Verzeichnis; der auf Grund des Geseßes vom„21. Oktober 1878 bis zum 1. Jayuar 1879 ergangenen, durch die Entschei- dung der Reichs-Kommission endgülttg gewordenen Verbote von ntcht periodischen Druckschriften.
Lau- Ort
fende Titel der Druckschriften. "de eri-t
Nr. scheinens.
, 'Di ublika- ?Die Bestäti n des Bezeichung der thörke- DJM tione es Ven] Verbots istgu olzzt durch welche das Verbot Ver- bots ist erfolgt durch die Euts-ber-
«...»... ..., 11.1311; 11210711111-
Berlin
1 1 FHerr Teffendorf und die deutsche Sozialdemokratie.x 187“ 0.
? Sozialisten-Prozeß, verhandelt qm 16. und 18. 1 März 1875 vor dem Stadtgkrtcbt zu Berlrn. ' Stenographische Aufnahme. Verlag von Nackow Z und Druck von Ibrinq Nachfolger m Berltn. ;Gedicbt .Arbeiter-Marseillatse', von J. Andorf. do. z Druck und Verlag: Affoctationsbuchdruckerei 1 Berlin. „'Die parlamentarische Thätigkeit des Deutschen ; Reichstages und der Landtage von 1874 bis 1876 Z von August Bebel. Druck und Verlag: Associa- ' tionsbuchdruckerei Berlin 1878. 2. Auflage. Gesetz zum Schuß der persönlichen reiheit; Gases über den Belagerungßzustand ]8 8. VolkSaus- gabe mit gemeinverständlichen Erläuterungen. Druck und Verlag: Affociationsbuckpdruckerei Berlin. . Die Religion der Sozialdemokratie. von Joseph Dießgen. 4. Auflage. Genossenschaftsbuchdruckerei 1877. Die sozialen Bewegun en im alten Rom und der Cäsariömus von Jo ann Most. Druck und Ver- 1 lag: Affociationsbuchdruckerei Berlin. ,Crlebteß', Skizzen und Novxllen von Wilhelm Hafenclever. Verlag von erbelm Röhl.
Kanzelreden Leipzig.
Verlag der
Berlin 1878.
Leipzig.
Auf Grund des §. 12 des Reichs eseßes gegen die ge- meingefährlichen Bestrebungen der SoFia demokratie vom 21. Oktober 1878 wird hierdurch zur öffent ichen Kenntnis; gebracht, daß die im Druck und Verlage der „Axbßiter-Wochen-Chronik“ zu Budapest erschienene nicht per10d1sche Druckschrift: ,All emeiner Arbeiter-Kalender 1879“ nach „L;. 11 Les ge achten Geseßes durch die unterzeichnete Landeßpolizei- behörde verboten ist.
Berlin, den 7. Januar 1879. „ '
Königliches PoYei-Präßdmm.
von Sch'lie'ckmann.
Auf Grund des §. 12 de?» Reichs eseßes gegen die gemein- ßefährlichen Bestrebungen der Sozial emokratie vom 21, Okto- er 1878 wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, da? die “Ln der sozialistischen Buchhandlung von Henm Ki temaeckers zu Brüssel 1878 erschienene nicht periodische Druekschrift: „].-S ZuffraZ6 11111761'561 [13198111 81131188,
] 23..- 10. 250. 1878.
Königliches Polizei-Präfidium Berlin.
; 25. November 1878.
[ do. do. . do.
do. do. . * do.
do. . . , 2. Dezember 1878.
Königliche Kreis-Haupt- mannschaft Leipzig.
„ stxigliches 23110. 250. ' do. Poltzei-Prafidium Berlin. 1878.
Königliche Kreis-Haupt- 7./11. 259. do. mannschaft Leipzig. ' 1878.
25./ 10.
9. Dezember 1878. 1878. *
111161611 1668016111 (165 ])1'0118 (16 l'k101111116 61: (111 Kaäical (16 133er, 31780 11116 [1161306 1101111611 1313111161“ nach §. 11 des gedachten Geseßes durch die unterzeichnete LandeSpolizei: behörde verboten ist. Berlin, den 7. Januar 1879. Königliches PoéFei-Präsidium.
von Sckjlie'Émann.
Die Königliche Kreishauptmannschaft hat auf Grund der §§. 11 und 12 des ReichSJeseßes vom 21. Oktober 1878 den m der Geno 6nschaft§buchdr11ckerei-zu Chemnitz (H. Nübner und Comp. ers 1enen6n Wahlaufruf „des Arbeiter: C'entraleahlcmeés für den 15. Wahlkreis“ an 1110 „Arbe1ter, Klembürger und Landleute des 15. sächsischen Retchstagswahlkreises“ verboten.
Zw1ckau, den 3. Januar 1879.
Königlich sächfische Kreishauptmannschaft, * 01". Ö Ü [) e [.
Yiehtamtlichez.
Deu'tsches Reich.
Preußen. Berlin, 9. Januar. Se. Majestät der Kais er und König hörten heute Vormittag, neben den täglichen Vorträgen, den Vortrag des Chefs des Civilkabinets, Wirklichen Geheimen Raths von Wilmowski, empfingen den - Obersten von der Golß, Commandeur der 6. Kavallerie: Brigade, zur Meldung und nahmen aus den Händen des Zauptmanns von Schmeling vom 2. Hanseatischen Infanterie-
egiment Nr. 76 die Orden des verstorbenen General-Lieute- nants J. D. von Schmeling entgegen.
_ Ihre Majestät die Kaiserin:Königin war heute in einer Vorstandsfißung des Frauen:Lazareth-Vereins anwesend.
_ Se. Kaiserliche und Königlick)? Hoh€11 der Kronprinz ertheilte gestern Vormittag um 113/4 Uhr dem General-Lieutenant 3. D. von Neumann Audienz und empfing NachYitTags um 4 Uhr den Staatssekretär, Staatß=Minister von 11 ow.
