_ In den deutschen Mün stätten find bis zum 26. Oktober 1878 geprägt wor , an Goldmünzen: 1 241 201 060 «45 Doppelkronen, 383 274 630 , „sé Kronen, 27 969 845 „44 halbe Kronen; hiervon auf eratrccbnun : 332 995 010 „46; an Silbermünzen: 71 652 415 „76 5-Marksiii 11, 98509 686 «46 L-Markstücke 149459254 046 1-Markftücke, 71486 388 „76 50-Pfennigs1ücke, 35 717 718 „76 20 ck; 20-Pfennigstücke. Die Gesammiauöprägung an Goldmunzen betrug: 1 652 445 535 016, an Silbermünzen: 426 825 461 (44 20 „H.
_ Be üglick) der Frage, 00, wenn der „Vorsitz im Krei60u61chusse nicht vom Landr 13 oder seinem SteÜper: treter, sondern von ein-em 00111 210610511 e gewählten Mitglieds geführt wird, der Vorfißende, wenn er zugleich das jüngste Mitglied isi, bei der Anwesenheit einer geradenZahl 00119110- gliedern sich der Abstimmung zu enthalten habe, 1st, nach einem Spezialerlaß des Ministers des Innern, vom 15. September 5. J., 005 Hauptmoment darauf zu legen, daß nach §. 136 Alinea 2 der KrciSordnung mit „dem Voxsi 6001166 Stimmrecht veibunden ist, und daß dieses 21311191 21011111 des Vorsißes auf jeden übergeht, welchen das Gesetz dazu 11611111. Hierdurch 1111st die Bestimmung im §. 138 21111190 2 ems selbstverjiiindlicbe Beschränkung.
_ Se. Durchlaucht dEr Prinz Friedrich von Hohen“- zollern, ObsrfßLientenani und Commandeur des 2. Gard?- Dragoner=Regiments, ist 0011 Urlaub hierher zurückgekehrt.
_ S. M. Dampfkanonenboot „Cyclop“, 4 6113111111139, Komdt. Kapt. Lt. von Schnckmann [„ hat 1111) am 9. Ssp- tember von Shanghai 111111) Chefoo begeben.
Baden. 510116111119, 31. Oktober. (K. Z.) Eine landesherrliche Verordnung vom 26. d. regelt in weiterer Ausführung der Verordnung vom 17. Juli 1877 iibsr die Or- ganisation der Landchkulturbshörden die Aufgabe der Kultur: inspektionen. Diesen Namen führen die technischen Ve- zirkssieüen fiir die Leitung und Ueberwachung der Angelegen- heiten der Landeskultur. Dieselben stehen unmiitslbar unter der Großherzoglichen Ober-Direktion des Wasser: und Straßen: baues. _ Die Zweite Kammer hat gestern in zwei Sitzungen die 0110911161116 Veratbung dcr Einführungs- geseße zu den Reichß-Justizgeseßen einschließlich des Gescßes über die 1161101111136 Gericthbarkcit begonnen. Die Debatte bewegte sich vorzugsweise darum, wie die Reichs: Justizgeseße in dsr gésixmetsten Weise in unsere bisherige Gesetzgebung cinznfiigen seien, in Folge 01211211 11111 die Prinzipalfrage 016 Verhältnisses deH 311011113: rechtes zum Landrecht 11115 inwienwit die Landesgeseße aus- drücklich aufzuhebcn sind. Die Regiernng gsht 0116 Griindkn der Rechtspeinbeit und Neckttssicherheit sowie der hisiorischen RechteZentwicklung 111 Deutschland von der Ansicht 0116, das; mir ein Theil 07:6 bisherigen (Zivilrechts im Wege der Geseß- gebung zu ändern sei, während die Auffindung eines andern nicht minder beträchtlichen Theiles 0011 Aenderungen der Wissenschaft und der Rccbtsprschnng Überlassen werden müsse. Die Mehrheit der Justizkommission der Kammer, deren Vor- schläge der Abg. Kiefer iii ausführlicher Weise be riindete, wilL das Verhältniß des Reich6rechies zum Landre 1 unter allen Umständen geseßlick) geregelt wissen. Für 018 Ansicht der Regierung hat sich auch 016 iiberwiegende Mehrheit des Ober-Hofgerichts ausgesprochen, und diese Ansicht wurde von dem Justiz-Ministerial-Präsidenten ])1'. Grimm in ausfiihr», ilcher Rede 011sg1lführt. *
Oesterreich-Ungarn. Pest, 1810119111501“. (W.T.B.) Jm 1111161001116 erklärte bei der fortgesetzten Debatte Über, 016 2805190 fiir die. Delegation der Minister: Präsident Tisza, vom 6161113 wsrde ein Zeitpunkt nicht bestimmt, zu welchem der Berliner Vertrag vorzu'legen sei, den ReFierungen siehe iiberall 0an Recht zu, eixien 10115911, Zeitpunt selbst festzuseßen, das Verlangen, daß die 1130161000611 Körperschaften über die Annahme oder Nichtaynahme eines internationalen politischcn Vertrages zu entscheiden haben 10111811, sei ein nicht gerechtfertigtes. Das Mandat zur. Okkupation sei eine auswärtige, nicht 61116 innere Angelegenheit und eine harnwnische Leitimg dor Auswärtigen Angelegenheiten sei um so nothwendiger, weil der Dualichus sich sonst ach undurchführbar erwsisen und weil demselben dann der CentraliSmuS folgen würde. Graf Andras s 1) ver- „nzöge den Delegationen dis besten Auflärungen zu geben, er bitt? 06550111, den Zusamnwntriit der Delegationen nicht 311 verzogern.
Großbritqnnien und Irland. London, 1. November. (W. T. B.) Die amtliche „London Gazette“ veröffent: 11cht_den Schrtftwexhsel zwischen dem Sekretär des AUS- wärtigep, Lord Salisbury, und dem englischen Botschafter m Parzs „Lord Lyons„ wegen Ernsnmmg einer englisch- franzofischen Kymmzssion für die D01r0:211ileihe. 21115 demselben ergiebt sick), daß Lord Salisbury dem bezüg- lickéen'Vorscl)_chge zustzmmte, dabei aber ausdrücklich hervorhob, da die englis )? Regierung durchaus keine Verpflichtung iiber- nehme, unter zrgend we1chen Umständen Zinsen oder einen Beitrag zum Tilgungsfcznds zu bezahlen. Die Ernennung der qum1sszon bezwerke lediglich, den Vondsinhabern eine Sicher: e1t_ dafür zu gewahren, daß, ein Kommissär nicht ohne vor: Ö:xrige Zustimmung der englischen Regierung abgeseßt werden nne.
_ 2. November. (W. T. B.) Nach einer Meldung des ,ßNeuterschen Bureans“ aus Konstantinopel hätte die 5 10 rte „den englischen Bot chafter Layard davon Verständigt, daß fie dte ehnten abscha en, einen Gouverneur ernennen urid ander? ,eformen in einer Provinz einführen werde. Die vollstandige Durchführung der Reformen solle stattfinden,
sobald die Finanzen 65 gestatteten.
* Boinvbay, 1.Nopember. (28.27.23) Die „Bombay Gazette“ ift aytomftrt mrtzutheilexi, daß S 0101 Ds chun g der indischen Ne 1erung 1111: dxn Krteg gegen Afghanistan Truppen, (08 d und lZonsnge HülquueÜen von Hyder-Abad zur Ver- fügung geste t habe. _ Die Erjkrankungsfälle in Bescha- 1v„„ur dauern noch fort. _ Wie der „Pioneer“ hört, hätte der V1ze könig gegen die Absendung eines weiteren Schreiben S an den Emtr Protest erhoben.
