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, Reichs. jmd Staatsanzeiger Nr. 153 vom 3. Juli 1940. S4
Inkrafttreten.
_ Die Bestimmungen dieses Erlasxes treten am 29. Juli 1940 (Beginn einer Zuteilungsperio e) in Kraft.
Abweichende Regelungen.
Von den Vorschriften dieses Erlasses abWeichende Regelungen, die mit Riicksicht auf besondere örtliche Ver- hältnisje für notwendig erachtet Werden, bedürfen meiner Zu- stimmung.
Weitergeltung anderer Vorschriften.
Ter Erlaß findet keine Aiijvendung auf Futtermittel- [cl)eine, Futtermittelberechtignngs- und -be5ugscheine.
Tie dnrch den Erlaß Vom 26. Februar 1940, betreffend Feststellung des Bedarfs der Verteiler an Fleisch, Fleisch- 1varen und Schlachtfctten (1101-800) getroffene Regelung bleibt unberührt.
Bisher benutzte Vordrucke fiir Vezugscbeine, Großbezug- scheine und Berechtignngsscheine können bis zum 30, Sep- tember 1940 anfgebraucht Werden. Mit Wirkung Vom 1. Oktober 1940 diirfen nur noch die gemäß den Vorschriften dieses Erlasses [)ergestellten Vordrucke vertvendet Werden.
Drucklegung der Vordrucke.
Zur Erleichterung der Arbeit der Kartenstellen und der 'Mit fiir die Ausstellung bon Vezugscheineu, Großbezug- cheinen un'd Berechtignngsicbeinen zuständigen Stellen empfiehlt es sich, die Vordrucke im Transkritdruck herstellen zu lassen, wie er z. B. Von der Firma Heinrich Zeiß-Union- zeiß AG., Berlin-Marienderf, Zostroivstr. 227, ausgefiihrt Wird. Bei diesem Verfahren ist die Farbe, die die Durch- fcbriften ermöglicht, auf der Rückseite der Vordrucke an den dafiir benötigten Stellen angebracht, so daß das Einlegen von Koblebogeu in Fortfall kommt. Hierdurch Werden nicht nur Fehler durch unrichtiges Einlegen der Kohlebogen ver- mieden, sondern aiich saubere Turchschriften erzielt.
J. A.:“Dr. Moritz.
Kundmachung.
Anf Grund des § 13 der Verordimng iiber Zinsermäßi- gung-- und Währnngsumstellung bei den Länder- und Ge- meindeanleihen in der Ostmark vom 14. Juni 1940, RGVl. 1 €. 895, können die Inhaber der im Ansland begebenen 59/0igen Sck)Weizer-Franken-Anleihe der Stadt Dornbirn Vom Jahre 1926 im Gesamt- nominale v0n1250000,_ Schiveizer Franken bis längstens 31. ani 1940 den Umtausch in auf Reichsmark lautende, mit 4170 jährlich ab 1. Juli 1940 verzinsliche Schnld- verschreibiingen verlangen. Der Umtaiisck) erfolgt kostenlos.
Ten Inhabern der genannten Anleihe wird der Um- tausch ihrer Stiicke in die nen zu begebende, auf Reichsmark laiitende 4 0/oige Anleihe der Stadt Dornbirn vom Jahre 1940 in der nachfolgend näber bezeichneten Ausstattung zum unten angegebenen Umtmtschschliiffel ermöglicht.
Ausstattung der neuen Anleihe: *
Die neue Anleibe ist beginnend ab 1. Jitli 1940 mit 40,4) im Jahr Verziuslick). Die Zahlung der „Zinsen erfolgt- lmlbjäbrlick) im nachhinein am ]. Ziili und 1. „Januar jedes Zabres. Tie nene Anleihe gelangt in Abschnitten 2,11 No- minale 100, 500, 1000 Reichsmark znr Ausgube. Tie Til- gimg erfolgt bis 31. Dezember 1948 gemäß einem nack) gleich- bleibenden Anniiitäten anfgestellten Tilgiingsplaii auf (BMW Von am 1. Werktag im Jiili jedes Jahres, erstmalig am 1, Werktag im Jitli 1941, stattfiiidenden Verlosimgen oder diirch Rückkauf. Tie Riickzablnng der aiisgelosteti Schiildber- schreibimgen erfolgt an dem der Aitslosnng nächstfolgenden ]. Jamiar.
Tie Studt Dornbirn bebiilt fiel) das Recht vor, in dem einen oder anderen Jahre im Laufe der planmäßigen Til- giingsperiode, Wann immer anck) eine rb'ßere Anzahl bon Sch111dverschreibungem als nach dem Ti gungsplan entfallen wtirde, auszulosen oder die noch nicht ausgelosten Schnldber- schreibungen ganz oder teiltveise halbjährig auf einem Zinsen- zablungstermin aufzukündigen. Falls die Stadt Dornbirn von dem ihr vorbehaltenen Recht einer verstärkten Tilgung Gebrauch macht, „kann die über die normale Tilgungsquote hinausgehende Tilgung jetveils auf die anschließenden Til- gungsquoten in Anrechmmg gebracht Werden.
