erdalicn. . Die Unterricbksverwaktung hat eine Reihe? voiiMaßnaHmen getroffen und plant weiicrc I.)?afznabmsxi, die nach diescr Richtung wirken sollxn. “
ZUnäCbst möÖis ick) die von dem Herm Vorredner genanntsn Seminarkurse erwähnen, die ich“ in Posen, Bsrlin und Münsier unter Ihrer gütigen Mitwirkung durch Bcwiliigung der erforderlichen Mittel eingerichtet Habe. Ueber sie ist in dcr Untxrricktskommisfion auf das eingehendsiederbandelt morden, und die Kommission ist dann zu einem Beschluß gelangi, dcr das als den richtigen Weg bezeichnet, was wir seids: uns ddrgenommen haben. Diese Kurse solim die WM: in ihkcn Ksnntniffen wiffenschaftlich dcr- ÜTfkn- Die Lkbrcr, die den ilnterricht an diesen Kursen erteilen; sind tciisxgoraktiscbe Schulmänncr, tciis HUT)- schukpwséffvrem Mit diesem Lebrerkochium hoffen wir zu erreichen, daß dort cine wissenséhaftliche bochicbuimäßigc Behandlung der Dinge siatifindct, daß aber glkicbzeitig diese Kurse auf die Aufgabe gerichtet sind, die fie erfüllen sollsn, die Kmsisicn in ihrem Beruf als Volks- schullehrcr zu heben, zu fördern und fie namentli-X) aucb dazu zu be- fähigen, demnächst an unsern strerbiidungsanftaltcn Wertvoiie und tüchtige Lehrer zu werden. Diese Kurse sind ganz direkt auf die Be- diirfnjffe der Volksschule gericHtet, und daran, glaube ich, müssen wir bei alien diesen Maßnahmen festhalten. Der Volksschule wollen wir dienen! Wenn wir dabei auch der Lehrerschaft dienen, um so besser! Schließlich wird Lehrerschaft und Volksschule in ihren Interessen, Wenn sie beide richtig Verstandcn Werden, niemals außeinandergeben. (Sek)! richtig! rechts.) Was dem einen nüyt, mißt auch dem andern, und Was dem einen schadet, schadet auch dem andern.
Diese Kurse haben also vornehmlich den Zweck, uns gkeignete Seminarlebrer zu schaffen, und es isi ja, wenn wir den Seminar- unicrriÖt verbessern Wollen, auch die Vorausseyung, daß wir für ein geeignetes Lebrerkoüegium sorgen. Nun möchte ich aber doc!) hier ausdrücklich betonen, daß die Angriffe, die gegen die jsßigen Seminarlebrer in einem Teil der Presse gexichiek worden sind, nicht berechtigt sind. Man muß vielmehr in hohem Maße an- erkennen, was die Seminarleizrerschaft bei den sebr großsn Schwierig- keiten, mit denen sie in der Vergangenheit zu kämpfen hatte und auch jest noch zu kämpfen hat, zu leisten vermochte. Wenn Sie sich der- gegenwärtigen, daß die lesten Jahre unter dem Zeichen des strsrr mangels standen, daß die Schulverwaltung nicht eine sehr scharfe Auswahl" nach der Geeignetheit und der Würdigkeit treffen konnte- sondern daß fie bei der Annahme von Seminarisien nnd Präparanden Weitbérzig sein mußte, um den Bedarf zu decken, und wenn Sie daran denken, mit welchem schwierigen Material desizalb die Seminarlebrer vielfach zu arbeiten hatten, so werden Sie um so eher geneigt sein, das Verdienst'dicscr Lehrer anzuerkennen.
