1844 / 296 p. 2 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

ildebrandt, aiim gleichfalls an dem V:)!!- use „,„MXMK MIT:“ i“;- Naßait girkg der An ohne w-öilterbe Fem- si keiten vorüber, 3a :::ses “bui- 112117117 dem Zeitpunkte vorbehalten et en, wo vo eu .

ver FHFFZQ Angabe“ „“n“ der Deutschen Allg. Zig. sprach der «"““-Major von Rodirzki, nachdem der Grundstein der Feßyn übermauerk war, folgende Worie: „So gebe demi Gott, daß dice Feskunq vollendet werde, wtejwir sie degormeit, daß sie stark und rin- iiberwindlich und fähig sei, die Unabhangtg-kutDeuischlands zu schrzz- zm und zu behaupten.“ - Dem Rheinischen Beobachter wird mis Frankfurt a. M. in Bezug auf die beiden neuen Burrdeösefturr- qr'n Ulm und Rastatt unterm 16. Oktober u. a. Folgendes geschrieben: ',Außer dem schon länger vorhandenen Baufonds, der sich- auf nahe im 97.“ Min, Fl. belief, jedoch, dem Vernehmen nach, ]th bis auf die Hälfte zusammen eschmolzen isi, bringen die deutschen Bundesstaaten für Ulm und Na tt nach der Matrikel noch “18 Mill. auf, wovdn, wie ich hört, der fünfte Theil hier bereits baar eingezahlt worden rst. Tie norddeutschen Bundesglieder liefern hierzu die volle Hälfte. Jhnen wird durch den Schuß der südwestlichen Gränze Deutschlands ;war kein unmittelbarer Gewinn zu Theil; aber sie bringen Zern auch qroße Opfer, damit die schüßende Bundes-Einbeit cuisch- fands beihätigt, und durch feste Stüßpurrkte das eitrige und kräftige Zusammenwirken der deutschen Heere fiir den Kriegsfall gesichert

werde.

Großherzogthum Baden. Am 18. Oktober wurde zirRaskatt- nachdem der dortige Festungsbau bereits qm 15. November 1842 begonnen worden, nun auch in gebräuchlicher Wnse der Akt der Grundsteinlegung fiir die entstehende Bundessesiung im Namen des durchlarichirgßendeutschen Bandes vollzogen. Bevollmächtigt dazu waren zwei Mitglieder der Bnun- deö»Militair-Konnnission, der Königl. preuß. _Qbeisi From und derKursursi- lich hessische Oberst- Lieutenant und Bevdllmachtigte des nemzten deutsehen Armeecorps, von Stein; sodann von Seiten der Großherzoglichen Territo- rial-Regierung der General-Majorinnd Brtggdm voti Cloßmann; derOb-rsi- Lieutenant u'nd Militair-Bevollmächtigte fur das achte Armeecorpß , “von Krieg; der Ober-Amwvorsiand und Regierungsrat!) Lang und ,der stadtriche Bürgermeister Miiller. Der FestungMau-Direktor, der Katscrl. Konigl. österreichische Ingenieur-Oberst-Lieutenani Eberle, hatie gleichfalls an dem Vollzuge des Aktes Theil. Außer drr Urkunde von der _geiclre- benen Grundsteinlegung wurden noch mehrere gedruckte und schl!ftllchk, die Enistehuug dcr neuen Bundes- Festungen Ulm und Rastatt betreffende “Lcnkmale und diele von höchsten Regierungen der Bundesstaaten dazu qr- währte Bildnisse, Medaillen, Münzen, Orden und Yrmeekrenze unserer Zeit in den Grundstein eingeschlossen, Uebrigens beschrankte sich der Akt ganz- lich auf die einfachsten Momente der vorzunehmenden Handlung, und xmar, wie vcrlautet, aus dem Grunde, Weil die hohe Burides-Versammlung alle Feierlichkeit der künftigen Einfügung des Schlußsirms der Festung vorbe- halten haben soll. _ _

Nach einer Angabe in der Karlsruher Zeitung soll sich der vormalige badische Hauptmann Möller in Mühlhausen vergiftet haben.

Herzogthum Sachsen-Koburg-Gotha. Durch Ge- sexz vom 9. Oktober wird das zum Schuh der Jagd auf den herr-

so! von

schaftlichen Revieren in Herzoglichem Dienst angesieilte Personal aii

Förstern, ern und anderen Jagdgehiilfcn, so, wie das zum Ver-

stand dieses iZersonals kommandirte Militair ermächtigt und an ewie-

sen, auf Jeden scharf zu schießen, welcher in einem herrscha tlrchen Revier mit Schießgewehr betreten wird und auf Anrufen„siill zuse- hen oder sein Grivehr abzulegen, sich weigert. Als Motiv zu dreier sirengen Verfiigung wird im Eingmr des _Geseßes ,anqe eben, daß seit einiger Zeit in mehreren Jagdreviereu der Wilddiebfig ! auf eme sehr beunruhigende Weise überhand genommen, herbe und „insbesoiidere von Ausländern auf eine so freche und gefährliche Werse _getrieben werde, daß die bisherigen landesgesetzlichen Bestimmungen nicht wehr ausrcichend erschienen, dem verbrecherischen Beginn der Raubfchußen und Wildpretsdiebe Einhalt zu thun.

er o thurn Braunschweig“ Am 16, Oktober wurde in SFW?! eiisiedt eine Ackerbauschuie eröffnet. Diese Anstalt, welche bereits 25 Zöglinge zählt, hat die griindlicheAusbildu-rg von Bauern- söimen für ihren künftigen landwirihschastlichen Berus zum Zwecke.

Freie Stadt Lübeck. Nach authentischen Mittheilungen kamen im vorigen Jahre in unserem kleinen Staate 16 Personen durch Selbstmord, 11 durch Un lücksfälle ums Leben., Von diesen Todesfällen sind 8, also fast ein rittel, mehr oder weniger auf Rech- nung der Trunksuchi zu seHen.

Frankreich.

