1912 / 123 p. 6 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 23 May 1912 18:00:01 GMT) scan diff

wiegende MeHrbeit des deutschen Volkes hinter mir habe. (Wieder- holter lebhafter Beifall.) Daß ich mich mit Ihnen nicht Verständigen kann, das gebe ich zu. das deutsche Volk unter ein sozialistisches chiment zu steUen. Davon will das deutsche Volk nichts wissen. (Bravo! rechts.) Das deutsche Volk hält an seinem Kaiser, hält an seinen werfaffungSmäßigen Institutionen fest. (SSHr richtig !) Das deutsche Volk fühlt sicb verleßt, wenn der Kaiser hier in einer Weise kritisiert wird, wie es der Herr Abg. Ledebour getan hat. (Sehr richtig !) Das deutsche Volk wird Ihnen - der Tag wird noch kommen _ die Antwort geben auf diese Angriffe gegen Kaiser und Reich. (Lebhafter Beifall.)

Abg. Schulß-Bromber (NY.): Darüber kan_n„kein Ziveifel sein, daß die ganze Rede des bg. Tedebour yon Beleidigungen gegen Kaiser und Krone stro ie, Daruber mich mri Jhrzen auseinanherzu- Ech, babe ich keine exanlassung, denn uxisere Ausfassun e'n zwischen k;_rcn und unseren Ansichten sind auf kemkn Fall in Linklang zu

ringen.

Abg. Dr. S üdexum (So .): Der incbökanzlerhat geglaubt, gegen meine Partei bier dre „öf entlich? Meinung anrufen zu [Fllen, iznd gesagt, er laube, den größtxn Terl des Heqtschen Volkes mich [uh u__babkn. Venn e; sagte, nicht nur den Kaisex, sondern auch_die Bcr ayyung gegcn Angriffe _in Schuß nehmen zu muffen, so verschiebt der mezler ebcii den Strettpunkt. Nicht darum, handelt es fich, daß Angriffe aiif dienVerfasfung Xricbtet wyrden'smd, ondern darum, kolcbc Angxiffczuru_ckzuweisen. „assollie ergenilt daß „mtdes Reichs-

anzlers sem. Er ist doch gerade verpflickotet, die 5 ersanungzii wahren und ganz besonders gegenuber solchen Drohun Ln. Jm_ ubrigen be- findet sich dex Kanzler in einer beklagenswexten nkenntmx? der Dinge wenn er annimmt, da der Kaiser mit seme_n Worten die Mebrher des Volkes hinter slch be. Es ist doch erwresen, daß Krérsez die sick; sirixig Von dei“- Sozialdemokraten fern balikn, Aeußcrungen uber dén Kchyiup, die wir nith einmal gebrauchen. Während der Marokko- krms Ui l_bm geradezu ändesverrat vorgeworfen worden. Das Organ der"?)artet des Abg. Schul§(3urufe von rechts; Und wo bleibt der Prasident? Vizeprä ident ove: Wgs momect werden muß, dgr- uhephgi allein der prchcdent zu entscheiden„ Wenn "der RednerUsxck) „die' Kritik zu eigen ma n würde, die er hier vortra 1, dann wurkxe ich selhstver'tändlicky cinschr€iten.) Auch dEr Abg. . amm, der mir chen LMM Zuruf machte, ist ja von den Pariewn mihi schr entfe'xni, ÖW jahrelang Mmierarbeit gegen den Kaiser _ geleitYX haben. Ich erinnere nur an den Schetterb_9ufenbr_1ef. 19 „Post" ist zivcifellos seit [an er ZAK" bemuhi, ?inen „par- sönlickxn Kampf gcgen den .Kazßer ck fahren, in xiner ; orm u Wixxen, dic ick) weit unter memer Yurde balien wurixe. Unser amp iét ksin Kampf gegen _die ?)erson dcs Kgiséxs, w," wurdan uns selbt verkleinern, wenn wir un ere ganze Tatigkcii auf Personen escbränken würden. Wollte man wörilich das duxchfubrcn, was dsr Reiibskanzler wiU„ so würde man Hamit unser _Reicb und auxer? Ge- sLUsckyaft ur Vcrstemerung veruricilcn. Wo „1icht_d€nn ge Örtchen, dg eine ÉLciierforibiang der Verfassuanustände nicbt mch cr[aubt, m ,t mehr denkbar wäre? Tausende, iilwnen _Oon Dcutschen er- xvartxn der) Tag mit Sehnsucht, an dem eine Weiterbildung unserer Zustande im demokratischen Sinne möglich ist. Wenn wir Aus- !aiidern ,gegenüber unsere Fricdcnsliebe versickxern, so wenden djLsL immer ein: Was'wolli Ihr, was bédeuiet Euer Parlamkni, Jbl scid mchis, Jh: badi nichts, beiEuch siebt_und fiillt aUes mit “einer Person. Ker leugnen will Haß darm em-e Gefahr liegt, der Versundigi sich an unserem Volk., 3 11" werden nicht ruhen und rasten, bis wir diese Gefahren beseitigt haben.

