1844 / 301 p. 2 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

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, dies benii en, um das allgemxt'ne Mitleid zu erregen, FZÜ'Z-“emr'Mn-“chen Deseßkte “".ch ,nur im mmdesien dex: Augen der Reisenden zu verbergen. Da bei dtesxr VeranlaLung dre gegen sol- chxn Unfug längs bestehenden ,Vorschrtften den iets-Aemtern ,aufs neue «geschärft wurden, so dürfte das Land endlich doch von dieser so oft bisher aber vergeblich beklagten Plage befreit Werden.

Der nach dem Ab ange des Grafen von Chotek zum Verweser des Obersi-Burggrafen- mtes ha?,stellt ewesene Graf Sa,ln1, weicher unter dem Erzherzog Stephan, ,die Ge,chafte des Gubermums lei,t_ete, hat den Titel als zweiter Präsident dieser obersten Landes-Behorde

n. crhal-t5„e**erUnterbau an der Staats-Eisenbahn zwischen hier und Ollmiiß ist nun fast vollendet, und es wird,mn 28. Oktober ,die Eigseyung dcs Schlußsteins an dem großen Viadukt bei dem einige Stunden von hier entfernten Dorfe Lxuwal auf feierliche Weise erfolgen. Auf der Strecke von der mähristhen Gränze bis Pardubiß ist übrigens auch der Oberbau ,der Vollendung nahe gerückt. Bei der leider so qasuukenen Moralität unseres Landvolkes haben während dieser Zeit häufige Entwendungen an Obexbau-Materialien stattgefunden, wes- wegen auch das Betreten der "" Oberbau befindlichen Staats-Eisen: bahnstrcckcn sowohl, als auch der zunächst befindlichen Gräben, unter Androhung von Strafen, untersagt wurde, mit Aitöitabmc der durch eigene Merkmale bezeichnctcn Straßen-Ucbcrgänge'.

Frankreich.

Paris, 23. Okt. Es soll ein kleines Geschwader nach Nm- pcl geschickt werden, um die Braut des Herzogs von Aumalc abzu- holen. Dchcitpunkt fiir den Abgang dieser Flottille, die vom Prin- zen vonJoinviUe befehligt werden soll, ist noch nicht genau bestimmt, doch hält man denselben fiir sebr nahe. Auch die Dampf-Frcgatte „Gomer“, die den König nach England brachte, soll zu der Expedi- tion gehören.

Die Sophistik einer systematischen Opposition hat sich wohl sel- ten so dreist in ihr Gewebe blickcn lassc'n, als es heute im Consti- tutiounel geschieht, der, da die alten Waffen stumpf zu werden anfangen, eine neue, ziemlich komische Angriffömethode ersonnen hat. Herr Guizot und seine Kollegen sollen nämlich fich absichtlich in mehreren Stiicken noch schli'chicr dargestsllt haben, als sie wirklich seien, um dann, wie die Königin von Schottland in Schiller's Tra- gödie von sich sagen zu können: „Wir sind besser als unser Ruf!“ Anders weiß sich das Oppositionsblatt des Hcrrn Thiers nicht aus der Verlegenheit zu ziehen, als es vernommcn, daß es u1itFrankreichs Demiithigungeu von Seiten Englands doch so gar schlimm nicht siehe, wie es selbst fortwährend seinen Lesern einge- redei. Man höre, wclche naive Stellung dabei der Oppositions-Preffe gegeben wird: „Unsere Minister“, sagt das genannte Blatt, „kennen nur zu gut die Vortheile cines schlechten Russ und lassen sich keinen davon entgehen. Die traurige Meinung, die man im Lande von ihnen hat, ist ihre Hauptstärke; wir begreifen auch, daß Herr Guizot mit der Unbeliebtheit, in Welcher er steht, sehr zufrieden ist. Ja, er legt sich täglich darauf, sie noch vollkommener auszubeuten. Handelt es sich darum, dem Lande irgend ein neues Opfer der Ehre, irgend ein neues, unseligcs Zugeständnis; aufzubiirdcn, Was thut dann unsere Re-

ierung? Sie deutet im Gespräch cm oder läßt auf UmMgen Verbreiten, Jie siehe im Begriff, einen noch empörenderen Schritt zu thun, eine ganz unmögliche Feigheit zu begehen. Die ganze Oppositionöpreff e geht dann fast “immer in die Schlinge, sie wiederholf die Nachricht und kommeuiirt sie mii Entriisiung. So unierbandclte mau Vor zwei Monaten iiber die Pritchardsche Angelegenheit. Alsbald lassen unsere Minister in England und Frankreich aussprcngcn, Sir Robert Peel verlange die ?Dcsavouirung zwäer Offiziere auf einmal, und deren uiiverziiglicbc Abseßuttg; man bringt das Gerücht in Umlauf, mtski'e Minister wiir- den nach einigem Widerstands 3111th Ach bewilkiqen. Und sikhe da! rs war nichts daran; die Engländer hirlten sich sehr mit Recht durch eine einzige DcsaVouinmg und durch die aus der Pritchard- schen Entschädigung hervorgehende ebrruwertbe Buße voilkom- men zusricdcngestcllt. Der Ausgang straft also einen Thkll dci“ Vorherberkiindigungcn Lügen. Das Ministerium trmmphirt, dkmt ks hat Frankreich mit ettvas wenigcr Uebernmß entebrt, als man es von ihm erwartet hatte. Es rühmt sich seines Verfahrens nun noch als einer pxciswiirdigen Handlung. Seit drei Jahren liegt das Ministerium zn Englands Jiißcn, nm, die Abschaffung des Durchsuchungs-Rechtes zu erlangen, dercn Negoztirnitg man ihm auferlegt hatte. Seit drei Jahren hat es zwanzignml mit dcmPreis unserer Würde dieses uachgesuchtc Zugeständnis; bezahlt; endlich soll es durch unsere lcizten Erniedriguncen, durch die unerhörte That der Räumung von Mogador, dem britischen Kabinet die Subsiituirung eines Vertrages an die Stelle derjenigen von 18331 und 1833 cntwuu- den haben, der uns angeblich auf denselben Fuß seht, wic Amerika. Was thut es nun vor der Veröffentlichnng dieser Nachricht? Es läßtdurch einige englische Blätter erklären, die Aufhebung des Durchsuchungs- Rechts solle nur unter der Bedingung an Frankreich bewilligt Werden, daß dieses auf das Protektorat von Otaheiti verzichte, oder in einen Handels-kamt mit England cintrcte. Unsere Oppositions-Blätter, die in dieser Art Ach von Seiten Herrn Gnizot's glauben können, nehmen dies Gerücht auf und finden es Wahrscheinlichz sie machen daraus einen Gegenstand ihrer Polemik und legen bei dieser Gele- genheit dem Ministerium alle Namen bei, die es verdient. Herr Guizot und seine Kollegen sind entzückt iiber den Erfolg ihrer List, sie werden keine neue DeSavouirung gegen die Person des Herrn Brnat auszuüben

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wie Entfernung u. s. w. hier hindernd eintreten konnten, obschon einzelne Gegenden, die wenig oder nichts geliefert, nicht so weit yon dem Siye der Ausstellung entfernt waren, wie z. B. Württemberg, die preyßischcn Pso- viuzcn Rheinland und Wesphalen; jedenfalls aber gewährt die Karte auch in dieser Beziehung eine interessante Uebersicht nnd bietct reichen Stoff zu Bielfcxchen Betrachtungen dar, auf die hier natürlich nicht eingegangen Wer- tn ann.

