1878 / 282 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 29 Nov 1878 18:00:01 GMT) scan diff

bis drei Monaten fertig estellt werden könnte und mit ' dem Beginn der NLichStags esfionÖufammentrcffen würde, wo dann die Berathung darüber im _

Der Abg. Lasker _ liche Defizit auf 30 MiUionen veransch agt, und_er sex x_mab- ängig von ihm zu einer ähnli en, nur um wemge Mtlltonen

eilt werden müßte.

öheren Ziffer gelangt. Prinzip, 12 Millionen nicht unter dem Konsol stellen, ein unrichtiges eseßes müsse getilgt eien aber ni.“..t

von Betän en géOSckt

ergebe bei UÜHLL'LL“ Prüfung ein Defizit im Ordinarium von

91/ Millionen Mark.

nneres Finanzwe'sßns habe man diese kleinen Kalamitäten nicht so sohr beachtet. Aber auf die jetzt bsabsichtigten umfang- reichen Bauten sci ssine Partei nichr gefaßt gewesen. Reick) habe unznlängléche Einnahmen, die schwanktkn, gleichzcitig schwankten die Einnahmen aus den

BetriebSv-krwa[tungen Jahren. Dem gcgsnüber

Der Fehler in der Quotisirung der Einkommen:

steuer habe Preußen in ein andc-res Mittc'l, die

eine Veränderung diese?:

erblicke den Grund unserer _ dem Bau der Eisenbahn BMlin-Wsßlar inaugurtrten Bahn- anderer

politik. Ein frage. Er wisse nicbt, Reste angegeben habs,

narium für daS laufende Etatsjahr Übrig bleiben würden.

Der Finanz:§)_1§inister ve von 21 M1llto_nen_ Er beid€ Summen m Mesem

er, Redner, fcbäße sie auf 100

Reduzirung dieser Sum fizits Mscntlich. DieV sehr kostspielig geworden

Finanz-Ministcr heute eine andere SteUUng Zn früherer Zeit habe derselbe ein Veto Ministérium und den Bericht an den König _ möge die Sachs heute noch so liegen, aber er habe das Gefühl,

daß )'th die Stellung

gedrückt WErde. Man „Provinzial : Korrespond dEcZ preUßischen und des

absr er habe den Eindruck, als

mehr existire. Donn so

Kaufe nicbt Verschweigen können, was man denn eigentlich im

eiche in 286qu an dic

libéralePartßi

halt. Die „Prov. Korr.“ Das leßtere Blatt sei

das“ anérkannte Orkzan des prenßischen Mini

el habe aber in Wirklichkeit Reformen in AUSUÖT gestellt, die ohne 20 MiÜionen nicht erreicht werden könnten.

nern. ener Arti

tifizirnng der Klassen- Mstaltnng des Etats; Grundsteuer auf Eine Der Etat diéses Jahrs?- geschichte Preußens*

der Regierung im

das Kapital ziehe sick)

.Jndzxstriszwejg getroffen werde. Regwrung d1e vollständige Aufstellung ihrßs wirthschaftlichen

Programms. Hierauf cntgegnste

dM FragM, die dsr VcMßdner angeregt habe, woÜe er zunächst das berühren, was derselbe Über

ligsn Außgaben gesagt

er hglte es für cine Pflicht der Finanzverwaltung, den Grnnd- saß m Gcltung zu behalten, daß Anleihen in der RLgel nur _ _ zu solchen AuéZgabcn, die eine znr Ver- zmsung Und Amortisation ausréichende Einnahme in AuHsicht sxellen, daß dagegen_solche Untcrnehmungen, wic fie in ähn- l1cher Art ]ährltch wwderkehren, auch aus dcn regskmäßigen Einnahmen des StaJtLßs gedeckt a solcher man sagen könne, daß sie in Dahin gaben, Die der preußische Staat machcn müsse, namentlich in Bezug auf die Umgestaltung der Gefängnisse und Strafanstalten. unter den gegenwärtigen Umständen, zu einer Anleihc schrsiten müssen. Indes; dieZahlsolcher

aufgenommen werden

sehr gUt , eine Zahl

wisse

noch

derkshren _ würden.

halten, den Grundsaß, möglich zu vertheidigen,

__aben d_es Finanz-Minésters, und er wolle hier nicht, und onne ]a auch an dLesem Orte nicht auf das Verhältniß des

Finanz-Ministers zu seine einer der Punkte, in d Finanzpolitik den Wüns sorts gcgeuüber

„Provinzial = Korrespon Yk? nicht gethan zu hab

g. Korrespondenz“, emer Stelle der Ansprüche an das Reich

liegenden Etat reffektirten; dies „leßtere habe er als unri tig

anla ung, um aus dem

die

jener Seits herauSgerechnet seien.“

vinzial-Korrefpondenz“, ihm im Detail nicht mehr den Charakter der Berichti

(ÜJU _ _ augenblickliche Zustand auch set, so ser derselbe doch r_11cht außergewöhnlich. Wie der vom Abg.Kühnef_ür den damaltgen

. inanz-Minister von Patow erstattete Bertcht ergebe, hätte Jreußm von 1848 bis hoch in die 50er J Defizit von 7 bis 16 MilLionen Mark gearbeitet, welches durch Zuschläz_19 u den Steuezn, durch AnleYen Und Aufzehrung

oibereit,zu einer Erhöhung der indirekten SteUern mitzuwirken; (1621: Über die Höhe diefsr Erhöhung fehle deer An

troß des Desaveus des Sinaanini 1

seine Parwj sei zur Verständigung mit

_ Reiche und in Preußßn beroit und wünsYe sehnsüchttg, das Provisorium los zu werden; denn die 11an e in““ dsr Finanz: und Zollpolitik wirke aus“ alle Ermerbszweige,

vcrtheidigt Vorrsdner habe gesagt: er

Richter aus einzelnen aus sonstigen ZeitungMotizen und Thronrede Folgerungen gezogen und daraus bezeiLnet, und gesagt, der gegenwärnge Etat gebe keine

teuerbewilligung des Yieichstages zu erklären, die von

range der Geschäfte Uher- abe gestern das wrrk-

Was dre Tilgung betreffe, sz) sei da_s ur Tilgung derjenigen Anlethen, d1e

iatioUSgeseß stehen, in den Etat zu"

. Nach dem Buchstaben des Anleihe- werden; Zeiten, wie die ]eßigen, geeignet. So betrübend der

ahre mit einem

worden sei. Au der Etat von 1868

Im Vertrauen auf die Gesundheit

Das Matrikularbsiträge

um 30-40 Millionen in wenigen stehe die Steuerskala fest und unbedingt. und Klassen: diese Situation gebracht. Gebe es also Finanzßn in Ordnung zu halten, als unseres Stsuerverhältniffes? Er

fchlechten Finanzlags in der mit

Punkt betreffe die Bauten- ob der Finanz-Minister die Ziffer der welche vorausstchtlich beim Extraordi-

rlange dazu noch ein Exkraordinarium

behaupte, das, der Finanz-Ménister Jahre absolut nicht vsrbauen könn€,da MilTionen. Durch die nöthige me verändere fick) die Gestalt 066 De- auten seien in Preußen und im Nsiche . Das liege daran, daß der preußische habs, als früher. gegen das ganze gehabt. Formel!

