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- 1) but u kka“"- daß mai! fich “" xxxpri-en ""TmYTZHTZLYTNMleU? „3 zgxoßam' e"::- thauspiels, alle ““|" e ?! WilhelmSHöhe in ihk" glänzenden Tgangke-t zu sehen““- Wassetkün ? 3 Wuuslb M, „ck Vernehmen nach, hochsten Ortes gewahrt
M;:- Z» der W.Nugujk soUWühelmshöhe in seiner ganze" wi'dkrbkrs“ scat“! Schönheit seh'"-
r o thum Hessen. Zu den Gotteshäusern zu DarknßsxxdßthrTrere? am “11. August Gcbet'e gehaltert, um von Gott die Erhaltung und Wiedergenesung des Prinzen Emil zu erflchen.
er o thum Vkecklenburg ? SchWeriu. ' Auch der E(ZTTZhStiz'rdtéKritrrmerei zu Güstrow fiir das Jahr "1514 ist durch den Druck veröffentlicht worden. Bei der Vcrathurrg iiberoden Voranschlag der Einnahme und ?lusgabc fur das_gcgeiinriigc-„zahr stellte der Bürger-Ausschuß den Antrag auf dene," Bcroncntlickzrnrg und erhielt die Genehmigung des „Magistrats; wetter hat dgs Bei- spiel des Magistrats zu Schwerin noch kerne Nachfolger m mcck- lenburgischen Städten gehabt.
Herzogthum Nassau. Zn der vielbcsprochenen, inWics- baden neu zu erbauenden katholischcnKirche soll, rvre man von dort schreibt, in einigen Wochen der Grundstein gelegt wcrden.
Freie Stadt Bremen. Die hamburger “Zcimngixn ent; halten folgende Nachricht aus Bremen: „Durch cm am “].-;: Zum anqenomnienes Gesetz ist der Gcnkral-Postmmstcr der Vereinigten Siaaten bevollmächtigt, cin Arrangement mit Deutschland, vorrugs- weise mit Bremen, zu treffen, das; Briefe Von und nizch Deutschlajnd bei der Aufnahme ganz frarrkirt wrrdcn iöiiircir nnd eiiie regelmäßige Posi-Verbindung eingerichtci wird“, es rdird cm unicrrrchicter Amen- kaner nach Denischland gehen, um mit den betr'réffctidcri deutschen Regierungen und dem Fürsten von Thurn und Taxis crni' Condeniion
abzuschließen.“ Oesterreichische Monarchie.
'X- chhl, 11), Aug. Ihre Majestätcn der König und die Kö- nigin von Preußen, am 7. Angust kurz vor Mitternacht in Budweis angelangt, brachen scrhs Stunden später wiedrr auf, um noch, selben Tages Ischl zu erreichen; dies wäre möglich gewesen ohne mn crit: scßliches Unwetter, welches die hohen Reisenden zwischen Neubau und Wels ereilte und in lcyikrem Orte zu übernachten znmng. Der Sturm War so heftig, daß der Königliche Wagen mir durch Zir- schneiden dcr Stränge urid Festhalten von Seiten der Dirnrrschaß gesichert werden konnte; der des General von Nenmann ward nut allen vicr Pferden auf der Straße umgcworfrn. ,
Am 9. August Morgens sechs Uhr verließen Ihre Majestätcn Wels, erreichten gkgrn zehn Uhr Gmunden, wo Sie don Ihrer Kaiserl. Hoh, der Frau ErzherzoginSophie, so wie den Erzherzogs" Franz und Johann, empfangen Wurden und trafen bald nach “[ Uhr Mittags in Ischl ein.
Fürst Metternich wurde von des KönigSMnjiitär gleich nach der Ankunft besucht, da er durch Unwohlsein an da? „Zimmer geftiielt ii,
doch hofft er bis morgen soweit hergestellt zu sein, um Se. Majestät * . , „ '“ setzung der Arbeit mit Drohnngcn nrrtrrsagt hatten, rvcdcr als Ent:- ichuidigrmg§grrrrrd gelten, noch sonst beachtet, sondern vielmehr so
nach Wien begleiten zu können. Der König wird morgen friih ad,- reisen, von Edersee Sich nach Gmunden iibersehen lauen, dann die Eisenbahn bis Linz bennßen und dort das Ailerhöchsidenselden rrrr Disposition gestellte Dampfschiff besteigen.
Die hohen Reisenden erfreuen sich eines erwii11schten Gesund- heiiszuftandes, ungeachtet der nicht geringen Anstrengungen wiihrend der !eyten Tage,
% BMW, 12. Aug. Sr. Majcsiäi der König von Preußen ist gestern Abrnd urn 8:5; Uhr nach einer äußerst angrnehmen und glücklichen Fahrt auf drr Donau in Nußdorf gklandr't, von cincrun- gkaubiichkn Mensthc'nmc'ngc mit lankrmZubkl brgriißt und durch mch: rere (Hiikdcr drs Kaiserhauses empfangen wordrn.
Heut Vormittag bewillkomnmktcu Sl. Majestät der Kaiser und sämmtliche hii'r anwesende Erzherzogc it. s. w. Sc.?)kajestät drrtKö- nig, Welcher im preußischen Gesandtschafts-Hotrl übernachtet hat. Der König lwgiebt sich sogleich nach Schönbrunn und bleibt dort bis zur Abreise, dic wahrscheinliih den “1.5tcn d. M. erfolgen wird,
ck Prag, 10.21ug. Die VomGubernium hcransgegebene Hans- Ordnung fiir die Katiun-Fabriken ist selbst in den hiesigen Etablisse- ments nur von Seiten der Fabrikhcrren angenommen worden; die Drucker aber haben selbe bisher nicht anerkannt und auch die zum Beweis ihrer Zustimmung derlangir Unterschreibung derselben dcrwyi: geri, mit gänzlicher Verkennung der offenbar großen Begünstigung, welche ihnen dieselbe gewährf, aus welchcrUrsache aber auch die Be- sißer der großen Fabriken in Kosinanos, Rcichsiadt und böhmisch Lcippa die ihnen freigestellte Annahme dicser Haus-Ordnung entschieden ab- gelehnt haben. Die wesentlichsten Bestimmungen der 30 Paragraphcn derselben enihaltrnVorschristen iiber die Art der Aufnahme der Drucker und der Verzeichnung derselben in ein eigenes Stammbuch, das zur Bezeichnung der Person des Druckers, der Dauer seiner Beschäftigung und seines Verhaltens während derselöen die geeigneten Rubriken enthält. Beiden Theilen, sowohl dem Fabrikherrn als den Arbeitern, wird eine achtiägige Zeit zum Verlassen dr'r Arbeit bemessen, die Auf- kiindigrmg derselben kann ab,er nur Sonnabends gegeben werden, außer wenn beide Theile iiber eine kürzere Zeit oder einen anderen Tag sich freiwillig cini en. Um die plößlichc Brodlosikeit vieler Ar- bßiter und im Falle des Bedarfs auch den Austritt vieler rbeiier zu der- hmdern, soll der Fabrikherr nicht berechtigt sein, mehr als 10Drucker in drrWoche zu entlassen, Wenn er deren bis 100 bcschäftigi, wo eine grö- ßere Anzahl besteht, diirfen nie mehr als “ii)pCt. der Gesammizahl in einer Woche entlassen werden*, dasselbe Verhältniß soll auch gelten, wenn umgekehrt die Drucker Aufkiindigung erthcilcn. Die aus Strafe wc- ?le Uebertreiung dcr Haußordmmg zu cntlassendcn Drucker werden er der erwähnten Anzahlbestimnnmg nicht mitgerechnet. Jede dieser Anordnung" zuwiderlaufcnde Einstellung der Arbeit in kürzerer Zeit oder in großerer Zahl wird an den Fabrikanten oder Druckern, Welche Ja) YUM schttidig machen, besiraft. Fabrikanten, Welche in anderen ,ahr'k'n bksxbafngie Drrrcker ablocken, oder dieselben während dieser ZT'LCVYchuffe verabreichen, verfallen in eine Geldbuße von “190 Die Besiimmung des Arbeitslo nes mu dcm reiwilli cn JeberÉmkommen beider Theile iiberlasée1Ywerderi,ßurrd hat 1f1icht dugrch "::; DTYaltctlxder Druckermeisier, onderu zwischen dem Fabrikherrn jedeöm [ ,“ s' | zu geßhehxn. Der ausgcnntteltc Drucklohn mus; .“ ",' dk," Vm'he sur dre Uebrrgabe der zu bedruckendcn Waarc YYY?! 1:11:12 Itsy genau verzeichnet werden. Um bei neuen Druck- bunden, bei ZIMKÜÜFFTJ' woSes sich sdnsi nm Lohndj-Auömittelimg ob" des ndu'en' ! !ge trertigkeißen oder Verkiirzuirgen eures suiwjmsx Uvismr „& Fil MWM", ist„ wo drr Fabrikherr kerne Druaetmeißn n "U.,- Yerbeitchelbü zu. erzrelxn yermag, der jeder nach ,in" x;- Udmn. Dryckern bxrzuziehen, deren nen bilk,": "UKWWUUÜFHMUS den. Lohn für sich zu bezeich- ten ist; sind die Mümmxuvets KYSWYYWM (ÜL ngtaYu Treucht-t [' en nndwe ? en er ur ni zuz ck “ an an Ms“ " Msn keinerEim'gung führt,??soll
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darüber die Orts-Vcbörde mitten] mündlichen und kurzen Verfahrens eni- schciden. Wenn nach diesen Regeln cine Lohns-Aendcrung vorgenom- men wird, so ist der früher bestandene Lohn noch 8 Tage nach er- hobener Bcschwerde beizubehalten. Zeder Unfug bei der vorgeschrie- benen Art drr Anxzablung ist durch Strafandrohung untersagt. Den Buchhaltern wir den Druckermcisiern ist jcdcr außer dem Fabriksge- ékbäfkk liegende Verkehr mit dcn Druckern strenge untersagt, und die: elben werden mit angemessenen Strafen, selbst mit Dirnsics-Eni- laffung, geahndet werden, wenn stcsick) in rinc Abfindung, cinertHan- del, cin Grid- oder sonstiges Geschäft mit dem Drucker einlassen.