Reichskanzler Dr. von Bethmann Hollweg:

Meine Herren! Du Herr Abgeordnete Dr. Südekum hat mir soeben als Aufgabe zugewiesen, die bestehende Verfassung zu scbüßen. Daswerde ich stets tun. Jeb bin jedeézeit dafür eingetreten, und wenn der Herr Abgeordete Dr. Südekum beute wiederum auögefübrt hat, die Aeußetungeu Seiner Majestät des Kaisers in Straßburg wären ein Angriff gegen die Verfassung gewesen, so vermeise ich auf das, was ich in dieser Beziehung neulich gesagt habe.

Der Herr Abg. Dr. Südekum hat mir weitcr einc Belebkung

darükcr erteilt, daß eraffungömäßige Zustände fortgebildet würden, fortgebildet werden könnten und fortgebildet werden müßten. Jck) glaube, der Herr Abg. Dr. 'Sädekum wird mit genug Kenntnis und Verständnis für die Ge“ schichte zutrauen, als daß ich diesem Says nicht bei- pfiicbten fonte. Aber, meine Herren, Sie geben doch etwas anders vor. Die Herren Rwifionisjen lieben es ja,“ es so

darzusteüen, als ob nur eine geftymäßige Foxtbilkuna unserer Ver- faffungszuftände nach dem ibmnvdtfÖwebenden Ziele ibte AWM sei. Meine Herren, was bat aber neukich Herr Scheidemarm bier gesagt ? Er isl zurückgekommen *- so babe ich ihn wenigstens verstanden - auf die “Aenderung Ibm GMWork-nung, wonach jeyt zu den Interpellationen Anträge gestellt werden sollen. Damals, als die Debatte über diese Geschäftsordnungsänderungen stattfand, war der- ganze Reichstag, der diese Aenderung beschlossen hat, einstimmig der Anficbt, es sollte keine Verschiebung des konstitutioneüen Systems damit gemeint sein, unter dem wir leben. (Sehr richtig! rechts.) Was hat uns aber Herr Scheidemnn gesagt? Er bat mi: einem sehr deutlichen Wink an das Zentrum, an die Herren National- liberalen und die Herren Freisinnigen gesagt, fie sollten doch nun einmal Männer werden und zur Tat schreiten. Sie sollten nach diesen Besedlüffeu, die der Reichsrag etwa faffen sollte, hinter den Willen die'Tat seßen und der Erhöhung der Parlamenwrechte zur Wirklichkeit verhelfen. Meine Hsnen, ist das eine verfaffungSmäßige Fortbildung? Ich glaube, das ist ein scharfer Eingriff in unsere konsütutiouelle Verfassung. (Sehr ricötig! rechts.) Und was im übkigen von Ihnen auf den Parteitagen und in der Preffe gesagt worden ist über die Form, wie Sie die Ziele erreichen onen, denen Sie nacbftreben, so ist da von Verfassungömäßigkeit keine Rede mehr. (Laäpen bei den Sozialdemokraten.) “Darüber sollten *sich die Herren klar sein, Wenn sie anderen Leuten den Vorwutf machen, daß fie nicht für die Verfassung eintreten. (Lebhaftes Bravo! rechts.)

