731.236 der Aufnabwe der Kranken in Civil-Heisgnftalten
MWMKKG “Yk: ara "ke verpfl «. über dm Saß von a. r e „ - 11 11 egun : _
5% der ärke des-Kommaudos, inaus die Gesammtkoften;
b. M;:dkzénpfsesungstage inner des Saves von 5% wie
un : „ .;
o. für solche Kranke, deren, Aufnabme bestimmungSmäßig nur
111 11 Durch chaittsverpfiegun skosten von 1,20.“
F1?! 2450 Fig er?:lgt, dix etwaigen Meb often der Anstalt!-
ver e 1111 .
4 LEHLE trismsporiable Kranke in ein Garnisonlazaretb geschafft, so tr gt der Civilfonds die dadurch entstehendxn Transportkosten.
5) Stirbt ein Soldat des Kommandos. _ innerbaxb oder außer- halb des Lazaretbs bezw. derCivil-„Hexixa 111111, ._ o tragt der Civil- Fonds die etwaigen, Mehrkosten, MWÉHH rdcguna-.x;i'm „Kan-
onnement gegen die in der Garnison b ' uchlicher1 Beerdigungskosien entstehen, oder es fallen demselben d e Kosten des Transports der Leiche in die Garnison zur Last.
§. 1 . 5;LZablungs- und LiquidationSWeFen. * _
1) Die iquidirung sämmtkicber nacb §._ 9 zu er tattrndex“: 11»:- koften erfolgt, sorveit die Zahlungen den sonst allgemein lautenden Bestimmungen entsprechend aus den Truppeykaffen gele1stet_s1nd oder den Truppens'onds 11 gute kommen, Seitexis des betbeiltFen Truppentbeils bei der o eren Civilbebörde 1Reg1erung :e.) des e- zirks, in welchem die Absperrung stattfindet. , _
Sämmtlicbe Li uidationen sind Vor der Einsendung an die Civil- bebörde der zustän igen Jntendantur zur Prüfung und'Feststellung vorzulegen. Denselben find die entsprechcnde11Zustifikatorten, nam_xnt- lich die Quittungen der Empfänger (aucb dre der Hf'fizicre xc. uber die gewährten Zulagen und Transportmittel-Entschadtgizngen). sowie die erforderlichen Bescheinigungen der Truppentbeile, samwtlich mit
. den vorgeschriebenen Richtigkeitsattesten verieben“ beizufugen, die Liquidationen auch zur Beurtheilung der Zulasfigkeit der Erstattung der liquidirten Kosten aus Reichs-Civilfonds mri den etwa erfor- derlichen Erläuterungen zu versehen._ _
u den Liquidationen über die Mehrkosten an Bekleidungs- Ents ädigungen, allgemeinen Unkosten xc. (F?) 6 und 9 11. 7) sind durch die Intendanturen Bescheinigungen darii er ayszustelien, daß die ezablten Beträge in den Kaffenbüchern der brtheiligten Truppen- tbei e richtig vereinnahmt oder in den bezügltchen Jutendantur- Kontrolen notirt Wordcn sind.
2) Außerdem ist von den Truppentbeilen der Jntendantur monatlich eine Nachweisung der in der Garnison ersparten Servis- beträge(§. 9 8. 9), sowie eine Zusammensteüung (betde m doppeltxr Ausfertigung) der wirklich entstandenen Kosten der"Krankenpf1ege 111 KaUtonnements-Lazarethen oder Civil- KranYenhausern unter Bei- fügung der Beläge einzusenden. Als erspart ist auch der nach § 9 Nr. 9 aus Reichs-Civilfonds zu erstattende Servis 'zu bxrechnen. „
3) Die den Jnteudanturen direkt zugebenden Liquidationen 1111er Kommunalservis, gestundete Cisenbabnfabrgelder, Reisekosten 1110): regimrntirter Offiziere und Beamten 2c. sind festzustellen und gletck) wie die von ihnen anfzuftellenden Bereckynungeii der Mehrkosten der Brot-, Fourage- und Lazarethverpfleguna, idww der Korten der sie- wäbrten' Brennmaterialien- und Brotuntcrstuizungen ebenfalls den be- theiligten Civilbebörden zu übersenden. "
In den Servis-Liquidationen sind zurrtckzurxchnen:
&. die in der Garnison ersparten Servtsbetraae; ' " .
13. während der 6 Monate Oktober bis e1nschlies311ch Marz dn1e
Differenz zwischen den Winter- und Sommer-Servissaßen fur diejenigen Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaf1e11 des Kom- mandos, welche in der Garnison vor drm Ausrücken kaserne- mrntSmäßig untergebracht waren, insofern deren Kasernen- quartiere nicht durch außerhalb der Kasernen untergebracht ge- weskne Selbstmiether oder Naturalquartier-Jnhaber belegt worden smd und deshalb nicht der Servis nacb 11. als erspart zu berechnen is, _ _ '
In den äUen, in welchen erspar Betrage von Garnison-
Servis nicht a gesetzt worden find, ist ein Auswxis der J111211dantur
beizufügen, daß und WeSbaib eine solche Ersparnis; n1ch1 errigetreten, hezw. (1,16 den Kommunalstrvis nicht in Anrechnung zu bringen ge- wescn it.
4) Die Civilbebörden weisen die nach Vorstehendem von den Intendaniuren festgesteiiten, bei ihnen liquidiiten Beträar, auf die ihnen untersteliten 8 asien zur Zahlung cin die,Tr11ppentbetle bezw. sonstigen Empiangsberecbtigten an und retcben'd1eL1quidaiionen nebst Belägen dem Reichßkanzler-Amt 51!)qu Herbeiführung der Erstattung aus der Reichskaffe ein.
Berlin, den 12. Dezember 1878.
Der Reichskanzler. In Vertretung: Eck.
Königreich Preußen.
Se. Majestät der König haben AÜergnädigsi geruht: den Geheimen RegierungH- und vortragenden Rath in Allerhöchstihrem Geheimen Civil=Kabinet Anders zum Geheimen Ober-RegierungZ-Rath zu ernennen.
Se. Majestät der König haben Aiicrgnädigst geruht: den bei drm Ministerium der geistlichen, Unterr1chts- und Medizinal-Angelegenheiten angestellten Kanzlei:Räthe11B r a u f e r und Die? den Charakter als Geheime Kanzlei-Räthe und dem bei demie ben Ministerinm angestellten Geheimen Registrator Herr den Charakter als Kanzlei-Rath, sowie dem Garnison-Auditeur, Justiz-Rath Duellen in Danzig bei seiner Verse um; in den Ruhrstand den Charakter als Geheimer Justiz- ati), und *-“senbahn-Betrirbs-Direktor Voß zu Emden dsn Charakter als Baurath zu verleihen.
