Littau leißete vet Laudßunn mit der dort ßatiogirten ananterie-Compagnie lange Widerstand, mußte ,sich aber _endlich zurchziehm, weshalb auch die Truppen an der Emmenbrücke. uu! mxht abgescbmnen zu werden, zurückbe- rufen wurden, wiewohl fie siegmch thun Posten behauptet hatten. Als diese Weise Ylaugte die Vorhut des Feindes Abends 6Uhr über Littau bas nahe an die tadt; die Hauptmacht desselben lag in Littau und der Umgegend. Die Emmenbrücke wurde bald wieder von den bei Hellbü ! zurückgeschlagxuen Compagniem des Bataillons X. Schmid besxßt. Da der Femd bereixs von Lattau herabrückte, schickte ich ihm noch einen Theil der so eben angelangten Trup- pen von Obwalden entgegen, während einige von Nidwalden fich uach h_et Emmenbrücke zogen. Die Truppen von Obwalden vermochten 1111 „von Lu- tau vordringenden Feind nicht mehr aufzubauen und kehrten m dae Stadt zurück, ich detaschirte einen Theil gegen Kriens und das Renggloch„den anderm Theil mit drei Compagnieen von Nidwalden, so wie das Batmllon Schiffmann, aus den Gütsch, mit dem Befehl, dort Poßen zu fassen und den Wald zu rekognoöziren. „ „ „
Die Nacht vom 31, März auf den 1, Apr:! vcrfioßhtrr ruhtg; w9s sich bei Malters und Schachen ereignete, jß Ihnen bereits durch du mit- getheilten Rapporte der dort ßatiom'rten Truppen-Chcfs bekannt. Den 1. April, Mor ens 4 Uhr, zo ich mit einer Kolonne, bestehend aus 3 Com- paßnieen des ataillons Ko , aus den Bataillonen von Uri, Zug und Ob- walden, nebst den dazu gehörigen Scharfschüßen-Compagnieen und der hal- ben Batterie Schwyzer, zum Baslerthor hinaus, um die Vorposten der Freischaaren zurückzudrängen. Die im Gütsch liegenden Truppen, so wie die an der Emmenbrücke, in Kriens und Hochdorf, hatten Befehl, unsere Bewegung auf den Höhen durch den Wald so wie auch jenseits der Emme u unterßüßen. In der Sentimatte ließ ich hierzu als Signal 3 Kanonen1chüsse abfeuern. In der Vorßadt außer der Semi fan- den wir keinen Widerstand, die Häuser waren schon von den Freischaaren wieder verlassen, nur trafen wir einige versteckt gebliebene Individuen und zurückgelassen: Waffen und Effekten derselben. Wir rückten auf der littauer Straße vor und vemahmen bald Schüsse links oben im Gütschwald; ich detacbirte die Jäger und Scharfschüßen gegen diese Seite an den Wald, wo sie mit den dort liegenden Freischaaren in Kampf geriethcn. MitHülfe der vom Gütsch hcrziehenden Truppen wurden viele der fich verzwei- felnd wehrenden, aber zurückx'ehenden Freischaaren niedergeschossen und ge- fangen. Die wohldirigirten anonenkugeln zersprengten die auf der Höhe des Berges noch in Position versammelten Feinde vollends, welche fich nun, durch die hinanskeigende Infanterie noch mehr gedrängt, vollkommen zurück- zogen; so-gelangten wir, nachdem der ganze Wald und Berg längs der Straße und die Wälder und Anhöhen rechts derselben gesäubert, nach Lit- tau, ' von wo, ich einen Theil meiner Truppen, das Urner Bataillon nebst Scharfschüsen-Compagnie, das Landwehr-Bataiaon Kost mit 2 Kanonen zur Verfolgung der Flüchtlinge unter das Kommando des Obers Elgger stellte und den Rest wieder nach Luzern fiihrte.“
Kanton Genf. (Basl. Ztg.) Am 4. April hatten sich etwa 800 Radikale in einem Wirthshause vor der Stadt versammelt und über einen Handstreich gegen das Rathhaus,*so wie über die Ein- sepun einer provisorischen Regierung, berathen, So wie diese Nach- richt ck in der Stadt verbreitete, eilten Hunderte von Freiwilligen zum Schuhe des Rathhauses herbei und zwei Miliz-Compagnieen rückten in die Kaserne. Die Spannung stic auf die Nachricht, daß mehrere waadtländer Emissare der radikalen ersammlung beiwohnten; als jedoch gefragt ward, wer sofort gegen das Rathhaus ziehen wolle, fanden sich nur etwa dreißig, so daß die Versammlung sich auflöste und die Theilnehmer einzeln nach Hause gingen. Die Nacht ist ruhig verflossen.
- Dem Schwäb. Merk. wird aus der Schweiz vom 5.April geschrieben: „Es ist nun keinem Zweifel mehr unterworfen, daß vor- läufig wenigstens den kriegerischen Volksbewegungen eine Gränze geseßt ist und keine weiteren Verwickelungen aus den luzerner Ereignissen sich ergeben werden. Zwar hat Abyberg mit 1400 Schwyzern nebst dem Zuger Kontingent gegen das Aargau hin die luzerner Gränzen beseht, es hat aber dieser Schritt durchaus keine offensive Absicht, und er ist einzig deshalb gethan worden, um die etwaige Wieder- holung eines Angriffes auf Luzern abzuhalten. Die entschiedene Stellung, welche die berner Regierung jest gegenüber der sogenann- ten Volkspartei einnimmt„und welche, wenn eine Woche früher ge- nommen, sicherlich das luzerner Blutbad verhindert hätte, muß die beruhigendsten Gefühle einfl'o'ßen. In einer am gestrigen Tage in ihrem Kanton bekannt gemachten Proclamation erklärt sie sich ent- schieden gegen jede ungeseßliche Bewaffnung und versichert, alle ihre Kräfte ausbieten zu wollen, um dem geringsten Versuch, die gesehliche Ordnung auf irgend eine Weise zu stören, kräftigst zu begegnen. Am allerbedeutendsten muß unter den dermalt'gen Umständen die Maßregel erscheinen, welche der berner Regierungörath gegen die Tagespresse genommen. Aus den Kantonen Aargau und Solothurn lauten fort- während die Nachrichten so beruhigend, daß für jest die Gefahr eines Aufstandes vollkommen beseitigt zu sein' scheint.“
Spanien.
