1845 / 17 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

TranSit-Verkehr iiber den Isthmus von Suez.

Das Journal des Oeßerreichischen L_loyd _enihäit 110?! diesen Gegenstand folgenden intereffauim_._ aus Alexandrien dannen Attiki:

Die nach Aden, Oßindieu, Uhina und den benachbarten Landern ge_- hendcu, so wie von dorther kommenden Reisegden urid Briefe werdxn, mit wenigen Auénabmm, durch englische Damprbotx besorkert. Nur xm ganz unbedeutender Theil hiervon fallt den_Segklilb_1ffe11_ oder Dampfboien an- derer Flaggen zu. Der Dienst der britrs_chen Bote isi folgender: Am loten eines jeden Monats geht ein Dampfschiff von, Syutbampton„ab, welches Gibraltar berührt und am 151en ir_r Malia eintrifft. rr diesen Fahrten werden gegenwärtig die Schiffe „Onental“ uud „Great ryerpool“ benutzt. Das erste hat 1673 Tonnen und 450 Pfrrdekrast, das_zwerie 1540 Tonnen und 464 Pferdekraft. Die Schiffe übernehmen Passagiere, Briefe, Gelder, so wie auch Waaren. Beide gehören bcrlondouer Pemasular- und Oriental- Sieam-Navigation-Company, welche zur_ Unternehmung der Fahrni! und Uebernahme der BrichFellciseu gegen die englische Yegrerung konirgkimaßig ver- pfiichieiisi. Nebst den Briefen, welche mit den erwahnten Dawpsboien abgehen, wird am 7ten jeden Monats ein Felleism von London uber Calais expe- diri, welches nach dem mit der sranzöfischen Regierung getroffenen Uebcr- einkommen in 70 Stunden Frankreich passrrcir muß rind am 10ten m Marseille eintrifft. Von dort wird es mittels? eines englischen Regierungs- Dampfboois abgeholt und bis zum 15icn ebenfalls mit den franzosrscben Passagieren und Briefen nach Malta gebracht, _wo es dem Boote der Penin- sular- uud Oriental-Company übergebewwud. Dieses fest dann _seme Reise direkt nach Alexandrien fort und _triffi hier am 19ien tmrs [eden Monaks ein, Es kehrtiiber Maliaund Gibraltar nach Southampton zuruck, sobald es die über Suez kommenden Reisenden, Briefe :c. aus Indien an Bord genommen hai, weiches gewöhnlich zwischen dem 22|en und 24sien

eschic t. ' _ _ _ g Zhu Acgvpten theilen fich in die Geschäfte des indischen Transito's die von Mehmed Ali bcgriindeie Egyptian Transit- Cornpany und die_ m Alexandrien bestehende Agentur der oben genannter: Pemnsu_iar- und Onerr- tal-Companp. Die ersiexe befisi gegenwärtig zanampfboie auf dem Nil, ein im Bau begriffenes im hiesigen Arsenal, dann er_nen Remorqueur nebsi acht eisernen Schleppböien auf dem Kanal. Die Penmiular- und _Oriental- Company hat gleichfalls zwei Dampfschiffe auf dem Nil, _ferxter__r*rner_1 Re.- morqueur nebst drei eisernen Böien im Kanal. NeFdem ist fur dieselbe unlängst ein nengebmrtes Dampfboot von betriichiii ,en Dame_nfiouen aus England angekommen, welches aber noch im hiesigen Hafen liegt, da dre ägypßsche Regierung Ansiände gegen dessen Einlaufen in den Nil erho- ben at.

Die Fahrt von Alexandrien nach Kahira wird mit den Dampfbbim der beiden Gesellschaften in 30, die Rückfahrt aber in 22 Stunden zuruck- gelc i. fahr?en eingerichtet, mittelst welcher die Passagiere in 20 bis 24 Stunden von einem Orte zum anderm gebracht werden. Von diesen Anstalten hat bisher die englische Post keinen Gebrauch gemacht. Ihre Ftlleisen werden, sobald sie mit dem Dampfboot in Alexandrien oder Suez anlangen, dem "englischen Posibiircau übergeben, auch von diesem mittelst Laßihieten dnrch Aegypten geschafft, Hicrzu sind je nach der Jahreszeit und Witterung 60 bis 70 Stunden erforderlich, was die Abfahrt der Pakeiböte unnöihiger- Weise verzögert. Dirse und andere mit dem Lnstthier-Tmnsporte verbun- denen Ucbelsiändc haben die Generai-Posi-Direciion in London veranlaßt, in der Person des Herrn Bourne einen eigenen Agenten nach Alexandrien zu senden, welcher gegenwärtig damit beschäftigt ist, den Transit dcr eng- lischen Post-Felleism zu organifiren.

Die Dampfboot-Verbindung zwischen Aegypten und Indien wird durch Zwei verschiedene Linien bewirkt. Die eine besteht zwischen Bombay und Suez und wird von der ostindischen Compagnie unterhalten. Auf ihr fahren abwechselnd die der Compagnie gehörenden Böie „Atalanta“, „Sesosiris“, „SemiramiS“, ,.Vicioria“ und „Verenicc“, Welche zwischen 160 und 200 Pferdekrafi und 700-800 Tonnen zählen. Von diesen Schiffer! verläßt am ersten jedes Monats eines den Hafen von Bombay und trifft, nachdem es mit Aden kommuniziri, am 181en iu Suez ein, von Wo es, nach Auf- nahme der über Alexandrien kommenden Reisenden, Briesschasien n, s. w„ -sogieich wieder nach Aden und Bombay zurückkehrt. Diese Dampfböte bringen auch die englischen Posi-Jelleisenmach Indien, welche in Bombay ausgcschifft und von dort nicht mehr zur See, sondern zu Lande nach Kal- kutta und den iibrigen Landestheilen weiter gesendet werden.“

Eine zweite Linie wird von der Peninsular- und Orienial-Compagnie unterhalten. Sie verbindet Suez mit Kalkutta, und die Fahrten finden alle zwei Monate staii. Die Abfahrisiagefind nicht genau besiimmt, in der Regel verläßt jedoch das Dampfschiff in der ersten Hälfte des Monats Kalkutta Berührung vou Madras, Ceylon und Aden, am 25sien Die zu diesen Fahrten verwendeten Dampfböte smd

.__71

und langt, nach "Tage in Suez an.

