und der nicht allein Meine Erwartungen, sondern auch Meine wieder- bolt außgesprocbenen Wünsche weit übertreffen zu wollen scheint. Möge das Aussprechen Meines Dankes für Alle, welcbe dabei mitgewirkt haben, Mein erster Auftrag für Ihre beginnende Amtstbätigkeit sein. Ick kann nur wünschen, daß die Gefinnungen und die Tbeilnabme, welcbe der Bürgerschaft Berlins diesen Empfang für Mich ein- gegeben, auch dauernde sein mögen, und habe um so größeres Ver- trauen darauf, als Mir diese Tbeilnabme nicht aÜein in unserm engeren, sondern in dem weiten deutséhen Vaterlande, ja Weit über die Grenzen Europas hinaus, von überall ber, wo Deutsche ansässig sind und wirken, in berzlichster Weise zugerufen Worden ist.“
Zu den StaatsMinistem und den Präfidenten der beiden Häuser des Landtages gewendct:
„Die schmerzlichen Erfahrungen, Welck)? Mich persönliib betroffen, haben aber auch wunde SteUen in unseren ge- sammten gesellschaftlicben Verhältnissen aufgedeckt und erkennen lassen, welche nur Von der starken Hand des Gesetzes geheilt Werden können, dessen Einwirken neuerdings aufgerufen Werden mußte. Wird dadurch Heilung auch dieser Wunden erreicht, so will Ick gern für das aUgemeine Wohl geblutet haben und Mich freuen, daß seitdem doch schon so vielen die Augen aufgegangen find, die nicht an die Tiefe jener Wunden glauben wvÜten. Ick sage daher allen denen Meinen Dank, welche in der Göseßgebung zu einer Weiteren Entwickelung diescr Erkenntniß mitgewirkt babrn, und kann nur noch den Wunsch aussptecben, daß auch die aus- führenden Behörden mit energischer und nach alken Seiten gerechter Handhabung dahin wirken mögen, die Absicht und den Zweck des Gesetzes zu erreichen. anen, Meine Herren Präfidenten, wird es eine gewiß wiÜkommene Aufgabe sein, in diesem Sinne den Geist und die Ziele der Volkßvertretung zu pflegen.“
_ JhreKaiserlichen und Königlichen Hoheiten der Kronprinz und die Kronprinzessin nebst Kindern waren gestern den Kaiserlich Majestäten bis Groß- Krcuß entgegen gefahren, um Allerhöchstdieselben bei der Rückkehr nach Berlin zu begleiten.
An dem Diner um 5 Uhr nahmen Ihre Königlichen Hoheiten die Großberzogin-Mutter von Mecklenburg-Schwerin, der Herzog von Cbnnaught, bie Prinzessin Luise Margarethe, der Prin und d19Pr1nzess1n Albrecht, sowie der Erbprinz und die rbprinzesftn von SaMen-Meiningen Theil.
Gestern Abend 61/2 Uhr machten Ihre Kaistrlichen Hoheitcn mit Höchstihren Kindern 1011116 Sr. oheit dem Erbprinzen und Ihrer Königlichen Hoheit der rbprinzessm von Sachsen-
keininßen eine Rundfa rt durch die Zauptstraßen der Stadt )
und na aiserlichen Majestäten.
men später den hee bei den
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_ Die Illumination, durch welche gestern Abend die Einwohner BerlinS ihrer Freude über die glückliche Rück- kehr Sr. Majestät des Kaisers und Königs AuSdruck 111111611, darf "11111111 als die großmiigsie dezeichnei werden, welche die Reichshauptstadt je gesehen hat.
Um 5 Uhr begannen die Lichterreihen sich zu entzünden, und bald strahlte die Stadt bis in die leßten Straßen im vollstén Glanze. Wie immer, bilde- ten an bei der dieSMaligen Illumination die Linden, die Wil elmé- und bis Leipzigerstraße die Glanzpunkte.
Das Palais Sr. Kmserlichen und Königlichen Hoheit de-Z Kronprinzen, daes Zeughaus, diE Universität, das Opernhaus, die Kommandantur, die Akademie waren taghel] erleuchtet und dio Denkmäler Königs Friedrichs 11. und König Friedrick) Wilhelms 111. , ebenio wie die Statuen Blüchers, Bülows und Scharnhorsts auf das Glänzendste erhbllt. Die große Feststrasze der Linden war nach einem, einheitlichen Plane ikl111111nirt, ksin Fenster blieb dunkel. Du: Triumphbogén und die Velarien waren be- leuchtet, aus den großen Vasen loderten Opferfeuer hervor; Und das Brandenburger Thor mit seiner elektrischen Beleuchtung und feinen bengalischen Flammen bildete einen glänzenden Ab- schluß der «ja rrjympbaljs. Von dem Obelisk des Potsdamer Plaßss strahlte _em Stern; der Platz wurde ebsnso wie der Leipziger Vlaß 111 verschiedenfarbigem, bengalischem Lichte be- leuchtet. Die großen öffentlichen Gebäude, das KriegS-Ministerium, der Reichstag, das Herren- und das Abgeordnetenhauß waren in allen Theilen reich ikluminirt. Das Gleiche gilt von den Ge- bäUden der Wilhelmstraße, in welcher der Wilhelmsplatz den Glanzpunkt b1ldete. Das Palais Sr. Königlichen Hoheit des Prinzen Carl, sowie die großen Staatsgebäude traten besonders hervor. Bis in die äußersten Straßen der Stadt hinaus war die Illumination eine so allgemeine, wie sie hier noch nicht gesehen wqrden: niemand woÜte zurückstehen, seiner Freude einer'1 patrxotiscben Ausdruck zu geben. Berlin darf mit Recht stolz auf d1esen schönen Abend sein.
_ Der Vundeßratb trat heute zu einer Sitzung zu: sammen.