Die Serien und Nummern der verlosten SchieldVerschrei- bungen, eine allfällige Kundmachung, daß infolge Bedeckung de_r Tilgungsquote durch Freihändig rück ekaufte Stiicke eine ZWHUUJ entfällt und alle sonstigen diese nleihe betreffenden
nzeigen Werden im Deutschen Reichsanzeiger Und Preußi- Lchen Staatsanzeiger und im Vorarlberger Tagblatt ver- autbart. _
Die Vorlagefrist bei den Zinsscheinen beträgt vier Jahre, Zerechxiet vom Schluß des Jahres, in Welchem die Fälligkeit er Zinjen eintritt. Der Anspruch auf das Kapita erlischt, wenn bie Sch111dberichreibung nicht binnen 30 Jahren nach dem Eintritt der Fälligkeit zur Einlösung vorgelegt wird.
Umtauschschlüssel:
Fur xe Nominale 100 ifrs. Umtauschschliiffel Nominale 12.76 56,70.__
Anlaßlrck) des Umtausches Werden sick) fiir die Bemessung der_ neu auszugebenden Anleihe Spißen ergeben, da sich der geringste Nennbetrag_ de_r auszugebenden Anleihe auf 12.75 _100,_ stellt; Fur solche Spißenbeträge gibt die Stadt Dornbirn unverzms iche Bescheinigungen aus, die auf einen Nennbetra von_1?,//1 10,_* oder KM“. 5,_ lauten und ihren Inhaber erechti en, gegen Einlieferung der entsprechenden Anzahl olcher Belchetmgungen die WM 49/0ige Anleihe in dem entspre enden Nennbetrag mit Zinsen ab 1, Juli 1940 zu
"beziehen. Barzcihlungen 1rgendtvelcher Art Werden auf diese
Bescheini ungen nicht geleistet. Mit Ablauf des 30. Juni
"1941 UÉY jeder AnsÉruch aus den Bescheinigungen gegen
die Stadt ornbirn. pitzenbeträge von Weniger als 5 12.46 werden_ durch Auszahlung oder Zukauf bar ausgeglichen.
_ Die Stiicke der 50/0igen sfrs.-Anleibe der Stadt Dorn- birri vom Jahre 1926 sind mit sämtlichen nach dem 30. Juni allrg Werdenden Zins- und Erneuerungsfcheinen bis la'ng- tens 30._ August bei der Dornbirner Sparkassa,
o r nbi rn, emzureichen. Der Umtaus antrag muß bei _:_)ebrgenannter Sparkassa is längstens 31. uli 1940 gestellt 111.
Härteausgleich:
Der Bekanntmachung des Herrn Reichsministers der Finanzen vom 14. ("iini 1940 gemäß wird den Inhabern der 5“/0igen ffrs.-An eibe der Stadt Dornbirn von 1926, die weder Juden sind no gesetzlich als Juden gelten (§ 5 der 1. Verord. z. Reichs iirgergeseß vom 14. November 1935 RGBl. 1 eite 1333, Ges.-Bl._H. 1). Land Oesterreich 150/1938) ,und die von dieser UmtaUs möglichkeit Gebrauch machen, unter nachstehenden Bedingungen ein Ausgleich für die bei der Währungsitmstellung entstandenen Härten gewährt.
1. Der Inhaber, der einen Härteausgleiéb geltend macht, hat durch eine eidesstattliche Erklärung zu versichern, daß er tveder Öude ist noch gese [ich als Jude gilt. Fiir inländische ]uristis e Personen enfält eine derartige Erklarung.
2. Der Inhaber hat ferner nachzutveifen, daß er
8) am 14. April 1938 seinen Wohnsitz (Siß) oder dauernden Aufenthalt im ehemaligen Lande Oester- reich hatte,
b) zur Zeit der Antragstellung den Wohnsiß Sitz) oder dauernden Aufenthalt im Deutschen Rei hat und
o) die zum Umtansch eingereichten Stiicke bereits am 14. April 1938 besessen hat.
_ Der BeWeis für den Wobnsiß kann durch einen polizei- lichen Meldenachtveis und bei Unternehmungen auch durch den dNachmeis der Eintragungen im Handelsregister erbracht Wer en.
Als NachWeis für den Besitz am 14. A ril 1938 wird vor allem der in den Händen des Antragste ers befindliche Durchschlag der Anmeldung der Wertpapiere gemäß § 8 der Deviéenverordnung fiir das Land Oesterreich LGBl. Nr. 1338 aner annt Werden.
Wissentlich oder fahrlässig unrichtige Anggben ieben nicht nur den Verlust des Härteausgleiches, sondern an strafrecht- liche Folgen nach sich.
_ Der Antra au Gewährung des Härteausgleiches ist gleichzeitig mit er mtauschanmeldung bei der Dornbirner Sparkassa Dornbirn einzubringen. Dortselbt wird auch die nach Punkt 1 und 2 Lit. &) bis (3) erforderli e Ueberprüfung vorgenommen.
__ Bei Zutreffen der genannten Voraussetzungen wird der Harteausgleich in Stiicken der neuen 40/0igen Anleihe der Stadt Dornbirn vom Jahre 1940 nail) folgenden Grund- saßen gewährt.
Der Härteausgleicl) wird laut folgender Aufstellun? mit
dem __vollen Entschädigungssaß (All emeinsatz) gewährt, oTern er fur sämtliche“ härteausgleichsfäZigen Stücke der 5 9/0 gen Anleihe der Stadt Dornbirn den Betrag von 12.76 10 000,_ nicht übersteigt. Ergibt sich ein höherer Härteausgleick), so ist der 10 000,_ 2.71 übersteigende Betrag um die Hälfte zu kurzen. - Auf Grund der Bekanntmachung des Herrn Reichsministers der Finanzen vom 14,Juni19401verdenfiirje ominale sfrs. 100,_ 5% ige Sfrs.-Anleil)e der Stadt Dorn- birn von 1926 Härteausgleick), Allgemein- saß, Nominale 18 1.3.41 gegeben.
