1845 / 146 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

'““- “'-.:.“-.,-:.r::.r.'::::,-.“:.r.s“““ "" "*"-* Berik, dt" 1k. [pki] 1845. Königl. Kriminalgnichi hiesiger Residenz.

Ueber das Vermögen des Kaufmanns haun Gott- lieb Vlache isi der .Kontakt-Proz erö et und ein Termin zur Anmeldung und arhweisuuk der Ansprüche allet unbekannten Gläubiger au dert 3. September d. I.. Vormittags 10 Uhr-

vor dem Herrn Kammergerichts-Asskss"

erwarb in unserem arteieu-Z mmer anberaumt worden. Wer sich n diesem Termine uicht meidet. wird mit

[524] Oeffentliche VorladunX" o

seinen Ansprüchen an die Masse ausgeschlossen und ihm.

deshalb gegen die übrigen Gläubiger ein ewiges Still- schweigen auserle 1 werden. . Breslau, dm . Mar 1845. . Königl. Stadtgericht. 11. Abtheilung.

[463 b]

Berlrn-Stettmer Eisenbahn. , Die während der

" . diesjährigen Wb]!- markt - Zeit uber

uusereBahn nach Berlin ge- hende Wolle

werden wir von unserem dortigen Bahnhofe nach dem Beßimmungöorte daselbst durch unser Gespann befördern lassen, wenn bei der Ankunft derselben von Seiten der Empfang unserer Expedition nicht ander- weiie Bestimmung zuge augen isi.

Das dafür 11 zahlende ollgeld beträgt 1 Sgr. pro Cin; ist die olle aber zunächß zu einer Waa : und erst alödann nach dem Lagerplase zu fahren, o find

- 2 Sßr.'pro'Ctr. aii ,Rolllgtld zu entrichten.

Wr machen hierbei Y eichzeitig darauf aufmerksam, daß von unserer Güter- zur Versendung übernommen werden wird, die berxrts gemarkt, gewo en und mit einem vollßändig auSgesuil- ten Frachtbrit : versehen isi.

Stettin, den 24. Mai 1845.

Das Direktorium. Witte. Kutscher. Fr'rvdorff.

Von dem unterzeich- neten Aussthusse sind: 1) Herr Kaufmann D e-

foy als Vorsipender im Direktorium un- serer Gesellschaft und 2) Dr.SiadtrathSchu- - chard „als dessen Stellvertreter in diesen bisher schon von ihnen verivalteten Atmtem auch fiir das lari- fende Jahr bestätigt worden, und wird solches statutgemäß öffentlich bekanntgemacht.

Magdeburg, den 19. Mai 1845. „“ Ausschuß der Magdeburg-Cöthen-HaUe-Leipziger Ersem

, bahn-Gesellschast. ' G 5 ckan, Stellvertreter des orsivenden.

Köln-Mindener Eisenbahn- “60" Gesellschaft. “, “;.-"„- - „„ Die diesjährige [' l-

g e lm ä ßi g e

G en e ral-

Versamm-

- * [un der Actionaire “" KölU-Mindeuer Eisenbahn-Geseu chast findet am

Montag, den 30. Juni d. J., 5kaolrmi'xtago um 9 Uhr, im großen Rathhaussaale zu

Indem wir mit Bezug auf die §§. 36. und 37. des Statutcs die in dm Büchern der Gesellschaft bis zum gestrigen “Tage einschließlich eingetragenen Actionaire einladen, an dieser Geneial-Versammlunß in Person oder im Verhinderungsfall'e durch Bevollmachiigte nach H. 40. des Statutes Theil zu nehmen, bemerken wir, daß in Anwendung der 55. 33. 34. und 39. ibiä. die Eintrittskarten und Stimmzeite! an den Tagen vom 27. bis-iucl. 29. Juni d.I. in den Vormitta sßunden von 9bis 12 Uhr in unserem Geschäftslokal: ( artins- siraße Nr. 5), jedoch nur gegen Vorzeigung der artial- Quittungen oder eine genügende Bescheinigung “berden Besrv derselben, im Falle der Bevollmächtigung außer- dem gegen Einreichung oder Vor tigung der Vollmacht, in Empfang genommen werden önnen.“

Köln, den 22. Mai 1845.

Die Direction.

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[4595] _" '

Dampfschifffahrt nach Rügen. „Kronprinzessin“, Capitain Schubert,

xpedition hier nur solche Wolle *

tigkeit und Priorität mit dem bestellten Curator- iitiz,

728-

51:- rm 1. Irmi, Morgens 5 Uhr, von wiuemünde nacb PntduMbeu, um daselbß ara 1.„ 2. und 3. Juni n der err, und am 4. Juni, Mor eus 5 Uhr, 72; thus abgehen, um am Abend in ckWo einzu- k en. - Preise wie gewöhnlich 4 Thlr. :*- Person für die ein- zelne Reise zwischen Steirin und Putbus, hiuRSm nur 6 Thlr. für die Abonnenten der Hin- und rkfahrt. Kinder unter 12 Jahren zahlen die Häisie. Vom 5, bis 29. Juni wird dieses Dampfschiff des Montags, Mittwochs und Freitags, Morgens 8 Uhr, von Swinemünde nacb Stettin und Dienstags, Don- nerstags und Sonnabmds, Nachmittags 1? Uhr, von Stettin nach Swinemünde gehen. Nähere Auskunft ert eilen . &' F. Rahm in Stettin, Bollemhor Nr. 1091.

