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' ' vor ere en lic , kein Glück gemacht. Der Enthusiaßmus, [KT Fi? sopthlesithe Traßgödie sowohl an fich, als an der vermutet,"- den Verbindung mit Mendelssqbn's Musik, hervorge'brachk, wollie M) aus die von Hippolyte Lach für, das Odeon bearbeiteten oder_„etgent- 1jch verßümmelten „Wolkeg“ nicht übertragen „lasen. Hatte der Bearbeiter aber auch dies Otück in einer unverfalschten Ueberseyung gegeben, es wiirdejwohl eben sy-wcnig'Erfolg gehabt hahe", d-a hier nicht, wie, m_ dex Tragödie, dic ewrg, gicich blei- bcnden großen Leidemchastxn der Menschen und 1hrqKonjl1kie dar- gestellt, sondem die wrch1clndenS111cn des öffentlichen, geselligen imd häuslichen Lebens im Spiegel der Satire, der Ironie und des Humors reflektirt werdcn. Um eine aristophanische Komödie zu ge- nießen, dazu gehört eine so genaue Kenntnis; des attischen Staats und seiner politischen und sozialen Verhiiltnisse, wie sie einem ge- mischten Publikum nicht zuzumutycn ist. Herr Lucas konnte aber auch die Kritik durch seinen Versuch nicht befriedigen, da er sich Aus- laffcn, Aendern und Einschalten von Sccnen uns einer anderen ari- stophanischen Komödie, dcm „Plutns“, willkürlich erlaubt hat. Es wird also zwar die Eleganz seiner Uebersetzung anerkannt, seine Be- ai'beitungsweise abcr scharf gctadclt.
, Das an der gcstrigcn Börse verbreitete Gerücht, daß General Prim erschossen worden sci, hat den Consiitutionnel zn Nachfor: schungen dariiber veranlaßt, und er erklärt heute, das; in dcn qua- 1iö eingegangenen Dcpcfihcn hikWNl nicht;; erwähnt sei. „Nach den von der Regierung an die spanische(15csiiiidtscl2aft mitgetheilten Nach» richten“, fiigt das Blatt hinzu, „s(hcint co, daß General Prim nicht in das gegen Narvacz geschmiedete Komplott verwickelt ist, sondern in eine Verschwörung, welche zum Zwrck hatte, ein Pronuncia; micnto von ganz Spaiiicn gcgkn das Ministerium zu erregen. Unter den in seiner Wohnung in Beschlag genommenen Papieren befand sich die Abschrift eines Briefes an einen der Cr-Ministcr des Regen- ten, worin er sein Bcdaucrn dariiber ausdrückte, znr Wicdcrherstcllung der ?).)ioderado-Partci bcigkiragcn “,n haben. Auch die Antwort fand sich unter seinen Papicrcn. Wie es schciitt, leugnet Prim nicht seine Theiluahme an einer ncncn Verschwörung und erklärt, er Werde stets gegen alle der Verfassung feindliche (kaaltcn eben so handeln.“
Herr Bonnesoeur-Bourgiriere, Konvents-Mitglicd von 1792, Mitglied des Raths der Alten im Jahre [W., Mitglied der Reprä- skntanten-Kammcr von 1815 und Präsident des Civil:Tribunals von Mortain Vom 1. Prärial des Jahres Ul]. bis zum Jahre 1816, ist zu Barenton im 901“th Lebensjahre gestorben.
Man spricht in diesem Augenblicke viel von einem Plane, ww- 11ach alle Jmmobiliar-Versicherungen gcgen Feuersbiiinste vermittelst cincs Centime's Zusatz zu den Steucr-Rollen in die Hände der Rc- gierung übergehen wiirden.
Die Blätter von Bayonne melden, das; dort der spanische Vicc- Admirai Rigodet auf der Reise nach England angelangt sei, 1120 er den Bsmä mehrerer Kriegsschiffe fiir die spa11ischeRegierung beaufsich- tigen o .
'Die französischenchtcn zeigten heute ander Börse großchstig- keit und nahmen abermals einigen ?liisschwuxig.
)( Paris, 5. Nov. Mimäiig treffen die politischen Noiabili- ta1cn, besonders von der Opposition, wieder hier ein, die .Herren “Chicks, Odilon Barrot, Banult, Vivien sind schon hier, andere wer- den in wenigen Tagen erwartet, und dann soli dcr Fcidzugsplan gc:- gen das Ministerium veravredct werden. Die gemäßigte Opposition, das sogenannte linke Centrum, sieht wohl ein, daß ails Bemühungen zum Sturze des Kabinen; Sonlt-(Huizot vrrgcblich bleiben, so lange cs nicht gelingt, eine 21113111)! wankcihaftcr Mitglieder des rcchtcn Centrums hkriiiicrznzichkn, um mit Hiilfe derselbrn dem Ministerium die Majorität zu rauben und ("111€ neue Art Ministerium Martigimc an desskn Stelle zu slHé'ik. Von der anderen Seite brmiihcn sich abcr auch die Freunde des Kabinc'ts, gcradc diesc schwan- kendrn Mit lieder von neuem an dasselbe zu ketten, und von dem Erfolge dies;??r Bemühungen auf der einen wie aus der anderen Seite wird daher natiirlich der Ausgang abhängen. Ich glaube, daß das '.Uiinisterium auch diromal die Oberhand behält, obgleich einige kon- servative kautirte, die ihre Hoffnung, zu Pairs erhoben zu werden, getäuscht sehen, vielleicht cine Art kleinen Krieges gegen dassclbc fiihrcn werden. Die Frage wegen des Anlehcns ist, sicherem Vcr- ne'hmcn 1111111, cndlick) im Kabinct dahin entsihicdcii, das; cz 31111'1Mil: lionen in (Zproc. Papieren betragen und in spätestens acht bis ichn Tagen auf amtlichem Wege augckiindct werden soll.
Der Herzog vou Ilumale nnd dci" Prinz von Zoinvillc werdcn am 1111111 oder 11th ihre Reise nach Neapel antreten und gcgen Mitte Dezember in Paris zuriicksein. Auf den ausdrücklichen Wunsch des Königs wird die Vermählung an demselben Tage gefeiert wcrden, nn Welchem einst seine eigene stattfand, nämlich am “.',-“). November. Der Plan des Prinzen Von Joinville, mit seiner chmhliii daninter in dcr Umgegend von Toulon zuzubringen, ist aufgegeben; Beide werden alsbald nach bei“ Vermählung des Herzogs von Annmlc die Reise nach Brasilien antreten. Die Gesundheit der Prinzessin von Joinville isi seit ihrer Entbindung fortwährend sehr schwächlich, ob-
1632 gleich keine ernstlichenBesorgniffc einflößend; doch glaubten die Aerzte, einen zeitweiligen Aufenthalt unter dem milden heimatlichen Himmel der Prinzessin zur völligen Wiedergenesung vorschlagen zu müssen. Der Prinz und die Prinzessin werden den Winter zu Rio Janeiro zubringen und erst im Monat Mai zurückkehren.
, Nach der Rede des Gcncral-Prokuratvrs, Herrn Hebert, bei Wiedereröffnung des Königliihancrichtshofes und den in gleich vcr- sdhnlichem Tone gesprochenen kurzen Worten des ersten Fräsirenten, Herrn chuicr, hat sich sogleich dcr Rath dcs Advokaten andes Vcr- sammelt, und cinmiityig die von dem Präsidenten gegebene Erklärung als eine hinreichende Genugthuung erklärt", es wurde beschlossen, daß die Advokaten wieder, wie friiher, Vor dem Königlichen Gerichtshofe plaidircn werden. Hiermit ist also der leidige Streit zu Ende.