Ministerium der gei tlichen, Unterrichts: und Medizinal: ngelegenheiten.
Dem Oberlehrer ])1'. Karl Heinrich Moritz an dem Königliche11 Friedrich Wilhelms:Gymnasium zu Posen ist das Prädckat „Professor“, und
dem ordentlichen Lehrer Kotlinski am Gymnasium zu Ostrowo der Titel „Oberlehrer“ verliehen worden.
Bekanntmachung ausGrund des NeichSZesehes vom 21. Oktober 1878.
Auf Grund des §. 12 des ReichSgeseßes gegen die ge- memgefährlichen Bestrebungen, der Soéialdemokratie vom 21. Oktober 1878 wird hierdurch zur öffent ichen Kenntniß gebracht, daß die Nr. 2 vom 22. Dezember 1878 der im Verlage von .F. Kzstemaeckers in Brüssel erscheinenden periodischen Druck-
chr1ft: „Die Laternef“ von Carl Hirsch, nach §. 11 des gedachten'Geseßes durch die unterzeichnete LandeSpolizeibehörde verboten rst.
Berlin, den 23. De ember 1878. Königli es Polizei-Präfidium. von Madai.
3101111111110» Deuthes Reich.
Preußen. Berlin, 24. Dezember. Se. Majestät der Kai er und König nahmen heute militäriche Mel- dungen owie die Vorträge der Generale von tosch und
von Albe [[ entgegen und machten Mittags eine Spazierfahrt.
_ Ihre Majestät die Kaiserin-Köni iwbesuchte gestern dte AussteUursg der TranSparent-Gemä de tm Aka- demii-Zebäude.
ie Weihnachtsbes erung für den Königli en Hof und ndet heute, wie gewöhnli , im König-
die Königliche amilie lichen Palais Fart.
' _ „Ihre Kaiserliche und Königliche Hoheit die Kronprinzes s in empßng gestern Mitta um 11/2 Uhr eme Deputation lithauifcher Bauern und Mäd en. '
Se. Kaiserliche und Königliche Hohe1t der Kronprinz nahm heute Vormittag Meldungen entgegen.
_S. M. S. „PrinzAdalbert“, an dessen BordSick) Se. Königliche Loheit der Prinz Heinrich beftndex, ist, emem Telegramm an e. Kaiserliche Hoheit den Kronermzen zufolge, am 22. d. M. in Montevideo eingetroffen. 11 Bord war Alles wohl.
_ Die Königliche Univxrsität zu Greifswcild Yat in Veranlassung der glizcriichen Genesung und Rück- ehr Sr. Ma'estät des Kaiser?- und Königs folgende Adresse an llerhöcbsidenselbeu erlassen:
„In tiefster (Ehrfurcht und bcwegt von dem innigsien_Dank- efüble nahen Ew. Maiestät die treugeborsamst „unterzeichnete'n Ziektor und Konzil 2111er öchstibrcr Univerütäi Grc1fswald. 'Die gnädige Fügung der göttlichen Vorsehung bat Ew. Maxestat etchen Unkrthanen das Glück gewährt, dcn üher ' Alles ge- iebten Herrscher 111 neu aekräftiqter Gesundheit in ihre Mitxe zurückkehren zu sehen: geheilt sind die Wunden, welche die tückische Hand des elenden Mörders geschlagen. Aber nicht so schnell kann die schmerzliche Wunde vernarben, rvelckpe tief das Herz des Volkes getroffen. Das Gedächtnis; der feineri Frevel- ibaten mischt neue Bitterkeit in die Freude über Ew. Maxxstqt Ge- nesung: mit (Grauen erfaßt uns die Erinnerung an die Mdgltchkeit, daß finstere Gewalten es magen durften, den glanzvollrn Frieden, der Ew. Majestät Lebcnsabend verklärt, zu zerstören. D1c erschuticrnde Wahrnehmung, das; diejenige wissenschaftliche Arbeit, weichejnur den Verstand des Mcnschen schult, seine Seele nicht zur Sittlichkeit zu erläutern vermag, fie wird und so!] den Universitäten einc 111119ergeß- bare Mahnung sein zu tieferer Erfassung der ihnen zugew1ese11en Yufg'albe: Das geloben Ew. Majestät treu gehormsamste Rektor und 01131 .
Greifswald, am 5. Dezember 1878.
Darauf haben Se. Majestät mit folgendem Erlaß vom 18. d. M. geantwortet:
Mit Befriedigung habe Ich die Mir vom Rektor und Konzil der Universijät Greifswald am 5. d. M. zu Meiner Genesung und Rückkehr nach Berlin gewidmete Adresse entgegengenommen. Fiir Ihre Tbciinabme dankend, hat Mir Ihre Auffassung zu hoher Be- friedigung gereicht, aus drr Wahrnehmung, daß die wiffcnscbaftliche Bildung des Verstandes aÜein nicht die sittliche Läuterung des Menschen zur Folge gbc„Veranlaffung zu 11eYneu, d1e Aufgabe der Universität tiefer zu *faffek. Voll Vertraum, auf Ihr hierauf ge- richtetes Streben, kami-Jck; nur wünschen, das; dir daiin liegende Erkenntniß fich zum Gemeingut alier Kreise wiffenscbaftlicher Thätig- keit gestalten "möge. Dann wird Ihre Mahnung sich zu einem wirk- samen Mittel errveifern, die Najion wieder zu ei11er Dcnk- und Empßndungsnrise zu erheben, Welche allein den würdigcn Außgicici) für manche in unseren Tagen nur allzu offen Hcrvortretendc verderb- liche Jrrung gewähren kann.
Berlin, den 18. Dezember 1878.
W i l l) c l m.
_ Der Bundcsratl) hielt gestern eine Plenarsißuxxg unter Vorsiß des Präsidenten dees Reich610nzler=Amts, Staats- Ministers Hofmann.