des Finanz-Ministch sachlich herab: habe im Reichstage Und in der enz“ zwar eins Mge Verbindung Reichs=Finanz-Ministers versprochen, ob diese Verbindung gar nicht nst hätte doch der Finanz-Minister dém

indirek en Steuern wolken Die national-

habe auf 300 MiÜionén schließen la_[_sen. srs eriums des In:

mmer Steuern Es genüge nicht, die Quo- und Einkommensteuer zur besseren es müsse auch die Ueberweisung der geseßlichc Grundlage gestelXt werdsn. sei ein Wendepunkt in der Finanz:

zurück, weil Niemand wisse, welcher Er verlange also von der

061? Finauz-Minister Hobrecht: Von

die Vchaudlung der einma-

habe. Er habe»- gcftern ausgeführt,

werden müßten. Er zwischen diesen beiden Arten Aufgaben liege, von denen langer Zeit nicht wie: gehörten z. B. die Aus: in Folge der ReichE-juftizgessße

Hierfür werde man, besonders

Aufgaben so enge als möglich zu den er angeführt habe, so scharf wie das halte er gerade für eine der Auf-

nKollegen eingehen, aber das sei gerade enen die Grundsäße einer richtZJen chen und Jntereffen der anderen es- werden müßten. Der (der Minister) habe die denz“ desavouirt. Er glaube en; er habe nur bemerkt daß der Bemerkungen der rovinzial- auch aus

abgeleitet habe, die auch in dem vor-

, !

er- selben die weitgehenden Ansprüche an

_ Die Artikel der „Pro- auf d1e Bezug genommen sei, seien gegenwärti , aber ste hätten wesentlich

daß se

möglich so eines klaren , der

Regierung tm „Interesse

würfe; denn die durchgearbeitete, aÜgemeine Ziel eingehen müsse. Grund: und Gebäudefteuer.

Steuergesetzgeb

weisen haben würds. die Hälfte der Steuern

nicht ohne Bedeutung Er sei der Ansicht,

das Unterrichtheseß erwähnt. Zweckmäßig, WEnn man einen (hon 1m VoraUs festzustellen,

men ü erwiesen werden* sollten.

es eit) reiner Ste_uererlaß. Od Promnzen übermesen wsrden?

allgenwine Veranlagung teresse der Gemeinden,

bezweifke nicht, daß,

erreichen sein werde. (Fe t einzelnen Punkte ledigi ' sichten hervorrufen,

eine

führen könnten, weil man

WOÜL man ein Programm Detailberathung eintrston. Wen

61116 ErörterUUg dieser Frage 1

Allgemeinen hingestethen und seh

ausxzsarbeiteten Plan halts Wenn Einzelne angsn rung gssteklt MWM, ,so

nicht aqueicHeÜZ“ aber ein

haupte im Gegentheil, macht, sich vor Wußerungen zu erwecken könnten, die

wohl im Jutereffc des

Mittel dazu zeugung, das; erfolgreiche sei.

vorhandsn

der linken Seite des Hauses. für ihn da?- Defizit, wslches in

ob Attsgabeposten im Einzclnsn dem Extraordinarium ziemlich 111üßiger, nariUm nach dem

ziffere fich auf etwa ein es durch Zuschläge zur Klassen: werden solle so würden 100 gegen das diesjährige wesentlich höher.

ßische Geseßgebung mit die Jahren etwa 35 MiUionen gekommen seien. Der FortfaÜ stufen,

weitere Klassensteuerstufen ?eße sich auch der 61, weil es sich

Quotisirung, dann eintretenden Fa

eßgebung, tre 6 weiter die rung der Kla ensteuer fast

mUn u einer großen Anleihe ayptähuld trage der

e1ch,_ die nicht blos preuß1schen Finanzen belasteten. wenn der Re1chstag die im Reiche

gung undK arstellung getragen gcgen-

weil bei natürlicher Mehrbelastun

über einer bereits sehr lebhaft gewordenen all Man könne diesen Artikeln nicht den offJngen erregt hätten, deren Erfülluné un- er Vorredner habe sod_ann du», Auffe _ _ vollständigen und bestrmmten hmstchtlich derjenigen Forderungen verlangt, 1) e Seitens

stellt würden. Eine voÜftändige Erfüllung dieser For rung sei nur möglich durch Vorlegung detaiÜirter Geseßent-

daß, wenn man etwas Bestimmteres als das haben wolle, man auf die Detailbestimmungen Es sei dies am Wenigsten der Fall bei der Hier handele es sich nur um die Feststellung der Quote, die der Staat den Kommunen zu über- Der Wunsch der Regierung gehe dahin, zu überwsisen. Es __s_ei bemängelt wor- den, daß er neulich geäußert habe, eine sol

Und Vortheil für die Kommunen.

dieselben Zwecke erfüllen können; hierbei habe er den

bedeutenden Jutraden ohne jede Zweckbestinnnung erfolgen soll? oder ob_ mit einer solchen Zweckbestimmung. zwmfelLaft set es, welchen Kommunalverbändsn die Eitmah:

den Gutsbezirken oder Gemeinden

diese Fragen bei den Personalsteuern auf: Sollen dis unt-Zr: sten Klassen der Klaffensteuer gänzlich freigelassen oder zu einem Minimum herangezogen werden? aufgenommcn welche steuer erheben? Wie wsit solle zentsaße gehen? SOUL das Spatium zwischen den einzelnen qufen vermindert werdcn? Aehnliche Fragßn würden auch bet der Gewerbesteuer zu stellen sein. Eine solche AuHeinnnder- seßung würde aber zunächst den welchecZ man verfolge, so viel nch _ wenn 061,“ preußische Staat übsrhaupt die Mtttsl zu einer solchen Reform habe, eine Verständigung über die Art der Ausführung gswiß möglich und Mehl schwer zu aber würde eine Erörterung der

_ _ __ die_ fachlich m_ der zu vsretmgsn waren, „dw absr zu emer

tuelle Djnge gbstimmen könne:; reform mcht nm: em Manöver mit Platzpatronen durchmachen. haben, so MÜffS man in eine solche

zwsckmäßig halte, so geschehe daS nicht dLShaW, wsil sic auf sachlich wäre 66 nicht richtig. Ein Mittelding zwischen wünscl)ex1swerth bezeichneten Reform und dem ganz spszielX

in dieser Beziehung zur Erörte: Herde

bcrgß noch czndere Fragen in sich. zu Omer _agttatorischsn Behandlung ganz besonders geeignet. Er_bestrelts nicht nur, daß eine solche agitatorische Behandlung Settens der Regierung stattgefunden habe, sondern er be-

er habe es sich speziel! zur Pflicht ge-

nach sein2r festen Ueberzeugtmg so: _ _ _ _ Staate?) als im Interesse der Ge- memden ntcht_m1rkl1ch erfÜZTY wsrden könnten, wenn die exen. anf die Dausr diefe Methods dis richtige und