Auf der Karte befinden fich noch zwei Beikärtchen und eine Tabelle. Die erste Bcikam in der südöstlichen Elie des Blattes enthält eine vergleichende Yaißcllung der einzelnen Länderibeile Deujschlands in Bezug auf ihre “xbxtlnnhme an der Gewerbe-Aussiellim , nebst einer Andeutnng der Ver- kbkxluyg der wichtigßen Fabriken und cwcrbe in den deutschen Staaten. Wie in, der Haupt-Karte durch Angabe dcr Orte, so ist hier durch mehr odcr mmdex ßarke Schatiirung die größere oder gerin ere Theilnahme der einzelnen Ländxr an der Ausfüllung noch iibctfichtlicher ßervorgehoben. Eine Javelle iebz diese Verhältnise in Zahlen an, wobei der prqusche Regierun 6- Bezirk nnenwndtr,weleherverhältnißmäßig die wenigsten ummcrn gelie crt bat, als 1 anXmommen wurde. Sowohl die Schattirnng als die Verhältniß-

ahlm '" LMU MSM sich auf Bereehmmgen der von jedem Lande gelie- MMGcgtnßknke nail) de! Angabe in Nummern, verglichen mit dem Flächen- IW'“ Ulstkbtk. Es :! Zeki st hieraus, daß Berlin beinahe ein Viertel ;" &? Rien Graz:! ande e geliefert ha!. Durch besondere Zeichen Bam- ! "'"?" MMM!"- Tnch- und Woaevwaaren, Baumwollen- WM 5“ ., m Seidmwaatm und Leder unterschieden, so wie durch Kt "WWW", Leinwkkmi Nebmbeschästigunx, diejenigen, wo M'" „,n, - "Uk "UU diejenigen, po grö ere Leinwand fa-

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brauchen, weil sie in der That seine Handlungxn schon dcsavouirt haben; sie werden das Protektorat iibcr-Okslhk'k,i ""ht aufzugeben brauchen, weil die Wiedereinsehung der Köan Pomareh durch Englands Dazwischcnkunft genügen wird, um unser vermeintliches Protektorat in Wirklichkeit anz illusortsch zu machenz,11nd England seinen ausschließlichen Einslu in jenen Gegenden) zuruckzugeben; sie werden keinen Handelskraktat unterzeixbne'n, Werl sie,sich vor der Kammer fürchten. Sie denken also, daß, wenn sie, die Abschaffung des DurchsuchungSrechtes ankündigen können, man die SchJZmch- wo- mit sie dieselbe erkauft, vergessen, und ihnen noch k»,Oank w,1,11en werde, daß sie zu dem Hauptpreise keine unniiye Zugabebmzugefugt, haben.,“ So legt die Opposition noch ihre eigenen gehasstgxn oder Widerpnni- qen Erfindungen dem Ministerium unter, um eme neue Art von Anklage darauf zu begründen. , , , Die hiesige Buchhandlung von Theophile Barrois bat ,cmc Sammlung von AUEgaben der Werke Dante's und '90" Schriften über dieselben erzielt, die gewiß von seltenemUmfange isi“, sie besteht aus 42 verschiedenen AuGgabsn mit Kommentaren, aus 8 obneKom- mcniarc und aus % Werken iiber Dante und sein Jahrhundert.

Großbritanien und Irland.

London, 23.0kt. Den neuesten Nachrichten aus Irland zu- folge, findet der Plan O'Connell's, die Repealer in Jödcralistcn zu verwandeln, wie zu charten war, nicht bei Allen seiner Partei Bci- sall. Der HerauSJcber dcs Repealblattcs Nation, cin Haftgcnoffe O'Connell's, protestirt dagegen in einem Briefe an den Agitawr und will Jivar dic Föderalisicn als Alliirkc aufnehmen, aber es iiicht,zitgebc11, daß die Repcalparici ihre Ideen und Grundsäyc qnnxbmc. Dic Mi,),r- ning C [) ron i c l c mcint indeß, O'Cowtelbsc: cu,: Viel jtchercr Partetfuh- rer als Hr. Duffy, und er jvcrde zwar die deeralrßen benuyen, ihnen aber nicht mehr Einfluß einräumen, als er für gut stndc. Er sei zu klug, dieses den Jöderalisten erst vorbei“ auseinanderzuseßen, und er Werde sie auffordern, die Bewegung so lange zu leiten und „so lange ais Vorspann zu dicnrn, bis der Wagen oben auf dem Berge sci“. Bis, dahin werde er nur die Zügel halten und diePeitschc gcbrauchcn, sei der Wagen abcr crft oben, so werde er Herrn Duffy und jedem an- deren Repcalwächter erlauben, wieder ins chealborn zu stoßen. Anf ähnliche Weise äußert sich auch der Spectator. „O'Connell“, sagt er, betrachtet die Föderalisten als ein schr passendes Rekrutc11:Corpsz ob er aber bei seiner jeyigandee verharren und ihre Forderungen erfiillen, oder sie mit seinen „einfachen chealern“ so Vcramalgamircn wird, daß sie sich daruntrr verlieren, das wird erihncn -- Gott segne ihre Einfalt! Wohl mit der Zeit sagen. Der lange Brief, in ivelchxm er den cinscitigrn Handel vorschlägk, ist viklleicht das Wcscnlosexjr, was je seiner, durch die Agitation mechanisch gewvrdencn cher ent- floffen ist. Es ist kein Geschäft _ nicht etwas was gcschchcn soil, so zwecklos und ausschWeifend es auch sein mag, wvrübcr cr diskutirt, sondern ein bloßer Schatten Von BeMgung --, etwas um das Interesse wach zu erhalten, während er sich Zeit läßt, „zu überlegen und Rekruten zu sammeln, Wenn er kann. ,J,ndt',fflu laßt sich nicht bestimmen, was hinreichend sein diirfte“, das irlßndischc Volk „aufzuregen“, und O'Connell weiß vielleicht so gut als txgcnd Einer zn beurtycilen, wie weiteitt521gitatoi' sich mit jener geschmerdigchcn- schen-Race in Kniffe dcr unberschämtesten Art einlasscn darf.“,

Das Blatt John Bull giebt folgende Notiz über die Zuriiä- bcrusung des Lord Eilcnborouxl): Die Direktoren der osiindischen Compagnie haiien gegen den LSchluß des Jahres 17412 und zu An;- fang von 1849) mehrere Depeschen an Lord Echiborougb gerichtet, in welchen sie seine Politik als zu kriegerisch uud kostspielig radelten. Auf die meisten dieser Depeschen antwortete Lord Ellenborougb auf eine rcchtferti_ende Wrist“, auf die [Wie, die Er empfing, gab er skin Bedankt" darüber zu crkenncn, daß seine Politik nicht dcn Beifall der “Di- rektorc-n habe, daß er aber von dll“ Richtigkeit dcrsclbcn iibe'rzcngt sei, und, vom Ministerium unterstützt, dabei beharren müsse, gerade so, als ob sie von den Direktoren genehmigt Werde. Diese Antwort brachte nothwxndigchcise die Differenzen zu einer Krisis, und nachdem die Direktoren sich vergeblich an die Regierung wegen der Zuriickbcrusung Lord Cllenborough's gewandt batten, theiltrn sie znlcytdcr ostindischcn Control-Behörde mit, daß sie einstimmig beschlossen hätten, die ihnen durch ihr Privilegium cingrräumtc Macht anzuwenden und dir Llu- sirllnng Ellenborough's aufzuheben.

