1914 / 40 p. 9 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 16 Feb 1914 18:00:01 GMT) scan diff

(Forkseßung aus der Ersten Beilage.)“

(Sehr richtig! bei den Nationalliberaren.) Meine HW"- Fs IM nichk an, daß in Deutschland einem Mann, der dsr?) I“"ö ""Aewohnlkcb“ LListungen und Hervorragende moralisc'k)e Qualitat?“ ein ZW,! MUM hat, dessen Erreichung seit Generationen von allen Kulturnatronen der alten und neuen Welt mit schmerzlich?" Ypfern an Gut und Blut angestrebt worden ist, bei einer rein w,ffenfc,1)aftlich'en, durÖZus dankenswerten Tätigkeit Schwierigkeit?" persönltcb 11nlte13samer ",lrt bereitet Werden, ohne daß wirklich zwingende und dringliche 'Grunde dafür geltend gemacht werden können, und das war in dem vorlreg'enden Falle doch in diesem Maß? nicht der Fall. (Sehr gut! bet den Na '

UYYFLILK-Zber _ und ich glaube aUs den “Ausführungen des Hkrrn S Öifferer entnommen zu Haben, daß er nut der Bemerkung, es dürften örtli ck e Instanzen mcht von Iden höheren Instanzen desaWuiert werden, wohl darauf HJT anspielen woÜen, weil mir sonstige Desavouierunkien örtlicher Jnstanzekn nicht bekannt find - aus der Tatsache, daß dem Entdecker des Sudpols dke Abhaltung eines

.Uokngisk-öen Vortrages in Flensburg genehmigt worden ist, der

rden ist, daß eine Wandlung in der Dänenpolktik TKYFJTYZner-eiwten sei und auä') in den Zéitungen und sonstwo sogar von einem Zickzackkurs die Rede geryese'n ist, Jo [;_[aube «!), daß derartige Behauptungen denxt doch tatsachlich Wert uber das Ziel Öinausstßießen und der Begrundung entbehren. (Abg. Dr. Schifferer (Hohenwart?)5 Das habe ich gar nicht gesaLl!) Meine Herren, für derartige Behauptunqen bietet der Falk Amunxxscn in der Tat keine berecht1gtcn Unterlagen; denn 1518 Zu- [assung oder das Verbot _des rxorwcgischen Vortrages hatte an W mit der bishßrigen Danenpolttik nicht das mindest: zu tuxt. Es handelte sich um ekn vollkommenes Novum, um eißen Fall, fur xen es keinen Präzedenzfall gab, und der (111115 gar mcht darauf gestußt werden konnte, daß es notwendig ist und auch in Zukunft nothendig bleiben wird, von den dänischen Varcins- und Vexsammlungsbansern als den SÖUß- und Truksburgen aller deutschfeindltchen Bestrebungen Yuglanködänen unter allen Umständen fernzuhalten.

Im übrigen muß ich auch die Behauptung des Herrn Abg- Schifferer, daß die KönigliÖe StaaLSregienmg eine Schuld an der Verschlechterung der Verhältnisse in Nordsckzleswig duch) ihre wankel- mütkge Politik trage und daß .'ccr Wechsel das eknzég Ständige" in der Politik der StaakSrcgkkrung geWcsen sei, doch mit aller Ent- schiedenheit zurückweisen, mindestxns insoweit cs fich auf di“: ULULke Zßik bkzith, die heute doch überhaupt nur zur Verhandlung stehen kann, UÜMÜÖ auf die [chen Jabre, in denen ich e'me Einwirkung auf diese Politik auSzuüben in der Lage gewesen bin.

