. , _ Rußland. _ ,. . _ - “DP“ N'liTÜstLrpräsident Goremykin ist gkytewt vom Kenser m MUMM empfangen worden. d Ad ß
» DLL“ finni c Landia [)ai gestern en W - “MMW, der von sdér Kommissitxxn für die GrundgeseßL “Us- JWWLW morden ist, wie „W. T. V.“" meldet, "MKM“ anderung mit 99 gegen Z]_ Stimmen (die der Sozialtsten) ÜUJenoMMen, * .
Italien. ,
Essad a cka, der mit der albanischen Abordnung m RF:" Lingcxoffsen) ist, stattete dem Mimster des dAeufzan MUMM? di Sau Giuliano einen Besuch ab U." wur “ Wl'gesjern vom König in halbstündiger Andtenz empfangen.
Spanien. „ ' ' " den Gestern md die Erla e amtlrch veroffentlxcht mor , durch die der Zusammentrsxtt der neuen Kamznexn Fuf den 2. April festqesßßx wird. Die Wahlen sm fur en 8“ März anberaunät. “. Nach einer vom ,W aus Bilbao hat sick) das “S
* T, B.“ verbreiteten Meldung “iedsgericht zégmxkxten dZ'FYde- UMIM der aus " ' See eute'ange pro _en. xe ee- leute haben jnsxxthYYJF ihren Dienst wreder ausgenommen.
Schwedeno * " ' * des-
An * u orderung des Komgs hat der Txan _
[]ÜUPÜUÜLFWHZTYLUYÄÜ[,d vorgestern versprochen, 7316.“le- [mg eines “neuen Ministeriums zu versuchen. Der Kyntg hat vgwßstem einenStaatsrat abgehalten.
Dix Parteien der Rechtxn tn der Ersten und Rweiten Kammer haben, em'en Aufru-f an daß, fck)1Vedische Volk veröfferxtllcht, nz dem zxmachst auf dte 1231971 LL'UstLn Weltbegebenhetten forme auf dre dadurch vxr- ankaßke R"st n en der großen und klemen Staaten hm- M*Uiéen Zlsßdagn" Zins Schilderung d_es Verlauch" der_ lthen 'inéw MUTTER Krise in Schmxden ln?- zum Rucktr1t_t des
inFt'eriums Skaaff gegTbeZZMrd'X In dem Aufruf Hetßt ex: ' . . .“ wet er: laut Meldung déseä/ Forderungen der schnellen und planmäßigen
Die notwendig -
Lösun der Landesvertxidigung "hat "dreses Minijsteriumgeypferf, uzn dafü 9, Streit mit dem Konig ubßr dessen Redefreiheit und sem in dr Wenfaffung festgeseßtes Recht emzutauscherz. Der Standpunkt “oi s erMkaistetwmg ift vo_n der liberalen Pariet anerkannk wqrden, d'k es “finden Pzrlamentaerus ir) die erste Reihe und die Stcher- HLStdFM'Ra-„icbs 'm die zweite Reibe gestellt hat. Die soxialdemo- kN . es Partei, mit deren Unterstützung das Ministerru'm Staaff in drMsÖeiten Kammer die Mehrheit , batte, mach: fein Gebeunms daraus, „“ ZF erl für ihr Mitwirken die Demüügung „des Königtums und die Éßßfybrung der Republik war. Das :| die wirkliche Lage. die mag unter dm'uVoerd verbergen wm, daß die herz Fortschrttt verbucgende AWZeit und die Selbstverwaltung d_es schwedtschen Vylkes in Gefahr s tren Aber das ist nicht wahr. Die Resormarbeit ux Schweden ist jf! d'en chten Jahren vorwätts geschrxtten unter Mttwrrkxma aÜec Parteien- und die Selbstwerwaltung des BMW xybt auf zwet Grund- säßen: nach innen auf der Erhaltung der Vsrfamung und nach außxn auf einer ficheren Wehrmaxbt. Wik richten Yabsr an alle. die em Herz für dis Sache des Vatexlandss babkn, dle drxngende Aufforde- runß, fick) nicbt verleitsn zu [ansm die Vsrtkidigungsrxage dsn Partei- kakifizkkttcn um die von niémand bedrohte Selbstwaalfung dks Polkés untsrzuoxdnen, und damit unsere nationale Existenz auf das SpiIl zu chxn. „ _ Türket.