Zwischen Kahira und Sucz find von der Transit- Company Eil--

64

der „Hindoßon“ und „Beuiinck“, “edes von 1600 Tonnen, 520 Pferdekaft und für 130 Passa7iere erßer Kinski“ eingerizhtet. Fur Aufrecht altuug der !epierm Linie ik d : Pminsular- und Orimtai-Éompany ni t kontra!!- mäßig verbunden, Sie übernimmt daher für diese Strube quch__uichi dre Poßfelleisen, wohl aber die Briefe, die ihren Agenten pnvanm ubergebm werden, für derm richtige Beßelluugm ße iibrigens-nichi haftet. _ _

Nach einem zwischen der toßbritanisrbm Regieruu und der Peninsula- und Oriental-Company vor rzem abgeschlossenen Ue ereinkommm werden in der dargesiellten abriordnung mehrere Aenderungen eintreten. Es wird nämlich nebß dem ampsboote, welches 'am Zim jeden Monats Sout- hampton verläßt, ein zweites am 2011er! abgeben und bis zum Lien des daraus sol enden Monats in Malta eintreffen. In Verbindung damit wird auch von London ein zweites Feneisen am 24fien erprdiri werden und so wie jmes vom 7ten mit den Dampfschiffen der Peninsuiar- und Oriente!!- Company in Malta zusammentreffen, von dort aber, da monatlich nur em Schiff der Company die Fahrt bis nach Alexandrien fortsetzen soll, mittelst eines Regierungs-Dampsboois nacb [esterem Orte gebracht werden. Diese neue Fahrordnung soll mit Anfang des künftigen Jahres in Wirksamkeit treten. In den südlichen Meeren wird die Osiindiscbe Compagnie ihre monatlichen Fahrten von Bombay nach Suez unverändert fortsetzen. _ _

Die Peninsular- und Oriental-Company wird aber künftighm jeden Monat ein Schiff von Kalkutta nach Suez senden, welches daselbß am 5ten eintreffen und gehalten sein wird, die Posi-Felieisen von Kalizrtia, Madras, Colombo (auf Ceylon) und Aden, wo es überall anlegt, zu _uber- nehmen, so wie die europäischen Felicisen dahin uriickzubriygen. Für die

Beförderung der Briefe auf diesen von der Penin ular- und Oriental-Com- '

pany sowohl in den europäischen, als indischen Gewässern zu untergebmen- den Fahrten isi ihr von der großbritanischen Regiemng eine Entschadigung von jährlich 160,000 Pfd. ugesicheriworden. Die Peninsular- und Oriental- Comvany hat ferner die bsichi, nacb jedesmaligem Aniangen der euro- päischen Post in Kalkutta auch Dampsböie nach Singapore und von dort nach Canton und Hongkong abgeben zu lassen, worüber jedoch mit der eng- lischen Regierung kein Uebereinkommen getroffen und überhaupt no_c_b nichts Näheres entschieden worden isi. So verhält es fich mit der Bxfordxrung der Reisenden und Briefschafren, welche den Weg über den agppmchm Isthmus nehmen. _ _ _ Was den Transit der Waarcn angeht, so muß zwischen den h_rerber beibeiligten Ländern unterschieden werden. Die Artikel, welche Ostindien aus Europa über Aegypten bezieht, kommen sämmilich m_is Engiqnd und Frankreich nach Alexandrien und werden von Suez ausschließlich mit engl!- schen Dampfschiffen an ihre Bestimmung gebracht. Der namliche _Fall _iritt hinsichtlich der indischen Sendungen ein, welche gleichfalls__nur m fem__en kostbaren Gütern besiehen und bis nach Suez durch englnche Danrpfbote verführt werden. Dasjenige, was bisher auf dieser Strecke ati geringerer Waare und mittels! anderer Schixe versandt worden isi, ehdri mr_hr in den Bereich der Versuche als der abilen Operationen, welZe fast sammt- iich an der Kosispieligkeii des Durchzuges durch Ae ypien, o wie an _den Gebrechen, an welchen die Schifffahrt im Rothen kme leidet, gescheciert smd. Artszüge aus den Landungs-Manifesien der eu lischen Dampsb'oie, welche der Verfasser dieses Artikels einzusendtn verspri i, werden ein er- schöpfendes Bild des indo-europäischm- Waarm-Vrrkehrs, wie er ge en- wärtig in der Richtung iiber Ae vpten stattfindet, liefern und die ne tr- zeugung verschaffen, daß dieser erlebt in seiner Entwickelung nicht sehr vorgeschriticn isi. _ __ _ Andere Verhältnis: walten hinüchilsth der Waaren ob, welche_ fur die Küstenländer des Rothen Meeres beßimmi find. Diese gehören, einige Aus- nahmen ab erecbnet, nicht in die Klasse der feineuWaarm, _lan en aus ver- schiedenen heilen von Europa und hauptsächlich aus Oefierreiclß in Alexan- drien und Kahira an und werden je nach der Konvenieuz weiter versendet. Die Veisrachtung von Suez aus geschieht, der europäische Schiffe dort eine seltene Erscheinung smd, mittelst der im Rothen Meere fahrenden National- schiffe. Auf gleiche Weise werden auch die Waaren verschifft, welche von den Ländern des Rothen Meeres iiber Aegypten nach Europa gelangen. Was iiber Kosseir aus- und eingefiihrt wird, isi geringfiigig. Nicht unbe- deutend ist aber die Waatenmengr, die jährlich von der großen Karavane, welche die im Namen des Sultans? verabreichten Geschenke Mehmed Ali's uach Mekka bringt, in Arabien eingefiihrt wird. Die Karavane machizwar ihren Weg durchaus zu Land nnd'verursacht viele Auölagen, dajedoch nach einem alten Gebrauche die mit ihr ziehenden Waaren allerorts zoll- und abgabenfrci find, so wird sie zu Waarensenduugen häufig benutzt.

Handels- und Vörscn- Nathrichtcn. Berlin, 15. Jan. Fiir aiie Eisenbahn-Actien nnd Quiiiunßsbogen war heute lebhafter Begehr und sämmtliche Effekten zu steigenden onrsen bis zum Schlusse der Börsegefragt.

Bekanntmachungen.

[1239] Noihwendiger Verkauf.