_ Der Vundesrath trat heute zu einer Sißung zu- sammen.
__ Zn (Hexnäßheit der zwischen Oesterreich-Ungarn und Ztabxn 1m vor1gen Monax abgeschlossenen handelSpolitischen erx1n1“aru11gen find' für 016 Provenienzen Italiens und der übm en me1stbegüns11gxen Staaten, also auch Deutschlands, nach ??ende Ern1äß1gungen des allgemeinen öster- re1ch1 chen Zolltar1fs vom 1. Januar 1879 ab in Wirk- samke1t getreten:
AU- gemeiner öster- reichis.1;er
Zcxlsaß 111 Gold. . Kr.
Tarif-
Post- Gegenstand.
ingen, getrocknete . . C1tronen, Limonieu, Po- meranzen . . . Datteln, Pistazien . Mandeln, trockene . Mandeln, unreife . Reis, enthülst . . . . Fische, frische, luß- und Bvachkrebse, chnecken,
„rt che . . . . . .
F1sche, nicht besonders be- ngnnte, gesalzen, ge-
raucbert, getrocknet . .
Maultbiere, Maulesel und Esel . . . . . . .
Fletschwürste (aucb Blub, _Leber- und Speckwürste)
Kast . . . . . Baxter, frische, gesalzene, emge cbmolzene . . .
livenl in
Schläuchen und lasen
Teiguwrk (d. i. Nudeln und gleichartige nicbt
MbZFUe Erzeugnis e von
e . . .
Süßholzsa'ft ( (
äffern,
AlL- gemeiner “1373 re 1 er Zolltarif. __ Fl. Kr. 28. o. Linxonien-(Citronen-)Saft 80 37. g. 1. Setle,Taue,Stricke,aucb
An- gebleicht, ge beert, jedoch merkung. ungefärbt. . . . . 39. a. 2. Glatte, Ganz-Seiden- 42 8- 1.
Tarif-
POst. - Gegenstands," '1 „
Waarcn. . . . . . Hüte, nicht besonders be- nannte, ungarnirt . . 2. Hüte, garnirt,_aus Skroh, RZHr, Bam Binsen, Fqchbein, Palmblättern oder Holzspan . . . 20 Regen- und (“'-Tonnen- schirme aus Seide . . 48 Regen- und Sonnen-
schirme aus anderen ? ! Stoffen. . . . . . . _ [24 _ 150
WachSzündkerzÖen un“ Z Z Stcarinzündkerzchen . 100 kg 3 L_ 10 “ _ gestrigen
_ _Jm weiteren Verlaufe der (24._)S1Hun»1seßte das Haus der Abgeordneten die ztpe1t_e Berathung des Gesefentwurfs, betreffend die Reorga- msatwn der dret vormqls ächsisckwn Stifter Merseburg, Naumburg und Ze1ß fort. Zu §. 1 sprach der Abg. von Meyer (Arnswalde) 'für Herstellung der Negierungßvorlage. Pte von der Komm1ssion beantragte Fassung des §. 1 reife m das Recht der Krone ein, eine gemi eSumme als Präßende (111 verdtente Männer zu verleihen; denn wenn auch die Krone se1t langenZJahren von diesem Rechte keinen Gebrauch gemacht ?qbe, so set doch das Recht derselben durch die Nichtanßübung emeswegs a'ufgehoben. Aus diesem Grunde müsse die konser- vatwe Fraktwn steh für die Rex ierung§vorlage erklären.
Der Abg. 1)r. Eber gab, im Gegensaße zum Vorredner, der Fassung“ der Kpmmi sion den Vorzu . Nur eine Radikal- k11r könne. h1er Hülse schaffen. Die Bes lüffe der Kommission g1pfelten m dem Sgße des §. 1; 1116 Domkapitel würden auf- gehoben€ obwyhl s1'e eigentlich mcht mehr vorhanden seien. Denn, e_1n Kapttel_set ein Kollegium und tres facinnt 00116Jium. Es ex1st11ten'aber 1th in Naumburg nur 1 Vräbendat, in Me ?; byrg 2 K'apttulqre, in Zeiß 1. Dies erkenne auch die e- 61erung 1m Prmzipe an, indem fte das Kapitel Zeitz als
olches aufgäbe „ und mit Naumburg verbinde. Dat“- aus wüxden tmmer nur 2 Kap1telstellen erwachsen, ebenso mele gäbe es in Merseburg. Die Normal- zahl ,wü'rde dadurch in keinem der beiden Kapitel erreicht. Damtt dtes geschehe und der Fortbestand der Domkapitel gx fichert werde, verlange die egierung die Zustimmung des Landtages zu dem §. 5 der Vorlage wonach, unbeschadet der dxn vorhandenen Domkqpitularen zuske enden Rechte, 1m Dom- st1f1 Merseburg und 1m Domstist aumburg:Zeiß je drei Snftftellen, derenIn aber vom Könige ernannt würden, be- stehey sollten. Dte egierung gebe damit zu, daß ohne diese ust1mmungen keine neuen Ernennungen erfolgen kömnten, _ r Ernennun aus eigener Machtvollkommenheit be d1e Staathewat auch schon in den Zeiten vor der er- fassung entsagt, so in den Kabinetsordres vom 24. März 1817 31. anuar 1822 und 28. ebruar 1845, wonach bis zur Neorgamsation der Stifter, wel e jeßt unstreitig doch nur
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mit Zustimmung der LandeSvertretung erfolgen könne, keine neuen Anwärter angenommen werden sollten. _ Dieses Haus
. ren Hauses hervorgegangen wären.