S Madrid, 1. April. Die Gründe, welche zu den zahlrei- chen Verhaftungen hier und in der Umgegend der Hauptstadt Veran- lassung gegeben haben, sind noch immer nicht enthüllt, wenn sich gleich aus den"bekannten politischen Gesinnungen der Verhafteten der Schluß ziehen laßt, daß es auf ein espartertssxisches Unternehmen abgesehen war. In Fuencarral, 13er ersten Po =Station auf der Landstraße nach Vayotxne,_ wxxrden 01 einem Privathause 680 vollständige Um“- formen, wre dte htesigen Polizei-Soldaten sie tragen, vorgefunden. Vermuthljch warez: fie dazu bestimmt, den Verschworenen als Deckmäntel bei Ausführung abres Vorhabens zu dienen. Die schleunige Abreise eines (deutschen) Obersten, des Chefs der hohen Polizei, von hier nach Sevilla, soll mit den gemachten Entdeckungen in Verbindung stehen. Die Revolutionairs sehen unterdessen alle Mittel in Bewegung, um-durch Aussprengen der abenteuerlichsten und unbegründetsien Gerüchte die Aufmerksamkeit der Regierung irre zu leiten. Direkte und zuverlässige Nachrichten von Barcelona melden, daß die öffentliche Ruhe nur durch eme „Bande von 30 bis 40 Straßenräubern, den sogenannten Tra- bucmrs, ynterbrochen wird, die ist schwer zu änglt'chen Höhlen ihre Schlupfwmkel haben und an der auf dem ande vereinzelten, in Schrecken gxseßten Bevölkerung einen Anhalt finden. Die Gegend, "! welcher dre Bande haust, wtrd gegenwärtig mit Truppen umstellt, Ie datxjes Barcelona, Gerona, Tarragona und Lerida abgeschickt
ur e .
Dre Regterung hat :jnen neuen Kontrakt mik der S.Fernando- Bank qhgesxhlossen, vermoge dessey levtere zu Gunsten der Staats- Kajsx fur dre Monate Aprzl, Max und Juni einen Kredit von 180 Malltonen Realen (monatltch _je 60 Min,) eröffnet. (S. 2111qu, Preuß. Ztg. Nr. 101.) Dre Bedingungen sind für die Regiérung dxückender 019 basher, und dre verschiedenen Kapitalisten, die bisher dtese Operaxzonen gemeinschaftlich mit der Bank unternahmen, haben !] sept zuruckgezygen. , Die Abgaben werden übrigens 1th mit einer ochen erenge em etnebeu, daß man auf unangenehme Vorfälle in den Provmzen gefgßt sein, darf. '
In der gestrtgen Saßung des Senates be ann die Diskussion des, dem Regaerungs-thrage gemäß, au Zurü gabe der unverkauf- ten Güter der letgetstlnhkxtt estellxen utachtens.' Auf verschiedene durch den Marqms von Mara ores gemachte Bemerkungen erwiederte Herr, Martinez de la Rosa, dte Regterung sei zu der Erwartung be- rechttgt, daß, die Unterhandlungen mit dem päpstlichen Stahle, sowohl über die politischen, als über die kirchlichen Verhältnisse, binnen kurzem unter den ünsiigsken Aus chten eröffnet werden würden. Indessen stxllte der inister ausdrü lich in Abrede, daß sie die Abschließung emes Konkordates beantragt habe oder beabsichtige. Der Finanz-
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Minisker erklärte, daß auch biejeni en National liter, beten Käufer wegen nicht geleé eker Zahlung anker Beslv ge est würden, an die Gastlichkeit zurü egeben werden ollten. Nach einigen den Gegen- stand selbst nicht etrefsenben Diskussionen wurde heute der Antrag durch 76 Stimmen !gegen 4 angenommen.
Ein Blatt, we ches Mittheilungen aus dem Staats-Mim'slerium erhält, behauptet, der Infant Don Francisw werde" sich mit einer Schwester der Königin Chrisiinx vermählen, und aus dieser Veran- lassung wäre das Gerücht entstanden, daß das Linienschiff „Sobe- rayo“ von Cadix audlaufen solle, um den Grafen von Trapani hier- her zu führen. Das Blatt la Esp eranza enthielt gestem Abend einen ausführlichen, sehr beachtungswerkhen Artikel, in welchem die Königin Christine dringend aufgefordert wird, ihr Gewissen zu Rothe zu ziehen, ehe sie die“ Einwilligung zur Vermählung ihrer Königlichen Tochter mit dem erwähnten neapolitanischen Prinzen ertheile.
Der englische Gesandte hat der hiesigen Regierung zugesagt, das den Spaniern so läßige englische Pontonschiff solle aus d'em Hafen von Havanna zurückgezogen werden.
Zproc. auf60 Tage 34; 5proc. auf 60 Tage 2534.
Griechenland.
3: Athen, 26. März. Durch Cirkular des Jinanz-Ministers an alle Kassirer des Reichs sind diese unterm 1. (13.) März ange- wiesen, Banknoten der National-B'ank fiir 25 und 50 Drachmen auf Verlangen der Inhaber gegen haare Münze umzuwechseln, eine Froße Begünstigung für die Bank und ein Mittel mehr, deren Noten esser in Umlauf zu sehen.
Der Oberst Johannes Staikos ist als Deputirter fiir Trichonia anerkannt worden. Eine Menge Deputirten sind in der Armee zu höheren Graden befördert worden; nnter Anderen wurden Christako- poulos, Rigas Palamédes, Georg Notaras, Lykurgos Chresienetis und A. Geor oudas zu Obersten ernannt. - Der Iustiz-Minister Balbi bat um eine Entlassung gebeten, angeblich, weil er die vorstehenden Beförderungen nicht gutheißen wollte. .
Kolettts hat dem Senat den Geses-Eanrf zum neuen Qua- rantaine-Geseh eingereicht.