Stadtgericht zu Berlin, den 24. September 1844,

Das in der Krausensiraße Nr. 69 belegene Becker- sYe Grundstück, gerichtlich abgeschäsi zu 13017 Thlr. 2 Sgr. 9 f., soll

am 30. 5) ai 1845, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtösielle subhastirt werden. Taxe und Hy- pothekenschein find in der Regisiraiur einzusehen.

Die unbekannten Real-Prätendenten werden hierdurch ;rnxer der Verwarnung der Präklufion öffentlich vorge- a en. ,

Abwesende

kfurter Eisenbahn.

Zu der laut Bekannt-

- «„ machung vom 11. No- vember 6. unter Hinwei- sung aus die §§. 25, 34, 67 und 69 des Gesell- schafts-Statuis, auf den

14ten d. M. anberaum- - ten außerordentlichen Ge- neral-Vtrsammlung dcr Actionairs der Berlin- ankfurier Eisenbahn-Geselischaft sind nur 13,968 Actien mit 1166 Stimmen angemeldet und somit nicht 2 der

Stimmen der sämmtlichen Artien “vertreten gewesen, wie » v. es fiaiuienmäßiY bei einem Beschlusse iiber die Auf- lösung der Gesc schaft erforderlich isi. - '

Zufolge §. 34 des Statuts werden daher die Actio- » v. nairs der Gesellschaft zu einer neuen Genera!- ersammlun am 27. Januar 1845, Nach-

-mtitags_4 u r, im Haupi-Verwaitun s-Gebäude aus dem bießgen Vahnhofe, Koppenßmße r. 7 und 8,

Hierdurch mit d__em Bemerken eingeladen daß in dieser ersarnmiuug uber die Auslösun der “[in-Frankfur- ter Eisenbgbngesells asi ais so! er, durch Vereini an mit der NiedersÉlxsi ch-Markiscben Eisenbahngeseu chat durch absolute itmmenmebrheit der anwe enden Actio- nairs siatutmmäßig definitiv entschieden w rb.

: Zur Tbeilnahme an diesrr Gmeral-Versammlung sind

«xb 5. 28 des Statuts nur diejenigen berechti 1, welche

späießeus 8 Tage vor der Versammlung die ?bnen ge-

hörenden Aciien mit einem Nummer-Vnzeichnisi in der

Hauptkaffe der Gesellschaft auf dem Bahnhose, welche,

mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, Morgens

vo_n 9 bis 1 Uhr und Nachmittags von 4 bis 6 Uhr geöffnet -- oder sonsi aus eine der Direction genii-

[1185 6]

[Mb]

' ;.,11» -

. ., 2,442".-

und 1845:

, Herr

dur bracht.

A l l g e m e i n e r ende Weise niedergelegt und dadurch die Zahl der timmen, zu welcher sie berechtigt find,

haben. Die hieriiber zu crtheilende Bescheinigung dient

zugleich als Einlaßkarie fiir die Versammlung.

Rückgabe der deponirien

Tage nach dem Schlusse

gegen Aushändigung der darüber ertheilien Bescheinigung. beiden

Aciionairs können sich nur durch andere

mit beglaubigter Vollmacht verse

treten lassen und müssen die Vollmachten nach §. 29

des Statuts gleichzeitig mit den Aciien selbst in der

Hauptkasse der Gesellschaft niedergelegt werden. _ Berlin, den 15. Dezember 1844.

Der Verwaltungsraih der Berlin-Frankfurter Eisenbahn-

Major Freiherr von Buddenbrock

Preußische Renten - Versiche- rungs -Yn_stalt.

V e k a n n t m a ck In der am 26. November v. 3. statischabien Ge- neral-Versammlung der Mitglieder der Preußischen Renten-VerficherungsrAnßait find gewählt worden: _1) zu Mitgliedern des Kuratoriums gedachier Anstalt fur die Jahre 1845, Herr Io eph Mendelssohn, Banqnier, aliszewsU, Oberst; » 2) zu Stellvertretern derselben für dieselbe Zeit: Herr A. O. Fähndrich, Kaufmann, Hans e n, 3) zu Neviüons-Kommiffarien fiir die Jahre 1844»

Herr Schimmelf'enni rektor des König!. Meyle, Haupi-Buchhaitrr bei der Königlichen Seebandlung; - ,

_4) zu Stellvertretern derselben fiir dieselbe Zeit: '

Heegewaid, Geheimer Hofrath und Mitglied der Armen-

» Meroni, Buchhalter bei der Königlichen See-

handlung.

n Gemäßhm des 5. 44. der Statuten der Pren- ßis n Nenien-Vetsichetungs-Ausinkt wird solches hier- ch zur Kenntniß der Intereffenten des Instituts ge- Verlin, den,-8. Das Kuratorium der Preußiscßen Renien-Versicbrrungs-

a '. '

[31] Im Namen

nach ewiesen g Ernst

Die Actien erfolgt am nächsten

der General-Veksammmng resp.

)““ Actionairs "“' ierdukch zur öffentlichen Kenntniß,

1) bei A.1Sioosung der Anleihe folgende 7.)

Gesellschaft. als Vorssender.

ung.

3 w ei te n Anleihe, 1846 und 1847

Major a. D-; = , znr Abzahlung wird bemerkt, daß

, Rechnungsraib und Di- aupi-Stempel-Magazins-

nebsi nämlich Direction,

und 1668. Januar 1845.

Aufi

v. Lamprecht.

„Quark Frlizo [kürzen. Imstekäam, 11. Ju. Uieae-l. -;-u. Jeb. M. 5% a.,] 5% 3„-.24-Z:. 3% a... 382. km. 675. zu;. _. ::.-18777. „„“ Zeb- -. ko]. RF. buten. _. 4% um. uo,- M. zntweryev, 10. .be-. Siu]. 82. neu .nl. MY. kkkbkfutt .. 11]., 12. In. 6% Uet- ]]ZX 6. [!uk-Qeue. 2017. -o-,-. [;ck-4:13“ -. no,. 91 c;. 36651. 892 o.. |.. '“ por... uo yr. 9957. ao. no yr. M c;. 00. 200 171. -. ]]!mburx, ]3. .!u. [ink-Qeün [600 6. k-kl- kau. "4"; 1401111011, 8. In. (Tou. 3% 1002. zul. 2795. kau. 655 Keb. ]Z'F. lui. M. 5% _. l'art. 00'7. !!tu. 89-15.Uex. 34'7. ke" U l'aris, ]0. )u- 5% knie ||| cout. ]2]. 40. 3% Keule bo (")ka 5% Key]. _. 5% Ivan. kext- 37Z. kau. 01:- Kyien, ]]. Ju. 5% Diet. ]]]T. 4% [014,2 3% 78. [na, 1023. Q|]. (10 1834 158. (ie 1839 ]29'5. Unken). 177Zs- 610881-

3115]. "875. [„Zur-. 12037.

