“ 11 ran und in der Farbe etwa schönen Tusch-Zeichnungen
YnsYiJFHRi E11 großes Fenske: mit den 12 Stationen unseres Herrn Jesu Cghrißi, aus der Fabrik der Herren Karl Hand:: und André zu Paris, und zwei andere große Fenster in zwei ganzen Figuren eine Maria mit dem Zesuskinde und einxn heiltgen Johannes dar- ßellend, von den Herren Chätel und Ftaleix in Le Mans, ver- dienen rühmliche knoähmmg; nur tritt besonders in lcyteren das Streben nach harmonischer Farben-Perschmel uns noch zu sehr hervor. Die allgemeinen Ne eln unddas hochste Gries dez Malerischen haben zwar auch für die (H-asmaleret 1hre„ Geltung, aber bei tveitem nicht in so hohem Grade, als fur andere Diözwlinen der Malerei. Bei Glasfenstern 1| es oft ein Yoßer Vortheil und wirklicher Gewinn, ein reines, höchstes Noth, Blau, elb, Grün 11. s. w. zu erFielen; denn in der GlaNnalcrei leidet die Farbe Gewalt; fie verträgt in hr nicht blos die höchste Steige- rung, fie nöthigt sogar dazu und folgt hierbei im Ganzen eincm Maßstabe, welchcr aydcrwärts kaum jemals anzuwenden ist, Glasfenster sollen nicht durchfichtige Glaögemälde, sondern transparente Mosaiken von Glas sein.
Die Werke der Glaömalerei aus dem Louvre in die Elisäischen Folder, d. b. aus der Knnst-Aussiellung in die GeMrbe-Auösteüung zu verweisen, fällt um so mehr auf, je weniger die eigentliche Industaie bei der anerci- tung des zum Betriebe der Glasmalerei erforderlichen Apparats mithilst, und als das Element der Farbe hier zu seinem Gegenstande in einem so nahen Vezuge sieht, daß schon an der Zurichtung und Läuterung dcs nöÉi- gen Materials die Kunst selber den direktesten Antheil nimmt. Die - zeugnisseder Glaömalerei hätten daher wohl eine würdigen Nachbarschaft verdient, als apier-Tapeten und dergleichen Manufaktur-Waareu. Ihre hohe künstleri che Bedeutung wird um so mehr erkannt werden, je mehr, was wir hoffen, diese neue Kunst künftighin an Umfang und Thrilnahme gewinnt; denn es ist unverkennbar ein neues Instrument gefunden, odcr vielmehr ein altes Instrument wiedergefunden, mit welchem es mehr, als mit jedem anderen bekannten, möglich wird, das mcnschliche Gemüth zu rühren, zu erfreuen und zu erheben.
Da wir einmal bei den Glasfenstern smd, können wir auch wohl von den Glaswaaren s11rechen. Die Glasfabriken von Baccarat und Wallergö- thal im Meurtbe-Departement, von Saint-Louis im Mosel-Dcpartemcnt, von Choisy-le-Rvi unweitParis haben die köstlichsteSammlung von großcn und kleinen Glaswaaren ausgestellt, die man fich nur denken und ewiinschen
kann. Mit all den Mitteln und Wegen, welche die Glascrkunst in Frank- reich dahin gefiihrt, wohin sie gegenwärtig gediehen isi, haben diese Fabri- kxn von der Konkurrenz ausländischer Glashütten ganz gewiß nicht das Ge»- tmgsie zu befürchten; denn etwas Zierlicheres, Kokcttercs nnd Schöneres zu fertigen, scheint mir nicht möglich. Jrnc Fabriken leisten alles, was ich von vorzüglicher englischer, böhmischer und veuetianischer Glaöarbeit kenne.
An Klarheit, Politur und Reinheit ist das franzöfische Glas dem englischen
Allgemeiner“ Anze
dem Herrn Geheimen Hofrath Professor 1)-*. Kieser
Bekanntmachungen.
[741] Bekanntmachung.
Auf den Antrag des Gutsbesißcrs Johann Ludwig Hnschka, Welcher von dem Gutsbefißer v. Joeden-Ko- niecpolski mittelst Kontrakts vom 18. Dezember 1841 das (Hut HeinrichSdorff, Rummelöburgsche11Kreises, fiir 22,000 Thlr. gckanfi 11111, Werden alle Agnatcn des Ge- schlechts der 11. Maffow und deren lehnsfähige Descen- denz und anker denselben namentlich:
3) Jacob Reinhold v. Maffow, der dieieB Gut im Jahre 1750 zum nenenMaffowen Lehn genommen hat, des Jacob ». Maffow in Groß Volz Enkel,
11) dessen Vaterbruder CaSpar v,Maffow, des gedach- ten Jacob v. Massow Sohn,
(',) Casyar Christoph Ferdinand v. Maffow, des Haupt- manns CaSpar Friedrich Sohn, im Jahre 1807 Landschafts-Deputirtcr 311 Stolp und Bcsiyrr von Wuffcken,
11) Ernst Ludwig Johann v. Massow, früher aus Gc- wiescn und Grünhos, Sohn des Landraths Johann Franz Gottlob v. Massow auf Treten,
0) Anton Wilhelm 1). Massow, des Obersianricdrich Eugen Sohn, 1807 Hauptmann 311Go_l11'11chcn bci Cottbus und dessen angeblich in sächsijche Dienste getretcncr Sohn,
1“) Gerlach CorneliusZohannes v. Mas- sow 311 Lcyden,
3) Georg v. Massow, penfionirter In- enieur-Lieutenant daselbst,
]1) zriedrich v. ZRaLsow 311 Vaels in der Provimj im urg, , „
1) Wilhelm Cornelius von Massow, IRTZFJUYLY „Königl. nixde11ä11discher L1e11tenant Heyden ' Gott- m der Arnllene 311 Ypern, fried v.Massow,
11) der frühere Premier-Lieutenant im Kadetten-Corps 311 Calw, 1). Maffow, so wie die A 11111111 aller sonstigen Geschlechter, Welche an dem im ummelsburgschcn Kreise belegenen Lehn- g11te Heinrichsdorff ctwanZZe Lchnöansprüche haben, a11f- (. gefordert, innerhalb drei konaten und längstens in dem .)" peremtorischen Termine den 2. Oktober 1844, Vorm. 11 Uhr, vor dem Deputirten, dem Referendarius v.?chixz, all- hier im Ober-Landeögerichts-Kollegienhause persönlich oder durch geseßmäßige mit gehöriger Information und Vollmacht versehene Bevollmächtiqtc, wozu ihnen die Zustizräthe Hentsch, Naumann, Teßmar, Hildebrand und Leopold, wie auch die Zustiz-Kommissnrien Loren , Vill- now und Valentin, vorgeschlagen werden, zu ericheinen und die ihnen an dem vorgenannten Lchngute Hein- richsdorff und dessen Pertinen ien etwa zustehenden Lehn- rechte au6311üben, auch in die em Fall die zur Begrün- dung derselben erforderlichen Beweismittel urschriftlich beizubringen, mit den fich etwg meldenden übrigen Agua- ten 11 verhandeln und hiernächst rechtliches Erkenntniß, bei ihrem Ausbleiben in dem gedachten Termin aber zu gewärti en, daß sie sämmtlich, und alle ihre etwanigen männli en lehndfähigen Desccndenten, mit sämmtlichen an dem Lehngute Hemrichddorff und dessen Pertinenzien ihnen etrva zustehenden Lehnrechten, namentlich mit dem beneücio taxae, jure rutimiseus, jure reitaenäi oel revocanäi, oder-wie te sonst Namen haben mögen, Werden präkluditt, ihnen dieserhalb ein ewiges Still- schweigen wird auferle t und das gedachte Gut nebst Pertinenzicn für ein?! odium wird erklärtwerden. Nach den aktenmäßig vorliegenden Nachrichten ist dies Gut Zwar friiher lautKonnakt von 19. April 1649 mit lehns- !ktlichtm Konsense von C ristop v. Maffow auf 31- enow an den Caspar v. ever ür 1800 Gulden ver- aust, indessen haben fich die Gesammthänder am 12. No- vember 1665 der Reluition entsagt. Cöslitx, den 21. Mai 1844, “"Il. Ober-Landeögericht. Civil-Senat.
