1844 / 238 p. 2 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

" 'es un 11 nicht blos den Fortfahriitxu KYMZFNY, 7111.13!“an der W tSslicb emoittmden Zudujnt,

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fichii *aus da in „„,-„m jndnßneUmZeitm abriken und Eisenbahgen ohne- ,“, seine,ungckelkk Menge Holz verbrauzhm und es daher sehr wunscheus- Werth erscheint, mhk vici Surrogate „fur den Bedarf zur Fegerung aufzu- finden. Zeder nene Fundort von Stnn- oder_Vra_(_mk„ohlezi tft daher nur freudig zu begrüßen, weil, wenn tinma_l nuz dic Nuvlichknt und Verwend- barkeit derselben allgemein anerkannt sezn wird, es an bedeutendem Absaße durchaus nicht fehlen kann und jede dieser Brennmatenglien bei ihrer qua- litativen Verschiedenheit einen bestnxtmtcn Werth für gewisse technische Zwecke erhalten wird. In Schlesien schemtjman aber an vielen Orten noch nicht zu dieser Ucberzeugung gelangt zu sem. So kenne ich Gegenden, wo man Ueberfiuß an trefflichcn Steinkohlen befist, die dennoch ?"" Brennbedarf nicht von diesen, sondern von dem nur spärlich zuwach enden Hol e ent- nehmen, was man fich doch ganz passend für andere Zwecke au1sparen könnte. Eine ganz besondere Ungunß hat aber in dieser Be iehung die Braunkohle erfahren. An allen Orten, wo man fie aufsand, wo te man sich nur schwer zum Gebrauch derselben entschließen, bis man fich endlich überzeugte, daß fie hinsichtlich ihres Werthxs als Brennmaterial dem Holze gleich - auch wohl besser _als dasselbe _ jedenfalls aber immer viel mehr werth ist als der Torf, mti wxlchem man sie gar zu gern zusammenwerfen wollte. Am Rhein, im prxußischen Sachsen, insbesondere im Regierungs-Brzirk Merse- burg, wird eme sehr bedeutende Menge Braunkohle gefördert, laut amtli- cher Berechnung im Jahre 1837: 2,612,630 Tonnen, im Jahre 1839 aus 217 Gruben bereits 3,217,062 Tonnen, an Werth 353,200 Rthlr., gegen- wärtig gewiß noch viel mehr, und neuerlichst find auch im Posenschen, der Maik und in Schlefien ausgedehnte Lager aufgefunden worden, von denen bis jetzt die bei Grünberg von dem Kaufmann Pohlenz entdeckten als die umfangreichsten und bedeutendsten zu betrachten find. Dcssenungeachtct find dort bis jetzt iros der unberechenbaren Wichtigkeit dicses andcs vcr- kältnißmäßig nur wenig Gruben eröffnet, weil es noch an hinreichendem Ab- as fehlt, und wenn derselbe auch in der nettesten Zeit etwas zugenommen haben sollte, so steht er immer noch nicht im Verhältniß u der großen Aus- dehnung der dortigen Lager. Ueberall find es namentlicb die roßen Fluß- 1bäler, wie die der Oder, der Reise und des Bobcrs, oder a))?gesohwemmte Hügel und keffclartige, von leßteren eingeschlossene Vertiefungen, wo diese Ablagerungen urwcltlichcr Wälder in größerer oder geringerer Mächtigkeit sich vorfinden und gewiß bei forigcsehter Aufmerksamkeit in noch bedeuten- derem Umfange angetroffen werden dürften. Alle diese Orte lic en aber zu entfernt von der Hauptstadt des Landes, als daß fie davon für ißren großen Bedarf an Brennmaterial Nuyen zu ziehen vermöchte. Nachdem fich eine Gesell- schaft, ungeachtet mehrfacher günsti er Anzeichen, vergebens bemüht hatte, in der Nähe von Breslau derglcichen au zufindcn, gelang es einem Mitgliede dersel- ben, Herrn WYbaumeisier Borchard in Charlottcnbrunn, in dem Flußthale des siriegauer assets uner der Breslau-Jreiburgcr Eisenbahn ein Lager von sehr bedeutendem Umfange zu entdecken. Es erßreckt ficb, insoweit es gegenwärtig nachgewiesen ift, auf den Raum einer halben Quadratmeile, zu beiden Ufern des striegauerWaffei-s zwischen den Dörfern Laasan, Saara und Puschkau, unter einer Decke von Kicssand und dem fiir die Anwesen- bcit von Braunkohle so charakteristischcn blauen Letten, von 12-20 Fuß

682] Bekanntmachungen. 1 [

[930] l) k 0 (: 1 :) n) .).

Ueber das Vermögen des Kaufmanns F. A. Hoff- mann hierselbft ist von dem hiesigen Land- undStadi- gericht von Amts wegen am 28. Mai 61"- der Konkurs eröffnet und dies von uns bcßätigt worden.

Der Termin zur AnmtIdm-g aller Ansprüche an die Konkurs-nnsse 11th am 31. Oktober ('r-, Vormit- mgs 10 Uhr, vor dem Deputirten, He'll" Obcr-Lan-

drogeriehis-Rrsemrbnr Rosenbach, in unserem Zn- Nknckionszi-nmkr an. 2er sich in dirsem Trmiiue nieht mcidei, wird mit seinen Ansprüchen an dickl'kassc aiiogcscbiojscn und ihm deshalb gegen die iibrigen (Hiänbigcr (*in ewiges Still- schweigen auferlegt werdcn. Bromberg, den 19. Juni 1814. König!. Ober-Landeögcricht. !. Abthcilnng.

[7.7.1] A v kkti ssc111k111. [81'1]

Von Sciicn des 1. Senats des unterzeichneten .il'ö- ' ))igi. Ober-Lanchgcrichts werden aus den Antrag der Schlesischen (:i)cncral-Landschasts-Dircciion zn Breslau alle diejenigen Prätendenim, niclchc au uachbcnanutc Pfandbriefe :

1) *.Niticl-Hirscbfeldau, ('.. 5". Nr. 4. über 200 Thlr., 3110111 im Zins-Tcnnine Weihnachten 1807. (Hicrsdorf, |.. W. Nr. ()7. iiber 1(.0Thlr., zucht im „;;inö-Tcnnine Johannis 1808. [075] Nildcr-Mittlmt, d'. .|. Nr. 15. über 500 Thlr. („i)mbeu, (;. 8. Nr. ()1. fiber 50 Thlr.

Piinig, (,'-. x., Nr. ,'10. über 500 Thlr.

