"Jichtamtliches.
Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 28. Dezember. Se., Majestät der Kaiser und König emyfin en heute dre General- Adjutanten, General der Kavallerie raf von der (8918 mid General-Lieutenant von Kessel, und nahmen demnachst „rn Gegenwart des Gouverneurs und des Kommandanten Mill- täxrscléte Meldungen und hierauf die Vorträ e des Kriegs- Mini ers, sowie des Majors von Brauchits vom Militar- kabinet entgegen.
- Se. Kaiserliche und Königliche Hoheit der Kronprin nahm gestern Vormittag um 113/4 Uhr mili- täris e Mel ungen entge en und stattete um 11/2 Uhr dem Groß ürsten Ale is von ußland und dem Prinzen Arnulf von Bayern Ve. uche ab. '
Nachmittags um 5 Uhr na m Höchstderselbe 11111; Sr; KönigliJFn Hoheit dem Prinzen ilhelm an dem Diner bet Ihren aje täten Theil.
- Das die Revision des olltarifs betreffende Schreiben des Reichskanzlers, essen Berathung in dcr Sißun vom 23. d. M. auf der Tagesordnung des Bundes: raths ?tand, hat folgenden Wortlaut:
YriedrichSrub, den 15. Dezember 1878.
Nachdem der Bundesrat auf Grund der Vorlage vom 12. *No- vember [. I. (Nr. 123 der Drucksachen) die Einsetzung einer Kom- mission zur Revision des Zolltarifs beschloßen hat, beehre_ ich mich, nachstehend die Gesichtspunkte darzulegen und zur geneigten Er- wägung zu stellen, nelcbe mir bei dieser „Revision als leitende vor- scHWeben und in deren Richtung ich amtlich zu wirken bestrebt bin.
In erster Linie steht für mich das Intsreffe der ßnanzieilen R.- form: Verminderung der direkten Steuerlast durch Vermehrung der auf indirekten Abgaben beruhenden Einnahmen des Reichs.
Wieweit Deutschland in der finanzieUen Entwickelung seines ZoÜWesens hinter anderen Staaten zurfixlgeblieben ist, zeig"? die unter 1 anliegende Uebersicht. Das hier dargejtellte Verhaltnis; würde fich noch ungünstiger für Deutschland gestalten, wenn zu den für Oesterreicb-Ungarn, Frankreich und Italien aufgefubrten Be- trägen der Einnahme an Grenzxöllen die Summen hinzugefügt würden, welche diese Staaten an SteÜe des 0116 vom ausländischen Tabak in der Form des Monopolertmges ezteben urxd Welche zu Gunsten der Gemeinden als Oktroi erhoben werden.
Es beruht nicht auf Zufall, daß andere Großstaaten. zumal solche mit weit vorgeicbritten-r politischer und wirtbschaftlicher Ent- wickelung die Deckung ihrer Außgaben vorzugsweije in dem Ertrag der Zölle und indirekten Steuern suchen.
Die direkte Steuer, welcbe in einem für jeden einzelwen Steuer- pflichtigen im Voraus fcstgestesiien Betrage dem einzelnen Besteurrten abgefordert und nbibigenfaÜs durcb Zwang von ibm beigetrieben wird, wirkt ihrer Natur nacb drückender als jede indirekte Abgabe, die in ihrem Betrage sowohl der (Gesammtbeit als dem Einzelnen gesenüber an den Umfang des Verbrauchs besteuerter Gegenstände sicb anschließt und, soweit fie den einzelnen Konsumenten iriffi,_von diesem in der Regel nicht besonders, sondern in und mit dem Preije der Waaren entrichtet wird. In dem größten Theile Deutsch1a11d9baben die direktenSteuern einschließlich der Kommunalabgaben eine Höhe erreicht, welcbe drückend ist und wirt schaftlich nicht gerechtfertigt erscheint. Am meisten leiden unter dersel en gegenwärtig diejenigen Mittelklassen, deren Ein- kommen fick) etrva in 'der Grenze bis zu 6000 „2, bewegt und Welche durch exekutorifcb beigetriebene oder über ihre Kräfte gezahlte direkte Steuern noch hänfiger (116 die Angehörigen der untersten Steuerklassen in ihrem wirtbscbaftlichen Bestande untergraben Werden. Soll dre Steuerreform, wi: ich es für erforderlich halte, in ibren Er1eicbte- run en bis zu diesen Grenzen reichen, so muß sie bei der Revifion des Zo! tarifs auf einer möglichst breiten, Grundlage beginnen. Je er- giebiger man das Zoilnystem in finanzieller thficbt, gestaltet, um so größer werden die Erleichterungen auf dem (Gebiete der direkten Steuern sein können und sein müssen.
Denn es versteht sich von selbst, daß mit der Vermehrung der indirekten Einnahmen des Reichs nicht eine Erhöhung der Gesammi- steuerlaft bezweckt werden kann. Das Maß der Gesammtsieuerlaft ist nicht durch die Höhe der Einnahmen, sondern durch die Höhe des Bedarfs bedingt, durch die Höhe der Außgaben, welcbe tm Em- vxrständniß zwischen Regierung und Volksvertretung als dem Be- dürfnis; des Reichs oder Sfaats en11prechend fesigesteilt wird.. Höhere Einnahmen zu erzielen, als zur Bestreitung diejes Bedürfnisses un- bedingt erforderlich sind, kann niemals in der Abficht der Regierungen liegen. Dieselben habe:; nur dahin zu streben, daß das Erforderliche auf die relativ leichteste und erfahrungßmäßii mmder druckende Wei e aufgebracht werde. Jede Steigerun der indirekten Einnahmen des eichs muß deshalb die nothwendige Folge haben,. daß von den direkten Steuern oder von solchen indirekten Steuern, dcren Er- hebung von StaatSwegen etwa aus besonderen Grunden nicbt txrebr wünschensrvertb erscheint, soviel erlassen oder an Kommunalberbande überwiesen wird, als für die Deckung der im Einverständniffe mit der VolSvertretung festgese ten Staatsausgaben entbehrlich wird.
Nicht in Vermehrung er für die Zwecke des Reichs und ,der Staaten nothwendigen Lasten, sondern in der Uebertragung eines größeren Theil! der unvermeidlichen Lasten auf die weniger drücken- den indirekten Steuern, besteht das Wesen der Finanzreform, zu deren Verwirklichung auch die ZoUtarifrevifion dienen soll. '
_ Um eine d eser Rücksicht entsprechende Grundlage fiir die Re- vision zu gewinnen, empfiehlt es fich meines Erachtens, nicht blos einzelne Artikel, welche sich dazu besonders eignen, mit höheren Zöllen zu belegen, sondern zu dem Prinzip der Zoilpfiickytigkeit aller über die Grenze eingehenden Gegenstände, welches in der preußischen ZoÜ- Gesetzgebung vom Jahr 1818 an als Regel aufgestelit war und später in der allgemeinen Emgangßabgabe des Vereins-Zoütariss bis zum Jahre 1865 seinen Ausdruck fand, zurückzukehren.