.Frankreich. Paris, 31. Oktober. Ueber das Re: sultather Delegirtenwahlen erfährt der „National“ Folgendes: 1) In den, Departements, deren Vertretung im Senat eme republikanische war, wie Jura, Haute-
Loire, Haute-Marne, Zsére und Me11rthe-et=Mosclle, bleibt diese Vertretung eine republikanische; nur wird sie am 5, Ja- nuar 1879 „eine noch viel größere Majorität erzielt haben, “als am 20. nuar 1876. 2) Die Ariéxge, das "Gard, die Bouche§=du: hone und Saone-et:Loire, welche Nachfolger für fünf durch den Tod entrissene Mitglieder zu erwählenhaben, werden fünfRepublikaner erncnnen. 3) Puy=de-Dome wird an Stelle des verstorbenen Bonapartisten Mcge einen Republikaner wählen. 4) Die republikanische Partei ist sicher, in nachfolgenden Departéments zusammen 24 Siße zu gewinnen, 110111101): im Herault 3, in Jndre-et-Loire 2, in den Landes 2, in Loir-et- her 1, in der Loire 2, im Loiret 1, in Lot=et=G0ronne 2, in der Manche 3, in der Marne 1, in der Meuse 2 und im Nord 5; Die Linke des Senats wird sich also um 30 Stim- men verstärken, d. 1). 0011 128 auf 158 stsigen, 1006 ihr eine Majorität von 15 Stimmen über die Rechte sichert. Dabei darf die republikanische Partei sick) noch Hoffnung machen, in drr Mayonne, Niévre, Oise, im Lot und 111 Jlle-stBillaine 7-8 Siße zu gewinnen. Der „Rappel“ bercchnst die künf- tige republikanische Majoritiit im Senat 0111 158, das „3,13. Siécle“ anf 172 und die „France“ sogar auf 175. Der „National“ diirfte aber aus den zuverläxsigften Quellen 131- schöpft haben und daher am meisten Glan en verdienen.
Griechenland. Athen, 2. November. (W.T. B.) Die Ministerkrisis ist nunmehr beendst; 1106 neue Ministerin 111 ist folgendermaßen zusammengesetzt: Trikupis Präsidiimi, Auswärtigcs und Finanzen, Maurocordaios Unterricht, Kairaiskakis Krieg, Kanaris Marine, ZaimiS JUUEWS und Justiz.
Dänemark. K 01120!) age 11 , 29. Oktober. (C. Ztg.) Hsnte 1101 der Finanz-Minisier den „Bericht des Gouverneurs (Harde 001118. 5. M. über die Empörung auf St. Croix er: 111111111. Das „Fädreland“ theilt folgende Hauptpnnkte daraus mit. Es ist dem Gouverneur gelnngen, mit den Soldaten und FreiwiUigsn die Empörung zu 1111terdrücken, 011116 sick) der 11011 franzöjischen und engUscben Kri€gsschiffen und dem General: Kapitän von Portorico angebotenen Hiilfe 311 0801611811. Dis Anzahl der eingeäscherten Pflanzungen beträgt 74, die der ge: retteten 24. Der dritke Theil 0011 Frederikst-W ist abge- brannt; dem Bauwerthe nach ist indessen die halbe Stadt vernichtet; dabei sind bedeutende Vorräibe 0011 Waaren in Lagerhäusern und Läden zu Grimde gerichtet. Die Größe des in der Stadt angerichteten Schadens läßt 1111) 11011) nicht bestimmen. Dagsgsn ist 01131111611111611, daß in den Pfianzungen Produkts zu einem Werthe 0011 150 000 Dollares vernichtet wordsn sind. Der Schade, der den Pflanzungen durch das Fsuer zugefügt 1110130211, wird, was die Zuckerwerke betrifft, durchschnittlich 311 4000 Doi], fiir jsde Pflanzung geschäßt. Dazu kommt dann 11001) der Verlust an Gebäuden und Möbeln, Werkzeugen 11. 1.111. Die nger: dörfer siiid iiberall umersehrt geblieben. 2103111150111] der Zuckcrfelder ist an vielen Stellen versucht worden, 1101 aber nirgcnds Erheblichen Schaden verursncbt. Die NEIL]? sind bei ihrer verheerenden Thätigkeit planmäßig zu Werks gsgangen. 2116 Ziindstoffe 1101160 110 Rum 111111 Pstrolemn angewandt. In der 910901 haben 116 die weißen Bewohner 0011 ihren 2111: 11151211 in Kcnntuick ““Z'exzt, damit sie 1111) 9111113111611 1011111911, ehe das Feuer aixYeg-«Wirda . Amerika. Maxhington, 1. November. (W. T. B.) Die Staatsschuld ;er Vereinigten Staaten 1101 im Monat O ktober d, Z. 11111 1 708 000 DoÜarS 05110110111111011. Jm Staatsschaße befanden sich ult. Oktober 227666 000 Dol]. in Gold und 1 711000 Dancm in Papiergkld.
„Nr. 44 des „Central-Blatts fiir das De1xtsche Reick)“, beraußgegeben im Reichskanzler-Amt, bat folaenden In- 50113 Allgemeine Verkraltungßsacben: Ernennung eines Sachver- sYandigen 111 Sacben der Reblausfrankbeit; 211isweisung 0011521118- 10nde111 0115 dem Reicbsn-cbiet. _ 101ü11z- und BÜNleLsLUT Ueber- 11011; uber die Ausprägung von Reich§münzen; Goldankäufe der Reichsbank.'_ Militärwesen: Bericbtiaung. _ Posiwescn: Packst- bexkebr' 11111 Oesterreickz-Ungarn, Belgien, Frankreich und Groß- 0111011111013Aufbewahrungszeit für Posilagersendungen; Postver- bmdung mtt Konstaniinopel. _ EisenbahnMsen: (Eröffnung der B0hnsirecke Jßeboe_-He1de; deSgl. der Babnstrecke Neersen-Neuwerk- Viersen. _ Marine und Schiffahrt: Ertbeilung e_ines Flaggen- 0tiestes; 232011111 einer Seesteuermannspriifung. _ K0;1s11101wesei1: Erncnnuna; Exequatur-Ertbcilung.
_ 917.20 des „Archivs für Post und Telegrapbie“, Bei- heft zum Amtsblatt der Deutsche11Reichs-P0st- und Te1egraphén- verwaltmxg, 1101 folgenden Inhalt: Aktensiücke und 5211100152: Die ermehrr,110 der unteriid11chen Telegrapbenlinien in Deutsch1011d. _ Em gelebtter Postmeister. _ Das württembergische Postwesen im Jahre 1876/77; _ Das älteste deutsche Post-Rei1ebandbuch. (Erster 21111121.) _ Dic Fragensrage fiir Gegenwart und Zukunft. _ Kleine Mittheilungen; Stchivarmacbung der Erds1r5me. _ Verbesserung des Fadentelepbons. _ Eisenbahn nach CMtral-Afien. _ Zeit- schriften-Ueberscbau.
Statistische Nachrichten.