Der Bürgermeister der Stadt Dornbirn. J. B.: Thurnher.
Bekanntmachung.
Das gesamte Vermögen des Koblenbändlers Rudolf Bergler, geb. 8. November 1880 in Mies, verh., Jude, Wolml). getvesen in Mies, Wassergasse Nr. 87, zur Zeit un- bekqnnten Aufenthaltes, wird "hiermit auf Grund der §§ 1, 3 und 4 der Verordnung über die Einziehung volks- und staatsfeindlichen Vermögens in den sudetendeutschen Gebieten vom 12. Mai 1939 _ RGW. 1 1939 S. 911 _ in Verbin- dung mit dem Erlaß des Reichsministers des Innern vom 12. JUN 1939 _ 1 & 1594/39/3810 _, Dem Erlaß des Reichs- stattbalters im Sudetengau Vom 29. August 1939 _ 111 771/111 Nr. 7126/39 _ uni) des Erlasses des Reichsministers des Innern vom 14. Juni 1940 12018117 11 51) _ 447/40 _ zugunsten des Deutschen Reiches _ Reickzsfinanzverival- tung '_ eingezogen.
Karlsba'd, den 28. Juni 1940.
Geheime Staatspolizei. Staatspobizeistelle Karlsbad. J. B.: Grauev-Carstenfen.
Anordnung Nr. 29 der Reichsstelle für Tabak, Bremen.
Vom 29. Juni 1940.
Auf Grund der Verordnung über den Warenverkehr in der Fassung vom 18. August1939 (Reichsgesebblattl S. 1430) in Verbindung mit der Bekanntmachung über die Reichs- stellen zur UeberWachung und Regelun des Warenverkehrs Vom 18. August1939 (Deutscher Rei s- imd Preußischer Staatsanzeiger Nr. 192 vom 21. August 1939) wirid-mit Zu- stimmung des Reichs1virtschaftsministers angeordnet:
. § 1
§ 4 der AnordnunZ Nr. 26 der Reichsstelle ür Tabak vom 10. November 193 (Deutscher Reichs- und reußisckwr Staatsanzeiger Nr. 263 vom 9. November 1939) er- " t fol- gende Fassung: , -
F;"r Betriebe, die monatlich nicht mehr als 1000 kg Rohtabak zu Zigaretten verarbeiten, kann die Reichs telle fiir Tabak Gesamtverarbeitungsmengen und Einzelberar eitungs7 ;n-engen abtveichend von den Vorschriften der §§ 2 und 3 fest- etzen.
F 2
Die Anordnung tritt am 1. Juli 1940 in Kraft. Bremen, den 29. Juni 1940. „ - 'Der Reichsbeauftragte fiir Tabak. - V e r n l) a r d.
Dreizehnke Bekanntmachung der Reichsstelle fiir Lederirtschaft zur Anordnung 74 (Leder- scheckverfahren für Gamaschenhersteller) vom 3. Juli 1940-
Al_1f Grund bes § 6 Abs. 1 und des § 10 der Anordnung 74 der Reichsstelle fur Lederwirtschaft (Ledersckzeckverfahren) vom
30. April 1940 (Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger Nr: 103 vom 4. Mai 1940) wird bestimmt:
Artikel 1 (Lederstheckpflieht)
Die Anordnung 74 tritt für Hersteller von Gamaschen aus Leder oder Austauschstoffen fiir Leder und deren Lie e-. ranten am 3. Juli 1940 in Kraft, soWeit es sich um die b- gabe und den Bezug von Leder oder Austauschstoffen für Leder handelt.
Artikel 11
(Kontingentsbetriebe)
Kontin entsbetriebe gemäß § 2 der Anordnung 74 sind die (Hamas enhersteller, diedurch die Reichsstelle fiir Leder- wirtschaft eine Erzeugungsgenebmigung erhalten. Die Kon- tingentsbetriebe sind zur Ausstellung von Lederschecks bis zur Höhe der ihnen zugeteilten Kontingente berechtigt, '
Artikel 111 (Kontingentszuteilung) Die Reichsstelle fiir Lederwirtschaft bestimmt, in welchem Umfange die Kontingentsbetriebe Lederschecks ausstellen diirfen '(Kontingentszuteilung).
Artikel 117 (Weitergabe der Lederschecks)
Die Lederschecks dürfen für den Bezug von Leder oder Austauschstoffen fiir Leder bis zum Erzeuger dieser Stoffe Weitergegeben' Werden; jedoch diirfen Einführer, die aus dem Auslande ein efiihrte Leder oder Austauschstbffe fiir Leder egen Leders ecks ab eben, die Schecks nicht Weitergeben,“ Fondern haben sie naZ Maßgabe des § 5 Abs. 2 der An- ordnung 74 einzusenden.
Artikel 17 (Verarbeitungsgenehmigung)
Gamaschenbersteller diirfen gegen Lederschecks bezogene Leder oder Austauschstoffe fiir Leder nur im Rahmen der von der Reichsstelle fiir Lederwirtschast erteilten Genehmi- gungen zur Gamaschenherstellung verarbeiten.
Artikel 71 ' (Stillgelegte Betriebe)
Stillgelegte Betriebe haben die Lederschecks nach Maß- gabe des § 5 Abs. 2 der Anordnung 74 einzusenden.