habe sich Zuerst in dem Beschluss vom 6. Dezember 1866, so- dann Ja 1 für Jahr, dahin auSgesprochen, daß keine neuen Anwarts ften ertheilt werden dü “xen, die „Einkünfte der Stifter vielmehr ausschließlich zu kir lichen und Schulzwecken zu verwenden seien. Die StaatSregierung befinde fich dem- nach mit den von der Staathewalt außgegangenen Erklä- rungen im Widerspruche, wenn fie die Ernennung neuer Domkapitularstellen verlange und fie würde bei einseitiger Er- nennung mala 11116 handeln, das Haus aber mit seiner Ver- gangenheit brechen, wollte es ihr solche Befugniß ertheilen. Darum fordere Redner das Haus auf, dem §. 1 der Kom- misfionsbefchlüffe, der die Ernennung neuer Domkapitelftellen auss ließe, zuzustimmen.
er Abg. von Liebermann erkannte dankend an, daß die Regiexung nunmehr eine Reorganisation der Domstifter in Angmff genommen habe, welche bedeutende Mittel für kirch- l1che und Schul wecke flüssig machen würde. Deshalb sei es gerathen, dex egierung entgegenzukommen und dem Ent- wurfs zuzuft1mmen. Redner stehe im strikten Ge ensaße zu der Ayffaffung des Abg. 131“. Eberty, wonach die egierung sogar 111 malam 6116111 kommen würde, wenn sie im Falle des N1chtzustandekommens des Geseßes fortfahren wollte, die Dom- Zlerrn zu ernennen. Unzweifelhaft handle es fich um die
UZÜbUUg der Vrärogative der Krone.
. Der Ah . Schumann erkannte in der Vorlage den guten thlen der emerung an; er freue sich, daß der Minister eme. lange Versäumniß aut mache. Aber der Entwurf der Regwrung gehe mcht wexit genug, denn es handle sich hier nxcht, um d1s Konsermrung einer altehrwürdigen In: ftttutton, ,sondern um AbstelXung eines kirchlichen Unfuges. Redner bttte u'm Annahme des Kommissionsantrages, der ]a auch gar, mcht aljzy radikal sei und das Fortbestehen der Sttfter m der We1se zulasfe, daß für alle eme gemein- same Snftsverwaltung geschaffen würde. Die Differenz zwischen den Beschlüssen der Komm1ss1on und der RegierungSvorlage
sei gar nicht so groß; die Kommission wolLe eben nur die,
Domka'pitel, nicht _aber die Domstifter selbst aufheben.
H1erauf erw1derte der Minister des Innern, Graf zu Eulenburg; er köxme dem Vorredner darin vollständig bei- trete_n, daß, prakt1sch betrachtet, die D1fferenzen zwischen der Reg1erungsvorlage'un0 0911 Kommissionsbesehlüffen nicht von sxzhr großer'Erhebkchkett seren. Nichtsdestoweniger aber seien s1e dock) mchß ohne Bedeutung; Regierung und Landes- vertr..“tung se1en zunächst darüber einig, daß die qu. Fonds zu Drehen: und Schulzwccken zu verwenden seien; demnächst h_abe s1ch auch,d1e Regierung der Ansicht angeschlossen, daß dte Angelxgenhxtt unter Mitwirkung der LandeeZvertretung zu regeln set. D1e_R6giexung habe dies aber in der Hoffnung gethan, daß dabe1 d1e bt_lligen Ansprüche derselben auch Seitens des, Landtages Berückftchtigung finden würden. In .dieser Bezwhung bedauere er, daß bei dem leßten Vorredner noch etwas 'von der _früheren Animosität nachgeklungen habe. Dazu l1ege doch SLU Grund nicht vor, denn es herrsche auch darüber„Ueberemsnmmung, daß eine eigene juristische Per: sön11chk91t und eßgqne Verwaltung zu schaffen sei; während mdeß d1e Komm1ss10n yuv eine Verwaltung wolle, empfehle fick) 011€- Zweckmaßtgkelthründen, deren zwei einzurichten. Das se1 an fich, wenn man die __Frage der Verwaltung in den Vordergrynq steüe, ein prinzipiküer Unterschied nicht; aber sehr gew1cht1ge Gründe'sprächen dennoch für den Beschluß dezr ch1erung'. Erstens „set die Verwaltung in der That mit nzcht Unerhebltchxn Vernnckelungen verbunden, zweitens habe h1s1011sch zwar em Zusgmmenhang zwischen Naumburg und ZRH bestatxden, gber kemer zwischen diesen beiden und Merse- burg; endltch 01011116 bitte er das Haus, sich zu vergegen- wäxt1gen, daß h1stor1sch entwickelte politische Rechte an diese Snster geknüpft se1en, die auch ferner aufrecht er- halten werden müßten. Es scheine ihm , daß ixgend eine Veranlassung nicht vorliege, um bei emem solchen gelegxéntüchen Anlaß durch Aufhebung dieser Rechte m der pol1tlschen Organisation des anderen Körper?- der Gesetzgebung Aenderungen eintreten zu lassen, Aenderun- gen, me noch dazu aus der Initiative dieses, nicht des ande- . ' , Uebrigens scheine es der Komnnsston aber um 016 Besyitigung der Namen „Dom- herren“ u11d Dechanten zu thun zu sein. Die Regierung wünsche , dte Erhaltung_diescr Namen wegen der historischen Kontmmtät und weil sxe dem Amte, das eine Auszeichnung fi'xr verdiente Männer 1ein solle, eine ewiffe Dignität ver- le1he; nach diesen Ausführungen empfeFle er dem Hause die Annahme der RegierungSvorlage.
Der Abg. Richter (Sangerhausen) bemerkte, daß ein be- sonderes. Recht der Krone, anendungen aus den Geldern der mestifter für anöere als kirchliche Zwecke zu machen, zu kemer Zeit anerkannt worden sei. AUSDrücklich würde immer betont,_daß die Revenuen nur für den Gottesdienst, für den Unterrt t und für äaniche gemeinnüßige wecke verwendet werden' 0111111. Wohl abe seine Partei eben 0 vielen histori- schxn Smn ww 'die Anhänger der Negierungßvorlage, gerade ge- fch1chtl_1ch aber se1 es begründet, die Domkapitel aufhören zu lassen, weil s1e ehen gar keine kirchlichen Funktionen mehr zu erfülLen hättßn. Es gche auchaus dem Bericht und dsn Beschlüssen der Kom- misston deutlich hervor, daß ste weder dishistorische Kontinuität, 1103) Rechte der Krone verlesen woÜe. Im Interesse der Ktrche, der Schule und der Gerechtigkeit bitte Redner, die Vorlage der'K'ommission anzunehmen.
