1940 / 168 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 20 Jul 1940 18:00:01 GMT) scan diff

- Reichs: und Staatsanzeiger Nr. 168 vom 20, Juli 1940. S.2

Kundgebungen klang die Freude und der Dank von 80 Mil- [lOULU NUMMLU Menschen mit.

Adbls intlcr gedachte dann unseres treuen und großen Bundesgciibchi Italien. Aus seinen Worten erklang die skc1okk_s_p9x].'-1U[i(1)k Frciiirdschaff, die den Führer mit dem Duce dyv 7ajch11ti1ch§ii Italiens" bcibiiidct, aus ihn'en erklang aber auch Ye gatize Tiixic des Dankes, dcn unser Volk fiir das verbündete «taken enipsindct, Als ?ldolf Hitler den Willen zum gemein- sachn Eiid_1icg [_Wkll11ÖLtL, Wiirdcn die Kundgebungen des Reichs- tage?" zn C'!!!L_L*_bkg61s1611ktl Lbation fiir den italienischen AUßEN- mmqtcr Gxas-cn „Ciano, der mit der erhobenen Rc ten fiir diase Demonstration dcr unzbrtreniibaren Wassenbrüder (haft dankte.

Ton ?_lleuß _des großen Riickblickes auf die leßten „Kriegs- moxiiite bildxxe eiiie eindringliche und stolze Darstellun der Starke? UZLML'er „Wehrmacht, der Bereitstellung von Mann (haft uwd_ Yicgsmatcrial,“ bon Munition und krichWirtschastlichen Robxtosscixbon Brennstoff und Metallreserbcn, und Vor allem anch dsr Sieberung unserer Ernährung.

Der Geist der, deutschen Soldaten, die den Feind vernichtend Leschlggen Yiibcn, 1st hcnto_auch der Geist der deutschen Heimat. „LM dicier Y_extstxllniig Adolf Hitlers erklang der ganze Stolz des YJLlHWLZUQUF sein Volk, dns ihm in unwgndelbarcr Treue ver- bundkn ist.

Der letzte Tyil Mr grvßen Rede alt der S ilderun der abgememen pi-[itischcn Lage und einen?; letzten ppel? an dieVernunft.. .

_ Zuersb?xittii.nschte_2ldolf_ itler jene aiisländischen Kreise, dix? _LLUL S:“OUMJ des deut] =russischcn Verhiiltnisws herbei- 1bii_1_i_1_ck)2n, dWUUÖ eine klare Darsteklung dcs endgiiltigcn deutsch- 1111]i1ck)0n x„xitxrcs]ciiiiusgleicks. Tann stellte er die un ehcure SYUld der “*ricgsverbrexfzer an den Pran er, die noch im kaber 1127 ergange'ncn Fslhkes nach dem groSen Friedensavpell den KULT um. jedanrcis Wollten. Ihrem Treiben qe'qeniiber er- hob xdich dic eiiizigarYge mytiscl)1'iche Größe des Fiihécrs, als er W.,n «xi surcbbiii'cii “xyolgen der Skrupsllosigkeif der Verbrecher- clxque in Liiiidiiii jprach. Noch einmal Wari'xte er London, aber er gab g[€lch5€ltlg iiuch unmißbcrstiindlick) zu verstehen, daß das d€11t1che SCHWER Uiicrbittlick) zuschlagen müsse und uschlagen

FFI, Mun dickem ließten Appell kein Gehör gescheut Werden

So haf Adolf Hitler noch “einmal in einer iir die uk _ . - unt der W911 LUNCHLLDLUÖLU Stunde einen Aufruf (Tn alle jéne gx-

ZYTU“ in deren Händen das Schicksal Von Staaten und Völkern

Der Wortlaut der Führer-Rede:

_ Abgeordnete! Männer'des Deutschen Reichstages!

" JnrmttL-n dos gcjvaltigcn Kampfss um die Freiheit und fux die Zykunft dEr Rutschen Nation habe ich Sie zu dieser Sißung xinbsrufen lassen. Die Gründe dafür liegen in der I??ÉWLZchj'JkLLt,lUUFLWM eigenen Volk die Einsicht in die histo- U1che Enzmalrgféit der Vorgänge, die wir exlebten, zu er- schl'éßNi, dcn berdicnten Soldaten absr zu danken, sowie in der Absicht, zu bexsiichen, noch einen und dieses Mal den leßten Appell. an die allgemeine Vernunft zu richten.

' Wsr dl? auleöscnden Momente dieser geschichtlichen Ans- einandsrseßuyg in Vergleich bringt zum Umfang, der Größe und T_ragtveite der militärischen Ereignisse, dem muß die Er- kezmtnis Werben. dgß VoxgänJe und Opfer dieses Kampfes in keinem Vsrbalims „WHM zii, e_n_ behaupteten Anlässen, es sei dsnn, daß diese *Ankasje'felb i nur “Vorwäride Waren fiir bev- borgen liegcndc "Absichten.

Da? Pxogranim der _“Niitionalsozialistiscben 'Bechung wiir, inwwmt cs_sich auf die künftige AusJestaltung des Ver- b9_[_tniffcs dcs Rcickxs' ?UT UmWelt bezog, ein Versuch, die Re- vixion des Bsryailksr-Lcrtragcs nnter aklen Umständen _- so- 713611 aber irgcud mog[ich - auf fricdlichem Wege herbeizu- fuhren.

