1878 / 289 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 07 Dec 1878 18:00:01 GMT) scan diff

636855 nmeikgeleikeke. Tämmtlicber Untersuchzmgen, gegen 58 0/0 in 1876 und 59 % in 187

Vormundschaften waren 911 313 zu bearbeiten (+ 54.11 bzw. 2661); Nackolaßre ulirukagen 37 668 (+ 5376 bzw. 17 031).

An (Grundbuchsa "en waren zu bearbeiten: 'EinfchreibuWSverfügungen . . . 967 084 (+- 50246 bzw. 75 216) Blätter kel), 'auf denen oer

Enver des Ergentbymß an Grundstücken em xicbrreben ift übertragene (Grund tucke . . übertragene Posten . , . . svnstiTe Eintragungen Und zwar:

e nmalige .

mehrfache . Löschungen .. . .* . . . ., . Blätter (AkUkel), auf denen Em-

tragungen behufs der Zurück- FJbrung auf die Steuerbücber ewirkt sind . . . . . . . 313 434 (+ „19 084 '47 317)

Handlanger: der freiwilligen Gerichtsbarkeit sind aufgenommen 541072 (+ 32 190 bzw. 65 936).

In die Handelsregister erfolgten von Handelsfirmen 4543 Eintragungen (_ 270 bzw. 404) und 3558 Löschunaen (4; 427 bzw. 534); von. Prokuren 955 Eintr. (- 74 bzw.43)und 833 Loscb. (+ 24 bzw. 58 ; von Handelsßesellsckpaften 1384 Eintr. (_ 325 bzw. 227) und 12 8 Lösch. (+ 7 zw. 68); von Genoffenscbaften 178 Eintr. (_ 45 bzw. + 172) und 27 Lösch. (+ 3 bzw. 10); von Waaren- zeichen 303 Eintr. (+ 120 bzw. 236) und 44 Loschngcn (+"43); von Mustern 5828 Eintr. (+ 4353 bzw. 5591) und 95 Losch,; FM 3Séöbiffen 69 „Eintr. (- 26 bzw. 22) und 116 Losch, (+ 34

w. . .

Beendigt wurden von den Prozessen 78%, gegen 77% m 1876 und 1875, und zwar 21% durch Agnttwn oder Koxxtumaz (gegen 21 bezw. 18% in den Vorjahren), 2370 durch Etzisagung (22 bezw. 239/0), 70/0 (wic in den Vorjahren) durch Vergleich und 27% durch Erkenntnis; (27 bezw. 299/43). Von den Untersuchungen wurden 83% durch richterlicbe Entsckzeidung'und 3% durch Tod des Ange- klagten oder in anderer Weise erledigt; von den Vormundschaften 8, den Nachlaßsaöben 7079. , , _

Bei den Appellationsgertcbten im Geltungsberetcbe der Verordnung vom 2. Januar 1849 Waren im Jahre 1877 39 869 Civilprdzcsse anhängig (1- 2401 bzw. 4324), davon 10 085 überjäl)rige und 29 784 neu eingelcitete. Außerdem 16 796 durck) Verfügung zurückgewiesene Rekurse und 9467 deSgl, Appeüatioyeu; “Fernkr in erster Instanz 19 Proze sachen geßen ehemals Reichs- unmittelbare, 1 KyiakurssaÖeUNd 1 kandaF tn BagateÜsacben. An Untersuchungen 19 247 (+ 2635 bzw. 3491), außerdem 3069 durch Verfügung zurückgewiesene Rekurse. Bei dem StaatSJericbis- bof War 1 Sache anhängig. An Lehnssachen kamen 1332 vor, Fideikommißsacben 581, Stiftungssachen 248, Vormund- schaftssachen 7. Beendigt Wurden von den Prozessen 28 554, un- erledigt blieben 11315; von denjenigen erster Instanz 8 bzw. 11; von den Untersuchungen 16 300 bzw. 2947. '

Bei dkn Gerichten im Bezirk des Appellations- gerichtsbofs zu Cöln Waren in erster J"nst,anz 270684 Civik- prozeffe (1876: 229 702, 1875: 194 886) 011501191 , von denen 97% beendigt wurden (gegen 96 0/0 in den beiden Borja xen); 5214 Raths- kammersachen bei den Landgerichten, 4875 Verglexchéösachen bei den Friedensgericbten, 108 697 Vormundschafteii. Untersuchungen waren 18 850 (1876: 16810, 1875: 16 062) anbangtg, davon 1337 (1876: 947, 1875: 686) in der Kompetenz der Schwurgerrchte, 17 513 wegen Vergehen (1876: 15 863, 1875: 15 376). Wegen Uebertretungen Waren 173 854 (1876: 159 619, 1875: 155 482) Unicrsucbunqen im (55.111,18, wsgen-Holzdiedsiaöls 42 687 (38 624 60.70. 37 248). Von den gesammten Untersuébungen (235 391) wurden 99 0/0 (1876: 98, 1875: 99 MI erledigt. _ '

n die Handelsregister erfolgten 2584 Eintragungen (davon 98 von Waarenzeichen, 489 von Mustern), gegen 2041 in 1876, 2239 in 1875 und 1100 Löschungen (darunter 22 Waareuzcicben), gegen 1107 in 1876 und 1164 in 1875.

In zweiter Instanz waren bei der Landgerichten 1353 Civilprozeffe und 1949“ Zuchtpolizeisacben anhängig; bei dem Apellationsgerichtsbofe zu Cöln 2123 Civilprozeffe, 157 Ratbskammer- sachen 7 Oppofitionen gegen Subbastationen, 5 Ehescheidun s- prozesfe; in (Civilsacben ergingen 1217 Urtbeile; Untersuchungen ei dem Anklagesknat kamen 1190 vor; Entscheidungen ergingen 1190, darunter 1153 in Anklagesachen.

Das Ober-Tribunal hatte 8203 Referate zu bearbeiten (5451 bei den 6 Civilsenaten, 2752 bei den beiden Strafsenaten) und 1666 Beschwerden. ,

Bei der StaatsanWaltsÖaft (mit Ausnahme des Departe- ments Cöln) Waren 329688 Sachen (1876: 299 846, 1875: 270 832) anhängig; davon wurden (wie in den Vorjahren) 130/0 durcb Zurück- weisunzx der Denunziation, 60/0 durkh Abgabe der Akten an andere Behörden, 31% durch Abstandnahme von Weiterer Verfolgun und 400/(, durch Erhebrmg der Anklage erledigt; 10% blieben uner edigt.