Fräulein Helene Botas 13, aus einer der angesehensten Familien der Znsel Speyia und To ter des früheren“ Finanz-Ministers unter Gra Armausperg, ist an der Stelle der jüngst mit dem österreichi- schen Capitain Kudriaffsky verehelichten Varonesse von Wiesenthau zur Hofdame der KönIiZt'n ernannt worden. '
Am 9. (21.) d. . wurde von der betreffenden Kommission der Bericht über das vorgeschlagene organische Finanzgesetz der Kammer vorgelesen; er enthält einige Modificationen, wodurch 70,000 Drach- men jährlich erspart werden. Das Gehalt des Premier-Minisiers ?ststaus! ä200 Dr., das der anderen Minister auf 800 Dr. monatlich e ge e t.
Die sogenannte Königliche Runkelrüben-Zuckersiederei-Compqgnie hat am vergangenenSonntag den Actionairs einen Rechenschafts-Be': richt abgelegt, woraus hervorgeht, daß die Compagnie herrliche Ge- schäfte machen würde, wenn es nicht am Besten, an den Rüben, fehlte. Anstatt der nöthigen 10 Millionen Oka jährlich -kann man nur etwa 200,000 Oka Rüben produziren. Durch diesen fatalen Um- stand kommt das Pfund Zucker auf ungefähr 10 Gulden zu stehen.
Handels- und Böksen-nachrichten.
Berlin, 12. April. Daß Geschäft war heute ungleich schwächer als geßem, und nur in einigen Effekten, als N einiscbe, Rotterdamer -und Oesterreichische Bahnen, war dxr Wmsßß _zu be eren Coursen ziemlich belebt.
Marktpreise vom Getraide. Berlin, bei! 10, April 1845.
. Zu Lande: Weizen 1 Rthlr. 20 Sgr. 5 Ps., auch 1 Rthlr. 19 Sgr. 2 Pf., (schlechte Sorte) 1 Rthlr. 9 Sgr. 7 Pf.; Roan 1 Rtblr. 8 Sgr. 5.Pf.; große Gerste 1 Rthlr. 5 Sgr. 5 Pf., auch 1 thlr, 3 Sgr. 7 Pf.; kleine Gerste 1 Rthlr., auch 28 Sgr. 10 Ps.; Hafer 27 Sgr., auch 21Sg1'. 7 Pf. Eingegangen sind 43 Wispkl 12 Scheffel.
Zu Wasser: Weizen (weißer) 1 Rthlr. 27 Sgr. 7 Pf., auch 1 Rthlt. 22 Sgr. 10 Ps. und 1 Nthlr, 18 Sgr.; Roggen 1 Nthlr. 8 Sgr. 5 Pf., auch- 1 Ntblr. 6 Sgr.
Mittwoch, den 9. April 1845.
Das Schock Stroh 9 Rthlr. 10“Sgr., auch 8 Rthlr. 5 Sgr. Der
Centner Heu 1 Rthlr. 5 Sgr., auch 20 Sgr. Kartoffel - Preise. Der Scheffel 15 Sgr., auch 10 Sgr. Branntwein - Preise.
Die Preise von Kartoffel-Spiritus waren am 5. April 132 Rthlr., am 8. April 13“: Mbit. und am 10. April d. I. 13'ch*1Zk7 Rthlr. (frei ins Haus geliefert) pr. „200 Quart 5 54% oder 10,800% nach Trams. Korn-Spiritns: ohne Geschäft.
Berlin, den 10. April 1845.
Die Aeltesken der Kaufmannschaft von Berlin.
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Die am 19ten v. M. in der Garnison-Kirche durch den Köni' JufikÖDixthot HemxtDZ. TSßtheidser vöranftalteteRAufführung des G, _ en ra ormms: „ er o e u“, at einen einertra von 5 ' 6Sgr. geliefert, wovon die Kasse derErwerbschulen dic Hälgfte mit ",' FÜUdtagS “Angelegenhktten. 131 Sgr.herhalte1; h1lt' Yi: ?ekm binnigsten Deich, dwelch0m wir dem B b [! meme mer un 0 en [wren en, nnmenti en önigli ' robin ra . ' rinnen Dlles. Tuczek und Vurchhardt und den Königlichen SäcxgekmS P ' z " en urg Mantius und Zschiesche, widmen, bringen wir obige Zuwwdung hk , zur öffentlichen Kenntniß. Berlin, den 6. April 1845, . Direction der Erw-rbfchulen.
Die Privat-Mittbeilungen vom Zten und 4ten d.M. in dchossjs Zeitun über den Hochßand der Elbe und den Umfang einer dx, Gegend- teberfluthung können von uns nicht bestätigt werden; |:
a 102.
["in“
Inhalt,.