Diese Rcbision War eine naturnotkvendige. Das Unhalt- barenber Ver1ailkcr Bestimmungen lag nicht nur in der demutigenben „Diskriminierung, der Rechtlosmachung ent- sprechend der fribsrgcstcllton Entkvaffnung des deutschen Volkes, so„ndern bor 0112111 in der daraus abgeleiteten materiellen Zer- storimg d2_r (chsnwgrt und der beabsichtigten Vernichtung der Zzzkuiift .EMEZ der .gxößten Kulturvölker der Welt, in 'der voll- tandig sinnlbsxn Anbaufung. riesiger Ländermengen unter der „errschaft einiger Staaten, in der Beraubung der .Unter- 1cgen9n um ihre unerssßbaren Lebensgrundlagen und unent- behrlichstcn Lobensgüter. 'Die Tatsache, daß schon Während der Abfassung dicics Diktates einsichtige Männer auch auf der Seite der Gegxxsr Vor der endgültigen Verwirklichung der Be- stimmungen dixscs „Wahnsinnswerkcs Warnken, ist ein BMW fur die _sogax in 13121971 Reihen herrschendeUeberzeugung der Unm'ogÜckÜLlQ-ÖZÜLZ Diktat fiir die Zukunft aufrechterhalten zii konne_n. ZHW Bedenken und ihre Proteste Wurden aller- dings mit der Versicherung zum Schtveigen gebracht, daß der tieugebckdc'tex Völkerbund in skinen Statuten die lichkeit eiiier, Reßlswn' dieser Bestimmungen sicherstellte, ja daJiir zu- stczndig sei. Die Hoffnung auf eine Revision War demnach zu keiner Zeit als ettvas Ungebührliches, betrachtet“ koorden, son- dem als etwiis Natürliches. Leider hat entsprechend dem Wollen der verantjvortlick)en Männer de-s-VersailTer Diktats di? Genfer Jnstitzxtion sich nicht als eine Einrichtung zur Her- beifuhrung vernünftiger Revisionen betrachtet, sondern von Anfang an nur als Garant der rücksichtslosen Durchführung und Aufrschterbaltung der Versailler Bestimmimgen.

Alle Versuckze des demokratischen Deutsch- lands, auf dem Revisionswege eine Gleichstellung des deutschen Volkes _zu erreichen, blieben er- folglos. ' ' ' ' '

. Es liegt nun im Interesse eines Siegers, die ihm nüy- lichen Bestimmungen als Für alle heilig hinzustellen, im Wesen des _Selbsterhaltungstriebes des Besiegten aber, sich hie allgemeinen Menschxnrechte wieder zurückzuholen. Fiir ihn „hatte das Diktat eines übermütigen Gegners um so Weniger Geseßeskraét, als dieser Gegner damals kein ehrlicher Sieger War.. Ein elténeSUnglück hat es geWoth, da das Yentsche RAY)" den Jahren 1914-1918 sehr schle t ge- fuhrt war. * iese-m und dem noch nicht anders belehrten Glauben imd Vertrauen des deutschen Volkes in das Wort demokratischer Staatßmänner War unser Untergang zuzu-

schreiben. . .. . Daher w'ar der britisch-[ranzösische Anspruch, das Ver- Riller Diktat als eine Art internationale oder gar höhere echtseYung ausziigeben, ' ür jeden ehrlichen Deutschen nichts anderes als eine„freche

nmaßunßxdie Annahme aber, daß

eine HuMme' Unverschämtheit. Eine Unverschämtheit, die diirch ihre _ergenen hochst minderWerxxigen Leistungen auf diesen Gebieten zur Genüge beleuchtet wird, Denn es ist

,Mbral und „Kultur regiert Worden als jener Teil, dex zur Zeit dem Witten gewiffer demokratischer StaatSmänncr aus- gelicfsrt ist.

Die nationalsoziaiistische Bcivegung [)at in ihrem Pro- gramm _xiebcn der inneren Erlösung aus den jüdisch- kapitalisti1chcii Fesseln einer pluto-dcmokratisckxn diinnen Au'sbentcrschickst nach außen hin den Entschluß zur Be- freiung des Reiches aus den Versailler Diktatfesseln verkündet,

Die, deutschen Forderungen dieser Revision waren ziaturnotwendige, fiir das Dasein nnd die Ehre eines jeden großen Volkxs selbstverständliche. Sie werden von der _ Nachwelt einst wohl als unendlich maßvoll bezeichnet,

Ach dicse Fordxxnngen aber mußten in der Praxis gegen den WlÜLUff-dér britisch-=französischen Machthabor dnrchgcseßt Werden". Wir aÜe sahen es nun erst recht alseincn Erfolg d_er Fubximg dcs_Tritten Reiches an, daß die Verwirk- lichung dicser Rcbistonen jahrelang obne Krieg gelungen War. Nicl)t,1vcilwii: - wie die britischen und französischen Demagogen es behaiiptetzn -- zum Kriege oHnebin nicht in der Lago chesen Waren. Als es aber Lnd[ich schien, als ob xs dank_emer gewissen ermachenden Vernunft durch eine internationale Zusammenarbeit zur fxi2dlichen Lösung auch der RestproblLML kommen wiirde können, da wiirde die am 29. Sexismbcr 1998 in Miinchen in diesem Sinne getätigte Ucbcrcmkimst dcr vier Wesentlich daran beteiligten qroßcn Staatcn in _dcr öffiéntliclxn Meinung zu London und'Paris nicht nur nicht bsgrüßt, sondern als abscheuliches Schwäche- zeichen verdammt.

Die blutbefleckten jüdisrh-kapitalisti en Krie s 2 er sßhen in d.“? Möglichkeit des Gelingens ZXier solcher? Ytißed- lichen.Re_vision das Entschwinden greifbarer Anlässe für die Verwirkhchung ihrer Wahnsinnigen Pläne. Es trat wicdcr einmal jene Verschwiirung erbärmlichsr käuf[icher politischer Kreat'uren und. gelbgicriger Finanzmagnafen in Erscheinung, fur die d_er Krieg ein willkommenes Mittel ist, ihre Gc“sck)äfte iini bcs1exen (Vcdciben zu bringen. Das internationulo judische Volkergift begann imm'er Mehr gegen jede esund-e Bermmfi zexsetzend zu arbeiten, die Literaten vsrstan 211 es, die (iiistcindigen Männer, die den Frieden Wollten, als Schjvachlmge uxid Landesberrätcr hinzustßllen, die oppo- sitibnelleti Parteien als fünfte Kolonne zu denunzieren, um so Jeden 111119an Widexstand gegeniiber ihrer verbr€cherisch€n Kxiegspolitik' zu bßscitigen. Inden und Freimaurer, Riistungsfabrikantßn und Kriegsgewinnler, internationale Handler und Borsenjobber fanden politische Subjekte, Desperados und Herostratcnnaturen, die den Krieg als das Ersehnens- und damit Wünschenswi-„rte hinstelkten.