S ul -Bromber R .): Die Schuld an dem be- in AFZ Aréikel LU ..Post“gwirdpder Abg. Dr. Südekum nicht

' U , Parke": f "eben können. Es handelte sich um die Arbeit ' RWWA c?clxm's die von der Leitung der „Post" selbst auf

]

* _, dex ch enilicbkcit gefäls t

Bas en * e wider nen 24 WMF einer Rerieérung fasixmg menu. Aus aus den

worden ist. Der Kaiser hat in den bewiesen, daß er es, treu mit der Per-

bren Worten (Li den Sozialdemokraten), mchx , des bg. Dt. Süde m, aber aus den _Worten aus Yaxfettaqen klingt _ anderes Heraus, als was jemals em Deutscher cazfec baiLeFagexi onnen. _Ob im Auslande die Ueber eugung allge- MLM verhmiet ist, daß bet uns aUes mit einer Pe on siehe und T&M. wktß “b, MÖL- xe betubt ' enfalls auf (Janz falschen Auf- xafsangkn. Wir haben tm Wan e immer die rfahcung gemacht, Has: dic Auslander, WU das Gespräch auf den Kaiser kam, sagten: «Yattmt wir doch auch emen solchen Kaiser.

Ab. Sckperdemann Sox“ Wenn jemals eine Rede in worden ist, dann ist das mit dxm, was ich gesagt habe, kem die fick) nut meme: Rede be- tenogramm zu lesen, und ck dem Stenogramm nicbts-ge-

verschiedene Stellen meiner

MSMU' 5 ede ge (Leber). Wort zurück. er ich exnpfeble allen cbäfii i haben, xndjich einmal Yas

itcllé ier ausdrucklicb fest, daß ich an

ändert 'babe. Der Reichskanzler muß

Als Jbr Ideal Haben Sie es bingesteüt,x

Reds dnrchaus mißverstanden Haben, sqnst hätte dén Sinn komxxxcn könixsn, Unicx Protsxt YZ" R8ichskanzl2r YEN mrch in emsn gcwaLn Fariéifreunkc «*,r. Südskum; in dicscn Dingen wmsten und den verséiedcnhx'it, _ _ _, _ abgs Lhnt; m unschr Literatur [| das ubsrau festzustellen. Wenn Si? (nach ckckck) sick; geradezu gewaltsam din Exitwigklung, die auch nach der Uebsrxugung dés Reictpskanziers nicbt jtikl nsht, entgegen- sthmcn, unter aUejn Umstäixden vérhuchi wollcn, daß wir Vorwärts kommen, cmnen Sie dann nicht sé[bst mlt Her Möglichkeit, das; unter Umständen in e geschehen, die uns _s_elber nicht erwünscht sind? Wir habsn in Deutizchland keiné Anarchryikn und Géwalttatsn, rveil wir hier eine starke Sozialdemokratie habch die es vcrstanden hat, die Leute auf kMund? Bahnen zu lsnkcn. ' Di.? Verantwortung, Wenn un- uberlegtc Omge geschehen, tragén Ste.

Damit schließt die Generaldtskufston. In der Spezial-

diskusfion erhält bei dem Etat für den Reichskanzler und die Reichskanzlei das Wort der