Ein Ingenieur, einc Artilleric-Obcrsi und ein Scc-Capitain be- reisen cht dic Südküste Englands, mn geeignete Stellen zur Errich- tung von Festungchrkcn ausfindig zu machen.

Dem gestern erwähnten Ucb1mg6=Geschwader soll sich auch noch der „Albion“ Von 90 Kanonen von Gibraltar aus anschließen.

Das Dampfschiff „chiot“ ist am 2().Okt. mit der westindischcn Post hier angekommen. Die Nachrichten sind aus Demcmra vom 18101, Jamaika vom L:,Zften, St. Thomaö vom ;50. Scptcmbci'. Sic mclden nichts von besonderem Belang. Jn Demerara hatte die Le"- giolatur auf den Antrag des Gouverneurs 75,000 Pfd. zur Deckung der AUSgabcn fiir den Transport von „5000 Kuhlis bewilligt, wclche jcßt von Ostindien nach Demcmra unterwcges sind, und dem Mangel an Arbeitern in den Koloniecn abhclfen sollen. Außerdem sind Vor- kehrungen fiir den Transport von noch 5000 Kublis gemacht Wor- dcn, die bis zum März 1845 eintreffen sollen. Diese Maßregeln sind die Einleitung eines umfassenden Planes, die Einwanderung von far- bigen Arbeitern in die britisch-westindischeu Koloniccn zu befördern, den Lord Stanley in der nächstcn Parlaments-Scsjion vorzulegen

sten und Grivcbcn, Leder und Papicr durch acht, die Fabriken in Meinlicn dnrch vier Zeichen; außerdem haben die Salinen noch ein besonderes Zeichen er- halten, und cndlich sind die Orte, ii), denen Fabriken beider Abthetlungxn (Gespinnste n. s. w. und Metalle) befindlich. so wie diejenigen Orte, m dcnen die technische Kultur eine bcsmidcrc Lliisdchnung erlang: hat, durch besondcre Zeichen unterschieden. Fabrikyte, die nicht? zur Aussicilimg gc- 1iefert, find, wie in der Hauptkarte, rnit feiner Schrift, und Stadio, dic

' mehr als 3000 Einwohner haben, mit größerer, stehender Schrift angege-

ben. Die drei industriereichstcn Kreise: Elberfeld, Lennep, Solingen, sind roth angelegt. , , , ,

Zu der Südwesicckc drr Hauptlinie befindet sich c,11d!:ch noch eine Ta- belle, welche die Vertheilung dcr eingesandten Gegenstände nach den Handt- Gewerbcn enthält. Es ist hier die Zahl aller aus einem jeden Lande cuz- gelieferten Nummern = 100 gescst und diejenigen der betreffenden Abtbct- lun en nach Prozenten berechnet worden, wodurch das Verhältniß der ver (hitideuen Erwerszwrige eines Landes unter sich u. s. w. veranschau- li ! w rd.

ck Noch ist zu erwähnen, daß auf der Karte auch die Schiffbarkeit der Flüsse angedeutet, so wie die Eisenbahn- und Dmupfbootlinien angegeben sind.

Auf den Reichthunt der axis dieser Karte niedergelegten Resultate noch besonders aufmerksam machen zu wollen, dürfte, selbst nach dieser kurzen Uebersicht, unnöthig sein, und es möge hic! nur noch bemeikt werden," daß sie zu dem in der hiesigen Buchhandlung von Gropius rrscheincndcn ossi- ziellen Bericht über die crske und für den de,utschcn Gewerbficiß so ehren- voll auFefallene Ausstellung cine nothwendig: Ergänzung bildet. Der Preis, ' - Silbergroschen, ewiß sehr gcrmg,_wenn man bedenkt, welche mühsame Vorarbeiten zu der 'nnverfung eincr |o1chen KMF? nöthig warm.

%R- rank urt a. M. 24. Okt. Die Huldigung, die uuscfe Stadt demTroßen fDichier darbrazte, ist nun in ihren Acußulichkeitcn vor-

beabsichtigi, und zu dcffen Ausführung die Kosicn theilweise von den Koloniecn bestritten Weiden sollen.

Uiedcrlandß

Amsterdam, 22. Okt. Das Handelsblad spricht sich in seiner heutigen Nummer folgendermaßen über die Thronrcdc ans: „Mit Vergnügen haben wir aus der Throuredc ersehen, daß der Tarif der Ein-, Aus- und Durchfuhr-Zölle bald zur Beratbung kommen wird. Niederland bedarf einer baldigen Fesisicllung dieses wichtigen Entwurfes. Alles außerhalb des Landes spornt uns dazu an. 'Wir wollen nicht vcrbchleu, daß der bereits bekannte Tarif- Entwurf im Allgemeinen, wie sehr er auch in vieler,thsichi verbes- sert worden ist, den Wünschen und Erwartungen Bieler bei Weitem noch nicht entspricht. Die Anhänger der Lehre:), eines Gogel, an Hagendorp und anderer unserer crsicn Staatßmazmcr werdgn gewiß die Worte der Thronrede, „daß die Niederlande sich mchiauf bloße Worte beschränken werden, wenn es die Verbesserung cincr ,fretsmnigcn Handels,- Politik gilt“ mit Freuden begrüßen. Wir schmeichelii uns, daß die Vertreter dcr niederländischenNation sich getreu an diese Worte hal- ten, und daß die chicrung, durch die bevorstehenden Berathnngen aufgeklärt, dcn vorgelegt?" Tarif in maitcl)er,Hittsi,cl)t tm Juiercffe des Handels abändern Werde. Wir meinen ,hu'r mcht ausschließlmh dcn Handelsstand, denn, in der wahren Bezeichnung des Wortes gx- nommen, sind darin dcr Handel, die Industrie, dgö Vblkslcbcn,1m Allgemeinen begriffen. “Dazu wird, wie 823 uus ,chcmt, cmc ganzlrche Umarbcitung dcs Entwurfs "Nbig sein, und wir l)off€Z1„düß man dabei mit dem Ernste, der ruhigen Erwägung und Wurdigung dcr äußcrcnUmsiänkc, wclche der Gegenstand dringend erhcischf, ancrkc gehkn wird.“

73 e l g l c n.