Bei cintrctendem Manar“! an Ilrbeit in der Fabrik miiffcn dic “Truckcr, Welche nack) wöibruilichcr Entlassung von “10 pCt. noch in der Fabrik vrrbleiben, ßcts mit so viel Arbeit vrrsrhcn werden, das; Jeder derselben wcuiqstrns den Netto-“Betrag von 3 Fl. C. M. wöchentlich verdienen könnr; hirrvon machen nur jenr Fälle eine Aus: nahme, wo Elementar-Zufällc jede Arbeit hindrrn. Die Abzüge und Strafcn fiir die von einem Druckcr vcrdorbcnc Waark hat nur der Fabrikhcrr mitZuziehung von zwci mrs dchksmnmthrik der Drucker Gcwähltcn, zu bestimmen; gegen die' anfrrlegic Strafe sieht dem Betroffenen die Beschwerde bei dcr Lrtöbrhiirdc' frei. che Störung der Arbeiten Anderer, das *Lngblcide'n aus der Arbrit, Trinkgi'lage in drrJabrik, und das Abhalicn sogenannter blauer Montagc außrrhalb dcrselbcn, ist bei sircngcr Strafe- verboten“, drr Jrhrikhe'rr isidci sonstigcr Strafe verpflichtet, jede Uebcrirciung dicses Vcrhois,nach cincr in dem er- sten Falle eintretenden und im “.)[rbrits- und Siamrrrbuche vorzunrcrfcndrn, wenn fruchtlos gebliebenen Ernmhrrnng, dcn Wicdrrholun-Zsfail dcr
„Ortsbchördc zur Bestrafung anzrizcigcn; solche Ui'bt'rirctcr sind auch
zu sofortiger Entlassung ans dcr Arbeit gccignct. Dcr Jabrikhcrr oder der von ihm zu dicscm chrkc arrfrustcllcnde Brvollmäihtigte ---- wozu jedoch weder der Buchhalter, noch der Druckermcistxr gewählt werden diirfen _- hat gewisse Tags in dcr Woihc zu„dcjttninren, um die Beschwerden dcr Druckrr anzuhören imd diescr! lanZsirns dinner" :; Tagen abzuhclch oder in (Hcgcmvart von Zeugen eiiien Bkschkld dariiber zu crthcilen. Geschicht die's nicht, oder fmdrt sich der BV:- schwcrdrfiihrcr mit drm erhaltrnen Bcscheide nicht kirrglos gr'sii*lll_t,'s0 steht ihm dir Klage bei der Ortshchiirdc frei, Wclihr daruber das Nothigr Verfiigctr wird. Während dkr Verhandlung iiber die Br'sihrvcrdc darfdrr Drucker dii'Arbcii, bci sonstiger stronger Strafe, nicht aufgeben. Jar Beschwerden, die alle Drucker einer Fabrik odcr LMO- größere Anzahl dcrsclbrn betreffen, ist die Wahl von gecigncicn Llusrchußrnärrncrir--« und zwar fiir die Zahl Von 104) zwei und Von jrdcm 1111] noch Cincr mehr » vorgeschrieben, Welche, so wie deren ebenfalls von den Druckern gcwiihltcn Stellvertreter, dcr Orts-Behörde anzuzeigen und dazu berufen sind, das Anlirgmi dcr Drucker mit Zuzichung des Druckermcistrrö nnd zrveier thgsn, die' nirhtDruckcr sind, di'mJabri'k- herrn in dcr oben fiir einzelne Brsck)wcrdrfiihrcr Vorgczciihrie'tcrr Art bcschridcn und axisiändig vorzniragcn; artszrr diesen Vertretern darf Niemand die Beschwerden nir'hrercr Drrickrr geltend machrn, am wenigsten aber diirfen diese sich Zusmnmr'urotirn, ihre ?[rbi'it nieder,- legen, widrigcnfalis dic hirran Schuldigen als Rnhcstörcr brsiraft wiirden. erc Arbeits-Vchcigcrung während der Verhandlung iibcr die Beschwerde ist der Fabrikhcrr vrrpflichtet, unvrrwcilt drrBlhörde an- rrrrcigen; es wird dann die Angabe, daß andere Drinker die Fort-
larige fiir unwahr gehalten wcrden, bis die' Bcdrohtcn dicjcnigrn Prrionen, Welche ihnen gedroht haben, der Orts-Behörde pflicht- rrräßig anzeigen. Das Ucbereirrkommcn zwischen dem von den "Druckern gswähltcu Auöschnffe und dem Fahrikhrrrn iibcr Angelegen- hciten der iibrigen Druckrr ist fiir Alle, die es betrifft, vrrdirrdiirh; diksc Ausschüsse sind auch fiir die Erhaltung drr »erimng und fiir das Bktragrn dcr Druckcr innerhalb der Fabrik Nrantrvortlich nnd verpfliihii'f, dir'jcrtigcn, welche sich grsr'ywidrig bmxrhmen, dchchördc anzuzeigt'n. Zrdcr Einfluß auf dic" Lkhrjrmgi'n ist den Druckrrn bci Strafe untrrsagt. '
Außer dt'n «*rwähnimt Fiille'n, rvcrdcn noch andere Vergo- l)r*n gegcn dir" Hausordnung narh fruchtloskr ZurechiWc-isnng urid Vermerknng im Stanmrbuchc, durch Entlassung aus der Arbeit, auch ohne ?lufkiindigung, jrdoch nur mit Vorwissen der Behörde, bestraft. Aber auch die Verkiirzung der Drucker und die “)?irhtbcfolgurig dcr Vorbemcrkten Regcln von Seiten des Fabrikhi-rrn ziehen von der Ortsbehördc zu verhängcndc Strafen nach sich. Ohne (Hrnchmigrrrig dcr lehtcren diirfen an dieser Hauöordnung keine Arndrrnngi'n vor- genommen Werden.