Sandor, (Z. Z., Nr. 152, über 100 T lr. Kandcwiy, ].. W. Nr. 15. über 200 * ylr. Ober-Nicder-Kummcrnick, |.. Mi. Nr. 25. iiber 100 Thlr.

9) Petschkendors, l.. M*. Nr. 26. über 200 Thlr., zuletzt 1111 Zino-Trrinine Weihnachten 1812,

10) Biegnio, (;. 8. Nr. 78. über 50 Thlr.

11) Lneögcn, Grünberg„ (1,8. Nr.19. iiber 100Thlr.

12) Letteniy, (Z. 8. Nr. 112. über 100 Thlr.

13) Liebenzig, (;. 8. Nr. 21. über 500 Thlr.

14) Tschepplau, (Z. 8. Nr. (18. über 20 Thlr. [0748]

15) Mittel-Zrcklau, (3. 8. Nr. 5. über 320 Thlr.

dem aber nicht wieder ziir Iins-Erbcbung präsent“!-

den nd, nls Eigent iimer, Ct onarien Psand- odcr . svnßkge Vriesö-Inbakcr Anspm zu haben vernicincn, 3" hierdurch aufgefordert, diese ihre An ptü e in dem zu :mn Au aben anYscvten percmto:is en crminc dcn . Okto er e., otmittags um 11 Uhr, vor dem er- niannten Kommissarin» Obet-Landcs erichis-Nescrenda- : "1. ». Vrandenßein, auf hiesigem Zber-Landwgericht "1:13?" in Person oder durch genugsam insormirtc d ue itimirte Mandatarien, wozu ihnen, auf deuFall 121 n (!(mnctscha'ft unter den hiesigen Justiz-Kommis- TUB:“ der )( zrath Neumann, det Ober-Laudcs- L Zaiß 1 ((MC, der Justi eKommissan'uo Graf 51in 111 dvi, Zu tätda Noseno, reutler, Werner und Ww " dokßk1ch (1an werden, «(1 [)(-()Uwollnm anzu- () bes einigen, sodann aber das Weitere

JU LIF“ !:)u d" jena) in dem an esesten Termine kin Junteßmkxn den, dann werden' de):

. me WünnakiundanSMd . '“- 1“ ÄMbümliÖm Jorkd: d:: . - * * - KlW'snügk werden. | . „.. .Mkß js Stunk. ,

("(Und-ck.

[849 l)]

. Nothwendiger Verkauf. Königl. Land- und Stadtgericht Grandenz.

Das zu Dorf Schumi) 301) M). 14 belcgcne, dcn Julius Griindlerschen Eheleuten gehörige Lehmanns- Grnndstiick, welches auf 6'122 Thlr. 7 Sgr. 6Pf., und dessen Juventarinm auf 505 Thlr. 20 Sgr. gerichtlich taxirt ist, zufolge der nebst Hypothekenschcin in unserer Regisimiur einziischcitdcn Taxe, soll im Termine

den 14. Dezember, Vorm. 1111hr, subbasiirt werden.

Zu diesem Termine ivci'dru die drm ?iufknihaktc nach (()-bcknimtcn .“)1mig1äubigcr:

1) Carlchob Rosenow tvrgcn der fiir 1111111010". [1]. ..)-|- 01-„1 eingetragenen 210Th1r. 14 Sgr.-1Pf. und 2) dessen Sohn Carl Adalbert Herrmann Rosenow Wegen der fiir ihn „;;-1, [!:-1". 111. 110.3 cingc- xragrnen 280 Thlr. 1-1 Sgr. 8 Pf., so wie deren ctwanigc Erben oder sonstige Nachfolger, zur Wahrnehmung ihrer Rechte mit vorgeladen.

Nothwcndigcr Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 6. Juni 1811.

Das in dcr verlängerten Kommandnntcn-Straßc bc- legcnc Schwarzschc (Mundstück, gerichtlich abgeschäixt zu 0228 Thlr. 15 Sgr., soll am 21. Januar 1845, Vormittags 111112r, an der Gerichtsstcllc subhastirt ivcrdctt. poihcicnsihcin sind in dcr chisiminr einzusehen.

Nvihlvcndigcr Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 7. Mai 1811.

Das in der Langen (Hase Nr. 18 und 19 bclcacnc Grimdsiiick dcs Manrcrmcistcrs Wolff, crichtlich ach- schäst zu 11,550 Thlr. 9 Sgr. () Pf., ? *

am 20. szcmbrri8-14, Vormiti.1111hr, an der (1111119161100, [nbhasiirt wcrden. Taro und vabthc-kcmiixcin find m der Registratur einzusehen.

:Die-11211211 Aufenthalte nach unbrkatmicn Gläubiger, die Wittkvc dcs (Fiutöbcfißcrs Fuhrmann, Maric gc- bokcne Lee)), und die Wolff, Marie Wilhelmine geborene Fuhrmann, wcrden hlkkdltkih öffentlich vorgeladen.

Bekanntmachung. chtxn chicrungö-Sccrctair Schmidt, 31111), gehörige, in dcr Berlinchor-

)(.) Nitder-Parperodorf, |.. W. Nr.12. iibcr (;()Thlr. «Z'ZJZUZJFYY

welchc 311531 im Zins-Termine Johannis 181.1, scit- stadt, („„, Königs Hypotbckcubuche von “('ner Vor adi so!. 111. 1510. 117 ""V an welche scttdrm kem- i)! nicht angemeldet wor- vcrßeicbncte, ans5137'Ty1r. abgFchäßteGrundsiiick,ncbst ' chör, soll im Wege der not verkauft Werden, und ist hierzu emBietungs-Tcrminauf den 0. Februar 1845, Vormitta ö 1011hr, vor dem Stadt crich16rath Herrn Steinhart? gericht, Linden raßc Nr. 54, anberaumt. Dcr Hypothekenschein, die Taxe und die besonders:) Kaufbcdingungen find in unserer Registratur cinzuschen. PotSdmn, den 18. Juli 1844. König!. Stadtgericht bicfiger Residenz.

Krakauer - Ober - Schlesscbc Eisknbahn.

