1844 / 278 p. 2 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

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' und ele t. Ni 1 Mit von die- 7511?" Fa“ „WAZ,? dd,!e'sthxqudgxklebeTtxksérr das guru? BankZchudx, welches du' &: ; schräg gegenüber liegen with, begonnen.“ Auf der ostl1chen Seite der Börse hat man bereits mit denz Hau der_„Borsen-Akkadcn begonnen, und die Mauern erheben fich schoii emtgx Fuß,uber bem Boden. Pon den neu zu etbaueudm Brücken find vier fert1s„ dix Stemnbzeten-Brucke, „die (Hörttwietm-Bkück- die Grastellcr- und du Borsmy-Brucke. Andere bm, die Ado]phs-, die Bleichm-, die Schleusen- „und du Rosendamnzs-Bruckx, schreiten taschihm Vollendung entg en. Voq 1hnen werden nanzexttltch die be)- deu [esteren wahrhafte Zierden" der tadt fem. Von der 'Pemktrzhe [md d1e neuen Mauern bis jest ungefahr 15 Fuß hoch emporgesnegen; xx hoher fie werden, und je mehr man die alten Mauern mit neuen verkleidet, desto mehr glaubt man fich zu überzeugen, daß das Ganze doch nur Flickwerk bleiben werde, und daß besondere Umstände haben obwalten müssen, unter denen die Ruinen der Nikolai-Kirche als völlig unbrauchbar verdammt, die- jenigen der Petri-Kirche zum Kern einer neuen Ki1che völlig geniigend be- funden werden konnten. Uebtigms hat die Aufforderung der Nikolai- 1111che11bau-Kon1misfio11, Baupläne für dicse Kirche cinzuliefern, biz jest, dem Vernehmen nach, noch keine sehr lebhafte Konkurrenz hervorgerufen. An den Bau des neuen Rathhauscs wird vorläufig, und gewiß mit großem Recht, noch gar nicbt gcdacht, und es werden wohl noch mehrere Jahre hingehen, the damit der Anfang gemacht werden wird, Das provisorische Rathhaus, früher Waisenhaus, bietet hinfichtlich der Bequemlich- keit und der Räumlichkeit so Geniigendes, daß durchaus keine Nothwcndégkeit vorhanden zu sein scheint, andere dringende öffentliche Ar- beiten zu unterbrechen, um den Rathhaquan unternehmen 11 können. Das Waisenhaus ist, beiläufig bemerkt, so geräumig, daß es fa alle die admi- nistrativen und gerichtlichen Behörden, die früher aus das Rathhaus und das große Eimbecksche Haus vc1thcilt waren, in fich hat a11f11ch1ne11 können. Mit der Erbauung des neuen Postgebändeö in der Poststraße wird cht wahrscheinlich bald der Anfang gemacht Werden. Die hamburgische Stadt- post, die tburn- und taxisscbe und die hannoversche Post werden darin lo- kalifirt wcrden, Wahrscheinlich auch die schwedische, die fich hier )'th noch in dem Hause des schwedischen Gesandten befindet. Dann wcrden sich alle verschiedenen Postämter 111 wenigen benachbarten Straßen befinden, einc Bequemlichkeit, die namentlich unserem kaufmännischen Publikum sehr wohl zu Statten kommen wird. Das jcsige Stadtpostgebäude, auf dem Neuen- wau, dem Stadthausc gegeniiber gelegen, wird sodann, dem Vernehmen nach, die Bestimmung erhaiten, die Untersuchungs-Gefangcnen und leichtere Polizei-Jnhaftirte muzunebmen, eine Lokal-Vcrändmmg, die auf den Gang der Untersuchun en nicht ohne wohlthätigcn Einfluß sein nnd zur Erleich- terung der Auf 1ch1 über die Detinirten wesentlich beitragen wiirde.

07“ Lübeck, 3. Okt. Das heute Mittag von St. Petersburg bier angekommene Dampfschiff „Naslednik“ bringt die Nachricht, daß General Graf Benkendorf, Gencral-Adjntant S1“. Majeséät des Kai- sers von Rußland, am Bord des Kaiserl. russischen Kriegs-Dmnpf- schiffes „Herculcs“ (Vgl. Nr. 266 der Allg. Pr. Z.) verstorben ist, Der „Herculcs“ war mit der Leiche des hohenVersiorbencu in Kron- stadt angelangt.

Ocßcrrcichischc Monarchie.

% Teschen, 1. Okt. Dcr Anstoß, welchen Herr Witt von “Db“rring in Bezug auf die Enthaltsamkeits-Sache der oberschlesischen Geistlichkeit gegeben, hat jeßt schon weit die Gränzen jener Provinz überschritten. Die Art und Weise, wie die Suche hier begonnen, ist sogar psychologisch interessant. Wenngleich die hiesige Geistlichkeit (_das Dekanat Teschen unter dem hochwürdigcn Ko111missarius Appoldy in Bieliß) zum Fiirstbisthum Breslau gehört, so ist doch wenig Be- riihrung mit den jenseitigen Geistlichen, und wir Wurden zuerst durch das Volk selbst 1111 den Gränzcn aufmerksam ge- macht, Welches, wenn es nach Preußen ging, begeistert von der dortigen Bcgeisierung das Enthaltsamkeiw-Gelübde ablegte. U11- serem Waken traten vor Allem die alten Joseph111ischcn Bestimmun- gen gegen alle Vereine, Brüderschasten 11, s, w, und dann leider und fast mehr noch die bedeutenden Grundbesiher in den Wkg, die Alles dagegen in Bewegung scßten. Dennoch bahnte die gute Sache sich ihren Weg. Kaum hatte der edle Erzherzog Karl von der Lage der Sache Kunde erhalten, als kt“ dt'e grmesscnsten Befehle an seine Beamten erlfeß, hierbei Hand 111 Hand mit dcr Geistlichkeit zu wir- ken, obscho11 er hierdurch sich einer Reveniie von 100,00" Gulden beraubt. Der ausgezeichnete Chef des tcschener Kreises ließ die Geistlichen von Schwarzwasser und Taschen die Gelübde abneh- men, und wenn schon auf den iiberaus giinstigen Bericht des hochwiirdigen Kapitular-Vikariats noch immer keine offizielle Ent- scheidung erfolgt fsk, so kennen wir doch aus sicherer Quelle die überaus günstigen Aeußerungcn, welche Allerhöchséenorts ausge- sprochen sind. Die großen (Hcgcnbrsirebungen mancher Magnaten, die sogar eine Menge von Untersuchunxn gegen den Feuereifer der Geistlichen provozirten, wurden von unJerer höchsten Regierungsftelle nach Gebühr gewürdigt, und im weiten Umkreise hat sich allein der Geistliche in Groß-Kuntschiiy der Abnahme der Gelübde widersest. Aber nicht auf unsere Gegend bleibt jener Srgen beschränkt, den der Himmel dem Oßen Europa's verliehen zu haben scheint, er schreitet weiter und weiter vorwärts der Sonne entgegen. Der treffliche Bis- thums-Administrator in Krakau (der Bischof selbst befindet sich be- kanntlich seit und Wegen der polnischen Revolution im Minbriteu-

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Kloster zu Troppau) bak deshalb einen ausgezeichneten Hirtenbrief erlassen, imd im Jreistaate gilt es schon für die größte Schande, Brgnntwcm zu trinken. Die desfallsige Begeisterung dringt täglich 1ve1ter 11ach Lemberg vor, und mehrere der größten Gutsbesiser, an 1hrer Spike die Gräfin Potocka, haben allen ihren Unterthanen, die das Gelübde ablegten, einjährige Befreiung von allen Grundzinsen als Belohnung gewährt.

Frankreich.