Berlin, 10.201111. 32|e Plenar-Versammlung. Dem
chäftobetrieb der Königlichen Seehandlung beziehen, nämlich 1) eine kschrift des hiesigxn Magistrats, worin der Antrag gestellt wird: Landtag möge em von den hiesigen städtischen Behörden an des iss Majestät gerichtetes Gesuch, die Unternehmungen der See- dlung einer Prüfung durch die Ministerien des Innern und der vqn uns unberückficht-gt bleiben, fürchtete man hier nicht, daß sug- gnzcn zu unterwerfen, befürworten, und 2) ein Gesuch mehrerer seren, unsere Freunde und Bekanntexußerhalb zu erschrecken. Wir. aidehändler, worin die gewerblichen Unternehmungen der See- Lkßkeke dlesekhalb ganz berlxhigkn,„1ndexn Stad: upd Umgegenduoz blun vom Standpunkt der Staats-Oekonomie und des Rechts YFM! MYM“ FisseltZ-ckwabxend M MM Zeit “ck,“ Ml“ Gksxvdm egriéen werden, an diese all emeincAusführung aber der spezielle Wa1se'111211de JTtÉlbYSsxnd 2er?" ÄÉZZUHYU 2??? id?" "ZUM 4 ag geknüpft wird, bei des öm'gs Majestät zu erbitten, daß der von S albern eim Deichstrecke v Wü [. p “ .."" g ',?h“ ..“"1'4 handlung aller innerer Handel untersa t und ihr befohlen werde, “ * - g1ch zu unterstuven fur nythtg, ei er bestimmten Frist entweder de in “1; m B si b fi d es vorgeko_111men , daß, 11m dte Arbeiter zusmymcnzuhalten, emma], en ,J' 1) b “k ' .. ' re e 13 e " “ zwax, am 0ten d. M.,„ dre Styrm locke angeruhrt worden ist. Alle ., Mahlen un Ja " ?Anlagen 311 veraußcrn, oder den Absah Ansuhrungcn der Zprtvat-Matthe,lun'gen haben Separat-Zwecke Fabrikate "Uk überseetsch zu vermttteln. Gegensiande, und mdem tytr selbzge ubergehen, halten wir gut, darauf In dem Ausschuß-(Hutachten, dessen Gange der Landtag bei der merksam zu machen, daß jene Zettungs-Artikel vom 29s1en p. M. *(."*.- athung Fol te, wird nach einer historischen Darl ung der Be- dlung de el en Gegenstandes beim Sten Provinzial-Yaudtage vor- mlich hervorgehoben, daß die Sache durch den Bericht, welchen Chef dex Seehandlung unterm 30. November v. J. an des Kö- -- Majestät erstattet„so wie durch die darauf unterm 15. Februar .erlassene A_Uerhöchste Kabinets-Ordre, welche eben so wie jener icht veröffentltcht worden, eine sehr wesentliche Veränderung erlit- habt. „Da des Königs Majestät auf Grund jenes umfassenden ckckck Sach über die bisherigen Unternehmungen der Seehandlung rkannt und_ billigend au6gcsprochen, zugleich aber befohlen habe, neue Jabnk-Anlagen von diesem Institut nicht weiter unternom- 1 werden und nur in außerordentlichen Fällen und aus überwie- den Gründen für die allgemeine Landeswohlfahrt auf Grund rhö ster Entscheidung Ausnahmen skattfiuden sollen, so hat der schq es mcbt fiix passend erachtet, gegenwärti in dieser Ange- nhe-t zz: petitiomrcn. Gleichwohl geht das utachten auch auf materzelle Priifung der erwähnten beiden Gesuche ein, und führt .,daß m der Allerhöchsten Kabincts-Ordre vom 14. Februar d.I. 10 mehr zugxsichert worden, als Seitens des hiesigen Magistrats Ztrag't war, mdem die Prüfung, welche nach dem Antrage den -ts1enxn „des Innern und der Fmanzen übertra en werden sollte, Nazesfat der Köyig Yllerhöchstselbst Sich vorbeßalten haben; daß hierin tanzen.) Anfang 6 Uhr. etttton der Getrmdehändler in ihrem ersten Theile, nach welchem die Zu dieser Vorstellung werden Opernhaus-Villets zu den erh nehmungen derScebandlung nichtweiteraUSzudehnen,gleichfallöals Preisen verkauft. Yi durch jene Kabinxts-Ordre zu betrachten, der zweite Theil Die angewiesenen Billets sind bis Sonntag, den1Zten d.,“» esuchs aber, der em Aufgeben d“ scho") bestehenden gewerß- tags 12 Uhr„ abzuhylen, t).ach Yelcher Zeit über die derartig res ' " UUYUZMFUIY verlangt,dtmeYes'hallentOt,.?eetgnxt ?" “"“,", ten Btllets anderwett verfugt wm,. „ um 11 m esuch an e omgs axesta zu nch en, M1
- . 5 - : , Königs Majestät erst vor wenigen Wochen den dcrmaligen Zu-
WWLMLZZYMÉYYUN811111YoWYeetFixs Vorsielluug D d der Zewerbltchen Unternehmungen der SerhqndlutÉlg, nach vyt-
Montag, 14. April. Jm Schaaspielhause. 69ste Abonnem gerPrufung genehm: * haben, voraussichtltch d'esks queben zucht
Vorstellung: Sie ist wahnsinnig. (Herr Karl Devrient, vom 11" e dae namhaftesten erlusie zu bewerkstelltlgen sem wurde, hterzu 1
ot eater u annover: Baron t . , „ ] eén-„dringeydes Moxiv um so weniger vor ege, als der Nacßweis :?:-11.0: DZr Kplomat. (Herr 11 ariHJWZntFFhZY nyéa tgefuhrt set, daß dae Unternehmungen der Seehandlung eme uber-
. 1. .. . . . n' gend"lästigesBeschränxung, oder Bebrückung „des Pgblikums zur D..": :..:-::: ,.:m„.:::"s:;:h:*:. :..-:::" ......, ...-.....- ........W„.„,.g...g..,. «......
131111. 1.6 8116010618 56 6011111056131 (16: 1) 1.65 premiöwsa (16 111611611611, 931111671116 611 2 36165, 1131" 1111. 113 3111.11 1116131116 113131163 110111" 13 (1611111216 f'015 (13115 16 11“) 6 (16 111“ 11611.) 2) 1.6 (16)- (1'Ü1Z'Ll' 11 93115, 1731111671116 611 1 nete, 1111". 111616571116. (01116. “11162611, [1661111666 611311161156 11010 110731, 61 111311. 131116, [1661111616 (1311561156, ren1y|1ront 105 (16 Nathalie 6t 11'11?136.)
vom Iten und 4ten (Wittenbuge) und vom 5011 d. M. (Wäsche und . terbalb Wittenber e) aus einer und derselben auswärtigenz
geflossen zu sein ycheinen, indem namentlich der leßtere Artikel auf den der Eisenbahn hinweist.
Seither wurden die Posten nach und von Berlin und Hamburg, gleichen nach und von Magdebur durch die Altmark über Seehause- unterbrocheu; dagegen fehlen die Zoßen von Magdeburg über Genthi- HaveWerg seit länger, indem die e Tour wegen der Dcichbrüche in' Gegenden zur Zeit überschwemmt ist.
Wittenberge, den 10. April 1845.
Der Magistrat.
Berichtigung. In Nr. 99. der Allg.Preuß.Zt ., S. Sp 2,„Z. 47 v. o., ist statt: „der dortige berühmte Kempe! Vischnuxad“, zu lesen: der berühmte Tempel des-Vischnu
in Bogajah. Kontgltche Schausptele.