Meine Herren, sowohl Herr Abg. Iohanßen wie auch Hexr Abg. Sckxifferer baben als einNgen Beweis für die Behauptung eines ständigen Wechselsin der Politik die Tatsache erwähnt, daß im Jahre 1907, also vor 7 Jahren, der Optantenvertrag geschlossen Wurde und daß im Jahre 1908 das Reicbxvereinsgeseß im Reichstag beschlossen und auch vom Bundeskat genehmigt worden ist, das den Regierungen einen Teil ihrer Einwirkungsmögliäzkeiten auf die Vereinsbetätigung in der Nordmark genommen hat. Meine Herren, ich gebe ohne weiteresxzu, daß dsr Opfantenvertmg ebensowohl wie das Nebiko- vercinsgeseß ihre smei Seitsn gehabt und daß fich neben manchen gukcn auch Schattenseiten dabei entwickelt haben. Immerhin find das Vorgänge, die, glaube ich, bei _ciner Betrachtung über die jeßige Dänenpolitik der Regierung in der Nordmark, Wie: fit: s1ch in dkn letzten 6 Jahren abgespiclt hat, nicht mehr der Beurteilung wexden zugrunde gelegt werden können. Jedenfalls bin ich in der Lage, zu erklären, daß, solange ich mich an dieser SteÜe befinde, die KönigliÖe Siaaisregieruvg Mä) nicbk einen einzigen Augcnblick daran gedacht Hat, die bestehenden Abwahrmaßregeln gegen däniséhe Agitaüon und Aggkcsßsn ikJWÖWYL ÜÜZUsÖWKÖSn _ im Gegentcxil, fie find in d:",n leßten Jahren wohl s1cher scharfer gehandhabt Worden als voxher - und daß Ebensowenig jxu'als „daran gedaäpt worden ist, durch eine in weitergehendem Umfang staikßydende od-xr wahllose Einbürgerung von Staatenlosen irgendch dSUt'ÖS JUkskéffen preisZUJeben oder abzu- schwächen, Ich glaube, daß das eine dem Herrn Abg. Schifferer ge- nügende Beantvwrtung k" Frage sein, wird, die er bezüglich der

waigen Einbürgerung dcr Staatenlosen in Nordschleswig an mich gerichtet hat. Davon kann keine Rede sein.

Sodann komme ich auf die sonstigen Wünsche, welche Herr Abg. Schifferer auSgesprcchsn hat- Er WÜUsÖÜS, daß eine Revisi'on der Vsrordnung von 1908 in Erwägung gezogen Werde, durch welche die dänische Sprach bei öffentlichen Versammlungen in einigen nörd- lichen Amtsbezitken des Kreisks Tonderu zugelassen wordkn ist. Ich kann znsagen, daß in Erwägng gezogen werden wird, ob die Ver- hältnisse fich inzwischen derartrg geandert haben, daß eine Aenderung nach dieser Richtung [)in gcboken und notwendig erschein_t. Ich vermag aber irgend Welche Zusagen über das' Ekgebnis zunachst_ in keiner Weise zu erteilen. MikHerrn AbS-Säxlffekek kkke"“«_auch 145 M- daß die Anwesenheif zahlreich! Auslandsdanen 11) den nordliche'xn Bezirken von Nordschleswkg sehr wohl dazu 96615"? W dre ?euiscb- feindliche dänische Agitation und die deutschfemdl1chxn Tretberciex innerlich zu stärken und zu fördern. Es „"ist m, neuerer Zett tatsächlich beobach1et€ worden, daß die Danen„ '" dFr Nord- mark fick: ähnlicher Mittel bedienen, wie 116 ' bizober rzur seitens der Pélen gebrauckyt worden find, und daß daher eme gewxffe Analogie der Verhältnisse in Nordsäyleswig mit denen in der Provinz Posen nicht w'ird ir"! Abrede gesieUXLWerde:1*könncn-- Jeb" Wm _ «bér Herrn Abg; Schifferer verstchern, ;daß diese VUHÜÜUUS, * WM ?Lik gekqumer Zeit die Aufmerksamkeit; der" Regierung M “W Celenkt Haben Und“auch weiter mit größter Aufmerksamkeit Werden

"MOTM Werden. , _ _ . . *

NUK Hax HerrÜAhg. Schifferer Sine Bkmerkung) die lä) Übrigcns "Uk nebenbei,“ ganz ÜbeÜäufig in .de'r Budge1kom'misßon gcmächk batte, ZUM Gegenüande seiner Kritik g:":xiacht. _ Ick). hatic _ im Anschluß an ck"“ Aufzählung der PofitiVSn Maßnahmen, welche seitens der _ein-