Kunst, Wissenschaft und Literatur.

Jm Verlage von Carl Heymann hierselbst ist so eben ein Generalregifter zu den im amtlichen Auftrage beraUsgegebenen Entscheidungen des Königlichen Ober-Txibu11als, zu- sasFyiengestellt von der Redaktionskommisßon, zum Preise von 15 „14 er tenen.

- Das ,illusirirte Post-, Telegrapben- und Eisen- bahn-Ha'ndbuch herauögegsben von dem Postsekretär Rudolf Heymer m Altenßurg,“ WinterauSgabe 1878/79, in Kommisfions- v:rlag der Dittmarschen Buchhandlung in Weimar, befriedigt die Ansprüche, die an ein „für das Publikum“ bestimmtes derartiges Handbuch zu erhebe11_sind: es ist übersichtlich und voÜständig, der- gestalt, daß der Geschafmeann in jedem gegebenen FaÜe nicht ver eb- Uch Belehrung darin suchen wird. Der bei weitem größere Theil des n- halts (von 48 Seiten 37) beschäftigt sich mit dem Postwesen und erstUreckt fich auf das, Postgebiet des Reichs, sowie auf Bayern, Wuxttemberg, Oesterretch-Ungarn und FHelgoland. Ueberau find die Beßtmmxxngen des Berner ze p. Pari er Welfpoftvereins gebührend beruck ichttgt. Das Materia ist amtlichen QueUen entnommen. Von csonderem Nutzen Sind die vieien dem Text eixwerleibten Muster und Schemata. „Als An _ang ist ein alphabetischcs Verzeickoniß der Straßen mid Plaße Berlins mit Angabe des betr. Postbezirks und außerdem e'm Kalender für das Jahr 1879 beigegeben. Das Hand- Buch erscheint jahrlich zweimal. Der Preis betragt 75 ,s.

,-- dem vorliegenden Dezemberheft der „GewerbeZalle“ EMR der 16. Jahrgang dixses trefflichen periodiséhen , rgans r den Fq-rtschritt m „allen Zwergen der Kunstindustrie.“ Die Re- daktion xvtu aucb Wettcrbin 111 dem lobenswertben Bestreben fort- ;fabren, em umfassendes Bild des kunstgewerblichen Schaffens aller Kulturvölker und „damit eine Fundgrube von Vorbildern zur direkten Nachahmung, 1311118 Ornqmente und Motive als Anke ung zu eigenem S_ckpaffen dax „teten. Die Vexöffentlichung_ der be ten kunstgewerb- [Tchim Erzxugnrffe yon der Pariser Weltausstellung in mustergiltiaen Reproduktionen„ d1e sie sich zum Theil schon in den leßten beiden H„eften? des abgelazufenen Jahrganges angelegen sein ließ, wird dem nachsten Bande ein ganz besonderes Interesse verleihen.

Aus der 12.81eferung find des 15. Jahrg. besonders ein vom Maler R. E. .F.-ple: in Stuttgart ht'ichst geschmackvoll entworfener äcber aus leenbem' mit Malmien 01:11 Seide, eine gemalte Decke m ständi- Hbeen Kanzseigebaude zu Stuéitggrt, entwyrfen und ausgeführt von

adaus und Leéker, sowie em prächtiger Konsoletiscb im Style Loms )(71. (Pariser Fabrikat) hervorzuheben.

Land: und Forsttvirthschaft.

Nachdem das Auftreten dersRinderpeft zu Gumbinnen vom . 9. M in einem mit 53 Stück Rindvieb beseyten Gehöfte des Kaufmanns Wiesemann zu StaUupönen amtlich festgestellt worden

240 678 (+ 4 491 253 328 (+ 14 257 220 033 -- 5 340

. . . . . 499334 (+ 43264 . . . . . 97333 (+ 5668 487498 (+ 70872

41909 3844

81 653 16 171 57 282)

10 302?

Die Hokzdiebfiablssacben bildeten 54?!

1var', sind in dén keylen Tagen weitere Ausbrückpe der Seuche konstatirt: im Regierungsbezirk Potsdam: in Neu-Lcwin, Kreis Ober-Barmm; im Regierun sbezirk Frankfurt a. D.: im Kreise Lebus zu Hatbenow, Ratbstock, eelow; im Kreise Köni sbcrg N.-M. zu Bärwalde, Wilkersdorf. Zäckerick; im Kreise Sold u zu ngemvalde; im Kreise West-Sternberg u *Tschernow.

-- mReg erungsbezirk Oppeln ist die Ernte im Roggen sebr ver cbieden, im Weizen gut außgefallen in den Sommerirüchten jedoch unter einer Mittelernte geblieben. Der zweite Heuscbnttt War in Folge der langen Dürre nur von geringer Ergiebigkeit:,dagegen ist die Ernte an Kartoffcin, Kraut und Rüben eine ganzbefnedigende u nennen. Die Saatbeitellung ist gut von Statten eganqxn, und md die jungen Saaten in olae des im Monat Okto er eingetre- tenen RegenWetters größtent eils gut aufgegangen.

“Getrerke und Handel.

(Einführung rumänischer Zoll-, Münz- ,und Steuergeseße in der Dobrudscha.) 'Ein in dem offiziellen Blatts von Rumänien veröffentlichtes Fürstliches Dekret besi1mmt, daß die rumänischen Ein- und AusfubrzöÜe, sowie die Stempel- und Spirituoscnsteuer auch_ für die Dobrudscha Anrvendung finden soUen. Der Tabaksbandel da1elbst wird freigegeben. Tabak; und Cigarren unfcrliegen in der nenen Provinz, je nachdem sie aus fremden Staaten oder aus Rumänien stammen, einem Einfuhrzolx von 500 resp. 75 Frcs. pkr 100 Kilogramm. Von dem in der Dobrudscha gebauten Tabak ist eine Sxeuer von 75 Fresper 100 Kilogramm zu entrichten,

Ferner ist bestimmt, daß die dortigen Staatskaffen nur die in Rumanien mit obligatoriséhem Cours geltenden Münzsorien an- nebmen und auSgcben diirfen.

Endlich Werden durch das Dekret die in dem neu erworbenen Gebiete bisher in Kraft befindlichen direkten Staatsstkuern aufge- boben. An SteÜe derselben sollen die rumänische LizenzsteUer auf Spirituosen und die Patent- und Grundsteuer in den Stadtgemein- den 1100) vorgängige): Volkszäblung mit dem Jaßre 1879, 01112 Übrigen rymäni1chen direkten Steuern dagegen erst Mit dem Jahre 1880 in Kraft treten.