Frrrc Stadt Krakau.
Krakau, “!*-7. Aug. Vorgestern friih wurdcindcr israelitisibrn Synagoge am Kasimir-Plalz ein feierlicher (Hoiie'sdii'nst abgrhaltcn, um dem Höchsten fiir die Erhaltung des Lebrnö Sr. Mnjrstät drs Königs von Preußen zu danken. Nack) Absingmrg einiger Psalmen hielt dcr |):*. der Medizin, Warsrhaucr, cine erc, dii' allen F;),uhö-r rcrn zu Wahrhaftcr Erbauung grreichtc.
Von allen Skiken gehen Nachrichten «»in, das; die' Verderblichc Neigung ZUM Vranntweinirinkr'n, brfondcrs unter dem Landvolk, auf dem Gebiet der freien Stadt Nrakau inrnrrr rni'hr ausgewirkt wird. Die Wirthc miisscn jkßk "WilkntVt'it naihBier rciscn, Weil die Bartrrn von Vranntwcin nichts mehr wissen wollen. S_onsi traf man drs Sonntags und Montags in den Straßen von Krakau alle Augen- blicke auf c'im'n Bctrunkrncu, icht sieht man nichts mehr davon; Alles geht sicheren Schrittes und hcitercn, mrsgcrvecktrn Mathes cmhr'r.
Fraulirctrh.
Paris, 11.911171. Kaum sind dicbeabsichtigtcnHandkls-Konzessionen bekannt qcivordcn, Welche Frankreich und Belgien sich grgcnscitig mmh?" wollen, so zeigt rs sich schon, wir wenig lrhicrcs Land auf einen ihrn VortheilhaftenHandelsvertrag niit rrstcrem zu rrchncn hai, dcnn_schon dic jcyigcn geringen ancständniffcn Von Seiten Frankreichs [inden hier lebhafte Opposition. Das Journal des Dé-bais hat dicö rvohl vorht'rgcsehen, daher ist es nur zögernd mit der Anzcige von der projcktirtcn Uchcreinkunft hervorgetreten und wiirde wahrsrhcinlich noch damit zurückgehalten habcn, wenn nicht die Press? durch ihre Veröffentlichungrn cine nrinisicrielle Erklärung hervorgerufen hätte. Hören wir nun, was das Organ des Ministeriums zur Empfehlung diescr gcgcnscitigen Konzessionen sagt, und wie dieselben von ande- ren Seiten aufgenommen wcrden:
Journal des Débats. Wie man sieht, sind die Zugeständnisse, Welche wir Belgien machen würden, dazu eeignct, dic Entwickelung unserer industriellen Arbeiten zu fördern, indem ie allerdings zugleieh den Absah einiger der bedeutendsten bei ischen “„Natur-Produkte bei uns erleichtern, na- mentlich den Absaß dcr Steinkohlen Belgiens. Andererseits können die Zu- gcsiändniffe, welche jenes Land rms machen will, zwei unserer Haupt-Ma- nufakturztvcige begünstigen. Wir haben hier die vernünftige Grundlage zu einer Handels-Convention, eine Grundlage, Welche hoffentlich umfassenderen Verträgen den Wc ebnen wird, Zudem unsere Regicrrrng eine. Begrün- stigrmg unserer Aollgespinnste bewirkte, hat fie übrigens eine, tiefe Kenntnis; unserer vorzüglichsten Interessen bewiesen. Dieser Industriezweig is bei uns in bedeutendem Fortschritt begriffen, und ungeachtet der Vcr- sügun Belgiens vom 1Z.Juli hat die Ausfuhr unsererMoussclins de Laine, Kafim re und Merinos nacb Belgicn schon einen bemerkenstvcrthen Ans- schwung genommen. Der Moniteur Velxe hat kürzlich mitgetheilt, daß sie fiel) in den vier erstcn'Monateu von 18 4 auf 47,904 Kilogramm er- hoben hat, während fie fich in denselben Monaten bis Jahres 1813 nur
auf 28,395 Kilogramm belief. Die von England aus in Belgien einge- führten gleichen Stoffe und schottischen Kaschemirs waren dagegen in der- seiben Zeit von 94,828 auf 43,826 Kilogramm gesunken. '
Coußitntionnel: Wir wollen heute die Klauseln eines Handels- traktats zwischen Frankreich und Belgien, die man als Probc-Ballon aus- sc.n_det, nicht näher untersuchen, sondcrn nur den Charakter der Zugesiänd- mne hervortreten lassen, welche Belgien an Frankreich machen will. Der Zoll auf unsere Steinkohlen, sagt man, soll von I:; auf 5 Centimes fiir den „metrischchcntncr hctabgeseht werden. Nun smd aber die Quantitäten Steinkohle", wclche wir nach Belgien mtsfiibrrn, so unbedeutend, daß fie nicht einmal cin_e besondere Rubrik in dcr Tabel]? dcs auswärtigen Handeis einneh- men. Dafirr empfangen wir jährlich für 15 Mill. Fr. belgische S:cinkohlen, d. h. str1it„Sieirrkohle auszrrsiihrcn, führen wir beträchtliche Quantitätm ti"- Vclgren will ferner die Verordnung vom 14.Juli 18133urücknehmcn, dir den Zoll auf Wollcnkichspinnsie rind Gcrvcbc so wie auf Mode-Artikel und kiinstliche Blumen, erhöhte, Man schr, wie schlau! Belgien erhöht seine Tarife in Arrssicht auf kommcrzielle Urrtrrharrdlnngcn mit Frankreich, und sagt dann zu uns: Wenn ihr uns dicscn und jenen Vortheil bewilligen Wollt, so wollen wir zum alten Zustand drr Dinge zurückkehren. Und das ncnnt man Konzessioncn! Was eine noch größere Erhöhung des Zolls arif ircdrricktc LeinWand, mit Arisiiahmc der französischen, brtrifft, so isi diescr Punkt Wohl sckrwcrlich schon fest beschlossen, und wir zwexsel", daß das briiffelcr Rabinct einen solchen Veschluß annehmen zndchte. Nach dem Plane, dcr hingcworfcn ist, um das Tcrrgm zn sorrdircn, wiirden wir fiir die belgischer! Zugeständnisse die Zolle quf frische nnd trockene rohe Häute, auf rohcn Marmor, arif Hopfen und Stern- kohlcn herabsetzen. Man sieht, das: auch dicSmal alle Kosten der Ucbcr- rinknnft auf unserer Seite sein und daß wir allein die anesiändmffc ma- chen würden. Doch man kennt seit langc schon die Bedeutung solcher Dr- monstmtioncn; sie haben _chöhnlich gar kein Resultat, und Wenn es aus- nahmöwrise 311 einem solchen kömmt, so kann man sicher sein, daß es zum Nachtheil irgrnd cinrs großcnNational-Zntrreffcs und ohne Nuxzen fiir den französischen Handel ist,
Commcrcc: Als wir neulich dic tiaririgcn Folgen des mit Belgien alrgcschlosscncn Traktors bereichnctcn, ahnctcn wir nicht, daß unser Kabinct damit umgehc, eine neue llcdercinknnft mit der briissclrr Regierung zu un- tcrharrdcln. Tic Lehre schien uns schon stark genug, um die Neigung zu Korixrisioncn zii mäßigen, dic nnscre Staatskrréinncr in unserm Vcrhälinissen zit Br*lgicn stets grlcitct hat. Indes: die Erfahrung, wir tvolli'n nicht allein der Vergangenheit sagen, sondern selbst der Gegenwart, isi fiir sie verloren. Mag immerhin unsere Ackerlrau-Z rind Gewerbe-Production gefährdet sein, wirs liegt ihncn darari. König Leopold kommt nachParis, machtgehörigen Orts dic Schwirrigkriten der Existenz srineö kleinen Königreichs geltend, nnd die Familicn-Riicksicbtrn firgcn über unsere National-Zntcrcffen. Ein ncncr Handclö-Vcrtrag soll 3wischm den beiden Regierungen unterzeichnet Werden. 'Das Blatt, Welches dic Vcdingrmgrn dcffelbcti Veröffentlicht, stellt sic alö dorthrillmft fiir uns dar; es bchanptrt, Bcigirn bcwilligc rmsmehr, als es empfange, Und es tlvrtc die;; deshalb, Weil kö, zu uns sich wendend, an dem „ZoU-Vcrrine, mit dem DS fich icht in cinem Tarifkricgc befindet, sirix habe rächen wollen, Wir thrilcn diesc Anfickyt dnrrhmrs nicht. Unserer Mcimmg nackr, würde der neue Traktat nécht brffcr für uns skl!!,' ais der, wi'lihcr gcgcnwärtig bcstrhf, er wiirde uns» dem deritschcn ZdU-Vcreiy gcgen- iibcr in rim" irhlc Strllrtng versetzen, und die belgische Regierung fahrt fort, das doppelte Spiri zn spiclcn, rvclchrs sie in ibrrnVrzichnngen zu den Re- gierungen von Paris nnd Berlin stets befolgt hat. Was uns an de," 31:- gcsiändnisicn, Miche wir Bclgicn maihen wollen, zunächst eingegentrrtt, ist, das; fic wirdcr unscrcm Ackcrbau zur Last fallen wiirden, deri urrsrsre sog.?