_ In der heutige11(12.)S1Hung des Hauses der Abgeordneten, welcher am Ministertische der Minister des Zytierp Grgf zn Eulenburg und mehrere ngierungskom- mxffgnen be1wohnten, theilte der Präfidextt mit, daß die Kom- mxfswn zur Vorberathun der Geseßentwürfe, betreffend die B1ldung von WasserZenoFenfchaften und die Errichtung" von LanbeSkultur-Renten anken gewählt sei und sich wie folgt ko11s11tuirt habe :*Abg. 01. Miquék (Vorst), 1)r. Schellwiß (Stllv.), D1r1chlet,Wenders(Schristf.). Weitert eilte der Präsident mit, daß an neu_en Vorlagen emgegangen seien: ein Geseßentwurf, bexreffend'die Zwan Zvollstreckung in das unbewegliche Ver: Wogen,“ eme Uebe icht über den Fortgang des Baues und Über dlE Ergebniss? des Bbtriebs der StaatSeisenbahnen im Ja!),re_1877/78, eine Ueberncht über den Stand und Fortgang derjemgen Staatse1senbahnbauten in der Zeit vom 1. Oktober 1877 W Ende September 1878, für welche die erforderlichen Geldmütel durch besondere Gexeße oder unter den einmali en und außerordenxlxchen AuSga en des Etats der Eisenba n- vexwaltun bewrlkgt worden finb und ein Antrag der Ab . Wmdthor „(Meppen) und Frei err von Schorlemer-AM, betreffend d1e Anstellung einer nquete über den Wucher. Der ExxtWUrf 911122 AusfüerngHgkers zum 561117111211 Ge: r1chtskost_engeseße' und zu den deqts en Gebührenordnungen für Gerichtsvoüzteher und für Zeugen und Sachv11ftändige wurde fobaxm auf den Antrag des Ab . Löwenstein der IT. Komm1ss1on, welcher 5112 Übrigen Aus?ührung§geseße zu den dßutschen Jusüzgeseßcn bere1ts Überwie en sind, ebenfalls
Bei der zweiten Berathung des Geseäenfwurss, betreffend die Erwerbung von Grynd ücken zum Ne'ybau der geburtshülflichen Klinik der Univer- sttat zu Berlin wiesen die Abgg. von Benda und Freiherr von, eereman zwar auf die Kostfpieligkeit des vorliegenden Prox es unb auf dessen Widerspruch mit unserer angemeinen Fmanzlage hm, erklärten aber, der Bewiüigung im Hinblick auf das große Bedürfniß nicbt entgegentreten zu wollen. Ngchdem der Regierungskommissar, Geh. Negierunas-Rath Göpyxrt, hervorgehoben, daß die Regierung ihre Bewélligungs- Aytrage an das Haus nicht nach Maßgabe des Bedürfnisses brzngen könne, sondern daß sie immer die geeignete Gele en- he1t zur Ausführung abwarten müsse, wurde die Vor age angenommen.
Darauf setzte das Haus die zweite Berathung des Et'axs [ort. Ohne Dsbatte wurden bewilligt die Etats des M1mster1ums der Auswärtigen Angelegenheiten, der Rente des Kronfideikommißfonds und des Zuschuß zur Rente bes Kronstdeikommißfonds. Bei dem Etat der StaatSarchive 11311111) der Abg. Frhr. von Fürth den Wunsch aus, daß den lechwaren der Provinzialarchive größere Fonds zu selbst- standigen „Ankäufen überwiesen würden, das; mehr Urkundsn ber Provrnzialarchive publizirt werdbn und ein lebhafterer Aucöxtausth von Urkunden unter den einzelnen Provinzial- 111111111811stattfindenmöge. Der Regierungskonimiffar, Gchsimer Ober:Regierm1gS-Rath Dr. von Sybel, erwiderte, daß die Er- füllung des ersten Wunsches wegen der aÜgemeinsn Finanz- lage mcht anfängig sei, daß aber die der letzten Wünsche troß ber'mannigfacb entgbgenstebenden Schwierigkeiten nack) Mög- [1chkett gefördert würden. Der Etat der StaatSarchive wurde darauf bewilligt, ebenso ohne Debatte die Etats der Geyeral : Ordens : Kommission , des Geheimen Civil- kabt'nLtS, der OberMecbnunngammer, der Obor=Exami- natmns-Kommission zur Prüfung für die höheren Verwaltunasämter, des DisZiplinarhofe-Z und des Gerichts- hOfEB zur Entscheidung der Kompetenzkonflikte. Bei dem Etat für Zwecke der Landeövermeffung Kab auf den Wunsch des Abg. Schmidt (StettinZ der Regierungs-Kommiffar Auskunft Über den .]eßigcn Stan der LandeSverMSffungHarbeiten. Es würdbn 1eßt jäbrkick) 200 Quadratmeilen triangulirt, topo- graphwt „und kartographisck) bsarbeitet. Y DieserZTzEfat wurde bemiüigt. (Schluß des Blattes.)
D «_ Die beiden Mädchen von 3 Jahren und 9 Monaten, welche sich unter den Geretteten der „Pommerania“ be: fanden, sind nunmehr als die Kinder der vermißten Frau ana Stiehl rskognoszirt worden. Dieselben sind von New- York aus reklamirt worden und werden am 7. d. Mts, mit dedeamburg-Zr Dampfer „Cimbria“ dorthin zurückbefördert wer en.
Dis Annahnw, daß die eine der bei Hastings an, eschmom- menen Leichen diejenige der xrau Luecke sei, bat si bei den angesteÜten weiteren Ermitte ungen nicht bestätigt.
_ Dor Minisker des Innern hat die Ober-Vräsi- denten behufs Jnstruirung der Standesbeamten durcb Cirkular- erxaß vom 26. v._Mts. auf das s. Z. auch in diesem Blatts imtgetheilte Urtheil des Ober-Tribunals vom ]1. Oktober 5. J. aufmerksam gemacht, in" welchem der gedachte Gerichts: hof _ 111 Anwendung dévmit §. 22 Schlnßabsaß bsziehxmgcz- 11161113 §§. 65, 66 des Reichßgeseßes über 016 Benrkundnng des Personenftandes vom 6. Februar 1875 wesentlich gloicblauten- den Bestimmungen in §. 18 Schl11ßabsa13 und §. 48 des prxuß1schen Gsseßss 1111111 9. März 1874 _ ausführt: daß die Emtragung der Vornamsn sincs Kindes im Ge- ,burtsregistcr nach Ablauf von zwei Monaten nach der Geburt 11111: in Folge eines, auf Grund des allegirtbn §. 48 1186 prßuß1schen Geseßes (rssp. §§. 65, 66 des Reichßgeseßes) exngeleiteteji Ber1chtig11ngsverfahrens zulässig ist, und daß dxeses Bcr1chtigungSverfahren nicht allein im Falle e1ner Rektifikation von JrrtYümern _ Berichti- gung 1111 _engeren Sinne _ laß greift, sondern a11ch liberal] da Untretsn MW, wo es sich um ei11€11achträgliche Ergänzung oder Vervollständigung einer 9111111111 einastragensn Standesyrkunde handelt, soweit nicht das (Heseß selbst _ sei es füx eme bestimmte Frist, wie bezüglich der nachträglichen Anzetch. der Vornamen, ssi es ohne Zsitbeftimmung, wie 111 den Fallen der §§. 22 und 38 des preußischen Geseßes (§§. 26, 55 5613 Reictheseßes) _ eine Ausmahme gestattet.