Das hindert aber nicht, daß wir hier nun doch Fortschritte zu machen versuchen. Es kommt darauf an, wie das Kollegium an den Seminaren zusammengeseyt sein muß. Ich glaube, es besteht kein Streit darüber, daß die Zusammensetzung des LeHret- kollegiums so sein muß, daß akademisch gebildete und seminaristisch gebildete Lehrer zusa'mmenarbeiten. Die einen, die akademisch gebildeten Lehrer, werden vomcb1nlrch-*ich sage: vorneHmiiÖ, nicht ausicbließlläh -- die Fieber zu„ lehren baden, die eine wiffenfcbaftlicbe Behandlung ver- kungen; die anderren, die seminariftiscb gebildeten Lehrer, werden Vor- nehmlich Methodik und diejenigen Fächer zu [ehren haben, die fich aus dem Volksschulbetriebe ergehkn, in dem sie gestanden haben, und in dem fie Praxis und Erfahrung Haben.
Wenn man nun so das Leßrerkoliegium gemischt zusammensetzen muß, so entstth, wie gesagt, die Notwendigkeit, Akademiker heran- zuziehen. Um das tun zu können, müssen die entsyrechenden Ein- :ichtungcn getroffen Warden. Bisher mußten die Akademiker, um fie für die Seminare zu gewinnen mid dort zu halten, in die Steücn der Seminaroberlehrer und der Scminardirektoren berufen werden. Wenn sie nicht wenigstens die Aussicht hatten, diese Stelien zu er- haltsn, blieben sie nicht in den Seminaren, sondern kehrten an die böbsrcn Schulen zuriick, wo fix günstigere GEHaltsb-Zdingungen fanden. Um nun solche Akademiker dauernd fcffeln zu können, andererseits aber auch nicht gezwungen zu sein, R in solchem Umfang wie bisher in die Scminawberlebrer- und Seminardirekwr- iiciien berufen zu müssen, babén wir es für angezeigt gehalten, eine hesonderé Stelle an [“en-Seminaren, die sogenannte Prorektor- stclke einzurichten, in die Akadcmiker berufen Warden können, und in der sie dieselben (Gehaltsbczüge habs", die ihnen an böhkren Schulen zostcben. Das winde also zur Folge haben, daß in dkr Zukunft 'Seminnrikcr in böhekem Maße in Sominaroberlebrer- und Seminar- direktorstellen bcrufen w-xidcn können, weil für die "Akademiker cben diesc Prorektorstelle yvihandcn ist.
Eine solche Maßnahme ist namentlich unter den jeßigen Ver- bältnissen noiwendig, wo uns noch nicht gsnügend durch die Kurse gegangene Seminarlebrcr zar Verfügung stehen. Ich wil] nicht in Abrede steilen, daß LS in Zukunft vielieickot möglich sein wird, Hier andYrs zu verfahren, wie das ja auch von Herrn Freibarxn von Zedliy angedeutet worden ist. Zurzeit wird es (1er nicht andsrs geben, und ich würds es auf das lcbhaftesie bedauern, Wenn Sie fich etwa aus den Erwägungen heraus, die hier angesteüt worden sind- entschlicßen sollten, die Pwrekiotsteiie nicht zu bewiüigen. Das würde uns geradezu einen Eckstein der ganzen Seminarreform, dié'ivir vornehmen wollen, wegnehmen. Wir würden in die aUer: größten Schwierigkeiten geraten, und es würde in Frage stehen, ob wir diE-von“ Ihnen, wie ich bis jest gehört Habe, eigentlich durchweg gebilligten Aenderungxn vornehmen könncn. Ich möchte deshalb doch dringend bitten, meine Hcyren, daß Sie fick) nicht einm dazu ent; schließen, diese Steiie abzulehnen; und ich meine, auch diejenigen Herren, die geWiffe Bedenken Haben, könnten sie wohl um so eher be'wiiiigen nach dem, was ich soeben außgesiihrt babe.