- nannten Staatörnämrer strts zu opfern bereit sind. Namcutlrch winden dre Öäntc die Kosten dieser Convention zu tragen haben, Nini hat „_nrarerer nicht vcrgeffcn, daß sckion in dem sardinisrhcn Traktat dic Harrpi-Konzcmhn, welchc Piemont bcwilligt Wurde, das Schlachtvich traf, Verde Ueberein- tiinftr wiirdrn also der Viehzucht, d. h, drm rvcscntlichsieu (Hrrrnd-Elrmcnt jedes Ackrrhari-Svstcrns, “zum Schaden gereiihen. Braucht dargrr erinnert in rvcrdcrr, das; Unsere Einfuhr nn Vieh aller Artsich auf 110 Millionen Fr. [*cli'iuft, während wir nur fiir 16 Millionen ausführen, so daß sich eine Vilanr von *.*/| 8))killiom'n zu Gunsten des Anslanch ergiebt. Und sieht man nicht, das; die Hcrabscßrmg dcs Zollö von den Häuten dcm Zirl wider- strebt, welches wir vor allen Vrrfolgen müssen, der Verminderung rerFleiich- Prrisr? Denn natiirlich muß der Ziickitcr cinen genügenden Ertrag von seinem (stcrbc erlangen; bringt man alio dmr Werth drs einen seiner Prodrrktc herab, so mus; er, um 31! scincmVrrdicrist “„U kommen, die andrrcn Produkte desto thcurcr verkaufen; folglich wird das Fleisch die Preisver- mindcrimg dcr Härrtr ariswiegcn müssen. Dazu kömmt, das: das im Be!- gicrr grnmihtr ;Yrcgcsiiindniß aiif die Einsicht dcr Häute nicht vrrfehlen wiirdr, eiiiem brdcritcnden Schlrichlmndcl Thiir rind Thor 311 öffnen. Vrr»* geben?) wird man Ursprnngsschngnisse vcrlangcn. Nichts leichter im Han- dclövcrichr, als sich dergleichen zu verschaffen. Cs Mich daher eigentlich die Höxtr von iiberall hrr iibcr dic bilgisihe Griinze cinpassiren können. Nicht nur unser".'[ckcrbau wird darunter lcidrn, auch Unsere Schifffahrt“, dcr Schluickyhandrl ZU Lando wird mit unsrrcm Seehandel konkurrircn und bis auf "risiken Handel mit dem La Plata seinen Cinfirisi crsirccfcn. Betrach- ten wir nun die anderen Konzessionen, die wir Belgien machcn, und die (Iicgcnbcwiliigrmgcn desselben. Es schlägt vor, den Zoll wicdrrhcrzustellcn, dcn es vor rinrm Jahre von unseren leichten Wollen-Geivebcn erhob, rind dcn jetzigen Tarif in Bezug arif unsere bedruckten Banniwollcn- zcirgc beizubehalten. Das hrißt, es bewilligt uns nichts aks negative Vor- thcilc. Unsere Prodrtktc sollen nnter di'r Herrschaft derselben Geseßgcbung blribrn. Und das will man uns in Anrechnung bringtn! Winti abcr rrrricrc Ncgicrring fich eifriger unserer Handels-Angelegenhcitcn angenommen hiitic, wiirde sie darin nicht schon die Tarif-Erhöhung auf unscie Wollen- stoffe" mit irgend cincr der Repressalicn crwicdert haben, Wodurch die brüsselcr Regierung gcnöthigtwordcn wäre, cinen unseren Jiiterrsscn zuwiderlaufcndcn Beschlrrß zuriickznnchmcu? Nun jcdoch, da nnscr Ministcrinm nicht den Muth gehabt, seinerseits nritHärtc aufzutreten, schlägt man uns dicZuriick- nahme dicser “.*)iasrrcgcl als eine Gunst vor! Noch mehr, man droht mrs mri Vcrdoppciung der Zölle auf unsere bedrucktes Baumwollcnzenge, irrim Wll' die Beibehaltung des jetzigen Satzes diescr Zölle nicht diirch ein neues „(Zugcsiändniß erkaufen! Ist das nicht völliger Hohn? Wenn Belgien auch mit Frankreich in kommerzicllc Feind- schaft ircicn will, immcrhin; wir fürchten den Kampf nicht; wenn es die „Zölle auf nnscrc Wollcngeche, arif unsere bedruckten Baumwollcnzcnge erhöhen will, so rvcrdcn wir mit Repressalien gegen seine Leincwaird, seine Stcinkohlcn, sein C'isen antworten, dc-“crt Einfrihr arif unseren nördlichen (Lsränzcn mtr zit rasch zunimmt. Vcrgißt es, das; sein crsirr Traktat noch nicht die lcrrislativr Genehmigung erhalten hat, und das: es von den Kam- mern abhängt, ihn zii annrrllircn? *))r'nii man es erst daran crirmcrn, daß wir es um so mehr in unserer Gemait haben, als seine Ausfuhr nach Frankreich den doppelten Werth unserer Einfuhr in Belgien beträgt? Doch rvciin dicse ncrrc Uebereinkunst uns als ein Ucbcl erscheint, so ist es nicht nur um ihrer direkten Folgen, sondern auch um dercnwillcn, welche sie indirekt nach sich ziehen kann. Wenn zivci Ngtioncn eincn Handelsvertrag mit ein- ander abschließen, kommen sic immer m die Lage, dieses oder jenes nicht in diesen Traktat eingeschlossene Land miznfrrrdcn zu machen und Repressalien zu veranlassen, die oft ihrer Industrie großeren Schaden znfiigrn, als die Vorthcile anfznwicgcn im Stande sind, wclckw fie fich gcgcnscitig ßchem wollen. So antwortete Derttschwnd mdem es den ersten franzöfisch-belgi- ssl)?" Traktat als feindlich fiir seine ,mit-resse" bctmchtctr, Frankreich damit, daß es die Artikel der pariser Industrie belastctc, nnd kiirzlich Bekgicn da- mit, das; es den Zoll arif dessey Eisen erhöhte". Ist nun nicht zu fürchten, das: die neue Handels-Convrunon uns eine ähnliche Begegnung zuriehen werde? Gesetzt selbst, wir hätten von Skiken Brigicns etwas zu gewinnen riskiren wir nicht, „Weit mehr von Sritcn drs Zollvereins zu verlie: ren? Und das rst keine iccrc Hypothese. Es sind Artikel in dem treu'cn Traktat, die der deutsche Zoll-Vcreiu sehr wahrscheinlich mit Missfallen aufnehmen wird. Produzitt der- selbe 111th mchrcrc der Gegenstände, die in unserer obigen Aufzähiung vor- kommen? Sllchk er nicht ebenfalls Absaswcge für seine animalischen Pro- dukte, „nnd Wtkd er nicht die den belgischen Häuten bewilligte Vergnnftrgurtg im Grunde als zu seinem Nachtheil gerei- chend ansehen!?„Wenn belgische Steinkohien über unsere Nordost-Gränze eingehen, so ist die Einfuhr preußischer Steinkohlen noch b:. deUte"„dkk- Es sind in dchhat die Kohlen von Saarbrücken, welche die- sen Theil von Frankreich versorgen; denkt man etwa, daß Preußen es mit skklmk'llihkn Blicken ansieht, wenn seine Steinkohlen mit doppelt so hohem
Zolle belastet find als die belgischen? Man dürfte also gar nicht erstaunen, "",“",d“ Zoll-Verein fich über diese neue Convention unzufrieden zeigte und ""t ?'"kk I'Ik" Unseren Handel gerichteten Maßregel antwortete. Hat vgs Ministerium wohl diese Seite der Frage hinreichend erwogen? Ist es rn uyserem Interesse, mit Belgien gemeinschaftliche Sache zu machen? „So-llen wir 31! Belgiens größtem Vortheil unsererseits uns auch geradezu m xinen Zoilkneg mit dem deutschen Verein begeben? Wollen wir, um “Uf “"F"" tlxinen Markte“ von 4 Millionen Einwohnern unbedeutende Verßun- strgurigen zu erlangen, uns einen Markt von 25 Millionen vrrsch1ik ***)? Endlich, was wir kaum begreifen können, isi der Umstand, daß die NW?“ rung, Wenn fie einen neuen Handels-Verglcich mit Belgien abschlösse, diesen WTI eine bloße Verordnung in Kraft zu setzen wagen sollte. Die Kom- "UMM des ZVUgcsey-Enthfs hat fich deutlich genug iiber den ersten Traktai arrögesprochen. Es hieße dies, ihren Venncrkungen spottrn, wcnn nian die neue Convention in Ausfiihrung bringen wollte, ohne die legisla- klve_Sanction abzuwarten. Die parlamentarische Gewalt wäre dann völlig zu „Schanden gemacht; ihre Mission in Zollsachcn würde sich auf das Ge- skhast des Einregisirirenö zurückgeführt sehen; gcnug, es wäre ein sysicum- trieber Umsturz der ersten constitutioncllen Prinzipien.