1298

Dicke, (n einer Mächngeit von 40-56 Fuß, und liegt vielleicht in glei- che; Stärke noch bis niegau, so daß, weun„fich_ anz!) der Absatz jährlich auf Millionen Tonnen |eigern sollte, das Bedurfmß fur Jahrhunderte mehr als hinreichend gtdeät erscheint. ,

Die Kohle selbs iii von verschiedener Beschaffenheit: fie besteht bald aus gänzlich zerseßten holzreichen chetabiiien, die zum Gebrauch ohne allen weiteren Zusatz eines bindenden Materials (dessen man an anderen Orten, wie z. B. in der Provinz Sachsen, fast immer bedarf) unmittelbar “Js der Grube gepreßt und in Zie eln geformt “werden, bald ,“?!“ Holz- ßammen (sogenanntem bituminösen Zolze), die wie die beße rhemuche und hcsssche Kohle theilweise oft noch so fest find, daß fie nicht eiwa ßcb blos poliken, sondern sogar zuFournieren schneiden lassen, und endlich aiis festefr Stückkohle, die in den tieferen La ern vorkommt und fich_durch Dichtigkeit vorzüglich auSzeichne1. Aus der * tube Anna Auguste be) Laasan Zverdcn ge enwärtig schon sehr bedeutende Quantitäten gefördert, und es wird ge- wi? keinen Freund der Natur tenen, sich selbst einmal durch eigeyen Augen- schein von dieser merkwürdigen Ablagerung iiberzeugt_zu haben, mdem man ohne Schwierigkeit in die nicht tief unter der Oberfläche „elegentn Grube'n binabfiei en und die schon viele hundert Fuß in allen ichtungen m die Braunko le selbst hineingetricbcncn Strecken befahren kcznn. qu ficht hier zahlreiche Baumstämme, nicht selten von zehn bis zwölf Fuß nn Umfang, fich kreuzend in allen Richtungen, wie die Stämme, welche" heut zu TaZe in den Diluvial-Ebenen und an den Mündungen großer Flusse„1vte z. . in dem Delta des Misstsfippi, ausgrhäuft wcrden. thrschemlich wurden fie in der [(Hier-n großen Ueberschwemmimg, die der Bildung unserer heu- tigen Oberfläche voranging oder fie vielmehr bewirkxe, von ihrer): Stand- orte durch Strömungen von siißem Wasser weggerissen und schichtenweise usammengeschwemmt, und zwar so, daß sie mit anderen Sand- und Thou- 1chichtcn auf dem Boden der damaligen Seen und Flußmnndungen wechici- lagerten und unter Einwirkung von Feuchtigkeit eincm lgngsamcn allmaii- gen Verwesungs-Prozesse unterlagen. Da aber die Walder dcr Vorwelt, durch welche die Braunkohle gebildet wurde, nicht blos aus Baumer), son- dern auch aus einer großen Menge Zlntergehölz und krantariigcr Pflanzen bestanden, so muß natürlich auch die Brgunkbhle (in verschiedenen Orten eine verschiedene Beschaffenheit besitzen. Ste_wn'd eiiien geringeren Werth als Brennmaterial brsißen, wcnn rie krautariigcn Theile, an) wescnthcbsten zu ihrer Bildung beitrugen, und fich „dann vom Torf an dieser Bcznhun nicbt auffallend unterscheiden; eincn hbbcrcn, wcnn ste vorherrschend dur. Hol gebildet wurde. Wesentliche Vemiiderungen oder Verbrsseryngen, ch . LZ. größere Menge an Bitumen, wird fie, wenn fie eben nicht qn uyd ?iir fich harzsiihrcnrc Baumrcste enthä1i,„von Welchen vorzugsweise die Bil- dung des Bitumens auSging, auch bei laygcrcm Liegeii, picht mchxerlangct). Hierin finden auch die Begriffe von ms und “unreif ihre Erklarung, dic übri ens der Wissenschaft jcxzt nicht mch)“ angchor'xn. leider abcr, wie niir woh1znichi nnbckmmt isi, oft selbst von Sachberstandigcn„_uni-vurdiger chc gebraucht werden, um den Werth dicses Foxstics zu verdachtégen.' ,

Die von mir bis jetzt untersuchten Bmugkohlenl-agcr «cl)lestenb, die von Grünberg, Laasan, Paischkau, Kamenz, imd meistens von Stamnicn gebildet, und zwar so weit ich es bis chi eiken'nen konnte - di'11n,d1(',sc Uiiicismhungen find bis jest noch nicht bccndrgt'“) -- herrschen darm cm

*) Da ich mich mit einer Monographie, der schlcsischcn Braunkohxle bc- scbäfiige, ist mir jeder dahin gehörende Beitrag schr Willkbmmen. „Indem ich bitte, mich mit dergleichen erfreuen zn wollc-n, danxe ich zugleich allcn denen, wclche mich bisher schon mit eben so viel Bereitwilligkeit als Auf-

opferung unterstiihten.

paar äußerst dichte Holzarten, verwandt unserem Taras und Lerchen-

b , . aum21ne'1111nntermaßen und über allen Zweifel erhaben, 111 der Werth der

Vraunko im als Brennmaterial sehr bedeutend. Six liefern eme bxllete Flamme hals die Steinkohlen und reduzimx sich. wie Henoch in emem neuerdings erschienenen interessanten Aufsaße uber die Braanohle und dere_n Anwendung (Ding!. Polyt. 3. Bd. 92, Lief. 5, 1.844) mitRecht sagt, wie HOLZ zu Kohle, die, wenn Flamme u„nd Jauch mcht mebr vorhanden sitzd, langsam )( brennen fortsährt und eme uberaus !eichmaßige, tt_achhaltkge Wärme lesert; Vorzüge, die das Königl. Hos-Po -Amt zu Berlin (A! g. Preuß. Zt . vom 1. August und hieraus Bfresl, Ztg. vom 8. Aygufk 1844) veranßaßte, fie statt des Holzes allgemein als Brennmaterial xmzuz fiihren. Sie geben keinen so dicken Rauch und seinen Staub wle die Stcinkohlen, welches für gewisse technische Zwecke sehr bxachtungswerth ,rr- scheint, da selbst dicht verschlossene Gegenstände vor Steinkoblcnstaub nicht efichert Werden können. Der Kohlenstoff-Gebalt (a. a. O. S 357) wech- feli zwischen 40-75 pCt., während bei den Sicinkohlen fich em solchex von 74-94 pCt. vorfindet. Die beste Braunkohle c))twickelt nach der Gewichts,- Menge eben so viel Hiße als eine geringere Ste1nkohle,„deren beste Quali- tät gegen 21-22 pCt. höheren Werth als Breimm-atertal bestst. Es un- terliegt also keinem Zweifel, das; sie auch zu alern (ihnlichen tcchxus en Zwecken benuyt werden kann. Bei der trockenen Destillation geben die raunkohlcn dieselben Produkte wie das Holz, daher fix zu Ruß-Theer und Leuchtgas- Fabrication bereiis an mehreren Orten mit dem bcsiey Erfolge Joc-rwendxt worden. Die Braunkohlen-Asche liefert, da fie sehr „reich an Kali (si, „em vortrefflichcs Diingungömaicrial, und ich darf m1ch hieriibex um so wekmger näher aussprechen, da unsere durch Intelligenz so aitsgczeichneten „Oc ono- men aus eigener Erfahrung, so wie durch das Studium der Schiiftxii von Dnfios, Liebi u. A., wissen, von welcher Bedciitung das Kalt-sur das Gedcihcn der Zkegctation ist und zu den unentbehrltchsten Erfordernissen der- selbangcTZMie hier nur angedeuteten, in der Jbat aber viel aiisgedehnicrcn Benusungsarten dcr Braunkohlen dnxch vielfaltigc „Erfahrungen b„eretts gls fest begründet zu betrachten find, wofur das_gewaltige oben («_ngesuhrte For- dcrungsquantum hiurcichcnd spricht, und unicre Braunkohle sich den besten Sorten unzweifelhaft gleich|eilen darf, so stxlyt wohl zu erwarten, daß man bald, namentlich in Breslau, wo überdies die Herren Besser des oben ge- nannten Werkes eine Niederlage errichten Werden, recht viel Gcbrauchjma- chen diirfte, wie dcnn in der That mchrergunscrer Hcrrcn Getyerbtrciben- den, 113 wie Herr ])r. Duflos, bereits vergleichendx Versuche ux (hrem Per- hältniffe zur Steinkohle ansicllcn, wovon zu seiner Zeit naher berichtet werden soll. , . ,