Ter Munster d_es Innern, Graf zu Eulenburg, bemerkte, er wylle nur noch e1nen_ Punkt berühren, der das eminent prakt1sche_ nteresse b6we1se, das, die Re ierung an diesem (Heseye habey mb. e. 'Es se1en zur Ze1t noch omherren vorhanden 111 Mer1eburg 2,_1n Naumbyrg und Zeitz je 1. Sollte nun nach dem Laufe der Dmge das 01116 oder das andere Kapitel ganz er- löschen, so würkze daS Sttftßvermö en dem Staate zufallen. Das zu v_erme1pex1, würde die cgierung, wenn mit dem Laydtage eme Etntgung nicht erzielt werden könnte, nur ein M1ttel hahen, nämlich die sofortige Ernennung neuer Dom- herren, =d1e auch soweit erfolgen würde, als es zur Auf- rechterhalkung der Kpntinuität nöthig erschiene. Damit würde auch dteReg1erung ftch nicht in Widerspruch mit ihrem frühß 1611 Verhalten seßen, vor Allem auch nicht 111313 6110 handeln, Wie 1hr der" Abg. 131. Ebern) instnuiren zu wollen scheine.
Der Prasrdent von Bennigsen erklärte, daß er den Ausdruck des Ab . 01. Eberty, welcher der Köni lichen Staatsregierung mala 6 65 1mputirt abe, überhört ha 6; andernfalls würde er denselben gerügt aben.
, DeyAbg. von eyer (Arnswalde) erklärte, er sei gewöhnt, seme Meznung xmter allen Umständen und ohne Rückficht darauf, ob ex nut ihr „1elbst bei seiner ei enen Fraktion was doch das Schl1mmfte se1, aystoße, aUSzußprechen und sei steh also be- wußt, das Haus mcht verlest zu haben.
Der Abg. vr. Eberty: dxr ftenogxaphische Vericht_ wstrde ergeben, daß er der StaatSr terung mcht 111613 6068 ber dteser Vorla e vorgeworfen habe, ondern nur für den Fall, daß fie ohne uftimmung des Landtages neue Domherren ernennen würde, indessen habe er ausdrücklich esagt, daß er nicht daran denke, daß du: Königliche Regierung ?o handeln würde. ,
Der Minister des Innern, Graf zu Eulenburg, erw1derte dem Vorredner, daß er dessen Aeußerung ganz so aufgefaßt habe, wie sie jetzt von ihm wiederholt worden set, und daß die Staatsregierung, wenn fie zur Ernennung neuer Dymherren schreiten sollte, nach ihrer besten Ueberzeugung und jedenfalls 110119. und nicht [11313 11116 handeln würde, __
Nachdem der Abg. Dr. Eberty erklärt hatte, er könne nch nicht davon überzeugen, daß die StaatSregierung 6000 666 handeln würde, falls fie ohne Zustimmung des Hauses, also ohne ein Recht hierzu_zu haben, neue Domherren ernennen sollte, wurde die Disku,kion über §. 1 geschlo en, und darauf §. 1 und das ganze Geseß nach den Vors lägen der Kom- mission genehmigt, worauf sich das Haus um 23/4 Uhr vertagte.
_ n der heutigen (25.) Sitzung des Hauses der Abgeor neten, welcher der Minister für Hgndel 2c. Maybach und mehrcre RegierungskommiffaUen benvohnten, wurden in erster und zweiter Berathung ohne Debatte unver- ändert angenommen die Geseßentwürfe, betreffend die; Ab- änderung von Bestimmungen des Gesetzes vom 30. Ma11873 über das Grundbuchwesen in dem Bezirke desJuftizsenats zu Ehren- breitstein, und des Gcseßes vom 23. März 1873 über das Grund- buchwesen im Jadegebiete, betreffend die Abänderung von Be; stimmungen des Geseßes vom 27. Mai 1873 über da?- Grund- buchwesen und die Verpfändung von Seeschiffen in der Pro- vinz Schleswig-Holftein, und betreffend die Abänderung von Bestimmungen des GesYeS vom 28. Mai 1873 über das Grundbuchmefen in der rovinz Hannover mit Ausschluß des Jadegebiets. , .
Der Geseßentwurf, betreffend d1e Radfelgenbeschläge der Fuhrwerke in der Provinz Hannover wurde nach kurzer Debatte, an welcher sich außer dem Regierungskommiffar d1e Abgg. Schmidt(Sagan), von Meyer (Arnswalde), Kropp, 1)r. M_1q1tel und Windthorst (Meppen) betheiligten, an eine Komm1ss1on von 14 Mitgliedern verwiesen. '
Bei einer von dem Abg.W1ndthorst (Meppen) in der zwe1ten Berathtmg des Gesetzentwurfs, betreffend die richterlichen Mit- glieder der Grundsteuer-Entschädigun cZ-Kommission, provoztrten Spezialabstimmung ergab bei der ählung sich die Beschluß: unfähigkeit des Hauses, worauf dassellée sich um 121/2 Uhr vertagte.