ZUMDMMHM Neithsaxxzß

l

“Zweéke BLZWge

Berlin, Manta, den

zelnen Refforts seit einer Reihe Von Jabken in Anzxriff gat-wmmen worden find, um die Deutschen Nordfchlc§wkgs wtrtsschafkchb und kulturell zu fördern und zu heben, bemerkt, daß, insowett auf dicsetxj Gebiet auf der “Versammlung in Flensburg Angriffe 'gegen dle Staatsregierung erhoben worden seien, disse mir übertrieben oder grundlos 3" sein sch8inen. So ungefähr war der Wortlau't dessen, was ich gesagt habe. Esist mir nicht eingefallen, damit trgendwie die Flensburger Versammlung als solch? angreifen oder herabseßen zu Wollen; im Gegenteil, meine Herren, ich habe mit größter Befriedi- gung von dem Verlauf der Flensburger Versammlung Kenntnis ge- nommen, Weil det Grundton, der auf dieser Versammlung zutage trat, durchaus patriotisch und von wahrem nationalen Empfinden ge- tragen ivar. (Bravo!) Das erkknne ick) voükommen an. Aber das hindert doch nicht, daß iT),), ebenso wie ich einise Aeußerungen des Herrn Vorredners beute zurückßewiesen habe „und metpersekt's als zu Weitgehend kennzeichnen muß, in gle1cher Wexse dre Auffassung aufrechterhalten muß, daß einige von den Aus- führungen, welche von einzelnen Rednern auf der Versammlung in FTLUSÖW gemacht worden find, :n- D. doof) Uebertreibxmgsn ent- baTten haben. So ist es meines Erachtens zjveifellos eme Ueber- treibung, wenn in Form eines förm1ichen Protestes Verwabxung eit)- gelegt Worden ist gegen das Tempo, das seitsns der Regierung m bezug (W die kulturelle und_ wirtschaftliche Förderung der D'cutschen in Nordschkeswkg eingeschlagen worden ist. Wenn dann ng[Slch auch ein ganzes System von positiVen Maßnahmen verlangt worden ist - wie dies übrigens beute HerrAbg. Schifferer (mä) getan hat -, ohne daß irgend Welche näheren Andeutungen darüber gegeben wordsn sind, wie dieses Sysjem beschaffen sein solle, so glaube ich d'emgegenuber gerade durch msine Ausführungen in der Budgelkommtsfion Yach- gewicsen zu haben, daß die Staatsregierung es ihrerseits an emem systematischen und klar umschriebenen Vorgehen nicht hat fehlen lassen. Auf dem Gebiete der Volksbildung und VolkZWoblfahrt, der Erziehung und der Vorbildung der Jugend, ihrer fachtechnisch2n und hauöwlrtschaftliäyen Ausbildung, auf dcm Gebiet des öffenklichen Ver- kehrs, der landwirtschaftlickyen Meliorationen, der Befiedlung, der Be- fißfestigung und Entschuldung haben die einzeknen Ressorts nach einem yon ihnen gemeinsam anerkannten Programm in den [Eßtkn Jahren nicht nur vieles, sondern auch durchaxts Ersptießlichcs gklciséet. Und, meine Herren, Wenn bker und queßlgriffe Vorgekommsn smd, so glaube ich denn doch, daß es zu weit geht, er Regierung in aÜcn diLs-en Fäklen die Vcrankwortung zuzuscbieben oder sie aÜc'm dafür wsr- antworlliä; zu machen. Es haben manche Unternehmungen Priwafer, die demnächst auch sLaaTYickyerseits untetstüßt wordßn smd, «Uerdings nicbt dic? Errvaxtnngen voÜ erüÜt, die man bei iHrer Begründung an fie geknüpft batte. Abex es lag doc!) an der Schwierigkeit der dortigen Verhältniss, blSweileu auch daran, daß nicht immer diejonigen Personen, die seinerzeit die betreffenden Unternehmungen angeregt hatten und am meisten zu jörer Begründung beigetragen hatten, demnächst als leitende ersönlicbkeiten an dke Spitze des UNter- nehmens berufen wkrden konnten. Im großen Und ganzen aber wird nicht in Abrede gestellt werden können, daß auf dkefen Gebieten Gutes geleistet worden ist, Und daß jedenfakls die Régierung es an einer energischen und nachhaltigen Förderung der dkntschen Intxrcffcn nicht hat fehlen lassen.