Sonntag, 18. April. Jm Opernhause. 44sie Abonne- Vorstellung: Der Liebestrank, Oper in 2 Abth. Musik von ) zetti. „(Leske Vorstellung diese? Oper mit Dlle. S.Löwe, als .* Hierauf: Der Soldat aus Liebe, Ballet in 1 Akt, von . (Herr Hoguet-Vesiris, erster Tänzer der großen Oper zu Pari:
Uuternehmun en gar nicht zu bezweifeln set“. I!) d-erVerZ'cmmlung wurde allgemein anerkannt, daß die Ange- tzhett durch die Allerhöchsie Kabinets-Ordre vom 14. Februar 6. eme ganz _vcränderte Lage gekommen sei, indeß wollte man die aus bergelcttete Konsequenz, daß nunmehr für den Landtag keine anlassung vorliege, in dieser Beziehung Sr. Majestät noch eine ke vorzuÉragc11,ddYch von Fell,)rcrcn SciHen Zieht 0123: zuftrcfsendSan- . . „ nnen. -6 war ervor e o en: der eri t des e s der ee- sta Y'ÉW-„Yu TlxnerijkZirsfteZmäghr sini? 13:1" Yolntag “11101 dlung, auf Grund deffeß die Allerhöchste Kabinets-hOrdre ergan- Mßlant'e Kronge11siraße Nr ,;4 1 Tr? e hocrh o)"??j Abo . set doch eben von dem einseitigen Standpunkte aus erstattet ts ,d . E t ' d ' “ A ppl “, zu b..“ .“ ' dcn, Welchen zu beseitigen Zweck der einen Petition gewesen sei ; Fkk" “"My“? ," "“,; fi" ohne xSnaWe mcht SUMO eks,--'vku*'kma11 auch zugeben, daß es der Verwaltung jenes Instituts voll- lae resp.b iomh'e*l§t“aatser“'er1gcht,B ls ,ML'TUWI MMW “ “111 -men gelungen sei, ihr Verfahren nach den ihr zum Anhalt dienen- affMPxeijsee ;;; 51) leähefl'lr (YT: BMI“:uzerstÖquthaklxtexu Vorschrijten zu rechtfertigen, so könnten diese Vorschriften selbst Lo e des erßen Nan es 1 NU)" :e 3 a o' " ** nqch emer Beurtheilung unterliegen, und gerade dieses werde g L t d B kg 1 ' d. , "de chdte Petitionen bezweckt; nun liege es aber recht eigentlich in ,. ““'“ “' "?"" ".'WUUQ “' ***“kxzetchneten, Beh,“ Stellung des Landtags, die Beschwerden der Provinz und ihrer “)*, DXFWb“ 1844 's? d'“ vo.: langxrer .Ze't schon e'k'gksuhrte-*„ ehörigen zur Kenntmß Sr. Majestät zu bringen und darum zu günsttgung yon reservtrten Platzen fu„r dae Person derxemgen bw en, daß die Maßregeln der Gesetzgebung und Verwaltung auch Weateres bezbehalten tyorhen, welch: "' deren Besißx waren, wog Rücksicht auf diese Klagen einer Prüsun unterworfen würden; neue,dergle1ch„xn Begunsttgungen-, "kcht. mehr erthe-lt werden s'. : des Königs Majestät auf derartige Anträge huldvoll einzugehen Da le,"? Vergunsttgung rem persoztltch kst-„so fol t,daraus von tigt seien, und daß Prüfungen, namentlich mit Zuziehung von daß eme Ueberttagung d“ re's'ervtrten M““ an nacht zum xm“ ckYerständigen, sebr heilsame Resultate lieferten, das beweisen die bare1'1_Ha116|an„de d“ Bethkklkgtk" gehorende Persynen, 1," rFänge, welche die Aufhebung des lehten, mit den Niederlanden :..:. ::::s: :. ...... .. .... ..,... ...... . , . . . „- “ swürde demna nur d in 1“ ten ein da einer aus Staats- d'." Vergünfttgung d“ 3" reservxrearden PW“ „sofort “"kf- ""d„ ruten und GewérbetreibWbenzu e1111schte11 Zollstäß'ndig unparteiischen dteselbe Maßna'hme stattfirzden, msofern dae nut rrservtxten P Mmission eine Prüfung der gesßmmten ééwerblichen Thäti keit der versehenen Per onen der m der Bekanntmachung von) 0. Dez, e_andlung übertragen werde. Von einer solchen kommißsarischen 1844 K*] 7111- (Z- gestellten Bedmgung, wegen der im Loafsm mttelung könne man sich nur Vortheilhaftes versprechen, denn ent- jkdk" Monats mmdekiexs zu besuchendxn Anzahl der Vyrstxllung . er werde durch dieselbe die Schädlichkeit jenerUnternehmungen im ZYY- und Scha“! ptelhause, mcht jeder ZM vollstandig s'" “1111 oder im Einzelnen feßgesteat werden, und dann set ohne ' , „, , " * ' k „von den landesväterlichen Absichten Sr. Ma'estät des Königs Bkkl'UGbe" 111- Aprkld 1845- „ „ , l)„Üu'lgske Abhülse zu erwarten, oder die Klagen [würden als un- enera -Znten “WV!- Schauspiele. LMdetdefunden werben, und dann sei es als ein Gewinn zu be- Böni s ädti es entw J "„ a das durch die vorliegende Frage vielfa "angeregte Pu- Sonntag, 13. APLÜ-ß DK) WZYmsegler wider Wi ' tmrs Besseren belehrt und beruhigt werde. Zabei-ward noch
abenteuetli e o ., . . . beitet „ esonderem Nachdruck darauf hingewtesen, daß es keinesweges in ck P sse m' Gesang an 4 Btldern, fm bear_ ""I des Staates liege, aus der im Lande geltenden all e-
dem Französischen des Théaulo'n und Decourcy, von “ en G , „ „ _ R““d , .. . , . -_ . „ „,], karbefrethett auch für sich dre Befugm zum Gewerbe :- Faks::olluß “' ' Komgl sächsischer Hof Schauspieler. Plz b&„Wktkm- der Staat bedürfe keiner Geßerbesreiheit, aber
Montag, 14. April. Der Weltumsegler wider Willen. (" ibm d t “".f b.“ Gemeiqwohl du's" '“, keine. Gewerhe “d : , . *, - - enn 'bet setyen überww enden Geldkräften [te 2 es 111 N“ “ PM“ ““ GNM“) "" cht, jede Konkurrenz zu gtödten; in diesem Sitgme hätte
-----_-_-.__- ? Verantwortlicher Redactcur or. 3. W, Zinkeisen. 1 bereits eine Kabinets-Ordre vom 17. Juni 1795 auf Grund