Termine:
(j.. 3.) [6091
halber
1Söhnedes vor- maligen Refi- denten zuRam- bang auf der Insel Java, späterhin
sellschaft
Werden.
[82011] In Fol e des
e an das im Greifswalder Kreise Kirch pie! belegen: bisher im Eigen- Öudy befindlich ge-
odialgsußZ-mi c!mbsl a m nat- WWÖasto-Jw'vmmim-
[NY 21 : bieij, 11:1 und Ho mm thumo- es.: des Gmmsims . "*“"..11zs-111111sp1-“W
. o » eiten und Vieh. Feld- 111111,m & Gm.
[käse, rechtsbesründete Forderun'gm «» Ansprüche h“-
aus Halle
ben, werden auf den Antrag des 11. F. Dudy zu deren Anmeldung und chlanbignng in einem der folgenden
am 16.1111d 80.211tgnst, oder am 20,Septen1-
Morgens 11) Uhr, vor dem Köi Vermeidung der am 10. Oktober ck. z11 erkennenden Präklusion, hiermit aufgefordert.
[).1111111 Greifswald, den 15. Juli 1844. König!. preuß. Hofgericht von Pommern und Riigcn.
Noihchdiger Verkauf. Siadtgericht 311 Bewin, den 25. ?lwil 1844. Das hierselbst in dcr vcriängcrtcn Kon1n1a11da111111- Straße belegene Plößichc (5511111ds11111,_ gcrichtlich abges schätzt zu 21,981 Thlr. 21 Sgr. 3 Ps., soll Schulden
1111110,De1c1nber 1844, Vormittags 1111111“, 1111 der Gerichtsstcllc snbhnstirt wm'dcn.“ _ pothckrnscbcin sind in dcr :)kcgisi1'at111 c11131111l1cn.
Rheinische Eisc11bahn-
August d.
großen Saale dcs Rathhauscs hicrsclbsi. dicser General-Versammlung soll in Folge einer Vcrfügnng des Herrn beschlossene Vermehrung des Acticn-Kapitals der 031- zum Bchufe der um eine Million Thaler mittelst Auögabe vpn Priori- täts-Aciien, die vier Prozent aus dcn Erträgen vorab beziehen und 1111 dem Rein-Ertragc 1110 1:11;- 11111 den übrigen Actionairen partizipircn, nachdem diese glc1ch- falls vier Proxent bezogen haben werden, zur nochma- ligen Veschlußnahme vorgelegt, so wie iiber die dadurch nothwendig erschienene Abänderung der §§. 13, und 19. des Statuts beschlossen Werden. „ Auch wird Behufs Vcrvoliständigung des Bctnebs- Materials die eventuelle Vermehrung des Acnen-Ka-
pitals um eine fernere Viertel Million Thalex, die in .:.-3, , . ' gleicher Weise, wie die vorerwähntc Eine Millton Tha- * ? «**,!» Das Dansthlff ler, beschafft werden soll, zur Beschlußnahme vorgelegt ' "'»;„Ü
Köln den 7. Juli 1844. „ “W Die Direction,der Rheinischen Etsenbahn-GUcllschaft.
§. 62. des Statuts der Thüringischen ast trat auf vorausgegangene Einla- schcn Ausschuffes eine Gcneral-Ver- sammlung der Actionaire mn 31111 d.M. früh in Erfurt zusammen, und unter Leitnnl? des gedachten Ausschusses die Wahl der von der Gesc s glieder des Verwaltungsraths nach 11. f. vorzunehmen. der Verwaltungsrath dcr Thüringischen Eisenbahn-Ge- sellschaft konstituirt und besteht ausfolgendenPersonen: dem Landrat!) G1, 11. Keller aus Merseburg, denomi- nirt von der hohen Staats-Regierung von Preußen, dem Major 1)» Bats ck aus Eisenach, beauftragt von der hohen Staats-Regierung von Sachsen- Wcimar-Eisenach, dem Regierungörath Argberger, ernannt von der hohen Staats-Regicrung von Sachfen=Coburg und
Gotha, , , dem Herm Stadttath Rittmnsiet a. D. Wucherer
Eife11bah11-Gesellsch dung des provison
dem Herrn Öanquier Nulandt aus Merseburg, dem Herrn Stadtrat!) Rasch aus Naumburg-
1230
gleichzusesen; die Formen sind schöner, und die Schleifung übertrifft die des englischen quses. Die Schleistunft ist nie zu einem höheren Grade von Vollkommenhnt ebracht, als gerade jest. Man schleift ganze historische Darßeaun en au? Vasen, Schaalen, Pokalen und Gießkannen von den :- sälligsien ormen, und vollendet mit der kö ten Geschicklichkeit in dieicn geschliffenen Gemälden die Zeichnung des 11 ten, den Faltenwurf der Ge- wänder, sogar den Atwdruc! der Köpfe. Mit eben so viel Geschmack in der Wahl, als Kunstfertigkeit in der Ausführung und Schärfe in den Umrissen find die Nebenwerke von Arabesken und anderen Verzierungen auf diesen Gefäßen angebracht und beruhigt. Die Fabrik von Baccarat hat Gieß- kannen ausgestellt mit einzelnen eingeschliffenen Figuren und Gruppen von tanzenden Grazien und Horen; Vasen mit ganzen Zügen vonBacchantinuen nnd-Faunen, Nymphen und Satym, denen die geistmchsicn nnd graziösesien Nelaef-Darsie'llungen antiker Vasen als Muster zu Grunde liegen, indem jene, Glasf111111k_ noch vorz11gsweisc dem Antiken huldigt und fiel), wie 113 schenzt, vorsäßbch ge cn dcn Andrang des augenblicklich fast in allen 311- d11sir1e3weigrn eingeri enen Rokokogeschmacks sträubt. “