Meteorologische Beobarhtungen.

41mm]: ]0 []]-k.

d'u-b eiu- [“ob-ekt“;

Uaobuützz-

] 845. Kotzen- 2 Ulk.

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[„man-ck . . . . 337,06", ['"-1337“ l“, ku. 337,29", ku. (““r“-"me.. . _ 1,90 [!.-+ 1,2" U. _“ ],8' 11. “km]...“- - 3,1" n.'- 0,7“ n.'-- 34“ n. Uuul-önixauz 90 [Me, 85 [Mi. 80 [pCt. "'em- ...... beilek. beiter. beiter. "'i-n] ....... 0. 0. 0. Wolkeouz. . . _ 0. _- _ 3,2" !1.

“[ugs-111111143]: 337,15"l'u... -- 0.8“ n.. . -2,4" !!... 87 792 '

Königliche Schau ptcle,

Donnersiaq, 16.Zan. Im Opernhau e. Siebenie Abonn Vorstellung: Die Sirene, komische Oper in 3Abih., aus dem zösischen. Musik von Auber. Anfang halb 7 Uhr.

Zu dieser Vorstellung sind Billeis, mit Freitag bezeichne),

auéU'ötn-o 7,4“ klunyökme 0,0. , voäeou'Z-"nne "0 zusäöutuvz (),.“ U'wä'ekaokbz 0.

"'ökve'ecbsel +

', Billet-Verkaufs-Büreau zu den erhöhtenOpernhaus-Preisen zu

Freitag, 17. Jan. Im Opernhause. A ie Abonn Vorstellung: Die Dana'iden. Vorher: Der zerbro ene Krug. Hoppé: den Dorfrichier Adam.)

Zu dieser Vorstellung sind Billeis, mit Donnerstag bezeich den gewöhnlichen Opernhaus- reisen zu haben.

Im Schauspielhause: 5 onnement 5059671111]. 1161)», lion extraoräinaire. Vernier bénéüce (le mr. [**-"Kocisquea 1768 (la 011113. 111151777116. 1.6 Zpectacle commencera par la pr reyrézeniation (10: 1.6 muri 9 [& camanne, c0mécli€ no en 3 36165 81 en proze, [111 11165170 1'1'3119318, par 5101.13 et (le 7730|)". 8111758 (16 [a ['L[)|'1§L (18: 1.85 petites m (18 la vie bunraine, yamieyille comiqua en 1 acta, [):n' M.! yi||0. (Mlle. Mélanie komplika 18 701€ (18 .]eanneU-n.)

Biiieis zu dieser Vorsiellung sind am Donnersiag und '. Vormittag von 9 bis 2 _Uhr in der Wohnung des Herrn Frank Taubensiraße Nr. 40, zwei Treppen hoch, zu haben.

Abonnements und freie Entreen sind ohne Ausnahme nich: ii , es werden die resp. Abonnenten aber ersucht, bis Don P?itia 12 Uhr erklären zu lassen, ob sie ihre Billets für Benefrz-Vorsiellung behalten wollen.

Preise der Pläve: Ein Billet zum Balkon und zu Loge des er en Ranges 1 Rihlr. :c.

Sonim eud,18.Ian. Jm Schauspielhause. ZwöifieAbonm» Vorstellung: Thomas Thyrnau. _

Üomgsßadtrsches Theater. Donnerstag, 16. Jan. Abällino, der große Bandit. Sch in 5 Akten, von Zschokke.. (Herr W.Kunst: Abällino, als Ga Freitag, 17. Jan. Marietie und Jeanneton, oder: Die » vor der Trommel, Hierauf : (Zum achtundsechzigsienmale) und Gusie.

* Verantwortlicher Redacteur or. I. W. Zi nkeisen.

Seiner Hoheit des Herzogs

Herzogs zn Sachsen-Kobärg und Gotha rc.

Nachdem am 2ten dieses Monats die siebente und zweite Ansioosnng von Schuldbriesen aus den geschlossenen Anleihen der Landschaft des Her- ogthums Gotha stattgefunden hat, ß da OSbIgcliiisYien ausdder ersten ud eine an War: :- - . . Ms Serie & Nr. 5 und 1 15_ - 3 .)) von den tn den Jah.en 1842, 1843 und aus Serie 8. Nr. 155. 359. 361. und 434. aus Serie (3. Nr. 601. 678. 932. 953. 965. 1004. 1029. 1073. 1122. 1246. 1253. 1328. 1332. 1457. 1459. 1481. 1537. 1543. 1574. u. 1678. aus Serie 1). Nr. 1812. 1876. 1914. 2060. 2128. 2192, 2276. 2306. 2327. 2696. 2728. 2751. 2794. 2810. 2853. 2862. 2966. 2969. 3106. 3185. 3188. 3207. 3308. 3358. 3487. 3570. 3592. 3720. 3779. 3823. 3840. 3920. 3944. 397S7. 4269951126. un344200j, 4 4 aus :rie . r. 325. 51. .109. 536. 633, „- - 4662. 47-21. 4748. 4816. 4847. 5025. 506.5. HMS" sächs' Ob“ O'eu“ Koues'um' 5099. 5166. 5171. und 5224.

2) bei der Ausloosung von Schuldbriefen aus der,

34 Obligationen, nämlich:

aus Serie 4. Nr. 26. 62. und 159.

aus “Serie 8. Nr. 165. 234. 252. 425. 430. 418. 480. 491. 506. 518. 549. 691. 726. 745. 751. 772. 883. 907, 947. 995. "und 1066.

aus Serie (2. Nr. 1197. 1241. 1214. 1301. 1324. 1371. 1393. 1463. 1491. und 1554.

bestimmt worden fird. Zugleich

am 2ien dieses Monats der geschlichen Bestim- mung entsprechend die am 4. Januar 1840 aus- eloosien imd durch die Herro liche Ober-Sieuer- asse zurüikgezablien lands ailichm Schuldscheiue den dazu gehörigenZ nsleisien und Coupoirs,

aus Serie 4. Nr. 74. und 102.

aus Serie 13. Nr. _338. 350. 390. und 435.

aus Serie (2. Nr. 529. 542. 547. 590.646. _675. 759.796. 899. 1161. 1321. 1372. “1402.1444“,

aus Serie l).Nr. 1795. 1891. 1985. 2036, 2039, * 2246. 2481), 2503. 2584. 2859. 2920. 2943.