Diesen verbrecherischen Elementen war es u u reiben daß der polnischeSZaat angeei ert wurde, ein'e zchiltsicikZig ein; zunehmen, die m kettiem Verhältnis zur deutschén Forderung und noch viel weniger zu den dadurch hervorgerufenen Folgen! stand. .

, Denn gerade Polen ge enübex. at; a - t e Reich séit der natioyalsoziakiJisMn FZHTUJYÉÜTLFLZLFLFYU thier _mahren Selbstiiberwindung bekannt, Eine-der "nieder- trgchtrgstenn urid diimmsten Maßnahmen „des. Vérsaillér Diktates, ncmilick) dW Ybreißung einer aßen deutscbén Pro- vinz vom Rßich, schrie an sick) schon nach einer Revision! Und Was habe ick) hier damals verlangt?

Ich darf hier maine Person einschaltc'n, Weil es kcin andßrer StaatYmann Hätte Wagen diirfen, der deutsckxn Natioii eiiie Losung borzuschlagen, wie ich es tat. Es War Tur die Ruckkehr Danzigs _ also einst urasten rein deutschén Stadt 7- zum _inch, sowie die Schaffung Liner Verbindung des Reiches zii 1ein€x abgerissenen Provinz, und auch das niir -urit€r dcr Annahkne Von Volksabstimmnngen, die selbst Wieder von einem internationalen Forum kontrolliert Werden sollten_. Wenn H,??k Churchill nnd die anderen Kriegshéßer“ nur, emez) Vruchieil von jener V'ercmtivortung in sich gefühlt haben, Wurd-Zn, _die ich gegeniiber Europa empfand, hätten sie ihr niedertrachtiges Spiel nicht unternehmen können.

Denn ZU": di-zsen' und allen anderen europäischen und außereuropai chen Kriegsintereffenten War es zuzuschreiben, dciß Polnen, die Weder seine Ehre noch seinen Bestand irgend- wie beruhrenden Vorschläge zurückwies und an Stokke dessen zum Terror und zur Waffe griff. '

Fluch hier War es Wohl eine ohne Beispiel da te ende wa r- hast ubermensehliche Zisijriickhaltung, die uns m'oxiaYlang, trhoß fortgesetzter Moxdanschlage gegen die Volksdeutschen, ja endlich troß _des “Abschlachtens von Zehntausenden deutscher Volks- ?enosieri, immer noch den friedlichen Weg einer Verständigung uchen ließ.

Denn Wie War die Lage?

Eine ?der wirklichkeitsfremdesten Schö n en Des" Ver aillev

Dtkiais, politisch und miiiiäkifck) nur ein Zfilixfg§blasener Pxpanz, belerdtgt monatelang_einen Staat und droht ihm, "ihn zu ammen“ zuschlagen, vor Berliii Schlachten zu liefern, die deutslckxn Ar-„ meen zu zerhacken, die Grenze an die Oder oder an die Elbe zu verlegen u_nd so fort. Und dieser Staat, Deutschland, sieht monatelang diesem Treiben geduldig zu, obwohl es nur einer einzigen ArmbeWegung bedurft hätte, um diese von Dummheit und Hochmut aufgeblahte Blase zusammenzuschkagen. Noch am 2. September konnte dieser Kampf vermieden Werden. Mussolini machte einen Vorschlag zur sofortigen Ein- stellun aller etndseligxeitcn uwd zum friedlichen Verhandeln. OHWo [ Deut_ land seine Armeen siegreich vorWärtsstiirmen sah, nahm ich 1 n trotzdem an.

Allein die engsisch-französischen Krieg'shetzer brauchten den Krieg und nicht den Frieden.

Uxid ste brauchten einen langen Krieg, Wie sich Herr. Chamber- lain damals auSdriickte', minidestens drei Jahre lang, deim sie hatten 19 unterdxssen ihre Ka italien in Rüstungsaktien an- gelegt, die Maschmenuangescha t'und benötigten mm die zeit- liche Yovgußseßung fur das Florteren ihrer Geschä te und ur Amortisation" ihrer Investierungen'. ' Und außer m: 3, haben [ bn fur diese Weltbürger Polen, Tschechen oder ähnlich-e Volker ur einen Wert? .

Ein deutjcher Soldat fand auf dem Bahnhof in *La Charité am 19. Juni 1940 ein eigenartiges Dokument beim Duri!)-

ausgerechnet en !i che oder" franzö ische Staatsmänner Hüter des Rechtes an ?x oder gar- der mensxhlixhen Kultur Wären,“

stöberg der, dyxxigen „Waggons. Ex lieferte dieses. Dykument“

selten die Welt mit einem größeren Minimum an Klugheit„

- dem! eine besondere Bemalung trug - seiner vorgeseßten Diensistelle sofort ab. Von dort ging dieses Papier an Weitere Siellxn, die sich nun klar wiwden, Hier auf der Spur einer Wichtigen Aufklärung zu sein. Der Bahnhof Wurde nun noch einmal einer gründlichen Untersuchung unterzogen. So kam in die Hand des Oberkommandos der Wehrmacht eine

Dokumentensammlung von einmaliger historischer Bedeutung.

Es Wurden die Geheimakten des Alliierten Obersten Kriegs- rates Pfunden, einschließlich der Protokoüe aller Sitzungen diescr ilustren Vereinigung. Und “dieses Mal wird es Mister Churchill ni t möglich sein, die Wahrheit _der Dokumente einfach zu be treitcn oder Wegziiliigen, so wie er es seinerzeit bei den Akten aus Warschau zu tun verwebt batte.