-Neue Zollbestimmungen in Frankreich. (Hand. Arch. nach 1411118118 (111 081111118100 8118118117.) EineWiinisterial-E11tscheidung vom 24. September 1878 bestimmt, daf; die nach der Anmerkung 238 des Tarifs unter die mit 10 % Wertbzoil belegten Achate gerech- neten nachbenannten Edelsteine: Opal, Kaßenauge, Amethyst, Ju- discher Topas und Böhmischer Rubin den onfrei zuzulaffcnden Schmucksteinen cxleicbzusiellen find.

Eine Ministerial-Entscheidung vom 4. Oktober1878 stellt die im Tarif nicht aufgeführte Kakaobutter in Betreff der ZoUbe- handlung dem puivecisixten Kakao gleich.

Eine Ministeriai-Entscheidung vom 12. Oktober1878 verfügt, daß bsi den Zute-, L-eincn- und Hanfqeiveben aus gezwirntem Garn jeder gezwirnte Fadkn für so viele Faden-Einbeiten zu rechnen isikchqlßfer einzelne Fäden enthält, wie das bei den BaumwvügeWeben ge te. .

_ Vorcinigen Tagen 1301 in (56111 cine außerordenflicbe General- Nrsarxnniung des Sicgrbeinischen Bergwerks- und Hütten- Vereins stattgefunden, in Welcher die Auflösung der (Gesellschaft behufs Umwandlung des Unternehmens in ein? Gciverkscbaft bc- schloffen Worden ist.

London, 6. Dezember. (W T. B.) Bei der gestrigen WollaukTion War Cap- und australische scourcd Wolle & Pence über [21316 niedrigste Preise.

, Stockholm, 6. Dezember. (W. T. B.) Die Gläubiger der Fir'ma kaiilletrxiot & We ylandt haben ohne jsde Diskussion darein, gewxüigt, daß die gedachte Firma bis zum 31. Dezemb2r1879 xiquidtre. Zu Liquidatoren sind die beiden Chefs der Firma

vexteüi. Verkehré-Anftalteu.

New-York, 6. Dezember. Das Postdampfscbiff „Neckar', Kapitän Witligerod, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 24. November von Bremen und am 26. November von Southampton abgegangen war, ist heute 5 Uhr Morgens wohl- behalten hier angekommen.

Berlin, 7. Dezember 1878.

Der Vorstand der am 29. April d. J. gegründeksn Afxiéani- schen Gesellschaft, in Deutschland, dessen Vorsißender Se. Durchlaucht Prinz Heinrich 1711. Reuß, Kaiserlicher Botschafter in Wien (Stellvertreter: Frhr. v. Richthofen, Professor in Berlin), ist, 801 einen Ausxruf „_an das ganze deutsche Vaterland, an alle För- derer der Wi enscbaft und Kul1ur, an alle Freunde der Menschheit mit der Bitte, dem Verein beizutreten“, gerichtet, um mit vereimtem Streben die geographischen Kermtniffe über AfrikaZ zu echitern und die Erschließung des aehcimnißvollen Kontinentes für Gefittnng, Handc1 und Verkehr mit der civilisirten Welt zu bewirken.

_ „Von aÜen Seitcxn“, beißt es in dem Aufrufe, „muß der fried- liche Kampf für Wissenschaft und Kultur aufgenommen werden. Vor) Osten ,ber schicken die Engländer ihre praktischen Missions- staiwyen Wettcr uiid weiter vor und tragen zerlegbare Dampfschiffe auf die großen Bimzfenmcere; dort haben französische Reisende ihren Ausgangspunkt gxwahlt, uxxd ebendaselbsi steht di? internationaia Afrikantfcbe'Affoctation im Bc'griff, eine Station zu gründen. Längs der äquatorzalen Westküste bcsiZen Holländer, Engländer, Franzosen und Portugiesen eme Reihe von Handelsstationen; nördlich von ihnen sind fxanzösische Sendlinge bestrebt, die Geheimnisse zu entbüllen, welche den oberen Lauf und den Ursprung des Ogow: noch ver- schletern; und vom Congo und Cuanza aus haben die Portugiesen die Erforschung des Innern, em Vermächtniß ihrer Vorfahren, wieder ausgxnowmen. In Anbetracht der Schwierigkeiten, welcbe fur das Eindringen it) das äqnatoriale Afrika von der nabe gelegenen Wesikiiste bestehen, wird die Afrikanische Gesellschaft in Deutschland zunachst fich angelegen sein lassen, von Süden und Von Norden „her das „ungeheure Congogebiet zu erschließen. Sie wird von zwei Operationsbasen auögthen, von denen dre südliche sich von Loanda nacb Mussumba erstreckt und als Reiseroute des 131. Pogge erprobt ist, während die nördliche von der Bai von Gumea aus uber Adamaua und Wadai nach Osten verläuft. Auf der ersterey har Or."Pogge einen Nachfolger gefunden in der Person des Ingenieurs Schuß, der vor Jahresfrist im Auftrage der vereinig- ten deutschen afrikanischen (Gxseilscbaften hinausging, dem wir nun bereits werthvoÜe kgrtographijche Aufnahmen verdanken und der nach den neuesten Nachrtchen in das unbekannte Innere nach Norden aufgebrochen tft. Ern zweiter Reisender, der Naturforscher und Arzt 191. Max Buchner„ befindet sich als erster Sendling der afrikanischen Gesxllschafk tn Deutschland auf dem Wege nach der- selben Ausgangsltme, um von einem weiter östlich gelegenen Punkte in derselben_ Richtung vorzudringen. Auf der nördlichen Operations- bafis hat elner der erfolgreichsten Afrikareisenden unserer Zeit, der aussezeichxiete Kenner nordafrtkauischer Verhältnisse, Gerhard Rohlfs, ebenfalls tm Auftrage der neuen (Gesellschaft, sich Wadai als Aus- gangspunkt gewählt, ,um von dort aus den nahe gelegenen nördlichen Congobogen zu erretchen,_ und hat seine Reise bereits angetreten. Bald_werden andere Streiter im Dienste der Wissenschaft und Du- mamtaY folgen, und die Afrikanische Gesellschaft in Deutschland giebt sich ,bei der wachsenden ö_ffentlxchen T eilnabme der Hoffnun hin, daß tbr die materiellen Mittel zur stetigen Fortführung .der Jlrbeit nicht fehlen werden. Sie, hat es mit hoher rende begrüßt, daß nicht nur die opferwrlitgen, doch in ihren itteln beschränkten wtffen1chaftlicben Kreise, sondern auch die offiziellen Organe der FMF? LomFerxieÉext Welt,. die Handelskammern,- ihr Jnxexeffe : g 0 ers te e hülfe in Aussicht gestellt haben, und daß das Reich durch_d1e Bewilligung einer namba*“ten Summe zur Förderung wiffenschaftlrcher Bestrebun en in Afrika dem nationalen „Werthe derselben einen besonderen achdruck verliehen hat,“