_ Pa-ris, ,30. Sept. Tie leitenden Artikel der pariser Blätter b1etk11 se1t enngxn Tagen gar nichts Mittheilenswerthes dar; theils sin'd. es mßtte W1edcrholunge11 alter Polemik über Marokko und Ota- he111, thetls behandeln sie Gegenstände von unbedeutcndem Interesse. Das Journal des Débats wünscht heute dem Lande dazu Glück, daß eme solche Ruhe in den öffentlichen Zuständen eingetreten, „Die verfloffene Wochxk, bemerkt das 1111111sterielle Blatt, „war nicht sehr kachkbUÉ M Pöl'klschxn Ereignissen. Wir beklagen uns dariiber keines- wkkzßs; "" Gegxnthnl, wir sind überzeugt, daß der ruhige und regel- ma 1ge Fortschrttt ber Dinge sicherer und ersprießlicher ist, als der, wxlcher d11rch Erschüt-terungen bewirkt wird, und wir unsererseits cm- pfmden kem Bedürfmß beständiger Aufregung. Aber die Zeitungen, xyelche glauben, es setjunmögléch, acht Tage lang zu leben, ohne sich aber etwas, ZU ?_Z'hlyen und die um jeden Preis nach politi- schethmo11onen dUkßkn, sind natürlich durch die in den Vcr- hülkmssk" herrschende Ruhe in nicht geringe Verlegenheit gc- sksßkY Um_11ur,11“ge11d etwas sagen zu können, sind sie d1'1111 auch gc:- 11oth_1gt, d1e c111fachsten Vorfälle unmäßig zu übertreiben. Es giebt freiltch nichts, aber man kann doch nicht “.'-1 Stunden ohne 91111112111- griff auf das M1111'steri11111 vcrstrcickxu lassen; das wäre ein schlimmes Vkispiel und allen Ucberlieferungcn der Opposition entgegen. Da nun dicministerielleVera11twortlichkcit Weite Ausdehnung hat, so sucht man 111 Provinzialblättern einige dem Könige zngeschricbcnc Worte auf und macht sie in den “Organen des linkcn Centrums und der 1111- kcn Seite zum Gegenstande heftiger Rüge. Wir sind überzeugt, daß das Ministerium gern jede Art von Verantwortlichkeit übernimmt, und diese noch mehr als jede andere. Wenn wir unsererseits bis jeyt uns mit dieser Ansprache noch nicht beschäftigt haben, so ist es erstens deshalb geschehen, Weil wir sie nicht hinreichend beglaubigt fanden, und zweitens, Weil wir nichtgcrn 1111111113 die Person des Königs aus das Gebiet der öffentlichen Erörterung herabziehcn. Es sollte 111113 aber sehr leid thun, chn unser Schweigen den Glau- ben erregen könnte, daß wir jcnen edlcn Worten nicht unsere vollkom- mene Z11st11111111111g gäben. Der König soll, so versichert 1111111, auf die Adresse eincr philanthropischcn Gesellschaft geantwortet haben, es sei niemals Vortheil dabei, Krirg 311 fiihren; der Krieg sei einFluch und unter civilisirten Nationen etwas Widcrsinnigcs; und er hoffe, das:, wenn sein chen noch cinigeJahre dauere, der Krieg in Europa unmög- lich geworden scinwcrde. Dies also gereicht kenOppositions-Blättcrn zum Aergerniß! Sollte man nicht meinen, es handle sich von der ersten Offenbarung eines großen Geheimnisses? Ist es denn das erstenml, daß das Oberhaupt der Regierung von 1831) laut und öffentlich erklärt, der Friede sei das größte der Güter, er wünsche ihn, er strebe dar- nach und er werde ihn mit aller sciner Macht zu bewahren suchen? Und Wer möchte ihm hieraus eincn Vorwurf machen? Soll damit etWa gesagt sein, eine große Nation müsse ihre Waffen niederlegen und die Arme iiber einander schlagen? Sie müsse die Befestigungen

niederreißen, die Armeen beurlauben und den Janus-Tcmpel fiir im; mer schließe11?_ Leider nicht. Wollte Gott, es wäre so und man könnfe, nne 11111 seltsamer Ironie gcsagt wird, die unniixzcn Schiffe verbrennen, die miißigmt Soldaten der Arbkit wiedergeben und die fruchtbringkude Pfingschaar iibt'r die Trümmer der Wälle hingehen iasscn. Abkr noch sind wir so weft nicht, Es han- delt sich also nicht darum, die Welt unbeweglich zu machen, der Macht zu entsagcn, die dem Recht den Sicg Verschafft, und zu er- klären, 1111111 wrrde, was auch kommen möge, keinen Krieg mehr fiih- ren. Diese lächerlichen Konmtentare Verdienen keine ernste Wider- legung. Wenn die dem Könige 111 den Mund gelkgtkn Wortc wirk- lich gesprOchM worden skikk"- so hach sie einen edlen und tiefen Sinn, den man nicht cntstclien lassen darf, Es ist der Ruhm der Regieruyg von 11281), daß sie den Frieden wollte und ihn aus einer Revolutxon hervorgehen ließ; deshalb aber träumt man nicht, man tä11scht 'ich 111cht, man schläft nicht ein. Es sind Schiffe 111 unseren Häfen, Mauern um unsere Städte, Waffen in unseren Arsenalcn und wir haben Hände, sie zu fiihren. Aber wenn wir noch Krieg habcn soUen, so soll 16 wenigstens so spät als möglich sein, im buchstäbli- chcn Sinne des Wortes als 1111111111 111110 der Völker wie der Kö- nige. Das ist Alles, was die dem Königthum zugcschrikbcnrm Worte meinen konnten. Und möge der Friede, dcr skarkr, riihn1lick1y arbeit; same unb fruchtbgrc Friede, immer mehr gedeihen und unter dem SMX“) d1escr 701ährigcn Weisheit, wie man sie nennt, sich bcfrsii- gen.

Mehrere Depuiirte, heißt es, beabsi-htigen, bei Anfang der näch- sicn Kammer-Sißungen den Antrag zu stellen, daß die Deputirten- Kammer nach dem Beispiel des englischen Parlaments gleich in der ersten Siyung die Antwort auf die Thron-Rede votire, damit nicht 14 Tage, wie gewöhnlich, damit verschwendet wiirden.

Der Heiraths-Vertrag zwischen dem Herzo von Aumale und der sPrinzessin Karoline Auguste von Neapel so bereits unterzeich- net ein.

ck Paris, 30. Sept. Bei der gestrigenRevue hatte ich Ge- legenheit, sowohl den vielbcsprochencn großen Sonnenschirm, wie die Fahnen zu sehen, welche in Marokko erobert worden. 2111 dem ersie- re11 sind vorzüglich die Stickereien, welchk Arabesken und Blumen in vergoldetem Silber darstellen, durch eine außerordentliche Feinheit, Richtigkeit und Eleganz der Zeichnung bemerkenswerth. Die Fahnen sind sehr vielfarbig und 1111 ganz grob gearbeitetenStangen von wei- chem Holze befestigt, deren Länge ctwa 4Metres betragen mag; auf der Spiye der Fahnenstange" prangkn entweder ber oldete Kugeln oder Halbmonde, Außer den Fahnen Wurden auch Janzen, Yam- gans, GcWehre und Sättel mitgetragen. Bei der Musterung zog besonders der an der Seite des Königs erschienene Herzog Bernhard von Men-Weimar die Aufmerksamkeit aller Anwesenden auf sich, er war, nachdem er den Manöbern bei Meß beigewohnt, mit dem Herzog von Nemours hierher gckommen.