4

[526] Edikial-Ladunx. P;:- dßm unterzeichneten Königlichen sarhfischeu Land- - en : i g 1. zur Anomittelu? der im Jahre 1791 in Oschav Yborenen theiirhen ochter weiland ohaun Friedrich

chulzens, ewesenen Schuhmachermri ers alibier, uud Chrißianen lisabeth, eb. Gleißberg, Namens Jo- hanne Christiane harlotte, vereheii ten und

welche im Jahre 1818 mit ihrem Ehemanne, dem vor- maligen hiesigen Tuchmachermeisier Heinrich August Bufius, von hier nach Warschau gegangen, wo Leste- rer in der Tuchmanufaitur tines Herrn von Liebscher Ansiellung gefunden, über deren Leben und Aufenthalt aber seit dem Jahre 1819, wo se mit ihrem Ehemann: „Warschau wieder verlassen und in das nnete Nuß- lands iich begeben haben soll - weitete achrichi nicht Zu erlangen ewesen und auf welche das dermalen m hiefigen erichw-Deposto befindliche, in 344 T lt. 1 Rat. 1 Pf. beßehende Vermö en ihres am 20. o- vemder 1830 hier verstorbenen ruders, des vormali- gen Schuhmachergesellen Friedrich Gotthelf Schulze, ab intestaro präsumiiv vererbfalliworden -- ingleicheu 11. zu Befestigung der zwischen den Gläubi em =) des am 4. April 1841 bei dem Dorfe aas ver- unglückten Wagnermeißers und Dorsirämers Kar! Gottlob Thomas zu Gan if am 11. Mär 1843, b) des am 9. Mai 1843 “sich ie bsi entieibten rbuh- machers und Ephoralbotens Karl GottiiebDo- natßo allbiet, unterm 29. De embrr 1843, c) des iefigen Bürgers und Schlo ermeisiers Friedrich Traugott_ Stübler, unterm 21. Oktober 1844, ck) des edemaligen-Haquesivers Friedrich AM“ Thro- dor Wa ner, unterm 23. Oktober 1 , und e:) des hiergeq Tischlermeisters Heinrich Wilhelm Stelzner „][-u., am 25. Oktober 1844, getroffenen Ver leichs-Abiommen, auf Antrag der be- treffenden Inte aterben, Gläubiger .und anderer dabei betbeili ter Personen, mit Erlassung von Ediktalien in Gemäßßeit des Mandats vom 13. November. 1779, die Ediitai-Citaiionen in Civiisachen außerhalb des Konkurses betreffend, rücksichtiich der :ck 11. a. bis mit e. Genannten aber nach dem Vanqueroutir -“Mandq]é vom 20. Dezember 1766 zu verfahren "gewesen. ' Es werden daher die unter,]. namhaft gemachten Verscholiemn, so iyie' alle diejenigen, welche an srlbi e oder deren VermögeUSbesiand, oder auch an die. Na - lässt der sub 11. a. und b. und egen die sub lx, e. ck. und e. enannten Personen als rben oder aus irgend- einem erhthrunde Ansprüche zu haben vermeinen, so weit sie ihre Forderungen nicht bereits bei den Akten angebracht haben, hiermit öffentlich, peremtorisch, unter dem Rechtdnachiheile des.Verlusies ihrer Ansprüche durch Präklusion imd timer der Verwarmm , daß diej'en'igen, welche zwar erscheinen, iich jedoch ii rr Annahme des vorseienden Vergleichs entweder gar nicht oder nicht bestimmt erklären, fiir einwilligend geachtet werden sollen, auch bekiehendlich bei Verlust der Wiederein evun in den vor gen Stand, die unter 1. genannte bwe ende auch unter dem Präiudik, daß sie für todt werde er- klärt und ihr ier befindlches Vermögen ihren fich [e- gitimirenden rben oder Gläubigern, in deren Erman- gelung „aber dem hohen Staawfistus werde verabfolgt werden; ferner die etwanigen Erben oder Gläubiger jener Verschollenen hiermit geladen, den 5. Dezember 1845, weicher Tag zum Aumeldun s- und Liquidations-Ter- min anberaumt worden, in erson und, da nöthig. be- vormundet oder, so viel auswärts e*Jntetessenien be- iri 1, durch hierorts mittelst gericht! ck anerkannter urid au Annahme künftiger Ladungen gerichteter Vollmach- ten zu besielimde und em'igcnd insiruirie Beauftragte an hiefiger Laydgerichts elle zu erscheinen, sich „anzuge- ben, ihre persönliche Identität darzulegen, auch, was die Erben. der sub [. Fdachten Abwesendm betrifft, ihre verwandiscbaftlichen erbälmifse man nachzuwei- sen, ihre“ Ansprüche, welcher Gattung e_aurh sxin mö- gen, anzumelden und zu bescheinigen, über deren Rich-

Verlaffenschafts-Vertretrr und Abwesenheits- Vormund, beziehendlich auch unter sich rechtlich zu verfahren, bin- nen 8 Wochen zu beschließen und sodann

den 4. Februar 1846

d'es Aktetxscblusses Vehuss der Abfassung und Einholung eines PraklufiwErkenntnisses, -

den 5. März 1846

der Eröffnung desselben, nicht minder

v Pil ck83; “TÜRK; 1846 ich

er egung g't er er an un en w en den un- ter Anmeldung ihrer Ansprüche Er cbieiien'in unter sich, in dem Falle aber, daß ein Vergleich nicht zu bewirken sein sollte und sonst, nach Befinden, *

den 16. Mai 1846

der anderweiren Inroiuiation der Akten zu Abfassung eines Erkenntniffes, so wie

den 26. Juni 1846

der Eröffnung dieses Erkenntnis“, |ck“ zu versehen. Oschav. den 2. Mai 1845.