Wir haben heute aus Algier vom :Mftcn die ersten Nachrichten über die Operationen des Marschalls qucaud bis zum 29stcn. Er war am 27sten an dieselbe Stelle vorgcriiät, wo der Gcniral Common am “1711?" den ungliicklichenKampf _qi'gen dic Kakan bestanden ba"?- Gegen die E1*Wartu11g dcr Kolonne war die ganze Bevölkerung von dort entflohen. Die Fliffas hatten die Ankunft der Truppen nicht abgewartet, in aller Eile die umliegenden Dörfer im Stich gelaffen und ihre Frauen, Kinder und Heerde" mit fortgeführt, aber all ihr thraide und ihre sämmtlichen sonstigen Vorräthc zurückgelassen. Am Msien wendete sich der Marschall nach den benachbarten Bcrgcn dcr Beni Dschcnad, die mit danlissas gemeinschaftlichcSachc gemacht hatten. Alles schien cine schr gute Wendung zu nehmen, und man hofftc bereits, 1:01“; die Unterwerfung diescr bcidcn mächtigen Stämme ohne weiteren Kampf das Resultat dicses Feldzuges sein wcrdc, als der Maischall plötzlich auf :3----11]1“1l) Kabvlen stieß, mit denen kr ein Gefecht zu bestehen hattc. Dic Kabylcn hatten eine von der Natur schon furcht- barc Stellung eingenommen und durch Erd- und Stcin-Verschanznn- gen noch fester gemacht; 16 galt, sic daraus zu Vertreiben, und dies gelang den mit außerordentlichcin Umgestiim gcgen sic anstiirmcnden französischen Soldaten in knrzcr Zeit. Die Franzosen geben den Verlust der Kabylen als sehr [*cträihtlich an, ihren eigenen nur auf acht bis zehn Verwundete. Dic Fliffas haben nicht an dem Kampfe Theil genommen“, sie kamen am 211stcn zu dem Marschall, nm ivrc völlige Unterwerfung zu erklären, und man hoffte, dic Beni Dscheiiad wiirden nicht säumen, cin Glcichcs zu thun.
Grossbritanien und Irland,
London, .').Nov. Ihre Majestät die Königin wird am [Iten Windsor verlosen, um den Marqiiiö Von Erctcr in Burghlcyhouse mit einem dreitägigen Besuche zu bcehrcu.
Einige neuerdings wieder vorgekommene Beispiele von Abfäilcn anglikanischer Geistlichen zum Katholizismus haben hier große Sen- sation erregt. Man meldet nämlich aus Oxford vom *.!tcn d. M., daß der ehrwürdige Charlcs Penny vom Ci)1"iftch111“ch-Kollcgium seine Stelle als Prediger in Aschendon aufgegeben und ZUM Katholizis- mus iiberzctrctcn sei. Bci seiner Aussioßun aus der Universität, welchc in xcicrlichcr Sitzung des Kapitels statt?ano, sprachen der “Le- chant und die Kanonici ihre *).)iißbilligung dariibcr aus, daß der Kon- vertit noch nach der Bckchrung cinigc Monate lang seine Univcrsi- tiits-Wiirde bekleidet habe“. .|)-*. Puscy, das bckannte Haupt der zum KatholiziSmuö sich hinncigenden Partei der anglikanischcn Geistlichen, war in dcr Six,;ung anMsend, vcrhiclt sich jedoch während der Ver- handlungen durchaus schweigsam. Von l)r.Newman, dcm bckann- ten puseyitischcn Professor in Oxford, isi gleichfalls ein Brief be- kannt geworden, worin er crklärt, daß sein Gewiffcn ihm nicht [(in- ger erlaube, Mitglied der anglikaniséycn Kirche zu bleiben. Man glaubt, daß sein Beispiel die Konvcrsion noch mehrerer andererGeist- lichen zur Folge haben werde,
Unscrc Blätter füllen ihre Spalten heute in Ermangelung son: stigcr Nachrichtrn von Jntm'ksse mit Berichten iiber die Vcrhccrungcn, welche in mchrcrcn Thciicn Englands und Irlands die vom lsicn bis zum ;.!th d. M. anhaltenden Stiirmc angerichtet bach. Zn Man- chcster war eine große Anzahl von Dächern abgedeckt und der Schorn- stein einer Fabrik umgestürzt, dock) kein Mensch dabei vcrlth wvtdcn; dagegen wurden in Birkenhead beim Umsturz einer neuen im Bau begriffenen Markthalle drei ?lrbcitcr schwer beschädigt. Ju Dublin wiithcte dcr Sturm dcrmaßcn, daß der Handelsvcrkcl)r fast gänzlich ins Stocken gericth; die mit der Ladung der Schiffe im Flusse Liffev bkschäftigtcn Ställks und Kohlcnträgcr mußten wegen Anwandlungcn von Seekrankheit von ihrer Arbeit absichcn und die nach Liverpool bestimmten Postschiffc konnten am 21cm nicht in See qehen. Ein zwischen Liverpool und Dublin fahrendcs Dampfschiff soil mit Mann und Maus untergegangen sii".
Das britische Kricgösihiff „Samarang“, dessen Befehlshaber, SirE.Bclchcr, danuftrag hat, die Küsten des ostindischanrchipclö aufzumehmcn, ist an der „Küste der Insel Gilolo (nördlich von Cele- ch) von einer Sceränbchnnde in zehn Prahms, jeder zu 61)Matm Besayung angcgriffcn worden. Die Vöte des Schiffes hatten [*c- rcits meyrcrc dieser Fahrzeuge genonnnen und vernichtet, als ein Schuß von eincm dcr iibiigen, dcn Sir E. Belchcr im Schenkel schwer Nrwnndcte. eritcrcr ist am 2. “Juli von Borneo in Singa-
pore angekommen und befindet sich in der Befferung. Man glaubt er werde im Stande sein, an einer großen Expedition egen dle Pi; raten Theil zu nehmen, welche, dem Vernehmen nach, F?oinucn kurzem abgeschickt werden sollte.
Mit der neuesten Ucbetlandpost aus Indien ist hier die Nachricht von dem Ableben des (Heueral-Gouverneurs des niederländischen O|, indicn in Surabaya, Herrn Peter Mekkas, eingegangen. Mit der- sclben Post erhält man die Nachricht von der Abtretung der dänischen Niederlaffung zu Serampore an England gegrn einc Entschädigunq von 11] Lacks ([ MillionPfd.), doch ist die Nachricht, wie schon cin“= inal vor zwei Jahren, noch unverbiirgt.
Der nach China bestimmte französische Gcsandtc, Herr Lagrcnéc, hat am 16. Juli Singapore verlassen und ist am 31],Juli in Hong- Kong angekommen, wo er von dcn Battericcn imd Schiffen im Hafen salutirt wurde.
Zu Oldham ist am 31. Oktober der neuere Theil der Radcliffx. schen Spinnerei eingestürzt und hat alle anwesenden Arbeiter verschüt- tet“, zwanzig Personen wurden getödtct, sieben schwer verwundet,
Ueber den Ertrag und die Vexwendung der 1842 im ganzen Lande angestellten Sammlung für die nothlcirendcn Jabrik-Arbcitkr ift ]“th ein 170 Skiken starker Beriiht erschienen. Jedes Schreiben um Unterstiitzung und die Angabe des darauf Gcwährtcn, kkaso kic Beiträge jedes Kirchspiels im ganzen Vereinigtcn Königrcickzc ist auf- geführt. *Das Comité nahm im Ganzen 102,4»“7 Pfd. S1. 5 S1). 0 Pck. ein Und hat ausgegeben 90,256 Pfd. St. “,I Sh. “.! Pu., so das; noch 12,231 Pfd. “St. ;; Sh. 4 Pck. vorhanden sind. Alle Vcrwaltun s-Unkosten sind von dem ZineIcrtragc dcr unverwxndcten Gelder bleitten worden.