Die neuesten Berichte aus Algier vom 24ste11 sind nicht ohne Bedeutung. 21111 22sic11 hatte eine große Musterung iiber die Trup- pen der Garnison 11111) die M1113 stattgefunden; dcr Marischall hatte die angeschensten Häuptlinge der Stämme der Umgegend owohl, als derjenigen, die erst kiirzlich sich unterworfen, eingeladen, derselben bei- zxnvohnkn, und sie waren auch meistens gekommen. Kaum aber W111“ dic Musterung 311E11de, als der Marschall in Kenntnis; geseßt wurdc, daß nicht unterworfcne Stämme, die AbWesenheit der Chcfs, die sei: 111'1'E1111adu11g gefolgt Warcn, benuxzend, Dcllys überfallen, die dortigk Garnison lebhaft angegriffen, einen Theil der Einwohner des Stannnes niedergcnmcht und sie geplündert hatten. Er ließ augenblicklich zwei Dampfschiffe mitTruppen 1111chB11gia abgehen, um diesc11e11eSchilk-- Erhcbung i111Kc1'n1e 311 erdrücken; am 2311111 wurden auch chiCom- pagnieen Artillerie Und vom Genie-Corps und Alles, was zu c111erfb1'111- lichen Expedition notthdig 111, nach demselben Punkte eingeschifft. Merkwürdig ist, daß man ;11Algicr Von vielkn Seiten behauptete, der Angriff auf Dellys sei unter Abd cl Kadcr's Leitung selbst geschehen. Wahrscheinlicher aber ist, daß 11 unter Ben Salem's Führung 1111111“- 11omm1'11 worden. Jedenfalls war man nicht ohne Besorgnis; Wegen dieser neuen Bejvcgung dcr Kabylcnstämme, die aber an keinen 1111|- lichen Erfolg denken können. Sie haben scho11 den Auge11bl1chz11111 Losbrcchen schlkcht gewählt, jetzt, wo dchrieg 11111 Marokko brcndét, also die Masse der dortigen Truppen verfügbar geworden ist. Die Stämme, welche sich jeyt 111 der U111gege11d von Dellys empört 1111- ben, sind dicsrlben Kabylen, die man durch die letzte Expcdition 1111 Monat April gegen sie vollkonnnen unterworfen 311 haben glaubte; Bc11:Sa1n1111, der Agha des großen Stammcs dcr Elisas, ham“ dq- mals offenbar nur den Eid der Treue 11111 des Scheincs willcn g1l1*1- stet, und 11111 11111)t ans seiner Stclle bcrjagt 311 1ve1'd1'11, 111 1111111111 seine Familie dreihundert Jahre hind111ch dic Kabylcnstännnc 3wisch111 B11g1a nnd Algier beherrschte. ,

Am 271“th Abcnds liefen das Linienschiff „Suffrcn“ und W Dmnpf-Frcgatte „Montezuma“ 1111 Hafen von Toulon 9111, S1? hatten Cadix 11111 “Listan Verlasse'n. Dcr Prinz von 311111111111 wvll11? 11111 2211111 direkt nach Schloß E11 abreisen, wohin der 5161111311111) bn- ganzeKöniglichc Familie übermorgen abgehen. Dcr Prmz 1v11d 11110, allem Anschein nach, Toulon gar nicht berühren, wo 1111 f1'stl1ck1*r Empfang ihm bereitet war, sondern dirckt nach Eu steuern, vielleicht, um scinen Kö111glichen Vater noch auf der Reise nach England be- gleiten und sklbst dic Jlotillc fiihren 311 k1111111'11. T*.kr Prinz soll 11011) 111111111 etwas unwohl si'111 und 111 den 11151111 Tagen seiner An- wesenheit 311 Cabix große Seh11s11cht gczkigt haben, seine Familie und 211111111 wieder zu sehen.

Großbritanien und Irland.

London, “.IN. Sept. Den getroffenen Anordnnngrn nach, wird dcr 31111111“; drr Franzosen den 7. Oktober in England c111tr1'ffe11 und den 81111 oder 911'11 in Windsor sein. Der Marquis von ©1111", der Graf Tclawarr, der Graf Jersy, der Graf Liverpool, Low Bruce, der Herzog bon B11cclc11gl), der Herzog von Wellington, Sir Robert und Law, Perl und alle Großwiirdknträgcr dks Staats und de'.) Kb- 11igliche11 Hauses werden nach Windsor geladcn werden, um den dort dcm Könige der Franzosen zu gebenden Festen beizuwohnen.

Das Postamt, wclchcs bekanntlich d1'11 Ciscnbahn-Gescslschastcn fiir die Beförderung drr Posten ungeheure Summen bezahlt, ist dem Globe zufolge cht eifrig beschäftigt, cine Verminderung dieserah- lungen zu bewirken. Zn cinerschicdsrichterliche11Verhandlung, welcbe

diescrhalb mit den Direktoren der Birmingham-Gloucester Eisenbahn

. _ __ _, __ „_ _„___ _ __ Professor Dahl in Dresden bcsißt, der 1111ch friiher schon der Gesellschaft eine Mittheiiung darüber gemacht hat. Konferenz-Rath Werlauff lie- ferte für die „Annalen“ der Gesellschaft die Gränzbcstimmung zwischen Norwegen, Schweden 111117 Rußland im Mittelalter, aus einer alten Perga- mcut-Handschrist, mit Einleitung und Anmerkungen.

Se. Köni [. Hoheit der Präfident hat im vorigen Sommer bei seinem Aufenthalt ausg der Insel Föhr in der Westsee mehrere dortige Grabhügel öffnen und untersuchen lassen. Zu einem derselben fand fich eine Urne und daneben, so wie darin und über der Urne, mehrere Eisensachen. Dieser Fund ers ien ihm merkwürdig, weshalb er selber mit großer Behutsamkeit die Urne eraushob, welche, obschon ganz von Feuchtigkeit durchdrungen, dennoch in solchem Zustande erhalten wurde, daß ihre Gestalt kénntlich ist. Die Urne war voll verbrannter Gebeine, auf welchen eine nach dem Aus-

lühcn zusammendrückte Eisenbuckel lag, wclche vermuthlich 3111 Kopfbedek- 111173 oder zum Schilde gehörte, und über der Urne lagen vier Bruchstücke eines merkwürdigen eisernen SchMrdteö, dessen Handgriff eine kurze Pariet- siauge und einen großen Knopf hatte, Die Klin e war 30 Zoll lang ge- Wtsen, die Bedeckung des 8 Zoll langen Handgri es war verzehrt, vielmchr wohl ve'rbrannt, indem deutlich zu sehen ist, daß das Schwerdt im Feuer gelegen hat, hterazif zusammengebogen und zerbrochen ist, um es über die Urne legen zu konnen und zugleich, um es unbrauchbar zu machen für jeden Anderen 5116 den Eigenthümet, mit deffen Asche es begraben wurde. Datch eme Zeichnung suchten Se. Königliche Hoheit anschaulich zu WM!!- wie du Eisenbuckel aus den Ueberbleibseln der Gebeine lag, und :"" d" Schwkrtßücke kreuzweis über die Urne elegt waren. Es sind zwar €: unserem Munum einige Bruchstücke von Ei ensch1vertem , die ficher auf Akstlbe Weise unbrauchbar emacbt wurkcn: weil aber kein Bericht von dußthzmIm an i_ebt, wie die elben gefunden wurden, hat man angenommen,

a o und 111 die Beschädigung bewirkt haben, welche ohne Zweifel “"ck-JL„ „Y- n'..** ?lsäorsa sgeschah.