Brüssel, *,21. Okt. Jm Senat wurde gestern der Cterurs dcr Antwort-Adrcssc auf die Thron-Redc Vcrlcscn und dre Diskussion desselben auf heute angsscßt. C8 ist blos e_sn znsamwcngcdrangtrr Wicdcrhall dcr wan-Redc. In der chräjcntantcn-Kammxß wa,!“- den Herr Liedis wieder zum Präsidenten, die Herren vonHoffsth-nidt und Vilain Als. zu Vice-Präsidentcn, und die Herren von Rencffc, Scheiben, Houveneers und von Man d'Attenrode zu Secrctmren gc- wählr. Die sodann zusmnmcngcstclltc Komnnssion zur Entwerfung der Adresse besteht aus den Herren Fallon, von I„)uari, Dcfoci'c, Dcdcckcr, Pirmcy und Dnmortier. .

Das den Kammern vvrznlegendc Gescv zm“ Veibcjscrung dcs Gcfängnißwesens soll, der Emancipation zufolgk, die angsondcrtc Einspeisung bei Tag und Nacht ,zur Grundlage habczt. Cmgcswn- meltc, vergleichende Erfahrungen m mcbrercii dcr bclgtschchchng- nisse sollen die Regierung bestimmt haben, diesem,-Zsolirungs-Svstmx durchaus den Vorzug zu geben, und man w:!l danelbe nach und nach allgcmcin einführen.

I t a l i c 0.

Rom, 10. Okt. (“Zl. Z.) *Die Ilijcscnbcii ch prcußqibcn Minisicr-Rcsidcntcn, Herrn von Buch, ivar den hier, lcbcndcn Pien- ßcn auch diesmal kein Hinderniss, sich ?csicrn ziir Jcikr des„GcliurW tages ibics Königs zu versammeln. 5) ach Maßgabe der Ranmlxchicxt des Lokals hatte zu dem Ende der Oberst-qutxnwnt von Molixrc, Adjutant Sr. KöniglichenHobcit des Prinzen „Hciiti'ich von Prenßxn, eine Anzahl Laudslcutc in seine am Tiber-Ufcr reizend gelsgcncBilia geladen. Die Uebrigcn fanden sich an Verschiedenen anderen tvartblt- chen Orten in gleicher Absicht zusammen. Das Bcicinandcrscin so vieler Landsleute in der Jrcmdt', gcmiiihlicbe und freundliche Erinnc- rungcn an die Heimat, dic Veranlassung der Feier, erhielten die Flik: qenosscn in dcr ft'cudigsienStimmung lange in ibicnKrciscn. Erst die späte Nacht trennte sie. Die hier lcbcndcnPrcußcn, welchc bisher il)- 1'chtudicn halber in der nahen und fernen Campagna zcrsircut wi]- 1'c11, kamen bereits vorgestern zur Stadt zuriiä, um sich gestern in verschiedenen Zirkeln zin“ Feier dcs Gcburtötagcö Si Majestät dcs Königs von Preußen 30 vereinigen, wo sie bis spät in die thr beisammen blieben.

Aus der znvcrlässigftcn Quelle cifäbrt man, das; dix chicnmg eine neue Anleibc von zwci Millionen Skadi abzuschlicßcn bcabjiih- tigt, und daß Herr von Rothsihild dieselbe rcalisircn wird.

Turin, 15. Okt. Tic täglich zimcbmcndc Ansdcbmmg dir Staatögeschäftc hatte sibon vor einigen Wochen den König bcwvgcn, das Jinanz-Dcpm'tcmcnt Vom Z).)kinisikrium drs Innern zn trcmicn und ein bcsoitdcrcs Staats-Sckretariat der Finanzen aks sclbsistänki- ges Ministerium zu errichten. Durch eine Königl. Verordnung vom 0th wird nun auch das Sccwcscn vom Kriegs-Ministcrixtm getrcnnt; die Zahl der Minister-Staats-Sccrciaire ist mithin von fünf auf sieben gestiegen. Heute Wurde auf dem Album un- serer Universität das Königliche Edikt angcschlagcn, wclchcs die 1100 Organisation unserer medizinischen Studien zur Ausfiihrung bringé. Die beiden Fakultäten der Medizin und der Chirurgie sollen mitVi- ginn dss nächsten Schuljahres (|. November) in eine einzige Anstalt vcrschmol5cn werden und cin Kollegium aus ;50 Doktoren und einem Präsidenten bildcn. Die Dauer der medizinisch:chirurgischen Studici: ist auf 6 Jahr festgescyt, und am Ende eines jcdenJahrgangcsmüs- sen die Kandidaten cincPriifung bestehen, um in dem folgenden Jahr- gang zur Joriseyung ihrer Studien zugelassen zu wcrden. Aandc des sechsten Kursus ist die Prüfung eme doppcltc, nämlich für den

iibcr, mit jeder muchcsckyauung wächst abcr dichthdcrtmg chin wüh- rer Großarti kcit prangcndcn Monumcnlcs. Bcidcm vorgcßcrnAbcnd statt- gcbabtcn Fc cffcn hattcn sich über 250 Personen ringcf-mdcn, und 110 Freude begrüßte man unter den fremden Gästen den Kanzlcr von Mulch aus Weimar, dcn wiirdigstcn Ncpräscntanten dcr Zlmcstadt, dcn vfcfi-äbkk- gen Jreund Göthc's und Vollstrcckcr seines [cytcn Willens. 'Der Börsen- saal war hübsch arrangin und namentlich mit cinem vom Mqlcr von Schwind fiunreich zusammcngcse ten Tranöparenlbildc, das später PrOf. Hessemcr erläuterte, geziert. *ic Ordnung des Ganzen hatte Hofkail) Beil trefflich überwacht. Bevor das Effen begann und nachdem M,!c kurze Einleitungsftrophe von Sängern dcs Licderkranzcs gesungen war, hielt 01“. Spies; eine von Prof. Sclytvrnk verfaßte Rede. Die offiziellen Ions" und Reden brachten dann [)]-. Müller (aus Frankfurt), ])--, Gußkow (aus Weimar), Insprktor Passavant (auf Schwanthaler und Stiglmair), !)"- Wriömann (auf die fremden Gäste) aus, die alle mit donnerndem Hoch aufgenommen wurden. Den Toast aus Weimar beantwoitctc Kanzler U|". von Miiller. Die weiteren Reden waren alle humoristischcr Natur und wurden von danoktorcn Stiebel, Hofmann, Wil)! und vom Schauspieler Hassel vorgßtra- gcu. LcYercr sprach eine von Malß (dent Dichtcr dcs „Biirger-Capüain:“) vctfaßte * ede cincs 76'ährigcn „fmnkfortcr Boriers“, die außerordentlich draßisch wirkte. Das 95101)! cndete er" nach zehn Uhr in aller Heitcklcti. UMekdcssen war das Volk in Masse nach der?; nmination drs Monuzpents und des GöKYeschcn Hauses geströmt, hatte das Ständchcn dcr Sanger- Vereine am ionument angehört-und deten Zu? mii satbi en Lampen bc“ leitet. Wie man hört, wird das Fest-Comiié d c bei dem eße,gehalienm eden uud vorgetragenen Gesäde gesammelt berausgcbrn. Em schr gx- lungcner von Amßcr gestorbene: Utahlsiich des Mo,numcnts ist nun an im Verlage der Schmekbnschen Buchhandlung für nnen TYP preuß. our. Fu haben. Das Monument ist den ganzen Tag von ejcbauenden um- agcrt. +_.

n allgemeines Befähigungs- Examen. s mit Ehren besteht, erhält die Dok-

Die lateinische Sprache sondernauch bei sämmt-

Kursus, und „zuglenh ei | öffentlich, torwürde und dan_nt wird nicht nur beam Vo fungen gebraucht.