Auch das böhmische Glas, wegen der stärkeren Menge Kieselerde, wc_lchc,dtc Maffe enthält, bekanntlich nicht so leicht schmelzbar, als das ge- wdhybche Glas, und wegen dieser Fenerbeständigkeif gekade zur Ausnagnug fqrb1ger Fnuiffe vermittelst gewisser Schmelzun ömittel geeignet, welche nicht d1eMaffe durch und durch, sondern nur gleichiam ihre Epidermisfärben, _ auch das böhmische Glas, sage ich, wird ganz vorircfflich nachgemacht. Doch ist das französische Fabrikat theater, als das böhmische, dem es sonst 1111 Weiße, Härte, Remheit, Haltbarkeit und Leichtigkeit des Stoffes sehr nahe kommt, in der Schönheit und Mannigfaltigkeit der Formen und For- ben aber vomnsteht. Ganz besondcrs feine Waare liefert die Glaöfobrik des Herrn Baron do 11 K lingli 11 311 Wailcrgöihal. Ich kenne nichts ?luSerlese- 1111113 11113 d1e schönen farbigen Glaszgefäße aller Art von den zartcstcn Schat- 1111111ge11, wohlgcfälligsten Formen und niedlichsten Verzieruugcn: Vasen von zartem rosenroth und veilchenblau, mit Gold aufgehöht, von bew1111d1111s- würdiger Vollendung“, weiße Flaschen mit verschlungenen und gesch11örkcltcn rosafarbenen Streifen; prächtige Präsentirtcller mit b1a1111e1n (5311111131 und rund um den Rand herum mit einem ;irrlichen Gewinde von Weinblättcrn und Trauben, welche Cisclirungen 111 Silber aufs reizendste und täuschendste nachahmen. Zu der Nachahmung von kostbarxtt S11111- 1111d Holxartcn hat man es auch sehr weit gebracht, Tie “Fabrik zu Choisy-le-Noi macLZ-t Glas vollkonnnen so schön als das vcnetmnische, auch Flint- und Crown- qlas, welches dem englischen an Reinheit 1111d Giite nichts nachgicbt. Sie hat Objektivgläscr zu achtomatischcn RcfracUons-Teleskopcn ausgestellt von unerhörier Größe, 55 Centimxstrcs im Durchmesser. Das Höchste, was bis- her crrcicht worden, komen :*.8Cc11ti111L-tre6. Gegenwärtig machtHrrr Bon temps, dcr Vorsteher dicser trefflichen Fabrik, der französischen Regierung
den Antrag, ein Fernglas von 11111111 Mctrc 1'111_Umfang 311 liescrn; das Flintglas für eine derartige Linse schlägt 11 ans 2.100 Fr., das Crowngms
11113 “511111,
aus Eisenach, der d, I.
mann von Erfurt, 11131111
ans Weimar, 13 o 11 IN Ol [ Ls, [)x-10585.
Tarc und Hp- von Groß aus Weimar,
„ Erfnki, 1111.
Unteerz11g11ah111e auf dic ». 33. und 34. des Statuts berufen wir hier-
- miteineaußcror-
**.drntlichc Gi»- m'ral - Ver- Montag den 19.
Q„ Vormntags 10 Uhr, 111 dem
Gotha,
dcn Vuibhändlcr A nd r e 11 s P e rt den Kaufmann Bader aus Erfurt
11is1. Erfurt, den 5. August 1844
„ „ Montags, Mixtwochö und Freitags, Finanz-Mimsiers Ercellcnz d1e
Anlage des Doppelgelciscs
Pfauemnskl.
Dienstag den 13. August 1-. Von Potsdam um Von der Pfaueninsel 11111 10,
Kinder die Hälfte. [807 11]
QW . 7 * * d 11 1.“- §)irtc, Spez. DU“. Subst. fahrt am Donnerstag “ '
Rügen anlaufen.
Morgen in Reise bl; inntf hl ck von er owo 11a at 11 besiellenden Mit- “ ;, 4 , ck f aßgabe der §§. 24 Person Thlr, Dieser Wahl entsprechcnd hat sich
15 Sgr., und wird zur Theilnahme cin eladcn. tion befindet sich am ord. schiff „Kronprinzessm“ am Sonntag d, in regulairer Fahrt von Magen zum dies den resp. Reisen einem Aufenthalt von etwa zwe Stettin, den 6. Aqu
dem Herrn Geheimen Regicrnngsrath Heerwart
, dem Herrn Major Schoc11er111ari aus Erfurt, 1igliche11 Hofgericht, bei (dem Stadtrat!) 5), errman 11 11nd demMajor Schn- beide wurden jedoch, Weil sie in die Direction iibcrtraten, erseßt durcb): den Herrn Landcs-“DircctionSrath von Helldorf
den Herrn Landschafts-Kasfircr O sch man 11 aus Gotha. Nach Errichtung des VerwaltungSraths schritt derselbe unter dem Vor- und Bcisiße der benannten drciStaats- Kommiffarien 3111 Wahl dcr von der (5311111111111 311 er- 1)-* 11c1111c11dc11 Directio11ö-*))kiigiicdcr und ihrcr Srcllvertre- ter, und es übernahm sodann die Direction die von dem vorerwähnten provisorischen Ausschnssc ihr übcrgcbcne Leimng 1111d Vcrjvaltnng der Geschäfte. rection dcr Thiiringisckwn Eisenbahu-Gesellschaft zählt außer den drei Staats-Kommissarien folgende *))kitgiirder:
dc1151'a111mcrhcrrn 1111d Gabeimen Finanzrath Freiherrn
ken Stadtraeh 1111d Kanfnmnn Hkrrmann aus dcn Ko111111e1zicnrath nnd Banqnirr Völker aus
den J)kaio1Scl)11111111111 11113 Erfurt; während die Wahl der Stellvertreter anf:
den NegirrungG-Asseffor l)1*. V 11 rkh ard 11116 Weimar, "“""-""
den Kaufmann Volland 111113 Erfnrt,
[ s Gotha, _ . “ Nei. “" Amtltchev
Wir bringen solches hiermit 3111" öffentlichen Kentik- Dic Direction der Thüringischen Eisenbahn-Gescllschast.
[M“] Dampfschifffahrt zwischen Potsdam 11. Hamburg.