Tenn dich Dokumente tragen alle die eigenhändigen Rand- bcmorknngcn 'der Herren Gamelin, Taladier, Weygand usw., sie können also jedßrzßit von diesen bestätigt oder etiva ab- , geleugnet Werden. Und diese Dokumente geben nun Aufschluß

ausbreitet. Sie Werden vor allem zeigen, Wie fiir diese eis- kalicn Politiker und Militärs aÜe kleinen Völker nur Mittel zum Zweck Waren, Wie sie versuchtmi, Finnland für ihre Inter- essen zu verjvenden, wie sie sick) entschlossen hatten, Norivegen imd SchWeden Zum Krichschauplab zu machen, wie sie beab- sichtigten, den Balkan in Brand zu seßen, um von dort hundert Divisionen als Hilfezu bekoMMen, Wie sie die Vorbereitungen trafen zum Bombardement von Bakum und Baku unter einer ebenso gerissenen Wie skrupellosen Ausdeutung der ihnen nicht abbolden türkischen Neutralität, wie sie die Niederlande und Belgien immer tiefer in ihre Schlinge zogen und endlich in bindende SöcncrULstabsabmachungen verstrickten und so vieles andere mchv. '

Die Dokumente geben aber auch ein Bild von der ganzen" dilettantischen Mcthod'e, mit der diYe politisierenden Kriegs- heßer den von ihnen angezündeten rand zu behekrschen ver- suchten, von ihrem militärischen Demokratismus, der mitver- antivortlick) ist für da?, grauenhafte Schicksak, das sie Hundert- tausenden uud J.]?iüionen Soldaten ihrer eigenen Länder zufiigtsn, ihrer barbarischen Gewissenlosigkeit, durch die sie ganz kalt bcwiißt ihre Völker zu einer Massen-Evakuierung trieben, deren militärische AuZWirkungen für sie selbst nur abträgliche, deren allgemeine menschliche Folgen aber erschüt- ternd grauenhafte Waren.

Diese sleen Verbrécher sind aber zugleich die Verant- Wortlichen fiir das Hineinpeiischen der Polen in den Krieg.

18“ Tage später War,„bieser Feldzug praktisch beendet.

Am 6. Oktober 1939 sprach ick) von dieser Stelle aus zum zWeife Male im Krieg zum deutschen Volk. Ich konnte ihm die militäristh gkänzcnde Niederkoerfim Staates melden. Ick) habe damals zugleicJ einen AppeU an die Einsicht der WrantWortlichen Männer in den feindlichen Staaten gerichtet und an die Vökker selbst. Ich Warnke vor einer Weiterführung des Krieges, deren Folgen "nur verhee- rende sein konnten. Ick) Warnke besonders die Franzosen, einen Kampf zu beginnen, der zivangsläufig von der Grenze sich Weiter .??th und der, anz gleich, wie sein AquanY sein wiirde, in einen Folgen'?urch1bax„wiixe. „Ich habe iesen Appell damals auch an die übrige Welt geri tet, allerdings - wie ich es aussprack) -- mit dem Befür ten, nicht nur nicht gehört zu. werden, sondern damit wahrscheinlich erst recht den Grimm der interessierten Kriegsheßer zu erreÉen. Es ist auch genau so gekommen. Die Wranttvortlichen [emente in England und Frankreich haben in diesem meinem Appell einen gefährlichen Angriff gegen ihr Kriegsgesc'häst gewittert. Sie schickten sick) daher sofort an, zu erklären, daß, jeder Gedanke an eine Verständigung aifs ichtslos sei, ja, als ein Verbrechcn geivcrtst wiirde, daß der rie Weitergefübrt Werden müßte im Namen der Kiiliur, dei: enschlichkeit, des Glücks, des Fortschritts, der Zivilisation und - [)i'lf, Was helfen kann * also auch noch im Namen der [eikigcn Religion, und daß zu diesem Zivcck Neger und Vuschenscben mobilisiert werdsn müßten, und daß dann der Sieg zwangsläufiß so von selbst "komme?, daß man eigentlich nur nach ihm zu reifen branche, mid daß ick) dies selber genau wüßte und au längst geWußt hätte, und daß ich mich nur aus diesem Griinde meinen Appckl fiir einen Frieden der Welt unterbreiten wiirde. Denn Wenn ick) an den Sieg zu glauben in der Luxe Wäre, hätte ick) ja nicht England und Frankrcick) eine Vertitändigung ohne jede Forderung vorgeschlagen! In Wenigen Tagen War es diesen Heßexn gelungen, mich der übrigen Welt gegeniiber gexadczu als Feigling hinziistellen.

Wegenmeines Friedensvovschlages Wurde ich beschimpft, persönlich bkleidigt, .5“ err Chamberlain spie mich vor der Welt- öffentlichkeit förmliH an und lehnte es ab, entsprechend _den Direktiven der Ynter ihm stehenden Heber und Antreiber Churchill, Duff ooper, Eden, Hore- Velisha usw. iiber eincn Frieden auch nur zu reden, gefehWeige denn für einen solchen

- zu handeln. . .So [Zcit dieser großkapitalistisckxe Interessentenklüngel nach

der Fort cßung des Krieges geschrieen. Diese Foréseßimg hat nun ihren Anfang genommen. * *

* Ick) habe schon einmal versichert, und Sie, alle, meine VolkSgenosscn, wissen es, daß -- Wenn ich längere Zeit nicht rede oder Wenn sonst nichts geschieht » dies nicht bedeutet, daß ich deshalb auch nichts tue. Es ist bei unsnicht not- Wendig, wie in den Demokratien, jedes Flugzeug, das gebaut wird, zu verfünf- oder zu Verzwölffachen und es dann in die Welt hinauszuschreien. Es ist überhaubt schon von "dcn Hühnern nicht ganz klug, jedes kaum gelegte Ei mit lauter Stimme anzuzeigen. Es ist aber noch viel dümmer, Wenn Staatsmänner Projekte, die sie erst vorhaben, der Mithlt chou hinausgackern, um sie davon rechtzeitig in Kenntnis zu eßen. Der aufgeregten SchWa13haftigkeit ziveier dieser großén emokratischen Staatenlenker verdankten wir laufend die Kenntnis-iiber die KrieYsansMitungspläne unserer Gegner und insbesondere über eren KonZentration auf Norw'chn bzw. SCHWEDEN. , ,