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J:? 'okxiYFßwükdisi't-n SYickequszWnZeo' tsechuentk Z1131Fu1111krné 221111111 übnsqydj axkaÜÜ'J-Y ;))ioller zu Holsieinsbur axtf Süd-Grönland ""MS“!!! Mösemrümmn) r iäutÉGlockcngut„(ohne 113e1fe„l von einer 1111 baum„“ “ck SÖ!“ , eüau der alteüen Lronlaudisäyen Stem-

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ßtinsbutg gt unden. Fun„ 11 e 1111" wb 11 , 11 ie !"»W “""-“**“ «111-1611“

anden neben einer aum MMUMU'GMMUW am Iserwt-Sund, 10Meie11

nöxklich von Holsteiusburg; endlich mehrere alte Fmtg-(Hcräthsämftcn, meist 111111 dem,der Kolonie zunächst südlich gelegenen Amertlok-Sund, Welche 111 Grönland 311111 Wallfischfnnge gebrä11chiich waren , bevor fie“ durch die vollkonmmcren europäischen Fang- Geräthschasten ver- drangt wurden. Hierauf zeigte Major Fasting, vormals Königl. Zn- spektor bon Nord-Grbnland, von wo er im vorigen Spätjahre heimgekehrt wa?, emige merkwürdige eskimoische Alterthiimcr, Welche der Kolonie- V_orsteher Arnß zu Egedestyinde dargeboten hatte, namentlich eine Wall- fijchharpune und eine Pfcilvpiße von Bein, Welche der Gebet in einem Grabe auf der Insel Kangcitfiak, 10 Meilen südlich von der Kolonie, ge- funden, 11111: dreine1lsp1'ßc11 und ein Frauenmesser ("][-1) von Stein, Welche ei11 Grönländer auf der Znscl Aiw, etliche ,;Wanzig Meilen südlich von der Kolonie, gesunden. Ferner legte ,dcrselbe eine bedeutende Sammlung cski- moischer Alterthümer vor, welche er selber der Gesellschaft darbot, darunter ein großer s. g. Angmakftein, bci Godhaven gefunden, und mehrere abge- spaltete Stücke derselben Steina11 von den nordgrönländischen Küsten", eme größere Anzahl solcher Stiicke auch von härteren Steinarten, wie Chalce- don und Hornblende, welche der Kaufmann Grundeis zu Jkaresak im Kreise Umanak gesammelt, außerdem 7 zngehaucne und 5 geschliffene Pfeil- spisen, 2 Harpunenspißen, cine Lanzenspise und ein abgebrochener Bohrer; cin F1a„ue11„messcr von Eisen und Eichenholz, mit dazugehörigem Schleifstein von grbnlandischem Schiefer (gefunden in einem Frauengrabe bei Zkaresak auf dxr Insel Umanaitfiak, 6 Meilen südwestiich von Umanak), 5 Stiicke versch1ede11cr Fanggeräthschaften von Holz und Bein und ein Angelhaken ( efunken in einem Mannögrabe), ein merkwürdiger Bogen von Fischbcin, cm großer Pfeil mit Beinspise, ein kleinerer mit Beinspiße und Rabenfedern, sämmtlicb von Erundeis gefunden, so wie zwciKisten in zwei Gräbern dé: heid- nischen Grabstatte bei Godhaven, mit einer Menge verschiedener Sachen, welche vermnthlich aus Egede's Zeit und kaum über 100 Jahr alt find. Es wurde dabei 1yahrscheinlich Ymacht, das; die Grönländer unter Angmak nicht so- wohl eme besnmmte teinartverstanden, welche zwar am häufigsten vorhan- den und am leichtesten zu bearbeiten war, als vielmexr jede Steinart so benannten, welche sie 11 ihren Geräthschaften gebtau en konnten. In Betreff des Bogens wu te Grundriß, der schon 50 Jahre unter den Ein- geborenen rlrbt, daß die Grönkänder sich solcher kurzen Bogen bedienen, aus dem „erntete RemZthiere zu schießen. Noch wurde eine Sammlung Kleidungsstuckx und Gerathschaften von Roth rönland votgezei 1, welche für die ethnographosche Abtheilung des Kunst-Mußumö bestimmt 13. '

Das Museum der Nordischen Alterthümex in auch im Inbke

1843 wieder mit 640 Stücken in 142 Sendungen bereichert, von welch?"

die nterkwiirbigstcn Stiickc vorgelegt und von Herrn Worsaar erläutert

warden.

Sc. König!,Hohcit der Präfidcnt übergab eine 11111'kw111d1ge Sannnlung vo11Fcue1s11insplitte1n, bemnuthlicl) Vorbereitungen zu Pfrilspißen, mit mchrcren größeren Feuersteinen gefunden, von Welchen sie fich111ch abgrsprengt wake", wie man dergleichen bisher noch nicht entdcät hatte. Diese Stiicke wurden a11f dem Eiland Egö gefunden, am Tbiergartcn des Kammerherrn Opholm bci Korsör, wo sie am Strande in solcher Menge liegen, daß hier vermuth- lich die Wexkstatt derselben war. Nachdcm gezeigt worden, wie dieseStrin- splitter zngespißt und mit dem Schaft vcrbundcn Wurden, berührte Herr Worsaar bie zweifelhafte Frage, ob diese Splitter 11111 einemaudercn Stein, oder mit 11111111 Werkzeuge vou Erz abgeschlagcn 111111de11, Tie Bcfißer sol- cher kostbaren Werkzeuge waren 1111 leßten Falle die Werkmeister fiir die Uebrigen. Die einfachsten Steinsachcn konnten alletdings durch andere Steine bearbeitet werden; aber manche andere tragen 111drrkiinstlichlkx'n Bearbeitung Spuren des Gebrauchs von chcrncn Wcrkzeugc11,_1tnd lsst wohl zwischen dem Steinalter und dcm Zeitalter des Ekzks „U"? Vermittelung (111311111h111e11, so daß nicht alle Stcinsacben dcm c1gc11tl1chc11 Steinaltcr angehören.

Herr Sbrternp hielt einen Vortrag über die groß“ S“"“khk't..d“k griechischen und etruSkischen (Holdsachen- "Nd ze-gtx,d1e hochst merkwürdige Verschiedenheit ihrer Bearbeitung bmx dkk gle1chznt1gen ,Vkük“ beitung der Bronzesachen, indem jene ganz schllkht gearb11tet, me1st !*"k ausgehämmert smd, während unter diesen, |ck d'? kunstrcghsten Akbkl-[W finden. Unter den Bronzen scheinen nur dle s- g', kkkUsklsTbFU Spik- gel ihre ältere rohe Gestalt behalxxn zu habe"; dk? manqjgfalt'gM,Werke dieser Art, welche man in Pompey gefunden, gletchen, voU1g den altesxz'n bekannten aus den etruskischen Graberu; “b“ d'ksk Wtederholung d“ “1“

- teren Bildung War vernluthlich in der religiösen Bedeutung gegründet, wclche

man diesem Geräthe beilcgte, und deShnlb ihre von den Vätern iibcrltefcr1e ehrwürdige Gestalt beibchtklß Demzufolge wmde angenommen, d'aß d1e Gleichatti keit in Gestalt und Verzwrnug, welche alle die an neun verschiedenxn Stellen 11 Dänemark gefundenen sogenannten GoleU1nen an s1ch tra en, aus eine oder dix andere gotteödienstliche Besnmmuchh derselbey hin enten, und deshalb uberein gebildet, obwohl fie schweru gle1chze1- tig, sondern zu ,versch1cde11en Zeiten gearbeitet sind, daß fie, dagegen als HauptschMUck (Dmdem oder P1ics1erkrone) gedient habe-n, scheint nicht statt- bafk, um so wxmger, als derHauptgmnd 311 solche; Memung auf einer nach bloßer VkschkklbynHangenommenen Aehnlichkeit mu dem bekannten Goldhute beruht, Welcher 111 tinchen aufbewahrt wird. Hieraus wurdenmehrerehbchst

ait and, 1“? o eben der Ausspruch erfolgt, daß das Postamt statt ßer f14-5 Pf'd.sS1., welche es bisher für die Vesördxryn der Posxm aus dieser Linie wöchentlich vergüten,“ fortz'ms nur 31 fd. S'tl“ e- zablen soli, woraus der Post für dtese emzrgx Route eme jahréchn: Ersparniß von mehr als 5000 fd. St. ,xrwqchsx. „Wenn- esbahen- Postamte gelin 1, ähnliche Herab ehgngey fur dte ubrigen, EiseSnummZ linien 311 Wir en, sLT wir?) es jährléöé temkeo sehxtbetrachtbche er aten, die einen inna men zu 11 e mm 1.