Abg. Emmßl (Soz.): De_rnNJiionaUSMUE hat bei den Land- iggswahlen im Oktober eine dqllstandtgc Niedkrlage erlitten. Sämt- liche Parteien in Elsaß-Loikyrmgxn h_abcn sick) rückhaltlos auf den Standpunkt der_ gcgsbcnen Véxbaltnissc estht, nicht eine bai in irgendéinér Wélse erkcnncn lajcn,_ daß ic eine Wisdchcrcinigung mit Frankreich anstrebt. Dex atiqnalismus_wäre schon tot, Wenn nicht “Dix: dcuischsn Hurrapairi'oth die Grqfenstadsncr Angelkgenhcii, d'ie_Drok)un en in Siraßburq ihm immeymsdcr nsucn Agitationsswff [(LsLrth. Pas elsässischs Volk baigezetgt, daß es politisch reif ist, 66 hat dafur gesorgt, daß konZeeryattvL Elemente von der Farbe der Deutschkonsérvaiwsn und der €ichspartei nicht in seine Bertrciung Xlangien. Was hat denn nim YU Landtag, was Hat das elsässische zYolk verbrockyen, daß maxi m1tsdrxscwDrohungen gkkommcn ist, und da dLrKanzler Verblumt eme MoglichkeitderVetändsrungderVerfaffung El ß-Loihrinqcn_s andexxteic? _Der Landtag hat nichts eian, was den Rahmexx dsr Verfassung ubsrschx1ii In den Fragen der 'aiserjagd, "des Gnadenwnds, des Staithalterxonds bat de": Landtag innerhalb seiner Kompetenz abandeli urid seine Beschlünc lcdiglich ans sachlichen KNOTQVLU. gcÉaßt. Nur ÖW de_uischen Hurrapafrioten und ick Kai cr babkn die “_"ng als gegen slch persönlich gerichtet angesehen. ;)n der Prcffe ist evi angércgt wordßn, dcm Landtage eine Verwarnung zi: crieilen. Océ) möchte den Volksyertretcr bcdamxrn, dcr sick; Von LMS): solchen Vérwarnung auch nur im gcringstcn bccinflussen licße. Man soll nur dicssn Versuch _xnaibet), wenn man den ganzen Landtag in Zig Gelächtér ÜUSÖTLÖLU [JULn'kUW An der Wahrnehmung ciner VerfaUunngrnäßigcn REMS Wix? slch dsr Landtag durch_ keinsn .iaxscr und keinen Kanzlxr hindern lajxcn; man hat die Vcrfasyung “Doch, nicbi eiwka bloß als Kinders islzkug gegeben. Man spricht von Dankes- pkltcbten, die dem elsUK-„lothrmgiscbsn Volke oblägcn. Dahon kann keine Rede sein. Der Yikiaiurparagrapb m n s; te aufgehobcn MKM, sobald er nicht mehr zu Halten war; man kann die (xlsafJ-Lotbringcr nicbt daULrnd als Heloien bcbandcln. Dix: Resolution dcs Landiagcs in der Grafenstadcner Sacbe ist nur dsr Auskxnck scities kcrécbiigtsn Unwillcns _über das _Lisrfxabrandas da eingßskblagen wordcn ist. DLL" angeblich dautscbsémdlixlxc „Urkktor «Heylcr ist ein Mann ganz nqcb de'm Hexzen des Mimtiyrs vori Breitenbach, eiii Feind dCr Ar- bLiier wi2,d1€sér. (VlerästdLnT Dr. Paascbc rügt diess" Aus- druck:) Wir babsti gar kéine SvmpZibie fiir ihn: er hat znhlrcxcbc Axbchr ivtdekLÖtlléb gemaßrsgelf. (.*,s schemi, das; man kkm Hsrrn Dinge zum Vorwurf MQÖt, die er als Studcnt bsganßen haben soll. Bekanntlich hat unsers stuaißcrhaliknde akademixcbe Xugcnd, ich cr- m'nere nur an Bonn und_GÖttingcn, manchmal Lbr (blimme Dirige auf dem Kerbbolz und rückt dock; nachber in Amt und Winder) em. Yz! die Enilassung odcr Verseßxing von h_euisck'en Arheitxtn trifft Den

zrckior keine Schu_ld. Der [rektor ist sogar Miiglied der Kom- mission für die technche Schule en Posten

es ihm gax nichi in Saal zu_v2ria]ten. Dcr

Gegcmay „zu meinem , . _gibt xs zwisckxsn REN- Mgenatmtßn-Radikawn nicht die gccmch Meinungs- „Ois Sozialdemokratie hat chrcrssits jédc Gewalt

in Straßburg und für die' von de; Regterung elhfi xmaxmi; so lange kann es al o mit der „notonxcben“ Deuts femdltchkeit des Herrn nicbi her ein._ Der Staats ekretär rn von Bulach hat die Enifalfung dcr Trikolore

und das Absingen der Marseillaise als Kinderei bezeichnet._ Wie kann man aus sinsr' solchen Kindchi Link Haupt- und Staaisnktton maébcn? Gemackxi ift die qanzß GLsÖlÖké won dcm Untsrstaatssckrétär Mank?! dsx UMR] EJLULUZ, Bcr ciiiccr cmnzcn qcistigcn Ricbtunq _nqéb i_mck; Ixtclbwn gébori, obns da, dsr Staatssekrstär und das VZMUÖCYUM davon Kénntnis hatten, Vichriijideni Dr, Paascbe crsuckzi, e_men Abwescnden nicht derart_ anzugreifen.) Der Herr hat dcm_ReichS- kanzler die Berichte geliefext; ist der Herr nicht hier, so [;_ng das an-der ReichSrenierung. _Die Schuld,!icgt in dem hurrapainoxtjchen Sinn diefes unseres els'asfis en Poltzeiministers. Die Enitustyng mußte ausbrecben, _als man er annte, daß-binier diesen Berichieq nicht die elsässische Regierung sondern nur eme Per on die er Regierung land. Nur bei einem Volke von charakierlosen - chwä lingen können olche terroristischer! Drohungencherfanlken, wie fie efaUen find. Bryn der sozialdemokratiscben Pinie: pra en “solche rsmxbe „ohnehin wirkungslos ab; dem Terrorismus der Regierung s 71 wir die Forde- rung nacb demokxattscben B gerreckxten entgegen. ie ordnung der Republik, die wir längst *ben haben, wird Yurch sos Vorgänge, wie die jehigen, nur immer mehr Boden gewmnen.