Niederlandc.
Lic zrvcitc Kammer dkr Gcncralstaatcn rmpsmg am 4.Novcmbkr Von der ersten die amtliche Mittheilung, daß sie keine hinlänglichcn Gründe aufgefunden habe, drr ihr zugescndctcnAntworw-Adrcffc auf die Thior-Rcde beizutreten. Cine ansimhnwweiie schriftliche Mitjyci- lung aus dern ProtokoUe bcglcitetc dicse Cröffimng nnd gicbt als Grund die Vcsiimmung dcs Paragrapbo 229 dcr Vcrfaffimg an, der bei nothwendigcn Veränderungen im Grundgcscß fordert, das: diesc: Nothwendigkcit in einem Gesetze zugleich mit bestimmter Bezeichnung der Veränderungen ausgesprochen werden miiffc. “Die Kammer bc- schloß, dic Mittheilung drucken und an die Sectioncu vrrthcilcn zu lassen. Das Handclsblad bemerkt dariiber, weshalb denn die cisie Kammer nicht eben so vorsichtig im vorigen Jahre gewesen sci, als sie einen Adres;-Paragmphcn annahm, Welcher der Regicrimg den Wunsch ausdrückte, sic möge die passende Zcit znr Revision und Vcr- vollkommnung der grundgrscylichcn Institutionen nicht vorüber lassen.
B c l g l c n.
Brüssel, 1). Nov. Die Repräsentanten;Kammer hat in 11911 voigcstrigen Sitzung eincn (Heseß :Cntwurf iibcr cin Unterstiißmigs- haus fiir Bedürftige mit 71371 gegen “.! Stimmen aitgcnommcu. „wiri- auf schritt man zur "Diskussion drs die Gehalte dcr GriiihtsBccim- ten betrcffendcnGcscß-Entwurfs, welchc noch fortdaucit. Ter Justiz- Ministcr hat dcr Kammer einen Entwurf zu einer nenen Form im Sanctionirung und Veröffentlichung dchcschc und Königl. Vcwrd- nungen vorgelegt. , *
Nachrichten aus Santo-Thomaö dc Guatimala vom 14._ Mcp- tcmber sprechen sich giinstig iiber den Gcsundhcitszusiand dcr KUWUW aus. Nur kalte Fieber herrschen dort zur Regenzeit, vcischwiiibcn aber beim Aufhören derselben. Der Friede ist wicrcrhckgkstklld 1le (Huatimala hat alle seine Truppen entlassen. . „ .
In Briiffel sind zjvci nene "Theater cntftandcn, Mi 1911 ((UM! Kaffeehause Verbundencö Vaudkvillc-Thcatct', !«s (];xsé-xixiii-lm-ilie“. in dcr Bischofsstraßc, Und dic 5:1"0 (11! 1101111211111,"- in dcr Vorstadt Molcnbeck St. Jean. Llitßcrdcm soll in dcr “.Uiolcnbcik-Boxstiidt cin flamändischcs Theater eröffnet werdcn.
Däncmnrw
Kopenhagen, *1. Nov. In einer der 11131111 Sitzungcn drr Ständc-Versammlnng zn ROLskildc [mt dcr Königliche Commqsmr, nach dcm chicht dcs Altonaer Merkur, in Bczng auf dichagc iiber das Verhältnis; der Hirzogtl)iimcr zu der Monarchie folgciidc Erklärung abgcgcbcn: „ ?“s ist die Voraussetzung ausgesprochciiwoi- den, daß die Regierung nicht;; vornehmen onc mitRückjicht anf Dl'll Einfluß, den die Meinung cinrr eventuellen Theilung dcr I)iotmiiiiic anf die öffentliche Stimmung gehabt habe, 11281111 nicht von hier aus die Initiative ci'griffcn wiirde. Abcr cs ist doch möglich, das: 111.711 sich hierin irrt. “Die Regierung [mt lange schon die Sachc in C!"- wägung gezogen, wok abox in dicser Hinsicht gedacht und ZUM" worden ist, qualifiziit sich natiirlich nicht zur Mittheilimg. So Viki ist inzwischen gewiß, daß eine solche Verhaltungsrcgcl, wie sie hill“ 1'11 Vorschlag gebracht ist, einige Bcdcnkiichkcit haben kann, und das; (5 ihre Ausfiihrnng erleichtern wiirde, wenn die Stände sich dafiir 111117: sprechen wollten.“
Ucbkr dcn neulich gcmcldeten V01*schlagl1ssing*o wegen der Stauw-
__--.-,_.?Y:....._..„.-.---_-...-_ ,...---- ...- „,.... . .. .. ..,. .. .___- und unterhielt sich dann lange mit uns in nnmtcister, anregendster Weise über die Sitten und Gebräuche des Landes, nicht ohne Neugier forschend, wic es bei uns gehalten werde. AehnlicthespräM, nur in anderem Tone, wurden dann des Abends in der Apotheke, wo sich die Honoratioren zu versammeln pflegen, fortgesetzt, doch wandten die dort aufliegenden Jou.“- nale das Gespräch auch vielfach auf poli!isch-kiichlichc Vcrhältniffc. Die Italiener des Tages find, Gott weis; es! schlechte Politiker, aber sie spre- chen von ken großen Dingen mit einer crstaunlickicn Zungengclänfigtcit. Was babe ich nicht Alles hören müffen, wie ckgöHÜch Sachcn! Doch auch jenen uten alten Kanonikus darf ich nicht vergessen, der mir nicht nur bcnilw Uig die vcrskaubtrn Urkunden drs 211chivs dchathcdmlc bcmuAangtc, iondern mir auch sein Haus öffnete und vom besten Weine einscheukte, mich troy seines [ahmen Beincs durch die Stadt geleitete und Auskunft über Jegliches dcm beschw-“rlichcn Fremden gab. Wollte" er nur einmal jene halb vcrmodexten Pergmncntc zu lesen suchen, virllcicht erhielten wir dann doch eine Geschichte von Anagni, die man sehr vmnißi, DcrAhne meines Gaslfreundes hat vor etwa hundert Jahren den Versuch 311 einer solchen gemacht, mit Sejbstgesühl wurde er mir überreicht; abe: bald erschien auch per Sprosse eines anderen Litrratcu, dcr in Versen eine geharnischte Kritik ieyes Büchleins zu derselben Zeit in das Publikum geschickt hatte, und bot mir diese Schrift als Geschenk an. Daß ich sie annahm, erregte auf der anderm Seite fichtlichcs I)iißsallcn. So gährt hier Autorenhaß selbst noch n_ach hundert Jahren fort, _umn pocht auf Verdienste der Vorältern, sollten ?ZUFW noch so gering sein, statt das; man selbst etwas Rechtes machen
e.