_ S. M. Dampfkanonsnboot „Wolf“, 4 Geschütze- Kommandant Kapitän-Lieutenant Beck?» hat am 4. d. MtD" von Malta nach China die Reise fortgbseßt.
Kbnigsberg i. Pr., 5. Dezember. (W. T. B.) MXe 5ffent11chen Gebäude und viele Privatgebäude, sowie sämmt- ltckw 1m Hafen befindliche Schiffe sind zu Ehren der Rückkehr Ssrck) MKL stät des Kaisers nach Berlin festlich mit Flaggen ge mu .
' Posen, 5. Dezember. (W. T. B.) Zu Ehren des heu- 11gen'feierlichen E1nz11ges Sr. Majestät des Kaisers m 518 Neftdenz hat unsere Stadt Flaggenschmuck angelegt. Auf der Promenade fand eine große Musikaufführung statt, 516 troß der ungünstigßn Witterung sehr zahlreich besucht war.
MagdebUrg, 5. Dezember. (W. T. B.) Se. Majestät der Ka1s§r_ und „Fönig trafen heute früh Punkt 9 Uhr. auf dem htestgen, 1111t Flaggen und Tannengrün festlich ge-
schmückten Bahnhofs ein und wurden daselbst von dem Ober-
Vräsidenten 11011 Patow, den Generalen von Blumenthal und von Massow, dem Ober-Bürgermeister Hasselbach und dem stellvertretenden Polizeidirigenten 111111 Gayl empfangen und von der versamme1ten VolkSMenge mit jubelnden Hochrufen begrüßt. Se. Mazestät wechselten den Wagen, nahmm 111 dem Wachn J rer Ma1es15t der Kaiserin-Königin Plaß und traten nachdem [[erhö std1eselben die begrüßenden Herren durcb huldvolle Anspra 611 ausgezeichnet hatten, nach nur k11rzem Auzenthalte d1e e1terfahrt an. Die Stadt ist festlich mit Fa" nen geschmückt, während des Aufenthalts Sr. Majestät ertonte von allen Thürmen Gloékengeläute.
„Sachsen. :Dresden, 5. Dezember. (W. T. B.) Anlaßlich der Rückkehr des Kaisers nach der Neich§haupt= stadt brachte m der gestrigen Abendsißung der Stadt- verordneten der Ober-Bürgermcister Stuebel ein dreimali- “22- .Fr-ck auf Se. Maissiät déii Kaifer aus, 152115613 “111 “déi;
erfammlung bege1sterte Aufnahme fand. „sécn vielen Kreisen werden zur Fe1ex dex heutxgen Tages Fe tlichkeiten ver- aysxaltet. _ Wte dxe „Dresdner Zeitung“ meldet, hat der h1estge deutsche Ne1chsverein anläßlich der Heimkehr des Katsers das nachstehende Telegramm nach Berlin an Se.
Überwresen.
Majestät gerichtet:
Mit'frßudiger Tbeilnahme gedenken wir der Stunde, in welcher Ew. Maxxstat l?_enei'en' und, von der Liebe Ihres treuen Volkes em- pfangen, 111 J re Hauptstadt zurückkehren, und geben auch bei dieser Gelegenhert dem xtefgefüblten Wunsche Ausdruck, daß Ew. Majestät fortan ein ungetrubtes (Glück als Lohn ciner .*.ufopferungSvollen und
reicbgesegneten Thätigkeit beschieden sein möge. (W. T. B.) Bei
Bayern. München, 5. Dezember. den heute hier stattgehabten gemeindlichen Erfas- männ erwahlen hat die klerikale Partei in sämmtlichen 10 Wahxbezirken die von ihr aufgestellten 20 Kandidaten durchgebrgcht.
Schwarzburg- Sondershausen. S o n d er s h a u s e n , 3. Dezember. (Le1yz. Ztg.), Zur Berathung der zur Aus: führung ber Ne1ch21us11zgefeße erforderlichen Landes: Neseße 111 hwr eme besonders aus Verwaltungs: und richter: ichen „Beamten bestehend? Kommission niedergeseßt worden.
Oesterreirh-Ungarn. Vest, 5. Dezember. (W. TV.) Die die Ernennung des neuen ungarischen Ministe- riumrI betreffenden Handschreibén sind vom Kaiser bereits unterzeichnet worden, die neuen Minister, Graf Szapary und Baron Kemeny, werden morgen vereidigt werden.
SckWeiz. Bern, 4. Dezember. (N. Zürck). Ztg.) Der Ständerath bewilligte heutc bei der Berathung des Budget?- des [a11dw1'rtbschaftlichen Departements 6000 Fr. für Drnckscbrtften und Wandervorträgs und 2000 Fr. für Verbesserung der kleineren Viehracsn und Erledigte das Vost- wesen nach dem Vorschlaiie des Bunbechaths. _ Ein Tele- gramm des „Landb.“ meldst, das; [)1. Heer laut offizieuer Mittbcilung definitiv entschlossen sei, aus dem Bundesrath z11rückzutreten. __ Der Große Rath hat vorgestern die Re- g1er11ng zur Emzahlung der auf den Kanton BLM entfallen- ben Gotthardsubvcntionsrats für das sechste Baujahr 1111B€trage von 175463 Fr. er111ächt1gt und ihr den dazu nöthigen Nachkrbdit wailligt.
_ 5. Dezember. (W. T. B.) Ein heut? verbffbntlicbtes Rundschreiben des BundeErathS an die kakho: l1schen KantonSregierungen weist die Beschwerdsn dieser Reg1erungen 11er die Lage dcr katholischen Kirche in mehreren Kantonen und das Verlangen auf Wibdsrberstellung der päpstlichen Nuntiatur zurück, die Ersteren unter Hinweis auf die konstitutionekle Befugniß dcr Ka11t011e, das äußers Ver- hältniß des Staates Und der Kirchen nach ihrem Emnessen zu ordnbn, das leßtere mit der Erklärung, daß der BundLSrath nicht gesonnen sei, in der La e der diplomatischbn Vertretung bes Papstch, welche ausschließ 111) 5211 Bundesbehörden zustehe, eme Aenderun eintreten zu lassen, daß er absr im einzelnen FaZe den Ver ehr der Kantone mit dem Papst? vermitteln wo 6.
Belgien. Vrüsssl, 5. Dezember., (W. T.
. No"Mofonkünkonpomqnov kak !*";an Z"“ .„ a.§mÉMa.«k-s«* «xy,- ow' »;so-U-on-anuv asoyp yup “vun, UU- Ue «;pulostUl-B-UUY
dsr Thronrede an den König gerichtete Adresse mit 67 gegen 54 Stimmen genehmigt.
