1912 / 126 p. 1 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 28 May 1912 18:00:01 GMT) scan diff

, Veröffentlichung der Inserate wird j

Deutscher Reichsanzeiger

Dkk Bezüg-prei- [! tr" Me Poaanaauw «:„ "

Königlich Preußischer Staatsanzeiger.

deu poßaußalten uud IeFUFeMYMg an; für Berlin außa

n ZW., Wilhelmstraße Nr. 32 Kammern koßeu 25 «3.

muh die Expeduw Einzelne

„M 126.

Zahlungen für den „Reichs: und Staatsanzeiger“

edoch darauf aufmerks

des „Reichs- u'nd Staatsanzeigers“ erfolgen kann.

gt vierteljährlich 5 „js 40 „z.

und

Berlin, Dienstag, den 28. Mai,_Al1ends.

Iusrrtionxpeew für den Kaum einer 4 gespaltenen petit- zeüe 30 ,3, einer 3 gespaltenen petitzeile 40 „3. Inserate nimmt an: die Königliche Expedition des deutschen Keirhsauzeigers und König!. preußischen Staat!- auzeigmä Berlin Ms., Wilhelmstraße Nr. 32.

1912.

können auch durch Ueberweisung der Beträge auf dessen Reichsbaukgirokonto geleistet werden. Im Interesse der rechtzeitigen am gemacht, daß der Abdruck vorschußpftichtiger Inserate erst einen Tag nach der Gutschrift des Kostenvorschuffes auf das Konto

Inhalt des amtlichen Teiles: Ordensverleihungen 2c.

Ernennungen 2c. entsches Reick).

ExekquattureFeilung. Bekann ma xzng, betre end die B " ' ' rmnen und ]ugendlicheÜArbeitern ineWafngung von AMW

al :und am Bekanntmachung, betreffend das VerfaZren ei FZFÜFY,

Kündigung und Entlassung von An stellten u d der Krankenkassen sowie bei Streitigkéxixen aus n Beamten

kaerhätltniffen. deren Dienst- e azm machmxg, betreffend das Verbot der Verb“ 'i '

JFFtexxschemenden periodischen Druckschrift :YYZZKNZW Bekanntma'chung, betreffend Erweiterun des ("ern re verk xz Bekanntmachung, betreffend eine Anleikée derCSthFt (YolchLr .

Königreich Preußen. Ernenrzyngen, Charaktewerleißungen 2c. AUerhochster Er_laß, betreffend die Verleihung des Enteignungs- r€cht§ an dte Hannoversche Kolonisations- und Moorver- wertungsgeseüschaft m. b, H. in O§nabrüch.

Seine Majestät der König haben Allergnädigst gerubt:

dem Oberstleutnant z. T). Robert Binsack, bisherigem

Kommnndeur des Landwehrbezirks Limburg a. L., den Roten Adlororden dritter Klass mit der Schleife,

denz Rittmeister a. D. Freiherr11„Wai13 von Eschen, bisher 1m Magdeburgischen Dragonerregiment Nr. 6, dem Yxaxrer Alhert von Schaewen zu Arnau im Landkreise SothSberg 1, Pr., dem Marinebaurat für Maschinenbau Erich

ta , kommandtert zur Vaubeachhtigung bei der Schickau-

Zverft in Danzig, dem Oberlehrer, rofeffor JohannesMüZler zu Eschweilex, den) Seminarlehrer Otto Schreiner zu Trier WUFF inYYchkjesxsen,KÉu'tsbesiZer Franz Lehmann zu

ret e n ' - ordend UÜUZTT Klasse, o igsberg 1. r. den Roten Adler- em M?SILÜMSWÖ, Geheimen uti rat Ma Luo FY??? 111111?) dZn YilÉrgsxxYH-besißer,JEHanamtmaxnnPÉTYe? zu an e m i ' " " ' - lichend KroYiUJdMl dsritter KlasYe, m KWT? Soest den Komg em „1? enäteten, Gutsbe“i er ern ard r Adl. Wargtenen „im Laydkreise KH:?igsbér ik.) Pr.,VYlezmeÉtaZY baumetster'Heinrxch GUS,. dem Lehrer einer König, beide zu Eschxveüer,“ dem Gehetmen Konstmktionssekretär Richard Helxp 1m Rexch§maxineamh dem Prokuristen PaulKrause zu Noschenryde tm Kretse Grafschaft Wernigerode, dem städtischen Buchhgltereworsteher Hermann Habu zu Berlin, dem Eisen- bahngutervorsteher a. D. Johann Grütters zu Bonn und dem Marineobermeister„Heinrich Mußfeldt, kommandiert zur Panzerplattenabnahme m Dillingen, den Königlichen Kronen- ordcend vieréerruchxffe,d en) a or un Lehrer Karl Genz u Gro ma" min im Landkre1se Stulp den Adler der Inhaber dzes Könißglichckxn Haus- ordens von HohenzoÜem,