Von dieser all emeinen Zollpflicbt würden diejenigen für die Industrie unentbehr ichen Rohstoffe auSzunebmen sein, welche in Deutschland gar nicht (wie z. B. Baumwoüe) iind nacb Befinden auch .die, welche nur in einer ungenugenden Quantität oder Qualitat erzeu t werden können. _
Zille nicht besonders auSgenommcnen Gegcystande soilien mit einer EingangSabgabe belegt sein, die nach dem Werthe der Waaren Und zwar unter Zugrundlegung verschiederzer Prozentsdße, je naeh dem Bedarfe der eiiibeimiscben Produktion, abzusrufen ware. Dr_e hiernach zu bemeffenden Zollsäße würden aufoewtchtSeinbetten, ."".e dies in dem bestehenden Zolltarif die Regel Ut, zuruckzufuhren uno vaxmcko zu erheben fein, soweit nicht nach der Natur des, Gegenstands eine Er- hebung des Zolis per Stück (wie bei dem Vieh) oder unmittelbar nach dem Werth (wie bei Eisenbahnfahrzeugen, eisernen Flußscknffen) sich- mehr empfiehlt. , _
Nach den Veröffentlichungen des Kaiserlichen Statistischen Amts : (Statistik des Deutschen Reichs, Band )()(RU. S. 11. 93) betrlzg nn Jahre 1877 der geschätzte Werth der WaareneinfubriEingang in den freien Verkehr) rund 3877 Millionen Mark. Hiervon, fallen '“ Zenk kAnlage 2 auf bisher zollfreie Artikel rund 2853 Millionen -. ar .
In dieser Summe ist der Wert!; einer Reihe 'von Artikeln_ent- halten, welche aucb in Zukunft zollfrei zu lassen sem werden, werl e unter die obenbezeicbnete Kategorie der für die Jndustne unenxbe r- licben Rohstoffe fremder Herkunft faÜen oder weil sie, wie gemunztes Metall, sich ihrer Natur nach nicht zu einem Gegenstande der _Ver- ollung eignen. Außerdem würden die Positionen in Abzug ZZ bringen Hein, fur welche etwa auch" in Zukunft _die Freiheit der urchfubr andern Ländern vertragSmaßrg gewährleistet oder im Interesse des
inländischen Verkehrs geseßlicb zugelaffen werden soll., Es komnxt ferner in Betracht, daß die Belegung jeßt zollfreier Artikel aucbmrt „einer mäßigen Eingangöabgabe, doch Einfluß auf den Verbrauch dieser Artikel ü en kann. .
Welcher Betrag hiernach an der obi en Summe von 2853 Mtl- lionen Mark abzusetzen wäre, um den esammtwuib der jeßt zoli- freien, nacb meinem Vorschlag künftig der Zollpfltcbt unterliegenden Gegenstände zu ermitteln, - dies läßt fich mit irgend welcher Zu- verlässißieit nicht berechnen, Wollte man indeffen auch annehmen, daß sel jt die Hälfte der obengenannten Summe- was'obne Zweifel zu boch gegriffen ist _ als Werth auch Zünftig zollfrexer Ern- und Durchfuhr in Abzug kommen müßte, so bliebe immerhin noch eine, jetzt onfreie, künftig und nach den urspriinglichen bis 1865 gültigen Grundsäßen Preußens und des Zollvereins zollpflichtige Einfuhr im Wertbe von etwa 1400 Millionen Mark. Wird ferner angenommen, daß die hiervon künftig zu erhebenden Eingangsabgaben auch nur durchschnittlich 5 [1/9 des Wertbs betrügen, so würde „ sich die Ver- mehrung der jährlichen Zolleinnabmen auf 70 Mernen Mark belaufen.*) '
Dieser Vermehrun der Zolleinnahme würde eirze Wesenilrche Erhöhung der Zollerbe ungs- und Verwaltungskojten mcbt gegenuber- stehen, da eine wenn auch nur summarische Revision der dte'ZoU-
renze pasfirenden zollfreien Güter 1th ebenfails „stattfindet. Dre be- tehenden Einrichtungen an der ZoUgreKze und tm „Innern wurden voraussichtlich auch zur Verzoilung aller jetzt zollfreien, kunftra'zoü- pflichtigen Gegenstände auskeichen oder doch nicbt in sehr erbebltclycm Maße zu erweitern sein; sie würden durch Vermehrung der 3911- pflichiigen Artikel vielfach nur noch besser ausgenützt nnd eintrag- licher gemacht Werden, als es jetzt der Fall ist.
Wenn hiernach vom finanzielsen Gesichtspunkfe atis, auf welchen ich das Hauptgewicht lege, die von mir befürwortete W„tederbersieUung der Regel aUgemeiner ollpfiicht sicb empfiehlt, sb laßt ern solches System sich meines racbtens auch in volkswtrtbschaftltcher Be- ziehung nicbt anfechten. _
Ick [affe dahingestellt, rb ein Zustand vollkommener, aegetz- seitiger Freiheit des internationalen Verkehrs, wie ihn die Theorie des Freihandels als Ziel vor Augen hat, dem Interesse Deu1schlands entsprechen wiirde. So lange aber die meisten dcr Layder, auf Welche wir mit unserem Verkehr angewiesen sind, sich 11111 ZdlLscbra-„zken umgeben, ynd die Tendenz zur Erhöhung derselben now jm Steigen begriffen ist, erscheint es mir gerechtfertigt undim wxrth'1cbaftltckoeu Interesse der Ratio:] geboten, uns in der Befriedigung" unserer ßnanzieUen Bedürfniste nicht durch die Besorgntß emschranken zu affen, daf; durä) dieselben deutsche Produkte eine geringe Bcbcr- zugung vor außländis-Hen erfahren. ' '
Der jetZt bestehende Vereinßzolltarif enthält ueber"! “den reinen Finanzzölien eine Reibe von mäßigen Schutz,“,öllen fur „bestmwte Industriezwei e. Eine Beieitigung oder Vcrmmderimg „dieser 3011: wird, zumal ei der gezienwärttgen Lage der erustrre, nicbt ratbsam ersxxbeinen; vielieicht wird sogar bei manchen Artikeln t_m„Jrzteresse einzelner besonders leidender Zweige der heimischen Industrie, 16. nach dem Ergebniß der im Gange befindlichen Enqueten einemWieder- herstfelliimg höherer oder Erhöhung der gegenwärtigen Zollmße sicb emp e en.