Großbritannien und Irland. London, 5. De-
zember. (W. T. „B.) In der Thronrede, mit welcher das Parlament soeben eröffnet wurde, heißt es: Die Feind- seligkeiten, welche der Emir von Afghanistan gegsn die indische Rbgierung äyßerte, und die Form, in wslcher er Meine frenndschaftliche Misston an il)113ur1"1ckwi€s, haben Mick) ge: nöthigt, péremptorisck) von ihm Genugthuung zu fordern. Da diese Meine Forderung ohne alle Antwork blieb, habe Ich eine Expedition nach dem Gebibte des Emirß abgehen lassen. Von alien fremden Mächten empfange Ick) Versicherungen ihrer frsundschaftlichen Gesinnungen. Ich habe Grund zu glauben, daß die durch den Berliner Vertrag znr Pazifikation Europas getroffbnen Arrangements mit Erfolg werden aqueführt wer- den. _ Ein Kredit wird in der sehr kurzsn Thronrede nicht vsrlangt. Die angeführten SWÜLU der Thronrsde Enthalten NULL, was fick) anf die auswärtige Politik bezieht. (W. T. B.) In der heutigen Sißung des Obbr- bauses zeigte- dsr Staatssekretär für Indien, Lord Cranbrooke, an, er werds am nächsten Montag den Antrag einbringen, daß die Kosten für den Krieg gcgsm Af- ghanistan aus den Einkünften Indiens zn bsstreitcn seien. Bei der [Hierauf folgenden Adreßdebatte unterzog Lord Granvil e die Politik der Regierung einer Kritik, Erklärte aber, daß er keine Opposition machen werde. Lord Grey beantragte ein Amendement zu dem Adreßentwurf und gab seinem Bedauern über die Vsrzögerung der Einberufung des Parlaments Ausdruck Lord Cranbrooke [1611 an seiner Depssche 111 Betreff des Verhaltenß des lbßten Kabinets fest. Lord S 0 m e r 1 et bekämpfte das Amsndement Grey's. Dsr StaateZsekre- tär deS Auswärti en, Marquis von Salisbury , wendete sich gegsn die Außfü rung Gladstone? in Bezug auf das persön- lich? Nbginient und vsrtheidigte das Verhalten der Regierung. Earl Beaconsfield wiederholte die 111 der Thronrede ge- gebenen Versicherungsn 111 Betreff des Berliner Vertrages und des Vbrtrages bezüglich Cypcrns. Was (Zypern angebe, so überträfe das durch den bezüglichen Vertrag herbeigeführte Verhältniß die gehegten Erwartungen und würde England ]ene beherrschende Stellung geben, ohne welche es unmöglich sei, die' Pläne für Kleinasten außzuführen. In Bezug auf die ungünstige ,Lage dLs Handels erklärte Lord Beaconsfield, 2,1: sei der Anftcht, daß h1er das Schlimmste bereits vorüber se). Die Regierung verfolY nicht eine Politik, welche Zaghaftigkeü für Weisheit halte. as Amendement Grey's wurds darauf ohne Abstimmung abgelehnt und der Adreßentwurf obne Ab- stumnung genehmigt.
, _ Jm Unterbause kündigte zunächst Stanbope- wu». Cranbroke im Oberhause gleichfalls an, daß er am Montag die Zustimmung des Hauses dazu beantragen werde, daß die Kosten des Krieges mit Afghanistan aus dLn Einkünften Yndiens getragen würden. Fawcstt erklärte, daß er issen Antrag bekämpfen werd?- Cartwright zeigte an, er werde die Aufmerksamkeit des Hauses auf die Ernennung der englischen und fxanzösi'scben Delegirten 111 Egyptcn lenken und einen darauf bezüglichen Antrag steÜen.
Hierauf wurde in die Adreßdebatte Lo'cd Hatiingkon behieli sich eine 31121111“, 132? Politik der Regierung für später vor; er beabs1cht1gs ]eßt nicht, der Aktion der Regierung Hindernisse in den Weg Zu legen, da im Interesse Indiens ewünscht werden „muss?,
aß der begonnene Krieg gut durchge ührt werde. Hartmgton sprach ferner sein Bedauern darüber aus, daß in der Thron-
eingetreten.
rede weder die Kolonien noch die ungünstige Lage des Handels
'] ,
1
* und geheim gehalten habe.
1 .. un . efunden tten, und daß nicht ausführli er auf --n Frilinßr“ ertrag ngegangexworden sei. Ferner ek_lagte erselbe daß die Negterung ihre Abfichten v_erschmegen ' , Das Haus se1 dadurch indessen einer großen Verantwortlichkeit . überhoben orden, die nunmehr der Regierung allem „zufalle. Wer Schaßkanzler Northcote vertheidixgete die'Vol1t1k_der Regierung und erklärte, daß von dem_ ap keme B211chte vorlägen, welcbe eins Erwähnung erhethht hättßn._ Ebenso -könne er zur eit nichts über d1e erfo gte Bemchttgung der Grenze Nume jens mittheilen. Die Negjerung bqffe, bgß die in Kreta eingeführten Reformen befr1ed1gende [em 11111r- "den und daß die Einführung von Reformm 111 311615111185 forésckxeiten werde. Auch erwarte er, daß xs bald mogl1ck) sem werde, dem Parlamente dieS ck riftst ü cke 1n Vstreff Cyp 6111 s „grzulegen. Den Aeußerungen des Staatssekretär?- für Indien, “Lord Cranbrooke, in Bezug auf bis; 11011 dem [6131611 Kabmet gegenüber Afghanistan befolgte Polmk werde eme zn'große Wichtigkeit beigelegt. Sodann wies Loxd Northcotb bie Be- auptung, die Re ierung habe den Streß; 11111 dejm Em1r von Afghanistan esu1t, zurück ,und hob hervor, die 9161316111111; habe vielme r frenndschafthcbe Be,;wbunabn zu nghamstan ewünscht. Sie krachte mcbt 111111) Geb1etsvexgroßeru1z en, ?ondcrn habe es nur für ROTHWMDLI gehqlten, für 516 S1 er- heit Indiens Vorsorge zu treffe» Aygeftchts des Lémpfqngeés dcr russischen Mission durch Schir 2111 und d'er'ZuxuckweisYYg 'der englischen Mission habe die R€g1cr11ng U111110gl1ch untbatig bleiben können. Die Erwartung, daß der Kr1eg gegen Afghg- nistan in Kurzem beendigt sein werde, werde durch 516 jüngsten Nachricbwn bestärkt. _Er bek1agb, das; der „Krieg Nothwenbig geworden, indßß se1 es die Pfl1cht der Regwxnng gewessn, das Fortbestehen der gefahrdrbhenden Zustande, welche den Krieg herbeigeführt hatten, _111ck)t zu gestatten. __ Schließlich wurdo ber AdreßentwuN ohne Abstimmung angenommen. ' ' . 1 _ 6. Dezémber. (W. T. B.) W113 518 „Dmly 2121115“ 91: fahren, würden am nächsten Dienstag Lord Hal1fc1x 1111 Oberbause und Wbitbread im U11tcrhq11se Re,.solutwnsn einbriUgen, in welchen die von dex,Neg1cr1111g 111 ber af- ghanischen Frage befolgte _Pol1t1k bekämpft 1v1rb. _ Aus Labore, vom 5. d. M., 111115 demselben Matte gemeldet: da die unter dem Oberbefebls des Generals Stkew'art stshende Kolonne wegen der Trgnsporxscbwi111g191t011 Ouettab vor dem Frühjahrs nicht 611911111311 dürfte, sb wurde beabsichtigt, im Südsn von Ouettak) W1nterquart1ere zu
errichten.
