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Vertreter des Magistrats, der Stadfverordnetm und der Geißlichkeit zugezogen worden waren.
Am Abend and die bereits gestern von ups erwiiynte freiwillige Beleuchtung in einer Weise statt, we„lcke de11111ch bewies, daß es Zb- dem so recht darum zu thun war, seme Theilnahme an der ailgemei- nen Freude des Tages darzulegen, Von 7Ubr an strahlte die ganze Stadt, bis in die entferntesten Theile, in einem weiten Lichtmeere; und wenn der Total-Eindruck namentlich in den Straßen, welche schon am Tage in ihrem Fcstschmucke von Blumen und Laubgewinden ge- prangt hatten, so wie unter den Linden, zu dérgleichen Festbchkeiten so gan; geeignet, in der Wilhelmsstraße und in einigen anderen der Hauptstraßen, dann auf mehrcrcn Pläßen u. s. w. ein wahrhaft großartiger, bezaubernder war, so verdienen rinzelne hervorslechende Glanzpunkte noch besondere Erwähnung. Vor Allem gilt dies von dem Palais St.Königl. Hoheit des Prinzen von Preußen, bei welchem der vorspringende Säulen-Valkon zu einer äußerst geschmackvollen Bc- kleidung mit bunten, symmetrisch geordneten Lampen beuth war. Zu eini- ger Entfernung gewährte die schon architektonisch so imposante Fronte in diesem Lichtschmuck von Tausenden von Lampen, welche man fiir edles Gestein von allen Farben hätte halten mögen, cinen unbe- schreiblich reizenden, fast seenhaften Anblick, Eben so hatte das Palais Sr. Königlichen Hoheit des Prinzen Albrecht dadurch einen ganz orientalischen Zauber erhalten, daß die springende Fontaine in
der Mitte des vor demselben befindlichen (Hartenramnes mit Lampen “
11n1geben_war, deren Widerschein sich in den fallendcn Wasserstrahl auf magische Weise spiegelte. Auch hier kam die Architcktur dem wundervollen Schauspiel sehr zu statten, indem der Blick durch die offenen Säulen-Reihen die Illusion eines orientalischen ern-Palastkö um vieles erhöhctk.
Am Wilhelmsplaxze, dessen erst jüngst vollendeteGarten-Anlagcn durch den sie umgebenden Lichtschintmer in eigenthümlichcr Schönheit hervorgehoben wnrden, prangte das Palais Sr. Königlichen Hohe1t des Prinzen Karl mit seiner herrlich beleuchteten Froute, welchcr sich in der Wilhelmssiraßc die Hotels mehrerer Ministerien und Gesandten auf glänzende Weise anschlossen. Unter den Linden traten beson- ders die Hotels S1". Majestät des Kaisers von Rußland und Sr. Majestät des Königs von Hannover durch die mit brillanter Beleuch- tung umgebrnen Wappen glänxend herVor, so wie überhaupt dort und auf dem Pariser Plat;- fast alle Gebäude, wie namentlich meh- rere der da befindlichen Gasthöfe und das Kranzlersche Haus, sich durch reichen und geschmackvollen Lampenschmuck vortheilhast aus- zeichneten.
Wenden wir uns Von da zueincr anderen Gegend, so findrn wir vorzüglich die beiden Ratbhäuser, das Kölnische und das Berlinische, äußerst glänzend erleuchtet. Beide waren von oben bis unten mit Lampen von allen Farben bedeckt, welche namentlich bei dem Kölni- schen den Schmuck dcr ausgehängtcn Paniere und Fahnen mit den Stadiwappen ungemein hoben. Der BcUe-AUiance-Plaß war von der hicsigcn Gasbkleuchtnngs-Compagnie in eigentbiinilicherweisc be- leuchtet rvorden. Auf den granitnen Einfriedigungs-Pfoste11, Welche die Friedenssäule umgeben, erhoben sich acht Sonnen, welche das reinste Gaslicht aus tausend kleinen Röhren ausftrömten und fast Tageshellc um sich verbreiteten. Diese einzelnen Sonnen waren unter einander durch Guirlanden farbiger Lampen verbunden, die in Verbindung mit dem weißen Lichte der Gassonnen und dem Lichistrom, der aus den ringöumher liegenden Häusern des
Maße.“; und der angränzenden Straßen sich verbreiteten, einen äußerst reizenden Anblick gewährten. In ähnlicher Weise wm die Einfahrt zum Potsdamer Bahnhof beleuchtet. Ueber der Einfahrt erhob sich der kolossale Name'nszug Sr. Majestät des Königs und darüber schwebte im hellsten Lichtglanz die Königliche Krone. Zu beiden Sbi- trn war eine bewegliche Fcuerkugel, die sich in abgkmesscncr Weise um sich selbst drehte und bei jeder neue'xt Wendung ein 1161123111111 eigenthiimliches Licht Von sich strahlte. Wir ,bkg11ügen_uns 1111td1csen wenigenAnbeutungen, da cs reinunmöglichwßre, alles .Prrvorstechcnde im Einzelnen namhaft zu machen. Wir erwähnen nur noch, daß es auch dieömal, wie immcr bei dergleichen Jestcn, an sinmgen Denk- sprüchen in Transparenten nnd brilla111er Beleuchtuyg nicht fehlte, und daß sich die verschiedenen Gegensäxze,“ welche, sich hier und da bemerklich machten, befriedigend in eine Parmbzne des Lichtes auf- lösten, welche auf die in den Straßewsich-drangende'Menge den freudigften Eindruck machte. Bis spät in dre Nacht hmem dauerte das quen und der Jubel des Volkes, ."",d wenn auch an „den am meisten besuchten Orten, wie in der Leibzrger- und der W1ll)elms- Straße, Unter den Linden und am Köllnixchen Rathhause, dann und wann das Gedrän e der Wagen und Fußgänger etwas starkmynd belästigend wurde, So ist doch dieses he-rrlicheFjest, so viel WU" wrmen, nirgends durch Unordnungen oder Unfälle gestört worden.
Zum Beschluß der diesjährigen Herbst-Uebun en des in und resp, bei Berlin zusamntcngezogenen Garde-Corps und heute Yor- mitta um 10 Uhr eine große Parade auf dem Exerzierpjatze hmtcr dem reuzberge vor Sr. Majestät dem Könige statt. Dte Truppen waren in zwei Treffen aufgestellt, die Infanterie mit der, (Harde- Pionier-Abtheilung im ersten, die Kavallerie m1t de11 Artillerie 1111 zweiten, Nachdem präsentirt worden und Se. Majestät, gefolgt von
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den hier anwesenden Königlichen Prinzen, worunter Se. Königliche Hoheit der Prinz Karl von Bayern, und vielen Generalen und Stabs-Offizieren, worunter auch mehrere fremdherrliche Offiziere, die Fronten herunter geritten waren, erfolgte der Vorbeimarstb- von der Infanterie zuerst in Compagnie-Jrontkn, von der Kavallerie in Zügen; sodann von ersterer in Regiments :dwlonneu, von leßterer in EEca- drons-Jronten. Ihre Majestät die Königin, so wie Ihre Königl. Hoheit die Prinzessin von Preußen, wohnten ebenfalls der Parade bei.