Schnyzölle für einzelne Industriezweige aber wirken, zumal Wenn sie das durch die Rücksicht auf den finanzieiien Ertrag gebotene Mas; überschreiten, wie ein Privilegium und begegnen gui O'erien der Vertreter der nicht gescbüxzten Zweige der Erwerbstbattgkett der Abneigung, welcher jedes Privilegium angeseßt ist. Dieser Abnei- gung wird ein Zollsystem nicht begegnen kön:1en,„ivelches innerhalb der durch das finanzielie Interesse gezogenen SÖranken, der"ge- sammten inländischen Produktion einen Vorzug Vor der auslandi- schen Produktion auf dem einheimischen Markte gewabrt. „_ Em solches System wird nach keiner Seite hin drückend erscheinen konnen, weil seine Wirkungen sich über alle produzirenden Krei1e der Natron
gleichmäßiger vertbeilen, als es bei einem System von Scbuxzzbüen ;- Die Minderheit der Be-
für einzelne IndustriezWeige der Fall ist. , , völkerung, Welche überhaupt nicht produzirt, sondern aubicbbeßitä) konsumirt, wird durch ein die Zesammte nationale Prodyitwn begun- stigendes Zollsystem scheinbar enachtheiligt. 'Wenn indessen durch ein solches System die Gesammtsumme der im Jnlatzd erzeugten Werthe vermehrt und dadurch der Volkswohlsxand , tm „Ganzen gehoben wird, so wird dies schließlich auch fur"dte, mcht pro- duzirenden Theile der Bevölkerung und namentlich fur die auf festes Geldeinkommen angewiesenen Staatk- und Gemeiudebeamien von Nutzen sein; denn_es Werden der Gesammibeik dann die Mittel zur AUSgleicbung bon Härten zu Gebote sieben, faÜs iich m der That eine Erhöhung der Preise der Lebensbedürfniffe aus der Ausdehnuyg der ZoUpfiicbtigkeit auf die GesUmmteinfUhr ergeben solite. Erne solche Erhöhung wird jedoch in dem Maße, in welchem fie yon dem Konsumenten befürchtet zu werden Ufiegt, bei geringen Zölieu voraus- sichtlich nicht eintreten, wie 1a anch umgekehrt nacb YuTbebungnder Mabl- und Schlacbtsteuer die Brod- und Fleischprerje in den fruber davon betroffenen Gemeinden nicht in einer bemerkbaren Werse zurückgegangen find. _ " ' Eigentliche Finanzzötle, Welche auf Gegenstande gelegt sitid, die im Julande nicht vorkommen und deren Einfuhr unenthHrltcb' rst, werden zum Theil den Inländer allein treffen. Bei Y'rttkein dagegen, welche das Inland in einer für den einheimischen Verbrauch ausreichenden Menge und Beschaffenhert 3,11 erzeugen im Stande ist, wird der ausländische Produzent den Zoll alicia zu tragen haben, um auf dem deutjcben Marki noch kanurrrren„zu können. In solchen Fällen endlich, in denen ein Theil des mlqn- dischen Bedarfs durck) auswärtige Zufuhr gedecki werden, muß, wird der ausländische Konkurrent meist genötbigt sem, wemgsiens emen Theil und oft das (Ganz.- des 30113 zu übernehmen und semen bis- herigen Gewinn um diesen Betrag zu vermindern. Daß Grenzzolle auf solche Gegenstände, welche auch im Inland erzeugYwerden, den ausländischen Produzerten fiir das finanzielle Ergebmy mrt heran- ziehen, geht aus dem Interesse hervor, Welches überaU das_ Agsland gegen Einführung un'o Erhöhung derartiger Orenzzöüe_ m irgend einem Gebiete an_ den Tag legt. Wenn im prakéUchen Leben wirklich der inländische Konsument es wäre, dem" der erhohte Zoll zur Last fäiit, so würde die Erhöhung dem auslandtschen Pro- duzenten gleichgültiger sein. _ , " Sorbrit hiernach der Zoll dem inlandrscben Korxsunienten uber- haupt zur Last fäUt, tritt er hinter den sonstigen Verhaltnissen, Welche auf die Höhe der Waarenpreise von Einfluß sind, in der Reuel weit zurück.. Gegenüber den Preisfchwankungeu, „welcbe ber besttmmtexr Waarengattungen durch den Wechsel im Verbaltniß von Angebot Und Nachfrage oft binnen kurzer Zei); und bei geringer örtlicher. Entfer- nung der I)iarktpläße von einander bedingt wird, kann em 3011, der
' etwa 5 bis 10 0/4; vom Werth der Waare beträgt, nur einen verhält-
nißmäßig geringen Einfluß auf den Kaufpreis über). Andere Mdmente, wie die Unglcichbeiten der Frachtsäye bei den Differenzialtaxifen der Eiienbabnen. wirken in dieser Beziehung vielernschneidender vermoge der Einfuhrprämie, die 4'ie dem Auslande, oft zum vrelfachentBetrage jedes vom Reiche aufzulegenden Zolies, auf Kosten der deutschen Produktion gewähren. Ick bin deshalb (mri; der Ueberzeugung, dgß mit der Revision der Grenzzölle eme Revision der Ersenbabntarrfe nothwendig Hand in Hand geben muß. Es kann auf dre Daßer den einzelnen Staats- und Privat-Eisenbabnverwaltungen mcht die „Be- rechtigung verbleiben, dex wirtbjchaftlichen (Gesengebung des Reiches nach eigenem Ermessen Konkurrenz zumachen, dle Handelspdiltik der verbündeten Regierungen und des Reichstages ngch, Willkur zu neutralisiren und das wirtbschaftlicbe Leben der Natron den Schqu- kungen außzuseßen, Welche im Gefolge hoher i_md wechselnder Cm- fubrprämien für einzelne Ge enstände nothwendig eintreten. ,
Die Rückkehr zu dem. rinzip der a'llgemeinen ZoUpßtckpt ent- sprichk der jeyigen Lage unserer handelspolttrschen Verhaltnisse. Nach-
*) Der Zollsaé? in dem bis Vor 13 Jabren gültigen Tarif
teu eus und des oll'oueins war für alle "im Tarif nicbt als zo!!- Xei enannte Einfuhrgegeustände 15 Sgr. fur den Gentner.
[
dem der Versuch, mit OésterreiÖ-Ungarn einen neuen Tarifvertrag zu vereinbaren, respektive den bisherigen zu prolongiren, escheitert ist, smd wir (ab eseben von den in den Verträgen mit Be gien und der Schweiz ent altenen Tarifbesiimmungen) in das Recht selbst- ständiger Gestaltung unseres ZoUtarifs wieder eingetreten. Bei der bevorstehenden Revision des Zolltarifs kann nur unser eigenes Inter- esse maßgebend sein. Dieses Interesse wird vielleichtdemnäcbstzu neuen Verhandlungen über Tarifverträge mit dem Aus! and führen. Sollen aber solche Verhandlungen mit der Aussicht auf einen fiir Deutschland glücklichen Erfolg begonnen Werden, so ist es nötbig, vorber auf dem autonomen Wege ein Z(Üsystem zu schaffen, welches die gesammte inländische Produktion der ausländischen gegeniiber in die möglichst günstige Lage bringt.
Dem Bundesmtb stelle ich eracbenst anheim, die vorstehenden Bemerkunxen der Kommission, welche behufs Revision des oUtarifs zufolge des Beschlusses vom 12. d. M. eingesetzt wird, zur rwägnng gefäiligst überWeisen zu wvÜen.
von BiStnarck.
An den Bundeirath.