Der Abg._v._Mi1migerode erklärte, er spreche! sich gsgen den Etat fretl1ch m cmderer Weise aus, als die Herren von Di?) allgsmeinc Signatur sei _ _ dErHa1tptsache in derHöl)€von 73 M16wnen Mark angenommen wsrden müsse.

zugewiesen werdmt müßten, Thatsache bleibt: immer, daß das Extraordi- Absay des Etats etwa nur ein Zehntel der (»,-esammxachgaben darstelle und 1111181/2 Millionen hintsr dem Extraordmarlum des Vorjahres z11rück111ckiba Zehntsl fämmtlicher Ausxxaben; wenn

Prozent Zuschlag nöthi ssin; Defizit des Vorjahres von 42 Millionen _ Die Differenz zwischen Einnah- men un_d AUSgaben m unserem Staatshaushalt sLi also chronisch und ste1g€nd. Für die geschaffenen Zustände treffe die préu- Schuld, insofern in den [eßten Mark an Einnahmen in Fortfall

_ welcher ein Viertel der Gesammtbevölkerun dtrekten Steyexzahlung ganz entzishe und so ihr Gefü [ der Staatszugehdxgzkeu wesentlich erschüttere, sei auch prinzipiell sehr bedauerl1ch. Seine Partei widerseße in Fortfall zu bringen, fie wider-

daß disPonible Mittel überschießend vorhanden seien und

Zur Staatsschuldentilgung zu verwenden. Die preußische Ge-

Schuld, weil durch die Kontingenti- _ 3 MiUionen veranlagter Steuer 1ncht zur Erhebung kommen könnten, in diesem Au enblick, wo

; ortbestand der Matri ularbeiträge im chwankend, sondern sogar steigend die

und hie Einzellandtage zum Theil obglech dem __Reich d1e ergiebigen indirekten Steuerquellen zur Verfügung standen, während den Einzelstaaten in der Hau tsache nur dte wenig apspannungxfähigen direkten Steucrn zu Z

seien. Leßtere _seten auch bet uns nicht im Augenblicke zu steigern und erfreuten steh daneben wenig der Sympathie des Landmannes,

emeinen Polemik. orwurf machen,

[lung rogramms

einer Steuerreform aufZe- e-

una Preußens sei eine so alte,

e Ueberweisung sei würden damit gewisse Wegebau und

Er halte es klaren Plan aufstelTen wolle, ob die Ueberweisung solcher

Ebenso

Wenn man die Grundsteuer überwsisen wollte, so wäre cr soÜtsn sie 13611 Kreisen und Noch viel mehr drängten sick)

Sollsn sie in die werdsn im In: Zuschläge zur Klassen- die Progression im Pro:

Erfolg haben, das Ziel, 111öglich zu erschwckren. Er

Masse entgegenstehender An- Diskussion wohl Vereinigung nicht doch nicht 11er sven: man könne die Stsuer-

U dis Regierung das nicht für

1icht vorbereitet wäre; abér _ der im on in früheren Sessionen als Er nicht für zweckmäßig. „er Yer xzDi-Hkusfion näheres Eingehen darauf

Der Gegenstand sei ja

hüten, welche Erwartungen

Er habe die Ueber:

Der Streit, besser dem Ordinarium als sei ein

Das Defizit be-

und Einkommensteuer gedeckt

ei das,

der untersten Klaffensteuxr- er

sich jedem Vsrsuck), weil zunächst nicht abzusehen [16 einfach empfohle, dieselben

schreiten e. reilick), die

Es_ sei ein Mißverhältniß, nötlngen AUSgaben bewilli e für Deckung sorgen la 6,

ebote

auch für '

' und Gebäude; Klaß'en- und Einkommensteuer die

komme der kommunale Nothstand, der nicht länYr die ständigen einseitigen Zufchläge u den direkien

trage. Hätte man nicht dieMatri ularbeiträge mit 41Mi11ionen Mark an das Reich zuza len und ni tvor Kurzem nen Mark vorhandener teuern in reußen aufgegeben, so würde schon durch die Summe dieser Beträge von emem De zit von 73 MiÜionen überhaupt im Augenblick keine Rede sein. icht allo produktiven Anlagen dürften im Augenblick unterlassen bleiben. Das Sekundärbahn:S stem bedürfe ruhiger entwickelung, die Riicksicht des 6 entlichen Verkehrs, die H0 = nung auf zu machende Ersparnisse und auf Beseitiguux; der unerträglichen Differentialtarife dränge zum StaatSbahn-System Die beabsichtigten Veränderungen in den Ministerressorts seien“ in der Hauptsache zu billigen. Was den Nothstand betreffe der im Etat offen zu Tage träte, so sei hier, wo 5/8 der dend“ schen Bevölkerung vertreten seien und wo in der Ha'uptsache dieselben Personen wie im ReichHtage leitend erschiencnxgewxß der Ort, dsmsélben nähßr zu treten. Die Konservativen jm Reichstage hätten seit Jahrsn die [)ereinbrechsnde Gefahr erkannt und die Herabminerung und Beseitigung der Matrikularbei- träge, später noch die ausgiebige Aqußung der indirekten Be: steuerung verlangt. Die Regisrung sei denselben Weg gegangen und sogar mit Steuerqeseßen hervorgetreten. Die Liberalen hätten aber jeden Nothstand geleugnet und mittlerweile aUe Reserm'n und einen Théil dsr Vetriebsfonds erschöpft, auch trotz der 42-Mil1i0nen:21nleihe des Vorjahres habe man sich nicht entschließen können, energische Maßregeln zn ergreifen. ier wäre so recht der Ort gewesen, um die sogsnannten staatserZu- tenden, Parteikn bätksn zusammenstéhen1t1üffen. Dis Kon: fervativen in diesßm Hause chgten gegsnüber'den klar vor- liegenden Schäd€n der [Mralßn Finanzwirthschast das Recht, hier a11-Zzusprsck36n: Der Neichßtag solle seine ScHuldigkejt thun. Sonst ständE mcm dcmxxächst 1016061' vor einsm klaffen- dsn Defizit in unsern Staatsfimanzen und Vor den UngsstiÜth Schmerzen der Kommunen.

