1878 / 275 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 21 Nov 1878 18:00:01 GMT) scan diff

, .

Land: und Forfiwirtbfchast. [(bieden abgetönt isté auch die heavolirien Pulte, Tische und Stühle

. (F.“ r | e B e i l a g e zum Deutschen Reickxs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

Berlin, Donnerstag, den 21. November

als ihren "Feind behandeln werde. _ Der Emir Schir Ali hat das Ultimatum unbeantwortet gela en. Das . Kabinet at in (Folge dessen beschlo en, nach In ien tel?- graphisch en Be1ehl zum Vorrü, en zu [enderx _ D1e Times“ glaubt, die ersten Operationen 1116 den 111 der Be- 7eßung des K ber- und Kurumpaffes forme 1m Vorri'xcken der Truppen von uettah aus bestehen. _ Heute findet Wiederum ein Kabinetsrath statt.

Italien. Rom, 20. November. Kais er Alexander hat 5611 rusfischßn otschaster, Baron kaull, beauftragt, ihm täglich Nachricht über das Befinden des Königs Humbert nach .Lwadia u senden. Heute Morgen fand in der KapeÜe der rusfi1chen Botschaft an-

chließen sich dieser ärbung an. Zur Nachtzeit werden die einlenm Arbeitspläße in „Gruppen zu zWei und vier durch einzelne Gaslam- pen auf Kandelabern erbeUt, wäbrend zur allgemeinen Beleuchtung des großen Raumes in dem Mittelsaale größere, in de'n Seitenbaüen kleinere Gabktonen vertbeilt find. Der Hauptraum ist vorzugöweise zur Aufnahme der Hughes - Apparate bestimmt, von denen zur Zeit neben 18 Morse - Apparaten 36 aufgestellt sind; ferner be nden sich hier der Umschalter fiir den Hugbes- * Betrieb, d e Arbeitspläße für die OberauTichisbeamten, die Plähe

der infiradirenden Beamten und der Hausro rpost-Apparat. In den SeitenhaUen haben 164 Morse-Apparate, die beiden großen Blik- ableitx'r, der Hauptumscbalter, sowie der Umschalter für den Betrieb der Berliner Stadtleitung Aufstellung gefunden. 2111 den Rund- en des Saales, sowie an den Umfaffungswänden sind zehn elek- tri che Uhren angebracht„ die sich in ein und demselben Stromkreise

N a ck w e i i u n g der in der Zeit vom 1. Axxguft 1877 bis 31. Juli 1878 im „preußischen Staate aUSgegebenen Jagdscheine.

Zahl der egen unent- eld geltlicb aUSJeg ebenen Jagd- scheine.

Bezeichnung des Verwaltungsbezirks.

""*"" “"""-"“*- _-_--_---_-_-.__..-_„____ «“...-___

Laufende Nr.

M YZ ITU f er at e für den Deutschen Reichs- u. Kgl. Preuß. Staats-Anzeiger, das Central-Handrlsregister und das Postblatt nim 1111 a 11: die Königliche Expedition

W. T. B.) Der

Oeffentlicher Anzeiger. .. "

„Invalidendank“, Rudolf Mosse, Haasenftein & Vogler, G. L. Daub: & Co., E. Schlotte, Büttner&Winter, sowie ane übrigen größeren

362 286 223 431

4,651 3,451 1,796 3,448

5,013 3,737 2,019 3,879

Regierungsbezirk Köni Sberg . Gum innen . Danzig . . .

. Marienwerder .

866614511sz 111111 1111181'8110111111Z8-88011611. Zabbaßratjousn, Hnjxebors, 1701130qu11 11. äsrx].

5. 11111119121'19118 Ftab11886m8068, 173117111811 111111 (1108811811081.

Nrcußisxhen StaakS-Anzeigery: 6. 7818611161161» 86148110110805111113-611.

läßlich der glücklichen Errettung des Köni s von Italien ein Dank ottesdienst statt. _ Die Manife ationen ge en das thtentat sowie gegen die Jnternationalisten dauern ort.

_ 21. November. (W. T. B.) Anläßlich der gestrigen Gebnrtstagßfeier der Königin fanden fast im ganzen Lande "056111111116, patrwtische Kundgebun- gen statt. In Pi a war eine solche öffentliche Feier von den Studirenden und Bürgern veranstaltex worden. Während derselben explodirte eine qube, _giückluherWeise ohne ernst- lichen Schaden zu thun. Ein anunduum, das man für den Urheber der Schandthat hielt, wurde fcqort verha tet und konnte nur mit Mühe vor der Erbitterung und“) 1111) der

Menge geschüßt werden.

Aus dem Wolffscben Telegraphen-Bureau.

Wiesbaden, Donnerstag, 21. November, Mittags. Se. Majestät der Kaiser und König besrchten gestern das 'The'ater. Heute findet zur Feier des Geburtstages „Ihrer K61serlichen und Königlichen Hoheit der Kronprinzefsm em Galadmer statt.

Darmstadt, Donnerstag, 21. November. Der Groß- Herzog hat den Grafkn von Schliß, genannt von Görß, zum räsidentcn der Ersten Kammer ernannt. , um Vrästdenten der Zweiten Kammer wurde Obergericht§= ail) Görz, zum V131-Präsidenten Königer und zu Sekretären Heinzerlmg und Conradi gewählt.

M Darmstadt, Donnerstag, 21. November. Nach dem 1161116 ausgegebenen Bul1etin ist das Befinden drs Großherzogs ein recht befriedigendes, und schreitet d16 Heilung dxr schweren örtlichen Erkrankung so rasch wis 1nög11ch fort. Die He1serkeit des Erbgrofzhsrzogs hat sich wieder vermindsrt und daS Fieber nicht wiederholt. Das Allgemeinbefinden ist ein be- friedigendes.

...-„QQ

London, Donnerstag, 21. November, Mittags. Ein Telegramm 569 „Rcuterschen Bureaus“ (LUS Bombay vom 21. d. meldet: Nach Liner hier veröffentlichten Depesche 11116 Thull von hcute frül) haben die englischen Truppen das Fort Napion ohne Widerstand 561631; der Feind hat sich vor den- selben zurückgezogen.

Kunst, Wissenschaft und Literatur.

' Der „Schwäbische Merkur“ meldet den Tod des aus Stuit- gart gebürti en Professors der Theologie Keim in Gießen, dcs be- kannten F01§1chers auf dem Gebiete des Urchristenihums.