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Ueber die S ibirkakowscbe Expedition zur Auffindung des Seeweges dur s Zo armeer nacb Jakutsk wird der „St. Peters. burger Zeitung“ aus akutsk, 15. (27.) September 1878 geschrieben:

Nachdem wir bereits aUe Hoffnun auf das Erscheinen des nach Jakutsk bestimmten Eismeerdampfers ., ena“ aufgegeben batten. war unsere Freude um so größer, als am 9. (21.) September das Schiff [ich doch erschien und unweit der Stadt vor Anker ing. Kapitän

o annsen hatte das Segeljcbiff „Vega', aztf wel em ?)rofeffo: Norder-skjöld gesonnen ist, seine große Expedition zur Er orschmxg eines Sseweges von NorWeaen durch (18 Polarmeer zur Behringg- straße aus ufübren, bis zur Mündung der Lena begleitet, nach welchem Flune aucé der Dampfer seinen Namen führt.

Am 9. (21) Juli ging die „Lena' in Begleitung des Segel.

scixiffes „Vega' von der norwegischen Jnselstadt Tromsö aus in See, Dre .Lena“ ist ein solid und sauber gebautes Schiff, ein Schrauben. dampfer bon nomincl] 15 Pferdekraft und 120 Tons Tragkraft, Kapitän Johannsen ist NorWeger, 32 Jahre alt, und hat bereits vier- zehn Jahre auf dem Eismeere zugebracht, wodurch er in den Stand. gesejét ist, mit allen Eigentbümliäbkeiten des Polarmeeres vertraut zu ein. Von Tromsö gingen die beiden Schiffe ums Nordkap herum in östlicher Rickptung in die offene See, das Wkiße Meer und Archangelsk Weit sudlicb [asiend, durch das Karische Meer und über. haupt bis zur Jeniffei-Mündung, den schon früher von Hrn. Nordenskjöld festgestellten Cours genau einbaltend. Am 19. (31.) Juli gelangten die Schiffe auf der Ostseite des Kariscben Meeres an den „Ort Hamaruiva, an der Nordwestküste der zwischen dem Ob1sch2n Meerbusen und der: Karischen See bewortretcnden Samojeden-Halbinsel belegen. Nachdem fie von dem sie bkgleitem den Koblenscbiffe genügend Kohlen an Bord genommen hatten, gin. gen fie am 20. Jali (1. Au Ust) wieder in Sex, die Inssl Bjkiaja pasfirend. Während dieser Zeit hatten sie fast beständig Nebel, doch trafen sie nicbt auf größere Eismaffen. Am 26. Juli (7. August) gelangten sie zu der schon früher don Hrn. Nordenskjöld .Diksons Hamm“ benannten Insel und gingen nach dreitägiger Rast am 29. Julr'(10. August) wieder Weiter. In der Näbe des Kap Tscheliuskm gcrietben sie in Eis und wurdsn 18 Stunden lang festgehalten. Auch schon beim Kap Taimyr waren fie bedeutender EiSMaffen ansichtig Jaworden. In der Gegend der Insel Preobrashcnje trafen sie auf große Mengen von Scevögeln, welche nacb Anficht des Kapitämß Johannsen dork überwintern, da er der Msinung ist, da[: dort auch den Winter über offeneH Waffer ist, Das Eis, welches die Schiffe an den nördlichsten sibirischen Kaps antrafen, ist, gleichfalls nacb Kizpitän Johannsens Ansicht, kein Eis, Welches sich aus dem Meernmßer bildet, sondern es hat die For. mcztwn bon_ Gletscher-Eis, welches fich bekanntlich zwischen oder an [Leisen Feljenabhängen bildet, indem QueUeu oder Flüßckoen Ach uber das täglich stärker werdsnde Eis ergießen Und so die Eis. massen aÜmäbiicb zn Bergen anrvachsen lassen. Im Frühjahre, wenn Thauwätcr eintritt, stürzen diese Muffen aus ihrer mehr hängenden als horizontalen Lage herab und bilden oft kircbthurm- hohe Massen. Aus dieser Eissormaiion schließt eben Kapitän Iohgnnsen, daß nördlich von den Kaps Taimyr und Tsébeljuskin bcrgzzes 'Jnsxlland liegen müsse. Am 16. (28) AUZUst gelangten die Sä,»: c m die Näbe der Lenamündung und sahen and, welches an der ganzen fibiriscben Küste flach ins Meer abfällt. Vor der ei.*,c:*-t- licbcn'Miiudur-g der Lena ist das Meer Auch, das Fabrwaffer natür- lich nicht bezeichnet und daher das Einfahren für ein Schiff gefähr- [1ch. Es war daher aus Jakuisk ein Lootse abgesandt worden, der die Sébtffe an der Lenamiindung erwarten sollte. Auf densklben wa'rteten denn auch die Schiffe; da er jedoch immer noch nicht er- sch1en, beschloß Kapitän Johannsen endlich, das Fahrwasser selbst aufzusuchen. * Hier vxrlief; die ,Vega" am 24. August (5. September) Ben O'ampscr .Uena“, und Profeßor Nordenskjöld schlug eine östliäye Richtung zur Bebrincisstraßc bin ein. Mit dem Aufsuchsn dcs Fabrwaffers in dem Wirrwar von Inseln und zahllosen Mündungs- armen der Lena verbrachte Kapitän Johannsen fernere vier Tage; seine Anstnrengungen Wurden jcdock) von Erfolg gekrönt. Das rcchte 11"er „des außersten östlichen Mündungsarmes des Lenasfromes bildet namlich ein'Promontorium' von diesem noch östlicher liegt der Küste gegenüber eme [ange scbma 2 Insel, etwa eine engliscbc Meile vom Lande entfernt, Zwischen dicser Insel nun und dem Festlande und dqnn weiter um das genannte Kap herum fand endlich der Dampfer sem Fahrwasser, und als er, um das Vorgebirge biegend, in die cigentlicbx Lena Hineinfubr, war die (:Ugemeine Freude unter der mit dem Kapitän nur acht Mann zählenden Mannschaft des Dampfers wahrlich groß.

in Folge dessen benannte Kapitän Jobatmsen die Landspilxe oder vielmehr das Kap mit dem Namen „Kap der Freude". Von dort fuhr der Dampfer yorfichiig stromaufwärts und legte die mehr als 2000 Werft betragende Strecke bis Jakuisk in ferneren 12 Tagen zurück Und traf am 9. (21.) September wohlbehalten hier in Jakutsk ein.