sp Der Capsitain des Schiffes „Margaret“, welches, mystGuaYneznl: holen, nach der afrikanischen Küste abgescgelt wgr, the1 "21 r1ber11 Journale mit, daß das Schiff im M11) zu Argum von den **1b11ck sk? festgenommen ward, welche ihn uns) seme Mannschaft aufs IFT!!!" 121!“ mißhandelten und sogar einige semer Leute ermordeten. 11*e von Noth entgingen die Uebrigen dem Transporte- 111_das Jdme B v Afrika. Sie wurden endlich gegen Lbjegeld fre1gela1s1'11 an an or

einer englischen Brigg aufgenommen.

Ichwedcn und Uorwegen. R “hl 11 7 27. Se 1. Gestern wurdc,_vo111 e11„s,1cro :* U11121717111cx311111111§11che11 Cere111o111e11 an dcn gewoh1111che11Plaßc11 der Stadt bekm'mt gemacht, daß die Kronung auf morgen festgeseßt Wox- dkn sei. Die Stände sind zu, dqrselben emgeladxn wotden, .D1e Trauer um den verstorbenenKömg 1ft von-geskern b1611ach_Bc1-11d1g1111g der Krö111111gs-Fe1erlichkeite11 ausgxscßt, w11'd aber dann 1131111181“ ange- legt und um so viele Tage Verlangen, als 111_,s1tsp111d111 gxnvesz-n, Die zur Krönung hierher bcordcrten Truppen 11111) [1111116 1,1111" 1111.- cn, getwfIsZ-ie Bciskyung drs vcrsiorbcnßn Grafen Magna; Brahe fa11d Vorgestern zwischen 1 und 2 Uhr 11111 großer Fe11'111chk1'1t 111 11119111“- darbobnö-Kirche statt. Diese wange-drangt voll von „Zuschauern, unter denen man das ganze diplomatqche (7701116 bemerkten Dkl'BrUdt'l“ dss Verstorbenen, die Reichshcrrem d1eM1'1g111'17e1 W Staatö-Ratbcs und der höchsten Tribunale, die Generabtat, die R1tterschaft 11111) dcr Adel, so wie die Geistlichkeit, und von bc-1_1„b1*1d1»n anderen Standen einige Sprecherfolgten demZuge, dcn “31111121101113'111111- Wagcy schlossen; 111 dem lebten saßen der König und dre ['l'tdi'tl altrsten Pr1113111. Der Bischof Henrlin hielt die Leichln-Rede,

Ipanirn.

Nkadrid, 24.Sep1. Die Gaccta enthäit i111l)1'e111l;1111tig1»n Vlatte di? offizielle Anzeige, daß drr Friede 31V1sche11 Spanien und Marokko geschlossen sei,

S Vladrid, 23, SW. Seit der Ankunft Ns Ökkkll M*"- iinez de la Rosa, vcr11111thlich jcdocl) nicht in Folge vlksklka sollen 1111Kö111g11che11 Palaste Gegenstände zur-Sprqckxe gekbnnnkn sk!"- IWW)? auf die cndliche Feststellung der Geschicke dlksks v1111brwcgte11/1a11b13 1111111 c11tscheidc11d1'11E1nfluß haben 11111ssckt. Es schkUÜ kleZUZHZMlikl mehr zu unterliegen, da[; das Gemutb der bmwrttweten Kogngm 111111 111111 Gowiffens-Unrnhe gcpcinigt 11111"d„dle sklbst „HUM blk Vl)" ck!" iibernonnnenen harten Viiß-Ueb1111ge_11 111cht beschwzchngt 311 wxrdkn 1111111111;- Die Berather ihres chmsjkys bestehen V11'11111'h1', sk'. 1111111111 1111111 cs", darauf, daß sie 1'1111'11 thatsachbchxn Bcwms dm“ ganzlubcu Aenderung ihrcr Sinnesarsund von dem Wunsche ablege', dae), was ihr von qewiffer Seite h1'1' z11111„V,o1*w111'f ge111achtjw11d, 1111ge'1chcls11 111 111ach111, Da aber drr Kö111gl11h1'11'W1ttwe l)1er keywöwcgcs d1e Befugnis; kingeräumt wird, vcrmdge 1„[)rer' bloßen 2211111113 211211131- 11111g Verhältnisse Umzugestaltcn, d1e sich 1111 Laufe von 3117113111)- 1'1*11 qerade 11151 mehr als 11? b1'f1'st1gt 311 habe11 sch1k11l11 und von “dcn mit dem Throne Jsabella's ll. Verbundetkn Groß: 1111111)th auf das cntschiedenste 1111111111th 1111111111, so mußten wobl gewisse nach dem Auslande gerichtete. BcstrebnnJeu und dort angeknüpfte l)ri111l1che Unterhqydlnngkn e111e11_ 11111 „o_bcnn- r11l)ige11dc1'e11 Eindruck auf den Munster, zu deffcn 511111111111; 11e ge- langten, machen, als dic_s_er z11gle1ch boranszuseßeu berechtigt war, daß 11 selbst nebst den Wassengenoffen, untyr deren Mitwirkung er auf seinen hohen Posten gelangte, dem Gelmgcn jener Unterhandlnngcn zum Opfer gcbracht werdcn sollte, General Narvaez wiirde wohl, falls seine und seiner Waffenbriider Zukunft sicher gestellt worden wäre, sich der Ausfiihrung eines das wahre Glück deHLa11kcs zu för- dern bestimmten Planes nicht widerscxzc'n. _Das Gehetmmß aber, mit w1lchcm d1eA11gclkgenhcit hinter scinrm Rücken bxtrtcbxn wurdc, Vcr- stimmte ihn so sehr, daß er höchsten Ortes auf 1311? Abjcßung des ver- trautcn Unterhändlers bestand, und 1m entgeZengcseyte-11Falleseine eigene Entlaffung Verlangte. Zuvor, so be] t es,-be1*1ef er seine Ll111tsgc11ossc11 311 einer Bernthung, und legte ck11?"le ga11362111gelc- genheit vor. Sämmtlichc Minister hafien gcradc__111,dcr lelztvergan- genen Zeit auf dem Wege der öffentl1chr11 Prcne thrc Ansicht von d1'1U11111öglichk1'it und Verwerflichkeit des der gehkimcn Unterhandlung alsZweck1111terstellte11Pla11szn laut ausgesprochen, als daß sie je'Yt hätten zurücktreten können. Die Abseßnnq des schuldigcn Beamten erfolgte und berechtigt 311 de111Schluss1', daß dcrMinistcr-Präside'ntdcn hohen,