Der Vorsißende theilte zunächst mit, daß der Vevoilmäck): '
tigte zum VundLSrath, Königlich sächsische außerordentlicheGe: sandte und bevoÜmächtigte Minister von Nostiß-Wallwiiz auf seinen Wunsch von dsm Amte eines Mitglied€6 dcs Kaiserlichen DiSJiplinarhofS entbunden worden ist. Die Wahl eines anderen MitgliedS solX in rinrr dcr nächsten Sitzungen stattfinden. Eins weitrre Mittheilung ch Vorsißenden, be- treffend die Bauarbeiten am Gotthardtunncl, wurde von der Versammlung zur Kenntnis; ge110mmen. Den ersten Gegen- stand der Tagesordnung bildete ein Schreiben des Herrn Reichskanzlers, betrrffend die Revision des Zolitarifs. Die Beschlußfassung wurde bis zur nächsten Sitzung ausgesetzt. Sodann wurde, nach Verichterstattung Seitens der Ausschüsse für Zolx- und Steuerwesen und für Handel und Verkrhr, dem zu Berlin am 16. Dezwmber d. J. unterzeichneten Han: delsvertrage mit Oesterreich=Ungarn die Zusti111m1111g ertheilt.
Endlich erfolgte die Vorlegrmg mehrerer an den Bundes- rath gerichteter Eingaben, darUnter 3. eine Eingabe von F. E. Schacht & Co. zu Lübeck, bctreffend die Zoilbehandlung der Piassavawaaren, und i). eine Eingabe der Handrlskannner zu Frankfurt a. M., bLtWffLUd die olitarifirung von mit Kalkwa er behandelten Schaffelle11,'we che der Behufs Revision des Zo tarifs cinzuseßenden Kommission überwiesen wurden.
_ Nack) dsr dom NeichS-Eisenbahnamt in der Ersten Beilage veröffentlicbtrn Uebersicht der Betriebs- Ergebnisse deutscher Eisenba nen _ exkl. Bayerns _ im Monat November d. Z. 1691 sich auf den 89 Bal): nen, welche in dem Zeitraums vom 1. Januar 1877 bis Ende November d. Z. im Betriebe waren und zum Vergleich gezogen werden können:
die Einnahme aus allen Berke rszweigen im MonatNovem- der d. I. bei 37 Bahnen = 41 6 roz. der Gesammtéahl höher und bei 52 Bahnen = 58,4 Proz. der Gesammtzal) eringer, als in demselben Monat des Vorjahres; die Einna me pro Kilometer im Monat November 11. I. bei 33 Bahnen = 37,1 Proz. der Gesammtzahlhöher, bei 56 Bahnen = 62,9 Proz. der Gesammtzahl (darunter 12 Bahnen mit vermehrter Be- triebslänge) geringer als in demselben Monat des Vorjahres; die Einnahme aus allen Verkehrßzweigen bis Ende November d. I. bei 40 Bahnen = 44,9 Proz. der Gesammtzahl höher und bei 49 Bahnen = 55,1 Pro. der Gesammtzahl geringer, als in demselben Zeitraum des orjahres; die Einnahme pro Kilometer bis Ende November d. I. bei 34 Bahnen = 38,2 Proz. der Gesammtzahl höher, bei 55 Bahnen = 61,8 Proz.
der Gesammtzahl (darunter 14 Bahnen mit vermehrter Be- „triebslängJ _Teringe'r,“ als in demselban Zeitraum des Vor- KTW" ei xen »unxer „Staatsverwaltung stehenden Privat- „nen betru Ende November “11. I. das gesammte konze sionjrte Ankagekapita 1 242 369 800 .“ (408 495 900 „46 tamar- aktien, 44 595 000 916 Prioritäts-Stammaktien und 789 278 900.75 Prioritäts-Obligationen) und die Länge derjenigen Strecken für welche dieses Kapital bestimmt ist, 4492,59 [(m, o da auf je 1 km 276 537 «16 entfallen. Bei den unter rivat: verwaltung stehenden Privatba nen betrug Ende November 8, I, das gesammte konzesfionirte nlagekapital 3 055 693 507 („5 LM; 681 608 „41 Stammaktien, 331 592 250 „M Prioritäts- tammaktien und 1 627 469 649 «16 Prioritäts-Obligafionen) und die Länge derjenigen Strecken, für, welche dieses Kapita[ ?estimmt ist, 11891,71 lem, so daß arff je 1 11111 256 960 „15 ommen.
_ Der General der Kavallerie von Tümpling- kmn: mandirender General des 1/1. Armee:Corps, hat sich nach Breslau zurüchbegeben.
_ Der General : Lieutenant Graf von Branden- burg []„ General-Adjutant Sr. Majestät des Kaisers und Kömgs und Commandeur dcr Garde-Kavallerie-Division, hat sick) nach Domanze in Schlesien begeben.
_ Bayern. Der „21ng. Ztg.“ wird geschrieben; „Die dies= Jäthen Sessionen der bayerischen Krei-Zvertretungen er andräthe, waren alle von einer stillschweigend “an: geno111me11en Parole, dem Vorfuß möglichfter Sparsamkeit, beherrscht. Dcr anderwärts ausgesprockwne Grundsatz: „Lang- sames Tempo in der Geseßgebuna“ ist von den Landräthen praktisch überseßt worden in: „Langsames Tempo im Geld- ausgeden“ und folgerichtixi: in der Zustimmung zu Neu- orgamsationen, welcbe Geld koftrn. Die Prozente der Kreis- umlagen für 1879 sind nach den Landrathsbeschliissen fast alle medrtger als die des gegenwärti en Jahres und zum Theil erhebl1ch niedri er, als sie ich nach den Regierungs= vorlagen geste 1 haben würden. Sie betragen: in Oberhayern 25 Prozent gegen 27,1 Prozent im Jahre 1878, m Niederbayern 26 gegen 28,5, in der Oberpfal; 22,5 gegen 22,7, in Oberfranken 28,8 gegen 28,8, in Mittelfranken 32 gegen 33 (in Unterfranken ?), in Schwaben 26 gegen 26,1, m der Pfalz 41,2. Die Differenz wäre vielleicht noch'größer, wenn nicht durch Gesetz und durch die Konsequenz frührrcr Beschlüsse den Krrisvertretungcn ziemlich 11158 Grenzen für die AuSgabenverweigerung gezogen wären. Angesichis der gegenwärtigen wirthftbaftlichen Lage der landwirthschaftlichen und gewerblichen Bevölkrrung ist danandräthcn die Neigung zur „Sparsamkeit und insbesondrre die Mcinung, daß auf dem Gehwte der Volksschule allmählich daS Niveau der billigcr: weise zu stellenden finanzieilrn Ansprüchs erreicht sei, nicht zu
. verübeln.