Labore, 5. Dezember. (W. T. B.) Gensral Roberts telegrap irt 111123 Peiv ar-K 11tul vom 3. d. M.: WU“ babbn dsn [in en Flügel des Feindes in der Nacht vom 1. d'.- M. durch das Defiléze von Springwee Umgangen 111151111617: rascbten den Feind bei TageSanbruck). 21ka berselbe durch "2 Negünenter aus mehrersn Stel1u11ge11 vertrwben' 1110151311 war, versuchten wir Kotul zu erreichen, 8,2“; konnte mdeß 611! Sturm von dieser Seite her xnichx durchgeftibxx 156151111. WW bedrohten darauf die letzten SteUUngen der AsJYÜULU, 131111611 Kotul aufs Neue an und eroberten dasselbe 11111 4 Ul)? Nack)- 111ittags. Der Feind hatto währbnddder Nacht 4 ngmne'nter Verstärkungen erhalten und leistete el_nen vexrzwcifeltbn W1der- stand; seine Artillerie War vortre'ffkck) 56512111. DLL 221913131: lage des Fsindcs ist eine 1100115115192: 11111 haben 18 Gescbuße und eine bLtkäch)t[ichL Menge Mnnition erbeutet. 1111111113 Ver- 111fte sind mit Rücksicht auf die groß?, StäÜebeZ Fbmde 11115 die zu Übbrwindendcn großM TerxamschMbrigketten 111111311112; Unsere Truppen haben sich ausgezcxsbnet gehalton. WW UlckGU gegen den Engpaß von Shutar-Garban vor."?
Frankreich. Vsrsailles, 5. Dezsmber. (W. TV) In dsr Deputirtsnkammer gelangte [161119561 Berichxuber die Wahl des Herzogs Decazés, der 516 Ungült1gkeit§erklarung beantragt, 51.11 Verlesung. Die Debatto darüber wurdc 11111 Nächsten Sonnabsnd festgesetzt.
Spanien. Madrid, 5. Dczember. (W. T. V.) 2111 dcr portugiesischen Grenzs sind 11191 Judeuen vsrbaftet worden," bei welchen Dokumente, die von dom Hayptßße der Internationalisten 111 NEU:):YOL'k herrühch, 11111 Bbschlag belegt wurden.
Italien. Rom, 5. Dezember. (W. T. B.) In dex [1111119811 Sitzung der Deputirtetik,a1n1ner,"11)€[ck)cr 591 11111 lebhaften Beifakléorufen empfangeneMm1ster-Pras1dent E (111911 zum ersten Male wieder beiwobnte, unterzog der Depunxte Finzi die innere Politik der Regrerung 211181 11,111- gßhendbn Kritik, an welche sich weitere AUSfÜHTUUgGU C'r1sp1 S und Marizzi's anschlossen. Den LLHTeren gegen1111cr bob Sella unter lautem Beifall dLs Ccntruméz 516 Grunde [1615 vor, aus welchen das Ministerimu im Jahre 1870 2111191111 der Gnade des Königs nicht empfohlon, habe." _Cr193p1gab hierauf erläutornde Erklärungen Über 161116 1193111111111 des M- WSUS gegen Varsanti vorhsr gemachten Bemerkungen und auch Marizzi nahm seine auf Barsanti OFÜJÜÖM 21911ßerungen gsgen das Ministerium von 1870 zurü ., Nach emer kurzeq Unterbrechung der Sißuna erwiderte dsr M1111ster Za11ardell1 Mf die gegen das Ministerium des; Innern "erhobenen B9: schuldignngen. Derselbe gab Aufklärungon uber 'das an- Nentw- und Unterdrückungssystem in Bezug auf 516 Bexeme 11115 wie?: nach, daß dasselbe den von der Kammsr gcbxlbgtcn "Anschauungen entspr'eche, und daß unter 511111 g9g211wart1gen Kabinet weniger Barsantiklubs und republikquchs Vereme gebildet worden seien als unter dem Münsterxum, bas dem- sL-lbbn vorausgegangsn sei. Die Regierung 161 ge1111llt, von dem Vräventivrechte Gebxauck) zu machen, 111211116953 die Grund: "lage der öffentlichen Sicherheit sei. Sch11eß11ck1 bedauerte déi? Minister die beklagenswcrthen Ere1gn1ffe, 5112 an vor- [ck1edenen Orten sich zugetragen hättxn und denen gegen- uber er zur Sicherun der öffe11tl1che11 Ruhe „enexgxsche Maßregeln ergriffen ha 9, und bebYelt Yem Just1z-thster die Antwort auf die gegen die Just1zbehorden erhobenen Ve- “ÄÖUldigungen vor. Die Debatte wird morgen fortgeseßt.
„ Türkei. Konstantinopel, 5. Dezßmber. (_W. T. B.) “Em Kaiserliches Hat verkündigt d1e 11_n Kab1net em- :getretenen Veränderun en und 'gt'ebbdem Wunsche *an BeseitiZung der bestehen en Schw1er1gkexten Ausdruck, Hamit dW „and ?ofort die Wohlthaten des FmedetTZ undsder “M Forts ritten der eit entsprechenden und _110 111611 1ge11 'Nßformenchgenieße. in weiteres Hat sol] d1e M1ttel be- JUchULW durch welche die Reformen zur beschleumgtxn An- Wsnbung gebracht werden können. _ S'axd Pascha zst z1zm -J„11s11z-Minister und Minister für bie C1v1ll1ste, der bishemge LUrktsche Gesandte in Athen Photmdes Bey zum General-
Gouverneur von Kreta mit dem Range eines Veziers er- nannt worden.