Die Note der Mächtx über die Inselfrage ist vorgestern nachmittag 'auf der Pforte überreicht worden. Die Note hat nach einer Depesche des „W. T. B.“ folgenden Wortlaut: _ * , „
Die .Unterzeicbneten Botschafter Oesterreicb-Ungarns, Italiens und Großbritannkens sowie die Geschäftsträger Frankreichs, Dsutscblands und Rußlands haben die Ehre, im Auftrage ihrer ngiérungkn der Kaiserlichen Regierung, folgende Mit- tcßlung zur Kenntnis zu bringen: In Artrkel 5 des zu Lyndon am“ 17./30. Mai 1913 zwtjchen der Türkei und den vsrbündeien Balkanstaaten abgeschlossenen Vertrages uxxd'ebenso jn Artikel15 des in Athen am 1. Nowember 1913 zwixxben der Türksi und Gxiechcnland untcrzeicÜnetkn Vertrages bat fich dre Pfoxte wexpflicbtet, dyn. sech Mächten“ die En11cheidung über das Sckplcktal der "Inseln tm Aegäisäxcn Meere zu überlaffen. Infolgedessen Haben die |ck? Macbje diese Frage einem aufmerksamen Studium unterzogen und nacky einem Gedaykenaustauscb den Be- §chsnß gefaßt,"?„aß Grlechevlany die Imeln meros und Tenedos der Türksi zuruckJLbM U") Lnkguxtig im Befiße der an_deren_ Von ihm gegenwärtig besLZUnUJnan Yletben soll. Die Jmel (Mskesorizo wird glsickofalls der Turkei zuruckYegeben werden. Die sechs Mächte haben fsrner bescbkcyffkn- dasz _i nen ebenso ryie der Türkei von Grischcnlafid hmrexchende BMMLbaftkn dafur gegeben werden müßtgn, dak; dle Inseln, ke Grkeekenkand behalten wird, weder
* ' ' imen der “lit" isében weck HcfcsUJk , noch zu emem man't o mr ar
, UU?) da Griechenland wirksame Ma na men
benußr werden Zontexbande Wischen den Inseln t?nd dem
ien mü"c um einer ergref ]! Gebiete vorzubeugen. Die
auf die ariechischc sech MÉÖÜC Haben fich
( n Ottomanscbk Regierung dahin geltend
“' tet, ilken Einfluß . _ YFYZYM, HTH; die loya[e DurcbekaUW und (Einhaltung dieser Be- Dingungén gestchert ist. Dj_e i_etÉ-o Mach1e werden außerdem von Griechenland hinreichende Burg1chakan fur den Schuß der musel- manisch6n Mknoritäten auf den von 1hm erWorbxnen Inseln fordern. Die sechs Mächte haben das Vertrauen, daß die oben angeführten Beschlüsse von der ottomanifchen Regierung m loyaler Weise geachtet
1 den. '
ner DLr Text der Antwortnote der Pforte ist in dem qßstrigen Ministerrxxt festgesth und am Abxxnd der Presse mit- äetoilt WordLn; dre Bptschafker habensdte Note heute zur Kcnnlan quMMLn. Dxe Not? [quiet obxger QueUe zufolge:
DLL" ünterzeickpnéte Großwefir und Mknistex des Aeußern des Sultans Hat d'r? Ehre, dén Empfang der KoUeknvtxote zu bestätigen, die ihm die Yoxjckzafter OesterxcetckozUngarns, Jtaltens und Groß- britanniens sowie die Geschäxtstragex Frankreichs, Deutschlands "nd Rußlands am 14. Februar ubergehen haben. Als die Kaiserliche Regierung es den Mächten Uherlkeß, das Schicksal