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; 1i t cc 11 be ründeten Wiberstanbzu überwinden ge- JQMSUZUL (31168111n1z ?; [ag Rosa, den du vcrw1ttwetenKönigin yon Paris berufen hatte, weil sie vermuthete, Haß 11 zur Jordenzng emer anderen ihrem Herzen themen Angelegenheit d'? Hand ZU ["M" I?- nrigt und überhaupt weniger als General Narvaez hgfttgkr) Aufwal- lungen preisgegeben sein werde, „war Unn'kdcssen hter emgetroffen und von den Herren Mon und __ tdal glß dxr Staatßmann gnerkamzt worden, dessen diplomatischer eschmeldkgkk'k ks „gebngen könne, dte jenseits der Pyrenäen angeknüpften, d1e Verthe1d1ger des Thrones Jsabella's][.beunruhigenden Untexhandlun en zu durcheruzen und den der verwittweten Kömgin zu bereuenben gmmer vermbge fördernder Betreibung der anderen Angelegenheit zu lmdern. Da nun die Ab- seyun des angedeuteten Beamten „voraus-gehen mußte, der Urheber dersel en aber Gefahr lief, den höchsten Zorn auf sich zu l_aden, so zögerte Herr Martinez de la Rosa, das rhm zugedachte Mmisterium anzunehmen, bis jener Schritt gethan „w.ar, PUMA!- die am Hofe Zutritt haben, versichern, daß der Mmtster-Prasidcnt allerdings be- fürchten müsse, hohen Ortes in Ungnade gefallZn zu sein, ohne doch auf die aufrichtige Mitwirkung seinex Amtégcnonen re-chnen zu dürfen, Man' soll sogar den Nachdruck, m1t 1velchcn1 er d1e Absevung des mehrerwähnten Beamten durchseyte, nut dem gewaltthäiégen Ve11eh- men des Herrn Llozaga's, bei einer anderen Gelegenhmt, vergltchcn haben.

Das ministerielle Blatt el Tiempo erklärt, das Zusannnkuwiw ken des Herrn Martinez de in Rosa mit den Herren Mon und Pidal wiirde verhindern, „daß Spanien wieder 31 |:1 (Tspartcro, nämlich militairisch, rkgiert worde.“ Das Blatt fiigt dann hi11z11: „Tas Ministerünn dcs (551111111113 Narvacz war „zugleich das Kabi- 11171 der Hcrren Mon 1111d Pibal, daö yrißt, stellte 1111 das Ueber- gcwicht dss milftairischkn Elkmcnteö 111 der Regierung dar. Jetzt ist das Ministerium des Generals Narbacz das Ministe- rium des Okt 1' 11 Ma 1'1111c3 de in Rosa, kes vornmligen Prä sikcnten anderer Ministerien und Hauptes 111111 Part1*i, dcs L))?annls, der v1'1"111111hlich mehr als irgend ein Anderer dieMajorität dsr 11äch= stcn Cortes zu seiner Ve'rfiignng habrn wird. „1111171, selbst bchchat- 1111 der Militair-(Hewalt ist aus dem Mi111111'1'111111 mit dem Eintritt des Herrn Martinez de la Rosa verschwundcn.“ Andere Blätter bringen 111 Erinnernng, daß, als am 7. Juli 1112.) die National: Miliz von Madrid die aufrührerischcn (551111111 bis in das Königliche Schloß 1111'111111'1eb, HM" Martinez de in Rosa “))kinister»Präsident war, Narvaez aber sich durch seins Tapferkeit 111 11111 R11h1»11 der Na- tional-VTiliz auszeichnet.“.

(Héllkkal Print ist wieder hier «1115111111111.

Die Fonds sind an der hiesigln Börse 1111 Steigen begriffen. Di? 9111116111111] MM 111 U1111'1'111111dl111111111 11111 d1'1' Bank, blrmögk deren dies? die' 45111s111-Z11hl1111g dcr d1*1-1p1“oz1*11tig111 Papikre s11b11'- stellen soll, Hkute standen die's? LI anf Lit'f1'1'1111g, 277", bank,

-ck(--ckch- Paris, 30. Skpt. Zu der (1111111111111 ?lnzeigo von der Wicderhc'rstcll1111g 111" f1“1'1111dsch11ftlichknVcrhältnissc Spaniens “111M11- 1'okko, welche 111 den heute c111trcff111d1'11 111111111181 Blättrrn enthalten ist, können wir, 111111) den Zcitnngrn bon Gibraltar, die' nachstcbcnden Cinzelnheite'n hinzufügen: Der spanisckw General-Konsul 111 Tanger, .Herchrm11e11di, schiffte sich (1111 1311-11 111 Algrsiras auf der spanischen Fregatke „Cristina“ 1111, um sich 11achTa11ger zu begeben und den mit Marokko abgeschlossenen Vertrag zum Vollzuge zu bringen. Die „Cristina“ Wurde von dem englischen Dampfbootc „Vesuvius“, 1111 drffrn Bord sich der 111glische Gesandte, Herr Bulwcr, befand, 111115 Schleppta11 genonnnen. 21111 11711111 erschienen die beiden Schiffe 1111 2111911116411 von Tanger, und Herr Bulwcr stieg aus Land*, ebe abcr Hcrr Bcramcndi dem englischen Gesandten folgen konnte, sprengte ein heftiger Windstoß d1e Ankcrtauc dcr „Cristina“ und 1111111111 dic; st'lbl, nach Cadir zuriickzukchrk11. Ter „Ve'subius“ folgte ihr da[)in nach, nahm Herrn Vcramendi an Bord und fiihrte ihn 11111 1611-11 11111!) Tanger zuriick, Wo 111111 111 Gkgknwart dcs „(191111 Bulwcr 1111d 111111" Anzahl britischer See-Tffizicrc die 111 dazm BertchFe des spam- schrn Ykinisters dcr aquärtigrn Angßlegenhetton geschüdorte (Texe- 111o111e vorgcnonnnrn Wurde', “3.711“ P11113 von 'Zb11w1llebef1111d 11,11) inzwischcn mit seinem (Hes1ijad1'r fortwahrend 111 der Bm von Cabo“, wo er durch verborgene Ursachcn zuriickgehaltxn 311,wi»1*de11 sch1e11. Wir erfahren heute aus Toulon, daß das Ad1111ralsch1ff dcs Pr1113e11, dsr „Suffrcn“, 11111 2611111 ohne seinen Kommandanten vox dieser Stadt vor Anker gegangen 111, der_kn Behörden 211116 311111 fc1erl1ch17n Empfange dcs Prinzen 111 Bcre111chast gkscyt hatten. ,Deor P1111; von Joinville wiirde der Bevölkerung von Toulon ohn? 31ve1f1'l d1c]e Feblrrchnnng erspart haben, 11111111 11" 11ichi wichtige Gründe gehabt hätte, s1*1111-11 Aufenthalt vor (Ladis 311 verlängern. We Angabe, da[; 11" durch Unwoblslin vcrbinbcrt sei, nach Toulon 311 111111111811, 111111 keinen rechten Glauben finden. *?11' wohre Sachbcrhalt 111111) iibr1- gens 1111111 lange Gchoünnis; bleiben.

Aegyptew Ale andrien, 19. Sept. Am 12ten kam der eu lische Ge-

neral-Kon ulVarnett, welcher sich vor vier Monatey auf 11an nach London begeben hatte, in Begleitung eines engltschen „Postbegmtm wieder hier an. Der Lestere isi besonders beauftragt, m1t der agyp- tischen Regierung die Details eines von dem General-Oouvexneur von Indien, Sir Henry Hardinge, bei seiner Durchreise- emgeletteten Vertrages, die Beförderung der englischenPosten und Retsenden durch Aegypten betreffend, festzustellen.

Mehmed Ali läßt jetzt die 111 englischen und französischen Blist- tern erschienenen Artikel über seine Abdankung übersehen und xrgopt sich sehr an den verschiedenen Raisonnements iiber die Mokry: zu einem solchen Schrirte und die möglichen Folgen desselben,

Die Gewerbe-Ausstellung der deutschen Bundes- und Zollverems-Staaten. (T_Zergl,_?lllg. Preuß. Ztg. 911.227, 2.78, 240, 242, 243, 248, 249, 252, 263, 2:14, 255, 256, 258, 259, 260, 261, 262, 263, 264, 265, 266, 267; 27 ), 271, 272, 27:1, 274, 275, 276 und 277.)