*Wäbrend diese britisch-französische Kriegsclique also Um- schau hielt, um, neue KriegsausweitungsMHglichkeiten zu Linden bzw. neue Opfer einzufangen, babe ich mich bemüht,

' en“ organisatoris en Aufbau der deutschen Wehrmacht zu voll-

enden, neue Ver ände aufzustellen, den Anlauf der Kriegs- produktion des Materials in Flu zu bringen sowie die letzte Schulung der gesamten Wehrma t auf ihre neuen Aufgaben

"Spätherbsxes- mid. „des

hin" an'zi'tordne'n. “AußDridem zwang das [ [echte Wetter des _ nters zu einer „Ver _chiebung militäriq

!

iiber das Treiben der Herren Kriegsinteressenten und KriegS-

des polnischen *

scher Operationen. Jm Lau e des „Monats März erhielten wir aber Kentnis von britis :frcmzöfischen Absichten, fich in den ruffisch-jinnischen Konflikt einzuschalten, Weniger Wohl, um den Finnen zu helfen, als um Rußland, in dem mgn_eine mit Deutschland “zusammenarbeitende Macht sab, zu schadigen. Aus dieser Absicht entwickelte sich dann der Entschluß, Wenn irgend möglich, in Finnland selbst aktiv einzugreifen, um dadurch eine' Basis für das Hineintragen des Krieges in die Ostsee zu bekommen. Vorsch1äge des Akliierten Obersten Kriegsrates auf, den Balkan und Kleinasien in Brand u setzen, um dadurch dem Reiche die russicks)che und rumänis e Oelzyfuhr Ju sperren oder das schivedis

ommen. Zu dem Ziveck solLte eine Landung in NorWegen

stärker die entWeder

vorgenommen Werden mit dem von Narvik über SchWeden zum

Der russiscb-finnische Friedensschluß ließ in le ter die bereits ins Auge gefaßte Aktion in den nordis en Staaten wieder zurücktreten. teten sich diese Absichten neurdings und fanden nun ihren Niederschlag in einem klaren Entschluß.

England und Frankreick) Waren übereinge- kommen, in Norwegen die Besetzung einer An- zahl wichtigster Punkte schlagartig vorzunehmen unter dem Bortvand, dadurck) die Weitere Kriegs- unterstützung Deutsckzlands durch das schwedische

Um das schwerdische Erz nun restlos icherzustellen, War beabsichtigt, in Sc'HWeden slest einzumars ieren und die JL- ringen Kräfte (die Schweden bereitzustellen in der Lage War), wenn möglich freundschaftlich, Wenn nötig, aber mit GeWalt beiseitezuscbieben. ,

Daß die Gefahr unmittelbar bevorstand, erfuhren wir durch die unbezähmbare Redseligkeit des Ersten Lords der britischen Admiralität Bestätigung dafiir dur Ministerprcisident Reynaud bei einem fremden Diplomaten gemacht hat. Daß diessr Termin ab2r schon vor dem 8. Aprik oben Worden War, und daß am 8, die Besetzung stattfinden sollte, daß also der 8. der dritte und damit endliche Termin geWesen War, wissen wir aUerdings erY [Lit kürzerer Zeit, ja, endgültig bestätigt erst seit der Auffin 'tokolle des Obersten Alliierten Kriegsrats.

Jah Habe nun, sowie die Gefahr der Hereinziehung des Nordens in den Krieg deutlich Wurde, auch fiir die deutsche Wehrmacht die nottvendigen Maßnahmen angeordnet.

Der Altmark-Fall zesgte schon, daß die norWegiscbe Re- Zlierung nicht bereit War, ihre

gentenmeldungen ließen dariiber hinaus erkennen, daß zu- mindest zwischen den jiihrenden Köpfen der norwegischen Re- gierung und den Alliierten bereits ein volles Einvernehmen bestand. Endlich verscheuchte die Reaktion NorWeng gcgen den Einbruch der britischen Minenleger in das norjvcgiscbe t auch den leßten Ziveifel. vorbereitete deutsche Operation Wurde damit ausgelöst.

Tatsächlich War nun die Lage etWas anders, als sie fiel) uns am 9. April darstsllte. Während Wir damals nglthU, der engliscben Beseßmig'WMige “Stunden zuvorgekomnibn“ zu sein, Wissen wir heute, daß die Landung der englischen Truppen schon für den 8. borgßseben geWesen War, das; die Einschiffung Verbände bereits am 5. und 6. begonnßn hatte, daß aber im selben Augenblick die ersten Nachrichtbn bci dci: britischen Admiralität über die deutschen Maßnahmen bzw, über das Axislaufen der deutschen Flotte eintrafen, daß sick) unter dem Eindruck dieser Tatsache Herr Cburchiü entscl)_loß, die bereits eingeschifften Verbände wieder, ausschiffen zn [a]scn, die britische Flotte, erst die deutschen Schiffe auf- suchen und angréifen zu laff-en. Dieser Versuch mißlang. NUr

ein einziger engkiftber Zerstörer kam in Beriihrung mit deut- schen ScestvcitkräftM und Wurde in den Grund gcscboffen, Es gelang diesem Boot nicht Mehr. irgendeine Nachricbtnan die britische Admiralität oder an englische Flottenstrcitkrafte Weitßrzugeben. So erfolgte cim 9. die LandunZ) deutscher Vor- “abteilungen in einem Gebiet, das sich von " bis Narvik erstreckte. Als in London die Nachrichten daruber eintrafen, lausrte der erste Lord der Admiralität, Mister CbiircbiU, schon seit ViLlßn Stunden auf die Erfolge seiner _ Flotte. Dieser Schlag, meine Abgeordneten, war

das kühnste, Unternehmen der deutschen

zWeimal versck)

Hoheitsgebie

um durch

Seine erfolgreiche Durchfiihrung Wurde nur möglich dank

iihrung und Haltung aller det daran beteiligten deut-

Soldaten. Was unsere drei Waffen: das Heer, die Ma-

- rine und die Luftstreitkräfte, in diesem Kampf um „Norwegen leisteteten, sichert ihnen die VeWertung eines allerhöchsten Soldatentums.