Provinz Preußen. Dic Staats-, Kriegs- und Friedens-Zeitung enthält einen Bericht über die bereits in Nr. 249 der Allg. Preuß, Ztg. besprochene Reise des Herrn Finanz- Miuisterö Jlottwell Exc. durch die Provinz Preußen, Welcher im we- sentlichen Folgendes besagt:
„Heute hat der Herr Jinanz-Minisier Flottwell unser Tepartcment vcr- laffen, und seine Rückreise nach Vcrlin angetreten. Es wird nicht nur den Bewohnern der Provinx, sondernancb 1111111 denen, welche unseren so schw" hcimgesuchten Mitbewohnern Ostprcußcns und Eitthaucns Unterstiilzyngcn rarzubringcn fich gedrungen fühlen, willkommcn sein, wenn wir demelben daS, Waö aus zuverlässigen Quellen 11113 über die Thätigkeit des Herrn Fi- nanz-Miuisierö während seines dreiwöchentliche11 Aufenthaltes in Ostpreußen und LikhüUk" näher bekannt geWordcn, hier übersichtlich mitthcilm. Wir halten 11115 zu dieser Miitheilnug sogar für N1pflichtet, indem uns daran grlegen scin muß, das; man auch außer unserer Provinz erfahre, wie von Seiten des Gouvernements den wichtigeren Zuständen und Verhält- 11iffe11 und insbesondere solchen Ereignissen, wie die gegenwärtigen, alle Sorgfalt und Rücksicht gewidmet wird, und diese auch wirklich mit Recht die thätige Theilnahme in Ansprnch nehmen, auf deren giinstige Erfolge wir gerechnet haben und rechnen miiffcn. - Nachdem der Hrrr Minister die ersten Tage sciner Anwesenheit am hiesigen Orte dazu bcnußt hatte, sech von dem Zustande des dieffcitigcn Handels, dcr Schifffahrt und dex (53c- wcrbethätigkcit speziell zu unterrichten, besuchte er am 3“. Septgmber, 111 Bc- glcititng von T*cputirten der mit der Veiwaltung dcr pillaucr Haken-Anstal- ten beauftragten hiesigen Kaufma1111schaft, dicHafen-Ansialtcn1111dVaun31ke, so wie die Rettungs-Anstalten 1'11 Pillau, lies: fich biera11f (1111 anderen Lage in einer Plcnar-Sißung drr hicfigen legiertmg iibrr_bieW11k1111gc11 dcs Regen- wetterö aufdiebicöjährigeAerndte, denZustand dcr Waffcr-und Handclssiraßcxt, drr Chauffecn, derStcuer-Verhältniffexc. ausführlichen Voxtmg halten und die Resultate dcr hieriiber gepflogcnen Verhandlungen ansnehmcn. Nachdem er vorher noch einige der 1vichtigcrc11Fabrikstätten besichtigt, traf derselbe am 11. September in Tilsit ein, nahm dort ebenfalls von dem Gange dcs Han- dels und dem Standpunkte der Industrie Kenntnis: und die e1hcblichcrcn Fabriken in Augenschein und bercific dann, 1111111“ anichung dcr betreffs".- dcn Beamten, die verschiedenen Niederungen rechts und links der Mcmcl, der Gilge, des seckcnburger Kanals, ch Nc111oni11siromes, dcr G:eit11schka, wie 111111; die Haffgrgendcn von Zuse bis Labimt. Wenngleich schon der Anblick, welchen dieMcmcl-, rantcnburger, linkuhncr und srckcnbnrgcr Niede- rung darbot, cinbctrübendcrwar, so ergriff ihn doch noch 111§ic_lUigerdcr1_rosi- lose Znsiand, in milcbrm sick) dcr größte Thrilder ?lcckcr, W111e111111d (531111111 der Haffgegcnden befindet, indem dic Kartoffel-, namentlich die Gemiise-Gar- ten der kleinen Grundbcsißer in den Dörfern Jnse, Tawe, Gilgc, Nemonin, Jonwendt, Agilla und (H1, Fx'iedricszrabcn, von denen sie hanptsächlich zu leben pflegen, durch die 11cbcrsch1vcm1n11ngen gänzlich Vernichtxt find, und der größte Theil der Heu-Acrndtc theils fortgcsÖwcnmzt, theils verdorben ist. Wenn, wie ein Augcnzeugc versichert, schon das Erscheinen des Hcrrn FinanzVRinistcrs in diesen Gcgcnkcn den freudigsicn Eindruck hervorricf, so wurde dieser noch vorzugStreisc d111chdas liebevollcVenehmen, den einsichts-
vollen Rath nnd die herzlichen tröstenden Worte, wilchc cr 311 den vom Schiäsal so hart Betroffcncn sprach,. erhöht. Neuer Muth und ein Unbedingtes Vertrauen in die Prüfungen und den
Willen des Allmächtigen ist seitdem unter die Nicdcritngs - Einfas- sen zurückgekehrt, und das Versprechen, welches der Herr Minister denselben gab, da, tvo eigene Kräfte und Mittel zur Ernährung bon Men- schen und Vieh nicht zureichen wiirden, ihnen durch Zuwendung von einem den örtlichen Preisen angemessenen ArbeitSverdienst bei öffentlichen Waser- und Chauffce-Vauten Halse gewährexk, und 3111 Vbrbcugung der mit dem Gcnussc von theilweise vcrdorbgnxm Hrn ffirl-das Brch ve1b1111dc11cn 97911). thcile dic erfordekliebcn Quantitatcn vbn Bwhßkz zu ern1aß1gtc11 Pl'kjsln oder nach Vediirfniß ganz frei verabreichen [nnen zu wollen, mit großer Freude und dankbarcm 59113111 cntgrgengenommcn worden. „ Von Labiau aus traf der Herr Minister (1111 10. Scptcmber Abends in Memel cin, besprach mit den Vorständen dcr dortigen Kaufmann- schaft und dcr Kommmie die dafigcn Handels- und Schifffahrtx- verhältnisse, bcsicbtigtc am 11th dic Hafenwci'ke und Anstalten, ordnete 3111 Stelle die 111öglichst gründliche und schleunige Bcseitigung der in dem letzten Jahre durch den Abbruch der Nchrungösch für das Scrgatt und den Memcler Hafen herbeigeführten, höchst 11achtheilige11 Yersandnngen an, und nahm am Scestrandc bei Metlnemggen eins uuoerhontc Rcvifion dcr Thii- tigkeit der Seelootsen -in Bchandlung der Rettungs-Austaltcn vor., Dieie fiel so befriedigend aus, daß Sc. Erccllenx den bisher nur inYr11111|1_sch angestellten Secschiffsführer Lammert i11 Gege11wart sä111111tlichcr Gcclooticn definitiv z111n Lootscn-Cvmrnandenr in Memel 211111111111 und den Seelootjen für ihre lobenZWerthc Thätigkeit cine Gratification anszahlcn licß, Auch besuchte drrselbc noch die Anker- und chten-Fabrik 1111d die,?)Jknsckyiiienbmi- Anstalt des Herrn Kommerxicnmths Mason, ließ die TÜO-ngell“ seiner Kettenfabrikatc mittelst einer hydraulijchcn Preffc cincr sorgsizltigcit Prüfung unterwerfen, ordnete die erforderlichen “))Zaßkegeln zur kraftigcn Fortsetzung des Chauffeebaucs von Memel nach Tiljit an und nahm hier- auf am 121en zuerst den Actien-Chaussceban von Menicl nach (Harsdcn, dann den von Memel nach Tilsit in Augenschein. Auch- wnrde von 1l311_1 die Mcmel-Niederung bei Heydekrug, rvosclbst vorzugsweise der ngverlgyt hart empfunden wird, indem nur ein Drittel als gut cmgcarndtet, c111D11t- tel als gän:„lich verdorben und ein Drittel als fortzzeschwwnn11 betrgchtct werden kann, besucht, dann die Reise längs der r11111[chen Gmuze „bis 311 dem Gränz-Zollamte Laugzargcn 11111) von da uber Trl|1t uud Ragmt nach
*li'ilM verhandelt Wcrdcn.