Gedruckt in der Deckerschcn Geheimen Ober-Fxxofbuchdlee B"slhwkrde der Kaufleute zu Königsberg und Memel angeord-
Beilage zur Allgemeinen
“„„gs-An elegenheiten. Xtovinz Brandenburg. (WM 7 :
maligen Landtage liegen zwei Petitionen vor, Welche sich auf den “ ' schiedenen Zeitalter hinzudrängen pflegten, zu mäßigen und zu beherr-
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net, daß die Sxehandlung ihre Rechte zum Nachtheil der Kaufmann- ! sxhaft nieht erweitern oder durch ihre Operationen eigentlich bürger- ltches Geschäft flöten solle. Vom rechtlichen Standpunkte ward hin- zugefügt, daß die Seehandlung auf Grund der Patente von 1772 und 1794 nur bis zum Jahre 1808 bestanden, von da ab aber, da ihr Privilegium mit diesem Jahre abgelaufen und nicht erneuert wor- den sei, nur faktisch, nicht aber esehlich beskanden habe, und daß es daher ein juristisch nicht zu recht ertigender Schluß sei, wenn man an- nehme, daß die durch das Gesch vom 17. Januar 1820 neu orga- nisirte yuv zum Banquier des Staats bestellte Seehandlung noch die Bengmsse besive, welche ihr durch jene älteren Patente beigelegt wor en.
Eine andere Stimme führte aus, daß es besonders darauf an- kommen werde, der Seehandlung, welcher ihrer Verdienste für die Vergangenheit nicht bestritten werden sollten, für die Gegenwart und Zukunft eine passende Stellung anzuweisen, und in dieser Beziehung öffne sich ihr ein eben so weites als fruchtbares Feld; wenn es näm- [ich als die Pflicht einer weisen Staats-Regierung betrachtet werden müsse, die Extreme, zu welehen die bestimmten Richtungen der ver-
schen, so sei es gerade jest das Uebergewicht des großen Kapitals, welches die Aufmerksamkeit auf sich ziehe; ohne zweckmä ige Gegen- mittel sei zu erwarten, daß diese Präponderanz des gro en Kapitals immer mehr hervortrete, das kleine Kapital gänzlich absorbirt werde. Hier könnte nun ein Institut, wie die Seehandlung, vom größten Nahen sein, wenn es als ein Mittel- und Sammelpunkt für dae klei- nen Kapitalien sich hinstelle, die geringen Ersparnisse der arbeitenden Klasse, welche z. B. in Sparkassen gesammelt werden, an sich nehme, zu größeren Unternehmungen anlege und so den Theilnehmern denGc- winn jener Unternehmungen verschaffe und ihnen gleichzeitig Arbeit gewähre; dieser Weg set in Holland mit großem Erfolge betreten worden und es sei sehr an der Zeit, schon gegenwärtig auch bei uns darauf aufmerksam zu machen.
Von der anderen Seite suchte man die Debatte näher auf die vorliegenden Petitionen zurückzuführen. Der Landta könne sich un- möglich bei der Berathung darüber, ob gewisse speztclle Anträge zu
_ Preußischen Zeitung.
befürtöorten seien, auf das weite Gebiet theoretischer Prinzipienfragen begeben, oder auch nur alle die einzelnen Geschäfte der Scehandlung einer Kritik unterwerfen, wozu ihm alle Materialien fehlten, nun lä- gen dem Landtage aber nur 2 Petitionen vor; die erste, die des hie- !igen Magistrats, müsse man durch'dt'c mehr erwähnte Kabinets-Ordre ür erledtgt erachten, indem durch dieselbe mehr gewährt als erbeten worden, und der Vorschlag, ungeachtet jener Ordre, noch eine kom- missarische Untersuchung der Geschäftsführung der Seehandlung zu erbitten, erscheine Weder passend noch ausführbar; nicht passend, weil er die Erklärung enthalte, daß die Allerhöchste Entscheidung ohne gchörigePriifung und ohne Berücksichtigung der vielfach im Publikum laut gewordenen Klagen ergangen sei; nicht ausführbar, weil man sich gar nicht denken könne, aus welchen Deputirten die zu bildende Kommission zusammenzusehcn sein möchte; die Thätigkeit der See- handlung sei so vielgestaltig, die dabei betheiligten Interessen so ver- schiedenartig, ihre lokale Wirksamkeit so weit zerstreut, daß es gar nicht möglich sein werde, die Repräsentanten der möglicherweise von jenem Insiitut bedrohten Interessen"heraUSzufinden, und man müffe annehmen, daß diese am vollständigsten durch das von Sr. Majestät dem Könige neuerdings ins Leben gerufene Handels-Amt erkannt und am zweckmäßégsten vertreten werden würden.
Was dagegen die zweite Petition betreffe, insofern sie sich auf Aufhebun des gewerblichen Verkehrs der Sechandlung beziehe, so eigne der [be sich um deshalb in seiner Allgemeinheit nicht zur Be- fürwortung, weil es weder in der Absicht liegen könne, auch die ge- meinnüßégen Unternehmungen der Seehandlung ohne Weiteres zu be- seitigen, noch auch den Staatskassen durch eine solche Maßregel we- sentlichen Schaden zuzufügen; es werde also auch in dieser Beziehung gewiß räthlich sein, wenn man erst die Wirkungen der Allerhöchsien Kabinets-Ordre vom 14. Februar d. I. abwarte; sollten diese den Erwartungen nicht entsprechen und speziell motivirte Beschwerden von Gewerbtreibenden dem Landtage wiederum zugehen, dann werde die- ser Gelegenheit haben, um so begründeten und erfolgreichere Bit- ten an des Königs Majestät zu nchten.