„11,1. Die Liniir- und Guillochir-Mascht'nk

3111T'arstcllu11g von geraden, Strahlen- und Wellenlinien, Kreisen, Ellipjln, so wie kreisförmigen und clliptischenWellenlinien fiir Kupfer- stich, Lithographie, Holz- und Metallschnitt von dem König!, Hof- Mecha111kcr und akademischen Künstler Wagner 11111. in Berlin (Ka- talog 911.202), bildet einen der bcachtenöwerthesieu Gegenstände un- 11111 1111111k11111ch 111111) im Gebiete des Maschinenwesens so gehalt- 1'1*ich111 Ausstellung. Der 1111 Verhältniß zu den Leistungen sehr ein- fachc Bau und 111" vorzügliche Ausfiihrung dieser Maschine in allen ihren Tbcilen, so wie auch die wahrhaft bewundernswürdigenLeistun- gon derselbkn machen auf uns einen um so erfreulicheren Eindruck, als 1111 Hinblicke auf die Geschichte der Erfindung dieserMaschine und auf die Verdienste des Herrn Wagner, welcher seit 14 Jahren an der Vervollkommnung derselbcn arbeitet, wir unsere Ucberzeugung, daß deutsche Beharrlichkeit Ach vermag, durch einen abermaligen Beleg um so frstcr begriindet sehen.

So schwierig in gewisser Beziehung eine genaue Würdigung bes Verdienstes sein diirfte, Welches Hort Wagner um die Hersfelluyg dik- si'k Maschine 111 ihrer gegenwärtigen Veschaffe11heit für sich m An- spruch 1111111111, so steht es wohl unbeschadet der Verdienste anderer tüchtiger Männer, wie (Hobrecht, Tum'll, Baie, Collas, Karmarsch, Tonndorf und Schauer Ts., Welche sich friiher und auch gleichze111g 11111 diesem interessanten Gcgcnstande beschäftigt haben, und ebepfags 311 schöm'n Resultaten gelangt sind, fest, daß Herr Wagncx h1e1 111 Berlin Liniir-Maschinen fiir Kupfe1ftecher und Lithographen 111 ?rbße- 1'1'1' Zahl und berbkffcrter Construction anfertigte und diese Ma chmen myhr 111 das Leben einführte.

Fiir Herrn Wagner's Talent und Fleiß bleibt es? n11nmehr noch eine würdige Aufgabe, seine Maschine, obnedieselbefürd1eVenuyu11g 311 den genannten Zwecken weniger tüchtig zu machen, auch zur Dar- stellnng solchcr Arbeiten einzurichten, “die fiir die Buchdruckerpreffe ge- eignet sind, so daß miktelst derselben auch sehr er abene 1111d stark-ab- weichende Par1iec11 unmittelbar tief in Holz und etaU emgeschmtten werden können, Wodurch zugleich das Aeßen der Metallplatten weg- fallen würde, Durch die glückliche Lösung dieser Aufgabe dürfte der

Maschine eine noch weit m1ögcdeb111ere Verbreitung zu Ttzxil werden.

Was den praktischenWertb der WagnerschenMaschnw betrifft, so ist deren Tüchtigkeit 1111d PreiSwürkigieibscho11 _allcin burch denUmZ- stand hinlänglich erwiesen, daß dieselben beretts so 111e1fach 111111hog1aph1- schen und anderkn äh1111chen2111staltcn Eingang gefunden habc'n; denn Öls!" Wagner soll [1123 jkßt 1'1kla 151) größere und klkinere Ma- schinen, und zwar großentheilö 1111111 11113 Ausland, abgeliefert haben, wie z. B. nach Petersburg, Moskau, Kiew, Warschau, Prag, Stutt- gart, nach dsr SchWeiz und 11.111) Schweden xc. „Die; nach Stuttgart abgelicfm'tk Maschink, dcr 111 der Ausstellung bestndlrchen ganz gleich, 11111118 3111 Ausfiihrung dll“ Einfaffungcn und Unterdriicke für neue Obligationen benutzt, 111111111, wie wir 111113 davon 311 „iibrrzkugen Ge- lkgcnl)11t hatten, als sehr 9111111111116 Lcistungen bezr1chnet zu werden verdienen.

Die der ausgestklltcn Maschi11e bcigefiigtanbdrücke, vonKupfer- blatt?" entnommen, welchc mittelst der Majchme graNrt und durch 2118111 vollendet worden, sind sehr sauber und schaxf ausgefiihrt, und gestattcn, 13911 Umfang 311b11111h11lk11, 311 Mlchem d1eMasch1ne [11111th Werden kann. ,

33111" W 11111111" liefert dcrlei *))?aschinsn 311111 P111sc Von 50 bis 311 5111'1Rtbl1'.,*so das; es auch kl1*1'11r1*k11 iithograpbtsxheq Anstalten 21“. möglich ist, sich 111111191" Maschinen von linfachere'r, E-111rtchtu11g-zu be- dienen; 11111 gesuchtesten sind die zu 1.51)Rtblr.; d1e 111derAusjtellung bcsindliche kostet 4.51] Mhlr,

Wicwohl .He'rr Wagner vorzugsweise sich mit der Fabrication

seltrne römische ?llterthiimrr aus den Sammlungen des Medaillcurs Krohn vorgezeigt, namentlich ein römischer Stabbcscblag, ganz wie die' bei

11116 gefundenen, von wrlcben cincr 3111Vergleich1111g daneben gelegt wurdc; * cin 1b111isches Schwm von Bronze, auch völlig so wie die bci 11116 gcfnn- ; denen; eine römische Waage mit mehreren Gewichten“, 1111111111 Vlcikugcln, ; die mit der Schleuder geworfen tvmden; dergleichen eine 1111 K1111st11mse11111 "

eine griechische Zuschrift hat, so wic Herr Söttcrup 111ch1e1e mit dem

Nannn der Legion 111 italischen Sa111111l1111gcn, Und bei den Jesuiten 111 _

Rom eine gefunden hat mit der Inschrift: „511115 (“[ 1111- 111-15, „13:1 bungcrst 1111d vcrhchlst es mir“, diese soll den Soldaten des Antonius angchbrt ha- ben, Welche dkm Augustus gcgeniiber standen. chrnfalls zeugen diese Ju- scbriften, so wie die Gestalt, gegen die friiher allgemeine Annahme, das; 113

Gewichte seien. ancßt gab eine in einem (Jrabe zu Corneto JEsUUkkllk ;

21111111zekli111e 111111111 chisx umhcr stxbendcn Zähnen, als ein höchst sclkMkö Skllck- Sk- „Koylgl- Hoh?" dem Prandcnten Anlaß, es mit d1111a11fJöla11d gesehenen J1scl111111gsgctath 1.11.151111151- (Lachsstcchcr) 311 vexgleichen,

" Herr Worsagr iibergab sein Werk „Däncnmrks Vorzeit durch Alter- ; jbumcr und (Hrabhugel beleucbtct". Von den für die Büche1sa111111lu11g dcr *

Gesellschaft iibcrsandte'n Büchern nennen wir 11111: als Gabe des Königs; der Niederlande, die ägvptisrhm Denkmäler des Musmnns zu Leyden, Schib- zer's Urkundenbuch von Lübeck; Medhurst chinefischchugljschcs Wörterbuch; Dasem's englische Uebersesung von Rask's altnotdischcr Sprachlehre; und Ulfilas her, 1). Gabelcntz und Löbe.