Dsr Regi€xung§kommiffar, GEHLÜUL Ober-Fnauz-Rafh Scholz, führte hwrauf aus, der Abg. Dr. Lasker )abe gcstern von dem diesjährigen Etat gesagt, daß er welche d1eT_cndenz 6616311, ein tchtrigss Gesicht zu zeigen, und habe bczügkck) dEr Frage der Schuldentilgung hervorgehoben, dgß e_s le1cht gewesen wäre, das Defizü Um 121/2 Millionen mcdrxger 007311st_6Ü011. Es sei unzweifslhaft richtig, daß wir gessßltck) dw Pfllcht hätten, in diesem Jahre 121/2 Milkionen Staatsschulden zu tilgen. Diese Ttlgung beruhe (1th emem GesCZ mxd sei eine regelmäßige, es sei ÖLSlMl formelk korrekt, sw aus den laufsnden Einnahmsn zu be.- stretten. Hätte_ man diese Schuldentilgung aUSssch wollen, so hätte es l)1erzu_ei11ec3 besonderen neuen Konsolidations- geseßes be_durft. Dtese_ Eventualität sei von der Regierung m_:t Nücksrckyt auf die Fmanzlage wohl erwogen, absr bisher mcht 1111 _be1ahen56n Sinne entschieden worden, wsil es wohl zxvsckmaßtg se_1, d1e regelmäßige Schuldentilgung zwar zu redn: [ren, nber mcht gänz_l1ch aufzuheben. Was den Eisenbahnétat ctreffe, so habe 1a d12_ Regierung im vorigen Jahre, um das Uelwxwwgen dsssslben M1 Etat zu thindern, eine [)(-„sondere anethe_dafür vorgelegt. Das aus habe ihr aber auf diesem nge mcht folgen wullen; die egierung habe sich deswegen gefügt und dte betreffenden Summen jetzt in den Etat auf- nehmen müssen, wodurch freilich das Deüzit erhöht wurde. Es set angeführt worden, daß es znr Verdunkslung deS Etats vertrage, daß die Vetriechrwaltung mit ihrem ganZLn Apparax durch den Etat gehe. Aber es ssi als ein gro er Fortscbmtt anerkannt worden, daß wir von 68111 NEM)- bydget zum _Vruttobudget gslangt sCien. Daß die Ns ierung 131? Verhßltmffe zu schwarz dargestellt habe, müsst Lr beétreiten. DLL Negterung hahe slck) angelegen sein lassen, sogar bei _den [Usher _bewxll:gt_en Snmmen des Ordinariums, wo 1rge:1d m_öglrcky, Emschränkungen eintreten zu laffcn, z. B_._ bLL der Verwaltung der indirekten Stsuern, der Domanen u. A. AUßezrdem habe sie sick) Beschränkungen auferlegt, da, wo es ([ck um die Befriedigung USU hsrvor- tretender, aber ausrkgnnter Bkdürfniffe handele. So sei bis- lang von der Orgamsation des meteorologischen Dieustch Ab- stand genommen wyrden. Die Regierung halte die Finanz- lage des SMÜTLS mcht für günstig g(xnug, um neue AUZgaben machen 311 können; aber dic Tendenz, dcm Etat 6111 traurigcs Gesrcht zu geben, habe ihr völlig fern gelegsn. Hinsichtlich d(xr Lage_ des laufsnden Jahres habs er zu erklären, daß dre _Negtcrung _193450 000 «(4 zu realisirendc: Eisenbahn- kredtte habe. DLL Ergébni 2 der Betriebsverwaltungen in den erstcn 7 Monaten bötsn kem erfreulich€s Bild. Die Vetriebs- verwaltungen hätten während dieser Zeit einen Ueberschuß von 140 689 000 W,_ seißn also um 5495 000 «(4 gegen die ent- spr9chcxxdex1 Monate des Vorjahres znrückgegan en. Dsn hauptsachltchsten Rückgang _hätten hierbei die orst: und BergwerkEverwaltxmgen gemacht. Die Eisenbahnvcrwaltmxg habe wegen de_r l)111zuge_tretenet: neuen Linien einen höheren Ertrag als_ tm Vorjahre gegeben. Endlich bemerke er dem Abg. Rxchter gegenüber, daß Preußen aus der fran- Éßsxhen Kriegskontmbntion vom Reiche nicht eine halb?

:lltarßß, sondern nur etwa 355 Millionen erhalten habe. Auch s€1_der_ Bewexs für die Behauptung nicht zu erbringen, daß d_1e Ührtgsn VerwaltungSzweig-Z die Last zu tragen hätten fz'jr dte E1senbavaerwaltung, im Gegentheil habe die [eßtere emen UeberschU von 6 284 000 «(H aufzuweisen,

Damit wurde die Debatte geschlossen, und nach einigen

persönlichen BemerkunFen der Antrag des Abg. Rickert an- genommen. (Schluß 4 hr.)

n der heutiZen (8.) Sitzung dss Hauses der

AbgeorJnetßn,_ wel er am Ministertische mehrere Regi_e- rungs :.KommLffarten beiwohnten, theilte der Präfident unt, Haß fokgende Vorlagen eingegangen seien: eine-Nachweisung uber __ dw Resultate der anderweitigen Verpachtung von Domanenvorwerken; eine Nachweisung über die in Folge d_es Geseßes yom 22. April 1875 bis 1. April 1877/78 e11_1gest_e11ten Letstnngqn a_u§ StaatSmitteln für römisch-katholischs szthümex und Getftltche und eine Uebersicht der von der: StaatSregterung auf_ Anträ e und Resolutionen des: auses aus der vorxgen Sesion gefaßten Entschließungen- er Geßßeptwurf, bßtreff-znd die Reorganisation der drei vox- mals sachs1schen Sttfter Merseburg, Naumburg und ZRH wurde auf Antrag des Abm. ])r. Eberty, und der Geseß- entwurf, betreffend die hessische Vrandversicherun sanstalt_m- Caffel,_ (zus den Antra des Abg. Baumgarten je er an eme Kommxsstoxx von 14 M1tgliedern verwiesen. Bei Schluß des Blattes gmg das Haus zur zweiten Berathung des-

g des leßteren durch Grund-

Etats über.

Landw'. * schaft die milcöende Kuh der direkten Steuern sei. ZZZ: e:.

teuern er: - 35 MMU:

Fort- ;

zu dcncn gshöre, *-

- Nac!) einem Erkenntnis; des Ober-Tribunals, vom 11 Oktober d. I„ ist die 15 entliche Aufforderung z_um nägehorsam gegen Ge eße, deretz Auslegung zweifel- haft erscheint und welche der Thäter_so mterprenrt, daß seme Aufforderung als berechtigt erschemt, strafbar, wen_n der Thäter fich bei der Aufforderung _der _Zwe1felhaftigke1t _her Auslegung bewußt war und so m1t semer Tha? das R1szko übernahm, daß (eine Auslegung des Geseßes dte unr1cht1ge

wäre. - Der Königlich bayerische Militär:Bevollmächtigte unk?

ti te um Bundeßrath, Oberst Ritter von Xy- YYYÉÖÄ 913 IZM: des Königlichb ayer1schen Generalstabes,

ist hier eingetroffen.