In der Anlage 1 sind nach mehrjähriger Fraktion die DurchschnittSeinnahmen mx Grenzzöllen in folgenden Sta.ten zusammengestellt: Deutsches Reich (1873-1877) 119 688 266 „44 (2,83 .16 pro Kopf der BevölkerUng), Oesterreich-Ungarn (1872-1876 46 465 675 «2. (1,26 „45 pro Kopf der Be- völkerung), , rankreick) (1873-1876) 177 288 472 «2 (4,88 «16 pro Kopf der Bevölkerung), Italien (1873-1877) 81 643 560 «FH. (2,97 «14 pro Kopf der Bevölkerung), Rußland (1872-1876) 190 272 000 «75 (2,65 „45 pro Kopf der Bevölkerung), Grob- britannien(1.April1872/73-1876/77)412 221 192 «16 (1259.46 pro Kopf der Bevölkerung),Schweden (1874- 1878) 22 275 000 34 (5,03 «15 pro Kopf der Bevölkerung), Dänemark (1875/76- 1876/77) 20 346 008 315 (10,60 „35. pro Kopf der Bevölkerung), Amerika (0. 8. 01 4.) (1. Juli 1872/73-1876/77) 629 911 645 514 (16,34 «15 pro Kopf der Bevölkerung).
An [ age 2 enthält ein Verzeichnis; der Mengen der im Jahre 1877 in den freien Verkehr des deutschen Zoligebiets zollfrei eingegangenen Artikel, im Gesammtwerth auf 2 853 233 750 „M geschabt-
- Nachdem die Königlichen Eisenbahn-Direktionen “;.? Erhaltung und Förderung einer lebendigeren Verbindung der Eisenbahnverwastung mit Vertretern der Eisenbahn-Verkehrs: interessen von dem Ha11del§=Minister an ewiesen worden sind , mit Delegirten der wirthschaFtliche-n Korpo- 7xationen und Verbände ihres Babnbereicbéx behufs gemeinsamer Erörterung wichtigerer Verkehrsfragen in periodischen Konferenzen zusammenzutreten und hierneben zur Erleichtemmg schleunigerer Informationen auf die Bestellung eines ständigen Ausschusses thunlichst hinzuwirkeii, beabsichtigt I)er Handechministcr auch fiir die Zentralverwaltung der Eisenbahnen eine Einrichtung zn treffen, welche es ermöglicht, in ähniicher Weise Ansichten und Gutachten über wichtigere, da?» Eisenbahnwesen betreffende Fragen _von allgemeinerer Bedeumng aus den Kreisen der Werke rsintereffenten in un- mittelbarer Berührung mit geeigneten ertretern derseiben ent- gexxenzunehmen. Zu dem Ende ist - vorläufig nur versuchs- weise - in Aussicht genommen, eine beschränkte Zahl ange- sehener, mit den aligemeinen Verkehrsintereffen dss Landes vertrauter Männer an?: den Kreisen des Handech, der In: dustrie, der Land: und ForstmirtbsÖaft, sowie auch der Privat- eisenbahnen zu einem wirthschaftlichen Beirath der Centrai-Eisenbahn-Verwaltung zu vereinigen. Die Zusammenf “Hung Und der Geschäfthgang dieses Veiraths werden durch ein besonderes Regulativ geregelt, den Konferenzen des: selben auch je nach Umlständen Komnriffarien der iibrigen Ressorts, insbesondere des andwirthschaftlichen wie des Finanz- refforts bewohnen.
- Der Königlich belgiische Gesandte Baron Nothomb ist auf seiren hiesigen Pösten znriickgekehrt und hat die Leitimg der Gesandtschast wieder iibernommen.
Sack, sen:„Pkeiningen-Hildbnrgyausen. M e i n i n g e n. (Eisen. Ztg.) Die Regierung hat am 20. d. M. das Dissi- 12entcn: und das Finanzgeseß gleichzeitig veröffenilicht. 'Das Finanzgeseß bestimmt die F0rterbebung der Steuern auf das Jahr 1879 nach dem Geseße von 1875. Der mitpubli- zirte Etat besteht aus Domänen: und Landesetat. Ersterer schließ“. in Einnahme mit 2058 505, in AuSgabe mit 1 523 391 «jf: ab; der Ueberscbuß von 535114 „14- wird zu gleichen Theilen zwischen Herzog und Land getheilt; die feste Civiiliste ist mit 394 286 314 aus den Dbmänen eingestellt. Der Domänenertrag har sick) um 203 225 „44. höher alS im Vor- jahre gestelit, weil Domänengüter und Forsten besser rentirten. Der Landesetat schließt in Einnahme und AUZgabe mit 2 534 809 51/13. Die direkten Steuern sind mit 1 056 150, die indirekten mit 355 500 „46 etatisirt, beide 138 000 «14 höher als im Vorjahre. Bei den AUSgaben bleibt der Matrikular- beitrag mit 300 000 314 unverändert; die Justiz ist rim 51s21110, die Kirchen und Sck)ulen um 46 000 «15 höher em- gete t.
Oesterreich-Ungarn. Wien, 26." Dezember. Das Herrenhaus ist, der „Presse“ zufolge, fur Sonnabend, den 28. d., zu einer Sißung einberufen, auf deren Tagesordnup'g die Wehrvorlagen, der HandeiSvertrag mrt Deutschland, me Vorlage, betreffend den italienischen Vertrag, und Ergänzungéx- wahlen in die Delegation sick) befinden.
Schweiz. Zürich , 28. Dezember. (W. T. „B.) Der Zanzösisckx Anarchist Brous s 6, Verfasser der bekannten rtikel der „Avani-Garde“, ist in Vevey “verhaftet worden.
Genf, 27. Dezember. (W. T. B.) Der BundeSrath hat in der gerichtlichen Untersuchung gegen daes ournal „L'Avant-Garde“ Marc Morel(Waadtland) zum erxeral- prokurcrtor und Berdez (ebendaher) zum Untersuchungßrrchter ernann .
Großbritannien und Irland. L ondon, 27. De- zember. (W. T. B.) Eine Extra-AUSgabe der „Lonchn Gazette“ veröffentlicht ein Schreiben der Königin an den Staatssekretär des Innern„ Croß, vom 26._ d. M., in welchem die Köni m threw und des Großherzogs von Hessen Dank ausspri t für die thrzen anläßlich des Ablebens der Großherzogin Alice Seitens der ganzen Nation dar ebrachten sympathischen Kund- gebungen der Theilnahme. J re Majestät. hebt hervor, ste wisse diese Theilnahme um so höher zu schäßen, als dieselbe bei der gegenwärtigen bedrängten Lage des Landes erfolgte, welche Niemand mehr beilage als die Königin „selbst. „ ,
- 28. Dezember. (W. T. B.) Die „Times? steh? dre Ankunft Jakub Khans ry Jellalabad als ern Zeichen an, daß ein beträchtlicher Thetl der Bevölkerung Afghanistans
geneigt sei, mit England zu unterhandeln. Jedenfalls müsse der künftige Beherrscher von Aighamstan das Versprechen leisten, daß er unter keinen Umsianden ernxangeln wolle, em Freund der Freunde und ein Feind der Feinde der:. englischen Regierung zu sein, und die englische „Regierung. musse fur dre "Erfüllung dieses Versprechens aysrerchende Burgscha1ten er- halten. Diese Nothwendigkert erhe1sche zwar em V„orschreben der bisherigen Grenze von Indien, mdeß werde die Regierung weise und gerecht hqndeln ,' wenn sie nur mäßige Bedingungen steÜe. - Nach hier vorl1egenden Nachrichten (TUS Capetown, vorn 10. d. M., werden heute die Abgesandten des Königs Cetewayo an der Grenze zur Entgegennahme der Botschgft des Gouver- neurs erwartet. Wie verlarttet, werden 111 der Bots ast dre Entwaffnung und Entlassung der,Zu[utruppen,_i-1e A tretung der Vai von Santa Lucia und die Zulaffrtng eme?- briiischen Residentsn zu dem Gebiete der Zulus v'erlaygt. Obgleich die leßten Kundgebungen Ceteway'o's versohnlichér Art gewesen sein folien, so hält man doch vielfach den Ausbruch der Fernd- seligkeiten fiir nahe bevorstehepd.