Am Bundesxatsttsche smd inzwischen, noch die Staatssekre- tärevonTirpty, 8raetke_,§-Or. LiSco undDr. Sol und der preußische Ersenbahnmtmster v o n B r e 1 t e n b a erschienen. *

Chef des Reichsamts Für die Verwaltung der Reichßeisen- bahnen, preußischer Miniter der öffentlichen Arbeiten von V r e i t e n b a ck:

Meine Herren! Aus der wiederholten Behandlung des Falles Grafensiaden hier in diesem boben Hause, aus ver eingehenden Er- örterung in der elfaß-lotbringischen Zweiten Kammer und aus den Verhandlungen, die im preußischen Abgeordnetenhause und in der Kommisfion des preußischen Herrenhauses darüöer stattgefunden haben, könnte man den Schluß ziehen, daß der Fall unklar sel. Dieser Fall liegt aber so klar, wie selten ein Jau, der zur öffentliében Diskussion gesieUk wurde. (Sehr richtig! rechts,) Ein im Jnlande bélegenes Werk, ein [angjäbriger Lieferant der Reichsbabnen und der preußischen Staatsbahnen, zeigt am!) der Feststellung der politischen Behörden des Landes ein durchaus deutfcbfeindlicbes Verhalten. Ich will auf die einzelnen Fälle heute nicht mehr eingeben. Der Hsrr Reichskanzler hat Ihnen einige dieser FMe vor Augen geführt, und der Herr Vorredner hat längere AUOfübmngen darüber gemacht, freilich in seinem Sinne. Er hat beispielsweise die Beseitigung des FortbildungMntekricbts in den xWerkm nicht darauf zurückführen wollen, daß der leitende Direktor res Werk den deutscher: Schulinspektor außgescbloffm sebm wollte- Die Sache liegt gerade umgekehrt: das Ziel war eben der Ausschluß des deutsch Schulinspektork. Das Werk hat ferner einen deatfcben Offizier, der in Uniform erschienen war, nicht eine Besichtigung vor- nehmen [affen- Mit Bezug auf kiese Einzelfälle ist im elsaß-totbrin- gischen Landtage die chdung gebraucht wotkcn, es bandes: sich um Kindereien- Ich bin nicht dieser Meinung, sondem babe die Auf- fassung, daß es„s1ch um Symptome dafür handelt, daß hier Deut- schenhaß getrieben wmden ist, daß eine deutschfeindlicbe Gesinnung offen zur Schau getragen worden ist. (Sehr richtig! techn.) Nqchdem dies festgestellt worden war, konnte über das Vorgehen des Chefs m RächgeifenbabnvemaUung und der preußischen Staatsbahnen bezüglich de: Vergebung der jährlichen Millionenlieferungen kaum noch ein Zweiges sein. Ich meine, das Vcrgebkn ker beiden Stellen ist ein außer.

ordentlich mildes. Es ist im privaten und im öffentlichen Leken

üblich, daß man seinen Gegnern nicht die Waffe schmiedkk- TTW ist von dcm Werke nur Verlangt wotdcn, das; djcjenigc PUM- für diesxn deutschfeindlicbcn Geist verantwortlich ist, aus dem UM nehmkn ausscheidet, und das; gewiffe Sicherbeiten dafür Wk)“ werden, daß für die Folge ein gleichartiges feindselises V unterbleibt. Geschieht das, dann behält das Werk seine Million" lieferungen, die es bisher gehabt bat. Wir find rcsbalb so vorgegangen, weil wie den Reichslandm diesc bedeutsame Jad“ * unter allen Umständen erhalten wollen, und weil wir die “' Arbeiterschaft, bis in diesem Werke Und zwar im Lokomokiv tätig ist _ es handelt fich um 1050 Mann -- nicht in «WKA keiten bringen wollen. Hätte diese Rücksickkk nicbt „hgewalk dann wäre es naturgemäß, daß man, wie das im UW“ und öffentlicken Leben geschieht, dem Werke fiiüsÖweigwd Lieferungen entzogen hätte.