" die tiert " ' M ZYH'Äßx. KIYU-Y-Z'i Mai?..Rv'Ö'; [

wiedergeschirdenen Auerbach,späterverehrlichten ufius, -

“aufs beße gesorgt und namentlich die Verbindun

Pfäfers sowohl durch i

* abgekühlt noch,_ eleiret, ondern durch die über den Quei- “durch die Zukieirb mic Gewinn an Wasser vermehrte . o

der Wärt'nrgrade in der je 1 größeren Zahl der Bad-

' rour'se mit täg

525] Bakunin Lebend].- Das Katbrder für die armu- bürgerliche Handels- Wisuschast, HW“, erbI- mid Sener", wird rd deu mig des Hm !!,-Ass. v. Glos vorn vakant, uud soli mittelß-“dsfeu er

Konkurrenz wieder bei?: werden." Wir inden 11 er die Herren Aspiranten , - ' . . ein spezielles Programm der angeführten “.Wism-

s en. einen [an zur Vertheilun auf wei Course der dafü? deßirnmteu 12 andeßtdalbßrIJndigeu Lectionen wöchentiirh, uebi Konspekt des Vor“ es, und eine Abhandlung über kaufmännische Erz eimnF'i bis zum 13./1. Juni gesättigt? einzusendeu, mit otto zu versehen und in besonders verschloffemm Convert die nötbigen Personalien mitzutheilen. . . Die Stelle gewährt über 1000 Silber-Rubrl Gehalt und die üblichen Vortheil: des Staawdimßes. " St. Peitröburg. Das Conseil der hiesigen Kommerzschnle.

[5231 Seebad Norderney.

Das Nordseebad aus der Insel Norderney an der oßfriesisrben Küß- wird wie bisher vom 1. Juli an, aber zum“ erßeumale in diesem Jahre bis zum lesten September, also volle 3 Monate, eröffnet . ein.

Die Administration auf außerordentii : Weise in die em Jahre in den Stand gesetzt, die im, vorigen Ia re begonnenen Verschönerungen der Bade-Anßalt beträchtlich zu erweitern. Das Badehaus fiir warme Seebäder, Regenbäder und Douchen hat einen neuen Anbau erhalten, der den geßeigerten Anforderungen ge- niiyt, und sind Einrichtungen getroffen worden, welche the is die Communication mit, der Insel bedeutend rr- leirhtem, theils auf dieser selbß den Aufenthalt für die Badegäße bequemer und angenehmer machen werden.

Wir rend der Badezeit wird zwischen Norderney und dem orddeich (in der Nähe der Stadt Norden, bis wohin die irefflicbe Chaussee jest fasi vollendetiß) täg- lich ein Packetschisf bin- und zurückfahren, welche Fahrt _in der Regel eine Stunde dauert. Die Fahrt zu Wa- gm durch das Stewart erfolgt dom Hilgmriedersyhl ab und kann man auf diese Art in eigener Equipage und ohne die geringsie Gestärr bequem die Insel erreichen. Die Zeit dieser Wattpa a :, so wie die Abs rtsßun- den' des .Packetschiffs - iir jeden einzelnen ag init Riicksicht auf Ebbe und Flut bestimmt, - wird durch Znsertion in die Hannovers : Zeitung und das O|- ri siche Amtsblatt bekannt emacht und werden des- f : Anschlagzenel ebenfa s in den bedeutenderm Gast öfen in Hannover, Bremen, Oldenburg und auf der Route zu finden sein. _

Während der Monate Juli, Au ufi und September wird auch in diesem Jahre zum er enmale einetägiiche Personen osi zwischen Norden und Norderney über Hil- génrieder y?! eingerichtet werden, die in möglich!? 8e- nau'em Zu ammenhange mit den täglichen Brief- und Personenposien zwischen Norden und Aurich stehen soll, derm Gang so eregelt isi, daß derselbe au die tägli-

en' Posen wi chen Aurich und Oldenburg (Bremm,

amburg) si anschließt. . Außerdem ahren-wie früher die bequem ringerichieien Dampfschiffe von Bremen und Hamburk wöchentlich an fxsig;seh;rn*Ta en, welche durch öffentl che Ankündi un-

": n“ en ßeren Gaul; usern bekannt gemacht werden.

5. "Logis-Beftellun en wird der Amtsvoigt Röpcke auf Norderney pünmi u besorgen fich “anißelegen sein lassen, und wird am?; das schöne große ogirhaus in diesem Jahre zur Aufnahme von Badegäßen diSponi- bei sein. Mai 1845.

Das Königlich“: Vade-Kommiss'ariat.

[506], . , _ „Wildbad im Konigreirh Württemberg.

den von der Köm' [. Staats-Finanz-erwaltung neu gebauten Bädern nd nunmehr auch die inneren Ein- * richtungen mit vorziiZlichr-r “Riicksicht auf die ersönliche Bequemlichkeit der adenden iii zweckgemäx“ Weise hergestellt worden. der Gesellschaftsbäder, isi vermehrt; d : Ankleidezimmem der [esteren find durch und Vorhän : abgesondert; die zum Dourhen bestimm- ten Räume nd von den Bädern , etrmnt und _mit Fall- douchm versehen; au isi die Zenk] der Bademeißer und des gesammten D enß-Personals bis zur Genüge für die stärkste Beseyung der Bäder vermehn und dessen Dienst durchaus neu geregelt. Gieirhrvie durch diese und andere Verbessenm en das Geli:- eu der Kur uxögiirbfi un- tersiüvi wird, so b etet das mit Malt aukgesatteke Kö- nisi. Bad-Hotei, dessen Zimmer u'r . [Hbequemer Treppen und einer Versenkung in der nächsieu erbindun mit den Bädern stehen, den Kurgäßen eine allen Anso nungen .entsprechendx Wyhnun dar. Eben so ist in "dem am Ein ange m die K nigl. Aula en gelegenew hotel Br evue, in den übrigen Gaßh'fen-und in den zur Aufnahme von ,Fremden eingerichteten Privaihäusem fiir. die Bequemlichkeit und Annehmlichkeit der Kurgäste des etßeren mit den Bädern durch die Benn im : io - sener TraÉ; und Rollsänsten vervolll'omvmnßi.g Éäé- . nnd die ildbader Quellen .von denxn Zu Gastein und Lr: minder hohe Lage, als auch durch den Spielraum i rer Trmperatur-Stu en, insbe- sondere aber dadurrbsi unterscheiden, da sie weder