Hiernächsi ward mit ansehnlicher Majorität beschlossen, den er- wähnten Petitionen keine Folge zu geben, auch die Nicderseßung einer Kommission zur Prüfung des Verfahrens der Seehandlung mcht zu beantragen.
Cin städtischer Abgeordneter hat wegen zu erbittender Modifica- tion mehrerer Vcsfimmungcn der Postgeseße eine Petition an den Landtag eingereicht. Die Versammlung erkannte im Einverständm'ß mit dem AusschußxGutachten an, daß im Allgemeinen eine Petition über diesen Gegenstand an des Königs Majestät zu richten, wohl Veranlassung vorliege, da auf der einen Seite die rapide Entwickelung dcs Verkehrs und der Communicationsmittcl manche Abänderun en be- dingc, auf der anderen Seite die Poß-Verwaltungin manchen Pun ten den Bedürfnissen und Anforderungen des Publikums nicht vollständig zu ent- sprechen f eine. Dagegen fand das Ausschuß-Gutachten insofern Widerspru , als dasselbe den an des Königs Majestät zu richkenden Antrag an die Bedingung knüpfen will, daß der Theil der Staats- Einnahme, welcher jeßt aus den Revenücn der Post-Verwaltung cr- hoben wird, nicht vermindert werde, oder daß der StaatshaUShalt eine solche Verminderung doch ertra cn könne. Gegen das Hinzu- fügen einer solchen Bedin ung ward crvorgehoben, daß dieselbe den Antrag selbst wesentlich chwächen werde, denn in der Ermäßigung der Portosäve, welche gerade erbeten Werken solle, Werde die Post- Behörde gewiß eine Schmälerunß ihres Emkommens erkennen, wäh- rend dies doch erst durch den Er olg nachgewiesen werden könne, und angenommen werden dürfe, daß der durch Wohlfct'lheit gesteigerte Verkehr jeden Ausfall decken werde. Nach den richtigen national- ökonomischen Prinzipien dürfe die Po| überhaupt nicht als ein Er- werbs-Jnstitut betrachtet werden; könne aber der Staat einen Ein- nabme-Ansfall, wider Erwarten, nich? ertragen, so würde die Zurückwei- sung des Antrags, auch ohne daß dre Stände dies selbst befürworten, erfolgen. Von der anderen Seite ward zwar hervorgehoben, daß der Antrag um so mehr Gewicht haben werde, 6 besonnener er gemacht würde, und es würde wohl nichtin der Ab 1 der Versammluuglie- gen, den etwanigen Einnahme-Ausfall durch eme vielleicht sehr lästige Struck gedeckt zu sehen; es verstehe sich von selbst, daß die Berech- nung des Ausfalls mit Berücksichtigung der anderweit z.B. in Eng- land gemachten Erfahrungen und der Erleichterungen, welche dre Poften durch den Eisenbahn -„Verkehr genießen, aufoesiellt wexden müsse; dennoch aber bxschloß dje Versammlung, jenen orbehalt dem Gesuche nicbt hinzuzufügen., .
Der Petent und mtt vhm der Ausschuß beatttra?en, daß gebeten werden solle, das Verbot des Pferdewech els nicht auch auf Jrachtfuhrleut'e anzuwenden. Die Versammlung trat diesem Anfrage bei, indem sie der Ansicht war, daß jenes Verbot aus
zu weiter Ausdehnung einer gesevlichen Bestimmung beruhe. Ganz
Sonntag den 13ten April.
besonders aber sprach man „sich gegen das Verfahren der Poß-Be- hörde aus, sofern : von dtesem Verbot durch Ertheilung von Kon- zessionen einzelne uonghmen gestattet hat. Man beschloß hierüber, bk! des Königs MaÉestät sich zu beschweren, für den all aber, daß m_an sich über die uslegung der bezüglichen Geseyeo elle irren uud dae Ertheilung derartiger Konzessionen wirklich eine gesehliche Basis haben sollte, wollte man die Bitte aussprechen: daß jene Konzessionen nicht von der Post-Behörde, sondern von den Ministerien des Innern und der Finanzen ertheilt werden möchten, obschon von mehreren Seiten gegen einen solchen eventuellen Antrag protesb'tt ward, indem derselbe bei dem unzweifelhaften Sinne des Gesehes überflüssig und 11er geeignet erscheine, das Gewicht des Prinzipal-Antrags zu ver- ungern.
Die Bitte auszusprechen", daß in Ansehung der Pakete jeder Postzwang beseitigt werde, nahm der Landtag Anstand, indem man ich vergegenwärtigte, daß hierdurch möglicherweise ein so bedeutender Ausfall in den Posi-Einnahmrn herbei eführt werden könne, daß das Jnfsjitut der Post sich außer Stande seße, seinen wohlthäti en EitJuß an alle Theile des Landes in der bisherigen Weise fortzußehen. a- Fgen glaubte man wohl den Wunsch aussprechen zu dürfen, daß eine
erabsehung des Gewichts von 40 Pfd. auf einen möglichst niedrigen Betrag siattfände.
Der Haupt-Antraq der Petition, das Gewicht eines einfachen Briefes auf ein Loth festzusexsen und alle Briefe der Behörden als emfache Briefe bezahlen zu la en, fand vielseiti e Unterstiitzung. Es Ward hervorgehoben, daß die Ermäßigung des ormal-Gewichts im Publikum im Allgemeinen einen sehr ungünsli cn Eindruck gemacht habe; die Folge sei gewesen, daß man durch uSwahl des allerleich- testen Papiercs und anderer Kunstgrisfe jene Beskimmung zu vereiteln bemüht gewesen et“, und daß also nur diejenigen die Porto-Ethöhung hätten tragen müssen, welche zu solchen Mitteln zu greifen enther nicht im Stande, oder nicht Willens gewesen, d. h. der ärmere oder der bessere Theil der Korrespondenten. Eben so bezeichnete man es als einen Uebelstand, daß die einzelnen Zuschriften der Behörden, je nachdem diese starkes oder dünnes Papier wählten, die Bescheide kürzer oder länger ertheilten, verschiedene Porto-Zahlungen veranlaß- ten; jeder Zahlende, so meinte man, müsse ein Recht haben, den Zahlungsgrund zu prüfen, nun erscheine es aber keinesweges ange- messen, daß die Bes ride der Behörden aus diesem Gesichtspunkte einer Kritik unterwor en würden, und eine solche zu vermeiden, sxi Gleichßellung dcs Porto's aller amtlichen Erlasse (sofern sie nicht mat Paketen begleitet sind) das einzige Mittel. Ge cn den Antrag sprach sich Niemand aus, und derselbe ward daher einZimmig angenommen.