_ In Worms Wurden, nach einer Mittheilung des „Korre- spondenzbl. des Gesammwereins d. d. Gesch.- 11. 2111-2382“. bei 2111- lage eines KeÜers, dem „Gymnafium gegenüber, 2 fränkische Gräber aufgedeckt, das eme ein Platiengrab, 1116 andere mit einem Steinsarge. Die noch efundenen Knochen ließen erkennen, daß die" Leichen nacb Osteti geri tet waren. Auch beim Gymnafiumsneubau Waren solche Gräber gefunden Worden, davon eines ein eisernes Schwert enthielt.

Cassel, 12. November. Die „H. M.-Z.“ schreibt: Den 1111- angefeßten jahrelangen Nachforschungen dcs Metropolitans 01.111001. Hochhuth dabier ist es gelungen, die seit 271 Jahren verschwundene so enannte Marburger Agende vom Jahre 1527 wieder zu er- m1iieln. DieseLbe ist von ganz besonderer Bedeuiung für die Re- formationSgeschicbte überhaupt, wie für die von Hessen insbesondere. Das Büchlein findet [1111 unter den reichen Schätzen der Gräflich Stolbergschen Bibliothek zu Wernigerode; ohne Zweifel ist ein weiteres Exemplar mcht 11131» vorhanden. Die von 1)1.-.H0ch- bail) herausgegebene „Christliche ordcnung, wie es zu Marpnrg in Hessen mit Tauffen, Sacrament „reichen vnd mit Beten Nach der

redth gehalten wird, 1527“, Wird dem Vernehmen 11011) in diesen Das „Wernigeroder „J11tell.-Bl.“ ent- hält fol ende nähere Mittheilungen über die Agende: Das [ein ist äußerlich sebr unscheinbx1r und befindet sich unter der Bibliothek - Nummer 116 974 in einem unter Graf Christian Ernst neu in Schweinsleder ge- bundenen Oktavband als 2. unter dem Titel „Christliche ordenung, wie es zu Marpurg in Hessen mit Tauffen, Sacrament reichen Vnd mit Beten nach der Predigt Fehalien wird. Marpurg 1527.“ Diesem

Tagen die Presse rerlaffen.

unansehnlichen Scbrtftchen 1't„eine 1":er die äußere Erscheinung weit hinausgehende Bedeutung e1zumcffen. Es ist dasselbe nämlich: I das aÜcrälteste im Hessenlande (Regierungsbezirk Cassel) gedruckte

uch' 2) ist es das erste Erzeugmß der Druckerei der erst am 30. Mai 1527 _ durch Landgraf Philipp den Großmütbigen gegrün- deten Universitat _ der ersten die als evangelische 0chschule ein- erichtet wurde _ daher es fich amScbluffe mit acbdruck „ge- rockt. in der newen löblicben Umversität" Marpurg nennt; 3) ist dieser Wiegendruck der_ neuen evangelischen Horb- scbule zugleich eine erste evangelische Kirchenordnung, und von niemand anders verfaßt als von Dr. Niartin Luther, in dessen Werken es aber bis jeßt fehlt, weil unser Schriftchen seit dem Jahre 1604 vollßändig erschoUen war und schmerzlich vermißt wurde. Das Büch ein enjhalt auch noch außerdem ein paar Marburger Drucke reformatorischen Inhalts aus demselben Jahre: 111180. 1. Yiartin Luther, Ob man fur dem sterben fliehen möge; 111180. 3. Was dem gemeynen volk nach" der predig für zu lesen. Eynseßung des Sacraments des [1158 vnd bluis Christi._ Die VerWaltung der räflickLen Bibliothek ist übrigens keineswegs zum ersten Mal in der qge, er evangelisch-theologischen Wissenschaft in dieser Weise durch w1chtige Unica ars der ReformationSzeit zu dienxn und zu nutzen, melmehr haben seit mehr als 300 Jahren wis1enschastlich gesinnte Grafen mit besonderem Intereffe und Verständniß gerade Schriften dgr xvangelisch kirchlichen Literatur gesammelt und einzelne vom anzltchen Untergangs gerettet. Schon vor 300 Jahren fanden Pro- Zefforen und Schulmännee einen dankbarst anerkannten Zugang zu en von ihnen bewunderten Bücherschäßen der Gräflich Stolberg- schen BücherfammlunYkzu Wernigerode. ' München, 16. ovember. (Allg. Ztg.) Dieser Tage trat hier em neuer botanischer Verein ms Leben. In der sehr besuchten Kon tituirungsversammlun , an der sicb Personen aus den verÉcbie- den en Lebenskreisen betbe ligten, wurde der Profeffor an der iesi- gen orischule Robert Hartig zym ersten, und der AppeUations- geri 19- atb Dr. Arnold zum,zwe11en Vorstande ernannt. Dr. Arnold, einer der ersten Kenner der Ltcbenen, wurde von der philosopbisthen

6,929 7,467 1,572 3,492 2,870 1,236 5,117 2,935 7,404 6,388 4,610 7,700 8,571 2,890 10,293 1,939 2,306 3,001 1,969 2,451 1,562 6,154 2,825 6,516 3,805 4,363 3,989 7,090 3,813 3,343 3,234 414

6,529 400 7,121 346 1,569 3 3,279 213 2,728 142 1,128 108 4,925 192 2,759 176 7,102 -- 302 6,224 164 4,298 312 7,506 194 8,441 130 2,803 87 10,168 1,939 2,306 3,001 1,969 2,451 1,548 6,134 2,735 6,367 3,362 4,000 363 3,808 181 7,010 80 3,743 70 3,063 280 3,182 52 322 92

Pojsdam .

., Frankfurt. . Polizei-PräsidiaLbezirk Berlin. Regierungsbezirk Stettin

., Cöslin. . Stralsund Posen . Bromberg FURY: .

tegm Oppeln . Magdeburg . Merseburg Erfmt .

.. Scbchwig Landdrosteibezirk Hannover . .

Hildesheim .

. Lüneburg . .

Stade . .

., OLnabrück

Aurich . . Regierungsbezirk Münster . Minden . Arnsberg . Cassel. . Wiesbaden Coblenz . Düsseldorf Cöln . . Trier . Aachen. Sigmaringen

Provinzen.