Rußland und Polen. St. Peteerurg, 5. De:
-zember. (W. T. B.) Die Gemahlin des Großfürsten-
Tbronfolgers ist heute von einem Prinzen entbunden worden, der den Namen Michael erh1clt.
Amerika. Was hing ton, 5. Dezember., (W. T. „B.) Die Rep räse nta ntenkammer nahm heute ems Re[olutwn an, in welcher die Vorlegung der Aktenstücke 111121: 5113 Aus- weisung des naturalisirten nordamsrikanischen Bürgers Baumer aus Deutschland verlangt wird.
Süd=Amerika. Peru. Lima, 21. Oktqbbr. Nack) bier eingetroffenen Nachrichten hat die _bol1via111sche Neg1e- rung eine Konzesfion zur Anlage emes Wege?“- von 1361 bolivianischen Stadt Santa, Cxuz nach dem 11181: des Paragua ertheilt und beabstchtigt auch durch (821111th1- austausch mit rasilien einen Hafen an dem genannten Strome zu erwerben.
Eine andre, von Bolivien einseitig ausgeführte Grenz : regulirung dürfte vielleicht Anlaß zu Verwickelu11gen geben. Durch Verordnung des Präsidenten _ von Bolw1en, vom 26. September, wurde der Distrikt Guillagua, wslchen Peru bis dahin sich zugbreckmet hatte, zn Bolivisn' geschchgcn. Dex peruvianische Senat interpeUirte hierauf die_Reg1er1mg xmt der Frage, ob keine Truppen zur Abweisung dißsCZUchrgmff-Z vorhanden gewesen seien. Die Sache wird vorausftchtbcb dem- nächst Gegenstand lebhafter diplomatiscbcr Erörterungen werden.
AUS dem Wolffschn Telcgrapben-Burczau.
Königsberg 1. Pr., Freitag, 6. Dszember, V011n1t1ag5. Anläßlich dss Einzugeß Sr. Majestät des Kaisers 11115 K_ömgS 111 Berlin fand gsftern im hiesigen Stadttheater 91110 Ovation ste_itt, Auf der Brüstung der Köxxxleichen Loge war die bekränzte Bbsto Sr. Majsstät aufgestellt. or dem Beginn der Oper mtomrte “011€- Orchest€r die Volkshymne, welche das Publikum stehend 1111 5116.
h Nisch, D0n11erstag, 5. szember, Abends. Djs; Skupschtina ist heute vom Fürsten mit einer Thronrede 2111111121 wordzm. Präsident der Skupscbtina ist Theodor Tuzakomc und V1ce: Präsident V11ja Vaffic.
Statistische Nachrichken.
Fach Mittbeilung des statistiscbén Bureans 511 Stadt 215211111 sind bei den biefigen Standesämtern in der Woche 130111 24. bis incl. 30. November er. zur Anmeldung (1215051111211: 183 Ebe- scbließm1g211, 801 Lebkndgeborene, 29 Todtgcborene und 564 Sterbe-
fäUe.
„Kunst, Wissenschaft Und Literatur.
Von dem Cyklus 11011 Predigten „Das zeit'[ich_e Leben ein Licht des ewigen Workeb", von O. Pgnk, SUpermxenbeut ux1d Pastor an der Dreifaltigkeiiskircbe zu Berlin, st 1th 111151"- die 7111312111: .Der Morgenstern des 8256115“ in Fr1edr. Sckyulzes Verlag
ier e[bt er chicnen. " h sI)isüncizcn, 4. Dczkmbcr. Seis Vorgestern ist (711008111 de_r graf- lich2n Familie 1). Pocci gebbriaezi Haase gm €))kax11111ltansbla13 _7_ck1e in Erz trefflich von Ford. 1). M1ller „gego11enne_ 11111) vom Prbchor Ck'r. Rofl) sprctchd äbnkick) 1110112111115 2311115 518 als DURA, Jugendscbriftstellc-r und Ki'111ft11rbc-ka1111tc11,11,111,7. 5111511876 bier ver- storbenen Grafen Franz v. Pocc1 (Komgltcben Oberstkammcrers) u *estelLt morden. 11 fgLondon, 4. Dezember. Zuni A115111k1'n Livingstonc's soll 111 di'r Wcsjminster-Abtci cin gemaltc's Fcnstcr aufgestsüt werdcn.
Paris, 30. 2101121111111. JU dsr Académ1e des Bxaux- Arts 111111172 gestern an SteUe des verstorbenen Fr-anz Bazm 1116 11611613 517511111111 der 9111156011119 1111 Mustk Jyles Mgssenet 1111t 18 Stimmen gewählt, wäbrcnd auf seinen GegenkanNdatey Saxut- Saéns 11111: 13 Stimrm'n fikléU. Massenet, _aus 5111111115117) 1111 80111:- debartcment gcbiiriig 11115 aus dcm Pariser Kouservawrmm m1t den ersten Preisen hervorgkgangen, ist erst 37 Jahre 1111.
GeWerbe und Handel.
London, 5. Deember. (W. T. B.) Die „Caledbnian- Bank“ 111 Jnvernezß hat 111 liqUidiren'bcjchlosss11. Die Bank soli. “111111115116 solvchnt sein. Ihr eix1gezabltesKap1tcklbo11150000Pfd; Sterk. wird ressrvirt, bis das Resultat der Ltqmdatton dex „(51111 11! Glasgow Bank“ bekannt ist, 11011 111211581: d1e „Caledo111an-Bank Aktien bcsi t. . _, _
_ De? „St. Pekkrsb. Herold“ malbet, “bas; 111 5115111111] che Reichbudaef pro 1879 die nacbstebender),Zahlungen fUr ZT'U sen und AmortisationSquoten der 5 En11111011e11"kon'solidixter Eiscnbabn-Obligationen eingetragen smd: fur dte [Emzssion 5269 682 Rbl. (um 237 Rbl. Zweniger als pro 1878), 1111 512 11. 5 269 919 Rbl. (11111 108 Rbl. mehr als Pro 1878), fu"r dze 111. 6586 935 Rbl. (um 323 Rbl. wkniger als 1111) 1878), fgr die 117. 6583 791. R51. (11111 237 Rbl. mehr als pro 1878) Und fur: dte 7. Emission 5983 705 Rbl. (11111131 R51. ryebr ails pr? 1878). Die Zinsen- und Amortisationsquoten fur d1e zwet Serien von Nikolaibabn-Obligationen smd Zuf 8216607 Rbl, (9771.76 Rbl, mehr (115 Pro 1878) 1101111111. 7111: AUEJaben ber Anxarügung von Staatspapieren find 499327 R [. budgettrf.