„ DaS_anir01-Wablbure0u der nativnalliberalen Partei hat eme statistische Zu10mmenstellung des Ergebnisses dcr l'eßten' inchstagstlxn anfertigen lassen. Daraus resul- iiren, wie die „N. L. C.“ xmitbeilt, fiir das Königreich Preußen fol "ende Ziffern, denen wir zur Vergleichung die entsprechenden Za [en der Wahl von 1877 in Klammern beifügen. Im Ganzen wurden abgegebefxi 3506167 Stimmen (1877: 3149534 Stimmen.) 2300011 Waren'gultig 3494 842 (3 138 683 , ungültig 11 325 (10851). Auf,d1e vserfcbiedenen Parteien vertbeilen 151) die Stimmen wie folgt: Via1ionallrbxrale 715 835 (777 715), Konservative 583 130 (390 908), Retchßp011e1 480 073 (286 409), Liberale (mit Außnabme der Nationayiberalexi und der Forjscbrittspartei) 117605 (115446), Zortschr-cktkpartey 282 830 (263 312), Centrum 775 437 (751686),
0an 200554 (219159), Sozialdemokraten 184 434. (206 336), Volkspartei_ 12 632 (10 329), Partikularisten 113 702 (96-335), Protestpartet (Danen) 18 403 (12 802), Uubestimmt 2345 (3293), &rsplittert 7862 (4953).
_ Nach dem so eben erschienenen Jahresbericht der Vorsteher der Kaufmannschaft von Stettin über den Stet- tine'r Handxl und die dortiée Industrie und Schiffahrx im Jahre 1877 be ief sich die Einfuhr zur See 111 Stettin 1877 auf 12 336 052 Ctr. im Werthe von 152 687 086 „44, gegen 14132265 Ctr. = 169056711 „76 in 1876. „ Der Rückgang pro 1877 beträgt mithin in der Menge 12,7 %
und im Werthe, 9,7 0/0. Der Ausfall ist im Wesentlickpen durch die Ab- nahme der russtschen- Zufuhren Von Getreide, namentlich 11011 Roggen
und Hafer, bexvorgerufen. Während im Jahre 1876 5645 042 Ctr, Getretde seewarts eitxgingen, wurden Stettin im Jahre 1877 nur 4133602 Ltr., 11110 1511440 Ctr. weniger, auf dem See- kvch zugefubrt. Troß dex erheblichen Verminderung der Ein- fuhr hat sich _er Schiffsverkehr in unserem Hafen, wenig- stens, der Tragfabtgkeit der eingekommenen Schiffe nacb, We- sentlich gehoben; den 1876 eingelanfenen 2889 Seeschiffen von zusamxnen '1495 052 05111 Tragfähigkeit stehen 1877 2861 Seesch1ffe 111,11 1 690 534 013111 Tragfähigkeit cegenüber, was in der 80111 der Schiffe eme Vermi1ideru:1,1 um 28, in Der Gesammt- Tragfahigkeit xine Zunahme um 194 682 05111 ergiebt. Bei den Sexdawpsern ist sogar die Zahl von 1195 auf 1255, die Trag- fabtgkeit von 1015756 auf 1222052 011111 gestieg-én. Diese Zu- nahme „des Schxffsverkebrs bei gleichzeitiger Abnahme er Waareneiyiubr ist 111 der H0uptsache dadurch entstanden, das; im Herbste v1ele, besonders größere Dampfer im Baüast oder leer ein- kamen, um Kartoffeln Zum Export einzunehmen. Die Zahl der in Ballast odex le'er eingelaufxnen Dampfer, welche 1875 60 und 1876 50 betrug, ist 111 Folge de111n auf 106 gestiegen. Die Ausfuhr zur See hat sich, 0011 4798 219 Ctr. im Werthe 0011 111017 599-710. 111116347438 Cir. im Werthe 0011 115 298000 «;ck, 0110 in der Menge 11111 32,3%, im Werthe um 3,9% gehoben. Auch hier hat der Getretdkverkebr den 2111111111011 aeg-xben, die Getreideausfuhr allein bat 1759187 Ctr. gcgen 422126 Ctr. im Vorjahre, 0110 1 337 061 C11. mebr betragen. Der Kartoffelexport bat sicb mehr als Ver- doxpelt, er belief sich 0111 865 067 Sfr. gegen 405151 Ctr. im Vor- 10 11
Bei Beginn des Jabrcs 1001 in Stettin ein Plaßvorratb von 110116111 39000 1 (8. 2000 Pfd.) Getreide VthÜUdM; die Zufnbren beltefen 1111) 0111 316 000 i; = 48000 000 016. (“gegen 361000 1; : 58.000 060 076. 1111876). Der Ausfall belrifft, wie bemerkt, vorzugs- weise dix Zufuhr 111111109611 (Getreides, 11:70 zwar Roggcn und Hafer. Die Ge10m1ntzixfubr betrug:
Gerste. Hafer. Erbsen.
eisen. Rogacn. 1874 27 200 231276 18788 37 596 4244 1; 1875 41683 106271 22 877 15 587 2046 1: 1876 17 754 234 652 18 613 56 989 2196 1“- 18_77 36 477 196 903 34 663 12 964 5564 b
Die_ Secausfuhr 0011 Getreidä sieÜte sich 1874 auf 48 620 b, 1875 aus 58 321 1, 1876 19127 1, 1877 82 632 13.
Der (Export von Yküblenfabrikaten betrug 1874 184609 Str., 1875 234 227 Gtr., 1876 147 376 Gtr., 1877 242 220 Stk.
2111 Oelsaatiien verarbeiteten die Stettiner Mühlen im Jahre 1877 515 Ende Pkarz, wo kein Bestand blieb, 2300 1. Vom 25. Juni bis 31. Dezember 1101611 001111 11011) 15000 t Rübsamen 2111, wovon 11 500 1- verarbeitet und der Rest exportirt Wurde.
Dxr Gesarnmfumsaß in Sämerei en erreichte 120_130 000 Sfr. 1111d blieb etwas hinter dem Vorjahre zurück. 2111 Leinsamen wurden 33 015 b seewärxs importjrt, gegen 51623 1 111 1876. '
Yu Spiritms wurden scewärts nach dem Auslande mit Rück- 1110111111110 der'Steucr 15 372 (511. und 11011) inländischen Häfen obne Steuerruckvergutnng 61410 Str.. zusammen 76 790 Ctr. gegen 95 090 Str. 111 1876 exportirt. Die ungewöbnlicb starke Kartoffel- 0usfubr hatte 0111 den 5011-18 der Kartoffeln bsi der reichen Ernte derselben keinen (Einfluß,
2111 0111119 Baum- und anderen Oelen und Fettnmaren wurde11648258 Ctr. zng-xfiibrf, bzw. (Rüböl) in Ste tin Produzirt, 0611111624784 Str. i111876. Von Petroleum wnrden 204214 Barrels eingefuhrt, 7661 B. Wenigrr 0113 1111876, 24 333 B. Mniger als 111 1875.
Der .Heringsimport erreichte 3762'11T01111en, den börbsicn _Betrag, den Stettin nächst dcm “Fabre 1874 (mit 427138 Tonnen) je 0011111101101 batte. Bewnders 11011? war die (3111111111 schottiscber Hergc: 242 271 Tomwn gegen 158564 Tonnen in 1876.
V011_K01011101waare11 bstrug' die Zufuhr (irn Vcrgleick) zu 1876): Kaffee 106646 Ctr. (124418 (Gtr.), Rosinen 11187 Str. (18338 (Gtr.), Korintbcn 4447 Ctr. (4094 Str.), Ykandeln 3038 Ctr. (3830 Ltr.), Pfeffer 5495 Ctr. (5722 Etc.), Piment 2882 _Ctr. ZYZÉHWY diverse Heringe 2371 Ctr. (2455 Stk.), 2101131111101
. 1.
