt11111111scher11111trirbe.-Nachrichten von der 11111rvkka11ischcn Gra11ze._- Sckxrc1ben aus atis, (Tas angebliche Karlisten-Komplott.)
Großbrrtamyn „und Jr and. Oberha 11 s. Debatte über Vlkchung des Vrrefgehetmmsscö. _ Unterhaus. Die Feindsciigkeiten zwischen Jratkach 11nd Marokko,-Schrciben 111153 London. (Zur Beleuchtung FiFmFerSc ubrr Vcrchung dcs Bricsgchcimniffcs; Stellung des Ministe-
NZTItei-Ttlande. Aus dem Haag. Schlicßnng der Scsfion dcr General-
Schweiz. Luzern. Eröffnung der anßerordrutlichen Ta a 1111
Spanxen. Schmben aus Madrid. (Dic Vermählungc'gfxaéxc Fach dcm Urthe1lc der verschtrdenen Organe der Presse; Vermischtes.)
ertxidckxtls: und Börsen=Nachrichten. Berlin. Börsen- und Markt-
Königssiädiiscbes Theater (Eine Novität von ' ' ' “ ' ' . , . , Jr1cdr1cl Ad11111. _
F?:Fddckx-Vodrstxdtdmt'BerlFl 1l111d dic I)iisfions'StatiHnen in 2321110178“-lc , 1111 11 orrgrn 1111a1ttcn.-S reiben 111113 (1 “1. ?
Sue s „Ewrgcr Zudc“.) _ Vermischtes. ck P 111. (USM
Amtlicher Theil.
„ Sr. Majestät der König haben Allerhöckystihren am Königlich Wurtte111berg1schen Hofe akkreditirten außerordentlichcn Gesandten und bepollmachtigtcn Minister, Geueral-Major von Rochow, in gleicher Ergenschafi auch bei den Fürstlich hohenzoliernschen Höfen zu beglau- btgen geruht.
Ihre Königl. Hoheiten der Prinz und die Prinzessin Karl nebst Hbchstderxn'ToMer, die Prinzessin Louise, Königl. Hohcit, haben, von Glmackc aus, eine Reise nach Italien angetreten.
Dem Oberlehrer am Gymnasium zu Stettin, ])1'. Boni 13, ist das Prädikat „Professor“ beigelegt worden.
Zur Feier des LeibniHischcn Jahrestages wird die Königl. Aka- demie der Wissenschaften (1111 Donnerstag, den 41111 d. M., Nachmit- 11136 11111 5 Uhr, eine öffentliche Siytmg halten, zu Welcher der Zu- tritt, auch ohne besondere Einladung durch Karten, freistcht.
Berlin, den 1. Juli “1844.
Das Sekretariat der KötYl.ck2ékadcmie der Wissenschaften.
o ).
An ekommen: Der Gcnrral-Major 1111d Jnspectcur der 4ten Arirlleric-Jnspection, von Scharnhorst, von Stettin.
Abgcreist: Se. Durchlaucht der Generai-Major und Com- mandeur der 61111 Landwehr-Vrigade, Fürst Wilhelm Radziwill, nach Heringsdorf.
“Uichtamtlicher Thei1. I n l a n d.
" Berlin, “1. Juli. D1e GcseH=Sammlung Nr. 19011- kkJidfoxlge'yde Allkrhochsie Verordnung, betrcffcnd die Ausübung der 411131111111 uber Liddokatcn und AnWalte im Bezirke des Appellations- g111cht§hofes.z11 3313111. Vom 7. Juni 18-14.
„Wr; Fraedrtck) Wilhelm, von Gottes Gnaden, König von „ Prcußcn 1c. 1c. fmdcn Uns bewogen, zur Beseitigung der Mißvcrhältniffe, wclche daraus e11t_stche11,_d.1ß gegen d1e Advokakcu im Bezirke des Appellations-Gerichts- hom; zu 310111, welchc zuglerch als Anwalte angcstcllt find, in Beziehung auf [rde dicser bexdrn Ergrnschaftcn cin verschiedenes Diöziplinar-Vcrfahrcn stattfmde-t, aus den Antrag Unseres Staats-Ministeriums, fiir den genann- trn Bcz1rk 311 verordnen, was folgt:
§. 1. Jeder Srnat dcs ?ippeliations-Gcrichtshofeö, jeder Assisenhof 1111-d-11de Kammer c1ncs Landgerichts hat die Vesugniß, über diejenigen DrsUplmar-Vcrgchrn dcr Advokaten 1111d Anwalte, welche in den Sisunqen vorfallcrt oder e111111telt werden, sofort zu erkennen, ohne daß eine Berufüng gcgen d1e Entscbetdung znläsfig isi.