Frankreich. Paris, 26. Dezember, „Ein im „Journal officiel“ erschienenes Dekret des Prasrdenten ernennt eine Kommisssion, welche dre _Grundgcieße urid organi- schen Verordnungen der franzds11chen Kolonien dlxr : sehen und geeignete Reformvorseblage machen soll. «.te e Kommission besteht aus den Senatoren Graf Rampon, Schölcher, “General Frebault, de Laserve, “Graf Ysbassaynß de Richemont, Baron Lareinty, General de la, ,;atÜe und Teßmazes, den Abgg. Bethmont, de'Mahy, _God1ssart, Lucas- cade, Godin, Langlois und G. Perm, soww einigen Beam: ten des Marine-Ministeriums. “
- 27, Dezember, (W. T. B.) Das Journal„France meldet, daß der Ver) von Tunis trotz. des.; Widerspruchs des französchen Konsuls das Eigenthum eines Franzosen, des Grafen Sauc , zu verleßen vermcht habezdas Journal W111 wissen, daß eitcns des französischen Mmrsiers des An"?- wärtigen ernste Maßregeln ergriffen werden wurden, um fiir diese Unbill eine Genugthnung zu, erlangen. „Das Biatt 11t der Meinung, der Be habe auf diese We1fe eme KristH _her- beiführen wollen, umFrankreick) 'zu nöthigen, ferne definitiven Absichten bezüglich einer Annexion von TumS oder eines "Protektorates Über das Land kUnd zu thun.
Italien. Rom, 27. Dezember. (W. T. V.) 'Der Minister-Präsident Deprctrs und der englische Botschafter Paget hatten gestern eme langere Kon- ferenz, in welcher die zwischen dem italienischen Koviisul auf Cypern und dem englischen Genewlgobverneub uber daS Exequatur und die Anerkennung der Kapiiulationen „ent: standenen Differenzen nahezu vollstäniug behoben worden und.
Nußland und Polen. St. Vetersbnrg, 28. De- zember. (W. T. B.) StaateZ-rath Schmiit 1ft zum Direktor der Kanzlei der 3. Abtheilung der Geheunen Kanzler des Kaisers ernannt worden.
Afrika. Egypten. Kairo, 27. Dezember; (W. T. B.) Von der Winterresidenz des Khedrve, dem Abdinpcrlaste, isi Etwa die Hälfte durch Ferrer. zerstört worden. - Die egyptischcn Staatseinnahmen 'm den Monaten Januar 5cm Oktober 11. J. betrugen 51/2911iil1onenPfd.Sterl. gegenüber 6 750 000 Pfd. Sterk. im Vorzahr.
Aus dem Wolffschen Telegraphen-Bureau.
Wien, Sonnabend, 28. Dezember, Vormittags. Die angeblich in Pest und Gödöllö umlaufenden Attentats: gerücbie werden von dem „TelegrapbenKorrespondenz-Bureau“ als Erfindungen bezeichtiet, die auf Gerüchte zuriickzufiihren eien, welche vor etwa drei Wochen zirkulirten und bereiis
amr-„lxz völlig unbeglaubigt und unrichtig wnren.
Paris, Sonnabend, 28. Dezember, Mittags. Der „Agence Harms“ sind von der spanischen Grenze Mittheilungen zugegangen, wonach eine gegen 400 Mann starke Bande Be- Fakifnetscrabei Labata, in der Provinz Barcelona, sich gezeigt
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New-York, Sonnabend, 28. Dezember. Nach hier ein: getroffenen Nachrichten war in Tepic (Mexiko) eine Rebellion aysgebrockzen, welche nach kurzer Dauer unterdrückt worden ist. Gegeii 80 Insurgenten sind hingerichtet worden. - Der öfterreichi1che Konsul in New-Orleans, Bader, hat sich ertränkt.
Céatisiische Nachrichten.
Nach, dem von der (General-Direktion der Douaneu in Paris veröffentlicbéen „12510311 Fédéral (lu commerce; (18 13 Km 06“ reprä- sentirte 'der Spezialbaudel Fra11kreichs mit dem 21:16- lande tm Jahre 1877 cinen Gesammtrvertb von 7106,1Mi[1. r.
egen 75640 Miki. Fr. in 1876, bat also eine Abnahme um 45 ,9
ill. Fr. erfahren. Die Einfuhr Frankreichs hxite einen Werth von 366985111111. Fr. (gegen 1876 weniger 318,6 Mill. Fr.), die Ausfuhr emen solchen von 34363 Mil]. Fr. (gegen 1876 Weniger 139,3.M1U. Fr.). Das Deut1che Reich partizipirte an dem Werthe der thfuhr mrt 372,8 Ykiil. Fr. (gegen 1876 weniger 16,2 MiU.Fr.), ark demxemgey der Ausfuhr tpit 395,1 Mill. Fr. (gegen 1876 weniger 36,1 Mill. Fr.). Die bauptiächlichsten Artikel des Verkehrs zwischen Deutschlatzd “imd Frankreich waren in 1877 (bez. 1876) folgende:
, 1) Etnxubr Frankreich aus Deutschland: Schlackot- mei) 40,5 Mill. Fr. (1876 50,8), Holz 33,6 Mill. Fr. (1876 25,3), Baumwoüen ewcbe 23,7 Mill. Fr. (1876 26,9), Steinkohlen und Koks 22,3 92111. Fr. "(1876 21,9), Garn aÜer Art 19,1 Mil]. Fr. (1876 30,9), robe a'ute und FeUe 14,7 Mili. Fr. (1876 20,7), Wollenwaaren 12,9 Fitil. Fr. (1876 11,5), Maskbinen und mechanische Inßbumente 12,7 „Mill. Fr._(1876 10,6), Bier 11,7 Mill. Fr. H 876 10,7 , Cerealien 10,8 MLU. Fr. (1876 5,1), chemische Produkte
,0 MM. r. (1876 4,41, GeWebe, Bänderec. aus Seide 6,5 Mill. t. (1876 “(5,3), Oeliamereten 6,5 Mil]. Fr, (1876 0,9). Hop en 6,4 Mti]. Fr. (1876 11,6), Tbon-, Glas- und Krystallwaaren 6,4 Mju. Fr._ (1876 5,7), Blei 6,3 Mil]. Fr. (1876 3,0), Hanf 5,7 Pill,]. Fr; (1876, 3,4), Robseide 5,6 Mill. Fr. (1876 9,2), Papier, Bucher, Stiche 5,5 Mill. Fr. (1876 5,3 x, Meinu- waaren'5,4 MiÜ._Fr. (1816 5,4), Schafwvlle 5,4 Miil. Fr, (1876 5,3), Zink 5,3 MLU- Fr. (1876 4,2), zub-rejtete Häute 5,2 Mill. Fr. (1876 7,0), §].)ferde 4,9 Mill. Fr. („1876 7,2), Fleisä), frisch und ge- alzen 3,8 M11]. Fr. (1876 4,1). Eisenerz, Roheisen ec. 3,8 Mill. Fr. FMS 3,0), Kupfer 3,8 Mill. Fr. (1876 2,6), Hüte von Stroh,
ohr 2c. 3,7 Mill. Fr. (1876 5,3), Melasse 3,4 Mill. Fr. (1876 1,3), BranntWem und Spiritus 3.1 Mill. Fr. (1876 1,1).