Allen Aufenthalt unterwegs abgerechnet, brauchte der Dampfer zu seiner exstenFaHrt Von Tromsö bis zur 3371121111111de (vom 36. Grad östlicher Länge bis zum 140. Grad östlicher Länge) und von dort bis Jakutsk im (Ganzen 55 Tage.

Der Bazax; des Pestalozzi-Franenvcrcins ist bsuke Vorintxtag nn Fcstsaale des Hotel da Roms exöffu-st worden, Das Treypenbaus, durc-v Welches man den Festsaal betritt, ist mii der 231111: Pestalozzi's geschmückt und an der Südwand des Saales 1elbsi in einem duftigen Blumenhain die Büste der YOÖLU Protektorm, Jbrer Kaiserlicbcxi und Königlichen Hoheit der ronprinzessm, auf- gestellt, während im übrig::1 Theil die reichen (Haben, die dem Bazar aucb ip. diesem Jabre zugeflossen, Pla gefunden haben. Im Mikkel- xaum steht man auf hoben Gesteuert 5 ajoiiken, kunstvoll geschliffene Glassachen u. dgl. mehr. Daran schließen sich geschmackvdüe Stickereien, Nippes und vieles Andere. An den “Seitenwänden smd niedliche Verkaufsstände eingericbtet, in denen die jungen Damen des Vexeins allerhand Sachen verkaufen. Auch Kunstblätter, theils Ortgmale kumtgeübter Dilettanten, theils werthvoÜe Kopien werden hier feilgcbotep. *

Se. Majestät der Kaiser und König erschienen gestxrn Abend, begleitet von Ihrer Majestät der Kaiserin-Königin im Könls“ lichen Hpernhause. Das Publikum, welches alle Räume des ngses iullte, begrüßte Se. Majestät unter dem Tusch des Orcheskek5 unt beZetsterten Hochs und stimmte dann die Volkshymn; an. Sk- Majestgt vernei ten Sieb dankend mch aiien Seitxn.

Die Auffü runq der Oper „Titués“ tvar durcb piöyliche Erkran- kung der Fr. von Vo gsnbuber vereitelt worden; statt derselben kie- lqngte .Das goldene renz“ 3111; Darstelb g, welcher sich das (H, dtatorenbaUet aus „Titus“ 0111cbloß. «. Majestät bogaben Silb' nach dem Schluß des crstcn kaes in das Königlich Schauspielbau§- wo dAllerböck)stdemjelben ein ebenso begeisterter (311111151153 zu Theil wur e.

Der Vorsteliung im Opernhause wohnten auch Ihre Kaiserliclxen und Königlichen Hobzxiten „der Kronprinz und die Kronprinzesim- Ihre Königlichen Hoheiten dre Großherzogin-Mutter von Mecklenbxtrs' Schwerin, Prinz Carl, der Herzog von Cannaught mit Höchstsem“ BerZt isnd der Erbprinz von Sachsen-Meiningen mit Seiner Ge- ma in er. .

Y-

Redacteur: I. V.: Riedel. Bexxi

Verlag der Expedition (Kesseli). Druck: W.Els:1ex.

Drei Beilagen (einschließlich Börsen-Beilage).

* zum Deutschen Reichs-Anz

Erste Beilage

BJU [ e rate fiir den Deutschen Reichs- u. Kgl. Preu

R H.

Staats-Anzeiger, das Central-Handelsregister und das

Postblatt nimmt an: die Königliche Expedition

drs Deutsthen Keirhs-Anzeigers nnd Königlich preußisthen StaatS-aneigers: Berlin, 8. ". Wilhelm-Straße Nr. 82. R,

1. 8180111111818 111111 011138180811u11x8-88011811. *

2. 81111118818121011811, 51112811018701181111118'811 11. äsrxl.

3. 7811161118,78ry8011§u11g811, 811111111881011811 6126.

4. 781'1008MJ, 5111011318811011, 21118281111111g 11. I. 77. 17011 0381101011811 131111181811.

eiger und Königlich Preußischen Staats-Llnzeiger.

1878.

Inserate nehmen an: die Annoncen-Expedixionen des

5. 1116831118118 ZFtabüszMts, ]J'abrikM 111111 (1108511811081. . 7818011180808 Zskanutmaabuuxen. . 1.11.8181180118 1411281g811. . *1'1188181-141128igsn. ! 111 (181 1361-8811-

„Juvalidmdank“, Rudolf Mose, Haaseußein & Vogler, G. L. Daube & Co., E. Schlotte, Büttner & Winter, sowie alle übrigen größeren

Annoncen-Bureans.

. 38111111811-178011118111811. b8i18g8.

Steckbriefe und Untersuchungs = Sachen.

Steckbrief. „Seit 2. Dezember er., Morgens 61 Uhr, von der Truppe fort.“ Der unten näher signaliLirte Ulan Mertens der untersteÜten 2. Esca- dron, at sich am 2. Dezember er., Morgens gegen 6.) Uhr, aus der Kaserne entfernt und ist bis heute nicht in dieselbe zurückgekehrt. Es liegt die Ver- muthung nabe, daß fich der 2c. Mertens in seine

eimatb Dülken, Kreis Kempen, oder in das Aus- Lnd begeben hat. AUe Civil- und Militärbehörden werden dienstergebenst ersucht, auf den 2c. Mertens zu vigiliren, ihn im Vetretnngsfalie verhaften und an die nächste Militärbehörde behufs Jnstradirung nach Düsseldorf abliefern zu wollen. Signalement: Name: Wilhelm Jos ef Mertens. Alter: 20 Jabxe 11 Monat 28 Ta e. Größe: 1 111 67,5 0111, Reli- gion: katholisch. eburtsort: Dülken,Kreis Kemven. Profession: Dachdecker. Haare:b[ond. Au enbrauen: dunkelblond. Augen: grau. Nase: dick. und: ge- wöhnlich. Bart: rasirt. Statur: geseßt. Aussprache: deutsch. Besondere Kennzeichen: keine. Bekleidet war derselbe bei seiner Entfernung mit einem Civil- anzuge, bestehend in: 1 dunkelgraaen Hose, 1 dunkel- grauen Weste, 1 Paar lange eigene Stiefel mit Kasten für Sporen, 1 dunkelgrauen langen Rock, 1 kleinen schwarzen ilzhut. Königliches Kom- mando des Westfälischen Ulanen-Regiments

Nr. 5.

