ware nicbt angeblacht, einen Antrag anzunehmen, mit deffen Wort- [ayt man "Wk einverstanden ist. Herr Abg. ,SÖxoeher bat etxyas ganz MMW UUsJefÜbrt als das, was im Antrags Schmedding steht- Er hat gesagt: dké Provinzen sollen a11e gemeingefährlichen Kranken und Juen nach wie vor behalten, nur nicht diejenigen, die lediglich We'gen ihrer Gemeingefäbrlichkeit untergebracht werden müssen. Wie man ML! in der Praxis die Entscheidung treffen will, ist außer- orhkntlich fÖWikkiJ- * Ich glaube, ein gangbarcr Wkg wird nach dieser Rtebtung kÜUm 11! finden sein. *
Herr Abg- SÖmedding hat in seinem Antrags etwas ganz anderes Vorgeschlagen; kk hat gesagt: aUe gemeingéfäbrlkkben Kranken soUen dem SM zur Last fallen, soweit fie ntchthilfshedürftig1énd;da- FQLU sollen den Provinzen nach Wie wor diejenigen gemeingefabrlicben «Mn verbleiben, die hilfsbedürftig find; und das ist wobxdie gxoße MLbrzahx. Nack) dem Anfrage des Herrn Abg. Schmeddmg wurkze ein Bruchteil von gemeingefäbrlicben Insu“ in _besynderen, neu ""t großen Kosten Vom Staate zu errichtenden ILLLMUÜÜÜW unter-
Ikbkackdt Werden müffen, während die Provinzen "“ck wie vor genötigt '
wären, für die übrigen, nämlich “für die hijfsbedürftigen gemein- Jefäbrlicben Kranken sebr erhebliche Aufwendungen zu machen. Sie können nicht wie andere nicht gemeingefährlicbe Irre 'lsebandelt werdezj, sondern es würden ckck) wie vor besondere Sicherbe1tSabteUungen fur Ne geschaffen werden müssen; es _würden besondere Anstalten für ÜL geöant Werden müssen, weak xinzelne Sicher!)"ettsabteni- lungen nicht UUSreichen und die “Zahl der Pfleger wurpe fur diese nach dem Antraée Schmeddins den Provinzen éerbletbenden Hkmekngefährlichen Kranken unzefähx ebenso groß sein muffen, wie es Wk der Fall jft_ Ick) kann weder die Regelung, die Herr Aßg. Schröder befürwoxtet, noch die, die Herr Abg- Schmedding befur-
WNW hüt, für besonders zwÜmäßig .“"ssebé" , s [1 1 Nun a b _ Schröder ge, ag : )J' warum, 0 e ne Teilung in bdixseZHFejs? Ficht möglich sein? Moglicp gewiß, ,aber ob es zweckmäßig ist yon dem gesamten Jrrenwesen emen Zwexg los- zulösen Und eineß kleinen Teil der Irren infolgedessen anders zu bez “ "noob dazu Wenn die Voraußseßungen der
Handeln [ d em „ Héllbarkxtsusdrxél ÜTZ; eZug,scheil7e11, was bei beiden Anfragen der Fall
ein " _ beide Gruppen unheilbare Irre erhalten sollten, Yo JFF? WILLY! ZID Vorschlag in der Tat außerordentlich unzweck- mäßig ist. .' . „ , „ . Mékne Herren, dieser Vorschlag tft aber nicht nur unzweckaJaßjg, sondern er widerspkikbt guch emer Tendenz, 'die ganz allgemein in diSskm bohkn Hause vertretén worden ist, bexfpielswe1se bei den Er- _ ökterungen über dié Notwendigkeit einer Verwaltungßresorm im Jahre 1903 Es ist damals gesagt wo'rden, der Staat solle so die!: Auf- gaben wie mögliéb- so viele _Funkttonen wie nur irgend denkbar den Kczm- munen und KommunalverYanden übertragen, weil_diese als den Verbalx- nissen an Ort undSteUe naberstehende Körperschaften in der Lége find, dre Sackye beffét zujmacben als der Staat; es ist die Abwalzung, die D'zentralksatw" staatlicher Aufgabe]: auf Kommunen und Kommunal- ngbände* im denkbar weitesten Umfange verlangt ?vorden. „Hier syü nun auf einmal ein NücksÖritt gemacht