Die Angriffe auf die elsaß-lotbringisR Neg'tekkMS Mküawwelm, isi nick)! meine Aufgabe. Ich bin aber dieser Regierung WNW“ ße durch Eine sorgfällige Untnsuchung, die auf Feststelluusk“ berufenen Organe der Regierung beruht, die Sachlage aufüekläkt W

Ick will die Beschjüffc der Zweiten Kammer des Landtags " kritisieren. Ich meine nur, der Eindruck ift nicht wegzun'isckikn“ die eisaß-lotbtingische Kammer durch diese Beschlüsse bei»" oder unbewußt dem Nationalismus Vorschub geleistet bat- "ck hatte die Taktik, die dort befolgt ist, für eine GCM?! für das lothringiscbe Land. Der Fall ist nicbt für sich anein zu betrachte“, Die Aufmerksamkeit Deutschlands ist auf diese Dinge bins“ ** worden. Man ist sicb darüber nickt mehr im unklatcn- daß *" “'s-xx- Betrieben des Elsaß stch ein deutschfeindlicber Geist kundskgebk" , Es ist festgestellt worden, daß das große Werk Graßnftäkkn *" s L- gefcbäftlichen Beziehungen heute noch die französische KWON“? anwendet. (Zuruf bei den Sozialdemokraten.) Nein, mei“ Haß“- * das ist ein Symptom. Es ist weiter festgestellt worden-"dkkse * stellungen sind durch das „Berliner Tageblatt“ bekannt gijbc" “““de Adreffen der deutschen Empfänger in das Französische übertrage" "' , Meine .Herren, ich bin der Meinung, daß durch die Bebedl" km clsaß-lotbrkngischen Landtage der elsaß-lotbringiscken Judustkkkö“ NUB?“ gebraeht is - *Das Vorgehen des Cbefo der visußkschm babnvemaltung und der ReichSeisenbalmvcrwaltung war W“,- Wir find sebr entgegenkömmcnd gewesen, Und nir wollen “",“, chte noch sein. Wir haben aber, nachdem das GrafeMadkneku nehmen die Verhandlungen auf einen anderen WM gekillt [)“-MH; es ursprünglich beabsichtigt Wat, dem Werke noch eine kun“ stellen müßen, innerhalb deren es zu erklären hat, ob es uns““t * dingungen, Abhilfe zu schaffkn, Rechnung tragen will. NUM Werk eine andere Haltung ein, so wcrden zu meinem [ck“me dauern dem Werke die Lieferungen ennogen werdcn müffkn'ÉJ fäUt aber die Verantwortung für dieses Vorgehen “a“" Werk zurück. (Schr richtig! recht!.)

(Ich. Tbetre imm Emi “““-t, Si kin : DU Aba“ bai an 'der clsgY-lotbringisckén RxgiLrvmex ULC [cbt WLW Jubi und b-thslc'b dabei auch1mit der Per'zon des ]ntc "Zehe"-

* iandcl kxt1chßtttt.,„Jcb will kxmgegcnnbcr m_:r hen)“ die dir Unterptaatsschejar jutmboab uber den AngriffmoEL't-ßdu

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bier gegen_ ihn erichtet hat. Hervorheben wia ick " yierung die G; _bungcn 'm ordnun ömäßiger Weist

a en. _Drc Regierung kennt ihre 5 flickt aUcin, und e 1: ex el_Lime harm, das Wohl des «ndes zn findet"-

,skck) mcht zu cincr PWW körnbwiirkiaen lassen. S' muß dcm Plane séln, wo es gilt, Das Deniskbtum zu schützen-

. AdHROLsxr é-Hoipiiani der fottjcbr. Volksk); [ke kte Voiwurie zuriickircisxn, kia dem elsaU-lotbringiscban. i , . gcmacht worden [nik, mdcm inan behauptet hat, es set ."“t “7 - und deutscbfezndlicb. Bei dieser Gelegenheit hatte "“How-x,; ' Kaxnmer'daUclbe Em sinken, sondern auch das ganze “,t “xi“ spncbi bier vox! Dank atkeii ode: Undankbarkeit. DU] :

am quye, Hqtte _man uns die Verfassung 10 Jah“ ftud dgnn hattexi wir xncht mehr so viel Nationalisten. TWO , * die Verfassung „mti Gxnugiuung aufgenommen, und ""r“- Dankkxarkett dafiir. Diese wird aber zerstört, wcnn MMW “* derartige Vorwurfe macht. Deshalb smd auch die WN“ ges - sxhr bedauert, worden. Ganz besonders i“: 26 bei denen die bewu i bisher an den Annäherungsverimben mikgeakb"