Paris, 18. Okt. Die heutigen „Zeiiuu en beschäftigen sieh zum Theil noch mit dem Besuch des Königs m ngland; „ferner mit den spanischen Verhältnissen, mit _den' belgischen ZoU-Modifrcciironen, mit Capitain Bruai's Bericht und mit dem Zustand der srgnzosischen Marine. Man sieht deutlich, daß es der Opposition gn emen Mti- telpunkt fehlt, um den sie ihre Angriffe gegen die Regierung konzen- triren könnte; sie greift daher von einem Stoff zum anderen, ohne fiir irgend einen ein allgemeines und dauerndes Interesse erwecken zu können. Der National erklärt sich heute besonders deshalb gegen eine Allianz mit England, weil dieses Land nicht erlauben wolle, daß Frankreich die erste Seemacht Europa's würde. Galignanr'd Messenger entgegnet ihm “darauf, daß aber England „doch ruhig zusehe, wie Frankreich unter dem Schuh dieser Allianz seme Marine täglich vermehre, und da? ein Bruch mit England schwerlich das Mittel sein wiirde, die elbe auf einen furYbareren Fuß zu bringen. Den Vorwürfen der Oppositions- resse wegen der Rüge der Verb“ entlichung des Bruatschen Berichts antwortet das Journal des ébats heute, daß Herr Vruat, wie es sichjvou selbst versieht, für sich kein Privilegium in Anspruch, nehmen könne, und daß es nichts zur Sache thue, ob er 4000 Meilen von,Jra'nk- reich entfernt sei, oder nicht. „Herr Bruat“, sagt das; mimsterrelle Blatt, „ist ein tapferer Offizier, aber man sehe, wie er iir den Augen der Opposition seit dieser indiskreten Publication rm Wichtigkeit „ge- wonnen hat. Er ist-em Held, und wir wollen em Opfer aus ihm machen. Es wäre freilich der Opposition sehr angenehm, wenn sie gierchzeiti mit der Regierung die Depeschen unserer Gesandten und die Veri te unserer See- und Land-Offiziere empfmge. Das Alles ist aber Anarchie, und wenn Herr Bruat zu entschuldigen isi, so sind ?? doch die nicht, die hier einen Grundsaß vertheidigen, der alle Re- JWung und “hierarchische Ordnung umsiürzen müßte.“

Was die neue belgische ZoU-Verordnung betrifft, so sa ider Conßtkuiionnel: „Die belgiJsKe Regierun? hat eine Zoll- gita- tko" or WM, und nicht ein onat ver" ch, ohne daß : ir end “3.“ D' “, zur Modi zirung der Einfuhrz lle auf gewisse rtike er- d„ßi. Dre leßien eränderungen im Tarif treffen dre Maschinen, “FÖJ ck"). Produkte, die Baumwolle, die Seidenwaaren, den Tüll

iemkide WM- Die Zölle auf diese verschiedenen Artikel sind in 3 1!" Wk" Verhiiltnisen erhöht; jedoch sind Frankreich und der §xch*»7?§é-Wsokis von der Maßre aus enowmen, und die 1 Ui * * “M:", U! Ys“? Baumwo engew : er nach Ver- c:“der * *“ “:s-* manmdung „kommen“ die eiden ewrbe , MKW' ' * "“'"" .'"kbktnd der ganzen ,a-ner 1842 genießen, Fiir MFM en

_ „_ dom 16, Juli

Zoll-Verein seko "ck Ick- '

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shriz'ebrindaYYka eines a m wirdgunkBYFUZÜe'ZWÜsU , ere Zoll udkeßBaumonengewebe treffen MM?-

1506 wenn wir ihm nicht ein neues Zugeständniß machten, und kurz dar- auf wird es die Erneuerung des Traktats vom 16, Juli verlangen, und uns drohen, im Fal] der Wei erung den Zoll auf unsere Sei- denwaaren zu erhöhen. Das hei i, den Weg _zu einer Handels- Uebereinkuust sehr schlecht anbahnen. Wenn Belgien unsere Seiden- mrd Vaumwollenwaaren auch ganz verböie, so würden wir do nur einen für unseren auswärtigen Handel sehr unbedeutenden bsatz von 7 bis 8 Millionen verlieren. Dagegen könnten wir, wenn wir ais Repressalie dem Garne und der Leinwand unserer Nachbarn unser Land verschlössen, ihre Ausfuhr um 18 bis 20 Millionen re- duziren und ihre Leinen-Jndusirie zu Grunde richten.“ Das Jour- nal des Débats nimmt zwar Rücksicht auf die Griinde, welche die belgische Regierung bewogen haben diirften, dem einheimischen Ma- schinenbau noch mehr Schuh zu gewähren, meint aber, daß sie doch die billi en und nothwendigen Gränzen überschritten zu haben scheint, und da der neue Tarif der allen anderenFabricationözmeigen in Bel- gien gerechte Beschwerden erregen müsse.

Die zur Reorganisirung der polykechnischen Schule ernannte Kommission hat, wie verlautet, ihren Bericht abgestattet, und es heißt, die betreffende Verordnung werde in der nächsten Woche erscheinen. Es soll die Ausschließung von 70 Zöglingen in Vorschlag gewesen, diese Zahl aber in Folge von Gegenvorstellungen des Marschall Soult auf 30 reduzirt worden sein.

Herr Guizoi isi gestern Abend von Eu wieder hier eingetroffen.

)( Paris, 10. Okt. Der Herzog von Anmale wird nicht in Marseille, sondern in Toulon landen. Dort, wie zu Lyon, harrt sei- ner eiu festlicher Empfang, doch wird er sich nicht länger, als adsolut nöthig, in einer der beidenStädte aufbalterr und erst spater, bei Ge- legenheit seiner Reise nach Neapel, Mqrserlle beruhten. Jm H„afen von Toulon herrscht in diesem Augenblicke ziemlich lebhafte Thrmg- keit. Das Linienschiff „Diademe“, das man nach Tiznrs bestimmt glaubt, isi jeyt Vollständig audgeriistei, der Stab und die Mannschaft des „Suffren“ sind auf das„Diademe“__ubrrgeYngen.„ Der„Syffreq““ und der „Jemappeö“ werden ausgebenerix as leytere Linienschiff hat zu Mogador beträchtlich gelitten, an seinen Masten und in seinem Holzwerk bemerkt man noch die Spuren mehrerer Kugeln. Jndeß wird der „Jemappeö“ noch vor Ende des Monats wieder ,so weit hergestellt sein, um in See gehen zu können. Das Lii1iensch1ff--Trr- ton“ hat weniger gelitten, bedarf jedoch auch einiger Ausbesserungen.

Großbritanien und Irland.

London, “18. Okt. Sir James Graham, der Minister ,des Innern, hat dem Lord-Mayor von London angezeigi, daß die Königin am 28sten d. M. nach der City kommen werde, um die neue Börse zu eröffnen. ,

Ihre Majestät die Königin wird morgeii OsbornehousedufUder Insel Whigt verlassen und zu Mittag in Windsor-wwder cmirenen. Wie es heißt, wird indeß nach den EröffnungöZFeterlichki-iteu der neuen Börse, zu denen 1“th schon großartige Vorbereitungengetroffen werden, die ganzeKönigliche Familie noch einmal, und zwar auf acht bis zehn Tage, die Insel Whigt besuchen. .