werden; hrec sol] em Zwetg, det eutsprecbend seiner ganzen Natur den Provinzen, den Landarmen- veébänden, den Kommunalverbänden überlragen ist, wieder abgetrennt .,werden, und der Staat soll eine Aufgabs übernehmen, die er ganz zwéckmäßiger und natürlicherweise den KommuvaTVLrbänden berkits Übsrtragen hatte. Das w1d€rsprichk der ganzen Tendenz der nsueren GescßgebUng, der Tendknz, die auch in diesem hoben Hause bei Be- fürwortung der Verwaltungßceform in erster Reihe geherrscht bat; das_widerspriäxt am!) der Tendenz, die in der Jmmediatkommisfioxt mehrfach beworgetreteri ist. . _ Aus di'esen Gründen glaube ich nochmals anempfeblen zu sollen, sick) nicht auf den Antrag des Herrn Abg. Schmedding festlegen zu, wollen, weil er, selbst wenn man seine Tendenz als gerechtfertigt ansehen wollte, sachlich nicht zweckmäßig ist, vor allem aber weil die ganze Tendenz, von der er außgebt, eine unzutreffende ist.
Abg, Dr. Fles ck (fortscbr. Volkp.): Eine klare geseßlicbe Re- gean “diefer Frage erscheint durchaus wiinschanwert. ' Ich kann jedoch 1111 allqkmeinen nicht anerkennen, dax? dxe _Mxßstandc zu gxyß sind.. Wir werden für den Antrag 5 kann 11im1pen,eb_ez1w werden Mr ken Antrag Schmedding annehmen. Aüerdmgs gefallt uns der WyrUüUk schr, den der Berliner Magistrat in einer Pex WWU vorgejcbiagkn bz", dUF dia Fürsorgx für die Geistesernken, Dercn Unterbringung 'm besonderen Anstalten Reb im Jnterkße der Öffentlichkn SWATÖLÜ ?mxxs'ieblt, vom Staat übernommen wird. Wenn auf die Gerlcht§kn71chéldunaen hingewiesen wird, so erinnere ick) daran daß auch der § 1 des Fürsorgeerziehungsxzescjzes von den Ge- richteß in einer WEM auégelegk Worden ist, wie es den Intentionen Des GSsLHßebeks nicht MULWÖ' Wir stehen vor dem Dilemma, ent- Scheiden zu Ulüffkll, Vb ÖLL'SWe ortsyolizeilicher Art ist - dann haben die Gemeinden die Kosten zu tragen *, oder ob ße fickserhkjts- polizeilicher Art ißt - dann muß der Staat die Kosten übetnehmen. Für uns in Frankfurt Hand;"?- es fich emmal um die Unterbringung _ 7 „s gmejngefäbrllchen aeiULSkkUkaM Anarcbisteti; dazu hatten wir ?ljnHt gdie geeigneten RäWÜÖkAtM- jedenfalls war das nicht eine Aufgabe ortspoüzeiUch „AW Der Abg. Schmedding sa Ke gestern wenn das ÜÖLTMSIMÖL Jntereffe bei den Ver- bägnden likge ,dann gehöre dien», Aufgahe den Verbänden; wenn das überwiegende, Interesse beim Staake 1'U- „daW géböre ste dem Staate. Das ist schwer zu entscheiden dagegen ist, es ein in diesem Hause »j'exfach Vertretener Wunsch, fo zu untxrscbezden, _daß die Wohlfahrts- pflege Sache der Se1bswerwa1tung, dxe S1chcckett5polizei Sache des Staates sein soll. Diese Unterscheidung mus? gerade bei der Irren- fxage scharf zum Ausdruck kommen. DLT'SÖUZ der Allgemeinheit vor gemeingefäbrlickyen GkisTLSkranken is_txme Aufgabe der Sicher- Üeitkpolizei, und darum muß in erster Lime Yer Staat, eintreten und Die Gemeindeverbände von dikser Aufgabe bexxcken. 'th dem Anfrage Schmedding kommen wir einen Schritt vorwarts, mcht zur Entlastung :,«r Verbände aber zur Verbeffenmg,der_Jrrenpflege- *- Ick bxtte des- halb die Regzterumg, MILÜÖW dk? SMMUUJM Votums dteses Hauses ihren ablehnenrcn Standpunkk auszugeben. . . ' ,