OWQQWÖWWU

* : K K K* . K *

149 443

648 654 749 463 368 778

8,102 5,244 15,219 7,135 7,684 17,624 18,750 411 10,168 125 13,214 14 15,236 259 7,362 806 20,806 663 322 92 146,866 | 6,030 1876/77 sind außgegeben . 142,173 1 5,773 mühin 1877/78 mehr . 4,693 ] 257

GeWerbe und Handel.

Einfuhrverbot. Die Königlich portugiesische Re- gierung hat auf den Vorschlag der zur Untersuchung des Zustande? der Weinberge des Tuc-to-Gebietes eingeseßten Kommiffion den Im- port von Neben sowie aller Pflanzen aus den von der Phyxloxera he1mgesuchken Distrikten nach Portugal und den dazu gcbörtgen Inseln verboten. AuGgenommen von dem Verbote find Sämereéen.

M“ Der Rechnungßabscbluß der Berliner Weißbier- brguerei vorm. Bolle per 30. September cr. gestattet die Ver- ibetlung einer Dividendc von 2% an die Akticnäre. Dc111Gescbästs- berich entnehmen wir, daß 111 dem abgclaufeneu GesckyästK-jabr 27 353 111 Bier gebraut wurden. Es rrurden angekauft: 600 005 1x Weizen zum Bejrage 11011 138 002 „45, 144 628 11,9 Eerste zum Be- trage von 26 837 «46. und 4391 112: Hopfen zum Betrage 0111 8194.46 Der Durchschnittspre'xs stellt fich beim Weizen pr. 1000 kg auf 230 „46, bei der Gcrste pr. 1000 1111 auf 185 «46 und beim opfen pr. 50 ks auf 93 „46 Für Abschreibungen sind nach Maßga e der vor jährigen Prozentsäße 9717 «18 berechnet.

Wien, 2]. November. (W. T. B.) Wie die ,Preffe“ erfährt, tritt der Generaldirektor der österreichisch-französischen Staatsbahn, Bresso", am 1. Juli 1879 von seinem P0sien zturéck, um 111 das Comité des VerwaliungNathes zu Paris einzu-

re en.

deffelnben, Kopp, in Aussicht ge110mm111. ?ofrm Engertb tritt als geschgffsführendes Mitglied in den Verwa tungsratl) ein, und zwar vorlaufig. bis eine Stelle im Vertraltungsratb vakant wird, mit dem Titel eines technischen Konsulenten. In der Organisatian der Ge- seUschaft wird keine Aenderung stat1finder1; speziell werden durch die künftige Betriebsdirekiion _in Pest die Befygniffe des VerwaltUUgé- ratbes und der Generaldirektion nicht eingeWränkt.

London, 21. November. (W. T. B.) Die Bank von England hat beuke den Diskont von 6 auf 5 0651. herabgesetzt.

Verkehrs-Anstalten. J

New-York, 20. November. (W. T. B.) Der Hamburger Ptostfxampfer „Gellert“ ist heute Morgen 7 Uhr hier ein- ge ro en.

8,750 5,898 15,968 7,598 8,052 18,402 19,161 10,293 13,228 15,495 8,168 21,469 414

152,896 147,946

4,950

Oslpreußen . Westpreußen . Brandenburg Pommern

Sachsen . . . . SchlcswigoHolstein Hannover. . Westfalen . . Heffen-Naffan . Rheinprovinz . . . . Hohenonernsche Lande . Summa .

141-541- WWSOOWÜQMPWWx-l

Berlin, 21. November 1878.

Die nächste Königliche Farforcejagd findet am Dienstag, den 26. d. M., statt. endezrwus: Mittags 1 Uhr zu Jagdschloß Grunewald.

Der große Apparatensaal des hiesigen Telegrapben- Dienstgebäudes ist, wie bereits emeldet, am vergangenen Mon- tag in feierlicher Weise feiner Be,?timmung übergeben. Der dem gleichen Zwecke dienende alte Saal im zweiten Stockwerk des in der Französischen Straße gelegenen Gebäudes, der seiner Zeit wegenseiner

äumlicbkeit, Bkleuchtung und Einrichtung den ungethcilten Beifal! aÜer Farbmänner fand, genügte Bei dem stetig wachsenden telegra- Flbischen Verkehr und der dadurch nötbig werdenden Vermehrung der

pparate schon seit Jahren nicht mehr seinem Zwecke, so daß eine Anzahl von Apparaten in neu eingerichtefen Sälen ablßezweiat werden mußten. Die Veribeilun und Zerlegung eines einheit ichen Betriebes führten aber Unzuträglicb eiten und Unbequemlixkkeiten aller Art mit fick)- welche nunmehr durch die HersteÜung eines_ neuen Apparaten- Saales in dem nach der Jägerstraße zu aus eßührten EchiterungN bau des Ha t-Telegra enamtes gehoben Hu . Der neue Saal mi t 43 111 L nge und 111 Breite und erf [it in einen den aupt- fhel des Saales bildenden. mit einem laßdacky versehenen ittek- raum, den nach Norden. Westen und Süden zu drei Hallen be- grenzen. Der auptraum wird durch prächtige Doppelsäulen ge- tragen; die Ue erhöhung über die SeitenbaUen wird durcb Rund- bogen vermittelt, zwischen denen auf den Langseiten Karyat'iden auf den Kurzseiten weibliche Fi uren mit telegrapbis eben Emblemen angebracht sind. Wande und Säulen nd in einer gelblich grauen, dem Auge Wohl-

Zakuität der"Münchener Hochschule zum Cbren-Doktor prc-movirt.

7 3“? ..

thuenden;;Farbex'gehalten, die in [den einze1nen Gsied-r ngen ver-

Als künftiger Generaldirektor ist der Zeyige Stsllbertreter _“

befinden und von einer einzigen Kontaktubr in Bewegung gesetzt wer- den. Durch alle diese Einrichtungen, welchen fich die Heizanlagen und Ventilationövorrickytungen ebenbürtig anschlikßen, ist für die CentralbetriebssteUe eine Unterkunft geschaffen, wie sie geräumiger, übersichtlicher, zweckmäßiger und schöner augenblicklich bei keiner der übrigen aroszen Telegraphenverwaltungen des Erdkreises gefunden werden dürfte.