0“

der ;;

schen

führte ihre Op einen F U e b e r Reichskriegsmarine haben sich dabei " Ruhm bedeckt. Es Wird erst nach dem „Krieg gestattet sein, aber die Schwierigkeiten zu sprechen, die gxrade bei diesem Feldzug durch zahlreiche unvorhetgesehene Ruckschläge, Aus- und Un- glücksfälle eintrafen.

Alles am Ende aber troßdem überkvunden zu haben, ist das Verdienst der Haltung der Führung und der Truppe.

in diesem 9

Die Kritischer „Kriegsschiffe Ln Angriff deutscher ' _ " endlich die britische ; lotte WeicZen und xene Gefilde raumen, von denen Wenige . gescbinackvollernieise behauptet hatte, „daß es fur England ein Vergiingen sein wird, in ihnen die deutsche Aufforderung zum Kampf entgegenzunehmen.“

1

* der britischen

eind, der im Gesamten fast mehr als die zehn f a ch e [ e g e n [) e i t besaß. Alle Einheiten" unserer jungen

eWaltigen Weiten Raum oft die einzige Trans- ort- und Verbindungsmöglicheit, hai_te Zeh in allem selbst Übertroffen. Tollkühne Angriffe au'f die

und Landungstruppcn stLhLU kaum iibcr. dem zähen Heldentum „jener Transportflieger, dis trotz UUVVkstLÜbÜB schlechtem Wet- ter immer Wieder in das Land der Mitternacbtssonne hinauf- flogen, um dort oft im Schneesturm Soldaten abzuseßon oder Lasten abquerfen. . . jorde Norwegens sind zum Friedhof zahlrerchxr

Reichs- W “Staatsanzeiger Nr. 168 vom 20. Juli 1940. 6.3

Aber zugleich tauchten auch immer

e Eisenerz in die Hand zu be-

iel, vor allem die Erzbahn „afen von Lulea zu bJYeYen. inute

Mlein schon wenige Tage später Verdich-

Erz zu verhindern.

ersönlick), Wir erhielten Weitermeine eine Andeutung, die der franzbnsche

ung der Pro-

Neutralität zu Wahren.

Die bis ins Kleinste

slo nordwiirts

KriegSgeschichte.

Die Marine erationen und _spätet die Transporte durch gegen

mit unvergänglichem

Die Luftwaffe,

egner, auf Schiffe

LWdeen. Dem ununterbrochenen Wil- omber und' Stukas gegenüber mußte

ochcn vor cr erst cine Englische Zeitung

Das Heer.

Schon die Ueberfahrt stellte an den Soldaten ch Heeres

große Anforderungen. Lustlarzdetrupp'xy hatten ihm" an

manchen Pläßen 'das erste Fußfasien ermoglicht. „Nuri strbmte

Division um Division nach und begann den Krieg in einem

Gebiet, das in seiner natiirlichen Beschaffxnheit “eine außer-

ordentliche Abniehrkrast besaß und -- sOWLÜ es sich um „"Er/“_, ivcgische Verbäxide handelte -- auch sehr tapfßr verteidigt

Wurde. Von den in Normegen gelandeten Englandern aller-

dings kann nur gesagt Werden, daß das einzig BemerkenstWrte

an ihrem Dasein die GeWissenlosigkei1 war, Mit ber man so

schlecht ausgebildete, unzulänglich gerusteie und rmserabel e;-

fiihrte Soldaten als Expeditionskorps an das Land setzte. SLL

waren Von Anfang an sicher unterlegsn; Was aber nun gerade

dagegen die deutsche Infanterie, die ioniere, tvcis unsere Ar-

tilleristen, unsere Nachrichten- und autruppenin NorWegen

geleistet haben, kann nur als sto[zes Heldentum von Kampf und Arbeit bezcichnet Werden. _ " '

Das Wort Narvik wird in ber Geschichte fur iMMer ein herrlickxs Zougnis sein des (3911192: der Wehrmacbt des nationalsozialistiscben Großdeutschen Ritches. .

Tie Hexren Churchill, Chamberlain, Daladier usw. Waxen noch bis vor kurzem Über das Wesen der großdeutschen"Ei_ni- ung sehr schwebt unterrichtet, Ich habe damals angekundigt, Laß die Zukunft sie Wahrscheinlich eines Besseren belehren wird. Und ich darf Wohl annéhmeti, daß gxrabe der Einsaß ostmärkischer Gebirgstruppen m_ dixsZr nordlichsten "Front unseres Freiheitskampfes i_hnen bie notige Aufklarunßq fur bas Großdeutsche Reich und seine Sohne beigebracht ba en wixd.

Es ist schade, diiß die Grenabrere dxs Herrn Chamberlain dieser Acheinanderseßung nicht die genugen'de und vor alxixni dauernde Aufmerksamkeit widmeten, so_ndem vorzogen, es bei den ersten Proben Über. die innere Einstellung der neu zum Reich gskommcnen Stämme unseres Volkes beWenden zu lassen,

General von Falkenhorst hat diese Operationen in Nor- Mgcn gßleitet. ..

Generalleutnant Dietl War der Held dM Narvik.

Die Operationen zur See Wurden durchgeführt unier Lei-

tung von

Generaladmiral SaalWächker iitid den AdmiraTen Carls und Böhm und dem Vizeadmiral Lutzens. '

Die Opevationen der LuftWaffe standen unter der Lei- tung von

Generaloberst Milch und

Generakleutnant Geißler. ,

Das Oberkommando der Wehrmacht, Generaloberx Keiicl als Chef des Oberkommandos und General Jodl _als *..hef de_s Wel)rmachtfiihrungsftabes, rparen v-Zraniwiwrtlich fur _die Durchfiihrung meiner Anrveisungen fur die gesamte Aktion.