Hessen. Darmstadt, 23.D9zeml1er. Die„Dar111st.Z.“ veröffentlicht folgenden vom 21. Dezsmdsr d11tirten, an den Minister von Starck grrichicten Erlaß des GroßherzogH:
. „„In den schweren Priifung-Ztagen der lrßten 3911 sind nnr (1116 dem ganzsn Lands“, von Gemeinden, 11011 Korpo- rationen und von Einzelnen so zahlreich? Beweise loyaler nnd inniger leilnahme zugekommen, das; es unmöglich ist, Illion und Jedem _meinen besonderen Da11k auszusprrchen. Ic!) bea11ftrage Sw darum, durch Vrröffentlichrmg dieses 1nii11es Erlasses zur 0011611169101 Kenntniß zu bringen, wie diese vielen Bewsisc aufrichtigcn Mitgrfühls und das Vewußlsein mit meinem Volke 111 schwerem Leids durch gemeinsamen Schmerz doppelt 1161511111611 zu sein, mir den besten Trost in "101116111 Unglücke gewähren und wie ich Alisn dafiir herzlichst danke.“
Oldenburg. Oldenburg, 21. Dezember. DerLand- tag 1st geßrrn vcrtagt WOWLU _und wird am 4. Februar k. tJ. zu 011101: dreiwöchigen Nachsession wieder zusammon- keen.
Oesterreich-Ungarn. Wien, 23. Dczember. 1W.T.V.) Das Herrenhach 1111111126 die Vorlagrn betreffs des deutschen und italienischen .Handclßvcrtrages an eine Kommission 1111d nahm die Jndrmnitätézvorlage für das erste Quartal 1879 ohnr weitere Debatte 1111.
_ Dir „Politische Korrespondenz“ brmerkt zu der Nach- richt von der bevorstrhendeu Regelung drr Frage bctreffs Novidazars, das; 1100) immer einige Vorsicht bezüglich der- selben geboten Erscheine. _ AUS Konstantinopel 110111 22. d. M. wird der „Polit. Korrcsp.“ unter Vorbehalt ge: mcidct, Ositerrcich-Ungarn habe sich bereit erklärt, die geist: liche: Autorität des ökumenischen Patriarchen 11111011- siantinoprl iiber die griechischr nichtunirte Bevölkerimg Bos- 1iien61111dder Hrrzcgowina anzuerkcnnen. _ Die 11111011 2 si sche Liga in Skntari hat beschlossen, die Vereinigung mit Jta- lien zu verlangrn, falls die Pforte die Abtretung albanrsischer Gcbirtstheile nicht Vérhindern kann.
«1111111913. Basel, 23. Dczcmder. (W. T. V.) Wir der „Schweizer Volksfreund“ meldet, ist der Bundechaih Oberst Scherer hrute gestorben.
Belgien. Brüssel, 21. Dezembsr. (C. Ztg.) DW Rrpriisentantenkammer hat gestern nach langer und lebhafter Debatte das Geseß Über das Armeekontingent mi! 68 gegen 47 und 3 neutralen Stimmen angenommen. Die Abstimmung ergab das bemerkenswerthe Resultat, daß auf beiden Seiten, bei den Liberalen sowohl wie bei den 'Ka- tholikrn, sich (Hegner dcs Geseßentwurfs befanden, theoretische Gegner des obligatorischen Militärdienstos überhaupt oder dorh Gegner dcs herrschenden SystemS der Konskription. Da dik- Annahme oder Verwerfung des Gelseßes aber eine Partei- frage war, so stimmten die libero en Gegner des (Heseiék?s dennoch dafür. Hr. Couvreur erklärte diese Hxaitung der Linken, wofür der Minister des Auswärtigen ihm 10171611 Dank aussprack) und zugleich sagte, daß die RLJLLYUU bestrebt sein werde, die Uebelstände der Konskription a zuste en.
Großbritannien und Irland. Londort, 18. De- zember. (E. C.) Das Ergebniß der Debatte über die Kosten,- beschaffung für den afghanischen Krieg war, daß dle Regierung einen verhältnißmäszig noch größeren Sieg davon- tru , als es bei der Abstimmung über das 5113111111recidsche MiZtrauenWotum der Fall war. An der gestwgen Abstlm- mung betheiligten sick) etwa 100 Mitglieder wemgxr als an der leßterwähnten, und dennoch betru damals die Stimmrnzahl- differenz nur 101 gegen 110 von getern. „Die der Regter-YW durch diese Abstimmung zu Theil gewordene Unterstützung "“
bemerkt die „Times“ hierzu „darf nur als eine Wsläufi e betrachtet werden 11nd verhindert in keiner Weise as Haus, hzcrzrack) die zweckmäßige Vertheilung der Kosten des egenwartigen Krieges zwischen England und
dien vorzune men; Aber gegenwärtig kommt ste auf ein
ertranenßvytuw hmaus und giebt der Regierung die geseß- liche Vefngmß, d1e lgufenden Auggaben des Krieges aus den vorhandrnen Bagrüherschxissen des indischen Schaßes zu bestre1ten.“ Diese hter ?rwahnten Baarüberschüffe, auf welche die Renisrungöyertrrter „1111 Laufe der Debatten Bezug nah- men, ergeben s1ch, emer'mdisckwq Depesche zufolge, derart: Im März 1878 durch dre Regierung Indiens veranlagter Ueberschuß 2 156 000 „Pfd. Stu davon gehen ab in Folge des Zurückbleibens verichiedener Einnahmequellen hinter der „Veranlagung 1 930 000 Pfd. St. Hinzuzu- xechnsn smd m Folge der Mehremnahmen, beLonderS aus dem Opium-Monopol 1315 000 Pfd. St., 11lei en abzuziehen 615 000 Pfd. Sterl., a_lso Ueberfch11ß nack) jetziger Schäßung 1541 000 Pfd. Steri. D16 Kosten „des afghanischen Kriegs?) bis zum Schliiffe des F1na11z1ahres (e_mschließlick) der Auslagen in England) werden aber gegenwärnkz 'auf 1 200 000 Pfd. Sterk. geschätzt, wovon 260 000 Pfd. Ster . 111 dem Budget von 1879/80 verrechnet werden soÜen, 10 daß also für daS Jahr 1878/79 noch 940 000 Pfd. Sterl. zu bestreiten übrig blieben. Werden disse von obigm 1 541 000 Pfd.Ster[.abgezogen, so bleiben als Ueber- Yclhuß des Jahres, 1878-79 11och 601000 Pfd. Sterk. Aus dissen
ngaben koxistanrt die „T111iecZ“ mit Befriedigung, daß ohne Nachtheil die vorläufigen Auslagen für den Krieg durch die indischen Finanzen getragen werden können. - Die weitere Frage der Endgültigen Kostrna11fbring11ng will das Blatt nicht durch das gestrige Votum prä'udizirt wissen. Es kann s1ch weder mit der Forderrmg der iberalcn, England allein für die Kosten aufkommen zu lassen, befreundsn, noch möchte es sie ausschließlich den indischen Steuerzahlern aufbiirden, da der Krisg Zweifellos Indien eben so gut wie England an: geht“. Jude nimmt das Blatt doch des Schatzkanzlers Argument an, daß die Vertheilung von dsm schlirßlichen Charakter dss Krieges abhängen müsse. „Aber das ailgemeine Gefühl des Landes wird sein, daß JndiLtl 0111 Anrecht auf Unseren Beistand hat.“
= 24. Dezember. (W. T. B.) Wie es [wißt, wird drr Herzog von Edinburgh demnächst 311111 Contrc-Admiral desördrrt werden. _ Dir „Times“ 11111st 111113 Labore, 11011
estrrn, von den Hänptlingcn dSS Gilzaistammes ski Jacub
Zhan zum Emir proklamirt worden. _ Den „Daily Ncws“ wird aus Iellalabad, 110111 20. d. M., d:rick1t€t, Major Cavagnari habe einen wichtigen Vrisf 110111 Emir Schir Ali erhaltrp, iiber den Inhalt drsseldcn sei aber Riihrres 11011) nicht bekannt.