- der Nacht um 28. d. M_. starb hßerselbst der Di- rektor 111? Yusüz-Ministzerium, Wirklxche Gehexme Ober-Jufttz: Rath Freiherr von Glaulmß.

- ern. M ü n ch e n , 27. November. Bei Bd??? heUte im A u s s ch uf; der Kammer der Abgeordneten fortgeseßten Berathung _des E11t_wu_rfs_ eines AUSführungsxzeseßeS zum N61chH-Ge2r_x__c_h__sx es e ß e Ueranlaßten du», mes entl1chen an e-

verfassungsg __ ___ " el 6 der Abg. Hauck zn Art. 53__emge _ra FZZZXrLYaWaneé Aufstellung der Staatsanwalts ber den

' ' " ' Vor:

e' cktsn- lmndelt _- exns langsrs Dehatte. Du», JXMZZWZWM schließlich unt 9 gegen 6 Stxmmen abgßkehnt und dem Regierungsenthxrf_be1geft1mmt. DW nock) we1d9rcn Artikel des Geseßentwurfes M11 7_9_er__21_ussch1;_§3 "YYY LWFZTZY ek“ dann die Zeit ge a e , no _ YZÜFMYÜF der zweiten Lesung de?» Gsfxßenxwurfs, _516 wang-Zvoüstreckung in daß unbeweglxche Bermogen chen

eldforderung betreffend, beginnen. __

;. .. .._..-.-1.._.--«“MMkÉÉYKK-FWÉYU __ WT“ LB)

ecklenbur . Schwerm 29.-N01_)et_nber. (28.1. „_

Der IV)?)rsckLag de? Regiertzdng UJZ? Bewxxl_1__g__1é_1;_g___1_1x_1_ (FY??-

' ' und einer von em an e zu g __ -

MFE znm Bau einer Voübahn Rostock-Warnemunde ist von den Ständen angenommen worden.

=Meiuin en-Hildburghgysxn. M e i n i n g e n, 27 NSHZYFX (Magd_thg_) -.1ack__zwe1t_9_x_31rgex_a1_tnx_echt [3613 ' tte it der Landtag ge ern u e __ _ .;

thsetre Zéan sder Wanderlager schlusftg geworden. Das mit einigen Modifikationen ur Annahme gelaygte _Gsseß, bestimmt eine Hérauziehung dcr _anderlager zur EinkYéUnLY: und Klaffensteucr nach der Ysxßlcht) _yyrrg_e__s_c_1_)_x_1€k§x_en WOWSYZ *detenH einen ona _ u __ _ _, _

MRS aexrlfrichnt161nwsird Die Steuer ftteßt zu “/;; m dre Staates-, u 1/- in die betreffend: Ortskaffe. _- Dex Landtag hat gestern ?erneÉ sämmtlichén Staatb6ver__tra_g_ex__1 1x?e_rch6_öx_mck_)_t_mxz_x_e_1;é_s ' tli en O er:»ap e g_ _ , FLTUZTITTYUYÜYM Zandgerichts M Memmgen und Rudol-

stadt und der gcmsinsamen Schwurgerichte in Meiningen

und Gera seine Genehmigung Erkheilt- M

ar bur =Nudolstadt. Rudolstadt, 27. __No- 1112me.ck t('LeÖz. ZHW) Der Landtag hat_ dem _Geseße __uchér die AusfüHrUng dsr Gerichtsorgaxztsqtton m_cht blk); te Genehmigung ertheilt, sondern__ der Furstl1chen ngternng Me;!) die Autorisation gegeben, Abanpßrungxn, welche zum ZWÉ e der HersteUung größter Konformttat m1t „ÖM. betreffetzden e: seßen der andsrn thüringischen Staaten noth1g oder wunschens: werth erscheinen, einseitig vorzunehmen. Gestern hat dxc Be-

rathung dsc?- EtattZ begonnen.

(AÜJ- ZLF)

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e erreickx-Ungarn. Wien,28.Novemeer. (WTB)

Die éPßlit. Korresp.“ meldst: Aus Konstantrnoxxel: Moukhtar Pascha begiebt sich, bevor er den Obsrhefeh1 UÖLB die türkischen TruppEn in EpiruS 11115 Thessalxen Ubsrmmmt, unächst in einesr Spezial : M1__ss10n_ Der Pforte nach thhcn. Dem Vernehmkn ngck)_wurd€ chse M1ss10n haupt: sächlich darin bestehsn, die gr18ch1sche Regzerung zur Annahme der von der Pforte offerirten Grenzgebxete m dexx Elazets anina und Trikala zu bewegen.-_- Der russ1sche Botschastsr, Furst Zo [) a n o f f , ist gestern nach Admanopel geretst, yachdem er vorher eine neue RéklamationMote der Pforte wegen N1c1)tbeachtung des von der Pforte Lrlaffenen Cerßalwn-Auézfuhrverbptes entgegen genommen hatte. Die Rcise nach Adrmnovel 1st, dem Ver- nehmen nach, durch Line mit dem General Totlcben und dem Fürsten Dondukoff ab uhaltende anferxnz veranlaßt, welche in Folge neuer Instruthioncn aus;“: Lwadm nothwenkng w_u_rde. Pes , 28. ovember. (W. T. V.) DW ungarrxche Delegation nahm das ihr gle1chfa11€5 z11geg_a1:gene Schretben des Grafen Andraffy, betreffend d16_Zuruckz1ebun_g de__r Nach- tragskrcditvorlage zur Kenntniß. T_OW Interpellatton uber dw Verpflegung der Truppen in B06n1e_n wurde von dem Genexal Maywald dahin beantwortet, daß91n611mzz1tererochene retch- liche und gute Verpflegung durxh dte Vorrathe m d_en ngpt- magazinen von Brood, Serajewo und Metkowuh stchcr-

gestellt sei. _ SchWeiz. Bsrn, 28. November. (W. T. B.) DW

Volksabstimmung über die; schwe1zer1sche Subvent1on Für die St. Gotthardbahn Lst auf den 19. Januar k. Z. estgeseßt. *- Die amtliche Prüfung der betreffs des Geseßes über die Subventionirung der Alpenbahnep em- gegangenen R e fe r e n d u m s b e g e hren ergab 36 032 St1mmen.

Niederlande. Haag, 28. November. (W. T. V.) Dte Zweit 6 Kammer hat die schon mer Tage dayernde General- debatte über das Budget für anxet) heuxe beendet und das Kapitel über die AUSgaben _fur Jnduxn m1t 64 _ge en_6 Stimmen genehmigt, nachdem _cme für 016 S_Ubventron ru_1.g einer Dampferlinie zwischen Chma m_1d Java m dasselbe em- gestethe Position mit 36 gegen 35 S_ttmmen abgelehnt m_yrdxn war. Von mehreren Kammermxtghedexu wurde hauptsachlxch das zu liberale Kolonialsystem, Hie mevanderung von_ Cly- nesen und der Krieg mit Atehm bekamp 1. Der M1n1ster widerlegte die Ausführungen und trat beson ers für die Hal- tung des General-Gouverneurs ew, Her dexn Kommandanten von Atehin, van der Heyden, vollstandxg fre1e Hand lasse.