_ Die Einleitung vonDiSziplinar-Unterfuch_ungen gegen Lehrer hat, soweit damit zugleich die SUSpenston vom Amte verbunden war, nach einem Cirkularerlaß des Ministers der geistlichen 2c. Angelegenheiten vom 12. November 1). J., wiederholt den Gemeinden Anlaß zu dsr Klage gegeben, ?daß während der Dauer der Su§pens10n gar nicht oder in ganz ungenügender Weise für den Unterricht der Kinder gesorgt werde. Da die Durchführung der DicZ-ziplinar-Untersuchungen erfahrungßmäßig in der Regel eine längere Zeit in Anspruch nimmt, die Gemeinden aber durch die Verpflichtung, dem Lehrer während der SuSpension das halbe Gehalt zu gewäh- ren, ohnehin schwer betroffen werden, so hat der Ministex d1e Regierungen in dem obenerwähnten Erlasse angemesen, sogleich bei der Einleitung 006 DiEziplinar:U11tersuchungen gegen Lehrer für eine gehörtge Stellvertretung 1m Schul- dienste Sorge zu tragen.
_ Der Geheime RegierungßMath Kühlenxhal, Diri: gent der Ministerial-, Militär: und Baukommisjion, ist am 7. d. M. gestorben.
Bayern. "München, 7. Januar. Am Donnerstag findet eine StaatSrath-Zsißung statt, in welcher, der „Allg. tg.“ zufolge, 11.21. der (Heseßentwurf, betreffend die Verstär ung des Betriebskapitals der Königlichen Central- Staatskaffe, zur Beraxhung kommen soll. - *
_ 9. Januar. (W. T. B.) Der Landtagßabgcordnete Schels hat den Entwurf zu einem neuen Lan dtags- wahlgefeße, welches auf dem indirekten Wahlmodus be- ruht, sowie einen Antrag, betreffend die Erlassung eines Wuochergeseßes und die Beschränkung der Wechsel- fä [) 1 g k e i t, eingebracht.
Anhalt. Dessau, 7. Januar. (L. Ztg.) Der heutige ,Staats-Anzeiger“ meldet, daß dem Haus=Minister Grafen Éo [ms-Teckl en burg der erbetene Abschied bewiÜigt worden 111. Derselbe wird in seiner Stellung aks Ober-Jägermeiftcr am Herzoglichen Hofe vxrbleiben, ist auch bis auf weitere Be- st11nmungen mit der Fortführung 1111121 bisherigen Geschäfte be1 der ÖVP und HauE-vcrwaltung beauftragt worden.
„ Waldeck. Arolsen, 8. Januar. (W. T. B.) Die Emtragung Sr. Majestät des Königs der Niederlande und Ihrer Durchlaucht der Prinzes s in Exxrma von Wal- deck m das StandeSregister, welche der kirchlichen Trauung in der Schloßkapeüe voranging, erfolgte durch den Landesdirektor 13011 Sommerfeld. Die Trauung vollzog der Konsistorial=Rath SCZPW- Be_i dem Wechseln der Ringe wurden 101 Kanonen- schusse abgefeuert. Nach der Trauung fand eine Gratulations- cour und nach derselben ein Galadiner statt, an welchem 134
Zrsonen theilnahmen und bei welchem Se. Durchlaucht der buFt von Waldeck einen Toast auf die Neuvermählten aus- ra e.
„ Hamburg, 7. Januar. ( amb, Corr.) Der Hambur- g1fche Vertreter in der ZoÜtarif: evisionskommisfion, Senator Stahl!]?r, ist Krankheits halber hierher zurückgekehrt. Der- selbe 10110 m Berlin von dem Syndikus der Bremer Handels- kammer, 131. Barth, vertreten.
Oesterreich-Ungayn. Wien, 8. Januar. (W. TB.) Der WYMsche „Minister-Prästdent T iSza ist nach Pest abgereist; de, elbe w1rd in der nächsten Woche hier zurückerwartet. _ DU? „POZ. Korresp.“ meldet aus Konstantinopel: Man syrtcht h1er von der Eventualität einer namhaften Reduk- t1on der türkischen Armee. Kiamil Pascha und Ali Bey, welchx, nach Scutari abgereist find, haben die Instruktion erhalten, dlz? Mohamedaner, die der Herrs aft Monte- negros nnderstreben aufzufordern, “nach der üxker, aUSzu- wandern. _ Aus Athen meldet dasselbe Blatt: D1e .Em- wohner der Stadt Janina und des gleichnamigen Distrtktes ,aben (111 „den König von Grie enland und an den franzö- 1 ck21) M1n1ster_des Auswärtigen, addington, Petitionen um
erecmgung m1t Griechenland gerichtet.
Pest, 8. Januar. Wie die „Pester Korresß.“ erfährt, find die Verhandlungen in Betreff der ungarischen Kredit- operationen ihrem Abschlusse nahe und ist gegründete Ausficht auf ein günstiges Resultat der Verhandlungen.
Großbritannien und Irland. L ondon, 8. Januar. (W. T. B.) Der Gichtanfall, von welchem Earl Beacons- fi eld heimgesucht wurde, hat nackFelaffen, so daß derselbe heute Vormittag gegen 10 U61 das ett verlassen konnte. Der allgemeine GesundheitSzu tand Earl Beaconsfields ift durch den Gichtanfall nicht alterirt.
Ka1kutta, 7. Januar. (W. T. B.) Eine Meldung des Majors Cavagnari erwähnt abermals des schon ander: weitig verzeichneten Gerüchtes, daß Jakub Khan steh an- schicke, dem Emir Schir Ali zu folgen, da er in Kabul macht- los sei, und die Häupter der Ghilzais sich feindlich vecmielten.
_ 8. Januar. Häuptlinge von Beluds istan haben Dem ?Mail Khan 1000 Reiter zum Dienste an eboten. _ Die eng ischen Truypen haben einen Angri ge en die Marodeure der Sul1manfhels unternommen. ie leßteren verloren gegen 70 Todte; der Verlust der englischen Truppen war nur gering. Diese Operation wird als sehr wichtig angesehen, da durch dieselbe die Ruhe an der Grenze hergestellt werden dürfte.