Abfahrt von Potöda
NumerirteSiße Werden bei dem llutcrzcichnetcn ans- gcgeben, in Potsdam find 11111 dann Fahrbillcitexzn ha- ben, wenn d11gl,Plät;e 111 Berlin nnvcrkauft blieben.
Zwischen Potsdmn und Nr
(Dampfb. „Adler“.) 9, 12, 2, “*“ 1, 21,411? » Prcis cines Fahrbillcttö zur Hin- oder Ruckrctse 4 Sgr., Anker, Tanbensir. 10.
„Matador“
hier nach Stralsund und _wiid Putbus auf der Insel Die Abiahrt von hier erfolgt in Be- gleitung des Personenschiffs „11011155111“ 11111 12 Uhr Mittags uach Swinemünde, von wo den folgeqden der Friihstunde der „Matador“ die we1tcre Das Passagiergeld fiir diese Fahrt ist: Rügen als nach Stralsund,
bis Swinemünde wie gewöhnlich 1 Thlr.
_ R e | a 11 r a - Da das Dampf- en 181en Mittggs ckebkk- so g1ebt den Gelegenheit zur Rückrufe, nach Tagen.
Comité der Stettiner Dampibugsirboot-Nhederci.
Fitcrarische Anzeigen. Bei Aug. Weichardt in Leipzig ist erschienen und
111 ber Cusanscheu Buchhandlung (I.Geel-
eben so hoch an. Vor zehn Jahren wäre das Paar solcher Objektive nicht für eine Million zu haben gewesen.
Die Spiegelfabriken von Saint-Gobain, Saint-Quirin, Cirey und Monthermé verfertigen Spiegelglas von außerordentlicher Größe und Schön- he1t. Da'sxrfte Tafelglas zu Spiegeln verdankt Frankreich Colbert, unter desse11 M1n1|erium und auf dessen Betrieb die ersie Spiegel-Fabrik zu Tour- [(:-Vill“: bei,Cbe„1bourg angelegt wurde, welche der Fabrik von Moura bei Yencdtg, d1e bts dahin die ganze Welt mit Spiegeln versehen, eine ge- fahxl1che Konkurrenz machte. Doch im 181en Jahrhundert wurden Spteqelplatten von 48 Zoll Höhe und verhältnißmäßiger Breite noch als Wunderwerk- der GlaSgießerci betrachtet und mit 20_30,000 Livres bezahlt. Jeßt .sind die Glasplatten fast dreimal so breit und hoch und die Pmsc betrachtlich niedriger; ein Spiegel, 4 Métres 32 Ccntimétreö hoch, und 2'Mdtres 70 Centimdtres breit, kostet nur 6653 Fr.
„ Em noch merkwürdigetes Produkt, als diese ungeheuren Spiegel, find d1e Glasstoffe. Was der berü mtc Réaumur vor etwa 60 Jahren prophe- zeite, 1111111 werde e11_1st„Glas w1e Seide spinnen und daraus koßbare Stoffe wxbet), 1s1 gegenwärng in Erfüllung gegangen und kein Traum ethißtcr Einb1ldungsnaft zucht, „sondern ein Phänomen handgreiflicher Wirklichkeit. Ntcht blos das Glas 1v1rd heutiges Tages gesponnen und zu Geweben be- 111161; a11ch der Sattdßein, ja, der harte Sandstein wird gesponnen, und d1e fraqzoßschx Akademn der Wiffcuschaften hat unlängst so klar, als 31111“- 111alzwe1 v1er 1s1, bewiesen, daß wir allerliebste Zeuge aus Granitkalk mw Grauwacke haben könnten. Einstweilen haben die Herren Dubns nnd Bonne! es so 111111 gebracht, das; sie das Glas so sein spinnen, als die feinste Seide“, sie fertigen aus diesem Glasgespinnst reizende Stoffe 111 großen Stücken, aus denen hohe Jenstcr-Vorhängc, herrliche Wand-Tapkie", schöne Meßgewändcr u. s. w. herausgeschnitten werde", UUd M K" RM)“ 11111111, Pracht und Elastizität mit dcn feinsten Gold- und Silber-Brokaten um den Vorzug eisern. Ihr (51111113 widersteht den Einfliiffen der „Luft, miei: die mephitischcn Dünstc, die Gold und Silber schwärzcn, haben thM 111 ;1s an. „
Herr Bonvoisin macht Locken von gesponnencm Glas, die, Me cr behauptet, fick) ganz vortrefflich 311111 Baustaat eignen, in jede11_1 Fall aber 11111 für chrwiirdig graue Matronen und slachöbaarigc junge Madchen, oder es müßte denn dasPudcrn wieder Mode wcrden. Derselbe Fab11k11111111acht sich auch sehr breitmit einer Menge Miniatnr-Krvsialle, die er „eine «amm- l1111g von I)ieisicrwerken“ nennt. Das grösste Wunderwerk daruntcr ist _ ein anderthalb Fuß hohes Moch von Notrc-Dame, ganz von Krystall _ Aeneas ganz von Butter!
baar)i11Berlin, Breitestr.28, 1111d111 Kiisiriu, vorräthig: , „ [981] Der jcxzige Standpunkt
des gesammten
. “ * x, N “ .“, O . preußtyclwn Bolkdi cl)ulwt[1nv , mit besonderer Beachtung seiner Bebdrden, wie der Bildung und ii11ßc1'e11 Stxllung scmcr Lehrer; geschichtlich nachchicsen, . ,
mrhr fiir Beamte und «tande-Mngltcdcr 11153 für chrcr, , , 7
von dem ehemaligen Scminar-Dircktor, xeß1g111 Qund-
pfarrer „ 11160]. Wilhelm Harnlsckg'
gr. 8, 1844. 263; Bogen. *1-T,h11. 11) Sgr. Der Verfaffrr hat durch dreißigjährige“"UÜUUWAY; brit auf dem Gcbiete des preuß. Vokköschlllwchkk1s "1 .. Haupt-Provinzrn des Staats fich em Recht "PNP", seincuGegenftand zu behandeln. „Er thnt es g_r1111d|1ch. Er hebt nicht Weniger dic „Borzugc dcs 111111111, YONG,- schulwesens als seine Mangel herpor und, wen? die Qaellcn von lcstcren "“ck, so daß sklneSckxnstHaq S- väter nnd Genteindc-Vorßeher uber d1e 111111)- tigste Gemeindesachc belehrt, (H11st11chc 1111d Lehrxx darm orientirt. “Darum weiter 11111113“ ubcr d1e Schrqt, als daß die No:!)wendigkcit dcr beneren Besoldung der Volkssch11llchrcr darin bcsondcrö hervorgehoben, und ge-
zeigt ist, wie solche 311 bewirken sei.