Möchten recht bald alle Vorurtheile schwinden„die dcr Vcnu'tzung die- ses vaterländischcn Produkts entgegenstehen, und wir dann von ihn) sagen ldnnen, wie ein von dem ungeheuren Einflusse der brennbarenJosfil-rn auf das Schicksal und die Wohlfahrt dcs Mensche11geschlechtS begeisterter Etzg- länder Webster ansrnft: „Sie (die Kraft dchoh1e) zeigt sich aufden Flus- scn, und der Schiffer ruht an seinem Ruder; fie (| auf der Landsirasie und seßi die Fithrwcrke in Bewegung; sie ist in dcn Bergwerken, „fie (| m dir Mühle und in dcr Werkstätte dcs Handwgrkers, src ,rudc-xt, ste p((mpt, sic höbli aus, sie zieht, sie trägt, sie schöpft, sic erhebt, ste hammcrt, sic spinnt, fidwrbi, fie druckt!“

„+

. . Allgemeiner Anzetger. vom 20. bis 30. September d.,Z., von 811hr Morgens bis 1 Uhr Mittags, enthder in Breslau an den Hanpi-RendantcndcrOber- Schlefischen Eisenbahn, Herrn Simon, auf dem Ober-

Schlefischcn Vahnhofe, oder in Krakau an unseren Bij- reau-Vorstcher, Herrn Simson, auf demKrakaiter Ober-

Schlcfischcn Bahnhofc, 311 lcistcn.

wonach auf jeden Quitiungsbogcn

cinxttzahlcn find.

Taxe nnd Hy-

zweimalige Insertion in die §. 2 tungcn öffentlich bekannt gemacht

*Iittwc drs Maitr'crincistcrs

sodann cin ncncr untcr derselben

lauer Börse verkauft.“

rasse Nr. 9.1 bclcgcnc, in unserem Gesellschaft.

Diksc Einzahlung von 10 pCt. wird auf den Onit- mngsbogen in Breslau durch den Haupt-chdantcn Herrn Simon, in Krakau dnrch den Biirlau-«Vorsicher Herrn Simson bescheinigt, ivrshalb die Herren Actio- )mirc die nach den Nitmmcrn gcordncicn Quittitngsbo- [*!*-.:. cht) und “ein beizulegendes Verzcichniß dcr- clbenomit der Zahlung cinzurcicbcn haben.

Auf [rden Quittnngsbogcn werdcn an Zinsen vom 1, April bis 30. September 6 Monat zu vier pCt.,

sechs Silbergroschen,

den Herren Actionaircn durcb Anrechnung vergiitigt,

nennThaler vicritiidzwaniigSilbergroschen in preußischem Courant

Wir verweisen iibrigens dic Herren Aciionairc rück- sichtlick) der Folgen der Nichteinzahlnng auf den §. 1.7, des Gcscllschaftö Statuts, wi'ichcr bestimmt:

„Zahlt cin Aciiouair den geforderten Betrag bis spätestens am lclztcn Zahlungsmgc ('§. 13.) nicht ein, so verfällt derselbe fiir jeden ?kcticnbctmg ;).-r 100 Thlr., bci ivclchcm dcr Verzug cintiiii, in eine Conventionalstrafc von 31vc1 Thalcrn.

Erfolgt nnch sodann binncn 4 Wochen nicht die Einzahlung des a11§gcschricbcnen Actienbetmgcs und der vcrhängicn Conventionnlsimfc, so wird die Rum-

011 mer des bctrcffcndrn Onittungsbogcns durch eine 2. bestimmten Zci- und eine neue „11- tägige Frist zur Zahlung des Acticnbcirngcs und der Coiwcntionalßmfc scsigcscizt, nach deren skUch11VsklU Ablausc wird der Inhaber dcs Quitiungsbogcns aller Rechte als Theilnchmer der Gesellich

. - aft Vk1'111s11g und an die Stelle des amoritiirtcn Qiiitt

imgsbogcus wird _ _Nitmnicr (mchscr- tigt und zum Besten der Gcstlljchaft an der bies-

Vrcslau und Krakau, den 13. August 1811. Direction dcr Krakaucr-Ober-Schlcfischcn Eisenbahn,.

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W7111mem, [111(1., ],.) 1'()|)1[).1 (11 10513, €(1116Lkl* 1311010 1". 1'1'10. ()l). 28. R0. [. 222,“ ZZ"-

- _, [..“) ]).1))7..“i (10110 8.100.100, 8011C61'1-17-[UL18 1. 9110. 01). 28. X(). ]1. 22'; ZJr.

(“z'"- 1.

8501) '“ T [ ] Muhlen-Bcrkam.

Das mir hier gehörende Miihicn-Etablisscntent, an dem schiffbaren Fluß Paffargc gelegen, von Welchem die Mühle getrieben wird, vollstiindig eingerichtet mit vier Mahlgängen, cinem Graupcngang, eincr Ocl-, Schneide- und Lohmühle, ncbsk dcm abgesondert gele- genen neu erbauten Wohngebäude, Wirthschaft6gcbändc undsGaricn, beabsichtige ich aus freier Hand zu ver- kau en.