, 2952. 3127. 317.7, 3189. 3190. 3284. 3336. 339.2. 3404. 3416. 3420. 3702. 3822. 3868. 3981.4008. 4045. und 4181. ' '

Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober-Hofbuchdruci

Anzeiger.

aus Serie R. Nr. 4286, 4358, 4392. 4417. 4860. und 5142. verbrannt worden, und daß 4) die zwölften Zinsabschnitie zu den land

lichen Obligationen der ersten Anleihe

3111) Nr. 1228. aus Serie (ck.

3111) Nk. 2221. aus Serie 1).

znb Nr. 4319. aus Serie 12. wegen unterlassener Realifirnng nunmehre sind. Endlich sehenWir aus aber veranlaßt- auf aufmerksam zu machen, daß

so bringen Wir

ausgeloosien landschaftlichen Obligationen der Anleihe Nr. 1195, und 1223. aus Serie 0. Nr. 2273. 3179. 2503. 2563. aus Serie Nr. 4595. aus Serie 12. noch bis jest nichi_zur Rückzahlung präsentiri_ find, Weshalb die Inhaber dieser Schuldbriese bl aufgefordert werden, dieselben vor Ablauf dera beßimmien Verjährungsfrist bei der Herzoglichen Sieurrkasse zur Heimzahlung einzureichen. Gotha den 6. Januar 1845.

Frh. v. Stein. v. Purgold.

Literarische Anzeigen."

Bei mir erschien und isi vorräthig in aiim

handlungen, in Berlin in der EnElins Vuchandlung (F. Gee! aar), Breite Si [47] DieSüdsZde-Völkek an das Chrisienthum. Eine tihnographische Untersuchung von Carl E. Meinicke,*l)r. und Profesvk- 18 Bogen in 8. ge . 1 Thlr. 10 Sök“ ' F. W. Kal ersberg in Pk'

_“ 20 eben 'on-4:61:71": (Lao beriibmts -_ (10n061'tm0 x...... W..., 0,» 4 ' krumßd,

avec 0721183176 3 “[*]-er, avec piano 2 '1* 30 [Hinäekw Fablesingermbe Knob- n. 0!"

_

Abonnement betriigt Ri it. für 1 „Jahr. 2111311: - 1 Jahr. 8 Kihlt. - 1 „Jahr. alt!! Theiler: -der__ Monanhie ohne pretzerhohungs. ' s- ebü :* ür den Tr:??rjelt Zeile hdes „Allg. Anzeigers 2 sst.

Allgemeine

Preußische Zeitung.

Alle poß-Inßalten des In- und Auslqndes uehmm Seattlung arif dreses_S|ait an, air Berlin die Expediiion der „A g. preuß. _ _ Zeitung: Friedrtehsßraße M'. 72.

17.

I n h a l t.

, i er Theil- “!ng Provinz Schlesien. Die Bürger-Unierftii „gs.Ansialt in Bunzlau. - Fortbildungs-Ansiaii fiir „„ .. Provinz Westphalen. Bischofswahl. xtsthe Bundesstaaten. Königreich Sachsen. Frequenz der „|- und Landwirthschafts-Akademie zu Tharandt. - Schreiben aus xankfuri _a. M. (Das Roihschildsche Lotterie-Anlehen fiir die Kaffei- ranifurier Eisenbahn.) .

rreichische Monarchie. Schreiben aus Wien. (Das Fest- ab! zu Ehren Lisi's; Ernennungen für Ungarn.) , kreich. Paris. Die Manöver der parlamentarischen Parteien in ankrcich. - Abtrimnige unter den Anhängern des Ministeriums. - ,schlüsse der Adreß-Kommisfion der Depuiirten-Kammer. - Denkschrift cs General-Prokurators gegen die Congregationen. - Drohbriefe. --- ampsschifffahrt. -- England und die Vereinigten Staaten. - Vermisch- xs, - Briefe aus Paris. (Der Adreß-Entwurf der airs-Kammer, -- ommisfions-Arbeiten; Dupetit-Thouars. - Die ovizen-Häuser der esuitM.) oßbritanien und Irland. London. O'Conneil's Manifest egen die Vermächtniß-Akie in Irland. _ Vermischtes. ederlande. Rotterdam.. Verfälschung von Bordeaux-Weinen. lgien. Brüssel. Bevölkerungs-Statißik. - Anerbieien der belgi- chen Kolonifirungs-Gesellschaft. -- Diebelgifchen Kaitundruckereien. _

euer Hochofen zu Seraing. _ Vermischtes. weden und NorWegen. Stockholm. Dauer des Reichstages. _ ermi tes.

„mix? Kanton Zürich. Schreiben des Vororts an die Regierung on Aar au. - Kanton Aargau. Erklärung der Theilnchmer an em JreZchaarenzu e. - Kanton Solothurn. Fasien-Mandat „des .ischofs von Base . _

lien. Rom. Prinz Georg von Preußen. - Die neue Promenade. - „lorenz. Ankunft der Herzogin von Berry.

anien. Schreiben aus Madrid. (Das Strafgesep gegen die Re-

ersilavenbändler.) rkei. Konstantinopel. Die europäischen Konsuln in Trapezunt.

einigte Staaten von Nord-Amerika. London. Kongreß- erhandlungen. _- Kampf der Abolitionisien mit den Sklaven-Eigcn- iimern. - oik's Politik. - Brandunglück.

ndels- un Börsen=Nachrichten. Berlin. Börse. -- Schrei- en aus Amsterdam. (Börse.) _

ungs- und Ret- esellen in Bus-

Amtlicher Theil.

e. Ma'esiät der König haben Allergnädigsi gerubt:

Den nnd- und Stadtgerichts-Dtrektor und Kreis-Iusiizraih ibier zu Stuhm zum Direktor des Land: und Stadtgerichts zu m und zum Kreis-Jusiizraih des skulmer Kreises zu ernennen.

Se. Hoheit der Herzog Georg von Mecklenburg-Sire- ist von Neu-Strelih hier angekommen.