Verkehrs-Aufkalten. _
Das Kursbuch der Denkscbep Retchs-Postvexwal- tung _ Dezember 1878 _ mit Eisenbabn-Uebersxchts- karte in SÖWarz- und Bla11druck,'welchessoeben, 111 v. Deckers Kommisfionsverlag, Marquarb & Schenck (PMS 2 5-6) erscbie.1en ist, hat in neuersr Ze1t mannigfache Vervollkommyungen erfahren. Eine der Wesentlicbsten Vexbefferungen besteht darm, daß man das Buch in sechs durcb verscbtedeyfarbtges Papzer _u1_1d eben solchen Schnitt kenntlich gemachte Abtberlun en. getbe1lt, d1eselben aber derart in einen Band geheftet hat, da ]ede_ Abtheilung als felständiges Heft zu bequemerem Gebrauch auf ReJen 2c. 11116 bem Buche berauSqelöst werden kann, ohne den Zusammen ang dsc ubrtgen Theile zu gefährden. Die Fahrpläne niebrerex außerbeutscher Lander,
owie die Dampfschiffsverbindungen nacb ubersee1schxn Landern entbehrtzm irüher der Ueberficbtlicbkeit in der Ayordnung; diesem Uebelstayde 1st neuerdings durch zweckmäßigereGrupptrung der betrefxendeu Verbmdun- gen abgeholfen, aucb find bei den Dampfschtffslimen d e bezügkicben Ent- 1crnunqen in Seemeilen und die'Fabrzeite'n angegeben. Ausf) der Bequet'nlicbkcit beim Reisen bat dre Redaktton durcb den"Abdruck der Be timmungen über die Benutzung der Schlafwagen gebubrende Be- rücificbtigung zu Theil Werden lassen; bei dcr1 Routen, auf Welchen derartige Wagen laufen, ist jedesmas auf dtese Zusammenstellung
Bezug genommen. Hier und da ist dem Reisenden aucb em ka eribeili, "wo er békm Paffircn *.*-c: ZOUJTM'S “ck "Ok? NOVUM ZUM?
"cks eallen [affen muß ec. Wir mcicbe'n endlich mich darauf Jeerrksiini, daß unter Anderem in Folge des Schlaffes der Pa- riser WeltaussteUun in den Fabrplanen der frgnzofischen, belgischen und rheinischen Ba nen einige Aenderungen em etreten find, und
die Erö nun der Bahnstrecken eustettin - Belgard ZZZ FY? JnsterbTrg-gGoldap Nr. 29, Jablonow- Graudenz
Nr, 30 am 15. November 11. J. stattgefunden bak. Die bezüglrchen neuen Fahrpläne sind in das Kursbuch aufgenommen Zwordenz _ Die nächste Nummer erscheint am 1. Februar 1879.
New-York, 5. Dezember. „(W. T. B.) Der Hamburger Postdampfe: „Herder“ 111 bter angekommen.
_ Der gestern als in New-York angekommxn gemelde_te Hanz - burger Postdampfer ,Wieland“ rst n1chtdort,1ondern 111 Plymouth am 4. d. M. eingetroffen.
Berlin, 6. Dezember 1878.
2161111er, 6. Dezember, 9 Uhr VormittagY. „Die englische Post vom 5. 5. MM., Abends, (planmaß1g 1n Verbier?» um 8 Uhr 21 Minuten Abends), 1st auSgsblreben. Grund: Schnsegestöber im Kanal.
Die Entwickelung decZ Reichstelegraphenweycn;. Ueber di: seit der Vereinigung der Telegraphie mit Vor POstVSrWÜÜUUJ 11115 in 52111 [eßten Jahre staltgehabT-z Ent: 1131119111111] 51755 Reichstelegraphenwesens ist von dem (He11cr_a.- Postnwister [)1'. Stephan soeben an So. Majestät ben Kmser 6111 Bericht Erstattet worden. Die „Prov.:Korresp.“ theilt aus;“- demselben Folgendss mit: _
Das unterirdiscbe Telegrapbenneß,_ mit de11en Her- steUung im Fabre 1876 begonnen worden war, 111 im letzten Jahr: auf die Linien 111111 Berlin nack) Cöln, von Cöln 1111113 Elberfeld 1111?) Barmen, von Frankfurt a. M. nach Straßburg 1. E., 111111 Hambu:_1 111111) Cuxhaven ausgedehnt worden. Außerdem wurde zwiscken_den Jnselii 2111611 111113 Fübnen in Gemeinschaft mit dsr Königlich dänixcben Telegrawbaxxverwaltnng ein unterseeistbes Kabel geleai.
Zusamme'n mit den bereits in den Jahren 1876 11115 1877 Her- gestelltsn Linien ergiebt sick) für das unterirdisébe Tclexravbenneß dcs Reicbks akgenwärtig eine Ausdehnung von 2487 ]1111 Linien.
Die meistxn dicser Linien zählen fieben, einige vier Leitungeu, 11:15 es beträgf die Gesammtlänge der unterirdischen 8611111111111 des Reichs gegenwärtig 16 744 11111. Die längste Liniknausdyhbanx _ 111111 Kiel bis Straßburg _ beträgt 1219 11111.
Untkc Anwendmm der bis jeßt bekannten vOUkommsnsken Vor- richt1111g211 111115311 die Schwierigkeiten überWUnden, MWH fick) 111 Snmbf- 11115 Felsbobcn, in den Straßen der großen Städte und den fortifikatorischcn Anlagsn dcr Festungen, sowie beim Durcb- _Und Uebsrsckzreiten Der Gewässer entgegensteüten. 51111 Flußkabeln bejon- derer K011struktion Wurden 3642 111 in 30 Ar1chnitten zum Durch- schreiten der (Übe, Havel, Doffe, des Rheins, der Lippe, Emscher. Ruhr, des Mains, des Neckars, der Piurg und der Kinzig, sowie kleinerer Wasserläufe und sxbiffbarer Kanäle 1313115211561.
Für dab Jahr 1879 1i11d sechs weitere Linien zur Ausführung vorbereitef, _ und es bleiben dann nur noch einige Li1iic11 übrig- u111 den Hauptplan zur Schaffung eincs unierirdisrben Telegxqphßn- netzes auf den großen erkebrs- und Milikärstraßen dss RLTÖÖ 1m Wesentlichen durchzuiübren. _ _ .