_ Die Di-
Zn einigen Tagen wird ausgegeben: [982] Vcrzeichniß der in der (Henvcrbe-Ausstellung 311 Bkrlin «mögejirlltm Gegen-
ftändj', mit genauer Angabe der Aus- steller 1c. m. 12 Bogen mit 2 ill,Pläne11. 5 Sgr.
FF.... 9 Uhr. Gropiuöschk Buch- u. Kunsthdl,
König!. Bauschnle Laden 12. Im Verlage von H113111an11Sch11115e (Mohren- straße Nr. 16) ist crschicncn:
18211)! G "15 t l) 1, s ältestes Liederbuch.
Herausxzegeben von Ludwig Tieck. 20 Seiten. geh. 3-17, Thlr.
4, ;)„ i 1“.
gr. 8.
[980] , , Jm Verlage von G. W. F. Müller in Vcrlm 1si
so eben erschicncn und 111 der EnElinschen
Bucha11dl1111g (F. Geelhaar), Breitesiraße Nr. 23, und in Cüstriu zu haben:
, - "b„ d.: vom 5,_7. Juni Mmhe'litY/YniiilBerlin gehaltene
astoral-Konferrnz
' i en Beilagen. gr. 8. brosch. Preis "eb“ "" g 71Sgr.
August von
[82211]
Der Brennerci-Betrieb hat hierselbsi wieder begon- nen und werden in dieser Vrennperiode, so wie früher, alle Arten von Malz, das Schaufel- und Filzmalz, das Darr- und Griinmalz, wie auch alle künßlichen Hefen-Metboden mit Beriickfichtigung der bis jest dabei benußtenGeheimmittel darzuftellen und anzuwenden ge- lehrt. Die chemischen Untersuchun en der Kartoffeln, Getraide-Arfen, Maischen, Hefen, ere, Acker-Erden 11'. Lt., werden ebenfalls ununterbrochen fortgeseßt.
])r. W. Keller, Upskheker ersier „Klasse, Redacteur „der emeinnüyigm Erfindungen, in dcr Brannt- Wein- rennen! und Bierbrauen!“ und Vorsteher des landwirths astluh - technischen Inßimts zu Lichtenberg bei erlin,
Das Abonnement beträgt: 2 Kthlr. für ck.“ Ja r. 4 Rißlr. - Z Jaiir. 8 R1 lr. - 1 „Jahr. in allen Theilen der Monara'zie ohne preiscrhöhung. Insertions-Eebühr für den Raum eine!; Zeile dcs Allg. Anzergrrs 2 sgr.
KY 22-3.
I n l) 11 l t.
Amtlicher Theil.
InlaYdr Bklkfe aus, Heringsdorf und Belgard. (Attentat vom 25,41111.) _ Prov1nszreus11-11. Si111111dcr(§11wässcr. _ Provinz Schlxslen. Azts Fmstadt und Vunzlau. _ Provinz Sachse"- ZF-(Ilétxendxi (meZiiUiig dcr 11ch11111111ststraß1). _ Provinz West-
. '11111 c._* '- '.“1111 Bäcer von Boppard. ; a .) hctn Provmz J1c1s11cch1.113 Lcr
Deutjche Bundesstaaten. Königreich Sachsen, Vcrlmftung Rgnkxs. _, Miliiair-Angclegcnhcitcn. _ “21116 Sch11rcbcrg, _ Wittcritiig. _ Kon1grcich Württemberg. Ji1bil1ii1111s-Säi1lc. _ Großherzog- ti)um Baden, Publication dcs Jinanz-Gcschö, _ Grosshcrxos- thnm Hessxn. DankgotteSdicnst 311 Mainz, _ Wcinkultnr in 31111111- he-ssen.“_ YerZOgtiUUn Nassau. Badelebcn in Cms. _ St111111 be1 Rudeöhcnn. «- Briefe aus Lcipzig (Durchreise drs Königs.) 1111d O_re Sd e_n. _ _(Vogclschiessen) *
Oestxxre1chtsche Nkonarchie. Bricsc 11115 Wien. (Nackitfahrtcn auf der zerd111a11d55-Nordbah113 chulativ iibcr dianlvcr-Dcpotd. _ Stra- ßenbauz-jumsnschc Literantr; Gefängnißweicn; Polixcilickws)
J-xgykrerch. PWLB- Arbeiten der P11i1I-5111111111cr i11 diescr Session. _ Uc Land- und Ccchpcmtioncn gcgen Marokko. _ :)iiist1111w1'11111T011- lon. _, Excq11at11r [111 den preußischen KVUslli :,11 Algier, _? Absichten F11111krc1chs 1111de1? 0311111bic1“-J11s1111, _ Briefe 111121 Pariö. (Dic Ode,- ;IitsiZ1t1xstz1.)gcgén „1111111119. _ Dc 311111 dcs 311111196 nach England“, B1:-
Groyzbrttamen und Irland, Obcrh a 116. chatte iibcr den 1111- stand der Fiottc. _ London. Nene Anfklärunq chr dic oi11l1ci1ischc Angclcgcnhmt nach dcm Standard. * ,
Sxmsväxden und Norwegen. Christiania. or er.
Dgnemaxk. Wtbdrg. Stände-L=ci'[).111d11111g111 111111“ die Vrrdäliniffc CchicBthö 3111n_1111111grcichc Dänemark“. _ Schlcswig Ständc- Vcrhandlnnch: Cntlaffnng dcr Bolks-Schullchrci, ,
Jtallqn. 911111110 Bclohnnng dcr Grmcinch 111 Calabrirn. _ Bcr» 711111)1111111g Y?! 3211111cht1111g d»? Ll11s1'iihrcr.
»pamen. - 11111111 mis adrid. Nack “' 1 ' »
wjnsäii11K1ÜstcZfortgescwc Vcrh=1s11111gcn,)( MMM Nn dcr 11111101111- "*ric en 1111 . Schreiben aus M11 1111 111, L* W . .. Phana1iotc113 (Hrivas) ) ( U “W", Haltnng W
Eisenbahnen. Schrcibrn aus Dresden. (Chcninin-Ricsacr Balm)
Handels: und Börsen-Nackzricbtcn. Veräin,“ Vörsc. “ '
?lbrxisc dcr 91.11111-
Nichard Sclyo1nb11rgk, _ Schrxich a11E_Lcipzig. [Das rcsia11ri11c Thra- 111.) _ 2311111116)th _ chd chr Cit1kO111111ct1stcncr.
Beilage.
Blmtliszer Theil.
S1. Maisiiät dcr König habcn Allergiiädigst gcrnht: Ton Ritterg11fsbcsiizxr Grafen Herrman 11 111.111 Sch 111- Thos: 1111fP1'ksch1113111; 311111 Landratl) dcs faikcnbcigcr Kreises im ngierungs-Bczirk Oppeln 311 cr111'1111c11.