läst in den

len angelegten äber unmittelbar benutzt werden, ist es

Zahl der rlöcher möglich geworden, die Abßusung

räume" zu vervielfältigen. um Trinken des Thermal- wassero ift ein Brunnen mit fiießenden Röhren, aus eigeneerlie Jespeikxmu hergeßelit. Die Somuier-Poß-

irher Verbindung zwisrhrn Wildbad und Stuttgart und zwischen Wildbad urid Karlsruhe und mit wöchentlich zweimaliger Verbindung zwischenzWiidbr-d

e rungen und Anschläge in den vorz gli- .

* Die diesjährige Saison beginnt den 15. Mai. In *

Die Zahl der Einéelbäder, so wie - rheidewände -

USM“?- u. . .. sub beni“ "11 W.;.

s "WÉMÖÜÖM A::kavU'

_ "Zw Saison wieder da elb a "“Du"/“8. Mai 1845. s '" alten. .Der König!. Regiemngs- Commissaz:

Freiherr v o u Lin d en, Regierung,“

_ Üterarisrhe Anzeigen.

Kürzlich haben wir versandt: *[527] ' G. W. F. Hegel's

Cncyklopädie

der philosophischen Wissenschaften im Gr ritter Theil. MMC," Die Philosophie des Geißes, transsegeben von ])r. udwr Boumann. gr. 8. 30 Bogen. Subscr ptionspreis 2 Thu, -„ . „* preis 2;- Thlr. , Auch unter dem Titel:

G. W. F.

Vollßändige Ausgabe durch einen Verein von , _ drs Verewi ten,

dr. Ph. Marheineke, or. 3. Échulze, br. Es„ ])r. v. Henning, ])r'. H. Hoi o, ])r. C, MMU,

, ])r. F. För er. Siebenter Band. Zweite Abtheilung.

Mi1__ diesen! Bande i| nun" sowohl die Hegel» ., cyklopadie, wie deren Herausgabe mit erläut * , merkungen aus den He rischen Heften vom Bmi- _ abfichtigt war, in drei Tßeilen vollendet, als auch n: . ammten Werke mit dieser 2ten Abtheilung m7 andes nunmehr vollßändig in 18 Bänden ers . und sowohl komplet als in einzelnen Abtheilung“ haben Lind. Sämmtiiche 18 Bände (652 Bogen) . , im Su srripiionspreis 402 Thlr. und incl. des ; ., -' mentbaudeo: Hegel's Leben von K. Rosenkranz, * gen mit Hegei's Bilduiß, 435; Thlr. - Von der He tischen Encpklopädir isi aber iürzii uns auch ein iederabdruck der von Heel . im Jahre 1830 als, ein Kompendium für seine *.*-' lesungen besorgten Zten Ausgabe derselben in Ein Bande erschienen unter dem_ Titel : ?

. Encyklopädie

der ; philosopZischenWissenschaftenimGruudris um Gebrauch seiner Vorlesungen von G. W. F. Hegel. Viertx unveränderte Auflage mit einem Vorwort von Karl Rosenkranz." - gr. 8. 2? Thlr. '

Wir bitten daher, diese beiden verschiedenen wohl zu unterscheiden und, falls die [estereg ' YF?! lsTthdeiieseilbeEuztter “Ö Bßzeirhnung: HWK

_c , e-n inem ane uverF-m .

Berlin, im Mai 1845. 3 sm

Duncker und Humbloi

[528] ' ' Im Verlage der akademischen Buchhandlung 3. C. V. Mo : *in idlb i und. in allen BkubhanZTmZenuzgu hßibRrebm „fck -

Das Monarxdische Prinzip.,

- . : ßaaisrechtlich- olitis e _Ab andlun von Friedrick JiihliushStaßl.

Preis 10 Sgr. *? -

'[434] Bekanntmachung.

Das & Meilen von Glo an an der Oderb :- Mediat-Dominium Modiaug, welches mit Nieder“. ' richtsbarkeit verliehen und von dem die Ober-GMU“ barkeit und Jagd dem Magißratc zu Glogau zu * L?Hltetctftrbtbßiiukngsfthcxb? aus srkirir Hand an den M:“

en er an er en, un ur Anna me Meißgebots eimTermin aus den ß 3 h 18. Juni 1845, Vormittags um 10 lib!- zuDY3dZausZn elfi- t. W b M

err at e o nhaus is? ma v, “ing! , der größte Theil der Wirthschasts-Gebärxße. und irrgutem Baußande. Zu dem Gute gehört ein chenrqum von circa 737 magdeburgerMorgen, eins iich mch 190 Morgen Wiese, und nd von [ck lichen Ländereien nur ungefähr 106 orgen Wiese" Ueberschwemmung der Oder auögtsevt. Dir vpyshekenschein, die voihandene Karte und Vermessu- egrßer, 'so wie der Entwurf zu den Kaufs-Bkdi Fin, können bei dem Wirthschakts-Znspektor Au i'

odlau, der auf Verlangen das Gut vorzeixeu "Ü- leingetsrhkxn jrre'rden.veW2§rdt ein ömlmhmbm'esl [[ bott!“ ang, ann ann r etra adabe ven"- Gut auch sofort übergeben wßrden'. s „W '

Peierödorf bei Haynau, den 26. April 1845. Der Königliche Amma! Bießo h

wird bei der nunmehr eingetretenen “günßigeu Witte.