_ Artikel 711 (Wehrmacht: und Ausfuhraufträge)
Diese Bekanntmachung gilt nicht für die Abgabe und.
den Bezug von Leder oder Austauschstoffen fiir Leder zur Durchführung von Webrmachtanfträgen und Ausfuhrauf- trägen.
Artikel 7111
_ (Geltungsbereich)
Diese Bekanntmachung gilt auch in den eingegliederten“ Ostgebieten und in den Gebieten von Eupen, Malmedy und Moresnet.
Berlin, den 3. Juli 1940. ,
Der Reichsbeauftragte fiir Ledertvirtscbaft. M. d, F. d. 05, b.: Heimer.
...-__.-
Preußen.
Bestätigung.
Die auf dem ordentlichen Rittertag der Calenberg- Göttingen-Grubenbagen'schen Ritterschaft in Hannober am 27. Februar 1940 vollzogene Wahl des Oberst a. D. Wilhelm von Ditfurtb-Lemmie zum Mitgliede der Calenberg-Göttin- en-Grubenhagen-Hildesheim'schen ritterschaftlichen Kredit- ommission wird hiermit auf Grund des § 109 der Saßung des Kreditvereins bestätigt.
Berlin, den 22. Juni 1940.
Das Preußische Staatsministerium.
Zugleich fiir den Reichs- und Prerißischen Wirtschaftsminister. Der Reicbs- und Preußische Minister „ für Ernährung und Landwirtschaft.
J. A.: Dr. Quassowski.
Nichtamtliches.
Deutsches Reich.
Der Columbianische GeschYtsträger in Berlin, Herr Ernesto Caro y Tanco, hat erlin verlassen. Während seiner AbWesen'heit fiihrt Herr Attaché José- F. Llack) die Geschäfte der Gesawdtschaft. .
Nr. 22 des Reichsministerialblatts vom 28. “uni 1940 J soeben erschienen und vom Reichswerlagsamt, erlin 11117 4 , Scharnhorststraße 4, zu beziehen. Inhalt: Konsulattveseu: Ernennung und Exequaturerteilung. _ Lnftsclzntzangelegenheiten: Erste Bestimmungen iiber *die Finanzqebarung ' es R-eichsluftschntz- bundes. _ Steuer- un-d ZollWesen: Verordnung über Aenderung des Warenverzeick)11isses zum Zolltarif. _ Welxnmclztanqelegen-
beiten: Lmrdbescbaffnng fiir Ztvecke :der Wehrmacht _ «»ieriiibn _,
qm): «..-":* „xk
Verantwortlich: für den Amtlichen und Nichtamtlichen_Teil, den redaktionellen "Teil, den AnÉeigenteil und fiir den Verlag: Vriisiörnt r. Schlange in Potsdam:
für den Wirtschaftsteil und den iibrigen redaktibneüen Teil: Rudolf Lanßsch in Berlin-Charlottenburg
Druck der PreußisclÉn Druckerei- und Verlags-AktiengeseUschaft, erlin, Wilhelmstraße 82. Fünf Beilagen
(einschl. Vörsenbeilage und einer Zentralbandelsregijxeceeviage)
Nr. 153
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Erste Beilage
Berlin, Mittwoch, den 3. Juli,
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'; zum Deutschen Reichsanzeiger und Preußischen Staatsanzeiger
1942
Der Produktionsanstieg für Kunftseide und Zelltvolle in der Welt.
Im nenesten Wochenbericht des Instituts für Konjunktur- forsch'ung (Nr. 20 vom 2. Juli1940;__Hanseatische Verlagsaiijtalt, Hamburg) wird eine Untersuchung iiber _den derzeitigen (Stand der Kunstseiden- und Zellwollproduktion _m der_ Welt veroffent- licht. Die Industrie der synthetischen Spiniistoise, bor (illem die Zelltvolleindustrie, hat hiernach in le_Zter Zeit einen starken Aris- bau in der Welt erfahren, der zunä st bon Deutschland, Italien uni) Japan ausging, alsbald aber auch z_n einem zunehmenden Interesse der anderen Läirder fiihrte. Diese Enttmcklnng Wird durch die derzeitige Kriegslage noch erheblich gefordert; allent- halben ist man um eine Produktionserhohnng und ben Ausbaii der Kapazitäten bemüht, Um die teilweise abgeschnrtteneu Ve- zngsmöglicbkeiten auszugleichen. Fiir das Jahr 1989 liegen nun- mehr die ungefähren Größenordnungen diexes Produktionsum- fanges vor. Die Welterzeugung am Kunsterdernd Zellwolle hat in dem genannten Jahr mit rund 1 Mill. t (1. V. 885 000 1) Den “bisher höchsten Stand erreicht, Sie würde nockg erheblich an- gestiegen sein, Wenn nicht Japan _ einer der wichtigsten Proch duzenten _ zur Einschränkung seiner Zellwollproduktion ge- zwungen geWesen wäre; __
Fiir die einzelnen Liinber ergibt fiel) dabei ungefahr fol eudes Bikd: Italiens ZellWoll- und Kunstseid-enproduktion 1939 e_trug etWa 140 000 bis 145 000 !; gegeniiber rund 125 000 t im Vorxahr. Unter den Zellivoller eugern ber Welt nimmt Italien dabei_mit 87 000 1 fiir 1939 na Deutéchlan'd und In an wieder den ÖUULZT Plaß ein. Besonders bemer ens-Wert ist, da Italien die Zellstoft- bers-orgun aus eizener Erzeugung für seine Zellwoll- und Kunst- seidenindiZtrie elö?t hat, so daß es in kurzer eit auch auf _diesem Gebiete autark ein wird. Die Ent-tvicklung in Japan hat m_den leßt-en Jahren starke Schwankungen biirchgemachtx 1937 War dieses Land der bedeutendste Kunstseidenprobuent Der Welt, im darauf folgenden Ja re Wurde aber die japani?che Kim tseidenherstellnng gedrosselt un: der verfügbare Zellstoff zur «_ellwollerzengun vertvantdt. Der dadurch gegebene hohe Staud der japanischen Zei - Wollerzeugung wiirde jedoch 1939 bereits wieder gedrosselt, und m Diesem Zusammenbau stieg (111-dererseits die Krinstseidenerzenqung gegen die iirspriingli e Absicht ernent an. Die stcxrke Nack) rage nach Kriegsausbruch gab andererseits in Japan zu einer Lockerung der Produktionsbeschränkungen Anlaß.