Gumbinnen fortgesest. Nachdem derselbe einer Plenar-Sisung der hassen Ne- gierung angewohnt und votzn sweise dem Vortrage über die Drangsale, in welche durch den verderblichen Einfiu der anhaltenden Re enwitterung dieses Sommers so viele BewohnerLitthauens gerathen, seinegßanze ufmetksamkeit gewidmet, und seine Ansichten über die zu ergreifenden orkehtungen und Mittel zur mög- lich en Linderung und Abbülfe der Noth aUSgespkocben, reiße detselbe über In etburg, Angerbnrg, Nordenburg, Gerdaucn, Allenburg, Friedland und Schippenbeil nacb Heilsberg, um die von den Natur-Ereigniffen betroffenen Gegenden der Alle ebenfalls kennen zu lernen, und Maßregeln einzuleiten, welche geeignet sein dürften, auch die dort von Wasserschäden schwer Heim- gesuchten den Winter hindurch vor Roth und Elend zu schüyen. Von Heilsbcrg feste derselbe am 19, September seine Reise über Wormdit nach Pr. Holland fort, woselbst sich der Herr Ober-Präfident Bötticher, der Ge- heime Obcr-Baurath Severin und die betreffenden Techniker der Regie- rungen zu Danzig und Königsberg zur Berathung mit St. Ercellenz über das Projekt der Tiefcrlegnng und Verbindung der oberländischen Seen zwischcn Osterode und Pr, Holland durch cin großartiqes Kanalbauwetl eingefunden hatten. -- Die Reise des Herrn Finanz-Minißers durch die Provinz bat 11nvc1ken11bar überall das Vertrauen zu dem Gouvernement mächtig grfbrdmt, Möge der Allmächtigc den Mann, welcher aus der an Ort und Skl'llc gcwonnencn Ucbcrzeugung genau kennen gelernt hat, was der Provinz 3111 Fördcrnng ihres Handels, der Schifffahrt und der Gewerbe Noth thut, und Was am zweckmäßigsicu zur Milderung des durch die Wasser- sluthcn herbeigeführten traurigen Zustandes zurxAusführuug gebrqcht werden muß, 111113 noch recht langc in der Fülle von Kraft und Thätigknt erhalten- worin wir ihn cht gesehen, und mit der er die Provinz, Worin er geboren, und f1iihcr schon so scgct1s1cich gcwirkt, vcrlaffen!“
Provinz Schlesien. Am 114. September starb zu Glah der Gcncml-Licutcnant und Fssiungs-Konimandant Von Malachowsky am Lungsnschlage.
Nhein-Provinz. Am 22. c«eptomber ist eine aus einigen tausend Wallern bestehende Prozession von Aachen nach Trier aus- gkzogen.
Ausland.
Deutsche Bundesftaatcn.
Königreich Tßürttemberg. Ein Korrespo11dent der Dcntschsn Allg. Ztg. will wissen, daß demnächst ianrttemberg cine Schärfung ber Ccnsur für solche Fälle eintreten solle, wo von Rcligioits-Angelegen!)citen die Rede ist. - Der mchtgenannte Joseph Enderle, der sein Gefängnis; 1:3 Mal Verlassqn und eben so oft 311- riiikgckchri ist, und des Morchrsnchs auf seirzcn Schulthc1ßen ange- klagt war, ist hinsichtlich dicscsVe1'brbchcns freigespx-ochey, abkr wegen gefährlichcr Drohungcn 311 *10111011atl1chi'r Kreisgefangntßstrafe verur- theilt wvrdcn.
Großherzogthum Baden. Ihre Hoheitxn d“) Hkrzog und dic.1ckc1*3ogin von Sachsen:Altenburg, nebst. dre-t Prmzcsgnnen Töchtern, sind am 21). September 311111 Bi'sltch Hbchsichrer Verwand- ten in Karlsruhe eingetroffen.
Freie Stadt Bremen. In der dritten "."d [chien er- sammlung dc1ttscker Naturforscher und Aerzte am 23,September hiki- ten folgcnde Herren Vorträge: ])1'. Roeser “U53 Athen: Uchr d1e Lagerung der Skelette in den alt-hcllenisahcn Grabow, ])r. Herm. Engelke'n 11116 Rockwinkel: Ucbe'r das Verhaltnis; der Poesie 3111“ Scclknlwilknndc, uud Leib-Cl)irurg11s 1)1*. Holscher “aus ,HannoNr: Ueber den Schmerz. Sodann erklärte der erste (Heschästöführcr, Herr Bürgermeisirr Smidt, nach einem kurzen ?lbschtedsg111ße die 22111? Vcrsammlang deutscher Naturforscher und Aerzte, mtt dem Wunsch auf ein fröhliches Wiedersehen in Nürnberg, für geschlossen.
Oesterreichische Monarchte.
Prag, 4, Sept, (Pr. Z.) Sc, Majestät drr Kaiser hat die öffentliche Feier der in kurzem eintretenden beiden Jubiläen geneh- migt. Es sind dies nämlich crstlich das 111110jährige Jubiläum dk!" Taufe der ersten böhmischen Wladyken 311 Regensburg und somit der Einfiihrung des Christenthums in Böhmen (am 1. Januar 8-15), und zwcitcns das 51)(_)jäh1*ige Jubiläum der Grundsteinlegung der Dom- kirche zum heiligen Veit durch Karl 17. am 21. Novrmber 18-14.
Frankreich.