Die Ausstellung des Versins Berliner Künstler, während der Dauer „der großxn akademischen Ausstellung sehr verwaist, lohnt gegenwärtig “wieda"; 12111: wohl einen Besuch, und zwar um dreier Porträts von v. Angeli wil1en. Unter diesen ist es zunächst dasjenige Ihrer Königlichen Hoheit der Prinzessin Heinrich der Niever- lande, Prinzessin Marie von Preußen, Welches das Interesse beson- ders in Anspruch nimmt. Vornehm einfach in glatten, jeden Pußes- bauten, dunkel olivengrünen Sammet gekleidet, ohne weiteren err- 11:11) als eine Perlenkette und einige Blumen, zeigt das Bildniß (ganze Figur) die 501): Frau im ganzeq Zauber ftischester Jugend, vereint mit jener blonden Zartheit, wie sie so oft an deu1schen Frauen gepriesen worden ist. Das 211118 aber hat Angeli so meister-

aft (namentlich find die Hände bewundernswerjb gemalt) wieder- zugeben und so distinguirtfarbenbarmonisch1nsich selbst und mit dem landschaftlichen Hintergrunde überein zu stimmen Verstanden, daß das Bild unstre1tig seinen vol1endetsten Schöpfungen beigezählt werden muß. Die beiden anderen'Poriräts stellen Ihre Königlichen Hoheiten dm, Großherzog und die Großherzogin von Heffen-Darmstadt (Kmestücke) dar. Die kraftdou männliche Erscheinung des Groß- herzogs ist lebensboll und "tmponirend erfaßt, tbr aber zugleich ein gewinncnder Zu;1_echter Leutseligkeit beigemischt, der ungemein sym- pathisch wirkt. All: Einzelheiten der Generalsuniform und des Ordcns- schm11cks_ sind, ohne aufdringliéh oder ab(enkend zu wirken, mit jener minutiören Sorgfalt gemalt, die man von Anneli gewöhnt ist. Die fürstlicb-bobeitoolle Gestalt der in den letzten Wochen so hart ;1eprüften Großberzqgin tritt dem Bescbauer in vornehmem Schwarz entgegen. An diesem Bildnis; verdient nama11tlich die schmelzartige Feinhkit der Incarnation hohes Lob, während die Wiedergabe der funkelnden Diamanten des Halsbandkxß anch dem Pinsel Angeli's unüberwindliche Schwierigkeiten entgegengeseyt hat.

Im Uebrigen. wenn wir 0011 einem unfetiigen Plafonds ron HSVemcyer („Leben und Prüfungsn der Psyche“) absehen, Welcher ein recht lobenswerthes Strebkn z-igt, überwiegt das (Heure und die Land- schaft. Was das erstere betrifft, so tritt ein Bild von van Hammée,betite1t „Antonius und Cleopatra“, welches in der Manier an Alma Tadema erinnert, äußerlich zWar'zicmlich Prätentiös auf, erWList sick) aber bei naherer Prufung als eme naive Schülerarbeit. Ein ebenso fesseln- de's, als 111 _der Cbgrakterixxik der bewegten Situation wie der Emzeifianen [cbt 111151th Bild istdageaen te Peerdis „Nach dem Duell“. Dxm Humor hu1dtgen der als JUustrator w. [bekannte Lüders in [einer „Marschxwsode aus dem österreichischen tiene“, dessen komi- [ck29 O_b ekt die von einer Wagendeiwsel durchstoßene chiments- pauke b1 det - und T(Zner in einer ,Morgenstimmung“ benannten Scsne (zus dern Studentenlelzen. Ein sebr 01'1 ineUer Künstler ist Försterlmxg: [eme Vorwürfe smd stets poetisch erßmden, rvenn gleich die AustHrnng manchmal etwas barockes oder unzulänglicbes an sich trägt. D1es"g11'1 auch von der d1e§mal angcstellten „Elfengrotte“ und dem „Frublmg“ bxiitelten Bildchen, in welchem er fich mit einer trillernden Lerche 111 die Lüfte erhebt und so eine lachende Frühlings- 1andscbaft aus der Vogelperspektive zeigt.

Die 8111811111093Landschafi§malerei _ist vertreten durch Raths (eine stimmungsvolLe Hmdelandsclyaft), von Kameke (eine grandiose Gott- bardpaß-VedUie), . (Chr. Milberg, Douzette, Esäjke, Hermes, Schnee, (Eckermaun, Marte 0011 Parmemier (Marine), ron Schlicht (cine treffli-be Havellandschaft von woblthucnd tiefer, satter Farbe, sowie eine 211111091 der" Werfk von Wilhelmshaven) und 19.91; 1101 10851; Körner (eine prachtige, sonnenbeglänzie idealifirte TropenlandsÖafi „Unter den Palmen“).

Hertel steUte ein'trefflicbes großes StiÜleben aus, der Thiermaler Fkck§éaerwer cine re1ze11de Spatzenfamilie, Schlabiy eine jüchtige

r 11 ur. Unter den zahlreichen LandschaftS-Aquareüen ragen die von Schnee

rübmlicb hervor. Jm AquareU-Geure excellirt ein mit Meisterschaft behandeltes Blatt von V1i1egas, darstellend einen betenden Muscl-

mann in der Moschee. Schließlich sei auch der großen 570111111011 edcrzeichnungen 11011 Engelhardt Erwähnuny gethan, landschaftlicher

indien, Weiche eine besonders in Bezug auf Baumfcklag wobl-

geübte Hand erkennen lassen.

Der Bazar zum Besten des Kinderschußvereitss ist am Donnerstag in dem nach der Behrenstraße zu gelegxnen Sqale der Kaisergalerie eröffnet Worden. Die Erlaucbte Gönnerin des Verems, . hat wiederum wie in 5.3.

Ihre Majestät die Kaiserin-Königin früheren Jahren den Glanz des Bazars duräö darunter Allerhöchstibr Bildniß, erböbt. smd dem Bazar reiche (Haben in Menge zugeflossen und Tausende

Wertbvolle Geschenke,.

von nützlichen und dem Luxus gewidmeten Sachen und Säcbelcben .“ füllen die langen Tafeln, an denen die Damen des Vereins als „Ver-

käuferinncn thätig find.