von Griechenland beseßken Inseln zu bestimmen, hatte 58, ihnen zu glejchgr Zeit zu wiederholten Malen die Er- YÜSUUJ?" höherer Art auseinandelgesSBt-.die den BLW derjenigen JMX:? für ste unerläßlich mach!en, die m der Nabe der_Meerenge
Iklkgen find. sowie derjeniaen, die einen integrierenden Beskandteil des *
“WW?" BLK eS- ilden. Die Kaiser1iche Regierung ZSrdan der fsstTn HFZUYZchYßbdiexMächts ibr Mandat gebrauchen“ ur en, um dér n ' steiligten Parteien e ende Lö an zu geben. Mit Leb- ZWftem Bedauern steUFLYLYst, daß fdiegsechs Mächte die Lebens- 1ntercsZn des Reiches nicht genügend in Rechnung“ gßzogen und € € Mag? Uicht so gelöst haben, um jeden ernsten Streu aus dem PS zu raumen. Indem die' Kaiserliche Regierung von der Ent- Ykldung der “ck75 MWK? bezüglich der Rückgabe der Inseln Juxbros, benedos und Castewkiw Kenntnis nimmt, wird fis, ihrer MUMM ewußt und die Wohltaten des Friedens nach ihrem hohen Werte
schäsknd- |ck bemü en, i - - 11 en zur Geltung zu bringen!? 5“ NMUN ""d leatttmen Forder ng
* Hakki Pascha ist end M' u t ater ,in St. Petersburg ernannt worden. g lg z 111 Wo fck f
I eTfrage eine den wohlverstMdM" Interessen der“
[ _ . Griechenland. » _“ * " .
Jm gestrigen Ministerrat unteir dem Vornße dcs Komgß berich1etc der Ministerpräsident Ventzelyß, _der 'pqt'gestern m Athen wkedcr eingetroffen ist, über seme Emdrugke von Her Reise. Der Ministerrat erörtsrke sodann u. a. dte soforxtge Verstärkung -der Marine. Wie „W. T. B.“ meldet„ ßrklarte VenizeloS, er betrachte xin? Vexbesternng der Grenzlxnjx von Epims als gewiß. Das mtrme Ernvernehmen zrmschen (Hrrechen- land, Rumänien und Serbien fichere die' Auf'rechxerhaltnlng „des ZÖQ-ÜUZ (4110 auf demBalkan und schl1eße ]egl1che gr1eck1sch- türkische Verwicklung auI.
Rumänien. d * Getern haben die Wahlen für die Kammer in ex erstensWäblerklasse stattgefunden. Wie „W. T. B. meldet, sind 56 Liberale, 5 Konservative und" 5 Demokraten gewählt worden; 13 Stichwahlen haben stattzußnden.
Serbien.
Der Kronprinz Alexander ist von seiner Reise vor- gestern nach Belgrad zurückgekehrt und der Kronprinz von Griechenland ist Abends von dort abgereist. d
* Der ("inanzminister Paffchu hat der Skupschtina ez) StaatF-voréxxnschlag für 1914 unterbreitet. Wie„WTB.“ meldet, beziffern fick) die ordentlichen AUHgaben auf 202882 086, die ordentlichen Einnahmen auf 207 483 538 Dinar, dte alzßer- ordentlichen Au§gaben auf 10 978 771, die außerordentkchen Einnahmen auf 6452 440 Dinar. Das Heeresbudget belanft sich auf 54 835 1-39 Dinar.
Bulgarien.