Oeffentlickxe Vorladung. Gegen den Heeres- pflichtigen Friedrich Hermann _Bgrx, aus Samo- klensk, ist auf die Anklage der Königlichen Staats- anwaltschaft zu Bromberg die Untexsucbung wegen Desertion eröffnet und zum mündlichen Verfahren ein Termin auf den 12. März1879, Vormittags 9 Uhr, bierselbst anberaumt worden. Der :in e- klagte wird hierzu mit de»: Aufforderung öffentlich vorgeladen, zur festgeseßten Stunde entweder m

erson oder durch einen auf seine Kosten aus der Yaki der bei uns angestelltsn Rechtsanwälte zu er- wäblenden BevoÜmäcbtigten, zu erscheinen und die zu [“eine-.* VUTöeidi ung 0161111111811 Beweilömifiel mit zur Stelle zu ringen, oder solche dergestalt zeiti vor dem Termine anzuzeigen, daß sie noch zu demizelben berbeigeschafft werden können. Erscheint der Angeklagte nicht, so wird mit der Untersuchung und Entscheidung der Sache in contumaoiam ver. fahren werden. Schubiu, den 7. Oktober 1878. Königliches Kreisgericht Erste Abthetlung.

Edietal-Citatiou. Auf den Antrag der Königlichen Staatsanwaltschaft bier Vom 19. September 1878 ist durch Beschluß des unterzeichneten Gerichts vom 21. September 1878 gegen 1) den Ykilitiirpflich- tigen, Knecht August Sckjütter zu Spreewtß, ge- boren am 27. Juli 1856, zur Zeit in Serbin (Texas). Y den Militärpflickytigen, Knecht Geoxge Seiler zu

vreewiß, geboren am 14. August 1856, angeblich in Texas, auf Grund des §. 140 des Reichs-Straf-

eseßbuckys die Untersuchung eröffnet, weil sie ohne rlaubniß entWeder das Bundcsgebiet verlassen haben, oder fick) außerhalb deffelben'aufbalten, um sich dadurch dcm Eintritt in den Dienst des stehen- den Heeres oder der Flotte zu entziehen, und ein Termin zum mündlichen Verfahren auf den 23. Ja- unar1879, Mittags 12 Uhr, in unserem Sixzungs- zimmer anberaumt worden. Die Angeklagten Wer- den zu demselben mit der Auflage vorgeladen,“ zur festgeseyten Stunde zu erscheinen, aiich die zz: tbrer Verthetdigung dienenden Bewei8m1tte1 rnit zur Stelle zu bringen oder solche uns so zeitig vor dem Termine anzuzeigen, daß sie noch zu demselben ber- beigeschafft werden können. Im Falie die Angeklag- jen nicht erscheinen, wird mik der Untersuchung und Entscheidung 111 0011010801810 gegen sie verfahren werden. Spremberg, den 21. September 1878, Königliches Kreisgericht. 1. Abtheilung.

Ediktal-Citation.

Auf die Anklage des StaatSanwalts vom 7. Sep- tember 1878 ist gegen die Angeklagten: 1) den Knecht Eduard Christian Friedrich Krause aus Schleuen,

eboren daselbst am 9. August 1850, 2) den

chloffer Ernst riedrich Wilhelm Ziey, genannt Genz aus Ber bolzofen, geboren daselbst am 5. October 1851, 3) den Ernst Hermann Schulz aus Hirselslust, geboren daselbst am 17, Januar 1852, 4) den Scbmtedegesellen Carl Friedrich AugustFabr- [and 0118 Dierberg, geboren daselbt am 8. Juli 1853, 5) den Knecht Carl Friedrich ilbelm Nickel aus Kajak, geboren daselbst am 29. März 1854, 6) den Wilhelm Carl Behrendt aus Koeriß, geboren daselbst am 17. September 1854, 7) den Gustav AdVlf Rudolf Loewe aus Manker, gebqren da elbst am 25. Juni 1854 8) den Friedrich Wilhelm ein- kich Bünger aus eu-Ruppin, geboren daselbt am 27 Mai 1854, 9) den (Georg Carl Christian Rudolf Lindemann aus Neu-Ruppin, geboren daselbst am 31. Oktober 1854, 10) den Carl August Hermann Pil rimm aus Neu- Ruppin, geboren daselbst am 1 . November 1854, 11) den Rudolf Carl Hermann Wesenberg aus Neu- Ruppin, geboren daselbst am 6. Januar 1854, 12) den Wilhelm riedrich Au st Ohm aus Walii , geboren das bst am 27. pril 1854, 13) den tibelm Albert ermann Krüger aus Wals- .leben, aeboren daselbt am 18. Januar 1854, 14) den Stellmacher Carl Gustav Theodor Zarnicke aus Herzbsrg, geboren daselbst am 8. Februar 1855, 15 den Heinrich Friedrich Wilhelm Tel] chow aus

Linde, geboren daselbst am 15. April 1855, 17) den Georg Waldemar Max Meyer aus Alt-Ruppm, ge- boren daselbst am 9. December 1855, 18) den Feriedrtch Wilheim Ferdinand Winkelmann aus Alt-z uppin, geboren daselbst am 10. December 1855„ 19) den August Heinrich Wilhelm Richard Ktbnx aus Neu-Ruppin, geboren daselbst gm 17. Juli 1855, 20) den Johann Friedrich Ferdinand Mterke aus Tramni , aeboren daselbst am 26.?[uqust1855, 21) den Car Wilhelm Krüger aus Walsleben, ge- boren daseibst am 13. November 1855, 22) den Tucbmacher Georg Heinrich Gustav Ebell aus Neu- Ruppin, geboren, daselbst am 28. Augui 1855, Wegen unerlaubten Außwanderns, um ich. dem Dienste im stehenden ' Heere zu entztebexi, die Untersuchung eingeleitet und habet) wir zum mündlichen Verfahren einen Termm auf den 14. Januar 1879, Vormittags 10 Uhr, in unserem Gerichtslokale anberaumt, wvzu die dem jetzigen Aufenthalte nach unbekannten Angeklagten mit der “.'lufforderung vorgeladen werdeii, zur „fest- geseßten Stunde zu erscheinen und die zu, ihrer Veriheidigung dienenden Beweismittel mrt zur SteÜe zu bringen, oder solche unter genauer An- gabe der dadurch zu erweisenden Thatsachen uns so

* zeitig vor dem Termine anzuzeigen, daß sie noch zu

demselben berbeigeschafft werdenYön11en. Erscheinen die Angeklagten nicht, so wird rnit der Untersuchung und Entsckyeidung 111 0001010301801 verfahren Werden. Neu-Ruppin, den 23. September 1878. Königliches Kreisgericht. ]. Abtheilung.