Die Jndependance beige hatte die Mittheilungen drr pa- riser Presse in Betreff dieser Handels-Uebercinkunft, auf Grund don Privat-Erkundigungen, die jenes Blatt in Belgien dariiber eingczogen, durchaus in Zweifel gestellt; das französische Blatiautworiet ihr abkr, es beweise dies nur, daß sie schlecht unterrichtet sei; sie Werde binnen 14 Tagen fich genöthigt sehen, selbst die Richtigkeit der Von Paris ausgegangenen Veröffentlichungen anzuerkennen.
Das Dampfboot „Acheron“, welches am 4. Arrgust von Oran abgegangen war, traf am 7ten d, mit Depeschen fiir die chicrung auf der Rhede von Toulon ein. Es brachte die Nachricht mit, daß Marschall Vugeaud an den Prinzen von Joinviile dcn Befehl abgr- fe'riigt habe, Tanger und Mogador nach Ablauf der in dem Ultima- tum anberaumten Jrisi zu beseizcn. Seinersrits schicktc dcr Marschall sich an, an der Spiße der aus “14-*“[5,i)i)ij Mann brsiehendcn Ex- prditions-Armec die Offensive zu ergreifen. Auch erfuhr man, daß cine iclegraphischk Depesche nach Toulon dcn Befehl zur unverzügli-
chen Abfahrt der Linienschiffe „Lccan“, „Ziificxiblc“ und „Nepinn“ überbracht habe. Diese Schiffe sollten am Rtkn
unter Segel gehen. Ihre Bcstinmmng kennt man nicht, doch glaubte man, daß sie sich track) Tanger begebeuwiirdcn. Dazu kömmt, daß der Vice=Admiral Lasusse, der schon einmal an den „Küsten der Barbarei kommandirt hat, von Paris abgcrcist ist und das Gerücht ihm den Oberbefehl iiber die in der Meerenge Von Gibraltar zu der- cinigende französische Skrmacht zuertheilt. Alle diese Befehle bczic- heir sich freilich auf den Stand der Dinge vor der gkstcrn priblizirtcn, vom „Gregeois“ überbrachten Friedens Depesche, man zwei- fr'lt aber, ob um cincr Ni1chricht willen, die noch alle mög- lichen Wrchselfällc in sich schließt, jene Maßrcgclu rückgängig gc»- "mcht werdcn diirften. Die gestrige Dcpeschc hat iiberhaupt wenig “beruhigend gewirkt. An der Börse namentlich, wo zwar die erste Kunde Von der friedlichen Stimmung des Sultans von Marokko drrFonds etwas in die Höhe trirb, fielen die Course wirdrr, als man crfrrhr, daß noch von keiner Annahme des französischen Uliinminms die Rede sei, sondern nur von Unterhandlrmgcn, welche sich sehr in die Länge ziehen könnten. Mit Besorgnis; betrachtet man dic/von England in dieser Sache angenommene Stellung: erstens, das; ein englisches Geschwader auf der Rhede von Tanger erschien, wiewohl dasselbe sich auf die Vorstellungen des Prinzen von Zoinvillc wieder entfernte; dann, daß das Linienschiff „Albion“ dorthin zurückkehrte, als die französische Flotte von Tanger hinwvg war“, rrrdlicb, daß der Admiral LMU, nach Briefen aus Gibraltar vom 2311. Juli, im Begriff stand, mit seinem Linienschiff „Formidable“ nach Tanger abzugehen, angeb- lich, um den bei der englischen Gesandtschaft atiachiricn Sohn Sir R. Peel's dahin zu bringen. Sollte es noch zum Kriege mit Ma- rokko kommen, so würden, wie schon friiher beme'rklirh gcnmcht wor*- den, die Opcrationcn zur See jedenfalls die lcichtyrcn sein, aber gerade hier scheint man am meisten Hemmnisse von Scitcn Englands zu befürchten. Zur Verstärkung der Flotte? dcs Prinzrn von Join: ville sollen von Brest auch noch drciKarwncn-Briggs, die „Alourtte“, „Tactiquc“ und „Vigie“ abgehen, die man anfangs _rmck) dcm Senegal bestimmt glaubte, Dcr Capitain Bonet, der die Rüsten von Afrika genau kennt, soll besonders zur Absendung dieser nicht tief im Wasser gehrndrnFal)rzcugc grrathen haben. Wms nun die Land-Operationen betrifft, so soll zwar die Provinz Oran auf drei Monate mit Lebens: mitteln fiir (?(),[iMMann versehen nnd namentlich Tlcmscn nnd Lalla Magrnia tüchtig verproviantirt sein, aber dcsscnungeachtct scheint eine Expedition gegen Fer, Wegen drr großen Entfernung dieses Orts Von der Gränze, unauoführbar. Nash dcn zrrdcrliissigsrcn Angaben isind don Jez uach Tczza 42 und von Far nach LallaMagrnia “ll)tdStxm- den Weges. Im Jahre 1805 bereiste dcr gklehrte Aly Br*.) diese Route mit allen niithigkn Instrumenten, um die Brcitcn zu [*r-stim- men, die Temperatur und Soimcnhöhc zu ermitteln und astronomische Beobachtungen anzustellen. Zn srinrrnGrfoigc befand sich einklcincr Trupp Reiterei, und es wurden ihm vom Kaiser von Marokko alle' mögliche Erleichterungen gewährt. Aly Beh brauchte achtTage, um zu Pferde von Foz nach Uschda zu grimrgen, «'; Tage Von Je), nach *Tezza und 5 „Tage Von Tezza nach Uschda. Auf seiner ganzen Reise traf kl“ rvciter keine Stadt als Tczza, Welche 11,00!) Einwohner hatte. Von den acht Tagcmärsrhcn gingen drci dnrch Wüsten. Cine Armee würde zu dieser Strcckc nrindi'sirns 1KTagc Zeit brauchen nnd sich wenigsicns arif 45 Tage nritProviani vrrsehcn, also, wenn sic 20,0(711 Marin stark wäre, i'irrc nngchcure Zahl Von Lastthierkn mit sich fiihren miiffen, die aber mir in der kurzen Jahreszeit, wv das (M*iraide auf dem Halm sieht, im Monat Mai, hinreichende Nahrung fiir sich finden und, wenn sie ihr cigencö Futter fiir die ganze Zeit, etwa [*.*U Kilogramm Gerste ein jeder Maulesel, zu tragen hätten, von gar keinem Nutzen fiir die Armee sein Wiisdk".