Der Ministerrat hat der „Agence Bulgarx“ zufolge be- schlossen, die Landwirtschaftsbank zu ermächttgen, den Jeu erworbenen Gebieten, deren Bevölkerung im kqmmxnden ruh- jahr für die Anschaffung vor) Feldgeräten und „dle Beste [ung der Felder großen Geldbedar[ haben wird, Anlethen 1114 zum Gesamtbetrage von fünf Mtllionen zu gewähren. Mtt der Krediterteilung an Ackerbauer Werden besondere Beamte betraut werden.
- Die Re, ierung hat nach einer Meldung des„WTB.“ die nachdrückli sten Befehle _gegeben, die orthodoxen Priester von den rein pomaklschen D-ö'rfern fernzuhalten. Demzufolge ist da?: lthe Hizxderms besexttgt, das der Durch- führung des festen Entschlunes der Regxxrung 'enxgegensteht, der pomakischen Bevölkerung volle Reltgtonsfrethett zu ver- bürgen.
Amerika. .
Die Regierung von Haiti hat über den von den Anhängern Theodores beseßten-Hafen Cap Haitien die Blockade ver- hängt. Nach einer Meldung deS „New York Herald“ haben die Aufständischen die RegierungHtrUppcn in der Nähe von Gonaiveß mit schweren Verlnsten zurückgeschlagen.
» Dem Blatte „La Nacion“ zufolge Hat "sich das argenkinische Kabinett folgendermaßen gebildet: InnereS: Miguek Ortiz; Finanzen: Henrique Carbo; Aeußereß: José Lnis Muratnre; Acksrbau: José, Malbran; Oeffenüiche Arbeiten: Manuel Movano; Krieg: General Velez; Justiz und Unterricht: Horacio Calderon; Marine: Saenz Valiente, Zum Präsidenten der Republik Uruguay ist nach einer Meldung _déS „W. T. B.“ Blas deqh gewählt
worden. . _ Affen. . '
In der vorgestrigen S_ißung des japanischen Ab- geordnetenhauses kam es bei der Beratung des Geschäfts- steuergeseßes zu stürmischen Auftritten; Wie „W. T. B.“ _meldct, schlug ,die Opposition ein obstruktivnistisches Verfahren em. Als Grun_d“für ihr Vorgehen gibt sie an, daß ihre Ag]- fragen und (Finwrüche nicht gehört worden seien. MZ sick) das Haus um Müternacht vertagte, war man in der Berufung noc!) keinen Schritt vorwärts gekUMMLn.
„_ Im Oberhause gab vorgestern der Marineminister Sa1to in_Beantwortung von JnterpeÜaiionen über die Be- stechungßséjlle in der Marine zu, daß bereits genug be- lastende Tat1achen zu Tage gsfördert worden seien, um die Ueberweisung der Angelegenheit an ein KriegSgericht nötig zu machen.
Fünf Seeoffiziere, Unter ihnen ein Konteradmiral, sind von den) Mari'nedepartement in Haft genommen worden, bis: das Kriegsxxer1cht in Sachen der Bestechungsangelegenheit zn- sammengetreten ist.
- Der Vicomte Anki, der frühere Minister des Aus- wärtigen, ist obiger Quelle zufolge heute in Tokio gestorben.
Parlamentarische Nachrichten.
Der Schlußbericht über die vorgestrige Sißung des Reichs- tags sowie der Bericht über die vorgestrige Sißung des Hause?- der Abgeordneten befinden fiel) in der Ersten und Zweiten Beilage.
_ Das Haus der Abgeordneten
setzte in der! 1“ (ZZ.) Sißung, Wg[cher der 1eu1gen
' , _ Munster de?- Jnnern Dr. von
Dalefo betwohnte, dte zweite Beratung des Etats des
Mintstermms des * nnern, und zwar zunächst die Erörte-
rung der aus _dxr a gemeinen Besprechung bei dem “Titel
FGehalt fdest mefterß“ au§geschiedenen nordfchleswigschen rage, or.