Das Aquarium ist seit ciniger Zeit im Besitze mehrerer staar- ähnliäber Vögel, Meinaie oder Mino (01861118. 11118109. odcr (11. 16- der diesen aus Indien

1jg1989), die erst jeßt den Ruf recbjfertigen, ' stammenden Thieren vorangin . Sie übertreffen nämlich a11Gelebrtg- keit und Nachabm11ngsgabe a e anderen Vögel. Jeder im Aquarium ehörte Ton, das Schreien des Schimpansen und Gibbon, das Ge- JrüÜ der Krokodile, der Gesang der Drosselu- und Amseln, das kleinste

Geräusch wird von den aufmerksamen Meinaten wiedergegeben. Es macht einen seltsamen Eindruck, wenn fie sogar den Sprechton der -

Das Gefieder ist

Wärter oder der Besucher zu reproduziren suchen. (1) gelbe,

einfarbig, glänzend purpurscbwarz, von den Augen ziehen, nackte Hautwülste nach dem Hinterkopfe, der Schnabel is farbig. Die traurige Meina (5111608116168 1115119), ein in Indien angebeteter Vogel, ist der Gottheit Ram geheiligt, auf deren, er sißi. Wabrsscheinlicb genießt er die Verehrung, weil er [1 bei der Vertilqung cbädlicber Kerbjbiere sehr nützlich zeigte, und wurde

auch aus diesem Grunde von dem Festlande nach verschiedenen Insel-

gruppen übergeführt.

Im Germania-Tbeater finden nur noch zivei Vor- stellungen von der Posse „Durchgegangene Weiber“ statt. Am nächsten Dienstag wird eine (Zroße neue Gelegenheitspoffe unter dem Titel „Adelina Patti als att“ in Scene geben.

Redacteur: I. V.: Riedel.

Berlin:

Verlag derstxpedition (Kessel). Druck: W. Eisdntx

Drei Beilagen (einsébließlich Börsen-Beilage).

Auck) von anderer Seite :“

orange- *

and .

* [9584]

1, 11:- Dentsazcu 11c1ch5-21uze1gcch und 111511191111; 2- 3. 4.

Berlin, 8. 77. Wilhelm-Straße Nr. 32.

7811008u11g, 4100161881100, 2111823111008

Zi 11. 8. 71". 7011 0381181101160 1'211161011.

Steckbriefe un0 7171711terfuchungs = Sachen.

Dcr hinter dem Hausdiener Wilhelm Rönick WLJLN UnterschlasMg in den Akten K. 166 jexxt 325 160. (161872,1111ter dem 29. Juni 1872 crlaffsne Skcckbrief wird hierdurch zurückgenommen. Berlin, de:: 12. November 1878. Königliches Stadt ericht, Abtheilung für U11tersuchung§sachem Kommis wu 11. für Voruntersuchungen.

Steckbrief. (55611611 den unten näher bezeichneten Fuhrlxcrrn August Friedrich Beckmann ist _die gcrichtliche Haft wegen versuchten schn*er€11 Dieb- stabls aus §§. 242, 2439, 244, 248, 43_45 des Strafgesexzbucvs beschlossen worden. Die Verhaftung hat nicht auégsfübrt werden können. Es Werden (1116 Civil- und Militärbebörden des In- und 521116- 10111366 dienstergebenst ersucht, auf den 26. Beckmann zu vigiliren, ihn im_ Betretungsfaüe festzunehmen und mit allen bei ihm 1111) vorfindenden Gegen- ständen und Geldern mittelst TranSports an die KöNiglicbe Stadtvoigtei-Direktion hicrseWstKabzu- liefern. Berlin, den 13. Novkmber 1878. König- liches Sfadtgericht, Abtheilung für U11tersuchungs- sachen, Dcpniation 1. für Schw11rgerichtssache11. Signalemeut: Dcr Fuhrberr August: Fr1edrich Beckmann ist am 15. August 1841 in Sonnenburg geboren, evangelischer Religion, 169 (Zentimeter groß, hat hellblonde Haarc, blaugraue Augen, blonde Augenbrauen, blonden VoÜbart, bewachsenes Kitm, schmale lange Nase, gewöhnlichen Mnnd, voiie Gesicbtébildung, gesunde Gesichtsfarb3, 11011- ständige Zähne, ist kräfting Gestalt, spr1chf_ die deutsche Sprache und hat als besondcre Kennzeichen auf der linkenWange eine große, Vertieftx, senkrechte Narbe und im Nacken rechts emen kleinen Haut-

zipfel. _

Oeffent1iche Vorladunxw Der Knecht Franz Stasckzok aus Bischdorf jetzt 111 Sarfißk, 20 Jaer alt, katholisch, noch nicht bestraft, 1st durcb dre Königliche Sfaatsanwaltfchaft 111Crs1tzburg unterm 9. April 1878 angeklagk worden: m der Nacht zum 27. August 1877 zu Rosenberg Q/S. em Paar Sjiefcln dem Fleischersohn Theodor Karkoska in der 215711131 rechtswidriger Zueig11_u11g MIILWU' men zu haben. Durch_ Beschluß der, Giraf- abtbeilung dcs hiesigen Königlichen Kretssxerichw vom 18. April 1878 ist gegen 2c. Staschok' die Untersuchung eingeleitet worden., Zur münchben Verhandlung und zur (Entschctdung der Sache ist Termin auf Den 13. Januar 1879, Mittags 12 Uhr, im öffentlichen Sitzungssaale bterjclbst an- beraumt worden, zu welchem der Angeklagte desen Aufenthalt hier nicht bekanntund nicht 3,11 «1111111111 1st, mit der Aufforderung hiermit öffentlich vorgeladezt wird, zur festgesetzten Stunde zu erscheinen und die zu seiner Vcrtbeidiguug dienenden 23110613- 11111161 mit zur Stelle zu bringen oder solche dem (Gericht [0 zeitig vor dem Termin anzuzeigen, daß fie 1100) zu demselben herbeigcsckyafft werden können. Anf den FaÜ [611166 2111951601013 wird mit der Unter- suchung und EntscheidUUg 111 contumaaiam ver- fahren Werden. Gleichzeitig wird dem 2c. Stasch0k eröffnet, daß zu diesem Termine als BelastungSzeu- gen 1) der Fleijcbermeiner Germann Karkdska, 2) dessen Sohn Paul 0011 bier mii vorgeladen ivorden find. Rosenberg O.-S., den 4. November 1878. Königliches Krengerichi. 1. Abtheilung.

Subhaftationen, Aufgebote, Vor- ladungen u. dergl.

[9585] Subhastatious-Patcnt.

Das im Kreise, Mogilno belegene und der Frau Vincentia Sexvernm von, Iasmska, geborene von MOSzozenska 111 Witakowwe gehörixze

Rittergut 111116111110170 (101110

soll im Termine

am 30. Januar 1879, Vormittags 9 Uhr, 110 ordentlicher Gerichtssteile im Wege der nothwen- digen Subhastation versiei ert werden.