„dem Gemeindevorsteher, Betriebsinspektor der eche oll; verem Frtedmch Heinrichs zu Katernberg im Land eise E en, dem Bahnhovaerwalter a. D. Ludwig Morlo zu meibrücken,

den Oberbahnasßftenten a. D. Joseph Dostler zu asel, Paul Oertel zu Weißenburg und Kornelius Ruppert zu HoUerick) in Luxembxtrg daS Verdienstkreuz in Gold,

den Elfenbahn!okomotivführern Heinrich Bürger zu Ahr- weiler, August Debus zu Straßburg'i. E.-König§k)ofen, Emil Höhne zu Aachen," den Eisenbahnzugführern a. D. TiÜmann Dornsetfer zu, Coln-Deuß, Wilhelm Schneider zu Zabern nndSJthann thhelm zu Straßburg i. C. das Verdienstkreuz in 1 er,

dem bisherigen Gemeindevorsteher und sterertretenden Amtsvorsteher August Schwarzien zu Anthallen im Kreise PiÜkallxn, Hem S öffen, Rxntner Iulius Herzberg zu Lukaß im Kretse Fxlehne, zxm städttschen VoUziehunngeamten Wilhelm Lindlar zu Bergtsch-(H[adbach im Landkreise Mülheim am Rhein zxnd dem xenstonierten Schußmann Franz Kabisckz zu BFW tm Landkretse Aachen daS Kreuz des AUgemeinen Ehren- ei ens, 3 dem Ayktionakor Heinrich Engelke zu Schwarmstedt im Kreise Fallmgbostel, dcm Kirchenälteften, Altsißer Christoph Klein zn Jungferndorf im Landkreise KönigHberg i. Br., dem AUSzüger Kgrl Dempe zu Gräben im Kreise Falkenberg, dem Altenterlcr Heinrich Ples s e zu Marklendorf im Kreise“ Fanngboftel, dem bisherigen Oekonomen Gustav Soetebier zu Bad Oldeßloe im Kreise , Stormarn, dem p_ensro- nierten städUschen Verwaltungsasststenten Hermann Wichert zu Elbing, dem pensionierten Eisenbahnunteraffistenten Franz

Grumbach le BülziJJ im Kreise Wittenberg, den penfionierten Ets§nvahnschafmern ikolaus Lilien zu orback) und Louis uller zu Jüterbog, dem pen tonierten Etsenbahnschirrmeister Karl Gaehde zu Montigm) bei Meß, den pensionierten Eisen- bghtz1ve1chenstellern Wilhelm Christmann zu Straßburg i. E.- KoUZJSHUFn- Gotxlob Jen sch zu Doberschüy im Kreise Del1§sch osepk) Nttter zu Co mari.E., Jakob QueYch zu Cöln- Ehrenfekd, FranzWeberzu KeffeniI im Landkreise onn,Iakob Wehrhahn zu Bodendorf im reise Ahrmeiler, Christian „ranke und CJristian Genz zu Roßlau, den pensionierten tsxnbahnrotxenfü rern Viktor Krem er zu Rodalben im Kreixe Chäteau-Salms und _Prosper LoL zu Vischweiler im Kreie Hagxnau, dem bisherigen Eisenba nhilfSrottenführer Christian Weiden 'zu, Heumar im Landkreise Mülheim a. Rhein, dem penstom'erten Bahnwärter Johann Wanderscheid zu _ Mamer tn Luxemburg, dem Lagerkommis Eduard Mtn_k zu „CrefeldU den Obermeistern August Nehls zu Berlincherx mz Kretse Soldin und Friedrich S l1ppert zz; Kettrmg tm Landkreise Essen, dem Werkmei ter Karl Hoffmann zu Marburg, dem Plaßmeister Wilhelm Bungart zu Plettenberg im Kreise Altena, dem Was - und Krempelmetfter Peter Tack u Kettwig im Landkxeie Essen, den ' GutSUerwaltern Augut Mattar u Holweide tm Landerse MüYZeim a. Rhein und Karl SY: amm zu Mohrau tm Kretse eiffe, dem Maschinenfchloffer arl Bohl, dem'Matrosen und Schiffskoch Hermann Hennig, dem Plaß- arbxxter thhelm Wittschus, sämtlich zu Memel, den bis- hexxgen Etsenbahnbohrern Jakob Ernst zu Dornach im Kreise Mülhausen i. E. und Sebastian Meyer zu Mülhausen x. E., dem Vorarbeiter Wilhelm Schubert u BennEedt nn Mansfslder Seekreise, dem bisherigen Eisenbasngüterbo en- arbetter Johann Schmiß zn Fiécheln im Landkreise Crefeld, dem bisherigen Eisenbahnrottenar eiter PeterBayer zu Lutter- bach_ im Kreise Mülhausen i. E., dem bisherigen Bahnhofs- arbexter Joseph Hahn zu Aachen, dem Wafferbauarbeiter Karl Leue zu Sommerfeld im Kreise Krossen und dem Arbeiter Wilhelm Ziegan zu Friedland O.:Pr. das AUgemeine Ehren- zexchen sowie dem Werkmeister und Faktor August Beßler zu Pletten- beY im Kreise Altena, dem Glöckner, Schnetdermeister Otto S netder zu Arnau im Landkreise Königsberg i. Pr. und dem Gutskutscher Wilhelm König u Groß Rambin im Kreise Belgard das Allgemeine EhrenzeicZen in Bronze zu verleihen.