Subhastationen, Aufgebote, Vor- ladungen u. dergl.

[100341 Oeffentliche Vorladung.

In der Expropriationssache der Yeriiner Verbindungßbahn ist in Folge Antrag: 08 DirLftion vom 1. resp. 13. November 1878 das Ent- ]831'1digungsverfahren rücksichtlich folgender Parzellen, und zwar:

8, einer ParzeÜe von 4,22 Ar des in der König- straße Nr. 14 gelegenen, im Grundbuche des hiesigen Königlichen Stadtgerichts Band 2 Nr, 78 verzeichneten Grundstücks des Kaufmanns Jacob Israel hier, 293?! LM

. einer Parzelle von 1,22 Nr des in der Kloster-

straße Nr, 82 gelegenen, im Grundbuche des hiesigen Königlichsn Stadtgerichts Band 9 Nr. 688 derzeicbneten Grundstücks der Handels- gescÜscbaft Gebrüder Simon hier,

. einer Parzelle von 0,21 Nr des in der Papen-

straße Nr. 11 gelegenen, im Grundbuche des hiesigen Königlichen Stadtgericbts Band 12 Nr. 913 verzeichneten Grundstücks der verw. Wilke, Louise Wilhelmine, geb. Brennig, verw. ew. Woyte, bierfelbst, einge eitet, und bin ich zum Kommissar des König- lichen Polizei-Präsidiums ernannt worden.

In Folge dessen babe ich zur Verhandlung der Sache, sowie eventualiter zur Aufnahme der Taxe und zur Erklärung darüber Termin auf

den 17. e:,Oe ember er., Nachm. 2:1 Uhr,

im Cafe ellevue zu Rummeleurxli anberaumt, zu Welchem diejenigen Bethe ligten, Welche nicht bereits persönliche Vorladung erhalten haben, in Gemäßbeit des §. 25 des Geseßes uber die Enteignun?) von Grundei enthum vom

11. Juni 1874 ebufs Wa rne mung ihrer

Rechte hierdurch unter der Mvarnung vor- eladen werden da ohne Zuthun des etwa Aus-

Sleibenden die Ent ädigung festgestellt, und we en

AuSzahlng oder nterlegung der Leßteren ve gt

werden Wird.

Berlin A., den 5. Dezember 1878,

Köxnerstraße Nr. 7. Der Kommiffarins des Mini lichen Polizei-Priifidinms. egiernngs - Rath Stephan.

[7560]

Der am 1. April1867 an eblich in die Elbe gefalLene und seitdem verscho ene, am 30. Juli 1837 geborene Schiffs ehülfe Johann Gottlieb Lange aus Elster 1) er dxffen Erben und Erb- nebmer haben fich vor oder 111 dem

am 16. Juli 1879, 11 Uhr Vormittags, im Lokale des unterzeichneten Gerichts, Zimmer Nr. 2, anstehenden Termine schriftlich oder persßn- lieb zu melden, widrigenfalis er für todt erklart nnd seine Verlassenschaft seinen geseßlicben Erben zugesprochen wird. -

Wittenber , den 20. Juli 1878. '

Königli es Krengericbt. [. Abtheilung.

Verkäufe, Verpachtuugen, Submissionen :e.

lv ei erna iu Men . Am Manta de§o16.e§.st ts. vogn Mor ensz 10 Uhr ab, solleot: im Hil ertschen Gastbause berselbst, aus dem Ein- Ylag ?)es laufenden Wadels, und zwar: Belauf

eu-Globsow, Jag. 531“. Schlag: 20 Stück eicben 33333“ 1573311831“ 911583333§3Mf w, . ' . ag: . . en,

2 FßéBKabbTénie. J1 Stj0131ulé.§ick1,1kzbol1,316ichtNkive- u o * a . . ag: e . u -

ZYn, (11 do.z abnkßie, 9 Nm. do. Nußbolzkloben; Belauf Stechlin, Jag. 1061». Schla : ca. 50 eich.

machenden Bedingungen versteigert werden. Außer- dem kommt eine Quantität eichen, buchen und kie- fern Brennbolzkloben und gerinßcrer Brennholz- sortimente aus dem Trockenbolzbie in den Schutz- bezirken Dollgow, N. Globsow, Dagow und Beeren- busch zum Angebot. Menz, den 2. Dezember 1878. Der Königliche Oberförster.

[10012] Auktions-Llnzeige.

Am Montag, den 23. De ember d. ., Vor- mittags 1017 Uhr, sollen im iesigen Tram-Depot die nacbbcnannten Ge enstände öffentlich meist- bietend ge en Baarzab ung verkauft Werden, als: 35 Kaffero en von Kupfer 5- 5-7 Liter, 37 Kessel von Kupfer von 23-115 Liter, 19 Töpfe von Kupfer von 14-17 Liter Inhalt.

erner altes unbrauchbares Material, darunter 23 Paar eiserne Gelenkbänder 21'.

Alt-Damm, den 4. Dezember 1878.

[9913] Oberschlestsrhe Eisenbahn. Die Lieferung don 6.666.000 Kilogramm Schienxu von Stahl LezliehungSWeise von Eisen für Breitspur- a um soil im Wege der Submission vergeben Werden. Termin hierzu ist auf MitttUock], den 18. Dezember er., Vormittags 11 Uhr, in unserem Centralbureau im biesigen Verwaltungs- gebäude, Claassenstraße Nr. 11, anberaumt, bis zu Felfesbckeyuxféie Offerten frankirt und versiegelt, mit der u rt : „Submission zur Lieferuu von Eisen- [b,aYUsMenm für die Obers lefische Eisen- a n“ Versehen, einzureichen sind.