I p a n l c n.

Telcgraphische Depesche aus Spanien:

Der Entwurf zu einer Reform der Confli- dem Kongresse vorgelegt worden. im Senat um die Ermächtigung nachge- cscßcdkkrctircn zu diirfen.

Der Scuat hat sich gestern förmlich die Herren Golfangugr (Administrator der Erzdiözese Aldamar (Senator fiir Gurpuzcoa) und den Marquis von zu Secretairen erwählt. ß dcr Dcputtrten hat alle Wablakien, bis auf die von Salamanca und Painpionn, gegen Welche zahlreiche Einwendun- n sind, filr gültig anerkannt, und bereits 110 Tc- so daß er sich diesen Nachmittag konsiituiren und -Präsidcnten und Secretaire ernennen wird. In den Vor- der Wohnung des Banquicrs Salamanca gehaltenen Vcr- dcnen etwa 50 Deputirtc beiwobnfcn, war man iibcr- bcsiehcuden Ministerium, mit Aitsimhmc dcs Gc- ncrals Narvacz, ganz vorzüglich aber dem Finanz-Ministcr, Herrn Mon, dcn heftigsten Widerstand zu erklärrn. ict beschloß man, ein_ neues Kabinct aus folgenden Personen zu- Der General Narvacz sollte Präsident bleiben, ohne Herr Sartorius, Eigen-

und wer ,e , die Befugmß zur_ Praxis. rtrag det Prosessoten,

lichen Prü

iutiou ist heut Vormittag

Ministerium sacht, mehrere organ

rid, “17. Oki.

S. Feliccs , Der Kongre

gen erhoben worde

läufigcn, in sammlungen, cingckomincn, dcm

So viel Verlau-

sammenznschn. , , ein bestimmtes Ministerium 311 iibcrnehmen. thümcr und Haupt-Rcdactcuk des Hcraldo, sollte die auswärtigen cgcnhcitrn und der GeneralRos de Llano, der bisher General- ktor der Zoll-Soldatcn war und cincs brträchtlichcn Unter- schleich beschuldigt wurde, das Kriegs-Minisierimn crhaltcn. Herr Castro y Orozco, dCi“ schon unter dem Grafen Ofalia und neben .HcrrnMon Justiz-Minisicr war, dicscs Departement aufs neue iibcr- nchmi'n; Herr Benavides, dermalen (Hefe politico von Madrid, Mi- nister des Innern, so wie Herr Oliva", cin srbr kcnntnißrcicher Manu ([lntcr-Staats-Sccrctair des Innern unter dem Ministcrium Jsturiz 10730), Marinc- und Kolonial-Minisicr wcrden. Salamanca, der dem Staate mehr als 20 Millionen Realcn schul- dig und zugleich Unternehmer dcr schr kostspieligcnchr ist, sich selbst das Jinanz-Ministcrium vorbehalten.

Man muß in Spanien zwar immer auf das Uncrivarictste gcsaßt sein, die eben erwähnte Cowbination ist jedoch von der Art, das; mir die Verwirklichung dcrsclbcn ais unmöglich oder auch nur als crnßlich beabsichtigt erscheint. Nur bis auf einen gewissen Punkt läßt sich dcr öffentlichen Meinung troycn, cii1c,Crfal)rung, welche die gegenwärti- gen, auf den Händen der Modcnktcn selbst k]]!pox'qkhobcni'n Minister zu machen auf dem Punkte stehen. * ihre Ansichirn geändert, sbbaid dcr Gcncral Narvacz, wie ich Ihnen 'bcrcits meldete, dxr ctwabnien Versammlung anzeigen ließ, das; er fest entschlossen ware„ slch nicbt, Von siiurn dcrmaligcn Llnttsqcnosscn zu ircnncn, sondern mit ihnen "ck zu bchauptcn oder zu fallén. Nur so vikl crschcint als gclviß, daß man die Dauerhaftigkeit cines Ka- bincties, von Welchcm dcr Ocncrnl Narvaez miogcscylöffcn wäre, für Unmöglich hält. eincm andcrcn Punkte hach die Minister nachgegeben. Tic Oppositions-Partci kam iiberein, dcn Herrn Castro T) Orozco, der selbst nach einem Ministerium sircbt, zum Präsidcntcn des Kon- Dic Minister, die dcm General Aspiroz diesc , ,_ wünschten , reit erklart, sich die Ernennung des Hkrrn Castro gefallen lassen 311 wvllcn, ohne ihr eine politische Bedeutung beizulegen. , sich nun fast sämmtliche Deputirtc Prwqi-Vc,rsammlung,und stellten eine förmliche Wahl-Piobc an, in- dczn jw nnttclst grhcmtcr Abstimmung dic Vice-Präsidcntcu, Secre- taiw, iwd dcn Präsidcntcn ernannten. Wklüllijg Ms HNW Castro, die iibrigen Actum wurdcn abcr, chen 711le Crwartxn, ,Pexsonxn zn Tbcil, welchc kcinköjchcö zu drr Öpbo- "“VW-PUK?!- dlc 1,01 tm Hause Salamanca's Versammclt, gerechnet , „„ Die cn Abend jvcrdcn wir erfahren, ob die eigent- liibcAUssuhrimg dcs Drama's der gestern gehaltenen Probe entspreche.

_Mazt Vermutbct, daß die Regierung bereits morgen die mit der Constitution vorzunehmenden Reformen dcm Kongresse dcr Dcputirtcn , Noch gestern War die Mehrzahl der Ministrr der Ansicht, daß ,der Llrt.-18, 100.5 dcr Cviißitution, Welcher vorschreibt, daß" der Kbmg sick) nicht Vcrmählcn diirfc, ohne durch ein besonderes ZHcsc-iz dazu ermächtigt worden zu sein, wegfallen miiffc. UNIQA d_€_r Deputirtcn ist iibrigens entschlossen, sich jeder Abänderung dir Comtiiutwn zu widcrscycn, um auf diese Weise dichaltirtcn fiir itil) zu gewinnen.

*Der Clamor publico, cin progressistlschcs Blatt, erklärt, cr Doge dichsoluie Regierungsform mit allen ihren Folgen der neuen Ulk 97130 YeSpbizsmnz vor, den dicMinistcr cinznfiihrcn beabsichtigten. UL *ng'k'kUUI bat Einige *))iarinc-Lsfizicrc nach England gc- ;3 Segelschiffe dort bauen zu lassen. , , oncchalcn angcwicsrn worden. Da- , gs-thsicr eine Einrichtung grti'offcn, vcrmögc 1ah1;11chc ,Ersparung von (",-713,706 Rcalcn fiir dcn Etat crrcttht Wird.