Durch Königliche- Verordnung vom gestrigen Datum ist Herr Zaubin, Mitglied des Admiralitäts-Conscils und Direktor der Crn- tral-Kontrole dicses Deparicmenis, zum Unter-Staatö-Sccrctair des Ministeriums der Marine und der Koloniern ernannt worden.
Herr Herrncquin, Privai-Secrciair des Herrn Guizot ist, wir“, es heißt, mit Depeschen und Justructionen in Bezug auf die otahci- tische Angelegenheit, nach London abgereist.
Der Marquis de Dalmatir, französischer Gesandter am preußi- schk"_Hofe, hat Paris Verlassen, um sich wieder auf seinen Posten in Berlin zu begeben. Dagegen ist der frauzösischeGesandic inBahern, Baron von Bourgoing, hier eingetroffen.
Der Constitutionncl eröffnet sein heutigen? Blatt mit der Anzeige, daß er am 15, März, als derselbe zur Versteigerung kam, 3428 Abonncriten gehabk, wogegen er am 1. August, aho nach Bc;- Fmbn des „ewigen Juden“ im Feuilleton, “16,120 Exemplare abgeseht
a e.
)( Paris, 11. Aug. Aus Cadix vom 1. August erfährt man, daß die französische Flotte unter dem Prinzen von Joinville schon am 30, Juli von dort nach den Gewässern von Tanger abge- segelt war, und in der Cronica de Gibraltar vom 31. Juli liesi man Folgendes: „Durch das gestern von Tanger abgegangene Dampfschiff „Veloce“ haben wir Nachricht, daß der Kaiser von Ma- rokko, der englische General-Konsul Herr Hay und der Kaiserliche Minister Ben Dris am Wsien nach Marokko zurückgekommen waren
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und in den [chien Tagen den lebhafktsken Verkehr mit einander pflo- gen. Am 29sien herrschtevollkommene Rühr m Tanger und Mogador. Diese günstigen Nachrichxkn geben dre„Hoffr1ung, daß die ma- rokkanische Frage auf gütlrchcm Wege wird beigelegt rverdsn. Der Prinz von Joinville war am Bord des „Pluton“, gefolgt von den iibrigen Schiffen seiner Flotte, zu Tanger angekdmmen (am 30sien). Dcr Konsul der VereinigtenStaaten ,hat Tanger 111chkakrlüffkM Der englische Vice-Konsul befindet sieb Mit seiner, Gemahim am Bord des Kriegsschiffes „Albion“, unterhalt aher tagliche Verbindung mit jener Stadt. Die Gärten der Konsulathauser außerhalb der Stadt haben einige Verwüstungen erliticn; im Innern Voir Tanger aber scheinen wedrr Personen, noch Eigenthum der Enrodacr angegriffen worden ZU sein. Die maurischen Vehörderr geben sich alle “Miihe, die Ord- nung aufrecht zu halten. Der Prinz ÖSkar, „Admiral dcr Scemacht von Schweden und Norwegen, wurde (zu Gibraltar) von den Be- hörden Ihrer britischenMajestät sehr aUsIPkkchk'ki- Er ist ein junger Prinz, der die größten Hoffnungeri gewahrt und durch die schönsten Eigenschaften und eine große Intelligenz "ck «UEFAMWM
Die französischen Bäder sind in diesem Jahre sehr zahlreich be- sucht, besonders seit die Arbeiten in der Kammer gi'schlosscn sind. In Vichy zähltman bereits 4000Kurgäsie, darimicr drnMinißrr [“es-(Jan- dels, Herrn Crmiu-Gridaine, und Herrn Thicrs mit seiner Familie. Auch zu Neris herrscht große Lebhaftigkrii, dort befindet sich in diesem Au- genblicke Hcrr Hevert, dll“ General-Prokurator am Königl. (Berichts- hofc von Paris. Marschall Sebastian:“ ist dieses Jahr nach Vadcrr/ Baden grgangcn, und Graf Molé wird uiichstchontag nach Plom- bicrrö abrciscn, Zn Vichy endrt die Saison grw'o'hnlich mit drin “15. September, nachde'm sie am 15. Mai brgormcn hat. Dort bc- findlt sich (":ck der Graf von Argont, Gouvernrur der Bank vor: Frankreich, den man gewöhnlich inGescllschaff drs HrrrnThikrssii'hi. Viih!) ist durch skilli' Hcilqncllrn cine rcichc Stadt geworden, dieß»)- gi'nd an sich bierkt abcr, verglichen mit rttiscrcn hcrrlichrrt deutschen Vadcortcn, nnr Wenig Rrizc, und auch die' Stadt, mit ihren engen, winklichien Straßen, cirir'n nichts wenigcr als frcundlichc'n Anblick.
ck Paris, ][.Aug. Die friedliche chdrmg, Welche die' ma- rokianische Angrlegenheit genommen hat, ist, allem Ansche-inc nach, hanptsiickilich dcr Ausdauer und der Energie zu vrrdankcn, mit welcher der britischc GcrteralxKonsul, Hc'rr Drummond Har), stine vermittelnde Sendung am marokkanisihrn Hofe verfolgt hat. Was aber mich das Ergebnis; dcr cnglisrhenrmd französischen Negociaiioncn sei, man zwei- frlr allgemein, das; der Friede mit Marokko dadurch auf die Dauer _qcsichcrt werden könne. Alle Naehrichterr aus Afrika stimmen dahin iibcrrin, daß die Macht Mulch Abd cl .")ihanmn's nicht ausrcilhc, nm die' Vollzichung der Vrrsprrihurtgcn zu vcrbiirgc'n, wclche“ Frankreich von ihm vcrlmrgi, und das; der Einfluß Abd cl Kadrks auf cinen großmr Theil der marokkanischen Stämmk jeden Augenblick“ dcn Wic- drrausbrrrch des Krieges herbeizuführen im Stande sci.
Obgleich die englischen Parlamentö:Rcdncr und dir cnglisrhrn Zciiungen seit ein paar Tagen ihre friihcrc hcrbc Sprache iiber die oiahcitischen Ereignisse einigermaßen gemildert haben, so sind doch die' angenscheinlichrn Schwierigkcitcn cincr Verständigung des briti- schen und des französischen Kabinkis iibcr jene Vorfälle noch keine,.- wrges geringer geworden. Die Organe der britischenRegierung und die britischen Minister selbst bestehen in ihren Erklärungen beharrlich darauf, daß England einc Geuugihuung von Frankreich zu fordern habe, während im Kabinci dcr Triilerii'rn, wie mit Gewißheit ver- sichert Werden darf, die Ansicht VorWaltci, daß das Verfahren der fsaUZöstschkn Behördkn auf Ltaheiti der Sache nach ein völlig reihi- ntäßich gcrvcscn ski, und das; die franxiisischc Politik danumuilmn- gkn dcr englischcn dieSmal kein Haarbrcit rmchgcbcn könnt'. Es sicht nun freilich zu hoffrn, das; die Zeit Mittel zur ArrSglcickzung dicscs Zwiespalts mit sich bringrn werde', bis jetzt aber ist derselbe noch eben so schroff als jk.