An raffinirtem Zucker Wurden 132 700 Str., 011 R01)- zucker 20 400 Cir. exportirt, 011 Syrup 248 31,1 Str., gegen 22 222 Str. 111 1876 importirt.
Von 2111011611 wurdc Soda im Quantum 0011 256 993 Etc.. geg-en 234 538 (3,117. in 1876 und Pottascbe im Gewicht von 24 896 (Gtr., 116110124 505 Str. in 1876 eingeführt, 011 H0 rz 154 233 Stk., gegen 136 753 (Ltr. in 1876, 011 Farbehölzern 70 666 Etc., gegen 27 095 C11. 111 1.876.
Der 21011115 von Holz war scewärts umfangreicher 0113 seit Jahren.
2111 Wein, wurden 166100115 86 251 Str., gegen 97711 Etc. in 1876 em- und 21709 Gtr., gegen 26 788 Ein in 1876 ausgeführt. Der Import 1101 sich 0110 für 1877 um 11460 Gtr., Wovon 8145 1???“ 111 französischen Weinsn, 11110 die Ausfuhr 11111 5079 Ctr. ver-
ernert.
Die Metalleinfubr bstrua: Roheisen 1 124 828 Sfr. (1876 1100 290 (50), Stabeisen 127 960 Ctr. (1876 89 628 Sir.), Eisen- b1cche 52 001 Ctr. (1876 22167 Gtr.), Eisenbahnschieneu 63 094 Ctr. (1876 21084 Str.), faxonniries (Eisen, Anker und Sibiffsketten 5602 Ctr. (1876 5836 Gtr.), WCißblc-ch 2393 C1!» (1876 1898 Gtr.), grobe und ganz grobe Eisen: und Siablmaaren 44 979 Sfr. (1876 27 969 Ltr.), 1chmiedeeiserne Röhren 15 757 (xtr. (1876 17 637 Str.), feine E116_11W0aren 807 Ctr. (1876 229 Gtr.); Blei 4016 Ctr. (1876 1979 Gtr.); Kupfer 21212 C11. (1876 15 679 Gtr.); Zinn 6478 Ctr. (1876 9599 (Gtr); Robzink 207 466 Ctr. (1876 221814 Elk.); Zinkblech und Zinkwaacen 29666 (Hir. (1876 23 236 Etc.).
Die Einfuhr von Sicinkoblen und Koks belieft sich auf 1 786120 Gtr., gegen 2112889 Ckr. in 1876.
Kunst, Wissenschaft und Literatur.
_ Nach dem Ykonaisberiihi der König1ich Preußi- 1chen Akademie dkr Wissenschaften zu Berlin für Juli und August d. J., lasen in dicscn Monaten folgende Herren: ZeÜer, Ueber die Lehre des Aristoteles 0011 der Ewigkeit der Welt. _ Helmholtz, Telephon und Klangfaibe. _ Websky, 112ber die Licht- reflexe schmaler ,Kristallflächkn. _ Hofmann, Ueber Farbabkömmlinge der Pyrozallussaureätber. _Kubn, Ucbez: Bribaddevatä(Fortsexzung). _ ZeUer, Ueber die griechischen Vorganger Darwins. _ Studer, ZwZite Abtheilung der 4111110202 1101711611016. welcbe während der Rei1e S. M. S. Korveiée „GazeÜe“ ,um die Erde gesammelt wur- den. _ Harniö, Die Formen der Exbik. 1]. Ueber die Psychologie 000 Jol). Nic. Teteqs. _ Droysen, Ueber die Schrift Anti-St. P1erre und deren Verfasser. _ Ewald, Ueber Beobachtungen 011 eini- gendArTZlnader Gattung 1111301111166. _ Mommsen, Ueber die Schlacht an er 10.
_ Der „Nordd. Allg. Ztg.“ wird unter _dem 23. Oktober aus Malt'a geschrxeben: „Nach mehrtägigem Au1enthalt verläßt beute N0chm1tiag die Expediiwn der „Deutschen Afrikanischen 0513191110201“ 11111111 G. 9105le Führung Europa, um morgen 10 2111110 ihr_e Wirksamkeit zu beginnen; Die Abreise von hier wird um 3 Uhr stattfinden; 9105116 und 1eine Begleiter 1)r. Stecker und Hr., r. Cfillagh, werden morgen um 1 Uhr Nack;- mzttags m Trizwslis landen, wenn anders der Dampfer seine programwmaßige Zcit innebält. Frau Rohlfs 510111101 ihren Mann bi's,Tr1polis und wird dort während der ersten Periode der Expxdition verweilen. Die Mitglieder der Expedition batten swb bei ihrer Durchrcise durch Frankreich überall der größten Sym- p'atbie zu erfrxusn. Die Pariser gebgraphiscbe Gesellschaft beraumte cine Ausschußstßung unter dem Prasidium Vivien St. Martins 011,
der die hervxorragendsien Vertrxter der französischen Geographen bei- Wohnten. In derselben entrvickelte Rohlfs seine Pläne, welcbe 011-
emein ebilli 1 wurden. Der Aufenthalt in Paris dauerte nur 10 Lange. 0416 noJHwendig war, um die Außrüstung (Zelte, Feldlager- egenstände, Kleidun , Instrumente) zu _ beschaffen. Le1dcr onnten hier in 0110 eiserne Waffexk1sten, „1011 91011116 sie auf seiner Expedition in die lybiscbe Waste bequßte, nicht beschafft werden. Man verlangte fur Fertigung einer einzigen den enormen Preis von 100 014 11105le 501 chh0lb Zinkkisten von 60 ] Kapazitat machen 1011211, welche „0110de _nicbt 0 gut und dauerhaft wie eiserneKisten, aber besser wzexene Schlauche 1ir1d, mit denen die Eingeborenen die Wüste durchziehen. J11'Tr'1- * polis wird ein längerer Aufenbalt gemacht werden., Zum Theil rst dersebe bedingt durch den Ankauf der Kamßele, sowie durch dqs An- werben dcr eingeborenen Diener, zum Theil dadurch, daß die Ge: schenkc, welche Se. Yiajesiät der Kaiser, für, den Sultan_von"W0d01 mitscbickt, erst späTercintceffen. Auch ist em Theil der Gepaeksiucke“, Welche die Kaiserlickzc Admiralität die Güte hatte durch den „233011 von Wilhelmshaven n0ch Malta befördern zu lassen, noch n1cht em- aeiroffen. Auf 011e FäUe hofft Rohlfs aber Anfangs Dezi-mber von Tripolis aufbrechen zu können.“
_ Nach einer Mittheilung der „Heidylb. Ztg.“ wurde am 22. Oktober bei einer in der Tbibaut-eraße in Heidelberg vor- genommrenen AUSJrabung ein röm11cher„B_run11en erzideckt und nach weiteren Grabungen in demsxlbcn ein rowischer Meilen- stein nebst kicineren Steinen aufgefunden._ Cs'lst diese 2111501050111; ein Theil der römischen Au5grabu11gen, d1e seit Jahrxßcht unter der sachkundigen Leitung des Hrn. Bau-Jnspektors Schaf,“ auf dem Terrain zwischen der Thibaut-Stcaße und dkr 12131 fertig gestellten Irrenklinik unternommen wnrden. „Vor ihrem naben Abschluß soUte 1100) ein Fund 0011 huber Wichtigkeit gemacht erden: _eben besagter MZilensiein, der achte, Welcher die Reihe der fruher gesundeven ver- v011ständigt. Derselbe ist nach de_r 01sbald vorgenommener) Exit- zifferung dem Kaiser Maximinus bei 111116111 Reg1er1111960n1riti "1111 Jahre 235 und seinem Sohne Maximus , (bier irrthiim- Lich Maxinus genannt) als Thronfolger gewidmet 0011 der (111111115 861161111113 ULWZUUU (011111115 861111111161. [8070110113] 1110111011111)