Das,!!öniglich sächsischerRixßouichr.

mid Freudenßadt zur Infiumz nach DvnquesÖingen,

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HegelW Werke. „...n-;ck

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' WWW“. :. “"FAZ"-Z teile „dees Zh. ' AMK," ' s!!-

Preußische"

b

Allgrmeine

eitung.

Ilie joK-Anßalten des In- und „Auslandes nehmen .tjtsurrg auf dieses Blatt an, ir „erlirr die Expedition. der A preuß Serums: Friedrichsßraße Ur. 72.

..

Inhalt.

---_ * r . ,

', ma" * Matej. Königreich Bayern. - Königreich

Sa'id eu. Kir e des Königs. '-' Allg. Versicherungs-Ztg. in , -- Königreich Württemberg. Kammer-anandluugen.-

aus Frankfurt a. M. (Fremdenzng; Bäder; Buudetiag.)

„;. -„ -Kmarchie. Wien. -

*?“ ' Holy. emo barg. Ordens-Verleibuugen. -

,'arséau. Aufenthalt des sn.- '

St.

. atis, Kammer-W. - Die Narbri ten zu Marokko. ? Dic RenteusraY vor der Pa to-Kommission. - nt- . “img auf das Schreiben des (schoss von Chartres. - Michel Che- .er über den öffentlichen Kredit. -- Vemisöieo. - Briefe aus Pa- ,jz,“ (““er-Arbeiten: Douanmgesep. - Die Uebereinbmst iiber das Msmd-ugmrhr nnterzeitbneU-projenirte unterirdische Verbindung zwi- shmßt. Etienne ,und der Loire.)

* ritauien amd Irland. arma». .- Antwort „„Königin auf die Adresse der dublirrer Corporaiion. -- Parlaments-

'“ v : Dritt Lesu der Ma noot Bill. - Die Op o tion 'UUUM :" - Syußde de'r'gkaibolischn? Visxxöse in Irland. _p pal- , ür der Repeal-Partti. -- Indische Poli.

.,. s' e„Brüssel. Petitionen gegen das neue Getrade-Gesev. -

IK-uton Luzern. vr. Steiger. - Kanton Aargau.- Kanton Zug. Erneuerun s-Wahlen. ' _,

n. FARM?! asxrid. (I):; CZUYsimiY mixchdexn) papsi-

in' raeun : re; erm :.

ibm S S!,c'utari. MMnmhgeu. -- Ferman, die Theiirmg der Pro- , -Nrgier'uu in zwei Abtheiluugen beinsfend. Mahner. öbau-Zitiaurr Bahn. - Main-Weser Bahn. - Schrei- “dm aus Paris. (Vah- durrb die Savoyischen Alpen.)

London. piu

'. "eis: mid BMMathrithten. Berlin. Börsen.- und Markt-

Zlmtlirher Theil.

S . Ma": iii der Köni aben Alier nädi | geruht: * :do- 1evskm elisrben aöor Kersiegn ingZobien bei Löwrnbrrg dm «en Ad er-Orden vierter Klasse zu verleihen.

* Zen! Miiitair-Iniendantur-Referendarius Moll zu Breslau ist unter dem 20. Mai 1845 ein Patent . an einen durch Zeichnung und Beschreibung erlarrierien lufxreinigenden Siubenofen, so weit seine Construction als neu und eigenihümlich anerkannt worden ijsi, ohne Jemand in der Anwendung bekannter Thxile zu be chränken, hre, von jenem Tage an gerechnet, und fiir den Umfang i en Staats ertheilt worden. '

Dem U rmacher Joh. thifr. Sieri zu Linz a. d. R., im

Regierungs- ezirke Koblenz, isi unter dem 20. Mai 1845 em Pateyt

. auf eure veränderte EinrichtunYan Rotations-Daurpfmaschr-

nen, Behufs Einführung des ampfo in den Cylinder, in-

oweit solche nach dem vorgelegten Modelle Und der Be- chreibung für neu und eigenthümlich erachtet worden ist,

auf sechs Jahre, von jenem Tage an gerechnet, und für den Umfang

der Monarchie eriheilt worden.

Angekommen: Se. Excellenz der Generai-„Lieuienani und Direktor der Ober-Miliiair-Examinations-Kommission, von Sela- sinqki, von Hamburg. _ .

„, „Abgereist': Der Wirkliche Geheime Ober-Regrerun s-Raih mid Direktor m Ministerium des Innern, Freiherr von atow, “ck Golssen.

_ Uirhtamtlicher Theil. Deutsche Bandcostaatm.