S1*.Hol)1*ir der Herzog Georg Von T))kccklc11b111*g-S11*c.- 1115 ist 11.111) Ncu-Strcliy abgereist.
Augekonmnen: Dcr Gencml-Major 1111d Jnspccicnr der 21111 Ai'tillc1'ic-Ji1ipectiou, von Jc11ichc11, von I)iiii)1b1*1'g.
Nbgereist: Sc. D11111)11111ch1 dcr Gcncral-Major 1111d Com- mandenr dcr ("11111Landwcdr-Vrigadc, Fürst Wilhelm Radziwill, nach Teplitz. ,
Dcr Königlich 11icd111ä11diichc ““))iiniiicr-Rcsidcnt bei den freien 3“,c111s1städte11, vou (Hollstein, 11111) Hannover,
11111111111111111111 WM. J 11 l a 11 D.
, ')? Herinngorf,..-;. ?i11g. Ami) 1111 11111'111111 s11itc11 Gest.1dc stu'gE" [Wk Mid 9917001416 Vökcixüxn (55111111 1111111“Hc'1“31*11 mitDank 1111d Flehen 311 dem Kdmg der 3111111111? anf.
Richard Schomburgk.
ck: Berlin, 9- AUS; Nach “'"" fü 1111011111111 “21111111“1'11 cit c'1rtc vor einigen Tagen ;Herr NUbükd Sch0111burstgk voi1 iciiwr Neisc'uLh biit'isck) Guiana, wohnt ," tm „?lttftmg Sr- Maicftät im Jahre 18111 gesandt wor- den war, Y_Uk semcn 111ch11111nd skkxencn botanischen, 10010gisch1111111d cthno- 1ogischc11 Oammlnngkn 111e1her ZUMÖ Unter dén er'sxmcn ist es 11an1c11tlich eine Sammlung lebench Palmen„und Orchidccn die die allgenwinste FMM ""d A11f111erksamkc1idcr Behordekxekkkgk- Wie auch der zooloqiiche Garten eincn 111111111 lesckWß WP "“M"“"tc" Thieren durch ihn 1111111th nacl)dcn1Rich(1kd SÜWUÖWÜ leid,“,de" bei weitem größten Theil scinci lebenden Thiere aus sctner [MJMLUIM "",?) hdch| ungünstigen Fahrt von Dcmerara 11ach Lojldon vcrlorcn. Hierzu gehoren Ualnentlich zlvci ((Z 1111101115 electricus, die er noch ÖM Schch'z hat.“, m dem Kanal ZU verlicicn was um so mrhr zu beklagcn, als dtcs die ersten dicser merkwürdi en F'sä
gewesen, die lebend nach Deutschland gebracht worden wäm. g t ,c
Lei i , 10, Aug. Gestern Abend fand eine Vo1eie , - 111111»ng unsYsgrcsiauririep und durch einen fast totalen ILLÖsFlU-sYje? Personals auch geistig ve111111gten Theaters statt. Der neue Direktox dcffel- ben, 01. Schmidt, hatte emeüAnzahl von Personen zur Haapwrobe des Don Carlos (mit dcffcn Auffahrung hegt das Theatex formlich eröffnet wird) eingeladen, um dcnielbxn Gelegenhrit zu geben, 11111 mehr Ruhe, als dies bei dem muthmaßjich ubergroßcn “chrangc, dex 111 den crstc11Vor- stellungen herrschen wird, möglich («durfte, sowohl d1e anßcrc Ausstattung der Bühne, als auch den Werth des ycuen Personals kcnzmz zu 1ernen, Die Versammeitcn schienen darch [MW 111 hohem Grade bcfnedtgi, 1v1e man aus den zahlreichen Zeichen des Beifalls einnehmen konptez und m der That war dieser Beifall ein Verdienter. Um be1 d1m211,us1erl1chen anzufangen, so
atHerr Schmidt in der Ausstattung der Vuhne, m dei) Decorqnonen, den Cosiümes und der sonstigen äußeren ?ckth der Auffahrung eme Eleganz und einen Geschmack, fast kann man qgcn, 1111111 Luxus entfaltet„ wclcher gegen die Unschtinbarkeit und Vernachläsfiguug dieser Aeußerlichketten, ch
BeTlin,
Allgemeink
Pwußische Zeitung.
Montag den ["M" August
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Schon fiir den 3, August hatte die liebende Sorge des Herrn Ibcr-Jorstnwisters von Bülow, als (qundixerrii, der Jugend des Ortes und der umliegenden Herrschaft 11111: festliche Speisung zuge- dacht, auch den 3111“ Badekur anwesenden der-Pfarrer Balßer aus Wallinow aufgefordert, eine Ansprache an dtc Versammlung zu hal- ten und auf das Srgan-Gedächtnis; dieses p1*c11s;ische11 Volkstages 1111d znglcich auf die Lebensrettung des geliebicstcn Königspadrs Bc- zng zu “nehmen.
, Tw Ungunst des Wetters nöthigte, dic J-sicr auf den heutigen 9111ch1111t_1ag 311 verlegen. Mit den Schaarcn der bewegten Jugend [1111111 "ck 111111 die Badcgästc 1111111“ dem blauen Himmcischt 1'111
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hoi)?" Buchenwald Versammclt. Déc Feier begann mit dem erhabe- 11111 Loblwdc 311111 Preise des großen Königs _ wic mußten hier die Wdrrc: „Jän wie viel Noth hat nicht der gnädige Gott iibcr "Dir Jlngrl „gebrmtst!“ Aller Herzen bewegen, da sich die Gnade des „Herrn 111 der Bewahrung des gelicbtestcn 3111111115 1111 11111111 Allen und dem ganzen Volke bswiesen! *
, _Tcr Raum vckritat111 nicht, über dir f0111111dc Ansprachk, welchc d1e „19113111 dcr Mi111d1ge11 nichi weniger, als die der 11111111i11dig1'11 3111111» 7,11 Dank 11111) Thränen bemegte, Näiwrrs 311 berichten. Mit d1111 111 01011 ruhenden, wie mit dem 111 scincr Kraft wirkenden 5111“- 1111191111111 11c11c sich Verbanden wissend, licschloß man den gcistlichcn Theil der Fctcr mit dym einstimmigen Lobgssang: „Nun danket aUe 05011!“ wclchcr auch Tages zuvor 'die kirchlichc Andacht im Saale dcs 1211111 v. B, eingeleitet, wo Kandidat ])1. Schmalz das “Dank- gcdct sprach.