Von den neuen ordentlichen Mitgliedern des Jahres 1813 find zu nen- 11e11:der-Kaiser von Brasilien, derKönig von Griechenland, der (Hroßfitrsk Thronfolger von Rußland, der Großherzog von Oldenburg, der Herzog von Lucca, der Prinz Friedrich der Niederlayde, der PKW von Georgien, Teimouraz Czare- 111-11111), d1e Fürsten von arschau, Demidoff 111 Toskana, Go- 116111 111 Moskau, Gyrtschakoff in West-Sibirien, der engliscbeMinistcr Fox Strangways 111 Frankfurt, der Yräfidcnt der Republik Ncn-(Hra- nada, Marqurz, der Gouverneur von 11111'dad, Macleod, der englische Gencral-Konsul in China, Macgregor, Graf Toreno, Kammexhcrr der Königin von panien, Richard Ward, englischer Konsul in Damaskus,

der österreichische Kammerherr Minisßalcht zu Verona, General Graf Orloff in Peteerurg, Akademiker B'ohtlingk in Petersburg, Professor Kowalewski 111 Kasan 11. s, w.

Nach der zum Schlusse von dem Secretair, Etats-Rath Rasa, mit- gelheilten Uebeaßcht, hatte das feste Vermögen dechscUschaft im Laufe des

k *, ..

(“111111211 1111111 3111111111111 von 40111) kablxn. 111111111-11, 111111 war damit (1111

40,004] Nblblk. “Silberqcld, 111 Isproc. 3111111111. Tbiigationcn, gcsticgr11. v. d, .*).

1

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Deutscher Verein für Heilwiffensckmst.

Bc-rliu. Nachdmn der Vorsitzende dir Scptc111bcr-S1H1111g 11111id11

1 M11Mcil1111q crbffnct batte, das; demnächst mit dem ,Druä dcs yakkSIHBD- 1111118“ iibchic W11'ls11111kc1'1 des Verrins 3111“ V11'1hr111111g an d1e Muglicder

1 botqeschritten nnqdcu wiirde, folgte dm“ Vor1mg 1111113 9111§z11ges kms 11111111 ? (5311111111121! dcr wiener 111cr13111ischc11 Fakultät 1111111 “111-1111311111111 Jahre uber die Uminwfung, Scbuyimpsung, Riickimpfung 1111d Wtcdcqmpfnng deran-

1 11111. Hierauf [116 Herr Böhm eme Abbanblnng uber d1e 1161160111610 11- 1 5111, ibre Ae11ße1ung bci Schielenden-und IYcht-Schiclenden, de11 ngchsfxn " pbvsiologisckxcn Grund dieser Anomaltc drs Gehve111111g111ö, Welcher 111.1111 531111111 der 111010111111111 Muskeln gcscßt warb, 111121111111 den Nutzen panen- der (d. l). 5111111111») Augengläskr _g1g111 d1jes lasyge 1111d d111K111111111 io ; beängstigende Uebel. Hieran knüpste 1111) d1e Erlanleryng der Vorgapge 1n dcn Acaßcrnngkn des Schbcmnbgens nach der Operatmn dcs St1ab1smus,

Kunst = Notizen.

Berlin, “.'. Okt. Ter K11psers1echcr Joseph (511611111 hiersclbft, o1dc11111“chrö Mitglied drr Königlichen Akademie dcr Künste, dessen vortreff- lichrr Stich 111111) dem unter dem Namen „der Tochter Tizianö be- kanntcn herrlichen Bilde des Königlichen Museums allgemeine ?lncrkcnzmng gefunden, 111 von der Kaiserlichen Akademie der schönen Künste 311 Mailand in deren Sitzung am 3. April d. Z. zum Künstler-Mitgliede (xncio ([Im-:) gewählt und demselben das Patent seincr Aufnahme in jene, bcsonbers durch Longhi's uud Anderloni's meisterhafte Kupferstich-Arbcitm berühmt , gewordene Akademie neuerdings übersendet worden,

Allen denen, welche bedeutungövolle Erinnerungen fich gern durch an-

? gemeffene künstlerische Denkmale vergegenwärtigen und lebendig erhalten, ', glauben wir ein so eben erschienenes Kunstblatt empfehlen zu dürfen, wet? 1 ches unter der Anfschristkllnsereö Königs Worte am 27, Zul1 1844 von Herrn Premier-Lieutenant a. D. von Rothenburg außge-

fiihrt 1111d hcrausgcgcbcn worden ist. Das Ganze ist ein Werk der voll- endetstcn Kalligraphie, Welche sich 111 dieser ?l11S111ld1111g de_r hbbercn Zeich- 111'11-K1111s1 ansabiirßt. "21111“ eincm Jolio--Blaltc befmden stch ]cne so denk- würdigen, hctrlicbenWortr: „Nichts kann Mein Vertrauen zuMei- 1111112311111 erschüttctn, 11111 allerwmigsten eine solche That; dns Verhältniß zu Meinem Volke bleibt d_as alte, Ich lege r11hig “))?ci11H-111pt1'11_d1*11Schooßjcdcs Ci11zelr1cn“in den gcschnmckvollstcn, knnstrcich1tcn Schriftzügen eingcgmbm, bvcl lechcn die synmietriscbe Vertheilung dcs Ganzen, bci so 11111191 I)ia11111gfalt1gkeit und gewissenhafter Ansfiihrung des Einzelncu, ci1te schr wohltbuenkc Harmo- nie 113111131. Die Wo11e selbst, Welche 111 den vcrschicdenen Ne1hen in eben so bicl vorschirdcnen Sebrist-Llrtcn wiedergegeben sind, ziehen fich durch 11111 zwar 1111fachc, abrr gut gewählte Emfaffung von Laubge- windrn 1111d sinnigen Emblemen, denen man es gerade als Vorzug anrech- nen wird, daß s1e nicht zu sehr überladen sind, 11111611111311 hänfig der- gleichen Kunstwkrkc ehrt entficllt als ziert. Der Stahlstich, welcher zur Ver- vielfältigung des Blattes in Anwendung gekommen ist, läßt nichts zu wän- schcn übrig. Er zeichnet sich durch Schärfe und Reinheit, bei solchen Din- gen immer die Hauptsache, besonkcrs 111113. Das gelungene Werkchen verdient rabcr 111111) die volleA11c1kc1111ung allerFrennde derKnnsf und der vaterlän- dischen Zeitgcsckyichte, deren Thrilnnhme wir es angelegentlich empfehlen möchten, Der Preis des Blattes beträgt 15 Sgr.

Was Zeitungs-Korrespondenzen sind, haben wir neuerdings wieder aus verschieben?" Artikeln, betreffend das mehr erwähnte Hübnersche Bild, „die schlesidcbcn Weber", gesehen. Einmal hieß es in der Augsb. Allg. Ztg.: „das Bild nge in Berlin Aller Blicke auf sich“, ein anderes Mal schrieb die Düsseldorfer Ztg. von dort, „es würde aus gewissen Griinden gar nicht a11ögcstcllt.“ Thatsache ist nun, daß es erst bis zur Mitte Oktober nach Berlin kommen wird, und daselbst in einem Privat- lokale a11SgcsicUt werden soll, da der Befiser, ein Kaufmann in Bremen, es nicht bis zum Schluß der Ausstellung entbehren will. Mit den „schle- fischen Webern“ soll ein nech Gemälde vom Prof. C. Sohn aus eftellt werden, und beide Bilder werden später von Karl Wildt litbograp in in Düsseldorf bei Julius Buddrus erscheinen. Wir 2Yiben diese Nachricht aus zuverlässiger Quelle und veröffentlichen fie zur * idetlegung jener er- richteten Korrespondenzen.