Paris, “21. Sept. Alle wichtige Staats-Angelcgenheiten sind jrxzt bis nach dcr Reise des Königs attögescyt. Es sol! dann auch über die Art der Negoziirnng des 1101) rückständigen Thetlö der 2111- Marschall Soulf wird am 28sten d, hier znriick erwartet. „ . „
Dcr Constitutionncl will (ins „LondZn 11ahqrx A11f1chl11sse iiber den (Hang der Verhandlungen 111 “BULK?" Otahein's 11nd Ma- rokio's erhalten haben, die er fiir zuvarlasjtg zu halten yorgtcbt, und aus dknen die Erklärung aller bisher noch dunkel gebliebenen Par- iicen in dem Benehmen dcs franzöfischcn Ministeriums hxrvorgehen soll, Da es indeß als sehr zweifxlhaft gelten „muß, bb diese Nach- richtcn irgendwie begriindet sind, Wiedenn Galtgnani's Messen-
kophag zur Linken haben wir an dem Tode der Niobidctz eine dem früheren borghcfischcn, jest pariser Relief fast durchga11g1g ent- sprechende Darstellung. Die Endpunkte der Vordexseite nehmxn d1e ber- zweifelte Niobe mit zwei Töchtern und Amphion em, vergeblich bemubt, mit dem Schilde den Tod von dem jüngsten seiner Sbhne_abzahalten."Zn der Mitte sinkt der Aeltesie, von dem sich b_äumcnden None ygrabgesiurzt, zusammen, getroffen vom tödtlichen Geschonc. Zur Seite eiznprechennfich die Gruppen eines Pädagogen und einer Amme mit schon getbdtetcn Toch- tern, die eines zweiten Pädagogen mit einem Sohne und eines quf dcm niedergestüxzten Roffe sein Geschick erwartenden Sohnes; darizber, m einer zweiten Reihe, Söhne zu Roß und Töchter, ebenfalls symmetmch geordnet, theils schon getroffen von der Rache der Götter, theils noch verzweiflungs- vou aufwärts blickend, wo auf dem Deckel des Sarkopha s Apoll und Diana ihr Werk zu vollbringen thätig find, denen man an den entspre- chenden Nebenseiten ihre Attribute noch besonders beigefügt hat. Auf d'," Hauptfiächen derselben ist links eine ländliche Scene dargeßellt, 711 es, blos um die Lokalität, sei es, um in der Reihe derselben “nen Gegensatz zu der gräßlichen Errcgtheit der Haupt - Darstellung zu bezeichnen. Rechts trauert die Mutter mit dem Pädagogen 1111 dem Grabe der Kinder, wohl nicht ohne Beziehung auf de Mutter, die das Geschick der Kinder beklagt, deten Gebeine vereinigt in dem Sarkopha e ßxfundewwmdeii. Die Geschicke des Ortstes vom Beginne der Na e 's W semer S„llbnling in einer Ausführlichkeit wie bis 1th kein anderes Kunßw'kk |S JUL“- führt uns der dritte Sarkopha vor Augen. Dem Ve- YaW W Rech"?! schreitet Otefi mit gezüatem Öchwm vom Dreifuß des m?: a "LKW".- ubtr die an der Schwelle des Un lückshauses der Atriden “"UYYXIÉYYYYPMUUU Erinuys. In der im ist die bereits, aus »„ „1.1.1, «1,111131:„é,"21111'»“3m Leichnam 1311-6111: vollbraibt- de: dm HansWu“ wahtdeWFi“ keß,d ::r den, u tärml-lor ihk?" Schrecken bekaukükmmdm Furien AY? ?ck? 11 te b'clt'anm a"bm die am Boden ruhende Etimgys wähnäd Pv! dn» tei : e::g test 1! er „ckck dem Scha"!!! dj. ' hkk“ dan "hm" bßmvuwundert sone herauögetnten is'. 9! eiten Zeigen “3“ "Z': „F.:? „M:;
1 aum gelagerte Furie, kinks zwei Schatten, im Begriff, den Rachen Cha-
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ron's zu besteigen, um vielleicht zum Gericht indie durch einen Halbbogen angedeuteten Wohnungen dcr Schatten eingefahrt zu werdxn, Aus .der Vorderseite des Deckels folgen die weitcrcn Geschicke Orest's; 111 der Mitte, wie er, gefesselt mit Pylades, von Thoas deerhigenie zur Opfxrung uber- geben wird, links vor dem Tempel die Erkennung der Geschwister, ,kcchtö der Kampf gegen die andringcndcn_Varbarcn, während th1gcn1c nut dem Bilde der Göttin bercits das Sayiss bestiegen hat. „
Sind nun, wie gesagt, dicse Erwerbungen der Grundstein, der gayzen Sammlung gewesen, so mnßte man doch glauben, d"aß zur B1ldung cmcs Museums noch lange Anstrengungen n'othig sem-wurdcn. Hm ach be- währte sah auf das offenbarste der uuermeßlichc Retchthum Roms an Wxiken antiker Herrlichkeit; es bedurfte nichts als einer ?lubwahl'aus; denxr-lezaßen der vatikanischen Magazine, um dem Museum gleich bei skmek Eronnung einen ehrenvollen Platz unter römischen Sammlungrn 311 fichcry, Mehrere det dorthin verseytcn Werke find bereits bekannt, indem fie fruher anderen Sammlungen angehörtenz so vor allen die Koloffal-Statue de_s Antmous Dionysos aus Palästrina, früher im Palast Broschi, die, wenn sie auch en-t- fernt ist von der Frische selbst römischer Werke aus der ersten Kaiserzeit, doch gerade durch die scharfe Charakterifirung und die 111ehr trockeqx als sorgfältige Behandlung des Marmors als ein Hauvaerk fur Erkenntmy dcr Kunst-Uebung badrianischer Zcit betrachtet Werden „muß. AndPalast Ron- danini sehen wir zwei schöne Reliefs, beide bereits von W1n1eln1annbe- kannt gemacht: Ortstes, der, von den Furien verfolgt„ ohnmachtig n1_eders1_nkt in die Arme seines Freundes Pylades; dann das nur seltxnem Fleiß ge1|- vou aUSgcführte kleine Relief, einen Schauspieler oder D1chter darftcUend, der, vor einemTische fivend, den C arakter der vor ihm aufgesetlßwMaökm u studinn scheint, während eine kuse ihm zum Brisant; gegxnwartig ist.,"- Ztndere smd wenigstens aus Kupferwerken bekannt, so z. B. 171: fragmennrxe Gruppe einer von Amor gequälten Psyche, em Relief, Venus Angdyomene 11111 Amoren in einer Muschel, umgeben von Nereiden uud Meerdämonen, beide in (&ckde antiken Bildwerken. Unter den Hunderten anderer VorßeUun- gen, von denen freilich nur eine geringe Zahl andeutungsweise- bm ,““ wähnt werden kann, sind die bei weitem große„Maffe ,Rtllkss, doch sklen
ier von statuaristhen Werken wenigsdens angefuhrt: xm klemzr Aesk11_ap, acchus, eine fivende in eleganter und saubtrer Emfachhett gearbem'te
“haltung aus, mit den Uebungen der Palästra, in me
Muse, ein auf einem Panther reitcudcr trunkrner Silky, zwci 111itdchuxla angcthane Knaben, cin prächtiger 11u§Bigio gcaxbetteter-Hirsch, e11d11ch eine ganze Reihe schlafcndcr Amorcn 11111 den verschiedenarttgstenAttributen des Herkules, des Schlafes und des Todes.