Es ergibt sick) hiernach, daß Deutschland als größter Zellwoll-
ro-duzent und die Vereinigten Staaten als bedeutendster Kunst-
xeidenerzenger ihre Stellung in der Welt behalten haben. Dabei ist natiirlich nicht ausgeschlossen, daß Japan seine Stellung auf dem einen oder anderen Gebiet zu gegebener Zeit wieder aus- bant. Zunächstmuß aber mit einem Rückgang der japanischen Produktion gerechnet Werden, wie diese auch erst durch eine Ver- ordnung vom 1. Februar 1940 in einem anestitioncherbot fiir die japcxniscbe Knnstseiden- und Zellwollindnstrie verankert ivor- den ist. Hinzu kommt fiir Japan die derzeitigen erhöhten Schwie- rigkeiten des Zellstoffbeznges aus den nordischen Ländern.
In den Vereinigten Staaten andererseits ist zwar die Zell- Wollerzengung für 1939 mit 24 000 1 noch reibt gering, es wird aber intensiv an dem Ansbau der Produktionsanlagen gearbeitet, um die verminderten Bezüge aus Europa ausziigleicben. Bis Exide Juli 1940 soll die USA-Zellivollkapazität auf rnnd 600 0001 jährlich ausgedehnt sein, und auch die Knnstseidenpro-duktion wird 'tveiter erhöht, Parallel dazu bauen die Vereinigten Staaten auch ihre Erzeugnngskapazität fiir Knustseiden- nnd Zell- wchllzchlstvff schnell aus, der bisher hauptsäcblich aus Skandi- Uavien und Finnland bezogen Wlede. Auch die Fortschritte der Vereinigten Staaten hinsichtlich der sogenannten bollsi)ntl)ctiscl)en Fasern ist bemerkenswert. Bei den Möglichkeiten dieser Fasern fiir die Strumpffabrikation ist andererseits eine starke Werbung der japanischen Seidenerzeuger fiir Naturseide in den USA zu verzeichnen; eine sinntwlle Abgrenzung zwischen beiden Inter- essengebieten diirfte auch hier das Endergebnis sein. .
Die Produktion der Westmächte schließlich betrug für Groß- Britannieu-1939: 54 400 (48300) t Kunstseide und 27 200 (14400) Tonnen Zellwolle; die Produktionsmöglichkeiten Waren dabei voll ausgenutzt, und „der beabsichtigten britischen Ausdehnnng dieser Produktion stand seit Kriegsausbruch die Unterbindung der skan'dinaviscben Zellstoffliefernngen entgegen. Frankreichs Er- zengung andererseits ist mit 35 000 bis 37 000 t Verhältnismäßig Unbedeuten-d; ettva 28 000 t entfallen auf Kunstseide, 7000 bis 9000 t auf Zelltvolle. '
AuSgezeichnete Erfahrungen bei der Umschulung von Frauen auf Männerberufe.
Dem Frauenamt der Deutschen Arbeitsfront melden Be- triebe aus allen Gauen des ReicZes, daß ausgezeichnete Erfah- run en bei der Umschulung von rauen auf Männerberufe ge-
ma 1 wurden, die Weniger körperliche Anstren ung als Geschick-- Z
lichkeit verlangen. Es Werden jeét vielfach rauen als Helfe- rm_nen vpn Ingenieuren und Kontrukteuren und als technische Zeichnerinnen vertVendet. Sie Werden auch mit Konstruktionen von Einzelteilen betraut. _ BeWerberinnen, die sich fiir diese lex_bnische Tätigkeit iyteressieren, Werden je nach Begabung aus e- wghlt und in achtwscbi en bezahlten Kursen durch einzelne e- triebe_umgeéchult_. Es icitéekamtt, daß Frauen auf Grund ihrer ZÜUMÜM Heschrcklichkeit um Beispiel als ScHWeißerin feinster eile fur Meßinstrumente dem Mann sogar überlegen sind.
Wirtschaftsteil.
Versicherungsschuß auch im Kriege.
Verschiedentlich sind in bezug auf die Wirksamkeit Der Ver- sicherungsverträge oft iioch irrige Meinungen verbreitet. Es wird vielfach aus Unkenntnis angenommen, daß insbewnd-ere_'__fur Kleinlebens- und Sterbegeldversicherunqen__bei _Kriegstodessallexi kein Versichernngsschuß geleistet wird. Hauitg i_mrd auch die Aris- fasnng vertreten, Daß während des Krieges keine__Gewin_nanteile anlaufen und daß auch bei normalen Sterbesallen d_1e Aus- zahlung ber Versichernngssumme nicht sofort oder iiicht m vbller Höhe erfolgt. Derartige Auffassimqen sinb-_ Wie die Reichs- gruppe „VersiÖerungen“ betont _ absolut irrig. Sotvohl m der
Großlebens- Wie in der Kleinlebensveriichernng Werden Von den'
deutschen LebensVersicHerungsunt-ernel)mun_gen Leistungen 0116 Kriegssterbefällen wie anch aus allen foristigen Sterbetallen 111 ber Vertraglicb Vereinbarten Höhe unverzuglick) an *die Bezugs- berechtigten ausbezahlt,
___-_
Altmaterialsammlung während der Schulferien.