Alltel“ Salamanca hat den Palast Burna Vista, Welchen Regent bewohnte, und der seitdem dcm Jriedcnsfiirsicn Jucrkannt wurdc, angekauft.

Der Kongrcß der Deputirtcn wählte chic dranrrn , gegen 432 Stimmen, von dcncn Herr prgiidcntcn, die Herren Pacheco, Govantcs, Vtce-Präsidentcn und die Herren Malvar, ,le Secretaircn. Von dissen !cytgenannicn "“[le Weiß, nur Herr Malvar dcr Oppo- tuwalamanca's Hause vrrsammclt, und der Jeskexn abgehaltenen Grnci'alprobc. Stßuug bei.

In Gcmäßhcit des in dcr Throm'cdc spanische chirrung, wie wir am 1Ktcn in beiden Kammern Dcm Kongresse sind die ""I verschicdcncr Artikel der Scuqte ist ein Gcsch-Ent- die Regierung Vollmacht r e , dercn Bcdiirsniß man 3 Wegen durch Königl. Verordnung

ck?!" JlÜÄUiuge,

n einzudringen, um von der stanzi)" , Der bckann ,Jmauz-Intendant San M' an Saiut-Iean-de-la-Pla-

Endlich hatte Herr

Auch l,)abcn mehrere Tcputirtc

grcsscs JU wäblcn, übertragen

?lbcnd Vereinigten

Letztere Wiirdc fiel allerdings werden können.

vvrlcgcn wcrden

Eine große

, um drei “Dampfer und 4311 dicscchhnfc sind “.'1Milli gcgen hat der Kric deren eine dcr Armee

Cspariero als 018 Eigcutbum

Cassio T) Oroz Zsturtz 27 erhielt, zum Armen.» und Pcrpiiia zu Rey, Polo und Gispcrt wbt Personen gehört, so jittons-Partci an, die sich Axisgang, entspricht ganz Sammtltche Minister wohnten d

c o mit 02

Paris, 22. Okt.

chkkn Programms raphen erfahren, ge „Anträge gestellt, ? uber Vcränder JM *, und im er da in Ikht, d ß „iichen Geseß

bekannt gem heute durch d

dcr Cortes höchst wi angekündigten Botsch! Verfassimg von 1837 wurf eingebracht, welch erhalte, die verschieden ,erkann,t habe, der_größcreu m Wtrxsamkeit zu sehen. Cane Anzahl der sp versucht haben, in Catalonie Fahne wieder aufzupflan der ,Gränze au quier Santa: ruz, der taillons - Chef wurden

welche in diesen Ta cprogrcssifti en Polizei hart an mettler, der Bri- uel uad ein Ba- e-Cor verhaftet.

s tfangen worden

1577

Man fand eine Summe von 12,000 Fr. bei ihnen. Ein Adjutant Ameitker's und 4 Haupkleute sind am 16th zwischen Perpignan und Bo,ulou angehalten worden, und man hat eine große Anzahl aufrüh- rcrischer Proclamationen in ihrem Wagen gefunden. Einigen anderen O_fftzieren isi és gelungen, iiber die spanischeGränze zu kommen, und wir werden ohne Zweifel bald von ihren weiteren Unternehmungen )oren. - Catalonicn isi bis jehtdurchaus ruhig, aber es scheintdortgleich- wohl viel Mißvergnügen zu herrschen, vorzüglich in Barcelona, wo sich der Druck des militairischen Regiments des Generals de Meer am unmittelbarsten fühlbar macht. Auf der Citadellc und in den iibri- gen Hafi-Lokalen wimmelt es von Gefangenen, die auf den Verdacht der Theilnahme an Verschwörungen u. s. w. eingezogen sind. Diese Maßregeln der Strenge dchnen sich sogar aUsFraucn aus, deren fünf oder sechs seit Monaten in der Citadelle siycn. Dic barcelonaer Blätter erwähnen aller diescr Dinge mit keinem Worte,

Portugal.

Lissabon, 16, Okt. Die Arbeiten drr Kammern gehen ihren ruhigen Gang fort, und das Ministerium kann mit Sicherheit auf seine Majorität in bridanäusernzählen. Inder Dcputirten-Kammer gab am 10211 das Comité“, welches sein Gutachten über die während der Vakanz dcr Legislatur vvn denMinistern auf eigene VcrantWort- lichkeit erlassenen legislativen Maßregeln abfiattcn sollte“, seinen Be- richt ab, und obschon darin manche einzelne Maßregelnichtgutgehcißcn wird, so erklärt sich doch das Comité im Allgemeinen mit der Ten- denz dcrsclbkn einverstanden und beantragt selbst bei der Kammer die Bewilligung der JudentuitätI-Bill. Die Debatte iibcr dicsanegcn- stand, der ein Vcrtraucns-Votum cinschließt, hat gestern begonnen und dauert sort; sie wird mit Lebhaftigkeit, abcr Mäßigung und An- stand gcfiihrt.

In der Pairö-Kammcr richtet der Herzog bon Palmella mit seiner Opposition grgcn dic Miitistcr nichts aus. Die Regierung bc- l)ält ihre Majoriiät von “10. Am ljicn wiederholte der Graf von LaVradio seinen schon im Nobsmbcr voriganabrcs Vergeblich Vor- gcbrachten Antrag auf unverww'lte Aufhebung der Sklaverei in den asiatischen Besiyungcn Portugals, nämlich in Jndicn, Macao und den ZnsclnTimor und Solor. Sa da Bandeira uud dcrHcrzog Hon Palmclla unterstützten den Antrag, indem sie darauf hinwicscn, das; Portugal in seinem Vcrtrage mit England vom Juli 1842 sich feierlich verpflichtethabc, zur Unterdrückung der Sklaverei mitzuwirken, keine Sklavcnmärktc zu dulden, wie sie doch noch immer in den ge- nannten Besiyungcn stattfändcn, und diesen Handel eben durch die Aufhebung der Sklaverei zu vrrnichtcn. Die britische Nation babe cin glänzendes Beispiel der Uncigenniißigkcit gegeben, aber dassclbe Werde nur schlecht befolgt, obschon gerade in den asiatischen BcsiHungen, Wo die Sklaven msisicns Cigentbum der Regierung wären, die's ohm" schr große Opfer geschoben könnte. Man verlange noch nicht die Abschaffung der SklaVerci in den Bcsißungen Afrika's; damn knüpften sich freilich noch zu wichtige Jutercsscn; aber man möge koch den ersten Schritt in Asien thun, um wenigstens seine Aufrichtigkeit in einer so heiligen und gerechten Sache zu zeigen. Nach dem Vorschlage solle die Cmancipaiion nicht plöylich, sondern allniälig bei möglichst vollständi cr Entschädigung der Bcsißer vor sich geben“, die befreiten Sklavcn €?ollten eine Zeit lang zuerst umsonst arbeiten Und später ein nicdrigcs Tagelobn erhalten. Der Marinc- Ministcr bcsiritt indcß den Antrag als voreilig wie im vorigen Jahre, indem er vvrgab, noch nicht die nötl)igcn Informationen iiber den Zustand dcr Koloniccn und der dortigen Sklaven-Verhälinisse von den betreffenden Kolonial-Gondcrncurcn erhalten zu haben. Diese Aniwort gab Senbor Triguciroö noch Gclcgcubcit zn cinigcn scharfen chnerkungen gegen die Minister, doch haéie dies auf die Abstimmung keinen Einfluß. Der Antrag ward mit 2:3 gegen 18 Stimmen verworfen. - Die wahren Gcsinnungcn dcr Rc- gicrung iibcr diese Frage diirfte das Diario durch folgende Worte in Bezug uns die Debatte offenbaren: „Sentimentalität mag bci'cdtc Philanthriwistcn auf der Tribüne begeistert!, aber im Kabinrt ist sie eine Klippe, die mit Vorsicht umgangrn werden muß.“ Die philan- tbropischcn Vorsthlägc dcs Herzogs Von Palmclla gchcn wohl nur aus scincr Opposition hervor, und wenn er amRudcr wäre, so Würde er wahrschcinlsch cbcn so wenig bereit sein, die SklaNn-Cigenthiimer in ihren Jiticrcsscn anzugreifen, als er )'th eifrig bcstkcbt ist, den Ministlrn feindlich zu bcgkgncn. Jm Allgemeinen mag es deshalb wobl wahr sein, daß die Portugicscn noch nicht mit Erni] an die Emancipation dcr Skladen dcnl'on.