Deutsches Reich. SeineMajestät der Kaiser haben Aklergnädigst geruht: gerichdtesrLatétaatsanwaltschaftßrgt Richert in Meß zum Land-

Albrecht in Colmar

den Stagtsanwaltschaftsrat Dr. zum AmthertchtSrat und

den Amtsrichter Dr. Kahler in Meß zum Staatsanwalt zu ernennen.

Seine Majestät der Kaiser haben Allergnädigst geruht: den ständigen HilfSarbeitern im Auswärtigen Amt, Vizx

konsuln Dr, Arthur Schmidt und Dr. Marckwald den

Charakter als Legationsmt zu verleihen.

Dem Vize- unh Dxpuitheneralkonsul der Vereinigten Staaten von Amerika 111 Berlin De Witt C. Poole ift namens des Reichs das Exequatur erteilt worden.

Dex: bisherige “Obermilitärintendanlursekretär Hartkopf aus Letpzig tft zum Geheimen Rechnungsrevißor bei dem Rechnungshofe des Deutschen Reichszxrnannt wor en.

Bekanntmachung, betreffeztd die Beschäftigung von Arbeiterinnen und jugendltchen Arbeitern in Walz- und Hammerwerken. Vom 20. Mai 1912.

Auf Gruyd des § 1393. der Gewerbeordnung hat der Bundxsrat dte nachstehenden Bestimmun en über die Be- schäfttgung von Arbeiterinnen und jugend ichen Arbeitern in Walz- unh ammerWerken erlassen:

[. D1e_ LschäFZZn von Arbeiterinnen und 'ugendlichen Arbeitern m Meta - a z: und Hammerwerken, we che mit un- unterbrochenem Feuer betrieben werden, unterliegt folgenden Beschränkun en:

]) Ar eiterknnen dürfen bei dem unmittelbaren Betriebe der Werke nicht beschäftigt werden. -

2) Kinder UUter vierzehn Jahren dürfen in den Werken über- haupt nicht beséhäftigt werden.

11. In den'eniZen Walz: und Hammerwerken, welche Eisen oder S_tah mx ununterbrochenem Feuer verarbeiten, en für dte Beschäftjgung der jungen Leute männli en Ge chlechts bei den unmxttelhar mit dem Ofenbetrieb jm u- ammen ange stehenden Arbeiten bis um 30. September 1914 ie Bes ränkungen des 136 der ewerbeordnung mit fol- genden Maßgaben außer nwendung bleiben:

1) Vor Beginn der Beschäftigung ist dem Arbeitgeber für ijcn jugendli en Arbeiter das von einem Arzte, der von der eren erwaltungsbehörde zur Ausstellung solcher Zeug- ni e ermächtigt ist, auszusteüende Zeugnis emzubändigen, nach welchem die körperliche Entwicklung des Arbeitkrßi eine Beschäfli ung in dem Werke ohne Gefahr für die Gefund- beit zulÉt. Der Arbeitgeber hat mit dem Zeugnis in gleicher eise wie mit dem Arbeitsbuäye 107 der Getverbe- ordnun ) zu verfahren. _

2) Die Ar itsfchicht darf einschließlich derFaujen nicht länger als zwölf Stunden, ausschließli dsr aufen nicht länger als ebn Stunden dauern. Die rbeit muß in jeder Schicht

durä? Pausen in der Gesamtdauer von mindesjens einer Stunde, in Schichten, die länger als acht Stunden dauern durcb Pausen in einer Gesamtdauer von mindestens zwei Stunden unterbrockxen sein.