Es besteht, wie der Standard glaubt, keinZwei-fel mehr, daß die Wdig-Partei in diesem Augenblicke mit O'Connell m Unterhand- lungen zu einer neuen Coalition getreten ist, deren Basis ?ck,ka- steUung eines föderalen Parlaments fiir Irland sein soll. Die irlan- dischen Whigs, Charman Crawford und Lord Charleniont mit inbe- griffen, sollen die Initiative ergreifen, und in den n.'achsten"Tagen,

heißt es, werde eine formelle Ankündigung dieses zweiten Vuydrrrffes der Whigs mit der Repeal-Partei, ähnlich dem beka-nnten Ltchfreld- house-Vertrage, erfolgen. Die Whigs sollen ferner, wie der toryrsiische Standard weiter versichert, um nur das jeßige Kabmei zwsiirrzen, auf alle von O'Connell gestellte Bedingungen eingegangen fern, und bereits vor der Cassation des Sirafurtlwilö gegen die angeklagten Repealer eine Einigung mit O'Connell, um welche die Lords Campbell, Denman und Cottenham gewußt hätten, zu diesem Zwecke getroffen haben. Diese Muthmaßungcn des Standard, aus der Besorgniß vor neuen, vielleicht entscheidenden Kämpfen des Ministeriums in Folge der drohenderen Gestwltrrng dcr irläudischen Frage hervorzu- rufen, en übertrieben sem und aiif unwahrscheinlichen Griinden beruhen; jedenfalls aber dürstet) sie zeigen, daß die neue Wendung, Welche die irländischen Verhältnisse seit der Freisprechung O'Connell's genommen haben, wirklich Gefahr drdht und geneigt ist, den Tories Besorgnisse eiuzuflößen. Eine Coalition der Whigs und Repealer mag noch nicht so nahe bevvrsiehen; aber gewiß ist, daß O'Connell nichts versäumt, um die günsiige Chance, welche 1hm„der Zwiespalt in der irländischen Tory-Partei selbst darbietet, zu .semen Absichten zu benußen und die Föderalisien Grey Porter mit denen, welche, wie ])1'. Maunsel, ein akle drei Jahre in Dublin zu halierides Par- lament wünschen, sich zu verbinden. Sein dennoch modifizirter Re- peal-Plan bezieht sich auf folgende vier Hauptpunkie, die er m'dcr leßien Repeal-Versammluug in dem schon erwahnten Schreiben weiter ausgefiihrt hat: Festhaltung der Verbindung ,mit Groß- britanien auf jede Gefahr, Aufhedung der Unions - Akte, Umgestaltung des wiedererweckten irländischen Parianienis na den Erfordernissen der Zeit und Wiederherstellung dcs "ländischen, ber- hauses. O'Connell sucht durch allgemein gefaßte Entwürfe die Ver- schiedenen Parteien zu verbinden, die strengenmRepealer nicht _durch zu große Nachgiebigkeit zu erzürnen, die Föderalqtewdurch Konzesyionen zu gewinnen. Die Konsolidirung einer großen naiionalen Partei auf solcheWeise muß allerdings die Besorgnis; derRegierung regemacheu.

In der gestrigen Sißnng des Gememde-Rathes von London wurde auf den Antrag des Sir Peter Laurie beschlossen, die Antwort Ludwig Philipp's auf die Adresse des Gemeinde-Rathes in einer kalli- graphischen, reich verzierten, unter Rahmen und Glas gebrachten Ab- schrift, dem Könige zu übersenden. . . ,

Herrn Salomons, einem Israeliten, der bereits als Sheriff von London fungirt hat, und der neulich zum Alderman des Bezirks don

ortsokeu erwählt wvrden isi, verweigern die Aldermen dreAufnabme m ihr Kolle ium, weil er den vorgeschriebenen Eid, der wenigstens den Worten na ein Bekenntnis; der) christlichen Glaubens mvolvirt, nicht leisien will. Herr Salomons beabsichtigt nun eine Berufung an die Geri ie.

ckFM CEcadre, Welche den König der Franzosen nach England be- gleitet hat, ist vorgestern von Portsmouth nach Cherbourg zurückgekehrt.

In dem Bezirk von New-Casile-Upon-Tme hat wieder eme Explosion in einer Kohlengrube stattgefunden, wodyrch fünf Personen

efährlich verleßt wurden, von denen zwei nicht nut dem Leben davon Yommen werden. -

Die Times meldet aus Alexandrien vom 26sien v. M., daß Mehmed Ali auf den Vorschlag des Herrn Beurne noch nicht das verlangte Privileginm des freien Transits englischer Reisenden und Waaren durch Ae ypten eriheilt habe. Der Pascha soll de_n'über un- gehalten sein, da ein bloßer Posi-Beamter und nicht ein Bevoll- mächtigier des Gouvernemems mit den desfallsigen Unterhandluugen

betraut set“. . B x 1 g t e n.

Brösel 19. Okt. Die neue Session der Kammern beginnt am en d. “Ü.; der König wird dieselben, dem Vernehmen nach,

in Per on eröffnen.

XX Brüssel, 1K. Oki. Die Königliche Ordonnanz iiber die Erhöhung der Eingangd- Zölle auf Masschinen, Kalium u. s. w. ist besonders gegen die en lische Einfuhr direrArirkel gerichtet. Deutsch- land isi vermöge des ertrages vo_m 1. September von diesen Maß- reqeln ausgenommen, Frankreich wird ein _Jahr Frist „esept, um sich durch gleichkommende Konzessionen von „einer Zoll-Erczöhrmg auf dre seinen Kattune (Z:! befreien; die Schweiz wird auch zi: einem _Thrile hinsichtlich der “ufuhr der Kattune getroffen, wenngleich das eigene.- liche Gewicht der neuen Ordonnanz auf die englische Katkun-Jndusim fällt. Die Einfuhr der englischen Maschinen hatte sich seit5 Jahren sehr bedeutend vermindert; von ZMillionen Fr. war dieselbe auf eme halbe Million gefallen, und die Regierung hätte vielleicht besser gethan, das Aufhören aller Einfuhr von der weiteren Vervollkommnung der- m- ländischen Industrie „zu erwarten, als alle Konkurrenz abzuschneiden. Die französische Ordonnanz vom 3. September, wodurch die belgische Maschinen-Ausfuhr nach Frankreich„beschwert wurde, scheint die“ Re- qieruug bestimmt zu haben, der mlandrscben Industrie diese Vergutung durch Aufopferung aller englischen Honkurreirz zu geben. ,

Die Iesuiten-Asfaire in Verviersshai xeßt auch den ijst' zwi- schen den Gemeindc-Rath und die Regierung geworfen, Der Minister des Innern hatte durch Königlichen Ekschluß,dtk BerathunJUdeste- mcinde-Raths und die Proclamation des Bürgermeisters ur nichtig erklären lassen, als in Opposition mit dem Gememde-Geseye, wonach der Bürgermeister allein die Polizei, ohne Interveniiori de? Stadt- Raths, ausüben soll. 3th stellt sich heraus, daß Wirklich kerne regel? mäßige Berathung stattgefunden hat rind auch kein Protokoll von der Siyung ausgenommen ist. Der Grmernde-Rath verleingt daher die Zurücknahme der Nichtigkeiis-Erklärung; der Minister will jedoch auch in dieser gemeinsamen Besprechung eme Gesey-Coniravention sehen und den Beschluß nicht zurücknehmen. Die Folge wird wahrscheinlich davon sein, daß der Gemeinde-Rath in Gesammtheit seine Deniission giebt und - alsbald in Gesatnmtheit durch die große Majorrt'at der Wähler, die auf diese Weise Alles billigen, was gegen 'die Berufung der Jesuiten geschehen ist - wieder erwählt werden „Wird. .