)wrndigm Subhasiation

cn im Stadt-

[ 1025]

[). l'stc. “.'-0 Zxr.

21: Einzahlung von 10 pCt. Die Herren Aciionaire d. Krakauer-Ober-Schlc- ßichen Eisenbabn werden ierdurch au gefordert, , , Betrag ihrer _ ' Omitungsbogm die ztvcite Einzah- lung mit zehn pCt.

71,- 8141".

01). 7. 1.0 531“.

1,110. 01" “28. 10 531".

1 ']*1)1r.

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Fitcrarischc Zlnzcigcn. 111U811€€l11811* 1100131101) 111) scrlnkzu *"071]€(]- 8()[(? (T (; . ];UCk,

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Wassermangel tritt nie ('in, und e? ist die W((sser- kraft groß genug, mindcßcns noch 8 bts10Mah1gange

an ulc en. . ., Zlußßr 9 Thlr. Kanon nnd Wasscrzms find far die

Mühje und sonstigen Gebäude keine Abgaben zu [ULTIMA e ersuche ich, fich bis zum 1. Oktober „., bei mir die?:rhalb zu meiden.

Braunsberg, den 15. Angus 1844,

14, Zc1iau1nz1nnc1, WMW?-

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])10 (')) (101' 51.1(11 1.000.111 in (im" “60131. 556115. 0b6k1-"11151l7. „11161011,- bi:1*1m11|'(:1)0[)riyilcxirlo Kyotbcku 11111 91110") jii1ir1ic1icn Umzntw ('on ']“1-1): 510111 nm (1a!) ['m-!*.; ron 40,000 '1*|)1r. mit 15,000 7111|". 1171201111105, j0(1()c1) 011111: Unterbämnek, yon 111161140- 115 (1. .]. zu verkaufen. ])as Ubbo": 131 7.)- ersabren 0211110051120)" €. 1". 5.112mann.

scrkanl' cincr 111101110110.

- -, (10. (31026111: ['01011. 7-7,“ 55)", 1'01kxi 5 5312,

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": clken Theilnz der_éilonarchie ohne preiserhdhung. In-sertions-beühr fiir den Raum einer Zeile des Allg. Anzeigers 2 Sgr.

Allgemeine

Preußische Zeitung.

Ille pofl-Anssalten des In- und Auslandes nehmen Btslellnzg auf dieses Blatt an fiir Berlin die Expedition der Ällg. preuß. Zeitung: Friedrichsstrasse M'. 72.

.I./„y' 238.

Inhalt.

NMUN)“ T eil.

Inland. Brilc'fe aus Sagan und CzerSk- (RSM Sk- Malis)" kes Königs.) _ Provinz Preußen. Aus Danzig und Elbing. -- Abermalige Wassernoth. - Provinz Schlesißn. Aus Cikmaims- doi's. * Pfieg entsprungen. - Rhein -Prov1nz. Rbcmfahrt des Königs und der Königin der Niederlande. _ Briefe aus Schweiz und Marienwerder. (Die UeberschWemnnmgen und ihre Folgen.)

Deutsche Bundesstaaten. Königreich Bayern. 91113 München. (Die Ludwigskirchc; die (HeseßgebungsKoinmisfion.) » Gruithuisen iiber die Witterung. - Feuersbrunst in Grafenau. - Großherzogthum Baden. Landeshcrrlichc Verordnung in Betreff der Prädikate des Erb- großherzogs nnd der Prinzen und Prinzesfitmcn dcs Hält]l§.„- Fest,") Scbwcsingen. -- Großherzogthum Mecklenburg-SchiJerin. Xublicatiou dcs Handelsvertrags mit Großbritanien. - Frctc Stadt

übeck. Die Leiche des Kindes der Großfürstin Alexandra. - Schm- ben aus Deßau. (Danksagung des Herzogs.)

Frankreich. P «) ri s. Mangel an offizicllcn Nachrichten aus Marokko. - Beruhigende Erklärungen der minißcriellcn Preffe. - Exnennung an dir polytechnische!) Schule. _ Die ägyptischen und tüikischen Angelegenhei- trn. - Badereise des Don Carlos. - Briefe aus Paris. (Dix ota- britischen Differenzen sollen nuSgeglichen skin. - Marokkanische Hände!.)

Großbritanien und Irland. London. Der Prinz von Preußen in Oxford. - Nachricht aus Tanger. ,

Spanien. Schreiben aus Paris. (Rückreise des Hosts; die General- Innta von Alava.) ,

Portugal. London. Rcaciionaire Maßregeln derRegierung. - Vcr- ichartrit der Beamten. - Protest Sa da Bandcira's dagegen. Aegypten. Alexandrien. Mehmed Ali behält die Zügel dcr Rc-

glcrung,

Tie l§51*tvcrbc-Ansstellung der deutsche)) Bundes: und Zollvereins-Staaien.

Handefs: und Börsen-Nacbrichten. Berlin. Börse,

Amtlicher Theil.

St“. Majksiät dcr König haben ?lliergnädigsi geruhi: , Tem Kammergerichis-Assrffor Veyssell bei dem Justiz-Amic zn Prenzlau den Charakter als Zusti3=Rath zu Verleihen,

Abgereisi: Der König!. französische bevvllinäckßigix„Minister bei den Großherzogl. mecklenbnrgschen und oldcnl*111"g_sch*'" OVP*" ""k" bei den frei?): Hansestädtkn, von Tallenay, umb .*)ambm'a-

Uickstamtlühcr Theil. I u l a n d.