1110100100513] hies; die 10111isch6Niederlaffung dieschegend.) Die Zeichen b1111. des Steines heißen 1611266 (106-1001 (8611. 8110007111110), Wie der Entzifferer dec Jnschrifk- mittbeilt, War" die aufgeFU'ndene Säule nach den Umständen des Fundes 0011 den Romern bei ihrem Abzug in die Tiefe eines Brunnens gesteckt worden, offenbar 11111 der Absicht, dieselbe, wenn das KriegSglück 11111611 erlauben so111e zuruckzu- kehren, wied.r berauszmvinden. Aelelchs 111111301) 111110611 sieben anderen Meilensteinen, Welche 111011 behutsam, dte Inschriften gegen den Boden zu, in einem der vielen vorgkfundknen Kellerraume dicht neben dem Brmmen gebettet 11110 mit Erde zugedeckt, fand. Der ursprüngliche Stanwrt aller 0ch1S011160 war offenbar ein sich 011 den Brunnen anlehnender vicrcckigcr Estrtcb, cbem-als wghrscbemlicb zum Schulze der Trinkenden leicht überdacht. Dkk, Tra_er des 230713128 Waren wohl die acht Säulen, je eine 011 den 0121 E en 111101; 61116 dazwischen 011 den zugehörigen Seiten. Ur'berbanpt" 1001 der 50 Uefe Brunnen die Mitte der ganzen Anlage, die 1101101108 der pr'111srer Römsrstraße vom Neckar bis 011 die Heutige Mannbemwr CH_au11ee bmzog. Wir haben hier eine kleinere Lagerstadt 1101 uns, _wie sie 1111) 111 der Regcl in der Nähe eines römischen Standlagers bildete; „(8111 1017025 lag 0er unterhalb Neuenbeim und war dnrch eine Brucke 11111 den a**f dem linken Ufer gelegenen „():-11111110») 10010015" (Baracken der Marketender, Krämer und Händler [LUUZÖSÜZLZV verbunden;! __Cme grbßkre Arbeit über 0110 bei Heidelberg aufgefundenen rommcben Bauten mi(tS einem (;_uslxübrlicbcn §Yanpder ganzen Anlage vom Bau- 011 ektor äer it ereits im “ 1110.
“5 sp_ D0§ch05n 11116 1101 61111111! Zeit (insekündigte Werk: „213011- fabrt 1100) Olympia im erstkn Frühling der Ausxnabungcn (210111 und Mai 1876) nebst einem Bericht über die 911111110111 der_bUden folgcndcnAuSgrabungs-Campa 11211,“ Reisebmefe 110118 11d11110 P 121111), ist nunmehr im Verlage 11011 2Zé1iedrich Luckb0rdt blcrfclbst'zum Preise von 4 «74 erschienen. Dasselbe dürfte zur Zeit'um 10 mebriniere111rcii, als die Ergebnisse der Ausgrabungen bekanntlich se11 Kurzem 11111 zu einer A1§steÜung vereinigt sind.
_ Unjer dem Tiie1: „Kommunistiscbc Ideal'staaken" ist vor einiger Zeit im Verlage 00:1 (5. Sch1mem0mi 111 Bremsn eine kleine Schrift erschienen, in welcher der Verfasser, Dr. A. Gebrkc, die Lehren der vier bek0n1itest_en Verfasser von, Ideal- staatcn schildert. Zucrsi den (Hereckyjigkeits-staat “025 quw, 111 dem uns die aristokratiich Gesinnung des 2111611501115, 11111 111121: 1101111-n Schroffbeit enigegeniriit. Zum Zweiten di? „11101110“, 100 die 110111111111 lebenden Menschen des Thomas 2111317115 1001111211, fcri1_er"de11 „'S01111111- staat“ des Campanella, der im Wissen das „13211 der 210111111851, und schließlich Cabets „Jkarien“, das ein Bild 111110111 0011 der Herrlwbkeit eines K0111m111116m118, wie ihn die Genußsucbtkdks 1121111zebnt-s11 Jabr- bunderts träumt. In KÜNL charakterisirt 01“. 01611ka 0161? Phantasie- gebilde ireffemd mit den 2801101 „die Versaffex d121er S1001§101nnne verwaifen die Bedingungsn der bistoriscben (550111110011 und _sch11der- ten ein komniunistischks Leben, 111 Welchem 0118111st S1001d1e Sorge um die Existenz seiner Bürger (1118101111101, 1001100111 61 _0011 2111911016 Friichte der Arbeit empfängt. S0 161111111 1111) 01616 0011111119611 Dichter mit einem kühnen Sprunge aus dem 1111161: dem Monde in ein von ibncn erdacbtcs 2801102110111), blieben aber troizdem 'die Kinder ibrcr Zcik, deren 912011101: 1111) 111111011 in ihren seltsamen Projekten wiederspiegelt.“ Es war ein ver- dienstlicbes Unternehmen, diese halb vergeffencn Prodnkw dcr„Welt- literatur gerade in gegenwärtigen Zeit1äufte11,_wicder 111 „die Ex:- innernng der gebildet-cn Welt zurückzuruf-Jn. 2211210100117, 01812 11011- 11109211 Gedankenbichtungcn 111 ihrer ursprünglichen F111che 111 6111e Schilderung zu fassen, Welcher nur enge Grenzen gesteckt, war 111cht leieht. Der Verfasser hat sich dieser Aufgabe gejvachsen gezeigt. Seine Darstellung ist licht und klar, seine Sprache vorziebm, und auIdrucksvoil, Vorzüge, welche den Historischen und literarischen Werth der kleinen Schrift in das rechte Licht stellen.
_ Ein alphabetisches General-Register über die noch geltenden, bis einschließlich 1877 ergangenen preußischen S1em- 'pelsteuerZ csexxe, 21610151111110611,Reskrivfs u11d,ger1cht- 1ichet_1 Erkenntnisse, bearbeitet von J. C. Axor, Bcamtxr der Rbeixzischen Eisenbabn-Gäeüsäyaft und Bürgermeister 0. D., ist 10- ebcn vaeipzig im Verlage 11011 C. Reißner 11. Ganz erschienen.
Wie der Verfasser betont, ist dcr Zweck dieses Gcneral-Registers der, alle Personen, welxbe sick) mit Verwendung von Stempeln zu befassen haben _ seien 1'1c Privat- oder 111 amtlicher Thätigkeit _ der schw1ec1gen und zeitraubendeii Arbeit des Nachschlagen?) dcr Gesetz- S0mw111ngcn und Ykinisterial-Blätter zu iibcrheben. Zwar existjren uber d1cs_es Thxma schon eine Reihe von Handbüchern, doch find dieselben 0118 11m10ngre1ch und für den Weniger Eingeroeibten nicht leicht ver- 110111111111 und baqdltcb. Es wird dieses Werkcben, welches durch- aus nicht als,eine'se1bständi e, belehrende Arbeit auftreten will, daher auch gewiß seinen Zwe erfüÜen und in interessirten Kreisen gern zux Hand genommxn werden.