Kalkutta, 21.D1zen1ber. _ (W. T. B.) Offizirll. 032116101 Roberts ist geftsrn nach Knrn 111 zurückngehrt. _ Aus Jollaladad wird untcr drm 20. Dezember offizirll gcmrldet: Jellaladad ist heute von den 011111015911 Trnpprn bssrßt worden. Die Einwohncr nahmrti dio, Triippen frrund: lick) auf. Hirr ist 211196 riil).g, währsnd 111 drm Lando 1111er Jellalabad hinaus und in Kabul Anarchie herrscht.
Frankreich. Paris, 21.D€zomber. Dir“ donapartistische Partei hat wirderum einen Verlust zu beklagen: Graf Cam- q(LCÉTÉ-S, Neffe des Fürsten Erzkanzisrs Napoleons ]. 1111d Schwicgcrsdhn des Marschalls Davoust, ist gestern im Altrr 11011 70 „Jahren in seinem in drr Rue Saint Dominique ge: legencri Hotel gestordcn.
_ 23. Drzrmbsr. (W. T. V.) Die „ Agenco Harms“ meint, das; dem von 1112111211611 Journalen erwähnten Gerüchte, der F1111111Z:Minister Léon Sar) woile seine Entlassung drr: langen, 11111 11911 Postrn ch GOUUL'UWUVZ der Bank von Frankreich zu Üdernrhmcn, keins ernstliche Bedeutung beizu- cgen sei. Man glaube, da[; Calmon Gonverneur der Bank wsrdcn wiirde.
Spanien. Madrid, 21. Dezember. (Ag. Hav.) Die Cortes werdcn wahrschriniich 1101!) dem Wcihnachtsfeste ihrs Sitzungen wisder (1115161111101. _ Heute Vormittag hat die Beerdigung des Kaiserlich russischen Gesandten stattgefunden. Dcrsclden wohnten die: Minister, die Unter: StaatSsekretäre, die Ministeriai-Dirrktoren, der Odrrstkämmerer, der KabinetZ-Srkrriiir Sr. Majestät 1116 Königs und zahl: reiche Personen von Rang und Anschrn bei.
Italien. Rom, 24. Dézrmber. (W. T. B.) Graf Corti hat sich gestern Adsnd auf seinen Posten nach Kon: si a 11 t i 11 0 p 61 z11rückbegedc11.
Türkei. K011stantinopel,23. Drzemdcr. (W.T.B.) Savfet Pafcha wird sich, wie verkaufst, d6111nächst als Bot: schafter nach Paris begeben.
Rumänien. Bukarest, 23. Dkzemkcr. (W. T. V.) DieDeputirtenkammrr desch10ß einstimmig, 011läßlich „des Ablebens der Großherzogin Alice 11011 Hossrn 01110, Brile1d6- adrcsxe an die Königin Victoria von England zu 111111111, _ Die 1191318121111] hat mit der TabakS=YTOU0p0[:(§8s'€[[ schaft vorbehaltlich _der Grueixnigung dcr Kannnern 0111011 neuen Vertrag abgeschlossen.
„ Serbien. Belgrad, 23. Dezrmber. (W. T. B.) Der annz-Minister hat die Aufnahme einer Anleihe von 24 Miiiionen Francs in Vorschlag gebracht.
Amerika. In drr Jahresbotschaft des Präsi- denten R. B. Hayes hriszt es, der „Wes.„31g.“ zufolge, über die Finanzlage: , „
Der Bericht des Finanz-MiniftrrS liefert 81110 detaiÜirte Darstellung drr Thätigkeit ssineS Departe1ne..ts und des Zu: standes unserer Finanzen. . "
Die gewöhnlichen Nevenuen 11011 alien Quellen wahrend des am 30, Juli 1878 bsendcten Fiskaljahres betrugen 257 763 878 Doll. 70 Els., die laufenden 2111691111611 fiir die- selbe Periode 236 964326 Doll. 80 (Sts., so daß für das Jahkrt eine SurpluSrevenue von 20 799 551 Doli. 90 Cts. ver:
e1 .
Die ihatsächlichen und voranschlagten Ei11_nal)111e11 fiir das laufende, am 30. Juni, 1879 cndrnde F1Skaljahk waren folgende: Wirkliche Einnahme für das erste: Quartal, (1111 1. .Jiiir 1878 beginnend, 73 389 743 Doll. 43 Cts. Veranschlagte Emnahmen für die übrigen drei Quartale de? Jahres 191 110256 50011. 57 Ct. Gesammtbetrag der Einnahmen iir das laufende Fiskaljahr 264 500 000 Dol]. Die A11§gaben 'Ür dieselbe Periode werden sein: für das am "1. ul1 1878 begpnnwe Quartal 73 344 573 DolX. 27 Eis. und fur_d1e iibrigen drerQuartale des Jahres 166 765 426 Doll. 73 Cts. ; die Gesammt- *aUSgaben belaufen sich demnach auf 240100000 Doll., und werden, dem Voranschlag zufolge, im laufenden, am 30.Jun1
, war 720 644 739 Dol]. 61 (Rs., was einen 112
1879 endenden Fiskaljahre die Surplußrevenuen fick) auf 24400 000 Doll. belaufen. Die im Einklange mit den be- stehenden Gesehen veranschlagten Gefammteinnahmen während des nächsten Fiskaljahres, das am 30. Juni 1880 endet, wer- den 264 500000 Doll. betragen und die veranschlagten laufen- den AUSgaben für dieselbe Periode sich auf 236 320412 Doll. 68 Cts. belaufen, so daß nach dem Voranschlage für 161126 Jahr ein Ueberschuß von 28 179 587 Doll. 32 Cts. ver- bleiben dürfte.