" Nun kan" man ja auch diese Einrickytung des Proreklors nicht für fick) allein beirachten, man muß vielmehr tun im Zusammenhang mit d'en übiigen Einrichtungen, die wir treffen wollen; sie find von dem Helm “Abg. FreiHerrn von Zedliizx erwähnt worden. Es Handelt sich vor aklem darum, die Präparandcnansinlten mehr als bixber für die Anxbildung dsr zukünftigen Lehrer zu derwerlen. Wir wollen an fie überaii zwei Königliche Lehrer berufen, sodaß wir die Sicherheit haben, dort tücbxiqe, ältere und länger verbleibende Lehrer zu haben. Daran bat ys lwiéHer gefehlt. Es fand ein außeroldentlicber Wechsel statt Die Lébrér sahen an dieskn Anstalten keine Zukunft, verließen fi? bald wieder, um n'y anders bin zu geökn. Das, Hoffe ici), wird aufhören, wir wcrdln da cin dauerndcs tüchtises Lehrcrmaicrial haben, das
dann kuck) seißr wdhi Von dort, Wenn es fick) bewäßri Hai, an die "
Seminare üßergcben kann,
Sodann, meinr Hkrren, bcsiedi dir Absicht, diéjenigén Präpa- randenanstalien, die sie!: an de:" Six:, der Seminare befinden, durchweg in eine nähere Verbindung mii den Seminaren dadurch zu bringen, daß überall der Seminardirckwr auch der Leiier dcr Präparanden- anstalt wird. Wir brauchen abcr eine größxre Zahl yon Präpa- randcnanstalten als Seminare. Daß Vkrbältnis ist 3 : 4. Es ist alio notwendig, daß in noch anderen Orten als den Seminarorfen Präpa- Wndenanstalfcn beiÖLHalten weidkn, und die Leiter dieser Präparandkn- anstalten sollen dc'n Rang und die Bssoldung dcr Seminarobsrlebrer bekommen. Dadurch eröffnet sich für die Seminarikcr einc große Zahl von Avancemenfssieilen: es smd daß über 50 Stellen, die in Betracht kominen und die doch ganz Wssentlicb ins Gewicht fallen, ivenn Sie, meine Herren, mik Recht den Wunsch haben, für die seminarisiisch gebiidetcn Lehrer die Möglichkeit des Fortkommens, des Adancements zu schaffen. Das ist durchaits auch mein Wunsch, ein Wunsch, den ich Übrigmis nicht nur platonisci) hab?, sondern dém ich auch die Tat habe folgen [offen. Es ist Eine ganze Reihe von Seminarikern von mir schon in Höhere Stellen berufen worden, in die Stellen'der Kreisschalinspektoren, der Seminaroöerlehrer, der Seminar- direkwren, und ich glaube, man wird mir nicht den Vorwurf machen können, daß ich tüchtige“, dazu gseignete Sexuinariker Von einem solchen Awancement irgendwie zurückhalte; ich bin im Gegenteil durchaus geneigt, den tüchtigen Seminariksrn diesc Katriere. zu eröffnen, und halte es für sehr wohl möglich, daf; diese Stellen durch tüchtige Seminariker im vollen Umfange zur Zufriedenheit der Schulver- Waltung und im Jnieresse der Sache verwaltet werden. (Brady!)
Mik diesen Abfichten, die darauf gerichtet find, die Lehrerschaft noch tüchtiger für ihre Aufgabe zu machan, hängt die Absicht zu- sammen, den Lehrplan an den Seminaren einer gewissen Ne- form zu unterzieHen. Meine Herren, die Lehrpläne dom Jahre 190] haben sich bewährt, und an ibrcn Zielen wird festzuhalten sein; aber innerhaib dieser Lehrpläne [affen fich doch vielleicht noch einige Ver- befferungen vornebmcn durch eine gewiffe Verschiebung der Lehrsioffe in den einzelnen Ksaffen, durch eine gewisse Konzentration des LKH:- sioffes usw., sodaß das Ziel doch noch beffer erreicht Werden kann, das uns vorscbwcdt und das darin besteht, zwar keinsswegs die wissen- schaftliche Ausbildung an unseren Seminaren zu beschneiden, aber doch dem Können mehr Raum zu schaffen als dem Lsrnen. (Bravo 1) Wir brauchen tüchtige, praktisck) dsmnächsi fick) am!) be- währende Lehrer. Man muß daran festhalten, das; das Seminar eine Fachschule ist, daß fie bkstimmt ist, unsere Volksschullehrer aus- zubilden, und deshalb mus; der Unterrich an diesen Schulen so ein- gerichtet sein, das; er die jungen Lente mit denjenigen Kenntnissen und denjenigen Fähigkeiten ausstattet, die sie demnächst- in ihrem Bkrufe brauchen. (Sebi: richtig!)