Die bisher anfgewewdeten, im Wege extraordmcuer Kred1t- bewiljigungeu aufgebrachten Kosten betragen 12155 969 «161 ' _
Die große BedeutUng der unterird1scher1 Telcgrapbenxinwn für die Sicherheit der Verbindumgeii und für die. von dcr1elben abbängenden äußerst wichtigen Interessen dkr Staatcn und Völker bydarf eines Jiacbweiscs nicht mehr. Aus neueßer Zeit [ieaen 11, A. 511: Thatsachen Vor, daß der Sturm vom 4. November fyrfcbtbar? Vcrbe-srungen in den österreicbisch-ungarischen Telegraphe111111en an- ricbtete, so daß 3. B. Wien vier Tage lang nicht zu errctcben War. Die starken GewiUer vom 6. und 7.0kfober in Südfrankreich [11111211 Writgebcnde Unterbrechungen und Verzögerungen '1mtcle;1r_apb11che_:1 Vsrksbr, namentlich von Marseille, im Gefblzk. 211111) 111 (3111; britannicn baben Stürme 11110 SchneeWebcn, wiedecbolt MMZ“ Störung» in den Telegrabbenleitungen 1111111311111th 11ababe11f'fur 5531111511 1111?) Sibiffabrt, Verkehr 11111) Famrlicnintsreßcn empfmdmkbe 51achtbeil€ i111 kaolge gehabt. , . „_
Die oberirdischen Telcgrapbenlmicn _battkn Ende Ja- nuar 1875 eine Gesammtlänge von 33 245 km, diejclbc betrug Eäde Oktobar 1878 46 769 1131, es find mithin in Wesen bier ngren neu gébaut 13 524 11111, was einer Vermobrung von 40,7% gleichkommt.
Dis Länge der oberirdischen Leitungen bxtrug Ende Ja::uax 1875 120779 11111, 112 bctrug Ende Oktober 1878 162170 11111, 11111) mehr 41 391 11111, 11. 1. quen 1875 mehr 34,3 "Proz., Die zurHHe'r- stellung crforderlickykn 5111111211306" smd zum 1ib§xjv1ege115811 “»,-bstle aus dem Jnlande bezogen 11111) die Einnahmen dafur dxr 111land11chen Forstwirtbscbaft und ;“5115111111,* zu Gute gekrmm'en, wahrend ngleicb zahlreich Arbeiter bei den Er?)- und Bauarberten verwendet wor- den sind.
Tekegrapbenämter. Ende Januar 1875, 111111, Welchem Zeitpunkte ab die vorläuffxze, zum 1. Januar 1876 2111291111111 gemob- dEUS Verkinisung der Telegrapbie mit der Post begann, bZtrxxg 'dte Zahl der vorhandenen Telegrapbenanstalten 1686, gegenwartig 11111) im Betriebe 4115, mitbin mehr 2429. Die Stergkrung befragt 14387». Für das [anfenke Etatsjabr ist dix C111richt1111g 11011 11011) Weiteren 60 Aemtera in der Ausführung begr1ffen._
Die Zahl. der Tckegrapbenbeamte'n ,betrug' Ende Januqr 1875 3590, sie beträgt gegenwärtig 3245, 1111111111 Weniger 345. „DN Abnahme beziffert sicb auf 10 (70. Diese Ergebnisse: auf dcsr eincn Seite ein:: bedcntende Vermzbrung der Telegraplzcnanstalten, Welche dem Lande zum gwßen chen gereicht, und auf der (1115213211 Span einc Vsrminderung der Beamténqub würden obkne Verclmgumg der beiden VerkehrSzweige nicbk zu erztelcn gewesen sem. _ _
Die Rohrpost hat für die Verkehrßanfordcrungen emer Gwy- stadt unerläßlicbe Ergänzung des Telegraphenwssens der Hauptstadf gebracht. Die Anlage wurde im rubjabr 1876 begonne11__11nd zum 1. Dezember deffekben Jahres in etrieb gesxtzt; fie umfaßx 238111111- postämter, welche sich über alle Theile der Refibenz Herbre1ten. 'Die Gesammtlänge der u11terirdifche11Röbrcn betragt 38711111; 111 6 Maschinenbäusern sind die Erforderlichen 12 Dampfmnascbmen, "welche die LuftpumP-kn in Bewegung setZen, aufgestellt. Fur" den 11achste11 Sommer ist die Ausdebnung der Robxpost auF den außeren Krets der Hauptstadt 11111) auf Charloxtenburg 111 Aussicht genommen;
Dcr Fernsprecher. Dre ersten Versuch: dex Nachxtckofcn- übermittelnng mit dem Bellsckoen Fcrnspreébe'r Wurden mnDeutxcbland am 5. November 1877 zwischen dem Retchs-Postgcbaud: "111 der Leipzigecstraße und dem G1*neral:Tclegravhen9mte m der_Franzo11sch1'11 Straße gemacht. Nachdem g mtrge ErYbniffe aucb" ber Ausdehnnunx. dieser Versuche auf den Umkreis von erlm, zuzmcbst b1s Schope- bcrg, Rummelsburg, Friedrichsberg und sodann b1s Potsdamzrzielt Worden waren, Wurde mit der Verwertbung dW Fernsbreckyexs fur den Nachrichtenverkabr um so mehr vorgegangen, als dre Herstellungs- kosten für Fernsprechämfer gering sind und es der Fostspielxgen und zeitraubenden Ausbildung der Beamten im Txlegrapbnen mcbt bebarf. _ Ende Oktober betrug die Anzahl 'der M Betriebe befind11chen Fernsprecbämter 272. _ Nach den gewonnenen Erfahrungen steht xs außer Zweifel, das; mittelst des Fernsprechers auf Entferungen 518 zu 10 eograpbische Meilen telegrapbische Nachrichten übermittelt Werden önnen. ' '
Zeitballwesen und meteorologUiscber Dtenst. . In Folge Vereinbarung mit dem Reichskanzler:ß wie ist die Verwaltung des Zeitbullrvefens auf die Reicbs-Telearapbw übergegangen. Teilbau- stationen find biSber errichtet: in Cuxhaven, Neufabrwa er und Bromerszafen. Swinemünde ist in der Anlage begriffen.
Der Zeitballbetrieb wird von den Reichs-Tele apbenämtem an den bezeichneten Orten in Verbindung mit den nächtrgelegeneu Stern- warten Wabrgenommen und entspricht den für 'die örderzmg der Schiffabrjsintereffen von dieser Einrichtung gehegten ,rwarwpgen.
Tarif- und Finanzer ebnisse. Durch dte Verordnung
vom 24. Januar 1876 hat der eicbs-Telegraphentarif insofern eine.