Die Regierung hat ncucrdings eine Reihe neuer Onarantainc- Reglements crlaffcn, wclche die bisher von den fremden Flaggen, bc- sondcrs dcr britischen, genosscnen Rechte wesentlich bccinträchtigcn. Gegen England hanptsächlich ist auch ein von dcm Minister dcs Auowärtigcn in die Depntiricn-Jiammcr gcbrachtcr Antrag gerichtet, welcher die Aufhebung der privilcgirtcn “Gerichtsbarkeit der fremden Vor dcm sogenannten .]uiz c01130rmx]01' bezweckt.

:.! Lissabon, 10. Okt. Alle Juttigucn, dic won gcwiffcr Scitc gegen das Ministerimn Costa Cabral angesponncn wurdcn, iind an dem gesunden Sinne dcs portugiesischcn Volkcö und dem Patrio- tiswus der Mehrzahl der Mitglieder beider Kammcrn gescheitert. Die Kommissionen derselbcn haben nun ihre Berichte nnd Gutaahtcn iiber die Maßregeln drs Ministeriums während des Zwischenraumw zwischen den beiden Srssioncn, iibcr dcn Gebrauch, wclchcn es Von den ihm bewilligten außerordentlichen Bollnmchtcn gcmacht hat, ab- gegeben und fiir Gewährung der Verlangtcn ancmnitäts-Bill sick) ausgesprochen; es ist eine ebcn so erfreuliche als unbrstrcitbarc That- sache, daß die öffentliche Meinung dazu ihren Vollstcn Beifall giebt, was auth die Organe der Opposition dagegen sagen mögen. Die mit Mäßigung gepaarte Festigkeit der chiciung hal dcm Lande dic Ausrccht- haltung der öffentlichen Ruhe gesichert und es möglich gemacht, eine neue Acta materieller Verbesserungen aller Art in der Verwaltung zu be- ginnen, dercn heilsame Wirkung schon in der Gegenwart fühlbar zu Werden anfängt, die aber noch weit scgcnörcichcr in der Zukunft sich crwcisrn werden. Ich hatte bctcits Gelegenheit, Ihnen über die finanziellen Reformen zu berichten, die der Jinanz-Ministcr Baron Tojal allmälig durchführt. Nicht minder thun durchgreifende Refor- men auch in dem Justizwcsen Noth, dns namentlich in den entfern- irren Provinzen noch an großenGrbrcchcn leidet. Auch diesen Miß- ständen wird endlich Abhülse mcrdcn, der feste Wille der Regierung dazu steht außer aliem Zweifel, abcr sie bedarf dazu Zeit. Das Fortschreiten zum Besseren kann nur allmälig geschehen, und je mehr dcr Thron und die Institutionen dcs Landes an Stabilität ge- winnen, jc festeren Fuß die Verwaltung im Vertrauen des Volkes faßt, und je mehr die Ueberzeugung in diesem sich begründet, daß vor Allcm jede neue Crschiitt-rung durch fru tlose Kämpfe um bloße Theoriecn und Formen vermieden Werden mii cn, desio leich- ter wird auch der Regierun die Lösuué der großen Aufgabe werdcn, dercn ganze Schwieri keit [ße sehr woh begreift, und an welcher sie mit unermüdlichen Außrengungcn arbeitet. Die Thatsache tritt immer handgreiflicher hervor: das portugiesische Volk ist der politischen Kämpfe, die seme Lage um keinen Schritt vorwärts ebracht aben, müde. Das Volk will praktische Vesyltate- materie : Bube erunsg seiner Lage, und dadurch, daß die xehige Verwaltung dieses ' edür .

niß richtig erkannt und dasselbe zu befriedigen sich vor e etzt hat, ist

s1e_ auch sicher, im Volke einen fesicn Halt zu finden, gFng «ät Par-

tei : Bestrebungen.

Cs, gewinnt, mehr, und mehr Wahrscheinlichkeit, daß der Plan

MmJMYUFI einer Eisenbahn von hier nach Porto zur Ausführung en tr .

T n r k e !.

Konftantmoyel, 9. Okt. (D. A. Z.) Omar Pascha,wel- cher bier angekomxnen isi, hat 1600 albanesische Rekruten msigebracht uiid 2000 sichcn m und bei Salonichi bereit, um ebenfalls hierher emgeschtfft zu werden. Das von Albanien zu stellende Kontingent ist wxgen der abcrmwlö dort auSgebrochenen Unruhen von 8000 auf 10,000 Mann erbohi und de,m Armcc-Corps von Anatolien zuge- theilt worden. , Man will die halssiarrigen BeWobner zum Gehor- sam bringen, es koste was es wolle. Von dem hiesigen Armee-Corps wcrden Trapper) nach Aibanicn gesandt. Nach Omar Pascha's Aus- sage, welcher ,in d,e,-r nachsten Woche wieder nach Albanien abgeht- hxrrschi dort, die großte Ruhe. Privatbriefen zufolge dauern jedoch die Raubereten noch immer fort“, Mahmud Pascha isi noch nicht be- siegt iind sicht,an der Spiye einerzablreichen Bande, die ihre Streif- zuge bis vor die Thore von Salonichi ausdehnf, wo vvr kurzem drei Kaufleute erschiagen mid bkraubt Wurden.