Am Morgen_ des 20. September fuhr ich mit meinem Begleiter nacb Pßlkßrina, ivybei wir, größtenthcilö die neapolitanische Straße benusxxu; wn kannn be!.dem' nur von früher schon bekannten, romantisch belegenen VUWUW"! un.: intim s" önen Baum-Pauieeu und wunderlichru Motten 'AM- Hi!! smd ku Ho en dcs Perch noch Obdach für Menschen und “!!!"?er *" Z"" » "t,?“ d" AMthomn. Umveü von aleßriua liegt niimsümi - NJW? ““is und eme Juschrist in mächtigen uchsjaben zer- :! en Jab“ “ Landßraße, fie wann bci Ausbtfferung derselben vor we-
ia "“ MWM wv-dm, aber man Nein: die Kosten des Trans- port; zu schema, sonFt verdiemen die?: Monumente des Almtbums minde- ßxns "'-“' so- gut “nm „M“ i" kimm,Museum zu finden wie viele au-
dm. paleßntnaslse kxilTa-n Bug- hinaus; auf dem Gtéudx, den einst
p“ “thn k k ck“, num] .»th i" i'd! w äUUÜÖQ OU gebam,
die schlechten, neueren Häuser sind gleichsam verkvachscn mit den stolzcn Ruinen des alten Tempels. Ich will diese 11ichtbcschrcibcn, sie sind oft genug untersucht und bcschricbcn worden, Auf der Höhe des Berges, an den sich die Stadt anlehnt, lag die alte Arx vou Pracncstc, noc!) sieht man Polygonmaucrn daselbst; später bauten hier die Colonnas cin Kastell, h_cs- sen schö11c Ruinen jc'tzt hoch vom Ephcu iibcrwuchcrt sind. Man überblickt von bicr aus Pagliano, Cave, Colonua und andere Oxtc, die einst diesem so mächtigen Geschlecht unterwoi'fen waren. Der Palast in der Stadt ge- hört cht dem baiberinischenchige derFamilie, ist abcr in cinem Zustande völliger Verwüstung.
Wir waren in glühender Sonncnbiye auf den Bergen hernmgeklcttckk- um so bcffer m::ndcte uns die vortreffliche Cena, die wir 111 un-srrer Lo- canda fanden, zumal wir sic in der freundlichßen Gesellschaft einnehmen konnten. 'Der Wirth und die Wirthin waren nach Rom geryst „[101' 1111-01-- tirzi 1111 [mm]“, und die beiden ältesten Söhne mit ihren bcikcn-xrwachiene'n Scbtvestem hatten die Sorge für die jüngeren neun Gt]chWU_tek und die Gäste übernommen. ",'er waren sehr muntere einnehineiidcMenxchcn, denen es eben so sehr um ihre eigene Unterhaltung, wie dlkx-lhkcr Gäste zu thun war. Die Mädchen in dem wohlanstchcndcm Kostume des Ortes und reichem Geschmeide, um ihm! Wohlstand anzuzeigen, ncihzncn fick) allerlicbft aus, und wurden nicht müde, zu lachen und ric natvmll Geschichten zu erzählen. Die Brüder, welche in Rom ans Schnick! gewesen warrn, wuß- ten auf mancherlei Dinge einzugehen. “Doch zwei junge Leute aus Rimini, hivig, unruhig wie Alle aus drr Romagna, die gleich uns als Gäste im Hanse waren, brachten zum Vcrkruß der Mädchen nur allzuschncll jene lei- digen politischen Gespräche wieder auf das Taper. „
Am fol enden Morgen fuhren wir nach Rom zurück. Von Palestrina uach Zagato o fährt man saß immer auf der antiken, noch sehr wohlbehgl- tenen Via Labicana -- es scheint auch hier, als ob die Alten für die Ekag- keit gebaut hätten. Der Weg nach Rom ist angenehm, bis man xoieder auf die neapolitanische Straße kommt, wo die traurige Orbe der nachßkn Umgebung Roms ihren Anfang nimmt. Es war eine Frau aus Palesinkm mit uns im Wagen, eiu (Zaneaäina gewöhnlichen Schlages, abcr-rxnltcb in ihrem Anzug: und tüchtig in ihrem ganzen Wesen. Ich ließ mich bald mit U): in ein Gespräch ein, und sie erzählte mir nun ausführlich po1_1_ den Eldbkbm- kik Palkßtina in diesem Sommer heimgesucht hatten. Die «(adi hat keinen Schaden gelitten, aber die armen Leun dort haben eutseyltchc
Ang" ausgtßandcn. Alle hatten die Häuser verlassen, Tag und Nail)t “Us
dem Felde zngcbracht, Prozcssioncn ohne Zahl waren zu den nächsten 319- peUen angestellt, und Alles hatte gebcichtct. „Aber gerade, wenn wir "Lilie des Nachts bcichteten“, erzählte dic Fran, „wurden die Stöße um so hcstigck, und als die Normen, die umi) Rom gcflnchtct warm, znriickkchrtcn, 1111111- cs schlimmer, wir je zuvor. ?lbcr endlich hat sich doch der h. _ (ich habe den Namen des Schnßpatkons von Palestrina vergcsscn) durch uuscreBittcn erweichen lasen, allmälig wurde es beser, und nun hat es ganzaufgchört“. Jene gute Frau hatte, außer den allgemeinen Lcideu, noch ihr bewiikcics Unglück in diesem Sommer gehabt. Sie klagte mir bald, das; ihr Mm)" eingesperrt sei, weil er mit einem anderen “Ztkcit bekommen hätte, nnd (“ ehe cht nach Rom, um ihn zu besuchen. Da mir die Art, wie "1-7" ier zu streiten pflegt, leidlich bekannt isi, fragte ich, ihr Mann häxtc WZ) nicht das Unglück ehabt, icincn Gegner zu cistcchen. „Gott sei Dank - sagte sie, „es war Z| gar nichts, er hat ihn nur am Arme getxoffcn, “bc! nun muß er fiinf Jahre im Kcricr sixzen, und was mache ich "Wessen ""t meinen Kindern?" Als ich nach der Veranlassung des Streits fragte, kk“ hielt ich zur Antwort: „Sie haben in der Osteria getrimxcn, gesptcli und da gehen denn die Sachen so!“ Ich gab ihr den tyohlfcxlxii Rath, ihrem Manne das zu viele Trinkcn abzugewöhnen, abcr dtxscr „Mrd wcmg lange- schlagen haben, denn «111 der ['t-11.1 maZZiwrt', in' dl? P") so kbkn einfah- ren, mußte sie 15 Foglicttc Wein versteuern, die sie 1hrcm Manne mn- bra tc. „ chJch :ontc Ihnen nur kurz und leicht hin über diese Fahrt 111-k1c Umgegend Roms bcrich1cn, und fiche, _mcin *Bricf hat alles Maß uber- schrttten. Aber dies Volk und dieses Land ist nun einmal imo Hypcib-o- räcrn so interessant, daß wir von ihm nicht reden können, ohne ausführlich zu werden. Von Rom selbst wciß ich Ihnen jest wenig zu melden. Der Oktober hat uns bisher wenig gute Tage gebracht, und die bekannten Jess in der Villa Borghese sind bis cht nntcrblicben. Die Fremden chmmx" iUJWiscycn an czogcn, um Forum und Kapitol irren die Engländer mttMlß Sturm, die Beutschen mit Jörßer, und die neu aufgcpityien Cafféß fallen sich wieder. Aber noch hat sich das gesrllichnflliche chm, was sich mieden: Jahre hirr neu und aus anderen Elemruten zusammenseßt, nicht recht gc- staltet, und Alles lebt noch in dcr Zeißrcnung. Iii wenigen Wochen wird fich zusammengefunden haben, was zusammengehort, aber dann gerade fürchte ich, von Rom scheiden zu müssen, um es vielleicht nie wicderzmehen-