_ „Möchdenn dic Sorge dcs 11111111316111'gs anch dieHoffnung zur C1'f11lli11111-111y1'1'11, welchcr der erner «1116 dem Hérzen Bieler das 1201111 chichcn, daß die Vcwohncr dcs lieblichen Hcringsdorf und die 11111111ch zahlreiche)“ wiederkehrenden Badegäste sich bald in einem kirch- 11ch1'11_ (HNWÖHÜUW vcrsmnmcln diirfen, dessen Mangel bei derUngunst dcr Wittcrung dicses Jahrcs und bei der Unmöglichkeit, dic sämmt- lichen Badcgäste 1111d OrtOEinwohncr i11 ciucmSaale 311Ve1fam111cln, so sch111113lich empfunden wird.
“X' Belgard, 5. Aug. Die Kunde 13011 der dem theuren und
gedsiligfcn LWL" Sr. Majéstät des Königs durch Jrevlerhand bevor-
gestandcncn Gefadr ergriff dic Gcmiither dcr hiesigenEinwohncr auf
das tikfste, und allgemeiner Wunsch war es, das durch Gottes All-
111achi crimltenc Marc chen unseres vielgcliebten Monarchen durch
cm Dankstst am gestrigen Tage kircßiéch zu feiern. Das Geläute der Glocken 111 sämmtlichen drci Kirchen verkündete am Voradcnde den Beginn des Festes. Dem Friii)- und Nachmittags-Gottesdienste wohnten Dxputationcn des Militairs, des Magistrats und der Stadtverordneten bei, dem Vormittags-(Zßottcsdicnsic der Magistrat, die Stadtwerord- 1111111 und sä111111tlichc Königliche Beamte. Die hiesige: Garnison
“.Itc Eskadron 51111Husarcu-chimcnts hatte Kirchcn-Paradc, die G..;
1111111dcgiicdcr hatten sich zahlreich eingefunden, das; die fe|1ich qe-
s111111iicktc, schr gcrämnige Kirche kaum hinreichenden Raum gewähk 11. Nach bccndigtcm Gottcsdicnstc brachte der Comnmndeur des 511711
H11sa1111-chi111cntö dcm Könige mit dem auf dem Markte zur Pa-
rade aufgestellten Militair ein chehoch, in welches die Bürgerschaft
1111d die sonstigen Gmneindc-Mitglicdcr hcrzlici) mit cinstimmten.
Abends war die Stadt festlich crlenchtei.
Um der Jugend fiir immer eine Erinnernng an Preußens Dank fiir gnädige Crrcttung seines geliebten Königs zu gewähren, haben die Skadtvcrorducten beschloss", daß den Schulkindern alljährlick) ein Erinnerungs- 1111d Tankstst bereitet werdc, und ist dazu aus städti- ichsn Mitteln cine 11a111()11ftc Summe «Muschi. Und so wird noch fiir die spätesten Zcitxn dies “Dankfcst bei 111113 und 1111181811 Nachkom- 111111 1111 Sccgcn blsibcn.
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Provinz Preußen. Sänimtlichc Gewäffcr sind, 111111921111)-
1*ich1c11 111113 Elbing dom d'. Angust, im Fallen begriffen.
Provinz Schlesien. Cincchichluß dchkadivcrordnetcn don Freistadt zufolge wird der Magistrat beim Könige die Aus- hcbung des dortigen statutarisckxn Erbrechts, und statt _dcssen d1e Einführung der Erbsckmfts-Bestinnnungen dcs AllgcnwinenLandrechts nachsucheu. Zuvor soll jedoch ein (Zirkular, 11111 die anung dex gcsammtcn Bürgerschaft zu hören, crlaffen werden, _ Am 4.2[11g1111
sie unter der friiheren Direction, wcnigsicns in der chten Zeit, im ("1511115111 bcmcrkbar war, 1111111 sehr erfreulichen Gkgcusaß bildet, da auch dicse “21111- ßcrlickifcitcn nicht ohne Einflnß anf die ganze Haltung und Physiogudnnc der Stiicke find, und sowohl ;,11r Erhöhnng als znr Störung der (“11“th tischen Illusion nicbt wcnig beitragen 161111111. Zn schönem Einklang mit dicser vrrjiingtcn scenischcn Ansichmijcknng steht die allgmneinc innere Nc- smitration des Hauses, dnrch Wclchc dassclbc theils an Räumlichkeit 1111d Bequemlichkeit nicht wenig gewonnen, theils anch ein ungleich heiteres, frenndlichercs nnd wtirdigcrcö AUZsedcn als vordem gewonnen hat, wozu auch die neue Art der B11111chtung dcffclbcn durch Gas nicht wenig beiträgt. Was die geistigen Kräfte betrifft, auf derc11Z11sammenwirke11, nach der neuen Z11sa111111e11sc131111g des Pcrfonals, mmmchr d1e Zukunft unseres Schauspiels beruhcn wird (denn nur von diesein 1111111 1ch natiiriick) nach der gestrigen Iorstcllung sprechen), so scheinen d1csc, so weit sich eben nach denBcobach- 1111113111 eines einzigen Abends cin Urthctl faile11 läßt, zum größeren Theile recht nichtig nnd viclvcrsprcchcnd, einzelne w11111ch a11sgczeich11ct,
Vermischtes.
Das dicIjährigc pfälzische Musikfest hat in Zweibrücken unter dcrLeitung von Mcndcldsol) 11-Bartholdy stattgefunden und war von nah und fern schr zahlreich besttchk- Das zwölfte pfälzische Mufikstst wird nächsten Sommer 311 Kaiserslautern im großcn Saale des im Bau begrif- fenen Kaufhmtseönntcr der Direction von Lachner aus München gehalten,
Die I)iedizinal-Räthin Louise von Plönnies zn Darmstadt, selbst eine xrcffliche Dichterin, hat sich in neuerer Zeit mit Eifer dcm Studium dxr medetländischen Dichtkunst gewidmet und niederdeutsche oesieen auf ZZZ" skb! gelun ene Weise übertragen. Einzelnes davon ist s on bekannt; ueZZeres soll olgen, sobald die würdige, talentvolle und bescheidene Dame imd Lent, wo se einige Zeit 11 verweilen gedenkt, sich noch näher mit Land 11 [,s Yi"? bchmm gemacht aben wird. Aux!) eine Uebersesung von Von- freiih “ uci'f“ "hat, fie voqtndet und wird d1eses zu den Meisterwerken der
"“' n ederlanwschm theratur zählende Werk wahrscheinlich in Antwer-
Alle post-Anstalten des FM und Auslandes nehmen Yestellng auf dieses Blatt an sur öerlm die Expedition der „Ällg. preuß. Zeitung: Friedrixhsstrasse Ur. 72.
] 844.
Abends _10 Uhr ist zu Bunzlau eine seltene Himmelserscheinung, em voll1tand1g ausgebildeter, jedoch farbloskr Mondregenbogen, ge- sehen worden.