§.0 2. B0 jedem außerhalb Köln bestehenden Landgerichte, an deffrn .ZjlthslHe wenigstens zwölf beim Appeüations-Gerichisbofe immatri- xulnte Ildvofqicn wohnen, soll ein Disziplinar-Nath von fünf Advokat- ÄFKWW'Zchc-tcktxédéY ZdeölrÖ wird aus den Advokat-Anwalten des
** -e11) 01 1111 es anderitnu ' - von neun Mitgliedern errichtet. g ck s 1 em Dthrplmar Rath „ §. 3. Advokat-Anwalte, 1) welche schon einmal mit SUSpenfion oder emcr schwereren Strafe gerichtlich oder im DiEziplinarwegebelegt, und nicht, mrs Antrag des Deriplinar-Raths, von Unserem Justiz-Minister wieder für wwhlbYLr-klßrt sXd/f oder 2) wlelchc idm Laufe des lcyten Jahres zu irgend 11 er 1 zip mar kn 2 veruri eit wor en md kön ' ' “ DiSziplinar-thhes sein. h s , nen nicht Mitgueder des _ H. 4. D1e Mitglieder des Diöziplinar-Rajhes werden für jedes Justiz- mhr 111 folgender Art gewählt: Die sämmtlichen Advokaten und Anwaltc des sztrks, fur welchcn die Wahl stattfinden soll, werden zu diesem Zwecke durch threrr Vorsteher nach eingeholter Genehmigung des General-Prokura- tors zu Join, „ohne welche iiberhaupt keine Gcneral-Versammlung dersel- ben zulassi _ 1s1, “drei Monate vor"“ dem *Ende jedes Jußizjahres, d11rch schr: ti1che Emladung zusammenbérüfen, u'11d die' Erschienenen tvahlcn unter dem Vorfise des Vorstehers nach Stimmenmehrheit,
in Köln vierzehn Kandidaten, in den iibri én Br irkcn abcr a t “ - §ten, von welchen weniÉstens die Hälfte au?) den (Hilteren Mxier-“FÜÖd'ZÜs lebokatensiawdekx des ezirks genommen werden muß. Es ist zuläsfi aus- scheidende M-tgltrer dcs OiSziplinar-Raths wieder zu erwählen, Bei der ersten Wahl, d1e binnen vrer Wochen nach Verkündigung dcrgcgenwärtigen Yerordnnng fur das laufende Zuüizjahr stattfindet, ernennt der General- Yroknrator dcnxenrgen Advdkat-Anwalt, weicher dabei die Functionen des Vorstehers, so w1e dcpxcmgcn, welcher die Functionen des Secretairs zu versehen hat. [Leber d1e Wahl hat der Srcretair ein Protokoll aufzuneh- mc11,§we15cheöNd1ä) Anräesendcn Ykerzeichnen.
. . a vo endctrr ahl überreicht der Vor e er Ab rit drs Yrot-oiolls dcm General-Prokurator, und dieser ernentßihfiir dx? 1f1ächsie ,511s11zxahr unter den Gewählten die Mitglieder des Disziplinar-Raths und dessen Vorsteher, welcher znglrich Vorstand der Advokaten und Anwalte ist. Das dem D1e11sialter nach jiingüe Mitglied des DiSziplinar-Naths der- steht die Functtonen dcs Secretairs, nimmt übrigens, wie jedes andere Mttgbed, an der Abstimmung Theil. Die gewählten, aber nicht zu Mit-
gliedern des DiSziplinar-Raths ernannten Advokat-Anwalte find zur Steil-
vertretung für solche Mitglieder bestimmt, wclche verhindert sind, an der Verbaydbmg/Tbmi z11 n_ch1111'n. Dcr General-Prokurator bestimmt die Ncihesolge," m welcher d1eselbcn einzuberufen find. Ist der Vorfisende in emzelqen Fallen “verhmdert, dcn Vorfiy zu fiihren, so vertritt ihn das älteske Mrtglrcddes D18z1plinar-Raths nach dem Dienstalter.