' 'Sawmtliche n0ch1rag1ichen gesetzlichen Bestimmungen und neuesten m1111ster1e11en und ger1cht11chen Entscheidungen, mit Bezug auf das am'7. Marz 1822 ersch1enene„Stempelsteucrgeseß, find in bündiger Wmse, alpb0b2t1sch geordnet, 111 dem 46 Seiten starken Heftchen zu- ammxngeiaßt, Welches somrk geeignet ist, für 0116 FäUe 9111511111) ufklarung zu geben. ,
_ Utxter dem Namen „Kaiser-Kalender“ führt 1171) der eleaanie, kunstlerisch außgestattete Kalender wicd-xr ein, der früher den nahestehenden Freunden des alten Buchdruckerhanses Decker von diesem Yschenkt wurde. Die Nachfolger DecerS (R. 0. Deckers Verlag, ' Yarquardt & Sébechk in Berlink) babem den Kalender neu erstehen laffen, wozu sie sich der früheren üixstleriscben Kräfte, Professor ?. Burger und Xylograph A. 23301016 bedienten, dem Kalender aber msofern eine Neuaestaltung gaben, als sie von dem Porträtmaler Tb. Ziegler ein MedaiÜon-Porträi Sr. M0jestät des Kaisers zeichnen ließen, das den diesjährigen Kalender schmückt. Auf diese Weise 1011 der Tafxlkalendcr mit der Zeit eine ganze G01erie hervorragender “Personltchkeiten bringen. Der Kalender 111 nunmehr in auen Buch- handlungen für 30 43 käuflich.
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Haag, 28. Oktober. (Leipz. tg.) In dex gesiertx 111 .Delft abg-baltenen Jahresversamm ung der niederxandischen geographischen Gesellschaft, m_acbte, deren Prasidenx sebr 1n1ereffante Mittheilungen über, die 111 vielf0chexH1nsichtaufzerst lobnenden Ergebnisse der bisherigen ErforschungSzuge der von dieser Gesellschaft nach Mittel-Sumakra enisandten'Wisscnschaft- lichen Expediti on. Den kühnen Reisenden ist es geluxigen, einen großen Theil dieser 0u§gedebnten, vordem noch v0n,ke111em Europäer besuchten Gebiete zu erforschen. „Ernste bewierigkeiten aber, welche der Expedition Aufheizuri'gen emos de'r Fursten mstden Binnevlanden bereiteten, ließen ein wxit'eres Voxdringen der Neuen- den in das Innere des Landes nicbt räthltcb erscheinen und ver0nlaßten den Beschluß, die Forscher zurückkehren zu lassen, „wodur1o d1es_e Ex- pcdition ihr Ende erreichte. Wie von anderer Seite, durch Mittbep [ungen aus Batavicx, verlautet, 110116 der Generalgouvxrncnr 0011 Niederländiscky-Jndien, 016 er Kenntniß 0011 der Gefahr erbie11,1001che der Expedition durch feindselige Gesinnung „myhrerer Hauptlinge drohte, sich für sofortige Rückberufurig der infende'n' ausgesprochen; er WoÜte nicbt die Verantwortlichkcit für dte p011111chen Verwickx- lungen übernehmen, in welche das Generalgouvernemeiit durch 0111 oder das andere mi liche Geschick der "Expedition nun mit 1e11€11 wii- den Stämmen in iittel-Sumatra hatte geratben können.
Land- und Forstwirthsthast.
Auf Grund des Geseßes, Maßrcgeln gegen die Reblauskrank- beit betreffend, vom 6. März 1875 (Reichs-Gsseizblatt Seite 175) ist ferner dsr Wanderlebcer Lehnert in Worms zum Sarbver- ständigen für das GroßHerzogthum Hessen ernannt worden.
Gewerbe und Handel.
Die bereits 111itgetbeilien, 1161111111171) beruhigenden 9101111165121) *) über den GesundbeiSzusiand in den Häfen von Marokko Werden durch neuerdings in Tanger eingegangene Berichte der Dele- girten und des Arztes des “001110611 GesundheitSratbs bestätigt. 'In den dortigen Gssund11e116021rbältni1sen, die 011 und für fich gute sind, ist 0011011) hinsichtlich der einzelnen während des (“501111112111 0111116110 11701117119ckeyyidemisijycn Krankheiten cine steis zunehmende Bes1erung er- i ti .
5211111) darin stimmen die 011151111211 Beriibte mit den sonstigen Nachrichten überein, daß die überwiegende Mehrzahl 01111: Todeéfälle 11111 epidemiscben Erscheinungen die Pockenkrankheit unter den Kindern und bez. gewöhnliches Fieber betrifft. Sklbst von cinsr Seitq, welcbe 011 der im Uebrigen, wie bekannt, längst aufgegebenen Ansicht Fest- hält, das; dort überhaupt wirkliche Cholera herrsche, 111070611 011101714- 1reise für Casablanca unter den Todesfäklen einer secbötägigen Zeit- periode im ersten Drittel de: Oktober nur vier Fälle 01?» C1011r0 bezeickonet, 011e übrigen aber cbenfaUs den Pocken und dem Fieber zugssckorieben.
Die Zahl der Todesfäüe 111C010b1012c0 in den Tagsn 00111 2. bis 10. OkWÖCL wird in den Berichten der 2361130111111 des Gesu11dbeii§raibs auf 11111: 37 angygeben, 0110 erheblich günstigcr 015 andkrjvéitige Rachrichtsn besagten **).
Als ein besonders günstiger Umstand wird aus Tanger 111111211111, das; neuerdings das langersehnte ngenwkiter eingetreten 111, 0011 Welchem nicht nur 1102 Befestigung der acbefferten (5521011001113- vcrbc'iltniffe, sondern namentlich 0111) ein Sinken der (Hetreidepreise und damit der Wegfalk cines H1uptgrundes epidemiscber Krankheiten erwartet wird. Um so mehr giebt man sicb dort zu Lande der Hoff- nung bin, das; die in einigensüdcuropäisckyen Häfen gegen Marokko 011- geordnetcn Quarantänen, we1che, wie besonders diejenige in Gibraltar, schwer aufdem Verkehre 1011011, 1111111nebr, wenn nicht gänzlich aufgehoben, 10 doch 1061111111an 0110601611111 beschränkt werden. W011 doch selbst, als 1111th _ vor etwa 10 Jahren _ die Cholera und zwar unbe- zweifélt in M0r0kk0 berrschte, in Gibraltar nicht, wie jetzt, eine Quarantäne 11011 30iägiger Dauer angeordnet, auch die Einfuhr 0011 chxnsinittkln, wie 1101011111111) Fleisch, Gemüse, Früchte, unter 111- wi11en Vorfichtsmaßregeln gestattet, wäbrcnd dieselbe 12151 110113110) verboten ist.