2) Ausfuhr rankreichs nacb Deutschland: Wein 27,7 Mil]. Fr. (18 6: 33,7), robe Baumwolle 24,2 Mill. Fr. (1876: 31,8), Wouenwaaren 23,7 Mill. Fr. (1876: 29,2), Getreide 23,1 Mill. Fr. (1876: 21,6), Seidenwaaren 23,0 Mill. Fr. (1876: 21,4), Mercerte 21,0 Mill. Fr; (1876: 21,7), Mehl 19,4 Mill. Fr. (1876: 20,9), Rohseide 10,7 Mill. Fr. (1876: 11,5), Schafwolle
und Abfälle davon 9,7 Mill. r. (1876: 10,2), Vieh 9,3 Mill. Fr. (1876: 12,5). Bijouterien 9,1 ill. Fr. (1876: 7,9), Metallwaaren und Werkzeuge aus Metall 8,7 Mill. Fr. (1876: 10,0), robe Häute und Felle 8,4 Mil]. Fr. (1876: 8,2), zubereitete Felie 7,1 Mil]. Yk. (1876: 5,2), chemische Fabrikate 6,2 Mill. Fr. (1876: 6,0). Mo e- arttkel und künstliche Blumen 6,8 Mill. Fr. (1876: 6,5), Lederwaaren 6,5 Mill. Fr. (1876: 7,5 , Farbebols - Ex- trakte 5,8 Mill. Fr. (1876: 4,0), Gerber obe 5,8 Mill. Fr. (1876 5,8), Papier, Bücher M. 5,7 Mill. r. (1876 6,2), Sämereien aller Art 5,7 Miii. Fr. (1876 5,6), rasfintrter Zucker 5,5 Mill. r. (1876 9,1), Pferde 5,2 Mill. Fr. (1876 3,7), Holz 4,1 Miki. r. 1876 6,0), (Garn aUer Art 4,2 Mill. Fr. (1876 4,5), M.:scbinen 3,5 Mill. Fr. (1876 3,0), Pariser Industrieartikel 3,6 Mil]. Fr. (1876 49), Tafelfrüchte 3,1 Mil]. Fr. (1876 6,0), Schmuckfedern 3,0 Mi . Fr. (1876 2,5).
Kunst, Wissenschaft und Literatur.
Von der im Verlage von J. Gutienjag (D. Coliin) Hier- selbst erscheinenden „ Sammlunß Deutscher Reichßaeseße“ sind jüngst wiederum folgende zwei Bändchen erschienen: 1) „Rechtßanwalts- ordnung fiir das Deutsche Reich“ mit Anmcrkunaen und Sach- register urid 2) „(Gerichtskostengescy Gebührenordnung fürGertchtsvollzieber. Gebührenordnung für Zeugen- und Sqckyverständige; mit Anmerkungen, Kostentabelien und Sachr gtjter. Beide_Bändchen, weiche fich Wegen ihrer übersichtlichen anlqge 1_md zweckmäßigen Form für den praktixr'ben Gebrauch bor- zugltcb eignen, smd von dem Königlichen KreiSrichter R. Sydow m Haile brausgegeben.
GeWerbe und Handel.
Die Verordnung des GesandbeitSamts zu Gibraltar, betref- fennd die bereits erwähnte Herabseßung der Quarantäne“), ent- halt folgende nähere Bestimmungen:
Schiffe, welche aus maroccanischen Häfen - _Mogador aus- genom'men - mit reinem Gesundbeitépaß und obne Kranke an Bord m Grbrglfar eintreffen, haben sich einer dreitägigen Quarantäne zu un'ierzteben; die aus Mogador kommenden Schiffe dagegen blei- ben einer einundzwanzigiägiger Quarantäne unterworfen.
„Rinder, Geflügel und endete Vorrätbe, mit Außnahme voa Fleisch, werden, unter Beobachtung der geltenden VorsichtSmaßregeln, zugelassen; Guter und Waaren jedoch erst nach eiiier dreitägigen Quaraniäne.
Von der Zulassung ausaeichloffen smd: Häute, Leder, Schube, Federn, Wolle und andere Gegenstände, welche den Ansteckungsstoff weiter zu verbreiten geeignet smd.
-Nach neueren Berichten aus Canea auf Creta ist in den letzten Tagen weder in der S11dt, nochin derennächster Umgebunq ein neuer'Erkrankungsfail an Blattern vor.?ekommen, sodaß die daselbst Vor einiger Zeit mit großer Heftigkeit aufgetretene") Blattern- ebrdemie als_ im Erlöschen begriffen angesehen wird. Diese giinstige Wendung ist offenbar den seit etwa 14 Tagen dort wieder einge- tretenen normalen Witterungsverbältnissen zuzuschreiben.
- Seitens der Aeltesien der Kaufmannschaft von Berlin Wer- den folgende, nenen „Usauccn für den Berliner Woll- bandel“ mrtgetbeilt, WelcheAniveUdm1g finden, sOWeit nicbtzwisckyen den Kontrahenten besondere Vereinbarnngbn getroffen sind: § 1. Bei. Geschäftßabschlüffen in Wolle versteht sich der bed1naene Preib Neiio Tara. Bei Berechnung des Taragewicbis sind die WoÜschnürc nicbt zu berücksichtigen. Das Taragewicht wird borläfoq nech der eiweiiigen Angabe des Verkäufers bererbnet. Stelixn sich später D1fferenzerz bezüigliib des TaraZewicbts heraus, so ixt der Käufer ver- inchtet, btynen 6 Monaten nach dem Tage der Uebergabe die Säcke dem Verkaizfer in trockenem Zustande franko zurückzusendeu upd zivar ber'Verluft des Anspruch auf Vergüiung der Gewichts- dtfferenz. FaÜZ die Säcke zurückgegeben Werden, geben sie in das Eigentbum des Verkäufers zuriick. § 2. Der Verkäufer hat dem Kqufer die Woile zuzuwieger] und trägt die Kosten des Wägei1s.§. 3. Dre Zahlung'des Kaufpreises, Wellber sich netto Kaffe. und obiie'Lib- zrzg Versteht, 1ft sofdri nacb Verwiegung der Wolle„ und faÜs Ver- kxwfer es verlgngi, bor Herczusgabe derselben zu leisten. Verkäufer i1t aber verpflichtet, die Assekuranz für die nächsten acht Tage auf aÜeinige Rechnung zu übernehmen, so lange in dieser Zeit die Wolle (1in semem Lager fick) befindet“. §. 4. Ist das Geschäfr iiber Rücken- wmchen geschlossen, so darf die Wanke weder LammwoÜen noch un- ,]c-Wasche11e Wol1en, noch Wasrizlocken, noch auch Six'rblingswvllen, chi) end11ch_,iolche WoÜen enthalten, Welche erst nach dem Scheeren aewascbexr 11;.d. §._ 5 Erfolgt der Abschluß des Geschäfts „,mit Lobckexxhi'tedmgung“, 10 werden fünf Prozent vom Preis; in Abzug ge ra .