Auel) während ber Schulferien läiift die Altstoiferfassnng durch die Schulen wie bisher Weiter. Der Rei(bserzieangsminister bat angeordiiet, :daß auch während der schn'lfreien Zeit alle Verfiig- baren Kräfte Dafiir eingesetzt Werden. Schulkinder, die während der Ferien zu" Hause “bleiben, diirfen auch wäbrend Der Ferien die Miihe nicbt scheitert, ein oder ziveimal in der Woehe “die ge- sammelten Altmaterialien in die Schicke zu bringen, denn die Sammlung von Altmaterial ist Kriegsdienst.
Die Lehrer Werden dariiber biitans die Schulkiwder Verstärkt aivbalten, in benachbarten Haushaltnngen obne schnlpflichtige Kinder regelmäßig borzns-precben, um Die dort anfallenden Alt- stoffe zu-erfassen 111111 in Der Schule abzuliefern.
Abgabe von Bacon an die deutsche Ver- braucherschaft.
Die dänische Landwirts aft batte bekanntlich fiir den eng- lischen Bedarf in Frühstücks peck das sogenannte Vacon-ch;tveiii Yziicbtet, N-ach-dem England als Abnehmer fur den Danischen *acon ausgefallen ist, Wird er von Deutschland Abgenommen. In der nächsten Zeit gelangen in den FleFcherladen bestimmter Städte geivisse Mengen des Bacon an die erbrancherschast.
Unter Bacon versteht man mild gesalzene Schweinehälften, die Von leichten FleischsckWeinen stammen. Bei Der Vertvendung dieses Fleisches ist zu beachten, daß es leicht gepökelt, und zwar mit Lake bespritzt ist und dem PökßlkllMUl oder Kaßler-Rippe1peer ähnelt, Wenn Bacon gebraten Werden soll, ist desLJalb eine yor- hergebende geniigend lange Wässerung, je nach Grö e des Stucks, von ettva eiiier halben bis zu mehreren Stiiirde1i, 311__empfel)[en. Von der Wässernng kan'n abgesehen Werden, Wenn es fur sich oder mit GemiYe zusammen gekocht Werben soll. _ _
Die erbrancberscbaft wird auf die Abschnitte der Reichs- fleiscbkarte die gleichen Mengen Wie im Fall von inlänbiscbem Schiveinefleisck) zugeteilt bekommen. Die Kleinberkanispreiw sind ebenfalls die gleichen wie beim “dentschen Schweinefleqcb.
Wiederaufbaumöglichkeiteu in Zeeländisch- Flandern. _ Eine Besprechung mit dem Bevollmächtigten des Reichskommiffars.
Amsterdam, 2. Juli. Der südlichste Teil Der holländischen Probinz „Zeeland, 'der vom iibrigen Hollantd durch die breite Wester- schelde q_etre1int und vom Land ber durcb belgisches Gebiet völlig umschloßen ist, hat durch den Rückzug der Franzosen schwer zu leiden ge" abt, Dieses fruchtbare Laub, das durch seine ungünstige Verkehrs age zum iibrigen Holland in mancher Beziehung ver- nachlässigt Wurde, ist zu 80% Von ben Ertragnissen der Land- wirtschaft abhängig. Zeeland hat neben reichen mid intensiv be- triebenem Gartenbau Weite Getreideanb-aufläck)en, die es 311 einer Kornkammer Hollands machen. Die zeelän'discbe Landwirtschaft ist dnrck) die Kriegsereignisse kaum betroffen. Anders steht es um die Industrie, die sich hauptsächlich um Terneuzen nwd den Kanal Terneuzen-Gent gruppiert.
Der Wiederaufbau dieser Industrien liegt den “deutschen Ve- saßungsbebörden besonders am Herzen. Der „Nieutve Rotter- damsche Courant“ berichtet von einer Besprechung zwischen Bürqer- meistern der wichtigsten zeeländisch-flandrischen Gemeiiv'den, Ver- tretern 1der Handelskammern, des niederläwdiscben Verkehrsmini- steriums und anderen interessierten Kreisen in Gegenivart des Bevollmächtigten des Reichskommissars. Vor allem das Verkehrs- problem kam hierbei zur Sprache, da dieses Gebiet eisenbchn: technisch WUFF von Den belgischen Bahnen abhängt. Die Va n- verbindung 5 echeln_Ter'neuzen soll in absehbarer Zeit Wieder- bergestellt werden. Auch “die Straßen-babnverbiUbungen sind zum Teil wieder in Betrieb genommen. Die Wiederaufnahme des Verkehrs ausdem wichtigen Kanal Tern-euzen_Gent, der durch zahlreiche Briickensprengu-ngen stillgelegt Wurde, soll nach Mit- teilimgen des Vertreters des holl. Verke-hrsministeriums in Den nachsten Tagen mit Schiffen bis zu 300 Tonnen wieder auf- genommen Werden. *
' Wirtschaft des Auslandes.