Diesem Gedanken wird auch die Reform der Lebrervrüfung gerecht. Daß die über die zweite Lebrerprüfung nicht befrirdigt haben, ist in diesem hoben Hause schon wiederholt zum Ausdruck ' gebracht und auéh ' von der Regierung anerkannt worden. Schon seit
3 w e i t e n bisherigen Bestimmungen
“längerer Zeit gingen die Unterrichtsverwaltungen mit dem Ge-
danken um, eine Reform dieser Bestimmungen vorzunehmen. Sie ist jkizt erfolgt und, wie ich zugeben muß, in einer ziemlich radikalkn Form. Aber ich glaube doch, daß mit dieser kaorm, deren Einzelheiten von den Herren Vorrcdnern richtig gekennzeichnet worden sind, ein großkr Foriscbritt gemacht werden wird. Irgend- welche Schwicrigkeiten haben sich überdies, wie ich Herrn Freiherrn von Zedliß gegenübcr bemarkcn möchte, aus ihr noch nicht ergeben können, denn sie ist erst seit 8 Tagen, seit dem ]. Aprik jn Kraft'getrejen. Eine Prüfung ist bisher nach diesen Bestimmungen noch nicht vorgenommen worden; das wird erst in diesem Sommer geschehen. Meine Reform legt die Prüfung aus dem Seminar in die Volksschule, anf das Arbeits'eld des Lehrers selbst. Dort soll er zeigen, was er zu [eiiien vermag; dort soli er zeigen, ob er die Theorien und 'die Unterweisungen, die er auf dsm Seminar erbaitcn bat, zwxck- mäßig in die Praxis umzuseYen vermag ( Abgsordneter Siebkrt: Sehr gut!) Sein ganzes Wesen, sein ganzés Venebinem seine Tätigkeit, sein ganzss Leben in der Schule tritt dort in die Erscheinung und muß bei der Prüfung mit berücksichtigt werden. (Skbk gut!) Es hat den weiteren großen Vorteil, daß der Lehrkr, wenn er in sein Amt eintritt, Von Anfang an stine voile: Tätigkeit der Schule, der Klassözuicil WLW?" [äßk- (Sehr richtig!) Früher wurde er durch das zu bestebsnde zweite Examen der Schulc direkt entzogen, mußie sich in sein Studisrzimmer WSU, dort Bäcßer studieren und sich ein ge- dächtnjsmäsziges Wiffen aneignen, um demnächst vor dem Seminar das Examen abzulegen. Jkßt muß er tüchtig in der Schule arbeiten; dann wird er im Examen bestehen. (Sehr richtig!) Ick hoffe also, daß diese Reform Von dem bssten Einfluß fiir unsere Lehrerschaft Und ubseke Volksschule sein wird. (Lebhafte Zusiimmung.)
Es läßt silk) ja nicht [Liignkw da[; mit der Ausführnng gewiss SÖwicrigkeitcn verbilndén smd, imd mancher ältsrc bradc Schulmann scheut vielleicht ein wanig vor dem Gedanken zurück, nun im Lande herixmreisen und Examina abhalten zu müssen. Das kann mich aber nicht abhalten, diefe Reform vorzunehmen, wenn ichfie im übrigen für richtig halte. Ich glaube, die Herren Werden sich daran gewölynen, und fie Werden schließlich selber die größte Freude gerade an dieser Arbeii finden. (Sehr richtig !) Sie treten dadurch in ganz andere Be- ziehungen zn der Lehrerschaft, als es bisher der Fall war. (SLH! richtig !) Sie müssen fich, um das Examen abhalten zu könnsn, auch ndck) weiter mit der THeorie beschäftigen, als es sonst für sie noi- wendig ist. Ich glaube, das ist auch gerade für den Schulausfichts= beamtkn Von großem Werte. Er wird dann um so böser in der Laße sein, die Tätigkcit der Lehrer in ihren Säxuien sachgemäß zu beurteiien. (Seim: richtig !)