Der Jahrestag der Eröffnung der kölnisch-belgrschen Eisenbahn oder, wie man hier sich ausdrückt, der Verbindung des'Rhems und der Schclde isi in Antwerpen auf eine glänzende Weise, begangen worden. Der preußische Gesandte in Vrüffel und ungefähr 50 der höheren Beamten und Negocianten der Rhein-Provmz waren zugegen. Der Wunsch eines immer innigeren Anschließens Belgiens uiid des Zoll-Vereins wurde um so lebhafter ausZesprochen, als er m dem Traktat vorn 1. September eine kräftige, praktische Stüve erl)alte11haite,

Einige Journale fahren fort, aus Opposition gegen das Mini- sierinm, Opposition gegen den berührten'Trakiat zu machen und“ die Konzessionen des Zoll-Vereins, _nanreutltch in Bezug auf das Etsezx, nicht hinreichend zu finden; allem die bedeutenden Besiellungen, dre schon von Deutschland aus in den liiitrcher „Eisenfabrikrn gemacht worden sind, beweisen zur Genüge das Jrrtge dieser Behaupiungz- die ganze Provinz Lüttich wiirde sich erheben, wenn es_ darauf cznkame, um ihre Zustiimmmg zu diesem für beide Theile gleich vorthrrihaften Traktate zu geben.

W anemarki.

Ko enhagen, “18. Okt. Am *löien rvurdeii die Provinzial.- Stände fiir die Insel-Stiste, so wir für die Färoer zu Rorskilde, erö“nei. sfVon der Fregatte „Gefion“ sind Nachrichten auß? Livorno vdm 4. Oktober eingegangen. Die KunstWerke Thorwaldien's nebst ite- benzehu Marmor-Blöcken Waren am 1sten angekommen, ain Iten de- fand sich bereits Alles am Bord und am „**-ten wollte die Fregatte unter Segel gehen.

5 p a n l c n.

S Wkadrid, “12. Okt. Der englische Gesandte traf gestern Mittag in höchst leidendem Zustande hier ein; die angesirengte “Thri- tigkeit bri Gelegenheit der Unterhandlungen in Tanger und während seines Aufenthalts in Sevilla hatte seine körperlichen Kräfte so er- schöpft, daß er den Weg hierhrr nur in kurzen Tagereisen zuriickzu- legen Vermischte. Der Minister der auswärtigenAngelegenhriicu fuhr bereits _rsiern bei Herrn Bulwer vor, der seine Ankunft, mit Beru- fung au? seinen Gesundheitszuftand, schriftlich angezeigt hatte. Man sieht nun einer weiteren Entwickelung der sogenannten Rayo-Ange- legenheit entgegen. Der Gouvrrneur von Gibraltar ließ dem Be- fehlshaber der spanischen Linie eine Mittheilung zustellen, in welcher er sein Bedauern ausdrückt und erklärt, die englischen Kanonen hätten ab- sicht1ich hoch geschossen, um zu vermeiden, daß das Schiff „Rayo“ derleßt werde.

Die Thronrede, das ausschlir'ßlirhe Werk des Herrn Martinez de la Rosa, hai allgemein mißfallen und zu sehr bitteren Bemerkun- gen Veranlassung gegeben. Sogar die ministeriellen Journale Wagen nicht, mit einer Lobpreisung derselben hervvrzuireien. Das größte Aufsehen erregt der Umstand, daß die Verhältnisse der spanischen Kirche, die doch einer endlichen Feststellung so dringend bedürfen, ganz mit Stillschrveigcn übergangen Werden. Unterdessen vernimmt man, die mit dem röniischenStuhl eingeleitetenUnierhandlungrn seien plöyliih auf Schwierigkeiten ernster Natur gestoßen, Als der Mai“- quis von Viluma in Paris amvesend war, fanden zwischen ihm imd dem päpstlichen Nuntius einige Besprechungen statt, zu denen ami) Herr Martinez de la Rosa gezogen wurde. Den Gegenstand dieser Verhandlungen bildeten die fiir National-Cigenihum erklärten GUM der spanischen Geistlichkeit, und die beiden spanischen Diplomaten er- klärten, daß ihre Regierung den Weiteren Verkauf derselben einstellen werde, falls dagegen der päpstliche Stuhl nicht auf Zuriickerstainzng der bereits verkauften Kirchengiiter befiehe. Dcr Nuntius MW Eröffnungen seinem Hose mit und wurde dagegen ermächtigt- HUM Martinez de la Rosa anzuzeigen, daß der päpstliche Stuhl das einmal Geschehene als vollendete Thatsache betrachten wolle, wenn nur, so“ bald als diese Erklärung in Madrid einireffe, der weitere Verkauf der Güter der Kirche eingestellt wiirde. Dies wurde von SMM di'k spanischen Regierung auf das bestimmtcste zu esagi; als maxi aber in Rom erfuhr, daß der Finanz-Miuister on, sqbald die v?" dem päpstlichen Stuhl aufgesiellte Bedingung, zu seiner, Kenni'mß gelangte, den größten Theil der noch unveräußerten Kircheuguier ZUM Verkauf stellen ließ, erklärte der päpsiliche Staats-Secreiair die Unterhandlungen fiir abgebrochen. DeShalb soll Herr Martinez de la Rosa vorgezogen haben, diese für die spanische Kirche und selbik fiir die Staatsgläubiger so wichtige Angelegenheit in der Thronrede gar nicht zu berühren. Der Marquis von Viluma, von dem Gayge dieser Unterhmtdlungeu genau unterrichtet, beabsichtigt dagegen, Mie Frage im Kongresse der Deputirten zur Sprache zu bringen.

Im Senate wurde gestern die Kommission ernannt, welche dk)! Entwurf der Beantwortung der Thronrede auszuarbeiten hat. Sie besteht aus dem Herzoge von Frias, dem designirten Bischofe von Zamora (Tarancon), dem Marquis von Fach, Herzoge von (Hor imd Herrn Miguel y Polo. ,

Der Kongreß der Deputirten schie gesiern die Kommission me- der, welche die Wahl-Akten zu prüfen hat. Man bemerkte, daß der Marquis von Viluma, der Herzo von Veraguas, und emi e andere als „Royalißen“ bezeichnete Peronen sich auf die led“ ank der äußersien Rechten seßten. 139 Deputirte haben bereits Zulassung

zu den Cortes verlangt.