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_ , , latte aus der Hauptjkadt kes Köni - EW)?!t ?ZZÉYMHWYWS dicser Vorschlag aiich in Roeßkilgde xetchs [Fe Seiten aufgenommen wurdx, [o ,smdct cr bzer doch, bei den vori 9 M1 Tagesbläkkekv keinen kkchéen' Anklang; hie „constmütonell poltxl1chc1 „W wenn auch vieE-nhezt noch so feierlich au6gespro- GMWÜM men “- ie doch damit allem weder vorhanden, noch zu
chen würde- so s“ - - Mittel, ein befferes Verhältniß zu erwir- LI'ÜYZ WT FFWUFYYMN, Alles versöhnende Consiitution. An- , k
, - 'nale Seite vvranftellen und auf der einen pxrx, d'“ meYtseFeen u(;?K-Inrnt für Schlxswig und Dänemark Befürch- SUW vom kne andererseits den künftigen Eintritt_Sch1e6wigs mit YUM" hxgxn“dcn skandinavischen Bund aus alley Kräften ayzubah- LÜ'WMUU hegen entschieden den „Wunsch, das; die deutxchen „Herzog- Uc-t-l su-ch_x61“tein und Lauenburg lieber ganz aus der Staats-Vcrbm- thumel Z)"ch1ciden und diesen staatsauflöscnden Tendenzen tritt ja der dung “" ' “ Deshalb und weil, wcnn
- an cntchiedcn entgegen. ZZYSFYZTschYgebZn izvürdxs, „Schleswig immer mit .Do-[stein vxrbundxn bleiben wiirde und dies" m ihren Augen das Llilcrscl)l1mn)sic ist, ivtrd denn sofort der Stab uber ihn _gehrocheiz. Bci'riesenz thren Wider- streben chen die Staats-Emhcit im Sinne Ussmg's jst'ks deiin bc- qi“et'flich* Saß sic sich auf das" von 112111 vor-gcschiage-ne Mittel, dtesellxe **u bewirken (Königliche Erquzung uber dic_Emhx1t der Erbfolge'm **,“Oäncnmrk und den Herzogthumern), Mr, nicht cmlassrn; Daßxmc MM Ex-Uäxung zur Beruhigung dis kanischei) Volkxs dienen wiirde, wäre nach den Lleußcrungcn dcr hiesiJeU Vlgttcr nicht anzugchmcn, da sic, wic bemerkt, gxmdc unruhig iiber die Verbindun? mn Hol sicin und Lauenburg sem syilcn und slch dcs- deutschcn („lementö xc Liycr je licht cntscblagcn mochten. ?liiercrscits schxmt der Umstand, daß eine solche Erklärung, nicht schon, langst von irgend einem der früheren „Könige gcgcbcn rst, Harquf hmzudcuten, Paß threr Abgebung doch vielleicht etwas sehr TZlchtlgks- (Rechte TULLN“) cntgcgenstehj. Kann man cincr solchenExirklaming Nichtsdlc ?lnß-rkenxmng dcr Bethe;- 1igten vcxschaffen, was wiirde xic 111113e11? J| [12 einmal gegeben,- so wjjrrc sie nicht wohl imcdcr zuruckgcnommcn ivcrdcn uiid doch UFOL alle ric Vm-wickclungen fern halten X_öuncn, die O_ann 1111) aufdran- «cn möchten im Augenblicke dcr CnUchcidung. D1c_Cibfolge «.JraFe j,], wie wir früher schon bxmexktcn, eme solche, hxc wohl nicht 0 leicht durch cin zic r010, 3-10 011100. sich 0111111111 laßt, sonder-ii sxhr wahr sagte der Königliche Conmyssciii Lcrstcd in _dcr lcytcn 111114111; dischen Versammlung: „Was mit „Hlllstcht auf die StaatZ-Emlxit als Usidcmtum bczcichnct wcrden kann, ist cine Sicherung chircff Dcr Fragen, die in Zukunft iiber die Eibxolge entstehen 1011111111,- falls dcr Königliche Mannösiamm aussterben sollte; da xs abcfr nieht 1111er Macht des Königs steht, einseitig zu erklären, unc rs 111 dicsci Hm- xichi 9217111th werdcn soll,i11dcm dcr uneingeschränktcstcMoyarch dicSuc- ccsiion nicht einseitig verändern kann und die Frage Uikjlwfi'isc anch andi“ Fürstenhäuser angeht, so läßt sich diese Sache nicht leicht ins Reine brin- gcn“. Tl) dicStändc inRocskilde auf die Rechtsfragen eingehen odcr blos “cao Wünschenchrthc Vor Augen haben Weiden, daß die Herzogthü- mcr mit Däucmark zusammen bleiben, muß die Zeit lehren“, koch diirften vielleicht noch, da es sich eigentlich nur nm dic Erbfolge dcr Hrrzogtlßimcr handelt, wcil die in 'Däiicniaik ansgcmacht Rcchtcns ist, gegen dir Kompetenz der sccländischcn Stänkc-Vcrsm11mlung, in dicser Beziehung eincn Antrag zu stellen, um so mehr Bcdcnkcn rr- bobcn werdcn, da die 'Ständc-Vcrsammlnngkn drr Herzogthiimcr sich 1111011 dann grgcu dcrartigc Einmischnngkn von dänischcr Seite Der- wahrt haben, wenn sie mich nur gewöhnliche LtdminisirationS-Gchn- siiindc dcr .*)ltzogil)iimcr bcireffcn, und nicht, wie hier, die nnchitge Jiagc dcr fiir ste giiltigen Staaiö-Erbfolgc.“
H [1] m c t ;.
Glarus. Dcr Rafi), beim Eid besammclt, hat in seiner Ziyang 1001110711, Oktober das Gesuch dcr Schützen, um Abhaltung deo cidgcniisxtschcn Frcischicßcns aus das Jahr 112-415, nach dkm An? fing 'der Standcs-Romnüssion mit 31) gegen 5 Stimmen ablehnend köksih'FMd 111105113111“ 111 dcm Sinne, daß er, Wenn die Schüycn knö ÉÖXUJOU «mf ck16 cigcnc Beraniwortlichkcit ohne Mitwirkung dcr Tkandcs-Behörden übkrnehmcn Wollen, kincm svlchcn PkiVat-Untkr- 9611111711 Nichts ctitgcgcn zu setzen habe.
31 t a l t c n.
Vyn der italienischer: Gränzc, 2%“. Okt. (91. A- Z») Tre chic dcs Fürsten Milosch nach Italien und scin wahrscheinlich jtch Verlängcrnrcr Aufenthalt daselbst sind politischcn Bcwcggriindrn nicht fremd und für ihn wohl eine Art Von Noihwendigkcit gcwvr- dcn. "Tie wiederholten Revolutions- oder Restaurations-=Vcrsnche zu (5111917911 ker Obrenowitsch wmdcn 311111 Theil den Verbindungen cini- ge'r .Hauptrr derselben mit der altcn fürstlichen Familie zugeschrieben, dercn (Erfolglosigkeit und kläglichcs Ende am besten die irrige Untcr- stellung „dcr Ansichten diescr Partei beweisen, während eine hnmanc "Wbai'liihe Regierung, wie Oesterreich, den sich immer wiederholen- YU)119111113611Blutsccnenund Gräueln kaum thrilimhmlos zusehen kann. Omv xm; guxuntcrrichtci, so ist von Seiten des wiener Kabincts an Den Juiitcn die Anfrage ergangen, inwiefern derselbe dic Anschuldi- gung cines 5211111911173 an den leytcn Creignisscn in Scrbicn zuriickwci- [M molle Und konne, Zugleich aus der implizitcn Ansicht, daß wohl tcm schon voigcxiicktcs Alter eine Verdächtigung, als ob solche Re- ikülli'qtiyns-Beriitihc seines Anhangs auch selbst fiir die Zukunft vvn r.).m indttxckt gebilligt wiirden, zurückwcisc. Jiirst Milosch soll danach TMC, Thciinahmc an den 1013th Jtifurrcctionen in Sktbicn auf das bkfi'mnlkkstc in Abrede gestellt hach.