- In der aufeerordentlicben Generalvcrsammiung der Land- und Baugese_llschast a.:f Aktien, Lichterfelde, vom 21. d. M. wurden dre beiden Gegenstände der Tages:)rdnung: ]) Genehmi- gung der Unentgelilichen Ueberiaffung eines Terrains von ca. 25 Morgen an die Reicbs-MilitärVerwaltunq zum Zwecke der Erbauung eines Kasernements und 2) Antrag a11s' Ermärbtigung des Aufsichts- rgtbes, ber „Verkäufen von Terrains oder Hochbauten Aktien der Gesellschaft tn Zahlung nehmen zu_dürfen, ciysiimmig genehmisxt.
' -'(N. Zurck). Zig) Um eme Umgebung des Verbots der Vtebetnfubr von'Deutschland nacb Frankreich auf dem Umwege durch dre Schweizzu verhindern, hat der jchtveizer BundeSraib unxer dem 24. Dazember folgenden Beschluß gefaßt: 1) RindvtLh, Schafe und amdere wiederkämnde Tbiere, Welche aus
Deutschland in die Schweiz geführt werden, dürfen erst wieder über *
eine andere, aißdie deutsche Grenze, aus dem Lande gefiihrt werden, nachdem 11ch dieselben mindestenö 14 Tage in der Schweiz aufge- halten" haben. 2) Für Scbafe und Rinder, welche aus Deutschland en:gcfnbrt_werden, durfen keine GesundbriiésÉ-eine ausgestellt werden, 5.5 niindemcns 14 Tage naeh Abgabe des Vom Grenzinspektor außge- stellten "111173, von der Zoilstation gestempelten Pasfirscheins (§. 15 der bundesratblnben Verordnung, betreffend J.Maßregeln zur Veriilgung der Maul- und Klauenseuche vom 3, Juli 1873). 3) Uebertretungen dieser. Vorschriften Werden mir einer Buße von 100-5071Fr. bestraft.
„Steif: 11,27. Dezember. (M.TB.) Heute fand hier eine Di- reYtrons- und Vern'altUUquatbssiyung der Berlin-Stettiner
E'rseybahnges'elischaft statt, behufs Feststeiiung der den Kom- 111111le811 fur dre weiteren, am Montag im Handels-Ministerium staitsmdenden Verkaufßbesprechungen zu ertbeilenden Instruktionen. Dre Montagssiyung faklt daher bier aus. '
Meiningen, 23. Dezember. (Mgdb. Ztg.) Eine soeben aus- gegebene amtl1che Zu1ammen!“e11ung über die Gestaltung des ge- sammten Staatsschuldenwesens im Jahre 1877 giebt einen exfreulrzben Beleg über die fortschreitende regelrechte Tilgung. Die 1ammtltchen Staatsschulden betrugen zu Ende des, vorigen Jabres
12464 624 .Fr-; diese Ziffer bekundet gegen das Vorjahr eine Ver- murderzxng nm 154 411 «M Das Prämienanleben (7 F[.-Loose) «1112111 111 um 60 622,34 geminderr und besteht noch zu Anfang dieses Jahres 111 derxHöhe von 5680 633 «ck Von der neuen Schuld ist das „aus den Jahren 1862-63 bertübrende Anleben um 70 971 „je;
emmdert und besteht noch in der Höhe von 2527 630 „44 Diesem ' nleben „steht zivar auch nycb ein Activum in 5000 Stück Werra- babn-Aktren gegenüber, doch Und diese nicht geeignet, zum Nennwertb m Aufrechnung gebracht zu werden.
' London, 23. Dezember. Wie die „Engl. Corr.“ schreibt, haben die Fabrtkdtstrikte' vor Allem unter der gegenwärtigen Noth zu leiden. In Sheffield, der Stadt der Meßerwaaren, soll die Notb rößser sern, als.sie je gewesen seit Beteben derselben. Dre Miet preise sind um em Drittel gefallen, gehen aber selbst dazu mcht em. Der „Mayors Fund“ daselbst unterstüyt gegenwärtig 12 000 Leute„ Tausende aber melden sich überbau t nicht um Unter- siußmxg. (bine bezeichnende Thatsache ist es, da sehr viele Leute, die fruher hohe Löhne verdienten, jetzt brotlos sind. In Glasgow waren am 30. November 3091 Leute außer Beschäftigung, und inner-
*) Siehe Reicbs-Anzeiger vom 24. d. M. **) Siebe. Reicbs-Anzeiger vom 27. v, M.
halb 14 Tagen_ „stieg diese Zahl bis auf 4368. Darunter befinden sich viele Famrirenväter, so das; die Noth deshalb eine noch weit höhere Aztzablxon Leutexx betrifft. Jn *.*iverpool smd die Kaiea mit Arbeitern uberfüilt,_ die auf einen gelegentlichen Verdienst warten. Die Tbgtsacbe, daß die Noth nach einer so lang andauernden Ge- druckthett des Handels eintritt, macht sie um sofüblbarer, als in den schlechten Zeiten der vergangenen zwei Jahre die Reserven erschöpft
wurden.
London, 28. Dezember. (W. T. B.) Das Comité der Kohlengrybenbesiyer von Yorkshire und Lancaster trat (Heftern in Sheffield und Lancaster zusammen, um die Dele irten der rubenarberter zu hören, welche die Zurücknahme der Be anni- macbung der Arbeitgeber, betreffend die Herabseßung der Löhne um 123 %, vexlanqten. Die Arbeitgeber lehnten diese Forderung ab. Der Außstbuß der Grnbenarbeiier wird 1111) am 6. Januar versam- meln, 11111 uber den Beschluß der Arbeitgeber zu berathen, nnd seine Entschließung bet der nächsten, am 9. Januar stattfindenden Vereini- gun der Arbeitgeber bekannt geben. Sollte der Strik; zum Aus bru kommen, so würde derselbe gegen 60000 Arbeiter umfassen.
Verkehrs-Anftalteu.
Southampton, 27. Dezember. Das Postdampfscbiff „Neckar“, Kapt. W. Wtüiqerod, vom Norddeutschen Lloyd 111 Bremen, welches am 14. d. M. von New-York abgegangen war, ist heute 8 Uhr Moraens wohlbehalten hier angekommen und hat, uach Landung der fiir Soutbampton bestimmten Paffagiere, Post und Ladung, 10 Uhr Vormittaqs__die Reise nack) Bremen fortgeseßt. Der .,Neckar“ uberbringt 77 Pamagiere und volie Ladung. Der [(??er hatte auf der Reise einen 4 Tage andauernden Orkan xu
e e en.
Berlin, 28. Dezember 1878.