“_ Abg. Dr. Liebkncchk (Soz.): ,Die W1chttgke1t dxeserUn. "WC ergibt sich aus der außerordentljcb hoben Zahl,?)er Getstes- kranken, die in unseren Irrenanstalten lxntergebrackx [md-t JmFter wenn durch Geistéskranke schwere Unglacksxaüe verurjack) wer en, klchtet fich“ das 1 auf unsere erenpflxge. _Der FaU Wa Augenmer _ G "1 me scharfere Be [3 Quer hat dazu “gefühlt, daß von allen Sei en CDi Fra e d'Z 9 ([ck-„UNI der Gexsteskranken gefordkxk WW?- "e lick) (; “ l .. Me tn an nexe-l ksr Antrag Scl) ,dd' g sch 'dt st etne nebexxachZ SengeTtY 1112er Her aljgememen Forderung der Regewng es Mrj: Ire am. Fur dre praktische Be andlung der gayzen "Frage uned _ ver- béstßnu eme Unkktscheidung von gememgefabkliMnEs "1 an “Zekbsrxsäxen GUsteskranken außer acht zu [affenz " SFW? g ?*ÜJUWJ- 011 der Geisteßkranke _ schon LW “dens bl ivt Fe LBS" "1 Konfllkx gekommen'ist oder mcht. Das WM"? “IT 7 d 9. - daß die Geisteskranken eme Gefahr für dte OefkaUÜÖZU sm ' ck T?M?ingefäbrlickoen Geistesfranken müffen in besonderen UUZMSU ijKosten des Staates intermert werden. Die anabex dex «LMU- “UsaUM haben den lebhaften Wunsch, daß fie von gememgcfahrlan
x--»7*-=;*.-* -„- * *
Geisteskranken 'versckyont _bleiben. Kompetenzstreittgkeiten mjut den Gemeinden Irit'eresse' aller Staatsburger ix! FUF. " ' 0 Geficbtsvunkten hat der Staat dre Pslt t, fUr dxßseYran zu sor en. Dem Anfrage Schmedding werden ?_vir, ovwob1 wtc m-Z einzelnen, e- d'enken gegen ihn haben, unsere Znstrmmgng gebey. Vzel wesentltzcher als dieser Antrag ist aber unser Anxrqg. (Zr, enisvrtcht wortlich “(zem Ze- schluffe, den dieses Haus am 26. Ale tm Vorrgexz Jahre elnstimmtgsgxfaßt hat. Es will mir nicht einleuéhten, Weshalb 8an erxteute KommijnH- beratung etfordsr1ich sein soÜtc. Das Haus wurde s1ch selbst damit _etn thßtrauenäyotum ausstellen. Die Regexung des Jrrenxechts ist exne durehaus dringlickye Frage. Die Matexxe,i11'in Preußm n1chtxinbeitl1ch und gründlich genug gexegelt. Sle'Lst 18 nach den Provinzen ver- schieden bßhandelt. Die Allaemeinhext [)at em Recht darauf, ge- schü13t zu werden gegen gefährlickzs Jrrsmniße und gkgen unrecht- mäßige Internierung. Ich gebx gern zu, daß die Zahl der zu Un- recht erfolgten Internierungen m l_eßtyx Zeit erheblwb _ahgenoxnmen bat. Aber wir onen anch jeden EmzeÜqll Von unrechtmaßrger «zuler- nierung unmögück) machen. Den Geüteskranken “muß ein Rcckzt darauf gegeben werden, daß ihre Korrespondenz nicht von den Anstalts- leitern zurückgehalten wird. Die Internierten find 'auf Gnade xtnd Ungnade den fie bebandelndetn Yemen werfaÜcn. Hter muß Abhtlfe ?" (; en werden. I erware, ' . , HWYZLT und nicht anchdie Kommisfiorx veersen. Es rst wirklich an der Zeit, hier eine Reaelung endlich _emtretextkzu laßen. _
Abg. Vier eck (freikons.): Meme politischen Freunde stimmen dem AntragScbmeddina in Voüem Umfanßc zu. Der Schuß der Allgemeinheit kommt nicht nur der Gemeinße zugxxte, sondern dem aanzen preußischen Volke, denn man_kann mcbt wltfen, gegen wxn fick) die Uebergriffe des Kranken Uchtem Darum meinen wir,
Der Staat sollte fix!) nickt Zn einlaffen. Hier steht em
daß der Staat Verpflichtct ist, für die Unterbxjngung der- jenigen Geisteskranken zu. sorgxn, deren Unterbrmgung *zum Schuße der AUgemeinhctt far erforderlich erachtet wird.