In dkm Submisfionstermin werden die ein- gegangénen Offerten in (Ge enwart der etwa er- schixpexxen Subm_ittenten_ e_xö net werden.

Sparer eingehende Offerten bleiben unberück- sichtigt.

Die Submisfionsformulare, Bedingungen und Zeichnungen liegen im oben bezeichneten Bureau zur

insicht aus und können daselbst auch gegen Er- “stattung von 1,0“,6 in Empfang genommen werden.

Breslau, den 30. November 1878. (8 0105/12.)

Königlickxe Direktion. [10021] Hinterpommersclxe Eisenbahn.

Die Lieferung fertiger Uniformstücke für unsere Betriebsbeamten pro1879 soll verdungen werden. Submisfionstermin am 19. Dezember er., 11 Uhr *Vormitta s, in unserem Bureau hierselbst, Kron- prinzenstraße Nr. 18, bis zu Welchem Offerten unter der Bezeichnung: „Offerte auf Lieferung von Uniform- siüern für die HinterpommerscheBabn“ einzureichen

n . Die Bedingungen können gegen portofreie Ein- sendung von 50 „5 in Briefmarken von unserem Bureauvorsteber Laue hierselbst bezogen Werden. Stettin, den 4. Dezember 1878. (9. 010. 70/12.) Königlithe Eisenbabn-Kommiffion für die Hinterpommersthe Bahn,

[10020]

Die Ausführung der zur Correction der Txave in Lübeck von der Struckfäbre bis zum Durchjtiche bei Däniscbburg erforderlich werdenden

. Erd- und Ba gerarbeiten

(ca. 1800000 ubm) inklu we Vorhaltung sämmt- icher Arbeitsmasch nen und Bagger soli in einem Loose im Wege der öffentlichen Submission ver- dungen werden.

AnschlaqSextract, Bedingungen und Pläne liegen im Stadtbaubureau, Kl. Bauhof Nr. 828, in den Dienststunden zur Einsicht aus, und können von ersteren beiden Theilen Abschriften daselbst gegen Gebdübrenerstattung von ck 5 entgegengenommen wer en.

Qualificirte Bewerber woÜen ihre Offerten ver- ßegelt, mit entsprechender Aufschrift versehen, porto- ret bis spätestens zum Subm1ssions-Termine Dienstag, d. 7. anuar 1879, Mittags 12 Uhr, dem Unterzeicbne en im Stadtbaubureau einreichen, wvselbst die Eröffnung der eingegangenen Offerten in Gegenwart der erschienenen Submittenten statt- finden wird.

Lübeck, den 3. Dezember 1878.

Der Bandireetor. (kl. 02867 11.) Martiny.

[10005] Bekanntmackmuqd.

Jm Wege der Submission so eine Garnitur Säbeltroddeln - circa 1665 Stück - beschafft werden. Vewä rte Lieferanten werden ersucht, Pro- ben nebst Pr angaben bis zum 18. d. Mts. der unterzeichneten Kommission einzureichen. Die LieferungsbedingunÉen liegen hier zur Einsicht aus.

Offerten, deren insender diefe Bedin un en vor dem 18. d. Mts. nicht ein efeben und un ers rieben haben, bleiben underücksicb igt.

Magdeburg, den 3. Dezember 1878.

Die Bekleidungs-Kommi (ion m 1. MagdeburgisF'en Kätfant e-Regiments

[9762] Bekanntmachung.

Nußenden, 6 do. Kabnknie, ca. 1 S1. kiefern

A t-Kop enbrück, eboren daselbst am 2 . Decem- ber 1855), 16) dengCarl Friedrich August Liese aus

Bauholz, „unter den im Termin bekannt zu

und Materialien xc. für das Königliche Central- Gefängniß bierselbft soll im Wege der Submission

Die Lieferung nachstehend benannter Natuxalien

dem Mindeft zwar :

1) ungefähr 2)

M) 39) 40)

qu-t!!!*kq*c1!**k***akklaK-q-jeckklckk

2)?!

3) ." 4) .,

5).

5 4) 5) 6) 7) 8 19

11 12)

Aufschrift

vor)“ rialien

Dezember c

gelegt sind,

Hamm

kon'itruktio inle K

1) ungefähr

1) ungefähr

aufge iordert, „Submission auf die Zeit vom 1. April WZ) bis 31. März 1880“;

u . „Submission auf diezMaterialien-Lieferung (wie

Königlickxe

Die Lieferung und Aufsteliukg derb,:i' neu 1 rata

fordernden für die Zeit vom 1. April

1879 bis 31. März 1880 überlaffen werden, und

.J. Naturalien. 2500 L. Braunbier. 4000 Kg. Bohnen.

1200 Butter.

8000 Erbsen.

2000 L. Es1ig. ,

25 Kg. adennudeln. 300 ammelfieisch. 2500 indfleiscZ. 2000 Zchicvkeine eisch.

700 pe . 300 Schweinefett(sogen.Blume). 500 Rindernierenfett. 25 Granpen (feine). 2100 Graupen grobe). 25 Vuohweizengries. 30 Buchweizengrüße. 1700 Gerstenxzrüße. 3500 Hafergruße. 25 Hirsk. 450 Kaffek. 150000 Kartoffeln. 3500 Linsen. 3700 Buchweizenmebl. 3800 Roggenmehl. 2000 Weizenmehl. 15 Pfiaumeu (getrocknete). 4500 Reis. 85000 Roggen. 5500 Kochsalz. 400 Syrup. 550 Semmel. 75 Zwieback. 1200 rüne Seife. 500 [ain eife. 800 krysta ifirte Soda, 20000 Lagerstrob. 220000 Steinkohlen. Rüböl (raffiniries)

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u *. aturalien-Lieferung für die

n (7. „Submission auf die ineferung von Schreib-Mate-_

(wie vor '

versehen, bis um 9. De ember cr. einzusenden, oder solche in

cm zur Erö nun derselben am 19. r., Vormittags 10 br, anberaumten

Termine im Gexchäftszimmer der auterzeichneten Direktion persönl ck abzu eben. Die Bedin ungen, wel e der Lieferart zu Grunde

k nnen täglich von 8 bis 1 U : Voe-

mitta s und von 3 bis 6 Uhr Nachmittags tn Se- kreta ate der Anstalt eingesehen oder geggen Ko-

pialien bezogen werden. i. W., den 22. November

(SEW 79/11.) 878.

Central"6efängni „'Was

“Bekanntmachung. Neubau der Mosaik

: d : ckck mts artbaus soll in 2 Loosen «„war: „;