_ « ";.,Spitäler, Apotheken, “;;:Zsirh nicht zum Besten in den Händen von

1 „**-KK ,Kie Gewerbe-AUSstellun

it vor ern er ini unter dem Titel la Esperanza („die Hoffuérig“) eiZeßreues “J!,“gehlakk, Mlchks von dxn Feinden der Zie- volution begründet worden is! und von det! Aanngeru des _Mmisie- riums als ein karlisiisches Machwerk verschneen wird. In [einem er- ßen leitenden Artikel sagt da „elbe unter Anderem: „Wir werden nicht die Sprache einer PM" "bk?"- slantkn den qllgememen Wunsch eines edlen und hochherzigrn- d“ Umwalzungen MÜÖM- dlkkch Leiden erschöpften Volkes ausspkkihkn- welches das Schlachtdpfer einer nichts vers onendcn Revolutioxr wurde. Wir werden „an dieses, rmfruchiba- ter eden und des Tribi'rne'n-Geschwayes, überdrussige Volk die Stimme der Wahrheit richten, b" ck,!" [MS? Zcit hindurch hinter irügerischen Theorieen, die so bittere Fru'chte hervorgebracht haben, verborgen ge- -halten wurde; wir werdet,!- ihrn die Lehren der Enttäuschung darbie- „Zen und den zu einer vernunftignwgesetzmäßigen und unvermeidlichen .ZZAusgleichung führenden Weg bezeichnen. _ Man möge wissen, daß

' ? Einigkeit und Vergessen des Ver angen-en unsere Losung isi, und daß * "wir im Namen des Vaterlandes lle dre, welche aufrichtig das allge-

meine Beste wünschen, in unsere Reihen rufen.“

' Ein Königliches Dekret-vom Nen. verfügt auf den Antrag des Finanz-Minisiers, daß diejenigen Anweisungen, welche aus Kontrakten der Regierung herrühren, und „deren Auszahlung den Kassen der Havana überwiesen ist, ebenfalls 111 Zproc. Staatspapiere verwandelt werden sollen, und zwar so, daß 1000 Realeu Nominalwertl) dieser Papiere für je 3.50 Realen cinzuziehender Anwrisungen gegeben werden. Diejenigen Gläubiger, welche sich dieser Verfiigung nicht unterwerfen, werden an die Entscheidung der Cortes verwiesen. Da- gegen wird der Ueberschuß der „Kassen der Havana zur Bezahlung der Zinsen der Zproc, Papiere besitmmt. Dieses ganz unerwartete De- krei, durch welches die Interessen eines der ersten Banquierhäusrr Europa's gar sehr beeinträchtigt sein sollen, hai großes Aufsehen er- regt, und seit gestern find die Fonds an der Börse gesallrti, Tie Zproc, standen heute zu 263; baar, und 26-7; auf 60 Tage.

0 r t u g a 1. ck Lissabon, “10. Okt. Aus Angola sind eben Nachrichten von einer starken Schlappe eingelaufen, welche die portugiesischen Truppen dort von Seiten der Neger des Quissamastammes erlitten haben, und woran das unkluge Benehmen eines portugiesischen Offi- ziers Ursache geWesen zu sein scheint. Drei Compagnieen Linien-Jn-

' fanterie unter dem Capitain Xavier litten dabei beträchtlich; einLieu-

. tenqnt, zwei Sergeanien und 25 Mann blieben auf dem Piave, mi- grfirhr 50 wurden verwundet, darunter eine Anzahltödilich, die Neqer behaupteten das Schlachtfeld, und bemächtigte" sichsogarzweier Feld- siircxe mit deren Munition und einer AnzahlGewehre, welche die Por- tugiesen kseidst (ius 200 angeben. Dieser Kampf hatte ungefiihr zu gleicher Zeit mit der Belagerung von Almeida statt, Der Ursprunq des Streites war folgender. Der genannte Capitain Xavier Mili“- tair-Kommandant der Niederlassung von Museima erbät und erhielt Von, dem Sduba oder König Quiqna des genannten Stammes dre Erlaubmß ziim Fischen auf einem “kleinen Sreiit dessen Gebiet, indem er qngab, dre gefangener: Fische seien für die Königin von Portugal bestimmt, szchher aber nahm der Capitain Eiqén- thurnsrecht auf diesen See fur Portugal in Anspruch, indem er*dkn Schwarzen dort “Fischer?! 3" kkklbkn verbot; nur argen Bezahlung killi'i“ (Held-Abgabe wollte man sie zulassen. Die Skywarzen machtrii nun Versuche, eine dort ausgestellte Truppen-Abthciiunq mit Gewalt zu vertreiben, worauf der Capitain selbst mit Verstärkmigen gcqen sie zog, aber gä-rtzlich geschlagen wurde, *

, Der wichtige Play Macao und die Inseln Solar und Timor, die bisher dlm-Gkuekal-GVUVLUWUT von Goa untergehen qewesen waren, was bei ihrer weiten Entfernung von Goa größe Mißstände erzeugen nmßie, sind nun durch ein Königliches Dekret Von jenem “Gouvernement gcirenni worden und werden künftig eine abgesonderte Yrovmz Mit einem eigenen zu Macao residirenden Gouverneur und einem Unier-GoUVerneur auf den Inseln verWaliei werden. Es wird dadurch einem Wunsche jener Kolonieen und einem längst auck) im *))?uiierlande erkannten Bedürfnisse endlich Genüge geleistet,

Griechenland,

. (3) Munchen, “19; Okt. Die Post aus Athen Vom 6, Okto.- bFer hat uns,nur eme einzige Neuigkeit von Belang gebracht, die. (_rnennung einer aiisschlteßend aus Aniimaurokordaiistrn zusammen- gesexzten Wahl=Pr11fmrgS-Koxnmission. Gewis; sind die Folqen die- sed Siegesdes ehriiraligen Mmister-Präsidenten und qegenwärtiqen Jmanz-Ministers fur den Augenblick noch gar nicht, aiich nicht rin“ mal Znnabernd, zu berechnen, denn was uns von der einen Seite her uber die„rmnmehr unausbleibliche Sprengung des qegerrwäriiqen russisch:frajirzdstschen Ministeriums geschrieben wird, kaim qeradé so gut unbestgtigt bleiben, als die anderweitiqe Behauptmiq nach welcher wir in den mit Glück gekrönten Anstrengungen der Me“- tÜXlstéU, nichts sdllen erblicken diirfen, als eine Privät-Reartion dieser gegen ihre personlichen Feinde, die Anhänger Maurokordatos' Nicht das Ausstoßen.derngewcihlien Maurokordatisten [ms der Karnmer .kjltxchkidek uber die Einigkeit zwischen Metaras und Ko- leitis, sohm uber ,den Fortbestand drr gegenwärtigeir Verw1ltim , sondern diepolttische Farbe derjenigen, die auf desk“Si g.; “30?" der Audgesjchlossenen Plaß nehmen Werden. Träzt ;. eiaias aurh- ui diesrr Hajnptfrage den Sieg daVon, dann wird Zr iiicht niehr mit Kylettis „regieren wollen, und Kolettis nicht mehr für;- [[ck-"rnit1hm regieren konnen, Weil in dicsem Falle seine Minister:- Praitdeiitschast zuwN'ull würde. Der Erfolg wird es Feiqen und

zwxr tLocksiwcihrschemlrch schon bald, Hierher gehört jr'drirbworläufiq 71:11) * ie Wahrnehmung, daß der, Anhang Meinxaö' auch dri der Ju“-

*siexinJitsteergr-ndeLrlircibe!“LYHU'TNÉZJKBFM besteZTnden Kommission *ge-

, _ .! or äge zn e ormen in den de-

LILOlejoclYslixäxxrcFéla,ssigieir kirchlichen Zuständen zus machen. Marillie

sucht fiihlen d &!th nut Unrecht, unter diesen Umständen sich der-

- kk hkknbkzélksFU" , welche dem Herrn Finanz-Miuister

durch drnKöni an d' d ' ' vorbedeutengden LThYßakTerén mnenstag eriviesen Worden isi, einen