m elnen andelt es "sich ja dann um Zweckmäßigkeitsfragen. Der (JETnkanzd des ?Rinisters, daß erst a_uf _die Nyoeux zum Reichsstraf- gaseybuch gewartet WerM müffe, er1che1nt mn: mehl durchschlagend- Bei dsm Anfrage der Abgg. Braun und Genossen auf Borlßgupg eines Gesetzentwurfs zur Regelung des erenrechtcs msxffßzr vßtyrllßy yon vornherein solche Fragen wie_dke bürgerljcbe Gxxchaftsfabtgkejt und ähnliche ausscheiden, weil die]e durch R€tch5recht geregelf smd, wohl aber können die übrigén Fragen [andesrechtltch geregelt werden. , Ministecialdicektor Dr., Freund": _Es ist hxxr ausgefuhrt worden, daß die Sorge für dxe gemeingefahrlxcben Geisteskranken mcht der Ortspolizei, sondern der Landeöpolizek zur Last fach. De_zngegen- über möchte ich bemerken, daß diese Sorge, selbst Wenn fie, uber den Umfang eines Ortsvolizeibczzirks binausretcbf, aucb daxm_ ern" Echn- stand nicht der Landespolizei, sondern der Ortspoltzetbebyxde [st. DieS hat schon der Minister hervorgehoben, da es sich um dre ege- l'ang derKostenfraqe handelt, dxnn die Kysten für 131€ Maßrxgeln der Woblfabrtspolizei trägt die Gemeinde, dre Kosten fur dre Sicher- beitspolizei aber der Staat. ,
Abg. Dr. Scbm epdin g (Zenta): Es freut nnch, daß „unser Antrag asscitig bkifälltg aufgenommex_ Wird. Ich wxll ihn jedoch mit Rückficht auf die Erklärung 1385 thsiers noch exnmal bßlexxchien. Es ist richtig, dalj; man dieje Angelegenheit auf dre Provmz_ta1ver- bände abwälzen wil, wir stehen aber aq'f dem Standpunkte, daß unser Antra besser und biUiger zum Ziele fuhrt. Dic Diffkrenz, dre der Nkiniter zwischen den Ausführungen des Ahg. Dr. Schröder nnd dem Anfrage zu finden glaubte, ist nur scheinbar. Es hat schon schwerere Probleme aegeben, die sehr bald glücklich und gründlich ga- löst worden smd. Der Kernpunkt dxs Antrages [ich dem Hause schon zum dritken Male vor. Ich Hoffe deshalb, daß der Antrag an- gsnommen wird., _"
Abg. Dr. Lrebkneäot (Soz.): Dic» Negewng dißser Frage ist außcrordentltcb dringliä). Der jeyigc Zaskand 111achr cinen Gkistes- kranken vollkommcn reckyclo?» Kranfs und Angehörige Von Kranken dxrbergen die Krankheif, weil der Mann dann wie lebendig begraßen ist. ' Es nxx'lffsn Rechtsgaranticn "für “11311 geschaff€n werden. Emmcnte öffenthckye Jmtereffen jvrschen für einé fthseunigc ErTEdigung dxr Sachs. Joh frage_den Mimftsr, wie weit dis Vorarbki'rkn wegen emes Jrrengejayes gediehen find.