„Provinz Sachsen. Den .“3. An ust auch in diesem Jahre 311 e111cm Festtage zn machen, hatte die «tadt Stendal eine be- sondcrcVemnlassu11g dadurch erhalten, daß der Bau der neuenKunst- straßc, welche von “Holle nach W111e11bcrge geführt und aus dem Ver- mächtnisse dcs hochscligen Königs erbaut wird, bis an die Thore Stendals vollendet war. Die Einweihun der fertigen Fahrstraße fand 1111 dem genannten Tage mit angemeséenen Feierltchkeiten statt.
ProvinzTIestphalen. Nach einem SchreibenausRheda 1111 Westphälischcn Merkur rückte daselbst in der Nacht vom 3. 311111 4. August ein Haufe Von sonst ruhigen und friedliebenden Biirgcrn vor die Wohnung eines bekannten dort lebenden Literaten (111. L.....) und zertrümmerte ihm unter Absingung von National- licdern dic Jcnstcr. Der Korrespondent [th hinzu, einem Gerücht zufolge habe man dabei geschrieen: „Heraus mit dem Demagogen! Heraus mit dym Rebeilen! Heraus mit dem Gottesläugner!“ Die Untersuchung ist eingeleitet.
Nhein-Provinz. Sämmiliche unterm 24. April d. J. in der CorrectioncU-Kammer des Königl. Landgerichts zu Koblenz zu namhaften Gefängniß- und Geldstrafen verurtheilten (12) Bäcker von Boppard sind am 3. August 1» der Correctionell-Appell-Kammer auf Antrag der Königl. Staatsbehörde von Strafe und Kosten frei- gesprochen worden. Dieselben waren angeklagt, „durch „eme 1m Herbst 1812 getroffene Vereinbarung, Welche dqhizt ging, die Backwaaren nur zu einem gewissenPre1se (zur Poltze1taxen) zu vexkadfen, dad Steigen der Backwaaren - Preise in Boppard uber. denjenigen Preis bewirkt 311 haben, welchen die natürliche und stete Konkurrenz des Handels bestimmt haben würde.“ 2111; den gepfloge-nen-Verhandlun- gen und den Aussagen der Zeugen gmg hervox, ww d1e ganze De- 11u11ciatio11 auf einer Menge grober Unwahrhctten und Entstellungen beruht hatte.
Ausland.
Deutsche Bundesstaaten.
Königreich Sachsen. Wie die Kölnische Zeitung aus Lc1pz1g meldet, ist Joseph Rank, der Verfasser der böhmischen Dorf-Novcllen, auf der Reise von Prag nach Leipzig 1111 der Gränze Yrgehalten imd von der jenseitigen Behörde verhaftet worden. _ 4177 Schwabtsche Merkur meldet aus Dresde11von131.Juli: i, slck einer Bekanytmachung des KriegEministeriums waren bei der 111311111 Aushebung 1m Dezember vori en Jahres 16 516 an e- s1xllt worden, unter welchen 5971, al o mehr als ein, Dritt !* g - korpcrltchcr Gcbrech)c11, und 4147, der vierte Ther“! etwa UHF?!" nicht die 11ötk)ige Größe hatten, zurückgestellt wurden; 111“th geradee ein Beweis fiir die Gesundheit, Kräftigkcit und Schönheit des Men- schenschlags der Bevölkerung Sachsens, In der ganzen Armee be- finden [“ich jetzt 1803 Einsteyer, d, h. etWa der achte Theil des Ge- sammtmilitairs, und der Stellvertretuugsfoud beträgt 378,200Th1r,“ _ Zu Schneeberq hat sich am 31. Juli ein ZWLigverein der Gustav-Adolph-Stiftu11g konstitnirt. Zn dcr Nacht vom 5ten zum 6. Angust hat es daselbst geschneit.
Königreich Württemberg. Die Ulmer Schnellpost meldet 1111111111 3, August aus Stnttgart: Wenn nicht ein unvor- hergesehencr Unglüiksfall eintritt, wird an dem (Hebitrtsfesie Sr. Ma- jestät dic Jubiläumssäule, welche das dankbare Vaterland durch das Organ seiner Repräsentanten dem König Wilhelm errichten läßt, ent- hüllt werdcn. Das Pikdcstal steht bereits.
Groszherzogthnm Baden. Das Staats- und Re- gierungsblatt vom 3. August enthält das Finanz-Geseß für die Jahre 1814 und 1845.
11111 drucken lasen. Ein so schönes Streben einer Frau, auf literarischem Wege zur Verständigung und Befreundung zwcier verwandten Volksstämmc bcizntragcn, vcrdicnt unsere volle Ancxkcnnnng und Hochachtupg.
(K'oln. Ztg.)
Kries iiber Einkommensteuer.
Ueber die Einkommensteuer in BrcSlau. Eine historisch. kritische Abhandlung von C. G. Kries. Breslau. Bei Georg Philipp Adcrholz, “1844. 80 S. in 8. Nebst 3 an- gehängten Tabellen.
*Diese 111it angczcichneter Gründlichkeit in der Untersuchung, Umficht i111 1111111111 und Klarheit, Ruhe und Bescheidenheit im Vortrage geschriebene Abhandlung verdicnt cine bcsondeyre Aufmerksamkeit. 'Sie betrifft ein in den ansehnlichßen Städten des preußischen Staats v1elfälti angewandtes Ver- fahren, die Geldmittel znr Bestreitung d1s Komwunal- ufwandes herbeizu- schaffen. Einerseits crschcint es dem sch11ch1en Smne des an der Wohlfahrt seines Wohnorts redlich thrilnehmenden Burgersldurchaus gere : und sehr einfach, die Beiträge zur Unterhaltung dex “offentlichen An alten nach dem Maaßc des Einkommens 311 verthe1len und ein uziehen, und andererseits ergeben sich doch bet dxr Anwendung dieies Gedankens auf das Lebcn in dem Maaße großere Schwierigkeiten, worin die Stadtgemeinden zahlreicher, gxwerbsamcr, wohlhgbender, gebildeter und e- nußfähiger werden. Es erschemt htcrnach als ezne der folgenreicbßm n- gelegenheitcn, durch öffentliche Bcsprecbun en uber die Gränzen der An- wendbarkcit eincr Einkommensteuer die Vor ellungen davon so weit zu läu- tern, als es zur Lösun des vorstehend bezeichneten Widerspruchs unem- behrlich ist. Was hier 111 dieser Beztehun für Breslau geleißet is!, kann als Vorbild, wie solche Besprechung zu fü ren sein dürfte, für alle di mi- Zeu dienen, welche durch Unbefangenheii, Kcuntniß, Auffaffuugs- und ar-
ellungsgabe berufen smd, auch für ihren Wohnort Theil "Zan zu nehmen-
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