Frankreich. Paris, 7. Januar. (Fr. C.) Die Vor- stände der drei Gruppen der Linken des Senats haben in ihrer gestern Abend abgehaltenen Zusammenkunft beschlossen, sämmtliche republikanische Senatoren, die alten wie die neuen, auf nächsten Montag nach Paris zu einer Plenarversammlung einzuberufen, in welcher man sich Über die Wahlen für das neue Bureau des Senats verständigen will. Der „Rappel“ bestätigt, daß man an SteÜe des He 006 von Audiffret : Pasauier einen republikanischen räsidenten zu ernennen entschlossen ist. Von den vier Vize-Präsidcnten- sleüen will man eine der Rechten einräumen, während sie deren bisher zwei besessen hatte. Von den sechs Sekretärcn fol1en vier der Lmken und zwei der Rechten angehören, wäh- rend das Verhältniß bisher das umgekehrte war; die drei Quästoren endlich sollen ohne AUSnahme der Linken entlehnt werden. _ Wir erfahren soeben, schreibt der „Moniteur uni- v e r s e l “, daß die Re 9 i e r u n g , um den Anhängern der Amnestie bis zu einem gewiffexx Grade Genugthuung zu verschaffen, die umfassensten Gnadenmaßregeln ergreifen will; doch sollen die: selben wcder den Mitgliedern der Kommune 11och selbstver- ständlich den Individuen, deren strafbare Akte in die Kate: gorie der Gemeinverbrechen fallen, zugute kommen. Das Rechtsverhältniß der iu 0001501030130] Verurtheilten sol! durch ein besonderes Geseß geregelt werden. Die Regelung der Amnestiefrage in diesem Sinne, ein andereß Geseß zur Rege: lung des Verhältnisses der geistlichen Kongregationen, die Zurücknahme des den katholischen Universitäten eingeräumten Rechts der Verleihung der Grade: dies sind die Hauptpunkte des Programms, mit welchem das Ministerium vor die Kam- mern treten wird, um es mit einer Erklärung bezüglich des Beamtenpersonals einzuleiten und dann ein Vertrauenßvotum zu verlangen.
Spanien. Madrid, 7. Januar. (Ag.Hav.) Die amt- liche „Gaceta“ veröffentlicht heute die Ernennung des frühe- ren Justiz-Ministers Calderon Collantes zum Präsiden- ten des Kaffationshofes. Sein Nachfolger im ?ustiz-Ministe: rium, Bugallal, übernimmt heute sein Porte euiÜe.
Rußland und Polen. St. Petersburg, 8311111101. (W. T. B.) Die „Agence Nusse“ hält das Telegramm dcs „New:York:Herald“ aus Taschkent, wonach der Emir von Afghanistan, welcher die Verwaltung seines Landes seinem Sohne übertragen hat, den russischen Boden betreten hätte, für richlig. Dahingegen sei die Meldung, daß der Emir von Truppen begleitet werde, irrig.
Das R11. Hcfk der „2111110110 dcr Hydrograkhis und maritimen Meteorologie“, Organ des Hydrogkaphifcben Bureaus und der Deutschen Seewarte, heraus egeben von der Kaiser- lichen Admiralität, 6. Jahrgang, 1878, Fat folgenden Inhalt: Ueber die Stürme an der deutjcben Küste im Ykonat Oktober 1878 (Mittheilung von der Deutschen Seetvarte). _ Ausde11R1iseberichten S. M. S. „Leipzig“, Korv.-Kapt. Paschen. ]) Beobachtungen im Kuro-fiwo während der Reise von Yokohama nacb akodate und zurück (August 1878); 2) Ostküste 511111036 von Kuro- aki bis No- fima' 3) Witterungßvcrbältni e und Teifune im September 1878. _ us den Reiseberichten S. Yk. S. .Nympbe“, Koro.-Kapt. Satiig. Reise von Madeira 615 Rio de Janeiro (September und Oktober 1878). _ Eingänge von meteorologischen Journalm bei der Deutschen Seewartc im Monat August 1878 (Schluß). _ Besxbrej- bung der Haitan-Jnsel und Sérake Ostküste von (China. _ Ueber eini e amerikanische Häfen als Außrüstungßorte. _ OzeanogradhisÖe Beo achtungen, angestellt i.". den Jahren _1876 -78 an Bord S M. S. .Elisabeth“ , Kapt. zur See von Wickede. 11. (Panama-Monte- video). _ Vergleichende Uebersicht ker Wittckunq des Monats Sep- tember 1878 in Nord-Amerika und Central-Euroxa. (Mittheilung von der Deutschen SeeWarte). _ Ueber die wettind-ixscben Orkane des Jahres 1878 (Mitthcilung 01111 der Deutschen Seewatte). _ Reisechronik der Schiffe der Kai1erltchen Marine (18781. -- Kleine hvvrographiscbe Notizen. _ Tabellen: 1) Mittel, Summen, und Extreme für den Monat November 1878 nach den meteorolomschen Aufzeichnungen der Normal - Beobackytungsstationen der Deutschen Seewarte; 2) Meteorologische und magnetische Beobachtungen; ange- stellt auf dem Kaiserlichen Observatorium zu Wilhelmßbaven 1n dem Monat November 1878.