. „ (§.„6. Das Amt eines Mitgliedes, Secretairs oder Vorßeherö des Drsxzrplmar - Raths kann nicht abgclehnt werden. Die Weigerung, dasselbe z11s1zb1111n1hme11, wird als Verzicht auf die ?ldvokatur und Anwaltschaft an- gr 1- c „
.§. 7. Dem TisZiplinar-Rathe zu Köln wird außer derDiSziplin iiber gile 1m' Bezirke dcs dortigen Landgerichts wohnende Advokaten auch die uber d1e ?! 11 walte des Appellations-Gerichtshofes und des Land erichts 311“ Koln ubertmgen. Eben so soll jeder bei einem Landgerichte au erhalb Kolp z11 b1ldende DiSziplinar-Nath die Diöziplin nicht nur über die im Beznke wohnenden Advokaten, sondern auch iiber die für denselben an-
gestellten Anwalte ausiiben,
§. 8, Dem TisZiplinar-Rath liegt vermöge seiner Di81iplinar-Gewalt ob, 1) 111ch1 blos u'ber d1e Erfüllung der besonderen Amwpflichien, sondern auch dcrxc,n1g„c11 Pfl1chten der Advokaten und Anwalte zu wachen, welche Ehrenhafttgkc", Rediichkeit, Zartgefühl und Anstand mit fich bringen; 2) Be- schwerden, welchx be1 ihm von Parteienselbsi angebracht, oder ihm von dem offentinbcn M1n1s1erium, oder den Gerichts- Behörden überwiesen werden, sbrszalng 311 untersuchen, die Erledigung derselben herbeizuführen, auch von d1e erEricdagung dcn Partcicn und, wenn die Ueberweisung von dem öffent- l1chcn M1n1stcrium oder den Gerichts-Behörden erfolqtisi, dem ersteren Kennt- n1ß zu geben; 3) Verstöße, welche gegen die unter Nr. 1 bezeichneten Pflich- ten begangen" werden, geeigneten Falls im DiSziplinar-Verfahren zu bestra- fen, ohrre Rurkncht auf den sonst noch deshalb im Civil- oder Strafverfah- ren zulgsfigew Rechtsweg. Insbesondere muß das Diöziplinar-Strafver- fahren,]ederzen„eingeleitet und in der Sache selbst erkannt werden, wenn 'das “offenllwhx Mirnsierium solches in Beziehung auf ein dem Disziplinar- Ralthe tubcrwiescncE DiSziplinar-Vcrgehen cines Advokaten oder Anwalts vcr ang . §. 9. Jeder ,Advokat und jeder Anwalt isi verpflichtet, über Beschwer- den oder Ansch111d1g11ngen gegen ihn auf Erfordern des Vorstehers schrift- 11che NuSknnft zu eben, Kommt es bei der Untersuchung hierüber auf die Vernehmung von 5 elastunJZs- oder Schußzeugen an, so hat der Vorsteher den Ober-Prokurator 11m cranlaffung derselben unter Mittheilung der Ak- ten zu ers11chcn. Oer Ober-Prokurator beauftragt alsdann mit der eidlichcn Vernehmung-der Zeugew den betreffenden FriedenSrichicr oder ersucht den Instrucnonsnchter um dieselbe und übersendet hicrnächst die Verhandlungen an den Vorsteher.