G b “t ien und Irland. London, 28._No- vemberéoßQrÉanTn. B.) Das über das Verthltmß _zu Afghanistan verö entliclte BlaubucY umfaßt sämmtl1_c_he hierauf bezüglichen ri“t ücke vom Ja re 1863 an, enthalt

vom 6. Oktober“"i| die Antwort d_es Emirs in Betreff der _be- abfichtigten en lischen Mifston, sp_r1cht das Bedauern des Emrrs darüber aus, England damxt solche Etle habe, und steUt dem das ungleich bessere VerhaltenRußlandS gegenüber. Zu- leick) verlangt der Emir weZen semex _Trauer über den Tod Feines Sohnes einen Aufschu der Mtsstyn; » In dem den Parlamentsdeputirten von den Mm1stern zxtgegangenen Cirkularschreiben ist dem Wunsche, daß dteselbey am 5. k. M. im Parlamente erscheinen möchten,_ noch dle Be- merkung hinzugefügt, daß zum 12. Dezember em Votum von größter Wichtigkeit zu erwaxten stehe. _ _ Nach einer vom indischen K_rtegsséhauplaße _em- ge angenen amtlichen Meldung 16; das Gerücht verbrettet, da?; der Emir in olge von_ Bewegungen dxr perstschen Trup- pen an der persi ck=afghamschen Grenze dre naY Kandahar geschickten Truppen nach erat zurückberufey abe. Man glaubt, daß die Afghanen slch von Weimar 5125 nach Hurrlab zurückgezogen haben.

Lahore, 28. November. (W. T. V.) _Der Maha- rajah von Scindia hat den lebhaften Wu_mch zu e_rkerxncZn gegeben, zu einer persönlichen Unterredung xmt dem V1zexomg hierher zu kOMMM. Man glaubt, daß Lord Lytwn dtesem Wunsche des Maharajah zustimmen werde.

Bombay, 29. November. (W. T. V.) Die „Times of India“ meldßt: Der Oberbefehlshaber der Khu- rum-Armee, General:Major Roberts, 1xnter11a_hm gestern eine Rekoénoszirmtg und bemerkte _den Femd bet 2681113111: und Kot )Ul. Roberts ist der Anstcht, daß der Femd ver: schanzte SteUungen inne habe und dort dem Vormarsche der Engländer Widsrstand leisten werde. Der Vormarsch dxr englischen Truppen, welche Lebensmittel auf 6 Tage 1110 slch führen, sol] morgen beginnen.

Frankreich. Paris, 28. November. (W. T. B.) _Der Gouvsrneur von Neu-Caledonien 11191st 1_n emer gestern in Sydney aufgegebenen Depesche, daß 1316 auf : ständischen Eingeborenen drci kleine 111118 Fre1gc19ssenen und 3 Schwarzen bemannte Ruderschiffe an der Myndung chs Foyaünsscs angsgriffen und geplündert 11nd_ 516 B9; mannung getödtet haben. Er lasse die A11fstünd1schen 1m Foyabezirke unaUSgesth durch mobile TruyyenWemchementeZ verfolgen; in-den Übrigen Theilen der Kolome herrsche Ruhe.

Italien. Rom, 28. November. (W._ T. B.) Der König und die Königin nahmen hcute dw Huld1gungen und Glückwünschs des diplomatischen Corps entgegen und gaben hierbei ihrer Dankbarkeit für die ihnen von 11611 Souveränen und Staatsoberhäuptern zu Th€1l ge_w_orde_nen Kund cbungsn Ausdruck. Dis von denx Mnnstexmm konsutirten Rechtsgelehrten und Polittker erklarten sich gegen die Konstituirung des Senats als oberster Gerichtshof zur Aburtheilung des Attentäters. _

Ancona, 28. November. (W. T. B.) Der „Corrtere dekle Marche“ meldet, daß der Kriegs:Mini|er auf Grund eines Gutachtens der Generalprokuratoren bei den KaffatwnH: höfen gestern die Gerichtsbehördey beauftragt habe, gegen_ dre Varsantiklubs mit gleichzeittgsr Schließung der Verems: [okalitäten vorzugehen.

Landtags- Angelegenheiten.

Die Adres s e des Gesammtvorstandss Hes Abgeordnetenhguxes an Se. Majestäk den Kaiser und Köntg, auf wclch: du: er- gangene Nntrvort in der Sitzung am 27. d. M. verlesen Wurde, lautet: _ _ _ .Allerdurcblaucbtigster Großmäcbtigsxer Katser und Komg,

AÜergnädigster Kaiser, Köntg und Herr!

In dem Augenblicke, ivo das Abgeordnetenhaus_fich versammelt, richten sick) aller Mitglieder Gedanken und _Gefuhle auf unsern tbeuren KaiHer und König, den die Folgen emsr Verabschelzungs- würdigen T at noch fern von der Hauxtstadt und dxr Regtexung halten. In den treuen „Herzen de6_preuß1schcn Volkes tst das_Ent- setzen und der Schmerz darüber ntcht geschwuyden, dcxß frevethafte Hände es unternommsn Haben, das Leben emes Herrschers arxzu- tasten, deffen von Glanz und Erfolg getragene _gerechte_und mrlde Regicruna voklen Schutz vor dem Verbrcxhen batte Zewahrcn soUen. Die Empfindungen1131sten Schmerzes verbinden fick) abcr mrt_ d_em Ge- fühle heißen Lankes gegen die Vorsehung, daß das Y_eußersie gnad1g abge- Wendet morden und Ew. Majestätvonso_scbrveren,1nrtruh1gster EIbeung

etra enen Wunden und Leiden vollstandige Genesung_ und __ 1eYcr- erste ung der stets auf das Wobl_ch_ andes g_er1c_hteten Krafxe gefunden haben. Möge Ew. Majeskat_ m m_ner Zext, m Welcher dre hohe und gehsiligte Stellung der Kömae_ mrt ernsten _Sorgen und Gefahren zu kämpfen hat, Trost und_ Starkung_ finden 111 der un- erschütterlicben Treue, Liebe und Hznqxbung eines ganzen Volkes. Ew. Kaiserliche und Königliche Majestat rvoUe geruhen, durch den unterzeiÖneten Gesammtvorstand diesen ebrfurckztSvoÜen _Ausdruck der unrvandelbaren Empfindungen des Abgeordnetenhauses un Auftrage desselben huldrcicbst entgegenzunehmen. _ _ __ _

Zn tiefster Ehrerbietung verharren Ew. Kaiserlichen und Korng- lickyen Majestät allerunterthänigst treugeborsamste der Gesammtvorstaud des Abgeordnetenhauses.“