_ Nr. 1 des Central - Blatts der Abgaben-„ Gc- werbe- und Handelßgeseßgehurzg und Verwaltung 111 den Königlich Preußischen Staaten enthalt: Anzeige der im Reichs- qesevblatte erschienenen Gesetze und Verordnungen. _ Aügemeine Verwaltungs egenstände: Verrechnung dss Erlöses aus dem Ver- kaufe von &ebäuden und Grundstücken. _ Indirekte Steuern: Fandelövertrag zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungam. -- Per- onalnacbricbten. _ Beilagen: HandelSvertrag zw1schen Deutschland ?ntd ffOeCterreicb-Ungarn. _ Bestimmungen, den Veredelungöverkebr e re en . *
_ Das Dezember-Heft des ,Centralblatts für die ge- sammte Unterrichtßverwaltztng 1a Preußen“ hat folgende Inhalt: Kündigung des Verbältmsses bmfichtlich der Belegung yon Geldern der Schulen :c. bei der Rejcbßbank._ _ Führung eines Netse- journals seitens der ständigen Krets-Scbulmspe oren. _ Kautions- pflicht der Rendmten höherer Unterrichtßanstalten. _ Ort Fur Er- hebung von Zablunaen aus Schulkaffen, als öffentltchßn Kassen. _ Aenderung einiger Bestimmungen in dem Reglement fur daß bisto- rische Seminar der Universität zu Bonn. _ Bestimmungen uber pie Stellung der Abtheilungs-Direktoren xc. bei den Museen zu Berltn. _ Preisaufgabe bei 0.1 Cbarlottenstiftung für Pbilologix. _ Ter- mine für die Erstattung der periodischen'Verwaltungsbertchte über die höheren Unterrichtsanstalt'en. _ Inztttut zur Ausbildung von Lehrern der neuean Sprachen zu Berlin. _ Prüfun eines Lebr- amtskandidaten in der Religionslehre derjemgen Kon esmon, Welche
in der bxtreffenden wiffenscbaftlichxn Prüfungskommisfion nicht ver- treten tft. _ „rt der Anstellung seminaristiscb gebildeier Lebrxr an (Hymnafien und Realschulen erster Ordnung. _- Bedmguug für Einrichtung eines besonderen Religionsunter- nchtes für die Minderheit der Schüler. _ Bestimmungen für die Yufnabxne von Knaben in das Kadetten-Corps. _ Nachweisungen uber dte Frequenz der Seminare. _ Normal-Organlsations- und Lehrplan fur Präxaranden-Anstalten. _ Zeichenkarsus für Seminar- und Elementarle rer zu Hamburg. _ Notbwendigkeit definitiver Ansteuung der Lehrerinnen;_ Unzuläsfigkeit des Vorbehalts einer Kün- digung'und des Ausschlußes der Pensionsberechtiaung hierbei. _- Dtenstemkommenn eines Lehrers während der AthsuSpeufiou. _ Prü- fungsordnung fur Handarbeitslehrerinnen in der Provinz Pommern. _ _Stellung des Bürgermeisters zur Schuldcputation _ Sorge für genugenden Schulunterriä)! während der AmtSsuSpenfion des Lehrers. _,Verwendung des Schulgeldes dxr eine auswärtige Schule gast- thse h_esucbeyden Kinder. _ Feststeüung des Ertragstvertbes der D1enftlandere1en einer SchulsteUe. _ Personalchronik.
Statistische Nachrichten.
_ Der, Denkschritft, welche der Reichskanzler dem Bundeßratb ruckficbtlxck) dez: Revrfion des ZoUtarifS vorgelegt hat, ist, wie bereits wttgxtbetlt, eme Uebxrsicht über den Eingang zolifreier Artikel 111 den .freten Verkehr “0 es deutschen Zollvereins 1111 Jahre 1877 hetgetügt. Der Gesammtwertb dieser Einfuhr steÜt sxcb "IÖ'SÖWWZ quf 2 853 233 750 016 Wir theilen nachstehend dte wtchttgsten 56 rttkel aus dieser Ueberficht, sowie deren «schätzten Werthe mlt: 18800000 Netto-Centner Weizen : 207000000 „M; 23 800 000 N. E. Roggen : 202000 000 „M. ; 9 780000 N. E. Gerste : 8800000006; 7150000 R. C. Hafer : 57 200000044; 3560000 N. C. Mals : 26 700 000 W.; 2000000 N E. Hülsenfrüchte = 20000000 „76; 1080000 R. C. Malz : 16200000 „10; 35900W R. C. Mehl aus Getrei7e unx Lülsenfrüchten: 57 400000 „ik; 2060009165. Kraftmehl, Stärke, Puder, Arrow-root : 494000046; 531000 N. E. andere Mühlenfabrikate : 11200000 „jk; 23300W N. E. Raps und Rübsaat : 3500000“) «16.; 1100000 N.C. Lein- saat : 14400 000 „M; 208 000 R. C. Kleesaat : 13 500000 „ji; 798000 R. C. andere Sämereien : 2000000.) 016; 44 701 Pferde : 35 800000071»; 156 568 Stiere und Ochsea :47000000070; 117 892 Kühe : 31800000 0-6; 582782 Schafe : 17500000 „M.; 725000 R. C. Schmalz : 36 300000 „is; 2440000 N. 0) Guano : 24 400060 „711; 3250000 R. C. AbfäÜe (sonstige) : 19 500000 „14; 40 524 248 N. E. Steinkohlen : 32 400000 «16; 4226913821. C Braunkyhlen : 19 700000 „16; 3 230 000 N. E. Erzen und Er- den (andere) _: 25 800000 „36; 497000031. C. rohe Steine (andere) : 19 900 000 0-6; 10 536 6405110, Roheisen aller Art : 34 80000024; 256 667 R. C. Kupfer : 19 800000016; 1469 647 N. C.Eisenb.1hn- schienen : 11000000 „76; 598000 N. E. grobe Eisen: und Stahl- Waaren : 17 90000034; 1479000 R. C. Ammoniak, Salmiak : 19 211-000 „W; 960000 N. E. Chilisalpeter : 13 400000 „F6; 2040000 N. E. Holzborke oder Gerberlolye : 13 300010 „FC.; 26000 R. C. Indigo : 16 900000 ckck; 1040 000 N. E robe