Spanien.
*.Ikadrid, ;39 Okt Das über G -' * * - , * * cneral Pmn mekirgcseßkc ZZWMHZYM [1911-13 ubcrmyrgcn'scine ctste SWimg haltrn. Prim soll ““JA“" JU?" „.aben, daß ihm die Jeuergewehrc, mit welchen die dem er köniw “YF??ciYLÜZ-Uik'lrychMörder bewaffnet waren, angrhörtcn; „ „„ rmm d '“ * ' ' * " ]cner )?!Jtthuen gklßommcxn sLJW arubei geben, wie sic m die Hande 5 a dem Tiempo soll diéRe' ' ' „ . , „ gierung dic Ankctge erhalten ha- xifnGdFP, e"": Anzahl spanischex Flüchtlinqe, von Önqland kommrnd, lichcnaÖckley 3" landen beabskchklßk Es sind demgemäß dic erforder- dics ZYUIHMM zur UNikkdkuckung jedes Nevoiutions-Versuchs in kaschie“ 'ünktc SUWÜM „Worden. Das Kabinct hat im Konqressc """-Projekt ka UU? offene Frage erklärt. Eine Vcrwérfung
des Projekts die inde ni t 1 ] t j , v ,- kcme nnmsiericllc KrisisßherFeifühorY.zu erwarten stkhk, wurde also
Generén YZTFW“ 29 Okt“ Man "fährt jest, daß der gegen den qemäß bereits öaYkkFLtete Mordanschlag, dcm urspriinglicheji Plane Man FMH“ d “' ße" zur Ausfiihrung gebracht werden sollte. Circo fahren,!vi'aß “" jenem Abend der General in die Oper des schworenen n "..ck“ D“ Plus vor diesem Gebäude war mit Ver- wcrf n u ([ ["f"-,t, Welch“? fich alls die acht Mann sarke Bedeckung dannex'hX idm, thrend v1e_r “"d"". “| den Kutscher zu tödten und Kusch * o-ppe aufigcn, ""t Zeh" Kugeln geladenen Trabucos in die kam' eeübuxem abzufeuern bestimmt waren. Ehe der General an- Thakt [:'ssch oß man "ck“ auf dk" AMW eines der Verschwornen die ZöskschCiiBale den sVlgcndenAbcnd, an dem das Diner bei dem ,um-
o schafter sianfand, zu verschieben, und am folgenden or-
1633
gen brachte jencr Mitverschworene die ganze Sache zur Kenntniß des Generals. Vier der Betheiljgten wurden verhaftet und eine Nieder- lage von 700 Gewehren xntdeckt.
Aus den bei Amettler vorgefundenen Papieren ergiebt fich, daß heute, am 29ften, die Gcneral-Capitaine von Catalonien und Ara- gonien, Meer und Breton, so wie mehrere andere Generäle, ermor- det werden sollten. In Madrid sollte der Mordftahl gegen eine noch höher gestellte, erlauchte Person gerichtet Werden, weshalb seit eini- gen Tagen ein Kürassier-Negiment zur Bewachun des Königlichen Palasieo aufgestcüt ist. Dre Mörder waren theils erkauft, theils hatten sie sich freiwillig angetragen. Mchrerc cspartcrißische Gene- räle verließen heimlich Madrid, um die Bewegung unter dem Vor- gcbcn der Errichtung einer Central-Junta zu leiten. Auch General Prim ward in Folge aufgefangen“ Papiere und geschehcncr Aus- sagen verhaftet. Die Regierung schickte am “.'-“vsten Courierc nach allcn Provinzen ab, um die Vehördcn von der bevorstehenden Gefahr zu unterrichten. Die rcvolutionaircn Blätter sind etwas kleinlaut ge- worden, indcffen smt der Espectador noch heute, die Tyrannen möchten nicht ver esszen, daß der Tag der Rache erscheinen würdc.
Die französiZckycn Behörden haben der spanischen Regierung bei dieser Gelegenheit wichtige Dienste geleistet, und Graf Bresson ver- läßt kaum den Königlichen Palast, dksio mehr crgößt man sich aber an den verschiedenartigcn Betrachtungen, welche die Organe der frau- zösischcn Presse iiber die hicsigcn Zustände anstellen. Sogar das Journal dcs Débats hat sich vcrleitcn lasscn, eine Stelle der Thron-Rcdc mißzuvcrsichcn und deshalb an die spanischen Minister einige schr unsanfte Worte zu richten, und dicscn Tadel hat Herr Martincz dc la Rosa tiefer cmpfundcn, als alle Schmähungen, welche hicfige Vlättcr gegen ihn richten. In der gestrigen Siyung der De.- putirtcn hielt cr einen langen Vortrag, der offenbar nicht an dcn Kongreß, sondern an das halbanitlichc Organ des französischen Hofes gerichtet war, und vrrmuthlich brrcits dnrch Courier nach Paris “be- fördert Worden ifi.
Ueberhaupt schkint sowohl die Pattex“, wxlche den Fortgang dEr Revolution zu bekämpfen sucht, als auch 'die, der es um die Weiter- führung dersrlben zu thun ist, sich Vorzugsweise um den Beifall des benachbarten Kabincts, oder der erobciungssiichiégcn Propaganda zu bemühen. Ein progrcssisiischcö Blatt sagt den Sturz des Juli-Thro- nes voraus, fiir den Fal], daß die französische chicrung die hiesigen „Absolutisicn“ untersiiißc. Vorzüglich bcachtcnswerth ist aber ein in die pariser Revue anepcndantc cingcriicktcr Aufsaxx kes Spa: nicks Marliani „iibcr ausländischen Einfluß in Spanien“. Herr Mar- liani war bckanntlick) mehrere Jahre hindurch Vertrauter Agent dcr rnglischcn Gcsandtsxhast, wurdc, vielleicht gcradc kcs'iwlb, von allen spanischen Ministern dcöaVouirt, und spirit jcßt eine Hauptrolle in dem espartcristischcn Comité“, das sich unter Mendizabal's Vorsiéz in Paris gcbildct hat. Hear Marliani unterhält enge Verbindungen mit der fraüzösischcn Opposition, und da das Glaubenobcchntniß, das er in dcr erwähnten Zeitschrift so chen ablegt, cin zicmlich hech Licht anf das, was die französische Propaganda von dem revolutionairen Spanicn zu erwarten hat, wirst, so mögcn dic beirrffenden Worte Marliani's hicr ihren Platz finden. Er sagt: .