__ Nachgerade scheinen lb ;der Ueberzeuguug gekommxir sztu

beizulegen. dißjexalxiréesierfif Bavaresen-Feinde zu , a 6 entliche Sammlun en, kirtirzd allet Ansküliém dercn Jnsianderhalkung “iiur gu em Willen Ytivertraut werden können, , , eute * “YFM“anHndhlxx ““i-Z“!“rgsetx“; Jejitntchen zu erhalten“.1 “MÜFZZLeWÜxYY-Y ! ) e , ' * Uk" “Jide Frederiiöavaresen “anrixrrtßtzuizrtiverßlildjxlirén Juhabern abgenom- ffent 'che Geldnot!) war die “U?- die Staatskassen haiien

"ck dagegen in Und für die MKT»? 937“ verkauften Zehenten zu füllen angefangen

„waltung keinerlei VeriengM-YTTJYÉUdieser Beziehung der Ver-

"Ud Zollvere usdxxötT-exlt'etfuéen Bundes-

Vergi. Allg.?)reuß. t . Nr 22 * 53, 254, 255, 256, 2Z8,8259,“26Z; ZZ?“ ZZ“ 242“ 243“ 248“ 249“ 252“

. , 277278 “" 286, 287, 288,“ 291,“ 293; 294“ 112171? “23T“; 28“ “83, 285“ l,)(lx. Silber-Arbeiten.

*" In keinem Theile der Arbeiten , vo d - ahren eme bedeutendere Veränderung :“inZeiikieJewu ““

„;„Männern von Wissen

seie 30 als in diesem,

1557

Jerre uribebülflicheu Formen der Silbergeräthe, welche sich aus der Zeit vor 1814 erhalten hatten, und welche damals und später noch angefertigt wurden; jener mangelhafte Guß, die steifen kunsilosrn Verzierimgen, die in ni-Zts iiber die Mitielmäßi keit gleichzeitiger Aw betten !!!“-Messing und inn sich erhoben, sie nd einer zweck- und kunsigemaxen Richtung gewichen, welche sich nach den vers iedensien S'Zitrudhnr geltend macht,lund dktÉ !vielfach der wahren M| sich ua ren , m den manns ati en iduu en ire d' eri e rat zu bethätigen strebt. gf gsi g b “ck pf sch K

Zunachst sind es die Arbeiten, Welche in einer bestimmten Form nur einmal oder doch nicht häufig wiederholt angefertigt werden, die sogenannten Corpus- oder eiriebencn Arbeiten, wozu die mit ciselir- ten (_Huß-Oruamenten verzierten gehören, welche die Aufmerksamkeit auf iich lenken.

guter diesen zeichnen sich aus die unter Nr. “215 von dem Hof- Zuwelier Humbert und Sohn ausgestellten Gegenstände. Cin Prachthumpen, nach der Idee des Grafen von Hagen audgefiihrt, scjzezerchnri von Asinus, vonVor) und Sauer modelliri, von dem (Hold-

chm-lld Oeylandi gearbeitet und von Stöckel, Mertens und Menke riselirt. Auf dem Fuß ist die stufenweise Wirkung des Weins in einem Bacchantenzug eu [raue relief dargestellt. Der Mittelkörper besteht aus Vereinsthalern mit Weinlaub umschlungen, welche nicht cmgrlöihei, sondern auf eine schwierige Weise wasserdicht qesaßt sind,

Der Wulsi des Deckels _isi mit einer nach Schinkel gearbeiteten Ara- brske verziert; vorn _besindet sich das Wappen des von Hagenschrn Haasis, undder Griff besteht aus einer Hebe, die, aus Land empor- wachsrnd, einem auf dem Deckel knieenden Ganymed die Schale emporhäli, Sämmtlirbe an diesem KunsiWerk betheiligte Arbeiter haben mit seltener Ueberrinsiimmung das Jhrige zur Vollendung des Ganzen beigetragen, und Wenn vvrzugöweise die Cisrlirung des Bac:- thaiiteiizuges von Mertens und die des Wappens von Stöäel als besonders gelungen, so wie die geschickte Biegung der Medaillen, als beachtenswerth genannt Werden müssen, so darf dies doch nicht als cm Tadel in Bezug auf die Ausführung drs Uebrigen gelten, viel- mehr dieser Humpert mit Recht als eine der ausgezeichnetsien Silber- Arbeiteu der Ausstellung bezeichnet werden. Ein zivriter Gegenstand isi eme Warwick-Vase, welche ihrer bekannten edlen Form wegen schon dirsdllgememe Interesse erregt, modellirt von Fläschner, sehr schön ciselirt von Mertens und Stöckel, nur das Löivenfell könnte wohl kraftiger beharidelt sein, und nächsidem noch eine große Rokkokko-Blu- mrnVase mit erhabenen getriebenen Verrierungen don anqenehmer Form und saiibrrerAusführung, beide don Heylandi qrardeitei, *- Cd darf dein Arissieller Wohl zum Verdienst angerechnekwerden, die Leitirng d1r*]rthe,rdrri der Ausstellung so tüchtig bewirkt und die Thä- tigkeit der verschiedenen Arbeits -Talrnie zu so befriedigendrn Rrsul- taten gefiihrt zu haben.

Von den Hof-Juwelieren Joh. Wa ner u. So n "ndei ick unter Nr. 216 eine Lanti Vase ausgestellt“? Welche aufheine“1 würdige Ylesl" dcr ohengenannten Warwick: Vase, der sie auch in Form und Idee ahnlrchz-si, sichaneihei, Sie ist sehr geschmackvoll in jrdrr Bezie- hung audgefuhrt, errrfacher zwar als jene, jedoch nicht minder edel, und es imd. wohl, wie sich aus der gleichen Vehandlunq ergiebt, die- selben Arbeitskräfte bei der Anfertigung und Ciselirunri thäiiq qewr- sen. , Außerdem erregt ein geschmackvoll entworfenes, Bon dein Gold- schmidt-Alimeister Friedrich gut und sauber ausgeführtcs, ibrilweise vergoldetes Thee»Service mit Recht die allgemeine Aufmerksamkeit. »-- Auch an diesen Arbeiten sehen wir die einsichtSvol1e Leitung des Zliissiellxrs mri ciner tüchtigen Ausfiihrung auf das befriedigendste

cremig .