Ehe noch der Fsldzug in Norrvegen sein Ende gefunden hatte, Wurden die Nachxichten Über den Westen immeix bedroh- licher. Während es an sich Vor Kriegsbeginn Vorbereitet Wir, im Fakle einer notivendigen Auseinanderseßung mit Frankreick) bzw. England die Maginot-Linie zu durchbrechen, em Unie?- nehmen, fiir das die deutsäxn Truppen geichult mib xvozii sie mis den erforderlichen Waffen Versehxn Warkn, e_rgab sch) jckchn im Laufe der “ersten Krichmonafe 'die NotWendigkszit, quel) em eventuelles Vorgehen gegen Belgien 13 w, Holland ms Ange'zu fassen. Während Deutschland Zegenu er Hoüand uiid Bekgien zunächst so gut als keine Verba'ndeÜaiißer notjvenbtgxn Sick)?- rungstrnppen aufgesteklt hatte, im ubri§en absr „sein ?Jßstiings- system auszubauen begann, „erfo[gfe_ an "21: franzosrfch; Mischen GTEUFL eine sichtbare Maffterung stanzoftscher Vsrbandex Ye- sonders die Konzentration fast al1cr Panzex- imb Mbt-Tibiiio- nen in dicsem Abschnitt ließen erke_nnen, Haß die Absicht, auf alle Fä'kle aber die Möglichkeit bestand, sick) blifzartig durck).

Entscheidend aber war nun folgende Wahrnehmung: Während im Falle Liner loyalen Aiis1egung der bGlgisck)- Holländischen NLUiniiiii beide Ländsr gxzwiiiigcii ng-Zsen wärsn, gerade angcsichts dEr KonZMtration sigkkstQZ fran- zösisch-engliscbsr Kräfte an ihrer Grerizé'auck) lHrLrsAks dqs Hauptaugenmerk nach dem Wcstsnv'zu _NÖTSU, begannen sie dort im gleichen Maße immer starker abzubauon,'um die Grenze gegeniiber Deutschland zu besetzen. Auch die Nail)- richten über laufende Generalstabsbesprqihupgen ergaben xixie eigenartige Beleuchtung der belgisch-hollandrschen Neutralitat. Jil) brauche nicht Zu betonen, daß dies? Bßjprechurigen, Penn sie wirklich neutra Fivesen wären, mri, beiden Seiten.!)aiian stattfinden müssen. m iibrigen fand eme solch? Verdicbtimg der Mermale fiir “Jas Vorgehen per franzosisch-englischen Truppen durch HoUcmd und Bexgien gegen das deutsche Industriegebiet statt, daß man nunmehr (nick) auf unserer Seite dißse Bédrobung als ernsteste Gefahr ms Aiige_fcissczi mußte. Es Wurde daher die deutsche Wehrmacht von mw mit dieser Möglichkeit der Entwicklung vertraut gemacht und mri den notivendigen eingehenden AnWeisungen versehen. In zahlrsichen Vcsprccbungen im Oberkommando der Wehrmacht mit den Oberbefehlshabern der drei Wehrmaclitsteile, den Führern der Heeresgruppen und der Armeen bis beruniex u den Führern wichtiger einzelner Unternehmungen, wurden

ie Auxgaben gestellt und durchgesprochcn und in der eT'ruppe

verstän niZVoll zur Grundlage einer besonderen Ausbildung genommen.

Der gesamte deutsche Aufmarsch erfuhr dementsprechend die notkvendigen Abänderungen. - "

Die sorgfältigen Beobachtungen, die uberall angestellt Worden Waren, ergaben allmählich die zwingende,

Erkenntnis, daß mit einem englisch-französischen Vorstoß etwa von Anfang Mai

ab in jedem Augenblick gerechnet Werden konnte. In den Tagen Vom 6. bis 7. Mai verstärkten sich besonders auch auf Grund mitgeteilter Telephonate, die zwischen London und Paris stattgefunden hatten, die Bofürcbtungen, daß iiiizxmehr jeden Augenblick das Einrücken der sogenannten AÜnerten in Hoflandund Belgien erivartet Werden mußte. Am Tage darauf - am 8. -- gab ich deshalb den

Befehl für den sofortigen Angriff am 10. Mai, ' 5,35 Uhr morgens.

zicht ciuf kleine ebenerfolge die “gcsamte Wehrmacht -- vox allem das Heer und die Lustivaffe -- so anzuscßcn, daß bei

die totale Vernichtung der französisÖ-englischen Streitkraft

erreicht Werden mußte. Zum Unterschied des Schliessenx

Der Grund edanke dieser Operationen War, nnter VW-

konsequenter Durchführung der vorqesebenen Operationen"

* * *:-

Planes vom Jahre 1914 ließ ich das Schivergewicht der Operation aiif den linken 5 liigcxl der Durchbruchsstont legen, allein unter scheinbarer ?iufrechtcrhaltimg dei: umgekehrten Version. Diese Täuschung ist gslungen. Erleichtert Wurd_e mir die Anlage der Gcsamtoperation aUerdings durch die Maßnahme dsr Gegner selbst. Denn die Konzentration der gesamten eng[isch-stanzösisch2n motorisierten Streitmacht gegsnüber Belgien ließ es als sicher erscheinen, daß im Obcrkommando der alliißrten Armeen der Entschluß bestand, sich schnsllstens in diesen RaUm bineinzubegeben.

Jm Vertrauen aiif die Stundfestigkeit alker eingeseßten deutschen Jnfanteriediviiionen mußte aber damit ei11___Stoß in die rechte Flanke dEr französisch-englischen motoriiierion Heeresgruppe zur Volkständigen Zertriimmerung und Auf- lösimg, ja wahrscheinlich zu ihrer Einschließung führen.