Dasselbe ist mit einem 5 einertra e von 181383 Rtblr. und mit einem NutzungßWertJe 0011 567 «74 zur Grund- resp. Gebäudesteuer veranlagt n10rde11 und enthält an Gesammtmaf; der der (Grundsteuer Mtxrliegenden Flächen 351 Hektar 97 Nr 66 Qu.-

e er.

Der Auszug aus der SteuerroÜe, der ypotheken- sckZein, einge Ab chätzungen und andere (18 Grund- stuck betreffende acbweisungen, ingleichen besondere KZufbedingungen können in unserm Bureau 111. wahrend der Gesckpäftöstunden ein esehen werden.

Alle Die'eni en, welche Eigent ums- oder ander- weite, zur ir samkeit gegen Dritte der Eintragung in das ypotbekcnbuch bedürfende, aber nicht eingetra- gene ealrecbtx eltend zu machen haben, werden ansgesfordert, drese cn ur Vermeidung der Präklu- sion pätestens im"Versztet erungstermin anzumelden.

Das Urtbeil uber d e Ertbeilung des Zu- schlags soll im Termine

- den 1. Februar 1879, Mittags 12 Uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle Verkündet werden.

Tremeffen, den 7. November 1878.

Königliches Kreisgericht. 1. Abtheilung.- , Der Subhastations-Richter,

'In der Konkurssache des Fahrikauteu Max Hahn, zu Emilienhütte bei Streb ist nunmehr Zum öffentlich meistbietenden Ver aufe des zur

781115Uf6,178ch8.61161111§611, 8051318810080 SW.

7. [1166121186110 50281g80._

8. '1'110-1181-411281Z611. 111 (161' 13018611- 9. kaw11162-U8051165530. 1 118118JS. iK

Annonceu-Vureaus. Fk

merkcs Emilienhütte, von 111311116111 eine Beschrei- bung am Sch1us16 nachfolgi, der Verkaufstermin

auf den 29. Januar 1879 und der Ueberbmstermin auf _ den 19. Februar 1879 161963111111 Vormittags 10 Uhr vor Gericht allhier angessyt, wozu Kaufiiebbaber biexdurch geladen Werden. _ Den Gläubigern wird freigelaffcn, zum Zweck 211161 endlichsn chulirnng der Kanfbedingungen im ersten Verkaufskerminc zu crscheinen. BesNTeibung es

Eisenhüttcn- und Röhreu-Walzwerkes

Emlltcnhnttc. Das Grundstück ist auf der Feldmark dxr Stadt Strelilz unmittelbar an der StreliH-Wexenberger Chaussee belegen, hat einen Flächeninhalt 0011 25 Yiorgen oder 63 830 QU.-Met. und ist 62111111; Meile Von dsr Nordbabnstation StreliY entfernt. An Gebäuden smd an demsel en aufgeführt: ]) das Yiaschinen- und Kesselhaus, 50,30 Mek. lang, 35,80 Mek. tief, in Welchem die Betriebs-

Dampfmaschine von circa 80 Pferdekrast, sowie 3 -

Schwcißöfen und sämmtliche zur Anferkigung 0011 schmiedeeisernen Röhren Jehörigen Maschinen und Drehbänke aufgestellt sind.

2) das Schmiedcgebäude, 109,40 Mai. lang und 9,90 Met. 1ief, mit 14 feriizcn (811111, Lagerräumrn und Comptoir.

Sirelih i. M., den 13. November 1878.

Großberzoglicbes Stadtgericht. H. Gundlach 7. 0. Seyberlicb.

[8485] Aufgebot.

Die Inhaber der Firma Joseph „Henschel zu Sagan, die Kaufleute Wilhelm Und Benno Hen- schel zu Sagan, behaupten, da[; ibrer Firma der Prinn1tvcchsei vom 10. Januar 1859, der von dem Inhaber der Handlung Joseph Henschel an eigene Ordre ausgestellt, amf den Tuchfabrikanten Wil- hxlm Rothe in Gassen gezogen Und 0011 diesem accep1'irt jvorden, auf unbekannte Weise abhanden aekommen sci. DKM 0011 Rothe acceptirte Wechsel lautete Über die Summe 11011 212 Tblrn. 17 Sgr.

Der unbekannte Inhaber dieses Wechsels wird aufngdrdcrt, diesc" Wechscl bis zum 3. März 1879 11116 Vorzulegen, widrigenfails der Wechsel für kraft- 106 erklärt werden wird.

Sornu, den 26. September 1878.

Königlickyes Kreisgcr'ccht. ]. Abkbeilung.

[7448] Ed1ktnlladung.

De; Kaufmann J. Karpe zu Breslau bat wider den Kutscher Xriedrick) Mundenbruäx, dessen jeßiger Aufentba Work 1111121 hat ermittelt werden können, Klage erhoben, weil Letzterer gegen die Auszahlung eines im Besitz: des Klägers be- ßndlichen Sparbuches profcstirt haf- -

Die Klage 111 für begründet erachte't worden und zu ihrer Bea111woriung ein Termin auf

den 21. Dezember er., Vormittags 11 Uhr, vor dem Krcngerichts-Ratb Thalheim im Termins- zimmer 1. hierselbft angefexxt worden.

Der Verklagie wird zu diesem Termin hierdurch öffentlich voereladen mit der Warnung, daß, falls er in diesem ermin 11icht Erscheint oder fich nicht vollständig anf die Klage erklärt oder auch eine schriftliche Klagcbeantwortung nicht einreicht oder durch einen Sterertreter nicbt einreichen läßt, die in der Klage angefiihrten Thatsachen und die Ur- kunden, worüber keine Erklärung abgegeben Worden, für zugestanden und anerkannt geachtet und was den Rechten nach daraus folgt gegen den Verklagten außgesprochen Werden wird.

Oels, den 27. August 1878. Königliches Kreißgericht. 1. Abtheilung.