§. 10. Für das Strafverfahren vor dem Diöziplinar-Nathe gelten folgende Vorschriften: 71) Der Angeschuldigte wird durch eine schriftliche Vor- ladung, 01 welcher d1e gegen ihn erhobenen Anschuldigungcu und die Be- wc15m111e1 qngegcben sind, zu der von dem Vorstande bestimmten Sißung des D1öz1pl1nar-Raths mmdestens acht Tage vorher bcrufen. Derselbe hat den Empfang der_ Vbrladung unter dem Original zu bescheini en; weigert er sich dessen, so 1]? rhm die Vorladung durch einen Gerichisvo ziehcr kosten- frei zuzustellen. 8) 311 ber Stßung, welche nicht öffentlich iß, werden die emzelnen Ansch111d1g11ngSp11nkte von dem Vorsteher entwickelt und die Zeu- genaussa en 11,11d anderen Bewewmittei durch den Secretair vorgekcsen ; der Ange ch1rid1gte, wenn, er erschiencn isi, wird vernommen, und sodann die nach Strmmenmchrhett beschiossene Entscheidu11g sofort oder doch in einer 311 dtcsem Zwecke sogleich zu bestimmenden und nicht über acht Tage h111au§ anzusesende-n „Sisung verkündigt. 3) Der Beschinß wird von allen MitgxedZn dF, DYz-plfinar-Rafths unterschrieben. . , te traen, an welche der DiSziplinar-Rat 11 er befugt 1st, smd: Ermahnun „ Warnung, Verweis, SuspensxZonz nichxctxxzee? em Jahr, oder Veriust der“ 1genschaft als Advokat oder AnWalt, Der in Bezug auf e1ne d1eser bc1den Eigenschaften erfolgte Ausspruch der Sus. pcnfion oder des Verlustes erstreckt „sich jederzeit zugleich auf beide Eigen- schaften. Er hqt, ohne daß es ndthig ist, die provisorische Vollstreckung zu bestimmen, d1e WMMZZ daß von dcm Tage der Zustellung des Diözi-
e
plinar-Bcschluffes an der rurtheilte fich selbst dann, wmn er ein R .- 1111ttcl ergreift, vorläufig glier Dienstthätigkeit so lange enthalten mußthkY
Königsftädtifahes Theater.
Eine Noviiäi von Friedrich Adami.
Am 27. Juni sahen wir zum erstenmale: „Kleine Leiden des menschlichen Lebens.“ Der Verfasser, unser bühnengewaudter Friedrich Adami, hat bei der Bearbeitun dieser einaktigen Posse nicht bios das, am 8. Juli 1843 auf dem parier 11105111: 1111 701111011111; zur ersten Ausfiihrung gelangte und seitdem auch zu Berlin von der französischen Ge- sellschaft im Konzertsaal des Königlichen Schauspielhauses mit Beifall ge- ebene Vaudeville von Clairville „1105 [1011103 1111501135 (10 1.1 111: 1111111711110“, ondern auch das 1111lä11g| zu Leipzi erschienene bekannte humorißische Werk „Kleine Leiden des menschlichen Jebens, von Plinius dcm Ziin.
eren“ ( rofrssor O. L. B. Wolff zu Jena) mit Vortheil benutzt.
enn der earbeiter die Anzahl dchersoncn auch nicht vermehrte, so hat er die vorgefundenen doch gewiffcrmaßen neu eschaffen3 auch manche Si- iuationen sind d1eZnthatAdami's. ZederSa kundige wird übrigens schon an dem Dialog und dessen ineinander klappendcn Schlagwörtern erkennen, daß er unm'Rlich nbersest sem könne; und eine Vrrgleichnng der im Druck
erschienenen achbild1111g mit dem Original iibcrzeugte uns von der Rich. tigkeit dieser Annahme. Ludwig Bechstein hat uns in einem artigen Liebe einen Grillen-
fänger gezeichnet, dessen LebcnSdcvife lautet:
Ich bin vcrdriißlich,
Weil ich verdrijßlich bin,