„.Wenn es Wahr ist, das; ck in Spanien eine Partei giebt, die ihre ?lnsicbtcn 9011 dem Kabinct dcr Tailctiecn empfängt, so isi es doch falsch, daß dicse eine französische Paitci sei. Jm Gegeuihcil, sie ist antifranzdsisch wegen ihrer absolutistischen Idcen, und sic is nur ministericU-französisch, kenn die Minißer sind nicbt Frankreich. chn es wahr ist, daß es eine andcrr Pailei giebt, die immer die Politik der französischen Minister und reien Einstns: bekämpfte, so isi es doch fa1sch, daß diese Partei antifranzbiisä) sci, denn, Wenn sie auch ein sckinmblichcs Protektorat zurückwics und die Unabhängigkcit des Vaterlanrcs in Anspruch nahm, so hat sie doch Frank- reich nie mit den ?)kinistern verwechsclt, und die vorziiglichsien Redner bcidcr Kammern haben laut ihre Achtung vor dcr französischen Nation und der Juli-Revolation aiisgcsprochcm Man bcweisc mir, daß irgend etwas diesem Vcrsahrrn Aehnlickics in den Rcdcn dcr Männer drr rückfckireitcndm Parisi anfznfindcn sei. Nic ist aus ihrem Munde ein einzigcsWort zu Gnnsien dcs revolutionaircn Frankreichs erschollen, und, krcnn cinft die Freiheit Frankreichs in ihrxn [215th “Bollwerken bcdtoht sein sollte, so wiitdcn rie Mäumr, mclche 1231 bcmuht sind, die Freiheit Spaniens zu vernichten, keincSrvcch die letzten icin, sich mit dcn Jrindcn Frank- reichs zu vrrbünrcn. So ist die Partei, wrlchc man (Herr 1715111391) “eic französische urnnt.“
Diese Sprache klingi aufrichtig und verdicnt Beachtung.
Dcr Kongreß dcr Dcpuiirtcn begann heute die Diskussion dcr rinzclucn Paragraphen dcr Adrcffc. Auf eine Anfrage des Hctrn Pcrpiäa, ob die Königin Isabella dcmnächsi von allen Mächten an- erkannt werden wiirde, erwicdcrtc Herr Martinez de la Rosa, bie chicrung wäre cutschloffcn, sich nicht zu erniedrigen, hoffe aber, das; die Königin Von jcnchächtcn baldigst anerkannt Werden Werde, wcil es ihnen sclbsi daran gelegen sci" müsse, und sie nur die Sicher.: stellung der Ordnung abwarten". “Die Beziehungen 511 dem 161117“- schcn Hofe wären namentlich die allrmsrculichstcm -- Auf eine an- dere, das von dcn Engländern vor Gibraltar in den Grund gcbobrte spanische Schiff „Rayo“ betrcffcnde Anfrage crwicdcrtc dcrsclbc Mi- nister, daß die schuldt'gc Genugthuung verlangt wvrdrn sci Und kic AngeleJcnheit fricdlich beigelegt wcidcnwiitdc. Tann cntfiand cine DiSkusion über die von Seiten der cnglischcn chickung gcgcn die Unterdrückung dcs Ncgcr-Sklavcnhandclö crhobcncn Maßrcgkln, auf die ich zurückkommen werde.
*Dicscn Vormittag Winde General Prim in einem Miethswagcn und ohne Wache in ein anderes Gcfängniß gebracht. 911111) scinAd- jutaut, Oberst Titcga, cin schr jungchmm, bcfinkct sich in Verhaft.
Dic Gcwerbc-Ausstelluug _der deutschen Bundes: und Zollvercms-Staaten. (Vergl. Allg. Preuß. Ztg. Nr.:!27, 238, 2411, 212, 24.4, 21V, “„!19, 252, 253, 254, 235, 27-6, 258, 259, 200, 261, 262, 263, 264, 26.7, 266, 267, 270, 271, 272, 27:1, 274, 275, 276, 277, 278, 279, 280, 281, 28.4, 285, 286, 287, 288, 291, 29:1, 294, 295, 295, 297, 298, 299, 200, :401, 4402, 20.2, ::01, 306, 307, .';08, 309, 310, 311, 312 und 313.) „UYU. Dantpfwagcn.
Der Bau der Lokomotiven datirt bei uns zwar erst aus jüngster Zeit, hat aber bereits durch die achtungsiverthe Beharrlichkeit der be- ziiglichen Unternehmer auf eine Weise Play gegriffen, die zu den er- frculichstcn Hoffnungen für die Zukunft berechtigct. Hervorgerufen durch großartige Eijenbahn-Unternchmun en, welche selbst noch als junganstitute dastehen, batte dcr inländi che Lokomotivenbau bci sei- nem ersten Auftreten eine gefährliche Konkurrenz mit dem Auslande zu bestehen, wclchcs, begünstigt durch die bedeutendsten mechanischen und pecuniairen Hülfsmittel, so wie namentlich durch die rcichhaltigstc Auswahl aller bcnöthigten Materialien, zu verhältnißmäßig viel billi- geren Preisen, als sie unseren Maschinenbau-Anstalten zu Gebote standen, außerdem noch eine längere Erfahrung, und in Folge dessen eine, wenn auch nicht immer begründete, günßige Meinung Vor- auo hatte“.
Bis zum Jahre 1841) Waren auf den deutschen Eisenbahnen, wenige vereinzelte Anonahmen abgerechizet, nur ausländische, namen1- lich englische und amerikanische Lokomotiven anzutreffen, welche theils ihrer wirklich trefflichen Leistungen wegen, theils aber aus andexen Gründen von Denen, die zu ihrer Anschaffung gerathen hatten, nicht
selten gtundsäßlich bevorzugt und gepriesen wurden. Zu diesen, dazu einheimischen Maschinenbau-Anfialten entgegenstehenden „Schwierigkei- ten gesellte sich noch das ziemlich allgemein verbreiiei'e und M jekt 11011) nicht aufgegebene Vorurthcil, daß näm1ich Dampfmas inen übxx- haupt, sofern es sich um biUige Preise und zweckmäßige ußmcnon handelte, nur aus England mit Vortheil bezogen werden “könnten.
Unter solchen Umfiänden mußte das Unternehmen, den Bau der Lokomotiven bei uns einheimisch zu machen, allesdin als ein [ck: gewagtes erscheinen, und in der That gehötte ein“ ,t-gewöhnlither Muth, im Vereine mit beharrlichcr Ausdauer dazu, um“ Heesen u ei- chen Kampf mit der mächtigen Konkurrenz des so vikifach bxgü ig- teii Auslandes einzugehen, ohne dabei zu unterliegen. “Um aber reich aus demselben hervorgehen zu können, bedurfte es mehr, dazu bedurfte cstor Allem jener patriotischemGesinnun , welche mehrere deutsche Eiicnhahn-Gese[lschasten auf ehrenhafte eise an den Tag gclegß haben, indem siezuerst mit Hintenansevung der bestehenden Vor- iirthetle der vaterländischen Gewerbthätigkcit die Hand reichten und ihr durch angemessene BesteUungen Gelegenheit gaben, ihre BLfähi“ gung 311111 Lokomotivcnbgu, so wie zur Herstellung der Betriebsmittel und svnstigcx Erforderyissc dcs Eisenbahnwesens nachzuweisen.