Wir der augen, daß, wenn FMM!) zu uns kommt. er "nseFufd

respektixrt. Aber eradc uu en will uns die sejnige, , Je wemgex maxi sx . in un ere ?nnetcn Angekegenhciicn MM:“ M: schneller wird s1ch die Annäherung vollzirben. bak

Abg, Emme! (Sex?: DerMiniiér von BUÜMÖCÖW davon gxsprocbenUdaß deutchfemdltcbe cstrebunacu "“la-“[ich. Y : * was bcißi denn eigentlich Heukschskkundlich Dkk? ““istb cindbuUÉN' * Vertreter 1301) Elsaß-Lotbnngcn hat erklärt. da die, -rbeb[ UW ordnungsmaßiger Weise stattgefunden haben. 5 's? "“We-Y„- * man hat den Gendarm und den Bürgermeister "bork- HDi 5 man aber yon einer Auskunfi denken, wenn'man “xk!"- da ei chyler und der Bürgermeistex bei der le ien Burg"";eienbükk charfe Konkurrenten gewesen smd. Dcr “„Es der WWU, - ' verwaltuyg bak dann efagt, cr_ könne die Anffasfun "“ck" [, gew“ als ob die elsässiscbe , (immer dem Nationalismus, 931 mäß“ :ck" habe. Aber 9 viel Kcnnth der oliiischen MkbÉ-Um .“ ie“ ihm doch zutrauen, daß er weiß, “da der grö tc Teil der levÖer ordneten gerade gegen Naanalisten gewäht WNW "" l'sten Wahlkampf tand unter d_tesem é ichen und die Naiionsl eme'groxze iederlqaeucrlttten. - atürsicb wollen 1x" m "“t,

aana ismus so bekampfi wird, wie es die Ncßlkmnß die F““-

bekampfi ibn am bßsten, indem man ihn wider!" * ""es :! runIn kesVolkes erfuklt, aber es nicht dadurch einscbu tertk «tir mg xen zu wollen. Dann wurde axjaqt, der Uniekßaatsst '

iände turmkzockp über den Angriffen, die (WM *," " ea“ ., ind. Es ist nur skbade, daß der Vertreter der elsassxkhe" Rg?" „F * * “ZF, “5 : u ,

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ei den Verhandlung n in der Zweiten Kamine„r !" - *Der querstaatsscktLYZr spielte dabei eine so naglnbe rn ; - werb zxt, jemand zuzumutcn, mit einem solchen Her ck 1!" zu ar ?! en. [ nz Der Etat für den Reichskanzler und die “ka .. genehZieiigt, ebenso der Etat für das Auswärtige Ynmktßmk"t »: mEtatdesNeichsamks desInn“ „, MNS - Abg. Ahlborn (fortschr. Bolko») “"7 ""BR-n WWU“ - mune utück, die durcb die An rnb“! """ ReWx stet W“ M““ * Beteiase mit Zou- und Armeekakm “b"mäß' heectkiüczenke A "ck " v:)stcjbäbfxiae (DZMWYÜMKUMJ ev "YZF; sonkklatr Zefaßt WY- 9 am. „Smteneemm . nicht nur die Steuekßxablenden,sonketn “"ck M nachgeokdneten ' fie veArsieben können. tk ) f"brt Bescbwkkde rkM- „, . e t . Vo U)- " ' “' * «:sz F &. 'zzßwazx-«aem an de- so?.s,""'*ch§“ „M “»

wodurch za lte“ Existenzen gkiMdiSk w"d'"'effendk eko *sk bm en Lebensmttein aelan können- Die "'" zu onhsnvctsZx-e : die en Zweck habe,- die MseucbnwsMWWffe der See;: “"'“" ; ' auf Umwegen mißbraucht worden. Im Jnibe seine WNW“: müßte mehr geschehen. Zu diesem Zweck“ ““musuM-Y 1" “is Anima cin ebracht, der die verbündeten NM'MWÜ neswtu resis“ Etat dtn ,onds zur Körderuna Uk SFKXXWUUS “' »“ .

böbm, insbesondere behufs wirksam"