Bin ich verdriißlich. ' Ein solcher Murrkopf isi der Held unserer Poffe. „Kleine Leiden!“ ruft er in seinem launischen Unmnth aus, „das ist das fatale Wort! Die großen Schicksalötücken find lange nicht so schlimm. Sie kommen selten, man hat Zeit, sie zu ahnen, auf sie gefaßt zu sein, sie wieder zu vergeffen. Aber diese kleinen AUtagsleiden, die mitkuns aufstehen, mit 11116 zu Bette ehen, mit uns zu Tische siven, mit uns 111 Gestalt einer Flic e oder eines Fonsi- gen Insekts S11ppe essen, Kaffee trinken, die uns das el aus der Lampe, das Feuer aus dem Ofen stehlen, die Knöpfe von den Kleidern reißen, die Sprungriemen zerpiaßen, den Backenbart krumm ziehen, die Schlüssel ver- lc en, das Srhnupstuch zu Hause lassen - mit einem Wort, dieses dämo- ni che Spinnengewebe, dieser verteufelte Mückenschwarm von kleinen Unan- nehmlichkeieen, kivlichen Zufällen, vertrackten Rippenftößen und Hühneraugen- Tritten, zarten Mtßversiändnissen, delikaten Störungen und minorennen Fa- talitätcn -- rein zum Verzweifeln, z1'1'm Davonlaufen. Aber ste laufen mit, die kleinen Leiden, fie verfolgen uns bis auf die Stra e. Man hat sich sein emacht: man trqmpelt in einen Sumpf und macht ich schmusig _ kleines Leiden! Der Wmv re-ißtJhnxn den Hut vom Kopfe, Sie wie ein Schnell- läufer hinjcrher -klc1ne§ Leiden! Cin Maurer überschüttet Einen mit Kalk, daß man aussieht w1x emx vaSfigur - kleines Leiden! Cine Staub- wolke streut Einem Sand m d1e Augen - kleines Leiden! Ein Sonntags-
reiter sey: fich m'is Pferd, das Pferd wirst ihn ab und sept sich auf ihn _
kleines Leiden mit großcm Drucke: Die ro cn Uebel md Do! “13 e. die kleinen Leiden Nadelstichc, man muß 12111“ß länger letiden -chZLsßist der ganze Unterschied.“ DwsenUermon dcs Griesgrams beantwortet im Original ein Freund unseres Gramlmgs d11rch folgendes Couplet: 11101, je; 51115 (105 [11115 [11111050pr5, [Jr 0011111113 11 Pian; jo.: pkenäz ]e: lamps, .)0 110 10111 [1.15 (125 CJTJZLkUlDbOF ]).“1115 105 [101118 (5116110100015. .Fuxwoul); (111 5011, 11101, 1.011j0111'5 je: m'attcncis; ]“.t 51 1.11 701111 kn'écmlter", nu", c0mldl'enc1rs, 10115 1:05 6113311113, co.; [1131115 (311111311115, 111011 61101" „11111, 111 n'uz (111'51 [1:5 31.18!"le “1,0111“ 0111: 5111“ (111'115 n'arrivcront (15. Auf d1csc111 Gegensav der Selbstzufriedenxeit des Spießbiirgers zur 11,11111he und Haß, emcs von Spieen, Hypochondrie und Schwarzgalligkeit hrn imd her getnebenen und zu lauter übereilten odcr dummen Streichen vxrleiteten Poltrons beruht das Interesse des Stiickchcns, das vor einem bts auf dem 1131111 Play gefüllten Hause zur größten Belustigung aller Anwesenden ausgefuhrt ward und in die Vorrechte eines Kassensiiicks eintre- ten zu wollen „scheint. Wenn Herr Grobecker in der Zeichnung des Rent1ers Wulfnch Murr den mißtrauischen und verkommenen Kränkier ebensowohl als den" aufbrausendcn und jähzornigen Mißverqniigten bewor- hxben wollte, so wurden wir uns mit seiner Leistung ganz einverstanden er- klaren. Er wurde gerufey. Die berolini rende Köchin Barbara (auch in dem franzofischen Va11dcv1lle bedient fich canneton dcs pariser Jargons) wußte Mad. ?,[dath m1t allen jenen Jinten nnd Finessen auszustatten, woran d1e berlrper Magde nich_t arm sein sollen. Herr Hänsel (Trokier) und Dlle. He1n,e ma nn (W1ttwe Klang) rissen gut in das Ganze eiu, welches den ErherterungSzweck der Pose voll ommen erreichte.
"- U.
Die Friedrichs-Vorftadt in Berlin und die Veifsions-Stationen in Verbier.