“? Königreich Bayern. Seine Königl. Hoheit der Prinz

bert .von Preußen traf am 23. Mai in Kissingen em. “4 'In“ ei . Sa en. Am 23. Mai trat Se. Majesiäi 'N'-könig eme sFon seith'ngerer Zeit beabsichtigte Reise nach lin- an. -- In Leipzig wird vom 2. Juli b.I. an eme „Allgemeine - nm Zeitung““, wöchentlich eine Nummer, heraukgegeben von . Maäups,*erscheiuen. Sie versprirbi nach drm Probebiaite den WLand des Versirbemngs-Geschäsw Zeseßlrrh, siairsitsch und Wiki in den Kreis , der öffentlichen elxhrun urid Bespre- «ua zu ziehen. Es isi das ersie Blatt semer rt rn Deutsch- * und wird auch iiber ausländische Versirherungs - Anstal- “k berichten. In der ersien Nummer bespricht der uni dem ““sie “selbft durch“ vieljährige Erfahrung vertraut gewordene Hm'Weket unter Anderem einige in Leipzig besiehendejVersirh-rungs- “Wk"- ais: die iich sche Fluß-Affekuranz-Compagme,,dre Lebens- Mans-Grseli chat und die Gesellschaft zu gegeqsemger Hagel- ve11-*Vergiiirmg. In, der Beilage giebt die Reduction betreffende

' 'sMbenz- und Zeituugö-Narbrirhten.

* ;Qöui rei ärttember - Die Kammer der Abgeord- "“W““ “ckckck" Sihung Im 21. Mai den Anita? des “Wk en inder: ein passende] denisrhes Lesebuch zur Enfühz- YU: :ie- Mitarbergisrhm VYUschUemedßfiaüi-“mn .idu ßlrr m, lrtnvrt ', et“ . vor : enen o r caron, a e U "Üben.!" "is“" ein ondigreo entwor en und der Regierung

Bereitwiliigkeit ausgedriickt werden solle, - 6000 Gulden dafiir

Berlin, Mittwoch den 28sim Mai

bewilligen. In Bette zahlreicher Petitionen gegen den Hausie- ZIM?“ wurden die aus a _ "lige Unterdrückung desselben berechneten pezrellen Anträge der Kommission nicht angenommen.

_ XX- Frankfurt a. M., 24. Mai. Die seitherige schlerhie Witterung erzeugte auch bier größere Stille im Fremdenzug als sonst um drese Zeit. „In den nahen Bädern isi es bis jest auch noch sehr skill, zum 1. Juni sind aber übrrak zahlreiche Kurgäsie angekündigt, und co isi deshalb sehr wüaschenöprth, daß die seit gestern ein- getretene'günsi' ere Witterung anhaken möge.

Nach den chien Mittheilungen aus Wien ist es zweifelhaft :- worden, ob Se. Durchlaucht der Fürst von Metternich in dieä'm Sommer auf. den Johannisberg wird kommen können. _- Jn dem nahen Bade Homburg trifft in einigen Wochen der Herzog von Bor- deaux ein, und es wurde bereits eines der ansehnlichsten Häuser daselbst fiir Se. Königl. Hoheit in Miethe genommen.

Die Sitzungen der Bundes-Versammlung gehen nach wie vor miu sert kurzem wieder unter dem Präsidium des Herrn Staats-Mi- nisiers, Grafen von Miincb-Belliugbausen, ihren regelmäßigen Gang. Was man in der lebten Zeit über ihre Verhandlungen rm Pubiikum sagte, beruht meistens auf Mißversiändnissen. Die Preß-Angelegenheit ruht zwar nicht, kann aber doch vorerß nicht in dem Sinne der liberalen Reaction entschieden weiden. Die Spielfrage isi insofern entschieden, als nach dem Ablauf: der jest zwischen den betreffenden Reßierungeu und den Spielpächteru bestehenden Kontrakte dieselben nicht mehr erneuert Werden diirften. ' _

Se. Durchlaucht der Prinz Jriedrich zu Hessen, Gouverneur von

Luxemburg, weilt seit kurzem auf dem Schlosse Rumpenheim.

Die Gesandten Frankreichs, Englands und Rußlands, die Herren Marquis von Chasseioup-Laubat, For Strangways und von Oubril werden in Kiirze auf ihrem Posten dahier zurückerwartei.

Oesterreichische Monar-hre. Wien, 23. Mai. Am 19ten fand in dem Rathssaale der Kaiserlichen allgemeinen Hofkammer die General-Versammlung des zur Beurtheilung der eingesandten Gemrbö-Crzeugnisse niedergesch- ten Ausschusses était und wurde durch den Hofkammer-Präsidenten, reiZerr von Kii er!, mit einer Rede eröffnet. Direktor dieses Aus- chu es is der Hofrath Baumgartner.

Rußland und palm.

St. Peteröburg , 20. Mai. Se. Majestät der Kaiser hat dem General“ der Infanterie, Oben chess l., Commandeur des dt“- Lrhirien orenburgschen Corps und iiitair-Gouverneur von Oren- urg, so wiebem General-Lieuienani Mirkowitsch- Militair-Gou- verneur von Wilna und General-Gouverneur von Grodno, Minsk und Kauen, den St. Alexander Newski-Orden, dem General-Lieu- ienant und General-Adiutanten, Baron Meyendorff, den Weißen Adler-Orden, und dem General-LieutenantRennenkampf- Viredirektor der Militair-Akademie, das Großkreuz des St. Wladimir-Ordens zweiter Klasse verliehen.

Warschau, 23. Mai. Vorgestern nach dem Gottesdieuft war vor Sr. Majestät dem Kaiser auf dem Revue-Plaß roße Parade aller in und um Warschau versammeltmTruppen. Gekdern besuchte der Monarch in Begleitun des Fürsten Paskewitsch die Aleanders- Citadelle und das israelitis e Hospital; in letzterem hatten der Ge- brüder Joseph und Hermann Epstein, Ersterer Banquier der Finanz.- Kommission, Levitrer Handelöraih, die Ehre, Se. Majestät zu geler- ien und mit“ den Einrichtungen der Anstalt bekannt zu machen. Nach dem Palast Lazienki zurückgekehrt, zeigte sich der Kaiser arif einem Balkon der unten versammelten Volksmenge und fuhr dann an emem offenen Wagen durch den Park, iiberall vom Freudenruf der Einwoh- ner begrüßt. Die Hauptsiadt war jeden Abend glänzend erleuchtet.