Wenn dann ferner gesagt worden ist, es solle in Zukunft nicbk in der ,übLiÖen“ bureaukratiscben und schematifchen Wekse, sondern Weitficbtig und praktisch *- ich weiß nichk, ob etwa das Wort „großzügig' aueh gefaUen ist - Verfahren wsrdcn, so ist allerdings damit nicHt direkt gesagt worden, daß bisher in gegenteiliger Weise Verfahren worden sei. Aber aus dem ganzen Zusammenhang der Ausführungen muß man wohl ent- nehmen. da[; die Absicht e'mes derartigen Vorwurfö gegen dieStaats- régkerung vorgelegen haben dürfte. Nnn, meine Herren, nehme ich dyrartige Angriffe zwar nicht aÜzu fragisä), ich glaube aber, daß damit der deutschen Sackye nicht gedient ist, und daß es im nationalen Intereffe wertVoller is?, wenn da-J, was gelelsiek worden ist, nicht [ediglich in absprechender Weise verkleinert wird, sondern Wenn da, wo die Regierung dure!) ihre leitende Mitwirkung und durch die Hingabe reichlicher Mittel tatsächlich Erspricßliäyes im Interesse des Dc111schtums geleistet hat, das dann auch rückhaltlos an- erkannt wird. (Es kürfte damit die Kampfesfreudixxkeit und die Sieges- zuv-xrfiäht in den deutschen Reihen besser gestärkt Werden als durch einseitige Kritik, und solcher Kampfesfeeudigkeit und Zuverficbk bedarf

es, wxnn wirklich dauernde und nachhaltige Erfolge erzielt werden sollen. (Bravo!)

Abg. Graf v o n Baud isskin (konP: Ick) bin ersucht worden, mich auf 10 Minutexn zu bkschranken; :ck Werde dem nachkommen nnd mic!) sebr kur); raffen. Den zutreffenden Schilderungen über die augknblicküchkn Zu'sxände in der Nordmark, wie fie dic Abgg- Johansen .und SckWsercr gegebenYaben, füge ick) nur noä') den Hm- weis auf die enge Vsrbindung zwmcben dcn 1üdjijtischen Vereinen und denjxuigßn der „Königsau hinzu. Ssbr gefährlich sind auch die Vokks= Walen, MKH? [11 _den nördlichen Gebieten wie in einer Reihe von Sperrforts ekugertcbfet find, zu derkn Besucö die Nordschleswkgcr aufgefordxrf und durch Prämien ermuntert werden, um dort die nord- schlxswigsck)e-_ Jugend- zu kßnisc'hen Agitawren zu stempeln. Wie in W1rk11chkeit die Geßnnung, diejex siidjütisckyen Vereine ZK, 9711th man am besten aus den Verlchtep [zber dre Versammlunacn m Dancmgrk, wo man nicht mehr so Vorsubttg zu sein braucht. Da wird .mentcns über den § H _des Prag€r_Fr1€dens gesprochen, nach dem dw Nordmaxk cventuell wtcder an Danemark zurückfaücn soUe; 'der WU;- Kloppenbotg, der ja in rechx pielen solchen VersammLungen gewejkn is?, wird mir das bestattgen können. (Ebenso wird der chxojt auch auf Dänemarl ausgedehnt, ein Flensburger Getrerdehanhler nnd Kommerzienrat ck in ganz Dänemark boykottiert Worden. Dkk Wünsche des Abg. Schtfferer werden im großen,!md ggnzen OM meincn Freunden 11ntxrschklkbknx Mtb Wir 118ka UNTER ÖM Emdkuck, dds: die Remerungsvolmk„in_den letzten Z::iten ach) beiAmF oben in de': Nordmaxk 'nicht den („Fmdrch der Stetigkeit cxWeckt hat. Wenn heute der Minister erklart,“ daß kein Schwanken statt- findkn soÜe, so ist dieser Vorjwuxf anch mä): “gegen ihn aerickk-tet, sondern wir; haben dahel emen „langeren Zeitraxnn im NUM. .,th ngxicviqnng haben wrr die Erklarung dss Ministers e- bört, daß die Flensburgec Versatyuüung Yon,_ihm mit Freuden e- grüßt worden ist. Wir können nur dmmt nicht ganz einVLrstanden