-DerEtatfürdasGesetz-SammlungH-Amt i_nBerlm für das Jahr vom-1.Apri[1879/80 schließt m de_xr Ernuabme wie im Vorigen Etat mit 172 830 „Mal), während dre Sun1me_der Ausgabe 162 600 „76 gegen 164175 „M, mithin gegen das Vorjahr -1575 „M beträgt. _ _ _ _

Der Etat des.,Deutscben Negchß- m_td Kontgltck) Preu- ßisÖenStaats-Anzeigers “' weist e_me Emnahtpe [1911355 60025. (+ 7500 .O) auf. Hier ist bei dem Tttel „Jnsertwnßgebubren 01? Mehr von 10000 .“. in Ansatz gebracht, während ber „h_em Debtt 2500 «56. weniger eingestellt sind, Dj_e L_lus_gab e stelxt fich auf33_1 600 „M (- 6500 „M). Es ergiebt sub mrtbm em Ueberscth der Emnahzne über die Ausgabe von 24000 “FY (+ 14000 .“), ußxrdexn betta t der Antheil der deutschen Reichskaffe an dem Betrtebßuberscbu e 12 060 „ki ( + 7000 24), so daß der_Zesammte Ueberschuß 36000 „FQ beträ t (+ 21000 «71; gegen den vor] [)rxgen Exat).

er Etat für das H erren bau s schlreßtm1teiner Ausgab e von 164610 «Fi (+300 «) ab. Der Etat ür das Haus der Ab- geordneten erfordert an dauernden uSgaben: 119952035, wie der Vorige Etat. „Zur Remunerirun von Stenograpbxn :e. ist ein Mehr von 8000 „ja eingesteüt, Wel es durch_ ern Mmuß von gleicher Höhe bei dem Tixel „Reisekosten und Diateu fur 1216 Ab- geordneien“, nämlich 850000 «ck gcgen 858000 „zz, , wieder aus- geglichen Wrrd.

Statistische Nachrichten.

Nach Mittheilung des statistifchen_ Bureaus dcr StadtBerliu sind bei den biefigen Standesamtern in der Woche vom 17. bis incl. 23. November er. zur Anmeldung gekommen: 210 Ebe-

- Raab einem amtlichen Bericht über die Verwaltung d_er Eisenbahnen in Clsaß-Lotbringen und Luxemburg tm Etatsiabre 1877/78 betrug die Betriebslänge der ersteren am 31. März 1). J. 109691 km, während die WilbeZm-Luxemburgbabn eine solche von 170,41 km hatte. An Betnebßmttteln waxen vor- handen 450 Lokomotiven, 776 Personenwageq, 1_98 Gepacxwagetz, 1789 bedeckte und 9057 offene Güterwagen nztt _emer Tra fa igkeit Von 107 285000 ks. Vom Reiche find auf dte tm Bexrie e efigd- lieben Eisenbahnen in Elsaß-Lothringen bis 31. Marz d. J. _1m Ganzen 373 484 637 „Fi verwendet, wahrend fich das Anlagekapttal für die Wilbelm-Luxembnrgbabn auf 52175 332 „16 berexbnet. Was die beim Betrieb: im Jahre 1877/78 vorgekommetzen Unfalle betrtfft, so find 132 Beamte und Arbeiter, 11 Pqffagtere und 24 andere Personen, zusammen also 167 Personen getodtet oder verxeyt Wor- den. Ohne eigenes Verschulden wurden 5 Personen getodtet und 113 verlexzt, durch eigene Schuld der Betroffenen 13 getödtet und 31 verletzt. In 5 Fällen hat Selbstmorkz, bez. Selhstmordversucb stattgefunden. Hinfichtlicb der BetriebsergÖmss e de_s EtatSZahres ist zu be- merken, daß 9 584 591 Personen (1876 : 9011 424), fur welchedthinnthe 8446 860 „ck (1876: 8486 007 „M) betragen hat. Die Guterbeforde- rung umfaßte im Ganzen 6066,39 Millioxren Kilogramm (1876: 581923 Millionen Kilogramm) einschxießlxch _des Transports von Pferden, Vieh und Fahrzeugen, und lieferte emen Gesammtertrag von 23 883 613 „16 (1876: 24 330 305 „M). Die Gesammtemncxbmxn der Bahnen einschließlich der verbliebenen Reste und ausschließltcb der Restverwaltung aus dem Vorjahre haben 35 223 936 „sé. (1876: 35 908 087 „M) betragen. wovon auf die Bahnen nx Elsaß-Lothrmgen 30 897 771 «M (1876: 31 489 022 „M), auf die W115elm-Luxemburg- Bahn 4331165 „46 (1876: 4419 065 „M) entfallkn. Dagegen be- ziffern fick) die Gesammtauögaben auf _ 25391383 „M (1876: 26 042152 «(€); davon kommen auf die Retchsbahnen 20 436 647 «44 ( 1876 : 20 728 155 ck11), auf die Wilhelm-Luxembxrg-Bahn 4 954 736 516. (1876: 5313997 „M). Sonach ergiebt fich sur bskde _Bakxnnexze zu- sammen ein Ueberscbuß Von 9837 553 „ja (1876: 9 865 935 „M), a_n wslcbem jedoch nur die Reichsbabnen in_ _(Elsaß-Lothrtngcn m_tt 10461124 „76. (1876: 10 760 867 „M) bethetltgt waren, wogeg-en dre Wilhelm-Luxemburg-Babn eines Zwsckduffes _von_ 623 _571 5,46 (1876: 894 932 „M) bedurfte. Das Anlagekapital fur die Rexchsetsenbahnen hat sich in 1877/78 mit 3,2 0/0 (1876 mit 3,3 0/0) verzinst.

Kunst, Wissenschaft und Literatur.