Er- zeugnisse zum Gewcrhe- und Ykedizinalscbrauä) (andere) : 46 800000 „76; 600000 N. E. Droguerie-, Farbe- und Apotheker- waaren kandkre) : 36000000 „56; 233000 R. C. Harze (andeke) : 14 000 000 „M; 6 810 600 N. (E- Petroleum und Petroleum- naphta : 95 3140000 „sé; 37 910 N. E. Borsten : 10 600000 “ji; 73 900 N. E Bettfedern : 13 300000 «36; 643388 N E. robe Rindöhäute : 42- 500000 «30; 96 41-12 M. C, rohe Kalbfelle : 10600000 „70; 10.1954 N. E. rohe behaarte Schaf-, Lamm- und Ziegenche : 11800000 „FQ; 31000 R. C. Zelle zur Pelzwerkbereitwnq : 31 100000 36; 1380 000 N. . lachs : 62 100 000 „M; 798 010 R. C. Hanf : 27 900 000 „M* 3 130 000 R. C. rohe Baumwolle : 182000000 „M; 137000 N. 6 rohe Schafwolle : 212000000 „0; 63500 R. C. Seidenkokons, Seide und Floretseids, nicht gefärbt:114000000„«; Balken und Blöcke von hartem Holze : 23 700000 „46; deLgleichen von weichem Holze : 82 400000 „16.; Bohlen, Bretter, Latten und Faßholz : 620000009141; 290000 N. E. nicht besonders genannte vegetabilische und minera1i1che Schniyswffe : 1450000036; 581000 R. C. andere Maschinen (als Lokomotiven) aus Gußeisen : 15100 000 «M; 48900 R. C. Manuskripte, Bücher u. dgl. : 9290000 „16.; 530 R. C. (Hold, gemünzt : 71600000 36; 2630 N. E. Silber rob, in Barren und 231110) : 9360 000 „M Die übrigen 208 Waarengattungen der Ueberficht smd in Be- trägen von höchstens 9000000 akk eingegangen; bei 95 derselben er- reicht der Werth nicht je 1 000000 466
Die höchsten Werthe in den oben einzeln angeführten Artikeln weisen auf: rohe SchafwoÜe 212000000 «44, Weizen 207000003944, Roggen 202000000 0-6, robe Baumwvlle 182100 000 „M, Seiden- kokons, Seide und Floretscide, nicbt gefärbt 114 000 (“00 .“, Petro- leum und Petroleumnapbta 95 300000 „sé, Gerste 88000000“, Balken und Blöcke von weichem Holz 62000000 070, die zusammen 116b2 300000 „76 oder mehr als ein Drittel des Gesamthertbs erge en.
_ U-bersichküber die Zahl der Studiranden an der Königlich bayerischen Ludwig - Maximilians - Univer- sität zu München im Wintersemester1878/79. Theologen 75 Bayern, 13 Nichtbayern : 88; Juristen 371 Bavst'u, 98 Nicht- bayern : 469; Cameralisten 71 Bayern, 42 Nichtbayern : 113; Mediziner 264 Bayern, 98 Nichtbayern : 362; Philosophen ]. Sektion 210 Bayern, 60 Nichtbayern : 270, 11, Scktxon 11? Bayern, 65 Nichtbayern : 182; Pharmazeuten 21. 105 Bayern, 32 Nichtbayern : 137; Summe 1213 Bayern, 408 Nichtbayern : 1621. errzu kommen noch 41 Hörer, Welche, ohne immatrikulirt zu sein, die Erlaubnis; zum Besuche der akademischen Vorlesungen er- hielten. Daher Gesammtsumme: 1662.
Kunst, Wissenschaft und Literatur.
An Stelle des jüngst verstorbenen Professors der Chemie in Erlangen, Eugen Frhrn. von Gorup-Besanez, ist, wie die „Allg. Zta.“ meldet, der außerordentliche Professor an der Univerfitat München, Dr. Jakob Volhard, ernannt worden.
_ In einem der neuesten Hefte der .Palaeontographica“ ver- öffentlicht Prof. Möbius in Kiel eine Abhandlung, das vielgeuannte 111020011 0808061150 betreffend Eozoon ist eine aus Wechsell en von Kalk und Serpentin bestehende traubige, körnige oder kno ige Bilduan, welcbe zuerst in sehr alten Gebirgssystemcn (laurentische Formaton) in Canada aufgefunden, dann aber noch an mehreren anderen Punkten nachgewiesen wurde. Dasselbe Wurde von Carpenter für Reste versteinerjer Foraminiferen erklärt. Möbius hat nun mit der größten Sorgfalt alle Ori inalpräparate nachuntersucbt und ist zu dem Resultate gelangt, da das Cowon nicht organischen Ur- sprunges sei. Diese Antwort ist deswegen sehr bedeutungSvoll, Weil das Eozoon das weitaus älteste organische Gcbilde gewesen wäre, welches man aus dem Innern der Erdrinde gekannt hätte. Den auf die frühere Annahme bafirten Hypothesen warde damit der Boden
entzogen sein. _ Land: und Forsttvtrthschast. _
München, 7. Januar. (Leipz. Zt .) Der, in weiten Kretsea bekannte Direktor der landwixth cbaftltchen Central- scbule zu- Weihenstephan be1 Freising, Hr. (_)r. Wenk, ist am 5. d. M, gerade an dem Tage, an Welchem, dtese blubende Schule die Jubelfeter ihres 25jäbrigen Bestehens be,;mg, zu „Etter:- kaufen bei Regensburg einem Gehirnscblage rascb e,rlegen.'Se1n Tod ist ein schwerer Verlust für die Schule, die unter semer Lettung emen hoben Aufschwung genommen hat. „
_ Gemäß der vom Bundesratbe durch die Beschlusse vom 15." e- bruar 1874 und 8. November 1877 getroffxneq Bestimmungen 11 die statistische Ermi'telung der Erntmee rtrage tm Retcbe, Welche fi'z'r 1878 zum ersten Mal zur Auffahrung quoxnmen smd, 1st fur Württemberg auf den 1. Dezember 1878 eme voxlaufi e Uebcx- sicht der Durchsapnittserträge vom Hektar mit den bterna fur d1e