Bei der heute angefangenen ZiehunßH der 1sien Klasse 91ster igl. Klassen-Lotterie fiel der Haupt- ewinn von 5000 Rthlr. Nr. 9235; 1 Gewinn von 500 Ntblr. auf Nr. 45,034; 3 Ge- ne zu 200 Rthlr. fielen auf Nr. 926. 64,670 und 80,570; und xizinne zu 100 Rthir. auf- Nr. 18,889. 28,982. 46,460 und e .

"Berlin, den 16, Januar 1845.

Königl. General-Loiterie-Direciion.

Angekommen: Se. Excellenz der Wirklicke Geheime Rath ___Ober - Präsident der Provinz Pommern, v on . B onin, von U.

Uichtamtlicher Theil.

Inland.

Provinz Schlesien. Aus dem so eben veröffentlichten ien Rechenschafts-Berieht der Bürger-Uniersiühungs- und Ret- ss-Ansialt zu Bunzlau geht hervor, daß dieselbe im Jahre 1844 Summe von 2902 Thalern an 161 Gewerbireibende ausgeliehen baß_aber 20 Uniersiüßungsuchende abgewiesen werden mußten, ls weil sie den siatutengemäßen Bedingungen nicht genügen konn- , ithls weil sie einen unordentlichen Lebenswandel fiihrten oder Zyruckzahiungen friiher erhaltener Vorschiisse aus Leichtsinn nicht llck und nur auf wiederholte ernstliche Ermahnun geleistet hat-

Das Vermögen der Anstalt, welche mit einem onds von nur Nkhlr. 27 Sgr. 4 Pf. ihre Wirksamkeit begann, ist in dem vier- ?M Zeitraum ihres Bestehens auf 535 Rihlr. 22 Sgr. ange- '* en, die Zahl der Darlehnsuchenden von 62 auf 191, der Un-

ßien von 52 auf 161, die ausgeliehene Summe von 704 „auf ' Nkblr. gestiegen. Während der ganzen Dauer ihres Bestehens ske_ von 553 Bitisiellern 446 mit der Summe von 7292 Rthlr. ksküßen können. - Am 12. Januar wurde in Breslau eine Fort- UYs-Ansialt iir Handwerks- _: ellen, als Abzweigung der Som)- '“' ckUZk-erb net. Der Unterri 1 soll dreimal wöchentlich eriherli dk", ngmlich Sonntags Vormittags (außer derirchzeit) im Zeich-

aen emem Abends in Wissenschaften und an einem anderen Abende ange. _ Westphalen. Nachrichten aus Paderborn zu- ranzDre per, Mitglied des Dom-Kapiiels, am 11ien Bischof erwäxlt worden. * -

__ ' Deutsche Bundesstaaten. Kouigreieh Sachsen. Auf der Königlichen Akademie für |, „und Landwirihe zu Tbaranb siudiren ??anäküs 41 inländische ["'kthe. _16 inländische Landwirthe und usländer, txeils Forsi-, sLandwtrthe, zusammen 84 Akademiker, im vorigen Ia re nur 78.

Pr vi e, isl :?)":ij

-] . zam

Berlin, Freitag den 17'“' Jaxnuar

XX Frankfurt a. M., 18. Jan. Bei dem u e M. A. von Rothschild mid Söhne fanden heute die EinzeichnuYerx fiir das behufs der AusfuhrunÖ der Kaffel-Frankfurier Eisenbahn negoziirie Loiterre- An!eh_en tm eirage von 6? Millionen Rihlr. statt. Der Betrag des einzelnen Loosrs isi 40 Rihlr. - in zwei Abtheilun- gen _- der Emissions-Preis 42 Rthlr. Da diese Effektgaitung bei der Zroßen Zahl kleinerer Kapitalisten sehr beliebt isi, bedarf es kei- ner rage_,_daß der Betrag des Anlehens bald gedeckt isi. _ Das neue sardrmsrhe L_oiierte-Anlehen, welches das Haus Gebrüder Beih- mann an dre Borse brachte, fand auch die willigsie Aufnahme, da das Loos nur 36 France) beträ 1. Man zahlt em 2 Fr. Agio. - Nachdem sich nun auch der chöff Scharff, 'xcons. sen., nach Kassel begeben hat, sieht man um so mehr dem baldigen Abschlusse des Vertrages wegen des Baues der Kassel-Frankfurter Eisenbahn

entgegen. Oej'terreuhtsche Monarchie.

73 Wixn, im Januar. Wir waren Zeugen des Festmahles, welches hier tm Kasino zu Ehren 1)r. Lisi's gegeben wurde, und freuen uns noch der __ang_enehmen Empfindungen, die es uns erregte, denn _es sprach sich fur jede Idee des Fortschrittes eine so einmüthige Begxrsierung aus, daß man fast staunen mußte, dergleichen in Wien zu-ftnden, das doch so wenig Uebung in solchen öffentlichen Auftritten hat. Der Held des Tages selbfi kühlte die Begeisterun etwas ab, welche_ seine S risien für ihn erregt hatten; denn eineriZits folgten

_c_h die Worte einer Rede m solchen Zwischenräumen, daß den Zu- orern um den guten alten Mann bei jedem Worte ban wurde, als habe er den Athem garrz verloren, und andererseits spra er nur eine Uxberzeugung als für thn erst-klar geworden aus, welche wir Oester- re_rche_r so ziemlich Alle schon lange hegen: wie große Hindernisse namlich, sich_ bei uns aufihiirmen, um gewisse Zolllim'en fallen zu macher)! Dre Andeutung des „Wie?“, selbe ups viel [18081 gewesen. Veröffentlich ausgesprochene Wunsch ])1'. Ltst's,- daß stch Ungarn bestreben möge, die Sicherheit der Person und des Eigenthumsberzusiellen, _zog Reclamaiionen nach sich, indem an em mehr briiderlrches Enige enkommen gemahnt und die Bestre- brmg Unggrns izr der Kultur Feiner Gesche hervorgehoben wurde. List _gab_ reparatron cl'bonneur durch ein Lob der ungarischen Hoch- herzrgkezt, worauf ein Gast den Toast auf das Wohl Ungarns unter allgemeinem Beifall ausbrachte.