Urnerbrecbungen der Arbeit von weniger als einer Viertelstunde kommen audeie Pausen nicht in Ante nung. Ist jedoch in einzelnen etriebsabtellungen die Be chäft1- gung der jugendlichen Arbeiter so wenig anstrengend Und naturgemäß mit so MFlreichen, binlängliche Ruhe ge- währenden Arbeitsunter recbungen verbunden, da schon hierdurch sine Gefährdun ihrer Gesundheit ausge chloffen xrscbeint, so kann die böFere Verkraltungsbehörde ür eine

wlche BetriebWbteilun auf Antrag unter Vorbe alt das jederzeitigen Widerru s gestatten, diese Arbeitöunter- brechungen auch dann auf die einstündige Gesamtdauer der Pausen in Anrechnung zu bringen, wenn die einzelnen Unterbrechungen von kürzerer als einviertelstündiger Dauer sind. _

Werden die jungen Leute in längeren als acht1tündigen Schicbken beschäftigt, so muß eine dxr Pausen (Mittags- oder Mitternacbtkpause) mindestens eme Stunde betragen und zwischen das Ende der fünften und den Anfang der neunten Arbeitsstunde faUen. In FäUM, wo dies die Natur des Betriebs oder Rückfichten auf die “ungen Leute geboten erfsäéelnen laffen, kann die höhere erwaltungs- behörde au esonderen Antra unter Vorbebakt des Wider- rufs gestatten, daß diese Pau e _ unbeschadet dex Gesamt- dauer der Pausen von zwei Stunden -- auf eme halbe Stunde beschränkt wird. . _ _

Die Gesamtdauer der Beschaft: ung_dar1 mnerhalb einer Woche ausschließlich der Pau_en ]ecbzig Stunden nicht überschreiten.

Bei Tag- und Nacbfbetricb myß Jvöcbentlich Wicht- wechsel eintreten. BeiBetrieben m1t_taglich zweiSchicbten darf für junge Leute die Zahl der m _die Zeit von acht Uhr Abends bis sechs Uhr Morgens saklenden Schichten (Nach1schichten)wöchentlich nicht mehr alH sechs betragen.

3) Zwischen zwei Arbeitsscbickoten muß eme Ruhezeit von mindestens zwölf Stunden liegen. Innerhalb dieser Rube- „zeit ist eine Beschäftigung mit Nehenarbeifxn nicht gestattet.

4) An Sonn- und es1ta en darf dte Bxsckyastigung nicht in die Zeit von se Z U : Morgens bis sechs Uhr Abends fallen. In die Stunden vor oder nach dieser Zeit darf an Sonntagen die Beschäftigung nur dann faüen, wenn vor Bcginn oder nach Abschluß der Atbeitsschkcbt den jungen Leuten einc ununterbrochkne Ruhezeit von mindestens Vier- undzwanzig Stunden gesichert bleibt. _ '

5) Während der aufen für die Erwaebsenen durfen junge Leute nicht bes äftigt werden.

111. Nach dem 30. September 1914, dürfen von den Aus- nahmebestimmungen unter 11 nur dtejemgen 'Walz- und Hammerwerke Gebrauch machen, welchen. da u auf xhren Antrq von der öheren Vewvalwngsbehörde dle enehmigung e_rtett morden it. Diese darf nur unter dem Vorhehalte des ]eder- eiligen _iderrufs und nur "r die Bescshä ttgurzg mit solchen erbeiten erteilt werden, wel e eeignet m , dte Ausbtldung der jungen Leute zu fördern, un melche ke_ine hesonderexx Ge- fahren für ihr Leben und ihre Gesundheit wtf ßch brm_gen. Wird die Genehmigung erteilt, so gelten au"? m dtesen Fallen die Bors kiffen unter 11 1 bis 5. Die Ho ere Verwaltungs- behörde ann die Genehmigung mzck) von weitergehenden Vor- chrixten über die Arbeitszeit und dte Pausen Forme von anderen

ed ngun en abhängig machen.

17, !735111? Wal -und Hammerwerke, welche von den untxr 11 oder 111". nachgela enen AuMahmen Gebrauch machen, fmdet die Vorschrift des § 138 Abs. 2 Saß 1 der Gewerbeordnung mit fol enden Maßgaben Anwendung: " '

1? Das in den ArbeitSräumen auszubangextde Verzeichms der jugendlichen Arbeiter ist in dex Wei1e'aufzustellen, daß die in derselben Schicht Befrhastigten je eine Abteilung bilden. -

2) Werden den 'ugendlichen Arbeitern re Zlmäßige Pausen

/ gewährt, so isilderen Beginn xmd Ende ?ur jede Abteilung besonders in das Verzeichnis emzutragen.