I(- Sagan, 22.Ang. Gestern Nachmittag halb 5100 trafen Se. Majestät der König, auf dir Reise Von Erdmannsdorf nach Preußen begriffen, im erwünschten Wohlslin in unserer Stadt ein. Vor der in der Vorstadt errichteten und die Worte: [109,1 „(.-1110! Verkiindcnden erstcn Ehrcnpforie wnrden Allerhöchstdia'se'lb-“n Von den Behörden der Stadt mnpfangen und nahmen mit Huld und Freund lichkeit die Bezengungen vatsrlänkiscbkr (chsimnmgcn entgegen, worauf Sie durch die fesiiich geschmückte Stadt, 111111) die Reihen des bürgerlich?" Schijycn-Corps, so wie der sämthichi 11111 Fahnen und Musik Vcr- sammclicn Gcwcrkx, Sick) iibcr dcn 11111 Laubgcwindcn und Ehrin- pforten ausgeschmiicktc): Sckiloßplaß 111111) dcm Herzoglichen Sihlossc begaben. Zu der)) Augenblick, als Sc. Majestät Sich dcm Schlosse näherten, senkte: "ck kik auf dem Sckloffc flatforndc Fahne mit den Herzogl. saganichkn Farbcn nnd die preussisibc Fabnc stieg empor. Auf dkm Scblonc, von der Frau .)“)crxogin von Sagan und Tall)»- rand empfangen, nahmen Allcrhöcbstdirscibcn (*in “Hmm“ cin. Ein in 1111191“ St))" k11kch dog Kantor Feuerstein gcbildricr (.Ucsrllrn 1351“- sang-Vcrcm batte die Ehre, während dc)“ “Tafel (*inigc vaterläudischc Gksänge vortragen zu dürfen. Unicidcffcn, bci l):')*ci))b)*cchc1). dem Abend, war nicht nur dcr Sibloseplay, sondern auch dr)“ sich werter crstxcckcnde Stadtibcil festlich 1'1'11'111h11'1 jvordkn. Von neuem batten .jlihx die Aufzüge mit Fackkln versammelt und nun nahte den "'." Freuden verlangcndcn Schaarcn der Augenblick, wo sie noch einmal _das Antliß dcs geliebten Landesvater?) schauen sollten. Se. Majestät kamen zu Fußaus dcm Schlosse. Nah an deinselben batte sich der Verein der aus den Freiheitskricqcn übrigge- bliebenen hier lebenden Veteranen (75 an der Zahl) nner)“ Anfiihrmtg ihres Hauptmanncs, Posimeistrr Jetting, und des Limmmnts, Kreis- Secrciair Ambrosius, aufgestellt und bcqriisiic dcn gclicbtm König mit derselben heiligen Treue ('n dancrcht, mit dr)“ einst der Rotimig de)?! Vaterlands Blut und Leben gereicht worden war. Sc. M*)jé'skak zkkgien dem Verein den bnldvollstanntheil, fragten cinzclztc 9.101!!!“- der nach ihren früheren Verhältniffen, besichtigten auch die denkwur- dige, aus den Zeiten des Freiheitskrieges verbliebene sagansche Land- wehrfahne und empfingen herablassend das Liederbuch des Vereins aus den Händen des Hauptmanns. Hierauf durchschrittcn Se. Majestät, gefolgt von Ihrer Begleitung, die Reihen der iibrigen Aufzüge, durch die huldrcichste Freundlichkeit Aller Herzen beglückend. Immer dichter umschaart von der begeisterten Menge, untcr Glockenklang und Iubelruf und bei den Flammen der Fackeln bestiegen Se. Majestät erst auf der Mitte des neuen Ringes (Markteö) Ihren Wagen und seyien, begleitet von den Segenswiinscheu der Tausende, langsam Ihren Weg durch die festlich erleuchteten Straßen fort, an deren Ausgang das alterthiimliche mit der glänzendsten Beleuchtung und den Cmblemen des Vaterlandes geschmückte Hospital-Thor einen

Berlin, Diensag den 2717?" August

Wahrhaft großartigen Anblick darbot. Unbergkßlick) wird dieser vater- liindisihe Abend den Bewohnern Sagans sein. Gott erhalte, Gott segne de'): König! Gott stäske die Gefühle der Ehrfurcht und heili- gt")! Treue gcgen den König in unsc'ren Herzen und bewahre uns die il]!ü§1ö1ösck11chl Liebe zu ihm als das thi'Ukrstö Jileinod des Vater- .m Es!

% Czersk bci Konitz, 24. Aug. Se. Majestät der König, welcher (wie wir bereits gemeldet) gestern Abend hier eingetroffen, iiberuachteic in der Wohnung des Regierungö-Natbs von Salywedel und gcruhte daselbst das Soaps)“ einzunehmen. Am heutigen Moi“- gcn übernahmen Si'. Majcstäi in Allckhöchstcr Person die Paths)!- stqlie bei der Taufe cines Sohnes drs hiksigen Donminknpächikrs CllkÜs und fuhren alsdann zu den großen Uebkrricsclungs-Vauicn am Schwarzwasser in der Tuchelschen Haide, welche seit zwei Jah- (cn anf Königliche Kosten (11190th sind. Der Monarch sprach in ]edcr chebung ?lllerböchsiskinc Zufriedenhcit aus, nahm an einem

der wichiigstcn Punkte dieser großartigen Bauanlagcn cin Ihm Von dcn Krets-Siändcn dcs stargardier Kreises dargebrachies Friihftiick cm, criiannte den Direktor der administrativen Angelegenheit?" diese)" 111'blrl'llsk1lll1gc'11, Regierungs-Rath Von Salchdel, zum Gkhi'ÜUi']! Fl'1111113-“Rükh „und trat heute Naehmitiag unter den heißesten Segens- ZVlMschkn Seines Volks die rvkiicre Reise nach Danzig und Königs- crg an. __q.___

PWM"; Preußen. Die Stadtverordneten Von Danzig Mb,?" ['kskhlJsstJ', aus Freude iiber den diesjährigen Besuch St.Ma- )(iiat dcs Konig?) verschikdkncn milden Stiftung?)! die Summe Von “,"" RkhlkU- 311511 Geschenk zu machen. -- Am 21, August hatte sich («1110 ganz ungewohnliche Menge von Fremden aus Ostpreußcn, Lithauen, Pommern, Posen er., ja aus Schlesien und den Marken in Elbing t'lilgl'fll111J1'11, um an der auf dicse'n Tag anberaumten Verfteigerung d'r); Viches aus den iibcrschwennnicn Gegenden Theil zu nehmen. Sie sahen sich jedoch in ckck]) Erwartungen geiäuschi, da nur etwa 3301.) Stiick zum Markt qcbracht waren, theils weil eine sehr große Anzahl Virl) ans deu iiberschwemmten Landstrichen bei den wohlhabenden Landlcuien der Verschont gebliebenen Gegenden in weitem Umkrcise zur Durchfiittcruug während des Winters untergebracht worden, theils weil viele BWohner dcr iiberschwcmmten Ortschaften, da sie cht wie auf Inseln hausen, ihr Vieh nicht durch das Wasser nach der Stadt bringen konnten. - Aus Weblau wird gemeldet (23. August), daß das Wasser (Alle und Pregel) abermals steigt. nglcicben erhält