Von den Reliefs ist durch dcn freien geistreichen Styl der Darstellungen eine große dreiscitige Ara vor Allem ausgczcichnet, aus den Trümmczn des Forums herrührend, und find auch die neun einen bacchische-p'Tanz m leb- hafter Bewegung darstcllendcn Figuren leider etwas beschadigt, so geben sie dennoch einen ursprünglichen Begriff ihrer Vortrefflichkcq, als antike Nachbildungen ähnlicher Vorstellungen, aus denen wir meistegs unsere Schlüsse auf die Vorbilder zu machen gezivungcn find. Jn archa1:ch sm“)ec
earbeitetem Styl führt uns eine kleine dreiscitige Basis Jupiter, ZFUW ,und
chptun in bekannter Weise gcbildctvor. Eine andere runde Am zeigt e111111. schwer zu lösenden Widerspruch zwischen ihrem Rclicfichnxnrk und d“ Wez- hung; unter Guirlanben an Schildkröten-Leyem mzfgehüngkmskhxn !?“;de Attribute Vulkan's, Hammer, Zange, Amboß und „d'? halbrqyrmige YUV?- während die Znschrist besagt, daß dic_?lra vxr Ptetas geweiht war. Die Zwöiftämpfe des Herkules m vonstäxrvtger erhe, d„och vyn schlechter Arbeit und ohne Besonderheitcn dcr Daryeuuns zetgx em kleiner ihm„gewexbtrr Altar, auf dem er außerdem im Betscm der,Y11nerva opfernd _gebtldet js].-
Diesen wenigen, freilich seltene_11 religiojen'Werken ruhen fich m Weit größerer Masse die Grabdenkmqler an. D1e Jagd des Meleager, Diaua's Besuch bei Endynuon, AdonrY' Tod, Appellons Kampf mit Max- syas einige Kämpfe des He-rkules, bet denen wir die bekannte F1g11r des Euréftheus im Fasse. durch eme crschreckte Frau vertreten, sehen, sind theils vollftändiger, theils 111 bedeutenden Fragmenten aufgeftelu. Unter dux etwas selteneren Darstellungen zeichnet fich ein kleiner Sarkopkag durch schone Er-
nten unte) Leitung der Päda ogen kämpfenden und gekrönten Ringern dargestellt; während em anderes elicf die Rüstung der CestuNämpfer besonders dxutlub erkennen läßt. Unter kleinen Grabstelen zeichnet, sich xmmentltch eine. durch; Feinheit der Ausführung und naive Kindlichknt ihrer Darßellungen aus; Amorinen scherzen mit einem Kanther,“ patodiren den_- nun- fenen Silen und betreiben ihre Ha „penwettkämpfe anz mat" dem Ernst und der Wichtigkeit, die nur uberhaupt Wett egen zukommt,
ger die ganzen Angaben für erdichtet hält, so wird es genügen, zur Bezeichnung der Oppositions-Manöver einen kurzen Ueberblick davon zu geben. E11_land, heißt es, habe anfangs durchaus auch einen ge- gen Capitain ruat ausZUsprechenden Tadel, wo nicht dessen Abbe- kUsUUI- verlangt, es sei aber von dieser Forderung abgegangen, nachdem Herr Guizot ihm das Zugeständniß gemacht, daß die Insel Mogador sogleich wieder geräumt und iiberhaupt alle weitere militairische Operationen gegen Marokko bis zum Frühjahr eingestellt, unterdesscn aber dem Sultan Abd el Rhaman noch einmal die alten JriedenS-Bedingungen angeboten und keine Entschädigungen fiir die Kriegskostcn von ihm gefordert werden sollten. Teffenungc- achtet aber habe das englische Ministerium noch auf eine Entschädi- gung für Herrn Pritchard cdrungcn, um vor dem Parlament des gegebenen Versprechens, da Englands Ehre gewahrt werden solle, stchjentledigen zu kömten. Auch hierzu habe Herr Guizot noch sich wtlltg erwiesen, und so sei indirekt doch gcwiffermaßen das Verfahren dcs Capitain Bruni, eben so wie das des Hcrrn Von Aubigm), dcs- avouirt, und Frankreich habe die Schmach zu ertragen, daß 213 einen Mann, dessen Umtriebe noch uruerdings französisxhes Blut vergießrn gemacht, für seine Jutriguen noch mit französischem Gelbe bezahlen solle. Was dann die Unterhandlungcn mit Marokko betrifft, so wird ferner behauptet, sie seien in Folge obiger Konzessionen ganz dem englischen Gesandten, Herrn Bulwer, in die Hände gegeben worden, dem die unerwartete Lösung dcs Knotens zuznschreibcn sri, denn die Ausgleichung dcr Tiffkrenxen mit Spanien habe dabki 11111 zum Deckmantel dienen müffen. E11dlich wird mit großer Ent- rüstung gefragt, wie man gleich 111111) Unterzcichmmg dcr Frie- dens -Stip11lationcn französischcrseits schon zur Ausfiihrung dcr- si'lbcn habe schreiten und die Ränmung der Znskl Mogador anordnen können, ohne, wie der gescylikhe Brauch eo erbcische, erst abznwarten, ob auch von Seiten der französischen Regierung der Friedknsschlnß genehmigt Werden und die Ratifikation dcssklben cr- folgen wiirde; eben dies aber [affe vorausskßcn, daß das Ganze ein schon vorher mit England abgekartetes Spiel gewesen und daß man sich dessen Willen vollkommen unterworfen habe. Dies ist dcr we- sentliche Inhalt des langen Oppositions-Artikels, der die Angriffe vorzcichnet, welche dem Ministerium Wegen dikser beiden Angelegcn- heiten, der otaheitischen und marokkanischrn, in der tiäihsten Session bevorstehcn.
Auch die Verordnung, durch wllck)? Marschall Vugcaud zum Herzog von Jsly erhoben wird, diknt den Oppositions-Vlättern als 11111 neuer Grund zum Tadrl der Regiernng. Sie sehen darin eine Rückkehr zudemBrauch dcs ancien 1*e*;;11119. Indes; wissen sie keine andere Art der Belohnung dt's Marschalls anzugeben, und wäre jene Ernennung nicht erfolgt, so wiirden sic vermuthlich ebenfalls Lärm erhoben und der Regierung vorgeworfen haben, daß sie die dcmLande gele1steten Dienste nicht zu würdigen wisse.
, Ter Abbé“ von Gcnonbe, Eigenthiimer derGazette de Franck, isi bet der Wahl zu Savenm) durchgefallen. Zu der Reds, womit er sich den Wählern empfahl, suchte cr unter Anderem auch dadurch sich Popularität zu gewinnen, daß er cine Revision der Vrrträqe Von 1815, abcr ohne Krieg, zu seincm Losungsworte machte. Außerdem erklärte er sich fiir allgemeincs Stimmrecht, fiir eine radikale Uch- stalmng aller Dinge in Frankreich, jidoch ohne Revolntion, für Ab- schaffung aller die Freiheit beschränkendkn Gesetze, für Unabhängigkeit des Klerus voin Staate und fiir freien Unterricht. Von einem Wäh- lcr über seine Ansichten in Bctreff der Juli-RWolution befragt, gab er folgende Antwort: „Ich unterscheide zwischen dem Widerstand ge- qen die Ordonnanzcn und der Verchnng des Prinzips dcr Erblichkcit.