Abg. Wittrock-Flensburg (Forlscks- BMW.): Der Minister bat in der Kommisswn darauf hingewiesßn, daß die dänische Agitation an Ausdehnung zugenommen hat. Dtese Tatsache ist nicht meg- zuleugne'n. Dl? Danen haben es leider verstanden, die kulturellen und wrrtschafthchen Fragen in ihren Dienst zu stauen. Der Gegensatz „ zwischen Deutschen und Danen “ wirkt zerstörend und verwustend. Wir » freuen uns deffen, “
"find “wir“no weiter' entfernt denn?. 12." Man "könnte . cm =* bier sagen: WTes kaputt! Der langsam?, aber stetige Fortscthk des Deutscktums,_der deutschen Sprache rst zukückgeganaen. Die Dänen fanden fich unt„dem Vordringen des Deutschtums refigniert ab. Dann aber katyen Manner, denen es nichk schnell JLUUI KWS; es kam das bedauerklckye Spraxhenreskrwt, und es wurde den Dänen eine gewiffe Rechtögruydlage fur ihre Agitation gegeben. Die dänische Agitation wurde unt großen Opfern betrieben und .hat der dänischen Sache eine große sittliche Kraft gege'ben. Mit polizeilichen Schikanen kann man geistige Bewegungen me und nimmer unterdrücken. Zur Erziehung zur Vaterlandsliebze lassen fich solche Mittel nicht gebrauchen. Zweifellos hat die Nordmarkvolitik den Zweck der Ver-
schmelzurz nicht erreicht. Ick babe den Eindruck, da die Re ierung unsicher Ft; dre Nepressivmaßregeln verfehlen ihren weck. Ißur die
* , was vor 50,Jahren' gewonnen "w rde, aber von'einer mnerenxGewinnung Noxdscbkaswigs“
. seinsm “Weihe, ? obwohl
wiris a kli schwächeren Und futchtsamen Elentknfe [affen ch dadurch abschÉckfemcb Der außerordentlich scharfe yylizeiliche Druck hat Erbiktcrung HLrVQrgernfkn und gab der dänijcben Agiiation Stoff. Ruck) bis dahin indifferche Kreise jvuxdyn in die AgitaMZn bmejn- gctricben. Dcr Optantenvertkag hat allerdings den Danen emu größere Zahl von Stignmen zugeführt, ak'cr _der Vertrag mußte einmal abaescbloffen Werden. Der Stunmenzuwachs bedeutet für das Deutschtum keine Gefahr. An den „Folgen einer verfehlten Politik kranken wir noch heute. Mtt, dem Sprachenparagravhen hat man die dänischen Versaxnmlunaen m den Gasthäusern Verhindert. Die Folge War der Bau exgener Versamm- lungsbäuser, die erst xecht*Herde der Agitation geworden find. Natürlich hat man diexen Versammlyngshäusern keine Konzeffwn für den Ausschank geistiger (Getranke gegxben. Infolgedessen ist die Abstinenzbewcgung unxcr den Dänen ge1vachsen, und man hat ihr dadurch fittliche Kräfte zugeführt. Es werden deutsch- nationale Gedenktage gefeiert. Ich freue mich darüber; aber es wird vielfach auf ihnen der PatriotiSmus qebeucbelt. Es muß ein wahrer, innerer Patriotismus sein. Die Einführung des obligatorischen Fortbildnngsschuluntetriczts begrüße auch ich mit Freuden. Wenn man ibn abs: nur in den national gefähxdeken Be- zirken einführt, so merkt man di? Absicht, und man wird velstimmt. SoÜen wir nun die Hände in den Schoß, legen? ' Nein! Aber das Allerverfebltsfte wäre das, was in dcr berüchtrgten Flensburger Versmnmlung geboren wurde, die “Rückkehr zur Köllexpolitik. Unmittelbar nach der Annexion hat fich die preußische Regierung 1865 in einer dieser KöUetpolitik ganz e_nt egengeseßten Weise über die in den Elbberzogtümern einzxqcha ende Taktik ge- äußert, und ähnlich klingt es auch i_rx dkm tiefe des je ken Reichskanzlers an den Leipziger Profenor Lampreckpt. Auf