, Ni". 221, Eine bedeutende Anzahl mis eri neter Kun werke dirket ,der Goldsckmiidt Sr. Majestät des K'öii?zx?z,chHossaurrst, dcr offentlichen“Betrachtung dar. Unter den größeren Gegenständen von '1-“xldthigrm Silber ist es ein großer Tafel-Airfsaß nach Zeich- nung vom „Lber-Vauraih Langhans int thmiffanrestyl, im'h- rere quégrzerchnrie Vasen, darunter eine in edelsier griechischer Form mit vier Iiriegrri- von Schinkel, ein kompletter Tasel-Aussaß, fiir den Hrrzog von Nassau angefertigt im Rokiokko:-Genre einige Terri- nen, eme große Blumenschale, von zwei Genien getragen, '] großer, “.? kleine Kandelaber, ein äußerst elegantes, theilweise galvanisél) ver- goldetedlee-Service, ein Kaffee-Srrvire (orientalisch), Welche mit Recht die Aufmerksamkeit des Renners in Anspruch nehmen, aber auch bei der reichen Zeichnung und zusammengeseßien Arbeit es schwieriq 111ach)eit„]r*des Einzelne gebührend zu würdigen, Außerdem sind meli- rcre, kleinere Arbeiirn von besonderem Interesse. Eine Gruppe der heiligen Lorenzia nach Ranch, schön galvanisch vergoldet, den Kopf:- puiz undeürtel mit Edelstrinen verziert. Eine Kanne mii Plaiteau und zwei Lertchter, in cdelster etrurischer Form, reich gravirt uud iornhlau rnmillirt, mit vorziiglick) lebhafter galvanischer Vergoldung, Zwei emmllirte Leuchter mit höchst zartem feinem Schaft, aufTrepird, oben, mit Thierköpfen verziert, mehrere reiche Pokale und andere Gefäße, wobei zu bemerken, daß die Gegenstände, rvelche im engli- schen Genre auf Bestellungen Von ihm fabrizirt worden, sich um ein Bedeutendes in der Fagor: billiger heraussiellen, als in England, ohne deshalb im Geringsten an Schönheit zuriickzusirhen; ferner ver- schiedene Probesiiicke von des Aussiellers ausgezeichneter Be- sieck-Arbeii niit Fäden Und Verzierungrn, Cin kupferner Ver- goideirr Theekrssel, reich getrieben don ganz ungewöhnlicher Höhe und Reinheit der Jarbrn, und ein Relief: Moses, die Gesetztafrln haltend, aus altem Messing brsirhend, welches, matt vergoldrt, nichts zu wünschen iibrig läßt. Durch diese lrizien Arbei:- ien beweist Derselbe, daß rr nicht unterläßt, die Von ihm angewen- dete Art, galvanisch zu vergolden, stets mehr zu verdolikonmmen, ihre Anwendung nach mehreren Seiten hin zu Verbreiten und darzu- ihn"? daß das neue Verfahren ohne Schwierigkeit gehandhabt wer- en ann. 7

Hiernach kanzi dein Aussteller unsere Anerkennung nicht versagt werden; » Esst nicht die Mannigfaltigkeit seiner Arbeiten und ihr Reichihnm Illem, die sich Geltung Verschaffen, sondern mehr die Art ihrer Ausfuhrung, dnrch Welche der tüchtige und praktisch gebil- dete Goldschmidt, der-selbst thätig sein Geschäft gegründet nnd niit Ehre seit einer Reihe von 24; Jahren fortfiihrt, sich zu erkennen giebt; und so auch jetzt noch das Vertrauen seines verewigtcn Kö- nigs rechtfertiget, dessen Aufmerksamkeit er “1818 in Paris auf sich zu lenken das Glück hatte, und unter dessen Schuß er sich im Va- terlande a_nsäßig machte.

Nr. 228. Der HofJJiiwelier Wilm hat mehrere Gegenßände arrfgesirlit, welche als größere Hanimerarbeiten Anerkennung verdie- nen. Erne, ohne Airwxndung von Guß, ganz getriebene Vase im Rokkokko-Geschmack remlzch 2gxearbeitei, zwei Weinkühler und eine Lampe, einfach geschmqckooll, em rmleuchier in besonders zierlich geschwun- gener Form, eiii Bierkrug auf Teller, sind vorzugEWeise als gut ge- arbeitet “zu bezeichnen. Ihre Anfertigung isi bewirkt worden durch Friedrich, Heylandt und Mohlé, dieModellirung vonSiege- marin und „Bethke, und gereicht es dem Aussteller zum besonderen Verdrerrsi, ,nicht nur- die Entwürfe zu diesen Arbeiten gemacht, sondern Jule,!) für ihre geschickte Ausführung angemessene Sorge getragen zu

a en.

Nr, 218. Zwei Altarlruchier von dem Hof-Juwelier Reiß,

“nach einer Zeichnung von Uuzelmann, sind ein um so merkwürdiger

Gegenstand, als sie auf Befehl Sr. Königl. Hoheit des Prinzen Al-

brecht fiir das griechische Kloßer in Jerusalem zum Ge enk b “mmt sind. Wem! die ei rnthümliche Form derselben nicht “Z.soudexL- an- syrechend erichemt, gso rechtfertigt sie sich durch den Zweck, dem sie dietren sollen. Unter der Leitung des Ausstellers als praktischen u- xßlrixiei: find sie von Wendelboe mit Fleiß und Geschick ausgxf hrt . Nr. 239, Karl Miesch hat mehrfache Arbeiten worunter em Thce-Service von Woehlert, ausgestellt, welches «ils ut ge- arbeitet Beachtung verdient; auch die Thee»Maschine und TÜÉ: zeu- Jetrvon dem griten Geschmack des Aussiellers. Bei dem des ckckck, chemt der Arbeiter nicht der Zeichnung treu geblieben zu sein. Es sind deffen Formen bei allem Rrichthum nicht bestimmt genug hervor; gehoben, ivddyrch er an Ebenmaß verliert, Die Verschiedenartigkeik ZififsexiexelrdsiYUlZer „_?ixderser Gegdensiände geben den Beweis, wie der ' emu , eme ren na ' ' ' gen hm zur Gestaltung zu brFrgen. ck den verschiedensten MW"

As ck er und Badi. Eine silberne Lampe, kräftiq und von skat- ker Jony, sd wre emsPokal, welcher von Reuter mikvielem Geschick ZirrJZeFertigdt isi,Asir1d ein giinßige§__Zcrig11iß von der verständigen An- zeick“)1ni“tgwelrdrii,nöstchlr und munen als recht anerkennenswerth bt-

Nr. 1545. Gebr. Raspe haben ein T ee- und Ka "e : t ice Von [Joch]? gjeschmackvdllrr Zeichnung und saußerer Ausfiihfiuiigéeuxd *

)?r. 1030. Rktch einen Pokal mit getriebenen Jagd-«Scenen ausgestellt, welche Arbeiten Beiden, als aus eiqener Werkstatt hervor- gegangen, um so mehr zur besonderen Ehre gereichen.