Die Prüfunaskommission ist aus dem Regierungs- und Schulrat ais Voxfißendsm, aus dem Kreisscbulinspekwr als dem zweiten Mitglied und aus einem driiten Scixnimann znsammcngeseßt, WLW hervorgehoben worden ist, daß nament[ich für die nebenamt- lichen KkLkSsäpulinsvektorcn diese Aufgabe dock) cine sÖWLre Bürde deLUZL- so möchte ich dkmgcgenüber betonen, daß man die Ansgaben fur die nebenamxlichen Kreisscbulinsvéktorcn, die ihnen bieiaus ent- sieben,'doch sehr übsrscbäßt. Jm Durchschnitt kann man annehmsn daß “"i etwa 45 „Lebrersieiicn 2 bis Z Lebrerprüfungen kommen, Das ist aber “"ck etwa der Durchschnitt der Lkbrersjelien, die untei einem ,KkLLSiÖUUnspekktor im Nebenamt sieben, sodaß in der Tat die BkläsÜÜUW- MK" 1ch Mich qinmal so ansdrückmi daif, der Kreis-
HénHinxx-skforen im Nebenamt durch diese neue Aufgabe niÖk skb" at it.
Ws Dritter, Hatte ich erwähnt, kommt ein praktisäßér Schub mann in die Kommission. Das kann Ein Seminardirekwr sein. ein Ssminarieiirer, ein Rektor odcr (mä) ein bewährter Volksschuilehrer- Ick bäde geglaubt, gerade durch die Hinzuziehung eincs solchen Mannes i" die PrüfUUgsfommisfion der Prüfung selbst einen Dienst zu [eistemund andererseits Mä) Angenommen, daß es in den Kreisen der Volks-
schulleörersch
NLWKN erfahrene Männer zu dissem Amte! berufen werden würden-
Wenn fie alle diesa Maßnahmen zusammenncbmen, meine HML". werden Sie mir zugeben, das; die UnterriÖtMrwaTtung mit Ziel- wai-ißisein vorgsßt, sich ein festes Ziel geskßt [)at, nnd diejcenkßen MWMÜTUSU ergrkifi und anen zur Billigung vorschlägt, die 9?“ ÜAUÜ smd, dieses Ziel zu "erreichen. Es liegt darin: tüchtig? Volks-
schullehrer auszubilden, ihnen die Möglichkeit zu schaffen, W M““ zu bilden und fi
SÜÜM des Volksschuldienstes eimücken können. nahmen müssen aber _ ick) wiederhole das - auf das Interesse der VölkssÖUTL JLÜÖM sein; Standesintcressen der Lehrer können wir bei all diesen Dingen nur insofern berückfichtigen, als fie gleich- zeitig die Interessen der Volksschule fördern. (Seb: richtig! k€chks-) Wo da;; nicht ist, meine Herren, müssen die Standes- intercffen der Volksschullehrer zurüä'treten.
Das erkennen (mä), wie ich weiß, die besonnenen Kreise unserer Volks- schullehrer in vollem Umfang an. .