Zn vorstehenden Angaben der wirklichen und veran- schlagten AUSgaben ist kein Betrag für den Amortisations- fonds vorgesehen, der durch das (Hefe? vom 25. Februar 1862 verordnet ist. Dieses verlangt, da ein Procent der Ge- sa111mtjchuld der Vereinigten Staaten innerhalb eines jeden Fiskaljahres durch Kauf erworben oder bezahlt und als T1lgung'6fonds zurückgelegt wcrden soil. Man hat in- dessen im Wesentlichen drn Bestimmungen des Geseßes Genüge geleistet. Nach dem Wortlaut hätte: die öffentliche Schuld zwischen 1862 und dem Schlusse des leßten Fiskal- 1cxhres' um 518361806 Doll. 28 Cis. reduziri wsrden sollen; d1e Wirkliche Reduktion dsr emittirten Schuld in Jener Periode
erschuß von 202 282 933 Doll. 33 Eis. Üdsr die durch das-Amortisations: fonngrssß erforderliche Reduktion ergiebt. Der Betrag der Hffeiitl1chen Schuld, nach Abzug des am 1. November 1878 im Schaße befindlichen Kassenbestandes war 2 024 200 083 Doll. 18 Cts. _ eine Reduktion von 23150617 Dol]. 39 Cts. bmnen Jahresfrist.
Der Fortschritt, der im [13131911 Jahre in der Refundirung der _Schuld 311 geringrrcm Zinsfußs gemacht wurde, ist sehr defr1ed1gend. Der Betrag der vierprozentigrn Obligationen, die während des laufenden Jahres vor dem 23. November 1878 verkguft wurden, ist 100 270 90058011, und von sechsprozentigen Oi1l1gatidnrn, bekannt 1116 Fü11f-Zwa11ziger,ist bereits ein gleicher Betrag e111geldstworde11, oder wird eingelöst werden, sobald die Kündigungsfrist abgelanfsn ist. Es war Politik dex"; Departe- 111011t6,_die vierprozentigsn Obligationen in den leichten Be- reich 211106 jedrn Viirgch zu dringrn, der seins Ersparnisse darm anzuicgen wünscht. Der Finanz=Mi1iisi€r empfiehlt, das; das (51131913 so modifizirt wrrdr, daß klsine Summen an: gelegt werden könnrn, 1111?) daß durch die Postämter oder anders Agenten der Regicrung 111 1111611 Theilen des Lan- des für solchr Kapitalanlageii die größtmöglichrn Facilitäten gegeben werden mögen.
Die A116präg11ng von Gold betrug währertd de?» [Eßten Fiskaljahres 52 798 080 Doi]. Die Prägung von Silber- dollars, nach dem Gesetze vom 28. Februar 1878, belief sich am 23. Novsmder 1878 auf 19814 550 Doll., 13011 wrichem Betrage 4984 947 Doll. in (Zirkulation sind, wiihrend der Frfstdchn 14 829 603 Doll. sich noch im Besiße der Regisruxig
e 111 e .
Mit unveränderten A11sichten in Bezug auf das Gsseß, unter welchem die Prägung des Sildrrs geschieht, war doch dsr Finanz-Minister 1101111151, das Grieß getreulick) 311 11011- ziehxn nnd der Maßregel (9910138111126 zu geben, sich zu er- pro 911.
In dcm gcgrnwärtigen Finanzziisiande des Landes glande ich, das; dir Wohlfahrt dcr legitimen Geschäfte und der In: dustriezweige jeder Art am besten gefördert werden kann, indem man sick) zillrr Versuche enthält, radikalc Aenderungen in der bestehenden Finanzgeseßgßdnng zu machen. Mit dem Bewußt- sein, daß wiihrend des konnuenden Jahres di.- Geschäfte des Lan: des durch keins Rrgicriingseingriffe in die Geseßr, durch welche dieselbcn affizirt wiirden, gestört wrrden, dürfen wir zuversichtlich erwarten, daß die Wirdrrcmfnahme der Baarzahlnng, 010 znr vorbestimmten _Zcit vor sich gehen wird, erfolgrrick) sein und ohm? Mühe aufrecht erhalten werden wird, sowie daß ihr eine gestmde und danernde Wiederbelebung der Geschäftsdrosperiiät folgcn wird.
Man gsbs dem heilenden Einfluss der Zeit, der unserem Volke innowohnrndcn Energie und drn unbcgrenzirn Ressourcen Unseres Landes Eine gute GLlEJLUhLik, und es wird alsdann sicherlich darauf die Erlös 11ng 11116 1111.1«27611 gsgenwärtigen Diffi- kultäten folgen.
„Kunst- Wiffenschaft und Literatur.
Der Kalender, den_ die H. S. Hermannicbe Buch- und Steir1druckerei ihren Geschäftsfrrunden zusandte, zxichnet fich (11111) in diesezn Jahre wieder durch zwrckmäßige Einrichtung und eleaante Ausstattung (1116. Der Druä“ ist_kllnstVOÜ in vier Farben auf rcichem Goldgrund außqcfübrt; Raum für Notizen, sowic Porto- und Dc- peschrniarife, Maß- und 911ü11zvergleichangstabellrn 2c. erhöhen die Braucbbarkeit dcs Kalenders.
London, 21. Dsznler. (E. C.) Zum Konservator der Handschriften dcs Brikischen Muscums ist Mr. E. M. Thompson ernannt worden.
Land- und Forstwirthschaft.