Dre Ernennungen fiir die ungarischen Angelegenheiten folgen nun rasch auf einander. _Hof-Secretair Wirkner, welcher schon durch wehrere_ Landtage dre ungarische Hof-Kanzlei in Preßburg repräsen- trrte, die ungarischen Zakiirrdx'genau kennt und mit _ ganzer Seele an Thron und Vaterland hangt; ferner Siaiihalierei-Rath Sedény, der seine große Nednergabe- als Depuiirier der braven Czipser schon auf rnehreren Reichstagen bewährte und sich bei Freunden und Fein- den m gleiche Achtung feste; endlich der Rath der Königlichen Tafel, Zarka, ebenfalls ein ialentvolier Mann, der sich auf dem Reichstage vom_ Jahre 1840 Redner-Lorbeeren erwarb, sind zu Hofräthen der Königlich ungarischen Hof-Kanzlei befördert worden. Diese neuen Kräfte werden gewiß recht fördernd auf die Reform Ungarns, die so dringend Noth- thut, einwirken, denn wenn auch die Tüchtigkeit des dermali en Personals dieser Hofsielie vollkommene Anerkennung ver- dient, o isi es doch mit der Verwaltung Ungarns, somit der Sorge für den Vollzug der Gesche dermaßen belastet, daß, wenn nicht lev- terer ins Stocken geraihen sollte, anderweitige tüchtige Kräfte. herbei- geschafft werden, mußten. Wir begrüßen sie in den obigen Personen recht freudig, da selbe, in der richtigen Mitte Hiebend, erfolgreich in die Reform Ungarns einzugreifen vollkommen efähigt find. Regie-

Polizeihofsieiie ck| zum Hofraihe daselbst

Frankreich.

Paris, 11. Jan. Die Ari, wie der englische Standard die jeßige „Lage“ in Frankreich auffaßt (s. London im gesirigen Blaite der AUF. Pr. Z.), möchte wohl, allem Anschein nach, die richtigsie Beurtheiung der Dinge in sich schließen. Cin Ministerium Molé- Billauli soll für Herrn Thiers die Kastanien aus dem Feuer holen, damit dieser, wenn jenes sich daran verbrannt hat, sie abgekühlt in Rabe verzehren könne. In England,“ wo es sieis große, allgemeine Interessen des Landes und seiner materieller: und geißigen Entwicke- lung sind, welche durch die vorherrschende Macht der einen oder der anderen Partei vertreten Werden, kann ein solches Intri-

uenspiel um die Portefeuilles scharfer Kritik nicht entgehen.

ort, wo jedes Mit lied des Parlaments seine feste Stellung hat und ein Wechsel der arbe, ein Uebertriti von der einen zur anderen Seite nur als seltene Ausnahme vorkömmi, der es kaum im Lauf der Jahre gelingt, den in der öffentlichen Meinung daran haftenden Makel anz von sich abzuwaschen, muß ein solches Durcheinander, ein solches Zerüber- und Hinüber-Würselu der Stimmen und der olitischen Namen, wie es von Zeit zu Zeit in der französischen e islaiur einzutreten pflegt, als ein in überwiegendem Einfluß persönlicléxzer und Koterie-Interessen warzelnder Mißbrauch _der Repräsentativ-Verfas- sung erscheinen und als solcher urtuqunden gerügt werden. Eine Schilderung in der Revue des deux Mondes iiber die Präsidenten- und Vice-Präsidenienwahl der diesjährigen Session läßt dieses Manövriren der französischen Parteien, wie es sich in diesem Augenblicke wieder zeigt, besonders lebhaft ans Licht treten. „Die erste Jra e“, so heißt es in diesem Journal, „die sich bei Eröffnung der ession darbot, war die __?)räsidenischaft im Palast Bourbon. Herr Sauzet wurde vom Mini erium gegen Herrrn Du- pin, den Kandidaten „der konservativen Opposition und des linken Cen- trums, ausgestellt. Herr Sauzei wurde gewählt, aber um dieses erste Votum der Kammer zu verstehen, muß man mehrere, es begleitende Umstände untersuchen. Ersiens siegteHerr Sauzet nicht eher, als bei der ' zweiten Ab 'mmung,_ und hätten die verschiedrnewOppo- sitionen in Ueberein immung gehandelt, so wäre“ Herr Dup'm beim

rungs-Rath För-"rel von der befördert worden.

ersten Skrutinium proklamirt worden. ,Herr Sauzei hatte. 164 Stim-

men, Herr Dupin 95, Herr Barroi 63. Vereinzelte Stimmen zer- splitterten sich 9, die den, ministeriellen Kandidaten nicht uniersiii en wollten. So befand sich. das Minißerium gleich bei dieser er en Probe thatsächlich in der Minoritäi. Bei der_zweiien Abstimmung erhielt Herr Sauzet 177 Stimmen, wovon 15 bit absolute Majoriiät

zu übersteigen, wäre'

“nische Nationalität soll ,

1845.