Frankreich.

Paris, 23. Mai." In der Pairskammer wurde die allge- meine Diskussion des Zollgeseß-Eniwurfs vorgestern beendigi. Der Herzog' von Harcourt bekämpfte denselben hauptsächlich wegen der Erhöhung des Sesam-Zolls und verlangte die Reduction desselben; ibm traten die Pairs von Mortemart und von Murai errtgeFen. Die Deputirten-Kammer seßte die Verkandlungen iiber die emze nen Artikel des Geseß-Entwurfs, die Nord ahn betrefferid, fort; sie be- zogen sich auf die verschiedenen Bedingungen für dre „Zulassung der Compagnieen zur Konkurrenz; es handelte sich vorzuglrch darum, dre Realität und Aufrichtigkeit der Aciieuzeicbnungen zrr ermitteln, dre Ueberira an von Rechten vor der Konzession und dre Berschmeizmrg von Ge ells asien im Augenblick des Zuschlags zit verhindern. Em Amendement des Herrsn Dufaure wurde zu vorläufiger, Prüfung an die Kommi on verwie en. ,

Das siou'rm'rl des Débats erklärt heute, es ser nichts Offi- zielles bekannt eworden iiber die Nachricht, als habe der, Sultan von Marokko six gewei ert, den „unlängst abgeschlo errrnGrérnz- und Handelsvertrag zu rati ziren. Dre Gerüchte,“drefs| uber dre Folgen dieser Weigerung verbreitet haben, werdxn fiir “.at-rden gebalierr.

Es verbreitet sich das Gerücht, die Majorrtäi der Koxnnyssion der Pairs-Kammer habe es nicht gewa-gi, sich gegen das Prinzip der Konvertirung der 5proz. Rente zu erklaren, sie habe sich darauf be- schränkt , sich gegen die Zeitgemäßbxrt der Maßnahme quszusprecheu.

Das S reiben, welches der Bisrbyf bon Chartres m Bezug auf die Jesuiten- ra : an den Kultus-Mmrsier gerichtet, und daß er aus dem Wege der resse an seine Adresse elan en ließe hat _vrel Auf- sehen gemacht, nicht sowohl wegen der nis iedenheri, mrt welcher sich der Bischof von Chartres zu Gunsten der Iesurten ayssprrcht, als wegen des offenen Gesiändnisseo. das er vor dern Problrkum ab- legt, daß Mehrere Erzbischöfe und Brschöfe den Mmisier m Kennimß davon gesetzt haben, es würden in den Häusern, wxlche sie selbsi be- wohnen, die Jesuiten ein Asyl finden, “falls man dreselberr aus ihren eigenen Häusern vertriebe, imd da er sich e_beyfalls emen Ruhm daraus machen werde, einem oichen Beispiele nachzuahmen, da er, wie jene Prälatm, in den Jesuiten nur fromme und riserersülite Hülssgenossen, die man ihnen rauben wolle, und

verehrungswürdige Proskribirie sehe. Die'Iournale, welche sich heute

1845.

mit einer Kritik dieses Schreibens beschäftigen, bezeichnen dieseErklä- rung als einen Widerstand der Bischöfe gegen die Kammer. Der Consiituiionnel sa 1: „Herr Clausel wird Niemanden täuschen, wenn er, wie er am chlusse seines Schreibens thut, die Sache der Jesuiten mit der der Kirche zu identifiziren versuchen sollte. Jeder- mann weiß dieselben sehr wohl von einander zu unterscheiden. Wenn die Regierung, mit dem Gesche in der Hand, die Congregation des heiligen Ignatius zersireui, so will der Bischof von Chartres deu Ie- suiten seinen Palasi öffnen. Was will er damit sagen? Gedenkt er ihnen als Individuen ein Asyl darzubieten? Dessen werden sie aber nicht bedürfen. Wer spricht denn davon, sie zu verfolgen? Der Bischof von Chartres beeilt sich allzu sehr, für sie die Palmen des Märtyrerthums schon in Bereitschaft zu sehen; er möge diese vorei- ligen Lorbeern nur aufbewahren, man wird ihnen keine Gelegenheit geben, dieselben zu erringen. Wenn jedoch der Bischof von Chartres beabsichtigt, in seiner Wohnung die Jesuitrn-Geseaschast als Con- gregaiion zu instaliiren und troß der von der Kammer der Regierung und dem Lande:- dargelegten Meinung aus dem bischöflichen Paiasie eine Zesuiten- Gemeinde zu machen, so wird er sich in offene Auf- lehnung gegen die Gesche des Staats versehen. Wir wollen nicht glauben, daß der Bischof von Chartres und die übri_en Prälaten des Königreichs so unbesonnen und so schlechte Bürger ?eien, um sich das nicht zweimal zu überlegen.“ Der Bischof vort Chartres hatte am Ein- gang seines Schreibens gesagt: „Die Iesurten, haben ihre Befugnis: von den Bischöfen; wir sind also verantwortlich für den Gebrauch, den sie davon machen.“ Der Consiitutionnel sieht in diesen Worten einen wirklichen Eingriff in die Rechte des Staats. „Nie- mand“, entgegnet dies Blatt, „besireitet den Bischöfen das Recht, zu entscheiden, ob dieses oder jenes Individirum tauglich sei oder nicht, Beichte zu hören und Messe zu lesen. Niemand bestreitet ihnen das Recht, über die Fähigkeit eines Priesters, sei er nun Jesuit oder nicht, zur Ausübung des priesterlichen Amtes zu entscheiden. Aber die Entscheidung darüber, ob eine Consregaiion m Frankreich als Congregan'on bestehen könne, ob dre Regeln und der Geist eines kirchlichen Ordens verträglich feiert mit dem . Geiste und dem Buchsiaben unserer Gesetze und mri dem öffentlicher: In- teresse, die Entscheidung darüber gehört der Staawgewalt an, nicht den Bischöfen. Die Kirche mag immerhin, von ihrem Standpunkte aus, die Errichtung eines neuen Mönchs-Ordens gesiatten, sie hat dieses Recht“, aber ein solcher Orden kann nicht in ein Land eindrin-