Ick) komme nun auf einige Einzelheiten, die der Herr erkbkkk von Zedliß angeführt [) Worten gegen die Regierung geivandt, weil fie in der Frage der Reise- und Umzugskosten der Lehrer noch nichts geéan habe. Ick darf Herrn Freiherrn von Zedlixz wol)! daran erinnern, daß diese Frage in einer Kommission des Hauses eingehend zwar erörtert worden ist, daß die Kommission aber bis heute einen Beriäyt darüber noch nicht erstattet hat, das; auch im Plenum diesc Fiage noch nicht zur Erörterung gekommen ist. Die Regierung wollte abwarten, bis die Angelegenheit in diesem hohen Hause zum Abschluß? gekommen
Mie diese Maß-
ist, und wird dann ihre Entschliißungen jreffcn. Ich glaube, daraus '“
nicht gemacht Werden und jedenfalls aus ihrkm Verhalten nicht entnommen werden können, daß sie dieser.?
wird der Regierung ein Vorwurf
Ist nicht ungern gesehen würde, wknn auch aus ihren .
ck auch so weiter zu bilden, das; sie indie höheren '“
(Sehr richtig! rechts.)
at. Er bat M') mit einigermaßen bitteren *
Frage nicht diejenige Aufmerksamkeit zuwende, die ihr zukommt. Da“
die Regelung dieser Frage ja auch in der Richtung liegt, für unsere: und zwar bei den Umzugs- und Reisekosten," so möchte ich bei dieser Gelegenheit doch einmal* Jahren 1906 bis 1911 die Bezüge dex 7,-
Lebrer höhere Bezüge, zu erreich6n, Hervorheben, daß in den
Ledrer fich um etwa ein Drittel gesteigert habxn, und zwar um rund 100 Millionen Mark. (Hört, hört! rechts.) Es wird also anerkannt werden müssen, daß dic Parlamente und die Staatßregierutig unseren'Volksschuilebrern Weitgehendes Entgegenkommen gezeigt haben- gewiß nicbt obne Grund und mit von Recht. Abxr ich glaube, es ist doch gut, wenn es von Zeit zu Z _aUSgesprochen wird, daß in der Tat doch“ in den letzten Jahren für unsere Volksschullehrer viel geschehen ist. ((Sehr-richtig! rechts.) Ick) wia nicht- bestreiten, daß hier und da noch Korrekturen vorgenommen werden können; aber “das kann doch den Eindruck nicht verwischen,
Parlament in den letzten Jabrkn wohl für
sorgt haben. (Lebhafter Beifall reihts.)
Abg. C; rn st (fortschr. Volksw.): Es isi in erster Linie Aufgabe des Staates, dis Schulen io €111z11richt€n, daß den Schülern geistige Werte iiberniiitc'lx wexder), damit" sie tiichtige Bürger werden können. Dadurch kann das Echtliemchä Ideal mit gcfördc-ri Werden: Ans Vaiérland,__nns teure, _ichlisß dich an! Das Anschwellen dcs VOW- ]chuthai's ist an sicbßgxsrcnkick), absr er ist immer nochk11appbemcffem die Erganzuugsznschmw des Staates xniisskzi erhöht werden. Solange
wir noch überfulite Klasen und Halbtagsschulen haben, Hat der Staat keine Veranlassung, auf diesen C“, '
die Volksschullehrer ge-
_ , ' _tqt [ioiz zu skin *Die Lebrerbesoldung ist noch immer nicht ganz, beskikdigknd; noch nicht 5% der Lehrer smd m der Lage, Kapitalicn anzusammcln. Nur
da mag wohl einmal
Heirat acwesen spin. Abex sonst sind mat€rialis15sch6 Ten- denzen bet dyn Lehrern nicht zu sind?]t- Die OrFSzuiagen
sind nicht 1ichtig “geregelt; ick) bin beim Lckyrerbcsoldun s ese Gegner dcr OrtSzulagkn geivssen und bin cs heute nochg “Ds?