Die AUÉgrabungen in Merten kei Bolchen werden andauernd emsig betrieben und liefern bemerkxn6werthe_Resultate. Die bis jetZt aufgefundenen Theile _ Stück Figur, Stuck Faltxn- wurf, Hintertbeil eines Pférdes, _Stück 2111126 Reiters, Betaftugk, Pferdebuf, Pferdekopf mit einem Stuck Hals 2c. 2c. _ [20M- w_te dle .Lotbr. Ztg.“ meint, die Möglichkeit_ sehr nahe, _den_Re1_ter uno d_as Pferd, für welches zwar noch die Berne fxblerz, die vxellenYt zersplxt- tert sind, wieIerberstellen zu können. Dte Figur d_es Gtganten rst fast Janz erhalten. Weiter vorgenommepe_Unterjzxcbuggep deutxn darauf hin, daß sich in dortiJEr Gegend mdglmherwxne ro_mrsche Ntc- derlaffunaen befunden haben; das vorhandene Gerylle ze_tgt Spuren farbiger Böden und auch Ziegelsteine. Andere Mortelstuckx find an einer Seite voÜkommen glatt gerieben, nZenn mcht aeschxrffen, und waren unstreitig Theile des Pulzes von Wanyen und Estrtcben; auch fanden fick) Stücke, welche fich als Reste emes Fundamentes dar- tellen. s -- Heft 11 u. 12(Jahrg. 28) der Zeitschri_ft für Bantvescn, herausgegeben unter Mitwirkung der Köntgltch t_echmschen Bau- deputation und des Arckzitcktenvereins _zu_ Berlm. _ Rxdacteyx: F, Endsl], BaU-Jnspektor im Kön1glrchen Mmtstermnz sur Handel 2c. (Berlin, Verlag Von Ernst & Korx), Groptussche Buch- und Kunsthandlung), entHält außex qmtltchen Be_ka_nnt- mackzungen folgende bauwiffeUsÖaftliche Mtttbetlungen (Ortgmal- Beikräge): Die neue Strafanstalt am Plößen-See bet_Berl1n,_Fort- setzung, von Hrn. Geb. Ober-Bauratk) Herrmann m Berlin. _ Krieger-Denkmal zu Marienburg, von Hrn. Geh. Bauratb Professor

. Adler in Berlin. -- Centralkircbenbauten des 15. und 16. Jahr- Funderts in Ober-Jtalien, Fortseßung, von rn. Archxtek?e1_1H.Strack in' Berlin. - Die Ueberkvrückung des Meme thales bethlftt, Schluß. - Erddruck Und Stüßwände, vox1 Hrn. Prof. Dr.Schafferm Darm- stadt. Romanische Baukunst tm Elsaß, von Hrn. th. Bauratk) Prof. F. Adler in Berlin, Schluß- Schloß Carolatx) m S_cblefien, von .Hrn, Bauführer Max Jende. - Die Literatur uber dtc Ent- stehung der christlichen Bafilika, von erz.1)_r. Paul_Lek)fe1dt, Privat- Docenten an der Königlichen Bauakademre m Berltn._- Ueber den Backstcin, von Hrn. Post-Bauratk) R. Neuxnann in Munster, Schluß. _ Dann folgen Mittheilungen nach amtxtchen Quellen und aus Ver- einen, sowie der Inhalt des achtundztvanztgsten Jahrgangs.

Land- und Forftwirthsthaft.

Von sachkundiger Seite wird, wie die „_Soc. Corr.“ meldet, die Anpflanzung der amerikanischen Prexsxlbeere (()raox-Srry, 7110016111111 maerocarpnm) und der canadtschen Brombee_re (Kubus CMQÜSUJiJ) für Deutschland sehr empfohlen. Ersterx, eme unserer Preiselbeere ähnliche, nur minder bttter schmecken_de Frucht, liefert einen so guten Ertrag wie Wenig and_ere Kulturcn tn offenem Felde, und dabei find die Betriebsausgaben germg; am bestep gxdetht sie auf fruchtbarem, feuchtem Boden, nimmt _aber auch m:t 1and_mem vorlieb. Ein Morgen liefert etwa 700 bs 1000 Meße_n Frucbtx, Was nach Kostenabzug 500 bis 700 «76 Er_trag [referxt durfte. Die zWeite schmeckt unserer Vromkeere ähnltch, d_och_ vzcl angenebwer. Dieser Strauch [ixbt Sandboden; die Verytelfalttgung geschtebt durch Samcn oder durch Gipfelknospen.

Gewerbe und Handel.

Der Etat der Berlin - Görlißer Eisé_nb_a_bn pro 1879 beschäftigte den Verwaltungßratb der Geseklschaft x_n 1cmer Voc- gestrigen Sißung. Die Einnahmen sind vergnschlagt tm Personezv verkehr mit 1 500000 „46, im Güterverkehr unt 3 968 000 „46 und 1:1 verschiedenen Einnahmen mit 367 000 „;ck, zusammen 5 835000 «M; die AuSgaben sind vorgesehen mit zusammxn _5 750 700 «46 Nach Deckung sämmtlicber Prioritätßzinsen, Amorttsattonexz und Betrtebs- kosten, nebst Rücklage für Reserve- und Ernezterungssonds ergtebt fich demnach ein Ueberscbuß von 84 300 „M Diesem eventueÜen Ueber- schuß würde das Defiztt aus 1876 und 1877 im Gesammtbctrage von 53 000 „sé gegenüberstehen, _ _

-- Die Generalver1ammlung der S_chles_tschen Le_1nen- industriegesellschaft (Kramsta) genehmtgte d1e 4prozenttge Di- vidende und voUzog die WrederWablen.

- Die Liquidation der Börsenmaklerbank zu Bresxau bat eine von jeßt ab fällige Restquote von 8 „;ck 90 „3 pro Juterjms schein ergeben. _ _ „-- Die Messe von Ntschne1-Nowgorod_, Welche am 15, Juli beginnt und offiziel] am 25. August endtat, exgentlicb aber bis zum exfolgten Zahlungsarrangement _am 10. September und darüber hinaus dauert, war dieSmal großarv er als in anderen Jahren. Es wurden, wie die .Leipz. Ztg.“ me det, Waaren _im Betrage von über 200 Millionen Rubel verkauft. 2500 Magazme und 3200 Handelsposten Waren geöffnet, zusammen 5700, urxd_ nur 300 'Nagazine blieben geschlossen. Acht Banken eröffneten_ Ftltalen, und diese eScomptirten über 5? Mill. Rbl. zu 5-7 %. _D1e_ größten Umsätse fanden statt in Olivenöl!„ verkauft ab Gallipolt zu 11;- bis 12 R51. pr. Pud, 3000 Faß Pottczscbe zu 3 Rbl. per Pub; 300 000Holzkiften fanden Absatz. lach espmuste wurden 60000 Pud zu 43-51 Rbl. pr. Pad verkauft; Ma chinenfabrikate waren vorge- zo en. Manufakturwaaren Wurden für 100000000 Rbl, umgeseßt, ein- schgließli-b der auf Zeit abaeschloßsenen Lieferungen; wenig Kredit, meist gegen Baar ablung. Der E senmarkt war großarti er als der _ vorjäbri e; 1877 lieben über 411 Mtllionen Yuv unverkäu lieb. Ein- schließli der Lieferungen bis Ende dieses abres wurden von h_en offerirten 10 Millionen 7 Millionen Pad verkauft mit einer Pms- avance von 10% gegen 1877. Walzeisen jvar stark gefragt, sodaß

aber bis auf das S re-xben dss Emws _pom 6. U. M. nichts Wesentliches, das nicht bereits bekannt ware.

schkießungen, 917 Lebendgeborene, 31 Todtgeborene und 480 Sterbe- 2.

Das Schreiben * fäsl

1* Millionen Pub auf eit verkauft Wurden. Gu eien ielte 1x Rbl. pr. Pud. Keffele sen 2,40-2,80 NN., Eisenb : e TY bis