deem Standpunkt stehen auch wir. Ich nehme für mich die gleiche Vgter- landsliebe in Anspruch wie die erren Schifferer und GrafBaudiefin; man soll es unterlassen, uvsere teUungnabme zur nordscbleswigschen Politik als Parteipolitif zu kennzeichnen. Gerade die in den Grenzbezirken aufgewachsenen, dort heimischen Deutschen smd Gegner dieser KöÜcrpoUtik. Die Föxderung der Iugendpfle e usw, in der Nordmark begrüßen wir; aber „es darf an das nicht yon vornherein wieder betrieben wstdßn im Hinblick auf die Germanisatwn. Der Minister hat recht, wenn kr die in der Flensburger Versammlung erhobenen Angriffe auf die Unjätigkeit der Regierung als überjxiebxn cbaraktetißert. Man pflege das deutsche Geisjesleben; das geschieht aher nicht dadurch, daß man Beamte in die Nordmarf schickt, die mlt Landksspraäpe und Landesfitten nicht bekannt find. Von politisäyer Tätigkeit sollten fich dort die Beamten möglicbschrn halten; nicht etwa, daß fie ihre deutsche Gcsixmung ver- [eugnen ]oUten, aber fie,sollen nicht tbre deutsche Mission demonsjrativ beworbebxn, fie sollen mcht „in deutscher Poütik machen“ onen. Je mehr fie ihren Pflichten alsdBeamte ger€cht Wsrden, je tüchtigsr fie bx der Verwa1tung fich bewahren, desto mehr Respekt werden sie ge- nießen mz_d emen „desto gxößersn Dienst wkrden fie der deutschen Sache leUfetz. Dre Anocd'nung betreffs schäxfersr Konkroüe der dgnxscbetx Zertungen balxe :ck) nicht nur für übetftüßfig, sondern fur FÖadÜch. Die Zeitungen werden Vorsuhtiger werden, ihre Angnffe und Aufcetzurgsn verstkckter anbrmgkn, Und die Leser werden diese Versteckten Anspielungen Verstehen lernen. Das Verbot des Vortrags von Amundsen ist ja aufgehoben worden; die böse Wirkung begangensr Fkhler kann nur dadurch wieder gut gema_chtwe1d§n, daß map fie offen zugibt. Um die Möglichkeit bewaxsen zu konnen, daß dtpser Vortrag zu dänischen Demonstralionen bxnußf Werden könnte, Hat man auf das Konzert des Kammer- sangérs Herold Bezug genommxn. Ich bin bei diesem Konzert zugegen gewesen und habe mchts von Demonstration gemerkt; ich bahe das ngramm guif den Tistb des Hauses gelegt,!)aist von „Lenz und Liebe", nicht Von damscber Politik gexungkn worden. Das Verbot dex 'Laydung des_ Dampfers .Fredericka" war von allerlei Geseß- widrtgketten beglßttet. Dar Landrax Vérbot zum Beispiel aUcb das Spielen Häniscber Lieder an] dem Dampfer. Dänische _Schiffe smd danischer Boden, auf dem ein preußischer Landrat uberhaupt nichts zu verbieten bat. Eine Folgé des Verbots war ,die Verhinderung der zweiten Zeppelinstben .Hansa'-Fa[)rt. Eine ganze Reihe ahnlicher Verboxx, also ebenso verfehlter Maßrkgeln läßt si " no anfahretz. Ick mochxe der Regierung möglichste Reserve, moglich Fe Vérmerdung gewaltkamer Eingliffe empfehlen. Gerade wir Deutschen find verpflichtet, Beständigkeit der Ge- sinnung agel) dort anzuerkennen, wo fie dsr Betätigung unserer deutschen Gesinnung Schwierigkeiten bereitet; wir freuen uns doch. wenn unsere deutsähén Brüder in Siébenbürgen ihre deutsche (Gefinnung festhqkten." Suchen Sie die Dänen mit den gegebenen Verhältnissen auszusohnen und fie zu treuen Söhnen unseres Vater- landks zu machen. Ste werden, wenn auch nicht von bkute auf morgen, aber doch in absehbarer Zeit für die neuen Verhältnisse ge- wonnen werden,
(Schluß des Blattes.)