einzige Weg zu einer ti ii 6 „ ' ' ' in aUen Orten nach ch ;] n Gehaltsregeiupg ist das Einheitsgebalt
„_ Analogie dcr Geixaltsre einn ür die Staats- bsmxitcn. ' Es Ut neleicix bemängelt worden, Faß dEr pfkeußische LSÜkLk' xerem kerne Klarheit in dcr. Rcligionsfrage gcscbaffcn hab?. Ich OZUJLÖM Abg- ;chkenroth, wie dcr Verein das machen soll- Der « Ekkln _ng erklart, daß er den Rsi'gionsunterriclyt in dr VoikSschlk anf ko,",semom'iler Grundlage crbaiten wisscn will, aber er besießk FZH_epangxltfciYk-n,_kati)olzichkii mid jüdischen L brern und kann sich in ckeiigiondiireitxgketten nicht kiniasién. Die *Sckoulanisicbt mvs; Sin“ wcht§änm1cheiend Es txt rzicht richtig, daß nile katholischen Lehrer ZZZMLM Sikxkxxxllllxnkk dcckx ?ctstiiciwn Schulaufsicht wie der Abg- H-ß DJI Bestreben W Mau ) 11 dißjer Hinsickzi dle Staatsbobeit wahren-
!r dkrlangcn daß im IWWsse der Schule die x . ' i , ame Lebrerbtlduys “Uf eme “"d“? Basts gestkllt wird. Der Dethchc Lehrervetem
ordkrt nach wie [, rd' . „ „ - - _ ZDFLRPWWÜNÜEULT mlt: Zulassung der Lebrcr zum Umdrsitmssiudtum ? th werden. Der deucr bringt dann den ' ZNJULÜL'U, IU? SPWÜE, der infolge schiecbtsr Febandiung ieitkvs des 11 F'I'FHZYZYLHZOYSH SeliYimorZ Vekrübt babe, und bitiet den M*"istex „ „, _ ru ('r. : ' " ' e ne sCkbitÉnleen Unterrichtsmixiiiicxiiiixiizßeiiiktt er fur dle Schaffung 'in Reakerunaskommissar: Der Adg.Ernst Dat ausgefübkt- Zaki? exn Lehrer in Bromberg, der Von dem KreiSschulinsyekwr schlkcht ? “" Lit Wyrden sem _soii, Selbstmord verübt babL. Ich stelle fest- bab zicht Zk'txtungen, die den Fal] in einem Zcitungiiartikpl geschildert Aa ki."- zur Rechenschaft aczoqkn worden sind. Der StaatSanwaik hat n [MI erbcdbenz aber die Gerichtswekbandlung hat noch nicht statt- chUUdM- «Insolgedeffen [mt der Minister davon Abstand genommen- ]Liok ich911 zu der Angelegenheit Stkliung zu nehmen. “_ ' „ Abg. don Tramp czyn ski (Pols): Die Regierung scheqt 11ch ZUM, 12V??? Jahr ein AuEnabmegesct; gegen die Polen zu schMteden- kr wurden ja gern die Schulsasten tragen, wenn wir wüßten, wozu fi? Verwandt werden. Man hat cht eine . U11t€irtcht m de_r deutichenSprache eingefiihrt, den sogenannten A"“ ichauuna§nnterrichd Der Ministér, der diese Mstbode in Vcri'Öikßknen-
. rovinzsgiwlen selbst geprüft hat, hat seine Befriedigung über die Er“ ' “ “
olgc dlLWr Methode ansgeiprockzen. 5ßer dixmgegcnüber mus;
fgrauf aiiijiterkfatn machen, daß dür Ministcr dabei hinters Licht gs“
bet Woxdxn ist. Den Kindern Wurde gkt_nchtert, was fie antworten solisn. Wir Zqßdder YZterrCiKi tunsch: Kinder in uns tr . , _? ? „auen. e eine zweispra ie 5 cvölkerun baden zwarjvrachige Schußw, Das ist YgdkrBSckyiveiwgin, . [qu usw; der Fali- Ja PM! die Türkei bat nicbt gewagk- "! den * mihi movammedamschen Schulen die Muttersprache zu unterdekkW“
(Schaf; in dcr aniixn Bciiage.) „_ »“
schon 14 Tage vorher LW Müssen Unbedingt fordexn»
* eifel erer Mutter. prache HaHEW
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Fnistkrs, die “Scmmare zu refoxmicrén, ist erst» ulich- *
UUM auch mit syminarisjifck) gebilrsten Lebtexns' ' 7 all eines Ledrers m,
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