cnOrdonnanzendurfte111.111sich widerseßen, Mil die Gcseße durch dik- selbkn vcrcht wurden, und Weil 311 allenZeitcn dchonarchie stets zwischen Vrrordnungen und (Hesrßcn ein Unterschied gemacht Worden ist, Karl 7. Verlangtc, seine Völkcr sollten sich den Verordnungen widerseyen, die er ctwa gkgcn die Gesetze erlassen möchte. Das Ministerium vom 8.9111g11st verletzte abcr bestimmte (Heseßc, indem es die Zahl der Wähler bcschränkte und 1111 die Zeitungen Hand anle'gtr. Dcr Wi- derstand war also gesetzmäßig. Die Verlegung des Pxinzips der Erb- lichkeit abcr mus; ich verdammrn.“ Das Journal des Döbats trinmpbirt iibcr dies halbe Zugeständnis; von Seiten eines dcrHaupt- sti1111nfi'1hrcr dcr lkgitimistischkn Partei, und Herr von Genoudc bc- k'o'mmt dann die spöttische Insinuation 311 hörcn, daß er, nachdem ihn die Sucht, fiir national zu gelten, angstricben habe, die eine Hälfte des Weges zuriickzulegcn, aus gleichcm Trieb auch wohl noch den Rkst hinzutyun diirfte,
Ä Paris, 21. SW. (53113111 Ende des Monats wird Graf St. Aulairc, französischer Botschafter am londoner Hose, aus seinen Posten dahin zurückkehren, um zum Empfauge des Königs auf engli- schem Boden bereit 311 sein. Man bemerkt, daß die Reise des Königs der erste Besuch ist, den ein französischer Monarch in England macht. Die Vcröffcittliihung der neuen Pairs-Ernennnngen wird erst nach dchiickkcyr des Königs erfolgen; die Liste ist nochnichtscstgcsicllt, aber als gewiß betrachtet man die Ernennung der Herren Graf Jaubcrt, Annissou Duperron, Benjamin Delrssert und Victor Hugo,
Zn Betreff der Ernennung des Marschall Bugcand 311111 Herzog von Jsly war bekanntlich i111Mi11is1cr-Rathe anfangs ans dc112l11trag
1441
der Minorität beschlossen worden, die Meinung des Marschall Soulf darüber zu vernehmen, welcher |ck, de“nn dabm audsprach, daß man den Marschall vor Allem erst selbst daruber „bbken musse. Demzufolge schrieb der Marine-Minister im Namen des Minister-Ratbs an Bugxaud, und sein Brief ging durch deqsxlbewCouner ab, Melcher ein eigen- händiges Dankschreiben des Kömgö uberbrqchte. Ur Marschall ant- wortete augenblicklich, worauf“ am 181en die Ernennungs-Ordonnanz vom Könige unterzeichnet wurde. , „ „
Zn Betreff der Frftlichkeiten bet der Ruckkehrjdcs mezen von Joinville ist bis jest nur der Beschluß gefaßt, daß 1" der „Kathedrale von Notre-Dame ein feierliches Tedeuw gesungen werden soll, dem der König, die ganze Königliche Fam1llx und alle [,k-oben Staats- körperschaftcn beiwohnen werden. _ Dkk! TUI? darauf soll da"" im Dome des Juvaliden-Hotelö ein fe12111che_1 Tranergottesdienst für die im Kriege gegen Marokko Gefallenen stattfinden. Der jetzt zum Vice- Admiral beförderte Prinz tritt in die durch den Tod des Vice-Admi- rals Lalande erledigte Stelle ein. Dgs Mgrine-Iffizier-Cows von Frankreich besteht gegenwärtig aus zwct Admirale", zehn Vice-Admi: talen, zwanzig Contre-Admiralen, hundert Linienschiff»Capitaine", zweihundert Korvetten-Capitaincn, skchshu11dert Schiffs-Licutenants, fünfhundert Schiffs-Jähnrichen, zweihundert Eleven erster Klasse und eben so vielen zweiter Klasse, Außerdlm ist noch der Reserchadre da, der fiinf Vicr-Admirale und 6 Contrc-lemimle enthält.
Der Erzbischof von Paris, der ebkn von einer Reise nach Hol- land, Belgien 1111!) der prkußischen Rheinprovinz zurückgekehrt ist, hat Von dcm Kardinal Staats-Secretair Lambruschini wiederholte Einla- dungen 511 eincm Besuche in Rom krhaltcn, ohne ihnen jkdoch bisher 311 folgmt, doch soll er cht sich gcncigtcr dam Zcigcn.
Tas UML Unglück, welches die Znskl Guadeloupe betroffkn bat, stlilk sich nach Briesen von dort als schr bedeutend hcraus. Vor zwei Jahren Zyrsiörte ein Erdbcben die Stadt Pointe a Pikke Von Grund aus, und jetzt hat eine furchtbare Feuersbrunst am 26. Au- g11st einen großen Theil der anderen Stadt Basso-Tkrrc in Asche ge- legi. Man kennt bereits die Nmnen der zahln'ichen Handelö-Eka- blinements, welche ein Raub der Flammen gcwordcn sind. Gerade das Quartier, wo die meisten Handelsleute wohnt?" und ibre Maga- „111113 _habcn, ist zu Grunde gegangen. Man schäyt den Schaden an Häujern 1111d Waarkn auf 3 MiUionen.
Die neuesten Berichte aus Algier vom 1511-11 bringen wenig von_Bedr11t1111g, Man war mit Anstalten 311 dem großen Bankett 311 (xhrcn des Marschalls Vugeaud beschäftigt. Dkk ehrmalige Agba des Boy Von Maskara und Mosiagancm, Mesari Ven Jömail, bx- sucht Frankreich und dessen Hauptstadt, und ist bereits auf dem Dampf- schiff „th'amond“ mit seinen zwei Söhnen und seinem iibrigen Ge- folge 311 Marscillc eingetroffen.
, Auch aus dym Maconnais, Bkaujolais und ganzVurgund lauten die Nachrichten über die eben begonnene Weinlcse außerordentlich günstig. Die Qualität des Wcines soll vorzüglich 311 werden vcr- sprechkn, leider ist dic Quantität nur gering.
Großbritanien und Irland.
London, 21. Sept. Die Times veröffentlicht hcufe bereits die ihr auf außerordentlichem Wege zugegangenen Berichte über das Vorgestkrn Abend in Dublin zu Ehren O'Conucll's stattgefundene „NationaL-Bankctt“. Achthundert Personen, großentheils dcr begii- tcrtcn Mittelklasse angebörend, hatten daran theilgenommen. Tie Musikballe, ein öffentliches Lokal in dkr Stadt, War mit den drei Mottos geschmückt: „chenkt des 30. Mai 1841“, „die Nepeal der Union“, „die Lords Denman, (Tottenham und Campbell“. Außer sä1111111liche11 eingekerkcrt gcwescncn Repcalcrs bemerkte man unter der Zahl dex Tischgäste a11ch mrhrc're Parlantcnts-Nkitglicder, die katholi- sch1§n B1schdfe vou Ardagh und Mcatb, sogar Einige protestantische G1:1stlrche, fc1'111'1' den Lord-Mayor von Dublin und die' Mayors Vcr- schiedcnkr anderer Städte Irlands. Herr Smith O'Brien, welcher dem Jcste präsidiréc, brachte O'Connell's Wohl aus mit den Worten:
„Herrn O'Conttkll's Gcsnndheit und (Hliick, 1111dn1b'ge er es erleben, daß
dcr Lieblingöxvunsch seim's Lebens erfiillt wc'rdc _- die Repcal der Union.“ Der laute jancl, mit Welchem diescr Toast ausgcnonunen wnrde, steigerte sich noch, als O'Connc'll sich hierauf erhob, 11111 seinen Dank in liingrrer Rede ausZUiprcchcn. Dicselbe bietet nichts Ncucs von Interesse. Der Agitator begann mit einer cmphatischen Aufforderung, in dem Vcstrcbcn fiir die Rkpkal der Union „zu Verharren, den Po- saunenruf crschallen zu laffcn, dcr die nicht, wie (Hrattan gesagt habe», d111'1l) die Union bcgrabcnc, sondern nur schlummcrnde Unab- hängigkeit Irlands wieder crwcckkn soll, den Sieg zu ungen, der in diesen Tagen so unerwartet errungen worden sei. O'Connell wieder- holte sodann seine friihercnErklärungcn, daß 61" nur fiir cin Föderal- Parlamsnt streite, daß er einem andcrcn fähigerkn J-iihrer, etwa Herrn Grey Porter, (der Protestant und von konservativen Grfinnungcn aber fiir kin Jöderal-Parlanient ist) gern die Leitung der Agitation abtreten wollk, und daß er endlich 11111“ in dcr Vcr- sch1nklz1111g aller Partcicn dcs Landes das Gelingen ihrcs [liitkrnch- 1111115 rrblicke'. Er empfahl diesc Vereinigung aller Parteien und Gaubmisscktkn in dem cinen Aller Intercffe 11111fass911d1'11Strebennach ungcfcsscltcr politischer Freiheit anf das dringendstc, scytc dann kurz die' 311 hoffsndcn 11111191'ie'llc11 Vortheile eincrA11fheb1111g dcrUnion aus-