Daß cm ,solches Zutrauen nicht unbegründet war, beweisen un- ter Anderem dieLeistuugen der Maschinenbau-Außalfen von Regnier und “Yoneclet zu Aachen und Lüttich, von Dobbs und Pöns- gen m'Aachenx Von Jacobi, Haniel und Huyssen zu Sinkt- mth bc: Oberhausen und nicht minder die der Magdeburg-Hambur- ger Dampfschifffahrts-Gcsellschaft angehörige Maschinenbau-Anstalt „zn Buckau, -- Vor AUen aber hat August Borsig in Berlin das ihm zuerst Von der Direction der Vcrlin-Anhaltischen Eisenbahn-Ge- se'Uschaffi geschenkte, beide Theile gleich schr ehrende, Zutrauen auf eine glanzende Weise gerechtfertigt. Aus seinen Werkstätten ist bin- nen wenigen Jahren eine zahlreiche Folge von Dampfwagen hervor- gegan_c11, deren jckcr dcn nächstvvryergehenden immer durch neue Vcrbeß'erungen übertraf, und somit ein unauSgeseßtes Streben seines Verfertigers kundgab, den Lokomotivenbau aUmiilig bis zu demjenigen Grade der Vollkommenheik zu Erheben, den die vonVorsig zur Aus- stellung gegebene Maschinc bcrkits auf eine so erfreuliche Weise wahr- nehmen läßt.
Herr Borsig baute seine erste Lokomotive im Jahre 1841, Wklchl damals aus Ös?!" vorhin genannten Eisenbahn in Betrieb geseyt wurde und sich so gut bewährte, daß ihm von der Direction alsbald drm“ neue Maschinen in Befiellung gegebkn wurdcn, denen bald meh- rere für andere Gesellschaften folgten. Die 1th: fertig gewordene Maschine, welche unter dem Namen „Beuth“ die diesjährige Ge- werbc-Ausstellimg schmiicktc, ist die scchsundzwanzigste.
Von diesen in einem Zcitraume von drei Jahren verferiigten 26 Lokomotiven mit Tcndktn befinden sich 9 Exemplare im Besiy dcr Berlin-Anhaltischcn, 11] dkrgleichen im Vesiy der Berlin-Stetti- nrr Ciscnbahn-Geskllschaft, wiihrend die übrigen auf der Oberschlesi- schen, Magdeburg-Halberstädtkr und Niederschlesisch:Märkiscken Eisen- bahn vert'yeilt sind. Bis ZU Ende dieses Jahres wird die Zahl der gelieferten LokomotiVen auf 81 sicigeu, und fiir die nächsten drei Jahre sind, wie wir Vernehmen, bereits 50 neue Maschinen in Be- stellung gegeben, cin Resultat, welches für die Giite der Borsig- schen Lokomotiven das beste Zeugniß ablegt.
Die auf dcr Ausstellung befindliche Lokomotive mit Tender (Nr.*172 ist eine Von den letzten drei Maschinen, welche die Berlin-Anhaitische (Lisenbahn-Gesellschaft haf fertigen lassen und daher Eigenthum der genannten Gesellschaft. Sie ist im AUgemeinen, wie alle Borsig- sche11Maschincn, mit auswärts liegenden Dampf-Cylindern, also ohne Krumnmchse erbaut. Lokomotive und Tendkr sind sechSrädrig und die Räder Von beiden, bis auf die gußeiserncn Naben, aus Schmiede- riscn in einem Stiick zusammengeschweiszt. Die Treibräder haben 5 Fuß, die Laufrädkr 37, Fuß Durchmesser; ihre Reisen haben 5301! Breite und sind sämmtlick; mit Spurkränzen versehen, Was bei den Treibriidkrn der meisten englischen Maschinen nicht der Fall ist,
Dcr horizontal liegende Theil des Kessels ist so konstruitt, daß er bei 1:61 Ausvehnnng durch die Wärme seine Länge ändern kann, ohne- nachtheilig auf sich selbst oder auf die mit ihm in Verbindung stehenden Theilß cinzuwirkcn. Sein lichter Durchmeffer beträgt 41) „3011, und in seinkm Innern enthält er 111 mßssingne Jeuerröbren von 17; Zoll Durchnieffcr und 10 Ju Länge. T*er vordere Theil des Kessels, Welcher den aus gewalztem Kupfer verfertigten Feuer- kaftcn aufnimmt, biidct im horizontalkn Querschnitt ein Oval und isl oben, bis auf das Mannloch, kuppelsörmig geschlosscn. Tiefes Mannloch vrrschlicßt ein messingner, mit zwei Sichcrvciw-Vcntilcn vctscycncr Aufsatz, in welchem das Dampfzufiihrungsroyr weit gcxmg rmporsieigt, um die rcincn Dämpfe, befreit von den häufig mechanisch mit fortgeriffcnkn Waffcrtheilcn, aufnehmen und nach den Cylindern fiihren zu können. Mit Aitsnahme dcs Rauchkaßens ist der ganze Kcffsl mit Jilzplatien belegt, die an dem horizontalen Theil und der Kuppel mit Holz, an dcm vorderen Theile aber mit Kupfer bekleidet sind. Gcwiß eine sehr lobciiswcrthe Anordnung, die zur Ersparung an Brennmaterial nicht wenig beitragen wird.
Außer dkn obkn erwähnten beiden Sicherheits-Veniilcn isl noch ein drittes Vcntil mit Jedcrwage zur Beobachtung der Dampfspan- nung im Kessel angebracht. Dasselbe hat nur einen geringen Durch- messer und scinc Brlastnng ist so normiit, daß es die Dämpfe früher, als die beiden andcjcn Ventile, deren Bklastnng mit der normal- mäßigen Dampfspannung Von fiinf Atmosphären über den äußeren Luftdruck im Gleichgewicht ficht, entweichen läßt. So lange diesem kleincrcn Vcntilc unanögcscyt Dämpfe entsir'o'men, ist die erforderliche Spannung im Kcsscl vorhanden, wogegen das Schließen des Ventils cin Zeichen ist, daß nachgcfeucrt werden mnß.
“Lie Dampf-Cyliudcr haben 13 Zoll lichten Durchmesser und einen Kolbenhub von “32 Zoll Länge. Jeder von ihnen ist mit zwei Hähnen versehen, die an ihren bkidM Enden nach unten gekehrt ein- geschraubt sind Und zum Ablassen des Wassers dienen, welches sich beim Sichen dcr Lokomotive durch die Condensation der Dämpfe gebildet hat. Die Hähne können vom Standorte des Maschinisten aus ver- mittelst cines Hebels und cincr anstangc geöffnet und geschlossen werdcn. Außerdem sind die Cylinder auf Expansion eingerichtet, welche auf die bekannte Weise durch zwei sich deckende Schieber be- wirkt wird. Nen und cigcnthiimlich ist dagegen die zugeh'o'tige Stenc- rnng, wclchc so eingerichtet ist, daß nicht blos ein Abschließen des Dampfes bei jeder beliebigen Kolbensicllung, sondern auf eine Um- kehrung der Bewegung, ohne die Communication des Dampfes mit den Cylindcrn zu unterbrechen, durch ein und denselben Hebel vom Standorte des Führers aus hkrvorgebracht werden kann. Auf diese sinnreichcAnorduung hat Herr Borsig im vorigen Jahre eiuPatent erhalten.
Sehr beachtungswertl) ist die Art und Weise, wie bei dieser Lokomotive das Wasser aus dem Tender nach den beiden Speisepum- prn geleitet und von diesen dem Kessel zugeführt wird. Die Röhr- Verbindung der Pumpen mit dem Wasserbehälter des Tendets ifi nämlich blos vermittcistKugel clenkc hergeßellt, wobei die Zuleitun s- r'o'hren iiberkrenz von der rc ten Seite des Lenders naeh der lin en Pumpe und von der linken Seite des Tendets nach der rechten Pumpe Lühren. . Durch diese zweckmäßige Anordnung, die uns bei anderen okomotivenxhis je? noch nicht vorgekommen isi, at dn- Aussies" jene nachtheilige S opfbiichfen-Berbmduug, welche ?eüher wegen des
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