Minister des Innern Dr. vo n Da [*lrvjß:
Auf diese Anfrage babe ja“; zu erklären, daß ich infolge der lest- jäbrigen Resolution an den Herrn Justizminister "herangetreten bin, und daß die Verhandlungen bisher noch nicht abgeschlossen find.
Das Haus geht zur Behandlung der von der allgemeinen Yvesprechung ausgeschtedenen nordschle§wigschen Frage 1: er.
Abg. Johanssen (freikons.): In der Vorigen Woche hat SchleSwjg'dte vor 50 Jabxxn erfolgte Befreiung von der Dänen- h'eufchaft m erhebender Wene gefeiert. Im Dezember hatte schon emeBganz anders gearwte, ander?" Motiven entsprungene imposante Y_ekjammlung die Nordmarkénsrape in den Vordergrund des po1i- _ttjcben Jnkerßffes gexückt. Die Entwicklung derADinge bei uns im Norden 111th xine ernste Wendung. Profenoc DaeneÜ-Kicl ckFraft€rifiext s1e 111 einer aasaezeichnetxn Brosclyüre: „Das Danentum m Nordschleswig ist dem Zikle nichtmehr fern, ein politisch gesxblossenes Gemeinwe-sen zu sein, das auch in kultureller, religiöser, soxtaler un? wirtschaftltcber Hinsicht ein eigenes nationales Gepräge tragt“. _Dte Zunahme „dex dänischen Agitation an Ausdehnung und Jntenfikat hat der MM"? in der Kommisfion zugegeben. Das Jahr ]912 nanntc diE dänncb gefinnte Preffe ein MMS und frucht- bares Jahr, das Jahr 1913 nennt „Flensborg AviS“ Lin geskgnetes Jahr. Bei der Reichstagswahl betrug der Zuwachs dsr dänischen Stxmmen 11,76 0/0, 'der stärkste Zuwachs se'tt 1876 in einer Legxslaturpc'rwde. Bet der Landtagsnmbl 1913 gewannen die Dänen m “(184 Kreisen Haders1ebyn_ und Apsnrade 10 an?; 27 Wahlmänner, dank 1brer straffen Oxßamsation im V€reinSWL1en. Neben dem Spracherxin, Hern Wx; lerverein und Schulverein mit Hunderten von wetgxeremen atbt es Franendereine, Jugendvyreine und Jugendverbankxe, Enthalxsamkeitsvcreine sowie 17 Sängervereine. Von 1908 W 1913 stnZg die Zahl dcr dänischen Versammlungen von 568 auf 922, im ch"? .Tondern fanden im lsßten Jahre 250 VYrsammlungen statt,'1907 noch nicht 10. Besonders nehmen sicb die Darxen der Jugend und der sckmlentlaffcnen Jugend an. Der Schul- verein san_dte von 1911 bis 1913 1219 Jugendliche auf dänische Hoch- und Nach1chu1€n. " Als fqnatikch Deutschhaffer kommen die jungen Leute wieder zuruck. Dre Arbeit an der Jugend wird ans wirk- samste von dem ?rauenVerein in 94 Ortsgrupven unTSrstüiZt. Die sogenannten'Velr anxmlun sbäuser find als Trußburqen über ganz NordschleßMg m etyer ahl yon 51 VerstreUt. Ihre Verband- xungxn enxztebcn s1ch _der Oeffentlichkeit, aber das Resultat [st 1312 Schurung des Hasch gegen alles Deatscbe und die Förderung des Gedankens (3er WiederVLreinigung mix Dänemark. Auch wirt- schaftlxch_ find dxe Damen organisiert in Kreditwereinen, Banken und [andwirtxckoaftlicbey Vereinen. Der Verein .,Landschuß“ soll die deutsche Befitzfesttgung hemmen, die vom „Flensborg Avis“ als „Bauernfanggeseß“ verhöhnt wird. DielDeutschen werden in jeder Weise wtrtschastlich geschädigt, die Agitatwn ersjreckt sicb sebon auf
die SkädtC, die bisher noch das Boüwexk des Deutsckstums waren-
Dze Geiktlicbxu säen offene Zwietracht- Daß diese Agitation Erfolg- retch dutcbaesubrt werden konnte, dafür liegt “_die Schuld auch auf unserex Sexte- Die Regierung hat zeitwetse den Ernst der nge m der Nordmark nicht gsnügcnd erkannt und berücksichtigt. Gre hat durch ihre nicht aleichtnäßigk- Uichk energische Politik, duxcb ihr Schwanken yon Milde zu Stange 111113 von Anläufen zu _Strenne wieder zur Milde den Mut der Danen gehoben. Ein Dauptfebxer war dxx Opkankenkindetvertrag von 1907, durch den 5000 Danen prxußrsäye Staatsbürger Wurden, die aber dänisch sttmmtenjund agrtxerten. Der Minßster, saate in der Kommisfion, das Veremswescn in Noxdschleswig set em schr schwieriger Punkt,
,
Schon aus polizeilichen.