[9600] Der frühere Vize-Feldtvebel Carl _Kroß aus Grimmen wird hiermit aufgefordert, 111 dem an hiesiger (GerichtssteÜe auf den 24. März 1879, Vormittags 11? Uhr, zur Klaaebeaniworiung und münd1ichen VZrhandlung vor dem Koilegium anberaumten Termme zu er- scheinen und in demselben fich gegen die Klage seiner Ehefrau, Emma, geb. Ascher, welcbe m1t,der Pe- bauptung, das; er im_Jal)r§1_877 sich von tbr herm- licb entfernt und fie 5561211119 verlassen _babe, auf Ebescbeidun anjrägt, zu verantworten, w1driaenfakls nach VorsCFrift der Gesetze die Ehe geschieden werden wird. (111). 14789.) Greifswald, den 2. November 1878. Königliches Kreißßerirlxt.

*“ _ Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen :e.

[9540] Vekanutmachnn ._ '

Das Polizei-Präfidium beabfi tigt, e,111e Partie alter Akten von ungefähr 300 Sfr. zum Etnstampfen im Wege des Submis 10nSverfahxens unter den i:: der Kalkulatur des olizeiY afidiums, Zimmer Nr. 20, einzusebcndcn Bedin ngen zu verkaufen. Kauflustige w011en ihre gebote schriftlich und

Muffe gehörigen Eisenhütten- nnd Röhrenwalz-

, [011 00111 1. JaUuar 1879 ab auf unbestimmte Zeit

, „Suhmisfion auf alte Iéktcn“ 516 011114. Dezember 1878, Vormittags 10 U Zr, 1111 Pra11dtal-Burean desP011561-Präs'1diums,Zimmer Nr. 27, abgeben.

Zur. Eroffnunn dersxlben ist an demsrkben Tage, Vorwittags 11 Uhr, em Termin in der Kalkalaiur anbsraumt.

Berlin,_ den 14. November 1878.

„_ Königliches PoLizei-Präfidinm. von Madai.

Verkauf des zur Veruickxtuu [:e 'immten [9587] ' Telegramm-Materiagls. ft 'Das 1161161: obkrstcn Tclcgrapbcnbeixörde und das be1 'der hiesigen Ober-Posidirektion anäHrlicb zu yerytchtende Telegramm-Material, bestehend aus be- 1chr1kbe11c11 Papier1'0112n dcr Morsc- 2c. Appnrate und aus Telegranxmheften,„ im (Hesammtgewicbt 11011 611011 10 000 113 jahrlich, 1011 mit Bading der Ver- 111chi11ng_58z. Emstampfung unter Auffiéht, im Wege der schr11111ch611 2111518111111] vertragSmäßig znm Ver- kauf gesteUt werden. Kaulesti'ge w011e11 ihre Preisangaben nach dem Satze fur 11 50112 bis zum 10. Dezember d. J., Yiirtags," der htes1genOber-Postdirektion einscUden. Die nahxrex Bcdingungxn können im Zimmer Nr. 10, Konxgstraße 60, Hof, GeldhaUengebäUde 11 Trcpven, emgesebrn werden. Berlin, (ck., den 18. November 1878. Dcr Kaiserliche Ober-Poftdirektor.

[9601] . Yeöcmntmaämtm. Dre Restauratwn auf dem Bahnhofs zu Trebnitz

im Wege der Submission verpachtet werden. Pacht- lnstige 12011811 ihre. Offerten unter Beifügung einer kurzey DarsteÜung 1hrerfr11'heren Verhältnisse, sowie dcr uber. 1516 Führung und Qualifikation sprechen- den 211113118 bis zum 5. Dezember er., Mittags 12U11r, ' i_raqw, verfiegelt und mit der e11tsprech3nden Auf- 1chr1f1 versehe11_ bei der unterzeichneten K0111miss10n e111re1che11. Dll? Submiss1011sdeingungen liegen in unsxrm CMtralbureau _ Ostbahnhof, Empfangs- gebaude _,zur'Einsichtuabnw offen, Werden auch auf portofreten (inkl. Bestellgeld) (111 unsern Bureau- vorstxher, Herrn Rechnungs-Ratf) Ruthe bierselbst, zu r1chtenden Antrag JLJLU 50 ,x) Kovialien mit- getbctlt. (s. (310. 212/11.) Berlin, den 19. November 1878.

[9586] * Niederschlesisä) - Märkische Eisenbahn. D1e Ausfuhrung der Reparaturen des Holz- un_tcrbaues des Ikohlenladegeleises am Friedrich- W1lbelms-Kanal guf 251111111101 Finkenheerd, soll auf dern Wege öffentlicher SmeissioU vergeben Werden. Die Offerten smd mit der Aufschrift: „Submission auf 'Reparatrzr dcs H01zunterbau-cs dcs Koblxnlade- geleises zn kaenhecrd“ bis znm 5. Dezember er., Vorxnittags 11 Uhc, portofrei und versisgelt hier- her emzureichen, w0 dicsclben in Gegenwart der etwa erschienenen Submittenten eröffnet Werden. Zeichnupgen und„VedingUngen sind 1111 Bureau des Unterzeichneten hlerselbst, während dcr Dienststunden 61nzus65611, auch können [eyxere «egen Erstaftung der Kopmlicn von hier bezogn Werden. Frankfurt a,/O., den 13. November 1878.

Der Eisenbahn-Bau-Jnspektor.

Schilling.

[9431] , Vcrgtsch-Märkisckxe Eisenbahn.

Die 5211161051011]; der Erd- und Planirungßarbeiten sowte der Durchlaffe und Brückenbauten zur Her- stelluyg der Zweigbabn Brügge-Lüdenscheid, zwischen Station .0 bis 33 _ die Förderung von 101. 60000 611111 Boden und die Aufführung von rot;. 1600 cbm Bruchstein- und 200 65111 Gewölbe- Mauerwerk umfaffend _ soil ungetheilt im Wege der Submission verdungcn werden. Maffenberecbnungen, Zeichnungen und Bedingniß- he'ft liegen in unserm hiesigen Central-Baubureau, Zimmer Nr. 8 zur Einsichtnahme aus. Abdrücke des [exzteren sind gegen Kostenersatz 0011 dém Rech- mzngs-Ratk) Elkemann hierselbst zu bezkebzn; jedoch wird deren Abgabe nur an Unternehmer erfolgen, weläZe ihre Qualifikation bei unseren Neubauten bewahrt oder durch Atteste nachgewiesen haben. Offerten sind versiegelt unter der Aufschrift:

„Abtheilung 71. _ Offerte auf Ausführung

von Erdarbeiten xc. der Zweigbabn Brügge-

Lüdenscheid“ bis zum 9. Dezember er., an welchem Tage Vor- mittags 11 Uhr, die Eröffnung derselben stattfinden wird, frankirt bei uns einzureichen. Elberfeld, den 13. November 1878.