_ Ueber die VLrwaliung-der Könialicben Frankfurt- Bebraer Babu 111 dem Etatsjabre 1877/78 heißt es 111 dcm Be- richt der Königlichen Eisenbabn-Direkiion zu Frankfurt 0. M. Fol- gendes: Es befanden fick) während dieses Jahres 502,0 1111 Bahn im Betriebe; die Betriebslänge im mittleren JahresdurÖsckymiiie bc- irägt dagegen für den Personenverkehr 4943211111 und für den Güter- verkehr 497,33 1110, während dieselbe im V0rjabre _11ur 377,59 bezw. 378,13 betrug. In Folge dieser Verbältniffe wei1en die Ergebnisse des Beiriebs eine günstigere Gestaltung 1111121111er dem Vorjahre 0111. Im (Ganzen Wurden im abgelaufenen Jahre befördert: 4566455 Personen, einsch1ieß11ch Militär 1111d Abonne- 111811160111618 (in 1876: 3 857 040 5113110116111, 8117,9 1 (5560011 inc1. 34692 1 Gepäck-UebergcwiÖt (111 1876: 67932 1 inkl. 20566 1 chäck-Uebergewikbt) und 1790 303 1 Fracbtgiiter, exkl. Betriebs- dienst- und andere frakbtfreie Güter (in 1876: 11721935 1). Die (Gesami11teinnab11123 brlaufsm sich 0111 14 638 382 «76, gegen 10120564 016. im Vorjahre, 1111d entfallen bie10011 auf den Personkn- verki'bk inkk, Ncbenerträgnissc 4140 551 „77- (111 1876: 3493310 016), 0111 den Gütervsrfebr inkl. Viebbcfördcrung 11110 Nebcncrtriige 9858 069 „76 (in 1876: 6109498146.) und auf verschiedene Einnahme 639 761 «70 (101876: 517 755 140). Nach dem 211311131111“; dsr Vetriebs- 1"e71*111mg bcir01ei1 die Einnahmen insgesammt 14 61957236,d1e21u§110be11 19 375 682 „14. Der 1111311110011, der znr Gencralstaatskaffe abgeliefert wurde: 5243 890 „M Letzterer beträgt 3,68 % ron dem bis Ende 1877/78 verausgabten Anlagekapital 0011 141 308 815 0771 gegen 2,32 0/0 des Jahres 1876. Gcgenüber dem Vorjahr stellen 00) die (Einnahmen um 4518817 146 501131, die 211161105011 exkl. der 11 001110 Reserve 2c. Fonds vcraukgabtc'n Beträge 0011 1116021001011 1 148 041 014. um 2092 490 «74 höher und der Ucberschuß gleichfalls um 2035236 010. höbcr.
Frankfurt 0. M., 1.R001mber. (Oelbericbt von Wikib&C0.) Dar verflossene Monat 11101 für das Peiroleumgeschäft still und ereignißkos. Troß auer Bemühungkw die Preise zu halten, i-t doch ein weiterer Rückgang zu verzeichnen. 9101111111th kostet 1101) den lc'izten Nachrick1cn 91 0. pr. ()J-0110116, Rohöl 82,“ 0. pr. Faß. Der bis jeßt niedrigste Stand für Rohöl War 0111 27. Septkmber 782 0. Jack) den nun VVTliLFlLUdLU genauen Tabellen Wurden im Monat August 11. J. in den pennsylvanischen Oelfeldkrn 1341928 Faß odcr täglich durck1chnittlich 43 288 Faß Oel gewonnen. T'cr Vorrath betrug Ende August 4613 455 Faß und die Zahl der pro- duzirenden QueÜcn 9884 Neu gebohrt Wurden „197 OueUen, morunter 11 trockene. G7ge11 den Monat Jul1 ist also die Produktion um 58063 Faß gestiegen. Unter solchen Umständen wäre es nicht zu verwundern, wenn die Preise noch znebr sinken würden. Man hofft 0011 EUropa Besserung in Gestalt großer Aufträge; dock; find unsere Lager noch sebr be- deutend In Deutschland 0116111 betrug _ der Vorrath Ende September 170000 Faß mebk als im vorigen Jahr. Wie die Mailänder Handelsseitung „Il Sole“ me1det, 111 das in Italien gefundene Petroleum kürzlich auf scmc Entzünd- barkeit geprüft ivorden und es hat sicb her0uSgeste111, _dqß es dem amerikanischen nicbt nachsteht. In Mailand sind vom stadtischen In- genieur r. Quadri eingehende Ver1uche gemacht worden, das Oel zur (806 ercitung zu verwrndcn. Wrr entnehmen dem erstattete'n Be- richt, daß das Oel zur Erzeuguxig 0011 24 05111 Gas, 111011111100 Flammen 6 Stunden lang mcspeist Werden können, 15,16 Lire kostete, einschließlich Zinsen und Arbeitslohn 19,27, Lire. „(Gegen K*oblengas im Preise von 0,35 Lire eigiebt sich eine Ersparmß von 30 0/0. Man ging dabei von der Grandlage qus, daß 120151011111- 005 für eine Flamme von mittlerer Größe eme Stunde _lang 011€- reichcn. Versuche, die im italienischen Polytechnikum in Gegenwart des Prof. Besana gem0cht Wurden, haben" ergebxn, daf; Gas aus italienischem Erdöl sich zu Koblengas verhalt, ww 2,7 zg 1; man Zrlaucht 421 des leßtxren und nur 15 1 des ersteren fur dieselbe
amme.
*) S. „Reichs-Anzeiger“ vom 30. 0. M.
**) S. „RciOZ-Anzeigcr" vom 30. 0. M.
Verkehrs-Austaltem
New-York, 1. Novxmber. (W. T. B.) Dx-x Dampfer des Norddeutschen Lloyd „Main* ist hier eingetroffen.
Berlin, 2. November 1878.
Verein für deutsches Kunstaewerbe- zu Berlin. Zwanglose Sitzung vom 23. Oktober 1878. Pr. N. Rosen- feld legt Proben von Mo101kfußböden aus gebratxntem Thon deutscher und englischer Fabrikation 001 und erl_0uiert dieselben. Er behandelt in ausführlicher. 2151116 [die fru11eren und 11: igen Anfertigunqsartcn der THonmosaiken uri0 011 Gxskckyitcbte dieser anustrie. In Deutschland sind die MxtxlaMr und Sinztger Fabriken die 1inzigen, welcbe Fußbodenbeläge d1e1er Arx liefern. "Ihr Verfahren ist ein und dasselbe, und zwar nicht das 5,21 der 710001111- 11che11 Tbonfabrik0tion übliche. Die HersteUung geschieht voUsiand1g auf trockenem Wege. Die vexscbiedenfarbigen Theeée der Platten kommen 018 111011211125 513111021 111 die Form und Werden durch starken hydraulischen Druck in 1111 Ganzes verwandelt, welcbeé getrocknkt 11111) gebrannt wird. Die Platten englischenF0brikats zeig«*11F[0ch- und Relies- muster, in Bezug auf Zeichnung und Farbe 151115 000 einfacher, 11161113 von rkicher und 1110111111110er Wirkung. 21111361? den eigentlichen Mosaik- platten, Welche aus einer 91111118 0011 nebeneinandeigeseyten Steinchen 0115 gebranntkm Tbon bestehen, nwrden in den. „6111111111131! Fabriken noch andere 0011 sehr verschiedener T2ch11ik angefertigt. Die auSJelegte Sammlung zeigt dieselbén, darunter viele 0011 0011113111190 Arbeit in Zeichnung und FärbUng. Es 11111) „encausti1che“, deren vertieftes Muster 001: dem Trocknen und Brennen mit. einer Farbénmaffe aus- gegossen wird; fcrner „alafirte“, 1721 denen die N01-1rfarb6029 Thor_is durch eine farblose Glasur gedeckt ist, „LMA1U1116“,„5611*1'11M ein farbiger Ueberzug den Thon bedeckt, gemalte 11111 kiinstlerisck) 0116- gefübrten Gemälden und eigentliche Majolikey M1t b_em0111111_R1'11ef.