„_ Nr. “.?-31. S. Friedeberg und Sohn, das Innere des iiraelitischen Tempels in Hamburg. Nach der Angabe des Aussiellers gezeichnet von Strack, vom Goldschmied Mohlé- ausgefiihrt vou Arndt imd Kraizenberg ciscliri. Die Arbeit ist deiii ciqenihüm- lichen Gegrnsianddngemrssen sorgfältig. Ein Rrise-Nereffaire, Die FxoßZ-rxrnkéxxxeérstairdesxoxr Goldschmied ?lndreak, die kleineren in 1“ reria er “.u e er, wel e leicki rii' ' [*kWikÜ--hk]bkkk', zweckmäßig angefeétigiq, “3 “g M Zusammenstellung

Ba111111kltch vorbezeichnete Gegenstände an geiriebener Arbeit sind von Berlin ausgestellt worden“, vrrhältnißmäßig rveniqrr in diesem Genre qt dagegen Von außerhalb eingegangen. *

, Ni“,"“181_x9, J. F, qumfeld in Hamburg, eine Theemaschine, en,! vollstandiger; Thee-Servire und einen vierarmiqen Tafel-Aufsav Ml; élas'schalejcthi Michl!“ auchF durch Leuchter ersexzi werden können, un 12 in re rea men ormen und a ' ' ' " ' ?lrbeizksich darstellt?“ ls rim gediegene tuchtige

" r„150-Y). Rott, Walter und För er in S wäbi .. e- mund, rrrtK.1fsee-_ unther-Servire, so wie [“in Pokal, YutgersiébeFet. An leßierem befindet iich eine eigenihiiniliibe Art vrrsckZicdenfarbiger, roth und gelber Vergoldung, rvelcke einen noch nicht dagewesenen Effetherdorbringi. '

, -r. “1690. Werner Fiaupert in Ka"el, eine ? arm“ te Ritter-Siaiue und ein Pokal mit Edelsteinen" in dcutsclériir SWL; beifd-eh ?on demselben erfimdrn und recht fleißig und lobenSwerih aus- gr 11 r .

Nr. 2460, Moriß Stam f in Dani cin Silber- okl iiach einer Zeichiiirng von Stein, “init Gemmeérédie, wie es sFrinY iii Gold gefaßt imd, garnirt, eine Blumenvase und eine Kapsel für emen Ehren-Biirgerbrief, sämmtlich fleißig gearbeitet, wenn auch die Formen eiwaö gefäUiZergehalien sein könnten.

Nr. „048. Giri'tig ii) Leipzig, drei Zuckerschalen und eine EPF“? ““?“" Yllakskmé getxiebenem Weinlaub umwanden, als eine gu 2 on rr- rie: einer enswertl , o ' " schönen Formen. ) bwohl nicht von vorzuglrch

Zu allen dirsen Arbeiten giebt sich minder oder meli“ da * ben zu erkennen, durch (Zeichnung und Modeliirung den “besseisenSLJx- ([ckmack der neueren Zeit geltend zu machen, und es wird ein stetiges zßorisckireiten rms diesem Wege gewiß „zu recht erfreulichen Resultaten führen,

Erst seit der Anwendung der zu höherer Vollkommenheit qe- brachien Pragez und Preßwerke isi es möglich geworden, die Sil- bei*7Arl*i*1teii mit Erfolg zu vervielfältigen, ihnen eine größere Ver- breitung zu derschgifen und sie zu Fabrik- und Handels-Artikeln zu erheben. Wie Wert es drr neueren Zeit vorbehalten gewesen, auch hierin Ungewohnliches zu leisten, dies geben die ausgestellten Waaren dieser Art geniigend zu erkennen, obwvhl mit Recht bedauert werden muß, daß bedeutende Fabriken in diesen Artikeln es Versäumt haben Proben ihrer Industrie einzuschicken. Als andgezeichnei isi hierin vor Allem das aus den mannigfaltig- ]ien Gegeiisianden bestehende Sortiment von W, F. Ehrenberg (Nr. 200 des Kaiologö), zu Berlin zu nennen, Von den kleinsten Gegenstanden des Puytrsches bis zu bedeutend umfangreichen Arbei. ten_ftndet eme Siufenfolgr statt, welchc bei aufmerksanier Betraehtung Crftauwen erregt. In den diesen Waaren zum Grunde liegenden (xntwiirfen ist die Hand gebildeter Künstler nicht zu Verkennen. Der qiigewendete Guß ist gut und so scharf, daß er grundsätzlich ohne (daselirung verarbeitet wird, die Formen sind selbst bei deéMannig- faltigkeit des Vorhandenen meist edel und geschrnackvoll, die Vergol- dung iiberall rein und sauber. Unter dem "vielen Beachtun swerihen ist ZU/_b8111kl“ki'!t: dic verschiede11en damaszirien Arbeiten in ;gZuckerkör- ben, Zrickerkäften, Becher u. s. w., bei Welchen die Zeichnungen oft in recht angenehmer Beziehung zu dem Gegenstand selbst stehen, den sie zirrrn, da der Aussteller keine Mühe und Kosim gescheut hat, um sie lebendig und heiterauszusiatten, und welche vvrzugöweise mit abwech- srlnder galvanischer Vergoldung sick) sehr gut aUSnehmen,

So ist auch die Verbindung figiirlichcr Gußarbeiien mit den ge- preßten fast durchWeg in eine Zliickiiche Anwendung gebracht, von den mannigfaltigst abwechselnden 'örben und Schaalen an durch das ganze Sortiment, bis zu drn kleinsten Nippes-Sachen, in Miniatur- Biisien und Statuen herab.

Daß der Aussteller jedoch auch nmfassendere Gegenstände mit Geschiiir imd Sorgfalt auszuführen versteht, davon giebt ein nach einer Zeuhnung von G. Stier angefertigter Pokal vollftändi es Zeugmß, ,so daß die Aufgabe, welche er sich vorgeseßi, seine Jakrik in allen ihren Zweigen zu repräsentiren, wohl von ihm als gelöst erachtet Werden darf, und seine Bestrebungen um so mehr unsere An- erkenntnis; verdienen, als seit der Einführung dieser seiner Fabrikate auf den Meßpläyen Deutschlands die friiher fast ausschließlich mrs Frankreich brzogenen kleinen Silberwaaren gänzlich verschwunden nd nnd der steigende Absaß nach den entferntesten Ländern Europa's rhm auc?)ck letie-n fortschreitenden Wachsthum seiner industriellen Schöpfung ver ei .

Auch Wilhelm Peters in Berlin har unter Nr. 2843 ein beachtenswerthes Sortiment damascirier und gepreßier Arbeiten ge- liefert, unter welchen die mit krisoprasfarbi en Gladbesten versehenen Besteeksachen, so wie mehrere damascirte egenstände, sich vonheil- baft m Form k?nd Vergoldung auszeichnen, nur bei den r' eren Fruchischaaleii konnte der Fuß um etwas zu schwer gegen diesS ale erscherizen, dre er bestimmt isi, zu im en, wo egen di "et“ ** 'em * den hubschen Grrandolen, denen er g ichsalls Liens, “'H a“ an- gemessen verhalt. Au ein Pokal von ge ' ' er er W sich hierbei, welcher das Ge. 'ckdeoEiusendm 'i lle: 'r ', freedom“ JW: :ekunddetf so_ wrehderselläe Yerhaupt wohl ck beYth-ö- , _ r en gr , eme e renvo e onkure ' ' * licheren Fabriken dieser Ari zu bestehen. W M ck den M