égex “Und Königläch PMMA)en“'Staa1sanz7'7eig“ékx

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d tUbertreibungen staffgefanden haben sollen., Ach isZlnöezZZßaufordeneFaU Amundsen (önnen wir-„uns ihm mcht an- schließen. Auch wir haben ntkmals bentrckxtet, daß Herr

en elbt n einer Démonstration An,!aß' geben woüte. ÉYHYFM Las snurzangenomrnen Von Yenjenigen, dle h_mtsr ihm stehen. Und er selbst Hat ja-aucb dieses Gefubl gehabt, dafur ist der beste Beweis, daß er sich sofort aus jener Versammlyng' entfernt bat. Wr: frauen uns also, daß unseren Wünschen Gerechtcgkext _wrderquen wll, wir bedauern die frühere Unstetigkett urzd bofssn, daß der emer fssten Politik der Regierung auch die Zustande m der Nordmark besser werden. Hierauf wird Vertagung beschlomen. “'n er önli er Bemerkung erklärt ??bg.pD1s:. SYR ferer (nl.),. daß er in_ dem Zusammenhange, wie es in der Darste ung des Mimsters erschnq, den FaU Amuydsen nich im Auge gehabt habe. AUF den Vorwurx der Ukbertretbung behält er fich die Antwort für spater Vor. " „Auf eine Anfrage dss Abg. v on H ennjg s (koqnp) chlart der P räs id ent, daf; die Interpellation nnd dxe Autrage bezxtglicb der Ueberschwemmung an dEr Ostseeküste auf Dienstag auf due Tages- ordnung kommen werden. Schluß 43/4 Uhr. Nächste Sitzung: MMW, 11 Uhr (Fortse ung der Beratung des Etats des antcrmms des Innern?

Statistik und Volkswirtschaft.

Der deutsche Arbeitsmarkt im Januar 1914.

Nach vorläufixxer Mitteilung des Kaiserlichen Statistisch Amtés auf Grund der Berichte für das „Nelch?arbeit§blakf'_36th die Lage des gewerblichen Arbeitsmarkts im Januar 1914 gegknitbxr d-rm Vor- monat eine Weitere Abschwächung. Gegenüber dem gletckysn Mogat de? 5!twrjahks ist fast durchweg eln? erheblich? Vcrschlechterung cm- ge re M.

Die Aufstellungen über den Beschästigung2grad nach den Mit- teilunaen der Krankenkassen liegen dieSmal noch nicht_ Vor. "

Nach den Berichten von 48 größeren Arbeiterfack) Verbunden mit zusammen 2000 918 Mitgliedern Waren Ende Januar 1914 4,7 v. H. der Mitglieder arbeitsws gegenüber 4,8 v. H. Ende Dezember 1913. Von Ende Dezember auf Ende Januar pr-gk im all- gemeinen die Arbeilslofigkeit auf der gleichen Höhe zu bLeiben, Wenn nicht etwas zukunebmen. Im Vorjahr ergab sick) eine Steigerung der Arbeixslosenziffer zur gleichen Zeit Von 2,3 aux 3,2 O.Ö. Die Arbeits- [Öseqztßfer an fich ist also in diesem Jak): beträchtlick) höher als im * orxa r.

Bek 352 öffentlichen Arbeitsnachweissn mit 121640 Ver- nzileunqc-n kamen im Januar auf 100 offene STEAM bei den männ- 11chen Per1011en_236, bei den Weiblichen 1.04 Arbeitsgesuche. Dix: ent- fvrecbenden " Ztffern dcs Vormonals waren 214 und 120. Hiexnacb hakte der Andrang männlicher Arbsitsuchendsn weikec zugenommen, dsrjenige weiblkäxcr ArbeitsuchendW abgenouynen. Vom Dezember zum Januar ergab fick) bei den männliäpin Per1onen die übliche Ver_f_ch[echterung, bei den weiblichen Personen die übliche schwache Verbenerung.„ Bei den männlichen ersonen war aber in dtefem Jahr _die Verhaltniöziffer für dke Arbeiter ungünstiger.

_ Di'e Verkehre von industriellen Firmen und Verbänden uber die Lage de_s Arbeitömatkts im Januar teilen, von wenigen Auönahmen abgejeben, eine wxitere Abschwächung mit. Auf dem Rgßrkoblenmarktyurde diese Abschwächung durch den Frost, der die Scbtsfabrt unmöglich mgchte, noch verschärft. Jm ober- und nieder- schlefiscben Bergbau w::r dre. Lage günstiger, bier herrschte nach wie vor Arbeitermangal. _AUF dre Laae im Braunkohlenbergbau übte daS Frosijtter einen gunsjtgen Einfluß aus; die Mehrzahl der Bezirke klagt uber Albettermanacs. Roheiseninoustrie “sowie Stahl. und Walzwerke berichten viexfacky einen schwachen Geschäfthxang, der zur Emlegung von Feiarsckpjcbten'nöjigte. Die Maséhinenwdustrie wie's glei faÜs an viexerx Orten emen Rückgang auf. Der Lokomotivbau war in 6981) befrjedxgend, der Automobilbau gutbeschäftigf. Insbesondere in der e ektr1schen Industrie machte fich, soweit die Großstädte in Betrackyt konnpen, ein Uebcran ebot an Arbeitern geltend. Die wichtigsten Zweige der cbxxmiscben ndustrie waren nach wie vor gyt b€schästkgt.