daß Sie unseren Antrag sofort an-.
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aber das Vereins. und Versammlungsrecßt ebe wenig Befugnis zqm Einschreiten. Ja, warum hat die ,preu ische RegtcrungYicht jm Bu'ndesrat durchgeseyt, daß ibr dis! wenige" Befngmffe, die ste noch bajte, nicht durch den Reichstag genommen wurden und warum seßf sie “nicht aYes daran, w'xrkjame Hapdbybk". wieder zu bekofnmen zur Bekampfung der dämsch€n Agxxattm-V Auch der prßußisckw Landtag hat schuld. Nur wir Schleßwxg-HÜ- swine: sprechen hier über den Ernst der Lage, aber jeder preußische Abgkordnetk soUte sich um die Nordmark kümmern und den Deutschen dort den Rücken stärken Bamix nicht. Ein Tsil Preußkns im Friepen zu' Feindesland wird. Auch die nthonale PresZe hat ihre Pf11cht nicht erfüüt. Welcb-s große preußtsckoe Blatt at die Wucht der imposanten NordmaxkveUammlnng in Flßnsbnkg vom 14. Dezxmber gewürdigt"? Wir aÜe in der Nordnzark 19111671 die Parteinnterjchiedc vergeffen und nur den de'uUcheu, Standpunkt einnebmxn: Kie gut deutséh allcwege. Dre einzxge Paroxc soUte lauten: lle Deutschen geschloffen gegen das Dakentnm! Gegen die dänische Sprache mzd gegen , die' vortreffliche Be- vökkerung Nordschleßwigs kamyfen 'wrr mcht. Wir wollen aber vgs DUttscbtam wirt!chaftltch und politisch stärken. Zn wirt1chaftlicher Beziehung tut die Regierung manches, abér es muß energischer und schneller, frei Von BureankranSmas geschehkn. Wenn der Finanzminister einra den Bau dxr langst gcforderßn Küstenbahn Hindert, muß der Ministerpkafident cm Machtwort sprechen. Gute Bahnverbindungen nach dem Süden, b€s1ere VerksbrSwege, Aufschlic-ßnng und“ Kultivic-runq von OW- und Moorland, die An- fiedlungsxätigkeil find in Angriff genommen, müssen aber energischer be- trisben warden. Wann endlich kommt das ParzeüierungSgeseH? In politi- scher Hinficht kommt die Frage der Staatenloscn in Betxackyt. L).)keine Partei hat im Vorigen Jahre die Erwartung auSgc-svwchen, daß dke Regierung nach den unglfick1ichkn Erfolgen des Optantendertrages kcinkn ähnlichen Vertrag mit Dänemark wiedér abschließen werde. Wenn Dänemark seinem Gesetz Von 1898 rückwirkende Kraft nicht geben wiU, braucht Preußen nicht wieder die Zech2 zu bezahlen. Unsere Regierung muß auch verlangen, daß die dänische ibren Ver- pfkichtungen ans dem Optantenvertrag hinfichtlick) der Verhinderung der Beunruhigung unserer Bevölkerung_durch dänische Agitation nacb- kommt. Der Minister sagte in der Kmnmission, die dänische Re- gierung babe stets deutschen Wünseben entgegenkommc'nd Gehör ge- schenkt. Dann finduqber diese Wünsche nécht nachdrücklich Dor- gsbracht, oder die damscbe Regierung hat den Worten keine Taten folgen lassen, dcn'n die dänische Agitation besteht nach wie vor. Will Dänemark skme Loyaktät beweiyen, so möge es seincU Volks-, Nach- und Hochschylen verbteten, Schü1er