man aus Tilsit folgende betrübe'ude Kunde vom 22. August: „Skit dcm Jalimi dcs neulich hock) angrschWolkcnen Stromes schien fiir Tilsit und die nächs1911ntgcgrnd die Furcht vor einer Ueberskhwemmimg vor- 111'1'1' zu skin, abcx leider erneuert sic sich drohender, als rs Vor 14 Tagen der Fall war. Am Li). August stieg das Wasser wirdcrum plöylich und erreichte an dem hiesigen Pegel die Höhe Von 15 Fuß. Zu der Maibt hatte das Steigcn fortgcdaucri, so daß am Morgen des 21sicn der Wasserstand 15 F“. 8 Z. betrug und ein großer Theil der jenseitigen Wiesen unter Wasser gescvt war. Zum größten Unglück Wurde am Likstcn die Ponionbriickc durch ein .Holzfloß, das die Flath obcrwärtö losgcrissen und mit surchtbarcr Kraft herbeigeführt hatte, durchbrochen und so die Vcrbindung mit dem jenseitigen Gebiete gesperrt. Sollte unter diesen Umständen das Waffe)" die Höhe von 16 Fuß -- eincmSiande, de')“ znrUcbcrschWcmmnng dci" sämmtlichen Mcmclwicscn fiihren wiirde --- mit derselben Schnelligkeit (rrrichku, wie es bisher gestiegen isi, so diirfte, ohm" den iibrigen Schaden in Anschlag zu bringen, die Besorgnis: fiir den Verlust 1'1111'6 großen Thrilö dcs Viehcs, das jon; seit dcs Stromes jvkidci und kaum mit größter Anstrengung heriibcr- zuschaffcn wäre“, nur zu begriindet sein.“ --« Aus Marienburg wird der Königsb. Ztg. unterm Zl). ?litgust geschricbcn: „Dcr Waffe)“ stand der Nogai zeigt bcutc noch 117, “ins; am Pegel. Da Sc. Majestät

der König in diesen Tagen auf dcr Duribrcisc 11.111) Königsberg (('-* wartet Werden, so ist man chi mit dem Aufschlagen dcr Nogatbi'ijckc (“ifi'ig beschäftigt. Bald Werden wir wobl kim" allgcmcinc Ucbci'sicht dc)“ Ortschaften, wi'libc durch die 111*['1'1“schW1'1111111111g1*11 (1011101, 311 crwaricn hach. Was die Stadt Sibwcy insbe'soudrrc betrifft, so diirfte sic Wohl je'ßt nicbt ans ibrm“ gkgcnwäi'iigcn Strike angclcgi 11'1'1“di*11', ihre Bcgriindnng 11110".- 111 1110“) Zeit siaiigksimden haben, wo die' Weichsel noch am (“ml)ti'n Ufo)“ dis Thalys ihre): Vguf _qi'babt hai; Spuren daviin will man :)))-1) Vor nicbt langerctt dicht 01111?)- 1311111310110 1113111115)?" gcfund-"n babcit, 11'1'11111'3111"?1111t'gl!11g„dchchikfc dicnirn. “Dumb die' Wnffcrnoih (“| in disst)“ Gcgcnd )(bci'all V11'1 lliiqliick ciiistaiidcn. Voi“ mrbrcrrn Woche)) kamen '1-,'_;,9)ke)lcn"von vici" mthi'i-bcn angesibivomntcn, darunter eine Frau mitchrcm Sang- lin.] in) Arm. ;;n wiinsckicu wäre, daß nech dem-(chrauch dcr Céuricic iii dcrglciibcn *.)koibfäilkn noah bchglrchc Signalisir-Linicn c,“,„„.xx'chm wjjxdcn, damit zm'tigcr auf, die Rcitung von Menschen 1th Vici) Vrdachi gcnomntcn werden konnte.“

Provinz Schlesien. 'Die Breslau er Zia. hat folgende Mittheilung aus Erd)" 1111 i(ödorf (21. Aug.): „Es soll Aussicht vorhanden sein, Sc. Maxkstät den König, Welcher sich hier sehr wohl („*snndrn hat, ,in diesem erbfte noch einmal in Erdmannsdorf zu sehen. Vor der Abreise SY. Maxcstät wurde noch ein Kabinetö-Courier nacb Petersburg abgefertigt, und man will wissen, das; derselbe bestimmt sei, der Kaiser-Japnlie eiue Einladun nach Erdmannsdorf zu brin- gen. Das Schivetzxrhaus (inf dem othersbergc soll erweitert und der Van schleumgs1 in Angriff genommen und eben so schnell vollen- det„1vcrden. Exdmannsddrf hat sich seit einigen Jahren ungemein verandert, es (| zu einem höchst angenehmen Aufenthalte fiir Fremde 11111gkschafféil worden.“ - So eben (heißt es in den Bres- lauer Zeitungen vom “.'-1. Aug.) ist hier die amtliche Nachricht einge- in_ufcn, daß es dem Räuber Psieg gelungen sei , aus dem Stadtge- fängms; zu Kempen zu entkommen! *

. , Nheitz-Provinz. Ihre Majestäten der König und die Kd“- mgm, der Niederlande trafen am Nachmittag des ??.August mit dem stattlichen Dampfboot Nr. 22 der niederländischen Gesellsabaft ('n

Diis s eldorf ein, ließen an drm Landungöplape der niederländischen

1844.

Dampfschiffe anlegen, um die durch einen von S1.Petersburg ein e- troffcnen Courier überbrachten Depeschen Sr. Majestät des Kaiser von Rußland an Bord in Empfang zu nehmen, und schien dann nach kurzem Verrveilen unter dem Tonner des Geschiißes die Fahrt sort. Allcrhöchstdieselbcn begeben sich nach Weimar.

% ScbWeiz a. d, Weichsel, 14. Aug. Ein trauriges Bild tritt uns entgegen, we'mt wir unseren Blick auf die benachbarten Nie- dcrungcn Wkl"fi'1l, die ober- und unterhalb der Stadt Schwey sich ausdehncn. Nach den auf unsere Bitte von dem betreffenden, vor einigen Tagen von dort zurückgekehrten Beamten, Herrn Amtsmth

Rhinitis, uns mitgetheilten Nachrikhten, fiellen sich hier folgende be-

klagenswrribe Zustände heraus:

Die Nicdcrung oberhalb Schweiz, von Giugowka ziemlich bis Grabowo, mit zusammrn 11 Ortschaften und 1700 Einwohnern, ist schwrrrr noch als die Stadt heimgesucht worden. Diese Niederung ist zum Thcil eingcdcichi, so daß der Strom bci skim'm diksmaligen, skit 100 Jahren nicht gescbcnc'u Wasserstande mit reißende)" Schnel- ligkeit iibrr die ge'segneirn Jiurcn und alle Gehöfte sich ergoß, die meistmt nur mit den Däkhkrn und Schornsteincn aus dem verheeren- de'n Elemente hervorragten. Binnen wenigen Stunden war die Hoff- nung auf eine Aerndtc vkrnichtet, die vorzugsweise in diksem Jahre (“(ckck und gssrgnct zu werden Versprack). Gegen 300 Familien haben ihre Feldfrüchte vollständig, ihre übrige Habe zum Theil ver- loren und konnten ihr Leben nur mit Mühe und auf den zu ihrs)“ Rettung hcrbeigescha ten großen Prahmen auf die Deiche hin bergen. Als auch diee wegen mehrerer Quellungen und Stürze, so wie Wegen der an einzelnen Stellen geschehenen Ueber- fiuihungen keine Sicherheit mehr darboten, gelang es, die unglücklichen Schaaren auf die Höhe zu reiten. Der Wasserspiegel jenseits des Teiches war gegen :)Juß höher, als das Binnenwaffer. so daß, wenn ein sörmlicher Dcichbruch eintrat, die Stadt Schwetz m dikxser dann auf die höchste Potenz gehobenen Strömimg offenbar der großten__Ge- fahr ausgesetzt gewesen wäre. Durch k!? mehrxrc „Tage und„Nachte fortgeseyten Anstrengungen der gesammten ma_nnltchen Bevolkerung Wurden jedoch die Dämme erhalten_ und so em entseßliches Unheil glücklich abgewandt. - Was nun die Niedxrung unterhalb Schwey, nämlich die “14 Ortschaften von Sartowtß bis zur Stadt Neuenburg, betrifft, so haben hier im Allgemeinen dieselben erschütternden Ereig- niffe stattgefunden. Dcr drei Meilen ausgedehnte Deich war an sehr vielen Stellen dem Durchbruche nahe, der auch ohne Zweifel erfolgt wäre, hätte nicht der hochherzige Kommandant vou Graudenz durch schleimige Hiniiberschaffung von 1,50 Militairs, die schon erlahmen- dcn Kräfte der Niederungs-BeWohncr mehrere Tage hindUrch unterstiißt. Durch diese glückliche Verhütung des Deichbruchs sind zwar die Länderliln fiir die Zukunft erhalten, allein die traurige Gegenwart fordert zn desto ernsteren Betrachtungen auf. Denn durch dcn Rückstau des Stromes und durch die Quellungen in den aufge- wcichien und unterwiihlien Dämmen, drangen die Finthen auch in diese Niederung Vernichtend (*in. Der Landmann sieht sich der e)"- schnicn Frucht seines mühcvollen Fieißes beraubt und die ganze Be- völkerung dicser lcßtgcnanntrn Niedrrung, aus 3500 Seelen besiehend, sicht ebenfalls dem größesten Nothsiande entgegen. Zn Bratwin hat leider ein Kind in den Wellen seinen Tod gefunden. So weit 'die Verhältniss rs gestatten, werden die Noihlcidenden mit LebenSmiiteln unicrsiiißi, ein Werk dc)“ Liebe, an dem sich eine Anzahl von Guts- besißcrn des Schweizer Kreises ganz bcsonders betheiligt hat; den.- noch sal) man sich bereits genöthigi, auch entfernterer Gegenden Hiilfe zu beansprnchcn, die den unglücklichen Bewohnern der Niede- rungen nicht wsniger zu gönnen isi, ais unserer heimgesuchten Stadt, in welcbe)“ iibrigens nur etwa 12 bis “15 Häuser unbeschädigt, hin- gegen sortdancrnd zahlreiche Familien ohne eigenes Obdach und so manche arme Handnicrki'r ohne Werkstätten sind.

% Vkarienwcrder, “23. Aug. Die Tage der Angst und (;).-fahr fiir die Bewohner dcrWeichsel-Niedcrungen sind unter Goms Beistand voriibergrgaiigen. Den Wassermassen, die noch vor kurzem wie ein unvorsöhnliche'r Feind den schwachen Schutz der Menschen- wcrkc [*rßiirmim), hat im Augenblicke der höchsten Noth eine höhere Hand Einhalt gethan -- und der Strom fließt wieder friedlich dem Mrore 311. --- Es wird )'th an der Zeit skin, einen ruhigeren Blick anf den, Umfang des wirklich eingetretenen Unglücks zu werfen, und durch 7111 gctreucs Bild desselben das Schicksal der Noihleidendcn dcn) cdclii Mcuschcnfrcnndc ans Herz zu legen.

Gros; in der Thai war die Bedrängniß der Stadt Schweß Wenn auch die 111 der Aufregung der geängsiigten Gemütber geschrieL benen ersten Nachrichten einige Uebertrcibungen enthalten.

Der größte Theil dex bei ihrer unglücklichen Lage am Aus- fluffe dcs Schwaxzwassers m die Weichsel fast jährlich Ucberscbwem„ niiizigen Von geringem Umfange ausgeseßten Stadt*wnrde bei dem bciipu'llos hoben Wasserstand iiberfluthet. Die Schiffbrücke, welche nach ddm höheren Schwarzwasscrnfer fiihrt, wurde vom Strome fortgetrteben, doch gelang es, die Gefäße theilwrisc zu erhalten. 67 Familien, meistens aus den ärmeren Volksklassen mußten plöplich aus ihren *Wohnungcn verdrängt, theils in den höher gelegenen Häu- sern, theils in eincm von der Oris-Behörde dazu eingeräumten Spei- cher Obdach suchen. Andere Familien, welche in ihren alten Woh- nungen gcblirbcn sind, werden ivegcn der Baufälligkeit der Häuser dieselbe)! „((ck räumen müssen. Die Spuren großer Verwii ungen hat das Wasser auf seiner Bahn zuriiikgelaffen, 12 Wobnbäusßr sind theils ganz eingestürzt, theils in kaum mehr reparaturfähiqem Zu- stande, 43 andere Häuser sind namentlich durch Einsturz der*Schorn- steine so siark beschädigt, daß sie erst nach bedeutenden Reparaturen bewohnbar sein werden, und “137 Wohnhäuser sind außerdem mehr oder weniger beschädigt worden.

Aber fast noch verderblicher durch die lange nachwirkenden trau- rigen Folgen war das Hochwasser fiir die ländlichen Niederungen.

Ter muthigeu Auödauer der bedrohten Einwohnerin den außeroß.

deutlichsten Ansireygungen und den Bemühun en der Beamten is! es zwar gelungen, die Hauptdämme fa| übera zu erhalten. In der Thorner-Stadt-Ntederunq sind indessen mehrere Dammbrü e in der Gesanzmilänge von 290 Rathen, eben o in der Kulmer-Sta t-Niede- rung in der Gesammtlänge von 200 uthen, und in der Rosenkranz-

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