n ch TextiluxdustrZe t11achte fick) im Zusammenhang mrt dem wenig Yefringenden G€schaftsgang ein großer Ankrang an Arbeitskräftyn

LMS! “oak. .

_ Von 298 Firmen rst die Arbeiterzabl anaegeben, und zwar mtt 5357 834 zu- Ende Januar gegen 356 459 zu Ende Januar 1913, Es ist also eme Vermehrung um 039 v. H. (im Vorjahre um 4,03 v_. H.) eingekrete'n, während für den Dezember eine so1che gegenuber dem_ Vorxahre um 1,96 v. H. zu verzei-„bncn WM. Die Zunahme tst'demnacb geringex geworden. Im einzelnen Verteilt fich dte Zunahme rm Januar geqemxber dem Vorjahr auf die chemisch Industrie F+ 10,90)„ auf den Berßbau Und das Hüttenkrsesen (+ 1,84] und aus dre Indltsxrte der Maschinen (+ 0,85 v. H.); alle übrigen Jndustrten zeigen emen Rückgang. '

Die ausländischen Akbeiter auf dem deutschen ArbeitSmarkt im Januar1914.

Nach dem Bericht der Deutschen Arbeiterzentrale machten fiÖ auf dem, landwirtschaftltchen Arbeitßmarkt im Monat Januar bereits dxe Vorzeichen der, beginnendkn Kampagne skark bemexkbar. Zaere'ich gmgen auf der emen Seite die Anfrage nach Arbeitskräften ein, wahrend auf der anderen Seite in verhältniSmäßig großer An- zahl swb Aufsebar und Vorarbeiter mit ihrem Anhang fiir den Früh- ling anboten. Da fie aber fast außnabmßlos auf die Zuweisung größerer Arbeitsstszen rechneten und auch zum Teil erhöhte Ansprüche steÜten, konnte mcht allen eine ihrem Wunsche enispkechende Verwendung zu- Yfichert werden. Der Arbeiterzuzug selbst war wie gewöhnlich im anuar noch ganz gering. Nur an einigen Grenzübergänaen war die Zélbl der Zuwandernden nennenswert. Das Vorbandsne Angebot ge- nugte qber, um den mäßigen Bedarf zu befriedi-Jen.

Dre Jndsustrie hatte in aUen Bezirken und Betriebsarken aus- reichende Arbeitskräfte zur Verfügung. Auch die Montankndustrie, die mit Beginn xer kalten Jabraxzett 1hren Bedarf mit in ungedeckten Betuebkn frexgewordenen Y:bet_tern gedeckt bat, bakte, da anderweitige zusagende Yrbeithelegenbett fur die Arbeiter nicht Vorhanden war FYYnAbYTMYUMTbIIUi[Yey'k Selbsstüdiel oberschlesischcn (Grubex;

o n e e en ran un : a ' ' Arbeitermangel. J ngem emmal kamen

Die Ueberseeauswanderung aus Ru*land und ' . Ungczrn 9,1118 nacb den Beobachtungen noch wßiter zurück.Oe§§eru?eZYs Italien ,btklk fi? auf M Höhe des Vormonats.

Bet den Wanderaxbeitern ans Rußland herrschte an der ost- UUd weftpreußlscben Grenze noch vonommene StiUe. Es - fand fast "gar keirx Zuzyg statt. Ebensowenig wurde, abqösehen vox dem wie nbercéxll fur spater angemeldeten Bedarf, nach Arbeits- krafien MUMM.“ „.ebendkgxr War es an der schlesischWosenschen (Grenze, vyo ,bkretts an.cimg€n .Gcenzübexgängen kleinere Arökitxrtrupps

. zliWandSrten und in der Landwlrtschaft Aufnahme fandßn.