Ueber das Winckelmanns-Fest in Bonn wird der „Cöln. Ztg.“ geschrieben:
Dre am 9. Dezember wie alljährlich vom Vcrein von Alter- tbumsfreunden im Rheinlande veranstaltete Feier von Winckelmanns Geburtstag fand unter zahlreicher Betbeiligung im Kaisxrbof in Bonn Statt. Unter den Anwesenden bemexkte man den Prinzen bon Meiningen, den Feldmarschall von Herwartb, viele Angehörige der Universikät, mehrere Kblxter und andere außwärtige Theélnehmer. Auch die Damen fehlten diesem wifienschaftlickoen Kreise nicht. Eine Ausstellung kleinerer römischer Altertbiimer, besonders von den leßfen Aqurabungen _des Bonner Castrums bertiihrend, wie Pläne und Zeichnungen demelbcn dienten zur Illustrirung des ersien Vortrags.
Professor aus'm Weertb widmete ais Vereinspräsident der Be- deutung des Tages einige Worte und beieichete dann den Bericht uber die AuSgrabungen des römischen Castrums in Bonn als em der Manen Winckelmanns nicbt unwürdigcs GeburiötagSchhenk. Außgebend von der Annahme, daß Cäsar seine ztveite Rheinbrücke bei Boni! schlug, dieselbe fiir eine Weitere Vexwendunq znr Hälfte stehen ließ, am linkSrbeinisÖen User mit großartigen Befcstigue-igen und einer Besatzung von 12 (Coborten versah, gelangte der Vor- traßende zu dem Schlusse, daß diese Befestigungen zum Schutze der Brücke als die erste Anlage des unterhalb Bonn am Wichelébof belegemxn militärischen römischen Lagers anzusehen seien. Wenn die Konservirung der Brücke auf eine durch die Er- folge berooraerufene Entschließung Cäsars, die römitcbe Macbtsphäre iiber" den Rhein auSzuécbnen, hindeute, so sei bon Augustus und Drums diese eriveiterje Politik aufgenommen worden, wie dies die große linksrheinische Befemigungslinie Xanten, Bonn, Weißenthurm und MZinz mit den rechtsrheinisch vorgeschobenen Werken Alisa, Niederbiber und der Saalburg klar ausdrücke Das von Au,;ustus oder Drusus erbaute und aus den BrückenbefcstigungenCäsars hervor- gegangene Bonner Castrum sei deshalb ein bemerkenswertbes Glied in der «roßeu Offensivpolitik gewesen, aber alsobald umb zu einer lediglich deienxiven Bedeutung berabgeiuuken, als erstere unter Claadius endgültig aufgehoben wurde. Die seit dem vorigen Jahre dureh das Bonker Provinziaimusenm methodisch iii Angriff ge- nommenen, schon im Jahre 1820 einmal begonnenen NuSara- bungen des Castnrums beschräUkten fick) bisher an die Offen- lcguni der Gebaude dcs sixdiikden Drittbeils dcs Riiailagers, der ?)Zetentura des Castrums. Zwei große, je 80 m lange Zn- fanteriekajernen, eme dritte, horizontal dazu liegende Kaoall-*riekaserne mit, vorireaendeu PferdestaÜen; ferner ein klcix-erer Bau fiir die Vexillarn,'1ene Truppe vom übrigen Dienste befreiter Veteranen, welcben dle Fubrung der Feldzeichen dcr Reiterei, des Vexillums, anvertraut War; dann ein großes Magazin mit Schlachthaus sind bereits bloßgrlegt und festgestellt worden. Eine Menge kleinerer Juride, dar-nterxmebrcre hundert Münzen, welcbe fich in der: durcb- gangtg aus Tuffstein gebauten Räumen fanden, tragen zur Kennzeich- nung von Zweck und Zeitderiirbauung wesentlicbbei. D.]ß nach derdurch den Aufstand des Civilis (70 n. Chr.) berbeiaefiibrten Zerstörung auf den altern FUUdamenten ein durchgängiger Neubau unter Domitian siajt- fand, errvetsen die vielen Ziegel mit dem Stempel der von diesem Katser csrrichi*.ten USZ". [. Ujuerya pia 644-118. Nach den bisher ge- worxnencn Ergebnissen [affen die Fortsetzungen der AuSgrabungeu auf atomen Umfgnzi" der Anlage. eine weitere Anzahl bereits festgestellter Gebaude, wre uberhaupt darauf schließen, daß das Bonner Castrum sowohl nach ,der Größe wie nach den baulichen Einrichtungen das bedeutendste btsber bekannt gewordene sei.
Profcffor Justi sprach über den holländischen Maler Johann var“: Seorel (1495-1562), einen der ersten nordischen Künstler, den fCM'Z Wanderjabre über Italien hinaus ins Morgcnland führten und dc:r,_ als er auf der Rückreise von Palästina nach Rom kam, durch ietlnen Landsmann Papst Hadrian 17. die Aufficdt über die Kunststbäye des Belvedere erbieli, wo er Gelegenheit batte, sich ganz ur die Werke des eb-zn verstorbenen Raphael und des IFki-„bel-Angclo bznemzwleben. und nun der erstrwurde. der konsequent den neuitalie- 1111131611 Stil in HoÜand einfübrfe. Deshalb wurde er von seinen Zeitgenossen wie Fr. Floris und van Maucer verehrt als der Er- leurbter'und Bahnbrecher'der neuen Malerei. Seine Persönlichkeit erregt dre iorscb-ndeNeugrer noch dadurch, daß fast alle seine großen Werke ,1111 Brldexsturm von 1566 untergingen und die Kenntniß von ibn] s1ch fo verlor, _das; von den Boifferées durcb Unter- scbrebung der von den [einigen gänzlich verschiedenen Werke eines Ebincr Meljterslem PseuOo-Scorel geschaffen wurde, Die neuer- dings besonders “im Museum von Harlem wieder zu Tage ekom- menen Werke Scorels, wie die Taufe im Jordan, die Pilgerbi dniffe, zeißen, daß er an er jener traditionellen Bedeutung auch ein Por- trakist von energischer Charakteristik War (Ant. Mor mar sein Schuler) und einer der ersten eigentlichen Landschaster, so daß er der bisher blos fur emen Manieriften wie Coxcie und Hex'mskeré galx, auch als Begründer zweier Fächer angesehen werden kann, in dexien rer hdliandischen Schule die höchsten und eigentbümlichsten Leistungen be1chieden waren.
Geheimer Rath Schaaffbauseu erläuterte eine Anzahl ausgestell- ter merovtngiscb-fränkischer Grabsunde, welche in Folge luckiicher Außgrabungen von Seiten des Bonner Provinzial-Museums ürzltcb m Meckenheim zu Tage traten.
. London, 27. Dezember. (W. T. B.) Nach einem bei Lloyds eingegangenen Telegramme aus Kingston aufJamaica, von heute, ist der amerikamche Dam fer „Emily Sonder“, welcher New York am 8. d. M, verla en hatte, um sieb nacb San Domingo, _ Port-Plate und Panam'a zu begeben, zwei Tage nach der Abfa rt uptergegangen. Zwec Personen von der Mannschaft sind ei Kingston gelandet. Man besorgt, daß die Passagiere und die übrige Mannschaft ertrunken sind.
Im Victoria-TbeJer ist der Andrang zu den Auf- führungen der neuen Feerie „Dornröschen“ ein fortwährend wachsender. Während der Festtage mußte die Abendkasse ausfallen.-