bildeten. Das Minisierium siegte, aber um wel en reis? Einer- seits wandixn sich Herrn Sauzei legitimisiische cSl,it'mn91)etr zn, welche Herrn _Dupm, aus Furcht vor seinen Ansichten über die Jesuiten, zirriickwiesen, Herr Sauzet wurde weniger jansenistisch und universi- tatisch befunden, als Herr Dupin; wir wissen nicht, ob er die vo_n ihm gehx_gte Meinung rechtfertigt. Andererseits wurde von Mit- gliedern der außersien Linken, die bei dem jeYigen Ministerium ihre Rechnung findet [1110 dagegen glaubt, daß ein Zwischen-Kabinet ihr nicht so an dir ._Hande arbeite_n wiirde, der Kandidat des Ministeriums dem der gemaßrgten Opposition vorgezogen. Andere endlich stimm- ten _fur Herr_n Sauzer, weil sie in ihm einen bequemen Präsidenten Zrblickien, mit dem man gut_feriig werden könne, wie die Diskussion uber B_eigrabe-_S__quare beweise. Das sind die wahren Elemente, aus d_enen_dte Majbrriai dxs H_xrrn Sauzet besteht. Für das Ministerium wäre dies emetraurtge Maxoriiax. Man weiß übrigens, daß das Ministerium es berrui hai, Herrn Dupm zurückgewiesen zu haben. Der ehrenwerihe Deputirie mrßfrel dxn h_ellblickenden Freunden des Kabineis keinesweges. _llerdmgs hatten die dissidirenden Konservativen zuerst ihn zum Kan- dtdaierr ausersehen. Aber nach ihnen hatte auch das demMinisterium am meisten ergebene_ Journal diese Kandidatur unter seinen Schuh ge- nommen. Das Mrmsintum hätte den ihm gegebenen Rath befolgen m_rd unter allen Umstanden für Herrn Dupin stimmen sollen. Es hatte dadurch den Umfarig seiner Verluste verdeckt; es hätte seinen Geg_nern_eme (H„elegrnhert geraubt, ihre Kräfte zu messen; es hätte endlich emen machiigen Redner entwaffnet, der es 1“th mit einer furchtbaren Opposition bedroht. Aberzwischen Herrn Dupin und Herrn Julchtron konnte_ die Wahl „des Ministerx'ums vom 29. Okt. nichtschwan- ken, es mußte sich dein Joch des Lesteren unterziehen. So verlief der erste Ta_g des _thsiertiims nach Eröffnung der Kammern. Die folgenden waren ihm mcht gunstiger. Seine La e verschlimmerie sich sogar im- mer_mehr.___Nach der PräsidentschaZöfrage kamen die Wahlen der 4 Vice-Prastdenten. Eswurden die Herren von Salvandy, Bignon, Dufaure und Debelleyme ernannt. Betrachten wir eine dieser Wah- len nach deranderen, sie verdienen alle eine besondere Aufmerksamkeit. Herr von Salvandy wurde zum Schein vom Kabinet aufgestellt; er war drr Vierte auf der ministeriellen Liste; sollte es indeß wahr sein, daß dre Getreuen insgeheim den Befehl erhalten hatten, nicht für ihn zii stimmxn? Die Gruppe der Ministeriellen sollte Herrn Hé- bert ihre Stimmen“ geben. Es war dies ein geschickt verabredetes Manöver, um_ dem ehemaligen Minister vom 15. April Schach zu bieten. Dre konservative Opposition vereitelte dies Manöver. Während 24 ministerielle Stimmen sich Herrn Hébert zuwandien, siimmren die dissidirenden Konservativen für Herrn von Salvandy und bildeten seine Majorität. Herr von Saivandy dankte ihnen da- für. Jedenfalls betrachtet er sich nicht als von der ministeriellen Partei gewählt. Neben Herrn von Salvandy finden wir Herrn Bignon. Beide erhielten eine gleiche Anzahl von Stimmen. Man kennt die Unabhängigkeit des ehrenweriheereputirten von Nantes. Seine Sprache über dieAngelegenheiien von Otaheiii und Marokko isi die der konservativen Opposition. Indem das Ministerium Herrn Bignon zur Vice-Präsideutschaft der Kammern verhalf, mag es eine Probe von Gewandheit abgelegt haben, sicherlich aber ist der Sieg dieses ehrenwerihen Kandidaten nicht als ein minisierieller zu betrach- ten. In der dritten Stelle finden wir Herrn Dusaure. Hier be- ginnt die ernste Niederlage des Kabineis. Herr Dufaure wurde, vermöge einer Vereinigung der beiden Centra ernannt; die ganze ministerielie Partei stimmte gegen ihn. Man braucht übrigens nur die Rolle zu betrachten, welche Herr Dufaure seit zwei Jahren spielt, wenn man sich von dieser Niederlage des Kabinets überzeugen will. Die Politik des Ministeriums hat keinen enischiedeneren, keinen festeren Gegner; dieser Name bedarf keines Kommentars. Endlich kommen wir zu der Wahl, welche drei Tage- lang alle Gemüiher in Spannung erhielt. Herr Debelleyme und Herr Billault standen einander gegeniiber. Herr Debelieyme, vom Ministerium und“ von alten Freunden auf allen konservativen Bänken untersiüßt; Herr Billauli, vom linken Centrum und von dem dissidi- renden Theil der Majorität aufgestellt. Herr Deilelleyme siegte, aber nur mit 4 Stimmen. Herr Billault hatte “168, sein Konkurrent 172. Um sich einen richtigen Begriff von dem Einflusse dieses Vo- iums auf die Lage des Ministeriums zu machen, muß man Mehreres in Erwägung ziehen: man muß fich ersierns erinnern, wie lebhaft, eifrig und unermüdlich die Opposition des Herrn Billault seit vier Jahren war; man muß daran denken, daß er beständig sich auf der Bresche befand. Er personifizirie in sich mehrere wichtige Fragen, er war der permanente Gegner des Kabinets, auch sammelte das Ministerium gegen ihn alle seine Streitkräfte. An dem Tage, der zwischen den Abstimmungen hinging,. wurden alle“ Mit- tel angewandt, man berief das erste und zweite Aufgebot zu den Waffen, man wars Aliarm unter die Majoriiät, die ministeriellen Blätter erklärten, Herr Billauli sei ein Feind der Ord- nung und des Friedens, ein Revolutionair. Andererseits sagten ge- fällt“ e Gegner des Kabineis: Stützer das Ministerium nicht bei einer Peréonenfra e, laßt es bei der Diskussion fallen, möge es unter der Last seiner ehler unterliegen, das ist gerechter, freimüthiger, verfas- sungsmäßiger. So durch alle Mittel der Gewalt bekämpft, mußte die Kandidatur des Herrn Billault scheitern. Er unterlag in der That, aber seine Niederlage ist ein Triumph. Das Ministerium er- klärt nun, daß es an die Adreß-Diskussion appellire, der Uriheils- spruch der Kammern wird nicht ans sich warten lassen.“ Herr Vaude, Staatsraih, und Herr Vatoui,“ Direktor der öffent- lichen Monumente, sollen sich von Herrn Guizot getrennt haben, um sich unter die Fahne- des Grafen Molé zu stellen. Vom Grafen

Alexis von St. Priest wird ein Gleiches gesagt.

Die Adreß-Kommission der Deputirten-Kammer hat Herrn He- beri zuihrem Berichterstatter ernannt. Zett Hebert erhielt 6 Stim- men, Herr Felix Real, Herr Si. Marc irardin und Herr Gauihier de Rumilly jeder eine. Der „herkömmliche Paragraph über die pol- wie man erfährt, auch diesmal wieder Auf- nahme in die Adresse finden.

Was die "gestern von der Gazette angekündigte Maßregel ge- gen die Jesuiten betrifft, "so vernimmt man, daß in Fo__lge von Ent- deckungen, zu denen die Instruction eines rozesses gefahrk, der Ge- neral-Prvkuraior Heben mit Hinsicht au die Ausdehnuna- welcbe