Die Steigerung _der LebenShaltungstvsten in England.
Das britische Arb-eitsministerium hat vor kurzem ben Stand des Lebenshaltungs-inbex zum 1, Juni mit 181 gegeniiber 155 vor Kriegsausbruch und 100 im Juli 1914 veröffentlicht. Demgegen- uber steht ii) Deutschland die vor Wenigen Teigen Veröffentlichte Reichsmdeszer fur Lebenshaltungskosten, *die sich im DWL- !cknxtt des *on-ats Juni auf 130,8 gegeniiber 100 im Dur
)mtt 1913/14 stellt. Diese Gegeniiberstellung zeigt deutlich FMM, Wie sehr six!) m Eniglairh seit Kric_]saiis-briich -die Lebens- )gltimgskost-en erhoht haben, wiihrend sie in Deutschland praktisch vollig stabil blieben.
Mehr schwedisches Papier für Deutschland. Unterzeichnung eines Abkommens.
. Stock-blm, 2. Jubi. Di-e_ eit Donnerstag in Stockholm zivtschen ertretern -der schwedis en imb der deutschen Zellulose-
-
urid Papierindustrie gefithen Verhandlungen sind zum Abschluß
ekommen. Unter Dem . in-druck des beiderseitigen Willens zur 3 erständigung sin/d die Diskussionen [Ylnell vor sich gegangen. Am Sonnabendnacbmittag Wurde ein *:bkommen unterzeicZnet, das, wie „Stockholms Tidningen“ meldet, eine Wesentliche Erhö im des schivedischen Ex orts von Papiermasse und P(ipier na) Deutschlantd zum In alt hat.
Außenhandelökontrolte in Litauen.
Kotvno, 2. Juli. Der Litauis e Finanzmini ter bat eine Ver- Lü-gnng erlassen, nach :der es den «ymwrt- und xportfirmen ver- oten ist, Mit auslänchhen Firmen in- und Verkaufsabkommen zu treffen, Desgleichen 'in- und Verkaufsangebote einzugeben ohne Vorher vom Fin-anzministerium *die Genehmigung oder V1 igung Zirl1 *die Durchführung bes beabsichtigten Geschaftsabschlnsses zu (1 en.
LeistungSsteigerung des albanischen Erdöl- gebietes.
__Rbm, 2. Juli. _ Wie aus Fachkreisen bekannt wird, sind die Erdolliefcrungen aus Albanien nach Italien erheblich anqe- sttegen. Es berlimtet, daß Italien im ersten Halbjahr 1939 105 000 t Rohql aus Albanien bezogen hat, während die ent- sprechenden_Lieserimgen im ersten Halbjahr 1928 nur 41000 1 be- trugen. _Die italie1111che1i Erdölfonzessionen in Albanien Werden bekanntlich Von der 50.1121 betrieben. Die italienische Regie- rung _bat miei) der Neuordnnng der politiichen Verhältnisse in Albanien dafur__Sor_ge getragen, dÜß die ,7-„eistiiiigsfiihigkeit des glban_11che1_r EkdlYlgßblkas ganz erheblich gesteigert tvnrde, Was sich 1eYt_ inktetner (.*-tarknng der triehrwirtschaftlichen Lage „Italiens aus wir .
Berliner Börse vom 2. Juli.
_ Bei stärkerer Zurückhaltung blieben dil Umsäße im Aktien- t)erkel)r am Dieiithag allgemein nur klein. Bei der herrschenden Marktenge genngten aber bereits kleinste LZ-rders, Um die .Ziurse nach'der einen oder iinderen Seite zu beeinflnssen. Bei Fest- setzun_g__der ersten Notierungen war daher die Fenrsbildung “1111- einheitlich, Abstbläge und Gewinne hielten sich etiva die WÜÜJS.
_ Am Montanmarkt stiegen Buderns um % und Stolberger Zink Um 1% 0/0._ Niedriger [rigen Vereinigte Stablwrrke nm %, Hoeick) und Rbemstahl um je % Und JIKiimiesmann um %0/0. Von Brc111_n_fohlenaktien Veränderten sick) 11111“ I)iheiiiebrimn mit _ 1%0/o__1tarker. Auch in Kalitverteii nud shemischen PUPikaU 111611611 großere Bewegungen nicht zu Verzeichnen. Farben er- maßigteii sich_nm % 9/0_ anf 179%. 311 Elektro- Und Versorgungs- TVEÜLUUVL'CNLÉ das (He1chäft g(eichfalls ruhig. L-iilUUeyer Wiirden % 0/0 hoher, (ieniens 1/2 0/9 Niedriger Notiert. Dessauer Gas nnd Charlotte-Wamer stiegen um je % und Rheag um 1% 0/0. Wasser Geljenkircben gab_en_1 % [)er. Bei den Maschineiibanfabriken be- festigten sich Manean 11. Bahnbedrirf nm 1 111111 Berliner Ma1chtnen um 1% 0/0. ZU erwähnen sind 110ch bon Baiiiverteii Holzingnn _mtt _ 2%, Von Zellstoffaktien Feldmiible mit _ 1% Und Aichqfsenbnrger mit _ 1% 0/0. Höher lagen bon Textilwerteti Bremer Wolle und von Brauereianteilen Engelhardt 11111 je 1 "Jo. Reichsbank stiegen auf 112% gegen 112.