einander und schloß mit einer Berufung an die Vaterlandzliebe bes irländischen Volkes. Nach O'Connell hielten seine Schicksalsgenofsen, deren Gesundheiieu gleichfalls ausgebracht wurden, und Andere der Anwesenden noch längere Reden, und die Gesellschaft trennte sich “| nach Mitternacht. ,
Das durch die Gibraltar Chronicle veröffentlichte Schrei- ben des Befehlshabers des „Warspite“, Capitain Wallis, an den Lber-Befehlshaber der englischen Schiffs-Station im Mittelwerte, Sir Edward Owen, in Vetxeff der Times-Korrespondenten über das Bombardement von Tanger lautet folgendermaßen:
„An Bord Ihrer Majestät Schiff „ Wa-spite“, zu Gibraltar, den 5. Septembek. Mein Herr. Ich habe die Ehre, Ihnen den Empfang Ihres Schreibens vom :!0stcn vorigen Monats anzuzeigen, welches zugleich sowohl die General-Belanntmachnng von jenem Tage, als auch die Times vom 21. August, in welchen mehrere schr beleidigende, unedelmüthi e und un- englische Briefe aufgenommen waren, enthielt. Verlassen Sie ck darauf, mein Htrr, ich werde meine besten Bemühungen daraufverwenden, ben oder die Personen, welche dieseiben geschrieben haben, ausfindig zu machen. Ich stimme über den tadelnswcxthen Charakter solcher Bemerkun- gen und Veröffentlichungen mit Ihnen ganz vollkommen überein, und obgleich jene Briefe vom Bord des „Watspite“ datirt find, will ich dock) nicbt glauben, daß irgend ein Offizier des Schiffes, das ich zu bcfchlcn die Ehre habe, der Verfasser davon gewesen sein könne. Was mich selbst betrifft, so gebe ich mir die größte Mühe, in den jüngeren ZWeigcn dcs Dienstes jede Neigung zu solchen pmblerifchcn Ansichten zu unterdrücken, welchc, wie Sie schr richtig bemerken, nur dam dienen, den Charakter dcr britischen Offiziere und Seelsute herabzuwürdigen. Da die fragliche GeneralBekanntmachung in ver Gibraltar Chronicle ver- öffentl1cht worden ist, so hoffe ich, ste wcrden mir die Ehre ekzeigen, zu er- lmiben, daß a11ch diese Antwort in demselben Blatte veröffentlicht werde, da der „Warspitc“ in jener besonders genannt war. Ich habe die Ehre :c. Wallis, Capitain.“
nglcich die Nachricht des Morning Herald von dem Trak- tate wegen der Bescyung von Suez für eine reine Erfindung erklärt worden ist, so will man doch nicht allen Glauben an derartige statt- ge'sundenc Arrangements im Orient aufgeben. Sogar der ministe- riklle Standard äußert die Meinung, daß etwas an der Sache fei, 1ve11n auch vielleicht der AnSdruck Traktat nicht auf die Uebereinkunft paße, welche man beabsichtige,
Ten Behauptungen der franzöfischen Oppositionoblätter, nament- lich des National, daß die Zahl der Liuienschiffe in der britischen Flotte eigentlich nur auf dem Papiere Vorhanden sei, da fast alle Schiffe, deren Namen angegeben werden, noch aus dem leytkn Kriege herrühren und nicht mehr secsähig seien, begegnen unsere ministeriellen Blätter mit der Erklärung, daß von den 80 s. . aäyanceej 511595, Welche nach erfolgter Bemannung au enblicklich 1n See stechen kön- nen, die Hälfte noch 15 Jahre alt ?eien, und daß die Flotte im Ganzen 30 skit dem Jahre 1830 gebaute Linienschiffe zähle.
Die Trmic'zportschiffe, welche Truppen vom 6017211 und 61|en Regiment Von Cork nach Ostindien bringen soUten, sind ohne diesel- ben unter Segkl gegangen, indem man unter den gegenwärtigen Um- ständen es nicht für riithlich befunden haben soll, den Truppenbestand in Irland zu vermindern. “ Der Cork Examiner berichtet aus der Pfarrei Von Drontariff, eine halbe Meile von Kontark, daß 16 Familien, im Ganzen 96 Köpfe zählend, von ihrem Gutsherrn von Haus und Hof gkjagt worden scien, nachdem sie Jahre lang, Manche unter ihnen 41)Jahre und darüber, als Pächter dorx gewohnt hatten. Es ist wohl anzunehmen, daß .an eine Versöhnung in Irland nicht zu de1tikesn dist, bevor nicht die agrarischen Vcrhältniffe des Landes geord- 11e m .
I t a l 1 e n.
Rom, 14. Sept. Zhre Königl, Hoheit die Frau rin e in Kar! von P:“z'uße11_hat mit ihrer Tochter, der Prinzessin LoFisekÉisö- mgltche Hohen; gkxtkrn die Rückreise iiber Florenz angetreten.
(Hkstcrn 1)? S9. Königl. Hoheit der Prinz Georg von Preußen unter dem 9111111211 eines Grafen von Tkcklknburg hier angekommen.
_, Dex Erzbisihof 130115113111, Freiherr Droste von Vischering, wexcher 1111) [*UVP sert cintgc'n Tagcn hicr befindet, Wurde heute vom Papste empfangen.
An die Stelle des bcrstorbenen Camuccini ist der Maler Agricola 3u111-J11spektor der öffentlichen Gemälde und Direktor der Mosaik- Jabmk ernannt worden,
I p a n t e n.
Nkadrid, 14. Sept, Cs ei'*1, die Re icrun , wel e link starke Majorität 111 den (Torteckck riichnet, wkrdge denixelben félgeiidlef Reform- Entwürfe vorlegen: ]) Der Senat soll durch eine Pairs- 3111n1n111' ersetzt Werdcn, dcrkn Mitglieder auf Lkbenszcit zu ernennen sind; 2) das Prcßgessy soll modifizirt werden; 3) das Geseß über die National- (Harra soll Veränderungen erleiden; 4) die Eingangs- wiorte dlc Constitution, worin von der Volks-Souveminetät die Rede ist, sollcn Umgkändcrt werdcn.
H Wiadrid, 14. Sept. Was jeder unbefangene Beobachter vorgussah, verwirklicht sich. Ein Ministerium, das aus den hetero- gcnjten, sich einander bekämpfenden Bkstandtheilen zusammengeseßt wurde und seit seinem Entstehen auch nicht einen einzigen politischen Grundsay verfolgte, sondern, dic „richtige Mitte“ suchend, von einem
indem der Preis des ficgendcn Thiercs ein Kranz ist; doch tritt die Kind- lichkrit nur um so deutlicher wieder in den Thränen hcivor, dic dcm besieg- 1111 und gctödtctcn Thiere fließen, Noch sind einige Wc1kc 311 erwähnen, die fiir die freilich noch zu wenig betrachtetß Technik der alten Kims! cin Jntercffe haben: zuerst die ziemlich Vollendete Statue cines qcfangcncn Barbaren-Königö, (111 der noch eine Menge der z1111'1116a1'bci11111q* nach dem Moch gesetzten Punkte stehen geblieben sind, während diese bis jcjxt 11111" als ganz bereinlexc Erscheinungen (111 cincr geringen Anzahl alm“ "Werke sich vorfandcu, Em Sarkophag, freilich von schlecbtcr Arbeit, auf dem ein Hausherr die um ihn versammelte Dienerschaft bei ihrer Arbeit bcanssich- tigt, ist mir sfizzirt, und die Arbeit zeigt, wie man bei dcr Anlage des Reliefs diellmrisse mehr nach Art'einer Zeichnung auf ciner Fläche änden- tete, als daß man von vorn hkki'm auf die Behandlung des Rnnden viel Riicksicht nahm.