aus SÖleIwig-Holstein aufzunehmen. Frserch wäre jm dsmokratischen Dänemark eine Re- giérung erledigt, die 10 loyal 1bren Vertragsvexyflichtungen nachkäme. Aber was gebt uns das an? Weiter müßte umme Regierung Hand- babkn bekommen, um den anuq Von Reickpsdänen zu Verhindern, die sich a_1s Kxxechte,G21eÜen oder Kommis ysrmieten. Es sind genug Daumhe für dit-se SteUungep da. Man lasse sie gar nicht in das für fie so böjc Preußen Herem. Nur eine feste energische Politik, die ckan geraden Kurs geht, ohne Kleinlichkeit, abcr mit gerxchter Strßnge, frommt u_nserer Nordmark, und wir Schkeßwig-Hostejnex mcht nur, sondern jeder Preuße muß sie Verlangen. In der in ernsbaxg vor!!“ 3000 Schléswig-Holsteinern gefaßten Entschließung wtrd xme wurdlge Féstlgkk'xf“ unscrcr Politik gegart die dänische Agltatron Verlangt. Ick) sch1te[:e_wicder wis immer mit dsm Zuruf an unsere Landsleute, die un Kampfe mit dem Dänentum stehen: Jnngens bolx fast! „
Abg. N1ssen (Danc): Nach dem Abg. Von Kardorff soUen an der Flensbuxgar Protestwersammluna auch führende Männer Schleswig- Holüeins ke1lgenommcn babxn._ Der Abg. von Kardoxff wird ja d1e Apgeleaßnbeit nur 1)om_-H15xen1agen kennen, aber er könnte doch mit semen Bebanptungcxn exn bißchen Vorsicbfigkr sein. Von den Reichs- tagSabgeordneten 111 kém cknzigsr zur STEÜL aewestn, und Von den LandfagIabgeorYneten bat böch1tens nUr dic Häüte an dieser Protest- wersammlung_kellgenommen. Di? direklc VeranlaffUUg zu der Flens- bgrger VMammkung gab 1a der FAU Ymuadsen. Die rchknde Y_Yrsorge dés Abg. von Kardorff für das Ansehen “09.2 Profemors _ Amundsen war im Höchstkn Grade über- f1u1fig. Y111und1€n "hat es wsrstanden, aucb obne Beihilfe Von pxeußtschen Landraten und Régisrungspräfidchen fick) einen Ruf zu grunden. Selbst „die Nattonalliberalen im Reichstage haben das Vorgehen der Reaxerung [m_ FaUe Amundsen mißbilligt. Das Ver- bot gegen Amundsen war eme Blamage der preußischen Vebörden und hat das preußi'che Ansehen tm Auslande berabgeseßt. "So sehr
ZTJtMsam rvar dre Flensburger Versammlung in unseren Augen
' Die Zub]? _der Teilnehmer ist bedeutend zu :ck an 6
Wer m Flensburg ple inkange' kommendkn Lokale keZné “berg TY; wtssen, daß es gar nicht mogltch tst, dort 6000Personen unterzubringen. Aber selbt, wenn 6000 „Personsn zugegen gewésen wären, dann wäre da? auch mcht so sehr Viel,_,xve1m man berücksichtigt, daß hier aUe Damen, aus _SchleSwtg-Ho11tetn und Hamburg in Betracht kommen. Als dte Damen aufgefordert wyurden, das Lokal zu verlassen, fragte ein Vertrxfer von „FlenSborg AMS“, ob das auch für die Presse gelte. Vom" Le_1ter L_)er Versammlung wurde ihm gesagt, daß das selbst- berstandltä) mxht der Fall sei. Er ist dann dort geblieben. Als “he? nachber'em Kampflred qegen_die Dänen gssungen wurde und der damsche Berchtersiatter mcht aafsteben onte, Wards gerufen: raus! Er hat dann den Saal vsrlaffen, mußke sul) aber untcrwegs fortwaHrend gegen Mtßbandlungen Wehren. Er hat kann ein Strafverfahren gegen Unbekannt beantragt, der Staatöanwalt bat _ dies , aber abgexkbnt mit dem Vemerken, daß es fragltä) se1, o'b es 1160 „bier übkrhaupt nm Mißbandlnn en bandlx. Es tft „doch eme grobe Ungehörigkett, daß Ter Sxagtsanwalt in dieser , schnoddrtgen Wexse antwortet. (Vie. vras1denHDr. Porsxb btttet den Redner, sich zu mäßißcn.) Zn Schles1vtg-Holsjein 1st eine gemeinnützige Siedlungsaesellsckycht qe- grundet n;“orxen. Im" Jahre 1913 hatte diese Gesellschaft 104'Ykit. glieder unt «62 Gsdcbaftsxmteiken. Die (Gescbäftsantcile waren aber „Tm Moßer Tetle im Beßße des Staates, der Kreise und Provinzen. Nur (.) Emzelpersonxn Waren im BERU? Von Geschäftsanteilkn km (Gesamtw'erxe von 83000 „16. Man siéht darans, wi? wenicx dic Herren,dte_1m_moer nacb Staatshilfe schreisn,selb€r opfern. WK? könnßß doch auf fxenthxngm Wege bedeutynd größere Beträge zusammenbringen obwohl Jytr ern Y'lxxnes und axmes Volk sind. Ein Dampfkr won Fredericiä nut dZnUckzen Gamn durfte m Sonderbnrg n'tchk landTn. Ein HM würde zum „andrat gesandt, um ißn zu bewegen, das VLrbot aufzuheben Cs !yurde dem Herrn erYLart, der Landrat sei nicht zu sprechen- D'abej stand er [)mter e_tnem Vretterzaun und freute fick) darüber: Em sßlcbes Benebmsn 111 doch eines Landrats direkt unwürdig Auch dxe" deutxcbxe Presse m F12néhxxrg Verurteilt dieses Vorgebei der Beborde: „Zu der]elben Zett 11117) Deujsche auf einem Ausflug nacly Fredezxcta dort von den Dänen in liebenswürdigsjer Wetfe ausgenommey xvordkn. Wir müssen uns dage en xvebren, daß 5?chndyatcx 1mmer und immer wieder ihr? Befugnisse Fberichyxifenx «[ndere 'Staa'ksbüraer müssen die Geseße kennen (18 konnte man ergentlxcb von einem Landrat auch ,
langen. Diese Angelegenheit hat auch dem däni en __vec- dev Aeußern Veranlaffung gegeben, zu erllätscY, dYfoierka soLches Borgehen der preußischen Behörden nicbt "xm Ein- klange' Uebe mrt ken Handxlsvelttägen, da es die dänische SÖiff. fqbrt m den deUtschen (Hewaffern heeinträchtige. Ich bikke den Mi-
nistek zu erklären, wie fick) die Rcmerung dazu fest *
deujschen AÜgemeinxxt Zeittz'ng" ist behauptet YordemJFaZUeÜNÉW: tragscxbend ekncs Sangers m Flensburg zu einsr Demonsjration 9x braucht worden set. Diese MttteilunZ widerspricht direkt der WINK- beit. Jm Vereinsgesetz scheinen K die Untkren Babörden (: rx schwer zurecht zu findexx. Unsere Bevölkerung ist eine außerord rtell'éb rubrgx, upd solche Deltktx kme Wrderstand g€g€n die Sta t en :ck und abn11che kommen hat uns fast gar nicht vor. Die Ga Edgewalt und Polxzmbeamten drlngen unter aklen möglichen V Znarmen unssre geschlossenen Versammlungen orwanden i"
Hammer.) Kennkn Sie denn Lin. (Jurys -de,s Abg. Hammmer: O ja!) Woher dennuxsere VMWUÜSI (WM"
(WJ- Hammer: Ich