, Seit den leßten Monaten sind in den ie1 en eitun en me rere Fttwmcn laut geworden, welche die bevorsiehcnxensYeuenZ Kirchgcnbautelz in 971111 besprechen und empfehlen.. Auch in dieser Zeitung ist schon zweimal ( r. 130 und 156) der beabficht1gte neue Küchenbau in der Friedrichs- ,Vorstadt" vor dem potödamer Thore 111 Sprache gebracht worden. „Zur Aysfuhrung desselben find gegenwärtig ammlungen milder Beiträge e111gelc1tct worden: von dem Erfolge derselben iß indessen zur Zeit noch keme Nachricht bekannt geworden; man hört nur von ein zelnen rühren- den und ermunteruden Beispielen thiitiger Theiluahmez man hofft aber noch
immer auf allgemeinere Theilnahme olne wel c eine BaukZthZ nicht zuserZarZen sein würde. , 2 ck Deckung der (1 rend dire er andlun en schweben, welche den kir !“ e . stgnd der großewRefidenzsiadt o nahe berühren, kommt derY'YZréFxr d1eses em; Mtsstons-Nachricht zu Gesichte, die wir auch hier in Ber. 1111 behrrz_1gen sollten. Vor geraumer Zeit machte ohnehin die Tübinger VtertelxczhrS-„Schxift darauf-aufmerksam, daß die Zeitungen den im. rncr merkl1cher-1n d1e Weltgeschlchte eingreifenden Missions-Nachrichten thre Spalten nicht mehr lange wiirden verschließen können.
Die Geschichte betrifft die Missions-Stationen von Berbice 1'11 Guiana cngltschm Antheils. Die dortigen englischen Missionare haben schot; mehrmals den christlichen Eifer dcr bckehrten Neger, fich ihre Kirchen aus ergUencn Mitteln, 311 bauen und die kleinen zu erweitern, Schulen zu be- grundcn und fir: 1hre Ausstattung zu sorgen, mit großer Freudigkeit ge- ruhmt. Miisronar James Scott konnte schon vor mehreren Jahren der lbndoner Missions-Gcseustbaft schreiben, daß er und feine Kolonie der eng. 111chen Untcrßiiyung nicht mehr bedürfe, obwohl die Gemeinde nur aus 800 Menschen, meistens Feldarbeitcrn, bestehe.
Zest wrrd nun Folgendes gemeldet, welches wir wörtlich nachscbreiben- ' „Im vorigen Sommer veranstaltete eine Gemeinde an dem Tage wd 1hr Misswnar nach einer langen Krankheit zum rrstenmale wieder predigcn konnte, eine neue Kollekte zum Bau einer Kirche. Die Sammlung betrug an diesem einzigen Tage, - 8000 Guilders, etwa 1500 Rthlr und die Geber waren lauter arme Ncgcr, noch vor kurzem Sklaven,; Kinder und Greise mit weißem Haare, Alles drängte fich herzu, um nich; nur 111it,Worten, sondern mit der That zu beweisen, wie theuer ihnen die Verki111d1gun des Wortes, wie lieblich ihnen die Füße der Friedensboten und wie ern ihnerr das Dankgeliibde sci. _ Es war auch nicht die erste ngmlmrg: fiir d1e-Besold1mg des Misfionars und eines Lehrers fiir die klerndere Ktrchc und 1111 Schule war schon früher in gleicher Weise gesorgt wor en.
Wir europäische Leser müssen wohl dabei an die Fra c Christi denken- Sind ihrer nicht Zehn esnnd worden? wo “ “* Nenne? Luc. 17, 15-17.“g ?rnd aber d1e
Potödam und die dortigen Umbauten.
Architektonische Entwürfe für den Umbau vor ande- 11 Fr“ G e b a u d e. Auf Allerhöchsten Befehl Sr. Majkstät des Komgs von Preußen , herauögegeben von Perfins , Königl. Baurath_ , Hof- Architekten und Mitglied: der Ober - Bau- Deputation.
Von diesem seit 1843 im Verla von . R“ [ nxnden, nicht blos deszArchitekten, soZdem je?“ X;?!ßfZektnYkstthM 1:11 erregenden Werkeliegen die beiden ersten Lieferungen, auf MM