en, sich darin niederlassen und als Körperschaft handeln ohne die

usiimmung der “Gewalt, welche die Geseve giebt oder vollstreckt. Die Erfahrung mehrerer Jahrhunderte, die Ueberlieserung, das posi- tive Gesetz, der Grisiunsercr Institutionen und selbst der Volksinßinit lehren uns, daß die Regel des heiligen Ignatius in Antipathie sieht mit der französischen Constitution.“ Das Journal des Débais versichert, man seiiiberzeulyt, daßkeine Drohung die Minister abhalten werde, die Gesche in Vo zug bringen zu lassen.

Michel Chevalier, friiher Saint-Simonisi, jetzt Deputirier, Staatswirthsckyaftslehrer und Mitarbeiter am Journal des Dé- bats, hat am 14. Mai im Collége de France seine stark besuchten Vorlesungen eröffnet. Der Gegenstand, welchen er behandelt, ist der öffentliche Kredit. „Das Anleihen an sich“, sa te er m seinem Vor- trage, „ist kein schädlicher Gebrauch. Der ößeniliche Kredit dient den sparsamen Regierungen eben so gut, als den verschwenderischen. Vergleicht man das Anleben mit. der Steuer, so kann man bemerken, daß die Steuer das Geld arts der Tasche des Steuerpflichtigen nimmt“, der oft in dem Fall sem mag,. es als kostbares Hiilfsmittel nöthig zu haben, während die Anleihe si freiwillig darbietei, als -ein Ueberflüssiges, das Verwendung uchi. Bei der An- leihe giebt es, so zu sagen, keine Erhebungsiosten; die Steuer - Abgabe kann nur mit großem Aufwand eingezogen werden. Damit soll nicht gesagt werden, man sei berechtigt, die Anleihe systematisch der Steuer vorzuziehen. Um für die Lasten des Staats aufzukommen. isi es am besien, wenn alle Bürger sich einOpfer auflegen und Taxen zahlen. Ueber einen gewissen Punkt hinaus, der nach Zeit und Ort verschieden ist, wird jedoch die Steuer den Bürger in Schulden bringen und die Quellen der Naiionalwohl- fahrt versiegen lassen. Ist dieser Punkt erreicht und der Staat do zu unvermeidlichen Ausgaben genöthigt, so ist das Beste, daß man si zur Anleihe eutschließe. Die Anleihe ist eine unausweichliche O era- tion fiir alle Regierungen, welche die Steuersaiie schon zu siar an-

espannt haben und doch durch Umstände gezwimgen'find, sich ansehn- Fiche Geldmittel zu verschaffen. Anleihen m'ogen konirahirt werden von Regierungen, die einen Krieg zubesieben, große Vorbereitungen zu treffen, starke Rüstungen zu orgamsiren haben; sie empfehlen sich aber auch Regierungen, die in der Muße des Friedens roße Bau- werke in kurzer Zeit zu Stande bringen wollen, und sinach der Maxime richten: „„Die sparsamsie Verwaltung isi “nicht die, welche am wenigsten, sondern die, welche am besten aUSgrebt.““ Ich ge- höre inzwischen keineswe es zu denen, dre glauben oder n glau- ben vorgeben, eine Schu d an sich sei eiwaß Gittes, Wiins enswer- thes, em verschuldetes Volk befinde, sich in emer glürkirchrren Lage als ein schuldenfreies. Ick laube nicht an dieses„opirmisirsche Sy- stem, das selbst unter uneren Stgais- und Jmanzmännern An. hänger hat. Wenn diese Lehrx einigen Bestand gewonnen und mehrere politische Köpfe verfuhrt hat, so :| es, nur als Wirkung einer Illusion anzusehen. Man hatie dre indirek- ien Voriheile beobachtet, welche aus dem Dasein einer öffent- lichen Schuld hervorgehen, und daraus geschlossen, “ein wohl konstituirter Staat könne eine starke Schuld mcht entbehren. Dabei wurde jedoch eines der allgemeinen Gesche übersehen, welche in der Welt-Ordnung wie in den gesellschaftlirhen Verhältnissen walten und den, woblthätrgm Gedanken der Vorsehung am, „klarsten br eu en, nämlich das Naiurgese , daß kein noch so nachtherir MEreigm o ne eine nüvliche Seite i und selbst die mrgliirisvo en Katasirophm Keime des Guten aufgehen lasen. Da, wo eme namhgfte undssiark vertheilie öffentliche Schuld besieht, _siuden sich vrele Bürger, als Besiser von Siaats-E eiten. b.“ Exbaltun der Ordnun

direkt interessirt. Ueberdies bietetdre dfsezrtlrrhe S ,uld Gelegenheit zu bequemen Kapital- Anlagen, Wähkk'nd dre Crrrulatron dll: SÜW“- briefe alle sozialen TranSactionen erleichtert. Diese Vortheile halten

jedoch keinen Vergleich aus mit dem Uebel einer Besieuerrmg der