*Der Kolonialrath vori Guadeloupe», der vor cinigrn Wockmi 311- sammcngctreien ist, hat seine Siyrtng auch die'snml wicdrr mit einm“ schr förmlichi'n Protestakion gegkn jeden Grdankmr an Aufhebung der Sklavrrri cröffnri. (Lö ist im höchsten Grade pkinlich, zu hören, wir» diesc Vento sick) auf die „ewigen Grundsätze der (Zir'rcihtigk'ciM und auf die „unvrränßcrliihrn Rechte des frauxiisischr'n Bürgers“ berufen, um eine Institution zu vcrthcidigcn, welche unter allen mitRcrht Mid Gerechtigkeit, mit Mcnschlichkcit, Pfiicht und Ehre in dem allcrcmpö- rcndsien Widc'rspruchc steht. Dir Kolonisten habrn indrssen icht wc- nigstrns so vicl Schaamgcfiihl, die Sache, die sie Verfechtcn, nicht mehr bei ihrem Namen zu nennen. Seit Jahren wiirde man in allcn ähnlichen Dokumenten vergebens das Wort „Sklavrrci“ friihen. C6 ist nur die Rede Von „Kolonial-Einrichtungen“, Von der „beson- drrcn Organisation dcrArbcit in den Roloniceir“ und was derglrichrn Euphrmiömrn mehr sind. Diese Umgehung des wahrrri WMW ist nirht bedeutungslos, sie ist vicinichr ein neuer Br*!vcio dafiir, daß die Zrii reif ist fiir eine Reform, bei deren längrrcr Verzögerung die' französische" Ni'iiional-Chrc auf dem Spiele steht, und zu deren Voll»- bringnng es nur eines ernstlichcn Crrtschlrrsscs drr Rrgirrnng bedarf.
Eroßbritanicn und Irland.
Unterhaus. Sißrrng vom L). August. (Silriiisx.) Tir- Erwicdcrung des Prcniieerinisicrö auf die erm der drci Oppositions:Mitglikder, dcr Ocrrrn Sheil, Wvsc und Lord John Riissrll, beriihrtc, rmtcr Belobung des (Beisics, iii wclrhrm drr Letz tere sich iiber die Lage drr Dinge" arisgrsprochrn, track) i'iimrrdcr die einzelnen don jenen erörtert?" Purrktc. Was Lord Russcll von den Nachthcilcn gesagt hatte, welche die lang;? Darier drr Parlaments:- Session und die Art, wir die (ßicschästc im Parlamente gefiihrt zu werden pflcgcn, niit sirh bringen, erkannte Sir R. Pre] ait, äußert.“ indes; die Ansicht, daß die Ucbrlstiindc zu tief in der Natur der Wkr: hiiltnissc [*rgriindct seien, als daß eine Abhiilfc siatisindcnkörrrrr. Ami) stimmte cr mit Lord Russell darin iiberein, das; der Zustand drr ar:- bi'itcndcn Klass?" dringend die Aufmerksamkeit der :)irgicrrmg in ?in- sprnch nehmen nriissc, aber er vrrwahrte sich im Voraus _qc- gcn jeden ciwanigcn Versuch, diese Frage zum Grgcnsimrdc dcr Berathungen iin Genrral-Comitei des Hauses zu machen, Weil dadurch nur unter der arbeitenden Klasse Hoffnungen erregt wcrden wiirdrn, Welchen das Resultat der Berathnngcn unmöglich rrrtsrrcMrt könne. Daß Lord Russell in seinen Bemerkungen iibcr den Zustand des Landes sich der Aufzählung und „Kritik der einzelnen im Laufe dcr Session angenommenen [[Rd vcrworfenen Maßregeln enthalten haba“, sci dcm Prinzipe nach zu loben, doch Wolle er (der Minister) cs iibcr- nehmen, den Bcnxeis zu liefern, daß, Wenngleich allerdings nicht alle von der Regierung eingebrachten Maßregeln angenommen und andere von ihr selbst wieder zurückgenommen Wordcn seien, doch eine so be- deritende Anzahl wichtiger Bills Gesehcskrast erhalten habe, das; man die gegenwärtige Session fiir eine der fruchtbarsicn, welche seit langer Zeit stattgefunden, halten müsse.
_„Vor allen Dingen“, sprach Sir R. Peel, um diese Behauptung zu rechtfertigen, „muß ich der neuen Armen-Vill erwähnen, einer Bill, wclche mein schr ehrenrverther Freund (Sir James Graham) mit der größten Um- sicht und Mäßigung durchgebracht hat, so daß selbst die Opposition einer Maßregel Beifau spenden mußte, weiche sie anfangs geneigt war, zu miß- billiger:. Sodann ist eine Viu durchgegangen, welche die Stunden der Fabrik-Atbeit in vier großen Jrrdustriezweigeu dieses Landes regulirt. Zn finanzieller Hinsicht ist die größte Finauz-Operation, welche jemals in die-
Märchen Die ZZproc. Stocks haben eine Zins-Reduc ou erfah- ren, und der Grund zu einer jährlichen Ersparniß von 1,240,000 Pfd. ij? damit gelegt worden, welche gegenwärtig durch Steuern vom Volke erhoben werden. Diese Maßregel konnte durchgeführt Werden in Folge der güuftÉgen Lage
sem Lande |aktgefunden bat, im Laufe dieser Session zu einem Resultate gediehen.
dcs öffcntlichcn Kredits und des im Lande herrschenden Vertrauens. s isi der gerechte Lohn, den wir fiir die Ehrlichkeit des Staats empsan en (hört, hört !), es is die chrenhafteOekonomie, tvclche rin ehrliches Land beso gt. Wenn wir die Ansprüche der Staathläubiger zurückgewiesen hätten, so würden wir viel- leicht in unehrenhafter Weise 300 bis 400,000 Pfd. erspart haben; doch da wir den Grundsatz einmal annehmen, - der aus Staaten wie auf In- dividuen dieselbe Antvendung findet, - daß nämlich Ehrlichkeit die befke Politik ist (lauter Ruf: hört, hört!), - so können wir uns zu unserer jetzigen ehrlichen und doch auch beträchtlicher! Ersparniß Glück wünschen. Möchten doch andere Nationen fich an uns rinBeispicl nehmen. (Beifall.) Ferner ist in Hinßcht des Geld-Umlaufs cine Vill durch cgangcn, welche, wie wir hoffen, den Geldverkebr dieses Landes an;; eine gesunde Bafis stellen wird - die Bankbill. Sie hat die Billigung des Hauses und bereits Gcscizeskmst erhalten. Doch beansprnche ich nicht das ausschließliche Vcrdienst dicser Maßrcgcl fiir die Regierung, Einige ehrenwerthe Mitglie- der, welche sie anfangs untcrstiiytrn, waren geneigt, aus Partci-Riickfichten und um die Gunst mächtigcr Parteien im Lande zu gewinnen, sie in ihrem Fortgangczn hindern, und so ist es gekommen, daß diese Bill zur Sicherung dcs_Umsat_ch dcs Papiergrldes in Geld durch die eifrige Unterstützung eines großen Theils unserer politischen Gegner zum Gesche ward. (Hört, hört !) Ju genauer Verbindung mit dicser Maßregcl sicht auch die Bill zur künf- tigen Ncgnlirurrg dez Privat-Actien-Bankwcscrrs. Unter den anderen Maßregeln, wclche in dieser Session durchgegangen sind, erwähne ich haupt- sächlich die Vill iibcr insolvcntc Schuldncr, wclche dcn Sebuld-Arrcsi fiir alle Summen untcr *.)(deimd nbsibafft, die Bill iiber die Disscntcr-Kapellen, wclche dic kirchlichcn Vcrrnögens-Jicchte dcr Tiffcntcr-Gemcindcn ffchert, iind d:!1“ch welche wir den Grnndsah, gegen alle Unterthanen ohne Aus- rmhmc gerecht zu sein, troiz alles Widerstandes geltcnd gemacht haben, ferner dic Bill Wegen Legalifirung dcr gemischten Presbyteriancr-Ehen in Irland, endlich die Vill iibcr dic Vcrtvaltnrig dcr milden Stiftungcn in Irland, Wclrbc din bislrrigcn pariciischrn Grundsaß, die Katholiken von dem Vcrrr*alt11m]ö-Nathc arwzrrschlicsrrn, artsgicbt und Protesmnien und Katholiken in glcirhcr Anzahl zrrläßt,“