___Jm Weiteren Verlauf blieb die Kursentwickliin unregel- maZig. Ver. Stahlwerke stellten sich auf 119% WCF Voriiber-
ebexid 119% und Farben aiif 179 110ch zeitweise 178%. Deutsche 5 sassen zogen um % 0/0 an, während Stolberger Zink Und Bem- ber 1 0/0 und Berqer Um 11/20/0, nachgaben. Jm iibrigen kCliU es V1€sach zu Rursiibweickznngen nach beiden Richtmigen im Aus- maß O_on %_-%0/0.
Die Ge1§bästssti11e hielt bis zum Schluß an. Sotbeit iiber-
bcrupt Schlußkury: festgestellt Wurden, Waren die Abtrieicwmqen bei bebcrupteter Grundstimmmig minmml. Ver. Stab! schlossen 1mt_119% und Furbeu mit 179. Accnmulatoren zogen gegen erste iotiz um 1 “),/_0 an. * „» Am Kasyamnrkt lagen Banken größtenteils Unberiindert. xchibgcher Waren A1iatenbank mit _ 10 „11.76 und Z([ÜCIiViFÖ/„Ü- 1_tei1ii1c1e Bqnb mrt _ 1 %, wiihrend der Bankverein Hallenm %% __eraut Uexzt Wurden. Unter den H1)Pbtl)ekenbanken Zeich- neten 1ic1) RZeiir-Westfäl. Boden 11111 + 9% diirch feste 131111111111 mis. Am, Scl)111111)rtsaktieninarkt Waren Nordlwiid Unberiinderi, Wahrend Yapag _um %, Hambarg-Siid Um 1 und .H-ii1isa-Danipf um %% nacbgaben. Bahniverte notierten Verschiedentlich etwa 1% hoher. AÜOener Kleinbahn stiegen um 1% 0/0. Am Markt der Kolonialmiteile fielen Doug mit + 2 bei Repartierimq durcb feste Haltung ans, Ltavi stiegen um % 111/. 21111 Eiiilxiismarkt der_Zndustrtepaptere Waren bei uneinheitlicher Haltung die Wirs- veranderungen meist gering. Ntir in Wenigen Fiillen erreichten die Veranderuxi en ein Ausmaß Von 2_30/0.
Steuerqut] )eine [_ hörte man unberiindert mit 99,92%. Von Steuergittwbemen 11 ]tiegen Nobemberstiicke 11111 %0/0, wiihrend die iibrigen Termine aitömthmslos um % 0/0 [)erauchsevt WUrdLU. * “
Jm Variablen Rentenberkebr handelte man Reichsciltbesitz mit 149%_149% nach anfänglich 149% (Vortag 149%) Und die rentenahnlichen ReichÖbabnborziige mit 128% (+ % 9/0).
_Am Rasjarentenmarkt lagen Vicindbriefe nnd Kmmniiiml- Obligationen 10 gut Wie unberändert. Tie Gemeindem1isc1)1il- dungsanleibe notierte wieder 99%, Dekosama 111 sckUväcbte-"iich um % 'F/o ab. _Landeranleiben Waren qnt behauptet; ').)Zecklenburg- Schtvermer stiegen um % 0/0. Von Altbesib:E111issi01ten Wurden „&gamburger Um 1/20/0 [)eraufgeseL. ReichZanleihen lagen im ?rbßeu und ganzen Unverändert. V-olge 11 der 4001qu Reick)?»- Ygße vim 1940 wird ab 3. d. M. amtlich notiert. ?)ieiclßbabn- s atze hielten sich anf Vortaqsnibeau, während Reichspostschiiße ziir SchWÜch€ neigten. Fiir Industrieobligationen bekundete sich einige Nachfriige. *
__ d Dter PriVatdiskontsatz blieb mit 2% 0/0 in der Mitte unver- an er ,
Am Geldmarkt ermä i te i der Sa iir Blankota es eld um %% auf 1%_20/o. ßg fck H f g I
Bei der amtlichen Berliner Debisennotierung ging der Belga aux 40,00 gegen 41,80 zuriick. Der Lnxemburger Franc stellte sich an 10,00 gegen 10,45. Weitere Veränderungen Waren nicht zu Verzetcbnen.
Börsenkennziffern für die Woche vom 24. bis 29. Juni'1940.
Die Vom Statistischen Reichsamt errechneten Vörsenkennziffekn stellen sicb in der Woche Vom 24. bi1529. Juni 1940 im Vergleich zur
Vorwvcbe wie folgt: Wochendmcbscbnitt Monats- _ vom 24. 6. 40 Vom 17. 6. 40 dni'cbscbnitt Aktienkurse (Kennziffer bis 29,6 40 bis 22.6. 40 Jimi 1924 bis 1926 = 100
Bergbau und Sclyiverindu trie 125,78 126,59 127,96 Verarbeitende Industrie . . 117,53 118,03 118,32 Handel und Verkehr . . . 125,05 125,38 125,65 Gesamt . . . 121,64 122,17 122,72 Kursniveau der 419/0igen - Wertpapiere
Pfandbriefe der Hypotheken-
aktienbanken . ..... 100,97 100,99 100,99 Pfandbriefe der öffentlich-
rechtlichen Kredit-Anstalten 100,95 100,94 100,94 Kommunalobligationen . . 100,37 100,36 100,35 Anleihen der Länder und
Gemeinden. . . . . . 100,75 100,72 100,73
Durchschnitt. . . 100,82 100,82 100,82 Außerdem:
59/0ige Industrieobligationen 103,38 103,66 103,81 40/0ige Gemeinde- _ __
umscbuldungsanleibe . . 99,70 121,19 «9,70