Man Versichert, die, Psorie wolle, auf Anrathen Muhammed Ali PüschF1s- nach dcm Batramfestc einen neuen Ferman über die Qua- rantatnen exlassen, wodyrch der Chef derselben, Muhammed AliPascha, vom Conseil unabhangig werden und die unumschränkteste Gewalt in Betreff er Anstellung der Beamten erhalten soll. Gleichzeitig sollen die R,?prascntauten der fremden Mächte nicht mehr Mitglieder des Conseils, sondern ww sriibcr nur Abgeordnete bei demselben sein, Welche 8111th *.*"d allem die Interessen ihrer Nation vertreten, ohne sich 111 dessen innere Angelegenheiten zu mischen.

Die Gewcrbe-Ausstellung der deutschen Bundes- uud ZoUvereins-Staaten.

(Vergl. Allg. Preuß. Ztg. Nr. 227, 238, 240, 242, 243, 248, 249, 252,

253, 254, 255, 250, 258, 259, 260, 261, 202, 263, 264, 265, 266, 267,

270, 271, 272, 27:;, 274, 275, 276, 277, 278, 279, 280, 281, 283, 285, 280, 287, 288, 291, 293, 294, 295, 295, 297, 298, 299 und 300.)

]-)()(s. Ziegel - Fabrication.

“Dieser wéit aingebreitctc Gewerbzweig ist nicht in dem Maße vertreten, um ein vollständiges Bild von seinem gegenwärtigen Stande erhalten zu könncn.

Die eingesandten Fabrikate zeigen im Allgemeinen eine bedeu- tkyde Vervollkommnung, welche sich erst in den lesten Decennien ent- wickelt hat. In dieser Zeit hat dic Ziegel-Fabrication durcb Einfiih- 1ung der Thonschneidc- und Schlamm-Maschiuen cine Wesentliche erbcffcrung erfahren. 'Der unsichere Betrieb auf sogenannten Feld- Ziegeleien schwindet mehr und mehr und macht den gedeckten Schuppen und geschlossenen Oefen Play. Vorzugsweise hat aber die Fertigung der Jormsieine, dcr geschnittrnen Steine und der Ornamente zu den Bauten, eme Ausbildung erlangt. wie sie nur das Mittelalter in der Bliitl)e seiner Baukunst aufzuweisen hatte.

Die Erzeugnisse der Königlichen Ziegelei am WerbeUin-See zu Joachtnts,ihc,tl untcr Nr, 541 geben mit musterhaftcm Beispirl vo,ran. Dic cmgesandtenKonsols, Akrotericn, farbigen Gesims-Fries- stizcke und Verblendungssicine zeichnen sich durch ihre Schärfe, Festig- ,kklt und angenehme Farbe aufs vortheilhastesie aus. Die Färbung ist eiiiweder durch Einlegung gefärbter Thonmassen von gleicher?! Schwtndcmaße, wie die Hauptmassen bewirkt, oder durch einen An- sirich von sein ,gencbenem Eisenstein mit Thoncrde Ocrbunden, Welche eingebrannt ,Wlkd, hcrgcsielkt. Dic rb'mischcn Dachpfannen, deren Anwcndnng xeßt allgcmeiner wird, habcn cinen solchmt dunkelbrauncn schiichdcn Jarbcuanstrich.

Nr. 725. Bolzc in Salzmünde beiHallc bat eine i"eichaltige ngmlung V0," Klinkcrn, gewöhnlichen und poröscn Mauersieinen, Fliesen, Dachziegeln, Jrieöbcizierungcn, Blättern, Röhren und Cha- mottstcnxcn auSgestellt. Die _zu den Klinkern verwendete Masse scheint fast zu sliissig, um für den Betrieb im Großen mit Ruhen gebraucht Werden zu können. Die gefärbten Fliesen sind vvn fester Maffe. Den Ornamenten bleibt sine korrekicre Zeichnung zu wünschen. Von sehr guter Masse und Bearbeitung crschcincn dic gewöhnlichen Steine, Röhren und die Chamottsteinc.

, Nr. 771. Vorchmann in Rathenow, und Nr. 945. Knösel m Grottkau haben Dachsteinc, Crsicrcr auch Mauersteine und Fliesen Von fester Maffc, auögcstelli.

Nr. 074. Gewert in Patawem, Rrgierungö-Bezirk Königs- berg. Verblendungs- und Jormstcinc, sowohl in Form als Masse vvn mtsgczcichnctcr Qualität.

Nr. 1532. Biehl u. Co. zu Waiblingen (Württemberg). Ge- salztc “Dachplatien Von gut bearbeiteter Muffe. .

Nr. 2001. v. Zalcwsky, und Nr. 2002. Peterson in Brombcrg. Manersteine und Klinker. Könnten bei sorgfältiger Be- arbeitung des rohen Materials ein befferrs Fabrikat liefern.

Nr. 2320. Karl Huffzki) in Mariaschein bei Tepliy. Pro- ben glasurtcr und unglasurtcr Dachziegel „zeigen eine sachkundige Be- handlung dcs toben Materials. Die Steine sind leicht und sehr sorg- fältig bearbeitet.

Nr. 2150. H. von Treskow auf Radajcwo. Mauer- und Dachsteinc. Leytere vvn ungewöhnlicher Stärke. Tie Dachstcine mit dnrchgcbcndcn Nasen in Stelle der Hohlstcine erscheinen von prakti- schem Werthe fiir die Eindeckung vom Frost.

Nr. “.'-507. Didier in Podejuck. Poröse Mauersteine, Cha- mottfteme uiid cin Kupol-Osknstein von cigeuthiimléchcr Form.

Nr. 2010. Z. Böhme ianna. Zusammengekiitetc Dachsteipe von fester Masse und drei Stiick Proben von Klinkern, welche die Eisenbabnschicncn vertreten sollen.

Nr. 272.7. W. Kamp in Tegelen bci Venlo. Dachziegel nnd Flie- sen Von sehr gutem Material und vortrefflichcr Arbeit,

Nr. 2043. Baron vvn Saurma aus Ruppersdorf bei Brei- lau. Dachziegel, Maucrftcine und Fußbodenpkattcn zeigen eine sorg- fältige Bcarbeitun des Materials und scharfen Brand.

Nr. 2757. ustav Kühn in Ncu-Ruppin. Mauersteine von guter Bcarbcitung.

],xxx'j. Dräthc aus Eisen, Stahl, Kupfer, Neusilber,- Zink und Blei.

Dic DrabßJabricaiion im Allgemeinen ist nicht nur - bei der so außerordentlich ausgedebyten Anwendung der Drähte _ eine der wichtigster: Metall-Verarheitungen; sondern sie hat, um ein voll- kommenes Produkdzu liefern, nov der Einlfaibbeit des Fabrikate; manche Schwierigkeiten zu überwinden, zuuu! vum füt bestimmée spezielle, Anwendungszwecke gmiffe Eigenschaften des Drop“ in ausgezeichnetem Grade,gefotdert werden. Solide Bei iele kommen unter Andxren bci denzenigen Eisen-, Stahl- mtd Meißn -Drähteu, welche als Klavicr-Sgtten dienen. und bei dem ur DarFellmta h_et graßmaschi-eu-veschmge angewendeten Eisen-Dr te, dm scanm-

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