Mi'1111iyc11. 20. Dezember. Drr „Leipz. Ztg.“ wird geschrieben: Das Gcneraicomiié des landwirtbscbaftlichen Vereins in Bayrrn batch Beschlußgrfafxt, beider „DeutsckyenMolkerei- Vlu61txllu1111 inBerlin“, Welche in den Tagen vom “20. bis 25. Marz k. Js. siattfinden soll, siko zu betheiligen, und das Staats- Ministerium des Innern hat zur Bestreitung der Kosten einen Bei- traz aus derentralsonds für Kultur bewilligt. Es wird eine „Koliektiv-Auöiteilung bayerischrr Molkerei-Produktc“ veranstaltet werden und Bayern vorausfichilicl) auf der Berliner Ausstellung in ehrenvviler unk würdiger Weise vertreten sein.
_ Der 'Paffus der Jahresbotscbaft des Präsidentrn der Verein1gten Staatkn, R. B. Hayes, über die Agri- kulturcntwickelnng lautet nach der .Wrs.Ztg.“ wie folgt:
Seit Organisirung der BundeSregierung wurde die Wichti keit zur Steigerurig unserer landwirthsch11ftlichen Produktion durcb aäe mög- lichen M1ttel zu ermuthiaen, anerkannt und die Aufmerksamkeit des Kongrcffes und des Volkes darauf als das fieberste und rascheste Mittel zur Vermehrung unseres wirklichen und dauernden Wohl- standes gelenkt.
Die Worte Washingtons in seiÉer achten Jahresbotscbaft sind jeßtebenfo anwenddar wie damals: „ s kann nicbt be weifelt werden, daß sowohl mrt Ruckficbt auf das individuelle, als aux das nationale Wohl. Ackerbau 'in erster Linie von Bedeutung ist. In dem Maße, in welchem Natwnen in, Hiysicht arts Bevölkerung und andere Um- stände ihrer Reife fort]chre_1ten,„w_ird die Wahrheit deffen immer klarer und die Pflege des Bßöéu's wird mehr und mehr ein Gegenstand öffentlicher Aufmerksamkeit. Institutionen zur Beför- derung derselben tauchen auf, von öffentlichen Mitteln unterstützt _ und welchem Zwecke können diese cuts recvender zuge- wendet werden? Unter den Mitteln, welcbe zu die em Zwecke ange- wendet wurden,xhatte keines größeren Erfolg, als die Einführung von Kommnsionen, aus eeigneten Personen zusammengesetzt, welche mit dem_Sammeln und er Verbreitung von Informationen betraut und erm„achtigt sind, m1ttelst Prämien und Geldbülfe im Kleinen den Sinn fur Eritdeckungen qndVerbefferungen zu ermutbigen und zu
uuterstüßen. Diese Einrichtung „trägt in doppelter Weise zur Zu- nahme von Verbesserungm bei, indem sie zu Unternehmungen uud Versuchen anregt, die Resultate der Tüchttakxit und der Beobachtungen der Einzelnen nach einem ??eu'iemfamen Mittelpunkte leitet und sie von da über die ganze ation verbreitet. Erfahrung hat gelehrt, daß dies nur geringe Kosteti verursachende Mittel von sehr bedeu- tendem nationalen Vortheile ist.“
Das bedeutende Ueberwiegen der lgndwirtbscbaftlicben _Jnterxffen über alle anderen Interessen der Vereinigten Staate'n berechtigt erjtere zu dcr von Washington geforderten Berucksichtigunii. , Etwa die Hälfte der Bevölkeruna der VereinigtewStaaten beschaftigt sub tmt
andwirthscbaft. Der Werth der landwirtbfcbaftlicbezi Produkte, der Vereinigten Staaten für dasJahr1878 wird auf'dre1tausend M1Uio- nen Danrs geichäßt. Der Export von landw1rxbschaftlichen Pry- dukten für das Jahr 1877 hatte, wie aus den Berr-thxn des statisti- schen Bureaus hervorgrbt, cinen Werth von 524 Pälltoney Dollgrs. Die große Ausdehnung unseres Landes mit seinen Vetfgbiedxnheiten in der Bodenbescbaffenheit und dem Klima, setzt _uns' in deage, innerhalb unserer Grcnzen und durch unsere Arbeit nicht allem das Unentbehrliche, sondern auch das meiste des dem Lurus Dienenden, welches in civili1irten Ländern gebraucht wird, zu, erzeugen. Aber 11913 unserer Vortheiie in Bezug auf Boden, Klima und Verbin- dungen im Innern zeigt es sich doch aus den statistischen Angadenzn dem Berichte des Kommiffärs für Landwirtbschaft. daß wir jahrlich aus fremden Ländern landwirthschaftliche Produkie im Werthe von vielen Millionen Dollars importiren, welche in unserem eigenen Lande erzeugt werden könnten.
Im Verlaufe der weiter entwickelten Landwiribschaft_ tauchen zahlreiche Probleme auf, welche nur durch Experimente gelöst werden könneri, die oft kostspielig, manchmal fruchtlos find, über die Mittel der Einzelnen binauSgehen und eine gerechte und angemessene Last für die ganze Nation zum Vortheile der Nation sind.
Es ist namentlich in Zeiten des Niederliegxns und der Unficher- heit 111 anderen geschäftlichen Untérnebmunaen klug gehandelt, durch alle geeigneten und geseylichen Mittel zur Benutzung und Brbxuunz des Bodens zu ermutbigen.
Die Bemühungen des Departemxnts für Landwirihirbaft, alte [andwirtbscbaftliche Unternehmungen zu belebetx und zu neuen anzu- regen, die Qualität unserer Produkte zu verbesiern und die Quantität dersexben zu vermehren, den Werth aller Kulturmetboden fest- zustellen oder die Wichtigkeit neusr darzuthun, sind unserer sorgfältigen und mobiwoiienden Auftnrrksamkeit wüxdig und soÜten durch dcrariige Verwiiligimgen von Geld 1115 ErMiterung aller acilitc'iten, wie sie durch die ie?igen giinstiaen Bedingungen fiir das arbsen und die rasche Cntwickx ung geboten erscheinen, Unter- stützung finden.