A(s ziveite Operation boxte ich Vorgesehen die _Ge- winnung der Seine bis Le Havre sowie die Sicherung e'in-Zr Außganchsteklnng an Somme und AiZUe fiir den dritten Angriff, der mit stärksten Kräften iiber das Hochplateau von Langcm zur Schwi'izcr Grenze vorbrechen sokste. Die Er- reichung der Küste bis südlich Bordkaux War als Abschluß der Operi'itionen vorgesehén.

In diesem Rahmen und in dieser Reihenfolge haben sick) auch die Operationen VOÜZOJLU.

Das Gelingen dieser gewaltigsten Schsachtem folge der Weltgeschichte ist in erster Linie dem deutschen Soldaten selbst zu danken.

Er hat sick) wisder auf (16211 Pläßen, auf die er gesteth w'ar, auf das k)ö([)st2 ÖLWÜHR. A(le dwutschen Stämme nehmen an diesem Riihm gl€ick)mäßigen Antsil.

Aiick) diE Soldaten dEr jimgen, erst seit 1938 angegliederten neuen Reichsgane haben Vorbildlich gekämpft und ihren Blut- zoll entrichtst. Turck) diesßn Heldsntzasten Einsatz aller Teut- sch€n wird das aus diesem Krisge berborgelzende naiional- sozialistische (Zöxoßdcuisch Rcick) nicht nur den heute lebendon, sondern auch den nachkommenden Geschkechtern für immer heilig und teuer ssin.

Wenn ich mit der Würdigung der Kräfte beginne, deren Wirken diessr glorreichste Sieg zu Verdunken ist, dann gcbiibrt das erste Lob einer Führung, die gerade in diesem Fßldzuge den höchsten Anfordcrungen gerecht Wurde.

Das Heer.

Es Hai diE ibm übertragenen Aufgaben unter der Fiibrung des GLULLQlOÖLLstLU von Bräuchitsch und seines Generalstabs- chefs Halder in Wahrhaft rubmvosier Weise gelöst.

Wenn schon dcr Führungsapparat des deutschen Heeres von einst als dsr beste der Welt gegolten hat, dann verdient er heute znmindest die gleiche Bchnderung. Ja, nacbdem der Erfolg für die [Eßte Vcrveriung entscheidend ist, muß die Führung dss nenen deutschsn Heexes ab? noch besser ang?- sprochen Werden.

Das Westbeer War unter den Befehlen der

Generalobersten Ritter von Leeb,

v. Rundstedt und v. Bock in drei HCLWZJTUPPLU eingeteikt.

Die. Heeresgruppe dcs Generaks Ritter von Leeb batty unächstdie AUfiabe,“ dM linken Flügel der deutschen West- ront von der SÖWAZLT „Grenze be innend bis zur Mosel in Höchster Abw-zhrkrast défensiv zu [7a ten. Erst fiir den spätßren Verlauf der Operationen War vorgesehen, auch diese Front mit ?- Armeen unter der Führung

des Generalobcrst von Wißleben und des,.„Generals Tollmann aktiv in die Vernichtiingsschlacht eingreifen zu lasssn.

Am 10. Mai, 5,35 Ubr morgens, Waren die beiden HELMS- gruppen dei: Generaloberston Von Rundstedt und von Bock zum Angriff angetrctyn. Jbre Aufgabe War, auf der ganzen Front von der Mosel bis zur Nordsee durch die feindlichsn Grenzstesimgen durcbzustoßen, HoÜand zu beseßen, gegcn AUNVWIPLU und an dis Dyls-Steüung vorzudringen, Lüttich zu nehmen, vor allem (1er mit den massiertkn Angriffskräften des linken Flügel?- die Maas zu erreichen, den Uebergang zwischsn Namur und Carignan mit dem Schivergewicht der Panzßr-und Motor-Tibifionén bei Sedan zu erzwingen und im WeiterenzVerlauf dieser Operationen unter Zusammon- fassung alXer verfügbaren Panzer- und Motordivisionen, an- gelehnt an die Kanal- und “lußsysteme der Aisne urid Somme zum Meeredurchzustoßeu. «er südlichen Heeresgruppe Rund- stedf fiel außerdem die wichtige Aufgabe zu, im Zuge dss Durchbruchs die vorgesehene Abschirmung der linken (“lanke planmäßig sicherzustellen, um eine Wiederholung des V arne- Wunders von 1914 von bornberein auZzuscbließen.

Diese geWciltige, dc'n Weiteren Verlauf des Krieges schon entscheidende Operation, die wie geplant, zur Vernichtung der Hauptmaffe des französischen Heeres owie des gesamten briti- schen Expeditionskorps fiihrte, ließ s on das deutsche Führer- tum in hellem Glanz erstrahlen.

Außer _den beidén Heereßgruppeuführern und ihren 639- "neralstabch'efs . *

Generalleutnant von Sodenstern und Generalleutnant von Salmutb erWarbcn sich dabei folgende Armeeführer Höchste Vkrdicnstc: Generaloberst v. Kluge als Führer der 4. Armee, Géneraloberst List als Führer der 12. Armee, Generaloberst v. Reichenau als Führer der 6. Armee, General v. Küchler als Führer der 18. Armee, GenerakBusck) alsFührer der 16. Armee; die Generale: _ bmi Kleist, Guderian, Hoth und Hoeppner als Führer Von Panzer- und Motortruppen. _ Die große Anzahl Weiterer Generale und Offiziere, die sich bei dicsen Operationen auszeichneten, sind Ohnen, myine Abgeordneten, bekannt durch die Verleihung öchster Aus- zeichnungen. ,

Die Fortführung der Operationßn der allgemeinen Rich- tung zur Aisne und Seine hatte nicht den ZWeck, in erster Linie Paris zu erobern, ,sondern die AuBgangsstellung zu schaffen bzw.“ zu sichern fiir den Durchbruch zur SchWeizcr Grenze. Auch diese gemalttge Angriffshandlun verlief dank

*

der'überragenden Führung aller „Grgde Ylanmä ig.