Die Verwendung der deutschan und 2110111che11J1161111 ist 111 1teter Zunahme bc0riffen. Sie diensn als FußbodebciagZ 13011 Fluren, Korrid0re11, Trottoircn, Passagen 2c., w0fijr sie ihre (310110611611 11110 Härw Empfiehlt, und zur Bekleidung der Wände in Küiben, SPLlsL- kammkrn, Badezimmern, Pferdeställxn 111 w. _ Besondkre Er- wähnung fand 0011) das 1011211001110 „Wedgewood“, 13011 welchcm der Vortragende in einer spätcren SiYungeFabrjkate vorzuzxxgen 06110101)-
Hr. M. Sch1ilz 112111 mebrere 111 111116111 01051111111201011502- fübrte Prachtmöbkl 0113, 11111211 557110117111 _cinen Schrank 11110 Buffet 11111“ vorzügliÖer Jntarsia und Schnißarbeit. EZ 151110111: 1101001011 eine Diskusswn iiber die (21110111111111111 dss Neu-Rei10111011c611016 m dsr 2321111111: 2117111110111 11110 Kuwstindustrie. (Zs wird dcmgsgenuber 0010111 aufmsrksam 0611107121, Wie in einst 011dxrcn Stadt (Hannover) der 110111111116 Styl 111 2110211711111 und 51111111gewerbe "111111311 Boden gewonnen b0b1'. Ueber die Enniebnng 1111166 ctgknthnmlwb'en neg- goibisckycn SMS, in 111111193111 01111) jene Mbbel 0111011111 [1110 die 0111 der [051111 baniioberifchcn Industrie-Ausstegung 011.11me1"ne Auf- Mkrksamkeif erregten, gab Hr.,Lögvimson 1111116110016 Aufschmffe. Hr. Prü1er sagte 0111 2331111111) 136158211011101111113 0111011 besonderen Vortrag Über die 50011006111196 IndustriL-Aussteüung zu. '
Der übrige Tbéil 005 Abends wurde 01101) Vorführung einer großen Z0131 0011 kalbildcrn 0113__der Pari1er Weltausstexlung 0113- gefülli, zu denen di? Herxcn Profemor Vogcl und Döykr 0113 21911160 Ansch0111111gen die (81101111101131'11 11113211.
Die unter dem Protektorat Sr. Majestät des Kaisers und König»? stehende Berliricr gcmcinnüxzige Baugesellscbaft bielt gestern Abend 1016 0116101111116 G111era1versamw1ung ab. Nach dem hierbei erstatteten Jahresbrricbt 11111 te dtc geniemrißiZi-Ne Baugeseu- 1113011 in den entlegenen Stadtilxet en 'die Piictbssordrrungcn noch Weiter herabsetzen, 1001111111) die Hauser 111112150111 der Stadt, deren Mietben bcdcutend billiger sind als die sonst üblichen, nach wie vor 10 1121111111 werden, daß n1cht 0116 Anforderungen befriedigt werdm können. Die finanzielle Lag: könne als eine recht günstige bezeich11ct Werden; bei einem Aktiknkapiial von 272 400 „76, _einer *vaothefen- 1151110 0011 134 400 „76 und dem Guthaben der Mtrithenoffen 0011 89500 „70, 0110 einem Passivum 11011 496 300 «74, besitzt die Gesell- schaft eine Reihe rentabler Grundstücke zum HersteUungépreise von 603000 074 und einen Reservesond 0011 382 900 «44, 0110 ein Ak1i011m 0011 986200 «44 Die Differenz zwischen den wirklichen Einnahmen und dcnen, Welche 611111111611 müßten, wenn das 1101131: Aktien- kapital dcr Gr1111dsiücke mit 6% 9161116111011 veriinrt wiirden, d, 1). Wenn sich in 011111 Häussrn Mtctbsgcnostensäyaftkn befänden, beirägt im veraanaenen Jahre 5535 010 Daran schloß sich die General- 02110111111111110 der Aktie11-250u0612111ch0ft „Alexaxidrg. Stiftung", 1001096 0011 dem [1111101101100 dsr 5111161115011'5011111ffe verschont geblieben ist; die „Wohnungen. werden 11011) 1012 001: gesucht; anch ist die 0111111108 finanzere Lage 1711111113 geblikben. Das Ver- mögen der Stiftang 1101 sick) 0011319 975 „40. „0111 388 891) 014 0er- mebrt. Die Einnabmcn dsr G312111ch0ft 1111 0011001 Jabw bezifferten sich 0111 266268 076, dis 211130115611 0111 225111 „76, die B1lance 110112131 in Aktiven und P01110611 m1t 837865 014
Der unter dem Protektoraie Sr. Königlichen Hobsit des Prinzen Carl stebcnde Verein für Zucht und Schaustellung von Racehunden 111 Berlin, „Hektor“, ladet 111 071“ 0m_Mittw0ch, den 6. No- vember d. J., Abends 71 Uhr im Restaurant Zennig, 1101-21“ den Linden Nr. 13, stattfindenden nächsten Sixzung des Vereinssein. Auf dcr Tag€§0r§111111g siehen_folgende Gegenstände: 1) Begrüßung der rrcu aufgenommenen Mitglteder; 2) Aufnahme 0611er Mitglieder; 3) Vorführung 0011 Racebundcn; 4) W051 0011 311371 Rcvisoreu zur Priifung der WWU u11d Kane; 5) B'Lkicht über die 1. Z. 011 das ReiHI-Cisembabn-Amt erlassene Pexttion, behufs Verbesserung des Trmsporics der Hnnde auf den Eisenbabxen; 6) Diskussion über einen von Baron 11. Nolde eingesandten Vorschlag.
Mit Genehmigung des Chefs des Generalstabs der Armee wird sich 011111.d.M. ein Kommando des Cisenbabn-Regiments unter Führung eines Offiziers zum Legen von Oberbau 1c. 0111 der Neubaustrrcke Arnstadt-Jlmenau der Tbüringiscberi Etsen- bahn nach Arnstadt begeben und dasrlbsi auf circa drei Wochen „Quartiere beziehen.
Die.bisberigen Wiederholungen des Augierscbsn Dramas „Die Fourchambaults“ im Residenz-Tb_eaterfindcn denselben unge- theilten und warmen Beifall wie die cr1ie Vorstellung. DaF Haus
ist allabendlich sehr gut besucht.
Die Singakademie br0chi_e gestern in 111er ersten dies- jäbriLen Abonnements-Conccrte die 11-111011-Me1se von Bach 8
zur .luffübrung. Das seltene Exeigniß der Vorführung dieses gewaltigen Werks, dem 011f feinem Gebi=1e kaum ein an- deres zur Seite zu stel1en_ ist, hatte ein sebr zahlreiches Publi- kum versammelt, das 11111 andacbtiger Aufmerkmmkeif lauschte und von der durchweg gelungenen, zum Theil vorzüalicben Aus- führung im Tiefsten ergriffen wurde". Der Chor der Singakadcmie rechtfertigte aufs neue semen 01tbewabrten Ruf; jede Nummer zeugte 0011 der Sorgfalt , und dem Verständniß, mit weicht das an Schwierigkeiten überreiche _Werk einstudiri worden war. Die Soli ruhten in den besten Händen. Fr. Joachim er- frcuke die Hörer durch den Adel ihres Vorxra s und durch den Woblklang ihre]: Stimme, die für die große ufgabe wie kaum eine andere ge1ck0ffen erschien. Hr. Prof. Joachim, der die- Solo-Geige 1übrte, entzückte bxsonders im Betzedictus durch ein unübertroffenes Spiel. Frl. Rudiaer als Sopranistin,Hr. Ober- auser, der die Baßpartie sang, und Hr. Sturm als Tenor brachten ihre Partikn zur günstigsten Wirkung. Der Chor der Sing- akadmie und sein Dirigent, Hr. Blumner, dürfen mit 0011er Befrie-
digung auf das woblvollbrachte Werk zurück1ch0uen.