__ Jm Verlage 11011 Wiegandt, Hemdei & Parry bierselbst er- iébicn weben der Jahresbericht über die Fortschritte im landwirbschaftlichen Maschinenwesen. Vierter Jahrzanq; im Austraße des Vorstandes der Prüfungdstation fiir landwirth- schaftiiche Maschincn und Gerätbe zu HaUe a. S., verfaßt von Dr. Albert Wiist, a. 6. Professor an der Universität zu Halle und tcchnischem Kommisfionsmirgliede der Prüfungsiiation. 5Mit 116 Abledungen und einem Anhang: BLZUFÖÜUL 1e110erzeichniß land- wirtbichaftlicher Maschinen undGeräWc. Prr's 5ck6_J11 der Dar- steUungSweise Weicht drr vicrte Jahresbcrirdt 11ichf ron den friiheren Jahrgängen ab. Die Beswrcibungen sind kurz und objektiv gehalten, alie rein trcbnischcn Details, Miche den Landwirtb nicht interesstren, sind weggelassen. Auf Erlangung und gedrängte Mittheilung von Erfahrungsresuliatcn hat der Verfasser die größte Sorg- falt verwendet, und die 111 dem Buche enthaltsnen Zahlen- resultair sind möglichst zuverläsfig. Der anaki ist folg7nder: ]) Einleitung. 2) Kraftmaicbinen ((T-55011. Tretwrrk, Dampf- maschinen, Windräder 2c.) 3) Maschinen und Gerätßr zur Boden- bearbeitung, zur Bestelluniz und zur Pflege der Pfixnxen (Dampf- pflüge, Sök“, DriÜ-, Dibbe 1naschii1e11, Hackmascbincn 2c. 4) Ernte- maschinen (Getreide-Mähcmaschinen, Kartoffelerntemascbinen 2c. 5) Dresch- und Reinigungsmascbinen (Göpel-, Damvf-Drescb- maschinen, Samenreiniaunzsmzschinen 1c.) 6) Futterderritmgs- maschinen (Schrootmühlen, Häckselmaschinen 20). 7) Molkerei- maschinen (Butterfäffer, *Miichkiibler 2c.). 8) MasÖinen und Gerätbe zur Ortsveränderung (Eisenbahnen, Wagrn :c.). 9) Be- richte der Hailcicben Pkaschinenprüfungsstation über die im Jahre 1877 geprüften Maschinen. 10) Patente. 11) Literatur. 12) Bezugs- quellenverzeichniß für landwirthschaftliche Weräthe.
Geryerbe und Handel.
Nach einer Verordnung des Britisckyen Geheimen Raths vom 17, Dezember 1). Z“. ist, und zwar vom _1. Januar k. I. ab, die Einfuhr von Rindvieh aus Deut1chland und Belgien nach Großbritannizn verboten.
(Ebenso ist die Einfuhr von Rindvieh, Sibafen und Zirgen, welche sich gleichzeitigmit aus Degtschland oder Belgien stammendem Rindvieh an Bord eines und deiielben Schiffes befinden oder be- funden haben, von dem ardachtrn Zkitpunkte ab n'itersagt.
_ DieDauer der Ouarantä11e.welcherdic von der mxrok- kanischrn Küst: kommenden Schiffe fich in Gibraltar zu untewerfen haben, ist, wie von dorthcr vrrlautxt. nachdem fie vor einiger Zeit von dreißig auf einundzwanzig Tage herabgesetzt war ), nunmehr auf drei Tage beschränkt morden.
_ Der Geschäftsbericht der Pilsen-Pricsener Eisenbahn für das Wetrirbsjabr 1877 konstatirt, das; der Gesammiverkehr im Jahre 1877 eine nennenswerthe Steigerung erfahren hat. Die Ein- nahmen betrugen 830 558 F1. gegen 763 542 F1. im Jahre 1876; die Kosten der alliiemeinen Verwaltung beziffern sich mit 51223 Fl. gcgen 34 393 Fl. 1111 Vorjahre. Die Gesammtausgabrn erreichfen 639 416 Fl., so dai; fich ein Betriebsübcrschu von 197 465 F1. ör- giebt. Auf der Nebenlinie Wurde ein Betria süberfchux; per 9451 Fl. erzielt. Der Ha-npt-RecbnunaSabschluß dxr LiniexPilsenaPriesen zei t unter Aktiven: Bankonw 23,32 Mili. Gulden, Ka? epkonw 37 378 F ., Matcrialvorräthe 0,42 2111111. (Hyldrn, Debitoren 0,41 Mili. Gulden, Saldo per 31. Dezcmber 1877 2,76 Mil]. Gulden, unter Passiven: Aktienkapital 9 Mil]. Gulden, Prioritätenkonto 13,5 Mill. Gulden, Jorderungen 380 Mill. Guldrn, Agioreseroe 0,15 Mill. Gulden, ,insenzablangs-Konto 94 893 Fl„ diverse Kreditoren 0,28 Mill. Gulden, Ertcäzmiszkonto 22175 Fl„ Summe der Aktiven und Pas- fiVen 26 970 678 Fl.
_ Der Cours für die jetzt hier in' Silber zahlbaren Coupons Oest*rreichischer Eisenbabnpapiere i]tgestcr:1auf172,50„ké für 100 Fl. Oester. Silber berabgeseßt worden.
Dresden, 21. Dezember. Wie das „Dresd. Journ.“ erfährt, find von der 50/0igen Prioritätsanleihe der vormaligen Leivzig-Dresdner Eisendabn-Compagnie vom 1. März 1866/15. Nov. 1869 in Folge der Bekanntmachung des Landtags- Ausscbuffes zur Verwaltung der Staatsschulden innerhalb der dazu bestimmten Frist 4011 300 916 durch Absicmpelung in 40/9ige Staatspapiere um ewandelt worden. Es sind mithin, da der noch nicht ausselooste * etrag der gedachten Anleihe fick) auf 5880000 .“ belief, von derselben reichlich 68 0/0 zur Umwandlung gelangt.
_ Ueber die Ergebnisse der Bierbesteuernng im Groß- bkerzogtbum Hessen im Jahre 1877-78 bemerkt ein Be- rtcbt der Gro herzoglichen Centralsielle für die Landesstatistik, daß in Folge der ortdauer derGeschäftslofiZkeit und des in Folge deffen herrschenden “5 eldmangels der Brauereibeirieb im abgelaufenen Jahre 1877/78 eine nennenswertbe Steigerung nicbt erfahren habe. Wenn sich auch bei einer Anéabl Brauereien eine Zunahme des Malz- verbraucbes ergeben abe, so seien wieder andere und nament- lich die kleineren _Brauereien in ihrem Betriebe zurück- Fgangen, Was hauptsachlich darauf beruhe, dai? die größeren
jabltffements durcb verbesserte Betriebßeinr-ckptungen und durch das denselben zu Gebote stehende größere Kapital den kleinerer; Bremern die Konkurrenz fast unmöglich machten. Drm Bierkonsum
*) S. Reicbs-Anzeiger vom 3. d. M.