Bei der Reichstagserfa wahl Magdebyrg Z (Jerichow 1 End 11) wur_den, 717'1e_„W.T B.“ meldet, nach amtlichen Ermittlungen Z1092 gulUttge Stm'nmen abgegeben. DaVon- erhielten der R1xtergukspachterSchtele-Schoüene(Kons.) 12 089, derFlcischer- metstex Kobelt-Magdeburg (Tortschr. VR.) 6911 und der Expédlent Haupt-Magdeburg Soz.) 12 684 Stimmen. Zer- spltttert waren 8 Strmmen. Es ist akso, wie bereits gemeldet
wurde, Sti w [ - . * - forderlich. ck ah szlschen Schtele und Haupk er
_Bei der vorgestrigen Reichstagx-stichmabl im Wa [- krerse Bgden 7 erhielten vorläufigen amtlichen ErmittlunZen zufzzlge bJ ?_7 378 Wahlberechtigten der Professor Dr. Joseph W trt b-Jrexburg (Zentrum) 13 137 Stimmen und der Stadtrat
und Kaufmann Leop. Kölsch-Karlßru N ' ' 18 050 Stimmen. Wirth ist somit gewékizßlté attonalltberal)
im Wahlkreise am ]0. d. MLS.
Theater und Musik.
D fh s Lessingkbeater.
er“ an ieigen Bühnen durchseine Komödien „D T [' „Der Leibgardist' bekannte Ungar Franz Molnär chxn YYY? abend 1m Lesfingtbxaier mit einem Jugendwerk, ,Liliom" betitelt, zum ort. Um einer einzigen Szene willen, die in einem märchen-
ZYYZHJYMW spielt, nennt der Verfasser dieses Stück eine
m ganzen aber Handelt es fich um ei e V - tragodte, die „nach Art einxs volkssjückarti dxamaTTYtht-én omans in Heben; lose anemandergereibten Yildexn vorüber-
_ziebt.? Liliom, der Marktschreier und'Taaedieb, it von "xbefißerin, bei„der er, WJDienst war, entlassen w'cTrden, IxilKTrrUffrTZZ „dem Dienstmadchen-Iulxe gegangenist. Eifersuckst wnr im Grunde das Motiv FeinerßEnUaffung; und- aus Troß macht er nun Julie zu die Kgruffeübeßyexin ihn wieder zurückzulocken sgcbt. Ganz abgestorben ist un (Jemen dxeses Rohlings das Gefühl mcht; xt liebt Julix, obgljeich er e mißbandelt, und er mlßbandelt fie wexl er fich scqut, dle zarteren Regungen seines. Herzens ein u- axkeben. Aber es jaucH-F? doch etwas in bm auf als er zex.- fahrt, daß Julie fick) * utter fühlt. Er will nun“ für fix und das ind sorgen. Da eHrliche Wege zum Erwerb diesem arbeitßscbeuen und perkymmenen Menscheu zu langwierig dünken leiht er sein Ohr den Emfiusierungen eines Verführers, der ihn übeiredet Fm Sonnabend den Ueberfall auf einen Fabrikinspektdr zu wagen, der, as Gekd zur AUSFahlugjq-der Arbeiter ei fich haben werde. Liliom WFM zwa)? daVorguruck,“ ein Verbxechen zu begehen, bei dem er vte etcht sem Gewtssen mrt einem Mord belasten müßte, folgt jedoch