Gcthcilter waren die Ansichten über den Theil des Gesuches, wonach die Preis-Etmäßigung der bisher mit 2 Sgr. bezahlten Be- scheinigungen iiber Geldsendungen erbeten werden sollte. qu führte dagegen an: wer Geld mit der Post absenden und dafür dre beson- dere Sicherheit, welche durch den Schein gewährt werde, erlangen wolle, der müsse auch die von der Poft-Behörde dafür perlangte Be- zahlung leisten; es handele sich hier nicht um einxn Thetl dcs Porto- gelbes, sondern um ein rein kontraktliches Verhältniß, zumal durch neuere Verfügungen der Zwang, das Geld auf dem Briefe zu dekla- riren, aufgehoben sei; es werde sich also nicht rechtfertigen lassen, irgend welche Vorschlä e zu machen, wonach hierin etwas geäußert werden solle, denn es 1er“ anzunehmen, daß die Post-Verwaltung dtese Sähe so normirt habe, wiesieihr am vortheilhafteßen geschienen, und das könne fnan keinem Kontrahenten verdenken. Man mö e doch be- denken, daß diese Geldscheine einen nicht unbedeutenden ewinn ab- würfeu, dessen Wegfall auf anderweite Art erseyt werden miJse, gab es sei wohl ratbsam, die Bitte nicht zu weit auszudehnen, e Viel- mehr auf das wirklich dringende Bedürfniß zu beschränken.
Hierauf ward aber erwiedert: Da die Post einmal ein Stanis- Jnslitut sei, so unterliege es wohl keinem Bedenken, daß ihre Ver- waltung dem Besten des Publikums möglichst cntserechen müsse, und es sei daher ganz nnverfänglt'ch, da, wo man die ehörde Maßregeln ergreifen sche, welche man im allgemeinen Interesse nicht für zweck- mäßig erachte, Wünsche und Bitten wegen Abänderungen vorzubrin- gen. Die Erhebung von 2 Sgr. für emen Geldschein sei aber nicht nur eine lästige, sondern auch eine nachtheilige Abgabe, denn durch die Höhe des Saves, welche mit den Kosten der Bescheinigung selbst in gar keinem Verhältniß stehe, würden viele Korrespondenten veran- laßt, ihre Geldsendungen auf denBriefen nicht zu dcklariren, hierdurch aber seien, wie man durch Beispiele belegen könnte, die namhaftesten Ver- luste, sogar der Ruin ganzer Familien herbeigeführt worden; solche Erfahrungen würden _vermieden werden und die Posi-Verwaltung überdies wahrscheinlich gar keinen oder nur geringen Ausfall erleiden, wenn man den bisherigen Say von 2 Sgr. auf einen niedri eren, den Kosten der Ausfertigung mehr entsprechenden, etwa von 6P1enni- gen, normire. Bci der erfolgten Abstimmung sprach sich die Mehr- heit für die [este Ansicht aus.
Der Antrag wegen Herabseßung des Porto's für Gcldsendgn- gen und Pakete, ward von der Versammlung zur Befürwortung ntcht für geeignet erachtet, da, wenn man auch das Erwünschte einer sol- chen Maßregel nicht in Abrede stellen wollte, doch ihre Folgen in diesem Augenblick nicht zu iibersehen seien, und man hoffen dürfe, daß bei Emanation des zu erwartenden neuen Post-Geseßes auf eine möglichsfe Ermäßigung der Portosäße überhaupt werde Bedacht ge- nommen wcrden.
Provinz Posen.
Posen, 1. März. (Dreizehnte Sihung.) Ein Abgeord- neter hat von einer Zeitungs-Nachricht, wonach die Linie der ostpreu- ßischen Eisenbahn dahin fYégefiellt worden sein soll, daß diese Bahn iiber Stettin, Stargard, öslin, Stolpe, Danzig, Marienburg, El- bing, Braunsberg nach Königsberg werde geführt werden -- Ver- anlassung zu einem Anfrage dahin genommen, schleunigst noch einen levten Versuch zu,machen, eine Abänderung in diesem Beschlusse her- beizuführen und dte Führung der Eisenbahn durch die Provinz Posen zu erwirken. Der Referent im ersten Ausschusse macht auf die Wich- tigkeit des Gegenstandes aufmerksam und thut die Nothwendigkeitdar, Etsenbahnen für die Provinz zu erhalten, weil eine Ausschließung der- selben aus dem Eisenbahn-Netze ciner Ausschließung von dem civili- sirten Europa leichkommen würde. Es wird erwähnt, da man hie Richtung von Frankfurt iiber Posen und Bromberg militmréschersettß versage, weil es unvorsichtig sein würde, die Haupt-Vecbindung mat den ösilichen Provinzen so nahe der Landesgränze zu fäbxtn- daß sie im Falle eines Krieges einer Unterbrecxuxt außgesesk skk- „Dkk Referent findet es nicht gerechtfertigt, da dre Richtung der Elfen- bahnen durch militairische Rücksichten bestimmt werden solle. qu hatte die Lmie von Stettin über Stargard, Tempelburg, Homo nach Dirschau, mit einer Zweigbabn ,von Star gtd; 06er leebye oder Driesen nach Posen gewählt, weil eme andere tme uber Kußttn, Landsberg, Driesen sc. größeren Kosten-Aufkyand verursachen wurde und es emes großarägen Versuches werth set, durch dre Erfahrung
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