Nachdem drr Minister also die parlamentarische Thätigkeit der Ncgicrung geschildert, erklärte er, das; keine Session seit den leisten jiiJahrt'n sich mit der gegenwärtigrn Vergleichen könne, und daß das Ministerium kcinc Kritik zu scheuen habe. Lord Russell habe deshalb auch Wohlwciölich seinen Tadel gkgcn das Ministerium nicht darauf begriindct, sondern durch Umstände zu motiviren gesucht, Welche nicht auf diese Thätigkcit sich brziehen, nämlich durch das Verfahren der Regierung im O'Cormrllschcn Proxessc; rr habe es geiadelt, daß die Regierung pliihlich die bis dahin nicht gcriigtcn Repral-Versammlun- gen rnnchgenstande eines Staats-Prozrssrs gemacht, besonders aber, daß die Anklage auf das Verbrecher: der (:c)|1»[1i1'3(:_y begriindet wvrden sei. Dicsrn [kisten Vorwurf sah der Minister dadurch zur Genüge widerlegt, daß dsr Gerichtshof drr Querns-Bencl) mit Stimmcmnehrhcit das schuldge- _qcbene Vcrbrcchcn unter dem Begriffder (:exxnxpimcz- subsumirt habe, und auf den ersten konnte er seiner Ansicht nach keine Antwort crtheilen, da die Personen, O'Connell und seine Freunde, deren Verfahrm er als den Grund zu dem Einschreiten der “Regierung erörtern müsse, nicht gegenwärtig, also nicht in der Verfassung wären, sich zu ver- antworten. Aber das Versichcre er, daß die Regierung dabei nicht die Absicht gehabt habe", der Repcal-Partci eine Falle zu sieUen, ebenso wie er die Jnsinuaiion mitUnwiUen zuriickwies, als könne per- sönliche Rachsucht das Motiv der gerichtiichen Verfoigung gewcsen sein. Ueber die Andeutungen, weiche sich auf die gehoffre Ausübung des Königl. Brgimdigungsrechics beziehen, glaubte Sir R.Pre1, wie er sagte, und was vom Hanse mit Beifall arrfgrrrommen Wurde, das cuisihicdensie Siillskhrviiqcn beobachten zu miiffrn. Nur so viel könne er crkliircn, das; der Proxes; in allen seinen Theilen auf eine durch- aus unparteiisckxe nnd gkrcihic Weise gefiihrt worden sei, und daß
dahe'r „die Ausübung drs Br*gnadigungsrrchirs rm'nigsie'nö nicht als ein? .Zikothwrndigkr'ii crschcinrn kiitirrk, um brgangenks Unrrchi Wird?!“ gut zu machen. Hie'ran kniipftc drr Mini-
sti'r die Erklärung, weshalb das Parlammrt in so ungewöhnlicher Form nack) Brrndigmrg scinc'r Geschäfte: vertagt rvr'rdt',*we'iche Er- klärnng als das Hauptrrsultat drr “Debatte bstrachtct wrrdrrr kann, insofern dcr gcstelltc Antrag, bis zum .“). Srptember die Sitzungen allölesi'Ykn, dadrrrch motivirt wird.“ Hkrr She'il hatte den Zusiänd Irlands in Folge der Gefangenhaltung L*Coime'll's als sshr bedroh- lich England gegeniiber geschildert und aus dissem Zustande dcn Schiris; gezogen, das: die chicrrmg in Besorgnis; iibcr die möglichen Folgen der dortigen Crbikfksllng des Volkes, und zuriickschrcckexid vor der Verantwortlirhkeit der im arrdcrenFalic iibcr ein Jahr fich ausdehnenden (Zkefarigrnschaft O'Comrcll's, drr am Ende dennoch frcigc'sprochkn werden könnte, sich ZU!" Entscheidung scincr Sarhe muh in dicser Session cut- schlossen, also giriiiisam gkzrvrrrigeti dnrch den Zustand Irlands die vierwörhcntlirbc Vertagung ch Parlaments beantragt hab?. Einen solchen Grund stclitr' “Sir R. Peel entschieden inAbredc, zeigte, daß allerdings dchrorrs: I'Connrll'ö die Vrrtagrmg vi'ranlaßt, daß dies aber mis schr natiirlichcn Ursachcn zu erklären sei. Die Worte des Ministers vrrdicncn hervorgehoben 311 Wi'kdi'ki, da die' Vertagung des Parlaments bci den gegenwärtigen Vcrihäitriissrn leicht aus falschen Griinden erklärt werdcn diirfte:
„'Der schr rhrcntvcrthe Herr (Zlicii) [mt brimrrvict, das: dir Regierung xine Vcrmgimg chParlamknts anstatt der iiblichcn Prowgation brschlossen habe in ,Folgc dcr gcgcnwärtigcn Lage “Irlands. 'Das ist nicht ganz der Fall. Ter schr clircnwche Herr Weiß, das; Umstände obtvalteu, auf die ich wohl writer nicht niiher rinzrigcbcn [*ranthc, welche die Vcriagrmg einer Plorogation vorziehen larscn. Tie Richter iönncn "irrt cher ihr Uribeil chr das KK'rii „i' i'!*|'4-!* abgeben, als bis 311 Ende “.'lrigrist, in Folge ihrer riotliwciidigeri “.'ldivcssnlrrit wiihrend der Rundreisen. Da es möglich wäre", das; die Entschcirierrg des höchsten Tribrrrrals, ch ?irpcllaiionshofes, zu (Kinnstcn dcr prriörilich dri “ricicm Urthcilc [*cthciiigterr Paricicrr ausfallen könnte, so war c-I Nccbt, das: dir chicrnng diesen Punkt bei Enticheidung dcr Veitagungs- odcr ProrogationI-Fragc in Betracht „rirln'n m:rßtr, Zch wiirde cs schr beklagin, Wenn die Nt'gicriing irgend einen Weg eingeschla- gen hätts, tvclckirr den Parteien dcn (Henni; der wollen Wohlthat jener Er- örterung, wie sic cinch arrssallrn niocbte', entzogen haben wiirde. Obgleich kcrmmch dic“ Regierung sich fiir die Vcriaqnng nicht in Folge des gegen- wärtigen Zustandcs Irlands cirtrchicdcn hat, so War immer jener Umstand, ren ich angefiihrt, hmrcichcnd, dcn Weg 311 rechtfertigen, Welchen fie ein- geschlagen hat.““
Zum Schluß srrckiic der Minister de'" Vorwurf zu widerlegen, als Wende das “.Ninisicrium einer Verbesserung der Zustände in Jr. land kcinr Aufmerksamkeit zu. Er erwähnt? zu dcm Vchufe insbe- sondere der Einsetzung der Kommission zur Untersuchung der Ver- hiiltnisse zwischen denGrundherrcn nnd Pächtern, versprach unter An- derem fiir die nächste Session ein Gesetz, welches bestimmt ist, den akademischen Unrerricht in Irland denLaicn allgt'meiner zugänglich zu machen und erklärte im Allgemeinen, daß die Regierung das Prinzip zum Grunde lege, Irland in Betreff seiner bürgerlichen und politischen Rechte so viel als möglich Großbrikanien gleichrustellen. Sir Robert Peel wies sodann noch kurz darauf hin, wie sehr sich die Lage des Landes während seiner jest dreijährigen Amtsführung im Allgemeinen und besonders in finanzieller Hinsicht gebessert habe. Dem siimmte, nachdem Herr Bellew wenige Worte zu Gunsten der Jreilassun O'Connell's gesprochen hakte, Herr Hume bei, äußetfe sich an günstig über den neuerdin s in der irländischen Politik des Miniße- riums vorherrschenden v'erßöhniicheren Geist, erklärte aber auf "as