Unter den Wexkeu der Kunst find a11ch bercitö in dem Museum eine Anzahl Don Inschriften aufgestellt, doch meist Grabsteine von gcringcr Bc- deutung. Doch verdienen hier als seltenerer Art die Inschriften auf dem Fuß zweier cm der Marmorata in Rom gefundenen Marmorsänlen Erwäh- nung, gewiffermaßen die Adressen, unter denen fie aus den Steinbrüchen nach Rom gesandt wurden. Ueber sie enthält der eben pnblizirte funfzehnte Band der Annalen des archäologischen Justituts eine Abhandlnng des ])1'. Henzcn, in Welcher die hierauf beziiglichen, bisher wenig beachteten Zweige der römischen Verwaltung einer genauen Betrachtung unterworfen Werden.
Bei dcm Interesse, welches den Resten ältester christlicher Kunst cht wieder mit neuem Eifer zugewendet wird, dürfen endlich die Anfänge einer Sammlung dahin gehöriger Ma11norwe1ke nicht unbeachtet bleiben, dic in * einem besonderen Zimmer des Museimis zusammengeordnet find. Zwei Sarkophage von vortrefflicher Erhaltung fesseln vor Allem die Aufmerksam- keit, zugleich Belege für zwei verschiedene Stufen christlicher Vildnerci, der erste in der älteren allegorischen Auffassung mit mannigfachen Anklängen an Votstcllun en römischer Kunst. Wir sehen an der Vorderseite Christus unter der Ge,?alx des guten Hirten dreimal wiederholt. Dcr übri e Raum ist auf eine Weite, welche die Technik der Marmor-Arbeit als no in spä- ten Zeiten blühend be_k11ndet, mit arabcskenartigen Weinstöcken angefüllt, in denenAmorimn vielfältig beschäftigt smd; unter ihnen sieht man auch Psyche,
drm Amor Trauben dringend, Dieselbe Vermischung des Christlichen und Römischen kchrt auf der einen Ncbcnscitc wicdcr, aiif der unter «11- direkt , 111 gewöhnlicher Charaktcrisiik crschrincn. - Dcr zw-sitc Sarkopha hat historischc Vorstrllmngcn des alten und neuen Trßmncntz: auf den ? eben- scitcn den Siiiidcnsall und die drci Männer im feurigen Ofen, wie öfter mit einer den phrygischrn Mützen ganz analogen Kopfbkdeckung; anf der Voxdcrscitc Moses, dcn Quell aus dem Felsen crwcikcnd, und ein anderes chiger bkllkiikh-FS Bild: ein Greis, gefiihrt von ztvei Juden, deren tiirban- a:“tigc Miißen der Künstler tvolxl ans seiner Zcit 111 das Wrik iibcrtrng. Aus dem nenen Tcstamcnte sehen wir die Verwandlung des Wassers in Wein, die Heilung des Blindcn; dic Speisung dcr Fiinstanscnd, und wie es scheint, die Erwecknng des Lazarus, wenn nämlich die ganz mumienmtig eingewickeltc (Hcstalt des Todten am besten auf ihn, der schon im Grabe [ag, bezogen werden muß. Grstalt zwischen zweiMänm-rn stehend ein. Vorstell11ngen an Susanna oder auch an Maric gedacht hat, so wird kits witch dieses Bild widerlegt, da der Kopf unausgeführt ist, also das Por- trat derjenigen, werden sollte, die in dem Sarkophage beerdigt wiirde. Dcr Grun? dersy1§r die,Au58)fkiih111ng„111Znüß machte“, ist offenbar der, daß nicht eme 1 mn, on ern em ann Sa inus der n rit 11 ' “
Ruhestätte fand. “ “ 3 std s 3 folge da"" |""
auf die Acrndte bcziiglichc11 Bildcrn die vicr Jahreszeiten
Den Mittelpunkt nimmt eine betende weibliche Wenn man dabei in ähnlichen
Hiermit sei denn diese kurze Uebcrficht geschlossen in der freilich so
Vieles, cine Mcnge-schöny Köpfe, Götterbilder und Portraits, eine Fülle der herrlichsten arci)1_tekto,n1schen Fragmente nicht be1ück,ichtigt sind, die der Yeschauer, deren wir dieser neuen Schöpfung römischen Kunstfinnes recht viele wünschen, ' Werth ftnden wird. „“DiellnerschöpfliMeit des römischanodens, selbst wenn er fichx1m Augenblick wem“ er er icbig zeigen sollte, läßt hoffen, daß diese schon )eHZ so bedeutende b__cs"Kap1tols und Vatikans an die Seite stellen und dieser ehrwürdigen Stgtte einen neuen glänzenden Ersav für den Verlust so vieler vergangener Große verleihen wird.
darum nicht weniger einer genauen Betrachtung
amm ung fich einst würdig den ihr verwandten
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V e r m i " ck t es. In Folge des bcreits ziemlich Weit vorgerückten pompejanischen Haus-
baucs i11 Aschaffenburg, unter der Leitung des König!. Direktors der Akadcmw der bildenden Künste und Ober-Bauraths von Gärtncr ehendt wxirchn 1:1 Miinchen 11ach deffen Angabe und unter dessen spezieller seit langerechir Ve1111chc im pompczanischcn Stnrco und Malerei gemacht und bereits ein vortrefflichcs Resultat erzielt, dem nur die Anwendung und Az:sfuhr,11_11g- 1111 Gxoßcn mangelt, Ta fich bei diesen Versuchen noch einige H'PMUUE, 111 Vez11g anf Klima und Material zeigten, so befahl Se. Ma- xcstat Homg L11dw1g auf Antrag des Henn von Gärtner, daß sich eine Komm1sfion, aus Tecknikern und Chemikern bestehend, nach Pompeji zu be- geben habe, um an Ort 11111) Stelle, auf dem Wege der chemischen Ana- lyse, diesc obwiiltenden H111dcrniffe zu untersuchen und für die Abwendung möglichst zu besc1tigcn.
"süch-
Braunfcbweig, 23. Sept. (Magd. Z.) Mit Spannung steht
man dcm Musikfeste entgegen, welches am 29sten und 30 en d. M. “ sinitfindcn wiid. Es, ist Alles aufgeboten, um die Aufführsimg des mixte? S p o h r schcn O_ratormms: „_Der Fall Babylons“, glänzend und des Meisters der zu- dessen Leitung von Kane! hierher kommen wi1d, würdig zu machen. Be: kanjntl1ch hat dieses Oratorium in England, wo dasselbe im vorigen Jahre gle1chfa-Us 11111er Spohr's Direction zum ersten Male aUSgeführt ist, außer- orxetxtnches Aufsehen gemacht. Die hiesige Ausführung mit den da 11 auß" gc o enen und 130 “nstrume-ntalisien werden dazu mitwirken - in dem herr! Lokale der vormaligen St. Aegidius-Kirche wird jener in England gewiß
randiosen Vokal- und Justrumental-Mitteln _ 600 er
nicht nachstehen und so den Namen des Kompom'ßen auch in seinem Vas»
tZrlande aufs neue vetherrlichen. Auch das für den“ ten “ - digte grbße Konzert scheint Gutes zu versprechen. x:“ Tag MIM" daß dann - ,zum ersten Male bei einem deutschen Masi m der musikalnchen Welt neuerlich vielbesprochenm Verlioxschm Onm-
iß demnkms-mh, ' - eiue dex
türen (König Lear) vorgetragen werden wird,
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