Königliche Eisenbahn-Direktion.

[9535] Bekanntmaämna. Für das Marine-Bekleidungs-Magazin bierselbst [MM 1111 Wege der öffentlichen Submission nacb- folgende Bekleidungßartikel zur Deckung des B;- darfs pro 1879/80 verdungen Werden:

.;. Ferti e Stiicke. 6000 Stück schwarzset ene Halstücher, 6000 Stück wollene Halstücher, 7680 Paar wol1ene andschuhe, 7000 am: wollene trümpfe,

sowie der“ Bedarf an Gold, Silbsr- und 111 rother Smde rem. Bgumwolle gewirkten Müßenbändern, sowie fan, gestrckten und 11eschlagenen A zeichen für Unicro1fiz1ere zu dcn Jacken resp. Ueberziebern und den wollenen und Weißen Hemden. lk. Materialien. 8200 Meter [chwarzwollenes Band zu Sturm- bändern, 90000 Meter breites [6111811116 weißes Band, 1 «. 10 Meter schmales Weißes Leinenband, 31000 Meter breites blaues leinenes Band, 19800 51113111: Bramtuch zu Arbeitßanzügen

Hetzer, 6400 M?ster Bramkuck; zu Vorratbstaschen, 0,709 111 breit. 31000 Meter 0,384 111 breite11 weißen Cottondriil, 41900 Yketcr 0,792 111 breiten weißen Cottondrill, 15500 Pieter schwarzen Doppelkattun zu Futter, 2600 911610." schwarzen Doppelkattun zu Taschezt, 12500 Dußend 11elbe Ankerknöpfe zu Jacken für Matrosen, 2000 Dutzend Weiße Ankerknöpfc 34 Jacken für Heizer und Handwerker, 4000 Dußend große schwarze Steinnyßkvöpfe zu Ueberziehxrn, 12600 Dutzend weiße Metallknöpfe zu Hemden, 3030 Dußend bleicrne Knöpfe, 20000 Dutzend kleine schraurze Hosenknöpfe, 17000 Dutzend kleime weiße Hosenknöpfe, 14800 Meier graue Leinewand, 72000 I)ieter blaugeköpertcr 2110110119, 42000 Meter weißgeköperter Moltong, 38650 Meier weißungeköperker Moltong, 12000 Meter blauer Nanking. 13420 Paar Nitxkl, 5690 Stück ugschnailen, 5690 Stück ugringe, 18000 Stück chnüre zu wollenen Hemden, 10000 Meter Segeltuch zu Kleidersäcken, 2000 Stück WatTe, 40000 Meter Moleskin (Satin) 0,834 111 breit, 27200 ?Neter Moleskin (Satin) 0,709 111 breit, 700 Meter Steifleinewand, 22000 Meter Zchéarzbaumwoüene Schn11r zu Tuch- 0 en, 22350 Meter weiszbaumwdücne Schnur zu Arbeits- und weißen Hosen, 5100 Meter grauer gekrumpfener Drillicb zu Nr- beitSanzügen für die Kaiserl. Werften, 800 Stück Zu [einen zu den Blousen, 21300 Paar Hal soblen. Dic Lieferungs-Offerten find portofrei, versiegelt und mit der Aujschriit: „Iubmisfion auf Lieferung von Bekleidungs- Artikeln“ verseHen an die unterzeichnete Jntendantur bis zu dem auf den 14. Dezember ex., Vormittags 11 Uhr, im diesseitigon Bureau, Friedrichstraße Nr. 11, anstehenden Submissions-Termin einzu- reichen,“ in welchem dieselben in Gegenwart der etwa er1chienenen Submittenten geöffnet Werden. Die Lieferungs-Bcdingungen liegen in unserer Registratur zur Eirificbt aus. Auf porfofreies Ver- laugxn Werden die Bedingungen gegen Erstattung der Kypialien von „19 0,80 abschriftiich mitgetheilt; die bcjiegelten Normalproben liegen zur Ansicht im Bureau des Marine-Vekleidungs-Magazins hier, Hafenqaffe, zur Ansicht aus, werden jedoch nicht versandt. Kiel, im November 1878. Kaiserlickxe Jutendaniur der Mariue-Station der Ostsee.

für

weißen

Verloofung- Amorkkisation- Zinözahlung u. s. w. von öffentliche»? Papieren.

[9589]

Dkk Kaiserliche Senat für Finland bat die Be- stimmmg getr0ffen, daß die Obligationen der Hangoe-Eisenbahn-Gesellsäxaf: zum Preise von .;)0ä/0 des nominellen Kapitalnrrths eingelöst werden 0 en.

Diese Obligationen müssen mit sämmtlichen ver- failenen und noch nicht fälligen Coupous, vom 2. Juli 1874 inkl. anfangend, versehen sein. Der Betrag der etwa fehlenden Coupons wird von obi- gem Kaufpreis in Abrechnung aebrgcht Werden. _ Die Einlösung erfolgt bis auf Wetteres an meiner Effektenkaffe in den üblichen Gejcbäftsstunden. Berlin, den 19. November 18 8.

7 S. Vleichröder.

Bekanntmackmug. Bei der in Folge unserer BekanntmaxhunZ vom 28. v. Mis. am heutigen Tage stattgeha ten öffentlichen Verloosung von Renteubriefezt der Provinz Brandenburg sind folgende Apomts gezogen worden. 11111. 11. zu 1000 Thlr. :: 3000 „Fi 73 Stück und zwar die Nummern: 502 868 878 897 1174 1210 1342 1534 1768 1855 2024 2239 "2304 2875 3363 3616 3889 4225 4420 4712 4832 4964 5236 5255 5361 5538 5597 5750 5807 6001 6005 6169 6947 6951 7076 7088 7172 7386 7470 7653 7910 8395 8488 8638 8658 8727 8735 8810 8846 8960 8993 9046 9223 9572 9884 10199 10215 10440 10561 10577 10874 10968 11328 11371 11431 11485 11892 12095 12152 12201 12247 12306 12903. 11111. 13. zu 500 Thlr. = 1500“, 28 Stück

5000 aar kalblederue Schuhe,

versiegelt mit der Aufschrift:

5000 aar fabllederne Stiefel,

und zwar die Nummern: 541 557 579 704 * 998 1178 1236 1696 1812 2148 2166 2317 2341